5219#1. Korinther,1,1#1. PAULUS, berufener Apostel Jesu Christi durch Gottes Willen, und Sosthenes, der Bruder,
5220#1. Korinther,1,2#2. an die Gemeinde Gottes, die in Korinth ist, an die Geheiligten in Christus Jesus, an die berufenen Heiligen, samt allen, die den Namen unsres Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort, bei ihnen und bei uns.
5221#1. Korinther,1,3#3. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unsrem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
5222#1. Korinther,1,4#4. ICH danke meinem Gott allezeit eurethalben für die Gnade Gottes, die euch in Christus Jesus gegeben ist,
5223#1. Korinther,1,5#5. daß ihr an allem reich gemacht worden seid in ihm, an aller Lehre und an aller Erkenntnis,
5224#1. Korinther,1,6#6. wie denn das Zeugnis von Christus unter euch befestigt worden ist,
5225#1. Korinther,1,7#7. so daß ihr keinen Mangel habt an irgend einer Gnadengabe, während ihr die Offenbarung unsres Herrn Jesus Christus erwartet,
5226#1. Korinther,1,8#8. welcher euch auch bis ans Ende befestigen wird, so daß ihr unverklagbar seid am Tage unsres Herrn Jesus Christus.
5227#1. Korinther,1,9#9. Treu ist Gott, durch welchen ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus unsres Herrn.
5228#1. Korinther,1,10#10. Ich ermahne euch aber, ihr Brüder, kraft des Namens unsres Herrn Jesus Christus, daß ihr alle einerlei Rede führet und nicht Spaltungen unter euch sein lasset, sondern zusammenhaltet in derselben Gesinnung und in derselben Meinung.
5229#1. Korinther,1,11#11. Mir ist nämlich, meine Brüder, durch die Leute der Chloe bekanntgeworden, daß Zwistigkeiten unter euch sind.
5230#1. Korinther,1,12#12. Ich rede aber davon, daß unter euch der eine spricht: Ich halte zu Paulus; der andere: Ich zu Apollos; der dritte: Ich zu Kephas; der vierte: Ich zu Christus!
5231#1. Korinther,1,13#13. Ist Christus zerteilt? Ist etwa Paulus für euch gekreuzigt worden, oder seid ihr auf des Paulus Namen getauft?
5232#1. Korinther,1,14#14. Ich danke Gott, daß ich niemand von euch getauft habe, außer Krispus und Gajus;
5233#1. Korinther,1,15#15. so kann doch niemand sagen, ihr seiet auf meinen Namen getauft!
5234#1. Korinther,1,16#16. Ich habe aber auch das Haus des Stephanas getauft. Sonst weiß ich nicht, ob ich noch jemand getauft habe;
5235#1. Korinther,1,17#17. denn Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu verkündigen, nicht in Redeweisheit, damit nicht das Kreuz Christi entkräftet werde.
5236#1. Korinther,1,18#18. DENN das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren gehen; uns aber, die wir gerettet werden, ist es eine Gotteskraft,
5237#1. Korinther,1,19#19. denn es steht geschrieben: «Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen.»
5238#1. Korinther,1,20#20. Wo ist der Weise, wo der Schriftgelehrte, wo der Disputiergeist dieser Welt? Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt zur Torheit gemacht?
5239#1. Korinther,1,21#21. Denn weil die Welt durch ihre Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott, durch die Torheit der Predigt diejenigen zu retten, welche glauben.
5240#1. Korinther,1,22#22. Während nämlich die Juden Zeichen fordern und die Griechen Weisheit verlangen,
5241#1. Korinther,1,23#23. predigen wir Christus den Gekreuzigten, den Juden ein Ärgernis, den Griechen eine Torheit;
5242#1. Korinther,1,24#24. jenen, den Berufenen aber, sowohl Juden als Griechen, (predigen wir) Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit.
5243#1. Korinther,1,25#25. Denn Gottes «Torheit» ist weiser als die Menschen sind, und Gottes «Schwachheit» ist stärker als die Menschen sind.
5244#1. Korinther,1,26#26. Sehet doch eure Berufung an, ihr Brüder! Da sind nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viel Adelige;
5245#1. Korinther,1,27#27. sondern das Törichte der Welt-1- hat Gott auserwählt, um die Weisen zuschanden zu machen, und das Schwache der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden zu machen, -1) d.h. in den Augen der Welt.++
5246#1. Korinther,1,28#28. und das Unedle der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt und das, was nichts ist, damit er zunichte mache, was etwas ist;
5247#1. Korinther,1,29#29. auf daß sich vor Gott kein Fleisch rühme.
5248#1. Korinther,1,30#30. Durch ihn-1- aber seid ihr in Christus Jesus, welcher uns von Gott gemacht worden ist zur Weisheit, zur Gerechtigkeit, zur Heiligung und zur Erlösung, -1) w: Aus ihm.++
5249#1. Korinther,1,31#31. auf daß, wie geschrieben steht: «Wer sich rühmt, der rühme sich im Herrn!»
5250#1. Korinther,2,1#1. So bin auch ich, meine Brüder, als ich zu euch kam, nicht gekommen, um euch in hervorragender Rede oder Weisheit das Zeugnis Gottes zu verkündigen.
5251#1. Korinther,2,2#2. Denn ich hatte mir vorgenommen, unter euch nichts anderes zu wissen, als nur Jesus Christus, und zwar als Gekreuzigten.
5252#1. Korinther,2,3#3. Und ich war in Schwachheit und mit viel Furcht und Zittern unter euch.
5253#1. Korinther,2,4#4. Und meine Rede und meine Predigt bestand nicht in überredenden Worten menschlicher Weisheit, sondern in Beweisung des Geistes und der Kraft,
5254#1. Korinther,2,5#5. auf daß euer Glaube nicht auf Menschenweisheit beruhe, sondern auf Gotteskraft.
5255#1. Korinther,2,6#6. Wir reden allerdings Weisheit, unter den Gereiften; aber keine Weisheit dieser Welt, auch nicht der Obersten dieser Welt, welche vergehen.
5256#1. Korinther,2,7#7. Sondern wir reden Gottes Weisheit im Geheimnis, die verborgene, welche Gott vor den Weltzeiten zu unserer Herrlichkeit vorherbestimmt hat,
5257#1. Korinther,2,8#8. welche keiner der Obersten dieser Welt erkannt hat; denn hätten sie sie erkannt, so würden sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt haben.
5258#1. Korinther,2,9#9. Sondern, wie geschrieben steht: «Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und keinem Menschen in den Sinn gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben»,
5259#1. Korinther,2,10#10. hat Gott uns aber geoffenbart durch seinen Geist; denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen der Gottheit.
5260#1. Korinther,2,11#11. Denn welcher Mensch weiß, was im Menschen ist, als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist? So weiß auch niemand, was in Gott ist, als nur der Geist Gottes.
5261#1. Korinther,2,12#12. Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist aus Gott, so daß wir wissen können, was uns von Gott gegeben ist;
5262#1. Korinther,2,13#13. und davon reden wir auch, nicht in Worten, die von menschlicher Weisheit gelehrt sind, sondern in solchen, die vom Geist gelehrt sind, indem wir Geistliches geistlich beurteilen.
5263#1. Korinther,2,14#14. Der seelische-1- Mensch aber nimmt nicht an, was vom Geiste Gottes ist; denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht verstehen, weil es geistlich beurteilt werden muß. -1) o: natürliche, gr. psychische.++
5264#1. Korinther,2,15#15. Der geistliche (Mensch) aber erforscht alles, er selbst jedoch wird von niemand erforscht;
5265#1. Korinther,2,16#16. denn wer hat des Herrn Sinn erkannt, daß er ihn belehre? Wir aber haben Christi Sinn.
5266#1. Korinther,3,1#1. UND ich, meine Brüder, konnte nicht mit euch reden als mit geistlichen, sondern als mit fleischlichen (Menschen), als mit Unmündigen in Christus.
5267#1. Korinther,3,2#2. Milch habe ich euch zu trinken gegeben, und nicht feste Speise; denn ihr vertruget sie nicht, ja ihr vertraget sie jetzt noch nicht;
5268#1. Korinther,3,3#3. denn ihr seid noch fleischlich. Solange nämlich Eifersucht und Zank und Zwietracht unter euch sind, seid ihr da nicht fleischlich und wandelt nach Menschenweise?
5269#1. Korinther,3,4#4. Denn wenn einer sagt: Ich halte zu Paulus, der andere aber: Ich zu Apollos! - seid ihr da nicht fleischlich?
5270#1. Korinther,3,5#5. Was ist nun Apollos, was ist Paulus? Diener sind sie, durch welche ihr gläubig geworden seid, und zwar, wie es der Herr einem jeglichen gegeben hat.
5271#1. Korinther,3,6#6. Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber hat das Gedeihen gegeben.
5272#1. Korinther,3,7#7. So ist also weder der etwas, welcher pflanzt, noch der, welcher begießt, sondern Gott, der das Gedeihen gibt.
5273#1. Korinther,3,8#8. Der aber, welcher pflanzt und der, welcher begießt, sind einer wie der andere; jeder aber wird seinen eigenen Lohn empfangen nach seiner eigenen Arbeit.
5274#1. Korinther,3,9#9. Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr aber seid Gottes Ackerfeld und Gottes Bau.
5275#1. Korinther,3,10#10. Nach der Gnade Gottes, die mir gegeben ist, habe ich als ein weiser Baumeister den Grund gelegt; ein anderer aber baut darauf. Ein jeglicher sehe zu, wie er darauf baue.
5276#1. Korinther,3,11#11. Denn einen andern Grund kann niemand legen, außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.
5277#1. Korinther,3,12#12. Wenn aber jemand auf diesen Grund Gold, Silber, kostbare Steine, Holz, Heu, Stroh baut,
5278#1. Korinther,3,13#13. so wird eines jeden Werk offenbar werden; der Tag wird es klar machen, weil es durchs Feuer offenbar wird. Und welcher Art eines jeden Werk ist, wird das Feuer erproben.
5279#1. Korinther,3,14#14. Wird jemandes Werk, das er darauf gebaut hat, bleiben, so wird er Lohn empfangen;
5280#1. Korinther,3,15#15. wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden, er selbst aber wird gerettet werden, doch so, wie durchs Feuer hindurch.
5281#1. Korinther,3,16#16. Wisset ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?
5282#1. Korinther,3,17#17. Wenn jemand den Tempel Gottes verderbt, den wird Gott verderben; denn der Tempel Gottes ist heilig, und der seid ihr.
5283#1. Korinther,3,18#18. Niemand betrüge sich selbst! Dünkt sich jemand unter euch weise zu sein in dieser Weltzeit, so werde er ein Tor, damit er weise werde!
5284#1. Korinther,3,19#19. Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit vor Gott; denn es steht geschrieben: «Er fängt die Weisen in ihrer List.»
5285#1. Korinther,3,20#20. Und wiederum: «Der Herr kennt die Gedanken der Weisen, daß sie eitel sind.»
5286#1. Korinther,3,21#21. So brüste sich nun niemand mit Menschen; denn alles ist euer:
5287#1. Korinther,3,22#22. es sei Paulus oder Apollos, Kephas oder die Welt, das Leben oder der Tod, das Gegenwärtige oder das Zukünftige; alles ist euer;
5288#1. Korinther,3,23#23. ihr aber seid Christi, Christus aber ist Gottes.
5289#1. Korinther,4,1#1. So soll man uns betrachten: als Christi Diener und Verwalter göttlicher Geheimnisse.
5290#1. Korinther,4,2#2. Im übrigen wird von Verwaltern nur verlangt, daß einer treu erfunden werde.
5291#1. Korinther,4,3#3. Mir aber ist es das Geringste, daß ich von euch oder von einem menschlichen Gerichtstage beurteilt werde; auch beurteile ich mich nicht selbst.
5292#1. Korinther,4,4#4. Denn ich bin mir nichts bewußt; aber damit bin ich nicht gerechtfertigt, sondern der Herr ist es, der mich beurteilt.
5293#1. Korinther,4,5#5. Darum richtet nichts vor der Zeit, bis der Herr kommt, welcher auch das im Finstern Verborgene ans Licht bringen und den Rat der Herzen offenbaren wird; und dann wird einem jeden das Lob von Gott zuteil werden.
5294#1. Korinther,4,6#6. Das aber, meine Brüder, habe ich auf mich und Apollos bezogen, damit ihr an uns lernet, nicht über das hinauszugehen, was geschrieben steht, damit ihr euch nicht für den einen auf Kosten des andern aufblähet.
5295#1. Korinther,4,7#7. Denn wer gibt dir den Vorzug? Was besitzest du aber, das du nicht empfangen hast? Wenn du es aber empfangen hast, was rühmst du dich, wie wenn du es nicht empfangen hättest?
5296#1. Korinther,4,8#8. Ihr seid schon satt geworden, ihr seid schon reich geworden, ihr herrschet ohne uns! Möchtet ihr wenigstens so herrschen, daß auch wir mit euch herrschen könnten!
5297#1. Korinther,4,9#9. Es dünkt mich nämlich, Gott habe uns Apostel als die Letzten hingestellt, gleichsam zum Tode bestimmt; denn wir sind ein Schauspiel geworden der Welt, sowohl Engeln als Menschen.
5298#1. Korinther,4,10#10. Wir sind Narren um Christi willen, ihr aber seid klug in Christus; wir schwach, ihr aber stark; ihr in Ehren, wir aber verachtet.
5299#1. Korinther,4,11#11. Bis auf diese Stunde leiden wir Hunger, Durst und Blöße, werden geschlagen und haben keine Bleibe
5300#1. Korinther,4,12#und arbeiten mühsam mit unsern eigenen Händen. 12. Wir werden geschmäht und segnen, wir leiden Verfolgung und halten stand;
5301#1. Korinther,4,13#wir werden gelästert und spenden Trost; 13. zum Auswurf der Welt sind wir geworden, zum Abschaum aller bis jetzt.
5302#1. Korinther,4,14#14. Nicht zu eurer Beschämung schreibe ich das, sondern ich ermahne euch als meine geliebten Kinder.
5303#1. Korinther,4,15#15. Denn wenn ihr auch zehntausend Erzieher hättet in Christus, so habt ihr doch nicht viele Väter; denn ich habe euch in Christus Jesus durch das Evangelium gezeugt.
5304#1. Korinther,4,16#16. So ermahne ich euch nun: Werdet meine Nachahmer!
5305#1. Korinther,4,17#17. Deshalb habe ich Timotheus zu euch gesandt, der mein geliebter und treuer Sohn im Herrn ist; der wird euch an meine Wege in Christus erinnern, wie ich allenthalben in jeder Gemeinde lehre.
5306#1. Korinther,4,18#18. Weil ich aber nicht selbst zu euch komme, haben sich etliche aufgebläht;
5307#1. Korinther,4,19#19. ich werde aber bald zu euch kommen, so der Herr will, und Kenntnis nehmen, nicht von den Worten der Aufgeblähten, sondern von der Kraft.
5308#1. Korinther,4,20#20. Denn das Reich Gottes besteht nicht in Worten, sondern in Kraft!
5309#1. Korinther,4,21#21. Was wollt ihr? Soll ich mit der Rute zu euch kommen, oder mit Liebe und dem Geiste der Sanftmut?
5310#1. Korinther,5,1#1. ÜBERHAUPT hört man von Unzucht unter euch, und zwar von einer solchen Unzucht, die nicht einmal unter den Heiden vorkommt, daß nämlich einer seines Vaters Frau habe!
5311#1. Korinther,5,2#2. Und ihr seid aufgebläht und hättet doch eher Leid tragen sollen, damit der, welcher diese Tat begangen hat, aus eurer Mitte getan würde!
5312#1. Korinther,5,3#3. Denn ich, der ich zwar dem Leibe nach abwesend, dem Geiste nach aber anwesend bin, habe schon, als wäre ich anwesend, über den, welcher solches begangen hat, beschlossen:
5313#1. Korinther,5,4#4. im Namen unsres Herrn Jesus Christus und nachdem euer und mein Geist sich mit der Kraft unsres Herrn Jesus Christus vereinigt hat,
5314#1. Korinther,5,5#5. den Betreffenden dem Satan zu übergeben zum Verderben des Fleisches, damit der Geist gerettet werde am Tage des Herrn Jesus.
5315#1. Korinther,5,6#6. Euer Rühmen ist nicht fein! Wisset ihr nicht, daß ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert?
5316#1. Korinther,5,7#7. Feget den alten Sauerteig aus, damit ihr ein neuer Teig seid, gleichwie ihr ja ungesäuert seid! Denn auch für uns ist ein Passahlamm geschlachtet worden: Christus.
5317#1. Korinther,5,8#8. So wollen wir denn nicht mit altem Sauerteig Fest feiern, auch nicht mit Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit ungesäuerten Broten der Lauterkeit und Wahrheit.
