9536#2. Könige,1,1#1. UND Moab fiel von Jisraël nach Ah'abs Tod.
9537#2. Könige,1,2#2. Und Ahasja fiel durch das Fenstergitter an seinem Obergemach in Schomeron und wurde krank; da schickte er Boten und sprach zu ihnen: «Geht, befragt Baal-Sebub, den Gott von Ekron, ob ich von dieser Krankheit genesen werde.»
9538#2. Könige,1,3#3. Ein Bote des Ewigen aber redete zu Elija, dem Tischbiten: «Auf, geh den Boten des Königs von Schomeron entgegen und rede zu ihnen: Ists, weil es keinen Gott in Jisraël gibt, daß ihr hingeht, Baal-Sebub, den Gott von Ekron, zu befragen?
9539#2. Könige,1,4#4. Darum denn spricht der Ewige: Von dem Bett, das du bestiegen, sollst du nicht mehr herabsteigen, sondern sollst sterben.» Und Elija ging.
9540#2. Könige,1,5#5. Dann kehrten die Boten zu jenem zurück und er sprach zu ihnen: «Warum denn seid ihr zurückgekehrt?»
9541#2. Könige,1,6#6. Da sprachen sie zu ihm: «Ein Mann kam herauf, uns entgegen, und sprach zu uns: ,Geht, kehrt zu dem König zurück, der euch geschickt hat, und redet zu ihm: So spricht der Ewige: ,Ists, weil es keinen Gott in Jisraël gibt, daß du hinschickst, Baal-Sebub, den Gott von Ekron, zu befragen? Darum: Von dem Bett, das du bestiegen, sollst du nicht mehr herabsteigen, sondern sollst sterben.'»
9542#2. Könige,1,7#7. Da redete er zu ihnen: «Wie war die Weise des Mannes, der euch entgegen heraufkam und alle diese Worte zu euch redete?»
9543#2. Könige,1,8#8. Da sprachen sie zu ihm: «Ein haariger Mann, einen Schurz von Fell um seine Lenden gegürtet.» Da sprach er: «Das ist Elija, der Tischbite.»
9544#2. Könige,1,9#9. Und er schickte zu ihm einen Obern über Fünfzig mit seinen Fünfzig, und der stieg zu ihm hinauf, und sieh, er saß auf der Spitze des Berges. Und er redete ihn an: «Gottesmann, der König hat geheißen: Komm herab!»
9545#2. Könige,1,10#10. Da antwortete Elijahu: «Wenn ich nun ein Gottesmann bin, so falle Feuer vom Himmel und verzehre dich und deine Fünfzig.» Da fiel Feuer vom Himmel und verzehrte ihn und seine Fünfzig.
9546#2. Könige,1,11#11. Da schickte er abermals, einen andern Obern über Fünfzig und seine Fünfzig. Der hub an und redete zu ihm: «Gottesmann! So spricht der König: Eilends komm herab!»
9547#2. Könige,1,12#12. Da antwortete Elija und sprach zu ihnen: «Wenn ich ein Gottesmann bin, so falle Feuer vom Himmel und verzehre dich und deine Fünfzig.» Da fiel ein Gottesfeuer vom Himmel und verzehrte ihn und seine Fünfzig.
9548#2. Könige,1,13#13. Da schickte er abermals, einen Obern über dritte Fünfzig und seine Fünfzig. Und der dritte Obere über Fünfzig zog hinauf, kam an, warf sich vor Elijahu auf die Knie, flehte ihn an und redete zu ihm: «Gottesmann! Sei doch mein Leben und das Leben dieser deiner fünfzig Knechte wertvoll in deinen Augen!
9549#2. Könige,1,14#14. Sieh, es fiel Feuer vom Himmel und verzehrte die beiden ersten Oberen über Fünfzig und ihre Fünfzig, nun aber sei mein Leben wertvoll in deinen Augen!»
9550#2. Könige,1,15#15. Da redete ein Bote des Ewigen zu Elijahu: «Geh mit ihm hinab, fürchte nicht vor ihm.» Da machte er sich auf und ging mit ihm zum König hinab.
9551#2. Könige,1,16#16. Und er redete zu ihm: «So spricht der Ewige: Dafür, daß du Boten geschickt hast, Baal-Sebub, den Gott von Ekron, zu befragen - ists, weil es keinen Gott in Jisraël gibt, sein Wort zu erfragen? - Darum: Von dem Bett, das du bestiegen, sollst du nicht herabsteigen, sondern sollst sterben.»
9552#2. Könige,1,17#17. Und er starb, nach dem Wort des Ewigen, das Elijahu geredet, und König wurde Jehoram an seiner Statt - im zweiten Jahr Jehorams, des Sohnes Jehoschafats, des Königs von Jehuda - denn er hatte keinen Sohn.
9553#2. Könige,1,18#18. Und die übrigen Begebenheiten von Ahasjahu - was er getan - die sind ja im Buch der Zeitbegebenheiten der Könige von Jisraël aufgeschrieben.
9554#2. Könige,2,1#1. Und es war, da der Ewige Elijahu im Sturm zum Himmel auffahren ließ. Da gingen Elijahu und Elischa vom Gilgal.
9555#2. Könige,2,2#2. Und Elijahu sprach zu Elischa: «Bleib doch hier, denn der Ewige hat mich bis Bet-El gesandt.» Aber Elischa sprach: «Es lebt der Ewige - und Leben deiner Seele! Ob ich dich verlasse!» So gingen sie hinab nach Bet-El.
9556#2. Könige,2,3#3. Da kamen die jungen Gottbegeisteten, die in Bet-El waren, zu Elischa heraus und sprachen zu ihm: «Weißt du, daß heute der Ewige deinen Herrn über deinem Haupt fortholt?» Und er sprach: «Auch ich weiß es, schweigt!»
9557#2. Könige,2,4#4. Dann sprach Elijahu zu ihm: «Elischa, bleib doch hier, denn der Ewige hat mich nach Jeriho gesandt.» Der aber sprach: «Es lebt der Ewige - und Leben deiner Seele! Ob ich dich verlasse!» So kamen sie nach Jeriho.
9558#2. Könige,2,5#5. Da traten die jungen Gottbegeisteten, die zu Jeriho waren, an Elischa heran und sprachen zu ihm: «Weißt du, daß heute der Ewige deinen Herrn über deinem Haupt fortholt?» Und er sprach: «Auch ich weiß es, schweigt!»
9559#2. Könige,2,6#6. Dann sprach Elijahu zu ihm: «Bleib doch hier, denn der Ewige hat mich an den Jarden geschickt.» Der aber sprach: «Es lebt der Ewige - und Leben deiner Seele! Ob ich dich verlasse!» So gingen sie beide.
9560#2. Könige,2,7#7. Fünfzig Mann aber von den jungen Gottbegeisteten gingen hin und standen abseits, von ferne, als die beiden am Jarden standen.
9561#2. Könige,2,8#8. Da nahm Elijahu seinen Mantel, ballte ihn zusammen und schlug das Wasser, da teilte es sich hierhin und dorthin, und sie gingen beide hindurch im Trockenen.
9562#2. Könige,2,9#9. Es war nun, als sie drüben waren, da sprach Elijahu zu Elischa: «Wünsche, was ich dir tun soll, bevor ich von dir genommen werde.» Da sprach Elischa: «Fiele doch ein Doppelteil von deinem Geist mir zu!»
9563#2. Könige,2,10#10. Da sprach er: «Schweres hast du gewünscht. Wenn du mich siehst, wie ich von dir genommen werde, soll dir so geschehen; wo nicht, wird es nicht geschehen.»
9564#2. Könige,2,11#11. Da war es, als sie dahergingen und im Gehen redeten, sieh da: Ein Feuerwagen und Feuerrosse, die schieden zwischen beiden, und Elijahu fuhr im Sturm zum Himmel empor.
9565#2. Könige,2,12#12. Und Elischa sah es, und er schrie: «Vater, Vater! Jisraëls Wagen und seine Reiter!» Da sah er ihn nicht mehr. Und er faßte seine Kleider und riß sie in zwei Stücke.
9566#2. Könige,2,13#13. Und er hob den Mantel Elijahus auf, der von ihm gefallen war, kehrte um und hielt am Ufer des Jardens.
9567#2. Könige,2,14#14. Dann nahm er den Mantel Elijahus, der von ihm gefallen war, schlug das Wasser und sprach: «Wo ist der Ewige, der Gott Elijahus!» Auch er schlug so das Wasser, und es teilte sich hierhin und dorthin, und Elischa ging hindurch.
9568#2. Könige,2,15#15. Da sahen ihn die jungen Gottbegeisteten, die in Jeriho waren, von ferne und sprachen: «Elijahus Geist ruht auf Elischa», und sie kamen ihm entgegen und warfen sich ihm nieder zur Erde.
9569#2. Könige,2,16#16. Und sie sprachen zu ihm: «Sieh doch, es sind deiner Knechte fünfzig Mann, wackere Leute; mögen sie doch hingehn und deinen Herrn suchen, vielleicht hat ihn der Geist des Ewigen davongetragen und auf einen der Berge oder in eine der Talschluchten geworfen.» Doch er sprach: «Schickt nicht hin.»
9570#2. Könige,2,17#17. Sie drangen aber in ihn, gar lange, und er sprach: «Schickt!» So schickten sie fünfzig Mann, die suchten drei Tage und fanden ihn nicht.
9571#2. Könige,2,18#18. Und sie kehrten zu ihm zurück, er war aber in Jeriho geblieben, und er sprach zu ihnen: «Hab ich euch nicht gesagt: Geht nicht?»
9572#2. Könige,2,19#19. Dann sprachen die Leute der Stadt zu Elischa: «Sieh doch, das Weilen in der Stadt ist gut, wie mein Herr sieht, aber das Wasser ist schlecht und das Land entvölkert sich.»
9573#2. Könige,2,20#20. Da sprach er: «Holt mir eine neue Schüssel und tut Salz hinein.» Und sie brachten es ihm.
9574#2. Könige,2,21#21. Dann ging er hinaus zum Ursprung des Wassers, warf Salz hinein und sprach: «So spricht der Ewige: Ich heile dieses Wasser, es soll von da nicht mehr Sterben und Entvölkerung kommen.»
9575#2. Könige,2,22#22. So wurde das Wasser heil bis auf diesen Tag, nach dem Wort Elischas, das er geredet. -
9576#2. Könige,2,23#23. Dann ging er von dort nach Bet-El hinauf, und da er den Weg hinanging, kamen kleine Knaben aus der Stadt und verspotteten ihn, indem sie ihm zuriefen: «Komm herauf, Kahlkopf, komm herauf, Kahlkopf!»
9577#2. Könige,2,24#24. Da drehte er sich um, sah sie an und verfluchte sie mit dem Namen des Ewigen. Da kamen zwei Bären aus dem Wald und zerrissen von ihnen zweiundvierzig Kinder.
9578#2. Könige,2,25#25. Dann ging er von da zum Berg Karmel, und von dort kehrte er nach Schomeron zurück.
9579#2. Könige,3,1#1. Jehoram aber, der Sohn Ah'abs, wurde König über Jisraël in Schomeron im achtzehnten Jahr Jehoschafats, des Königs von Jehuda, und er regierte zwölf Jahre.
9580#2. Könige,3,2#2. Und er tat, was böse ist in den Augen des Ewigen, jedoch nicht wie sein Vater und seine Mutter, und er schaffte das Standmal des Baal weg, das sein Vater gemacht hatte.
9581#2. Könige,3,3#3. Doch an den Sünden Jarob'ams, des Sohnes Nebats, der Jisraël zur Sünde verleitet hatte, hielt er fest, ohne davon abzugehen.
9582#2. Könige,3,4#4. Mescha aber, der König von Moab, war Viehpächter und lieferte dem König von Jisraël hunderttausend Mastlämmer ab und von hunderttausend Widdern Wolle.
9583#2. Könige,3,5#5. Es war aber bei Ah'abs Tod, da fiel der König von Moab vom König von Jisraël ab.
9584#2. Könige,3,6#6. Nun zog der König Jehoram zu jener Zeit von Schomeron aus und musterte ganz Jisraël.
9585#2. Könige,3,7#7. Dann ging er hin und sandte an Jehoschafat, den König von Jehuda, und ließ ihm sagen: «Der König von Moab ist von mir abgefallen, willst du mit mir nach Moab in den Krieg ziehen?» Da sprach er: «Ich will hinaufziehn; gleich ich, gleich du, wie mein Volk so dein Volk, wie meine Rosse deine Rosse.»
9586#2. Könige,3,8#8. Und er sprach: «Welchen Weg sollen wir hinaufziehn?» Da sprach er: «Den Weg der Wüste Edom.»
9587#2. Könige,3,9#9. So gingen der König von Jisraël, der König von Jehuda und der König von Edom, und sie machten einen Rundweg von sieben Tagen. Da war kein Wasser für das Heerlager und für das Vieh in ihrem Gefolge.
9588#2. Könige,3,10#10. Da sprach der König von Jisraël: «Weh, daß der Ewige diese drei Könige gerufen hat, um sie in Moabs Hand zu geben!»
9589#2. Könige,3,11#11. Da sprach Jehoschafat: «Gibt es hier keinen Begeisteten des Ewigen, daß wir den Ewigen durch ihn erfragen?» Da antwortete einer der Diener des Königs von Jisraël und sprach: «Hier ist Elischa, der Sohn Schafats, der Wasser gegossen auf die Hände Elijahus.»
9590#2. Könige,3,12#12. Da sprach Jehoschafat: «Bei ihm ist das Wort des Ewigen!» So zogen sie zu ihm hinab, der König von Jisraël, Jehoschafat und der König von Edom.
9591#2. Könige,3,13#13. Da sprach Elischa zum König von Jisraël: «Was hab ich mit dir, geh zu den Gottbegeisteten deines Vaters und zu den Begeisteten deiner Mutter!» Da sprach zu ihm der König von Jisraël: «Nicht doch! Hat ja der Ewige diese drei Könige gerufen, um sie in die Hand Moabs zu geben.»
9592#2. Könige,3,14#14. Da sprach Elischa: «Es lebt der Ewige der Scharen, vor dem ich gestanden! Ob ich, wenn ich nicht Jehoschafat, dem König von Jehuda, Vorzug gäbe, zu dir hinblicken und dich ansehen würde!
9593#2. Könige,3,15#15. Nun denn, holt mir einen Spielmann!» Und es war, als der Spielmann spielte, da kam über ihn die Hand des Ewigen.
9594#2. Könige,3,16#16. Und er sprach: «So spricht der Ewige: Macht in diesem Tal Gruben an Gruben.
9595#2. Könige,3,17#17. Denn so spricht der Ewige: Nicht werdet ihr Wind sehen noch werdet ihr Regen sehen, und doch wird jenes Tal sich mit Wasser füllen und ihr werdet trinken, ihr und eure Herden und euer Vieh.
9596#2. Könige,3,18#18. Das aber ist gering in den Augen des Ewigen, und er wird Moab in eure Hand geben.
9597#2. Könige,3,19#19. Und ihr werdet jede feste Stadt schlagen und jede erlesene Stadt und werdet jeden guten Baum fällen, alle Wasserquellen verstopfen und jedem guten Acker mit Steinen wehtun.»
9598#2. Könige,3,20#20. Als es aber am Morgen war, da das Mehlopfer aufsteigt, sieh, da kam Wasser des Wegs von Edom, und das Land füllte sich mit dem Wasser.
9599#2. Könige,3,21#21. Ganz Moab aber hatte gehört, daß die Könige heraufgezogen waren, sie zu bekriegen, da sammelten sie sich, von allem was nur einen Gurt anlegt und darüber, und hielten an der Grenze.
9600#2. Könige,3,22#22. Als sie am Morgen aufstanden, schien die Sonne auf das Wasser, und die Moabiter sahen das Wasser von weitem, rot wie Blut.
9601#2. Könige,3,23#23. Da sprachen sie: «Blut ist das! Die Könige haben das Schwert gegen einander gezogen und einer den andern erschlagen. Nun denn, zur Beute, Moab!»
9602#2. Könige,3,24#24. Und sie kamen zum Lager Jisraëls; da erhob sich Jisraël und sie schlugen Moab, daß sie vor ihnen flohen; so schlugen sie drein und schlugen Moab.
9603#2. Könige,3,25#25. Und die Städte rissen sie nieder, auf jeden guten Acker warfen sie jeder seinen Stein und füllten ihn damit an, und jeden Wasserquell verstopften sie, und jeden guten Baum fällten sie, bis nur die Steine übrigblieben an Kir-Hareschet, und da umringten es die Schleuderer und schlugen es.
9604#2. Könige,3,26#26. Als der König von Moab sah, daß der Krieg ihm zu stark war, nahm er mit sich siebenhundert Mann, die ein Schwert führten, um zum König von Edom durchzubrechen, aber sie vermochten es nicht.
9605#2. Könige,3,27#27. Da nahm er seinen Sohn, den Erstgeborenen, der nach ihm König sein sollte, und brachte ihn als Hochopfer dar auf der Mauer. Da war großer Zorn auf Jisraël, und sie zogen von ihm ab und kehrten ins Land zurück.
9606#2. Könige,4,1#1. Und ein Weib von den Frauen der jungen Gottbegeisteten schrie zu Elischa und rief: «Dein Knecht, mein Mann, ist gestorben - und du weißt, daß dein Knecht den Ewigen fürchtete - nun ist der Schuldherr gekommen, sich meine beiden Söhne zu Sklaven zu holen.»
9607#2. Könige,4,2#2. Da sprach zu ihr Elischa: «Was soll ich für dich tun, sag mir an, was hast du im Haus?» Da sagte sie: «Deine Magd hat nichts im Haus als eine Salbflasche Öl.»
9608#2. Könige,4,3#3. Da sprach er: «Geh, leih dir Gefäße von auswärts, von allen deinen Nachbarn, leere Gefäße, nimm nicht wenige;
9609#2. Könige,4,4#4. dann geh heim und schließe die Tür hinter dir und hinter deinen Söhnen, und gieße in alle diese Gefäße, und das Volle rücke ab.»
9610#2. Könige,4,5#5. Da ging sie von ihm und schloß die Tür hinter sich und ihren Söhnen; die reichten ihr zu und sie goß ein.
9611#2. Könige,4,6#6. Da war es nun, als die Gefäße voll waren, und sie zu ihren Söhnen sprach: «Reich mir noch ein Gefäß», da sprach er zu ihr: «Es ist kein Gefäß mehr da», da hielt das Öl ein.
9612#2. Könige,4,7#7. Dann kam sie und meldete es dem Gottesmann. Da sprach er: «Geh, verkaufe das Öl und zahle deine Schuld, und du mit deinen Söhnen lebe von dem Übrigen.»
9613#2. Könige,4,8#8. Es war nun eines Tages, da kam Elischa nach Schunem hinüber. Dort aber war eine reiche Frau, die hielt ihn an, Brot zu essen. Und es war, sooft er hinüberkam, kehrte er dort ein, um Brot zu essen.
9614#2. Könige,4,9#9. Nun sprach sie zu ihrem Mann: «Sieh doch, ich weiß, daß es ein heiliger Gottesmann ist, der immer zu uns herüberkommt.
9615#2. Könige,4,10#10. Laß uns ein kleines gemauertes Obergemach machen und dort für ihn Bett, Tisch, Stuhl und Leuchter hinsetzen, so daß er, wenn er zu uns kommt, dort einkehrt.»
9616#2. Könige,4,11#11. Da war es eines Tages, daß er dort hinkam, in das Obergemach einkehrte und sich dort hinlegte.
9617#2. Könige,4,12#12. Und er sprach zu Gehasi, seinem Burschen: «Rufe diese Schunammitin!» Der rief sie, und sie stand vor ihm.
9618#2. Könige,4,13#13. Und er sprach zu ihm: «Sag ihr doch: Sieh, du hast dir für uns all diese Unruhe gemacht; was wäre für dich zu tun? Wäre für dich zum König zu reden oder zum Heeresobersten?» Sie aber sprach: «Inmitten meiner Sippe wohne ich.»
9619#2. Könige,4,14#14. Da sprach er: «Was also wäre für sie zu tun?» Da sprach Gehasi: «Aber einen Sohn hat sie nicht, und ihr Mann ist alt.»
9620#2. Könige,4,15#15. Da sprach er: «Rufe sie!» Und er rief sie, und sie blieb im Eingang stehen.
9621#2. Könige,4,16#16. Und er sprach: «Zu dieser Frist, von nun übers Jahr, wirst du einen Sohn herzen.» Da sprach sie: «Nicht doch, mein Herr, o Gottesmann, belüge deine Magd nicht!»
9622#2. Könige,4,17#17. Das Weib aber ward schwanger und gebar einen Sohn, zu dieser Frist, von da übers Jahr, wie Elischa zu ihr geredet hatte.
9623#2. Könige,4,18#18. Und das Kind wuchs heran, und da war es eines Tages, daß er zu seinem Vater, zu den Schnittern hinausging.
9624#2. Könige,4,19#19. Da sprach er zu seinem Vater: «Mein Kopf, mein Kopf!» Der sprach zu einem Burschen: «Trag ihn zu seiner Mutter.»
9625#2. Könige,4,20#20. Da trug er ihn und brachte ihn zu seiner Mutter; und er saß auf ihren Knien bis zum Mittag, dann starb er.
9626#2. Könige,4,21#21. Und sie stieg hinauf, legte ihn auf das Bett des Gottesmannes, schloß die Tür hinter ihm und ging hinaus.
9627#2. Könige,4,22#22. Und sie rief ihren Mann und sprach: «Schick mir doch einen von den Burschen und eine von den Eselinnen, daß ich zu dem Gottesmann eile und dann wiederkomme.»
9628#2. Könige,4,23#23. Da sprach er: «Warum gehst du heute zu ihm, wo nicht Neumond ist noch Sabbat?» Da sprach sie: «Friede ists!»
9629#2. Könige,4,24#24. Und sie sattelte die Eselin und sprach zu ihrem Burschen: «Treib los und laß mich nicht im Reiten halten, wenn ich dirs nicht sage.»
9630#2. Könige,4,25#25. So ging sie und kam zu dem Gottesmann, an den Berg Karmel. Es war aber, als der Gottesmann sie von weitem sah, da sprach er zu seinem Burschen Gehasi: «Sieh da jene Schunammitin!
9631#2. Könige,4,26#26. Nun, lauf ihr doch entgegen und sag ihr: Geht es dir wohl, gehts deinem Mann wohl, gehts dem Kind wohl?» Und sie sprach: «Wohl!»
9632#2. Könige,4,27#27. Als sie aber zu dem Gottesmann an den Berg gekommen war, faßte sie seine Füße; da trat Gehasi heran, um sie fortzustoßen. Da sprach der Gottesmann: «Laß sie! Denn ihr Gemüt ist ihr bitter, und der Ewige hat es mir verhüllt und mir nicht kundgetan.»
9633#2. Könige,4,28#28. Da sprach sie: «Hab ich einen Sohn von meinem Herrn erbeten? Hab ich nicht gesprochen: Täusche mich nicht!»
9634#2. Könige,4,29#29. Da sprach er zu Gehasi: «Gürte deine Lenden, nimm meinen Stab in deine Hand und geh! Triffst du jemand, grüß ihn nicht, und grüßt dich jemand, antworte ihm nicht. Und lege meinen Stab auf das Gesicht des Knaben.»
9635#2. Könige,4,30#30. Da sprach die Mutter des Knaben: «Es lebt der Ewige - und Leben deiner Seele! Ob ich dich verlasse!» Da machte er sich auf und ging ihr nach.
9636#2. Könige,4,31#31. Gehasi aber war ihnen vorangegangen und hatte den Stab auf das Gesicht des Knaben gelegt; aber: Kein Laut, kein Lausch! So kehrte er zurück, ihm entgegen, berichtete ihm und sagte: «Der Knabe ist nicht erwacht.»
9637#2. Könige,4,32#32. Da ging Elischa in das Haus, und sieh, da war der Knabe, tot, hingelegt auf sein Bett.
9638#2. Könige,4,33#33. Da ging er und schloß die Tür hinter ihnen beiden und betete zum Ewigen.
9639#2. Könige,4,34#34. Dann stieg er hinauf und legte sich auf das Kind, tat seinen Mund auf dessen Mund, seine Augen auf dessen Augen und seine Hände auf dessen Hände, und beugte sich über ihn, da wurde des Kindes Leib warm.
9640#2. Könige,4,35#35. Dann ging er wieder im Haus einmal hin und einmal her, stieg wieder hinauf, beugte sich über ihn und preßte den Knaben bis zu sieben Malen. Da öffnete der Knabe seine Augen.
9641#2. Könige,4,36#36. Dann rief er Gehasi und sprach: «Ruf diese Schunammitin!» Und er rief sie und sie kam zu ihm. Und er sprach: «Nimm deinen Sohn auf!»
9642#2. Könige,4,37#37. Da kam sie heran, fiel ihm zu  Füßen und warf sich zur Erde, dann nahm sie ihren Sohn auf und ging hinaus.
9643#2. Könige,4,38#38. Dann kehrte Elischa nach dem Gilgal zurück. Der Hunger aber war im Land. Und die jungen Gottbegeisteten saßen vor ihm, da sprach er zu seinem Burschen: «Setz den großen Topf auf und koche ein Gericht für die jungen Gottbegeisteten.»
9644#2. Könige,4,39#39. Da ging einer hinaus aufs Feld, um Kräuter zu sammeln; und er fand eine Feldranke und sammelte davon sein Gewand voll Feldbittergurken, kam und zerschnitt sie in den Kochtopf, denn sie kannten es nicht.
9645#2. Könige,4,40#40. Dann goß man den Männern zum Essen ein. Aber es war, als sie von dem Gericht aßen, da schrien sie auf und sprachen: «Tod ist im Topf, o Gottesmann!» Und sie vermochten nicht zu essen.
9646#2. Könige,4,41#41. Da sprach er: «Holt Mehl!» Und er warf es in den Topf und sprach: «Gieß dem Volk ein, daß sie essen.» Da war nichts Schlimmes im Topf.
9647#2. Könige,4,42#42. Und ein Mann kam von Baal-Schalischa und brachte dem Gottesmann Brot der Erstreife, zwanzig Gerstenbrote und frisches Korn seiner Ähren. Er aber sprach: «Gib dem Volk, daß sie essen.»
9648#2. Könige,4,43#43. Da sprach sein Diener: «Wie soll ich dies hundert Leuten vorsetzen?» Doch er sprach: «Gib dem Volk, daß sie essen, denn so spricht der Ewige: Essen und übriglassen!»
9649#2. Könige,4,44#44. Dann setzte er es ihnen vor, und sie aßen und ließen noch übrig, nach dem Wort des Ewigen.
9650#2. Könige,5,1#1. Und Naaman, der Heeresoberste des Königs von Aram, war ein großer Mann vor seinem Herrn und angesehen, denn durch ihn hatte der Ewige Aram Sieg verliehen; und der Mann war ein Kriegsheld, (aber) aussätzig.
9651#2. Könige,5,2#2. Die Aramäer aber waren in Streifscharen ausgezogen und hatten aus dem Land Jisraël ein junges Mädchen weggeführt, das wartete auf vor dem Weib Naamans.
9652#2. Könige,5,3#3. Und die sprach zu ihrer Herrin: «Ach, wäre mein Herr doch vor dem Gottbegeisteten, der in Schomeron ist, dann würde er ihn von seinem Aussatz befreien!»
9653#2. Könige,5,4#4. Da ging er, meldete es seinem Herrn und sprach: «So und so hat das Mädchen aus dem Land Jisraël geredet.»
9654#2. Könige,5,5#5. Da sagte der König von Aram: «Geh hin, und ich will einen Brief an den König von Jisraël schicken.» Da ging er und nahm mit sich zehn Scheiben Silber und sechstausend Goldstücke und zehn Gewandanzüge.
9655#2. Könige,5,6#6. Und er brachte zum König von Jisraël den Brief, der besagte: «. . . Und nun, sobald dieser Brief an dich gelangt, habe ich da meinen Diener Naaman zu dir geschickt, daß du ihn von seinem Aussatz befreist.»
9656#2. Könige,5,7#7. Es war aber, als der König von Jisraël den Brief gesehen hatte, da zerriß er seine Kleider und sprach: «Bin ich ein Gott, zu töten und zu beleben, da dieser zu mir geschickt, einen Mann von seinem Aussatz zu befreien? Ja, merkt doch und seht, daß er ein Getändel mit mir sucht.»
9657#2. Könige,5,8#8. Es war aber, als Elischa, der Gottesmann, hörte, daß der König von Jisraël seine Kleider zerrissen hatte, schickte er zum König und ließ ihm sagen: «Warum hast du deine Kleider zerrissen? Mag er doch zu mir kommen, und er wird wissen, daß ein Gottbegeisteter ist in Jisraël.»
9658#2. Könige,5,9#9. So kam Naaman mit seinen Rossen und Wagen und hielt am Eingang zu Elischas Haus.
9659#2. Könige,5,10#10. Da schickte Elischa einen Boten zu ihm und ließ sagen: «Geh, bade siebenmal im Jarden, dann wird dein Leib sich dir rückverwandeln, und du bist rein.»
9660#2. Könige,5,11#11. Da zürnte Naaman und ging fort, indem er sprach: «Sieh, ich sagte mir: Herauskommen wird er und hintreten, den Namen des Ewigen seines Gottes anrufen, seine Hand über die Stelle schwingen und den Aussätzigen befreien.
9661#2. Könige,5,12#12. Sind denn Amana und Parpar und die Flüsse Dammeseks nicht besser als alle Gewässer Jisraëls? Könnte ich nicht in ihnen baden und rein werden?» So wandte er sich und ging im Groll.
9662#2. Könige,5,13#13. Aber seine Diener traten hinzu, redeten zu ihm und sprachen: «Vater, hätte der Gottbegeistete eine große Sache zu dir geredet, tätest du es nicht? Und nun gar, da er dir gesagt hat: ,Bade und du bist rein!'»
9663#2. Könige,5,14#14. So ging er hinab und tauchte siebenmal im Jarden unter, nach dem Wort des Gottesmannes; da wurde sein Leib wieder wie der Leib eines kleinen Knaben, und er war rein.
9664#2. Könige,5,15#15. Dann kehrte er zu dem Gottesmann zurück, er und sein ganzer Trupp, trat ein, stand vor ihm und sprach: «Sieh, nun hab ich erkannt, daß es keinen Gott auf der ganzen Erde gibt als in Jisraël, so nimm nun eine Segengabe von deinem Knecht.»
9665#2. Könige,5,16#16. Da sprach er: «Es lebt der Ewige, vor dem ich gestanden! Ob ich sie nehme!» Und er drang in ihn sie anzunehmen, aber er weigerte sich.
9666#2. Könige,5,17#17. Da sprach Naaman: «Könnte es nicht sein, daß man deinem Knecht eines Maultiergespannes Last Erde gäbe? Denn nimmer wird dein Knecht fortan Hochopfer und Mahlopfer andern Göttern bringen als nur dem Ewigen.
9667#2. Könige,5,18#18. (Nur) das verzeihe der Ewige deinem Knecht: Wenn mein Herr in das Haus des Rimmon eintritt, um sich dort niederzuwerfen, da er sich auf meine Hand stützt, muß ich mich im Haus Rimmons niederwerfen. Wenn ich mich im Haus Rimmons niederwerfe, verzeihe doch der Ewige dies deinem Knecht!»
9668#2. Könige,5,19#19. Da sprach er zu ihm: «Geh hin zum Frieden!» Er war etwa eine Landmeile von ihm gegangen,
9669#2. Könige,5,20#20. da sprach Gehasi, der Bursche Elischas, des Gottesmannes: «Sieh, mein Herr hat diesem Aramäer Naaman gewehrt, da er von ihm nicht annahm, was er gebracht hatte. Es lebt der Ewige! Nein, ich laufe ihm nach und nehme irgend etwas von ihm.»
9670#2. Könige,5,21#21. So setzte Gehasi Naaman nach. Als Naaman sah, daß ihm jemand nachlief, stürzte er sich vom Wagen, ihm entgegen, und sprach: «Ists Friede?»
9671#2. Könige,5,22#22. Da sagte er: «Friede! Mein Herr sendet mich und läßt sagen: ,Sieh, soeben sind zwei Burschen vom Gebirge Efraim zu mir gekommen, von den jungen Gottbegeisteten, gib ihnen doch eine Scheibe Silber und zwei Gewandanzüge.'»
9672#2. Könige,5,23#23. Da sprach Naaman: «Nur zu, nimm zwei Scheiben»; und er drang in ihn und band zwei Scheiben in zwei Tücher ein und zwei Gewandanzüge, übergab es seinen zwei Burschen, und sie trugen es ihm voran.
9673#2. Könige,5,24#24. Als er bis zum Hügel gekommen war, nahm er es ihnen ab, verwahrte es im Haus, entließ die Männer, und sie gingen fort.
9674#2. Könige,5,25#25. Er aber trat ein und stand bei seinem Herrn. Da sprach zu ihm Elischa: «Woher, Gehasi?» Der sprach: «Dein Knecht ist nicht hin noch her gegangen.»
9675#2. Könige,5,26#26. Da sprach er zu ihm: «Ging mein Sinn nicht mit, als ein Mann von seinem Wagen herab sich umwandte, dir entgegen? War es die Zeit, das Silber anzunehmen und Kleider anzunehmen, oder Ölbäume und Weinberge, Schafe und Rinder, Knechte und Mägde?
9676#2. Könige,5,27#27. So soll der Aussatz Naamans an dir und deinem Samen haften für immer!» Da ging er von ihm hinaus, aussätzig wie Schnee.
9677#2. Könige,6,1#1. Und die jungen Gottbegeisteten sprachen zu Elischa: «Sieh doch, der Ort, da wir vor dir wohnen, ist zu eng für uns,
9678#2. Könige,6,2#2. laß uns zum Jarden gehen und von dort jeder einen Baumstamm nehmen und uns dort Platz schaffen, dort zu wohnen.» Da sprach er: «Geht.»
9679#2. Könige,6,3#3. Da sprach der eine: «Entschließe dich und geh mit deinen Knechten.» Da sprach er: «Ich gehe.»
9680#2. Könige,6,4#4. So ging er mit ihnen. Und sie kamen zum Jarden und schnitten das Holz ab.
9681#2. Könige,6,5#5. Da war es, daß einer den Baumstamm fällte, und das Eisen ins Wasser fiel. Da schrie er auf und sprach: «O weh, Herr! Es ist ja geliehen.»
9682#2. Könige,6,6#6. Da sprach der Gottesmann: «Wohin ist es gefallen?» Und er zeigte ihm die Stelle. Da hieb er ein Holz ab, warf es dorthin und machte das Eisen heraufschwimmen.
9683#2. Könige,6,7#7. Und er sprach: «Heb es dir herauf.» Da streckte er seine Hand aus und nahm es.
9684#2. Könige,6,8#8. Der König von Aram aber war im Krieg mit Jisraël, und er entschied sich gegenüber seinen Dienern und sprach: «An dem und dem Ort sei mein Lager.»
9685#2. Könige,6,9#9. Da schickte der Gottesmann zum König von Jisraël und ließ sagen: «Nimm dich in acht, an diesem Ort vorbeizukommen, denn dort sind die Aramäer abgestiegen.»
9686#2. Könige,6,10#10. Da schickte der König von Jisraël zu dem Ort, den ihm der Gottesmann gesagt, und ließ ihn warnen, und man nahm sich dort in acht, nicht einmal und nicht zweimal.
9687#2. Könige,6,11#11. Da geriet das Herz des Königs von Aram über diese Sache in Unruhe, er rief seine Diener und sprach zu ihnen: «Könnt ihr mir nicht kundtun, wer von den Unsrigen es mit dem König von Jisraël hält?»
9688#2. Könige,6,12#12. Da sprach einer von seinen Dienern: «Nein, o Herr, o König; Elischa, der Gottbegeistete, der in Jisraël ist, tut dem König von Jisraël die Worte kund, die du in deinem Schlafgemach redest.»
9689#2. Könige,6,13#13. Da sprach er: «Geht und seht, wo er ist, daß ich schicke und ihn holen lasse.» Da wurde ihm gemeldet: «Sieh, er ist in Dotan.»
9690#2. Könige,6,14#14. Da schickte er dorthin Rosse und Wagen und eine massige Heeresmacht, und sie kamen des Nachts und umringten die Stadt.
9691#2. Könige,6,15#15. Nun stand der Diener des Gottesmannes früh auf, ging hinaus und sieh, eine Heeresmacht umgab die Stadt, nebst Rossen und Wagen. Da sprach sein Bursche zu ihm: «Ach, Herr! Wie sollen wir es machen?»
9692#2. Könige,6,16#16. Da sprach er: «Fürchte nicht, denn mehr sind, die mit uns als die mit ihnen.»
9693#2. Könige,6,17#17. Da betete Elischa und sprach: «Ewiger, öffne doch seine Augen, daß er sieht!» Da öffnete der Ewige die Augen des Burschen, und er sah: Sieh, der Berg war voll von Rossen und Feuerwagen rings um Elischa.
9694#2. Könige,6,18#18. Und sie kamen zu ihm herab, und Elischa betete zum Ewigen und sprach: «Schlag doch dieses Volk mit Blindheit!» Da schlug er sie mit Blindheit nach dem Wort Elischas.
9695#2. Könige,6,19#19. Und Elischa sprach zu ihnen: «Nicht dies ist der Weg und nicht dies ist die Stadt! Folgt mir, und ich führe euch zu dem Mann, den ihr sucht.» Und er führte sie nach Schomeron.
9696#2. Könige,6,20#20. Es war aber, sobald sie nach Schomeron kamen, da sprach Elischa: «Ewiger, öffne die Augen dieser, daß sie sehen.» Da öffnete der Ewige ihre Augen, und sie sahen: Sieh, sie waren mitten in Schomeron.
9697#2. Könige,6,21#21. Da sprach der König von Jisraël zu Elischa, als er sie sah: «Soll ich losschlagen, mein Vater?»
9698#2. Könige,6,22#22. Da sprach er: «Du sollst nicht losschlagen! Ists, was du mit deinem Schwert und Bogen gefangennahmst, was du da schlügest? Setze ihnen Brot und Wasser vor, daß sie essen und trinken und zu ihrem Herrn gehen.»
9699#2. Könige,6,23#23. Und er richtete ihnen ein großes Mahl aus, und sie aßen und tranken; dann entließ er sie und sie gingen zu ihrem Herrn. Die Streifscharen Arams aber kamen nicht mehr in das Land Jisraël.
9700#2. Könige,6,24#24. Es war aber nachher, da sammelte Ben-Hadad, der König von Aram, sein ganzes Heerlager, zog hinauf und belagerte Schomeron.
9701#2. Könige,6,25#25. Da war großer Hunger in Schomeron, da sie es belagerten, bis ein Eselskopf auf hundert Silberstücke kam und ein Viertel Kab Karoben auf fünf Silberstücke.
9702#2. Könige,6,26#26. Nun war es, daß der König von Jisraël auf der Mauer ging, da schrie ein Weib zu ihm und rief: «Hilf, Herr, o König!»
9703#2. Könige,6,27#27. Da sprach er: «So dir der Ewige nicht hilft, woher soll ich dir helfen? Etwa von der Tenne oder der Kelter?»
9704#2. Könige,6,28#28. Und der König sprach zu ihr: «Was hast du?» Da sprach sie: «Dieses Weib da sprach zu mir: ,Gib deinen Sohn her, daß wir ihn heute essen, und meinen Sohn wollen wir morgen essen.'
9705#2. Könige,6,29#29. Da kochten wir meinen Sohn und aßen ihn; als ich aber am andern Tag zu ihr sagte: ,Gib deinen Sohn her, daß wir ihn essen', da versteckte sie ihren Sohn.»
9706#2. Könige,6,30#30. Es war aber, als der König die Worte des Weibes hörte, da zerriß er seine Kleider; während er auf der Mauer weiterging, da sah das Volk: Sieh, da war Sackzeug an seinem Leib zuinnerst.
9707#2. Könige,6,31#31. Und er sprach: «So tue mir Gott an, so und noch mehr, wenn der Kopf Elischas, des Sohnes Schafats, noch heute an ihm bleibt!»
9708#2. Könige,6,32#32. Elischa aber saß in seinem Haus, und die Ältesten saßen bei ihm, als der einen Mann vor sich hersandte. Bevor der Bote zu ihm kam, sprach er zu den Ältesten: «Seht ihr, daß dieser Mörderbube herschickt, mir den Kopf abzunehmen? Seht zu, wenn der Bote kommt, schließt die Tür und drängt ihn mit der Tür ab; ist doch der Schall der Tritte seines Herrn hinter ihm.»
9709#2. Könige,6,33#33. Noch redete er mit ihnen, sieh, da kam der Bote zu ihm herab und sprach: «Sieh, dieses Unheil ist vom Ewigen, und wie sollte ich noch auf den Ewigen hoffen!»
9710#2. Könige,7,1#1. Da sprach Elischa: «Hört das Wort des Ewigen! So spricht der Ewige: Morgen um diese Zeit geht die Sea Feinmehl um einen Schekel und zwei Sea Gerste um einen Schekel im Tor Schomerons.»
9711#2. Könige,7,2#2. Da antwortete der Wagenkämpfer, auf dessen Arm sich der König stützte, dem Gottesmann und sprach: «Machte auch der Ewige Luken am Himmel - könnte solches geschehen?» Da sprach er: «Du wirst es mit deinen Augen sehen, aber davon nicht essen.»
9712#2. Könige,7,3#3. Vier Männer aber waren als Aussätzige am Eingang des Tores, und sie sprachen einer zum andern: «Was sitzen wir hier, bis wir sterben?
9713#2. Könige,7,4#4. Sagen wir, wir gehen in die Stadt, so ist Hunger in der Stadt, und wir sterben dort, bleiben wir aber hier, so sterben wir (auch), nun denn, kommt, wir wollen zum Lager Arams überlaufen; lassen sie uns am Leben, leben wir, töten sie uns, so sterben wir eben.»
9714#2. Könige,7,5#5. Und sie machten sich im Dunkeln auf, in das Lager Arams zu gehen. Und sie kamen an den Rand des Lagers Arams, aber da war kein Mann.
9715#2. Könige,7,6#6. Der Herr aber hatte das Lager Arams Lärm von Wagen, Lärm von Rossen, Lärm eines großen Heeres vernehmen lassen, daß sie einer zum andern sprachen: «Sieh, gedungen hat gegen uns der König von Jisraël die Könige der Hittiter und die Könige von Mizraim, daß sie über uns kommen.»
9716#2. Könige,7,7#7. Und sie hatten sich aufgemacht, waren im Dunkeln geflohen und hatten ihre Zelte, ihre Rosse und ihre Esel dagelassen, das Lager, wie es war, und waren um ihr Leben geflohen.
9717#2. Könige,7,8#8. Nun kamen diese Aussätzigen an den Rand des Lagers, traten in ein Zelt ein, aßen und tranken, nahmen von dort Gold und Silber und Gewänder, gingen hin und verscharrten es; dann kamen sie wieder in ein anderes Zelt, nahmen von dort, gingen hin und verscharrten es.
9718#2. Könige,7,9#9. Da sprachen sie einer zum andern: «Nicht richtig handeln wir, dieser Tag ist ein Tag froher Botschaft, wir aber schweigen? Warten wir, bis der Morgen licht wird, dann trifft uns Schuld, nun denn, kommt, wir wollen hineingehn und es im Haus des Königs melden.»
9719#2. Könige,7,10#10. So kamen sie, riefen dem Torwart der Stadt zu, meldeten ihnen und sagten: «Wir kamen in das Lager Arams, aber sieh, da war kein  Mann, noch eines Menschen Laut, sondern: Das Roß angebunden, und der Esel angebunden, und Zelte, wie sie waren.»
9720#2. Könige,7,11#11. Da rief er die Torwärter, und sie meldeten es im Haus des Königs drinnen.
9721#2. Könige,7,12#12. Da stand der König in der Nacht auf und sprach zu seinen Dienern: «Ich will euch kundtun, was die Aramäer gegen uns getan haben. Sie wissen, daß wir Hunger leiden, so sind sie aus dem Lager gezogen, um sich im Feld zu verbergen, indem sie sagen: ,Kommen sie aus der Stadt heraus, so greifen wir sie lebend und dringen in die Stadt.'»
9722#2. Könige,7,13#13. Da antwortete einer seiner Diener und sprach: «So mag man doch fünf von den übriggebliebenen Rossen nehmen, die drin übriggeblieben sind: Seien sie wie die ganze Menge Jisraëls, die drin übriggeblieben ist, seien sie wie die ganze Menge Jisraëls, die dahin ist! Schicken wir hin und laßt uns sehen!»
9723#2. Könige,7,14#14. So nahmen sie zwei Wagen mit Rossen, und der König schickte nach dem Lager Arams, sprechend: «Geht und seht!»
9724#2. Könige,7,15#15. Und sie gingen ihnen nach bis zum Jarden, und sieh, der ganze Weg war voll von Kleidern und Geräten, die die Aramäer in ihrer Hast fortgeworfen hatten. Dann kamen die Boten zurück und meldeten es dem König.
9725#2. Könige,7,16#16. Da zog das Volk hinaus und plünderte das Lager Arams, und es ging eine Sea Feinmehl um einen Schekel und zwei Sea Gerste um einen Schekel, gemäß dem Wort des Ewigen.
9726#2. Könige,7,17#17. Der König aber bestellte den Wagenkämpfer, auf dessen Arm er sich stützte, über das Tor, da trat ihn das Volk nieder im Tor, daß er starb, wie der Gottesmann geredet, der es geredet hatte, als der König zu ihm hinabgekommen war.
9727#2. Könige,7,18#18. Und es war, wie der Gottesmann zum König geredet hatte, sprechend: «Zwei Sea Gerste gehen um einen Schekel und eine Sea Feinmehl um einen Schekel morgen um diese Zeit im Tor Schomerons»,
9728#2. Könige,7,19#19. wo der Wagenkämpfer dem Gottesmann geantwortet und gesprochen hatte: «Machte auch der Ewige Luken am Himmel - könnte solches geschehen?» Er aber hatte gesprochen: «Du wirst es mit deinen Augen sehen, aber davon nicht essen.»
9729#2. Könige,7,20#20. So geschah es ihm; das Volk trat ihn nieder im Tor, daß er starb.
9730#2. Könige,8,1#1. Und Elischa redete zu dem Weib, deren Sohn er lebendig gemacht hatte, und sprach: «Mach dich auf und geh, du und dein Haus, und verweile, wo du weilen magst, denn der Ewige hat den Hunger gerufen, und schon ist er ins Land gekommen, für sieben Jahre.»
9731#2. Könige,8,2#2. Da machte sich das Weib auf, tat nach dem Wort des Gottesmannes und ging fort, sie und ihr Haus, und weilte im Land der Pelischtäer sieben Jahre.
9732#2. Könige,8,3#3. Es war nun nach Verlauf von sieben Jahren, da kehrte das Weib heim aus dem Land der Pelischtäer und ging aus, um beim König wegen ihres Hauses und Feldes zu klagen.
9733#2. Könige,8,4#4. Der König aber redete zu Gehasi, dem Burschen des Gottesmannes, und sprach: «Erzähle mir doch alle die Großtaten, die Elischa getan hat!»
9734#2. Könige,8,5#5. Da war es, als er dem König erzählte, wie er den Toten lebendig gemacht hatte, sieh, da war eben das Weib, deren Sohn er lebendig gemacht hatte, beim König, klagend wegen ihres Hauses und Feldes. Und Gehasi sprach: «Mein Herr, o König! Dies ist das Weib und das ist ihr Sohn, den Elischa lebendig gemacht hat.»
9735#2. Könige,8,6#6. Da befragte der König das Weib, und sie erzählte es ihm. Da gab ihr der König einen Höfling mit, indem er sprach: «Schaff ihr alles wieder, was ihr gehört, samt allem Ertrag des Feldes von dem Tag, da sie das Land verließ, bis jetzt.»
9736#2. Könige,8,7#7. Dann kam Elischa nach Dammesek. Ben-Hadad aber, der König von Aram, war krank; und es wurde ihm gemeldet: «Der Gottesmann ist hierher gekommen.»
9737#2. Könige,8,8#8. Da sprach der König zu Hasaël: «Nimm ein Geschenk mit, geh dem Gottesmann entgegen und befrage den Ewigen durch ihn und sprich: Werde ich von dieser Krankheit genesen?»
9738#2. Könige,8,9#9. Da ging Hasaël ihm entgegen und nahm ein Geschenk mit, und allerlei Kostbares von Dammesek, eine Last von vierzig Kamelen; und er kam an, trat vor ihn und sprach: «Dein Sohn Ben-Hadad, der König von Aram, hat mich zu dir geschickt, sprechend: Werde ich von dieser Krankheit genesen?»
9739#2. Könige,8,10#10. Da sprach zu ihm Elischa: «Geh, sage ihm: ,Du wirst genesen.' Aber der Ewige hat mich schauen lassen, daß er sterben wird.»
9740#2. Könige,8,11#11. Und er hielt sein Antlitz starr und ließ es so gar lange, dann weinte der Gottesmann.
9741#2. Könige,8,12#12. Da sprach Hasaël: «Warum weint mein Herr?» Und er sprach: «Weil ich weiß, was du den Kindern Jisraël Übles tun wirst. Ihre Vesten wirst du in Feuer aufgehn lassen und ihre Jünglinge mit dem Schwert morden und ihre Säuglinge zerschmettern und ihre Schwangeren aufschlitzen.»
9742#2. Könige,8,13#13. Da sprach Hasaël: «Was ist denn dein Knecht, der Hund, daß er so Großes tun sollte?» Aber Elischa sprach: «Der Ewige hat mich dich als König über Aram sehen lassen.»
9743#2. Könige,8,14#14. Dann ging er von Elischa und kam zu seinem Herrn; der sprach zu ihm: «Was hat Elischa zu dir gesagt?» Da sprach er: «Er hat mir gesagt: Du wirst genesen.»
9744#2. Könige,8,15#15. Es war aber am andern Morgen, da nahm er das Kissen, tauchte es ins Wasser, breitete es über sein Gesicht, daß er starb. Und König wurde Hasaël an seiner Statt.
9745#2. Könige,8,16#16. Und im fünften Jahr Jorams, des Sohnes Ah'abs, des Königs von Jisraël, und (nach) Jehoschafat, dem König von Jehuda, wurde Jehoram, der Sohn Jehoschafats, König über Jehuda.
9746#2. Könige,8,17#17. Zweiunddreißig Jahre war er alt, als er König wurde, und acht Jahre war er König in Jeruschalaim.
9747#2. Könige,8,18#18. Und er wandelte auf dem Weg der Könige von Jisraël, wie das Haus Ah'abs getan hatte, denn eine Tochter Ah'abs hatte er zum Weib, und er tat, was böse ist in den Augen des Ewigen.
9748#2. Könige,8,19#19. Jedoch wollte der Ewige Jehuda nicht verderben, um seines Knechtes Dawid willen, wie er ihm verheißen hatte, ihm eine Leuchte zu geben (und) seinen Söhnen allezeit.
9749#2. Könige,8,20#20. In seinen Tagen fiel Edom ab aus der Gewalt Jehudas und sie setzten einen König über sich.
9750#2. Könige,8,21#21. Da zog Joram nach Zair hinüber, und alle Wagen mit ihm. Da war es, daß er sich des Nachts aufgemacht hatte, und er schlug Edom, das an ihn herumgekommen war, und alle Wagenobersten; und das Volk floh zu seinen Zelten.
9751#2. Könige,8,22#22. Doch fiel Edom ab aus der Gewalt Jehudas bis auf diesen Tag; damals, zu jener Zeit, fiel Libna ab.
9752#2. Könige,8,23#23. Und die übrigen Begebenheiten von Joram - und alles, was er getan - die sind ja im Buch der Zeitbegebenheiten der Könige von Jehuda aufgeschrieben.
9753#2. Könige,8,24#24. Dann ging Joram zur Ruhe bei seinen Vätern und ward bei seinen Vätern in der Dawidsburg begraben. Und König wurde sein Sohn Ahasjahu an seiner Statt.
9754#2. Könige,8,25#25. Im zwölften Jahr Jorams, des Sohnes Ah'abs, des Königs von Jisraël, wurde Ahasjahu, der Sohn Jehorams, König von Jehuda.
9755#2. Könige,8,26#26. Zweiundzwanzig Jahre war Ahasjahu alt, als er König wurde, und ein Jahr regierte er in Jeruschalaim; und der Name seiner Mutter war Ataljahu, Tochter Omris, des Königs von Jisraël.
9756#2. Könige,8,27#27. Und er wandelte auf dem Weg des Hauses Ah'ab und tat, was böse ist in den Augen des Ewigen, wie das Haus Ah'ab, denn er war ein Eidam des Hauses Ah'ab.
9757#2. Könige,8,28#28. Und er zog mit Joram, dem Sohn Ah'abs, in den Krieg gegen Hasaël, den König von Aram, zu Ramot-Gil'ad, und die Aramäer schlugen Joram.
9758#2. Könige,8,29#29. Da kehrte der König Joram zurück, um sich in Jisraël von den Wunden zu heilen, die ihm Aramäer in Rama geschlagen hatten, als er mit Hasaël, dem König von Aram, kämpfte, und Ahasjahu, der Sohn Jehorams, der König von Jehuda, zog hinab, um nach Joram, dem Sohn Ah'abs, in Jisraël zu sehen, da er krank war.
9759#2. Könige,9,1#1. Aber Elischa, der Gottbegeistete, rief einen von den jungen Begeisteten und sagte zu ihm: «Gürte deine Lenden, nimm diesen Krug Öl in deine Hand und geh nach Ramot-Gil'ad.
9760#2. Könige,9,2#2. Und kommst du dorthin, ersieh dir dort Jehu, den Sohn Jehoschafats, des Sohnes Nimschis, tritt ein, laß ihn aufstehn mitten aus seinen Brüdern und führe ihn in das innerste Gemach.
9761#2. Könige,9,3#3. Dann nimm den Krug Öl, gieß auf sein Haupt und sprich: ,So spricht der Ewige: Ich salbe dich zum König über Jisraël.' Dann öffne die Tür und fliehe unverweilt.»
9762#2. Könige,9,4#4. Da ging der Bursch, der junge Gottbegeistete, hin nach Ramot-Gil'ad.
9763#2. Könige,9,5#5. Als er kam, sieh, da saßen da die Obersten des Heeres; und er sprach: «Ein Wort hab ich an dich, Oberster!» Da sprach Jehu: «An wen von uns allen?» Da sprach er: «An dich, Oberster!»
9764#2. Könige,9,6#6. Und er stand auf und ging ins Haus. Da goß er das Öl auf sein Haupt und sprach zu ihm: «So spricht der Ewige, der Gott Jisraëls: Ich salbe dich zum König über das Volk des Ewigen, über Jisraël.
9765#2. Könige,9,7#7. Daß du das Haus Ah'abs, deines Herrn, schlägst, und ich das Blut meiner Diener, der Gottbegeisteten, und das Blut aller Diener des Ewigen an Isebel räche,
9766#2. Könige,9,8#8. und das ganze Haus Ah'abs untergeht, und ich ausrotte von Ah'ab, was an die Wand pißt, und Drinverhaltenes wie Freibelassenes in Jisraël.
9767#2. Könige,9,9#9. Und ich mache das Haus Ah'abs gleich dem Haus Jarob'ams, des Sohnes Nebats, und dem Haus Ba'schas, des Sohnes Ahijas.
9768#2. Könige,9,10#10. Und Isebel sollen die Hunde fressen auf dem Acker von Jisreel, und keiner begräbt.» Dann öffnete er die Tür und entfloh.
9769#2. Könige,9,11#11. Als Jehu aber zu den Dienern seines Herrn hinauskam, sprach man ihn an: «Ists Friede? Weshalb ist dieser Besessene zu dir gekommen?» Da sprach er zu ihnen: «Ihr kennt ja den Mann und sein Gerede.»
9770#2. Könige,9,12#12. Da sprachen sie: «Lüge! Sag es uns doch!» Da sprach er: «So und so hat er zu mir gesprochen, indem er sagte: ,So spricht der Ewige: Ich salbe dich zum König über Jisraël.'»
9771#2. Könige,9,13#13. Da eilten sie, nahmen jeder sein Gewand, legten es ihm unter, auf den Stufenstein, stießen in die Posaune und riefen: «Jehu ist König!»
9772#2. Könige,9,14#14. So verschwor sich Jehu, der Sohn Jehoschafats, des Sohnes Nimschis, wider Joram; Joram aber hielt Wache in Ramot-Gil'ad, er und ganz Jisraël, vor Hasaël, dem König von Aram.
9773#2. Könige,9,15#15. Dann kehrte der König Jehoram um, um sich in Jisreel von den Wunden heilen zu lassen, die ihm Aramäer geschlagen hatten, als er mit Hasaël, dem König von Aram, kämpfte. Da sprach Jehu: «Ists euer Wille, so soll kein Flüchtling aus der Stadt kommen, hinzugehn und es in Jisreel zu melden.»
9774#2. Könige,9,16#16. So stieg Jehu auf und begab sich nach Jisreel, denn dort lag Joram, und Ahasja, der König von Jehuda, war hinabgegangen, um nach Joram zu sehen.
9775#2. Könige,9,17#17. Der Späher aber stand auf dem Turm in Jisreel und sah das Anschwellen von Jehu, als er daherkam. Und er sprach: «Ein Anschwellen sehe ich.» Da sprach Joram: «Hol einen Reiter, schick ihn ihnen entgegen, daß er spreche: Ists Friede?»
9776#2. Könige,9,18#18. Da zog der Pferdereiter ihm entgegen und sprach: «So spricht der König: Ists Friede?» Da sprach Jehu: «Was hast du mit dem Frieden? Herum, hinter mich!» Da meldete der Späher und sprach: «Der Bote ist bis zu ihnen gekommen, aber nicht zurückgekehrt.»
9777#2. Könige,9,19#19. Da sandte er einen zweiten Pferdereiter, der kam zu ihnen und sprach: «So spricht der König: Friede?» Da sprach Jehu: «Was hast du mit dem Frieden? Herum, hinter mich!»
9778#2. Könige,9,20#20. Da meldete der Späher und sprach: «Er ist bis zu ihnen gekommen, aber nicht zurückgekehrt. Das Dahinjagen aber ist wie das Jagen Jehus, denn besessen jagt er daher.»
9779#2. Könige,9,21#21. Da sprach Jehoram: «Schirr an!» Da schirrte man seinen Wagen an, und Jehoram, der König von Jisraël, und Ahasjahu, der König von Jehuda, zogen aus, jeder mit seinem Wagen, zogen Jehu entgegen und trafen ihn auf dem Acker Nabots aus Jisreel.
9780#2. Könige,9,22#22. Da war es, als Jehoram Jehu sah, da sprach er: «Ists Friede, Jehu?» Da sprach der: «Was Friede bei den Hurereien deiner Mutter Isebel und ihren vielen Zaubereien!»
9781#2. Könige,9,23#23. Da machte Jehoram kehrt und sprach zu Ahasjahu: «Betrug, Ahasja!»
9782#2. Könige,9,24#24. Jehu aber nahm den Bogen voll in die Hand und traf Jehoram zwischen seine Arme, und der Pfeil kam ihm zum Herzen heraus, und er sank nieder in seinen Wagen.
9783#2. Könige,9,25#25. Und er sprach zu Bidkar, seinem Wagenkämpfer: «Nimm auf und wirf ihn hin auf dem Ackerfeld Nabots aus Jisreel, denn erinnere dich, wie ich und du mit den Gespannefahrern waren hinter seinem Vater Ah'ab, und der Ewige diesen Ausspruch wider ihn tat:
9784#2. Könige,9,26#26. ,Habe ich das Blut Nabots und das Blut seiner Kinder nicht gestern gesehen, ist der Spruch des Ewigen!' Nimm auf, wirf ihn hin auf dem Acker nach dem Wort des Ewigen.»
9785#2. Könige,9,27#27. Ahasja aber, der König von Jehuda, sah es und floh des Weges nach Bet-ha-Gan. Und Jehu setzte ihm nach und sprach: «Auch ihn erschlagt auf dem Wagen» - auf dem Anstieg nach Gur, das bei Jibleam ist; und er floh nach Megiddo und starb dort.
9786#2. Könige,9,28#28. Und seine Diener setzten ihn auf den Wagen nach Jeruschalaim und begruben ihn in seinem Grab bei seinen Vätern in der Dawidsburg.
9787#2. Könige,9,29#29. Im elften Jahr Jorams, des Sohnes Ah'abs, war Ahasja König über Jehuda geworden.
9788#2. Könige,9,30#30. Dann kam Jehu nach Jisreel, und Isebel hörte es, tat ihre Augen in Schminke, putzte ihren Kopf und schaute durch das Fenster.
9789#2. Könige,9,31#31. Als Jehu durch das Tor kam, da sprach sie: «Gehts wohl, Simri, Mörder seines Herrn?»
9790#2. Könige,9,32#32. Da hob er sein Gesicht zum Fenster und sprach: «Wer ist mit mir, wer?» Da schauten zwei, drei Höflinge zu ihm hinab.
9791#2. Könige,9,33#33. Und er sprach: «Stürzt sie hinab!» Und sie stürzten sie hinab. Und es spritzte von ihrem Blut an die Mauer und an die Rosse, und man trat sie nieder.
9792#2. Könige,9,34#34. Dann ging er hinein, aß und trank und sprach: «Seht doch nach dieser Verfluchten und begrabt sie, denn eine Königstochter ist sie.»
9793#2. Könige,9,35#35. Da gingen sie, sie zu begraben, fanden aber von ihr nichts als den Schädel, die Füße und die Handteller.
9794#2. Könige,9,36#36. Und sie kehrten zurück und meldeten es ihm, da sprach er: «Des Ewigen Wort ist das, das er geredet durch seinen Knecht Elijahu, den Tischbiten, besagend: ,Auf dem Acker Jisreels sollen die Hunde das Fleisch Isebels fressen,
9795#2. Könige,9,37#37. und der Leichnam Isebels soll wie Dünger auf dem Feld sein im Acker Jisreels, daß man nicht sagen kann: Dies ist Isebel!'»
9796#2. Könige,10,1#1. Ah'ab aber hatte siebzig Söhne in Schomeron. Da schrieb Jehu Briefe und schickte sie nach Schomeron an die Obersten von Jisreel, die Ältesten, und an die Erzieher bei Ah'ab, ihm zu sagen:
9797#2. Könige,10,2#2. «Nun denn, sobald dieser Brief an euch gelangt - ihr habt ja bei euch die Söhne eures Herrn, und bei euch die Wagen und die Rosse, feste Stadt und Waffen -
9798#2. Könige,10,3#3. so erseht den besten und genehmsten von den Söhnen eures Herrn und setzt ihn auf den Thron seines Vaters und kämpft für das Haus eures Herrn.»
9799#2. Könige,10,4#4. Da fürchteten sie gar sehr und sprachen: «Seht, die zwei Könige hielten vor ihm nicht stand, und wie sollten wir standhalten?»
9800#2. Könige,10,5#5. So sandte der, der über das Haus und der über die Stadt gesetzt war, und die Ältesten und die Erzieher an Jehu und ließen sagen: «Deine Knechte sind wir, und alles, was du uns sagst, werden wir tun; wir wollen niemand zum König machen; was in deinen Augen recht ist, tu.»