5318#1. Korinther,5,9#9. Ich habe euch in dem Brief geschrieben, daß ihr keinen Umgang mit Unzüchtigen haben sollt;
5319#1. Korinther,5,10#10. nicht überhaupt mit den Unzüchtigen dieser Welt, oder den Habsüchtigen und Räubern oder Götzendienern; sonst müßtet ihr ja die Welt räumen.
5320#1. Korinther,5,11#11. Nun aber habe ich euch geschrieben, daß ihr keinen Umgang haben sollt mit jemandem, der sich Bruder nennen läßt und dabei ein Unzüchtiger oder Habsüchtiger oder Götzendiener oder Lästerer oder Trunkenbold oder Räuber ist; mit einem solchen sollt ihr nicht einmal essen.
5321#1. Korinther,5,12#12. Denn was soll ich die richten, die außerhalb (der Gemeinde) sind? Ihr richtet nicht einmal die, welche drinnen sind?
5322#1. Korinther,5,13#13. Die aber draußen sind, wird Gott richten. Tut den Bösen aus eurer Mitte hinweg!
5323#1. Korinther,6,1#1. Wie darf jemand von euch, der eine Beschwerde gegen einen andern hat, sich bei den Ungerechten richten lassen-1-, anstatt bei den Heiligen? -1) d.h. sich Recht holen.++
5324#1. Korinther,6,2#2. Wisset ihr nicht, daß die Heiligen die Welt richten werden? Wenn nun durch euch die Welt gerichtet werden soll, seid ihr dann unwürdig, über die allergeringsten Dinge zu entscheiden?
5325#1. Korinther,6,3#3. Wisset ihr nicht, daß wir Engel richten werden? Warum denn nicht auch Dinge dieses Lebens?
5326#1. Korinther,6,4#4. Wenn ihr nun über Dinge dieses Lebens Entscheidungen zu treffen habt, so setzet ihr solche zu Richtern, die bei der Gemeinde nichts gelten!
5327#1. Korinther,6,5#5. Zur Beschämung sage ich's euch: demnach ist also nicht ein einziger Sachverständiger unter euch, der ein unparteiisches Urteil fällen könnte für seinen Bruder;
5328#1. Korinther,6,6#6. sondern ein Bruder rechtet mit dem andern, und das vor Ungläubigen!
5329#1. Korinther,6,7#7. Es ist überhaupt schon schlimm genug für euch, daß ihr Prozesse miteinander führet. Warum lasset ihr euch nicht lieber Unrecht tun? Warum lasset ihr euch nicht lieber übervorteilen?
5330#1. Korinther,6,8#8. Sondern ihr übet Unrecht und Übervorteilung, und zwar an Brüdern!
5331#1. Korinther,6,9#9. Wisset ihr denn nicht, daß Ungerechte das Reich Gottes nicht ererben werden? Irret euch nicht: Weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Weichlinge, noch Knabenschänder,
5332#1. Korinther,6,10#10. weder Diebe noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Räuber werden das Reich Gottes ererben.
5333#1. Korinther,6,11#11. Und solche sind etliche von euch gewesen; aber ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerechtfertigt worden in dem Namen unsres Herrn Jesus Christus und in dem Geist unsres Gottes!
5334#1. Korinther,6,12#12. Alles ist mir erlaubt; aber nicht alles frommt! Alles ist mir erlaubt; aber ich will mich von nichts beherrschen lassen.
5335#1. Korinther,6,13#13. Die Speisen sind für den Bauch und der Bauch für die Speisen; Gott aber wird diesen und jene abtun. Der Leib aber ist nicht für die Unzucht, sondern für den Herrn, und der Herr für den Leib.
5336#1. Korinther,6,14#14. Gott aber hat den Herrn auferweckt und wird auch uns auferwecken durch seine Kraft.
5337#1. Korinther,6,15#15. Wisset ihr nicht, daß eure Leiber Christi Glieder sind? Soll ich nun die Glieder Christi nehmen und Hurenglieder daraus machen? Das sei ferne!
5338#1. Korinther,6,16#16. Wisset ihr aber nicht, daß, wer einer Hure anhängt, ein Leib mit ihr ist? «Denn es werden», spricht er, «die zwei ein Fleisch sein.»
5339#1. Korinther,6,17#17. Wer aber dem Herrn anhängt, ist ein Geist mit ihm.
5340#1. Korinther,6,18#18. Fliehet die Unzucht! Jede Sünde, die ein Mensch (sonst) begeht, ist außerhalb des Leibes; der Unzüchtige aber sündigt an seinem eigenen Leib.
5341#1. Korinther,6,19#19. Oder wisset ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden heiligen Geistes ist, welchen ihr von Gott empfangen habt, und daß ihr nicht euch selbst angehöret?
5342#1. Korinther,6,20#20. Denn ihr seid teuer erkauft; darum verherrlichet Gott mit eurem Leibe!
5343#1. Korinther,7,1#1. WAS aber das betrifft, wovon ihr mir geschrieben habt, so ist es ja gut für den Menschen, kein Weib zu berühren;
5344#1. Korinther,7,2#2. um aber Unzucht zu vermeiden, habe ein jeglicher seine eigene Frau und eine jegliche ihren eigenen Mann.
5345#1. Korinther,7,3#3. Der Mann leiste der Frau die schuldige Pflicht, ebenso aber auch die Frau dem Manne.
5346#1. Korinther,7,4#4. Die Frau verfügt nicht selbst über ihren Leib, sondern der Mann; gleicherweise verfügt aber auch der Mann nicht selbst über seinen Leib, sondern die Frau.
5347#1. Korinther,7,5#5. Entziehet euch einander nicht, außer nach Übereinkunft auf einige Zeit, damit ihr zum Gebet Muße habt, und kommet wieder zusammen, damit euch der Satan nicht versuche um eurer Unenthaltsamkeit willen.
5348#1. Korinther,7,6#6. Das sage ich aber aus Nachsicht und nicht als Befehl.
5349#1. Korinther,7,7#7. Denn ich wollte, alle Menschen wären wie ich; aber jeder hat seine eigene Gnadengabe von Gott, der eine so, der andere so.
5350#1. Korinther,7,8#8. Ich sage aber den Ledigen und den Witwen: Es ist gut für sie, wenn sie bleiben wie ich.
5351#1. Korinther,7,9#9. Können sie sich aber nicht enthalten, so sollen sie heiraten; denn heiraten ist besser als in Glut geraten.
5352#1. Korinther,7,10#10. Den Verheirateten aber gebiete nicht ich, sondern der Herr, daß eine Frau sich nicht scheide von dem Manne;
5353#1. Korinther,7,11#11. wäre sie aber schon geschieden, so bleibe sie unverheiratet oder versöhne sich mit dem Manne. Der Mann aber soll die Frau nicht verstoßen.
5354#1. Korinther,7,12#12. Den übrigen aber sage ich, nicht der Herr: Wenn ein Bruder eine ungläubige Frau hat, und diese ist einverstanden, bei ihm zu wohnen, so soll er sie nicht verstoßen;
5355#1. Korinther,7,13#13. und wenn eine Frau einen ungläubigen Mann hat, und dieser ist einverstanden, bei ihr zu wohnen, so soll sie den Mann nicht verlassen.
5356#1. Korinther,7,14#14. Denn der ungläubige Mann ist geheiligt durch die Frau, und die ungläubige Frau ist geheiligt durch den Bruder; sonst wären eure Kinder unrein, nun aber sind sie heilig.
5357#1. Korinther,7,15#15. Will sich aber der ungläubige Teil scheiden, so scheide er! Der Bruder oder die Schwester ist in solchen Fällen nicht gebunden. In Frieden aber hat uns Gott berufen.
5358#1. Korinther,7,16#16. Denn was weißt du, Frau, ob du den Mann retten kannst? Oder was weißt du, Mann, ob du die Frau retten kannst?
5359#1. Korinther,7,17#17. Doch wie der Herr einem jeden zugeteilt hat, wie der Herr einen jeden berufen hat, so wandle er! Und so verordne ich es in allen Gemeinden.
5360#1. Korinther,7,18#18. Ist jemand nach erfolgter Beschneidung berufen worden, so lasse er sich (von ihr) nicht wieder gewinnen; ist jemand in unbeschnittenem Zustand berufen worden, so lasse er sich nicht beschneiden.
5361#1. Korinther,7,19#19. Beschnitten sein ist nichts und unbeschnitten sein ist auch nichts, wohl aber Gottes Gebote halten.
5362#1. Korinther,7,20#20. Jeder bleibe in dem Stand-1-, darin er berufen worden ist. -1) o: in der Berufung.++
5363#1. Korinther,7,21#21. Bist du als Sklave berufen worden, so sei deshalb ohne Sorge! Kannst du aber frei werden, so benütze es lieber.
5364#1. Korinther,7,22#22. Denn der im Herrn berufene Sklave ist ein Freigelassener des Herrn; desgleichen ist der berufene Freie ein Knecht Christi.
5365#1. Korinther,7,23#23. Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte!
5366#1. Korinther,7,24#24. Brüder, es bleibe ein jeglicher vor Gott in dem (Stand), worin er berufen worden ist.
5367#1. Korinther,7,25#25. Betreffs der Jungfrauen aber habe ich keinen Auftrag vom Herrn; ich gebe aber ein Gutachten ab als einer, der vom Herrn begnadigt worden ist, treu zu sein.
5368#1. Korinther,7,26#26. So halte ich nun, um der bevorstehenden-1- Not willen, für richtig, daß es nämlich für einen Menschen gut sei, so zu sein. -1) aD: vorliegenden.++
5369#1. Korinther,7,27#27. Bist du an eine Frau gebunden, so suche keine Lösung; bist du los von der Frau, so suche keine Frau.
5370#1. Korinther,7,28#28. Wenn du aber auch heiratest, so sündigst du nicht; und wenn die Jungfrau heiratet, so sündigt sie nicht; doch werden solche leibliche Trübsal haben, die ich euch gerne ersparen möchte.
5371#1. Korinther,7,29#29. Das aber sage ich, ihr Brüder: Die Zeit ist beschränkt! So mögen nun in der noch verbleibenden Frist die, welche Frauen haben, sein, als hätten sie keine,
5372#1. Korinther,7,30#30. und die da weinen, als weinten sie nicht, und die sich freuen, als freuten sie sich nicht, und die da kaufen, als besäßen sie es nicht,
5373#1. Korinther,7,31#31. und die diese Welt gebrauchen, als brauchten sie sie gar nicht; denn die Gestalt dieser Welt vergeht.
5374#1. Korinther,7,32#32. Ich will aber, daß ihr ohne Sorgen seid! Der Unverheiratete ist für die Sache des Herrn besorgt, wie er dem Herrn gefalle;
5375#1. Korinther,7,33#33. der Verheiratete aber sorgt für die Dinge der Welt, wie er der Frau gefalle,
5376#1. Korinther,7,34#und er ist geteilt. 34. So ist auch die Frau, die keinen Mann hat, und die Jungfrau besorgt um die Sache des Herrn, daß sie heilig sei am Leibe und am Geist; die Verheiratete aber sorgt für die Dinge der Welt, wie sie dem Manne gefalle.
5377#1. Korinther,7,35#35. Das sage ich aber zu eurem eigenen Nutzen, nicht um euch eine Schlinge um den Hals zu werfen, sondern damit ihr in allem Anstand und ungeteilt bei dem Herrn verharren könnet.
5378#1. Korinther,7,36#36. Wenn aber jemand meint, daß es für seine Jungfrau unschicklich sei, über die Jahre der Reife hinauszukommen, und wenn es dann so sein muß, der tue, was er will; er sündigt nicht, sie mögen heiraten!
5379#1. Korinther,7,37#37. Wenn aber einer in seinem Herzen fest geworden ist und keine Verpflichtung hat, sondern Macht, nach seinem eigenen Willen zu handeln, und in seinem eigenen Herzen beschlossen hat, seine Jungfrau zu behalten, der tut wohl.
5380#1. Korinther,7,38#38. Doch tut auch der wohl, welcher sie zur Ehe gibt; wer sie aber nicht gibt, tut besser.
5381#1. Korinther,7,39#39. Eine Frau ist gebunden, solange ihr Mann lebt; wenn aber ihr Mann entschlafen ist, so ist sie frei, sich zu verheiraten, mit wem sie will; nur daß es im Herrn geschehe.
5382#1. Korinther,7,40#40. Seliger aber ist sie, wenn sie so bleibt, nach meiner Meinung; ich glaube aber auch den heiligen Geist zu haben.
5383#1. Korinther,8,1#1. BETREFFS der Götzenopfer aber wissen wir - da wir alle Erkenntnis haben; die Erkenntnis bläht auf, aber die Liebe erbaut.
5384#1. Korinther,8,2#2. Wenn aber jemand meint, etwas erkannt zu haben, der hat noch nicht erkannt, wie man erkennen soll;
5385#1. Korinther,8,3#3. wenn aber jemand Gott liebt, der ist von ihm erkannt -,
5386#1. Korinther,8,4#4. was also das Essen der Götzenopfer betrifft, so wissen wir, daß kein Götze in der Welt ist und daß es keinen Gott gibt außer dem Einen.
5387#1. Korinther,8,5#5. Denn wenn es auch sogenannte Götter gibt, sei es im Himmel oder auf Erden - wie es ja wirklich viele Götter und viele Herren gibt -,
5388#1. Korinther,8,6#6. so haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von welchem alle Dinge sind und wir für ihn; und einen Herrn, Jesus Christus, durch welchen alle Dinge sind, und wir durch ihn.
5389#1. Korinther,8,7#7. Aber nicht alle haben die Erkenntnis, sondern etliche essen infolge ihrer Gewöhnung an den Götzen (das Fleisch) noch immer als Götzenopferfleisch, und so wird ihr Gewissen, weil es schwach ist, befleckt.
5390#1. Korinther,8,8#8. Nun verschafft uns aber das Essen keine Bedeutung bei Gott; wir sind nicht mehr, wenn wir essen, und sind nicht weniger, wenn wir nicht essen.
5391#1. Korinther,8,9#9. Sehet aber zu, daß diese eure Freiheit den Schwachen nicht zum Anstoß werde!
5392#1. Korinther,8,10#10. Denn wenn jemand dich, der du die Erkenntnis hast, im Götzenhause zu Tische sitzen sieht, wird nicht sein Gewissen, weil es schwach ist, ermutigt werden, Götzenopferfleisch zu essen?
5393#1. Korinther,8,11#11. Und so wird durch deine Erkenntnis der schwache Bruder verdorben, um dessen willen Christus gestorben ist.
5394#1. Korinther,8,12#12. Wenn ihr aber auf solche Weise an den Brüdern sündiget und ihr schwaches Gewissen verletzet, so sündiget ihr gegen Christus.
5395#1. Korinther,8,13#13. Darum wenn eine Speise meinem Bruder zum Anstoß wird, so will ich lieber in Ewigkeit kein Fleisch essen, damit ich meinem Bruder keinen Anstoß gebe.
5396#1. Korinther,9,1#1. Bin ich nicht frei? Bin ich nicht ein Apostel? Habe ich nicht unsern Herrn Jesus Christus gesehen? Seid nicht ihr mein Werk im Herrn?
5397#1. Korinther,9,2#2. Bin ich für andere kein Apostel, so bin ich es doch für euch; denn das Siegel meines Apostelamts seid ihr in dem Herrn.
5398#1. Korinther,9,3#3. Dies ist meine Verteidigung denen gegenüber, die mich zur Rede stellen:
5399#1. Korinther,9,4#4. Haben wir nicht Vollmacht, zu essen und zu trinken?
5400#1. Korinther,9,5#5. Haben wir nicht Vollmacht, eine Schwester als Gattin mit uns zu führen, wie auch die andern Apostel und die Brüder des Herrn und Kephas?
5401#1. Korinther,9,6#6. Oder haben nur ich und Barnabas keine Vollmacht, die Arbeit zu unterlassen?
5402#1. Korinther,9,7#7. Wer zieht je auf eigene Kosten ins Feld? Wer pflanzt einen Weinberg und ißt nicht von dessen Frucht? Oder wer weidet eine Herde und nährt sich nicht von der Milch der Herde?
5403#1. Korinther,9,8#8. Sage ich das nur nach menschlicher Weise? Sagt es nicht auch das Gesetz?
5404#1. Korinther,9,9#9. Ja, im Gesetz Moses steht geschrieben: «Du sollst dem Ochsen das Maul nicht verbinden, wenn er drischt.» 10. Kümmert sich Gott nur um die Ochsen?
5405#1. Korinther,9,10#Sagt er das nicht vielmehr wegen uns? Denn unsertwegen steht ja geschrieben, daß, wer pflügt, auf Hoffnung hin pflügen, und wer drischt, auf Hoffnung hin dreschen soll, daß er (des Gehofften) teilhaftig werde.
5406#1. Korinther,9,11#11. Wenn wir euch die geistlichen Güter gesät haben, ist es etwas Großes, wenn wir von euch diejenigen für den Leib ernten?
5407#1. Korinther,9,12#12. Wenn andere an diesem Recht über euch Anteil haben, sollten wir es nicht viel eher? Aber wir haben uns dieses Rechtes nicht bedient, sondern wir ertragen alles, damit wir dem Evangelium Christi kein Hindernis bereiten.
5408#1. Korinther,9,13#13. Wisset ihr nicht, daß die, welche die heiligen Dienstverrichtungen besorgen, auch vom Heiligtum essen, und daß die, welche des Altars warten, vom Altar ihren Anteil erhalten?
5409#1. Korinther,9,14#14. So hat auch der Herr verordnet, daß die, welche das Evangelium verkündigen, vom Evangelium leben sollen.
5410#1. Korinther,9,15#15. Ich aber habe davon keinerlei Gebrauch gemacht; ich habe auch solches nicht darum geschrieben, damit es mit mir so gehalten werde. Viel lieber wollte ich sterben, als daß mir jemand meinen Ruhm zunichte machte!
5411#1. Korinther,9,16#16. Denn wenn ich das Evangelium predige, so ist das kein Ruhm für mich; denn ich bin dazu verpflichtet, und wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht predigte!
5412#1. Korinther,9,17#17. Tue ich es freiwillig, so habe ich Lohn; wenn aber unfreiwillig, bin ich (gleichwohl) mit dem Verwalteramt betraut.
5413#1. Korinther,9,18#18. Was ist denn nun mein Lohn? Daß ich bei meiner Verkündigung des Evangeliums dieses kostenfrei darbiete, so daß ich von meinem Anspruch ans Evangelium keinen Gebrauch mache.
5414#1. Korinther,9,19#19. Denn wiewohl ich frei bin von allen, habe ich mich doch allen zum Knecht gemacht, um ihrer desto mehr zu gewinnen.
5415#1. Korinther,9,20#20. Den Juden bin ich wie ein Jude geworden, auf daß ich die Juden gewinne; denen, die unter dem Gesetz sind, bin ich geworden, als wäre ich unter dem Gesetz - obschon ich nicht unter dem Gesetz bin -, damit ich die unter dem Gesetz gewinne;
5416#1. Korinther,9,21#21. denen, die ohne Gesetz sind, bin ich geworden, als wäre ich ohne Gesetz - wiewohl ich nicht ohne göttliches Gesetz lebe, sondern in dem Gesetz Christi -, damit ich die gewinne, welche ohne Gesetz sind.
5417#1. Korinther,9,22#22. Den Schwachen bin ich wie ein Schwacher geworden, damit ich die Schwachen gewinne; ich bin allen alles geworden, damit ich allenthalben etliche rette.
5418#1. Korinther,9,23#23. Alles aber tue ich um des Evangeliums willen, um an ihm teilzuhaben.
5419#1. Korinther,9,24#24. Wisset ihr nicht, daß die, welche in der Rennbahn laufen, zwar alle laufen, aber nur einer den Preis erlangt? Laufet so, daß ihr ihn erlanget!
5420#1. Korinther,9,25#25. Jeder aber, der sich am Wettlauf beteiligt, ist enthaltsam in allem; jene, um einen vergänglichen Kranz zu empfangen, wir aber einen unvergänglichen.
5421#1. Korinther,9,26#26. So laufe ich nun nicht wie aufs Ungewisse; ich führe meinen Faustkampf nicht mit bloßen Luftstreichen,
5422#1. Korinther,9,27#27. sondern ich zerschlage meinen Leib und behandle ihn als Sklaven, damit ich nicht andern predige und selbst verwerflich werde.
5423#1. Korinther,10,1#1. ICH will aber nicht, meine Brüder, daß ihr außer acht lasset, daß unsre Väter alle unter der Wolke gewesen und alle durchs Meer hindurch gegangen sind.
5424#1. Korinther,10,2#2. Sie wurden auch alle auf Mose getauft in der Wolke und im Meer,
5425#1. Korinther,10,3#3. und sie haben alle dieselbe geistliche Speise gegessen
5426#1. Korinther,10,4#und alle denselben geistlichen Trank getrunken; 4. denn sie tranken aus einem geistlichen Felsen, der ihnen folgte. Der Fels aber war Christus.
5427#1. Korinther,10,5#5. Aber an der Mehrzahl von ihnen hatte Gott kein Wohlgefallen; denn sie wurden in der Wüste niedergestreckt.
5428#1. Korinther,10,6#6. Diese Dinge aber sind zum Vorbild für uns geschehen, damit wir uns nicht des Bösen gelüsten lassen, gleichwie jene gelüstet hat.
5429#1. Korinther,10,7#7. Werdet auch nicht Götzendiener, gleichwie etliche von ihnen, wie geschrieben steht: «Das Volk setzte sich nieder, um zu essen und zu trinken, und stand auf, um zu spielen.»
5430#1. Korinther,10,8#8. Lasset uns auch nicht Unzucht treiben, gleichwie etliche von ihnen Unzucht trieben, und es fielen an einem Tage ihrer dreiundzwanzigtausend.
5431#1. Korinther,10,9#9. Lasset uns auch nicht Christus versuchen, gleichwie etliche von ihnen ihn versuchten und von den Schlangen umgebracht wurden.
5432#1. Korinther,10,10#10. Murret auch nicht, gleichwie etliche von ihnen murrten und durch den Verderber umgebracht wurden.
5433#1. Korinther,10,11#11. Das alles, was jenen widerfuhr, ist ein Vorbild und wurde zur Warnung geschrieben für uns, auf welche das Ende der Zeitalter gekommen ist.
5434#1. Korinther,10,12#12. Darum, wer sich dünkt, er stehe, der sehe wohl zu, daß er nicht falle!
5435#1. Korinther,10,13#13. Es hat euch bisher nur menschliche Versuchung betroffen. Gott aber ist treu; der wird euch nicht über euer Vermögen versucht werden lassen, sondern wird zugleich mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen, daß ihr sie ertragen könnt.
5436#1. Korinther,10,14#14. Darum, meine Geliebten, fliehet vor dem Götzendienst!
5437#1. Korinther,10,15#15. Ich rede mit Verständigen; beurteilet ihr, was ich sage:
5438#1. Korinther,10,16#16. Der Kelch des Segens, den wir segnen, ist er nicht Gemeinschaft mit dem Blute Christi? Das Brot, das wir brechen, ist es nicht Gemeinschaft mit dem Leibe Christi?
5439#1. Korinther,10,17#17. Denn ein Brot ist es, so sind wir, die vielen, ein Leib; denn wir sind alle des einen Brotes teilhaftig.
5440#1. Korinther,10,18#18. Sehet an das Israel nach dem Fleisch! Stehen nicht die, welche die Opfer essen, in Gemeinschaft mit dem Opferaltar?
5441#1. Korinther,10,19#19. Was sage ich nun? Daß das Götzenopfer etwas sei, oder daß ein Götze etwas sei?
5442#1. Korinther,10,20#20. Nein, aber daß sie das, was sie opfern, den Dämonen opfern und nicht Gott! Ich will aber nicht, daß ihr in Gemeinschaft der Dämonen geratet.
5443#1. Korinther,10,21#21. Ihr könnet nicht des Herrn Kelch trinken und der Dämonen Kelch; ihr könnet nicht am Tische des Herrn teilhaben und am Tische der Dämonen!
5444#1. Korinther,10,22#22. Oder wollen wir den Herrn zur Eifersucht reizen? Sind wir stärker als er?
5445#1. Korinther,10,23#23. Es ist alles erlaubt; aber es frommt nicht alles! Es ist alles erlaubt; aber es erbaut nicht alles!
5446#1. Korinther,10,24#24. Niemand suche das Seine, sondern ein jeder das des andern.
5447#1. Korinther,10,25#25. Alles, was auf dem Fleischmarkt feil ist, das esset, ohne um des Gewissens willen nachzuforschen;
5448#1. Korinther,10,26#26. denn «die Erde ist des Herrn und was sie erfüllt».
5449#1. Korinther,10,27#27. Wenn aber jemand von den Ungläubigen euch einladet und ihr hingehen wollt, so esset alles, was euch vorgesetzt wird, und forschet nicht nach um des Gewissens willen.
5450#1. Korinther,10,28#28. Wenn aber jemand zu euch sagen würde: Das ist Götzenopferfleisch! - so esset es nicht, um deswillen, der es anzeigt, und um des Gewissens willen.
5451#1. Korinther,10,29#29. Ich rede aber nicht von deinem eigenen Gewissen, sondern von dem des andern; denn warum sollte meine Freiheit von dem Gewissen eines andern gerichtet werden?
5452#1. Korinther,10,30#30. Wenn ich es dankbar genieße, warum sollte ich gelästert werden über dem, wofür ich danke?
5453#1. Korinther,10,31#31. Ihr esset nun oder trinket oder was ihr tut, so tut es alles zu Gottes Ehre!
5454#1. Korinther,10,32#32. Seid unanstößig den Juden und Griechen und der Gemeinde Gottes,
5455#1. Korinther,10,33#33. gleichwie auch ich in allen Stücken allen zu Gefallen lebe und nicht suche, was mir, sondern was vielen frommt, damit sie gerettet werden.
5456#1. Korinther,11,1#1. WERDET meine Nachahmer, gleichwie ich Christi!
5457#1. Korinther,11,2#2. Ich lobe euch, Brüder, daß ihr in allen Dingen meiner eingedenk seid und an den Überlieferungen festhaltet, so wie ich sie euch übergeben habe.
5458#1. Korinther,11,3#3. Ich will aber, daß ihr wisset, daß Christus eines jeglichen Mannes Haupt ist, der Mann aber des Weibes Haupt, Gott aber Christi Haupt.
5459#1. Korinther,11,4#4. Ein jeglicher Mann, welcher betet oder weissagt und etwas auf dem Haupte hat, schändet sein Haupt.
5460#1. Korinther,11,5#5. Jedes Weib aber, welches betet und weissagt mit unverhülltem Haupt, schändet ihr Haupt; es ist ein und dasselbe, wie wenn sie geschoren wäre!
5461#1. Korinther,11,6#6. Denn wenn sich ein Weib nicht verhüllen will, so lasse sie sich das Haar abschneiden! Nun es aber einem Weibe übel ansteht, sich das Haar abschneiden oder abscheren zu lassen, so soll sie sich verhüllen.
5462#1. Korinther,11,7#7. Der Mann hat nämlich darum nicht nötig, das Haupt zu verhüllen, weil er Gottes Bild und Ehre ist; das Weib aber ist des Mannes Ehre.
5463#1. Korinther,11,8#8. Denn der Mann kommt nicht vom Weibe, sondern das Weib vom Mann;
5464#1. Korinther,11,9#9. auch wurde der Mann nicht um des Weibes willen erschaffen, sondern das Weib um des Mannes willen.
5465#1. Korinther,11,10#10. Darum muß das Weib ein Zeichen der Gewalt auf dem Haupte haben, um der Engel willen.
5466#1. Korinther,11,11#11. Doch ist im Herrn weder das Weib ohne den Mann, noch der Mann ohne das Weib.
5467#1. Korinther,11,12#12. Denn gleichwie das Weib vom Manne (kommt), so auch der Mann durch das Weib; aber das alles von Gott.
5468#1. Korinther,11,13#13. Urteilet bei euch selbst, ob es schicklich sei, daß ein Weib unverhüllt Gott anbete!
5469#1. Korinther,11,14#14. Oder lehrt euch nicht schon die Natur, daß es für einen Mann eine Unehre ist, langes Haar zu tragen?
5470#1. Korinther,11,15#15. Dagegen gereicht es einem Weibe zur Ehre, wenn sie langes Haar trägt; denn das Haar ist ihr statt eines Schleiers gegeben.
5471#1. Korinther,11,16#16. Will aber jemand rechthaberisch sein, so haben wir solche Gewohnheit nicht, die Gemeinden Gottes auch nicht.
5472#1. Korinther,11,17#17. DAS aber kann ich, da ich am Verordnen bin, nicht loben, daß eure Zusammenkünfte nicht besser, sondern eher schlechter werden.
5473#1. Korinther,11,18#18. Denn erstens höre ich, daß, wenn ihr in der Gemeinde zusammenkommt, Spaltungen unter euch sind, und zum Teil glaube ich es;
5474#1. Korinther,11,19#19. denn es müssen ja auch Parteiungen unter euch sein, damit die Bewährten offenbar werden unter euch!
5475#1. Korinther,11,20#20. Wenn ihr nun auch am selben Orte zusammenkommt, so ist das doch nicht, um des Herrn Mahl zu essen;
5476#1. Korinther,11,21#21. denn ein jeder nimmt beim Essen sein eigenes Mahl vorweg, so daß der eine hungrig, der andere trunken ist.
5477#1. Korinther,11,22#22. Habt ihr denn keine Häuser, wo ihr essen und trinken könnt? Oder verachtet ihr die Gemeinde Gottes und beschämet die, welche nichts haben? Was soll ich euch sagen? Soll ich euch loben? Dafür lobe ich nicht!
5478#1. Korinther,11,23#23. Denn ich habe vom Herrn empfangen, was ich auch euch überliefert habe, nämlich daß der Herr Jesus in der Nacht, da er verraten wurde, Brot nahm,
5479#1. Korinther,11,24#es mit Danksagung brach und sprach: 24. Nehmet, esset, das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird, solches tut zu meinem Gedächtnis!
5480#1. Korinther,11,25#25. Desgleichen auch den Kelch, nach dem Mahl, indem er sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; solches tut, so oft ihr ihn trinket, zu meinem Gedächtnis!
5481#1. Korinther,11,26#26. Denn so oft ihr dieses Brot esset und den Kelch trinket, verkündiget ihr den Tod des Herrn, bis daß er kommt.
5482#1. Korinther,11,27#27. Wer also unwürdig das Brot ißt oder den Kelch des Herrn trinkt, der ist schuldig am Leib und am Blut des Herrn.
5483#1. Korinther,11,28#28. Es prüfe aber ein Mensch sich selbst, und also esse er von dem Brot und trinke aus dem Kelch;
5484#1. Korinther,11,29#29. denn wer unwürdig ißt und trinkt, der ißt und trinkt sich selbst ein Gericht, weil er den Leib des Herrn nicht unterscheidet-1-. -1) gebührend würdigt.++
5485#1. Korinther,11,30#30. Deshalb sind unter euch viele Schwache und Kranke, und eine beträchtliche Zahl sind entschlafen;
5486#1. Korinther,11,31#31. denn wenn wir uns selbst richteten, würden wir nicht gerichtet werden;
5487#1. Korinther,11,32#32. werden wir aber vom Herrn gerichtet, so geschieht es zu unserer Züchtigung, damit wir nicht samt der Welt verdammt werden. -
5488#1. Korinther,11,33#33. Darum, meine Brüder, wenn ihr zum Essen zusammenkommt, so wartet aufeinander!
5489#1. Korinther,11,34#34. Hungert aber jemand, so esse er daheim, damit ihr nicht zum Gericht zusammenkommt. Das übrige will ich anordnen, sobald ich komme.
5490#1. Korinther,12,1#1. ÜBER die Geistesgaben aber, meine Brüder, will ich euch nicht in Unwissenheit lassen.
5491#1. Korinther,12,2#2. Ihr wisset, daß ihr, als ihr Heiden waret, euch zu den stummen Götzen hinziehen ließet, wie ihr geleitet wurdet.
5492#1. Korinther,12,3#3. Darum tue ich euch kund, daß niemand, der im Geiste Gottes redet, sagt: «Verflucht sei Jesus!» - es kann aber auch niemand sagen: «Herr Jesus!»-1- als nur im heiligen Geist. -1) d.h. «Jesus ist der Herr!»++
5493#1. Korinther,12,4#4. Es bestehen aber Unterschiede in den Gnadengaben, doch ist es derselbe Geist;
5494#1. Korinther,12,5#5. auch gibt es verschiedene Dienstleistungen, doch ist es derselbe Herr;
5495#1. Korinther,12,6#6. und auch die Kraftwirkungen sind verschieden, doch ist es derselbe Gott, der alles in allen wirkt.
5496#1. Korinther,12,7#7. Einem jeglichen aber wird die Offenbarung des Geistes zum (allgemeinen) Nutzen verliehen.