9801#2. Könige,10,6#6. Da schrieb er an sie zum zweiten Mal einen Brief und ließ sagen: «Wenn ihr zu mir steht, und ihr auf meine Stimme hört, nehmt die Köpfe der Männer von den Söhnen eures Herrn und kommt morgen um diese Zeit zu mir nach Jisreel.» - Die Königssöhne aber waren siebzig Mann, bei den Großen der Stadt, die sie großgezogen.
9802#2. Könige,10,7#7. Es war aber, als der Brief zu ihnen kam, da nahmen sie die Königssöhne, schlachteten siebzig Mann ab, taten ihre Köpfe in Körbe und schickten sie an ihn nach Jisreel.
9803#2. Könige,10,8#8. Und der Bote kam, meldete es und sprach: «Sie haben die Köpfe der Königssöhne gebracht.» Da sprach er: «Legt sie in zwei Haufen an den Toreingang bis zum Morgen.»
9804#2. Könige,10,9#9. Es war nun am Morgen, da ging er hinaus, trat hin und sprach zu dem ganzen Volk: «Ihr seid unschuldig, seht, ich habe mich gegen meinen Herrn verschworen und ihn getötet, wer aber hat alle diese erschlagen?
9805#2. Könige,10,10#10. Erkennt also, daß nichts von dem Wort des Ewigen zur Erde fällt, das der Ewige über Ah'abs Haus geredet, und daß der Ewige getan, was er durch seinen Knecht Elijahu geredet hat.»
9806#2. Könige,10,11#11. Und Jehu erschlug alle, die vom Haus Ah'abs in Jisreel übrig waren, und alle seine Großen und Vertrauten und Priester, bis er ihm keinen Entronnenen übrig ließ.
9807#2. Könige,10,12#12. Dann machte er sich auf und ging fort nach Schomeron; er war am Koppelplatz der Hirten, auf dem Weg,
9808#2. Könige,10,13#13. da traf Jehu die Brüder Ahasjahus, des Königs von Jehuda. Und er sprach: «Wer seid ihr?» Da sagten sie: «Ahasjahus Brüder sind wir, und wir ziehen hinab zur Begrüßung der Söhne des Königs und der Söhne der Herrscherin.»
9809#2. Könige,10,14#14. Da sprach er: «Ergreift sie lebend!» Da ergriffen sie sie lebend und schlachteten sie ab in die Zisterne des Koppelplatzes, zweiundvierzig Mann, nicht einen von ihnen ließ er übrig.
9810#2. Könige,10,15#15. Als er von dort fortging, traf er Jehonadab, den Sohn Rechabs, der ihm entgegenkam, und er grüßte ihn und sprach zu ihm: «Hält es dein Herz redlich (mit mir) wie mein Herz mit deinem Herzen?» Da sprach Jehonadab: «Ja doch, ja; gib mir die Hand!» Da gab er ihm die Hand und half ihm zu sich in den Wagen hinauf.
9811#2. Könige,10,16#16. Und er sprach: «Komm mit mir und sieh meinem Eifern für den Ewigen zu.» So ließen sie ihn seinen Wagen besteigen.
9812#2. Könige,10,17#17. Und er kam nach Schomeron und erschlug alle, die von Ah'ab in Schomeron übriggeblieben waren, bis er ihn ausgerottet hatte, nach dem Wort des Ewigen, das er zu Elijahu geredet.
9813#2. Könige,10,18#18. Dann versammelte Jehu das ganze Volk und sprach zu ihnen: «Ah'ab hat dem Baal wenig gedient, Jehu wird ihm viel dienen.
9814#2. Könige,10,19#19. Nun denn, lade zu mir alle Begeisteten des Baal, alle seine Diener, alle seine Priester, keiner soll fehlen, denn ein großes Opfermahl halte ich für den Baal, jeder, der fehlt, soll nicht am Leben bleiben.» Jehu tat dies aber in Arglist, um die Diener des Baal zu vernichten.
9815#2. Könige,10,20#20. Und Jehu sprach: «Heiligt eine Festversammlung für den Baal!» Und sie riefen sie aus.
9816#2. Könige,10,21#21. Dann sandte Jehu durch ganz Jisraël, und es kamen alle Diener des Baal, keiner blieb übrig, der nicht gekommen wäre. Und sie kamen in das Haus des Baal, und das Haus des Baal ward voll von Rand zu Rand.
9817#2. Könige,10,22#22. Dann sprach er zu dem, der über die Kleiderkammer war: «Bringe Gewänder für alle Diener des Baal!» Da brachte er ihnen die Gewänder.
9818#2. Könige,10,23#23. Nun gingen Jehu und Jehonadab, der Sohn Rechabs, in das Haus des Baal; und er sprach zu den Dienern des Baal: «Forscht und seht, daß nicht bei euch einer von den Dienern des Ewigen sei, sondern nur Diener des Baal allein.»
9819#2. Könige,10,24#24. Dann gingen sie hinein, um Mahlopfer und Hochopfer zu bereiten. Jehu aber hatte sich draußen achtzig Mann bestellt und gesprochen: «Wenn da ein Mann entrinnt von den Männern, die ich in eure Hände liefere, so steht Leben für Leben.»
9820#2. Könige,10,25#25. Und es war, als er damit zu Ende war, das Hochopfer zu bereiten, da sprach Jehu zu den Läufern und den Wagenkämpfern: «Kommt, erschlagt sie, keiner soll hinaus!» Da erschlugen sie sie mit dem Schwert, und die Läufer und Wagenkämpfer warfen sie hin. Und sie gingen bis an die Burg des Baalhauses.
9821#2. Könige,10,26#26. Und sie schafften die Standmale des Baalhauses hinaus und verbrannten sie.
9822#2. Könige,10,27#27. Und sie rissen die Standmale des Baal nieder, rissen das Haus des Baal ein und machten daraus Abtritte bis auf diesen Tag.
9823#2. Könige,10,28#28. So tilgte Jehu den Baal aus Jisraël.
9824#2. Könige,10,29#29. Nur die Sünden Jarob'ams, des Sohnes Nebats, mit denen er Jisraël versündigt hatte, von ihnen ging Jehu nicht ab, den goldenen Kälbern, dem in Bet-El und dem in Dan.
9825#2. Könige,10,30#30. Und der Ewige sprach zu Jehu: «Dafür, daß du trefflich was recht in meinen Augen getan, daß du ganz so, wie es in meinem Sinn war, getan hast dem Haus Ah'abs, sollen dir Kinder des vierten Geschlechts auf dem Thron Jisraëls sitzen.»
9826#2. Könige,10,31#31. Aber Jehu hatte nicht acht, in der Weisung des Ewigen, des Gottes Jisraëls, mit ganzem Herzen zu wandeln, er ging nicht ab von den Sünden Jarob'ams, mit denen er Jisraël versündigt hatte.
9827#2. Könige,10,32#32. In jenen Tagen begann der Ewige Jisraël zu verstümmeln, und es schlug sie Hasaël im ganzen Gebiet Jisraëls,
9828#2. Könige,10,33#33. vom Jarden im Aufgang der Sonne, das ganze Land Gil'ad, derer von Gad, Rëuben und Menaschsche, von Aroër, das am Fluß Arnon ist, und das Gil'ad und den Baschan.
9829#2. Könige,10,34#34. Und die übrigen Begebenheiten von Jehu - und alles, was er getan, und alle seine Stärke - die sind ja im Buch der Zeitbegebenheiten der Könige von Jisraël aufgeschrieben.
9830#2. Könige,10,35#35. Dann ging Jehu zur Ruhe bei seinen Vätern, und sie begruben ihn in Schomeron, und König wurde sein Sohn Jehoahas an seiner Statt.
9831#2. Könige,10,36#36. Die Zeit aber, die Jehu über Jisraël regierte, war achtundzwanzig Jahre, in Schomeron.
9832#2. Könige,11,1#1. Als aber Atalja, die Mutter Ahasjahus, sah, daß ihr Sohn tot war, erhob sie sich und vernichtete allen Samen des Königsstammes.
9833#2. Könige,11,2#2. Da nahm Jehoscheba, die Tochter des Königs Joram, die Schwester Ahasjahus, Joasch, den Sohn Ahasjas, und stahl ihn fort, mitten aus den Königssöhnen, die man tötete, ihn und seine Amme, in die Bettenkammer, und sie verbargen ihn vor Ataljahu, daß er nicht getötet wurde.
9834#2. Könige,11,3#3. Und er blieb bei ihr im Haus des Ewigen sechs Jahre verborgen, während Atalja über das Land regierte.
9835#2. Könige,11,4#4. Im siebenten Jahr aber schickte Jehojada hin, holte die Obersten der Hundertschaften von den Kariern und den Läufern, brachte sie zu sich ins Haus des Ewigen und schloß mit ihnen einen Bund, indem er sie vereidigte im Haus des Ewigen, und zeigte ihnen den Sohn des Königs.
9836#2. Könige,11,5#5. Und er gebot ihnen und sprach: «Dies ist es, was ihr tun sollt; ein Drittel von euch, die am Sabbat antreten, halten die Wacht am Haus des Königs,
9837#2. Könige,11,6#6. ein Drittel am Tor Sur, und ein Drittel am Tor hinter den Läufern, und haltet die Wacht des Hauses abwechselnd.
9838#2. Könige,11,7#7. Und zwei Teile von euch, alle die am Sabbat abtreten, halten die Wacht des Hauses des Ewigen um den König.
9839#2. Könige,11,8#8. Ihr umgebt den König ringsum, jeder seine Waffen in der Hand, und wer in die Reihen eindringt, werde getötet. Und bleibt beim König, wenn er hinausgeht und hereinkommt.»
9840#2. Könige,11,9#9. Und es taten die Obersten der Hundertschaften ganz, wie der Priester Jehojada geboten hatte, sie nahmen jeder seine Leute, die am Sabbat antraten, mit denen, die am Sabbat abtraten, und kamen zu dem Priester Jehojada.
9841#2. Könige,11,10#10. Und der Priester gab den Obersten der Hundertschaften die Speere und Schilde des Königs Dawid, die im Haus des Ewigen waren.
9842#2. Könige,11,11#11. Und es standen die Läufer, jeder mit den Waffen in der Hand, von der rechten Seite des Hauses bis zur linken Seite des Hauses zum Altar und zum Haus hin um den König ringsum.
9843#2. Könige,11,12#12. Dann brachte er den Königssohn heraus, tat ihm das Diadem an und den Schmuck, und so machten sie ihn zum König, salbten ihn und schlugen in die Hände und riefen: «Es lebe der König!»
9844#2. Könige,11,13#13. Da hörte Atalja das Lärmen der Läufer (und) des Volkes und kam zum Volk in das Haus des Ewigen.
9845#2. Könige,11,14#14. Da sah sie: Sieh, der König stand auf dem Säulenstand nach der Gebühr und die Obersten und die Trompeten(bläser) um den König und alles Volk des Landes fröhlich und in die Trompeten stoßend. Da zerriß Atalja ihre Kleider und rief: «Verschwörung! Verschwörung!»
9846#2. Könige,11,15#15. Der Priester Jehojada aber befahl den Obersten der Hundertschaften, den Vorgesetzten des Heeres, und sprach zu ihnen: «Bringt sie hinaus, bis in die Reihen hinein, und wer ihr folgt, den tötet mit dem Schwert!» Denn der Priester sprach: «Sie soll nicht im Haus des Ewigen getötet werden.»
9847#2. Könige,11,16#16. Und sie legten Hand an sie, und sie gelangte über den Weg der Einfahrt für die Rosse zum Haus des Königs und wurde dort getötet.
9848#2. Könige,11,17#17. Dann schloß Jehojada den Bund zwischen dem Ewigen, dem König und dem Volk, daß sie des Ewigen Volk sein sollten, und zwischen dem König und dem Volk.
9849#2. Könige,11,18#18. Und alles Volk des Landes drang in das Haus des Baal ein, und sie rissen es nieder, seine Altäre und seine Bilder zertrümmerten sie gründlich, und Mattan, den Priester des Baal, erschlugen sie vor den Altären. Dann setzte der Priester Beamtenschaft über das Haus des Ewigen.
9850#2. Könige,11,19#19. Und er nahm die Obersten der Hundertschaften und die Karier und die Läufer und das ganze Volk des Landes, und sie brachten den König aus dem Haus des Ewigen herab; und sie gelangten über den Weg durch das Tor der Läufer in das Haus des Königs, und er setzte sich auf den Thron der Könige.
9851#2. Könige,11,20#20. Da freute sich alles Volk des Landes, und die Stadt blieb ruhig. Ataljahu aber hatten sie mit dem Schwert getötet im Haus des Königs.
9852#2. Könige,12,1#1. Sieben Jahre war Jehoasch alt, als er König wurde.
9853#2. Könige,12,2#2. Im siebenten Jahr Jehus wurde Jehoasch König, und vierzig Jahre regierte er in Jeruschalaim; und der Name seiner Mutter war Zibja aus Beer-Scheba.
9854#2. Könige,12,3#3. Und Jehoasch tat, was recht ist in den Augen des Ewigen, alle seine Tage, wie ihn der Priester Jehojada unterwiesen.
9855#2. Könige,12,4#4. Nur die Kultkammern kamen nicht ab, noch schlachtete und räucherte das Volk in den Kultkammern.
9856#2. Könige,12,5#5. Und Jehoasch sprach zu den Priestern: «Alles Geld der Weihgaben, das in das Haus des Ewigen gebracht wird, das Geld für (der Zählung) Unterzogenes, jedermanns Geld für die Schätzung von Personen, alles Geld, das in das Haus des Ewigen zu bringen jemand in den Sinn kommt,
9857#2. Könige,12,6#6. das sollen die Priester an sich nehmen, jeder von seinem Bekannten, und sie sollen die Risse des Hauses ausbessern, wo immer sich ein Riß findet.»
9858#2. Könige,12,7#7. Und es war im dreiundzwanzigsten Jahr des Königs Jehoasch, da hatten die Priester die Risse des Hauses nicht ausgebessert.
9859#2. Könige,12,8#8. Da rief der König Jehoasch den Priester Jehojada und die (anderen) Priester und sprach zu ihnen: «Warum bessert ihr die Risse des Hauses nicht aus? Und nunmehr nehmt kein Geld von euren Bekannten, denn für die Risse des Hauses solltet ihr es geben.»
9860#2. Könige,12,9#9. Da willigten die Priester ein, kein Geld vom Volk anzunehmen, aber auch die Risse des Hauses nicht zu bessern.
9861#2. Könige,12,10#10. Dann nahm der Priester Jehojada einen Kasten, höhlte ein Loch in seine Türwand und tat ihn neben den Altar zur Rechten; wenn jemand in das Haus des Ewigen eintrat, taten die Priester, die Wächter der Schwelle, dorthinein alles Geld, das in das Haus des Ewigen gebracht wurde.
9862#2. Könige,12,11#11. Es war aber, wenn sie sahen, daß viel Geld im Kasten war, dann kam der Schreiber des Königs herauf und der Hohepriester, banden es ein und zählten alles Geld, das im Haus des Ewigen sich gefunden hatte.
9863#2. Könige,12,12#12. Dann gaben sie das aufgerechnete Geld zu Händen der Werkführer, die für das Haus des Ewigen bestellt waren, und sie gaben es aus an die Zimmerleute und Bauleute, die am Haus des Ewigen arbeiteten,
9864#2. Könige,12,13#13. und für die Maurer und Steinhauer, und um Holz und behauene Steine zu kaufen, um die Risse am Haus des Ewigen auszubessern, sowie für alles, was für das Haus zur Ausbesserung auszugeben war.
9865#2. Könige,12,14#14. Nicht jedoch wurde für das Haus des Ewigen Silbernäpfe, Messer, Sprengbecken, Trompeten, irgendwelche goldene oder silberne Geräte angefertigt von dem Geld, das in das Haus des Ewigen gebracht wurde,
9866#2. Könige,12,15#15. sondern den Werkführern übergab man es, und sie besserten damit die Risse des Hauses aus.
9867#2. Könige,12,16#16. Und man rechnete mit den Männern nicht ab, denen zu Händen man das Geld übergab, daß sie es an die Werkmeister gäben, denn sie schafften in Treuen.
9868#2. Könige,12,17#17. Geld zum Schuldopfer und Geld zu Sündopfern ward nicht in das Haus des Ewigen gebracht, den Priestern sollten sie gehören.
9869#2. Könige,12,18#18. Damals zog Hasaël, der König von Aram, heran, bekriegte Gat und eroberte es, dann wandte Hasaël sein Antlitz, wider Jeruschalaim heraufzuziehn.
9870#2. Könige,12,19#19. Da nahm Jehoasch, der König von Jehuda, alle Weihgaben, die Jehoschafat, Jehoram und Ahasjahu, seine Väter, die Könige von Jehuda, geweiht hatten, und seine Weihgaben, und alles Gold, das sich in den Schatzkammern des Ewigen und im Haus des Königs vorfand, und schickte es an Hasaël, den König von Aram. Da zog er von Jeruschalaim ab.
9871#2. Könige,12,20#20. Und die übrigen Begebenheiten von Jehoasch - und alles, was er getan - die sind ja im Buch der Zeitbegebenheiten der Könige von Jehuda aufgeschrieben.
9872#2. Könige,12,21#21. Und es erhoben sich seine Diener, verschworen sich und erschlugen Joasch in Bet-Millo, wo es nach Silla hinabgeht.
9873#2. Könige,12,22#22. Und Josachar, der Sohn Schim'ats, und Jehosabad, der Sohn Schomers, seine Diener, erschlugen ihn, daß er starb. Und man begrub ihn bei seinen Vätern in der Dawidsburg, und König wurde sein Sohn Amazja an seiner Statt.
9874#2. Könige,13,1#1. Im dreiundzwanzigsten Jahr Jehoaschs, des Sohnes Ahasjahus, des Königs von Jehuda, ward Jehoahas, Sohn Jehus, König über Jisraël in Schomeron: Siebzehn Jahre.
9875#2. Könige,13,2#2. Und er tat, was böse ist in den Augen des Ewigen, und folgte den Sünden Jarob'ams, des Sohnes Nebats, der Jisraël versündigt hatte, er ging nicht ab davon.
9876#2. Könige,13,3#3. Da flammte des Ewigen Antlitz auf wider Jisraël, und er gab sie in die Hand Hasaëls, des Königs von Aram, und in die Hand Ben-Hadads, des Sohnes Hasaëls, alle Tage.
9877#2. Könige,13,4#4. Da besänftigte Jehoahas das Antlitz des Ewigen, und der Ewige erhörte ihn, denn er sah die Bedrängnis Jisraëls, da der König von Aram sie bedrängte.
9878#2. Könige,13,5#5. Und der Ewige gab Jisraël einen Retter, und sie kamen los von der Hand Arams; so wohnten die Kinder Jisraël in ihren Zelten wie gestern und ehegestern. -
9879#2. Könige,13,6#6. Jedoch gingen sie nicht ab von den Sünden des Hauses Jarob'ams, der Jisraël versündigt hatte; darin wandelte man, und auch der Weihbaum blieb in Schomeron stehen. -
9880#2. Könige,13,7#7. Denn er hatte Jehoahas nicht mehr Leute gelassen als fünfzig Reiter und zehn Wagen sowie zehntausend Mann Fußvolk, denn der König von Aram hatte sie zugrunde gerichtet und sie dem Staub gleichgemacht, auf den man tritt.
9881#2. Könige,13,8#8. Und die übrigen Begebenheiten von Jehoahas - und alles, was er getan, und seine Stärke - die sind ja im Buch der Zeitbegebenheiten der Könige von Jisraël aufgeschrieben.
9882#2. Könige,13,9#9. Dann ging Jehoahas zur Ruhe bei seinen Vätern, und man begrub ihn in Schomeron. Und König wurde sein Sohn Joasch an seiner Statt.
9883#2. Könige,13,10#10. Im siebenunddreißigsten Jahr Joaschs, des Königs von Jehuda, wurde Jehoasch, Sohn des Jehoahas, König über Jisraël in Schomeron: Sechzehn Jahre.
9884#2. Könige,13,11#11. Und er tat, was böse ist in den Augen des Ewigen, er ging nicht ab von allen Sünden Jarob'ams, des Sohnes Nebats, der Jisraël versündigt hatte; darin wandelte er.
9885#2. Könige,13,12#12. Und die übrigen Begebenheiten von Joasch - und alles, was er getan, und seine Stärke, wie er mit Amazja, dem König von Jehuda, Krieg führte - die sind ja im Buch der Zeitbegebenheiten der Könige von Jehuda aufgeschrieben.
9886#2. Könige,13,13#13. Dann ging Joasch zur Ruhe bei seinen Vätern, und Jarob'am setzte sich auf seinen Thron, Joasch aber wurde in Schomeron bei den Königen von Jisraël begraben.
9887#2. Könige,13,14#14. Elischa aber erkrankte an seiner Krankheit, an der er sterben sollte; da ging Joasch, der König von Jisraël, zu ihm hinab, weinte vor ihm und sprach: «Vater, Vater, Wagen Jisraëls und seine Reiter!»
9888#2. Könige,13,15#15. Da sprach zu ihm Elischa: «Hol Bogen und Pfeile!» Und er holte ihm Bogen und Pfeile.
9889#2. Könige,13,16#16. Und er sprach zum König von Jisraël: «Leg deine Hand auf den Bogen»; und er legte seine Hand auf. Dann tat Elischa seine Hände auf die Hände des Königs.
9890#2. Könige,13,17#17. Und er sprach: «Öffne das Fenster nach Osten»; und er öffnete es. Dann sprach Elischa: «Schieße!» Und er schoß. Dann sprach er: «Pfeil des Sieges für den Ewigen und Pfeil des Sieges an Aram, du sollst Aram schlagen in Afek, bis zur Vernichtung.»
9891#2. Könige,13,18#18. Und er sprach: «Nimm die Pfeile»; da nahm er sie. Und er sprach zum König von Jisraël: «Schlag auf die Erde»; da schlug er dreimal, dann hielt er inne.
9892#2. Könige,13,19#19. Da zürnte über ihn der Gottesmann und sprach: «Zu schlagen war fünf- oder sechsmal, dann hättest du Aram bis zur Vernichtung geschlagen, nun aber wirst du dreimal Aram schlagen.»
9893#2. Könige,13,20#20. Dann starb Elischa und sie begruben ihn; Streifscharen Moabs aber kamen ins Land, wie das Jahr kam.
9894#2. Könige,13,21#21. Da war es, als sie gerade dabei waren, einen Mann zu begraben, sieh, da erblickten sie die Streifschar; so warfen sie den Mann in das Grab Elischas. Da kam der Mann in Berührung mit den Gebeinen Elischas, und er wurde lebendig und erhob sich auf seine Füße.
9895#2. Könige,13,22#22. Hasaël aber, der König von Aram, bedrängte Jisraël alle Tage des Jehoahas.
9896#2. Könige,13,23#23. Doch der Ewige schenkte ihnen Gnade und erbarmte sich ihrer und wandte sich ihnen zu um seines Bundes willen mit Abraham, Jizhak und Jaakob und wollte sie nicht verderben und warf sie nicht hinweg vor seinem Angesicht, bis jetzt.
9897#2. Könige,13,24#24. Hasaël aber, der König von Aram, starb, und König wurde sein Sohn Ben-Hadad an seiner Statt.
9898#2. Könige,13,25#25. Da nahm Jehoasch, der Sohn des Jehoahas, die Städte wieder aus der Gewalt Ben-Hadads, des Sohnes Hasaëls, die dieser seinem Vater Jehoahas im Krieg entrissen hatte. Dreimal schlug ihn Joasch und brachte die Städte Jisraëls zurück.
9899#2. Könige,14,1#1. Im zweiten Jahr Joaschs, des Sohnes des Joahas, des Königs von Jisraël, wurde Amazjahu, der Sohn Joaschs, König über Jehuda.
9900#2. Könige,14,2#2. Fünfundzwanzig Jahre alt war er, als er König wurde, und neunundzwanzig Jahre regierte er in Jeruschalaim; und der Name seiner Mutter war Jehoaddan aus Jeruschalaim.
9901#2. Könige,14,3#3. Und er tat, was recht ist in den Augen des Ewigen, nur nicht wie sein Vater Dawid; ganz wie sein Vater Joasch getan hatte, tat er.
9902#2. Könige,14,4#4. Nur die Kultkammern kamen nicht ab, noch schlachtete und räucherte das Volk in den Kultkammern.
9903#2. Könige,14,5#5. Es war aber, als das Königtum sich in seiner Hand gefestigt hatte, da erschlug er seine Diener, die den König, seinen Vater, erschlagen hatten.
9904#2. Könige,14,6#6. Aber die Söhne der Mörder tötete er nicht, gemäß dem, was geschrieben steht im Buch der Weisung Mosches, die der Ewige geboten, sprechend: «Nicht sollen Väter getötet werden um der Kinder willen, und nicht Kinder um der Väter willen, sondern jeder soll für seine Sünde getötet werden.»
9905#2. Könige,14,7#7. Er schlug Edom im Salztal - zehntausend - und bemächtigte sich Selas im Kampf, und er nannte dessen Namen Jokteel bis auf diesen Tag.
9906#2. Könige,14,8#8. Damals schickte Amazja Boten an Jehoasch, den Sohn des Jehoahas, des Sohnes Jehus, den König von Jisraël, und ließ ihm sagen: «Komm, wir wollen einander ins Gesicht sehen!»
9907#2. Könige,14,9#9. Da schickte Jehoasch, der König von Jisraël, an Amazjahu, den König von Jehuda, und ließ ihm sagen: «Der Dornstrauch auf dem Libanon sandte zur Zeder auf dem Libanon und ließ sagen: ,Gib deine Tochter meinem Sohn zum Weib.' Da kam das Getier des Feldes, das auf dem Libanon ist, vorbei und zertrat den Dornstrauch.
9908#2. Könige,14,10#10. Du hast Edom geschlagen, da hebt dich dein Übermut; halt deinen Ruhm und bleib zu Haus! Warum willst du das Unglück herausfordern, daß du fällst, du und Jehuda mit dir?»
9909#2. Könige,14,11#11. Aber Amazjahu hörte nicht; da zog Jehoasch, der König von Jisraël, hinauf, und sie sahen einander ins Gesicht, er und Amazjahu, der König von Jehuda, zu Bet-Schemesch, das zu Jehuda gehört.
9910#2. Könige,14,12#12. Und Jehuda wurde geschlagen vor Jisraël, und sie flohen, jeder zu seinen Zelten.
9911#2. Könige,14,13#13. Und Amazjahu, den König von Jehuda, den Sohn Jehoaschs, des Sohnes Ahasjahus, nahm Jehoasch, der König von Jisraël, in Bet-Schemesch gefangen. Und er kam nach Jeruschalaim und riß eine Bresche in die Mauer Jeruschalaims am Efraimtor bis zum Ecktor, vierhundert Ellen.
9912#2. Könige,14,14#14. Und er nahm alles Gold und Silber und alle Geräte, die sich im Haus des Ewigen und in den Schatzkammern des Königshauses vorfanden, und die Geiseln und kehrte nach Schomeron zurück.
9913#2. Könige,14,15#15. Und die übrigen Begebenheiten von Jehoasch - was er getan und seine Stärke, und wie er mit Amazjahu, dem König von Jehuda, gekämpft, - die sind ja im Buch der Könige von Jisraël aufgeschrieben.
9914#2. Könige,14,16#16. Dann ging Jehoasch zur Ruhe bei seinen Vätern und wurde in Schomeron bei den Königen von Jisraël begraben; und König wurde sein Sohn Jarob'am an seiner Statt.
9915#2. Könige,14,17#17. Und Amazjahu, der Sohn Joaschs, der König von Jehuda, lebte nach dem Tod Jehoaschs, des Sohnes des Jehoahas, des Königs von Jisraël, fünfzehn Jahre.
9916#2. Könige,14,18#18. Und die übrigen Begebenheiten von Amazjahu, die sind ja in dem Buch der Zeitbegebenheiten der Könige von Jehuda aufgeschrieben.
9917#2. Könige,14,19#19. Und sie verschworen sich wider ihn in Jeruschalaim, und er floh nach Lachisch, da sandten sie hinter ihm her nach Lachisch und töteten ihn dort.
9918#2. Könige,14,20#20. Und sie luden ihn auf die Rosse, und er wurde in Jeruschalaim bei seinen Vätern in der Dawidsburg begraben.
9919#2. Könige,14,21#21. Dann nahm das ganze Volk Jehudas Asarja - und der war sechzehn Jahre alt - und sie machten ihn zum König anstelle seines Vaters Amazjahu.
9920#2. Könige,14,22#22. Er baute Elat auf und brachte es an Jehuda zurück. Nachdem der König zur Ruhe gegangen war bei seinen Vätern . . .
9921#2. Könige,14,23#23. Im fünfzehnten Jahr Amazjahus, des Sohnes Joaschs, des Königs von Jehuda, ward Jarob'am, der Sohn Joaschs, des Königs von Jisraël, König in Schomeron: Einundvierzig Jahre.
9922#2. Könige,14,24#24. Und er tat, was böse ist in den Augen des Ewigen, er ging nicht ab von all den Sünden Jarob'ams, des Sohnes Nebats, der Jisraël versündigt hatte.
9923#2. Könige,14,25#25. Er gewann das Gebiet Jisraëls zurück von Lebo bei Hamat an, bis zu dem Meer der Niederung, gemäß dem Wort des Ewigen, des Gottes Jisraëls, das er durch seinen Diener Jona, den Sohn Amittais aus Gat-Hefer, den Gottbegeisteten, geredet hatte.
9924#2. Könige,14,26#26. Denn der Ewige sah das Elend Jisraëls, (da es) gar trotzig (war), da war nicht Drinverhaltenes noch Freibelassenes, und es gab keinen Helfer für Jisraël,
9925#2. Könige,14,27#27. und der Ewige hatte nicht angekündigt, daß er den Namen Jisraëls auslöschen werde unter dem Himmel hinweg. So rettete er sie durch Jarob'am, den Sohn Joaschs.
9926#2. Könige,14,28#28. Und die übrigen Begebenheiten von Jarob'am - und alles, was er getan, und seine Stärke, wie er Krieg führte und wie er Dammesek und Hamat an Jehuda mit Jisraël zurückbrachte - die sind ja im Buch der Zeitbegebenheiten der Könige von Jisraël aufgeschrieben.
9927#2. Könige,14,29#29. Dann ging Jarob'am zur Ruhe bei seinen Vätern, den Königen von Jisraël, und König wurde sein Sohn Secharja an seiner Statt.
9928#2. Könige,15,1#1. Im siebenundzwanzigsten Jahr Jarob'ams, des Königs von Jisraël, ward Asarja, der Sohn Amazjas, König, König über Jehuda.
9929#2. Könige,15,2#2. Sechzehn Jahre war er alt, als er König wurde, und zweiundfünfzig Jahre regierte er in Jeruschalaim; und der Name seiner Mutter war Jecholjahu aus Jeruschalaim.
9930#2. Könige,15,3#3. Und er tat, was recht ist in den Augen des Ewigen, ganz so wie es sein Vater Amazjahu getan hatte.
9931#2. Könige,15,4#4. Nur die Kultkammern kamen nicht ab, noch schlachtete und räucherte das Volk in den Kultkammern.
9932#2. Könige,15,5#5. Der Ewige aber schlug den König, daß er aussätzig war bis zu seinem Todestag; und er wohnte im «Freihaus», und Jotam, der Königssohn, war über das Haus gesetzt und richtete das Volk des Landes.
9933#2. Könige,15,6#6. Und die übrigen Begebenheiten von Asarjahu - und alles, was er getan - die sind ja im Buch der Zeitbegebenheiten der Könige von Jehuda aufgeschrieben.
9934#2. Könige,15,7#7. Und Asarja ging zur Ruhe bei seinen Vätern, und sie begruben ihn bei seinen Vätern in der Dawidsburg, und König wurde sein Sohn Jotam an seiner Statt.
9935#2. Könige,15,8#8. Im achtunddreißigsten Jahr Asarjahus, des Königs von Jehuda, wurde Secharjahu, der Sohn Jarob'ams, König über Jisraël in Schomeron: Sechs Monate.
9936#2. Könige,15,9#9. Und er tat, was böse ist in den Augen des Ewigen, wie seine Väter getan hatten, er ging nicht ab von den Sünden Jarob'ams, des Sohnes Nebats, der Jisraël versündigt hatte.
9937#2. Könige,15,10#10. Da verschwor sich gegen ihn Schallum, der Sohn Jabeschs, und er schlug ihn vor dem Volk und tötete ihn und wurde König an seiner Statt.
9938#2. Könige,15,11#11. Und die übrigen Begebenheiten von Secharja, die sind im Buch der Zeitbegebenheiten der Könige von Jisraël aufgeschrieben.
9939#2. Könige,15,12#12. Das war das Wort des Ewigen, das er zu Jehu geredet hatte, indem er sagte: «Kinder des vierten Geschlechts sollen dir auf dem Thron sitzen»; und so geschah es.
9940#2. Könige,15,13#13. Schallum, der Sohn Jabeschs, ward im neununddreißigsten Jahr Usijas, des Königs von Jehuda, König und regierte einen Monat lang in Schomeron.
9941#2. Könige,15,14#14. Da zog Menahem, Sohn Gadis, aus Tirza hinauf, kam nach Schomeron, schlug Schallum, den Sohn Jabeschs, in Schomeron, tötete ihn und wurde König an seiner Statt.
9942#2. Könige,15,15#15. Und die übrigen Begebenheiten von Schallum und seine Verschwörung, die er anstiftete, die sind im Buch der Zeitbegebenheiten der Könige von Jisraël aufgeschrieben.
9943#2. Könige,15,16#16. Damals schlug Menahem Tifsah und alles, was darin war, und dessen Gebiet, von Tirza her, da man ihm nicht öffnete; und er schlug es, all seine Schwangeren schlitzte er auf.
9944#2. Könige,15,17#17. Im neunundreißigsten Jahr Asarjas, des Königs von Jehuda, ward Menahem, der Sohn Gadis, König über Jisraël: Zehn Jahre, in Schomeron.
9945#2. Könige,15,18#18. Und er tat, was böse ist in den Augen des Ewigen, er ging nicht ab von den Sünden Jarob'ams, des Sohnes Nebats, der Jisraël versündigt hatte, alle seine Tage.
9946#2. Könige,15,19#19. Es kam Pul, der König von Aschschur, über das Land; da gab Menahem Pul tausend Scheiben Silber, daß dessen Hände mit ihm seien, das Reich in seiner Hand zu festigen.
9947#2. Könige,15,20#20. Und Menahem legte das Geld um auf Jisraël, auf alle Kriegsmannen, um es dem König von Aschschur zu geben, fünfzig Schekel Silber auf jeden Mann; da kehrte der König von Aschschur um und blieb nicht dort im Land.
9948#2. Könige,15,21#21. Und die übrigen Begebenheiten von Menahem - und alles, was er getan - die sind ja im Buch der Zeitbegebenheiten der Könige von Jisraël aufgeschrieben.
9949#2. Könige,15,22#22. Dann ging Menahem zur Ruhe bei seinen Vätern, und König wurde sein Sohn Pekahja an seiner Statt.
9950#2. Könige,15,23#23. Im fünfzigsten Jahr Asarjas, des Königs von Jehuda, wurde Pekahja, der Sohn Menahems, König über Jisraël in Schomeron: Zwei Jahre.
9951#2. Könige,15,24#24. Und er tat, was böse ist in den Augen des Ewigen, er ging nicht ab von den Sünden Jarob'ams, des Sohnes Nebats, der Jisraël versündigt hatte.
9952#2. Könige,15,25#25. Da verschwor sich wider ihn Pekah, der Sohn Remaljahus, sein Wagenkämpfer, und schlug ihn in Schomeron im Palast des Königshauses, mit (Leuten aus) Argob und ha-Arje und mit ihm fünfzig Leute von den Gil'aditen; und er tötete ihn und wurde König an seiner Statt.
9953#2. Könige,15,26#26. Und die übrigen Begebenheiten von Pekahja - und alles, was er getan - die sind im Buch der Zeitbegebenheiten der Könige von Jisraël aufgeschrieben.
9954#2. Könige,15,27#27. Im zweiundfünfzigsten Jahr Asarjas, des Königs von Jehuda, ward Pekah, der Sohn Remaljahus, König über Jisraël in Schomeron: Zwanzig Jahre.
9955#2. Könige,15,28#28. Und er tat, was böse ist in den Augen des Ewigen, er ging nicht ab von den Sünden Jarob'ams, des Sohnes Nebats, der Jisraël versündigt hatte.
9956#2. Könige,15,29#29. In den Tagen Pekahs, des Königs von Jisraël, kam Tiglat-Pil'eser, der König von Aschschur, und nahm Ijjon und Abel-Bet-Maacha und Janoah und Kedesch und Hazor und das Gil'ad und das Galila, das ganze Land Naftali, und führte sie fort nach Aschschur.
9957#2. Könige,15,30#30. Da verschwor sich Hoschea, der Sohn Elas, wider Pekah, den Sohn Remaljahus, schlug ihn und tötete ihn und wurde König an seiner Statt im zwanzigsten Jahr Jotams, des Sohnes Usijas.
9958#2. Könige,15,31#31. Und die übrigen Begebenheiten von Pekah - und alles, was er getan - die sind im Buch der Zeitbegebenheiten der Könige von Jisraël aufgeschrieben.
9959#2. Könige,15,32#32. Im zweiten Jahr Pekahs, des Sohnes Remaljahus, des Königs von Jisraël, ward Jotam König, der Sohn Usijahus, des Königs von Jehuda.
9960#2. Könige,15,33#33. Fünfundzwanzig Jahre war er alt, als er König wurde, und sechzehn Jahre regierte er in Jeruschalaim; und der Name seiner Mutter war Jeruscha, Tochter Zadoks.
9961#2. Könige,15,34#34. Und er tat, was recht ist in den Augen des Ewigen; ganz wie sein Vater Usijahu getan hatte, tat er.
9962#2. Könige,15,35#35. Nur die Kultkammern kamen nicht ab, noch schlachtete und räucherte das Volk in den Kultkammern. Er baute das obere Tor am Haus des Ewigen.
9963#2. Könige,15,36#36. Und die übrigen Begebenheiten von Jotam - und alles, was er getan - die sind ja im Buch der Zeitbegebenheiten der Könige von Jehuda aufgeschrieben.
9964#2. Könige,15,37#37. In jenen Tagen fing der Ewige an, Rezin, den König von Aram, und Pekah, den Sohn Remaljahus, wider Jehuda loszulassen.
9965#2. Könige,15,38#38. Dann ging Jotam zur Ruhe bei seinen Vätern und wurde bei seinen Vätern in der Burg seines Vaters Dawid begraben, und König wurde sein Sohn Ahas an seiner Statt.
9966#2. Könige,16,1#1. Im siebzehnten Jahr Pekahs, des Sohnes Remaljahus, wurde Ahas König, der Sohn Jotams, des Königs von Jehuda.
9967#2. Könige,16,2#2. Zwanzig Jahre war Ahas alt, als er König wurde, und sechzehn Jahre regierte er in Jeruschalaim. Und er tat nicht, was recht ist in den Augen des Ewigen, seines Gottes, wie sein Vater Dawid,
9968#2. Könige,16,3#3. sondern wandelte in dem Weg der Könige von Jisraël, sogar seinen Sohn führte er durchs Feuer nach den Greueln der Völker, die der Ewige vor den Kindern Jisraël vertrieben hatte.
9969#2. Könige,16,4#4. Und er schlachtete und räucherte in den Kultkammern und auf den Höhen und unter jedem grünen Baum.
9970#2. Könige,16,5#5. Damals zog Rezin, der König von Aram, und Pekah, der Sohn Remaljahus, der König von Jisraël, wider Jeruschalaim zum Krieg, und sie belagerten Ahas, aber sie vermochten nicht durchzukämpfen.
9971#2. Könige,16,6#6. Zu jener Zeit brachte Rezin, der König von Aram, Elat wieder an Aram, und er warf die Jehudäer hinaus aus Elot, und es kamen Edomiter nach Elat, die setzten sich dort fest bis auf diesen Tag.
9972#2. Könige,16,7#7. Da schickte Ahas Boten an Tiglat-Pil'eser, der König von Aschschur, und ließ ihm sagen: «Dein Knecht und dein Sohn bin ich! Zieh herauf und rette mich aus der Hand des Königs von Aram und aus der Hand des Königs von Jisraël, die wider mich auftreten.»
9973#2. Könige,16,8#8. Und Ahas nahm das Silber und das Gold, das sich im Haus des Ewigen und in den Schatzkammern des Königshauses vorfand, und schickte es dem König von Aschschur als Geschenk.
9974#2. Könige,16,9#9. Da hörte der König von Aschschur auf ihn, und der König von Aschschur zog herauf wider Dammesek, nahm es ein und führte es fort nach Kir; Rezin aber tötete er.
9975#2. Könige,16,10#10. Da ging der König Ahas Tiglat-Pil'eser, dem König von Aschschur, entgegen, nach Dammesek. Als er den Altar sah, der in Dammesek war, schickte König Ahas dem Priester Urija das Abbild des Altars und seine Bauform nach seiner ganzen Herstellung.
9976#2. Könige,16,11#11. Da baute der Priester Urija den Altar; ganz wie ihm der König Ahas aus Dammesek entboten hatte, so machte ihn der Priester Urija, bis der König Ahas von Dammesek kam.
9977#2. Könige,16,12#12. Als der König von Dammesek kam, da sah der König den Altar, und der König trat an den Altar und brachte darauf dar.
9978#2. Könige,16,13#13. Und er ließ sein Hochopfer und sein Mehlopfer in Rauch aufgehn, goß seine Gußspende aus und sprengte das Blut seiner Mahlopfer an den Altar.
9979#2. Könige,16,14#14. Den ehernen Altar aber, der vor dem Ewigen gewesen war, rückte er heran von der Vorderseite des Hauses, aus dem Raum zwischen dem Altar und dem Haus des Ewigen, und setzte ihn an die nördliche Flanke des Altars.
9980#2. Könige,16,15#15. Und es gebot der König Ahas dem Priester Urija und sprach: «Auf dem großen Altar laß rauchen das Hochopfer des Morgens und das Mehlopfer des Abends und das Hochopfer von allem Volk des Landes und ihr Mehlopfer und ihre Gußspenden, und alles Blut vom Hochopfer und alles Blut vom Schlachtopfer sollst du daran sprengen; und der eherne Altar soll mir dienen, ihn aufzusuchen.»
9981#2. Könige,16,16#16. Da tat der Priester Urija, ganz wie ihm der König Ahas geboten hatte.
9982#2. Könige,16,17#17. Dann schlug der König Ahas die Fülleisten der Fahrgestelle ab, entfernte von ihnen die Becken und nahm das eherne Meer von den ehernen Rindern, die unter ihm waren, herab und setzte es auf ein Steinpflaster.
9983#2. Könige,16,18#18. Und das Gehütte für den Sabbat, das man im Haus gebaut hatte, und den äußeren Königseingang verlegte er in das Haus des Ewigen, vor dem König von Aschschur.
9984#2. Könige,16,19#19. Und die übrigen Begebenheiten von Ahas - (und) was er getan - die sind ja im Buch der Zeitbegebenheiten der Könige von Jehuda aufgeschrieben.
9985#2. Könige,16,20#20. Dann ging Ahas zur Ruhe bei seinen Vätern und wurde bei seinen Vätern in der Dawidsburg begraben; und König wurde sein Sohn Hiskijahu an seiner Statt.
9986#2. Könige,17,1#1. Im zwölften Jahr Ahas', des Königs von Jehuda, ward Hoschea, der Sohn Elas, in Schomeron König über Jisraël: Neun Jahre.
9987#2. Könige,17,2#2. Und er tat, was böse ist in den Augen des Ewigen, doch nicht wie die Könige von Jisraël, die vor ihm gewesen waren.
9988#2. Könige,17,3#3. Wider ihn zog Schalman'eser, der König von Aschschur, und Hoschea wurde ihm dienstbar und entrichtete ihm Abgabe.
9989#2. Könige,17,4#4. Aber der König von Aschschur entdeckte bei Hoschea eine Verschwörung, da er Boten an So, den König von Mizraim, geschickt und dem König von Aschschur nicht Abgabe dargebracht hatte wie Jahr um Jahr. Da nahm ihn der König von Aschschur fest und sperrte ihn ins Gefängnis.
9990#2. Könige,17,5#5. Dann überzog der König von Aschschur das ganze Land, zog gegen Schomeron und belagerte es drei Jahre.
9991#2. Könige,17,6#6. Im neunten Jahr Hoscheas nahm der König von Aschschur Schomeron ein und führte Jisraël fort nach Aschschur und ließ sie wohnen in Halah und am Habor, dem Strom von Gosan, und in den Städten Madais.
9992#2. Könige,17,7#7. So ward es, weil die Kinder Jisraël gegen den Ewigen, ihren Gott, gesündigt hatten, der sie aus dem Land Mizraim geführt hatte, aus der Gewalt Par'os, des Königs von Mizraim, und weil sie fremde Götter gefürchtet hatten
9993#2. Könige,17,8#8. und gewandelt waren in den Satzungen der Völker, die der Ewige vor den Kindern Jisraël vertrieben hatte, und der Könige von Jisraël, die das gemacht hatten,
9994#2. Könige,17,9#9. und weil die Kinder Jisraël Dinge, die nicht recht waren, ersannen gegen den Ewigen, ihren Gott, und sich Kultkammern bauten in allen ihren Städten, vom Turm der Wächter bis zur festen Stadt,
9995#2. Könige,17,10#10. und weil sie sich Standmale und Weihbäume aufstellten auf jeder hohen Höhe und unter jedem grünen Baum
9996#2. Könige,17,11#11. und dort räucherten in allen Kultkammern gleich den Völkern, die der Ewige vor ihnen fortgejagt hatte, und weil sie böse Dinge trieben, den Ewigen zu kränken,
9997#2. Könige,17,12#12. und weil sie Götzen dienten, wovon der Ewige zu ihnen gesagt hatte: «Ihr sollt dies nicht tun»,
9998#2. Könige,17,13#13. und weil der Ewige Jisraël und Jehuda durch alle Gottbegeisteten und jeden Seher verwarnt hatte und gesprochen: «Kehrt um von euren bösen Wegen und wahrt meine Gebote, meine Satzungen, gemäß der ganzen Weisung, die ich euren Vätern geboten, und zu euch durch meine Diener, die Gottbegeisteten, entsandt habe»,
9999#2. Könige,17,14#14. sie aber nicht hörten und den Nacken steiften wie ihre Väter ihren Nacken, die nicht an den Ewigen, ihren Gott, glaubten,
10000#2. Könige,17,15#15. und weil sie seine Satzungen verwarfen und seinen Bund, den er mit ihren Vätern geschlossen hatte, und seine Verwarnungen, mit denen er sie verwarnte, und weil sie dem Nichts nachgingen, daß sie zum Nichts wurden, und den Völkern nach, rings um sie, von denen der Ewige ihnen geboten hatte, nicht wie sie zu tun,
10001#2. Könige,17,16#16. und weil sie die Gebote des Ewigen, ihres Gottes, verließen und sich Gußbilder machten, zwei Kälber, und weil sie Weihbäume machten und sich allem Heer des Himmels niederwarfen und dem Baal dienten,
10002#2. Könige,17,17#17. und weil sie ihre Söhne und Töchter durchs Feuer führten, und weil sie Wahrsagerei übten und Verwünschung trieben und sich verkauften, das Böse in den Augen des Ewigen zu tun, um ihn zu kränken.
10003#2. Könige,17,18#18. Darum erzürnte sich der Ewige sehr über Jisraël und schaffte sie fort aus seinem Angesicht; nichts blieb übrig als der Stamm Jehuda allein.
10004#2. Könige,17,19#19. Auch Jehuda wahrte nicht die Gebote des Ewigen, seines Gottes, und sie wandelten in den Satzungen Jisraëls, die sie gemacht hatten.
10005#2. Könige,17,20#20. Da verwarf der Ewige den ganzen Samen Jisraëls, beugte sie und gab sie in die Gewalt von Plünderern, bis er sie aus seinem Angesicht fortgeschleudert hatte.
10006#2. Könige,17,21#21. Denn er hatte Jisraël vom Haus Dawid abgerissen, und sie hatten Jarob'am, den Sohn Nebats, zum König gemacht, und Jarob'am hatte Jisraël dem Ewigen abwendig gemacht, und sie zu großer Sünde verleitet.
10007#2. Könige,17,22#22. So wandelten die Kinder Jisraël in allen Sünden Jarob'ams, die er getan, gingen nicht davon ab,
10008#2. Könige,17,23#23. bis der Ewige sie fortschaffte von seinem Angesicht, wie er durch alle seine Diener, die Gottbegeisteten, geredet hatte, und Jisraël von seinem Boden nach Aschschur fortgeführt wurde - bis auf den heutigen Tag.
10009#2. Könige,17,24#24. Dann brachte der König von Aschschur (Leute) von Babel und von Kuta und von Awwa und von Hamat und Sefarwaim und siedelte sie in den Städten Schomerons anstelle der Kinder Jisraël an, und sie nahmen Besitz von Schomeron und siedelten in seinen Städten.
10010#2. Könige,17,25#25. Es war aber im Anfang ihrer dortigen Siedlung, da sie den Ewigen nicht fürchteten, da ließ der Ewige wider sie die Löwen los, und sie würgten unter ihnen.
10011#2. Könige,17,26#26. Da sprachen sie zum König von Aschschur: «Die Völker, die du fortgeführt und in den Städten von Schomeron angesiedelt hast, sie kennen die Weise des Landesgottes nicht; so hat er wider sie die Löwen losgelassen, die sie töteten, weil sie die Weise des Landesgottes nicht kennen.»
10012#2. Könige,17,27#27. Da gebot der König von Aschschur und sprach: «Bringt dorthin einen von den Priestern, die ihr von dort weggeführt habt, daß man kommt und dort wohnt, und er sie die Weise des Landesgottes lehrt.»
10013#2. Könige,17,28#28. So kam einer von den Priestern, die sie von Schomeron weggeführt hatten, wohnte in Bet-El und unterwies sie, wie sie den Ewigen fürchten sollten.
10014#2. Könige,17,29#29. Sie fertigten sich aber Volk für Volk seinen Gott an und stellten ihn im Kultkammerhaus auf, das die Schomeroniten errichtet hatten, Volk für Volk in ihren Städten, darin sie siedelten.
10015#2. Könige,17,30#30. Die Leute von Babel fertigten so den Sukkot-Benot, die Leute von Kut fertigten den Nergal an, und die Leute von Hamat fertigten den Aschima.
10016#2. Könige,17,31#31. Und die Awwiter fertigten Nibhas an und Tartak, und die Sefarwiter verbrannten ihre Kinder dem Adrammelech und Anammelech, den Göttern von Sefarwaim, im Feuer.
10017#2. Könige,17,32#32. Dabei fürchteten sie den Ewigen; und sie machten aus ihrer Gesamtheit Kultkammerpriester, und die schafften für sie im Kultkammerhaus.
10018#2. Könige,17,33#33. Den Ewigen fürchteten sie und ihren Göttern dienten sie nach der Weise der Völker, daraus man sie fortgeführt hatte.
10019#2. Könige,17,34#34. Bis auf diesen Tag tun sie nach den früheren Weisen, sie fürchten weder den Ewigen (allein), noch tun sie (ganz) nach ihren Satzungen und ihrer Weise, noch nach der Weisung und dem Gebot, das der Ewige den Söhnen Jaakobs geboten, dessen Namen er in Jisraël gewandelt.
10020#2. Könige,17,35#35. Und der Ewige hatte mit ihnen einen Bund geschlossen, ihnen geboten und gesagt: «Ihr sollt nicht fremde Götter fürchten, euch ihnen nicht niederwerfen, ihnen nicht dienen und ihnen nicht opfern,
10021#2. Könige,17,36#36. sondern den Ewigen, der euch mit großer Kraft und ausgestrecktem Arm aus dem Land Mizraim heraufgeführt hat, ihn sollt ihr fürchten, ihm euch niederwerfen und ihm opfern.
10022#2. Könige,17,37#37. Und die Satzungen und Rechtsvorschriften, die Weisung und das Gebot, das er euch aufgeschrieben hat, sollt ihr wahren, um sie alle Zeit zu üben, und sollt andere Götter nicht fürchten.
10023#2. Könige,17,38#38. Und den Bund, den ich mit euch geschlossen habe, sollt ihr nicht vergessen und andere Götter nicht fürchten,
10024#2. Könige,17,39#39. sondern den Ewigen, euren Gott, sollt ihr fürchten, und er wird euch aus der Hand all eurer Feinde retten.»
10025#2. Könige,17,40#40. Aber sie haben nicht gehört, sondern tun nach ihrer frühern Weise.
10026#2. Könige,17,41#41. So fürchteten diese Völker den Ewigen und dienten auch ihren Bildern; auch ihre Kinder und Kindeskinder: Wie ihre Väter getan, so tun sie bis auf diesen Tag.
10027#2. Könige,18,1#1. Und es war im dritten Jahr Hoscheas, des Sohnes Elas, des Königs von Jisraël, da ward Hiskija König, der Sohn Ahas', des Königs von Jehuda.
10028#2. Könige,18,2#2. Fünfundzwanzig Jahre war er alt, als er König wurde, und neunundzwanzig Jahre regierte er in Jeruschalaim; und der Name seiner Mutter war Abi, Tochter Secharjas.
10029#2. Könige,18,3#3. Und er tat, was recht ist in den Augen des Ewigen, ganz wie sein Vater Dawid getan hatte.
10030#2. Könige,18,4#4. Er schaffte die Kultkammern ab, zertrümmerte die Standmale, hieb den Weihbaum um und zerschlug die eherne Schlange-1-, die Mosche gemacht hatte, denn bis zu jenen Tagen hatten die Kinder Jisraël ihr geräuchert, und man nannte sie Nehuschtan. -1) -+Nehasch ha-Nehoschet-.++
10031#2. Könige,18,5#5. Auf den Ewigen, seinen Gott, vertraute er, und nach ihm war seinesgleichen nicht unter allen Königen Jehudas, noch unter denen, die vor ihm gewesen.
10032#2. Könige,18,6#6. Und er hing dem Ewigen an, ging nicht ab, ihm zu folgen und wahrte seine Gebote, die der Ewige Mosche geboten.
10033#2. Könige,18,7#7. Und der Ewige war mit ihm; überall, wohin er auszog, hatte er Glück. Er empörte sich wider den König von Aschschur und diente ihm nicht.
10034#2. Könige,18,8#8. Er schlug die Pelischtäer bis nach Asa und dessen Gebieten, vom Turm der Wächter bis zur befestigten Stadt.
10035#2. Könige,18,9#9. Und es war im vierten Jahr des Königs Hiskijahu, das ist das siebente Jahr Hoscheas, des Sohnes Elas, des Königs von Jisraël, da zog Schalman'eser, der König von Aschschur, wider Schomeron herauf und belagerte es.
10036#2. Könige,18,10#10. Und sie nahmen es ein nach Verlauf von drei Jahren; im sechsten Jahr Hiskijas, das ist das neunte Jahr Hoscheas, des Königs von Jisraël, wurde Schomeron eingenommen.
10037#2. Könige,18,11#11. Dann führte der König von Aschschur Jisraël nach Aschschur fort und leitete sie ab nach Halah, an den Habor, den Fluß von Gosan und in die Städte Madais;
10038#2. Könige,18,12#12. weil sie nicht auf die Stimme des Ewigen, ihres Gottes, gehört und seinen Bund übertreten hatten, alles, was Mosche, der Diener des Ewigen, geboten hatte; sie hatten nicht gehört und nicht getan.
10039#2. Könige,18,13#13. Und im vierzehnten Jahr des Königs Hiskijahu zog Sanherib, der König von Aschschur, gegen alle befestigten Städte von Jehuda und bemächtigte sich ihrer.
10040#2. Könige,18,14#14. Da schickte Hiskija, der König von Jehuda, an den König von Aschschur nach Lachisch und ließ ihm sagen: «Ich habe gefehlt, zieh wieder ab von mir! Was du mir auferlegst, will ich tragen.» Da legte der König von Aschschur Hiskija, dem König von Jehuda, dreihundert Scheiben Silber und dreißig Scheiben Gold auf.
10041#2. Könige,18,15#15. Da gab der König Hiskija alles Gold her, das sich im Haus des Ewigen und in den Schatzkammern des Königshauses fand.
10042#2. Könige,18,16#16. Zu jener Zeit schlug Hiskija von den Türen des Tempels des Ewigen ab und von den Pfosten, die Hiskija, der König von Jehuda, hatte überziehn lassen, und gab es dem König von Aschschur.
10043#2. Könige,18,17#17. Dann sandte der König von Aschschur den Marschall, den Oberhöfling und den Oberschenken-1- von Lachisch aus wider den König Hiskija mit gewaltiger Heeresmacht nach Jeruschalaim. Sie zogen hinauf und kamen nach Jeruschalaim; und sie zogen hinauf, kamen an und hielten an der Leitung des obern Teiches, der auf der Straße zum Wäscherfeld ist. -1) -+Rabschake-.++
10044#2. Könige,18,18#18. Und sie riefen nach dem König, da begab sich zu ihnen hinaus Eljakim, der Sohn Hilkijahus, der über das Haus gesetzt war, und Schebna, der Schreiber, und Joah, der Sohn Asafs, der Vortragende.
10045#2. Könige,18,19#19. Da sprach zu ihnen der Oberschenk: «Sagt doch zu Hiskijahu: ,So spricht der große König, der König von Aschschur: Was ist das für ein Verlaß, darauf du vertraust?
10046#2. Könige,18,20#20. Meinst wohl, bloß Lippenrede sei Rat und Stärke zum Krieg? Nun, auf wen vertraust du, daß du dich wider mich empört hast?
10047#2. Könige,18,21#21. Nun ja, du vertraust auf die Stütze dieses geknickten Rohres, auf Mizraim - das, so sich jemand darauf stützt, in seine Hand dringt und sie durchbohrt; so ist Par'o, der König von Mizraim, für alle die auf ihn vertrauen.'
10048#2. Könige,18,22#22. Wenn ihr zu mir aber sprecht: ,Auf den Ewigen, unsern Gott, vertrauen wir!' - Ist er es nicht, dessen Kultkammern und Altäre Hiskijahu entfernt hat, da er zu Jehuda und Jeruschalaim sprach: ,Vor diesem Altar sollt ihr euch niederwerfen in Jeruschalaim'?
10049#2. Könige,18,23#23. Nun denn, verwette dich doch mit meinem Herrn, dem König von Aschschur: Ich will dir zweitausend Rosse geben, ob du dir wohl Reiter darauf setzen kannst?
10050#2. Könige,18,24#24. Und wie willst du auch nur einen Provinzhauptmann, einen der geringsten Knechte meines Herrn zur Umkehr bringen? Doch du verläßt dich auf Mizraim für Wagen und Reiter!
10051#2. Könige,18,25#25. Nun denn, bin ich ohne den Ewigen wider diesen Ort herangezogen, um ihn zu verderben? Der Ewige hat zu mir gesprochen: ,Zieh hinauf wider dieses Land und verdirb es.'»
10052#2. Könige,18,26#26. Da sprachen Eljakim, der Sohn Hilkijahus, und Schebna und Joah zum Oberschenken: «Rede doch zu deinen Knechten aramäisch, denn wir verstehen es; rede nicht jehudäisch mit uns vor den Ohren des Volkes, das auf der Mauer ist.»
10053#2. Könige,18,27#27. Da sprach zu ihnen der Oberschenk: «Hat etwa zu deinem Herrn und dir mein Herr mich geschickt, diese Worte zu reden, und nicht vielmehr zu den Leuten, die auf der Mauer sitzen, um mit euch ihren Kot zu essen und ihren Harn zu trinken?»
10054#2. Könige,18,28#28. Und der Oberschenk trat hin und rief mit lauter Stimme jehudäisch, redete und sprach: «Hört das Wort des großen Königs, des Königs von Aschschur!
10055#2. Könige,18,29#29. So spricht der König: Mag Hiskijahu euch nicht täuschen, denn er kann euch nicht von seiner Hand retten.
10056#2. Könige,18,30#30. Und mag Hiskijahu euch nicht auf den Ewigen vertrösten, indem er spricht: ,Erretten wird uns der Ewige, und nicht wird diese Stadt in die Hand des Königs von Aschschur gegeben werden.'
10057#2. Könige,18,31#31. Hört nicht auf Hiskijahu, denn so spricht der König von Aschschur: Tut Huldigung bei mir und kommt zu mir heraus und eßt, jeder von seinem Weinstock und jeder von seinem Feigenbaum, und trinkt jeder das Wasser seiner Zisterne,
10058#2. Könige,18,32#32. bis ich komme und euch in ein Land wie euer Land hole, ein Land von Korn und Most, ein Land von Brot und Weinbergen, ein Land von Bäumen des Ölsafts und von Honig, daß ihr lebt und nicht sterbt. Und hört nicht auf Hiskijahu, da er euch täuscht und spricht: ,Der Ewige wird uns retten!'
10059#2. Könige,18,33#33. Haben denn die Götter der Völker jeder sein Land gerettet vor der Hand des Königs von Aschschur?
10060#2. Könige,18,34#34. Wo waren die Götter von Hamat und Arpad, wo die Götter von Sefarwaim, Hena und Iwwa, daß sie Schomeron vor meiner Hand retteten?
10061#2. Könige,18,35#35. Wer ist da unter allen Göttern der Länder, die ihr Land vor meiner Hand gerettet, daß der Ewige Jeruschalaim vor meiner Hand retten sollte?»
10062#2. Könige,18,36#36. Aber das Volk schwieg und erwiderte ihm kein Wort, denn es war des Königs Befehl, der sagte: «Ihr sollt ihm nicht erwidern.»
10063#2. Könige,18,37#37. Dann kam Eljakim, der Sohn Hilkijas, der über das Haus gesetzt war, und Schebna, der Schreiber, und Joah, der Sohn Asafs, der Vortragende, mit zerrissenen Kleidern zu Hiskijahu und berichteten ihm die Worte des Oberschenken.
10064#2. Könige,19,1#1. Es war nun, als der König Hiskijahu das hörte, da zerriß er seine Kleider und hüllte sich in Sackzeug. Und er ging in das Haus des Ewigen.
10065#2. Könige,19,2#2. Und er sandte Eljakim, der über das Haus gesetzt war, und den Schreiber Schebna und die Ältesten der Priester, in Sackzeug gehüllt, zu Jescha'jahu, dem Gottbegeisteten, dem Sohn Amoz'.
10066#2. Könige,19,3#3. Und sie sprachen zu ihm: «So spricht Hiskijahu: ,Ein Tag der Not, der Züchtigung und Schmähung ist dieser Tag, denn da die Kinder bis zum Durchbruch gekommen, ist keine Kraft da zum Gebären.
10067#2. Könige,19,4#4. Vielleicht hört der Ewige, dein Gott, alle Worte des Oberschenken, den sein Herr, der König von Aschschur, gesandt, den lebendigen Gott zu schmähen, und züchtigt ob der Reden, die der Ewige, dein Gott, gehört hat; so erhebe denn ein Gebet für den Rest, der sich noch findet!'»
10068#2. Könige,19,5#5. So kamen die Diener des Königs Hiskijahu zu Jescha'jahu.
10069#2. Könige,19,6#6. Und Jescha'jahu sprach zu ihnen: «So sollt ihr sprechen zu eurem Herrn: So spricht der Ewige: Fürchte nicht wegen der Worte, die du gehört, mit denen die Burschen des Königs von Aschschur mich gelästert haben.
10070#2. Könige,19,7#7. Sieh, ich gebe ihm einen Geist ein, daß er eine Kunde hört, in sein Land zurückkehrt, und ich ihn durch das Schwert fälle in seinem Land.»
10071#2. Könige,19,8#8. Und der Oberschenk kehrte zurück und traf den König von Aschschur gegen Libna kämpfend; denn er hatte gehört, daß er von Lachisch aufgebrochen war.
10072#2. Könige,19,9#9. Er hatte aber über Tirhaka, den König von Kusch, gehört, besagend: «Sieh, er ist ausgezogen, gegen dich zu kämpfen.» 10. Dann sandte er wiederum Boten an Hiskijahu, und ließ ihm sagen:
10073#2. Könige,19,11#11. «So sollt ihr sprechen zu Hiskijahu, dem König von Jehuda: ,Mag nicht dein Gott dich täuschen, auf den du vertraust, zu sagen: Jeruschalaim wird nicht in die Hand des Königs von Aschschur gegeben werden;
10074#2. Könige,19,12#12. sieh, du hast gehört, wie es die Könige von Aschschur  mit allen Ländern gemacht, sie zu bannen, und du solltest gerettet werden?
10075#2. Könige,19,13#13. Haben etwa die Götter der Völker, die meine Väter verderbt haben, sie gerettet, Gosan und Haran und Rezef und die Söhne Edens, die in Telassar?
10076#2. Könige,19,14#14. Wo ist er, der Melech von Hamat, und der Melech von Arpad und der Melech der Stadt Sefarwaim, Hena und Iwwa?'»
10077#2. Könige,19,15#15. Da nahm Hiskijahu die Briefe aus der Hand der Boten, las sie, ging hinauf in das Haus des Ewigen, und Hiskijahu breitete es vor dem Ewigen aus.
10078#2. Könige,19,16#16. Dann betete Hiskijahu vor dem Ewigen und sprach: «Ewiger, Gott Jisraëls, der über den Kerubim thront! Du bist Gott, du allein, für alle Königreiche der Erde, du hast den Himmel und die Erde gemacht.
10079#2. Könige,19,17#17. Neige, o Ewiger, dein Ohr und höre, öffne, o Ewiger, deine Augen und sieh! Und höre die Worte Sanheribs, der den gesandt hat, um den lebendigen Gott zu schmähen!
10080#2. Könige,19,18#18. Wahr ist es, Ewiger, verwüstet haben die Könige von Aschschur die Völker und ihr Land
10081#2. Könige,19,19#19. und ihre Götter ins Feuer getan - denn nicht Götter sind sie, sondern Werk von Menschenhänden, Holz und Stein - und haben sie vernichtet.
10082#2. Könige,19,20#20. Nun aber, Ewiger, unser Gott, hilf uns doch vor seiner Hand, damit alle Königreiche der Erde erkennen, daß du, Ewiger, allein Gott bist.»
10083#2. Könige,19,21#21. Da sandte Jescha'jahu, der Sohn Amoz', an Hiskijahu und ließ ihm sagen: «So spricht der Ewige, der Gott Jisraëls: Was du zu mir gebetet hast wegen Sanheribs, des Königs von Aschschur, habe ich gehört.
10084#2. Könige,19,22#22. Dies ist das Wort, das der Ewige über ihn geredet hat: 23. Es spottet dein, Es höhnet dein Die Jungfrau, Tochter Zijon, Sie schüttelt hinter dir das Haupt, Die Maid Jeruschalaim.
10085#2. Könige,19,24#24. Wen hast du da geschmäht, beschimpft, Und gegen wen die Stimme du erhoben? Hast deine Augen hoch gehoben Hin an den Heilgen Jisraëls!
10086#2. Könige,19,25#25. Durch deine Boten schmähtest du den Herrn Und sprachst: ,Mit meiner Wagen Menge Hab ich der Berge Höh erstiegen, Den fernsten Libanon, Hieb nieder seiner Zedern schlanken Wuchs, Erlesener Zypressen, 26. Drang in sein letztes Nachtzelt ein, Seines Gartens Wald.
10087#2. Könige,19,26#Ich habe mich gekühlt, getrunken Ferne Wasser Und trocknete mit meiner Sohle Tritt Alle Ströme des Himmelgebindes?'
10088#2. Könige,19,27#27. Hast du es nicht gehört, Längsther hatt ichs gemacht, Von Urzeittagen, da hab ichs geformt. 28. Nun hab ichs kommen lassen und es ward, Zu wüstem Steingehäuf Die festen Städte zu veröden;
10089#2. Könige,19,29#29. Und ihre Wohner, kurzen Arms, Verschreckt, beschämt, Sind Kraut des Feldes worden, Grün der Flur, Gras auf den Dächern, Abgegilbtes vor dem Halm.
10090#2. Könige,19,30#30. Dein Sitzen und dein Gehn und Kommen kenn ich, Und dein Auftoben wider mich.
10091#2. Könige,19,31#31. Drum weil dein Toben wider mich, Dein Sorglostun zu meinen Ohren drang, Leg meinen Haken ich an deine Schnauze Und meinen Zaum in deine Lefzen Und bringe dich zurück des Wegs, Den du gekommen.
10092#2. Könige,19,32#32. Und dies sei dir das Wunderzeichen: In diesem Jahr Nachwuchs essen und im zweiten Jahr Brachwuchs und im dritten Jahr sät und mäht, pflanzt Weinberge und eßt ihre Frucht.
10093#2. Könige,19,33#33. Und ansetzen wird das Gerettete, das vom Haus Jehudas übrigbleibt, Wurzel unten, und die wird Frucht schaffen oben.
10094#2. Könige,19,34#34. Denn von Jeruschalaim geht aus ein Rest und ein Gerettetes vom Berg Zijon - der Eifer des Ewigen der Scharen wird dies wirken.
10095#2. Könige,19,35#35. Darum spricht so der Ewige über den König von Aschschur: Nicht wird er kommen in diese Stadt, wird keinen Pfeil dahin abschießen, wird nicht mit Schilden vor sie rücken und keinen Wall wider sie aufschütten.
10096#2. Könige,19,36#36. Auf dem Weg, den er gekommen, dort wird er zurückkehren, und in diese Stadt wird er nicht kommen! - ist des Ewigen Spruch.
10097#2. Könige,19,37#37. Und ich schirme diese Stadt, sie zu retten, um meinetwillen und um meinen Knecht Dawid.»
10098#2. Könige,19,38#38. Und es war in jener Nacht, da zog ein Bote des Ewigen aus und schlug im Lager Aschschurs hundertfünfundachtzigtausend. Und da man am Morgen aufstand, sieh, da waren sie alle Leichen, tot.
10099#2. Könige,19,39#39. Da brach Sanherib, der König von Aschschur, auf, zog fort und kehrte um; und er blieb in Niniwe.
10100#2. Könige,19,40#40. Es war aber, als er sich im Haus seines Gottes Nisroch niederwarf, da erschlugen ihn Adrammelech und Sar'ezer, seine Söhne, mit dem Schwert, und sie entflohen nach dem Land Ararat. Und König wurde sein Sohn Esar-Haddon an seiner Statt.
10101#2. Könige,20,1#1. In jenen Tagen erkrankte Hiskijahu auf den Tod. Da kam zu ihm Jescha'jahu, der Sohn Amoz', der Gottbegeistete, und sprach zu ihm: «So spricht der Ewige: Bestelle dein Haus, denn sterben wirst du und nicht leben!»
10102#2. Könige,20,2#2. Da kehrte er sein Gesicht zur Wand, betete zum Ewigen und sprach:
10103#2. Könige,20,3#3. «Ach, Ewiger, gedenke doch, wie ich in Wahrhaftigkeit und mit ganzem Herzen vor dir gewandelt bin und was recht in deinen Augen getan habe!» Und Hiskijahu weinte heftig.
10104#2. Könige,20,4#4. Da war es: Noch war Jescha'jahu nicht aus dem innern Hof hinausgegangen, da erging das Wort des Ewigen an ihn, besagend:
10105#2. Könige,20,5#5. «Kehr um und sprich zu Hiskijahu, dem Fürsten meines Volkes: So spricht der Ewige, der Gott deines Vaters Dawid: Gehört hab ich dein Gebet, deine Tränen gesehen, sieh, ich heile dich; am dritten Tag wirst du in das Haus des Ewigen hinaufgehn.
10106#2. Könige,20,6#6. Und ich füge zu deinen Tagen fünfzehn Jahre; und aus der Hand des Königs von Aschschur errette ich dich und diese Stadt und schirme diese Stadt um meinetwillen und um meinen Knecht Dawid.»
10107#2. Könige,20,7#7. Dann sprach Jescha'jahu: «Holt einen Feigenkuchen.» Und sie holten ihn, legten ihn auf die Geschwulst, und er genas.
10108#2. Könige,20,8#8. Und Hiskijahu sprach zu Jescha'jahu: «Was ist das Wunderzeichen, daß der Ewige mich heilen wird, und ich am dritten Tag in das Haus des Ewigen hinaufziehn werde?»
10109#2. Könige,20,9#9. Da sprach Jescha'jahu: «Dies sei dir das Wunderzeichen vom Ewigen, daß der Ewige das Wort ausführen wird, das er geredet hat: Ginge der Schatten zehn Stufen vor, oder gehe er zehn Stufen zurück?»
10110#2. Könige,20,10#10. Da sagte jehiskijahu: «Gering wärs, daß der Schatten zehn Stufen abfällt, nein doch, der Schatten gehe zehn Stufen zurück!»
10111#2. Könige,20,11#11. Da rief Jescha'jahu, der Gottbegeistete, zum Ewigen, und er ließ den Schatten an den Stufen, die er hinuntergegangen war, an den Stufen des Ahas, um zehn Stufen zurückgehn.
10112#2. Könige,20,12#12. Zu jener Zeit schickte Berodach-Bal'adan, Sohn Bal'adans, Königs von Babel, Briefe und ein Geschenk an Hiskijahu, denn er hatte gehört, daß Hiskijahu krank war.
10113#2. Könige,20,13#13. Da hörte Hiskijahu auf sie und zeigte ihnen sein ganzes Schatzhaus, das Silber, das Gold, die Spezereien, das würzige Öl, sein Zeughaus und alles, was sich in seinen Schätzen fand, es gab nichts, was Hiskijahu ihnen in seinem Haus und in seiner ganzen Herrschaft nicht gezeigt hätte.
10114#2. Könige,20,14#14. Da kam Jescha'jahu, der Gottbegeistete, zum König Hiskijahu und sprach zu ihm: «Was haben diese Männer gesagt, und woher sind sie zu dir gekommen?» Da sprach Hiskijahu: «Aus fernem Land sind sie gekommen, aus Babel.»
10115#2. Könige,20,15#15. Da sprach er: «Was haben sie in deinem Haus gesehen?» Und Hiskijahu sagte: «Alles, was in meinem Haus ist, haben sie gesehen, da war nichts, was ich ihnen nicht gezeigt hätte in meinen Schatzkammern.»
10116#2. Könige,20,16#16. Da sprach Jescha'jahu zu Hiskijahu: «Höre das Wort des Ewigen!
10117#2. Könige,20,17#17. Sieh, Tage kommen, da wird alles, was in deinem Haus ist, und was deine Väter aufgespeichert haben bis auf diesen Tag, nach Babel fortgetragen werden, nichts wird übrig bleiben, spricht der Ewige.
10118#2. Könige,20,18#18. Und von deinen Kindern, die aus dir hervorgehn, die du zeugen wirst, werden sie nehmen, und sie werden Höflinge werden im Palast des Königs von Babel.»
10119#2. Könige,20,19#19. Da sprach Hiskijahu zu Jescha'jahu: «Gut ist das Wort des Ewigen, das du geredet!» Und er sprach: «Nicht wahr, wenn nur Friede und Gewähr in meinen Tagen sein wird.»
10120#2. Könige,20,20#20. Und die übrigen Begebenheiten von Hiskijahu - und all seine Stärke, und wie er den Teich und die Leitung gemacht und das Wasser zur Stadt geführt - die sind ja im Buch der Zeitbegebenheiten der Könige von Jehuda aufgeschrieben.
10121#2. Könige,20,21#21. Dann ging Hiskijahu zur Ruhe bei seinen Vätern, und König wurde sein Sohn Menaschsche an seiner Statt.
10122#2. Könige,21,1#1. Zwölf Jahre war Menaschsche alt, als er König wurde, und fünfundfünfzig Jahre regierte er in Jeruschalaim, und der Name seiner Mutter war Hefzi-bah.
10123#2. Könige,21,2#2. Und er tat, was böse ist in den Augen des Ewigen, nach den Greueln der Völker, die der Ewige vor den Kindern Jisraël vertrieben hatte.
10124#2. Könige,21,3#3. Und er baute die Kultkammern wieder auf, die sein Vater Hiskijahu vernichtet hatte, richtete dem Baal Altäre auf, machte Weihbäume, wie Ah'ab, der König von Jisraël, gemacht hatte, und warf sich nieder allem Heer des Himmels und diente ihnen.
10125#2. Könige,21,4#4. Und er baute Altäre im Haus des Ewigen, davon der Ewige gesagt hatte: «In Jeruschalaim will ich meinen Namen hinsetzen.»
10126#2. Könige,21,5#5. Und er baute allem Heer des Himmels Altäre in den beiden Höfen des Hauses des Ewigen.
10127#2. Könige,21,6#6. Und er führte seinen Sohn durchs Feuer, trieb Wolkendeutung und Verwünschung und übte Balgrednerei und Beschwörung; er tat viel, was böse ist in den Augen des Ewigen, (ihn) zu kränken.
10128#2. Könige,21,7#7. Und er setzte das Bild der Baumgottheit, das er verfertigt hatte, in das Haus, von dem der Ewige zu Dawid und zu seinem Sohn Schelomo gesagt hatte: «In diesem Haus und in Jeruschalaim, das ich aus allen Stämmen Jisraëls erwählt habe, will ich meinen Namen hinsetzen für ewig.
10129#2. Könige,21,8#8. Und ich will den Fuß Jisraëls nicht weiter flüchtig werden lassen von dem Boden, den ich ihren Vätern gegeben, aber nur wenn sie darauf achten, zu tun, ganz wie ich ihnen geboten, und nach all der Weisung, die ihnen mein Diener Mosche geboten hat.»
10130#2. Könige,21,9#9. Aber sie hörten nicht, und Menaschsche leitete sie irre, das Böse zu tun, über die Völker hinaus, die der Ewige vor den Kindern Jisraël ausgetilgt hatte.
10131#2. Könige,21,10#10. Da redete der Ewige durch seine Diener, die Gottbegeisteten, und sprach:
10132#2. Könige,21,11#11. «Dafür, daß Menaschsche, der König von Jehuda, diese Greuel getan, es noch schlimmer getrieben hat als alles, was die Emoriter, die vor ihm waren, getan, und auch Jehuda mit seinen Götzen versündigt hat -
10133#2. Könige,21,12#12. darum spricht so der Ewige, der Gott Jisraëls: Sieh, ich bringe Unglück über Jeruschalaim und Jehuda, daß jedem, der es hört, beide Ohren gellen sollen.
10134#2. Könige,21,13#13. Und ich lege an Jeruschalaim das Lot Schomerons und die Wage des Hauses Ah'ab, und ich wische Jeruschalaim aus, wie man die Schüssel auswischt, auswischt und umkehrt.
10135#2. Könige,21,14#14. Und ich verstoße den Rest meines Erbes und gebe sie in die Hand ihrer Feinde, und sie sollen zur Beute und zur Plünderung werden allen ihren Feinden.
10136#2. Könige,21,15#15. Dafür, daß sie was böse ist in meinen Augen getan und mich gekränkt von dem Tag an, da ihre Väter aus Mizraim zogen, bis auf diesen Tag.»
10137#2. Könige,21,16#16. Und auch unschuldig Blut vergoß Menaschsche gar viel, bis er Jeruschalaim damit füllte von Rand zu Rand, abgesehen von seiner Sünde, mit der er Jehuda versündigte, was böse in den Augen des Ewigen zu tun.
10138#2. Könige,21,17#17. Und die übrigen Begebenheiten von Menaschsche - und alles, was er getan, und die Sünde, die er verübt - die sind ja im Buch der Zeitbegebenheiten der Könige von Jehuda aufgeschrieben.
10139#2. Könige,21,18#18. Dann ging Menaschsche zur Ruhe bei seinen Vätern und wurde im Garten seines Hauses, im Garten Usas, begraben. Und König wurde sein Sohn Amon an seiner Statt.
10140#2. Könige,21,19#19. Zweiundzwanzig Jahre war Amon alt, als er König wurde, und zwei Jahre regierte er in Jeruschalaim; und der Name seiner Mutter war Meschullemet, Tochter des Haruz aus Jotba.
10141#2. Könige,21,20#20. Und er tat, was böse ist in den Augen des Ewigen, wie es sein Vater Menaschsche getan.
10142#2. Könige,21,21#21. Und er ging ganz den Weg, den sein Vater gegangen war, diente den Götzen, denen sein Vater gedient hatte, und warf sich ihnen nieder.
10143#2. Könige,21,22#22. Und er verließ den Ewigen, den Gott seiner Väter, und ging nicht den Weg des Ewigen.
10144#2. Könige,21,23#23. Da verschworen sich die Diener Amons gegen ihn und töteten den König in seinem Haus.
10145#2. Könige,21,24#24. Aber das Volk des Landes erschlug alle die Verschwörer gegen den König Amon, und das Volk des Landes machte seinen Sohn Joschijahu zum König an seiner Statt.
10146#2. Könige,21,25#25. Und die übrigen Begebenheiten von Amon - was er getan - die sind ja im Buch der Zeitbegebenheiten der Könige von Jehuda aufgeschrieben.
10147#2. Könige,21,26#26. Und sie begruben ihn in seinem Begräbnis im Garten Usas, und König wurde sein Sohn Joschijahu an seiner Statt.
10148#2. Könige,22,1#1. Acht Jahre war Joschijahu alt, als er König wurde, und einundreißig Jahre regierte er in Jeruschalaim; und der Name seiner Mutter war Jedida, Tochter Adajas aus Bozkat.
10149#2. Könige,22,2#2. Und er tat, was recht ist in den Augen des Ewigen, und wandelte ganz in dem Weg seines Vaters Dawid und ging nicht rechts noch links davon ab.
10150#2. Könige,22,3#3. Und es war im achtzehnten Jahr des Königs Joschijahu, da sandte der König Schafan, den Sohn Azaljahus, des Sohnes Meschullams, den Schreiber, in das Haus des Ewigen und ließ sagen:
10151#2. Könige,22,4#4. «Geh hinauf zum Hohepriester Hilkijahu, daß er das in das Haus des Ewigen gebrachte Geld, das die Wächter der Schwelle vom Volk eingenommen haben, vollzahle.
10152#2. Könige,22,5#5. Und sie sollen es den Werkführern, die im Haus des Ewigen bestellt sind, übergeben, und sie sollen es den Werkmeistern geben, die im Haus des Ewigen sind, um die Risse des Hauses auszubessern,
10153#2. Könige,22,6#6. für die Zimmerleute, die Bauleute und die Maurer, und um Holz und behauene Steine zu kaufen, um das Haus auszubessern.
10154#2. Könige,22,7#7. Aber es soll das Geld, das ihnen übergeben wird, nicht abgerechnet werden, da sie in Treuen schaffen.»
10155#2. Könige,22,8#8. Da sprach der Hohepriester Hilkijahu zu Schafan, dem Schreiber: «Das Buch der Weisung habe ich im Haus des Ewigen gefunden.» 9. Und Hilkijahu gab das Buch Schafan, und er las es.
10156#2. Könige,22,10#10. Dann kam Schafan, der Schreiber, zum König und brachte dem König Bescheid, und sprach: «Deine Knechte haben das im Haus des Ewigen vorgefundene Geld ausgeschüttet und den im Haus des Ewigen bestellten Werkführern übergeben.»
10157#2. Könige,22,11#11. Dann berichtete Schafan, der Schreiber, dem König und sprach: «Ein Buch hat mir der Priester Hilkija gegeben.» Und Schafan las es dem König vor.
10158#2. Könige,22,12#12. Es war nun, als der König die Worte des Buches der Weisung gehört hatte, da zerriß er seine Kleider.
10159#2. Könige,22,13#13. Dann befahl der König dem Priester Hilkija, Ahikam, dem Sohn Schafans, Achbor, dem Sohn Michajas, und Schafan, dem Schreiber, und Asaja, dem Diener des Königs, und sprach:
10160#2. Könige,22,14#14. «Geht, befragt den Ewigen für mich und für das Volk und für ganz Jehuda wegen der Worte dieses aufgefundenen Buches, denn groß ist der Grimm des Ewigen, der wider uns entflammt ist, weil unsere Väter nicht auf die Worte dieses Buches gehört haben, zu tun, ganz wie für uns geschrieben steht.»
10161#2. Könige,22,15#15. Da ging der Priester Hilkijahu, Ahikam, Achbor, Schafan und Asaja zu Hulda, der Gottbegeisteten, dem Weib Schallums, des Sohnes Tikwas, des Sohnes des Harhas, des Kleiderbewahrers - und sie wohnte in Jeruschalaim im Zweitbezirk - und sie redeten zu ihr.
10162#2. Könige,22,16#16. Da sprach sie zu ihnen: «So spricht der Ewige, der Gott Jisraëls: Sagt dem Mann, der euch zu mir gesandt hat:
10163#2. Könige,22,16#So spricht der Ewige: Sieh, ich bringe Unheil über diesen Ort und über seine Bewohner, alle Worte des Buches, das der König von Jehuda gelesen hat.
10164#2. Könige,22,17#17. Dafür, daß sie mich verlassen und andern Göttern geräuchert haben, um mich zu kränken mit allem Tun ihrer Hände, ist mein Grimm entflammt wider diesen Ort und wird nicht erlöschen.
10165#2. Könige,22,18#18. Zum König von Jehuda aber, der euch sendet, um den Ewigen zu befragen, sollt ihr so sprechen: So spricht der Ewige, der Gott Jisraëls: Die Worte die . . . hast du gehört.
10166#2. Könige,22,19#19. Weil dein Herz beugsam war und du dich vor dem Ewigen demütigtest, als du hörtest, wie ich über diesen Ort und seine Bewohner geredet, daß sie zum Gezisch und zum Fluch werden sollen, und du deine Kleider zerrissest und vor mir weintest - so habe auch ich es gehört, ist des Ewigen Spruch.
10167#2. Könige,22,20#20. Darum will ich dich zu deinen Vätern eintun, du wirst zu deinen Gräbern in Frieden eingetan werden, und deine Augen werden all das Unglück nicht sehen, das ich über diesen Ort bringe.» Dann brachten sie dem König Bescheid.
10168#2. Könige,23,1#1. Da sandte der König hin, und es versammelten sich zu ihm alle Ältesten Jehudas und Jeruschalaims.
10169#2. Könige,23,2#2. Dann ging der König in das Haus des Ewigen hinauf und alle Männer von Jehuda und alle Bewohner von Jeruschalaim mit ihm und die Priester und die Gottbegeisteten und alles Volk von Klein bis Groß, und er las vor ihren Ohren alle Worte des Bundesbuchs, das im Haus des Ewigen gefunden worden war.
10170#2. Könige,23,3#3. Und der König trat auf den Säulenstand und schloß den Bund vor dem Ewigen, dem Ewigen nachzuwandeln und seine Gebote, Bezeugungen und Satzungen mit ganzem Herzen und ganzer Seele zu wahren, um die Worte dieses Bundes zu halten, die in diesem Buch geschrieben sind. Und das ganze Volk trat ein in den Bund.
10171#2. Könige,23,4#4. Dann befahl der König dem Hohepriester Hilkijahu und den Zweitpriestern und den Wächtern der Schwelle, aus dem Tempel des Ewigen alle Geräte hinauszuschaffen, die für den Baal, die Baumgottheit und alles Heer des Himmels gemacht worden waren, und man verbrannte sie außerhalb Jeruschalaims in den Weinbergen des Kidron und trug ihre Asche nach Bet-El.
10172#2. Könige,23,5#5. Und er schaffte die Pfaffen ab, die die Könige von Jehuda eingesetzt hatten, daß man in den Kultkammern in den Städten Jehudas und der Umgebung Jeruschalaims räucherte, und die Räucherer für den Baal, die Sonne, den Mond, die Sternbilder und alles Heer des Himmels.
10173#2. Könige,23,6#6. Und er schaffte den Weihbaum aus dem Haus des Ewigen außerhalb Jeruschalaims zum Bach Kidron hinaus, verbrannte ihn am Bach Kidron, zerstampfte ihn zu Staub und warf seine Asche auf das Grab der Leute aus dem Volk.
10174#2. Könige,23,7#7. Und er riß die Behausungen der Weihbuhlen, die im Haus des Ewigen waren, nieder, woselbst die Frauen Gehäuse für die Baumgottheit webten.
10175#2. Könige,23,8#8. Dann brachte er alle Priester von den Städten Jehudas herein und verunreinigte die Kultkammern, woselbst die Priester geräuchert hatten, von Geba bis Beer-Scheba, riß die Kultkammern der Tore nieder, die am Eingang des Tores Jehoschuas, des Stadthauptmanns, (und) die zu jedermanns Linken am Tor der Stadt lagen.
10176#2. Könige,23,9#9. Doch sollten die Priester der Kultkammern nicht zum Altar des Ewigen in Jeruschalaim hinansteigen, nur daß sie ungesäuerte Brote essen sollten inmitten ihrer Brüder.
10177#2. Könige,23,10#10. Und er verunreinigte das Tofet, das im Tal Ben-Hinnom ist, daß niemand seinen Sohn oder seine Tochter dem Molech im Feuer überführe.
10178#2. Könige,23,11#11. Und er schaffte es ab, daß die Rosse, die die Könige von Jehuda der Sonne gewidmet hatten, in das Haus des Ewigen kamen, an die Kammer Netan-Melechs, des Höflings, die in den Anbauten war, die Wagen der Sonne aber verbrannte er im Feuer.
10179#2. Könige,23,12#12. Und die Altäre auf dem Dach, (am) Obergemach des Ahas, die die Könige von Jehuda gemacht hatten, und die Altäre, die Menaschsche in den beiden Höfen des Hauses des Ewigen gemacht hatte, riß der König nieder, eilte von dannen und warf ihren Staub in den Bach Kidron.
10180#2. Könige,23,13#13. Und die Kultkammern, die östlich von Jeruschalaim, rechts vom Berg Maschhit, die Schelomo, der König von Jisraël, der Aschtoret, dem Scheusal der Zidonier, und dem Kemosch, dem Scheusal Moabs, und dem Milkom, dem Greuel der Söhne Ammons, gemacht hatte, verunreinigte der König.
10181#2. Könige,23,14#14. Und er zertrümmerte die Standmale und hieb die Weihbäume um und füllte ihren Platz mit Menschengebeinen an.
10182#2. Könige,23,15#15. Und auch den Altar, der in Bet-El war, die Kultkammer, die Jarob'am, der Sohn Nebats, errichtet hatte, der Jisraël versündigte, auch diesen Altar und die Kultkammer riß er nieder, verbrannte die Kultkammer und zermalmte sie zu Staub und verbrannte den Weihbaum.
10183#2. Könige,23,16#16. Und Joschijahu wandte sich um und sah die Gräber, die dort auf dem Berg waren; da schickte er hin, ließ die Gebeine aus den Gräbern nehmen, verbrannte sie auf dem Altar und verunreinigte ihn, nach dem Wort des Ewigen, das der Gottesmann verkündet hatte, der diese Dinge verkündet hatte.
10184#2. Könige,23,17#17. Und er sprach: «Was ist das da für ein Mal, das ich sehe?» Da sprachen die Leute der Stadt zu ihm: «Das Grab ist des Gottesmannes, der von Jehuda kam und diese Dinge, die du getan hast, über den Altar von Bet-El verkündete.»
10185#2. Könige,23,18#18. Da sprach er: «Laßt ihn, niemand bewege seine Gebeine.» So retteten seine Gebeine die Gebeine des Gottbegeisteten, der von Schomeron gekommen war.
10186#2. Könige,23,19#19. Und auch alle Kultkammerhäuser in den Städten Schomerons, die die Könige von Jisraël zur Kränkung gemacht hatten, entfernte Joschijahu und tat an ihnen gleich all dem Tun, das er in Bet-El vollzogen hatte.
10187#2. Könige,23,20#20. Und er schlachtete alle Kultkammerpriester, die dort waren, auf den Altären und verbrannte Menschengebeine auf ihnen. Dann kehrte er nach Jeruschalaim zurück.
10188#2. Könige,23,21#21. Dann gebot der König dem ganzen Volk und sprach: «Bereitet ein Pessah dem Ewigen, eurem Gott, wie es in diesem Bundesbuch geschrieben ist.»
10189#2. Könige,23,22#22. Denn es war nicht bereitet worden gleich diesem Pessah seit den Tagen der Richter, die Jisraël gerichtet, und alle Tage der Könige von Jisraël und der Könige von Jehuda,
10190#2. Könige,23,23#23. sondern im achtzehnten Jahr des Königs Joschijahu wurde dieses Pessah dem Ewigen in Jeruschalaim bereitet.
10191#2. Könige,23,23#Auch die Balgredner und Beschwörer und die Schandpuppen und die Götzen und alle die Scheusale, die im Land Jehuda und Jeruschalaim zu sehen waren, fegte Joschijahu aus, um die Worte der Weisung zu erfüllen, die in dem Buch geschrieben standen, das der Priester Hilkijahu im Haus des Ewigen gefunden hatte.
10192#2. Könige,23,24#24. Und seinesgleichen war vor ihm nicht, ein König, der zu dem Ewigen umgekehrt wäre mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft gemäß der ganzen Weisung Mosches, und nach ihm ist nicht seinesgleichen erstanden.
10193#2. Könige,23,25#25. Doch ging der Ewige nicht ab von seines Antlitzes gewaltiger Glut, da sein Angesicht wider Jehuda aufgeflammt war ob all der Kränkungen, womit Menaschsche ihn gekränkt hatte.
10194#2. Könige,23,26#26. So sprach der Ewige: «Auch Jehuda will ich vor meinem Angesicht wegtun, wie ich Jisraël weggetan, und will diese Stadt verwerfen, die ich erwählt, Jeruschalaim, und das Haus, von dem ich gesagt hatte: Dort soll mein Name sein.»
10195#2. Könige,23,27#27. Und die übrigen Begebenheiten von Joschijahu - und alles, was er getan - die sind ja im Buch der Zeitbegebenheiten der Könige von Jehuda aufgeschrieben.
10196#2. Könige,23,28#28. In seinen Tagen rückte Par'o Necho, der König von Mizraim, wider den König von Aschschur an den Strom Perat; da zog der König Joschijahu ihm entgegen, aber er tötete ihn in Megiddo, als er ihn sah.
10197#2. Könige,23,29#29. Dann fuhren seine Diener ihn, tot, von Megiddo fort, brachten ihn nach Jeruschalaim und begruben ihn in seinem Grab. Dann nahm das Volk des Landes Jehoahas, den Sohn Joschijahus, salbte ihn und machte ihn zum König an seines Vaters Statt.
10198#2. Könige,23,30#30. Dreiundzwanzig Jahre war Jehoahas alt, als er König wurde, und drei Monate regierte er in Jeruschalaim; und der Name seiner Mutter war Hamutal, Tochter Jirmejahus, aus Libna.
10199#2. Könige,23,31#31. Und er tat, was böse ist in den Augen des Ewigen, ganz wie seine Väter getan hatten.
10200#2. Könige,23,32#32. Und Par'o Necho nahm ihn in Ribla im Land Hamat gefangen, daß er nicht mehr König in Jeruschalaim war, und legte dem Land eine Buße von hundert Scheiben Silber und Scheiben Goldes auf.
10201#2. Könige,23,33#33. Dann machte Par'o Necho Eljakim, den Sohn Joschijahus, zum König anstelle seines Vaters Joschijahu und änderte seinen Namen in Jehojakim; Jehoahas aber nahm er, und er kam nach Mizraim und starb dort.
10202#2. Könige,23,34#34. Und das Silber und das Gold gab Jehojakim Par'o, aber er schätzte das Land ein, um das Geld nach Par'os Geheiß zu geben, von jedem nach seiner Einschätzung trieb er das Silber und Gold vom Volk des Landes ein, um es Par'o Necho zu geben.
10203#2. Könige,23,35#35. Fünfundzwanzig Jahre war Jehojakim alt, als er König wurde, und elf Jahre regierte er in Jeruschalaim; und der Name seiner Mutter war Sebuda, Tochter Pedajas, aus Ruma.
10204#2. Könige,23,36#36. Und er tat, was böse ist in den Augen des Ewigen, ganz so wie seine Väter getan hatten.
10205#2. Könige,24,1#1. In seinen Tagen zog Nebuchadnezzar, der König von Babel, herauf, und Jehojakim war ihm drei Jahre dienstbar, dann empörte er sich wieder gegen ihn.
10206#2. Könige,24,2#2. Da ließ der Ewige gegen ihn die Streifscharen der Kasdäer los und die Scharen Arams und die Scharen Moabs und die Scharen der Söhne Ammons; der ließ sie gegen Jehuda los, um es zu vernichten gemäß dem Wort des Ewigen, das er durch seine Diener, die Gottbegeisteten geredet hatte.
10207#2. Könige,24,3#3. Allein nach dem Willen des Ewigen geschah es an Jehuda, um es vor seinem Angesicht wegzutun, wegen der Sünden Menaschsches, nach allem, was er getan hatte.
10208#2. Könige,24,4#4. Auch wegen des unschuldigen Bluts, das er vergossen, daß er Jeruschalaim mit unschuldigem Blut angefüllt hatte. Und der Ewige wollte nicht verzeihen.
10209#2. Könige,24,5#5. Und die übrigen Begebenheiten von Jehojakim - und alles, was er getan - die sind ja im Buch der Zeitbegebenheiten der Könige von Jehuda aufgeschrieben.
10210#2. Könige,24,6#6. Dann ging Jehojakim zur Ruhe bei seinen Vätern, und König wurde sein Sohn Jehojachin an seiner Statt.
10211#2. Könige,24,7#7. Der König von Mizraim aber zog nicht mehr aus seinem Land, denn der König von Babel hatte weggenommen vom Bach Mizraims bis zum Strom Perat alles, was des Königs von Mizraim gewesen war.
10212#2. Könige,24,8#8. Achtzehn Jahre war Jehojachin alt, als er König wurde, und drei Monate regierte er in Jeruschalaim; und der Name seiner Mutter war Nehuschta, Tochter Elnatans, aus Jeruschalaim.
10213#2. Könige,24,9#9. Und er tat, was böse ist in den Augen des Ewigen, ganz wie es sein Vater getan hatte.
10214#2. Könige,24,10#10. Zu jener Zeit zogen die Diener Nebuchadnezzars, des Königs von Babel, nach Jeruschalaim hinauf, und die Stadt kam in Belagerung.
10215#2. Könige,24,11#11. Und Nebuchadnezzar, der König von Babel, kam gegen die Stadt heran, während seine Diener sie belagerten.
10216#2. Könige,24,12#12. Da ging Jehojachin, der König von Jehuda, zu dem König von Babel hinaus, er und seine Mutter und seine Diener und Obersten und Höflinge, und der König von Babel nahm ihn fort im achten Jahr seiner Regierung.
10217#2. Könige,24,13#13. Und er schaffte hinaus von dort alle Schätze des Hauses des Ewigen und die Schätze des Königshauses und schlug ab von allen Goldgeräten, die Schelomo, der König von Jisraël, im Tempel des Ewigen gemacht hatte, so wie der Ewige geredet.
10218#2. Könige,24,14#14. Und er führte ganz Jeruschalaim fort und alle Obersten und alle Kriegsmannen, zehntausend Deportierte, nebst allen Zimmerleuten und Schlossern; es blieb nichts übrig als die Ärmsten des Landvolkes.
10219#2. Könige,24,15#15. Und er führte Jehojachin nach Babel fort, und die Mutter des Königs und die Frauen des Königs und seine Höflinge, und die Mächtigen des Landes ließ er deportiert von Jeruschalaim nach Babel ziehen.
10220#2. Könige,24,16#16. Auch alle wehrfähigen Männer, siebentausend, und die Zimmerleute und Schlosser, ihrer tausend, alles kriegstätige Mannen, die brachte der König von Babel als Deportierte nach Babel.
10221#2. Könige,24,17#17. Dann machte der König von Babel dessen Oheim Matanja zum König an seiner Statt, und er änderte seinen Namen in Zidkijahu.
10222#2. Könige,24,18#18. Einundzwanzig Jahre war Zidkijahu alt, als er König wurde, und elf Jahre regierte er in Jeruschalaim; und der Name seiner Mutter war Hamutal, Tochter Jirmejahus, aus Libna.
10223#2. Könige,24,19#19. Und er tat, was böse ist in den Augen des Ewigen, ganz wie es Jehojakim getan hatte.
10224#2. Könige,24,20#20. Denn dem Ewigen zum Zorn geschah es in Jeruschalaim und Jehuda, bis daß er sie hinwegwarf von seinem Angesicht. Dann empörte sich Zidkijahu gegen den König von Babel.
10225#2. Könige,25,1#1. Und es war im neunten Jahr seiner Regierung, im zehnten Monat, am Zehnten des Monats, da kam Nebuchadnezzar, der König von Babel, er und sein ganzes Heer wider Jeruschalaim heran und lagerte davor; und sie bauten daran einen Wall ringsum.
10226#2. Könige,25,2#2. So kam die Stadt in Belagerung bis zum elften Jahr des Königs Zidkijahu.
10227#2. Könige,25,2#Am Neunten des Monats - der Hunger aber war stark in der Stadt und das Volk des Landes hatte kein Brot -
10228#2. Könige,25,3#3. wurde die Stadt erbrochen, und alle Kriegsleute (flohen) des Nachts auf dem Weg durch das Tor zwischen den Mauern am Garten des Königs, während die Kasdäer rings um die Stadt lagen, und man ging den Weg zur Niederung.
10229#2. Könige,25,4#4. Da setzte das Heer der Kasdäer dem König nach, und sie holten ihn in den Niederungen von Jeriho ein, sein ganzes Heer aber hatte sich von ihm verlaufen.
10230#2. Könige,25,5#5. Und sie ergriffen den König, brachten ihn hinauf zum König von Babel nach Ribla und sprachen ihm Gericht.
10231#2. Könige,25,6#6. Die Söhne Zidkijahus aber schlachteten sie vor seinen Augen ab, und die Augen Zidkijahus blendete er, fesselte ihn mit ehernen Ketten, und sie brachten ihn nach Babel.
10232#2. Könige,25,7#7. Aber im fünften Monat, am Siebenten des Monats - es war das neunzehnte Jahr Nebuchadnezzars, des Königs von Babel, - kam Nebusar'adan, der Oberste der Leibwächter, der Diener des Königs von Babel, nach Jeruschalaim.
10233#2. Könige,25,8#8. Und er verbrannte das Haus des Ewigen und das Königshaus und alle Häuser Jeruschalaims, jedes größere Haus verbrannte er im Feuer.
10234#2. Könige,25,9#9. Und die Mauern Jeruschalaims ringsum rissen sie nieder, das ganze Heer der Kasdäer, das mit dem Obersten der Leibwächter war.
10235#2. Könige,25,10#10. Aber den Rest des Volkes, der in der Stadt überiggeblieben war, und die Überläufer, die zum König von Babel abgefallen waren, und die übrige Menge führte Nebusar'adan, der Oberste der Leibwächter, fort.
10236#2. Könige,25,11#11. Nur von den Ärmsten des Landes ließ der Oberste der Leibwächter als Winzer und Ackerleute zurück.
10237#2. Könige,25,11#Und die ehernen Säulen, die im Haus des Ewigen waren, und die Fahrgestelle und das eherne Meer, das im Haus des Ewigen war, zerbrachen die Kasdäer und brachten deren Erz nach Babel.
10238#2. Könige,25,12#12. Und die Töpfe und die Schaufeln und die Messer und die Schalen und alle erzenen Geräte, mit denen man Dienst tat, nahmen sie mit.
10239#2. Könige,25,13#13. Und die Pfannen und die Sprengbecken, wo Gold war, das Gold, wo Silber war, das Silber, nahm der Oberste der Leibwächter mit.
10240#2. Könige,25,14#14. Die Säulen, zwei, das eine «Meer», die Fahrgestelle, die Schelomo für das Haus des Ewigen gemacht hatte, nicht zu wägen war das Erz aller dieser Geräte.
10241#2. Könige,25,15#15. Achtzehn Ellen war die Höhe einer Säule, eine Krönung von Erz darauf, die Höhe der Krönung drei Ellen, und ein Gitter und Granaten an der Krönung ringsum, alles aus Erz, und gleich diesen bei der zweiten Säule auf dem Gitter.
10242#2. Könige,25,16#16. Dann nahm der Oberste der Leibwächter Seraja, den Oberpriester, und den Zweitpriester Zefanjahu und die drei Schwellenhüter mit,
10243#2. Könige,25,17#17. und aus der Stadt nahm er einen Höfling, der über die Kriegsleute bestellt war, und fünf Männer von denen, die das Antlitz des Königs sehen, die sich in der Stadt vorfanden, und den Schreiber, den Heeresobersten, der das Volk des Landes zum Heeresdienst aushob, und sechzig Männer vom Volk des Landes, die sich in der Stadt vorfanden,
10244#2. Könige,25,18#18. die nahm Nebusar'adan, der Oberste der Leibwächter, und führte sie zum König von Babel nach Ribla.
10245#2. Könige,25,19#19. Und der König von Babel schlug sie und tötete sie zu Ribla im Land Hamat. Und er führte Jehuda fort von seinem Boden.
10246#2. Könige,25,20#20. Und über das Volk, das im Land Jehuda übrig war, das Nebuchadnezzar, der König von Babel, übriggelassen hatte, darüber setzte er Gedaljahu, den Sohn Ahikams, des Sohnes Schafans.
10247#2. Könige,25,21#21. Als alle Heeresobersten, sie und die Leute, hörten, daß der König von Babel Gedaljahu eingesetzt hatte, da kamen sie zu Gedaljahu nach ha-Mizpa, ferner Jischmaël, der Sohn Netanjas, und Johanan, der Sohn Kareahs, und Seraja, der Sohn Tanhumets aus Netofa, und Jaasanjahu, der Sohn des Maachatäers, sie und ihre Leute.
10248#2. Könige,25,22#22. Da schwor Gedaljahu ihnen und ihren Leuten und sprach zu ihnen: «Fürchtet nicht vor den Dienern der Kasdäer, bleibt im Land, dient dem König von Babel und es wird euch wohlergehn.»
10249#2. Könige,25,23#23. Aber es war im siebenten Monat, da kam Jischmaël, der Sohn Netanjas, des Sohnes Elischamas von königlichem Geblüt, und zehn Mann mit ihm, und sie erschlugen Gedaljahu, daß er starb, sowie die Jehudäer und die Kasdäer, die bei ihm in ha-Mizpa waren.
10250#2. Könige,25,24#24. Da machte sich das ganze Volk von Klein bis Groß und die Heeresobersten auf, und sie begaben sich nach Mizraim, denn sie fürchteten vor den Kasdäern.
10251#2. Könige,25,25#25. Und es war im siebenunddreißigsten Jahr der Fortführung Jehojachins, des Königs von Jehuda, im zwölften Monat, am Siebenundzwanzigsten im Monat, da erhob Ewil-Merodach, der König von Babel, im Jahr, da er König wurde, das Haupt Jehojachins, des Königs von Jehuda, aus dem Gefängnis.
10252#2. Könige,25,26#26. Und er redete gütig mit ihm und setzte seinen Thron über den Thron der Könige, die bei ihm in Babel waren.
10253#2. Könige,25,27#27. Und er änderte seine Gefängniskleider; und er speiste beständig vor ihm alle Tage seines Lebens.
10254#2. Könige,25,28#28. Und sein Unterhalt wurde ihm als steter Unterhalt vom König gewährt, des Tages Satz an seinem Tag, alle Tage seines Lebens.

8719#1. Könige,1,1#1. UND der König Dawid war alt, vorgerückt in den Tagen, und man bedeckte ihn mit Kleidern, aber es wurde ihm nicht warm.
8720#1. Könige,1,2#2. Da sagten ihm seine Diener: «Man suche für meinen Herrn, den König, ein jungfräuliches Mädchen, daß sie vor dem König aufwarte und ihm Genossin sei, und sie liege an deinem Schoß, so wird meinem Herrn, dem König, warm werden.»
8721#1. Könige,1,3#3. Und sie suchten ein schönes Mädchen im ganzen Gebiet Jisraëls, und sie fanden Abischag, die Schunammitin, und brachten sie zum König.
8722#1. Könige,1,4#4. Das Mädchen aber war sehr schön. Und sie ward dem König Genossin und sie bediente ihn. Der König aber erkannte sie nicht.
8723#1. Könige,1,5#5. Aber Adonija, der Sohn der Haggit, überhob sich, indem er sprach: «Ich werde König sein!» Und er bestellte sich Wagen und Reiter und fünfzig Mann, die vor ihm herliefen.
8724#1. Könige,1,6#6. Sein Vater aber hatte ihn sein Lebtag nicht gekränkt, daß er spräche: «Warum hast du so getan?» Und auch er war sehr schön von Gestalt; und ihn hatte sie geboren nach Absalom.
8725#1. Könige,1,7#7. Und er hatte Abrede mit Joab, dem Sohn der Zeruja, und mit Ebjatar, dem Priester, und sie unterstützten Adonija.
8726#1. Könige,1,8#8. Aber Zadok, der Priester, und Benajahu, der Sohn Jehojadas, und Natan, der Gottbegeistete, und Schim'i und Rëi, und die Helden, die Dawid hatte, waren nicht mit Adonijahu.
8727#1. Könige,1,9#9. Da schlachtete Adonijahu Schafe, Rinder und Mastvieh bei dem Stein Eben-ha-Sohelet, der bei der Rogel-Quelle steht; dazu lud er alle seine Brüder, die Königssöhne, und alle Männer von Jehuda, die Diener des Königs.
8728#1. Könige,1,10#10. Aber Natan, den Gottbegeisteten, und Benajahu und die Helden und seinen Bruder Schelomo lud er nicht.
8729#1. Könige,1,11#11. Da sprach Natan zu Bat-Scheba, der Mutter Schelomos: «Hast du nicht gehört, daß Adonijahu, der Sohn der Haggit, König geworden, und unser Herr Dawid weiß es nicht?
8730#1. Könige,1,12#12. Und nun, komm, ich will dir einen Rat geben, daß du dein Leben rettest und das Leben deines Sohnes Schelomo.
8731#1. Könige,1,13#13. Geh hin, hinein zum König Dawid und sprich zu ihm: ,Hast nicht du, mein Herr, o König, deiner Magd geschworen und gesagt: Schelomo, dein Sohn, soll nach mir König sein, und er soll auf meinem Thron sitzen? Und warum ist Adonijahu König geworden?'
8732#1. Könige,1,14#14. Sieh, noch wirst du dort mit dem König reden, da werde ich nach dir kommen und deine Worte ergänzen.»
8733#1. Könige,1,15#15. So kam Bat-Scheba zum König ins Gemach, der König aber war sehr alt, und Abischag, die Schunammitin, bediente den König.
8734#1. Könige,1,16#16. Da neigte sich Bat-Scheba, warf sich dem König nieder, und der König sprach: «Was hast du?»
8735#1. Könige,1,17#17. Da sagte sie ihm: «Mein Herr! Du hast bei dem Ewigen, deinem Gott, deiner Magd geschworen: ,Schelomo, dein Sohn, soll nach mir König sein, und er soll auf meinem Thron sitzen.'
8736#1. Könige,1,18#18. Und jetzt, siehe, da ist Adonija König geworden, und nun weißt du, mein Herr, o König, es nicht!
8737#1. Könige,1,19#19. Geschlachtet hat er Ochsen, Großstiere und Schafe die Menge, hat alle Königssöhne geladen, sowie Ebjatar, den Priester, und Joab, den Heeresobersten, aber Schelomo, deinen Knecht, hat er nicht geladen.
8738#1. Könige,1,20#20. Und du, mein Herr König - die Augen von ganz Jisraël sehen auf dich, daß du ihnen kundtust, wer auf dem Thron meines Herrn, des Königs, nach ihm sitzen soll.
8739#1. Könige,1,21#21. So wird es sein, daß, wenn mein Herr, der König, zur Ruhe geht zu seinen Vätern, ich und mein Sohn Schelomo im Unrecht sein werden.»
8740#1. Könige,1,22#22. Noch redete sie da mit dem König, da kam Natan, der Gottbegeistete.
8741#1. Könige,1,23#23. Und man meldete dem König und sagte: «Natan, der Gottbegeistete, ist da!» Und er kam vor den König und warf sich dem König nieder, auf sein Antlitz zur Erde.
8742#1. Könige,1,24#24. Dann sprach Natan: «Mein Herr, o König! Hast du gesagt: ,Adonijahu soll nach mir König sein und er soll auf meinem Thron sitzen?'
8743#1. Könige,1,25#25. Denn er ist heute hinabgegangen, hat Ochsen, Großstiere und Schafe die Menge geschlachtet und hat alle Königssöhne und die Heeresobersten und Ebjatar, den Priester, geladen, und sie essen und trinken vor ihm und sprechen: ,Es lebe der König Adonijahu!'
8744#1. Könige,1,26#26. Mich aber, deinen Knecht, und Zadok, den Priester, und Benajahu, den Sohn Jehojadas, und Schelomo, deinen Knecht, hat er nicht geladen.
8745#1. Könige,1,27#27. Wenn von meinem Herrn, dem König, diese Sache ausgegangen ist, und du deinen Knecht nicht hast wissen lassen, wer auf dem Thron meines Herrn, des Königs, nach ihm sitzen soll . . .»
8746#1. Könige,1,28#28. Da fiel der König Dawid ein und sprach: «Ruft mir Bat-Scheba!» Und sie kam vor den König und blieb vor dem König stehen.
8747#1. Könige,1,29#29. Da schwor der König und sprach: «Es lebt der Ewige, der meine Seele erlöst hat aus aller Not!
8748#1. Könige,1,30#30. So wie ich dir geschworen habe bei dem Ewigen, dem Gott Jisraëls, und gesprochen: ,Schelomo, dein Sohn, soll nach mir König sein und er soll auf meinem Thron sitzen an meiner Statt', so werde ich heute tun!»
8749#1. Könige,1,31#31. Da verneigte sich Bat-Scheba mit dem Antlitz zur Erde, warf sich dem König nieder und sprach: «Es lebe mein Herr, der König Dawid, ewiglich!»
8750#1. Könige,1,32#32. Dann sprach der König Dawid: «Ruft mir Zadok, den Priester, und Natan, den Gottbegeisteten, und Benajahu, den Sohn Jehojadas!» Und sie kamen vor den König.
8751#1. Könige,1,33#33. Da sprach der König zu ihnen: «Nehmt mit euch die Diener eures Herrn und setzt Schelomo, meinen Sohn, auf das Maultier, das ich habe, und führt ihn hinab nach Gihon.
8752#1. Könige,1,34#34. Und es salbe ihn dort Zadok, der Priester, und Natan, der Gottbegeistete, zum König über Jisraël; und ihr stoßt in die Posaune und ruft: ,Es lebe der König Schelomo!'
8753#1. Könige,1,35#35. Dann zieht herauf, ihm nach, und er komme und setze sich auf meinen Thron, und er sei König an meiner Statt; ihn habe ich bestellt, daß er Fürst sei über Jisraël und Jehuda.»
8754#1. Könige,1,36#36. Da antwortete Benajahu, der Sohn Jehojadas, dem König und sprach: «Amen! So spreche der Ewige, der Gott meines Herrn, des Königs!
8755#1. Könige,1,37#37. Wie der Ewige mit meinem Herrn, dem König, gewesen, so sei er mit Schelomo, und mache seinen Thron größer als den Thron meines Herrn, des Königs Dawid!»
8756#1. Könige,1,38#38. Dann ging Zadok, der Priester, hinab, und Natan, der Gottbegeistete, und Benajahu, der Sohn Jehojadas, und die Kereter und Peleter, und sie setzten Schelomo auf das Maultier des Königs Dawid und führten ihn nach Gihon.
8757#1. Könige,1,39#39. Und Zadok, der Priester, nahm das Ölhorn aus dem Zelt und salbte Schelomo, und sie stießen in die Posaune, und alles Volk rief: «Es lebe der König Schelomo!»
8758#1. Könige,1,40#40. Dann zog alles Volk hinauf, ihm nach, und das Volk spielte auf Flöten und freute sich in großem Jubel, daß die Erde barst vor ihrem Getöse.
8759#1. Könige,1,41#41. Das hörte Adonijahu und alle Geladenen, die bei ihm waren, und sie hatten eben zu Ende gegessen. Da hörte Joab den Schall der Posaune und sprach: «Warum hallt die Stadt in Lärm?»
8760#1. Könige,1,42#42. Noch redete er, sieh, da kam Jonatan, der Sohn Ebjatars, des Priesters. Da sprach Adonijahu: «Komm, bist ja ein wackrer Mann, bringst gute Nachricht!»
8761#1. Könige,1,43#43. Da antwortete Jonatan und sprach zu Adonijahu: «Nicht doch! Unser Herr, der König Dawid, hat Schelomo zum König erklärt.
8762#1. Könige,1,44#44. Gesandt hat der König mit ihm Zadok, den Priester, und Natan, den Gottbegeisteten, und Benajahu, den Sohn Jehojadas, und die Kereter und Peleter, und sie haben ihn auf das Maultier des Königs gesetzt,
8763#1. Könige,1,45#45. und es haben ihn zum König gesalbt Zadok, der Priester, und Natan, der Gottbegeistete, zu Gihon, - und sie sind von dort in Freuden hinaufgezogen, und so toste die Stadt; das ist der Schall, den ihr gehört habt.
8764#1. Könige,1,46#46. Auch hat sich Schelomo auf den Königsthron gesetzt,
8765#1. Könige,1,47#47. und auch sind die Diener des Königs gekommen, unsern Herrn, den König Dawid, zu beglückwünschen, und haben gesprochen: ,Besser mache Gott den Namen Schelomos als deinen Namen und noch größer seinen Thron als deinen Thron!' Da hat sich der König auf seinem Lager verneigt.
8766#1. Könige,1,48#48. Und auch hat so der König gesprochen: Gepriesen der Ewige, der Gott Jisraëls, der heute einen gegeben, der auf meinem Thron sitzt, und meine Augen sehen es.»
8767#1. Könige,1,49#49. Da erschraken sie und standen auf, alle Geladenen bei Adonijahu, und sie gingen jeder seines Weges.
8768#1. Könige,1,50#50. Adonijahu aber fürchtete vor Schelomo, machte sich auf, ging hin und erfaßte die Hörner des Altars.
8769#1. Könige,1,51#51. Und Schelomo wurde berichtet: «Siehe, Adonijahu fürchtete den König Schelomo; und sieh, er hat die Hörner des Altars erfaßt und sagt: Schwören soll mir denn der König Schelomo, ob er seinen Knecht mit dem Schwert töten wird!»
8770#1. Könige,1,52#52. Da sprach Schelomo: «Wenn er ein wackrer Mann wird, soll von seinem Haar nichts zur Erde fallen; wenn aber Böses an ihm erfunden wird, soll er sterben.»
8771#1. Könige,1,53#53. Darauf sandte der König Schelomo hin, und sie holten ihn vom Altar herab. Und er kam und warf sich dem König Schelomo nieder, und Schelomo sprach zu ihm: «Geh in dein Haus.»
8772#1. Könige,2,1#1. Und es nahten Dawids Tage dem Tod, da gebot er seinem Sohn Schelomo und sprach:
8773#1. Könige,2,2#2. «Ich gehe den Weg aller Welt, so sei stark und werde ein Mann!
8774#1. Könige,2,3#3. Und wahre die Vorschrift des Ewigen, deines Gottes, zu wandeln in seinen Wegen, seine Satzungen, Gebote, Rechte und Bezeugungen zu wahren, wie es geschrieben steht in der Weisung Mosches, damit du glücklich seist in allem, was du tust, und überall, wohin du dich wendest,
8775#1. Könige,2,4#4. damit der Ewige sein Wort erfülle, das er über mich geredet, da er sprach: ,Wenn deine Söhne ihres Weges achten, vor mir zu wandeln in Wahrhaftigkeit, mit ganzem Herzen und ganzer Seele, spreche ich: Nie soll dir ein Mann ausgehn auf dem Thron Jisraëls.'
8776#1. Könige,2,5#5. Ferner weißt du, was mir Joab, der Zeruja Sohn, getan hat, was er beiden Obersten der Heere Jisraëls getan, Abner, dem Sohn Ners, und Amasa, dem Sohn Jeters, da er sie erschlug und Blut des Krieges schuf im Frieden und Blut des Krieges tat an seinen Gurt um seine Hüften und seinen Schuh an seinen Füßen.
8777#1. Könige,2,6#6. So tu nach deiner Klugheit und laß sein graues Haupt nicht in Frieden zur Gruft fahren.
8778#1. Könige,2,7#7. Aber den Söhnen Barsillais, des Gil'aditers, sollst du Liebe erweisen, und sie seien unter denen, die an deinem Tisch essen, denn so sind sie mir genaht, als ich floh vor Abschalom, deinem Bruder.
8779#1. Könige,2,8#8. Und sieh, da ist bei dir Schim'i, der Sohn Geras, der Binjaminite aus Bahurim; der hat mich mit grimmem Fluch verflucht am Tag, da ich nach Mahanaim ging; er aber kam mir entgegen zum Jarden herab, daß ich ihm bei dem Ewigen schwor und sprach: ,Ob ich dich mit dem Schwert töten werde!'
8780#1. Könige,2,9#9. Jetzt aber laß ihn nicht frei ausgehn, denn ein kluger Mann bist du und weißt, was du ihm tun sollst, daß du sein graues Haupt mit Blut zur Gruft fahren läßt.»
8781#1. Könige,2,10#10. Danach ging Dawid zur Ruhe bei seinen Vätern und ward begraben in der Dawidsburg.
8782#1. Könige,2,11#11. Und die Zeit, die Dawid über Jisraël König gewesen, waren vierzig Jahre; in Hebron herrschte er sieben Jahre, und in Jeruschalaim herrschte er dreiunddreißig Jahre.
8783#1. Könige,2,12#12. Und Schelomo saß auf dem Thron seines Vaters Dawid, und sein Königtum war sehr gesichert.
8784#1. Könige,2,13#13. Da kam Adonijahu, der Sohn der Haggit, zu Bat-Scheba, der Mutter Schelomos. Und sie sprach: «Kommst du in Frieden?» Da sprach er: «In Frieden!»
8785#1. Könige,2,14#14. Und er sprach: «Zu reden habe ich mit dir.» Da sprach sie: «Rede!»
8786#1. Könige,2,15#15. Da sagte er: «Du weißt, daß mir das Königtum zukam, und auf mich ganz Jisraël sein Antlitz richtete, König zu sein, da aber wandte es sich, daß das Königtum meines Bruders ward, denn vom Ewigen war es ihm (bestimmt).
8787#1. Könige,2,16#16. Und nun, einen einzigen Wunsch erbitte ich von dir, weise mich nicht ab.» Da sprach sie zu ihm: «Rede!»
8788#1. Könige,2,17#17. Und er sagte: «Sag doch zum König Schelomo - denn er wird dich nicht abweisen - daß er mir die Schunammitin Abischag zum Weib gibt.»
8789#1. Könige,2,18#18. Da sprach Bat-Scheba: «Gut, ich will deinetwegen zum König reden.»
8790#1. Könige,2,19#19. Und Bat-Scheba kam zum König Schelomo, um mit ihm über Adonijahu zu reden. Da stand der König auf, ihr entgegen, warf sich nieder vor ihr, setzte sich dann auf seinen Thron und stellte einen Thron für die Mutter des Königs; und sie saß zu seiner Rechten.
8791#1. Könige,2,20#20. Dann sprach sie: «Einen einzigen kleinen Wunsch erbitte ich von dir, weise mich nicht ab.» Da sagte ihr der König: «Verlange nur, Mutter, denn ich werde dich nicht abweisen.»
8792#1. Könige,2,21#21. Und sie sprach: «Möge man die Schunammitin Abischag deinem Bruder Adonijahu zum Weib geben!»
8793#1. Könige,2,22#22. Da antwortete der König Schelomo und sprach zu seiner Mutter: «Und warum verlangst du nur die Schunammitin Abischag für Adonijahu, verlange für ihn doch auch das Königtum, er ist ja mein älterer Bruder, für ihn und für Ebjatar, den Priester, und für Joab, den Sohn der Zeruja!»
8794#1. Könige,2,23#23. Und es schwor der König beim Ewigen und sprach: «So tue mir Gott an, so und noch mehr! Ja, um sein Leben hat Adonijahu dieses Wort geredet!
8795#1. Könige,2,24#24. Und nun: Es lebt der Ewige, der mich gesichert und mich auf den Thron meines Vaters gesetzt, und der mir ein Haus geschaffen, wie er geredet! Heute noch soll Adonijahu getötet werden!»
8796#1. Könige,2,25#25. Dann schickte der König Schelomo hin durch Benajahu, den Sohn Jehojadas, der stieß ihn nieder, und er starb.
8797#1. Könige,2,26#26. Zu Ebjatar, dem Priester, aber sprach der König: «Nach Anatot geh, auf dein Feld, denn ein Mann des Todes bist du, aber an diesem Tag will ich dich nicht töten, da du die Lade Gottes, des Herrn, getragen vor meinem Vater Dawid, und weil du mitgelitten hast in allem, was mein Vater gelitten.»
8798#1. Könige,2,27#27. So vertrieb Schelomo Ebjatar, daß er nicht mehr Priester war dem Ewigen, daß das Wort des Ewigen sich erfülle, das er über das Haus Elis in Schilo geredet hatte.
8799#1. Könige,2,28#28. Und die Kunde kam an Joab, denn Joab hatte sich zu Adonija geneigt, zu Abschalom jedoch hatte er sich nicht geneigt. Da floh Joab in das Zelt des Ewigen und erfaßte die Hörner des Altars.
8800#1. Könige,2,29#29. Und dem König Schelomo wurde gemeldet, daß Joab in das Zelt des Ewigen geflohen war und dort neben dem Altar sei. Da sandte Schelomo Benajahu, den Sohn Jehojadas, hin, sprechend: «Geh, stoß ihn nieder!»
8801#1. Könige,2,30#30. Da kam Benajahu in das Zelt des Ewigen und sprach zu ihm: «So spricht der König: Komm heraus!» Der aber sprach: «Nein, sondern hier will ich sterben.» Da brachte Benajahu dem König Bescheid zurück und sagte: «So hat Joab geredet und so mir geantwortet.»
8802#1. Könige,2,31#31. Da sprach zu ihm der König: «Tu, wie er geredet, stoß ihn nieder und begrabe ihn und tu das unschuldige Blut, das Joab vergossen hat, von mir und von dem Haus meines Vaters.
8803#1. Könige,2,32#32. Und der Ewige lasse sein Blut auf sein Haupt zurückkommen, da er zwei Männer, gerechter und besser als er, niederstieß und sie mit dem Schwert erschlug - mein Vater Dawid aber wußte es nicht - Abner, den Sohn Ners, den Heeresobersten Jisraëls, und Amasa, den Sohn Jeters, den Heeresobersten Jehudas.