5497#1. Korinther,12,8#8. Dem einen nämlich wird durch den Geist die Rede der Weisheit gegeben, einem andern aber die Rede der Erkenntnis nach demselben Geist;
5498#1. Korinther,12,9#9. einem andern Glauben in demselben Geist; einem andern die Gabe gesund zu machen in dem gleichen Geist;
5499#1. Korinther,12,10#10. einem andern Wunder zu wirken, einem andern Weissagung, einem andern Geister zu unterscheiden, einem andern verschiedene Arten von Sprachen, einem andern die Auslegung der Sprachen.
5500#1. Korinther,12,11#11. Dieses alles aber wirkt ein und derselbe Geist, der einem jeden persönlich zuteilt, wie er will.
5501#1. Korinther,12,12#12. Denn gleichwie der Leib einer ist und doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, wiewohl ihrer viele sind, doch nur einen Leib bilden, also auch Christus.
5502#1. Korinther,12,13#13. Denn wir wurden alle in einem Geist zu einem Leibe getauft, seien wir Juden oder Griechen, Knechte oder Freie, und wurden alle mit einem Geist getränkt.
5503#1. Korinther,12,14#14. Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele.
5504#1. Korinther,12,15#15. Wenn der Fuß spräche: Ich bin keine Hand, darum gehöre ich nicht zum Leib, so gehört er deswegen nicht weniger dazu!
5505#1. Korinther,12,16#16. Und wenn das Ohr spräche: Ich bin kein Auge, darum gehöre ich nicht zum Leib; so gehört es deswegen nicht weniger dazu!
5506#1. Korinther,12,17#17. Wäre der ganze Leib Auge, wo bliebe das Gehör? Wäre er ganz Ohr, wo bliebe der Geruch?
5507#1. Korinther,12,18#18. Nun aber hat Gott die Glieder, jedes einzelne von ihnen, so am Leibe gesetzt, wie er gewollt hat.
5508#1. Korinther,12,19#19. Wenn aber alles ein Glied wäre, wo bliebe der Leib?
5509#1. Korinther,12,20#20. Nun aber gibt es viele Glieder, doch nur einen Leib.
5510#1. Korinther,12,21#21. Das Auge kann nicht zur Hand sagen: Ich bedarf deiner nicht, - oder das Haupt zu den Füßen: Ich bedarf euer nicht!
5511#1. Korinther,12,22#22. Vielmehr sind gerade die scheinbar schwächern Glieder des Leibes notwendig,
5512#1. Korinther,12,23#23. und die wir für weniger ehrbar am Leibe halten, die umgeben wir mit desto größerer Ehre, und die uns übel anstehen, die schmückt man am meisten;
5513#1. Korinther,12,24#24. denn die uns wohl anstehen, bedürfen es nicht. Gott aber hat den Leib so zusammengefügt, daß er dem dürftigeren Glied um so größere Ehre gab,
5514#1. Korinther,12,25#25. damit es keinen Zwiespalt im Leibe gebe, sondern die Glieder gleichmäßig füreinander sorgen.
5515#1. Korinther,12,26#26. Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; und wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit.
5516#1. Korinther,12,27#27. Ihr aber seid Christi Leib, und jedes in seinem Teil Glieder.
5517#1. Korinther,12,28#28. Und so hat Gott in der Gemeinde gesetzt erstens Apostel, zweitens Propheten, drittens Lehrer, darnach Wundertäter, sodann die Gaben der Heilung, der Hilfeleistung, der Verwaltung, verschiedene Sprachen.
5518#1. Korinther,12,29#29. Es sind doch nicht alle Apostel, nicht alle Propheten, nicht alle Lehrer, nicht alle Wundertäter?
5519#1. Korinther,12,30#30. Haben alle die Gaben der Heilung? Reden alle mit Zungen? Können alle auslegen?
5520#1. Korinther,12,31#31. Strebet aber nach den besten Gaben; doch zeige ich euch jetzt einen noch weit vortrefflicheren Weg:
5521#1. Korinther,13,1#1. WENN ich mit Menschen- und Engelzungen rede, aber keine Liebe habe, so bin ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.
5522#1. Korinther,13,2#2. Und wenn ich weissagen kann und alle Geheimnisse weiß und alle Erkenntnis habe, und wenn ich allen Glauben besitze, so daß ich Berge versetze, habe aber keine Liebe, so bin ich nichts.
5523#1. Korinther,13,3#3. Und wenn ich alle meine Habe austeile und meinen Leib hergebe, damit ich verbrannt werde, habe aber keine Liebe, so nützt es mir nichts!
5524#1. Korinther,13,4#4. Die Liebe ist langmütig und gütig, die Liebe beneidet nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf;
5525#1. Korinther,13,5#5. sie ist nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu;
5526#1. Korinther,13,6#6. sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber der Wahrheit;
5527#1. Korinther,13,7#7. sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.
5528#1. Korinther,13,8#8. Die Liebe hört nimmer auf, wo doch die Prophezeiungen ein Ende haben werden, das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufgehoben werden soll.
5529#1. Korinther,13,9#9. Denn wir erkennen stückweise und wir weissagen stückweise;
5530#1. Korinther,13,10#10. wenn aber einmal das Vollkommene da ist, dann wird das Stückwerk abgetan.
5531#1. Korinther,13,11#11. Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind und urteilte wie ein Kind; als ich aber ein Mann wurde, tat ich ab, was kindisch war.
5532#1. Korinther,13,12#12. Wir sehen jetzt durch einen Spiegel wie im Rätsel, dann aber von Angesicht zu Angesicht; jetzt erkenne ich stückweise, dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.
5533#1. Korinther,13,13#13. Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; die größte aber von diesen ist die Liebe.
5534#1. Korinther,14,1#1. STREBET nach der Liebe; doch eifert auch nach den Geistesgaben, am meisten aber, daß ihr weissagen könnet!
5535#1. Korinther,14,2#2. Denn wer in Zungen redet, der redet nicht für Menschen, sondern für Gott; denn niemand vernimmt es, im Geiste aber redet er Geheimnisse.
5536#1. Korinther,14,3#3. Wer aber weissagt, der redet für Menschen zur Erbauung, zur Ermahnung und zum Trost.
5537#1. Korinther,14,4#4. Wer in Zungen redet, erbaut sich selbst; wer aber weissagt, erbaut die Gemeinde.
5538#1. Korinther,14,5#5. Ich wünschte, daß ihr alle in Zungen redetet, noch viel mehr aber, daß ihr weissagen könntet. Denn wer weissagt, ist größer, als wer in Zungen redet; es sei denn, daß er es auslege, damit die Gemeinde Erbauung empfange.
5539#1. Korinther,14,6#6. Nun aber, ihr Brüder, wenn ich zu euch käme und in Zungen redete, was würde ich euch nützen, wenn ich nicht zu euch redete, sei es durch Offenbarung oder durch Erkenntnis oder durch Weissagung oder durch Lehre?
5540#1. Korinther,14,7#7. Ist es doch ebenso mit den leblosen Instrumenten, die einen Laut von sich geben, sei es eine Flöte oder eine Harfe; wenn sie nicht bestimmte Töne geben, wie kann man erkennen, was auf der Flöte oder auf der Harfe gespielt wird?
5541#1. Korinther,14,8#8. Ebenso auch, wenn die Posaune einen undeutlichen Ton gibt, wer wird sich zum Kampfe rüsten?
5542#1. Korinther,14,9#9. Also auch ihr, wenn ihr durch die Zunge nicht eine verständliche Rede gebet, wie kann man verstehen, was geredet wird? Denn ihr werdet in den Wind reden.
5543#1. Korinther,14,10#10. So viele Arten von Sprachen mögen wohl in der Welt sein, und keine ist ohne Laut.
5544#1. Korinther,14,11#11. Wenn ich nun den Sinn des Lautes nicht kenne, so werde ich dem Redenden ein Fremder sein und der Redende für mich ein Fremder.
5545#1. Korinther,14,12#12. Also auch ihr, da ihr eifrig nach Geistesgaben trachtet, suchet, zur Erbauung der Gemeinde daran Überfluß zu haben!
5546#1. Korinther,14,13#13. Darum: wer in Zungen redet, der bete, daß er es auch auslegen kann.
5547#1. Korinther,14,14#14. Denn wenn ich in Zungen bete, so betet zwar mein Geist, aber mein Verstand ist ohne Frucht.
5548#1. Korinther,14,15#15. Wie soll es nun sein? Ich will im Geiste beten, ich will aber auch mit dem Verstande beten; ich will im Geiste lobsingen, ich will aber auch mit dem Verstande lobsingen.
5549#1. Korinther,14,16#16. Sonst, wenn du im Geiste lobpreisest, wie soll der, welcher die Stelle des Unkundigen einnimmt, das Amen sprechen zu deiner Danksagung, da er nicht weiß, was du sagst?
5550#1. Korinther,14,17#17. Du magst wohl schön danksagen, aber der andere wird nicht erbaut.
5551#1. Korinther,14,18#18. Ich danke Gott, daß ich mehr als ihr alle in Zungen rede.
5552#1. Korinther,14,19#19. Aber in der Gemeinde will ich lieber fünf Worte mit meinem Verstande reden, damit ich auch andere unterrichte, als zehntausend Worte in Zungen.
5553#1. Korinther,14,20#20. Ihr Brüder, werdet nicht Kinder im Verständnis, sondern an Bosheit seid Kinder, am Verständnis aber werdet vollkommen.
5554#1. Korinther,14,21#21. Im Gesetz steht geschrieben: «Ich will mit fremden Zungen und mit fremden Lippen zu diesem Volke reden, aber auch so werden sie mich nicht hören, spricht der Herr.»
5555#1. Korinther,14,22#22. Darum sind die Zungen zum Zeichen nicht für die Gläubigen, sondern für die Ungläubigen; die Weissagung aber ist nicht für die Ungläubigen, sondern für die Gläubigen.
5556#1. Korinther,14,23#23. Wenn nun die ganze Gemeinde am selben Ort zusammenkäme, und alle würden in Zungen reden, und es kämen Unkundige oder Ungläubige herein, würden sie nicht sagen, ihr wäret von Sinnen?
5557#1. Korinther,14,24#24. Wenn aber alle weissagten, und es käme ein Ungläubiger oder Unkundiger herein, so würde er von allen überführt, von allen erforscht;
5558#1. Korinther,14,25#25. das Verborgene seines Herzens würde offenbar, und so würde er auf sein Angesicht fallen und Gott anbeten und bekennen, daß Gott wahrhaftig in euch sei.
5559#1. Korinther,14,26#26. Wie ist es nun, ihr Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat jeder von euch etwas: einen Psalm, eine Lehre, eine Offenbarung, eine Zungenrede, eine Auslegung; alles geschehe zur Erbauung!
5560#1. Korinther,14,27#27. Will jemand in Zungen reden, so seien es je zwei, höchstens drei, und der Reihe nach, und einer lege es aus.
5561#1. Korinther,14,28#28. Ist aber kein Ausleger da, so schweige er in der Gemeinde; er rede aber für sich selbst und zu Gott.
5562#1. Korinther,14,29#29. Propheten aber sollen zwei oder drei reden, und die andern sollen es beurteilen.
5563#1. Korinther,14,30#30. Wenn aber einem andern, der dasitzt, eine Offenbarung zuteil wird, so soll der erste schweigen.
5564#1. Korinther,14,31#31. Denn ihr könnet einer nach dem andern alle weissagen, damit alle lernen und alle getröstet werden.
5565#1. Korinther,14,32#32. Und die Geister der Propheten sind den Propheten untertan.
5566#1. Korinther,14,33#33. Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens. 34. Wie in allen Gemeinden der Heiligen,
5567#1. Korinther,14,34#so sollen die Frauen in den Gemeinden schweigen; denn es ist ihnen nicht gestattet zu reden, sondern sie sollen untertan sein, wie auch das Gesetz sagt.
5568#1. Korinther,14,35#35. Wollen sie aber etwas lernen, so mögen sie daheim ihre Männer fragen; denn es steht einem Weibe übel an, in der Gemeinde zu reden.
5569#1. Korinther,14,36#36. Oder ist von euch das Wort Gottes ausgegangen? Oder ist es zu euch allein gekommen?
5570#1. Korinther,14,37#37. Glaubt jemand ein Prophet oder ein Geistbegabter zu sein, der erkenne, daß das, was ich euch schreibe, des Herrn Gebot ist.
5571#1. Korinther,14,38#38. Will es aber jemand mißachten, der mißachte es!
5572#1. Korinther,14,39#39. Also, meine Brüder, strebet nach der Weissagung, und das Reden in Zungen wehret nicht;
5573#1. Korinther,14,40#40. alles aber geschehe mit Anstand und in Ordnung!
5574#1. Korinther,15,1#1. ICH mache euch aber, ihr Brüder, auf das Evangelium aufmerksam, das ich euch gepredigt habe, welches ihr auch angenommen habt, in welchem ihr auch stehet;
5575#1. Korinther,15,2#2. durch welches ihr auch gerettet werdet, wenn ihr an dem Worte festhaltet, das ich euch verkündigt habe, es wäre denn, daß ihr vergeblich geglaubt hättet.
5576#1. Korinther,15,3#3. Denn ich habe euch in erster Linie das überliefert, was ich auch empfangen habe, nämlich daß Christus für unsre Sünden gestorben ist, nach der Schrift,
5577#1. Korinther,15,4#4. und daß er begraben worden und daß er auferstanden ist am dritten Tage, nach der Schrift,
5578#1. Korinther,15,5#5. und daß er dem Kephas erschienen ist, hernach den Zwölfen.
5579#1. Korinther,15,6#6. Darnach ist er mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal erschienen, von welchen die meisten noch leben, etliche aber auch entschlafen sind.
5580#1. Korinther,15,7#7. Darnach erschien er dem Jakobus, hierauf sämtlichen Aposteln.
5581#1. Korinther,15,8#8. Zuletzt aber von allen erschien er auch mir, der ich gleichsam eine unzeitige Geburt bin.
5582#1. Korinther,15,9#9. Denn ich bin der geringste von den Aposteln, nicht wert ein Apostel zu heißen, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe.
5583#1. Korinther,15,10#10. Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin, und seine Gnade gegen mich ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe mehr gearbeitet als sie alle; nicht aber ich, sondern die Gnade Gottes, die mit mir ist.
5584#1. Korinther,15,11#11. Ob es nun aber ich sei oder jene, so predigen wir, und so habt ihr geglaubt.
5585#1. Korinther,15,12#12. Wenn aber Christus gepredigt wird, daß er von den Toten auferstanden sei, wie sagen denn etliche unter euch, es gebe keine Auferstehung der Toten?
5586#1. Korinther,15,13#13. Gibt es wirklich keine Auferstehung der Toten, so ist auch Christus nicht auferstanden!
5587#1. Korinther,15,14#14. Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist also unsre Predigt vergeblich, vergeblich auch euer Glaube!
5588#1. Korinther,15,15#15. Wir werden aber auch als falsche Zeugen Gottes erfunden, weil wir wider Gott gezeugt haben, er habe Christus auferweckt, während er ihn doch nicht auferweckt hat, wenn also Tote nicht auferstehen!
5589#1. Korinther,15,16#16. Denn wenn Tote nicht auferstehen, so ist auch Christus nicht auferstanden.
5590#1. Korinther,15,17#17. Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden;
5591#1. Korinther,15,18#18. dann sind auch die in Christus Entschlafenen verloren.
5592#1. Korinther,15,19#19. Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elendesten unter allen Menschen!
5593#1. Korinther,15,20#20. Nun aber ist Christus von den Toten auferstanden, als Erstling der Entschlafenen.
5594#1. Korinther,15,21#21. Denn weil der Tod kam durch einen Menschen, so kommt auch die Auferstehung der Toten durch einen Menschen;
5595#1. Korinther,15,22#22. denn gleichwie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden.
5596#1. Korinther,15,23#23. Ein jeglicher aber in seiner Ordnung-1-: Als Erstling Christus, darnach die, welche Christus angehören, bei seiner Wiederkunft; -1) Reihenfolge.++
5597#1. Korinther,15,24#24. hernach das Ende, wenn er das Reich Gott und dem Vater übergibt, wenn er abgetan hat jede Herrschaft, Gewalt und Macht.
5598#1. Korinther,15,25#25. Denn er muß herrschen, «bis er alle Feinde unter seine Füße gelegt hat».
5599#1. Korinther,15,26#26. Als letzter Feind wird der Tod abgetan.
5600#1. Korinther,15,27#27. Denn «alles hat er unter seine Füße getan». Wenn er aber sagt, daß ihm alles unterworfen sei, so ist offenbar, daß der ausgenommen ist, welcher ihm alles unterworfen hat.
5601#1. Korinther,15,28#28. Wenn ihm aber alles unterworfen sein wird, dann wird auch der Sohn selbst sich dem unterwerfen, der ihm alles unterworfen hat, auf daß Gott sei alles in allen.