8804#1. Könige,2,33#33. Daß ihr Blut zurückkomme auf das Haupt Joabs und das seines Samens für immer, für Dawid aber und seinen Samen, sein Haus und seinen Thron wird Friede sein auf immer von dem Ewigen.»
8805#1. Könige,2,34#34. Da ging Benajahu, der Sohn Jehojadas, hinauf, stieß ihn nieder und tötete ihn, und er wurde begraben in seinem Haus in der Wüste.
8806#1. Könige,2,35#35. Dann setzte der König Benajahu, den Sohn Jehojadas, an seiner Statt über das Heer, und den Priester Zadok setzte der König an Stelle Ebjatars.
8807#1. Könige,2,36#36. Und es sandte der König und ließ Schim'i rufen und sagte ihm: «Bau dir ein Haus in Jeruschalaim und wohne dort, aber geh nicht von dort hinaus, hierhin oder dorthin.
8808#1. Könige,2,37#37. Und es soll sein: Des Tages, da du hinausgehst und den Bach Kidron überschreitest, wisse wohl, daß du sterben wirst, dein Blut sei auf deinem Haupt.»
8809#1. Könige,2,38#38. Da sagte Schim'i dem König: «Gut, so; wie mein Herr, der König, geredet, so wird dein Knecht tun.» So wohnte Schim'i in Jeruschalaim viele Tage.
8810#1. Könige,2,39#39. Es war aber nach Verlauf von drei Jahren, da entflohen zwei Knechte Schim'is zu Achisch, dem Sohn Maachas, dem König von Gat; und man meldete es Schim'i, sprechend: «Sieh, deine Knechte sind in Gat.»
8811#1. Könige,2,40#40. Da machte sich Schim'i auf, sattelte seinen Esel und ging nach Gat zu Achisch, um seine Knechte aufzusuchen. Dann ging Schim'i und brachte seine Knechte von Gat heim.
8812#1. Könige,2,41#41. Da wurde Schelomo gemeldet, daß Schim'i von Jeruschalaim nach Gat gegangen und zurückgekehrt war.
8813#1. Könige,2,42#42. Da sandte der König hin, ließ Schim'i rufen und sprach zu ihm: «Habe ich dich nicht bei dem Ewigen beschworen, dich verwarnt und gesprochen: ,Des Tages, da du hinausgehst und hierhin oder dorthin gehst, wisse wohl, daß du sterben wirst', und du sprachst zu mir: ,Gut so; ich höre.'
8814#1. Könige,2,43#43. Und warum hast du den Schwur des Ewigen nicht gewahrt und das Gebot, das ich dir aufgelegt?»
8815#1. Könige,2,44#44. Und der König sprach zu Schim'i: «Du weißt all das Böse - dessen dein Herz bewußt ist -, das du meinem Vater Dawid getan hast; so hat Gott dein Böses auf dein Haupt zurückkommen lassen.
8816#1. Könige,2,45#45. Der König Schelomo aber ist gesegnet, und der Thron Dawids wird sicher stehen vor dem Ewigen bis in Ewigkeit.»
8817#1. Könige,2,46#46. Dann beauftragte der König Benajahu, den Sohn Jehojadas, und er ging hin und stieß ihn nieder, daß er starb. Und das Königtum war gesichert in Schelomos Hand.
8818#1. Könige,3,1#1. Und Schelomo verschwägerte sich mit Par'o, dem König von Mizraim, und er nahm die Tochter Par'os und brachte sie in die Dawidsburg, bis er damit fertig war, sein Haus zu bauen und das Haus des Ewigen und die Mauer Jeruschalaims ringsum.
8819#1. Könige,3,2#2. Nur opferte das Volk in den Kultkammern, weil ein Haus für den Namen des Ewigen bis zu jenen Tagen nicht gebaut war.
8820#1. Könige,3,3#3. Und Schelomo liebte den Ewigen, so daß er in den Satzungen seines Vaters Dawid wandelte; nur: In den Kultkammern opferte und räucherte er.
8821#1. Könige,3,4#4. So ging der König nach Gib'on, um dort zu opfern, denn dies war die große Kultkammer; tausend Hochopfer brachte Schelomo auf jenem Altar dar.
8822#1. Könige,3,5#5. In Gib'on erschien der Ewige Schelomo im Traum der Nacht, und Gott sprach: «Wünsche, was ich dir geben soll!»
8823#1. Könige,3,6#6. Da sprach Schelomo: «Du hast an deinem Knecht, meinem Vater Dawid, große Liebe getan, so wie er vor dir wandelte in Wahrhaftigkeit und Rechtlichkeit und in Herzensgradheit bei dir, und hast ihm diese große Liebe gewahrt, daß du ihm einen Sohn gabst, der auf seinem Thron sitzt, wie diesen Tag.
8824#1. Könige,3,7#7. Und nun, Ewiger, mein Gott: Du hast deinen Knecht zum König gemacht anstatt meines Vaters Dawid, aber ich bin nur ein junger Bursch, weiß nicht aus noch ein,
8825#1. Könige,3,8#8. und dein Knecht ist mitten unter deinem Volk, das du erwählt hast, ein zahlreiches Volk, das nicht zu messen und zu zählen ist vor Menge.
8826#1. Könige,3,9#9. So gib deinem Knecht ein verständig Herz, dein Volk zu richten, zu unterscheiden zwischen Gut und Böse, denn wer kann (sonst) dieses dein massiges Volk richten?»
8827#1. Könige,3,10#10. Da war es recht in den Augen des Herrn, daß Schelomo diese Sache gewünscht hatte.
8828#1. Könige,3,11#11. Und Gott sprach zu ihm: «Dafür, daß du diese Sache gewünscht hast und dir nicht viele Tage gewünscht und dir nicht Reichtum gewünscht und nicht das Leben deiner Feinde gewünscht, sondern dir Einsicht gewünscht hast, die Rechtsführung zu verstehen -
8829#1. Könige,3,12#12. sieh, so tue ich nach deinem Wort. Sieh, ich gebe dir ein weises und einsichtsvolles Herz, wie deinesgleichen vor dir nicht gewesen ist und nach dir deinesgleichen nicht erstehen wird.
8830#1. Könige,3,13#13. Aber auch, was du nicht gewünscht hast, gebe ich dir, so Reichtum wie Ehre - wie deinesgleichen keiner gewesen ist unter den Königen - all deine Tage.
8831#1. Könige,3,14#14. Und wenn du in meinen Wegen wandelst, meine Satzungen und meine Gebote zu wahren, wie dein Vater Dawid gewandelt ist, so will ich deine Tage lange währen lassen.»
8832#1. Könige,3,15#15. Da erwachte Schelomo und sieh, es war ein Traum. Und als er nach Jeruschalaim kam, trat er hin vor die Bundeslade des Herrn, brachte Hochopfer dar, bereitete Mahlopfer und machte ein Mal für alle seine Diener.
8833#1. Könige,3,16#16. Damals kamen zwei Frauen, Buhlweiber, zum König und traten vor ihn hin.
8834#1. Könige,3,17#17. Und es sprach das eine Weib: «Ach, Herr, ich und dieses Weib wohnen in einem Haus, und ich gebar bei ihr im Haus.
8835#1. Könige,3,18#18. Und es war am dritten Tag nach meinem Gebären, da gebar auch dieses Weib, und wir waren beisammen, kein Fremder war mit uns im Haus, nur wir beide waren im Haus.
8836#1. Könige,3,19#19. Da starb der Sohn dieses Weibes in der Nacht, während sie bei ihm lag.
8837#1. Könige,3,20#20. Da stand sie mitten in der Nacht auf, nahm meinen Sohn von meiner Seite, derweil deine Magd schlief, und legte ihn an ihren Schoß, ihren Sohn aber, den toten, legte sie an meinen Schoß.
8838#1. Könige,3,21#21. Als ich am Morgen aufstand, meinen Sohn zu säugen, sieh, da war er tot, und als ich ihn am Morgen besah, sieh, da war es nicht mein Sohn, den ich geboren hatte.»
8839#1. Könige,3,22#22. Da sprach das andere Weib: «Nein, mein Sohn ist der lebende und dein Sohn der tote.» Die aber sagte: «Nein, dein Sohn ist der tote und mein Sohn der lebende.» So redeten sie vor dem König.
8840#1. Könige,3,23#23. Da sprach der König: «Die sagt, der da ist mein Sohn, der lebende, und dein Sohn der tote, und diese sagt, nein, dein Sohn ist der tote und mein Sohn der lebende.»
8841#1. Könige,3,24#24. Dann sprach der König: «Holt mir ein Schwert!» Und sie brachten das Schwert vor den König.
8842#1. Könige,3,25#25. Und der König sprach: «Schneidet das lebende Kind entzwei und gebt die Hälfte der einen und die Hälfte der andern!»
8843#1. Könige,3,26#26. Da sprach das Weib, deren Sohn der lebende war, zum König, denn es erglühte ihre Zärtlichkeit um ihren Sohn, sie sprach: «Ach, Herr, gebt ihr das lebende Kindlein, aber tötet es nicht!» Jene aber sagte: «Mag ichs nicht haben noch du, schneidet!»
8844#1. Könige,3,27#27. Da rief der König und sprach: «Gebt ihr das lebende Kindlein, aber tötet es nicht! - Die da ist seine Mutter!»
8845#1. Könige,3,28#28. Und es hörte ganz Jisraël den Rechtsspruch, den der König getan, und sie ehrfürchteten den König, denn sie sahen, daß Gottesweisheit in ihm war, Recht zu üben.
8846#1. Könige,4,1#1. So war der König Schelomo König über ganz Jisraël.
8847#1. Könige,4,2#2. Und dies waren die Beamten, die er hatte: Asarjahu, Sohn Zadoks, der Priester.
8848#1. Könige,4,3#3. Elihoref und Ahija, Söhne Schischas, Schreiber; Jehoschafat, Sohn Ahiluds, der Vortragende.
8849#1. Könige,4,4#4. Und Benajahu, Sohn Jehojadas, über das Heer, und Zadok und Ebjatar Priester.
8850#1. Könige,4,5#5. Und Asarjahu, Sohn Natans, über die Vögte, und Sabud, Sohn Natans, Priester, Gefährte des Königs.
8851#1. Könige,4,6#6. Und Ahischar über das Haus und Adoniram, Sohn Abdas, über die Fron.
8852#1. Könige,4,7#7. Und Schelomo hatte zwölf Vögte über ganz Jisraël, und sie versorgten den König und sein Haus, einen Monat im Jahr lag einem die Versorgung ob.
8853#1. Könige,4,8#8. Und dies sind ihre Namen: Ben-Hur im Gebirge Efraim.
8854#1. Könige,4,9#9. Ben-Deker in Makaz und Schaalbim und Bet-Schemesch und Elon, Bet-Hanan.
8855#1. Könige,4,10#10. Ben-Hesed in Arubbot, zu ihm gehörte Socho und das ganze Land Hefer.
8856#1. Könige,4,11#11. Ben-Abinadab: Das ganze Hochland von Dor; Tafat, die Tochter Schelomos, hatte er zum Weib.
8857#1. Könige,4,12#12. Baana, Sohn Ahiluds: Taanach und Megiddo und ganz Bet-Schean, das neben Zaretana unterhalb Jisreels, von Bet-Schean bis Abel Mehola bis jenseits von Jokmeam.
8858#1. Könige,4,13#13. Ben Geber in Ramot-Gil'ad, zu ihm gehörten die Zeltdörfer Jairs, des Sohnes Menaschsches, die im Gil'ad lagen, zu ihm der Strich Argob, der im Baschan ist, sechzig große Städte mit Mauer und ehernem Riegelbalken.
8859#1. Könige,4,14#14. Ahinadab, Sohn Iddos: Nach Mahanaim zu.
8860#1. Könige,4,15#15. Ahimaaz in Naftali, auch er hatte Basemat, eine Tochter Schelomos, zum Weib genommen.
8861#1. Könige,4,16#16. Baana, Sohn Huschais, in Ascher und Bealot.
8862#1. Könige,4,17#17. Jehoschafat, Sohn Paruahs, in Jissachar.
8863#1. Könige,4,18#18. Schim'i, Sohn Elas, in Binjamin,
8864#1. Könige,4,19#19. Geber, Sohn Uris, im Land Gil'ad, dem Land Sihons, des Königs der Emoriter, und Ogs, des Königs des Baschan, und ein Vogt, der im Land war.
8865#1. Könige,4,20#20. Jehuda und Jisraël waren viel wie der Sand, der am Meer ist, an Menge; essend und trinkend und fröhlich.
8866#1. Könige,5,1#1. Und Schelomo war Herrscher über alle Königreiche vom Strom zum Land der Pelischtäer und bis zur Grenze Mizraims. Die brachten Geschenke herbei und dienten Schelomo alle Tage seines Lebens.
8867#1. Könige,5,2#2. Und es betrug die Zehrung Schelomos für einen Tag: Dreißig Kor Feinmehl und sechzig Kor Schrotmehl,
8868#1. Könige,5,3#3. zehn Mastrinder und zehn Weiderinder und hundert Schafe, außer Gazellen, Hirschen, Spießböcken und gemästeten Gänsen.
8869#1. Könige,5,4#4. Denn er hatte Gewalt über das ganze Gebiet diesseits des Stromes, von Tifsah bis Asa, und über alle Könige diesseits des Stromes, und er hatte Frieden von allen Seiten ringsum.
8870#1. Könige,5,5#5. Und es weilten Jehuda und Jisraël in Sicherheit, jeder unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum, von Dan bis Beer-Scheba, alle Tage Schelomos.
8871#1. Könige,5,6#6. Und Schelomo hatte vierzigtausend Pferdegespanne für seine Wagen und zwölftausend Reiter.
8872#1. Könige,5,7#7. Und es versorgten jene Vögte den König Schelomo und alle, die zum Tisch des Königs Schelomo Zutritt hatten, jeder seinen Monat, sie ließen es an nichts fehlen.
8873#1. Könige,5,8#8. Und die Gerste und das Stroh für die Pferde und die Reittiere brachten sie an den Ort, wo es hingehörte, jeder nach seiner Vorschrift.
8874#1. Könige,5,9#9. Und Gott gab Schelomo Weisheit und Einsicht über die Maßen und einen weiten Geist gleich dem Sand, der am Ufer des Meeres ist.
8875#1. Könige,5,10#10. So war der Weisheit Schelomos mehr als der Weisheit aller Söhne des Ostens und aller Weisheit Mizraims.
8876#1. Könige,5,11#11. Und er war weiser als alle Menschen, als Etan, der Esrahite, und Heman und Kalkol und Darda, die Söhne Mahols, und sein Name war unter allen Völkern ringsum.
8877#1. Könige,5,12#12. Und er redete dreitausend Sprüche, und seiner Lieder waren tausendfünf.
8878#1. Könige,5,13#13. Und er redete über die Bäume, von der Zeder auf dem Libanon bis zum Ysop, der aus der Mauer wächst, und er redete über das Vieh und die Vögel und das Gewürm und die Fische.
8879#1. Könige,5,14#14. Und sie kamen von allen Völkern, die Weisheit Schelomos zu hören, von allen Königen der Erde, die von seiner Weisheit vernommen hatten.
8880#1. Könige,5,15#15. Es sandte aber Hiram, der König von Zor, seine Diener zu Schelomo, denn er hatte gehört, daß man ihn zum König gesalbt hatte, anstelle seines Vaters, denn befreundet war Hiram mit Dawid allezeit gewesen.
8881#1. Könige,5,16#16. Da sandte Schelomo an Hiram und ließ ihm sagen:
8882#1. Könige,5,17#17. «Du weißt von meinem Vater Dawid, daß er nicht vermochte, ein Haus zu bauen dem Namen des Ewigen, seines Gottes, wegen des Krieges, womit sie ihn umringten, bis der Ewige sie unter die Sohlen seiner Füße tat.
8883#1. Könige,5,18#18. Jetzt aber hat der Ewige, mein Gott, mir ringsum Ruhe verschafft, da ist kein Widergeist, kein böser Anstoß.
8884#1. Könige,5,19#19. So gedenke ich denn, ein Haus zu bauen dem Namen des Ewigen, meines Gottes, wie der Ewige zu Dawid, meinem Vater, geredet und gesprochen: ,Dein Sohn, den ich an deiner Stelle auf deinen Thron setzen werde, er soll das Haus meinem Namen bauen.'
8885#1. Könige,5,20#20. Und nun, gib Befehl, daß man mir Zedern fälle vom Libanon, und meine Knechte sollen mit deinen Knechten sein, und den Lohn deiner Knechte will ich dir geben, ganz wie du sagen wirst: du weißt ja, daß bei uns niemand ist, der Holz hauen kann wie die Zidonier.»
8886#1. Könige,5,21#21. Es war nun, als Hiram die Worte Schelomos hörte, da freute er sich sehr und sprach: «Gepriesen sei heute der Ewige, der Dawid einen weisen Sohn gegeben über dieses zahlreiche Volk.»
8887#1. Könige,5,22#22. Dann sandte Hiram an Schelomo und ließ ihm sagen: «Ich habe gehört, was du an mich bestellt hast, ich werde all dein Begehren ausführen, in Zedernstämmen und Zypressenstämmen.
8888#1. Könige,5,23#23. Meine Knechte sollen sie vom Libanon zum Meer herabbringen, und ich werde daraus Flöße machen auf dem Meer, bis zu dem Ort, den du mir anweisen wirst; dort werde ich sie auseinanderschlagen, und du wirst sie abnehmen. Und du wirst mein Begehren ausführen, die Zehrung meines Hauses zu liefern.»
8889#1. Könige,5,24#24. So gab Hiram Schelomo Zedernstämme und Zypressenstämme, all sein Begehr,
8890#1. Könige,5,25#25. und Schelomo gab Hiram zwanzigtausend Kor Weizen als Zehrung für sein Haus und zwanzig Kor Öl aus gestoßenen Oliven; solches gab Schelomo Hiram Jahr für Jahr.
8891#1. Könige,5,26#26. Und der Ewige gab Schelomo Weisheit, wie er zu ihm geredet, und Friede war zwischen Hiram und Schelomo, und beide schlossen einen Bund.
8892#1. Könige,5,27#27. Es erhob aber der König Schelomo eine Fron von ganz Jisraël, und die Fron bestand aus dreißigtausend Mann.
8893#1. Könige,5,28#28. Und er schickte sie auf den Libanon zu zehntausend Mann, monatlich abwechselnd, einen Monat waren sie auf dem Libanon und zwei Monate in seinem Haus, und Adoniram war über die Fron.
8894#1. Könige,5,29#29. Und Schelomo hatte siebzigtausend Lastträger und achtzigtausend Steinhauer im Gebirge,
8895#1. Könige,5,30#30. außer Schelomos Obersten der Vögte über die Arbeit: Dreitausenddreihundert, die Gewalt hatten über das Volk, das die Arbeit tat.
8896#1. Könige,5,31#31. Und der König gebot, und man brach große Steine, wertvolle Steine, um das Haus mit Quadersteinen zu gründen.
8897#1. Könige,5,32#32. Dann behauten sie die Bauleute Schelomos und die Bauleute Hirams und die Gibliter und richteten die Hölzer und Steine für den Bau des Hauses.
8898#1. Könige,6,1#1. Und es war im vierhundertachtzigsten Jahr nach dem Auszug der Kinder Jisraël aus dem Land Mizraim, im vierten Jahr - im Monat Siw, das ist der zweite Monat - der Regierung Schelomos über Jisraël, da baute er das Haus für den Ewigen.
8899#1. Könige,6,2#2. Und das Haus, das der König Schelomo dem Ewigen baute, war sechzig Ellen lang, zwanzig Ellen breit und dreißig Ellen hoch.
8900#1. Könige,6,3#3. Und die Halle vor dem Tempelraum im Gebäude war zwanzig Ellen lang vor der Breitseite des Hauses und zehn Ellen breit vor dem Haus.
8901#1. Könige,6,4#4. Und er machte für das Haus Fenster mit verschließbaren Hochbalken.
8902#1. Könige,6,5#5. Und er baute an der Mauer des Hauses ein Flurwerk ringsum, an die Mauern des Hauses, rings um den Tempelraum und den Innenraum, und machte Seitengemächer ringsum.
8903#1. Könige,6,6#6. Den untern Flur fünf Ellen breit, den mittlern sechs Ellen breit und den dritten sieben Ellen breit, denn Aussparungen hatte er dem Haus ringsum nach außen gegeben, damit man nicht in die Mauern des Hauses eingreife.
8904#1. Könige,6,7#7. Und das Haus ward bei seinem Aufbau aus ganzen Steinen aus dem Bruch aufgeführt, und Hämmer und Spitzhacke, alles eiserne Gerät ward in dem Haus nicht gehört, als man es baute.
8905#1. Könige,6,8#8. Der Eingang des mittleren Seitengemachs war an der rechten Seite des Hauses, und durch Treppenluken stieg man zum mittleren und vom mittleren zum dritten (Flur) hinauf.
8906#1. Könige,6,9#9. So baute er das Haus und vollendete es; dann täfelte er das Haus in Eintiefungen und Säulenreihen, in Zedern.
8907#1. Könige,6,10#10. Und er baute das Flurwerk am ganzen Haus fünf Ellen hoch und faßte das Haus mit Zedernbalken ein.
8908#1. Könige,6,11#11. Darauf erging das Wort des Ewigen an Schelomo, besagend:
8909#1. Könige,6,12#12. «Dieses Haus, das du da baust - wenn du in meinen Satzungen wandelst und meine Rechtsvorschriften übst und alle meine Gebote wahrst, in ihnen zu wandeln, dann will ich an dir mein Wort erfüllen, das ich zu deinem Vater geredet,
8910#1. Könige,6,13#13. und ich werde Wohnung nehmen inmitten der Kinder Jisraël und mein Volk Jisraël nicht verlassen.»
8911#1. Könige,6,14#14. Und Schelomo baute das Haus und vollendete es.
8912#1. Könige,6,15#15. Und er baute die Mauern des Hauses im Innern mit Brettern von Zedern aus, vom Fußboden des Hauses bis zum Mauerwerk der Bedachung überzog er mit Holz von innen und überzog den Fußboden des Hauses mit Zypressdielen.
8913#1. Könige,6,16#16. Und er baute die zwanzig Ellen von der Hinterseite des Hauses an mit Brettern von Zedern aus, vom Fußboden bis zum Mauerwerk, und baute daran (eine Wand) einwärts zum Innenraum, zum Hochheiligen.
8914#1. Könige,6,17#17. Die vierzig Ellen aber waren das Haus, das ist der Tempelraum nach vorne zu.
8915#1. Könige,6,18#18. Und die Zeder für das Haus drinnen ausgeschlagen in Knospen und Blumengewinden, alles Zedern, kein Stein war sichtbar.
8916#1. Könige,6,19#19. Und einen Innenraum in der Mitte des Hauses nach innen zu richtete er ein, um dorthin die Bundeslade des Ewigen zu setzen.
8917#1. Könige,6,20#20. Und an der Vorderseite des Innenraumes war er zwanzig Ellen lang und zwanzig Ellen breit und zwanzig Ellen hoch, und er überzog ihn mit massigem Gold und überzog den Altar mit Zeder.
8918#1. Könige,6,21#21. Und Schelomo überzog das Haus innen mit massigem Gold und schloß mit goldenen Ketten vor dem Innenraum ab, und überzog es mit Gold.
8919#1. Könige,6,22#22. Das ganze Haus schlug er mit Gold aus, bis das ganze Haus fertig war, auch den ganzen Altar, der zum Innenraum gehörte, überzog er mit Gold.
8920#1. Könige,6,23#23. Und er machte im Innenraum zwei Kerubim aus Ölbaumholz, zehn Ellen hoch;
8921#1. Könige,6,24#24. und fünf Ellen den einen Flügel des Kerubs und fünf Ellen den zweiten Flügel des Kerubs, zehn Ellen von den Enden seiner Flügel bis zu den Enden seiner Flügel.
8922#1. Könige,6,25#25. Und zehn Ellen den zweiten Kerub, einerlei Maß und einerlei Schnitt für die beiden Kerubim.
8923#1. Könige,6,26#26. Die Höhe des einen Kerubs zehn Ellen und so für den zweiten Kerub.
8924#1. Könige,6,27#27. Und er setzte die Kerubim in das innere Haus, und man breitete die Flügel der Kerubim, so daß der Flügel des einen an die Wand rührte und der Flügel des zweiten Kerubs an die zweite Wand rührte, und ihre Flügel zur Mitte des Hauses rührten Flügel an Flügel.
8925#1. Könige,6,28#28. Und er überzog die Kerubim mit Gold.
8926#1. Könige,6,29#29. Und alle Wände des Hauses ringsum hatte er ausgeschlagen in eingegrabenen Reliefs, Kerubim und Palmen und Blumengewinden, im Innern und im Äußern.
8927#1. Könige,6,30#30. Und den Fußboden des Hauses überzog er mit Gold im Innern und im Äußern.
8928#1. Könige,6,31#31. Und den Eingang zum Innersten machte er aus Türen von Ölbaumholz, den Widderpfeiler, die Pfosten fünfkantig.
8929#1. Könige,6,32#32. Und zwar zwei Türflügel von Ölbaumholz, und er schlug darauf Reliefs aus von Kerubim und Palmen und Blumengewinden und überzog es mit Gold, indem er auf die Kerubim und auf die Palmen das Gold auftrug.
8930#1. Könige,6,33#33. Ebenso machte er für den Eingang des Tempelraums Pfosten aus Ölbaumholz, vierkantig.
8931#1. Könige,6,34#34. Und zwei Türen von Zypressenholz, aus zwei Brettern die eine Tür, drehbar, und aus zwei Brettern die zweite Tür, drehbar.
8932#1. Könige,6,35#35. Und er schlug Kerubim und Palmen und Blumengewinde aus und überzog es mit Gold, passend auf die Zeichnung.
8933#1. Könige,6,36#36. Und er baute den innern Hof aus drei Reihen Quadern und einer Reihe Abschlüssen von Zedern.
8934#1. Könige,6,37#37. Im vierten Jahr war der Grund für das Haus des Ewigen gelegt worden, im Mond Siw,
8935#1. Könige,6,38#38. und im elften Jahr im Mond Bul, das ist der achte Monat, war das Haus fertig in allen seinen Stücken und allen seinen Bestimmungen; und er hatte sieben Jahre daran gebaut.
8936#1. Könige,7,1#1. Und sein Haus baute Schelomo dreizehn Jahre, dann war er mit seinem ganzen Haus fertig.
8937#1. Könige,7,2#2. Und er baute das Libanonwaldhaus hundert Ellen lang, fünfzig Ellen breit und dreißig Ellen hoch, auf vier Reihen Zedernsäulen, und Zedernabschlüsse auf den Säulen.
8938#1. Könige,7,3#3. Und gedeckt war es mit Zedern oben auf den Brettern, die auf den Säulen waren, ihrer fünfundvierzig, fünfzehn die Reihe.
8939#1. Könige,7,4#4. Und Hochbalken in drei Reihen, und zwar Durchblick zu Durchblick dreimal.
8940#1. Könige,7,5#5. Und alle Türen und Pfosten, mit vierkantigen Hochbalken und gerichtet Durchblick zu Durchblick, dreimal.
8941#1. Könige,7,6#6. Und die Halle der Säulen machte er, fünfzig Ellen lang und dreißig Ellen breit, und eine Halle vor ihnen und Säulen und Dickbalken vor diesen.
8942#1. Könige,7,7#7. Und die Halle des Throns, wo er richten sollte, die Halle des Gerichts, machte er, und getäfelt war sie mit Zeder von Fußboden bis zu Fußboden.
8943#1. Könige,7,8#8. Und sein Haus, darin er wohnen sollte, mit dem andern Hof innerhalb der Halle war von derselben Machart; und ein Haus machte er für die Tochter Par'os, die Schelomo heimgeführt hatte, mit solcher Halle.
8944#1. Könige,7,9#9. Alle diese aus teuren Steinen nach den Abmessungen von Quadern, die mit der Walze herangewälzt worden waren, von innen und von außen und vom Grund bis zu den Kragsteinen, und von außen bis zum großen Hof.
8945#1. Könige,7,10#10. Das war gegründet mit teuren Steinen, großen Steinen, Steinen von zehn Ellen und Steinen von acht Ellen.
8946#1. Könige,7,11#11. Und obenauf teure Steine nach den Abmessungen von Quadern, und (dann) Zeder.
8947#1. Könige,7,12#12. Und der große Hof ringsum drei Reihen Quadern und eine Reihe Abschlüsse aus Zedern, und so für den innern Hof des Hauses des Ewigen und für die Halle des Hauses.
8948#1. Könige,7,13#13. Dann sandte der König Schelomo und ließ Hiram von Zor holen.
8949#1. Könige,7,14#14. Sohn einer Witfrau aus dem Stamm Naftali war er, und sein Vater war ein Mann aus Zor, ein Erzschmied, und er war voll von Wissen, Einsicht und Verständnis, jegliche Arbeit in Erz zu machen; und er kam zum König Schelomo und machte all seine Arbeit.
8950#1. Könige,7,15#15. Und er formte die beiden Säulen aus Erz, achtzehn Ellen die Höhe der einen Säule, und ein Faden von zwölf Ellen ummißt die zweite Säule.
8951#1. Könige,7,16#16. Und zwei Krönungen machte er, auf die Spitzen der Säulen zu setzen, gegossen aus Erz, fünf Ellen die Höhe der einen Krönung und fünf Ellen die Höhe der zweiten Krönung.
8952#1. Könige,7,17#17. Gitter in Gitterarbeit, Schnüre in Kettenarbeit für die Krönungen, die auf die Spitze der Säulen kamen, sieben für die eine Krönung und sieben für die zweite Krönung.
8953#1. Könige,7,18#18. Und er fertigte die Säulen an: Zwei Reihen (von Granaten) ringsum auf dem einen Gitter, um die Krönungen an der Spitze mit den Granaten zu bedecken, und ebenso machte er es für die zweite Krönung.
8954#1. Könige,7,19#19. Und die Krönungen an der Spitze der Säulen waren wie Blumen gemacht, in der Halle, vier Ellen.
8955#1. Könige,7,20#20. Und die Krönungen auf den beiden Säulen waren auch oberhalb, gleichlaufend der Ausbauchung, die nach der Seite des Gitters ging. Und der Granaten waren zweihundert, in Reihen ringsum, (und so auch) auf der zweiten Krönung.
8956#1. Könige,7,21#21. Und er stellte die Säulen für die Halle des Tempels auf: Er stellte die rechte Säule auf und nannte sie Jachin, und stellte die linke Säule auf und nannte sie Boas.
8957#1. Könige,7,22#22. Und zuoberst der Säulen war es wie Blumen gemacht. Dann war die Arbeit der Säulen beendet.
8958#1. Könige,7,23#23. Und er machte das «Meer», gegossen, zehn Ellen von Rand zu Rand kreisrund, und fünf Ellen hoch, und eine Schnur von dreißig Ellen ummißt es ringsum.
8959#1. Könige,7,24#24. Und Knospen unterhalb seines Randes ringsum umgaben es, zehn Ellen, umschlangen das Meer ringsum, in zwei Reihen waren die Knospen, mitgegossen bei seinem Guß.
8960#1. Könige,7,25#25. Es stand auf zwölf Rindern; drei nach Norden gewendet, drei nach Westen gewendet, drei nach Süden gewendet und drei nach Osten gewendet; und das Meer auf ihnen obenauf, all ihre Hinterteile aber einwärts.
8961#1. Könige,7,26#26. Und seine Dicke war eine Handbreite und sein Rand wie ein Becherrand gemacht, als Blumenblüte; zweitausend Bat faßte es.
8962#1. Könige,7,27#27. Und er machte die (Fahr-)Gestelle zehn von Erz, vier Ellen die Länge des einen Gestells, vier Ellen die Breite und drei Ellen die Höhe.
8963#1. Könige,7,28#28. Und dies war die Machart der Gestelle: Fülleisten hatten sie, und Fülleisten zwischen den Eckleisten.
8964#1. Könige,7,29#29. Und auf den Fülleisten zwischen den Eckleisten waren Löwen, Rinder und Kerubim, und auf den Eckleisten oben war ein Untersatz, und unterhalb der Löwen und der Rinder Kränze, als Gehänge gemacht.
8965#1. Könige,7,30#30. Und vier Räder von Erz hatte jedes Gestell und Achsen von Erz, und ihre vier Fußecken hatten Schulterwände, unterhalb des Beckens waren so die Schulterwände gegossen, zu jeder Seite Kränze.
8966#1. Könige,7,31#31. Und ihre Mundöffnung war innerhalb der Krönung und obenauf eine Elle, und ihre Öffnung war rund, als Untersatz gemacht, eine und eine halbe Elle; und auch an ihrer Öffnung waren Ausschlagungen, ihre Fülleisten aber waren viereckig, nicht rund.
8967#1. Könige,7,32#32. Und die vier Räder waren unterhalb der Fülleisten, und die Seitenleisten der Räder waren an dem Gestell, und die Höhe jedes Rades war eine und eine halbe Elle.
8968#1. Könige,7,33#33. Und die Räder waren gleich der Arbeit eines Wagenrades gearbeitet, ihre Seitenleisten, ihre Felgen, ihre Speichen und ihre Naben, alles gegossen.
8969#1. Könige,7,34#34. Und vier Schulterwände an den vier Winkeln jedes Gestells, aus dem Gestell waren seine Schulterwände.
8970#1. Könige,7,35#35. Und am Oberstück des Gestells war eine halbe Elle hoch kreisrund, und an dem Oberstück des Gestells waren ihre Seitenleisten und Fülleisten aus ihm.
8971#1. Könige,7,36#36. Und er grub ein auf den Brettern, ihren Seitenleisten und auf ihren Fülleisten Kerubim, Löwen und Palmen nach dem Freiraum eines jeden und Kränze ringsum.
8972#1. Könige,7,37#37. Derart machte er die zehn Gestelle, einerlei Guß, einerlei Maß, einerlei Schnitt für sie alle.
8973#1. Könige,7,38#38. Und er machte zehn Becken von Erz, vierzig Bat faßte jedes Becken, vier Ellen jedes Becken, je ein Becken auf je ein Gestell für die zehn Gestelle.
8974#1. Könige,7,39#39. Und er tat von den Gestellen fünf an die Flanke des Hauses rechts und fünf an die Flanke des Hauses links; und das Meer tat er von der rechten Flanke des Hauses nach Osten zu, nahe der Südseite.
8975#1. Könige,7,40#40. Und Hiram machte die Becken und die Schaufeln und die Sprengbecken. So war Hiram damit fertig, das ganze Werk zu machen, das er dem König Schelomo im Haus des Ewigen gemacht.
8976#1. Könige,7,41#41. Säulen zwei und Kugeln der Krönungen an der Spitze der Säulen zwei, die Gitter zwei, die beiden Kugeln der Krönung an der Spitze der Säulen zu bedecken.
8977#1. Könige,7,42#42. Und die Granaten, vierhundert, für die zwei Gitter, zwei Reihen Granaten für je ein Gitter, die beiden Kugeln der Krönungen vorn an den Säulen zu bedecken.
8978#1. Könige,7,43#43. Und die Gestelle zehn, die Becken zehn auf die Gestelle.
8979#1. Könige,7,44#44. Und das «Meer», eins, und die Rinder zwölf, unter dem «Meer».
8980#1. Könige,7,45#45. Und die Töpfe, die Schaufeln und die Sprengbecken, und alle diese Geräte, die Hiram dem König Schelomo für das Haus des Ewigen machte, aus geglättetem Erz.
8981#1. Könige,7,46#46. Im Rund des Jardens ließ sie der König gießen, bei der Schwelle von ha-Adama zwischen Sukkot und Zaretan.
8982#1. Könige,7,47#47. Und Schelomo ließ alle Geräte in übergroßer Menge hinlegen, es wurde das Gewicht des Erzes nicht festgestellt.
8983#1. Könige,7,48#48. Und Schelomo ließ alle Geräte machen, die zum Haus des Ewigen gehörten: Den goldenen Altar und den Tisch, auf den das Vorlegebrot kam, aus Gold.
8984#1. Könige,7,49#49. Und die Leuchter, fünf zur Rechten und fünf zur Linken vor dem Innenraum, aus massigem Gold, das Blumenwerk, die Lampen und die Scheren aus Gold.
8985#1. Könige,7,50#50. Und die Näpfe, Messer, Sprengbecken, Löffel und Pfannen aus massigem Gold, und die Angeln für die Türen des innern Hauses, des Hochheiligen, für die Türen des Hauses zum Tempel, aus Gold.
8986#1. Könige,7,51#51. Als so all die Arbeit, die der König Schelomo im Haus des Ewigen anfertigen ließ, vollständig war, da brachte Schelomo die Weihgabe seines Vaters Dawid hinein; das Silber, das Gold und die Geräte tat er in die Schatzkammern des Hauses des Ewigen.
8987#1. Könige,8,1#1. Damals versammelte Schelomo die Ältesten Jisraëls und alle Häupter der Stämme, die Fürsten der Vaterschaften der Kinder Jisraël zum König Schelomo nach Jeruschalaim, um die Bundeslade des Ewigen aus der Dawidsburg - das ist Zijon - heraufzubringen.
8988#1. Könige,8,2#2. So sammelten sich zum König Schelomo alle Männer Jisraëls im Mond Etanim, am Fest, das ist der siebente Monat.
8989#1. Könige,8,3#3. Und es kamen alle Ältesten Jisraëls, und die Priester trugen die Lade,
8990#1. Könige,8,4#4. und sie brachten die Lade des Ewigen herauf und das Erscheinungszelt und alle heiligen Geräte, die im Zelt waren, die brachten die Priester und die Lewiten herauf.
8991#1. Könige,8,5#5. Und der König Schelomo und die ganze Gemeinde Jisraëls, die sich zu ihm eingefunden hatte, war bei ihm vor der Lade, Schafe und Rinder schlachtend, die nicht zu zählen und zu berechnen waren vor Menge.
8992#1. Könige,8,6#6. Dann brachten die Priester die Bundeslade des Ewigen an ihre Stätte, in den Innenraum des Hauses, ins Hochheilige, unter die Flügel der Kerubim.
8993#1. Könige,8,7#7. Denn die Kerubim breiteten die Flügel nach der Stätte der Lade hin, so verstellten die Kerubim über der Lade und ihren Stangen oben hin.
8994#1. Könige,8,8#8. Und die Stangen waren (so) lang, daß die Spitzen der Stangen (nur) vom Heiligtum vor dem Innenraum zu sehen waren, nach außen aber waren sie nicht sichtbar; und sie blieben dort bis auf diesen Tag.
8995#1. Könige,8,9#9. Nichts war in der Lade, nur die beiden steinernen Tafeln, die Mosche dort niedergelegt hatte am Horeb, wodurch der Ewige (einen Bund) mit den Kindern Jisraël geschlossen auf ihrem Zug aus dem Land Mizraim.
8996#1. Könige,8,10#10. Es war nun, als die Priester aus dem Heiligtum heraustraten, da füllte die Wolke das Haus des Ewigen.
8997#1. Könige,8,11#11. Und es vermochten die Priester nicht zu stehen und Dienst zu tun wegen der Wolke, denn die Herrlichkeit des Ewigen erfüllte das Haus des Ewigen.
8998#1. Könige,8,12#12. Damals sprach Schelomo: «Der Ewige hat beschlossen, Im Gewölk zu weilen;
8999#1. Könige,8,13#13. Gebaut hab ich dir ein Herrscherhaus Als Stätte deinem Sitze ewiglich.»
9000#1. Könige,8,14#14. Dann wandte der König sein Angesicht und segnete die ganze Volksschar Jisraëls, und die ganze Volksschar Jisraëls stand.
9001#1. Könige,8,15#15. Dann sprach er: «Gepriesen der Ewige, der Gott Jisraëls, der mit seinem Mund zu meinem Vater Dawid geredet und mit seiner Hand vollführt hat, da er sprach:
9002#1. Könige,8,16#16. ,Seit dem Tag, da ich mein Volk Jisraël aus Mizraim geführt habe, habe ich keine Stadt erwählt aus allen Stämmen Jisraëls, ein Haus zu bauen, daß mein Name dort weile; aber ich erwählte Dawid, über meinem Volk Jisraël zu sein.'
9003#1. Könige,8,17#17. Und es war im Herzen meines Vaters Dawid, ein Haus zu bauen dem Namen des Ewigen, des Gottes Jisraëls,
9004#1. Könige,8,18#18. da aber sprach der Ewige zu meinem Vater Dawid: ,Darum, weil es in deinem Herzen war, meinem Namen ein Haus zu bauen, (spreche ich): Wohlgetan hast du, da es in deinem Herzen war.
9005#1. Könige,8,19#19. Allein du sollst das Haus nicht bauen, sondern dein Sohn, der aus deinen Lenden hervorgeht, er soll meinem Namen das Haus erbauen.'
9006#1. Könige,8,20#20. Gehalten hat nun der Ewige sein Wort, das er geredet: Ich trat an die Stelle meines Vaters Dawid, setzte mich auf den Thron Jisraëls, wie der Ewige geredet, und baute das Haus dem Namen des Ewigen, des Gottes Jisraëls.
9007#1. Könige,8,21#21. Und ich habe daselbst eine Stätte gesetzt für die Lade, worin der Bund des Ewigen ist, den er mit unsern Vätern geschlossen, als er sie aus dem Land Mizraim führte.»
9008#1. Könige,8,22#22. Dann trat Schelomo vor den Altar des Ewigen angesichts der ganzen Volksschar Jisraëls, breitete seine Hände zum Himmel
9009#1. Könige,8,23#23. und sprach: «Ewiger, Gott Jisraëls, nicht ist gleich dir ein Gott im Himmel oben und auf Erden unten, Wahrer des Bundes und der Liebe deinen Knechten, die mit ihrem ganzen Herzen vor dir wandeln,
9010#1. Könige,8,24#24. der du deinem Knecht, meinem Vater Dawid, gewahrt hast, was du zu ihm geredet; mit deinem Mund hast du es geredet und mit deiner Hand vollführt, wie es heute ist.
9011#1. Könige,8,25#25. Und nun, Ewiger, Gott Jisraëls, wahre deinem Knecht, meinem Vater Dawid, was du zu ihm geredet, sprechend: ,Nie soll dir ein Mann ausgehn vor mir, der auf dem Thron Jisraëls sitzt, wenn nur deine Söhne ihren Weg wahren, vor mir zu wandeln, wie du vor mir gewandelt bist.'
9012#1. Könige,8,26#26. Und nun, Gott Jisraëls, bewähre sich doch dein Wort, das du zu deinem Knecht, meinem Vater Dawid, geredet hast!
9013#1. Könige,8,27#27. Denn wohnte wohl in Wahrheit Gottheit auf der Erde? Sieh, die Himmel und der Himmel Himmel fassen dich nicht, wie gar dies Haus, das ich gebaut!
9014#1. Könige,8,28#28. Doch wirst du dich zu dem Gebet deines Knechtes und zu seinem Flehen wenden, Ewiger, mein Gott, zuzuhören dem Ruf und dem Gebet, das dein Knecht vor dir heute betet,
9015#1. Könige,8,29#29. daß deine Augen nach diesem Haus Nacht und Tag geöffnet seien, nach dem Ort, von dem du gesagt: ,Dort sei mein Name!' Daß du zuhörst dem Gebet, das dein Knecht nach dieser Stätte hin betet,
9016#1. Könige,8,30#30. und hörst auf das Flehen deines Knechtes und deines Volkes Jisraël, die nach dieser Stätte hin beten, daß du es hörst, an dem Ort deines Sitzes im Himmel, hörst und verzeihst!
9017#1. Könige,8,31#31. Ists, daß ein Mann gegen seinen Nächsten sich vergeht, und der erhebt einen Eidfluch gegen ihn, ihn zu befluchen, und es kommt der Eidfluch vor deinen Altar in diesem Haus,
9018#1. Könige,8,32#32. dann höre du es im Himmel und handle und richte deine Knechte, den Schuldigen schuldig zu sprechen, seinen Wandel auf sein Haupt zu legen, und den Gerechten gerecht zu sprechen, daß du ihm nach seiner Gerechtigkeit gibst.
9019#1. Könige,8,33#33. Wenn dein Volk Jisraël geschlagen wird vor dem Feind, weil sie gegen dich gesündigt haben, und sie kehren um zu dir und huldigen deinem Namen und beten und flehen zu dir in diesem Haus,
9020#1. Könige,8,34#34. dann höre du es im Himmel und verzeih die Sünde deines Volkes Jisraël und bringe sie zurück nach dem Boden, den du ihren Vätern gegeben.
9021#1. Könige,8,35#35. Wenn der Himmel sich verschließt und kein Regen ist, weil sie gegen dich gesündigt haben, und sie beten nach dieser Stätte hin und huldigen deinem Namen, und kehren um von ihrer Sünde, da du sie beugst,
9022#1. Könige,8,36#36. dann höre du es im Himmel und verzeih die Sünde deiner Knechte und deines Volkes Jisraël, indem du ihnen den guten Weg weist, den sie gehen sollen, und gib Regen auf dein Land, das du deinem Volk zum Besitz gegeben.
9023#1. Könige,8,37#37. Sei es, daß Hunger im Land ist, daß Seuche, daß Kornbrand und Rost, Heuschreck und Made ist, daß sein Feind es im Land, seinen Toren, bedrängt, jeglicher Schaden, jegliche Krankheit,
9024#1. Könige,8,38#38. bei jedem Gebet und jedem Flehen, das irgend ein Mensch, dein ganzes Volk Jisraël, haben wird, da sie merken, jeder den Schaden seines Herzens, und er seine Hände nach diesem Haus hin ausbreitete,
9025#1. Könige,8,39#39. dann höre du es im Himmel, der Stätte deines Sitzes, und verzeih und tu danach und gib dem Mann nach allen seinen Wegen, wie du sein Herz kennst, denn du allein kennst das Herz aller Menschenkinder,
9026#1. Könige,8,40#40. damit sie dich fürchten alle Tage, die sie auf dem Erdboden leben, den du unsern Vätern gegeben.
9027#1. Könige,8,41#41. Aber auch den Fremden, der nicht von deinem Volk Jisraël ist, wenn er aus fernem Land kommt um deines Namens willen
9028#1. Könige,8,42#42. - denn hören werden sie von deinem großen Namen und deiner starken Hand und deinem ausgestreckten Arm - wenn er kommt und nach diesem Haus hin betet,
9029#1. Könige,8,43#43. dann höre du ihn im Himmel an der Stätte deines Sitzes und tu nach allem, was der Fremde zu dir ruft, damit alle Völker der Erde deinen Namen kennen, dich zu fürchten wie dein Volk Jisraël, und damit man weiß, daß dein Name genannt ist über diesem Haus, das ich gebaut.
9030#1. Könige,8,44#44. Wenn dein Volk zum Krieg auszieht gegen seinen Feind auf dem Weg, den du sie sendest, und sie beten zu dem Ewigen in Richtung nach der Stadt, die du erwählt hast, und nach dem Haus, das ich deinem Namen erbaut habe,
9031#1. Könige,8,45#45. so höre im Himmel ihr Gebet und ihr Flehen und tu ihnen ihr Recht.
9032#1. Könige,8,46#46. Wenn sie gegen dich sündigen - denn da ist kein Mensch der nicht sündigt! - und du zürnst über sie und gibst sie dem Feind hin, daß ihre Bezwinger sie ins Feindesland gefangen führen, fern oder nah,
9033#1. Könige,8,47#47. und sie es sich zu Herzen nehmen in dem Land, dahin sie fortgeführt sind, umkehren und zu dir flehen im Land ihrer Bezwinger und sprechen: ,Wir haben gesündigt, haben uns verfehlt, haben gefrevelt',
9034#1. Könige,8,48#48. und wenn sie zu dir umkehren mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele im Land ihrer Feinde, die sie gefangen fortgeführt haben, und sie zu dir beten in Richtung ihres Landes, das du ihren Vätern gegeben, der Stadt, die du erwählt hast, und des Hauses, das ich deinem Namen erbaut habe,
9035#1. Könige,8,49#49. so höre im Himmel, der Stätte deines Sitzes, ihr Gebet und ihr Flehen, und tu ihnen ihr Recht,
9036#1. Könige,8,50#50. und verzeih deinem Volk, was sie gegen dich gesündigt, und alle Untreue, die sie gegen dich verübt haben, und gib sie zur Erbarmung vor ihren Bezwingern, daß die sich ihrer erbarmen.
9037#1. Könige,8,51#51. Denn dein Volk und dein Besitz sind sie, die du aus Mizraim herausgeführt hast, aus dem Eisenschmelzofen,
9038#1. Könige,8,52#52. daß deine Augen geöffnet seien für das Flehen deines Knechtes und für das Flehen deines Volkes Jisraël, auf sie zu hören bei all ihrem Rufen zu dir.
9039#1. Könige,8,53#53. Denn du hast sie für dich als Besitz geschieden von allen Völkern der Erde, wie du geredet durch Mosche, deinen Knecht, als du unsere Väter aus Mizraim herausführtest, Herr, Gott!»
9040#1. Könige,8,54#54. Es war aber, als Schelomo zu Ende war, an den Ewigen dieses ganze Gebet und Flehen zu richten, da stand er vor dem Altar des Ewigen auf, wo er auf den Knien gelegen hatte, die Hände zum Himmel gebreitet,
9041#1. Könige,8,55#55. und er trat hin, segnete die ganze Volksschar Jisraëls mit lauter Stimme und sprach:
9042#1. Könige,8,56#56. «Gepriesen der Ewige, der seinem Volk Jisraël Ruhe gewährt hat, ganz wie er geredet! Es ist kein Wort ausgefallen von all seiner guten Rede, die er durch Mosche, seinen Knecht, geredet.
9043#1. Könige,8,57#57. Sei der Ewige, unser Gott, mit uns, wie er mit unsern Vätern gewesen, er verlasse uns nicht und gebe uns nicht auf,
9044#1. Könige,8,58#58. auf daß er unsere Herzen sich zuneige, in allen seinen Wegen zu wandeln und seine Gebote, Satzungen und Rechtsvorschriften zu wahren, die er unseren Vätern geboten.
9045#1. Könige,8,59#59. So mögen diese meine Worte, die ich vor dem Ewigen gefleht habe, dem Ewigen, unserm Gott, nahe sein Tag und Nacht, seines Knechtes Recht und seines Volkes Jisraël Recht zu tun, des Tags Erfordern an seinem Tag.
9046#1. Könige,8,60#60. Auf daß alle Völker der Erde erkennen, daß der Ewige Gott ist, keiner sonst.
9047#1. Könige,8,61#61. Und möge Euer Herz ganz sein mit dem Ewigen, unserm Gott, in seinen Satzungen zu wandeln und seine Gebote zu wahren, wie an diesem Tag.»
9048#1. Könige,8,62#62. Und der König und ganz Jisraël mit ihm schlachteten Opfer vor dem Ewigen.
9049#1. Könige,8,63#63. Da schlachtete Schelomo als Mahlopfer, das er dem Ewigen darbrachte, an Rindern zweiundzwanzigtausend und an Schafen hundertzwanzigtausend. So weihten sie das Haus des Ewigen ein, der König und alle Kinder Jisraël.
9050#1. Könige,8,64#64. An jenem Tag heiligte der König das Innere des Hofes, der vor dem Haus des Ewigen war, denn er bereitete dort das Hochopfer, das Mehlopfer und die Fettstücke der Mahlopfer; denn der eherne Altar, der vor dem Ewigen war, war zu klein, das Hochopfer, das Mehlopfer und die Fettstücke der Mahlopfer zu fassen.
9051#1. Könige,8,65#65. Und Schelomo beging zu jener Zeit das Fest, und ganz Jisraël mit ihm, eine große Volksschar, von der Gegend von Hamat her bis zum Bach Mizraims, vor dem Ewigen unserm Gott; sieben Tage und sieben Tage, vierzehn Tage.
9052#1. Könige,8,66#66. Am achten Tag entließ er das Volk, und sie segneten den König und gingen zu ihren Zelten, froh und wohlgemut über alles Gute, das der Ewige seinem Knecht Dawid und seinem Volk Jisraël erwiesen.
9053#1. Könige,9,1#1. Und es war, als Schelomo geendet hatte, das Haus des Ewigen zu bauen und das Haus des Königs und allen Wunsch Schelomos, den er auszuführen begehrte,
9054#1. Könige,9,2#2. da erschien der Ewige Schelomo zum zweiten Mal, wie er ihm in Gib'on erschienen war.
9055#1. Könige,9,3#3. Und der Ewige sprach zu ihm: «Gehört habe ich dein Gebet und dein Flehen, das du an mich gerichtet hast. Ich heilige dieses Haus, das du gebaut hast, meinen Namen dort hinzusetzen für ewig, daß meine Augen und mein Herz dort seien alle Tage.
9056#1. Könige,9,4#4. Du aber, wenn du vor mir wandelst, wie dein Vater Dawid wandelte, in Schlichtheit des Herzens und in Gradheit, zu tun ganz so, wie ich dir geboten, und du meine Satzungen und Rechtsvorschriften wahrst,
9057#1. Könige,9,5#5. dann will ich den Thron deines Königtums über Jisraël aufrichten für ewig, wie ich zu deinem Vater Dawid geredet und gesagt habe: ,Nie soll dir ein Mann ausgehn auf dem Thron Jisraëls.'
9058#1. Könige,9,6#6. Werdet ihr euch aber von mir abwenden, ihr und eure Kinder, und meine Gebote und Satzungen, die ich euch vorgelegt habe, nicht wahren und hingehn und andern Göttern dienen und euch vor ihnen niederwerfen,
9059#1. Könige,9,7#7. so will ich Jisraël ausrotten von dem Boden, den ich ihnen gegeben habe, und das Haus, das ich meinem Namen geheiligt, aus meinem Angesicht jagen, und Jisraël soll zum Gleichnis und zum Gerede werden in allen Völkern.
9060#1. Könige,9,8#8. Und dieses Haus, das hohe, soll (so) sein, daß jeder, der daran vorbeigeht, schnaubt und zischt; und sie werden sprechen: ,Warum hat der Ewige diesem Land und diesem Haus so getan?'
9061#1. Könige,9,9#9. Und sie werden sagen: ,Darum, weil sie den Ewigen, ihren Gott, verließen, der ihre Väter aus dem Land Mizraim herausgeführt, und an andern Göttern festhielten, sich ihnen niederwarfen und ihnen dienten; darum hat der Ewige all dies Böse über sie gebracht.'»
9062#1. Könige,9,10#10. Und es war nach Verlauf von zwanzig Jahren, die Schelomo an den beiden Häusern, dem Haus des Ewigen und dem Haus des Königs, gebaut hatte;
9063#1. Könige,9,11#11. Hiram, König von Zor, hatte Schelomo ausgestattet mit Zedernstämmen und Zypressenstämmen und mit Gold nach all seinem Wunsch. Damals gab Schelomo Hiram zwanzig Städte im Land des Galil.
9064#1. Könige,9,12#12. Da kam Hiram von Zor herbei, um die Städte zu besichtigen, die Schelomo ihm gegeben hatte, aber sie waren nicht recht in seinen Augen.
9065#1. Könige,9,13#13. Und er sagte: «Was sind das für Städte, die du mir gegeben hast, Bruder?» Und man nannte sie «Land Kabul»-1- bis auf diesen Tag. -1) Land des schlechten Zahlers.++
9066#1. Könige,9,14#14. Und Hiram sandte dem König hundertzwanzig Scheiben Gold.
9067#1. Könige,9,15#15. Dies aber ist die Sache mit der Fron, die der König Schelomo aushob, das Haus des Ewigen zu bauen, sein Haus und den Millo-1- und die Mauer Jeruschalaims und Hazor und Megiddo und Geser. -1) Auffüllung.++
9068#1. Könige,9,16#16. Par'o, der König von Mizraim, war heraufgezogen, hatte Geser erobert, und es im Feuer verbrannt, die Kenaanäer, die in der Stadt wohnten, umgebracht und die Stadt seiner Tochter, dem Weib Schelomos, als Mitgabe geschenkt.
9069#1. Könige,9,17#17. Nun baute Schelomo Geser auf, dazu das untere Bet-Horon,
9070#1. Könige,9,18#18. Baalat und Tadmor in der Wüste, im Land,
9071#1. Könige,9,19#19. und alle Speicherstädte, die Schelomo hatte, und die Städte für die Wagen und die Städte der Reiterei und das Begehren Schelomos, wo er zu bauen begehrte, in Jeruschalaim, im Libanon und im ganzen Land seiner Herrschaft.
9072#1. Könige,9,20#20. Alles Volk, das übrig war vom Emori, Hitti, Perisi, Hiwwi und Jebusi, die nicht von den Kindern Jisraël waren,
9073#1. Könige,9,21#21. ihre Söhne, die nach ihnen im Land übrig geblieben waren, und die die Kinder Jisraël nicht hatten bannen können, die hob Schelomo zur Dienstfron aus, bis auf diesen Tag.
9074#1. Könige,9,22#22. Aber von den Kindern Jisraël machte Schelomo keinen Knecht, sondern sie waren die Kriegsleute, seine Diener, Obere, Wagenkämpfer, und Oberste über seine Wagen und seine Reiter.
9075#1. Könige,9,23#23. Dies waren die Obersten der Vögte über die Arbeit für Schelomo: Fünfhundertfünfzig, die Gewalt hatten über das Volk, das die Arbeit verrichtete.
9076#1. Könige,9,24#24. Doch die Tochter Par'os zog aus der Dawidsburg in ihr Haus hinauf, das er ihr gebaut hatte. Damals baute er den Millo.
9077#1. Könige,9,25#25. Und Schelomo brachte dreimal im Jahr Hochopfer und Mahlopfer dar auf dem Altar, den er dem Ewigen gebaut hatte, und man räucherte bei ihm, der vor dem Ewigen war. - So galt er das Haus ab.
9078#1. Könige,9,26#26. Und Schiffe baute der König Schelomo in Ezjon-Geber, das bei Elot am Ufer des Schilfmeers im Land Edom liegt.
9079#1. Könige,9,27#27. Und Hiram sandte mit den Schiffen seine Knechte, seekundige Schiffsleute, mit den Knechten Schelomos.
9080#1. Könige,9,28#28. Die kamen nach Ofir und holten von dort Gold, vierhundertzwanzig Scheiben, und brachten es zum König Schelomo.
9081#1. Könige,10,1#1. Und die Königin von Scheba hörte von Schelomos Ruf zu Ehren des Ewigen und sie kam, ihn durch Rätsel zu prüfen.
9082#1. Könige,10,2#2. Und sie kam nach Jeruschalaim mit sehr massigem Zug; Kamele, tragend Gewürze und Gold in sehr großer Menge und Edelgestein. So kam sie zu Schelomo und redete zu ihm um alles, was sie im Herzen hielt.
9083#1. Könige,10,3#3. Schelomo aber sagte ihr alle ihre Worte an, es war vor dem König nichts verborgen, das er ihr nicht gesagt hätte.
9084#1. Könige,10,4#4. Als nun die Königin von Scheba all die Weisheit Schelomos sah und das Haus, das er gebaut,
9085#1. Könige,10,5#5. und das Essen an seiner Tafel, das Sitzen seiner Diener, das Stehen seiner Aufwärter und ihre Gewandung und seine Schenken und die Hochopfer, die er im Haus des Ewigen darbrachte - da blieb kein Odem mehr in ihr.
9086#1. Könige,10,6#6. Und sie sprach zum König: «Wahrhaft war die Rede, die ich in meinem Land über deine Reden und deine Weisheit gehört habe.
9087#1. Könige,10,7#7. Und ich habe den Reden nicht geglaubt, bis ich kam und meine Augen es sahen; sieh, man hat mir nicht die Hälfte erzählt, du hast mehr Weisheit und Trefflichkeit über die Kunde hinaus, die ich vernommen.
9088#1. Könige,10,8#8. Beglückt deine Leute, beglückt diese deine Diener, die beständig vor dir stehen und deine Weisheit hören!
9089#1. Könige,10,9#9. Gepriesen sei der Ewige, dein Gott, der an dir Gefallen fand, dich auf den Thron Jisraëls zu setzen; weil der Ewige Jisraël für immer liebt, hat er dich zum König gemacht, Recht und Gerechtigkeit zu üben.»
9090#1. Könige,10,10#10. Und sie gab dem König hundertzwanzig Scheiben Gold und Gewürze in großer Menge und Edelgestein. Nie wieder kam Gewürz wie jenes an Menge ein, das die Königin von Scheba dem König Schelomo gab.
9091#1. Könige,10,11#11. Auch die Schiffe Hirams, die Gold von Ofir trugen, brachten von Ofir sehr viel Almuggim-Holz und Edelgestein.
9092#1. Könige,10,12#12. Und der König machte aus dem Almuggim-Holz Rampen für das Haus des Ewigen und das Haus des Königs und Zithern und Harfen für die Sänger; nie kam so Almuggim-Holz ein, noch wurde es geschaut bis auf diesen Tag.
9093#1. Könige,10,13#13. Der König Schelomo aber gab der Königin von Scheba all ihr Begehr, das sie sich erbat, ohne das, was er ihr (freiwillig) gab nach dem Vermögen des Königs Schelomo. Dann wandte sie sich und zog nach ihrem Land, sie und ihre Diener.
9094#1. Könige,10,14#14. Und es war das Gewicht des Goldes, das Schelomo in einem Jahr einkam, sechshundertsechsundsechzig Scheiben Gold
9095#1. Könige,10,15#15. ohne das von den Karawanenleuten und dem Handel der Kaufleute und allen Königen der Steppenniederung und den Statthaltern des Landes.
9096#1. Könige,10,16#16. Und es ließ der König Schelomo zweihundert Tartschen von getriebenem Gold machen; sechshundert Goldstücke ließ er auf eine Tartsche aufgehn;
9097#1. Könige,10,17#17. und dreihundert Schilde von getriebenem Gold, drei Minen Gold ließ er auf einen Schild aufgehn, und der König gab sie in das Libanonwaldhaus.
9098#1. Könige,10,18#18. Dann ließ der König einen großen Elfenbeinthron machen und überzog ihn mit geläutertem Gold.
9099#1. Könige,10,19#19. Sechs Stufen hatte der Thron, und ein rundes Kopfteil hatte der Thron hinten, und Lehnen hüben und drüben am Sitzplatz, und zwei Löwen standen neben den Lehnen.
9100#1. Könige,10,20#20. Und zwölf Löwen standen dort auf den sechs Stufen hüben und drüben. Dergleichen ist für kein Königreich gemacht worden.
9101#1. Könige,10,21#21. Und alle Trinkgefäße des Königs Schelomo waren von Gold, und alle Geräte des Libanonhauses von massigem Gold, nichts von Silber, das wurde in den Tagen Schelomos für nichts geachtet.
9102#1. Könige,10,22#22. Denn Tarschisch-Schiffe hatte der König auf dem Meer mit den Schiffen Hirams; einmal in drei Jahren kamen Tarschisch-Schiffe, beladen mit Gold und Silber, Elefantenzähnen und Kostbarkeiten und Kleinoden.
9103#1. Könige,10,23#23. So war der König Schelomo größer als alle Könige der Erde an Reichtum und Weisheit.
9104#1. Könige,10,24#24. Und alle Welt suchte Schelomos Antlitz, um seine Weisheit zu hören, die ihm Gott in sein Herz gegeben hatte.
9105#1. Könige,10,25#25. Und sie brachten jeder seine Gabe: Silberne und goldene Geräte, Gewänder, Waffen und Gewürze, Rosse und Maultiere, des Jahres Satz fürs Jahr.
9106#1. Könige,10,26#26. Auch brachte Schelomo Wagen und Reiter zusammen; und er hatte tausendvierhundert Wagen und zwölftausend Reiter, und er legte sie in die Wagenstädte und beim König in Jeruschalaim.
9107#1. Könige,10,27#27. Und der König machte das Silber in Jeruschalaim den Steinen gleich, und die Zedern machte er gleich den Sykomoren im Tiefland an Menge.
9108#1. Könige,10,28#28. Und der Ausgangsort der Rosse, die Schelomo hatte, war aus Mizraim, und der Trupp der Händler des Königs holte sie truppweise gegen Bezahlung.
9109#1. Könige,10,29#29. So kam ein Gefährt herauf, heraus aus Mizraim, um sechshundert Silberstücke und ein Pferd um hundertfünfzig und so bei allen Königen der Hititer und den Königen von Aram, durch sie führten sie sie aus.
9110#1. Könige,11,1#1. Und der König Schelomo liebte viele fremde Frauen, dazu die Tochter Par'os: Moabitische, ammonitische, edomitische, zidonitische, hittitische,
9111#1. Könige,11,2#2. aus allen Völkern, davon der Ewige zu den Kindern Jisraël gesagt hatte: «Ihr sollt nicht unter sie kommen, und sie nicht unter euch, sonst werden sie euer Herz ihren Göttern zuwenden.» An ihnen hing Schelomo in Liebe.
9112#1. Könige,11,3#3. Und er hatte an Frauen siebenhundert Hauptfrauen und dreihundert Kebsen, und seine Frauen wendeten sein Herz ab.
9113#1. Könige,11,4#4. Und es war, als Schelomo alt wurde, da wendeten seine Frauen sein Herz zu fremden Göttern, und sein Herz war nicht mehr ganz mit dem Ewigen, seinem Gott, wie das Herz seines Vaters Dawid.
9114#1. Könige,11,5#5. Und Schelomo folgte der Aschtoret, der Gottheit der Zidonier, und Milkom, dem Scheusal der Ammoniter.
9115#1. Könige,11,6#6. Und Schelomo tat, was böse ist in den Augen des Ewigen, und folgte dem Ewigen nicht völlig wie sein Vater Dawid.
9116#1. Könige,11,7#7. Damals baute Schelomo eine Kultkammer dem Kemosch, dem Scheusal Moabs, auf dem Berg, der vor Jeruschalaim liegt, und dem Moloch, dem Scheusal der Söhne Ammons,
9117#1. Könige,11,8#8. und so tat er für alle seine fremden Frauen, die ihren Göttern räucherten und opferten.
9118#1. Könige,11,9#9. Da erzürnte sich der Ewige gegen Schelomo, weil sich dessen Herz von dem Ewigen, dem Gott Jisraëls, abgewandt hatte, der ihm zweimal erschienen war
9119#1. Könige,11,10#10. und ihm hierüber geboten hatte, nicht andern Göttern zu folgen, und (weil) er nicht gewahrt hatte, was der Ewige geboten.
9120#1. Könige,11,11#11. So sprach der Ewige zu Schelomo: «Darum, daß dir dies bewußt war, du aber meinen Bund und meine Satzungen, die ich dir befohlen, nicht gewahrt hast, reiße ich das Königreich von dir ab und gebe es deinem Knecht.
9121#1. Könige,11,12#12. Doch in deinen Tagen werde ich es nicht tun, um deines Vaters Dawid willen; der Hand deines Sohnes werde ich es entreißen.
9122#1. Könige,11,13#13. Nur werde ich nicht das ganze Königreich entreißen, einen Stamm werde ich deinem Sohn geben, um meines Knechtes Dawid willen und um Jeruschalaim, das ich erwählt habe.»
9123#1. Könige,11,14#14. Und der Ewige ließ Schelomo einen Widergeist erstehen, Hadad, den Edomiter, aus königlichem Samen war er in Edom.
9124#1. Könige,11,15#15. Es war nämlich, als Dawid mit Edom (im Kampf) war, und der Heeresoberst Joab hinaufgezogen war, um die Gefallenen zu begraben - er hatte aber alles Männliche in Edom erschlagen,
9125#1. Könige,11,16#16. denn sechs Monate war Joab und ganz Jisraël dageblieben, bis man alles Männliche in Edom ausgerottet hatte -
9126#1. Könige,11,17#17. da floh Adad, er und edomitische Männer von den Dienern seines Vaters mit ihm, um nach Mizraim zu kommen; Hadad aber war ein kleiner Knabe.
9127#1. Könige,11,18#18. Und sie machten sich auf von Midjan und kamen nach Paran, nahmen Leute mit von Paran und kamen nach Mizraim zu Par'o, dem König von Mizraim. Der gab ihm ein Haus, sprach ihm Speisung zu und gab ihm Land.
9128#1. Könige,11,19#19. Und Hadad fand hohe Gunst in den Augen Par'os, und er gab ihm die Schwester seines Weibes, die Schwester der Herrscherin Tahpenes zur Frau.
9129#1. Könige,11,20#20. Und die Schwester der Tahpenes gebar ihm seinen Sohn Genubat. Und Tahpenes entwöhnte ihn im Haus Par'os. Und Genubat war im Haus Par'os unter den Söhnen Par'os.
9130#1. Könige,11,21#21. Hadad aber hörte in Mizraim, daß Dawid zur Ruhe gegangen zu seinen Vätern, und daß Joab, der Heeresoberste, tot sei, da sprach Hadad zu Par'o: «Entlaß mich, daß ich in mein Land gehe.»
9131#1. Könige,11,22#22. Da sprach Par'o zu ihm: «Was entbehrst du bei mir, daß du verlangst, in dein Land zu gehen?» Der aber sprach: «Nein, laß mich ziehen.»
9132#1. Könige,11,23#23. Dann ließ ihm Gott einen Widergeist erstehen, Reson, den Sohn Eljadas, der Hadad'eser, dem König von Zoba, seinem Herrn, entflohen war.
9133#1. Könige,11,24#24. Der sammelte Leute um sich und wurde ein Bandenführer. Als Dawid jene niedergemacht hatte, waren sie nach Dammesek gegangen, blieben darin und herrschten in Dammesek.
9134#1. Könige,11,25#25. Und er ward Jisraël ein Widergeist alle Tage Schelomos, noch zu dem Unheil von Hadad. Er haßte Jisraël; und er war König über Aram.
9135#1. Könige,11,26#26. Und Jarob'am, der Sohn Nebats, ein Efraimite aus ha-Zereda, und der Name seiner Mutter, einer Witfrau, war Zerua - war ein Knecht Schelomos, und er hob die Hand wider den König.
9136#1. Könige,11,27#27. Und dies war die Sache, daß er die Hand wider den König hob: Schelomo baute den Millo, er schloß die Bresche der Burg Dawids, seines Vaters.
9137#1. Könige,11,28#28. Und der Mann Jarob'am war ein wackrer Held, und da Schelomo den Burschen sah, daß er werktätig war, bestellte er ihn über den ganzen Lastdienst des Hauses Josef.
9138#1. Könige,11,29#29. Es war nun zu jener Zeit, da ging Jarob'am aus Jeruschalaim; und es traf ihn Ahija, der Schilonite, der Gottbegeistete, auf dem Weg. Und er war in ein neues Gewandtuch gehüllt, und beide waren allein auf dem Feld.
9139#1. Könige,11,30#30. Da faßte Ahija das neue Gewand, das er anhatte, zerriß es in zwölf Stücke
9140#1. Könige,11,31#31. und sprach zu Jarob'am: «Nimm dir zehn Stücke, denn so spricht der Ewige, der Gott Jisraëls: ,Sieh, ich entreiße das Königreich der Hand Schelomos und gebe dir die zehn Stämme.
9141#1. Könige,11,32#32. Doch der eine Stamm soll ihm verbleiben, um meines Knechtes Dawid willen und um Jeruschalaim, die Stadt, die ich erwählt habe von allen Stämmen Jisraëls;
9142#1. Könige,11,33#33. darum, daß sie mich verlassen und sich hingeworfen der Aschtoret, der Gottheit der Zidonier, und Kemosch, dem Gott Moabs, und Milkom, dem Gott der Söhne Ammons, und nicht in meinen Wegen gegangen sind, zu tun, was recht in meinen Augen, und meine Satzungen und Rechtsvorschriften gleich seinem Vater Dawid.
9143#1. Könige,11,34#34. Doch will ich nicht das ganze Königreich aus seiner Hand nehmen, sondern ihn als Fürsten belassen alle Tage seines Lebens, um meines Knechtes Dawid willen, den ich erwählt hatte, der meine Gebote und Satzungen wahrte.
9144#1. Könige,11,35#35. Ich nehme aber das Königtum aus der Hand seines Sohnes und gebe es dir, die zehn Stämme.
9145#1. Könige,11,36#36. Seinem Sohn aber gebe ich einen Stamm, damit allezeit vor mir eine Leuchte bleibe meinem Knecht Dawid in Jeruschalaim, der Stadt, die ich mir erwählt habe, meinen Namen dort hinzusetzen.
9146#1. Könige,11,37#37. Dich aber nehme ich, daß du herrschst, allwo deine Seele es wünscht, und König bist über Jisraël.
9147#1. Könige,11,38#38. Und es wird sein, wenn du hörst auf alles, was ich dir befehle, in meinen Wegen gehst und tust, was in meinen Augen recht ist, meine Satzungen und Gebote zu wahren, wie mein Knecht Dawid getan, dann werde ich mit dir sein und dir ein zuverlässig Haus bauen, wie ich es Dawid gebaut habe, und dir Jisraël geben.
9148#1. Könige,11,39#39. So will ich deswegen Dawids Samen beugen, aber nicht für alle Zeit.'»
9149#1. Könige,11,40#40. Und Schelomo trachtete Jarob'am zu töten, aber Jarob'am machte sich auf und floh nach Mizraim zu Schischak, dem König von Mizraim, und blieb in Mizraim bis zu Schelomos Tod.
9150#1. Könige,11,41#41. Und die übrigen Begebenheiten von Schelomo - und alles, was er getan und seine Weisheit - die sind ja im Buch der Begebenheiten von Schelomo aufgeschrieben.
9151#1. Könige,11,42#42. Und die Zeit, die Schelomo in Jeruschalaim über ganz Jisraël regierte, war vierzig Jahre.
9152#1. Könige,11,43#43. Dann ging Schelomo zur Ruhe bei seinen Vätern und wurde in der Burg seines Vaters Dawid begraben, und König wurde sein Sohn Rehab'am an seiner Statt.
9153#1. Könige,12,1#1. Und Rehab'am ging nach Schechem, denn nach Schechem kam ganz Jisraël, um ihn zum König zu machen.
9154#1. Könige,12,2#2. Und es war, als Jarob'am, der Sohn Nebats, es hörte - er war da noch in Mizraim, wohin er vor dem König Schelomo geflohen war, so daß Jarob'am in Mizraim weilte;
9155#1. Könige,12,3#3. und sie sandten hin und riefen ihn herbei - da kam Jarob'am und die ganze Volksschar Jisraëls und sie redeten zu Rehab'am und sagten:
9156#1. Könige,12,4#4. «Hart hat dein Vater unser Joch gemacht; nun erleichtere du die harte Fron deines Vaters und sein schweres Joch, das er uns auferlegt hat; dann wollen wir dir dienen.»
9157#1. Könige,12,5#5. Da sprach er zu ihnen: «Geht, noch drei Tage, dann kommt wieder zu mir!» Und das Volk ging.
9158#1. Könige,12,6#6. Nun beriet sich der König Rehab'am mit den Alten, die vor seinem Vater Schelomo gestanden, da er am Leben gewesen, und sprach: «Wie ratet ihr, diesem Volk Bescheid zu geben?»
9159#1. Könige,12,7#7. Da redeten sie zu ihm und sagten: «Wenn du heute diesem Volk ein Diener wirst, ihnen zu Diensten bist, ihnen Rede stehst und zu ihnen gütige Worte sprichst, so werden sie dir Diener sein alle Zeiten.»
9160#1. Könige,12,8#8. Doch er ließ den Rat der Alten, den sie ihm gaben, und beriet sich mit den Jungen, die mit ihm aufgewachsen waren und vor ihm standen.
9161#1. Könige,12,9#9. Und er sprach zu ihnen: «Wie ratet ihr, daß wir diesem Volk Bescheid geben, die da zu mir geredet haben, sprechend: ,Erleichtere das Joch, das dein Vater uns auferlegt hat'?»
9162#1. Könige,12,10#10. Da redeten zu ihm die Jungen, die mit ihm aufgewachsen waren, und sprachen: «So sollst du zu diesem Volk sprechen, das zu dir geredet hat, sprechend: ,Dein Vater hat unser Joch schwer gemacht, du aber erleichtere es uns!' So sollst du zu ihnen reden: ,Mein Kleinfinger ist dicker als meines Vaters Hüften!
9163#1. Könige,12,11#11. Nun also: Hat mein Vater euch ein schweres Joch aufgebürdet, so will ich zu eurem Joch noch hinzulegen! Hat mein Vater euch mit Peitschen gezüchtigt, so will ich euch mit Skorpionen züchtigen!'»
9164#1. Könige,12,12#12. Als nun Jarob'am und das ganze Volk am dritten Tag zu Rehab'am kam - wie der König geredet hatte, sprechend: «Kommt wieder zu mir am dritten Tag!» -
9165#1. Könige,12,13#13. da gab der König dem Volk harte Antwort, ließ den Rat der Alten, den die ihm gegeben hatten,
9166#1. Könige,12,14#14. redete zu ihnen nach dem Rat der Jungen und sprach: «Hat mein Vater euer Joch schwer gemacht, so will ich zu eurem Joch noch hinzulegen! Hat mein Vater euch mit Peitschen gezüchtigt, so will ich euch mit Skorpionen züchtigen.»
9167#1. Könige,12,15#15. So hörte der König nicht auf das Volk. Denn es war Fügung von dem Ewigen, um sein Wort zu erfüllen, das der Ewige geredet durch Ahija, den Schiloniten, zu Jarob'am, dem Sohn Nebats.
9168#1. Könige,12,16#16. Als ganz Jisraël sah, daß der König nicht auf sie hörte, gab das Volk dem König Bescheid und sprach: «Was haben wir für Anteil an Dawid, Nein, kein Besitzrecht an dem Sohne Jischais! Zu deinen Zelten Jisraël! Nun sieh zu deinem Haus, Dawid!» Dann ging Jisraël zu seinen Zelten.
9169#1. Könige,12,17#17. Die Kinder Jisraël aber, die in den Städten Jehudas wohnten, über die blieb Rehab'am König.
9170#1. Könige,12,18#18. Und der König Rehab'am sandte Adoram, der über die Fron (gesetzt) war, hin, aber ganz Jisraël bewarf ihn mit Steinen, daß er starb. Der König Rehab'am aber raffte sich auf, den Wagen zu besteigen, um nach Jeruschalaim zu fliehen.
9171#1. Könige,12,19#19. So fiel Jisraël ab vom Haus Dawid, bis auf diesen Tag.
9172#1. Könige,12,20#20. Es war aber, als ganz Jisraël gehört hatte, daß Jarob'am zurückgekommen war, da sandten sie hin, beriefen ihn zur Gemeinde und machten ihn zum König über ganz Jisraël. Nichts blieb hinter dem Haus Dawid als der Stamm Jehuda allein.
9173#1. Könige,12,21#21. Und Rehab'am kam nach Jeruschalaim und versammelte das ganze Haus Jehuda und den Stamm Binjamin, hundertachtzigtausend auserlesene Kriegsleute, um mit dem Haus Jisraël zu kämpfen, das Königtum wieder an Rehab'am, den Sohn Schelomos, zu bringen.
9174#1. Könige,12,22#22. Aber da erging das Wort Gottes an Schema'ja, den Gottesmann, besagend:
9175#1. Könige,12,23#23. «Sprich zu Rehab'am, dem Sohn Schelomos, dem König von Jehuda, und zu dem ganzen Haus Jehuda und Binjamin und dem übrigen Volk:
9176#1. Könige,12,24#24. So spricht der Ewige: Zieht nicht hinauf und kämpft nicht mit euren Brüdern, den Kindern Jisraël, kehrt um, jeder zu seinem Haus, denn vom mir ist diese Sache geschehen.» Da hörten sie auf das Wort des Ewigen, kehrten um und gingen von dannen, nach dem Wort des Ewigen.
9177#1. Könige,12,25#25. Und Jarob'am baute Schechem auf dem Gebirge Efraim und wohnte darin. Dann zog er aus von dort und baute Penuël.
9178#1. Könige,12,26#26. Jarob'am aber sprach in seinem Herzen: «Nun könnte das Königtum wieder an das Haus Dawid zurückfallen.
9179#1. Könige,12,27#27. Wenn dieses Volk hinaufzöge, um Schlachtopfer zu bereiten im Haus des Ewigen in Jeruschalaim, dann könnte sich das Herz dieses Volkes wieder zu ihrem Herrn kehren, zu Rehab'am, dem König Jehudas, und sie würden mich umbringen und zu Rehab'am, dem König von Jehuda, zurückkehren.»
9180#1. Könige,12,28#28. So suchte der König Rat, machte zwei goldene Kälber und sprach zu jenen: «Zuviel schon seid ihr nach Jeruschalaim hinaufgezogen; da sind deine Götter, Jisraël, die dich aus dem Land Mizraim heraufgebracht haben!»
9181#1. Könige,12,29#29. Und er stellte das eine in Bet-El auf, und das andere errichtete er in Dan.
9182#1. Könige,12,30#30. Diese Sache aber ward zur Versündigung, und das Volk ging vor das eine bis nach Dan.
9183#1. Könige,12,31#31. Und er machte das Kultkammerhaus und machte Priester aus der Gesamtheit des Volkes, die nicht von den Söhnen Lewis waren.
9184#1. Könige,12,32#32. Und Jarob'am machte ein Fest im achten Monat, am fünfzehnten Tag des Monats, wie das Fest in Jehuda, und brachte (Opfer) dar auf dem Altar; ebenso machte er es in Bet-El, um den Kälbern zu opfern, die er gemacht hatte, und stellte in Bet-El die Priester der Kultkammer an, die er gemacht hatte.
9185#1. Könige,12,33#33. Und er brachte dar auf dem Altar, den er in Bet-El gemacht hatte, am fünfzehnten Tag des achten Monats, des Monats, den er sich selbst erdacht hatte, daß er da ein Fest machte für die Kinder Jisraël. Und er brachte (Opfer) auf den Altar, um zu räuchern.
9186#1. Könige,13,1#1. Aber sieh, da war ein Gottesmann von Jehuda auf Geheiß des Ewigen nach Bet-El gekommen, als da Jarob'am am Altar stand, um zu räuchern.
9187#1. Könige,13,2#2. Und er rief gegen den Altar nach dem Geheiß des Ewigen und sprach: «Altar, Altar! So spricht der Ewige: Sieh, ein Sohn wird geboren dem Haus Dawid, Joschijahu mit Namen, der wird auf dir schlachten die Priester der Kultkammern, die auf dir räuchern, und Menschengebeine wird man auf dir verbrennen.»
9188#1. Könige,13,3#3. Und er gab an jenem Tag einen Wahrbeweis und sprach: «Dies ist der Wahrbeweis, daß der Ewige geredet: Sieh, der Altar wird sich spalten und die Asche darauf verschüttet werden.»
9189#1. Könige,13,4#4. Es war nun, als der König das Wort des Gottesmannes hörte, das er gegen den Altar in Bet-El gerufen hatte, da streckte Jarob'am seine Hand vom Altar aus, sagend: «Greift ihn!» Da verdorrte seine Hand, die er gegen ihn ausgestreckt hatte, und er konnte sie nicht an sich zurückziehn.
9190#1. Könige,13,5#5. Der Altar aber spaltete sich, und die Asche ward verschüttet von dem Altar, gemäß dem Wahrbeweis, den der Gottesmann nach dem Geheiß des Ewigen gegeben hatte.
9191#1. Könige,13,6#6. Da hob der König an und sprach zu dem Gottesmann: «Besänftige doch das Antlitz des Ewigen, deines Gottes, und bete für mich, daß meine Hand wieder an mich zurückgehe.» Da besänftigte der Gottesmann das Antlitz des Ewigen, und die Hand des Königs ging an ihn zurück und ward wie zuvor.
9192#1. Könige,13,7#7. Dann redete der König zu dem Gottesmann: «Komm doch mit mir ins Haus und labe dich, und ich werde dir ein Geschenk geben.»
9193#1. Könige,13,8#8. Aber der Gottesmann sprach zum König: «Wenn du mir die Hälfte deines Hauses gibst, komme ich nicht mit dir und esse kein Brot und trinke kein Wasser an diesem Ort.
9194#1. Könige,13,9#9. Denn so hat man mir geboten auf Geheiß des Ewigen und gesagt: ,Du sollst nicht Brot essen und nicht Wasser trinken und nicht auf dem Weg zurückgehn, den du gegangen bist.'»
9195#1. Könige,13,10#10. Und er ging einen andern Weg und ging nicht den Weg zurück, auf dem er nach Bet-El gekommen war.
9196#1. Könige,13,11#11. Aber ein Gottbegeisteter, ein alter Mann, wohnte da in Bet-El; nun kam sein Sohn und erzählte ihm all das, was der Gottesmann heute in Bet-El getan hatte; die Worte, die er zu dem Könige geredet hatte, die erzählten sie ihrem Vater.
9197#1. Könige,13,12#12. Da redete ihr Vater zu ihnen: «Welchen Weg ist er gegangen?» Da sahen seine Söhne nach, welchen Weg der Gottesmann, der von Jehuda gekommen, gegangen war.
9198#1. Könige,13,13#13. Da sprach er zu seinen Söhnen: «Sattelt mir den Esel.» Und sie sattelten ihm den Esel, und er setzte sich darauf.
9199#1. Könige,13,14#14. Und er ging dem Gottesmann nach und fand ihn unter der Terebinthe sitzend. Da sprach er zu ihm: «Bist du der Gottesmann, der aus Jehuda gekommen ist?» Der sprach: «Ich bin es.»
9200#1. Könige,13,15#15. Da sprach er zu ihm: «Geh mit mir nach Haus und iß Brot.»
9201#1. Könige,13,16#16. Da sagte er: «Ich kann nicht mit dir umkehren und mit dir kommen, ich werde kein Brot essen und kein Wasser bei dir trinken an diesem Ort.
9202#1. Könige,13,17#17. Denn ein Wort ist an mich ergangen nach dem Geheiß des Ewigen: ,Du sollst nicht Brot essen und dort nicht Wasser trinken, du sollst nicht auf dem Weg zurückkehren, den du gekommen bist.'»
9203#1. Könige,13,18#18. Da sprach er zu ihm: «Auch ich bin ein Gottbegeisteter wie du, und ein Gottesbote hat zu mir auf Geheiß des Ewigen geredet und gesagt: ,Bring ihn mit dir in dein Haus zurück, daß er Brot ißt und Wasser trinkt.'» - Er belog ihn.
9204#1. Könige,13,19#19. So ging er mit ihm zurück, aß in seinem Haus Brot und trank Wasser.
9205#1. Könige,13,20#20. Es war nun, da sie noch am Tische saßen, da erging das Wort des Ewigen an den Gottbegeisteten, der ihn zurückgeholt hatte.
9206#1. Könige,13,21#21. Und er rief den Gottesmann, der aus Jehuda gekommen war, an und sprach: «So spricht der Ewige: Weil du dem Ausspruch des Ewigen getrotzt und das Gebot nicht gehalten hast, das dir der Ewige, dein Gott, aufgetragen,
9207#1. Könige,13,22#22. und du umgekehrt bist und Brot gegessen und Wasser getrunken hast an dem Ort, wovon er zu dir gesprochen: ,Iß kein Brot und trink kein Wasser', soll dein Leichnam nicht in das Grab deiner Väter kommen.»
9208#1. Könige,13,23#23. Es war nun, nachdem er Brot gegessen und nachdem er getrunken hatte, da sattelte man ihm den Esel des Gottbegeisteten, der ihn zurückgeholt hatte,
9209#1. Könige,13,24#24. und er ging. Da traf ihn ein Löwe auf dem Weg und tötete ihn. Da lag sein Leichnam hingestreckt auf dem Weg, und der Esel stand daneben, und der Löwe stand neben dem Leichnam.
9210#1. Könige,13,25#25. Da kamen Leute vorüber, die sahen den Leichnam hingestreckt auf dem Weg liegen und den Löwen neben dem Leichnam stehen, und sie kamen hin und redeten (davon) in der Stadt, wo der gottbegeistete Alte wohnte.
9211#1. Könige,13,26#26. Da hörte es der Gottbegeistete, der jenen vom Weg zurückgeholt hatte, und sprach: «Das ist der Gottesmann, der dem Ausspruch des Ewigen getrotzt, so hat ihn denn der Ewige dem Löwen hingegeben, daß er ihn zermalmte und tötete, nach dem Geheiß des Ewigen, der zu ihm geredet.»
9212#1. Könige,13,27#27. Und er redete zu seinen Söhnen und sprach: «Sattelt mir den Esel!» Und sie sattelten ihn.
9213#1. Könige,13,28#28. Da ging er hin und fand seinen Leichnam hingestreckt auf dem Weg und den Esel und den Löwen bei dem Leichnam stehend, es hatte aber der Löwe den Leichnam nicht gefressen und den Esel nicht zermalmt.
9214#1. Könige,13,29#29. Da nahm der Gottbegeistete den Leichnam des Gottesmannes auf, legte ihn auf den Esel, führte ihn zurück und kam in die Stadt des begeisteten Alten, um Totenklage zu halten und ihn zu begraben.
9215#1. Könige,13,30#30. Und er legte seinen Leichnam in sein Grab, und man beklagte ihn: «Weh, Bruder!»
9216#1. Könige,13,31#31. Es war nun, nachdem er ihn begraben hatte, da sprach er zu seinen Söhnen: «Wenn ich sterbe, so begrabt mich in dem Grab, in dem der Gottesmann begraben ist, neben seine Gebeine legt meine Gebeine.
9217#1. Könige,13,32#32. Denn geschehen wird das Wort, das er auf des Ewigen Geheiß über den Altar in Bet-El und über alle Kultkammerhäuser in den Städten Schomerons geredet hat.»
9218#1. Könige,13,33#33. Nach dieser Begebenheit kehrte Jarob'am nicht um von seinem bösen Weg und machte weiter aus der Gesamtheit des Volkes Priester der Kultkammern; wer Lust hatte, den setzte er ins Amt, und er gehörte zu den Priestern der Kultkammern.
9219#1. Könige,13,34#34. Und es kam um dieser Sache willen dem Haus Jarob'ams zur Versündigung, und (dazu), es vom Erdboden zu vernichten und zu vertilgen.
9220#1. Könige,14,1#1. Zu jener Zeit erkrankte Abija, der Sohn Jarob'ams.
9221#1. Könige,14,2#2. Da sprach Jarob'am zu seinem Weib: «Mach dich doch auf, verstelle dich, daß man nicht erkennt, daß du Jarob'ams Weib bist, und geh nach Schilo, sieh, dort ist Ahija, der Gottbegeistete; der hat über mich als den König über dieses Volk geredet.
9222#1. Könige,14,3#3. Und nimm mit dir zehn Brote, Backwerk und eine Flasche Honig und komm zu ihm; er wird dir melden, was mit dem Knaben sein wird.»
9223#1. Könige,14,4#4. Da tat das Weib Jarob'ams so, machte sich auf, begab sich nach Schilo und kam in das Haus Ahijas. Ahijahu aber konnte nicht sehen, denn seine Augen waren vor Alter starr geworden.
9224#1. Könige,14,5#5. Aber der Ewige hatte zu Ahijahu gesprochen: «Sieh, das Weib Jarob'ams kommt, um ein Wort von dir zu erfragen wegen ihres Sohnes, da er erkrankt ist. So und so sollst du zu ihr reden. Und wenn sie nun kommt, so wird sie sich fremd stellen.»
9225#1. Könige,14,6#6. Und es war nun, als Ahijahu den Hall ihrer Tritte hörte, wie sie in die Tür trat, da sprach er: «Tritt ein, Weib Jarob'ams, warum doch stellst du dich fremd? Bin ich doch mit Hartem zu dir gesandt.
9226#1. Könige,14,7#7. Geh, sage zu Jarob'am: So spricht der Ewige, der Gott Jisraëls: Darum, daß ich dich mitten aus dem Volk emporgehoben und zum Fürsten gesetzt habe über mein Volk Jisraël,
9227#1. Könige,14,8#8. daß ich das Königreich dem Haus Dawid entrissen und dir gegeben habe, du aber warst nicht wie mein Knecht Dawid, der meine Gebote wahrte und der mir nachging mit ganzem Herzen, nur, was in meinen Augen recht ist, zu tun,
9228#1. Könige,14,9#9. sondern hast Schlimmeres getan als alle, die vor dir waren, bist hingegangen und hast dir andere Götter und Gußbilder gemacht, um mich zu kränken, mich aber hast du hinter dich geworfen;
9229#1. Könige,14,10#10. darum bringe ich Unheil über Jarob'ams Haus, und rotte ich von Jarob'am aus, was an die Wand pißt, Drinverhaltenes wie Freibelassenes in Jisraël, und fege hinter Jarob'ams Haus aus, wie man den Kot ausfegt bis zum letzten.
9230#1. Könige,14,11#11. Was Jarob'am in der Stadt stirbt, das fressen die Hunde, und was auf dem Feld stirbt, das frißt das Vogelvolk des Himmels, denn der Ewige hat es geredet.
9231#1. Könige,14,12#12. Du aber steh auf und geh nach deinem Haus: Wenn deine Füße zur Stadt kommen, stirbt der Knabe.
9232#1. Könige,14,13#13. Dann wird ganz Jisraël ihn beklagen und ihn begraben. Denn er allein wird von Jarob'am in ein Grab kommen, dafür, daß sich an ihm von dem Haus Jarob'ams Gutes gefunden gegenüber dem Ewigen, dem Gott Jisraëls.
9233#1. Könige,14,14#14. Und der Ewige wird sich einen König erstellen über Jisraël, der das Haus Jarob'ams ausrotten wird. Dies an dem Tag, und wie gar dann:
9234#1. Könige,14,15#15. Schlagen wird der Ewige Jisraël, daß es schwankt wie das Rohr im Wasser, und ausreißen wird der Ewige Jisraël aus diesem guten Boden, den er ihren Vätern gegeben, und wird sie zerstreuen jenseits des Stromes, dafür, daß sie ihre Weihbäume gemacht haben, den Ewigen kränkend.
9235#1. Könige,14,16#16. So gibt er Jisraël hin infolge der Sünden Jarob'ams, die er begangen und die er Jisraël begehen machte.»
9236#1. Könige,14,17#17. Dann erhob sich das Weib Jarob'ams, ging davon und kam nach Tirza. Sie kam gerade an die Schwelle des Hauses, da starb der Knabe.
9237#1. Könige,14,18#18. Und es begrub ihn und beklagte ihn ganz Jisraël, nach dem Wort des Ewigen, das er durch seinen Knecht Ahijahu, den Gottbegeisteten, geredet hatte.
9238#1. Könige,14,19#19. Und die übrigen Begebenheiten von Jarob'am, wie er Krieg geführt und regiert hat, sieh, die sind in dem Buch der Zeitbegebenheiten der Könige von Jisraël aufgeschrieben.
9239#1. Könige,14,20#20. Und die Zeit, die Jarob'am regierte, war zweiundzwanzig Jahre. Dann ging er zur Ruhe bei seinen Vätern, und König ward sein Sohn Nadab an seiner Statt.
9240#1. Könige,14,21#21. Und Rehab'am, der Sohn Schelomos, regierte in Jehuda. Einundvierzig Jahre war Rehab'am alt, als er König ward, und siebzehn Jahre regierte er in Jeruschalaim, der Stadt, die der Ewige aus allen Stämmen Jisraëls erwählt hatte, um dort seinen Namen hinzusetzen. Und der Name seiner Mutter war Naama, die Ammoniterin.
9241#1. Könige,14,22#22. Jehuda aber tat, was böse ist in den Augen des Ewigen, und sie ereiferten ihn über alles, was ihre Väter getan hatten, durch ihre Sünden, die sie verübten.
9242#1. Könige,14,23#23. So bauten auch sie sich Kultkammern und Standmale und Weihbäume auf jeder hohen Höhe und unter jedem grünen Baum.
9243#1. Könige,14,24#24. Sogar Weihbuhlschaft gab es im Land. Sie taten gleich allen Greueln der Völker, die der Ewige vor den Kindern Jisraël verjagt hatte.
9244#1. Könige,14,25#25. Und es war im fünften Jahr des Königs Rehab'am, da zog Schischak, der König von Mizraim, wider Jeruschalaim hinauf.
9245#1. Könige,14,26#26. Und er nahm fort die Schätze im Haus des Ewigen und die Schätze im Haus des Königs, alles nahm er, auch nahm er alle die goldenen Schilde, die Schelomo gemacht hatte.
9246#1. Könige,14,27#27. Dann ließ der König Rehab'am an ihrer Stelle Schilde von Erz anfertigen und gab sie in Verwahrung zuhanden der Obersten der Läufer, die den Eingang zum Haus des Königs bewachten.
9247#1. Könige,14,28#28. Und es war, so oft der König ins Haus des Ewigen ging, trugen die Läufer sie, und brachten sie dann wieder in das Gemach der Läufer zurück.
9248#1. Könige,14,29#29. Und die übrigen Begebenheiten von Rehab'am - und alles, was er getan - die sind ja im Buch der Zeitbegebenheiten der Könige von Jehuda aufgeschrieben.
9249#1. Könige,14,30#30. Krieg aber war zwischen Rehab'am und Jarob'am alle Zeit.
9250#1. Könige,14,31#31. Dann ging Rehab'am zur Ruhe bei seinen Vätern und wurde bei seinen Vätern in der Dawidsburg begraben; und der Name seiner Mutter war Naama, die Ammoniterin. Und König ward sein Sohn Abijam an seiner Statt.
9251#1. Könige,15,1#1. Und im achtzehnten Jahr des Königs Jarob'am, des Sohnes Nebats, wurde Abijam König über Jehuda.
9252#1. Könige,15,2#2. Drei Jahre regierte er in Jeruschalaim, und der Name seiner Mutter war Maacha, Tochter Abischaloms.
9253#1. Könige,15,3#3. Und er wandelte in allen Sünden seines Vaters, die der vor ihm getan hatte, und sein Herz war nicht ganz mit dem Ewigen, seinem Gott, wie das Herz seines Vaters Dawid.
9254#1. Könige,15,4#4. Aber um Dawids willen gab ihm der Ewige, sein Gott, eine Leuchte in Jeruschalaim, daß er seinen Sohn aufstellte nach ihm und Jeruschalaim bestehen ließ,
9255#1. Könige,15,5#5. weil Dawid getan hatte, was recht ist in den Augen des Ewigen, und nicht von dem abgegangen war, was er ihm geboten hatte, alle Tage seines Lebens, außer in der Sache mit Urija dem Hittiter.
9256#1. Könige,15,6#6. Krieg aber war zwischen Rehab'am und Jarob'am alle Tage seines Lebens.
9257#1. Könige,15,7#7. Und die übrigen Begebenheiten von Abijam - und alles, was er getan - die sind ja in dem Buch der Zeitbegebenheiten der Könige von Jehuda aufgeschrieben. Krieg aber war zwischen Abijam und Jarob'am.
9258#1. Könige,15,8#8. Dann ging Abijam zur Ruhe bei seinen Vätern, und man begrub ihn in der Dawidsburg. Und König wurde sein Sohn Asa an seiner Statt.
9259#1. Könige,15,9#9. Und im zwanzigsten Jahr Jarob'ams, des Königs von Jisraël, ward Asa König, der König von Jehuda.
9260#1. Könige,15,10#10. Und einundvierzig Jahre regierte er in Jeruschalaim, und der Name seiner Mutter war Maacha, Tochter Abischaloms.
9261#1. Könige,15,11#11. Und Asa tat, was recht ist in den Augen Gottes, wie sein Vater Dawid.
9262#1. Könige,15,12#12. Und er schaffte die Weihbuhlen aus dem Land und entfernte all die Götzen, die seine Väter gemacht hatten.
9263#1. Könige,15,13#13. Sogar seine Mutter Maacha, die setzte er als Herrin ab, weil sie der Baumgottheit-1- ein Schauderbild angefertigt hatte. Und Asa hieb ihr Schauderbild um und verbrannte es im Tal Kiddron. -1) -+Aschera-.++
9264#1. Könige,15,14#14. Die Kultkammern aber schwanden nicht, doch das Herz Asas war ganz mit dem Ewigen alle seine Tage.
9265#1. Könige,15,15#15. Und er brachte ein die Weihgaben seines Vaters und die im Haus des Ewigen, Gold, Silber und Geräte.
9266#1. Könige,15,16#16. Krieg aber war zwischen Asa und Ba'scha, dem König von Jisraël, alle ihre Tage.
9267#1. Könige,15,17#17. Und Ba'scha, der König von Jisraël, zog gegen Jehuda heran und baute ha-Rama aus, um von Asa, dem König von Jehuda, niemand ausgehn noch eingehn zu lassen.
9268#1. Könige,15,18#18. Da nahm Asa alles Silber und Gold, das in den Schatzkammern des Hauses des Ewigen übrig geblieben war, und die Schätze im Haus des Königs und übergab sie seinen Dienern, und der König Asa schickte sie Ben-Hadad, dem Sohn Tabrimmons, dem Sohn Hesjons, dem König von Aram, der in Dammesek wohnte, und ließ ihm sagen:
9269#1. Könige,15,19#19. «Ein Bündnis ist zwischen mir und dir, und zwischen meinem Vater und deinem, sieh, ich sende dir ein Geschenk an Silber und Gold, geh und brich dein Bündnis mit Ba'scha, dem König von Jisraël, daß er von mir abzieht.»
9270#1. Könige,15,20#20. Da hörte Ben-Hadad auf den König Asa, sandte die Heeresobersten, die er hatte, gegen die Städte Jisraëls und schlug Ijon und Dan und Abel-Bet-Maacha und das ganze Kinnerot, nebst dem ganzen Land Naftali.
9271#1. Könige,15,21#21. Und es war, als Ba'scha davon hörte, da ließ er ab ha-Rama auszubauen und blieb in Tirza.
9272#1. Könige,15,22#22. Der König Asa aber rief ganz Jehuda auf - keiner kam frei -, und sie trugen die Steine und Hölzer von ha-Rama, daran Ba'scha gebaut hatte, und der König Asa baute damit Geba in Binjamin und ha-Mizpa.
9273#1. Könige,15,23#23. Und alle übrigen Begebenheiten von Asa - und all seine Stärke, und alles, was er getan, und die Städte, die er gebaut hat - die sind ja aufgeschrieben in dem Buch der Zeitbegebenheiten der Könige von Jehuda. Nur: Zur Zeit seines Alters krankte er an den Beinen.
9274#1. Könige,15,24#24. Dann ging Asa zur Ruhe bei seinen Vätern und wurde bei seinen Vätern in der Burg seines Vaters Dawid begraben. Und König ward sein Sohn Jehoschafat an seiner Statt.
9275#1. Könige,15,25#25. Und Nadab, der Sohn Jarob'ams, wurde König über Jisraël im zweiten Jahr Asas, des Königs von Jehuda; und er regierte über Jisraël zwei Jahre.
9276#1. Könige,15,26#26. Und er tat, was böse ist in den Augen des Ewigen, und ging in dem Weg seines Vaters und in seiner Sünde, zu der er Jisraël verführt hatte.
9277#1. Könige,15,27#27. Und es verschwor sich gegen ihn Ba'scha, der Sohn Ahijas, vom Haus Jissachars, und Ba'scha schlug ihn zu Gibbeton, das den Pelischtäern gehört, während Nadab und ganz Jisraël Gibbeton belagerten.
9278#1. Könige,15,28#28. Da tötete ihn Ba'scha im dritten Jahr Asas, des Königs von Jehuda, und wurde König an seiner Statt.
9279#1. Könige,15,29#29. Und es war, als er König geworden war, da erschlug er das ganze Haus Jarob'ams. Er ließ keine Seele übrig von Jarob'am, bis er ihn ausgetilgt hatte, gemäß dem Wort des Ewigen, das er durch seinen Diener Ahija, den Schiloniten, geredet hatte;
9280#1. Könige,15,30#30. wegen der Sünden Jarob'ams, die er begangen und zu denen er Jisraël verführt hatte, mit der Kränkung, womit er den Ewigen, den Gott Jisraëls, gekränkt hatte.
9281#1. Könige,15,31#31. Und die übrigen Begebenheiten von Nadab - und alles, was er getan - die sind ja im Buch der Zeitbegebenheiten der Könige von Jisraël aufgeschrieben.
9282#1. Könige,15,32#32. Und Krieg war zwischen Asa und Ba'scha, dem König von Jisraël, alle ihre Tage.
9283#1. Könige,15,33#33. Im dritten Jahr Asas, des Königs von Jehuda, ward Ba'scha, der Sohn Ahijas, König über ganz Jisraël in Tirza: Vierundzwanzig Jahre.
9284#1. Könige,15,34#34. Und er tat, was böse ist in den Augen des Ewigen, und ging in dem Weg Jarob'ams und in seiner Sünde, zu der er Jisraël verführt hatte.
9285#1. Könige,16,1#1. Und es erging das Wort des Ewigen an Jehu, den Sohn Hananis, wider Ba'scha, besagend:
9286#1. Könige,16,2#2. Dafür, daß ich dich aus dem Staub erhoben und zum Fürsten über mein Volk Jisraël gemacht habe, du aber in dem Weg Jarob'ams gegangen bist und mein Volk Jisraël zur Sünde verführt hast, mich durch ihre Sünden zu kränken,
9287#1. Könige,16,3#3. fege ich aus hinter Ba'scha und seinem Haus und mache dein Haus wie das Haus Jarob'ams, des Sohnes Nebats.
9288#1. Könige,16,4#4. Was Ba'scha in der Stadt stirbt, sollen die Hunde fressen, und was ihm auf dem Felde stirbt, frißt das Vogelvolk des Himmels.
9289#1. Könige,16,5#5. Und die übrigen Begebenheiten von Ba'scha - und was er getan und seine Stärke - die sind ja im Buch der Zeitbegebenheiten der Könige von Jisraël aufgeschrieben.
9290#1. Könige,16,6#6. Da ging Ba'scha zur Ruhe bei seinen Vätern und wurde in Tirza begraben. Und König wurde sein Sohn Ela an seiner Statt.
9291#1. Könige,16,7#7. Und auch durch Jehu, den Sohn Hananis, den Gottbegeisteten, war das Wort des Ewigen ergangen an Ba'scha und sein Haus wegen all des Bösen in den Augen des Ewigen, das er getan, ihn durch die Tat seiner Hände zu kränken, so daß es werden sollte wie das Haus Jarob'ams, und deshalb, weil er jenen erschlagen hatte.
9292#1. Könige,16,8#8. Im sechsundzwanzigsten Jahr Asas, des Königs von Jehuda, wurde Ela, Sohn Ba'schas, König über Jisraël in Tirza: Zwei Jahre.
9293#1. Könige,16,9#9. Dann verschwor sich wider ihn sein Diener Simri, Oberster über die Hälfte der Wagen. Und er hatte sich eben in Tirza trunken gezecht, im Haus Arzas, der über das Haus (gesetzt) war in Tirza,
9294#1. Könige,16,10#10. da kam Simri daher und schlug ihn tot im siebenundzwanzigsten Jahr Asas, des Königs von Jehuda, und ward König an seiner Statt.
9295#1. Könige,16,11#11. Es war aber, als er König geworden war, sobald er auf seinem Thron saß, da erschlug er das ganze Haus Ba'schas; er ließ ihm nicht übrig, was an die Wand pißt, seine Verwandten und Genossen.
9296#1. Könige,16,12#12. So vertilgte Simri das ganze Haus Ba'schas gemäß dem Wort des Ewigen, das er zu Ba'scha geredet hatte durch Jehu, den Gottbegeisteten,
9297#1. Könige,16,13#13. für alle Sünden Ba'schas und die Sünden seines Sohnes Ela, die sie begangen, und wozu sie Jisraël verführt hatten, den Ewigen, den Gott Jisraëls, mit ihren Wahngötzen zu kränken.
9298#1. Könige,16,14#14. Und die übrigen Begebenheiten von Ela - und alles, was er getan - die sind ja im Buch der Zeitbegebenheiten der Könige von Jisraël aufgeschrieben.
9299#1. Könige,16,15#15. Im siebenundzwanzigsten Jahr Asas, des Königs von Jehuda, wurde Simri König, (für) sieben Tage, in Tirza, während das Volk Gibbeton belagerte, das den Pelischtäern gehörte.
9300#1. Könige,16,16#16. Und das belagernde Volk hörte sagen: «Simri hat sich verschworen und hat schon den König erschlagen.» Da machte ganz Jisraël Omri, einen Heeresobersten, an jenem Tag im Lager zum König über Jisraël.
9301#1. Könige,16,17#17. Dann zog Omri und ganz Jisraël mit ihm von Gibbeton ab und sie belagerten Tirza.
9302#1. Könige,16,18#18. Es war nun, als Simri sah, daß die Stadt eingenommen wurde, da ging er in die Burg des Königshauses, steckte über sich das Königshaus in Brand und starb.
9303#1. Könige,16,19#19. Wegen seiner Sünden, die er begangen, zu tun, was böse ist in den Augen des Ewigen, in dem Weg Jarob'ams zu gehen und in dessen Sünde, die er begangen, Jisraël zur Sünde zu verführen.
9304#1. Könige,16,20#20. Und die übrigen Begebenheiten von Simri und seine Verschwörung, die er angestiftet, die sind ja im Buch der Zeitbegebenheiten der Könige von Jisraël aufgeschrieben.
9305#1. Könige,16,21#21. Damals spaltete sich das Volk Jisraël, gehälftet, die Hälfte des Volkes folgte Tibni, dem Sohn Ginats, ihn zum König zu machen, und die Hälfte folgte Omri.
9306#1. Könige,16,22#22. Aber das Volk, das Omri folgte, bekam die Oberhand über das Volk, das Tibni, dem Sohn Ginats, folgte, und Tibni starb, und Omri ward König.
9307#1. Könige,16,23#23. Im einunddreißigsten Jahr Asas, des Königs von Jehuda, wurde Omri König über Jisraël: Zwölf Jahre; in Tirza regierte er sechs Jahre,
9308#1. Könige,16,24#24. dann kaufte er den Berg Schomeron von Schemer um zwei Scheiben Silber, bebaute den Berg und nannte die Stadt, die er erbaut hatte, nach Schemer, dem Herrn des Berges: Schomeron.
9309#1. Könige,16,25#25. Und Omri tat, was böse ist in den Augen des Ewigen, schlimmer als alle, die vor ihm waren.
9310#1. Könige,16,26#26. Und er ging völlig in dem Weg Jarob'ams, des Sohnes Nebats, und in seiner Sünde, zu der er Jisraël verführt hatte, den Ewigen, den Gott Jisraëls, mit ihren Wahngötzen zu kränken.
9311#1. Könige,16,27#27. Und die übrigen Begebenheiten von Omri - was er getan und die Stärke, die er bewiesen - die sind ja im Buch der Zeitbegebenheiten der Könige von Jisraël aufgeschrieben.
9312#1. Könige,16,28#28. Und Omri ging zur Ruhe bei seinen Vätern und wurde in Schomeron begraben; und König ward sein Sohn Ah'ab an seiner Statt.
9313#1. Könige,16,29#29. Ah'ab aber, der Sohn Omris, wurde im achtunddreißigsten Jahr Asas, des Königs von Jehuda, König über Jisraël; und Ah'ab, der Sohn Omris, regierte über Jisraël in Schomeron zweiundzwanzig Jahre.
9314#1. Könige,16,30#30. Es tat aber Ah'ab, der Sohn Omris, was böse ist in den Augen des Ewigen, mehr als alle vor ihm.
9315#1. Könige,16,31#31. Und als wenn es zu wenig gewesen, daß er in den Sünden Jarob'ams, des Sohnes Nebats, ging, nahm er zum Weib Isebel, die Tochter Etbaals, des Königs der Zidonier, ging hin und diente dem Baal und warf sich ihm nieder.
9316#1. Könige,16,32#32. Und er errichtete dem Baal einen Altar im Haus des Baal, das er in Schomeron erbaut hatte.
9317#1. Könige,16,33#33. Und Ah'ab machte den Weihbaum, und Ah'ab tat mehr, den Ewigen, den Gott Jisraëls, zu kränken, als alle Könige von Jisraël, die vor ihm waren.
9318#1. Könige,16,34#34. In seinen Tagen baute Hiël aus Bet-El Jeriho auf; mit Abiram, seinem Erstgeborenen, legte er dessen Grund, und mit Segub, seinem Jüngsten, setzte er seine Türen, gemäß dem Wort des Ewigen, das er durch Jehoschua, den Sohn Nuns, geredet hatte.
9319#1. Könige,17,1#1. Und es sprach Elijahu, der Tischbite, aus Toschabe in Gil'ad, zu Ah'ab: «Es lebt der Ewige, der Gott Jisraëls, vor dem ich gestanden! Ob da diese Jahre Tau und Regen sein soll, es sei denn auf mein Wort!»
9320#1. Könige,17,2#2. Dann erging das Wort des Ewigen an ihn, besagend:
9321#1. Könige,17,3#3. «Geh fort von hier, wende dich gegen Osten und verbirg dich am Bach Kerit, der vor dem Jarden ist.
9322#1. Könige,17,4#4. Und es soll sein: Aus dem Bach wirst du trinken, und die Raben habe ich entboten, dich dort zu versorgen.»
9323#1. Könige,17,5#5. Und er ging und tat nach dem Wort des Ewigen, ging hin und weilte am Bach Kerit, der vor dem Jarden ist.
9324#1. Könige,17,6#6. Und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch am Morgen und Brot und Fleisch am Abend, und aus dem Bach trank er.
9325#1. Könige,17,7#7. Es war aber nach Verlauf einer Zeit, da trocknete der Bach aus, denn es war kein Regen im Land.
9326#1. Könige,17,8#8. Da erging das Wort des Ewigen an ihn, besagend:
9327#1. Könige,17,9#9. «Mach dich auf, geh nach Zarefat, das zu Zidon gehört, und bleibe dort, sieh, ich habe dort eine Witfrau entboten, dich zu versorgen.»
9328#1. Könige,17,10#10. Da machte er sich auf, ging nach Zarefat und kam bis an den Eingang der Stadt; und sieh, da war eine Witfrau, die Holz auflas. Er rief sie an und sprach: «Hol mir doch ein wenig Wasser im Gefäß, daß ich trinke.»
9329#1. Könige,17,11#11. Sie ging es zu holen, da rief er ihr zu und sprach: «Bring mir doch ein Stück Brot mit!»
9330#1. Könige,17,12#12. Da sprach sie: «Es lebt der Ewige, dein Gott! Ob ich Gebackenes habe! Nichts als eine Handvoll Mehl im Krug und ein wenig Öl in der Flasche; sieh, ich lese ein paar Holzstücke auf, daß ich heimkomme und es für mich und meinen Sohn zubereite, daß wir es essen - und sterben.»
9331#1. Könige,17,13#13. Da sprach zu ihr Elijahu: «Fürchte nicht, geh hinein, tu nach deiner Rede, doch bereite mir davon zuerst ein kleines Flachbrot und bring es mir heraus, für dich aber und deinen Sohn bereite nachher.
9332#1. Könige,17,14#14. Denn so spricht der Ewige, der Gott Jisraëls: Der Krug Mehl wird nicht zu Ende gehen und die Flasche Öl nicht leer werden bis zu dem Tag, da der Ewige Regen gibt auf dem Erdboden.»
9333#1. Könige,17,15#15. Da ging sie und tat nach dem Wort Elijahus, und sie aß und er und ihr Haus, eine Zeit durch.
9334#1. Könige,17,16#16. Der Krug Mehl ging nicht zu Ende und die Flasche Öl wurde nicht leer gemäß dem Wort des Ewigen, das er durch Elijahu geredet hatte.
9335#1. Könige,17,17#17. Es war nun nach diesen Begebenheiten, da wurde der Sohn des Weibes, der Hauswirtin, krank, und seine Krankheit ward sehr heftig, bis daß kein Odem mehr in ihm blieb.
9336#1. Könige,17,18#18. Da sprach sie zu Elijahu: «Was habe ich mit dir, Gottesmann? Du bist zu mir gekommen, an meine Sünde zu erinnern und meinen Sohn zu töten.»
9337#1. Könige,17,19#19. Da sprach er zu ihr: «Gib mir deinen Sohn!» Und er nahm ihn von ihrem Schoß, brachte ihn in das Obergemach hinauf, wo er wohnte, und legte ihn auf sein Bett.
9338#1. Könige,17,20#20. Dann rief er zum Ewigen und sprach: «Ewiger, mein Gott, tust du gar der Witwe, bei der ich gaste, übel, daß du ihren Sohn tötest?»
9339#1. Könige,17,21#21. Und er streckte sich dreimal über das Kind, rief den Ewigen an und sprach: «Ewiger, mein Gott, soll doch die Seele dieses Knaben in ihn zurückkehren!»
9340#1. Könige,17,22#22. Da hörte der Ewige auf die Stimme Elijahus und die Seele des Knaben kehrte in ihn zurück, und er lebte.
9341#1. Könige,17,23#23. Da nahm Elijahu das Kind und brachte es aus dem Obergemach in das Haus hinab, gab es seiner Mutter, und Elijahu sprach: «Sieh, dein Sohn lebt.»
9342#1. Könige,17,24#24. Da sprach das Weib zu Elijahu: «Jetzt weiß ich, daß du ein Gottesmann bist, und das Wort des Ewigen in deinem Mund Wahrheit ist.»
9343#1. Könige,18,1#1. Und es war eine lange Zeit, dann erging das Wort des Ewigen an Elijahu im dritten Jahr, besagend: «Geh, zeige dich Ah'ab, und ich will Regen geben auf dem Erdboden.»
9344#1. Könige,18,2#2. Da ging Elijahu hin, sich Ah'ab zu zeigen. Der Hunger war aber stark in Schomeron.
9345#1. Könige,18,3#3. Und Ah'ab berief Obadjahu, der über das Haus (gesetzt) war, und Obadjahu ehrfürchtete den Ewigen sehr;
9346#1. Könige,18,4#4. es war aber, als Isebel die Begeisteten des Ewigen ausrottete, da hatte Obadjahu hundert Gottbegeistete genommen, je fünfzig Mann in einer Höhle verborgen und sie mit Brot und Wasser versorgt.
9347#1. Könige,18,5#5. Nun sprach Ah'ab zu Obadjahu: «Geh im Land zu allen Wasserquellen und zu allen Flußtälern, vielleicht findet sich Gras, daß wir Pferd und Maultier am Leben erhalten und nichts vom Vieh zugrunde gehn lassen.»
9348#1. Könige,18,6#6. Und sie teilten sich das Land, es zu durchstreifen, Ah'ab ging auf einem Weg allein, und Obadjahu ging auf einem Weg allein.
9349#1. Könige,18,7#7. Als nun Obadjahu auf dem Weg war, sieh, da kam ihm Elijahu entgegen. Er erkannte ihn, fiel auf sein Antlitz und sprach: «Bist du es, mein Herr Elijahu?»
9350#1. Könige,18,8#8. Da sprach er zu ihm: «Ich bin es, geh, sage deinem Herrn: ,Da ist Elijahu!'»
9351#1. Könige,18,9#9. Da sprach er: «Was habe ich gesündigt, daß du deinen Knecht in die Hand Ah'abs gibst, mich zu töten?
9352#1. Könige,18,10#10. Es lebt der Ewige, dein Gott! Ob es Volk oder Reich gibt, dahin mein Herr nicht geschickt hat, dich zu suchen! Und sagten sie, er ist nicht da, so ließ er das Reich und das Volk schwören, daß es dich nicht gefunden.
9353#1. Könige,18,11#11. Und jetzt sagst du: ,Geh, sage deinem Herrn, da ist Elijahu.'
9354#1. Könige,18,12#12. Dann wird es sein, wenn ich nun von dir gehe, und der Geist des Ewigen trägt dich, ich weiß nicht wohin, und ich komme, Ah'ab zu melden, und er findet dich nicht vor, so bringt er mich um. Dein Knecht aber ehrfürchtet den Ewigen von Jugend an.
9355#1. Könige,18,13#13. Ist meinem Herrn nicht gemeldet worden, was ich getan, als Isebel die Begeisteten des Ewigen umbrachte, wie ich von den Begeisteten des Ewigen hundert Mann, je fünfzig, fünfzig Mann in einer Höhle verbarg und sie mit Brot und Wasser versorgte?
9356#1. Könige,18,14#14. Und jetzt sagst du zu mir: ,Geh, sage deinem Herrn, da ist Elijahu!' Da wird er mich umbringen.»
9357#1. Könige,18,15#15. Da sprach Elijahu: «Es lebt der Ewige der Scharen, vor dem ich gestanden! Heute werde ich mich ihm zeigen.»
9358#1. Könige,18,16#16. Da ging Obadjahu Ah'ab entgegen und meldete es ihm. Dann ging Ah'ab Elijahu entgegen.
9359#1. Könige,18,17#17. Es war nun, als Ah'ab Elijahu erblickte, da sprach Ah'ab zu ihm: «Bist du das, Unglücksbringer Jisraëls?»
9360#1. Könige,18,18#18. Da sprach er: «Nicht ich habe Jisraël Unglück gebracht, sondern du und das Haus deines Vaters, indem ihr die Gebote des Ewigen verließet und du den Baalen nachgingst.
9361#1. Könige,18,19#19. Jetzt aber sende hin, versammle zu mir ganz Jisraël zum Berg Karmel, und die Begeisteten des Baal, vierhundertfünfzig, und die Begeisteten der Baumgottheit, vierhundert, die am Tisch Isebels essen.»
9362#1. Könige,18,20#20. Da schickte Ah'ab unter alle Kinder Jisraël hin und versammelte die Begeisteten zum Berg Karmel.
9363#1. Könige,18,21#21. Und Elijahu trat heran zu dem ganzen Volk und sprach: «Wie lange noch geht ihr an beiden Seiten vorbei? Ist der Ewige Gott, so folgt ihm, und ist es Baal, so folgt dem.» Aber das Volk antwortete ihm mit keinem Wort.
9364#1. Könige,18,22#22. Da sprach Elijahu zu dem Volk: «Ich allein bin übriggeblieben als Begeisteter des Ewigen, und der Begeisteten des Baal sind vierhundertfünfzig Mann.
9365#1. Könige,18,23#23. So gebe man uns zwei Stiere; sie sollen sich den einen Stier wählen, ihn zerstücken und auf das Holz legen, aber kein Feuer daran tun, und ich will den einen Stier bereiten und auf die Holzstücke legen, aber kein Feuer daran tun.
9366#1. Könige,18,24#24. Dann ruft ihr den Namen eures Gottes an, und ich will den Namen des Ewigen anrufen, und es gelte: Der Gott, der mit Feuer antwortet, der ist Gott.» Da antwortete alles Volk und sprach: «Gut ist es.»
9367#1. Könige,18,25#25. Dann sprach Elijahu zu den Begeisteten des Baal: «Wählt euch den einen Stier und bereitet ihn zuerst, denn ihr seid die Vielen, und ruft den Namen eures Gottes an, aber tut kein Feuer daran.»
9368#1. Könige,18,26#26. Da nahmen sie den Stier, den er ihnen überlassen hatte, bereiteten ihn und riefen den Namen des Baal an vom Morgen bis zum Mittag, sprechend: «Baal, erhöre uns!» Aber: Kein Laut, kein Rufer; und sie gingen um den Altar herum, den man gemacht hatte.
9369#1. Könige,18,27#27. Als es aber Mittag war, narrte sie Elijahu und sprach: «Ruft mit lauter Stimme, er ist ja ein Gott, hat ja Geschäft, hat Gemächt, hat eine Reise; vielleicht schläft er, so soll er erwachen.»
9370#1. Könige,18,28#28. Und sie riefen mit lauter Stimme und machten sich nach ihrer Weise Schnitte mit Schwertern und Spießen, bis das Blut an ihnen herabfloß.
9371#1. Könige,18,29#29. Da wars, als Mittag vorüber war, und sie begeisteten sich bis (zur Zeit) da das Mehlopfer aufsteigt; aber: Kein Laut, kein Rufer, kein Lauschen.
9372#1. Könige,18,30#30. Da sprach Elijahu zum ganzen Volk: «Tretet her zu mir!» Und alles Volk trat zu ihm. Dann machte er den umgerissenen Altar des Ewigen wieder heil.
9373#1. Könige,18,31#31. Und Elijahu nahm zwölf Steine nach der Zahl der Stämme der Söhne Jaakobs, an den das Wort des Ewigen ergangen war, besagend: «Jisraël soll dein Name sein.»
9374#1. Könige,18,32#32. Und er baute aus den Steinen einen Altar mit dem Namen des Ewigen, machte einen Graben im Maß zweier Sea Aussaat rings um den Altar,
9375#1. Könige,18,33#33. schichtete das Holz, zerstückte den Stier, legte ihn auf das Holz
9376#1. Könige,18,34#34. und sprach: «Füllt vier Krüge mit Wasser, daß man es auf das Hochopfer und auf die Holzstücke gieße.» Dann sprach er: «Noch einmal!» Dann taten sie es wieder, dann sprach er: «Zum dritten Mal!» Da taten sie es zum dritten Mal.
9377#1. Könige,18,35#35. So ging das Wasser rings um den Altar, und auch den Graben füllte er mit Wasser.
9378#1. Könige,18,36#36. Es war aber, (zur Zeit) wenn das Mehlopfer aufsteigt, da trat Elijahu, der Gottbegeistete, heran und sprach: «Ewiger, Gott Abrahams, Jizhaks und Jisraëls, möge heute kund werden, daß du Gott bist in Jisraël, und ich dein Knecht, und daß ich auf dein Wort all diese Dinge getan.
9379#1. Könige,18,37#37. Erhöre mich, Ewiger, erhöre mich, auf daß dieses Volk erkenne, daß du, Ewiger, Gott bist, und du ihre Herzen zurückgelenkt hast.»
9380#1. Könige,18,38#38. Da fiel Feuer des Ewigen herab und verzehrte das Hochopfer und das Holz und die Steine und die Erde und leckte das Wasser auf, das im Graben war.
9381#1. Könige,18,39#39. Als alles Volk das sah, fielen sie auf ihr Angesicht und sprachen: «Der Ewige, er ist Gott! Der Ewige, er ist Gott!»
9382#1. Könige,18,40#40. Und Elijahu sprach zu ihnen: «Greift die Begeisteten des Baal, keiner soll von ihnen entrinnen.» Und sie griffen sie, und Elijahu brachte sie zum Fluß Kischon hinab und schlachtete sie dort.
9383#1. Könige,18,41#41. Dann sprach Elijahu zu Ah'ab: «Zieh hinauf, iß und trink, denn es tönt das Brausen des Regens!»
9384#1. Könige,18,42#42. So zog Ah'ab hinauf, zu essen und zu trinken. Elijahu aber stieg hinauf zur Spitze des Karmel, krümmte sich zur Erde und tat sein Gesicht zwischen seine Knie.