5602#1. Korinther,15,29#29. Was würden sonst die tun, welche sich für die Toten taufen lassen? Wenn die Toten gar nicht auferstehen, was lassen sie sich für die Toten taufen?
5603#1. Korinther,15,30#30. Und warum stehen auch wir stündlich in Gefahr?
5604#1. Korinther,15,31#31. Täglich sterbe ich, - ja, sowahr ihr, Brüder, mein Ruhm seid, den ich in Christus Jesus habe, unserm Herrn!
5605#1. Korinther,15,32#32. Habe ich als Mensch zu Ephesus mit wilden Tieren gekämpft, was nützt es mir? Wenn die Toten nicht auferstehen, so «lasset uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot!»
5606#1. Korinther,15,33#33. Lasset euch nicht irreführen: Schlechte Gesellschaften verderben gute Sitten.
5607#1. Korinther,15,34#34. Werdet ganz nüchtern und sündiget nicht! Denn etliche haben keine Erkenntnis Gottes; das sage ich euch zur Beschämung.
5608#1. Korinther,15,35#35. Aber, wird jemand sagen, wie sollen die Toten auferstehen? Mit was für einem Leibe sollen sie kommen?
5609#1. Korinther,15,36#36. Du Gedankenloser, was du säst, wird nicht lebendig, es sterbe denn!
5610#1. Korinther,15,37#37. Und was du säst, das ist ja nicht der Leib, der werden soll, sondern ein bloßes Korn, etwa von Weizen, oder von einer andern Frucht.
5611#1. Korinther,15,38#38. Gott aber gibt ihm einen Leib, wie er es gewollt hat, und zwar einem jeglichen Samen seinen besonderen Leib.
5612#1. Korinther,15,39#39. Nicht alles Fleisch ist von gleicher Art; sondern anders ist das der Menschen, anders das Fleisch vom Vieh, anders das Fleisch der Vögel, anders das der Fische.
5613#1. Korinther,15,40#40. Und es gibt himmlische Körper und irdische Körper; aber anders ist der Glanz der Himmelskörper, anders der der irdischen;
5614#1. Korinther,15,41#41. einen andern Glanz hat die Sonne und einen andern Glanz der Mond, und einen andern Glanz haben die Sterne; denn ein Stern unterscheidet sich vom andern durch den Glanz.
5615#1. Korinther,15,42#42. So ist es auch mit der Auferstehung der Toten: Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich;
5616#1. Korinther,15,43#43. es wird gesät in Unehre und wird auferstehen in Herrlichkeit; es wird gesät in Schwachheit und wird auferstehen in Kraft;
5617#1. Korinther,15,44#44. es wird gesät ein natürlicher Leib-1- und wird auferstehen ein geistiger Leib. Gibt es einen natürlichen Leib, so gibt es auch einen geistigen Leib. -1) w: seelischer, d.h. ein Leib für die Seele.++
5618#1. Korinther,15,45#45. So steht auch geschrieben: Der erste Mensch, Adam, wurde zu einer lebendigen Seele; der letzte Adam zu einem lebendigmachenden Geiste.
5619#1. Korinther,15,46#46. Aber nicht das Geistige ist das erste, sondern das Seelische, darnach (kommt) das Geistige.
5620#1. Korinther,15,47#47. Der erste Mensch ist von Erde, irdisch; der zweite Mensch ist der Herr vom Himmel.
5621#1. Korinther,15,48#48. Wie der Irdische beschaffen ist, so sind auch die Irdischen; und wie der Himmlische beschaffen ist, so sind auch die Himmlischen.
5622#1. Korinther,15,49#49. Und wie wir das Bild des Irdischen getragen haben, so werden wir auch das Bild des Himmlischen tragen.
5623#1. Korinther,15,50#50. Das aber sage ich, Brüder, daß Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht ererben können; auch wird das Verwesliche nicht ererben die Unverweslichkeit.
5624#1. Korinther,15,51#51. Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden,
5625#1. Korinther,15,52#52. plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune; denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden.
5626#1. Korinther,15,53#53. Denn dieses Verwesliche muß anziehen Unverweslichkeit, und dieses Sterbliche muß anziehen Unsterblichkeit.
5627#1. Korinther,15,54#54. Wenn aber dieses Verwesliche Unverweslichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen wird, dann wird das Wort erfüllt werden, das geschrieben steht: 55. «Der Tod ist verschlungen in Sieg!
5628#1. Korinther,15,55#Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg?»
5629#1. Korinther,15,56#56. Aber der Stachel des Todes ist die Sünde, die Kraft der Sünde aber ist das Gesetz.
5630#1. Korinther,15,57#57. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus!
5631#1. Korinther,15,58#58. Darum, meine geliebten Brüder, seid fest, unbeweglich, nehmet immer zu in dem Werke des Herrn, weil ihr wisset, daß eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn!
5632#1. Korinther,16,1#1. WAS aber die Sammlung für die Heiligen anbelangt, so handelt auch ihr so, wie ich es für die Gemeinden in Galatien angeordnet habe.
5633#1. Korinther,16,2#2. An jedem ersten Wochentag lege ein jeder unter euch etwas beiseite und sammle, je nachdem es ihm wohl geht; damit nicht erst dann, wenn ich komme, die Sammlungen gemacht werden müssen.
5634#1. Korinther,16,3#3. Wenn ich aber angekommen bin, will ich die, welche ihr als geeignet erachtet, mit Briefen absenden, damit sie eure Liebesgabe nach Jerusalem überbringen.
5635#1. Korinther,16,4#4. Wenn es aber der Mühe wert ist, daß auch ich hinreise, sollen sie mit mir reisen.
5636#1. Korinther,16,5#5. Ich werde aber zu euch kommen, wenn ich Mazedonien durchzogen habe, denn durch Mazedonien werde ich ziehen.
5637#1. Korinther,16,6#6. Bei euch aber werde ich vielleicht verweilen oder auch überwintern, damit ihr mich geleitet, wohin ich reise.
5638#1. Korinther,16,7#7. Denn ich will euch jetzt nicht nur im Vorbeigehen sehen, sondern ich hoffe, einige Zeit bei euch zu bleiben, wenn der Herr es zuläßt.
5639#1. Korinther,16,8#8. Ich werde aber zu Ephesus bleiben bis Pfingsten.
5640#1. Korinther,16,9#9. Denn eine Tür hat sich mir aufgetan, weit und vielversprechend; auch der Widersacher sind viele.
5641#1. Korinther,16,10#10. Wenn aber Timotheus kommt, so sehet zu, daß er ohne Furcht bei euch sei, denn er treibt des Herrn Werk, wie ich auch.
5642#1. Korinther,16,11#11. Darum soll ihn niemand geringschätzen! Geleitet ihn vielmehr in Frieden, damit er zu mir komme; denn ich erwarte ihn mit den Brüdern.
5643#1. Korinther,16,12#12. Was aber den Bruder Apollos betrifft, so habe ich ihn vielfach ermahnt, mit den Brüdern zu euch zu kommen; doch er war durchaus nicht willens, jetzt zu kommen. Er wird aber kommen, wenn die Zeit es ihm erlaubt.
5644#1. Korinther,16,13#13. Wachet, stehet fest im Glauben, seid männlich, seid stark!
5645#1. Korinther,16,14#14. Möge alles bei euch in Liebe geschehen!
5646#1. Korinther,16,15#15. Ich ermahne euch aber, ihr Brüder: Ihr kennet das Haus des Stephanas, daß es die Erstlingsfrucht von Achaja ist, und daß sie sich dem Dienste der Heiligen gewidmet haben;
5647#1. Korinther,16,16#16. seid auch ihr solchen untertan und einem jeden, der mitwirkt und arbeitet.
5648#1. Korinther,16,17#17. Ich freue mich aber über die Ankunft des Stephanas und Fortunatus und Achaikus; denn diese haben mir ersetzt, daß ich euer ermangeln muß;
5649#1. Korinther,16,18#18. denn sie haben meinen Geist und den eurigen erquickt. Darum erkennet solche Männer an!
5650#1. Korinther,16,19#19. Es grüßen euch die Gemeinden in Asien. Es grüßen euch vielmals im Herrn Aquila und Priscilla samt der Gemeinde in ihrem Hause.
5651#1. Korinther,16,20#20. Es grüßen euch die Brüder alle. Grüßet euch untereinander mit dem heiligen Kuß!
5652#1. Korinther,16,21#21. Das ist mein, des Paulus, handschriftlicher Gruß.
5653#1. Korinther,16,22#22. So jemand den Herrn Jesus Christus nicht liebt, der sei verflucht! Maranatha-1-! -1) bed: Unser Herr, komm! o: Unser Herr kommt.++
5654#1. Korinther,16,23#23. Die Gnade des Herrn Jesus Christus sei mit euch!
5655#1. Korinther,16,24#24. Meine Liebe sei mit euch allen in Christus Jesus! Amen.
5656#2. Korinther,1,1#1. PAULUS, Apostel Jesu Christi durch Gottes Willen, und Timotheus, der Bruder, an die Gemeinde Gottes, die in Korinth ist, samt allen Heiligen, die in ganz Achaja sind:
5657#2. Korinther,1,2#2. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unsrem Vater und dem Herrn Jesus Christus!
5658#2. Korinther,1,3#3. GELOBT sei der Gott und Vater unsres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott alles Trostes,
5659#2. Korinther,1,4#4. der uns tröstet in all unsrer Trübsal, auf daß wir die trösten können, welche in allerlei Trübsal sind, durch den Trost, mit dem wir selbst von Gott getröstet werden.
5660#2. Korinther,1,5#5. Denn gleichwie die Leiden Christi sich reichlich über uns ergießen, so fließt auch durch Christus reichlich unser Trost.
5661#2. Korinther,1,6#6. Haben wir Trübsal, so geschieht es zu eurem Trost und Heil; werden wir getröstet, so geschieht es zu eurem Trost, der sich kräftig erweist in standhafter Erduldung derselben Leiden, welche auch wir leiden,
5662#2. Korinther,1,7#und unsre Hoffnung für euch ist fest; 7. denn wir wissen, daß, gleichwie ihr der Leiden teilhaftig seid, so auch des Trostes.
5663#2. Korinther,1,8#8. Denn wir wollen euch, Brüder, nicht in Unkenntnis lassen über die Trübsal, die uns in Asien widerfahren ist, daß wir übermäßig schwer zu tragen hatten, über Vermögen, so daß wir selbst am Leben verzweifelten;
5664#2. Korinther,1,9#9. ja wir hatten bei uns selbst schon das Todesurteil über uns gefällt, damit wir nicht auf uns selbst vertrauten, sondern auf den Gott, der die Toten auferweckt.
5665#2. Korinther,1,10#10. Er hat uns denn auch von solchem Tod errettet und rettet uns noch, und wir hoffen auf ihn, daß er uns auch ferner erretten wird,
5666#2. Korinther,1,11#11. vorausgesetzt, daß auch ihr uns behilflich seid durch eure Fürbitte, damit für die von vielen Personen für uns erbetene Gnadengabe auch von vielen gedankt werde für uns.
5667#2. Korinther,1,12#12. Denn unser Ruhm ist der: das Zeugnis unsres Gewissens, daß wir in Einfalt-1- und göttlicher Lauterkeit, nicht in fleischlicher Weisheit, sondern in göttlicher Gnade gewandelt sind in der Welt, allermeist aber bei euch. -1) aL: in Heiligkeit.++
5668#2. Korinther,1,13#13. Denn wir schreiben euch nichts anderes, als was ihr leset oder auch erkennet; ich hoffe aber, daß ihr uns bis ans Ende so erkennen werdet,
5669#2. Korinther,1,14#wie ihr uns zum Teil schon kennen gelernt habt, 14. nämlich daß wir euch zum Ruhm gereichen, gleichwie auch ihr uns, am Tage unsres Herrn Jesus.
5670#2. Korinther,1,15#15. In dieser Zuversicht beabsichtigte ich, zuerst zu euch zu kommen, damit ihr eine doppelte Gunst empfinget;
5671#2. Korinther,1,16#16. und über eure Stadt wollte ich dann nach Mazedonien ziehen und von Mazedonien wieder zu euch kommen, um von euch nach Judäa geleitet zu werden.
5672#2. Korinther,1,17#17. Habe ich nun mit Leichtfertigkeit gehandelt, als ich diesen Reiseplan entwarf? Oder mache ich überhaupt meine Pläne nach dem Fleisch, so daß bei mir das Ja Ja auch Nein Nein wäre?
5673#2. Korinther,1,18#18. Gott aber ist treu-1-, daß unser Wort an euch nicht Ja und Nein ist! -1) d.h. Bürge dafür.++
5674#2. Korinther,1,19#19. Denn der Sohn Gottes, Jesus Christus, der unter euch durch uns gepredigt worden ist, durch mich und Silvanus und Timotheus, der war nicht Ja und Nein, sondern in ihm ist das Ja geworden;
5675#2. Korinther,1,20#20. denn soviele Gottesverheißungen es gibt, in ihm ist das Ja, und deshalb durch ihn auch das Amen, Gott zum Lobe durch uns!
5676#2. Korinther,1,21#21. Der Gott aber, der uns samt euch für Christus befestigt und uns gesalbt hat,
5677#2. Korinther,1,22#22. der hat uns auch versiegelt und in unsre Herzen das Pfand des Geistes gegeben.
5678#2. Korinther,1,23#23. Ich berufe mich aber auf Gott als Zeugen für meine Seele, daß ich, um euch zu schonen, noch nicht nach Korinth gekommen bin.
5679#2. Korinther,1,24#24. Denn wir wollen nicht Herren sein über euren Glauben, sondern Gehilfen eurer Freude; denn ihr stehet im Glauben.
5680#2. Korinther,2,1#1. Ich habe mir aber vorgenommen, nicht wieder in Traurigkeit zu euch zu kommen.
5681#2. Korinther,2,2#2. Denn wenn ich euch betrübe, wer erfreut mich denn, wenn nicht der, welcher von mir betrübt wird?
5682#2. Korinther,2,3#3. Darum habe ich auch solches brieflich erledigt, damit ich nicht, wenn ich komme, von denen Betrübnis habe, über die ich mich freuen sollte; da ich doch zu euch allen das Vertrauen habe, daß meine Freude euer aller Freude ist.
5683#2. Korinther,2,4#4. Denn ich habe euch aus viel Trübsal und Herzeleid heraus geschrieben, unter vielen Tränen, nicht damit ihr betrübt werdet, sondern damit ihr die Liebe erkennet, die ich in besonderer Weise zu euch habe.
5684#2. Korinther,2,5#5. Hat aber jemand Traurigkeit verursacht, so hat er nicht mich betrübt, sondern zum Teil - damit ich nicht zu viel sage - euch alle.
5685#2. Korinther,2,6#6. Für den Betreffenden sei die Bestrafung genug, die ihm von der Mehrheit widerfahren ist,
5686#2. Korinther,2,7#7. so daß ihr nun im Gegenteil besser tut, ihm Vergebung und Trost zu spenden, damit ein solcher nicht in übermäßiger Traurigkeit versinke.
5687#2. Korinther,2,8#8. Darum ermahne ich euch, Liebe gegen ihn walten zu lassen.
5688#2. Korinther,2,9#9. Denn zu dem Zweck habe ich euch geschrieben, um eure Zuverlässigkeit zu erproben, ob ihr zu allem willig seid.
5689#2. Korinther,2,10#10. Wem ihr aber etwas vergebet, dem vergebe ich auch; denn wenn ich etwas vergebe, so vergebe ich es um euretwillen, im Blick auf Christus,
5690#2. Korinther,2,11#11. damit wir nicht vom Satan übervorteilt werden; denn seine Anschläge sind uns nicht unbekannt.
5691#2. Korinther,2,12#12. Als ich aber nach Troas kam für das Evangelium Christi und mir eine Tür offenstand im Herrn,
5692#2. Korinther,2,13#hatte ich gleichwohl keine Ruhe in meinem Geist, weil ich meinen Bruder Titus nicht fand; 13. sondern ich nahm Abschied von ihnen und reiste nach Mazedonien.
5693#2. Korinther,2,14#14. GOTT aber sei Dank, der uns allezeit in Christus triumphieren läßt und den Geruch seiner Erkenntnis durch uns an jedem Orte offenbart!
5694#2. Korinther,2,15#15. Denn wir sind für Gott ein Wohlgeruch Christi unter denen, die gerettet werden, und unter denen, die verloren gehen;
5695#2. Korinther,2,16#16. diesen ein Geruch des Todes zum Tode, jenen aber ein Geruch des Lebens zum Leben. Und wer ist hierzu tüchtig?
5696#2. Korinther,2,17#17. Denn wir sind nicht wie so viele, die das Wort Gottes verfälschen, sondern als aus Lauterkeit, als aus Gott, vor Gott, in Christus reden wir.