9385#1. Könige,18,43#43. Dann sprach er zu seinem Burschen: «Geh doch hinauf, und schau in Richtung zum Meer.» Der ging, schaute und sprach: «Da ist nichts.» und er sprach: «Geh wieder!» Siebenmal.
9386#1. Könige,18,44#44. Es war nun beim siebten Mal, da sprach er: «Sieh, da, eine kleine Wolke, wie eines Mannes Hand, steigt auf vom Meer her.» Da sprach er: «Geh, sprich zu Ah'ab: Schirr an und fahr hinab, daß dir nicht der Regen wehrt.»
9387#1. Könige,18,45#45. Es war aber während dem und dem, da verdüsterte sich der Himmel in Wolken und Wind, und es kam ein großer Regen. Und Ah'ab saß auf und ging nach Jisreel.
9388#1. Könige,18,46#46. Die Hand des Ewigen aber war an Elijahu, er schürzte seine Lenden und lief vor Ah'ab her bis gegen Jisreel hin.
9389#1. Könige,19,1#1. Und Ah'ab berichtete Isebel alles, was Elijahu getan, und wen er alles umgebracht hatte, alle Begeisteten, mit dem Schwert.
9390#1. Könige,19,2#2. Da schickte Isebel einen Boten zu Elijahu und ließ ihm sagen: «So sollen (mir) die Götter tun, so und noch mehr! Ja, morgen um diese Zeit mache ich dein Leben gleich dem Leben eines von ihnen.»
9391#1. Könige,19,3#3. Da er das sah, machte er sich auf, ging fort um sein Leben und kam nach Beer-Scheba, das zu Jehuda gehört, und ließ seinen Burschen dort.
9392#1. Könige,19,4#4. Und er ging einen Tagmarsch weit in die Wüste, kam an und setzte sich unter einen Ginsterstrauch und wünschte seiner Seele den Tod, indem er sprach; «Genug! Nimm denn, Ewiger, meine Seele, denn ich bin nicht besser als meine Väter.»
9393#1. Könige,19,5#5. Und er legte sich hin und schlief unter einem Ginsterstrauch ein. Und sieh da, ein Gottesbote, der berührte ihn und sprach zu ihm: «Steh auf, iß.»
9394#1. Könige,19,6#6. Er blickte auf und sieh, ihm zu Häupten war ein Röststeinbrot und eine Flasche Wasser; und er aß und trank und legte sich wieder hin.
9395#1. Könige,19,7#7. Da kam der Bote des Ewigen zum zweiten Mal, berührte ihn und sprach: «Auf, iß, denn weit für dich ist der Weg.»
9396#1. Könige,19,8#8. Da stand er auf und aß und trank und ging mit dieses Essens Kraft vierzig Tage und vierzig Nächte bis zum Gottesberg, dem Horeb.
9397#1. Könige,19,9#9. Dort ging er in die Höhle und übernachtete dort. Und sieh, da erging das Wort des Ewigen an ihn, und er sprach zu ihm: «Was hast du hier, Elijahu?»
9398#1. Könige,19,10#10. Da sprach er: «Geeifert hab ich für den Ewigen, den Gott der Scharen; denn verlassen haben die Kinder Jisraël deinen Bund, deine Altäre haben sie umgerissen und deine Gottbegeisteten mit dem Schwert umgebracht, so bin ich allein übriggeblieben, und sie trachten mir das Leben zu nehmen.»
9399#1. Könige,19,11#11. Und er sprach: «Geh hinaus und stell dich auf dem Berg vor den Ewigen hin.» Und sieh, der Ewige zog vorüber, und ein Sturm, gewaltig und stark, Berge reißend und Felsen trümmernd vor dem Ewigen - nicht im Sturm war der Ewige; und nach dem Sturm ein Beben - nicht im Beben war der Ewige.
9400#1. Könige,19,12#12. Und nach dem Beben ein Feuer - nicht im Feuer war der Ewige, und nach dem Feuer ein leis verklingender Hall.
9401#1. Könige,19,13#13. Es war aber, als Elijahu es hörte, da verhüllte er sein Angesicht mit seinem Mantel, trat hervor und stellte sich an den Eingang der Höhle. Und sieh, eine Stimme drang zu ihm, die sprach: «Was hast du hier, Elijahu?»
9402#1. Könige,19,14#14. Und er sprach: «Geeifert hab ich für den Ewigen, den Gott der Scharen; denn verlassen haben die Kinder Jisraël deinen Bund, deine Altäre haben sie umgerissen und deine Gottbegeisteten mit dem Schwert umgebracht, so bin ich allein übriggeblieben, und sie trachten mir das Leben zu nehmen.»
9403#1. Könige,19,15#15. Da sprach der Ewige zu ihm: «Geh, mach deinen Weg zurück nach der Wüste (bis) Dammesek, und geh hinein und salbe Hasaël zum König über Aram.
9404#1. Könige,19,16#16. Und Jehu, den Sohn Nimschis, sollst du zum König über Jisraël salben. Und Elischa, den Sohn Schafats von Abel-Mehola, sollst du zum Gottbegeisteten salben an deiner Statt.
9405#1. Könige,19,17#17. Und es soll sein: Was Hasaëls Schwert entrinnt, wird Jehu töten, und was Jehus Schwert entrinnt, wird Elischa töten.
9406#1. Könige,19,18#18. Und übrig lasse ich in Jisraël siebentausend, alle Knie, die sich nicht dem Baal gekrümmt, und jeden Mund, der ihm nicht zugeküßt.»
9407#1. Könige,19,19#19. Und er ging von dort und traf Elischa, den Sohn Schafats, der pflügte gerade, zwölf Gespanne vor sich, und er war beim zwölften. Da ging Elijahu auf ihn zu und warf ihm seinen Mantel zu.
9408#1. Könige,19,20#20. Da ließ er die Rinder, lief Elijahu nach und sprach: «Ich will noch Vater und Mutter küssen, dann will ich dir folgen.» Da sprach er zu ihm: «Geh, kehr um, denn was hab ich dir getan?»
9409#1. Könige,19,21#21. Da kehrte er sich um von ihm, nahm das Rinderpaar und schlachtete es, mit dem Geschirr der Rinder kochte er sie, das Fleisch, gab dem Volk, und sie aßen es. Dann stand er auf, folgte Elijahu und bediente ihn.
9410#1. Könige,20,1#1. Und Ben-Hadad, der König von Aram, sammelte seine ganze Heeresmacht, und zweiunddreißig Könige mit ihm; mit Roß und Wagen. Und er zog hinauf und belagerte Schomeron und bekriegte es.
9411#1. Könige,20,2#2. Und er sandte Boten zu Ah'ab, dem König von Jisraël, in die Stadt
9412#1. Könige,20,3#3. und ließ ihm sagen: «So spricht Ben-Hadad: ,Dein Silber und dein Gold ist mein, und deine Frauen und Kinder, die besten, sind mein.'»
9413#1. Könige,20,4#4. Da antwortete der König von Jisraël und sprach: «Nach deinem Wort, mein Herr, o König! Dein bin ich und alles, was mein ist.»
9414#1. Könige,20,5#5. Und die Boten kamen wieder und sprachen: «So spricht Ben-Hadad: ,Ich habe ja zu dir geschickt und sagen lassen: Dein Silber und dein Gold und deine Frauen und deine Kinder sollst du mir geben.
9415#1. Könige,20,6#6. Also: Da ich morgen um die Zeit meine Diener zu dir sende, werden sie dein Haus und die Häuser deiner Diener durchsuchen und dann all deiner Augen Lust an sich nehmen und fortholen.'»
9416#1. Könige,20,7#7. Da berief der König von Jisraël alle Ältesten des Landes und sprach: «Merkt doch und seht, daß dieser Schlimmes vorhat; denn er hat wegen meiner Frauen und Kinder, meines Silbers und Goldes zu  mir gesandt; und ich hatte ihm nicht gewehrt.»
9417#1. Könige,20,8#8. Da sprachen zu ihm alle Ältesten und alles Volk: «Hör nicht darauf und willige nicht ein.»
9418#1. Könige,20,9#Dann sprach er zu den Boten Ben-Hadads: «Sagt meinem Herrn, dem König: ,Alles, weswegen du zuerst zu deinem Knecht gesandt hast, will ich tun, aber diese Sache kann ich nicht tun.'» 9. Und die Boten gingen und brachten ihm Bescheid.
9419#1. Könige,20,10#10. Da sandte Ben-Hadad zu ihm und sprach: «So sollen die Götter mir tun, so und noch mehr, wenn der Staub Schomerons ausreicht für die Fäuste allen Volkes, das in meinem Gefolge ist.»
9420#1. Könige,20,11#11. Da antwortete der König von Jisraël und sprach: «Sprecht: ,Nie prahle, wer sich gürtet, wie wer ablegt.'»
9421#1. Könige,20,12#12. Und es war: Kaum hatte er dies Wort gehört - und er und die Könige zechten gerade in den Hütten - da sprach er zu seinen Dienern: «Drauf zu!» Und sie setzten auf die Stadt zu.
9422#1. Könige,20,13#13. Aber sieh, da war ein Gottbegeisteter, der trat zu Ah'ab, dem König von Jisraël, heran und sprach: «So spricht der Ewige: Siehst du all diese große Menge? Sieh, ich gebe sie heute in deine Hand, und du wirst erkennen, daß ich der Ewige bin.»
9423#1. Könige,20,14#14. Da sprach Ah'ab: «Durch wen?» Da sprach er: «So spricht der Ewige: Durch die Knappen der Obersten der Landschaften.» Und er sprach: «Wer wird den Kampf anschirren?» Da sagte er: «Du!»
9424#1. Könige,20,15#15. Und er musterte die Knappen der Obersten der Landschaften, und es waren zweihundertzweiunddreißig, und nach ihnen musterte er das ganze Volk, alle Kinder Jisraël, siebentausend.
9425#1. Könige,20,16#16. Und sie zogen aus um Mittag, und Ben-Hadad hatte sich trunken gezecht in den Hütten, er mit den Königen, zweiunddreißig Könige, die ihm beistanden.
9426#1. Könige,20,17#17. Da zogen die Knappen der Obersten der Landschaften zuerst aus. Und Ben-Hadad schickte hin und man meldete ihm und sagte: «Männer sind aus Schomeron herausgekommen.»
9427#1. Könige,20,18#18. Da sprach er: «Ob sie zum Frieden herausgekommen sind, ergreift sie lebend, und ob sie zum Kampf herausgekommen sind, ergreift sie lebend.»
9428#1. Könige,20,19#19. Jene aber waren aus der Stadt heraus, die Knappen der Obersten der Landschaften und das Heer, das ihnen folgte.
9429#1. Könige,20,20#20. Da erschlugen sie jeder seinen Mann, und Aram floh, und Jisraël setzte ihnen nach, und Ben-Hadad, der König von Aram, flüchtete mit Roß und Reitern.
9430#1. Könige,20,21#21. Und der König von Jisraël zog aus und schlug Rosse und Wagen und brachte Aram einen großen Schlag bei.
9431#1. Könige,20,22#22. Da trat der Gottbegeistete an den König von Jisraël heran und sprach zu ihm: «Geh, sei fest, bedenke und sieh zu, was du zu tun hast, denn zur Wiederkehr des Jahres wird der König von Aram wider dich heraufziehn.»
9432#1. Könige,20,23#23. Aber die Diener des Königs von Aram sprachen zu ihm: «Ein Gott der Berge ist ihr Gott, darum waren sie stärker als wir, jedoch laß uns mit ihnen in der Ebene kämpfen, ob wir nicht stärker sind als sie!
9433#1. Könige,20,24#24. Aber dies tu: Entferne die Könige, jeden von seinem Platz, und setze Statthalter an ihre Stelle.
9434#1. Könige,20,25#25. Und du zähle dir dein Heer ab, gleich dem Heer, das dir gefallen ist, auch Rosse wie Rosse und Wagen wie Wagen, dann wollen wir mit ihnen in der Ebene kämpfen, ob wir nicht stärker sind als sie.» Da hörte er auf ihre Stimme und tat so.
9435#1. Könige,20,26#26. Es war nun zur Wiederkehr des Jahres, da musterte Ben-Hadad Aram und zog nach Afek zum Kampf mit Jisraël hinauf.
9436#1. Könige,20,27#27. Und die Kinder Jisraël ließen sich mustern und versorgen und gingen ihnen entgegen; da lagerten die Kinder Jisraël ihnen gegenüber wie ein Paar kahlgeschorener Ziegen, aber Aram füllte das Land.
9437#1. Könige,20,28#28. Da trat der Gottesmann heran und sprach zum König von Jisraël. Er sprach: «So spricht der Ewige: Dafür, daß Aram gesagt hat: ,Ein Gott der Berge ist der Ewige und nicht ein Gott der Täler ist er', gebe ich all diese große Menge in deine Hand, und ihr werdet erkennen, daß ich der Ewige bin.»
9438#1. Könige,20,29#29. So lagerten sie einander gegenüber sieben Tage, aber dann wars, am siebenten Tag, da rückte der Kampf heran, und die Kinder Jisraël schlugen Aram, hunderttausend Marschfähige an einem Tag.
9439#1. Könige,20,30#30. Und die übrigen flohen nach Afek, in die Stadt, da fiel die Mauer auf die siebenundzwanzigtausend Mann, die übriggeblieben waren. Ben-Hadad aber war geflohen und in die Stadt gekommen, bis ins innerste Gemach.
9440#1. Könige,20,31#31. Da sprachen seine Diener zu ihm: «Sieh doch, wir haben gehört, daß die Könige des Hauses Jisraël gütige Könige sind; laß uns doch Sackzeug an unsere Hüfte tun und Stricke um unsere Häupter und zum König von Jisraël hinausgehn, vielleicht läßt er dir das Leben.»
9441#1. Könige,20,32#32. So gürteten sie Sackzeug um ihre Hüften und Stricke um ihre Häupter, kamen zum König von Jisraël und sprachen: «Dein Knecht Ben-Hadad spricht: ,Laß meine Seele doch leben!'» Da sprach er: «Lebt er noch? Mein Bruder ist er.»
9442#1. Könige,20,33#33. Die Männer aber hatten ihn in Erz getan und sie eilten und nahmen es ab von ihm und sie sprachen: «Dein Bruder ist Ben-Hadad!» Da sprach er: «Geht hinein, holt ihn.» Da kam Ben-Hadad zu ihm hinaus, und er ließ ihn den Wagen besteigen.
9443#1. Könige,20,34#34. Dann sprach er zu ihm: «Die Städte, die mein Vater deinem Vater abgenommen hat, gebe ich dir wieder, und Straßen magst du dir in Dammesek einrichten, wie sie mein Vater in Schomeron eingerichtet hat. Ich aber, mit einem Bund will ich dich ziehen lassen.» Da schloß er mit ihm einen Bund und ließ ihn ziehen.
9444#1. Könige,20,35#35. Aber ein Mann von den jungen Gottbegeisteten sprach zu seinem Genossen auf Gottes Geheiß: «Schlag mich doch!» Der Mann aber weigerte sich, ihn zu schlagen.
9445#1. Könige,20,36#36. Da sprach er zu ihm: «Dafür, daß du nicht auf die Stimme des Ewigen gehört hast, sieh, da du von mir weggehst, wird ein Löwe dich schlagen.» Und er ging von seiner Seite, da traf ihn ein Löwe und schlug ihn.
9446#1. Könige,20,37#37. Und er traf einen andern Mann und sprach: «Schlag mich doch!» Da schlug ihn der Mann, schlug ihn zu Wunden.
9447#1. Könige,20,38#38. So ging der Gottbegeistete hin und stellte sich dem König in den Weg, er hatte sich aber durch eine Binde auf seinen Augen unkenntlich gemacht.
9448#1. Könige,20,39#39. Es war nun, als der König vorbeikam, da schrie jener dem König zu und sprach: «Dein Knecht war unter den Kriegern ausgezogen, sieh, da trat ein Mann herzu und brachte einen Mann zu mir und sprach: ,Bewache diesen Mann; wird er vermißt, so steht dein Leben anstelle seines Lebens, oder du wiegst eine Scheibe Silber dar!'
9449#1. Könige,20,40#40. Es war nun, als dein Knecht sich da und dort umtat, da war jener nicht mehr da.» Da sprach zu ihm der König von Jisraël: «Recht ist dein Urteil, du hast es gefällt.»
9450#1. Könige,20,41#41. Da nahm er eilends die Binde von seinen Augen, und der König von Jisraël erkannte ihn, daß er von den Gottbegeisteten war.
9451#1. Könige,20,42#42. Und er sprach zu ihm: «So spricht der Ewige: Dafür, daß du den Mann meines Bannes aus der Hand gelassen, soll dein Leben sein anstelle seines Lebens, und dein Volk anstelle seines Volkes.»
9452#1. Könige,20,43#43. Da ging der König von Jisraël in sein Haus, mißmutig und verstört. Und er kam nach Schomeron.
9453#1. Könige,21,1#1. Es war nun nach diesen Begebenheiten. Nabot aus Jisreel, der in Jisreel wohnte, hatte einen Weinberg neben dem Palast des Königs von Schomeron.
9454#1. Könige,21,2#2. Und Ah'ab redete zu Nabot und sagte: «Gib mir deinen Weinberg, daß er mir als Gemüsegarten diene, denn er ist nah, neben meinem Haus, und ich will dir an seiner Stelle einen bessern Weinberg geben; wenn es in deinen Augen besser ist, will ich dir Geld als Preis dessen geben.»
9455#1. Könige,21,3#3. Da sprach Nabot zu Ah'ab: «Schmach sei mir das vor dem Ewigen, daß ich den Erbbesitz meiner Väter dir gebe!»
9456#1. Könige,21,4#4. Da ging Ah'ab in sein Haus, mißmutig und verstört über das Wort, das Nabot aus Jisreel zu ihm geredet, da er sagte: «Ich gebe dir den Erbbesitz meiner Väter nicht»; er legte sich auf sein Bett, wandte sein Gesicht ab und aß kein Brot.
9457#1. Könige,21,5#5. Da kam zu ihm sein Weib Isebel und redete zu ihm: «Warum ist deine Seele mißmutig und ißt du kein Brot?»
9458#1. Könige,21,6#6. Da redete er zu ihr: «Ich habe mit Nabot aus Jisreel geredet und zu ihm gesagt: ,Gib mir deinen Weinberg für Geld oder, wenn du willst, will ich dir einen Weinberg an seiner Stelle geben'; aber er hat zu mir gesagt: ,Ich gebe dir meinen Weinberg nicht.'»
9459#1. Könige,21,7#7. Da sprach zu ihm sein Weib Isebel: «Du sollst nun das Königtum über Jisraël betätigen! Steh auf, iß Brot und sei guten Muts! Ich werde dir den Weinberg Nabots aus Jisreel geben.»
9460#1. Könige,21,8#8. Dann schrieb sie Briefe im Namen Ah'abs, siegelte sie mit seinem Siegel und schickte die Briefe an die Ältesten und die Edlen in seiner Stadt, die mit Nabot wohnten.
9461#1. Könige,21,9#9. Und sie schrieb in den Briefen, besagend: «Ruft ein Fasten aus und setzt Nabot an die Spitze des Volkes.
9462#1. Könige,21,10#10. Dann laßt zwei Männer, ruchlose Buben, ihm gegenüber sitzen, daß sie wider ihn zeugen und sprechen: ,Du hast Gott und den König gelästert!' Dann soll man ihn hinausführen und steinigen, daß er stirbt.»
9463#1. Könige,21,11#11. Da taten die Leute seiner Stadt, die Ältesten und Edlen, die in seiner Stadt wohnten, wie Isebel zu ihnen gesandt, wie in den Briefen geschrieben stand, die sie ihnen gesandt hatte.
9464#1. Könige,21,12#12. Sie riefen ein Fasten aus und setzten Nabot an die Spitze des Volkes.
9465#1. Könige,21,13#13. Dann kamen die zwei Männer, ruchlose Buben, und setzten sich ihm gegenüber, und die ruchlosen Männer zeugten wider ihn, wider Nabot, vor dem Volk und sprachen: «Gelästert hat Nabot Gott und König!» Dann führte man ihn aus der Stadt hinaus und bewarf ihn mit Steinen, daß er starb.
9466#1. Könige,21,14#14. Und sie sandten an Isebel und ließen sagen: «Gesteinigt worden ist Nabot und ist tot.»
9467#1. Könige,21,15#15. Es war nun, als Isebel gehört hatte, daß Nabot gesteinigt und tot war, sprach Isebel zu Ah'ab: «Auf, nimm Besitz vom Weinberg Nabots aus Jisreel, der sich geweigert hat, ihn für Geld zu geben, denn Nabot lebt nicht mehr, er ist tot.»
9468#1. Könige,21,16#16. Und es war, als Ah'ab hörte, daß Nabot tot war, da stand Ah'ab auf, um zu dem Weinberg Nabots aus Jisreel hinabzugehn, ihn in Besitz zu nehmen.
9469#1. Könige,21,17#17. Da erging das Wort des Ewigen an Elijahu, den Tischbiten, besagend:
9470#1. Könige,21,18#18. «Auf, geh hinab, Ah'ab entgegen, dem König von Jisraël, der in Schomeron ist. Sieh, er ist im Weinberg Nabots, wohin er hinabgegangen ist, ihn in Besitz zu nehmen.
9471#1. Könige,21,19#19. Und rede zu ihm und sprich: ,So spricht der Ewige: Hast gemordet und schon geerbt?' Dann sollst du zu ihm reden und sagen: ,So spricht der Ewige: An der Stelle, wo die Hunde das Blut Nabots geleckt haben, sollen die Hunde auch dein eigen Blut lecken.'»
9472#1. Könige,21,20#20. Da sprach Ah'ab zu Elijahu: «Hast du mich gefunden, mein Feind?» Da sprach er: «Gefunden! Dafür, daß du dich verkauft hast, das Böse in den Augen des Ewigen zu tun.
9473#1. Könige,21,21#21. Sieh, ich bringe über dich Unheil und fege hinter dir aus und rotte von Ah'ab aus, was an die Wand pißt, Drinverhaltenes wie Freibelassenes in Jisraël.
9474#1. Könige,21,22#22. So mache ich dein Haus dem Haus Jarob'ams, des Sohnes Nebats, gleich, und dem Haus Ba'schas, des Sohnes Ahijas, für die Kränkung, die du zugefügt, und die Sünde, zu der du Jisraël verführt hast.
9475#1. Könige,21,23#23. Auch von Isebel hat der Ewige geredet und gesagt: ,Die Hunde werden Isebel fressen im Mauerraum Jisreels.
9476#1. Könige,21,24#24. Was Ah'ab in der Stadt stirbt, das fressen die Hunde, und was auf dem Feld stirbt, das frißt das Vogelvolk des Himmels.'»
9477#1. Könige,21,25#25. - Ja, da war keiner wie Ah'ab, der sich verkaufte, zu tun, was böse ist in den Augen des Ewigen, den sein Weib Isebel verleitet hatte,
9478#1. Könige,21,26#26. daß er gar greulich den Götzen nachging, ganz wie es die Emoriter getan, die der Ewige vor den Kindern Jisraël vertrieben hatte.
9479#1. Könige,21,27#27. Es war aber, als Ah'ab diese Worte hörte, da zerriß er seine Kleider, tat Sackzeug an seinen Leib, fastete, lag im Sackzeug und ging lautlos einher.
9480#1. Könige,21,28#28. Da erging das Wort des Ewigen an Elijahu, den Tischbiten, besagend:
9481#1. Könige,21,29#29. «Hast du gesehen, daß Ah'ab sich vor mir gebeugt? Dafür, daß er sich vor mir gebeugt hat, will ich das Unheil nicht in seinen Tagen bringen, in den Tagen seines Sohnes werde ich das Unheil über sein Haus bringen.»
9482#1. Könige,22,1#1. Und sie blieben drei Jahre, ohne daß Krieg war zwischen Aram und Jisraël.
9483#1. Könige,22,2#2. Im dritten Jahr aber war es, daß Jehoschafat, der König von Jehuda, sich zu dem König von Jisraël hinabbegab.
9484#1. Könige,22,3#3. Nun sprach der König von Jisraël zu seinen Dienern: «Wißt ihr, daß Ramot-Gil'ad unser ist? Und wir schweigen, statt es dem König von Aram zu entreißen!»
9485#1. Könige,22,4#4. Und er sprach zu Jehoschafat: «Gehst du mit mir zum Kampf nach Ramot-Gil'ad?» Da sagte Jehoschafat zum König von Jisraël: «Gleich ich, gleich du, mein Volk wie dein Volk, meine Rosse wie deine Rosse!»
9486#1. Könige,22,5#5. Dann sprach Jehoschafat zum König von Jisraël: «Erfrage denn doch das Wort des Ewigen.»
9487#1. Könige,22,6#6. Da versammelte der König von Jisraël die Gottbegeisteten, gegen vierhundert Mann, und sprach zu ihnen: «Soll ich wider Ramot-Gil'ad zum Kampf ziehen oder es lassen?» Da sprachen sie: «Zieh hinauf, und der Herr wird es in die Hand des Königs geben.»
9488#1. Könige,22,7#7. Da sprach Jehoschafat: «Ist hier nicht noch ein Begeisteter des Ewigen, daß wir von ihm erfragen?»
9489#1. Könige,22,8#8. Da sprach der König von Jisraël zu Jehoschafat: «Noch ein Mann ist da, daß man durch ihn den Ewigen befrage; aber ich hasse ihn, denn er weissagte über mich nicht Gutes, sondern nur Schlimmes, Michajehu, der Sohn Jimlas.» Jehoschafat aber sprach: «Spreche der König nicht so!»
9490#1. Könige,22,9#9. Dann rief der König von Jisraël einen Höfling und sprach: «Schnell her Michajehu, den Sohn Jimlas!»
9491#1. Könige,22,10#10. Der König von Jisraël aber und Jehoschafat, der König von Jehuda, saßen jeder auf seinem Thron, angetan mit den Gewändern, auf einer Tenne am Toreingang von Schomeron, und alle Gottbegeisteten weissagten vor ihnen.
9492#1. Könige,22,11#11. Da machte sich Zidkija, der Sohn Kenaanas, eiserne Hörner und sprach: «So spricht der Ewige: Mit diesen wirst du Aram niederstoßen, bis du sie vernichtest.»
9493#1. Könige,22,12#12. Und alle Gottbegeisteten weissagten ebenso, indem sie sprachen: «Zieh hinauf nach Ramot-Gil'ad, und es glücke dir; und der Ewige wird es in die Hand des Königs geben.»
9494#1. Könige,22,13#13. Der Bote aber, der ging, Michajehu zu rufen, redete zu ihm und sagte: «Sieh doch, die Worte der Gottbegeisteten sind einstimmig gut für den König, so sei doch dein Wort wie das eines von ihnen, und rede Gutes.»
9495#1. Könige,22,14#14. Da sagte Michajehu: «Es lebt der Ewige! Was der Ewige zu mir sprechen wird, das werde ich reden.»
9496#1. Könige,22,15#15. So kam er zum König, und der König sprach zu ihm: «Michajehu! Sollen wir nach Ramot-Gil'ad zum Kampf ziehen, oder soll ichs lassen?» Da sprach er zu ihm: «Zieh hinauf, es glücke dir! Und der Ewige wird es in die Hand des Königs geben.»
9497#1. Könige,22,16#16. Da sprach zu ihm der König: «Wie viele Male noch muß ich dich beschwören, daß du zu mir nur Wahrheit im Namen des Ewigen reden sollst!»
9498#1. Könige,22,17#17. Da sprach er: «Gesehen habe ich ganz Jisraël, verstreut über die Berge, wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und gesprochen hat der Ewige: Keinen Herrn haben diese; kehre jeder nach seinem Haus zurück in Frieden!»
9499#1. Könige,22,18#18. Da sprach der König von Jisraël zu Jehoschafat: «Hab ich dir nicht gesagt, er wird mir nicht Gutes weissagen, sondern Schlimmes?»
9500#1. Könige,22,19#19. Da sprach er: «Höre darum das Wort des Ewigen! Gesehen hab ich den Ewigen, auf seinem Throne sitzend, und alles Heer des Himmels stand um ihn zur Rechten und zur Linken.
9501#1. Könige,22,20#20. Und der Ewige sprach: ,Wer wird Ah'ab betören, daß er hinaufzieht und in Ramot-Gil'ad fällt?' Da sprach der so, und der sprach so.
9502#1. Könige,22,21#21. Da kam der Geist hervor, trat vor den Ewigen hin und sprach: ,Ich will ihn betören.' Da sprach der Ewige zu ihm: ,Wodurch?'
9503#1. Könige,22,22#22. Und er sagte: ,Ich will ausgehn und ein Lügengeist werden im Mund aller seiner Begeisteten.' Da sprach er: ,Wirst betören, ja, es können, zieh aus und tu so!'
9504#1. Könige,22,23#23. Nun denn, sieh, es hat der Ewige einen Lügengeist gelegt in den Mund aller dieser deiner Begeisteten, doch der Ewige hat Schlimmes über dich geredet.»
9505#1. Könige,22,24#24. Da trat Zidkijahu, der Sohn Kenaanas, herzu, schlug Michajehu auf die Backe und sprach: «Wie doch kam der Geist des Ewigen von mir hinüber, um mit dir zu reden?»
9506#1. Könige,22,25#25. Da sprach Michajehu: «Du wirst es jenes Tages sehen, da du in das innerste Gemach eingehst, dich zu verstecken.»
9507#1. Könige,22,26#26. Da sprach der König von Jisraël: «Nimm Michajehu, bring ihn zurück zu Amon, dem Stadtobersten, und zu Joasch, dem Königssohn.
9508#1. Könige,22,27#27. Und sage: ,So spricht der König: Tut diesen ins Gefängnis und gebt ihm zur Zehrung knapp Brot und knapp Wasser, bis ich in Frieden komme.'»
9509#1. Könige,22,28#28. Da sprach Michajehu: «Wenn du in Frieden zurückkehrst, hat der Ewige nicht durch mich geredet.» Und er sprach: «Hört, Völker alle!»
9510#1. Könige,22,29#29. Dann zog der König von Jisraël und Jehoschafat, der König von Jehuda, hinauf nach Ramot-Gil'ad.
9511#1. Könige,22,30#30. Und der König von Jisraël sprach zu Jehoschafat: «(Ich will mich) verkleiden und so in die Schlacht gehen, du aber lege deine Kleider an.» So verkleidete sich der König von Jisraël und ging in die Schlacht.
9512#1. Könige,22,31#31. Der König von Aram aber hatte seinen zweiunddreißig Wagenobersten geboten und gesagt: «Greift weder Gering noch Groß an, sondern den König von Jisraël allein!»
9513#1. Könige,22,32#32. Da war es, sobald die Wagenobersten Jehoschafat sahen - sie dachten aber: Gewiß, das ist der König von Jisraël - da kamen sie gegen ihn heran, ihn anzugreifen, und Jehoschafat schrie auf.
9514#1. Könige,22,33#33. Es war aber, sobald die Wagenobersten sahen, daß es nicht der König von Jisraël war, da kehrten sie hinter ihm um.
9515#1. Könige,22,34#34. Ein Mann aber faßte in seiner Einfalt den Bogen und traf den König von Jisraël zwischen Fugen und Panzer. Und er sprach zu seinem Wagenlenker: «Dreh die Hand um und bring mich aus dem Heerlager, denn ich bin geschwächt.»
9516#1. Könige,22,35#35. Aber der Kampf ging hoch an jenem Tag, und der König ward aufrechtgehalten im Wagen angesichts Arams, und er starb am Abend, und das Blut aus der Wunde floß in den Grund des Wagens.
9517#1. Könige,22,36#36. Da ging das Geschrei durch das Lager, als die Sonne unterging, sagend: «Jeder in seine Stadt und jeder in sein Land!»
9518#1. Könige,22,37#37. So starb der König, und er kam nach Schomeron, und man begrub den König in Schomeron.
9519#1. Könige,22,38#38. Und man spülte den Wagen am Teich Schomerons, da leckten die Hunde sein Blut auf, und die Buhlerinnen badeten (darin), nach dem Wort des Ewigen, das er geredet.
9520#1. Könige,22,39#39. Und die übrigen Begebenheiten von Ah'ab - und alles, was er getan, und das Elfenbeinhaus, das er gebaut, und alle die Städte, die er gebaut - die sind ja im Buch der Zeitbegebenheiten der Könige von Jisraël aufgeschrieben.
9521#1. Könige,22,40#40. Dann ging Ah'ab zur Ruhe bei seinen Vätern, und König wurde sein Sohn Ahasjahu an seiner Statt.
9522#1. Könige,22,41#41. Und Jehoschafat, der Sohn Asas, wurde König über Jehuda im vierten Jahr Ah'abs, des Königs von Jisraël.
9523#1. Könige,22,42#42. Jehoschafat war fünfunddreißig Jahre alt, als er König wurde, und fünfundzwanzig Jahre regierte er in Jeruschalaim; und der Name seiner Mutter war Asuba, Tochter Schilhis.
9524#1. Könige,22,43#43. Und er ging ganz in dem Weg seines Vaters Asa, ging nicht davon ab, das Rechte in den Augen des Ewigen zu tun.
9525#1. Könige,22,44#44. Allein die Kultkammern hörten nicht auf, noch opferte und räucherte das Volk in den Kultkammern.
9526#1. Könige,22,45#45. Und Jehoschafat machte Frieden mit dem König von Jisraël.
9527#1. Könige,22,46#46. Und die übrigen Begebenheiten von Jehoschafat - und seine Stärke, die er bewiesen, und wie er Krieg geführt hat, die sind ja im Buch der Zeitbegebenheiten der Könige von Jehuda aufgeschrieben.
9528#1. Könige,22,47#47. Auch den Rest der Weihbuhlschaft, die in den Tagen seines Vaters Asa übriggeblieben war, fegte er aus dem Land.
9529#1. Könige,22,48#48. Kein König aber war in Edom, ein Vogt war König.
9530#1. Könige,22,49#49. Jehoschafat machte Tarschisch-Schiffe, nach Ofir um Gold zu fahren, aber man fuhr nicht, denn die Schiffe zerschellten in Ezjon-Geber.
9531#1. Könige,22,50#50. Damals sprach Ahasjahu, der Sohn Ah'abs, zu Jehoschafat: «Laß meine Diener mit deinen Dienern auf den Schiffen fahren»; aber Jehoschafat wollte nicht.
9532#1. Könige,22,51#51. Dann ging Jehoschafat zur Ruhe bei seinen Vätern und wurde bei seinen Vätern begraben in der Burg seines Vaters Dawid. Und König wurde sein Sohn Jehoram an seiner Statt.
9533#1. Könige,22,52#52. Ahasjahu, der Sohn Ah'abs, wurde König über Jisraël in Schomeron im siebzehnten Jahr Jehoschafats, des Königs von Jehuda, und war zwei Jahre König über Jisraël.
9534#1. Könige,22,53#53. Und er tat, was böse ist in den Augen des Ewigen, und ging in dem Weg seines Vaters und in dem Weg seiner Mutter und in dem Weg Jarob'ams, des Sohnes Nebats, der Jisraël zur Sünde verführt hatte.
9535#1. Könige,22,54#54. Und er diente dem Baal und warf sich ihm nieder und kränkte den Ewigen, den Gott Jisraëls, ganz wie sein Vater getan hatte.

8024#2. Samuel,1,1#1. ES war nun nach dem Tod Schauls, als Dawid von dem Sieg über Amalek zurückgekehrt war. Und Dawid weilte in Zikelag zwei Tage;
8025#2. Samuel,1,2#2. und es war am dritten Tag, sieh, da kam ein Mann aus dem Lager um Schaul mit zerrissenen Kleidern und Erde auf seinem Haupt; und als er zu Dawid gekommen war, fiel er zur Erde nieder und warf sich hin.
8026#2. Samuel,1,3#3. Und Dawid sprach zu ihm: «Woher kommst du?» Und er sprach zu ihm: «Aus dem Lager Jisraëls bin ich entronnen.»
8027#2. Samuel,1,4#4. Da sprach Dawid zu ihm: «Wie war die Sache? Erzähle mirs doch!» Und er sprach: «Geflohen ist das Volk aus der Schlacht, auch ist viel gefallen und gestorben vom Volk, und auch Schaul und sein Sohn Jehonatan sind tot.»
8028#2. Samuel,1,5#5. Da sprach Dawid zu dem Burschen, der ihm berichtete: «Wie weißt du das, daß Schaul tot ist und sein Sohn Jehonatan?»
8029#2. Samuel,1,6#6. Da sprach der Bursche, der ihm berichtete: «Ich kam zufällig auf den Berg ha-Gilboa, und sieh, da war Schaul, auf seinen Speer gestützt, während Wagen und Reiter ihn erreicht hatten.
8030#2. Samuel,1,7#7. Als er sich umwandte und mich sah, rief er mich, und ich sagte: ,Hier bin ich.'
8031#2. Samuel,1,8#8. Da sprach er zu mir: ,Wer bist du?' Und ich sprach zu ihm: ,Ein Amalekiter bin ich.'
8032#2. Samuel,1,9#9. Da sprach er zu mir: ,Tritt doch her zu mir und töte mich, denn der Todeskrampf hat mich erfaßt, denn noch ist Leben in mir.'
8033#2. Samuel,1,10#10. Da trat ich zu ihm hin und tötete ihn, da ich wußte, daß er nicht leben würde nach seinem Fall, und ich nahm das Diadem, das auf seinem Haupt, und die Spange, die an seinem Arm war, und brachte sie meinem Herrn hierher.»
8034#2. Samuel,1,11#11. Da faßte Dawid seine Kleider und zerriß sie, und auch alle Männer, die bei ihm waren.
8035#2. Samuel,1,12#12. Und sie klagten und weinten und fasteten bis zum Abend um Schaul und um seinen Sohn Jehonatan und um das Volk des Ewigen und um das Haus Jisraël, weil sie durchs Schwert gefallen waren.
8036#2. Samuel,1,13#13. Da sprach Dawid zu dem Burschen, der es ihm berichtet hatte: «Woher bist du?» Und er sagte: «Der Sohn eines fremden Mannes, eines Amalekiters bin ich.»
8037#2. Samuel,1,14#14. Da sprach Dawid zu ihm: «Wie hast du dich nicht gescheut, deine Hand auszustrecken, um den Gesalbten des Ewigen umzubringen?»
8038#2. Samuel,1,15#15. Da rief Dawid einen seiner Burschen und sprach: «Tritt heran und schlag ihn!» Und er schlug ihn nieder, daß er starb.
8039#2. Samuel,1,16#16. Und Dawid sprach zu ihm: «Dein Blut auf dein Haupt, denn dein Mund hat wider dich gezeugt, aussagend: ,Ich habe den Gesalbten des Ewigen getötet.'»
8040#2. Samuel,1,17#17. Dann stimmte Dawid dieses Klagelied auf Schaul und seinen Sohn Jehonatan an.
8041#2. Samuel,1,18#18. Und er befahl, die Söhne Jehudas den Bogen zu lehren. Sieh, es ist aufgeschrieben im Buch des Redlichen:
8042#2. Samuel,1,19#19. «Lust Jisraëls, Auf deinen Leichen - tot! Wie fielen die Helden!
8043#2. Samuel,1,20#20. Sagts nicht zu Gat, Verkündets nimmer auf den Straßen Aschkelons, Daß sich nicht freuen der Pelischter Töchter, Daß nicht der Unbeschnittnen Töchter jauchzen.
8044#2. Samuel,1,21#21. Ihr Berge zu Gilboa, Nicht Tau auf euch noch Regen, Gefild der Höhen! Dort ward befleckt der Helden Schild, Schauls Schild, (Und des) der nicht mit Öl gesalbt,
8045#2. Samuel,1,22#22. Vom Blut Erschlagener, Der Helden Fett! Der Bogen des Jehonatan, Der nie zurückwich. Das Schwert Schauls, Das leer nie wiederkehrt!
8046#2. Samuel,1,23#23. Schaul und Jehonatan, Geliebt und gut im Leben, Im Tod auch nicht geschieden! Geschwinder als Adler Und stärker als Löwen.
8047#2. Samuel,1,24#24. Ihr Töchter Jisraëls, Weint um Schaul, Der euch in Purpur kleidete mit Köstlichkeit, Der goldnen Schmuck euch legte aufs Gewand.
8048#2. Samuel,1,25#25. Wie fielen die Helden Im Kampfgedräng! Jehonatan, auf deinen Leichen - tot.
8049#2. Samuel,1,26#26. Bang ist es mir um dich, Jehonatan, mein Bruder, Warst mir sehr lieb! Mir wundersamer dein Lieben Als Frauenliebe.
8050#2. Samuel,1,27#27. Wie sind die Helden gefallen, Dahin des Kampfes Waffen!»
8051#2. Samuel,2,1#1. Und es war nachher; da befragte Dawid den Ewigen und sprach: «Soll ich nach einer der Städte Jehudas hinaufziehn?» Und der Ewige sprach zu ihm: «Zieh hinauf!» Da sagte Dawid: «Wohin soll ich hinaufziehn?» Und er sprach: «Nach Hebron.»
8052#2. Samuel,2,2#2. So zog Dawid dort hinauf und auch seine beiden Frauen, Ahinoam aus Jisraël und Abigail, das Weib Nabals, aus ha-Karmel.
8053#2. Samuel,2,3#3. Und seine Leute, die bei ihm waren, führte Dawid hinauf, einen jeden mit seinem Haus, und sie wohnten in den Städten um Hebron.
8054#2. Samuel,2,4#4. Da kamen die Männer von Jehuda und salbten dort Dawid zum König über das Haus Jehuda. Und man berichtete Dawid und sagte: «Die Männer von Jabesch-Gil'ad, die haben Schaul begraben.»
8055#2. Samuel,2,5#5. Da schickte Dawid Boten zu den Männern von Jabesch-Gil'ad und ließ ihnen sagen: «Gesegnet ihr dem Ewigen, die ihr diese Liebe geübt an eurem Herrn, an Schaul, daß ihr ihn begraben!
8056#2. Samuel,2,6#6. Und nun möge euch der Ewige Liebe und Treue erweisen, und auch ich will euch dies Gute tun, da ihr dieses getan habt.
8057#2. Samuel,2,7#7. Nun aber laßt eure Hand fest sein, werdet tüchtige Männer, denn euer Herr Schaul ist tot; auch hat mich das Haus Jehuda zum König über sich gesalbt.»
8058#2. Samuel,2,8#8. Abner aber, der Sohn Ners, der Heeresoberste Schauls, nahm Isch-Boschet, den Sohn Schauls, und führte ihn nach Mahanaim.
8059#2. Samuel,2,9#9. Und er machte ihn zum König über das Gil'ad, den Aschuräer, über Jisreel, über Efraim und über Binjamin, und über ganz Jisraël.
8060#2. Samuel,2,10#10. Vierzig Jahre war Isch-Boschet, der Sohn Schauls, alt, als er König wurde über Jisraël, und zwei Jahre regierte er. Allein das Haus Jehuda stand hinter Dawid.
8061#2. Samuel,2,11#11. Und es war die Zahl der Tage, die Dawid in Hebron König war über das Haus Jehuda, sieben Jahre und sechs Monate.
8062#2. Samuel,2,12#12. Da zog Abner, der Sohn Ners, mit den Knechten Isch-Boschets, des Sohnes Schauls, von Mahanaim aus nach Gib'on.
8063#2. Samuel,2,13#13. Joab aber, der Sohn der Zeruja, und die Knechte Dawids zogen aus, und sie trafen sie allesamt am Teich von Gib'on; und sie ließen sich nieder, die an dem Teich hüben, und die an dem Teich drüben.
8064#2. Samuel,2,14#14. Da sprach Abner zu Joab: «Mögen doch die Burschen antreten und vor uns spaßen.» Und Joab sprach: «Sie mögen antreten.»
8065#2. Samuel,2,15#15. Da traten sie an und gingen hinüber, abgezählt, zwölf für Binjamin und Isch-Boschet, den Sohn Schauls, und zwölf von den Knechten Dawids.
8066#2. Samuel,2,16#16. Sie faßten aber einer den andern beim Kopf und (gerieten) mit dem Schwert einer dem andern in die Seite, daß sie insgesamt fielen; daher nennt man jenen Ort «Helkat-ha Zurim»-1- bei Gib'on. -1) Feld der Steinklingen.++
8067#2. Samuel,2,17#17. Da war der Kampf ungemein schwer an jenem Tag, und es wurden Abner und die Männer Jisraëls geschlagen vor den Knechten Dawids.
8068#2. Samuel,2,18#18. Es waren aber dort die drei Söhne der Zeruja: Joab, Abischai und Asaël; Asaël aber war leicht zu Fuß wie eine Gazelle auf dem Feld.
8069#2. Samuel,2,19#19. Und Asaël setzte Abner nach und bog nicht ab, von Abners Spur nach rechts oder links zu gehen.
8070#2. Samuel,2,20#20. Da wandte sich Abner um und sprach: «Bist du es, Asaël?» Und er sprach: «Ich.»
8071#2. Samuel,2,21#21. Da sprach Abner zu ihm: «Bieg ab nach rechts oder links und faß dir einen der Burschen und nimm dir seine Rüstung!» Aber Asaël wollte nicht von ihm weichen.
8072#2. Samuel,2,22#22. Da sprach Abner weiter zu Asaël: «Weiche von mir, warum sollte ich dich zu Boden schlagen, und wie könnte ich dann mein Gesicht erheben zu deinem Bruder Joab?»
8073#2. Samuel,2,23#23. Als er aber nicht weichen wollte, stieß ihm Abner mit dem untern Teil des Speers in den Bauch, daß der Speer von hinten wieder herauskam. Und er stürzte dort nieder und starb auf der Stelle. Jeder aber, der nun an die Stelle kam, wo Asaël tot hingestürzt war, blieb stehen.
8074#2. Samuel,2,24#24. Da setzten Joab und Abischai Abner nach. Die Sonne war eben untergegangen, als sie nach Gib'at-Amma kamen, das vor Giah liegt, auf dem Weg nach der Wüste von Gib'on.
8075#2. Samuel,2,25#25. Da sammelten sich die Söhne Binjamins hinter Abner und bildeten einen Haufen und stellten sich auf dem Gipfel einer Höhe auf.
8076#2. Samuel,2,26#26. Da rief Abner Joab zu und sprach: «Soll denn ewig das Schwert fressen? Weißt du nicht, daß es bitter sein wird am Ende? Wie lange noch willst du dem Volk nicht sagen, von ihren Brüdern abzulassen?»
8077#2. Samuel,2,27#27. Da sprach Joab: «Es lebt Gott! Hättest du geredet, so wäre das Volk schon mit Morgenanbruch abgezogen, jeder von seinem Bruder.»
8078#2. Samuel,2,28#28. Darauf stieß Joab in die Posaune; und das ganze Volk machte halt, setzte Jisraël nicht weiter nach und kämpfte fortan nicht mehr.
8079#2. Samuel,2,29#29. Abner aber und seine Leute zogen durch die Niederung während jener ganzen Nacht, durchschritten den Jarden, zogen den ganzen Morgen und kamen nach Mahanaim.
8080#2. Samuel,2,30#30. Und Joab kehrte von der Verfolgung Abners zurück und sammelte das ganze Volk; da wurden von den Knechten Dawids neunzehn Mann vermißt, und Asaël.
8081#2. Samuel,2,31#31. Die Knechte Dawids aber hatten erschlagen von Binjamin und den Leuten Abners: Dreihundertsechzig Mann waren tot.
8082#2. Samuel,2,32#32. Und sie nahmen Asaël und begruben ihn im Grab seines Vaters zu Bet-Lehem. Und sie zogen die ganze Nacht hindurch, Joab und seine Leute, und es tagte ihnen in Hebron.
8083#2. Samuel,3,1#1. Und der Krieg zog sich lange hin zwischen dem Haus Schauls und dem Haus Dawids; und Dawid wurde immer stärker, während das Haus Schauls immer schwächer wurde.
8084#2. Samuel,3,2#2. Und Dawid wurden in Hebron Söhne geboren. Sein Erstgeborener war Amnon, von Ahinoam aus Jisreel.
8085#2. Samuel,3,3#3. Und sein Zweiter war Kil'ab, von Abigail, dem Weib Nabals aus ha-Karmel; und der Dritte war Abschalom, Sohn der Maacha, einer Tochter Talmais, des Königs von Geschur.
8086#2. Samuel,3,4#4. Und der Vierte war Adonija, Sohn der Haggit, und der Fünfte Schefatja, Sohn der Abital.
8087#2. Samuel,3,5#5. Und der Sechste war Jitream, von Egla, dem Weib Dawids. Diese wurden Dawid in Hebron geboren.
8088#2. Samuel,3,6#6. Und es war, als Krieg war zwischen dem Haus Schauls und dem Haus Dawids, da hielt Abner sich fest zum Haus Schauls.
8089#2. Samuel,3,7#7. Nun hatte Schaul eine Kebse gehabt, mit Namen Rizpa, eine Tochter Ajjas. Und er-1- sagte zu Abner: «Warum bist du zur Kebse meines Vaters eingegangen?» -1) Isch-Boschet.++
8090#2. Samuel,3,8#8. Da verdroß es Abner sehr wegen der Worte Isch-Boschets, und er sprach: «Bin ich ein Hundekopf, der zu Jehuda . . .? Heute tue ich da Liebe dem Haus Schauls, deines Vaters, seinen Brüdern und seinen Genossen und habe dich nicht übermittelt in die Hand Dawids, und jetzt rechnest du mir das Vergehen mit dem Weib an?
8091#2. Samuel,3,9#9. So tue Gott Abner an, so und noch mehr! Ja, wie der Ewige Dawid geschworen hat, so werde ich ihm tun:
8092#2. Samuel,3,10#10. Das Königtum vom Haus Schauls fortzunehmen und den Thron Dawids aufzurichten über Jisraël und über Jehuda von Dan bis Beer-Scheba.»
8093#2. Samuel,3,11#11. Da vermochte er Abner nichts mehr zu erwidern, weil er ihn fürchtete.
8094#2. Samuel,3,12#12. Da sandte Abner auf der Stelle Boten an Dawid und ließ sagen: «Wem gehört das Land?» Besagend: «Schließe deinen Bund mit mir, sieh, meine Hand ist mit dir, um ganz Jisraël dir zuzuwenden.»
8095#2. Samuel,3,13#13. Und er sagte: «Gut, ich will einen Bund mit dir schließen, doch eine Sache fordere ich von dir: Du darfst mein Angesicht nicht sehen, es sei denn, wenn du mir Michal, die Tochter Schauls, gebracht hast, wenn du kommst, mich zu sehen.»
8096#2. Samuel,3,14#14. Dann schickte Dawid Boten zu Isch-Boschet, dem Sohn Schauls, und ließ sagen: «Gib mir mein Weib Michal, die ich mir erheiratet habe um hundert Pelischtäervorhäute.»
8097#2. Samuel,3,15#15. Da sandte Isch-Boschet hin und ließ sie holen von dem Mann, von Paltiël, dem Sohn Laischs.
8098#2. Samuel,3,16#16. Und ihr Mann ging mir ihr, im Gehen weinend, hinter ihr her bis Bahurim. Da sprach Abner zu ihm: «Geh, kehr um»; da kehrte er um.
8099#2. Samuel,3,17#17. Und Abners Worte erging an die Ältesten Jisraëls, besagend: «Schon gestern und ehegestern habt ihr Dawid zum König über euch verlangt.
8100#2. Samuel,3,18#18. Nun denn, führt es aus! Denn der Ewige hat zu Dawid gesprochen: ,Durch meinen Knecht Dawid will ich mein Volk Jisraël retten aus der Hand der Pelischtäer und aus der Hand aller ihrer Feinde.'»
8101#2. Samuel,3,19#19. So redete auch Abner vor den Ohren Binjamins; dann ging Abner auch hin, um vor den Ohren Dawids in Hebron zu berichten alles, was recht war in den Augen Jisraëls und in den Augen des Hauses Binjamin.
8102#2. Samuel,3,20#20. Und Abner kam zu Dawid nach Hebron und mit ihm zwanzig Männer; da bereitete Dawid Abner und den Männern, die bei ihm waren, ein Mahl.
8103#2. Samuel,3,21#21. Und Abner sagte zu Dawid: «Ich will mich aufmachen und hingehn und um meinen Herrn, den König, ganz Jisraël sammeln, auf daß sie mit dir einen Bund schließen, damit du regierst, wo immer deine Seele es begehrt.» Darauf entließ Dawid Abner, und er ging in Frieden.
8104#2. Samuel,3,22#22. Und sieh, da kamen die Knechte Dawids mit Joab vom Streifzug heim und brachten viel Beute mit, Abner jedoch war nicht mehr bei Dawid in Hebron, denn der hatte ihn entlassen, und er war in Frieden fortgegangen.
8105#2. Samuel,3,23#23. Sobald nun Joab ankam, mit der ganzen Schar, die bei ihm war, berichtete man Joab und sagte: «Gekommen ist Abner, der Sohn Ners, zum König, der hat ihn entlassen, und er ist in Frieden fortgegangen.»
8106#2. Samuel,3,24#24. Da ging Joab zum König und sagte: «Was hast du getan? Sieh! Abner ist zu dir gekommen; warum hast du ihn entlassen, daß er fortging!
8107#2. Samuel,3,25#25. Du kennst Abner, den Sohn Ners! Denn um dich zu beschwatzen ist er gekommen, um dein Gehen und dein Kommen zu erfahren und zu wissen alles, was du tust!»
8108#2. Samuel,3,26#26. Und Joab ging weg von Dawid und sandte Abner Boten nach, und die brachten ihn von der Zisterne Sira zurück, Dawid aber wußte es nicht.
8109#2. Samuel,3,27#27. Und Abner kehrte nach Hebron zurück. Da zog ihn Joab auf die Seite, ins Tor, um mit ihm ungestört zu reden, und schlug ihn dort in den Unterleib, daß er starb, um des Blutes seines Bruders Asaël willen.
8110#2. Samuel,3,28#28. Und Dawid hörte davon nachher, da sprach er: «Rein bin ich und mein Königtum bei dem Ewigen für immer von dem Blut Abners, des Sohnes Ners!
8111#2. Samuel,3,29#29. Möge es fallen auf das Haupt Joabs und auf das ganze Haus seines Vaters; und möge im Haus Joabs nicht ausgehn, was an Fluß und Aussatz leidet, sich an Krücken hält, durchs Schwert fällt und des Brots ermangelt!»
8112#2. Samuel,3,30#30. Und Joab und sein Bruder Abischai hatten Abner erschlagen, weil er ihren Bruder Asaël bei Gib'on im Kampf getötet hatte.
8113#2. Samuel,3,31#31. Und Dawid sprach zu Joab und zu all dem Volk, das bei ihm war: «Zerreißt eure Kleider, gürtet Sackzeug um und geht klagend vor Abner her!» Auch der König Dawid ging hinter der Bahre.
8114#2. Samuel,3,32#32. Und man begrub Abner in Hebron, und der König hob seine Stimme und weinte am Grab Abners, und auch alles Volk weinte.
8115#2. Samuel,3,33#33. Dann stimmte der König das Klagelied auf Abner an und sprach: «Sollt wie ein Niederträchtger Abner sterben?
8116#2. Samuel,3,34#34. Gebunden waren deine Hände nicht, In Fesseln nicht geschlagen deine Füße; Wie vor Verbrecherbuben bist du gefallen!» Da weinte das ganze Volk noch mehr um ihn.
8117#2. Samuel,3,35#35. Da kam alles Volk, um Dawid Brot zu reichen, da es noch Tag war; aber Dawid schwor und sprach: «So tue mir Gott an, so und noch mehr, wenn ich vor Sonnenuntergang Brot genieße oder sonst etwas!»
8118#2. Samuel,3,36#36. Als das ganze Volk das wahrnahm, war es recht in seinen Augen, wie alles, was der König tat, recht war in den Augen des ganzen Volkes.
8119#2. Samuel,3,37#37. An jenem Tag erkannte alles Volk und ganz Jisraël, daß es nicht vom König ausgegangen war, Abner, den Sohn Ners, zu töten.
8120#2. Samuel,3,38#38. Und der König sagte zu seinen Knechten: «Wißt ihr nicht, daß ein Fürst und ein Großer in Jisraël heute gefallen ist?
8121#2. Samuel,3,39#39. Ich aber bin heute noch schwach, obwohl ich zum König gesalbt, und jene Männer, die Söhne der Zeruja, sind härter als ich; möge der Ewige dem, der das Böse getan, heimzahlen nach seinem Bösen.»
8122#2. Samuel,4,1#1. Als der Sohn Schauls hörte, daß Abner in Hebron gestorben war, da sanken seine Hände, und ganz Jisraël ward bestürzt.
8123#2. Samuel,4,2#2. Nun hatte Schauls Sohn zwei Männer als Führer von Streitscharen, der eine hieß Baana, der andere Rechab, Söhne Rimmons aus Beerot von den Söhnen Binjamins; denn auch Beerot wird zu Binjamin gerechnet.
8124#2. Samuel,4,3#3. Die Beeroter aber waren nach Gittaim geflohen und dort bis auf diesen Tag wohnen geblieben.
8125#2. Samuel,4,4#4. Und Jehonatan, der Sohn Schauls, hatte einen an den Beinen gelähmten Sohn; fünf Jahre war der alt, als die Nachricht von Schaul und Jehonatan aus Jisreel kam. Da nahm ihn seine Wärterin auf und floh; es war aber, als sie hastete zu flüchten, da fiel er herab und ward lahm; und sein Name war Mefiboschet.
8126#2. Samuel,4,5#5. Da gingen die Söhne Rimmons aus Beerot, Rechab und Baana, und kamen in der Hitze des Tages in das Haus Isch-Boschets; der hatte sich eben zur Mittagsruhe hingelegt.
8127#2. Samuel,4,6#6. Sie waren als Weizenhändler bis ins Innere des Hauses gekommen, und sie schlugen ihn in den Unterleib, und Rechab und sein Bruder Baana entkamen.
8128#2. Samuel,4,7#7. Sie waren ins Haus gekommen, als jener auf seinem Bett im Schlafgemach lag, da schlugen sie ihn tot, schnitten ihm den Kopf ab und nahmen seinen Kopf und gingen den Weg durch die Niederung die ganze Nacht.
8129#2. Samuel,4,8#8. Und sie brachten den Kopf Isch-Boschets zu Dawid nach Hebron und sagten zum König: «Da ist der Kopf Isch-Boschets, des Sohnes Schauls, deines Feindes, der dir nach dem Leben trachtete, der Ewige aber hat meinem Herrn, dem König, heute Rache an Schaul und seinem Samen gewährt.»
8130#2. Samuel,4,9#9. Da antwortete Dawid Rechab und seinem Bruder Baana, den Söhnen Rimmons aus Beerot, und sprach zu ihnen: «Es lebt der Ewige, der meine Seele erlöst hat aus aller Not!
8131#2. Samuel,4,10#10. Den, der mir Botschaft brachte und sagte: ,Schaul ist tot', und der sich ein Freudenbote zu sein dünkte, den ergriff ich und tötete ihn in Zikelag, dem ich doch hätte Botenlohn geben sollen!
8132#2. Samuel,4,11#11. Wie gar, wenn ruchlose Männer einen gerechten Mann in seinem Haus auf seinem Lager erschlagen! Sollte ich da nicht sein Blut von euch fordern und euch aus dem Land hinwegtilgen?»
8133#2. Samuel,4,12#12. Darauf gebot Dawid den Burschen; die töteten sie, hieben ihnen Hände und Füße ab, und hängten sie am Teich von Hebron auf. Den Kopf Isch-Boschets aber nahmen sie und begruben ihn im Grab Abners zu Hebron.
8134#2. Samuel,5,1#1. Da kamen alle Stämme Jisraëls zu Dawid nach Hebron und sprachen: «Da sind wir, sind dein Bein und Fleisch.
8135#2. Samuel,5,2#2. Schon gestern wie auch ehegestern, als Schaul König über uns war, warst du es, der Jisraël aus- und einführte, und der Ewige hat zu dir gesprochen: Du sollst mein Volk Jisraël weiden und du sollst Fürst sein über Jisraël!»
8136#2. Samuel,5,3#3. Dann kamen alle Ältesten Jisraëls zum König nach Hebron, und König Dawid schloß mit ihnen einen Bund in Hebron vor dem Ewigen. Und sie salbten Dawid zum König über Jisraël.
8137#2. Samuel,5,4#4. Dreißig Jahre war Dawid alt, als er König wurde, vierzig Jahre regierte er.
8138#2. Samuel,5,5#5. In Hebron regierte er über Jehuda sieben Jahre und sechs Monate, und in Jeruschalaim regierte er dreiunddreißig Jahre über ganz Jisraël und Jehuda.
8139#2. Samuel,5,6#6. Dann zog der König mit seinen Leuten nach Jeruschalaim zu dem Jebusäer, dem Bewohner des Landes; da ließ er Dawid so sagen: «Du wirst nicht hierherkommen, es sei denn, du entfernst die Blinden und Lahmen.» Das besagte: «Dawid wird nicht hierherkommen.»
8140#2. Samuel,5,7#7. Dawid aber eroberte die Veste Zijon, das ist die Dawidsburg.
8141#2. Samuel,5,8#8. An jenem Tag hatte (man) Dawid gesagt: «Wer den Jebusäer schlägt, den trifft es mit dem Donnerkeil!» Und wegen der Lahmen und der Blinden, die (dann) Dawids Seele verhaßt waren, darum sagt man: «Ein Blinder und Lahmer darf nicht ins Haus kommen.»
8142#2. Samuel,5,9#9. Und Dawid wohnte in der Veste und nannte sie «Dawidsburg», und Dawid baute ringsum vom Millo-1- an einwärts. -1) Aufschüttung.++
8143#2. Samuel,5,10#10. Und Dawid wurde immer größer, da der Ewige, der Gott der Scharen, mit ihm war.
8144#2. Samuel,5,11#11. Und Hiram, der König von Zor-1-, sandte Boten an Dawid mit Zedernholz, und Holzbearbeiter und Mauersteinbearbeiter, und sie bauten ein Haus für Dawid. -1) Tyrus.++
8145#2. Samuel,5,12#12. Da erkannte Dawid, daß der Ewige ihn als König über Jisraël festgesetzt und sein Reich erhöht hatte um seines Volkes Jisraël willen.
8146#2. Samuel,5,13#13. Und Dawid nahm noch Kebsen und Frauen aus Jeruschalaim, nachdem er von Hebron gekommen war; und es wurden Dawid noch Söhne und Töchter geboren.
8147#2. Samuel,5,14#14. Und dies sind die Namen derer, die ihm in Jeruschalaim geboren wurden: Schammua, Schobab, Natan und Schelomo;
8148#2. Samuel,5,15#15. und Jibhar, Elischua, Nefeg und Jafia;
8149#2. Samuel,5,16#16. und Elischama, Eljada und Elifelet.
8150#2. Samuel,5,17#17. Als die Pelischtäer hörten, daß man Dawid zum König über Jisraël gesalbt hatte, zogen alle Pelischtäer herauf, um Dawid zu suchen; Dawid aber hörte davon und ging in die Bergveste hinab.
8151#2. Samuel,5,18#18. Als nun die Pelischtäer gekommen waren und sich im Tal Refaim ausgebreitet hatten,
8152#2. Samuel,5,19#19. da befragte Dawid den Ewigen und sprach: «Soll ich gegen die Pelischtäer hinaufziehn? Wirst du sie in meine Hand geben?» Da sprach der Ewige zu Dawid: «Zieh hinauf, denn ich werde die Pelischtäer in deine Hand geben.»
8153#2. Samuel,5,20#20. Da kam Dawid nach Baal-Perazim und Dawid schlug sie dort. Da sagte er: «Durchbrochen-1- hat der Ewige meine Feinde vor mir her wie ein Wasserdurchbruch.» Darum nannte man den Namen jenes Ortes «Baal-Perazim». -1) -+paraz-.++
8154#2. Samuel,5,21#21. Und sie ließen ihre Götzenbilder dort zurück, da schaffte sie Dawid und seine Leute fort.
8155#2. Samuel,5,22#22. Und die Pelischtäer zogen noch einmal herauf und breiteten sich im Tal Refaim aus.
8156#2. Samuel,5,23#23. Und Dawid befragte den Ewigen, und der sprach: «Zieh nicht hinauf, wende dich ihnen in den Rücken, daß du an sie von der Seite der Balsamstauden herankommst.
8157#2. Samuel,5,24#24. Und es soll sein, wenn du Geräusch von Schritten in den Wipfeln der Balsamstauden hörst, dann schlage zu, denn dann ist der Ewige vor dir her ausgezogen, das Lager der Pelischtäer zu schlagen.»
8158#2. Samuel,5,25#25. Da tat Dawid so, wie ihm der Ewige befohlen, und schlug die Pelischtäer von Geba bis gegen Geser hin.
8159#2. Samuel,6,1#1. Und Dawid versammelte wieder alle Auserlesenen in Jisraël: Dreißigtausend.
8160#2. Samuel,6,2#2. Dann machte er sich auf, und Dawid und alles Volk, das bei ihm war, gingen von Baal-Jehuda aus, um von dort die Lade Gottes heraufzuführen, auf welcher der Name, der Name des Ewigen der Scharen, der über den Kerubim thront, genannt war.
8161#2. Samuel,6,3#3. Und sie setzten die Lade Gottes auf einen neuen Wagen und brachten sie aus dem Haus Abinadabs, das auf dem Hügel war; und Usa und Ahjo, die Söhne Abinadabs, leiteten den neuen Wagen.
8162#2. Samuel,6,4#4. Und sie trugen sie aus dem Haus Abinadabs, das auf dem Hügel war: (Usa) neben der Lade Gottes, während Ahjo vor der Lade schritt.
8163#2. Samuel,6,5#5. Und Dawid und das ganze Haus Jisraël ergötzten vor dem Ewigen mit allerlei Gerät aus Zypressenholz, mit Zithern, Harfen, Pauken, Schellen und Zymbeln.
8164#2. Samuel,6,6#6. Als sie aber zur Tenne des Gottesschlags-1- gekommen waren, griff Usa nach der Lade Gottes und faßte sie, weil die Rinder sich losgemacht hatten. -1) -+Nachon-.++
8165#2. Samuel,6,7#7. Da flammte des Ewigen Antlitz auf wider Usa, und Gott schlug ihn dort wegen des Vergehens, so daß er dort starb, neben der Lade Gottes.
8166#2. Samuel,6,8#8. Und es verdroß Dawid, daß der Ewige an Usa einen Riß-1- gerissen hatte; und er nannte jenen Ort «Perez Usa» bis auf diesen Tag. -1) -+Perez-.++
8167#2. Samuel,6,9#9. Nun fürchtete Dawid an jenem Tag den Ewigen und sagte: «Wie sollte die Lade des Ewigen zu mir kommen?»
8168#2. Samuel,6,10#10. Und Dawid wollte die Lade des Ewigen nicht zu sich in die Dawidsburg einkehren lassen; so ließ Dawid sie in das Haus Obed-Edoms aus Gat abbiegen.
8169#2. Samuel,6,11#11. Und die Lade des Ewigen blieb im Haus Obed-Edoms aus Gat drei Monate, und der Ewige segnete Obed-Edom und sein ganzes Haus.
8170#2. Samuel,6,12#12. Und man berichtete dem König Dawid und sagte: «Gesegnet hat der Ewige das Haus Obed-Edoms und alles, was ihm gehört, um der Lade Gottes willen»; da ging Dawid hin und führte die Lade Gottes aus dem Haus Obed-Edoms in die Dawidsburg hinauf in Freuden.
8171#2. Samuel,6,13#13. Und es war, als die Träger der Lade des Ewigen sechs Schritte gemacht hatten, da schlachtete er Ochsen und Stiere.
8172#2. Samuel,6,14#14. Und Dawid tanzte mit aller Macht vor dem Ewigen, und Dawid war mit einem linnenen Efod-1- bekleidet. -1) Schulterkleid.++
8173#2. Samuel,6,15#15. Und Dawid und das ganze Haus Jisraël führten die Lade des Ewigen hinauf unter Jubel und Posaunenschall.
8174#2. Samuel,6,16#16. Als nun die Lade des Ewigen in die Dawidsburg kam, schaute Michal, die Tochter Schauls, durchs Fenster, und als sie den König Dawid vor dem Ewigen hüpfen und tanzen sah, verachtete sie ihn in ihrem Herzen.
8175#2. Samuel,6,17#17. Und sie brachten die Lade des Ewigen und stellten sie an ihren Ort in das Zelt, das Dawid für sie aufgeschlagen hatte. Darauf brachte Dawid Hochopfer vor dem Ewigen dar und Mahlopfer.
8176#2. Samuel,6,18#18. Als Dawid dann geendet hatte, das Hochopfer und die Mahlopfer darzubringen, segnete er das Volk im Namen des Ewigen der Scharen.
8177#2. Samuel,6,19#19. Und er verteilte unter das ganze Volk, unter die ganze Menge Jisraëls, so Mann wie Weib, für den einen Brotkuchen, den einen Ochsen und den einen Breitschaf. Dann ging das ganze Volk weg, ein jeder nach seinem Haus.
8178#2. Samuel,6,20#20. Als Dawid heimkehrte, um sein Haus zu begrüßen, ging Michal, die Tochter Schauls, Dawid entgegen und sprach: «Wie würdevoll war heute der König von Jisraël, da er sich bloßgestellt hat vor den Augen der Mägde seiner Knechte, wie sich einer der Habenichtse bloßstellt.»
8179#2. Samuel,6,21#21. Da sprach Dawid zu Michal: «Vor dem Ewigen, der mich erwählt hat vor deinem Vater und seinem ganzen Haus, mich zum Fürsten über das Volk des Ewigen, über Jisraël zu bestellen, vor dem Ewigen habe ich ergötzt
8180#2. Samuel,6,22#22. und wollte mich noch über dies erniedrigen und war gering in meinen Augen; bei den Mägden aber, von denen du redest, bei ihnen werde ich geehrt werden.»
8181#2. Samuel,6,23#23. Und Michal, die Tochter Schauls, hatte kein Kind bis zum Tag ihres Todes.
8182#2. Samuel,7,1#1. Es war nun, als der König in seinem Haus weilte und der Ewige ihm ringsum Ruhe verschafft hatte von allen seinen Feinden,
8183#2. Samuel,7,2#2. da sprach der König zu Natan, dem Gottbegeisteten: «Sieh doch, ich wohne in einem Haus aus Zedern, während die Lade Gottes im Tuchbehang weilt.»
8184#2. Samuel,7,3#3. Da sprach Natan zum König: «Alles, was du im Sinn hast, geh, tu es, denn der Ewige ist mit dir.»
8185#2. Samuel,7,4#4. Es war aber in jener Nacht, da erging das Wort des Ewigen an Natan, besagend:
8186#2. Samuel,7,5#5. «Geh, und sage zu meinem Knecht Dawid: So spricht der Ewige: Wolltest du mir ein Haus bauen, daß ich darin wohne?
8187#2. Samuel,7,6#6. Hab ich doch in keinem Haus gewohnt seit dem Tag, da ich die Kinder Jisraël aus Mizraim geführt habe, bis auf diesen Tag, sondern bin umhergezogen in Zelt und in Wohnung.
8188#2. Samuel,7,7#7. Habe ich, soviel ich umherzog unter allen Kindern Jisraël, ein Wort geredet zu einem der Stämme Jisraëls, die ich bestellt, mein Volk zu weiden, und gesagt: Warum habt ihr mir kein Haus aus Zedern gebaut?
8189#2. Samuel,7,8#8. Nun aber, sprich so zu meinem Knecht Dawid: So spricht der Ewige der Scharen: Ich habe dich von der Flur, hinter den Schafen, weggeholt, Fürst zu sein über mein Volk Jisraël!
8190#2. Samuel,7,9#9. Und ich war mit dir überall, wohin du gingst, habe alle deine Feinde vor dir hinweggetilgt und dir einen großen Namen gemacht, gleich dem Namen der Großen auf Erden.
8191#2. Samuel,7,10#10. Ich habe meinem Volk Jisraël eine Stätte bereitet und es eingepflanzt, daß es an seiner Stätte wohne und nimmer aufgeschreckt werde, und Söhne der Ruchlosigkeit es nicht mehr bedrücken wie ehedem
8192#2. Samuel,7,11#11. und seit dem Tag, da ich Richter über mein Volk Jisraël bestellte. Und ich habe dir Ruhe verschafft vor allen deinen Feinden, und kundgetan hat dir der Ewige, daß dir der Ewige ein Haus schaffen wird.
8193#2. Samuel,7,12#12. Wenn deine Tage voll sein werden, und du zur Ruhe gehst zu deinen Vätern, dann will ich deinen Samen nach dir, der aus dir hervorgeht, aufrichten und sein Königtum sichern.
8194#2. Samuel,7,13#13. Er soll ein Haus meinem Namen bauen, und ich will seinen Königsthron für immer sichern.
8195#2. Samuel,7,14#14. Ich will ihm Vater, und er soll mir Sohn sein; wenn er sich vergeht, will ich ihn züchtigen mit der Menschen Rute und Schlägen der Menschenkinder.
8196#2. Samuel,7,15#15. Meine Liebe aber soll von ihm nicht weichen, wie ich sie Schaul entzog, den ich fortgetan vor dir;
8197#2. Samuel,7,16#16. sondern bewährt sei dein Haus und deine Herrschaft für immer vor dir, dein Thron wird für immer Bestand haben.»
8198#2. Samuel,7,17#17. Gemäß all diesen Worten und all dieser Schau, so redete Natan zu Dawid.
8199#2. Samuel,7,18#18. Dann kam der König Dawid, saß nieder vor dem Ewigen und sprach: «Wer bin ich, mein Herr, o Gott, und was ist mein Haus, daß du mich bis hierher gebracht hast!
8200#2. Samuel,7,19#19. Aber das war noch zu gering in deinen Augen, mein Herr, o Gott, und du hast auch dem Haus deines Knechtes Verheißungen gemacht für die Ferne. Ist solches Weisung dem Menschen, mein Herr, o Gott?
8201#2. Samuel,7,20#20. Und was soll Dawid noch mehr zu dir reden, da du doch deinen Knecht kennst, mein Herr, o Gott?
8202#2. Samuel,7,21#21. Um deines Wortes willen hast du nach deinem Herzen all dies Große getan, um deinem Knecht es kundzutun.
8203#2. Samuel,7,22#22. Darum bist du groß, Ewiger, o Gott, denn keiner ist dir gleich, und kein Gott außer dir, nach allem, was wir mit unseren Ohren gehört haben.
8204#2. Samuel,7,23#23. Und wer ist wie dein Volk Jisraël, ein Volk auf Erden, daß ein Gott gegangen wäre, es zu erlösen, sich zum Volk, um ihm einen Namen zu schaffen, euch Großes zu erweisen und Furchtbares deinem Land, ob deinem Volk, das du dir aus Mizraim erlöst hast (gegen) Völker und deren Götter?
8205#2. Samuel,7,24#24. Du aber hast dir dein Volk Jisraël zum Volk aufgerichtet für immer, und du, o Ewiger, bist ihnen Gott geworden!
8206#2. Samuel,7,25#25. Und nun, Ewiger, o Gott, das Wort, das du ob deinem Knecht und seinem Haus geredet hast, bewähre es für immer und tu, wie du geredet.
8207#2. Samuel,7,26#26. Dann wird dein Name groß sein für immer, und man wird sagen: ,Der Ewige der Scharen ist Gott über Jisraël, und das Haus deines Knechtes Dawid wird vor dir gesichert sein.'
8208#2. Samuel,7,27#27. Denn du, Ewiger der Scharen, Gott Jisraëls, hast dem Ohr deines Knechtes offenbart und gesprochen: ,Ein Haus will ich dir bauen'; darum fand dein Knecht sich ein Herz, dies Gebet zu dir zu beten.
8209#2. Samuel,7,28#28. Und nun, Ewiger, o Gott, du bist Gott, und deine Worte sind Wahrheit. Und du hast deinem Knecht dieses Gute verheißen.
8210#2. Samuel,7,29#29. Und nun, entschließe dich und segne das Haus deines Knechtes, daß es für immer vor dir bestehe; denn du, Ewiger, o Gott, hast gesprochen, und durch deinen Segen wird das Haus deines Knechtes für immer gesegnet sein.»
8211#2. Samuel,8,1#1. Und es war nachher, da schlug Dawid die Pelischtäer und beugte sie und nahm Meteg-ha-Amma aus der Hand der Pelischtäer.
8212#2. Samuel,8,2#2. Dann schlug er Moab und maß sie mit der Schnur ab, indem er sie auf die Erde niederlegen ließ; zwei Schnüre maß er ab, sie zu töten, und eine Schnur voll, sie am Leben zu erhalten. So wurde Moab Dawid zu Knechten, die ihm Abgabe darbrachten.
8213#2. Samuel,8,3#3. Dann schlug Dawid Hadad'eser, den Sohn Rehobs, den König von Zoba, als er hinzog, um seine Hand gegen den Peratstrom zu wenden.
8214#2. Samuel,8,4#4. Und Dawid nahm von ihm eintausendsiebenhundert Reiter und zwanzigtausend Mann Fußvolk, und Dawid verstümmelte alles Wagengespann, nur hundert Wagen ließ er davon übrig.
8215#2. Samuel,8,5#5. Da kam Aram-Dammesek, um Hadad'eser, dem König von Zoba, zu helfen; aber Dawid schlug von Aram zweiundzwanzigtausend Mann.
8216#2. Samuel,8,6#6. Dann setzte Dawid Posten ein in Aram-Dammesek, und Aram wurde Dawid zu Knechten, die Abgabe darbrachten. So half der Ewige Dawid überall, wohin er ging.
8217#2. Samuel,8,7#7. Und Dawid nahm die goldenen Schilde, die die Knechte Hadad'esers hatten, und brachte sie nach Jeruschalaim.
8218#2. Samuel,8,8#8. Und aus Betah und aus Berotai, den Städten Hadad'esers, brachte der König Dawid sehr viel Erz.
8219#2. Samuel,8,9#9. Als aber Toi, der König von Hamat, hörte, daß Dawid das ganze Heer Hadad'esers geschlagen hatte,
8220#2. Samuel,8,10#10. da sandte Toi seinen Sohn Joram zum König Dawid, um ihn nach dem Wohl zu fragen und ihn zu beglückwünschen, weil er mit Hadad'eser gekämpft und ihn geschlagen hatte - denn ein Kriegsgegner Tois war Hadad'eser gewesen - und in seiner Hand waren silberne, goldene und eherne Geräte.
8221#2. Samuel,8,11#11. Auch sie weihte der König Dawid dem Ewigen samt dem Silber und dem Gold, das er geweiht hatte von allen Völkern, die er unterworfen,
8222#2. Samuel,8,12#12. von Aram und von Moab und von den Söhnen Ammons, von den Pelischtäern und von Amalek und von der Beute Hadad'esers, des Sohnes Rehobs, des Königs von Zoba.
8223#2. Samuel,8,13#13. Und Dawid machte (sich) einen Namen, nachdem er zurückgekehrt war vom Sieg über Aram im Salztal: Achtzehntausend.
8224#2. Samuel,8,14#14. Dann setzte er in Edom Posten ein, in ganz Edom setzte er Posten ein. So wurde ganz Edom Dawid dienstbar, und so half der Ewige Dawid überall, wohin er ging.
8225#2. Samuel,8,15#15. Und Dawid war König über ganz Jisraël, und Dawid schaffte Recht und Gerechtigkeit seinem ganzen Volk.
8226#2. Samuel,8,16#16. Und Joab, der Sohn der Zeruja, war über das Heer (gesetzt), und Jehoschafat, der Sohn Ahiluds, war Vortragender.
8227#2. Samuel,8,17#17. Und Zadok, der Sohn Ahitubs, und Ahimelech, der Sohn Ebjatars, waren Priester, und Seraja war Schreiber.
8228#2. Samuel,8,18#18. Und Benajahu, der Sohn Jehojadas, und die Kreter und Peleter; und die Söhne Dawids waren Priester.
8229#2. Samuel,9,1#1. Und Dawid sagte: «Ist es, daß noch jemand da ist, der übrig geblieben vom Haus Schauls, so will ich Liebe an ihm üben um Jehonatans willen.»
8230#2. Samuel,9,2#2. Nun hatte Schauls Haus einen Knecht, namens Ziba, den rief man zu Dawid. Und der König sagte zu ihm: «Bist du Ziba?» Er sprach: «Dein Knecht.»
8231#2. Samuel,9,3#3. Da sprach der König: «Ist niemand mehr da vom Haus Schauls, daß ich ihm Gottes Liebe erweise?» Da sprach Ziba zum König: «Es ist noch ein Sohn da von Jehonatan, an den Beinen gelähmt.»
8232#2. Samuel,9,4#4. Da sagte zu ihm der König: «Wo ist er?» Und Ziba sprach zum König: «Da ist er im Haus Machirs, des Sohnes Amiëls, in Lo-Debar.»
8233#2. Samuel,9,5#5. Da sandte der König hin und ließ ihn holen aus dem Haus Machirs, des Sohnes Amiëls, aus Lo-Debar.
8234#2. Samuel,9,6#6. Da kam Mefiboschet, der Sohn Jehonatans, des Sohnes Schauls, zu David, und er fiel auf sein Angesicht und warf sich hin. Da sprach Dawid: «Mefiboschet!» Und er sprach: «Hier ist dein Knecht!»
8235#2. Samuel,9,7#7. Da sprach Dawid zu ihm: «Fürchte nicht, denn ich will Liebe an dir üben um Jehonatans, deines Vaters, willen, und ich will dir alles Feld deines Vaters Schaul wiedergeben. Du aber sollst allezeit an meinem Tisch speisen.»
8236#2. Samuel,9,8#8. Da warf er sich hin und sagte: «Was ist dein Knecht, daß du dich einem toten Hund zugewandt hast, wie ich es bin?»
8237#2. Samuel,9,9#9. Da rief der König Ziba, den Burschen Schauls, und sprach zu ihm: «Alles, was Schaul und seinem ganzen Haus gehört hat, habe ich dem Sohn deines Herrn gegeben.
8238#2. Samuel,9,10#10. Und du sollst ihm das Land bebauen, du und deine Söhne und deine Knechte, und sollst es einbringen, daß Brot sei für den Sohn deines Herrn, und er es esse, Mefiboschet aber, der Sohn deines Herrn, soll allezeit an meinem Tisch speisen.» Und Ziba hatte fünfzehn Söhne und zwanzig Knechte.
8239#2. Samuel,9,11#11. Da sagte Ziba zum König: «Ganz wie mein Herr König seinem Knecht befiehlt, so wird es dein Knecht tun.» «Mefiboschet aber ißt an meinem Tisch wie einer von den Königssöhnen».
8240#2. Samuel,9,12#12. Mefiboschet aber hatte einen kleinen Sohn, namens Micha. Und alle Bewohnerschaft des Hauses Zibas waren Knechte Mefiboschets.
8241#2. Samuel,9,13#13. So wohnte Mefiboschet in Jeruschalaim, denn am Tisch des Königs speiste er beständig; er war aber lahm an beiden Beinen.
8242#2. Samuel,10,1#1. Und es war nachher, da starb der König der Söhne Ammons, und sein Sohn Hanun wurde König an seiner Statt.
8243#2. Samuel,10,2#2. Da dachte Dawid: «Ich will Hanun, dem Sohn Nahaschs, Liebe erweisen, wie sein Vater mir Liebe erwiesen hat.» So sandte Dawid hin, um ihn durch seine Diener wegen seines Vaters zu trösten. Als nun Dawids Diener in das Land der Söhne Ammons kamen,
8244#2. Samuel,10,3#3. da sprachen die Obersten der Söhne Ammons zu ihrem Herrn Hanun: «Ehrt Dawid deinen Vater in deinen Augen, da er dir Tröster schickt? Gewiß nur, um die Stadt zu erforschen, sie auszuspähen und umzustürzen, hat Dawid seine Diener zu dir geschickt!»
8245#2. Samuel,10,4#4. Da ergriff Hanun die Diener Dawids, ließ ihnen den halben Bart abscheren und ihre Kleider bis zur Hälfte, bis zum Gesäß, abschneiden und entließ sie.
8246#2. Samuel,10,5#5. Und man meldete dies Dawid, da sandte er ihnen entgegen, da die Männer arg beschämt waren; und der König ließ sagen: «Bleibt in Jereho, bis euch der Bart gewachsen ist, dann kehrt heim!»
8247#2. Samuel,10,6#6. Als nun die Söhne Ammons sahen, daß sie bei Dawid anrüchig geworden waren, sandten die Söhne Ammons hin und dangen sich Aram von Bet-Rehob und Aram von Zoba, zwanzigtausend Marschfähige, den König von Maacha mit tausend Mann und die Männer aus Tob, zwölftausend Mann.
8248#2. Samuel,10,7#7. Als Dawid das hörte, sandte er Joab mit dem ganzen Heer, den Helden, aus.
8249#2. Samuel,10,8#8. Da zogen die Söhne Ammons aus und ordneten sich zum Kampf am Eingang des Tores, Aram von Zoba aber und Rehob und die Männer aus Tob und Maacha für sich auf dem Feld.
8250#2. Samuel,10,9#9. Als nun Joab sah, daß die Front des Kampfes sich von vorn und von hinten gegen ihn richtete, da wählte er aus allen Erlesenen Jisraëls und ordnete sie Aram gegenüber.
8251#2. Samuel,10,10#10. Den Rest des Volkes aber gab er in die Hand seines Bruders Abischai, daß er sie den Söhnen Ammons gegenüber aufstellte,
8252#2. Samuel,10,11#11. und sprach: «Wenn Aram stärker ist als ich, so sei du mir zur Hilfe, wenn aber die Söhne Ammons stärker sind als du, so komme ich, um dir zu helfen.
8253#2. Samuel,10,12#12. Sei stark und laß uns stark sein für unser Volk und für die Städte unseres Gottes! Und der Ewige möge tun, was recht ist in seinen Augen.»
8254#2. Samuel,10,13#13. Als nun Joab mit dem Volk, das bei ihm war, zum Kampf gegen Aram heranrückte, flohen die vor ihm.
8255#2. Samuel,10,14#14. Als aber die Söhne Ammons sahen, daß Aram floh, da flohen (auch) sie vor Abischai und kamen in die Stadt. Und Joab zog sich von den Söhnen Ammons zurück und ging nach Jeruschalaim.
8256#2. Samuel,10,15#15. Da nun Aram sah, daß es vor Jisraël geschlagen war, zogen sie sich zusammen.
8257#2. Samuel,10,16#16. Und Hadar'eser sandte hin und ließ Aram, das jenseits des Stromes ist, ausrücken, und sie kamen nach Helam, mit Schobach, dem Heeresobersten Hadar'esers, an ihrer Spitze.
8258#2. Samuel,10,17#17. Als dies Dawid gemeldet wurde, sammelte er ganz Jisraël, durchschritt den Jarden und kam nach Helam. Und Aram ordnete sich Dawid gegenüber und kämpfte mit ihm.
8259#2. Samuel,10,18#18. Aram aber floh vor Jisraël, und Dawid erschlug von Aram siebenhundert Wagen(kämpfer) und viertausend Reiter; auch Schobach, seinen Heeresobersten, schlug er, daß er dort starb.
8260#2. Samuel,10,19#19. Als nun all die Könige, die Diener Hadar'esers, sahen, daß sie vor Jisraël geschlagen waren, machten sie Frieden mit Jisraël und dienten ihnen, und Aram fürchtete fortan, den Söhnen Ammons zu helfen.
8261#2. Samuel,11,1#1. Und es war zur Wiederkehr des Jahres, um die Zeit, da die Könige ausziehen, da schickte Dawid Joab mit seinen Knechten und ganz Jisraël aus; und sie verheerten die Söhne Ammons und belagerten Rabba, während Dawid in Jeruschalaim blieb.
8262#2. Samuel,11,2#2. Es war nun zur Abendzeit, daß Dawid sich von seinem Lager erhob und auf dem Dach des Königshauses sich erging. Da sah er vom Dach herab ein badendes Weib; das Weib aber war sehr schön anzusehn.
8263#2. Samuel,11,3#3. Da sandte Dawid hin und erkundigte sich nach dem Weib, und man sagte: «Das ist ja Bat-Scheba, die Tochter Eliams, das Weib Urijas, des Hittiters.»
8264#2. Samuel,11,4#4. Da schickte Dawid Boten hin und ließ sie holen. Und sie kam zu ihm, und er lag ihr bei - sie aber hatte sich eben von ihrer Unreinheit gereinigt - dann kehrte sie in ihr Haus zurück.
8265#2. Samuel,11,5#5. Da ward das Weib schwanger, und sie sandte hin und ließ Dawid melden und sagen: «Ich bin schwanger.»
8266#2. Samuel,11,6#6. Da schickte Dawid zu Joab: «Schick mir Urija, den Hittiter!» Und Joab schickte Urija zu Dawid.
8267#2. Samuel,11,7#7. Als Urija nun zu ihm kam, fragte Dawid nach dem Wohl Joabs und nach dem Wohl des Volkes und nach dem Stand des Krieges,
8268#2. Samuel,11,8#8. und Dawid sagte zu Urija: «Geh hinunter in dein Haus und wasche deine Füße!» Und Urija ging aus dem Königshaus, und die Gabe des Königs ging hinter ihm.
8269#2. Samuel,11,9#9. Urija aber legte sich am Eingang des Königshauses nieder bei allen Dienern seines Herrn und ging nicht in sein Haus hinab.
8270#2. Samuel,11,10#10. Und man berichtete Dawid und sagte: «Urija ist nicht in sein Haus hinabgegangen.» Da sprach Dawid zu Urija: «Kommst du nicht von einem Marsch, warum gehst du nicht in dein Haus?»
8271#2. Samuel,11,11#11. Da sprach Urija zu Dawid: «Die Lade und Jisraël und Jehuda weilen in Hütten, und mein Herr Joab und die Knechte meines Herrn lagern auf freiem Feld, und ich sollte in mein Haus gehen, zu essen und zu trinken und meinem Weib beizuliegen! Dir Leben und Leben Deiner Seele! Ich werde es nicht tun.»
8272#2. Samuel,11,12#12. Da sprach Dawid zu Urija: «Bleib hier heute noch, und morgen werde ich dich entlassen.» Und Urija blieb in Jeruschalaim an jenem Tag. Und am folgenden,
8273#2. Samuel,11,13#13. da lud Dawid ihn ein, und er aß und trank vor ihm, und er machte ihn trunken. Dann ging er am Abend, um sich auf sein Lager bei den Dienern seines Herrn zu legen, in sein Haus aber ging er nicht hinab.
8274#2. Samuel,11,14#14. Es war aber am Morgen, da schrieb Dawid einen Brief an Joab und schickte ihn durch Urija.
8275#2. Samuel,11,15#15. Und er schrieb in dem Brief, sagend: «Stellt Urija dorthin, wo die Front des Kampfes am heftigsten ist, dann zieht euch von ihm zurück, daß er erschlagen wird und stirbt.»
8276#2. Samuel,11,16#16. Es war nun, als Joab die Stadt belagerte, da stellte er Urija an den Ort, von dem er wußte, daß dort kriegstüchtige Männer waren.
8277#2. Samuel,11,17#17. Als nun die Männer der Stadt ausrückten und mit Joab kämpften, da fiel von dem Volk, von den Knechten Dawids, und da starb auch Urija, der Hittiter.
8278#2. Samuel,11,18#18. Da sandte Joab hin und ließ Dawid alle Begebenheiten des Kampfes melden.
8279#2. Samuel,11,19#19. Und er befahl dem Boten und sprach: «Wenn du die Begebenheiten des Kampfes dem König zuende berichtet hast,
8280#2. Samuel,11,20#20. und wenn dann der Zorn des Königs aufsteigt, und er zu dir sagt: ,Warum seid ihr an die Stadt herangerückt um zu kämpfen? Wußtet ihr nicht, daß sie von der Mauer herabschießen?
8281#2. Samuel,11,21#21. Wer hat Abimelech, den Sohn Jerubbeschets, erschlagen? Hat nicht ein Weib die Scheibe eines Mühlsteins von der Mauer auf ihn geworfen, daß er in Tebez starb? Warum seid ihr an die Mauer herangerückt?' - so sage du: ,Auch dein Knecht Urija, der Hittiter, ist tot.'»
8282#2. Samuel,11,22#22. Und der Bote ging und kam und meldete alles, was Joab ihm aufgetragen hatte.
8283#2. Samuel,11,23#23. Und es sprach der Bote zu Dawid: «Die Männer waren uns überlegen und waren gegen uns aufs freie Feld ausgerückt, wir aber blieben an ihnen bis zum Eingang des Tores.
8284#2. Samuel,11,24#24. Da schossen die Bogenschützen auf deine Knechte von der Mauer herab, und es starben von den Knechten des Königs, und auch dein Knecht Urija, der Hittiter, ist tot.»
8285#2. Samuel,11,25#25. Da sprach Dawid zum Boten: «So sollst du zu Joab sprechen: ,Laß dir dies nicht leid sein in deinen Augen, denn bald hier, bald dort frißt das Schwert. Halt aus in deinem Kampf gegen die Stadt und zerstöre sie!' Und festige ihn.»
8286#2. Samuel,11,26#26. Als nun das Weib Urijas hörte, daß ihr Mann Urija tot war, da trauerte sie um ihren Gatten.
8287#2. Samuel,11,27#27. Als aber die Trauer um war, sandte Dawid hin und nahm sie zu sich in sein Haus, und sie ward ihm zum Weib und gebar ihm einen Sohn. Aber das, was Dawid getan hatte, war böse in den Augen des Ewigen.
8288#2. Samuel,12,1#1. Da sandte der Ewige Natan zu Dawid; und er kam zu ihm und sprach zu ihm: «Zwei Männer waren in einer Stadt, der eine reich, der andere arm.
8289#2. Samuel,12,2#2. Der Reiche hatte der Schafe und Rinder sehr viel,
8290#2. Samuel,12,3#3. der Arme aber hatte nichts als ein kleines Lamm, das er sich erworben; das nährte er, und es wuchs bei ihm mit seinen Kindern zusammen auf; von seinem Bissen aß es, von seinem Becher trank es, in seinem Schoß schlief es; und es war ihm wie eine Tochter.
8291#2. Samuel,12,4#4. Da kam ein Wanderer zu dem reichen Mann. Und da es ihm leid tat, von seinen Schafen und seinen Rindern zu nehmen, um es für den Wandersmann zu bereiten, der zu ihm gekommen war, nahm er das Lamm des armen Mannes und bereitete es für den Mann, der zu ihm gekommen war.»
8292#2. Samuel,12,5#5. Da flammte Dawids Angesicht gewaltig auf wider den Mann, und er sprach zu Natan: «Es lebt der Ewige! Ein Kind des Todes ist der Mann, der solches getan!
8293#2. Samuel,12,6#6. Das Lamm aber soll er vierfach erstatten dafür, daß er solches getan, und weil er kein Mitleid gehabt.»
8294#2. Samuel,12,7#7. Da sprach Natan zu Dawid: «Du bist der Mann! So spricht der Ewige, der Gott Jisraëls: Ich habe dich zum König gesalbt über Jisraël, und ich habe dich errettet aus der Hand Schauls.
8295#2. Samuel,12,8#8. Und ich habe dir das Haus deines Herrn gegeben und die Weiber deines Herrn dir in den Schoß. Ich habe dir das Haus Jisraël und Jehuda gegeben, und ist dir dies zu wenig, gäbe ich dir noch mehr, dergleichen und desgleichen.
8296#2. Samuel,12,9#9. Warum hast du das Wort des Ewigen mißachtet, zu tun, was böse ist in meinen Augen? Urija, den Hittiter, hast du mit dem Schwert erschlagen, und sein Weib hast du dir zur Frau genommen! Ihn hast du getötet durch das Schwert der Söhne Ammons -
8297#2. Samuel,12,10#10. nun denn, so soll das Schwert von deinem Haus nicht weichen bis in Ewigkeit, dafür daß du mich mißachtet und das Weib Urijas, des Hittiters, genommen hast, daß sie dir zur Frau sei!
8298#2. Samuel,12,11#11. So spricht der Ewige: Sieh, ich werde wider dich Unheil erstehen lassen aus deinem Haus und werde deine Weiber vor deinen Augen wegnehmen und deinem Genossen geben, daß er deinen Weibern beiliege angesichts dieser Sonne.
8299#2. Samuel,12,12#12. Denn du hasts im Geheimen getan, ich aber werde dies tun vor ganz Jisraël und angesichts der Sonne.»
8300#2. Samuel,12,13#13. Da sprach Dawid zu Natan: «Ich habe gesündigt gegen den Ewigen.» Und Natan sprach zu Dawid: «So hat denn auch der Ewige deine Sünde beseitigt, daß du nicht stirbst.
8301#2. Samuel,12,14#14. Aber da du ,die Feinde des Ewigen' gelästert hast durch diese Sache, muß denn der Sohn, der dir geboren ist, sterben.»
8302#2. Samuel,12,15#15. Dann ging Natan in sein Haus. Und der Ewige schlug das Kind, das Urijas Weib Dawid geboren hatte, daß es todkrank wurde.
8303#2. Samuel,12,16#16. Und Dawid suchte Gott um des Knaben willen, und Dawid hielt ein Fasten und kam und lag über Nacht auf der Erde.
8304#2. Samuel,12,17#17. Da traten die Ältesten seines Hauses zu ihm hin, um ihn vom Boden aufzurichten, er aber wollte nicht und aß kein Brot mit ihnen.
8305#2. Samuel,12,18#18. Es war aber am siebenten Tag, da starb das Kind. Die Diener Dawids aber fürchteten ihm zu melden, daß das Kind tot war, denn sie dachten: «Schon als das Kind am Leben war, sprachen wir zu ihm, er aber hörte nicht auf unsere Stimme; wie könnten wir ihm sagen, daß das Kind tot ist, er würde Unheil anrichten.»
8306#2. Samuel,12,19#19. Als Dawid sah, daß die Diener miteinander flüsterten, merkte Dawid, daß das Kind tot war, und Dawid sagte zu seinen Dienern: «Ist das Kind tot?» Und sie sprachen: «Es ist tot.»
8307#2. Samuel,12,20#20. Da stand Dawid von der Erde auf, wusch und salbte sich und wechselte seine Kleider; dann kam er in das Haus des Ewigen und warf sich hin und kam dann wieder in sein Haus. Und er verlangte, da setzte man ihm Brot vor, und er aß.
8308#2. Samuel,12,21#21. Da sprachen seine Diener zu ihm: «Was ist dies, das du getan? Solange das Kind noch lebte, fastetest du und weintest; nachdem aber das Kind tot war, standest du auf und aßest Brot?»
8309#2. Samuel,12,22#22. Da sprach er: «Solange das Kind noch lebte, fastete und weinte ich; denn ich dachte: Wer weiß, vielleicht gibt Gott mir Gnade, und das Kind bleibt am Leben.
8310#2. Samuel,12,23#23. Jetzt aber, da es tot ist, wozu soll ich fasten? Kann ich es wieder zurückbringen? Ich gehe zu ihm, es aber kehrt nicht zu mir zurück.»
8311#2. Samuel,12,24#24. Und Dawid tröstete sein Weib Bat-Scheba; er ging zu ihr ein und lag ihr bei. Und sie gebar einen Sohn; und er nannte ihn Schelomo, und der Ewige hatte ihn lieb,
8312#2. Samuel,12,25#25. und er sandte durch Natan, den Begeisteten; der nannte ihn Jedidja-1-, um des Ewigen willen. -1) Gottgeliebt.++
8313#2. Samuel,12,26#26. Und Joab kämpfte gegen Rabba der Söhne Ammons und eroberte die Königsstadt.
8314#2. Samuel,12,27#27. Darauf sandte Joab Boten zu Dawid und ließ ihm sagen: «Ich habe um Rabba gekämpft und auch die Wasserburg erobert.
8315#2. Samuel,12,28#28. Und nun sammle den Rest des Volkes, belagere die Stadt und erobere sie, damit nicht ich die Stadt erobere, und mein Name darüber genannt werde.»
8316#2. Samuel,12,29#29. Da sammelte Dawid alles Volk, zog nach Rabba, bekämpfte und eroberte es.
8317#2. Samuel,12,30#30. Und er nahm ihrem König die Krone von seinem Haupt; ihr Gewicht war eine Scheibe Gold, mit kostbaren Steinen, und sie kam auf Dawids Haupt. Auch die Beute der Stadt führte er, sehr viel, heraus.
8318#2. Samuel,12,31#31. Das Volk aber, das darin war, führte er hinaus und stellte es an die Walzen, an die eisernen Picken und an die eisernen Äxte und ließ sie an die Ziegelform führen. Und so tat Dawid mit allen Städten der Söhne Ammons, dann kehrte Dawid und alles Volk nach Jeruschalaim zurück.
8319#2. Samuel,13,1#1. Und es war nachher. Und Abschalom der Sohn Dawids, hatte eine schöne Schwester, und ihr Name war Tamar. Und Amnon, der Sohn Dawids, liebte sie.
8320#2. Samuel,13,2#2. Und Amnon wurde es weh zum Kranken um seiner Schwester Tamar willen. Denn sie war Jungfrau, und in den Augen Amnons schien es unmöglich, ihr irgend etwas anzutun.
8321#2. Samuel,13,3#3. Amnon aber hatte einen Freund, dessen Name war Jonadab, der Sohn Schim'as, eines Bruders von Dawid. Und Jonadab war ein sehr kluger Mann.
8322#2. Samuel,13,4#4. Der sprach zu ihm: «Warum bist du so elend, Königssohn, Morgen für Morgen? Willst du es mir nicht mitteilen?» Da sagte ihm Amnon: «Tamar, die Schwester meines Bruders Abschalom, liebe ich.»
8323#2. Samuel,13,5#5. Da sprach Jehonadab zu ihm: «Leg dich auf dein Lager und stell dich krank. Kommt dann dein Vater, dich zu sehen, so sag zu ihm: ,Mag doch meine Schwester Tamar kommen und mir Speise zu essen geben! Mag sie die Speise vor meinen Augen zubereiten, daß ich es sehen könnte, dann würde ich aus ihrer Hand essen.»
8324#2. Samuel,13,6#6. Und Amnon legte sich hin und stellte sich krank. Als nun der König kam, nach ihm zu sehen, sprach Amnon zum König: «Mag doch meine Schwester Tamar kommen und vor meinen Augen zwei Füllkuchen füllen, damit ich aus ihrer Hand esse.»
8325#2. Samuel,13,7#7. Da sandte Dawid zu Tamar ins Haus und ließ sagen: «Geh doch in das Haus deines Bruders Amnon und bereite ihm die Speise.»
8326#2. Samuel,13,8#8. Da ging Tamar in das Haus ihrer Bruders Amnon, und er lag da, und sie nahm den Teig, knetete und füllte ein vor seinen Augen und kochte die Füllkuchen.
8327#2. Samuel,13,9#9. Dann nahm sie die Pfanne und goß es ein vor ihm. Er aber weigerte sich zu essen. Da sprach Amnon: «Führt jedermann von mir hinaus!» Und es ging jedermann von ihm hinaus.
8328#2. Samuel,13,10#10. Dann sprach Amnon zu Tamar: «Bring mir die Speise ins Gemach, damit ich aus deiner Hand esse.» Da nahm Tamar die Füllkuchen, die sie bereitet hatte, und brachte sie zu ihrem Bruder ins Gemach.
8329#2. Samuel,13,11#11. Als sie ihm aber zu essen hinreichte, ergriff er sie und sagte zu ihr: «Komm, leg dich zu mir, Schwester!»
8330#2. Samuel,13,12#12. Sie aber sprach zu ihm: «Nicht doch, schände mich nicht, denn so handelt man nicht in Jisraël, tu nicht diese Schandtat!
8331#2. Samuel,13,13#13. Und ich, wohin sollte ich meine Schande tragen! Du aber würdest wie einer der Niederträchtigen in Jisraël sein; und nun rede doch mit dem König, denn er wird mich dir nicht versagen.»
8332#2. Samuel,13,14#14. Er aber wollte nicht auf ihre Stimme hören, überwältigte sie, schändete sie und lag ihr bei.
8333#2. Samuel,13,15#15. Nun aber haßte Amnon sie mit sehr großem Haß, ja, größer war der Haß, mit dem er sie haßte, als die Liebe, mit der er sie geliebt, und Amnon sagte zu ihr: «Auf, geh fort!»
8334#2. Samuel,13,16#16. Sie aber sprach zu ihm: «Nicht doch; ob dieses Unrechts, größer als das andere, das du mir angetan: Mich fortzujagen.» Er aber wollte nicht auf ihre Stimme hören.
8335#2. Samuel,13,17#17. Und er rief seinen Burschen, seinen Diener, und sagte zu ihm: «Schickt doch diese von mir hinaus, und riegelt die Tür hinter ihr zu.»
8336#2. Samuel,13,18#18. Und sie hatte ein Passimkleid an, denn solche Oberkleider tragen die Königstöchter, die Jungfrauen. Als sie nun der Diener hinausgejagt und die Tür hinter ihr zugeriegelt hatte,
8337#2. Samuel,13,19#19. nahm Tamar Asche auf ihr Haupt, zerriß das Passimkleid, das sie anhatte, legte ihre Hand aufs Haupt, lief umher und schrie.
8338#2. Samuel,13,20#20. Da sprach ihr Bruder Abschalom zu ihr: «War etwa dein Bruder Aminon bei dir? Nun denn, meine Schwester, schweig, er ist ja dein Bruder, nimm dir diese Sache nicht zu Herzen!» So blieb Tamar, einsam, im Haus ihres Bruders Abschalom.
8339#2. Samuel,13,21#21. Als König Dawid alle diese Dinge hörte, verdroß es ihn gar sehr.
8340#2. Samuel,13,22#22. Und Abschalom redete nicht mit Amnon, weder im Bösen noch im Guten, denn Abschalom haßte Amnon, weil er seine Schwester Tamar geschändet hatte.
8341#2. Samuel,13,23#23. Und es war nach Verlauf von zwei Jahren, da hielt man Schafschur ab bei Abschalom in Baal-Hazor, das bei Efraim liegt, und Abschalom lud alle Söhne des Königs.
8342#2. Samuel,13,24#24. Und Abschalom kam zum König und sagte: «Sieh, man hält Schafschur bei deinem Knecht, mag doch der König samt seinen Dienern mit deinem Knecht hingehn.»
8343#2. Samuel,13,25#25. Da sprach der König zu Abschalom: «Nicht doch, mein Sohn, wir wollen nicht alle hingehn und dir nicht beschwerlich werden»; da drang er in ihn, aber er wollte nicht mitgehn und er segnete ihn.
8344#2. Samuel,13,26#26. Da sprach Abschalom: «Wo nicht, mag doch wenigstens mein Bruder Amnon mit uns gehen!» Da sagte zu ihm der König: «Wozu soll er mit dir gehen?»
8345#2. Samuel,13,27#27. Aber Abschalom drang in ihn; da schickte er Amnon mit ihm und alle Königssöhne.
8346#2. Samuel,13,28#28. Und Abschalom gebot seinen Burschen und sagte: «Seht doch zu! Wenn Amnons Sinn vom Wein wohl geworden ist, und ich zu euch sage: ,Schlagt Amnon', so tötet ihn, fürchtet nicht, hab ichs doch euch geboten, seid fest und zeigt euch als tapfere Männer!»
8347#2. Samuel,13,29#29. Da taten die Burschen Abschaloms an Amnon so, wie Abschalom befohlen hatte. Alle Königssöhne aber machten sich auf, ritten davon, ein jeder auf seinem Maultier, und entflohen.
8348#2. Samuel,13,30#30. Es war aber, während sie unterwegs waren, da kam das Gerücht zum König, besagend: Erschlagen hat Abschalom alle Söhne des Königs, und auch nicht einer ist von ihnen übrig geblieben.
8349#2. Samuel,13,31#31. Da stand der König auf, zerriß seine Kleider und legte sich auf die Erde, und alle seine Diener standen um ihn, die Kleider zerrissen.
8350#2. Samuel,13,32#32. Da hob Jonadab, der Sohn Schim'as, des Bruders von Dawid, an und sagte: «Mag mein Herr doch nicht denken, alle die Jünglinge, die Königssöhne, habe man getötet, vielmehr Amnon allein ist tot! Denn auf Befehl Abschaloms war es angelegt, seit dem Tag, da jener seine Schwester Tamar geschändet hatte.
8351#2. Samuel,13,33#33. Und nun möge doch mein Herr, der König, sich nicht etwas in den Sinn nehmen, zu denken, alle Königssöhne sind tot, sondern Amnon allein ist tot.
8352#2. Samuel,13,34#34. Und Abschalom entfloh. Da hob der Bursch, der ausspähte, seine Augen und sah, sieh da, viel Volk kam vom Weg hinter ihm, von der Seite des Berges.
8353#2. Samuel,13,35#35. Da sprach Jonadab zum König: «Sieh, da sind die Königssöhne gekommen, wie dein Knecht es gesagt, so ists geschehen.»
8354#2. Samuel,13,36#36. Es war nun, da er zu Ende geredet hatte, sieh, da kamen die Königssöhne und hoben ihre Stimmen und weinten, und auch der König und alle seine Diener brachen in sehr heftiges Weinen aus.
8355#2. Samuel,13,37#37. Abschalom aber entfloh und ging zu Talmai, dem Sohn Ammihuds, dem König von Geschur. Und er-1- trauerte um seinen Sohn allezeit. -1) Dawid.++
8356#2. Samuel,13,38#38. Und Abschalom war entflohen und nach Geschur gegangen. Dort blieb er drei Jahre.
8357#2. Samuel,13,39#39. Da machte es den König Dawid schmachten, nach Abschalom hinauszuziehn, denn er hatte sich über Amnon getröstet, daß er gestorben war.
8358#2. Samuel,14,1#1. Und Joab, der Sohn der Zeruja, erkannte, daß das Herz des Königs nach Abschalom stand.
8359#2. Samuel,14,2#2. Da sandte Joab nach Tekoa und ließ von dort ein kluges Weib holen und sprach zu ihr: «Stell dich doch trauernd und zieh doch Trauerkleider an, salbe dich nicht mit Öl, und stell dich wie ein Weib, das schon lange Zeit um einen Toten trauert.
8360#2. Samuel,14,3#3. Komm dann zum König und rede zu ihm solchermaßen.» Und Joab legte ihr die Worte in den Mund.
8361#2. Samuel,14,4#4. Da sprach das Weib aus Tekoa zum König, fiel auf ihr Angesicht zur Erde nieder, warf sich hin und sagte: «Hilf, o König!»
8362#2. Samuel,14,5#5. Da sprach der König zu ihr: «Was ist dir?» Und sie sagte: «Ach, eine Witwe bin ich, mein Mann ist mir gestorben.
8363#2. Samuel,14,6#6. Und deine Magd hatte zwei Söhne, die gerieten beide auf dem Feld in Streit, und da kein Retter zwischen ihnen war, erschlug der eine den andern und tötete ihn.
8364#2. Samuel,14,7#7. Da erhob sich die ganze Sippe wider deine Magd und sprach: ,Gib den, der seinen Bruder erschlagen hat, heraus, daß wir ihn töten für das Leben seines Bruders, den er umgebracht hat, daß wir auch den Erben vernichten.' So wollen sie meine Kohlenglut, die noch übrig geblieben, auslöschen, um meinem Mann nicht Nam und Nachbleib zu lassen auf der Erde.»
8365#2. Samuel,14,8#8. Da sprach der König zu dem Weib: «Geh in dein Haus, und ich werde deinetwegen Befehl geben.»
8366#2. Samuel,14,9#9. Da sprach das Weib aus Tekoa zum König: «Auf mir, mein Herr König, ruht die Schuld und auf dem Haus meines Vaters, der König aber und sein Thron sind schuldfrei.»
8367#2. Samuel,14,10#10. Da sprach der König: «Wer immer zu dir redet, den bringe zu mir, er soll dich nicht ferner antasten.»
8368#2. Samuel,14,11#11. Und sie sprach: «Gedenke doch, o König, des Ewigen, deines Gottes, daß der Bluträcher nicht noch mehr Verderben anrichte, und man meinen Sohn nicht vertilge.» Da sprach er: «Es lebt der Ewige! Ob ein Haar deines Sohnes zur Erde fallen soll!»
8369#2. Samuel,14,12#12. Da sprach das Weib: «Dürfte doch deine Magd zu meinem Herrn, dem König, ein Wort reden!» Und er sprach: «Rede!»
8370#2. Samuel,14,13#13. Da sprach das Weib: «Und warum sinnst du solches über das Volk Gottes - und indem der König dieses Wort spricht, ist er wie ein Schuldiger -, daß der König seinen Verbannten nicht zurückkehren läßt?
8371#2. Samuel,14,14#14. Denn sterben müssen wir und gleich dem Wasser, das in die Erde verrinnt, und das man nicht wieder aufsammeln kann, aber Gott wird dessen Leben nicht fortnehmen, der seine Gedanken darauf richtet, daß ein Verstoßener von ihm nicht verstoßen bleibe.
8372#2. Samuel,14,15#15. Nun denn, daß ich gekommen bin, zu meinem Herrn, dem König, dieses Wort zu reden, geschah, weil das Volk mir Angst machte. Da dachte deine Magd: Ich will doch mit dem König reden, vielleicht tut der König das Wort seiner Magd.
8373#2. Samuel,14,16#16. Denn der König wird es erhören, seine Magd aus der Hand des Mannes zu retten, der mich samt meinem Sohn aus dem Erbe Gottes vertilgen will.
8374#2. Samuel,14,17#17. Daher dachte deine Magd: Möge das Wort meines Herrn, des Königs, mir Beruhigung sein, denn wie ein Bote Gottes, so ist mein Herr, der König, um das Gute und das Böse anzuhören. Und der Ewige, dein Gott, sei mit dir!»
8375#2. Samuel,14,18#18. Da antwortete der König und sprach zu dem Weib: «Verhehle mir nichts, wonach ich dich frage.» Da sagte das Weib: «Möge doch mein Herr, der König, reden!»
8376#2. Samuel,14,19#19. Da sprach der König: «Ist die Hand Joabs mit dir bei alledem?» Da antwortete das Weib und sprach: «Leben deiner Seele, mein Herr, o König! Ob es möglich ist, rechts oder links abzugehn von allem, was mein Herr, der König redet! Ja, dein Knecht Joab, er hat mir Auftrag gegeben, und er hat in den Mund deiner Magd alle diese Worte gelegt.
8377#2. Samuel,14,20#20. Um das Gesicht der Sache zu wenden, hat dein Knecht Joab dies getan, aber mein Herr ist weise gleich der Weisheit eines Gottesboten, daß er alles weiß, was im Land geschieht.»
8378#2. Samuel,14,21#21. Da sprach der König zu Joab: «Sieh, ich will diese Sache tun, geh und hole den Knaben Abschalom zurück!»
8379#2. Samuel,14,22#22. Da fiel Joab auf sein Angesicht zur Erde, warf sich hin und segnete den König; dann sprach Joab: «Heute weiß dein Knecht, daß ich Gunst gefunden in deinen Augen, mein Herr, o König, da der König das Wort deines Knechtes getan.»
8380#2. Samuel,14,23#23. Da machte sich Joab auf, ging nach Geschur und brachte Abschalom nach Jeruschalaim.
8381#2. Samuel,14,24#24. Der König aber sagte: «Er soll sich nach seinem Haus wenden, mein Antlitz aber soll er nicht sehen.» Da wandte sich Abschalom nach seinem Haus, das Antlitz des Königs aber sah er nicht.
8382#2. Samuel,14,25#25. Und so schön wie Abschalom war kein Mann in ganz Jisraël, sehr zu rühmen, von der Fußsohle bis zum Scheitel war kein Fehl an ihm.
8383#2. Samuel,14,26#26. Und wenn er sein Haupt schor - es geschah immer nach Ablauf eines Jahres, daß er es schor - weil es ihm zu schwer wurde, so schor er es ab -, dann wog man sein Haupthaar: Zweihundert Schekel nach königlichem Gewicht.
8384#2. Samuel,14,27#27. Und es wurden Abschalom drei Söhne geboren und eine Tochter, ihr Name war Tamar, sie war ein Weib von schönem Aussehn.
8385#2. Samuel,14,28#28. Und Abschalom weilte in Jeruschalaim zwei Jahre und hatte das Antlitz des Königs nicht gesehen.
8386#2. Samuel,14,29#29. Da schickte Abschalom zu Joab, um ihn zum König zu senden, aber er wollte nicht zu ihm kommen; da schickte er noch ein zweites Mal, aber er wollte nicht kommen.
8387#2. Samuel,14,30#30. Da sprach er zu seinen Knechten: «Seht, ein Feld Joabs ist zu meiner Seite, er hat dort Gerste; geht und steckt es in Brand.» Da steckten die Knechte Abschaloms das Feld in Brand.
8388#2. Samuel,14,31#31. Da machte sich Joab auf und kam zu Abschalom ins Haus und sprach zu ihm: «Warum haben deine Knechte das Feld, das mir gehört, in Brand gesteckt?»
8389#2. Samuel,14,32#32. Da sprach Abschalom zu Joab: «Sieh, ich habe zu dir geschickt und sagen lassen: Komm hierher, daß ich dich zum König schicke, ihm zu sagen: Wozu bin ich aus Geschur gekommen? Besser wäre es für mich, ich wäre noch dort. Nun will ich das Antlitz des Königs sehen. Und wenn an mir Schuld ist, dann mag er mich töten.»
8390#2. Samuel,14,33#33. Da kam Joab zum König und berichtete es ihm. Der ließ Abschalom rufen, und er kam zum König, warf sich auf sein Angesicht zur Erde hin vor dem König, und der König küßte Abschalom.
8391#2. Samuel,15,1#1. Und es war nachher, da schaffte sich Abschalom Wagen und Pferde an, und fünfzig Mann liefen vor ihm her.
8392#2. Samuel,15,2#2. Und Abschalom stellte sich frühmorgens neben den Weg zum Tor hin. Und es war dann: Jedermann, der eine Streitsache hatte, zum König zu Gericht zu kommen, dem rief Abschalom zu und sprach: «Aus welcher Stadt bist du?» Sagte er dann: «Aus einer der Stämme Jisraëls ist dein Knecht»,
8393#2. Samuel,15,3#3. dann sprach Abschalom zu ihm: «Siehe, deine Worte sind gut und recht, aber keiner ist da, der dir Gehör schenkt von seiten des Königs.»
8394#2. Samuel,15,4#4. Und Abschalom sagte: «O, daß man mich doch zum Richter im Land bestellte, daß an mich käme jeder Mann, der Streit oder Rechtssache hat, ich würde ihm Recht schaffen.»
8395#2. Samuel,15,5#5. Und wenn jemand herantrat, um sich vor ihm hinzuwerfen, dann streckte er seine Hand aus, hielt ihn fest und küßte ihn.
8396#2. Samuel,15,6#6. Und Abschalom tat solcherlei an ganz Jisraël, die zu Gericht zum König kamen. So stahl Abschalom das Herz der Männer Jisraëls.
8397#2. Samuel,15,7#7. Und es war am Ende von vierzig Jahren, da sprach Abschalom zum König: «Ich möchte hingehn und mein Gelöbnis erfüllen, das ich dem Ewigen gelobt habe, in Hebron.
8398#2. Samuel,15,8#8. Denn ein Gelöbnis hat dein Knecht getan, als ich in Geschur in Aram weilte, und gesprochen: Wenn mich der Ewige nach Jeruschalaim zurückbringt, will ich dem Ewigen dienen.»
8399#2. Samuel,15,9#9. Da sagte zu ihm der König: «Geh in Frieden.» Und er machte sich auf und ging nach Hebron.
8400#2. Samuel,15,10#10. Abschalom aber hatte Schleichboten durch alle Stämme Jisraëls geschickt und sagen lassen: «Wenn ihr den Schall der Posaune hört, so sprecht: ,Abschalom ist König geworden in Hebron.'»
8401#2. Samuel,15,11#11. Und mit Abschalom gingen zweihundert Mann aus Jeruschalaim, eingeladen, die gingen in ihrer Einfalt mit, sie wußten aber gar nichts.
8402#2. Samuel,15,12#12. Und Abschalom sandte Ahitofel, den Giloniten, den Ratgeber Dawids, aus seiner Stadt Gilo, während er die Schlachtopfer darbrachte. So wurde die Verschwörung stark, und das Volk um Abschalom nahm immer mehr zu.
8403#2. Samuel,15,13#13. Da kam der Künder zu Dawid und sprach: «Das Herz der Männer Jisraëls hat sich Abschalom zugeneigt.»
8404#2. Samuel,15,14#14. Da sprach Dawid zu allen seinen Dienern, die bei ihm in Jeruschalaim waren: «Auf, laßt uns fliehen, denn es bleibt uns keine Rettung vor Abschalom; geht schnell, daß er nicht eile und uns erreiche und über uns das Unheil hereinbrechen lasse und die Stadt schlage, ins Schwert hinein.»
8405#2. Samuel,15,15#15. Da sprachen die Diener des Königs zum König: «Ganz wie der Herr, der König, es beliebt - hier sind deine Knechte.»
8406#2. Samuel,15,16#16. So zog der König aus und sein ganzes Haus ihm nach; und der König ließ die zehn Kebsen zurück, das Haus zu behüten.
8407#2. Samuel,15,17#17. So zog der König aus und alles Volk ihm nach; sie machten halt am Fernhaus.
8408#2. Samuel,15,18#18. Und alle seine Knechte zogen an seiner Seite vorüber, und alle Kereter und alle Peleter und auch alle Gittäer, sechshundert Mann, die ihm aus Gat nachgekommen waren, zogen an des Königs Angesicht vorüber.
8409#2. Samuel,15,19#19. Da sprach der König zu Ittai, dem Gittäer: «Warum willst auch du mit uns ziehen? Kehr zurück und bleib beim König! Du bist ja ein Fremder! Auch magst du auswandern nach deinem Ort.
8410#2. Samuel,15,20#20. Gestern bist du gekommen, und heute soll ich dich forttreiben, mit uns zu gehen, während ich gehe, wohin ich gehen mag? Kehre um und erstatte deinen Brüdern, die mit dir sind, Liebe und Treue.»
8411#2. Samuel,15,21#21. Da antwortete Ittai dem König und sprach: «Es lebt der Ewige, und Leben meinem Herrn, dem König! - Nur an dem Ort, wo mein Herr, der König, ist, sei es zum Tod oder zum Leben, nur dort will dein Knecht sein.»
8412#2. Samuel,15,22#22. Da sagte der König zu Ittai: «Geh, zieh vorüber!» Da zog Ittai aus Gat vorüber mit allen seinen Männern und allen Kindern, die bei ihm waren.
8413#2. Samuel,15,23#23. Und alles Land weinte mit lauter Stimme, während alles Volk vorüberzog. Der König aber durchschritt das Tal Kidron, und das ganze Volk zog vorüber längs des Wegs bei der Wüste.
8414#2. Samuel,15,24#24. Und da war auch Zadok und mit ihm alle Lewiten; die trugen die Bundeslade Gottes, und als sie die Lade Gottes niedergestellt hatten, ging Ebjatar hinauf, bis das ganze Volk aus der Stadt vollends vorübergezogen war.
8415#2. Samuel,15,25#25. Dann sprach der König zu Zadok: «Bringe die Lade Gottes in die Stadt zurück. Wenn ich Gunst finde in den Augen des Ewigen, wird mich der Ewige heimkehren und mich ihn und seine Stätte schauen lassen.
8416#2. Samuel,15,26#26. Wenn er aber so sagen wird: ,Ich habe kein Gefallen an dir' - hier bin ich, er mag mir tun, wie es recht ist in seinen Augen!»
8417#2. Samuel,15,27#27. Und der König sprach zu Zadok, dem Priester: «Siehst du? Kehre in Frieden in die Stadt zurück, und Ahimaaz, dein Sohn, und Jehonatan, der Sohn Ebjatars, eure beiden Söhne mit euch.
8418#2. Samuel,15,28#28. Seht, ich will mich in den Niederungen der Wüste verweilen, bis Wort von euch kommt, mir Meldung zu tun.»
8419#2. Samuel,15,29#29. Da brachten Zadok und Ebjatar die Lade Gottes nach Jeruschalaim zurück, und sie blieben dort.
8420#2. Samuel,15,30#30. Dawid aber stieg hinauf am Anstieg der Ölbäume, hinaufsteigend und weinend, das Haupt ihm verhüllt und barfuß ging er; und alles Volk, das bei ihm war, die verhüllten jeder sein Haupt und zogen hinauf, im Gehen weinend.
8421#2. Samuel,15,31#31. Und Dawid hatte man berichtet und gesagt: «Ahitofel ist unter den Verschwörern mit Abschalom.» Da sprach Dawid: «Vereitle doch den Rat Ahitofels, Ewiger!»
8422#2. Samuel,15,32#32. Es war nun, als Dawid an dem Gipfel ankam, wo man sich vor Gott hinwirft, da kam ihm Huschai, der Arkite, entgegen, den Rock zerrissen und Erde auf dem Haupt.
8423#2. Samuel,15,33#33. Und Dawid sprach zu ihm: «Wenn du mit mir ziehst, wirst du mir zur Last sein.
8424#2. Samuel,15,34#34. Wenn du aber zur Stadt zurückkehrst und zu Abschalom sprichst: ,Dein Knecht bin ich, o König, deines Vaters Knecht war ich von je, nun aber will ich dein Knecht sein', dann kannst du mir den Rat Ahitofels zunichte machen.
8425#2. Samuel,15,35#35. Dort sind ja auch bei dir Zadok und Ebjatar, die Priester; was du nun aus dem Haus des Königs hörst, berichte es Zadok und Ebjatar, den Priestern.
8426#2. Samuel,15,36#36. Sieh, diese haben dort bei sich ihre beiden Söhne, Zadok den Ahimaaz, und Ebjatar den Jehonatan, durch sie bestellt mir jedes Wort, das ihr hört.»
8427#2. Samuel,15,37#37. So kam Huschai, Dawids Freund, nach der Stadt, und Abschalom kam nach Jeruschalaim.
8428#2. Samuel,16,1#1. Und Dawid war ein wenig über den Gipfel hinausgeschritten, als Ziba, der Diener Mefiboschets, ihm entgegenkam mit einem Paar gesattelter Esel, und auf ihnen zweihundert Brote, hundert Rosinentrauben, hundert Feigenkuchen und ein Schlauch Wein.
8429#2. Samuel,16,2#2. Da sprach der König zu Ziba: «Was soll dir dies?» Da sprach Ziba: «Die Esel sind für das Haus des Königs zum Reiten, und das Brot und die Feigen sind zum Essen für die Burschen, und der Wein ist zum Trinken für die Ermatteten in der Wüste.»