5697#2. Korinther,3,1#1. Fangen wir wieder an, uns selbst zu empfehlen? Oder bedürfen wir etwa, wie gewisse Leute, der Empfehlungsbriefe an euch oder von euch?
5698#2. Korinther,3,2#2. Unser Brief seid ihr selbst, in unser Herz geschrieben, erkannt und gelesen von jedermann.
5699#2. Korinther,3,3#3. Es ist offenbar, daß ihr ein Brief Christi seid, durch unsern Dienst geworden, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geiste des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln des Herzens.
5700#2. Korinther,3,4#4. Solche Zuversicht haben wir durch Christus zu Gott;
5701#2. Korinther,3,5#5. denn wir sind nicht aus uns selber tüchtig, so daß wir uns etwas anrechnen dürften, als käme es aus uns selbst, sondern unsere Tüchtigkeit kommt von Gott,
5702#2. Korinther,3,6#6. der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes; denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.
5703#2. Korinther,3,7#7. Wenn aber der Dienst des Todes durch in Stein gegrabene Buchstaben von solcher Herrlichkeit war, daß die Kinder Israel nicht in das Angesicht Moses zu schauen vermochten wegen der Herrlichkeit seines Antlitzes, die doch vergänglich war,
5704#2. Korinther,3,8#8. wie sollte denn nicht der Dienst des Geistes von weit größerer Herrlichkeit sein?
5705#2. Korinther,3,9#9. Denn wenn der Dienst der Verdammnis Herrlichkeit hatte, wieviel mehr wird der Dienst der Gerechtigkeit von Herrlichkeit überfließen!
5706#2. Korinther,3,10#10. Ja jenes, das herrlich war, ist überhaupt nicht herrlich im Vergleich zu diesem, das eine so überschwengliche Herrlichkeit hat.
5707#2. Korinther,3,11#11. Denn wenn das, was aufhören sollte, mit Herrlichkeit kam, wieviel mehr wird das, was bleibt, in Herrlichkeit bestehen!
5708#2. Korinther,3,12#12. Da wir nun solche Hoffnung haben, so gebrauchen wir große Freimütigkeit
5709#2. Korinther,3,13#13. und tun nicht wie Mose, der eine Decke auf sein Angesicht legte, damit die Kinder Israel nicht auf das Ende dessen, was aufhören sollte, schauen möchten.
5710#2. Korinther,3,14#14. Aber ihre Sinne wurden verhärtet; denn bis zum heutigen Tage bleibt dieselbe Decke beim Lesen des Alten Testamentes, so daß sie nicht entdecken, daß es in Christus aufhört;
5711#2. Korinther,3,15#15. sondern bis zum heutigen Tage, so oft Mose gelesen wird, liegt die Decke auf ihrem Herzen.
5712#2. Korinther,3,16#16. Sobald es sich aber zum Herrn bekehrt, wird die Decke weggenommen.
5713#2. Korinther,3,17#17. Denn der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.
5714#2. Korinther,3,18#18. Wir alle aber spiegeln mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wider und werden umgewandelt in dasselbe Bild, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich von des Herrn Geist.
5715#2. Korinther,4,1#1. Darum, weil wir diesen Dienst haben, gemäß der uns widerfahrenen Barmherzigkeit, so lassen wir uns nicht entmutigen,
5716#2. Korinther,4,2#2. sondern haben abgesagt der Verheimlichung aus Scham und gehen nicht mit Ränken um, fälschen auch nicht Gottes Wort; sondern durch Offenbarung der Wahrheit empfehlen wir uns jedem menschlichen Gewissen vor Gott.
5717#2. Korinther,4,3#3. Ist aber unser Evangelium verhüllt, so ist es bei denen verhüllt, die verloren gehen;
5718#2. Korinther,4,4#4. in welchen der Gott dieser Welt die Sinne der Ungläubigen verblendet hat, daß ihnen nicht aufleuchte das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi, welcher Gottes Ebenbild ist.
5719#2. Korinther,4,5#5. Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesus Christus, daß er der Herr sei, wir aber eure Knechte um Jesu willen.
5720#2. Korinther,4,6#6. Denn der Gott, welcher aus der Finsternis Licht hervorleuchten hieß, der hat es auch in unsern Herzen licht werden lassen zur Erleuchtung mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi.
5721#2. Korinther,4,7#7. Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, auf daß die überschwengliche Kraft von Gott sei und nicht von uns.
5722#2. Korinther,4,8#8. Wir werden allenthalben bedrängt, aber nicht erdrückt; wir kommen in Verlegenheit, aber nicht in Verzweiflung;
5723#2. Korinther,4,9#9. wir werden verfolgt, aber nicht verlassen; wir werden niedergeworfen, aber wir kommen nicht um;
5724#2. Korinther,4,10#10. wir tragen allezeit das Sterben Jesu am Leibe herum, damit auch das Leben Jesu an unsrem Leibe offenbar werde.
5725#2. Korinther,4,11#11. Denn immerdar werden wir, die wir leben, dem Tode preisgegeben um Jesu willen, damit auch das Leben Jesu offenbar werde an unsrem sterblichen Fleische.
5726#2. Korinther,4,12#12. So ist also der Tod wirksam in uns, das Leben aber in euch.
5727#2. Korinther,4,13#13. Weil wir aber denselben Geist des Glaubens haben, gemäß dem, was geschrieben steht: «Ich habe geglaubt, darum habe ich geredet», so glauben auch wir, darum reden wir auch,
5728#2. Korinther,4,14#14. da wir wissen, daß der, welcher den Herrn Jesus von den Toten auferweckt hat, auch uns mit Jesus auferwecken und samt euch darstellen wird.
5729#2. Korinther,4,15#15. Denn es geschieht alles um euretwillen, damit die zunehmende Gnade durch die Vielen den Dank überfließen lasse zur Ehre Gottes.
5730#2. Korinther,4,16#16. Darum werden wir nicht entmutigt; sondern wenn auch unser äußerer Mensch zugrunde geht, so wird doch der innere Tag für Tag erneuert.
5731#2. Korinther,4,17#17. Denn unsere Trübsal, die zeitlich und leicht ist, verschafft uns eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit,
5732#2. Korinther,4,18#18. uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare; denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.
5733#2. Korinther,5,1#1. Denn wir wissen, daß, wenn unsere irdische Zeltwohnung abgebrochen wird, wir einen Bau von Gott haben, ein Haus, nicht mit Händen gemacht, das ewig ist, im Himmel.
5734#2. Korinther,5,2#2. Denn in diesem (Zelt) seufzen wir vor Sehnsucht darnach, mit unsrer Behausung, die vom Himmel ist, überkleidet zu werden, -
5735#2. Korinther,5,3#3. sofern wir bekleidet und nicht nackt erfunden werden.
5736#2. Korinther,5,4#4. Denn wir, die wir in der Leibeshütte sind, seufzen und sind beschwert, weil wir lieber nicht entkleidet, sondern überkleidet werden möchten, damit das Sterbliche verschlungen werde vom Leben.
5737#2. Korinther,5,5#5. Der uns aber hierzu bereitet hat, ist Gott, der uns das Unterpfand des Geistes gegeben hat.
5738#2. Korinther,5,6#6. Darum sind wir allezeit getrost und wissen, daß, solange wir im Leibe wohnen, wir nicht daheim sind bei dem Herrn.
5739#2. Korinther,5,7#7. Denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen.
5740#2. Korinther,5,8#8. Wir sind aber guten Mutes und wünschen vielmehr, aus dem Leibe auszuwandern und heimzukehren zu dem Herrn.
5741#2. Korinther,5,9#9. Darum setzen wir auch unsere Ehre darein, wir seien daheim oder wallen, daß wir ihm wohlgefallen.
5742#2. Korinther,5,10#10. Denn wir alle müssen vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden, damit ein jeglicher empfange, was er vermittels des Leibes gewirkt hat, es sei gut oder böse.
5743#2. Korinther,5,11#11. In diesem Bewußtsein nun, daß der Herr zu fürchten sei, suchen wir die Menschen zu überzeugen, Gott aber sind wir offenbar; ich hoffe aber auch in eurem Gewissen offenbar zu sein.
5744#2. Korinther,5,12#12. Wir empfehlen uns nicht abermals selbst, sondern wir geben euch Gelegenheit, von uns zu rühmen, damit ihr es denen entgegenhalten könnt, die sich des Äußern rühmen, aber nicht des Herzens.
5745#2. Korinther,5,13#13. Denn waren wir je von Sinnen, so waren wir es für Gott; sind wir bei Sinnen, so sind wir es für euch.
5746#2. Korinther,5,14#14. Denn die Liebe Christi hält uns zusammen-1-, die wir dafür halten, daß, wenn einer für alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben; -1) o: drängt uns.++
5747#2. Korinther,5,15#15. und er ist darum für alle gestorben, damit die, welche leben, nicht mehr sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferstanden ist.
5748#2. Korinther,5,16#16. So kennen wir denn von nun an niemand mehr nach dem Fleisch; und wenn wir auch Christus nach dem Fleisch gekannt haben, so kennen wir ihn doch nicht mehr so.
5749#2. Korinther,5,17#17. Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!-1- -1) aL: ein Neues ist geworden!++
5750#2. Korinther,5,18#18. Das alles aber von Gott, der uns durch Christus mit sich selbst versöhnt und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat;
5751#2. Korinther,5,19#19. weil nämlich Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, indem er ihnen ihre Sünden nicht zurechnete und das Wort der Versöhnung in uns legte.
5752#2. Korinther,5,20#20. So sind wir nun Botschafter an Christi Statt, und zwar so, daß Gott selbst durch uns ermahnt; so bitten wir nun an Christi Statt: Lasset euch versöhnen mit Gott!
5753#2. Korinther,5,21#21. Denn er hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir in ihm Gerechtigkeit Gottes würden.
5754#2. Korinther,6,1#1. DA wir denn Mitarbeiter sind, so ermahnen wir euch auch, die Gnade Gottes nicht vergeblich zu empfangen!
5755#2. Korinther,6,2#2. Denn er spricht: «Ich habe dich zur angenehmen Zeit erhört und dir am Tage des Heils geholfen.» Seht, jetzt ist die angenehme Zeit, jetzt ist der Tag des Heils!
5756#2. Korinther,6,3#3. Wir geben niemandem irgend einen Anstoß, damit der Dienst nicht verlästert werde;
5757#2. Korinther,6,4#4. sondern in allem erweisen wir uns als Diener Gottes: in großer Geduld-1-, in Trübsalen, in Nöten, in Ängsten, -1) Standhaftigkeit.++
5758#2. Korinther,6,5#5. unter Schlägen, in Gefängnissen, in Aufruhr, in Mühen, im Wachen, im Fasten;
5759#2. Korinther,6,6#6. in Keuschheit, in Erkenntnis, in Langmut, in Freundlichkeit, im heiligen Geist, in ungeheuchelter Liebe;
5760#2. Korinther,6,7#7. im Worte der Wahrheit, in der Kraft Gottes, durch die Waffen der Gerechtigkeit in der Rechten und Linken;
5761#2. Korinther,6,8#8. unter Ehre und Schande, bei böser und guter Nachrede; als Verführer und doch wahrhaftig,
5762#2. Korinther,6,9#9. als Unbekannte und doch erkannt, als Sterbende, und siehe, wir leben, als Gezüchtigte und doch nicht getötet;
5763#2. Korinther,6,10#10. als Betrübte, aber immer fröhlich, als Arme, die doch viele reich machen, als die nichts haben und doch alles besitzen.
5764#2. Korinther,6,11#11. Unser Mund hat sich gegen euch aufgetan, ihr Korinther, unser Herz ist weit geworden!
5765#2. Korinther,6,12#12. Ihr habt nicht engen Raum in uns; aber eng ist es in euren Herzen!
5766#2. Korinther,6,13#13. Vergeltet uns nun Gleiches - ich rede zu euch wie zu Kindern -, und laßt es auch in euch weit werden!
5767#2. Korinther,6,14#14. Ziehet nicht am gleichen Joch mit Ungläubigen! Denn was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis?
5768#2. Korinther,6,15#15. Wie stimmt Christus mit Belial überein? Oder was hat der Gläubige gemeinsam mit dem Ungläubigen?
5769#2. Korinther,6,16#16. Wie reimt sich der Tempel Gottes mit Götzenbildern zusammen? Ihr aber seid ein Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott spricht: «Ich will in ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.»
5770#2. Korinther,6,17#17. Darum «gehet aus von ihnen und sondert euch ab, spricht der Herr, und rühret kein Unreines an, so will ich euch aufnehmen»,
5771#2. Korinther,6,18#18. und «ich will euer Vater sein, und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein», spricht der allmächtige Herr.
5772#2. Korinther,7,1#1. Weil wir nun diese Verheißungen haben, Geliebte, so wollen wir uns reinigen von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes, zur Vollendung der Heiligung in Gottesfurcht.
5773#2. Korinther,7,2#2. Das müßt ihr uns zugeben: Wir haben niemandem Unrecht getan, niemand geschädigt, niemand übervorteilt.
5774#2. Korinther,7,3#3. Ich erwähne das nicht, um zu verdammen; denn ich habe vorhin gesagt, daß ihr in unsren Herzen seid, mitzusterben und mitzuleben.
5775#2. Korinther,7,4#4. Ich bin sehr freimütig euch gegenüber und rühme viel von euch. Ich bin mit Trost erfüllt, ich fließe über von Freude bei all unsrer Trübsal.
5776#2. Korinther,7,5#5. Denn als wir nach Mazedonien kamen, hatte unser Fleisch keine Ruhe, sondern wir wurden auf alle Art bedrängt, draußen Kämpfe, drinnen Furcht.
5777#2. Korinther,7,6#6. Aber Gott, der die Geringen tröstet, der tröstete uns durch die Ankunft des Titus;
5778#2. Korinther,7,7#7. und nicht bloß durch seine Ankunft, sondern auch durch den Trost, welchen er bei euch empfangen hatte. Als er uns von eurer Sehnsucht, eurer Klage, eurem Eifer für mich berichtete, da freute ich mich noch mehr.
5779#2. Korinther,7,8#8. Denn wenn ich euch auch durch den Brief traurig gemacht habe, so bereue ich es nicht; und wenn ich es bereut habe - denn ich sehe, daß euch jener Brief, wenn auch nur für eine Stunde, traurig gemacht hat -,
5780#2. Korinther,7,9#9. so freue ich mich jetzt nicht darüber, daß ihr betrübt, wohl aber, daß ihr zur Buße betrübt worden seid; denn Gott gemäß seid ihr betrübt worden, so daß ihr in keiner Weise von uns Schaden genommen habt.
5781#2. Korinther,7,10#10. Denn das Gott gemäße Trauern bewirkt eine Buße zum Heil, die man nie zu bereuen hat, das Trauern der Welt aber bewirkt den Tod.
5782#2. Korinther,7,11#11. Denn siehe, eben jenes Gott gemäße Trauern, welchen Fleiß hat es bei euch bewirkt, dazu Verantwortung, Entrüstung, Furcht, Verlangen, Eifer, Bestrafung! Ihr habt in jeder Hinsicht bewiesen, daß ihr rein seid in der Sache.
5783#2. Korinther,7,12#12. Wenn ich euch also geschrieben habe, so geschah es nicht wegen des Beleidigers, auch nicht wegen des Beleidigten, sondern damit euer Eifer offenbar würde, den ihr für uns vor Gott bewiesen habt.
5784#2. Korinther,7,13#13. Deswegen sind wir getröstet worden. Zu unsrem Trost hinzu freuten wir uns aber noch viel mehr über die Freude des Titus; denn sein Geist war von euch allen erquickt worden.
5785#2. Korinther,7,14#14. Denn wenn ich euch ihm gegenüber gerühmt hatte, bin ich damit nicht zuschanden geworden, sondern wie wir euch gegenüber stets die Wahrheit gesprochen haben, so ist auch unser Rühmen dem Titus gegenüber wahr geworden;
5786#2. Korinther,7,15#15. und er ist jetzt noch viel mehr für euch eingenommen, da er an euer aller Gehorsam gedenkt, wie ihr ihn mit Furcht und Zittern aufgenommen habt.
5787#2. Korinther,7,16#16. Ich bin froh, daß ich mich in allem auf euch verlassen kann.
5788#2. Korinther,8,1#1. WIR tun euch aber, ihr Brüder, die Gnade Gottes kund, welche den Gemeinden Mazedoniens gegeben worden ist.
5789#2. Korinther,8,2#2. Denn trotz vieler Trübsalsproben hat ihre überfließende Freude und ihre so tiefe Armut den Reichtum ihrer Gebefreudigkeit-1- zutage gefördert. -1) w: Schlichtheit.++
5790#2. Korinther,8,3#3. Denn nach Vermögen, ja ich bezeuge es, über ihr Vermögen waren sie bereitwillig
5791#2. Korinther,8,4#4. und baten uns mit vielem Zureden um die Gnade, an dem Dienste für die Heiligen teilnehmen zu dürfen,
5792#2. Korinther,8,5#5. und nicht nur, wie wir es erhofften, sondern sich selbst gaben sie hin, zuerst dem Herrn und dann uns, durch den Willen Gottes,
5793#2. Korinther,8,6#6. so daß wir Titus zusprachen, dieses Liebeswerk, wie er es angefangen hatte, nun auch bei euch zu Ende zu führen.
5794#2. Korinther,8,7#7. Aber wie ihr in allen Stücken reich seid, an Glauben, am Wort, an Erkenntnis und an allem Eifer und der Liebe, die ihr zu uns habt, so möge auch dieses Liebeswerk reichlich bei euch ausfallen!
5795#2. Korinther,8,8#8. Nicht als Gebot sage ich das, sondern um durch den Eifer anderer auch die Echtheit eurer Liebe zu erproben.
5796#2. Korinther,8,9#9. Denn ihr kennet die Gnade unsres Herrn Jesus Christus, daß er, obwohl er reich war, um euretwillen arm wurde, damit ihr durch seine Armut reich würdet!
5797#2. Korinther,8,10#10. Und ich gebe meine Meinung hierüber ab: Es ist geziemend für euch, weil ihr nicht nur das Tun, sondern auch das Wollen seit vorigem Jahre angefangen habt,
5798#2. Korinther,8,11#11. daß ihr nun auch das Tun vollendet, damit der Geneigtheit des Willens auch das Vollenden entspreche, nach Maßgabe dessen, was ihr habt.
5799#2. Korinther,8,12#12. Denn wo der gute Wille vorhanden ist, da ist einer angenehm nach dem, was er hat, nicht nach dem, was er nicht hat.
5800#2. Korinther,8,13#13. Dieses sage ich aber nicht, damit andere Erleichterung haben, ihr aber Bedrängnis; sondern nach dem Grundsatz der Gleichheit soll
5801#2. Korinther,8,14#in der jetzigen Zeit euer Überfluß dem Mangel jener abhelfen, 14. auf daß auch ihr Überfluß eurem Mangel abhelfe, damit ein Ausgleich stattfinde,
5802#2. Korinther,8,15#15. wie geschrieben steht: «Wer viel sammelte, hatte nicht Überfluß, und wer wenig sammelte, hatte nicht Mangel.»
5803#2. Korinther,8,16#16. Gott aber sei Dank, der denselben Eifer für euch dem Titus ins Herz gegeben hat.
5804#2. Korinther,8,17#17. Denn er nahm nicht nur den Zuspruch an, sondern reiste, weil er so großen Eifer hatte, freiwillig zu euch ab.
5805#2. Korinther,8,18#18. Wir sandten aber den Bruder mit ihm, dessen Lob wegen des Evangeliums bei allen Gemeinden (bekannt geworden) ist.
5806#2. Korinther,8,19#19. Und nicht nur das, sondern er ist auch von den Gemeinden zu unserm Reisegefährten erwählt worden für dieses Liebeswerk, das von uns zur Ehre des Herrn selbst und zum Beweise unsres guten Willens besorgt wird,
5807#2. Korinther,8,20#20. indem wir das verhüten wollen, daß uns jemand dieser reichen Steuer halben, die durch uns besorgt wird, übel nachrede.
5808#2. Korinther,8,21#21. Denn wir sind auf das bedacht, was recht ist, nicht nur vor dem Herrn, sondern auch vor den Menschen.
5809#2. Korinther,8,22#22. Wir sandten aber mit ihnen unsern Bruder, den wir oft und in vielen Stücken als eifrig erfunden haben, der jetzt aber im großen Vertrauen zu euch noch viel eifriger ist.
5810#2. Korinther,8,23#23. Was Titus betrifft, so ist er mein Genosse und Mitarbeiter für euch; unsre Brüder aber sind Apostel der Gemeinden, eine Ehre Christi.
5811#2. Korinther,8,24#24. So liefert nun den Beweis eurer Liebe und unsres Rühmens von euch ihnen gegenüber öffentlich vor den Gemeinden!
5812#2. Korinther,9,1#1. Denn von der Dienstleistung für die Heiligen euch zu schreiben, halte ich für überflüssig;
5813#2. Korinther,9,2#2. denn ich kenne ja eure Willigkeit, welche ich den Mazedoniern gegenüber von euch rühme, daß Achaja-1- seit vorigem Jahre bereit gewesen sei; und euer Eifer hat viele angespornt. -1) Griechenland.++
5814#2. Korinther,9,3#3. Ich habe aber die Brüder gesandt, damit unser Rühmen von euch in diesem Stücke nicht falsch befunden werde, damit ihr, wie ich gesagt hatte, bereit seiet;
5815#2. Korinther,9,4#4. daß nicht etwa, wenn die Mazedonier mit mir kämen, wir <um nicht zu sagen: ihr> mit solch zuversichtlichem Rühmen zuschanden würden.
5816#2. Korinther,9,5#5. Darum habe ich es für nötig gehalten, die Brüder zu ermahnen, vorauszureisen zu euch, um diesen zum voraus angekündigten Segen zuzurüsten, damit er bereit sei, so daß es ein Segen sei und nicht wie ein Geiz.
5817#2. Korinther,9,6#6. Das aber bedenket: Wer kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer im Segen sät, der wird auch im Segen ernten.
5818#2. Korinther,9,7#7. Ein jeder, wie er es sich im Herzen vorgenommen hat; nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb!
5819#2. Korinther,9,8#8. Gott aber ist mächtig, euch jede Gnade im Überfluß zu spenden, so daß ihr in allem allezeit alle Genüge habet und überreich seiet zu jedem guten Werk,
5820#2. Korinther,9,9#9. wie geschrieben steht: «Er hat ausgestreut, er hat den Armen gegeben; seine Gerechtigkeit bleibt in Ewigkeit.»
5821#2. Korinther,9,10#10. Er aber, der dem Sämann Samen darreicht und Brot zur Speise, der wird (auch) euch die Saat darreichen und mehren und die Früchte eurer Gerechtigkeit wachsen lassen,
5822#2. Korinther,9,11#11. damit ihr an allem reich werdet zu aller Gebefreudigkeit, welche durch uns Dank gegen Gott bewirkt.
5823#2. Korinther,9,12#12. Denn der Dienst dieser Hilfeleistung füllt nicht nur den Mangel der Heiligen aus, sondern überfließt auch durch den Dank vieler gegen Gott,
5824#2. Korinther,9,13#13. indem sie durch die Probe dieses Dienstes zum Preise Gottes veranlaßt werden für den Gehorsam eures Bekenntnisses zum Evangelium Christi und für die Schlichtheit der Beisteuer für sie und für alle;
5825#2. Korinther,9,14#14. und in ihrem Flehen für euch werden sie eine herzliche Zuneigung zu euch haben wegen der überschwenglichen Gnade Gottes bei euch.
5826#2. Korinther,9,15#15. Gott aber sei Dank für seine unaussprechliche Gabe!
5827#2. Korinther,10,1#1. ICH selbst aber, Paulus, ermahne euch bei der Sanftmut und Freundlichkeit Christi, der ich unter Augen zwar demütig bin bei euch, abwesend aber mutig gegen euch:
5828#2. Korinther,10,2#2. ich bitte euch, daß ich nicht bei meiner Anwesenheit mutig sein müsse in der Zuversicht, mit der ich es gegen etliche zu wagen gedenke, die von uns glauben, als wandelten wir nach Fleisches Art.
5829#2. Korinther,10,3#3. Denn ob wir schon im Fleische wandeln, so streiten wir doch nicht nach Art des Fleisches;
5830#2. Korinther,10,4#4. denn die Waffen unsrer Ritterschaft sind nicht fleischlich, sondern mächtig durch Gott zur Zerstörung von Festungen, so daß wir Vernunftschlüsse-1- zerstören -1) o: Berechnungen, Trugschlüsse.++
5831#2. Korinther,10,5#5. und jede Höhe, die sich wider die Erkenntnis Gottes erhebt, und jeden Gedanken gefangennehmen zum Gehorsam gegen Christus,
5832#2. Korinther,10,6#6. auch bereit sind, jeden Ungehorsam zu rächen, wenn erst euer Gehorsam vollständig geworden ist.
5833#2. Korinther,10,7#7. Sehet ihr auf das, was vor Augen liegt? Traut jemand sich selbst zu, daß er Christus angehöre, so möge er wiederum bei sich bedenken, daß, gleichwie er Christus angehört, so auch wir.
5834#2. Korinther,10,8#8. Denn wenn ich mich auch noch etwas mehr rühmen wollte wegen unsrer Gewalt, die der Herr uns zu eurer Erbauung und nicht zu eurer Zerstörung gegeben hat, so würde ich nicht zuschanden werden,
5835#2. Korinther,10,9#9. damit es nicht scheine, als wollte ich euch durch die Briefe in Furcht setzen.
5836#2. Korinther,10,10#10. Denn die Briefe, sagt einer, sind nachdrücklich und stark, aber die leibliche Gegenwart ist schwach und die Rede verächtlich.
5837#2. Korinther,10,11#11. Der Betreffende soll aber bedenken, daß, wie wir als Abwesende mit dem Wort in Briefen sind, wir ebenso, wenn anwesend, auch mit der Tat sein werden.
5838#2. Korinther,10,12#12. Denn wir unterstehen uns nicht, uns selbst denen beizuzählen oder gleichzusetzen, die sich selbst empfehlen; sie aber, indem sie sich an sich selbst messen und sich mit sich selbst vergleichen, sind unverständig.
5839#2. Korinther,10,13#13. Wir aber wollen uns nicht ins Maßlose rühmen, sondern nach dem Maß der Regel-1-, welche uns Gott zugemessen hat, daß wir auch bis zu euch gelangt sind. -1) d.h. der gesteckten Grenze, des Arbeitsgebietes.++
5840#2. Korinther,10,14#14. Denn wir strecken uns nicht zu weit aus, als wären wir nicht bis zu euch gekommen, denn wir sind ja auch mit dem Evangelium Christi bis zu euch gedrungen.
5841#2. Korinther,10,15#15. Wir rühmen uns auch nicht ins Maßlose auf Grund der Arbeiten anderer, haben aber die Hoffnung, wenn euer Glaube wächst, bei euch noch viel mehr Raum zu gewinnen, unserer Regel gemäß,
5842#2. Korinther,10,16#16. um das Evangelium auch in den Ländern zu predigen, die über euch hinaus liegen, und uns nicht nach fremder Regel dort Ruhm zu holen, wo die Arbeit schon getan ist.
5843#2. Korinther,10,17#17. Wer sich aber rühmen will, der rühme sich des Herrn!
5844#2. Korinther,10,18#18. Denn nicht der ist bewährt, der sich selbst empfiehlt, sondern der, den der Herr empfiehlt.
5845#2. Korinther,11,1#1. Möchtet ihr mir doch ein wenig Torheit zugute halten! Doch ihr haltet sie mir schon zugute!
5846#2. Korinther,11,2#2. Denn ich eifere um euch mit göttlichem Eifer; denn ich habe euch einem Manne verlobt, um euch als eine reine Jungfrau Christus zuzuführen.
5847#2. Korinther,11,3#3. Ich fürchte aber, es könnten, wie die Schlange mit ihrer List Eva verführte, so auch eure Sinne verdorben und von der Einfalt gegen Christus abgelenkt werden.
5848#2. Korinther,11,4#4. Denn wenn der, welcher zu euch kommt, einen andern Jesus predigt, den wir nicht gepredigt haben, oder wenn ihr einen andern Geist empfanget, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so ertraget ihr es wohl.
5849#2. Korinther,11,5#5. Denn ich denke jenen «bedeutenden Aposteln» in nichts nachzustehen.
5850#2. Korinther,11,6#6. Bin ich aber auch der Rede unkundig, so doch nicht der Erkenntnis; sondern wir haben sie stets in allem bewiesen euch gegenüber!
5851#2. Korinther,11,7#7. Oder habe ich Sünde getan, indem ich mich selbst erniedrigte, damit ihr erhöht würdet, daß ich euch unentgeltlich das Evangelium Gottes verkündigt habe?
5852#2. Korinther,11,8#8. Andere Gemeinden habe ich beraubt und von ihnen Sold genommen, um euch zu dienen;
5853#2. Korinther,11,9#und als ich bei euch war und Mangel litt, bin ich niemand beschwerlich gefallen; 9. denn meinem Mangel halfen die Brüder ab, die aus Mazedonien kamen; und in allem habe ich mich gehütet, euch zur Last zu fallen, und werde mich ferner hüten.
5854#2. Korinther,11,10#10. So gewiß die Wahrheit Christi in mir ist, soll dieser Ruhm mir nicht verwehrt werden in den Gegenden von Achaja.
5855#2. Korinther,11,11#11. Warum das? Weil ich euch nicht lieb habe? Gott weiß es.
5856#2. Korinther,11,12#12. Was ich aber tue, das werde ich ferner tun, um denen die Gelegenheit abzuschneiden, welche Gelegenheit suchen, um in dem, dessen sie sich rühmen, so erfunden zu werden wie wir.
5857#2. Korinther,11,13#13. Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die sich in Apostel Christi verkleiden.
5858#2. Korinther,11,14#14. Und das ist kein Wunder, denn der Satan selbst verkleidet sich in einen Engel des Lichts.
5859#2. Korinther,11,15#15. Es ist also nichts Besonderes, wenn auch seine Diener sich verkleiden als Diener der Gerechtigkeit; aber ihr Ende wird ihren Werken gemäß sein.
5860#2. Korinther,11,16#16. Ich sage abermals, niemand halte mich für töricht; wollt ihr aber doch, nun, so nehmet an, ich sei töricht, damit auch ich mich ein wenig rühmen möge.
5861#2. Korinther,11,17#17. Was ich jetzt rede, das rede ich nicht dem Herrn gemäß, sondern als ein Tor in dieser Zuversicht des Rühmens.
5862#2. Korinther,11,18#18. Da viele sich nach dem Fleische rühmen, will auch ich mich rühmen.
5863#2. Korinther,11,19#19. Ihr ertraget ja gerne die Törichten, da ihr klug seid.
5864#2. Korinther,11,20#20. Ihr ertraget es ja, wenn jemand euch knechtet, wenn jemand euch aufzehrt, wenn jemand von euch nimmt, wenn jemand sich überhebt, wenn jemand euch ins Gesicht schlägt.
5865#2. Korinther,11,21#21. Zur Schande sage ich das, daß wir so schwach gewesen sind. Worauf aber jemand pocht <ich rede in Torheit>, darauf poche ich auch.
5866#2. Korinther,11,22#22. Sie sind Hebräer? Ich bin es auch. Sie sind Israeliten? Ich auch. Sie sind Abrahams Same? Ich auch.
5867#2. Korinther,11,23#23. Sie sind Diener Christi? Ich rede unsinnig: Ich bin's noch mehr; ich habe weit mehr Mühsal, über die Maßen viele Streiche ausgestanden, war weit mehr in Gefängnissen, öfters in Todesgefahren.
5868#2. Korinther,11,24#24. Von den Juden habe ich fünfmal vierzig Streiche weniger einen empfangen;
5869#2. Korinther,11,25#25. dreimal bin ich mit Ruten geschlagen, einmal gesteinigt worden; dreimal habe ich Schiffbruch erlitten; einen Tag und eine Nacht habe ich in der Tiefe zugebracht.
5870#2. Korinther,11,26#26. Ich bin oftmals auf Reisen gewesen, in Gefahren auf Flüssen, in Gefahren durch Mörder, in Gefahren vom eigenen Volke, in Gefahren von Heiden, in Gefahren in der Stadt, in Gefahren in der Wüste, in Gefahren auf dem Meere, in Gefahren unter falschen Brüdern;
5871#2. Korinther,11,27#27. in Arbeit und Mühe, oftmals in Nachtwachen, in Hunger und Durst; oftmals in Fasten, in Kälte und Blöße;
5872#2. Korinther,11,28#28. zu alledem der tägliche Zulauf zu mir, die Sorge für alle Gemeinden.
5873#2. Korinther,11,29#29. Wer ist schwach, und ich bin nicht auch schwach? Wer nimmt Anstoß, und ich entbrenne nicht?
5874#2. Korinther,11,30#30. Wenn ich mich rühmen soll, so will ich mich meiner Schwachheit rühmen.
5875#2. Korinther,11,31#31. Der Gott und Vater des Herrn Jesus, der gelobt ist in Ewigkeit, weiß, daß ich nicht lüge.