8430#2. Samuel,16,3#3. Da sagte der König: «Und wo ist der Sohn deines Herrn?» Da sprach Ziba zum König: «Sieh, er ist in Jeruschalaim geblieben; denn er hat gesagt: Heute wird das Haus Jisraël mir das Königtum meines Vaters wiedergeben.»
8431#2. Samuel,16,4#4. Da sprach der König zu Ziba: «Sieh, dein ist alles, was Mefiboschet gehört.» Und Ziba sagte: «Ich werfe mich hin. Möchte ich Gunst in deinen Augen finden, mein Herr, o König!»
8432#2. Samuel,16,5#5. Und der König kam bis Bahurim, da kam von dort ein Mann heraus, aus der Familie des Hauses Schauls, sein Name war Schim'i, Sohn Geras; er kam hervor, gehend und fluchend.
8433#2. Samuel,16,6#6. Und er warf mit Steinen nach Dawid, nach allen Dienern des Königs Dawid, während alles Volk und alle Helden ihm zur Rechten und zur Linken waren.
8434#2. Samuel,16,7#7. Und so sprach Schim'i, als er fluchte: «Du Unrat, du Blutmensch, du Ruchloser!
8435#2. Samuel,16,8#8. Gebracht hat über dich der Ewige alles Blut des Hauses Schauls, an dessen Stelle du König geworden, und der Ewige hat das Königtum in die Hand deines Sohnes Abschalom gegeben. Nun bist du im Unglück, denn ein Blutmensch bist du!»
8436#2. Samuel,16,9#9. Da sagte Abischai, der Sohn der Zeruja, zum König: «Warum soll dieser tote Hund meinem Herrn, dem König, fluchen! Laß mich doch hinübergehn und ihm den Kopf abhaun.»
8437#2. Samuel,16,10#10. Da sprach der König: «Was habe ich mit euch, ihr Söhne der Zeruja! Wenn er flucht, und wenn der Ewige ihm gesagt hat: ,Fluche Dawid!', wer darf da sagen: ,Warum tust du so?'»
8438#2. Samuel,16,11#11. Und Dawid sprach zu Abischai und zu allen seinen Dienern: «Seht! Mein Sohn, der aus meinem Innern hervorgegangen, trachtet mir nach dem Leben, und wie gar nun dieser Binjaminite; laßt ihn, mag er fluchen, da der Ewige es ihm geheißen.
8439#2. Samuel,16,12#12. Vielleicht sieht der Ewige meinen Anblick und erstattet mir Gutes an Stelle seines Fluchs am heutigen Tag.»
8440#2. Samuel,16,13#13. Da zog Dawid mit seinen Leuten seines Weges, Schim'i aber an der Berglehne ihm gegenüber, und er fluchte im Gehen und warf mit Steinen nach ihm und überschüttete ihn mit Staub.
8441#2. Samuel,16,14#14. Da kam der König mit allem Volk, das bei ihm war, ermüdet an, und er schöpfte dort Atem.
8442#2. Samuel,16,15#15. Und Abschalom und alles Volk, die Männer Jisraëls, waren nach Jeruschalaim gekommen, und Ahitofel war bei ihm.
8443#2. Samuel,16,16#16. Es war nun, als Huschai, der Arkite, der Freund Dawids, zu Abschalom kam, da sprach Huschai zu Abschalom: «Es lebe der König, es lebe der König!»
8444#2. Samuel,16,17#17. Da sprach Abschalom zu Huschai: «Ist das deine Liebe zu deinem Freund? Warum bist du nicht mit deinem Freund gegangen?»
8445#2. Samuel,16,18#18. Aber Huschai sagte zu Abschalom: «Nein, wen der Ewige erwählt, dieses Volk und alle Männer Jisraëls, dem will ich angehören, und bei dem will ich bleiben.
8446#2. Samuel,16,19#19. Und zweitens: Wem diene ich denn? Doch vor seinem Sohn! Wie ich vor deinem Vater gedient habe, will ich vor dir sein!»
8447#2. Samuel,16,20#20. Da sprach Abschalom zu Ahitofel: «Gebt Rat! Was sollen wir tun?»
8448#2. Samuel,16,21#21. Und Ahitofel sagte zu Abschalom: «Geh ein zu den Kebsen deines Vaters, die er zurückgelassen, das Haus zu behüten, damit ganz Jisraël höre, wie du dich bei deinem Vater anrüchig gemacht hast, und die Hände aller, die bei dir sind, fest werden.»
8449#2. Samuel,16,22#22. Und sie schlugen für Abschalom das Zelt auf dem Dach auf, und Abschalom ging ein zu den Kebsen seines Vaters vor den Augen ganz Jisraëls.
8450#2. Samuel,16,23#23. Der Rat Ahitofels aber, den er gab, war in jenen Tagen so, als ob man Gottes Wort befragte - so war jeder Rat Ahitofels sowohl bei Dawid als auch bei Abschalom.
8451#2. Samuel,17,1#1. Und Ahitofel sprach zu Abschalom: «Ich will zwölftausend Männer auswählen, mich aufmachen und Dawid diese Nacht nachjagen.
8452#2. Samuel,17,2#2. Und ich werde über ihn kommen, während er müde und schlaff ist, und werde ihn in Schrecken setzen, und alles Volk, das bei ihm ist, wird fliehen, so daß ich den König allein schlage.
8453#2. Samuel,17,3#3. Dann will ich das ganze Volk zu dir zurückführen; wie alles sich abkehrt (von) dem Mann, den du suchst, wird das ganze Volk Frieden haben.»
8454#2. Samuel,17,4#4. Da war die Sache recht in den Augen Abschaloms und in den Augen aller Ältesten Jisraëls.
8455#2. Samuel,17,5#5. Da sagte Abschalom: «Ruf doch auch Huschai, den Arkiten, daß wir ihn hören, was auch er zu sagen hat.»
8456#2. Samuel,17,6#6. Da kam Huschai zu Abschalom, und Abschalom sprach zu ihm: «Solches hat Ahitofel geredet! Sollen wir sein Wort ausführen? Wenn nicht, so rede du!»
8457#2. Samuel,17,7#7. Da sagte Huschai zu Abschalom: «Nicht gut ist der Rat, den Ahitofel dieses Mal geraten hat.»
8458#2. Samuel,17,8#8. Und Huschai sprach: «Du kennst deinen Vater und seine Männer, daß sie Helden sind und erbitterten Muts, wie ein der Jungen beraubter Bär auf dem Feld; und dein Vater ist ein Kriegsmann, der das Volk nicht übernachten läßt.
8459#2. Samuel,17,9#9. Sieh, jetzt hält er sich versteckt in einer der Schluchten oder an einem der Orte. Wenn nun gleich am Anfang welche von ihnen fallen, und man hört es, dann wird man sagen: ,Ein Schlag hat das Volk betroffen, das hinter Abschalom ist.'
8460#2. Samuel,17,10#10. Und ist er auch ein Tapferer, dessen Herz wie das Herz des Löwen ist, wird er verzagen, denn ganz Jisraël weiß, daß dein Vater ein Held ist, und tapfere Männer die, die bei ihm sind.
8461#2. Samuel,17,11#11. So rate ich: Laß um dich sich sammeln ganz Jisraël von Dan bis Beer-Scheba, wie der Sand am Meer so zahlreich, und ziehe du selbst in den Kampf.
8462#2. Samuel,17,12#12. Kommen wir nun zu ihm an einem der Orte, wo er sich befinden mag, so fallen wir auf ihn nieder, wie der Tau auf die Erde fällt, daß von ihm und all den Männern, die bei ihm sind, auch nicht einer übrig bleibt.
8463#2. Samuel,17,13#13. Wenn er sich aber in eine Stadt zurückzieht, so soll ganz Jisraël Seile an jene Stadt heranbringen, daß wir sie bis in den Talgrund schleifen, daß auch nicht ein Kiesel dort zu finden ist.»
8464#2. Samuel,17,14#14. Da sprachen Abschalom und alle Männer Jisraëls: «Besser ist der Rat Huschais, des Arkiten, als der Rat Ahitofels.» Und der Ewige hatte es bestimmt, um den guten Rat Ahitofels zu zerstören, damit der Ewige über Abschalom das Unheil bringe.
8465#2. Samuel,17,15#15. Und Huschai sagte zu Zadok und Ebjatar, den Priestern: «So und so hat Ahitofel dem Abschalom und den Ältesten Jisraëls geraten, so und so aber habe ich geraten.
8466#2. Samuel,17,16#16. Und nun, sendet eilends hin, laßt Dawid berichten und sagen: ,Bleib diese Nacht nicht in den Niederungen der Wüste, ja, du mußt hinübersetzen, damit nicht vernichtet werde der König und das ganze Volk, das bei ihm ist.'»
8467#2. Samuel,17,17#17. Jehonatan aber und Ahimaaz standen bei der Rogel-Quelle, und als die Magd hinging und ihnen berichtete, da gingen sie und meldeten es dem König Dawid; denn sie durften sich nicht sehen lassen und in die Stadt kommen.
8468#2. Samuel,17,18#18. Ein Bursche aber sah sie und sagte es Abschalom. Da gingen die beiden eilends und kamen in das Haus eines Mannes in Bahurim, der hatte einen Brunnen auf seinem Hof, dort stiegen sie hinab.
8469#2. Samuel,17,19#19. Da nahm das Weib und breitete die Decke über den Brunnen und legte darauf die Körner aus, daß man nichts merkte.
8470#2. Samuel,17,20#20. Als nun die Diener Abschaloms zu dem Weib ins Haus kamen, da sagten sie: «Wo sind Ahimaaz und Jehonatan?» Da sagte ihnen das Weib: «Sie haben den Wasserlauf durchschritten.» Und sie suchten, fanden aber nichts; da kehrten sie nach Jeruschalaim zurück.
8471#2. Samuel,17,21#21. Es war nun, nachdem sie weggegangen waren, da stiegen sie aus dem Brunnen herauf; und sie gingen und berichteten dem König Dawid und sagten zu Dawid: «Auf, durchschreitet eilends das Wasser, denn so hat Ahitofel euretwegen geraten.»
8472#2. Samuel,17,22#22. Da machte sich Dawid auf und alles Volk, das bei ihm war, und sie durchschritten den Jarden. Bis der Morgen tagte, fehlte auch nicht einer, der den Jarden nicht durchschritten hätte.
8473#2. Samuel,17,23#23. Als aber Ahitofel sah, daß sein Rat nicht ausgeführt wurde, sattelte er seinen Esel, machte sich auf, ging in sein Haus, in seine Stadt, bestellte sein Haus und erwürgte sich. Und er starb und wurde im Grab seines Vaters begraben.
8474#2. Samuel,17,24#24. Und Dawid war nach Mahanaim gekommen, als Abschalom und mit ihm alle Männer Jisraëls den Jarden durchschritten.
8475#2. Samuel,17,25#25. Amasa aber hatte Abschalom an Joabs Stelle über das Heer gesetzt. Und Amasa war der Sohn eines Mannes namens Jitra, des Jisraëliten, der eingegangen war zu Abigail, einer Tochter Nahaschs, einer Schwester Zerujas, der Mutter Joabs.
8476#2. Samuel,17,26#26. Und Jisraël und Abschalom lagerten im Land des Gil'ad.
8477#2. Samuel,17,27#27. Und es war, als Dawid nach Mahanaim gekommen war, waren da Schobi, der Sohn Nahaschs aus Rabba der Söhne Ammons, und Machir, der Sohn Ammiëls aus Lo-Debar, und Barsillai, der Gil'adite aus Rogelim.
8478#2. Samuel,17,28#28. Tragbahren, Becken und irdene Gefäße, auch Weizen, Gerste, Mehl, Röstkorn, Viehbohnen, Linsen und Geröstetes,
8479#2. Samuel,17,29#29. und Honig, Rahm, Schafe und Kuhkäse brachten sie herbei für Dawid und das Volk, das bei ihm war, zum Essen; denn sie sagten: «Das Volk ist hungrig, müde und durstig in der Wüste.»
8480#2. Samuel,18,1#1. Und Dawid musterte das Volk, das bei ihm war, und setzte über sie Oberste über Tausende und Oberste über Hunderte.
8481#2. Samuel,18,2#2. Dann sandte Dawid das Volk aus, ein Drittel unter Joab, ein Drittel unter Abischai, dem Sohn der Zeruja, dem Bruder Joabs, und ein Drittel unter Ittai, dem Gittäer. Und der König sagte zu dem Volk: «Auch ich will mit euch ausziehn.»
8482#2. Samuel,18,3#3. Da sagte das Volk: «Du sollst nicht ausziehn, denn wenn wir fliehen müssen, wird man sich um uns nicht bekümmern, auch wenn die Hälfte von uns stürbe, wird man sich um uns nicht bekümmern, denn dann gibt es zehntausend gleich uns. Und nun ist es besser, daß du uns ein Ansporn bist, um zu helfen.»
8483#2. Samuel,18,4#4. Da sprach der König zu ihnen: «Was in euren Augen recht ist, das tue ich.» Und der König stellte sich an das Tor, und das ganze Volk zog aus zu Hunderten und Tausenden.
8484#2. Samuel,18,5#5. Und der König gebot Joab und Abischai und Ittai und sagte: «Gelinde mir mit meinem Knaben, mit Abschalom!» Und alles Volk hörte es, als der König allen Obersten Befehl gab wegen Abschalom.
8485#2. Samuel,18,6#6. So zog das Volk ins Feld, Jisraël entgegen. Und der Kampf war im Wald Efraim.
8486#2. Samuel,18,7#7. Da wurde das Volk von Jisraël geschlagen vor den Dienern Dawids; und der Schlag war dort groß an jenem Tag: Zwanzigtausend.
8487#2. Samuel,18,8#8. Und es breitete sich dort der Kampf aus über das ganze Land hin. Und der Wald fraß mehr vom Volk, als das Schwert gefressen hatte an jenem Tag.
8488#2. Samuel,18,9#9. Abschalom aber geriet vor die Knechte Dawids, und Abschalom ritt auf dem Maultier. Als das Maultier unter das Gezweig der großen Terebinthe kam, da verfing sich sein Kopf an der Terebinthe, so daß er zwischen Himmel und Erde geriet, und das Maultier unter ihm lief weiter.
8489#2. Samuel,18,10#10. Da sah es ein Mann, berichtete es Joab und sagte: «Sieh, ich habe Abschalom an einer Terebinthe hängen sehen.»
8490#2. Samuel,18,11#11. Da sagte Joab zu dem Mann, der es ihm berichtete: «Da du dies gesehen, warum hast du ihn nicht auf der Stelle zu Boden geschlagen? Und an mir wäre es, dir zehn Silberstücke und einen Gürtel zu geben.»
8491#2. Samuel,18,12#12. Der Mann aber sagte zu Joab: «Und ließe ich mir tausend Silberschekel auf die Hände wiegen, würde ich nicht meine Hand gegen den Königssohn ausstrecken, denn vor unseren Ohren hat der König dir, Abischai und Ittai geboten und gesagt: ,Gebt acht - wer es sei, - auf den Knaben, auf Abschalom.'
8492#2. Samuel,18,13#13. Oder hätte ich auf meine Seele Lüge getan, wo doch nichts vor dem König verborgen bleibt, so würdest du dich abseits stellen.»
8493#2. Samuel,18,14#14. Da sagte Joab: «Nicht so. Ich hätte vor dir ausgeharrt.» Und er nahm drei Stäbe in seine Hand und stieß sie Abschalom, der noch lebte, ins Herz, mitten in der Terebinthe.
8494#2. Samuel,18,15#15. Dann traten zehn Burschen, die Waffenträger Joabs, herzu, schlugen Abschalom und töteten ihn.
8495#2. Samuel,18,16#16. Dann stieß Joab in die Posaune. Da kehrte das Volk von der Verfolgung Jisraëls zurück, denn Joab hatte dem Volk gewehrt.
8496#2. Samuel,18,17#17. Dann nahmen sie Abschalom, warfen ihn in die große Grube im Wald und errichteten über ihm einen sehr großen Steinhaufen. Ganz Jisraël aber floh, ein jeder in seine Zelte.
8497#2. Samuel,18,18#18. Und Abschalom hatte es unternommen, und sich schon bei Lebzeiten ein Standmal gesetzt, das im Königstal steht, denn er dachte: Ich habe keinen Sohn, meinen Namen in Erinnerung zu bringen. Und er nannte das Standmal nach seinem Namen; und man nennt es «Abschaloms Handzeichen»-1- bis auf den heutigen Tag. -1) -+Jad-Abschalom-.++
8498#2. Samuel,18,19#19. Und Ahimaaz, der Sohn Zadoks, sagte: «Ich möchte hinlaufen und dem König die Botschaft bringen, daß der Ewige ihm Recht geschafft hat von der Hand seiner Feinde.»
8499#2. Samuel,18,20#20. Joab aber sagte zu ihm: «Sei kein Botschaftsbringer an diesem Tag; bring Botschaft an einem andern Tag. An diesem Tag aber sollst du keine Botschaft bringen, da doch der Königssohn tot ist.»
8500#2. Samuel,18,21#21. Darauf sagte Joab zu dem Kuschiten: «Geh, berichte dem König, was du gesehen hast.» Da warf sich der Kuschite vor Joab hin und lief dann davon.
8501#2. Samuel,18,22#22. Ahimaaz aber, der Sohn Zadoks, sagte noch einmal zu Joab: «Sei was sei, laß auch mich hinter dem Kuschiten laufen!» Joab aber sagte: «Warum denn willst du hinlaufen, mein Sohn, da doch für dich keine Botschaft sich findet.»
8502#2. Samuel,18,23#23. «Sei was sei, ich laufe.» Da sagte er zu ihm: «Lauf.» Und Ahimaaz lief den Weg durch das (Jarden-)Rund und überholte den Kuschiten.
8503#2. Samuel,18,24#24. Und Dawid saß zwischen den beiden Toren, und der Späher ging zum Dach des Tors, zur Mauer. Und er hob seine Augen, da sah er einen Mann, der allein heranlief.
8504#2. Samuel,18,25#25. Da rief der Späher und berichtete es dem König. Da sprach der König: «Wenn er allein ist, ist Botschaft in seinem Mund.» Und er lief und kam immer näher.
8505#2. Samuel,18,26#26. Da sah der Späher einen andern Mann heranlaufen. Und der Späher rief dem Tormann zu und sagte: «Sieh, ein Mann läuft allein heran.» Da sagte der König: «Auch der ist ein Bote.»
8506#2. Samuel,18,27#27. Da sprach der Späher: «Ich sehe das Laufen des Ersten, daß es dem Laufen des Ahimaaz, des Sohnes Zadoks, gleicht.» Da sagte der König: «Der ist ein guter Mann, zu guter Botschaft kommt er.»
8507#2. Samuel,18,28#28. Da rief Ahimaaz und sagte zum König: «Friede!» Und er warf sich vor dem König auf sein Angesicht zur Erde hin und sagte: «Gepriesen sei der Ewige, dein Gott, der die Männer preisgegeben hat, die ihre Hand gegen meinen Herrn, den König, erhoben haben.»
8508#2. Samuel,18,29#29. Da sagte der König: «Ist der Knabe Abschalom heil?» Da sagte Ahimaaz: «Ich sah das große Getümmel, als Joab den Knecht des Königs und deinen Knecht fortschickte, und ich weiß nicht, was (es war).»
8509#2. Samuel,18,30#30. Da sprach der König: «Tritt herum und bleib da stehen.» Und er trat herum und blieb stehen.
8510#2. Samuel,18,31#31. Da kam der Kuschite, und der Kuschite sagte: «Mag sich mein Herr, der König, künden lassen, daß der Ewige dir heute Recht geschafft hat von der Hand aller, die sich gegen dich erhoben haben.»
8511#2. Samuel,18,32#32. Da sprach der König zu dem Kuschiten: «Ist der Knabe Abschalom heil?» Da sprach der Kuschite: «Mögen wie der Knabe sein die Feinde meines Herrn, des Königs, und alle, die sich wider dich erhoben haben zu Bösem!»
8512#2. Samuel,19,1#1. Da erbebte der König, und er ging zum Obergemach des Tores hinauf und weinte, und so rief er im Gehen: «Mein Sohn Abschalom, mein Sohn, mein Sohn Abschalom! Wäre doch ich statt deiner gestorben, Abschalom, mein Sohn, mein Sohn!»
8513#2. Samuel,19,2#2. Da wurde Joab berichtet: «Sieh, der König weint, und er trauert um Abschalom.»
8514#2. Samuel,19,3#3. So wurde der Sieg an jenem Tag zur Trauer für das ganze Volk, denn das Volk hatte es gehört an jenem Tag, daß der König sich gräme um seinen Sohn.
8515#2. Samuel,19,4#4. So stahl sich das Volk an jenem Tag, da es in die Stadt kam, herein, wie sich Volk hereinstiehlt, das durch seine Rucht im Kampf sich mit Schmach bedeckt hat.
8516#2. Samuel,19,5#5. Und der König verhüllte sein Antlitz, und der König schrie mit lauter Stimme: «Mein Sohn Abschalom, Abschalom, mein Sohn, mein Sohn!»
8517#2. Samuel,19,6#6. Da kam Joab zum König ins Haus und sagte: «Beschämt hast du heute das Antlitz aller deiner Knechte, die heute dein Leben gerettet haben und das Leben deiner Söhne und Töchter und das Leben deiner Frauen und das Leben deiner Kebsen,
8518#2. Samuel,19,7#7. daß du liebst, die dich hassen, und haßt, die dich lieben; denn kundgetan hast du heute, daß du nicht Oberste und Diener hast; denn ich habe heute erfahren, wäre Abschalom am Leben und wir alle heute tot, das wäre dann recht gewesen in deinen Augen.
8519#2. Samuel,19,8#8. Nun aber, steh auf, geh hinaus und rede zum Herzen deiner Knechte, denn beim Ewigen schwöre ich: Wenn du nicht herauskommst, ob da ein Mann diese Nacht bei dir verbleiben wird! Und das wird für dich schlimmer sein als alles Schlimme, das über dich gekommen ist von deiner Jugend an bis jetzt.»
8520#2. Samuel,19,9#9. Da stand der König auf und setzte sich ins Tor. und man berichtete allem Volk: «Sieh, der König sitzt im Tor.» Da kam alles Volk vor den König. Jisraël aber war geflohen, ein jeder zu seinen Zelten.
8521#2. Samuel,19,10#10. Nun rechtete das ganze Volk mit sich in allen Stämmen Jisraëls und sprach: «Der König hat uns errettet aus der Hand unserer Feinde, und uns losgemacht aus der Hand der Pelischtäer, und nun ist er aus dem Land geflüchtet vor Abschalom.
8522#2. Samuel,19,11#11. Abschalom aber, den wir über uns gesalbt haben, ist im Kampf gestorben; und nun, warum schweigt ihr, den König zurückzuführen?»
8523#2. Samuel,19,12#12. Der König Dawid aber schickte zu Zadok und Ebjater, den. Priestern, und ließ sagen: «Redet zu den Ältesten Jehudas und sagt: ,Warum wollt ihr die Letzten sein, den König in sein Haus zurückzuführen, wo das Wort von ganz Jisraël an den König in sein Haus gekommen ist?
8524#2. Samuel,19,13#13. Meine Brüder seid ihr, mein Bein und Fleisch seid ihr! Und warum wollt ihr die Letzten sein, den König zurückzuführen?'
8525#2. Samuel,19,14#14. Und zu Amasa sprecht: ,Du bist ja mein Bein und Fleisch! So tue mir Gott an, so und noch mehr, wenn du nicht Heeresoberster vor mir sein wirst allezeit an Stelle Joabs!'»
8526#2. Samuel,19,15#15. So lenkte er das Herz aller Männer Jehudas wie das eines Mannes; und sie sandten zum König: «Kehre zurück, du und alle deine Knechte!»
8527#2. Samuel,19,16#16. So kehrte der König zurück, und er kam an den Jarden. Und Jehuda kam nach dem Gilgal, um dem König entgegenzugehn und den König durch den Jarden zu führen.
8528#2. Samuel,19,17#17. Da eilte Schim'i, der Sohn Geras, der Binjaminite aus Bahurim, herbei und kam mit den Männern von Jehuda herab, dem König Dawid entgegen.
8529#2. Samuel,19,18#18. Und tausend Mann mit ihm aus Binjamin, und Ziba, der Diener des Hauses Schauls, und seine fünfzehn Söhne und seine zwanzig Knechte mit ihm. Die waren am Jarden angelangt vor dem König.
8530#2. Samuel,19,19#19. Dann zog der Zug hindurch, um die Familie des Königs hinüberzuführen und, was in seinen Augen recht war, zu tun. und Schim'i, der Sohn Geras, fiel vor dem König nieder, als der den Jarden durchschreiten wollte.
8531#2. Samuel,19,20#20. Da sprach er zum König: «Es rechne mir mein Herr keine Schuld an, und gedenke du nicht dessen, was dein Knecht gesündigt an dem Tag, da mein Herr, der König, aus Jeruschalaim zog, daß es sich der König zu Herzen nähme.
8532#2. Samuel,19,21#21. Denn dein Knecht weiß, daß ich gesündigt habe. Nun sieh, ich bin heute gekommen, als Erster vom ganzen Haus Josefs hinabzuziehn, meinem Herrn, dem König, entgegen.»
8533#2. Samuel,19,22#22. Da hob Abischai, der Sohn der Zeruja, an und sagte: «Soll Schirm nicht getötet werden dafür, daß er dem Gesalbten des Ewigen geflucht hat?»
8534#2. Samuel,19,23#23. Da sprach Dawid: «Was habe ich mit euch, ihr Söhne der Zeruja, daß ihr mir heute zum Widergeist werden wollt? Heute sollte jemand getötet werden in Jisraël? Weiß ich denn nicht, daß heute ich König bin in Jisraël?»
8535#2. Samuel,19,24#24. Und der König sprach zu Schim'i: «Du sollst nicht sterben.» Und der König schwor es ihm.
8536#2. Samuel,19,25#25. Und Mefiboschet, der Sohn Schauls, kam herab, dem König entgegen, und er hatte seine Füße nicht gepflegt, seinen Lippenbart nicht zurechtgemacht und seine Kleider nicht gewaschen von dem Tag an, da der König gegangen war, bis heute, da er in Frieden kam.
8537#2. Samuel,19,26#26. Es war nun, als er (von) Jeruschalaim dem König entgegenkam, da sprach der König zu ihm: «Warum bist du nicht mit mir gegangen, Mefiboschet?»
8538#2. Samuel,19,27#27. Da sprach er: «Mein Herr, o König! Mein Knecht hat mich betrogen, denn dein Knecht hatte gesagt: ,lch will mir die Eselin satteln und auf ihr reiten und mit dem König gehen, denn dein Knecht ist lahm.'
8539#2. Samuel,19,28#28. Er aber verleumdete deinen Knecht bei meinem Herrn, dem König. Mein Herr, der König, aber ist wie ein Bote Gottes, tu denn, was recht ist in deinen Augen.
8540#2. Samuel,19,29#29. Denn das ganze Haus meines Vaters waren ja nichts als Männer des Todes bei meinem Herrn, dem König, du aber setztest deinen Knecht unter deine Tischgenossen, und was für ein Recht habe ich noch, und was noch zum König zu flehen?»
8541#2. Samuel,19,30#30. Da sprach der König zu ihm: «Was sprichst du noch deine Worte? Ich habe gesagt: Du und Ziba, ihr sollt das Feld teilen.»
8542#2. Samuel,19,31#31. Da sprach Mefiboschet zum König: «Mag er auch alles nehmen, nachdem mein Herr, der König, in Frieden in sein Haus kommt.»
8543#2. Samuel,19,32#32. Auch Barsillai, der Gil'adite, war von Rogelim herabgekommen und hatte mit dem König den Jarden durchschritten, um ihn den Jarden entlang zu geleiten.
8544#2. Samuel,19,33#33. Und Barsillai war sehr alt, achtzig Jahre alt, und er hatte den König verpflegt, als er in Mahanaim weilte, denn er war ein sehr reicher Mann.
8545#2. Samuel,19,34#34. Da sprach der König zu Barsillai: «Zieh du mit mir, und ich will dich bei mir in Jeruschalaim verpflegen.»
8546#2. Samuel,19,35#35. Da sagte Barsillai zum König: «Wieviel sind die Tage meiner Lebensjahre, daß ich mit dem König nach Jeruschalaim hinaufziehn soll?
8547#2. Samuel,19,36#36. Achtzig Jahre bin ich heute alt, weiß ich denn noch (zu unterscheiden) zwischen Gutem und Bösem? Schmeckt denn dein Knecht noch, was ich esse und was ich trinke? Kann ich noch lauschen auf die Stimme der Sänger und Sängerinnen? Und warum soll dein Knecht meinem Herrn, dem König, zur Last werden?
8548#2. Samuel,19,37#37. Kaum kann dein Knecht mit dem König durch den Jarden ziehen, und warum will der König mir diese Wohltat erweisen?
8549#2. Samuel,19,38#38. Laß doch deinen Knecht zurückkehren, daß ich in meiner Stadt sterbe beim Grab meines Vaters und meiner Mutter. Aber sieh, dein Knecht Kimham mag mit meinem Herrn, dem König, ziehen, und tu ihm, was recht ist in deinen Augen.»
8550#2. Samuel,19,39#39. Da sagte der König: «Mag denn Kimham mit mir ziehen, und ich will ihm tun, was recht ist in deinen Augen, und was du von mir wünschst, will ich dir tun.»
8551#2. Samuel,19,40#40. Und alles Volk zog nun durch den Jarden, und auch der König zog hindurch. Und der König küßte Barsillai und segnete ihn, und er kehrte an seinen Ort zurück.
8552#2. Samuel,19,41#41. Da zog der König nach dem Gilgal, und Kimham zog mit ihm, und alles Volk von Jehuda führte den König, und auch die Hälfte vom Volk Jisraëls.
8553#2. Samuel,19,42#42. Da kamen nun alle Männer Jisraëls zum König und sprachen zu dem König: «Warum haben dich unsere Brüder, die Männer von Jehuda, entführt und haben den König und sein Haus über den Jarden gebracht, und alle Leute Dawids mit ihm?»
8554#2. Samuel,19,43#43. Da antworteten alle Männer Jehudas den Männern Jisraëls: «Weil der König mir nahe steht. Warum aber verdrießt es dich deswegen? Haben wir vom König gegessen, oder hat er uns Gastgeschenk auftragen lassen?»
8555#2. Samuel,19,44#44. Darauf antworteten die Männer Jisraëls den Männern Jehudas und sagten: «Zehn Anteile habe ich am König, und auch bei Dawid bin ich dir zuvor, und warum hast du mich herabgesetzt! War nicht auch mein Wort das erste, meinen König zurückzuführen?» Und die Rede der Männer Jehudas war noch heftiger als die Rede der Männer Jisraëls.
8556#2. Samuel,20,1#1. Nun war dort gerade ein ruchloser Mann, namens Scheba, Sohn des Bichri, ein Mann aus Binjamin, der stieß in die Posaune und sagte: «Wir haben keinen Teil an Dawid, kein Erbe am Sohn Jischais, ein jeder zu seinen Zelten, Jisraël.»
8557#2. Samuel,20,2#2. Da zogen alle Männer Jisraëls weg von Dawid und folgten Scheba, dem Sohn Bichris, die Männer von Jehuda aber hielten fest an ihrem König, vom Jarden bis Jeruschalaim.
8558#2. Samuel,20,3#3. Und Dawid kam in sein Haus nach Jeruschalaim, und der König nahm die zehn Frauen, die Kebsen, die er zur Bewachung des Hauses gelassen hatte, tat sie in Gewahrsam und verpflegte sie, aber er ging nicht ein zu ihnen; und sie blieben abgebunden bis zum Tag ihres Todes - ein Witwentum bei Lebzeiten (des Mannes).
8559#2. Samuel,20,4#4. Und der König sagte zu Amasa: «Biete mir die Männer Jehudas auf; drei Tage, dann stehe du hier.»
8560#2. Samuel,20,5#5. Da ging Amasa, Jehuda aufzubieten, doch er verzögerte sich über den Ansatz hinaus, den er ihm angesetzt hatte.
8561#2. Samuel,20,6#6. Da sprach Dawid zu Abischai: «Jetzt wird uns Scheba, der Sohn Bichris, schlimmer sein als Abschalom. Nimm du die Knechte deines Herrn, jag ihm nach, daß er sich nicht etwa feste Städte gewinne und unser Aussehn verschatte.»
8562#2. Samuel,20,7#7. Und es zogen hinter ihm aus die Männer Joabs, die Kereter und Peleter und alle Helden; und sie zogen von Jeruschalaim aus, um Scheba, dem Sohn Bichris, nachzusetzen.
8563#2. Samuel,20,8#8. Sie waren bei dem großen Stein, der zu Gib'on ist, da kam Amasa vor sie hin. Joab aber hatte sein Gewand an, seine Kleidung, und darüber einen Gurt mit einem Schwert, das an seiner Hüfte befestigt war, in seiner Scheide; als er hervortrat, fiel diese ab.
8564#2. Samuel,20,9#9. Da sagte Joab zu Amasa: «Geht es dir gut, mein Bruder?» Und Joabs rechte Hand faßte den Kinnbart Amasas, um ihn zu küssen.
8565#2. Samuel,20,10#10. Amasa aber hatte sich nicht in acht genommen vor dem Schwert, das in Joabs Hand war. Da stieß er ihn damit in den Bauch und verschüttete seine Eingeweide zur Erde. Und er wiederholte ihm (den Stoß) nicht, und er starb. Und Joab und sein Bruder Abischai setzten Scheba, dem Sohn Bichris, nach.
8566#2. Samuel,20,11#11. Aber ein Mann stand dabei von den Burschen Joabs und sagte: «Wer Joab wählt und wer da zu Dawid steht, dem Joab nach!»
8567#2. Samuel,20,12#12. Und Amasa wälzte sich im Blut mitten auf der Straße. Da sah der Mann, daß alles Volk stehenblieb, und schaffte Amasa von der Straße aufs Feld und warf ein Kleid über ihn, als er sah, daß jeder, der an ihn kam, stehenblieb.
8568#2. Samuel,20,13#13. Sobald er aber von der Straße weggeschafft war, zogen alle Männer Joab nach, um Scheba, dem Sohn Bichris, nachzusetzen.
8569#2. Samuel,20,14#14. Und er zog durch alle Stämme Jisraëls nach Abela und Bet-Maacha und ganz ha-Berim, und sie sammelten sich und kamen auch hinter ihm her.
8570#2. Samuel,20,15#15. Und sie kamen und belagerten ihn in Abela-Bet-ha-Maacha und schütteten einen Wall gegen die Stadt auf. Und man stand auf der Mauer, und alles Volk, das bei Joab war, zerstörte, um die Mauer zu stürzen.
8571#2. Samuel,20,16#16. Da rief ein kluges Weib von der Stadt: «Hört, hört! Sagt doch zu Joab: Komm hier heran, daß ich mit dir rede!»
8572#2. Samuel,20,17#17. Da trat er zu ihr heran, und das Weib sprach: «Bist du Joab?» Und er sagte: «Ich bins.» Da sprach sie zu ihm: «Höre die Worte deiner Magd!» Und er sagte: «Ich höre.»
8573#2. Samuel,20,18#18. Da sprach sie: «Man spricht doch zuerst, das besagt: Man fragt doch an bei Abel und so hätte man es abgeschlossen.
8574#2. Samuel,20,19#19. Ich bin (eine der) Friedliebenden und Treugesinnten Jisraëls. Du trachtest zu töten Brut und Mutter in Jisraël. Warum vernichtest du das Erbe des Ewigen?»
8575#2. Samuel,20,20#20. Da hob Joab an und sagte: «Schmach, Schmach sei es mir, daß ich vernichtete und zugrunde richtete!
8576#2. Samuel,20,21#21. Nicht so ist die Sache! Sondern ein Mann vom Gebirge Efraim, Scheba, Sohn Bichris, mit Namen, hat seine Hand wider den König Dawid erhoben. Gebt ihn allein heraus, dann will ich von der Stadt abziehn.» Da sagte das Weib zu Joab: «Sieh, sein Haupt wird dir über die Mauer zugeworfen.»
8577#2. Samuel,20,22#22. Da kam das Weib mit ihrer Klugheit zum ganzen Volk; und sie hieben Scheba, dem Sohn Bichris, den Kopf ab und warfen ihn Joab zu. Und er stieß in die Posaune, und sie zerstreuten sich, hinweg von der Stadt, ein jeder zu seinen Zelten. Joab aber kehrte nach Jeruschalaim zum König zurück.
8578#2. Samuel,20,23#23. Und Joab war (gesetzt) über das ganze Heer Jisraëls, und Benaja, der Sohn Jehojadas, über die Kereter und Peleter.
8579#2. Samuel,20,24#24. Und Adoram über den Frondienst; und Jehoschafat, Sohn Ahiluds, war der Vortragende.
8580#2. Samuel,20,25#25. Und Schewa war Schreiber, und Zadok und Ebjatar Priester.
8581#2. Samuel,20,26#26. Und auch Ira, der Jaïrite, war Priester bei Dawid.
8582#2. Samuel,21,1#1. Und es war Hunger in den Tagen Dawids, drei Jahre, Jahr nach Jahr. Da suchte Dawid das Antlitz des Ewigen, und der Ewige sprach: «Wegen Schauls und wegen des Hauses der Blutschuld, weil er die Gib'oniter getötet hat.»
8583#2. Samuel,21,2#2. Da berief der König die Gib'oniter und sprach zu ihnen - die Gib'oniter aber sind nicht von den Kindern Jisraël, sondern vom Rest der Emoriter, und die Kinder Jisraël hatten ihnen geschworen, dann aber hatte Schaul sie zu töten gesucht, da er für die Kinder Jisraël und Jehuda eiferte -
8584#2. Samuel,21,3#3. und Dawid sprach zu den Gib'onitern: «Was kann ich euch tun und womit kann ich Sühne schaffen, auf daß ihr das Erbteil des Ewigen segnet?»
8585#2. Samuel,21,4#4. Da sagten ihm die Gib'oniter: «Wir haben nicht Silber und Gold bei Schaul und seinem Haus, und es ist nicht an uns, einen Mann zu töten in Jisraël.» Da sagte er: «Was ihr sagt, das werde ich euch tun.»
8586#2. Samuel,21,5#5. Da sprachen sie zum König: «Der Mann, der uns aufgerieben und uns nachgetrachtet hat, daß wir vernichtet sind, daß wir nicht Bestand haben im ganzen Gebiet Jisraëls,
8587#2. Samuel,21,6#6. mögen uns von dessen Söhnen sieben Männer gegeben werden, daß wir sie fällen vor dem Ewigen in dem Gib'a Schauls, des Erwählten des Ewigen.» Und der König sprach: «Ich werde sie geben.»
8588#2. Samuel,21,7#7. Der König aber schonte Mefiboschet, den Sohn Jehonatans, des Sohnes Schauls, wegen des Schwurs beim Ewigen, der zwischen ihnen war, zwischen Dawid und Jehonatan, dem Sohn Schauls.
8589#2. Samuel,21,8#8. Da nahm der König die beiden Söhne Rizpas, der Tochter Ajjas, die sie Schaul geboren, Armoni und Mefiboschet, und die fünf Söhne Michals, der Tochter Schauls, die sie dem Adriël geboren, dem Sohn Barsillais aus Mehola.
8590#2. Samuel,21,9#9. Und er gab sie in die Hand der Gib'oniter, und die fällten sie auf dem Berg vor dem Ewigen, und sie fielen, alle sieben auf einmal; und sie wurden getötet in den ersten Tagen des Schnittes, am Anfang des Gerstenschnittes.
8591#2. Samuel,21,10#10. Da nahm Rizpa, die Tochter Ajjas, Sackzeug und bettete es sich aus auf dem Felsen, vom Anfang des Schnittes, bis Wasser über jene sich ergoß vom Himmel, und sie ließ nicht das Vogelvolk des Himmels sich auf sie setzen bei Tag und das Getier des Feldes bei Nacht.
8592#2. Samuel,21,11#11. Und Dawid wurde berichtet, was Rizpa, die Tochter Ajjas, die Kebse Schauls, getan hatte.
8593#2. Samuel,21,12#12. Da ging Dawid und holte die Gebeine Schauls und die Gebeine seines Sohnes Jehonatan von den Bürgern Jabesch-Gil'ads, die sie von dem Platz zu Bet-Schan gestohlen hatten, wo sie die Pelischtäer aufgehängt hatten an dem Tag, da die Pelischtäer Schaul schlugen zu Gilboa.
8594#2. Samuel,21,13#13. Und er brachte die Gebeine Schauls und die Gebeine seines Sohnes Jehonatan von dort hinauf. Dann sammelten sie die Gebeine der Gefällten.
8595#2. Samuel,21,14#14. Und sie begruben die Gebeine Schauls und seines Sohnes Jehonatan im Land Binjamin zu Zela im Grab seines Vaters Kisch. Und sie taten alles, was der König befohlen hatte. Danach ließ Gott sich dem Land erbitten.
8596#2. Samuel,21,15#15. Und die Pelischtäer hatten wieder Krieg mit Jisraël. Da zog Dawid und seine Diener mit ihm hinab und kämpften mit den Pelischtäern. Dawid aber wurde matt.
8597#2. Samuel,21,16#16. Und Jischbi zu Nob, der von den Kindern des Rafa war, - und das Gewicht seiner Lanze betrug dreihundert Gewichtsstücke Erz, er war neu gegürtet - der dachte Dawid zu erschlagen.
8598#2. Samuel,21,17#17. Da stand Abischai, der Sohn der Zeruja, ihm bei, schlug den Pelischtäer und tötete ihn. Damals schworen die Leute Dawids ihm und sagten: «Du darfst nicht ferner mit uns in den Kampf ziehen, daß du das Licht Jisraëls nicht auslöschst.»
8599#2. Samuel,21,18#18. Es war aber nachher, da war wieder der Kampf zu Gob mit den Pelischtäern. Damals schlug Sibbechai aus Huscha den Saf, der von den Kindern des Rafa war.
8600#2. Samuel,21,19#19. Dann war abermals der Kampf zu Gob mit den Pelischtäern. Da schlug Elhanan, Sohn des Jaare-Oregim aus Bet-Lehem, den Goljat aus Gat. Und der Schaft seines Speers war wie ein Weberbaum.
8601#2. Samuel,21,20#20. Dann war nochmals ein Kampf in Gat, da war ein Mann von Ausmaß; und die Finger seiner Hände und die Zehen seiner Füße waren je sechs, vierundzwanzig an Zahl. Und auch er war dem Rafa geboren worden.
8602#2. Samuel,21,21#21. Und er beschimpfte Jisraël; da schlug ihn Jehonatan, der Sohn Schim'ais, eines Bruders Dawids.
8603#2. Samuel,21,22#22. Diese vier waren dem Rafa in Gat geboren worden, nun fielen sie durch die Hand Dawids und durch die seiner Diener.
8604#2. Samuel,22,1#1. Und Dawid redete zum Ewigen die Worte dieses Liedes am Tag, da der Ewige ihn gerettet aus der Hand aller seiner Feinde und aus der Hand Schauls. 2. Und er sprach:
8605#2. Samuel,22,2#«O Ewiger, mein Fels und meine Burg Und mein Erretter mir.
8606#2. Samuel,22,3#3. Gott meines Felsens, bei dem ich mich berge, Mein Schild und meines Heiles Horn; Mir Veste, Zuflucht, Helfer mein,
8607#2. Samuel,22,4#4. Der vor Gewalt du mich schützest. ,Gerühmet' - ruf ich - ,Ewiger', Da ist vor meinen Feinden mir geholfen.
8608#2. Samuel,22,5#5. Denn mich umschwemmen Todesbrandungen, Die Flüsse schreckten mich des Nimmerseins.
8609#2. Samuel,22,6#6. Die Stricke des Scheol umwanden mich, Des Todes Schlingen jagten vor mir hin.
8610#2. Samuel,22,7#7. Da mir so angst, rief aus ich ,Ewiger', Zu meinem Gotte rief ich. Und er erhört' aus seinem Tempel meine Stimme, Mein Schrei - in seinen Ohren.
8611#2. Samuel,22,8#8. Da schwankts, es wankt' die Erde, Des Himmels Gründe bebten; Erzitterten, da er ergrimmt.
8612#2. Samuel,22,9#9. Auf stieg ein Qualm aus seinem Antlitz, Und Lohe fraß aus seinem Mund, Glutkohlen zündeten an ihm.
8613#2. Samuel,22,10#10. Er neigt' den Himmel, fuhr herab, Ein Wolkendunkel unter seinen Füßen.
8614#2. Samuel,22,11#11. Fuhr auf dem Kerub her und flog, Erscheinend auf des Windes Flügeln.
8615#2. Samuel,22,12#12. Macht' Finsternis rings um sich zum Verhang, Des Wassers Sieb, die Wolkenfetzen.
8616#2. Samuel,22,13#13. Vom Glanz vor ihm entflammten Feuerkohlen.
8617#2. Samuel,22,14#14. Erdonnern läßts der Ewige vom Himmel, Der Höchste schlägt mit seiner Stimme an.
8618#2. Samuel,22,15#15. Er sandte Pfeile und verstreut' sie, Den Blitz und grollte.
8619#2. Samuel,22,16#16. Da zeigten sich des Meeres Betten, Bloß legten sich des Festlands Gründe Vom Dräun des Ewigen, Vom Hauch des Odems seines Angesichts.
8620#2. Samuel,22,17#17. Langt aus der Höhe, fasset mich, Zieht mich empor aus vielen Wassern.
8621#2. Samuel,22,18#18. Entreißt dem Feinde mich, der stark, Den Hassern mein, die mächtiger als ich.
8622#2. Samuel,22,19#19. Sie sind vor mir an meines Unglücks Tag, Der Ewge aber ward mir Stütze.
8623#2. Samuel,22,20#20. Er führte mich hinaus ins Weite, Errettet mich, weil er nach mir verlangt.
8624#2. Samuel,22,21#21. Der Ewige zahlt mir nach meiner Rechtlichkeit, Nach meiner Hände Reinheit stattet er mirs ab.
8625#2. Samuel,22,22#22. Ich hab des Ewgen Wege ja gewahrt, Hab nicht an meinem Gott gefrevelt.
8626#2. Samuel,22,23#23. Denn alle seine Rechte stehn vor mir, Und seine Satzungen - nicht geh ich davon ab.
8627#2. Samuel,22,24#24. Untadelig war ich bei ihm Und wahrte mich vor Schuld an mir.
8628#2. Samuel,22,25#25. Und es vergalt der Ewge mir nach meiner Rechtlichkeit, Nach meiner Reinheit, ihm vor Augen.
8629#2. Samuel,22,26#26. Treufrommem zeigst du treu dich, Untadlig Wackerm du untadelig.
8630#2. Samuel,22,27#27. Mit Lauterm bist du lauter, Mit Krummem ungerade.
8631#2. Samuel,22,28#28. Bedrücktem Volke hilfst du, Senkst nieder, kommt dein Blick auf Stolze.
8632#2. Samuel,22,29#29. Denn du bist meine Leuchte, Ewiger, Der Ewige erhellt mein Dunkel.
8633#2. Samuel,22,30#30. Denn mit dir renn ich Scharen an, Mit meinem Gotte setz ich über Mauern.
8634#2. Samuel,22,31#31. Ja Gott, untadlig ist sein Weg, Des Ewgen Spruch geläutert, Ein Schild er allen, die bei ihm sich bergen.
8635#2. Samuel,22,32#32. Denn wer ist Gott, wenn nicht der Ewige, Und wer ein Fels, wär es nicht unser Gott!
8636#2. Samuel,22,33#33. Gott, meine mächtge Veste, Frei macht er, ohne Fehle, meine Bahn.
8637#2. Samuel,22,34#34. Der meine Füße bildet wie der Hinden, Und auf Erschlagene mich stellt.
8638#2. Samuel,22,35#35. Der meine Hände unterweist zum Kampf, Daß erznen Bogen meine Arme spannen.
8639#2. Samuel,22,36#36. Du gabst mir deines Heiles Schild, Und dein Erhören macht mich groß.
8640#2. Samuel,22,37#37. Gabst Weite meinem Schritte unter mir, Nicht wankten meine Knöchel.
8641#2. Samuel,22,38#38. Jag meinen Feinden nach, vernichte sie Und kehr nicht um, bis sie getilgt.
8642#2. Samuel,22,39#39. Vernichte, metzle sie, sie können nimmer auf, Sie sinken unter meine Füße.
8643#2. Samuel,22,40#40. Du gürtetest mit Macht zum Kampf mich, Zwangst meine Gegner nieder unter mich.
8644#2. Samuel,22,41#41. Stellst mir die Feinde mit dem Nacken, Und meine Hasser, daß ich sie vertilge.
8645#2. Samuel,22,42#42. Sie blicken auf, doch keiner hilft, Zum Ewgen, er erhört sie nicht:
8646#2. Samuel,22,43#43. «Ich laß die (Himmel) morschen; wie den Lehm der Erde, Wie Schlamm der Fluren deck' ich (wieder) dünn sie aus.»
8647#2. Samuel,22,44#44. Du rettest mich aus meines Volkes Fehden, Bewahrest mich als der Nationen Haupt, Volk, das ich nicht gekannt, das front mir,
8648#2. Samuel,22,45#45. Der Fremde Söhne, mir verleugnet, Vom Ohrenhören mir erhört,
8649#2. Samuel,22,46#46. Der Fremde Söhne welken hin, Sie schlottern vor aus ihren Kerkern.
8650#2. Samuel,22,47#47. Es lebt der Ewige, gepriesen sei mein Fels, Erhöht der Gott, Fels meines Heils.
8651#2. Samuel,22,48#48. Der Gott, der Rache mir verlieh Und Völker stürzte unter mich.
8652#2. Samuel,22,49#49. Der du den Feinden mich entreißt Und über meine Gegner mich erhöhst, Vom Mann des Raubes mich errettest.
8653#2. Samuel,22,50#50. Drum huldige ich bei den Völkern, Ewger, dir, Und deinem Namen will ich singen.
8654#2. Samuel,22,51#51. Er, seines Königs Siegesturm, Der Liebe hält dem ihm Gesalbten, Dawid und dessen Samen, ewiglich.»
8655#2. Samuel,23,1#1. Und dies sind die letzten Worte Dawids: «Der Spruch Dawids, des Sohns Jischais, Und Spruch des Manns, der hoch erhoben, Dem Gotte Jaakobs gesalbt, Geliebt dem Starken Jisraëls.
8656#2. Samuel,23,2#2. Der Geist des Ewgen hat durch mich geredet, Sein Wort, es ist auf meiner Zunge.
8657#2. Samuel,23,3#3. Es hat Gott Jisraëls gesprochen, Der Fels von Jisraël zu mir geredet: ,Der Herrscher über Menschen, der gerecht, Der herrscht in Gottes Furcht,
8658#2. Samuel,23,4#4. Ist wie des Morgens Licht, der Sonn Erstrahlen, Ein Morgen wolkenlos, Im Glanz - Vom Regen aus der Erde sproßt das Grün.'
8659#2. Samuel,23,5#5. Steht sicher nicht mein Haus bei Gott! Der ewgen Bund mir doch gewährt, In allem wohlgeordnet und verwahrt; Denn all mein Heil und alle Lust - Läßt ers nicht sprießen?
8660#2. Samuel,23,6#6. Doch die Nichtswürdgen - alle wie verwehter Dorn, Die ohne Hand man wegrafft.
8661#2. Samuel,23,7#7. Berührt sie einer, der versieht Mit Eisen sich und Speeresschaft. Im Feuer werden sie verbrannt am Sitz.»
8662#2. Samuel,23,8#8. Dies sind die Namen der Helden Dawids: Joscheb-Baschebet, der Tahkemonite, der Oberste der Wagenkämpfer - das ist Adino der Eznite - über achthundert Erschlagene mit einem Mal.
8663#2. Samuel,23,9#9. Und nach ihm war El'asar, Sohn Dodos, des Sohnes Ahohis, unter den drei Helden bei Dawid. Als diese sich einst unter die Pelischtäer wagten, die sich dort zum Kampf gesammelt hatten, während die Männer Jisraëls fortgezogen waren,
8664#2. Samuel,23,10#10. da hielt er stand und schlug die Pelischtäer, bis seine Hand matt wurde, und seine Hand am Schwert kleben blieb. So schaffte der Ewige einen großen Sieg an jenem Tag. Und das Volk kehrte um, ihm nach, nur um zu plündern.
8665#2. Samuel,23,11#11. Und nach ihm Schamma, Sohn Ages, aus Harar. Und es versammelten sich einst die Pelischtäer zur Streifschar. Dort war der Acker Feldes voller Linsen. Das Volk aber war vor den Pelischtäern geflohen.
8666#2. Samuel,23,12#12. Da stellte er sich hin inmitten des Ackers und rettete es und schlug die Pelischtäer. So schaffte der Ewige einen großen Sieg.
8667#2. Samuel,23,13#13. Und es zogen drei von den dreißig Hauptleuten hinab und kamen nach Kazir zu Dawid in die Höhle Adullam, eine Schar der Pelischtäer aber lagerte im Tal Refaim.
8668#2. Samuel,23,14#14. Und Dawid war damals in der Bergveste, während damals ein Posten der Pelischtäer in Bet-Lehem war.
8669#2. Samuel,23,15#15. Da kam Dawid ein Begehren an, und er sprach: «Wer gibt mir Wasser zu trinken aus der Zisterne von Bet-Lehem, die im Tor ist?»
8670#2. Samuel,23,16#16. Da brachen die drei Helden in das Lager der Pelischtäer ein, schöpften Wasser aus der Zisterne von Bet-Lehem, die im Tor ist, trugen es und brachten es zu Dawid. Er aber wollte es nicht trinken und goß es dem Ewigen dar.
8671#2. Samuel,23,17#17. Und er sprach: «Schmach sei es mir, Ewiger, solches zu tun! Das Blut der Männer, die den Gang um ihr Leben gemacht haben?» Und er wollte es nicht trinken. Dies taten die drei Helden.
8672#2. Samuel,23,18#18. Und Abischai, der Bruder Joabs, der Sohn der Zeruja, er war das Haupt der Drei. Und er schwang seinen Speer über dreihundert Erschlagene, und er hatte einen Namen unter den Dreien.
8673#2. Samuel,23,19#19. Vor den Dreien war er ja geehrt, daß er ihnen zum Anführer wurde, doch an jene Drei reichte er nicht heran.
8674#2. Samuel,23,20#20. Und Benajahu, der Sohn Jehojadas, Sohn eines wackern Mannes, reich an Taten, aus Kabzeel; er schlug die beiden Großlöwen von Moab; und er stieg hinab und schlug den Löwen in der Grube am Schneetag.
8675#2. Samuel,23,21#21. Und er erschlug den mizräischen Mann, einen Mann von Aussehn; und in der Hand des Mizräers war ein Speer. Da stieg er zu ihm herab mit dem Stock, riß den Speer aus der Hand des Mizräers und erschlug ihn mit seinem Speer.
8676#2. Samuel,23,22#22. Dies tat Benajahu, der Sohn Jehojadas. Und er hatte einen Namen unter den drei Helden.
8677#2. Samuel,23,23#23. Vor den Dreißig war er geehrt, aber an die Drei reichte er nicht heran, und Dawid bestellte ihn zu seinem Gehör.
8678#2. Samuel,23,24#24. Asaël, der Bruder Joabs, war unter den Dreißig; Elhanan, der Sohn Dodos, aus Bet-Lehem.
8679#2. Samuel,23,25#25. Schamma aus Harod, Elika aus Harod.
8680#2. Samuel,23,26#26. Helez aus Pelet, Ira, der Sohn Ikkeschs aus Tekoa.
8681#2. Samuel,23,27#27. Abiëser aus Anatot, Mebunnai aus Huscha.
8682#2. Samuel,23,28#28. Zalmon aus Ahoah, Maharai aus Netofa.
8683#2. Samuel,23,29#29. Heleb, Sohn Baanas aus Netofa, Ittai, der Sohn Ribais aus dem Gib'a der Söhne Binjamins.
8684#2. Samuel,23,30#30. Benajahu aus Pir'aton, Hiddai aus Nahale-Gaasch.
8685#2. Samuel,23,31#31. Abi-Albon aus Araba, Asmawet aus Bahurim.
8686#2. Samuel,23,32#32. Eljahba aus Schaalbin, die Söhne Jaschens, Jehonatan.
8687#2. Samuel,23,33#33. Schamma aus Harar, Ahiam, Sohn Scharars, aus Harar.
8688#2. Samuel,23,34#34. Elifelet, der Sohn Ahasbais, Sohn des Maachatiters, Eliam, der Sohn Ahitofels aus Gilo.
8689#2. Samuel,23,35#35. Hezrai aus Karmel, Paarai aus Arab.
8690#2. Samuel,23,36#36. Jig'al, der Sohn Natans aus Zoba, Bani aus Gad.
8691#2. Samuel,23,37#37. Zelek, der Ammonite, Naharai aus Beerot, der Waffenträger Joabs, des Sohns der Zeruja.
8692#2. Samuel,23,38#38. Ira, der Jitrite, Gareb, der Jitrite.
8693#2. Samuel,23,39#39. Urija, der Hittiter; in allem siebenunddreißig.
8694#2. Samuel,24,1#1. Und wieder flammte des Ewigen Antlitz auf wider Jisraël, so daß er Dawid gegen sie verleitete zu sagen: «Geh, zähle Jisraël und Jehuda!»
8695#2. Samuel,24,2#2. Und der König sprach zu Joab, dem Heeresobersten, der bei ihm war: «Durchstreife doch alle Stämme Jisraëls von Dan bis Beer-Scheba und mustert das Volk, daß ich die Zahl des Volkes weiß.»
8696#2. Samuel,24,3#3. Da sprach Joab zum König: «Möge der Ewige, dein Gott, zum Volk, wieviel ihrer sind, hundertmal soviel hinzufügen, und daß die Augen meines Herrn, des Königs, es sehen; aber warum verlangt mein Herr, der König, nach solchem?»
8697#2. Samuel,24,4#4. Doch das Wort des Königs blieb fest an Joab und an die Obersten des Heeres. So zogen Joab und die Heeresobersten vor dem König aus, um das Volk, Jisraël, zu mustern.
8698#2. Samuel,24,5#5. Und sie durchschritten den Jarden und lagerten sich in Aroër, rechts von der Stadt, die mitten im Flußtal von Gad liegt, und nach Ja'ser hin.
8699#2. Samuel,24,6#6. Dann kamen sie nach dem Gil'ad und in die Landschaft Tahtim-Hodschi, und sie kamen nach Dan, Jaan und herum, gegen Zidon hin.
8700#2. Samuel,24,7#7. Und sie kamen zur Veste Zor-1- und zu allen Städten des Hiwwi und des Kenaani, und sie zogen hinaus nach der Südsteppe von Jehuda, nach Beer-Scheba. -1) Tyrus.++
8701#2. Samuel,24,8#8. Und sie durchstreiften das ganze Land und kamen nach Verlauf von neun Monaten und zwanzig Tagen nach Jeruschalaim.
8702#2. Samuel,24,9#9. Dann gab Joab die Zahl des gemusterten Volkes dem König an. Da betrug Jisraël achthunderttausend kriegstüchtige Männer, die das Schwert zücken, und die Mannschaft von Jehuda fünfhunderttausend Mann.
8703#2. Samuel,24,10#10. Da schlug Dawids Herz ihm, nachdem er das Volk gezählt hatte, und Dawid sprach zum Ewigen: «Ich habe sehr gefehlt, daß ich dies getan. Nun aber, Ewiger, nimm doch hinweg die Schuld deines Knechtes, denn ich war sehr töricht.»
8704#2. Samuel,24,11#11. Und als Dawid des Morgens aufgestanden war, da war das Wort des Ewigen ergangen an Gad, den Gottbegeisteten, den Seher Dawids, besagend:
8705#2. Samuel,24,12#12. «Geh und rede zu Dawid: So spricht der Ewige: Dreierlei halte ich über dich, wähle dir eins von ihnen, das ich dir tun soll.»
8706#2. Samuel,24,13#13. Da kam Gad zu Dawid, berichtete es ihm und sprach zu ihm: «Sollen dir sieben Jahre Hunger in dein Land kommen, oder drei Monate, wo du fliehst vor deinem Feind, und er dir nachsetzt, oder soll drei Tage Pest in deinem Land sein? Nun, überlege und sieh zu, was ich Bescheid bringe dem, der mich gesandt!»
8707#2. Samuel,24,14#14. Da sprach Dawid zu Gad: «Mir ist sehr angst! Laß uns doch in des Ewigen Hand fallen, denn groß ist sein Erbarmen; doch in der Menschen Hand will ich nicht fallen.»
8708#2. Samuel,24,15#15. Da gab der Ewige eine Pest in Jisraël vom Morgen bis zur bestimmten Zeit. Und es starben von dem Volk von Dan bis Beer-Scheba siebzigtausend Mann.
8709#2. Samuel,24,16#16. Und der Gottesbote streckte seine Hand nach Jeruschalaim aus, um es zu verderben; da bedachte sich der Ewige ob des Urteils, und er sprach zu dem Boten, der im Volk vernichtete: «Genug! Laß deine Hand nun sinken!» Und der Bote des Ewigen war da bei der Tenne Arawnas, des Jebusäers.
8710#2. Samuel,24,17#17. Da sprach Dawid zum Ewigen, als er den Boten sah, der im Volk dreinschlug, und sagte: «Sieh, ich habe gesündigt, und ich habe mich vergangen, aber diese, die Schafe, was haben sie getan? Sei doch deine Hand an mir und an meines Vaters Haus!»
8711#2. Samuel,24,18#18. Und Gad kam zu Dawid an jenem Tag und sagte zu ihm: «Zieh hinauf, errichte dem Ewigen einen Altar auf der Tenne Arawnas, des Jebusäers.»
8712#2. Samuel,24,19#19. Da zog Dawid hinauf gemäß dem Wort Gads, wie der Ewige es befohlen.
8713#2. Samuel,24,20#20. Und Arawna schaute aus, da sah er den König und seine Diener auf sich zuschreiten; da ging Arawna hinaus und warf sich vor dem König nieder, das Angesicht zur Erde.
8714#2. Samuel,24,21#21. Dann sagte Arawna: «Warum kommt mein Herr, der König, zu seinem Knecht?» Und Dawid sagte: «Um die Tenne von dir zu kaufen und einen Altar dem Ewigen zu bauen, daß der Gottesschlag dem Volk abgewehrt werde.»
8715#2. Samuel,24,22#22. Da sprach Arawna zu Dawid: «Mag mein Herr, der König, nehmen und darbringen, was recht ist in seinen Augen. Sieh, die Rinder sind zum Hochopfer, und die Dreschwalzen und das Geschirr der Rinder zum Holz.
8716#2. Samuel,24,23#23. Alles hat Arawna, o König, dem König gegeben.» Dann sagte Arawna zum König: «Möge der Ewige, dein Gott, dir Huld zeigen.»
8717#2. Samuel,24,24#24. Da sprach der König zu Arawna: «Nein! Kaufen will ich es von dir um den Preis und will dem Ewigen, meinem Gott, nicht unbezahlte Hochopfer darbringen.» So kaufte Dawid die Tenne und die Rinder für fünfzig Schekel Silber.
8718#2. Samuel,24,25#25. Und Dawid baute dort einen Altar dem Ewigen und brachte Hochopfer und Mahlopfer dar. Und der Ewige ließ sich dem Land erbitten und der Gottesschlag wurde von Jisraël abgewehrt.