5876#2. Korinther,11,32#32. In Damaskus bewachte der Landpfleger des Königs Aretas die Stadt der Damaszener, um mich zu verhaften;
5877#2. Korinther,11,33#33. und ich wurde durch ein Fenster in einem Korb über die Mauer hinabgelassen und entrann seinen Händen.
5878#2. Korinther,12,1#1. Es ist mir freilich das Rühmen nichts nütze; doch will ich auf die Erscheinungen und Offenbarungen des Herrn zu sprechen kommen.
5879#2. Korinther,12,2#2. Ich weiß von einem Menschen in Christus, der vor vierzehn Jahren <ob im Leibe, weiß ich nicht, oder ob außerhalb des Leibes, weiß ich nicht; Gott weiß es> bis in den dritten Himmel entrückt wurde.
5880#2. Korinther,12,3#3. Und ich weiß von dem betreffenden Menschen <ob im Leibe, oder außerhalb des Leibes, weiß ich nicht; Gott weiß es>,
5881#2. Korinther,12,4#4. daß er in das Paradies entrückt wurde und unaussprechliche Worte hörte, welche keinem Menschen zu sagen vergönnt ist.
5882#2. Korinther,12,5#5. Wegen eines solchen will ich mich rühmen, meiner selbst wegen aber will ich mich nicht rühmen, als nur meiner Schwachheiten.
5883#2. Korinther,12,6#6. Wenn ich mich zwar rühmen wollte, würde ich darum nicht töricht sein, denn ich würde die Wahrheit sagen. Ich enthalte mich aber dessen, damit niemand mehr von mir halte, als was er an mir sieht oder von mir hört.
5884#2. Korinther,12,7#7. Und damit ich mich der außerordentlichen Offenbarungen nicht überhebe, wurde mir ein Pfahl fürs Fleisch gegeben, ein Engel Satans, daß er mich mit Fäusten schlage, damit ich mich nicht überhebe.
5885#2. Korinther,12,8#8. Seinetwegen habe ich dreimal den Herrn gebeten, daß er von mir ablassen möchte.
5886#2. Korinther,12,9#9. Und er hat zu mir gesagt: Laß dir an meiner Gnade genügen-1-, denn meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen! Darum will ich mich am liebsten vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft Christi bei mir wohne. -1) w: Meine Gnade genügt dir.++
5887#2. Korinther,12,10#10. Darum habe ich Wohlgefallen an Schwachheiten, an Mißhandlungen, an Nöten, an Verfolgungen, an Ängsten um Christi willen; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.
5888#2. Korinther,12,11#11. Ich bin töricht geworden; ihr habt mich dazu gezwungen. Denn ich sollte von euch gelobt werden, da ich den «bedeutenden Aposteln» um nichts nachstehe, wenn ich auch nichts bin.
5889#2. Korinther,12,12#12. Die Zeichen eines Apostels sind unter euch gewirkt worden in aller Geduld-1-, in Zeichen, Wundern und Kräften. -1) wie 2.Kor. 6,4.++
5890#2. Korinther,12,13#13. Denn was ist es, worin ihr den übrigen Gemeinden nachgesetzt wurdet, außer daß ich selbst euch nicht zur Last gefallen bin? Vergebet mir dieses Unrecht!
5891#2. Korinther,12,14#14. Siehe, zum drittenmal bin ich nun bereit, zu euch zu kommen, und werde euch nicht zur Last fallen; denn ich suche nicht das Eurige, sondern euch. Es sollen ja nicht die Kinder den Eltern Schätze sammeln, sondern die Eltern den Kindern.
5892#2. Korinther,12,15#15. Ich aber will sehr gerne Opfer bringen und geopfert werden für eure Seelen, sollte ich auch, je mehr ich euch liebe, desto weniger geliebt werden!
5893#2. Korinther,12,16#16. Doch zugegeben, daß ich euch nicht belästigt habe; weil ich aber schlau bin, habe ich euch mit List gefangen.
5894#2. Korinther,12,17#17. Habe ich euch etwa durch jemand von denen, die ich zu euch sandte, übervorteilt?
5895#2. Korinther,12,18#18. Ich habe den Titus gebeten und mit ihm den Bruder gesandt; hat etwa Titus euch übervorteilt? Sind wir nicht in demselben Geiste gewandelt? Nicht in denselben Fußstapfen?
5896#2. Korinther,12,19#19. Meinet ihr wiederum, wir verantworten uns vor euch? Vor Gott, in Christus, reden wir. Das alles aber, Geliebte, zu eurer Erbauung.
5897#2. Korinther,12,20#20. Denn ich fürchte, ich möchte euch, wenn ich komme, nicht so finden, wie ich wünsche, und auch ihr möchtet mich so finden, wie ihr nicht wünschet; es möchten Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Verleumdungen, Ohrenbläsereien, Aufgeblasenheit, Unruhen unter euch sein;
5898#2. Korinther,12,21#21. daß abermals, wenn ich komme, mein Gott mich demütige bei euch und ich trauern müsse über viele, die zuvor schon gesündigt und nicht Buße getan haben wegen der Unreinigkeit und Unzucht und Ausschweifung, die sie begangen.
5899#2. Korinther,13,1#1. DIES ist das drittemal, daß ich zu euch komme. Durch zweier und dreier Zeugen Mund soll jede Aussage festgestellt werden!
5900#2. Korinther,13,2#2. Ich habe es zum voraus gesagt und sage es zum voraus, wie bei meiner zweiten Anwesenheit, so auch jetzt in meiner Abwesenheit, denen, die zuvor gesündigt haben und den übrigen allen, daß, wenn ich abermals komme, ich nicht schonen werde;
5901#2. Korinther,13,3#3. weil ihr ja eine Probe verlangt, daß Christus durch mich redet, welcher nicht schwach ist gegen euch, sondern mächtig unter euch.
5902#2. Korinther,13,4#4. Denn ob er auch aus Schwachheit gekreuzigt wurde, so lebt er doch aus der Kraft Gottes; so sind auch wir zwar schwach in ihm, doch werden wir mit ihm leben aus der Kraft Gottes für euch.
5903#2. Korinther,13,5#5. Prüfet euch selbst, ob ihr im Glauben seid; stellet euch selbst auf die Probe! Oder erkennet ihr euch selbst nicht, daß Jesus Christus in euch ist? Es müßte denn sein, daß ihr nicht echt wäret!
5904#2. Korinther,13,6#6. Ich hoffe aber, ihr werdet erkennen, daß wir nicht unecht sind.
5905#2. Korinther,13,7#7. Ich bete aber zu Gott, daß ihr nichts Böses tut; nicht damit wir bewährt erscheinen, sondern damit ihr das Gute tut, wir aber wie Unechte seien.
5906#2. Korinther,13,8#8. Denn wir vermögen nichts wider die Wahrheit, sondern (nur) für die Wahrheit.
5907#2. Korinther,13,9#9. Denn wir freuen uns, wenn wir schwach sind, ihr aber stark seid; das aber wünschen wir auch, euer Zurechtkommen.
5908#2. Korinther,13,10#10. Darum schreibe ich dieses abwesend, damit ich anwesend nicht Strenge gebrauchen müsse nach der Vollmacht, die mir der Herr gegeben hat zum Erbauen und nicht zum Zerstören.
5909#2. Korinther,13,11#11. Übrigens, ihr Brüder, freuet euch, lasset euch zurechtbringen, lasset euch ermahnen, sinnet auf dasselbe, haltet Frieden, so wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein!
5910#2. Korinther,13,12#12. Grüßet einander mit dem heiligen Kuß! Es grüßen euch die Heiligen alle.
5911#2. Korinther,13,13#13. Die Gnade des Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit euch allen!
5912#Galater,1,1#1. PAULUS, Apostel-1-, nicht von Menschen, auch nicht durch einen Menschen, sondern durch Jesus Christus und Gott, den Vater, der ihn auferweckt hat von den Toten; -1) bed: Gesandter.++
5913#Galater,1,2#2. und alle Brüder, die mit mir sind, an die Gemeinden in Galatien:
5914#Galater,1,3#3. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, dem Vater und unsrem Herrn Jesus Christus,
5915#Galater,1,4#4. der sich selbst für unsere Sünden gegeben hat, damit er uns herausrette aus dem gegenwärtigen argen Weltlauf, nach dem Willen Gottes und unsres Vaters,
5916#Galater,1,5#5. welchem die Ehre gebührt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
5917#Galater,1,6#6. MICH wundert, daß ihr so schnell übergehet von dem, der euch durch Christi Gnade berufen hat, zu einem anderen Evangelium,
5918#Galater,1,7#so es doch kein anderes gibt; 7. nur sind etliche da, die euch verwirren und das Evangelium Christi verdrehen wollen.
5919#Galater,1,8#8. Aber wenn auch wir oder ein Engel vom Himmel euch etwas anderes als Evangelium predigen würde außer dem, was wir euch verkündigt haben, der sei verflucht!
5920#Galater,1,9#9. Wie wir zuvor gesagt haben, so sage ich auch jetzt wiederum: Wenn jemand euch etwas anderes als Evangelium predigt außer dem, das ihr empfangen habt, der sei verflucht!
5921#Galater,1,10#10. Rede ich denn jetzt Menschen oder Gott zuliebe? Oder suche ich Menschen zu gefallen? Wenn ich noch Menschen gefiele, so wäre ich nicht Christi Knecht.
5922#Galater,1,11#11. ICH tue euch aber kund, Brüder, daß das von mir gepredigte Evangelium nicht von Menschen stammt;
5923#Galater,1,12#12. ich habe es auch nicht von einem Menschen empfangen noch gelernt, sondern durch eine Offenbarung Jesu Christi.
5924#Galater,1,13#13. Denn ihr habt von meinem ehemaligen Wandel im Judentum gehört, daß ich die Gemeinde Gottes über die Maßen verfolgte und sie zerstörte
5925#Galater,1,14#14. und im Judentum viele meiner Altersgenossen in meinem Volk übertraf durch übermäßigen Eifer für die Überlieferungen meiner Väter.
5926#Galater,1,15#15. Als es aber Gott, der mich von meiner Mutter Leib an ausgesondert und durch seine Gnade berufen hat, wohlgefiel,
5927#Galater,1,16#16. seinen Sohn in mir zu offenbaren, damit ich ihn durch das Evangelium unter den Heiden verkündige, ging ich alsbald nicht mit Fleisch und Blut zu Rate,
5928#Galater,1,17#17. zog auch nicht nach Jerusalem hinauf zu denen, die vor mir Apostel waren, sondern ging weg nach Arabien und kehrte wieder nach Damaskus zurück.
5929#Galater,1,18#18. Darauf, nach drei Jahren, zog ich nach Jerusalem hinauf, um Petrus kennen zu lernen, und blieb fünfzehn Tage bei ihm.
5930#Galater,1,19#19. Ich sah aber keinen der andern Apostel, außer Jakobus, den Bruder des Herrn.
5931#Galater,1,20#20. Was ich euch aber schreibe, siehe, vor Gottes Angesicht: ich lüge nicht!
5932#Galater,1,21#21. Darauf kam ich in die Gegenden von Syrien und Cilicien.
5933#Galater,1,22#22. Ich war aber den Gemeinden von Judäa, die in Christus sind, von Angesicht unbekannt.
5934#Galater,1,23#23. Sie hatten nur gehört: der, welcher uns einst verfolgte, predigt jetzt als Evangelium den Glauben, welchen er einst zerstörte!
5935#Galater,1,24#24. Und sie priesen Gott meinethalben.
5936#Galater,2,1#1. Darauf, nach vierzehn Jahren, zog ich wiederum nach Jerusalem hinauf mit Barnabas und nahm auch Titus mit.
5937#Galater,2,2#2. Ich zog aber hinauf infolge einer Offenbarung und legte ihnen, insbesondere den Angesehenen, das Evangelium vor, das ich unter den Heiden verkündige, damit ich nicht etwa vergeblich liefe oder gelaufen wäre.
5938#Galater,2,3#3. Es wurde aber nicht einmal mein Begleiter, Titus, obschon er ein Grieche ist, gezwungen, sich beschneiden zu lassen.
5939#Galater,2,4#4. Was aber die eingeschlichenen falschen Brüder betrifft, die sich eingedrängt hatten, um unsere Freiheit auszukundschaften, die wir in Christus Jesus haben, damit sie uns unterjochen könnten, -
5940#Galater,2,5#5. denen gaben wir auch nicht eine Stunde nach, daß wir uns ihnen unterworfen hätten, damit die Wahrheit des Evangeliums bei euch bestehen bliebe.
5941#Galater,2,6#6. Von denen aber, die etwas gelten - was sie früher waren, ist mir gleich; Gott achtet das Ansehen der Person nicht -, mir haben diese Angesehenen nichts weiter auferlegt;
5942#Galater,2,7#7. sondern im Gegenteil, als sie sahen, daß ich mit dem Evangelium an die Unbeschnittenen betraut bin, gleichwie Petrus mit dem an die Beschneidung -
5943#Galater,2,8#8. denn der, welcher in Petrus kräftig wirkte zum Apostelamt unter der Beschneidung, der wirkte auch in mir kräftig für die Heiden -,
5944#Galater,2,9#9. und als sie die Gnade erkannten, die mir gegeben ist, reichten Jakobus und Kephas und Johannes, die für Säulen gelten, mir und Barnabas die Hand der Gemeinschaft, damit wir unter den Heiden, sie aber unter der Beschneidung wirkten;
5945#Galater,2,10#10. nur sollten wir der Armen gedenken, was ich mich auch beflissen habe zu tun.
5946#Galater,2,11#11. Als aber Petrus nach Antiochia kam, widerstand ich ihm ins Angesicht, denn er war angeklagt-1-. -1) d.h. im Unrecht.++
5947#Galater,2,12#12. Bevor nämlich etliche von Jakobus kamen, aß er mit den Heiden; als sie aber kamen, zog er sich zurück und sonderte sich ab, weil er die aus der Beschneidung fürchtete.
5948#Galater,2,13#13. Und es heuchelten mit ihm auch die übrigen Juden, so daß selbst Barnabas von ihrer Heuchelei mitfortgerissen wurde.
5949#Galater,2,14#14. Als ich aber sah, daß sie nicht richtig wandelten nach der Wahrheit des Evangeliums, sprach ich zu Petrus vor allen: Wenn du, der du ein Jude bist, heidnisch lebst und nicht jüdisch, was zwingst du die Heiden, jüdisch zu leben?
5950#Galater,2,15#15. Wir sind von Natur Juden und nicht Sünder aus den Heiden;
5951#Galater,2,16#16. da wir aber erkannt haben, daß der Mensch nicht aus Gesetzeswerken gerechtfertigt wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus, so sind auch wir an Christus Jesus gläubig geworden, damit wir aus dem Glauben an Christus gerechtfertigt würden, und nicht aus Gesetzeswerken, weil aus Gesetzeswerken kein Fleisch gerechtfertigt wird.
5952#Galater,2,17#17. Wenn wir aber, die wir in Christus gerechtfertigt zu werden suchen, auch selbst als Sünder erfunden würden, wäre demnach Christus ein Sündendiener? Das sei ferne!
5953#Galater,2,18#18. Denn wenn ich das, was ich niedergerissen habe, wieder aufbaue, so stelle ich mich selbst als Übertreter hin.
5954#Galater,2,19#19. Nun bin ich aber durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, um Gott zu leben, ich bin mit Christus gekreuzigt.
5955#Galater,2,20#20. Und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir; was ich aber jetzt im Fleische lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.
5956#Galater,2,21#21. Ich setze die Gnade Gottes nicht beiseite; denn wenn durch das Gesetz Gerechtigkeit (kommt), so ist Christus vergeblich gestorben.
5957#Galater,3,1#1. O IHR unverständigen Galater, wer hat euch bezaubert, der Wahrheit nicht zu gehorchen, euch, denen Jesus Christus als unter euch gekreuzigt vor die Augen gemalt worden war?
5958#Galater,3,2#2. Das allein will ich von euch lernen: Habt ihr den Geist durch Gesetzeswerke empfangen oder durch die Predigt vom Glauben?
5959#Galater,3,3#3. Seid ihr so unverständig? Im Geiste habt ihr angefangen und wollt nun im Fleisch vollenden?
5960#Galater,3,4#4. So viel habt ihr umsonst erlitten? Wenn es wirklich umsonst ist!
5961#Galater,3,5#5. Der euch nun den Geist darreicht und Kräfte in euch wirken läßt, (tut er es) durch Gesetzeswerke oder durch die Predigt vom Glauben?
5962#Galater,3,6#6. Gleichwie «Abraham Gott geglaubt hat und es ihm zur Gerechtigkeit gerechnet wurde»,
5963#Galater,3,7#7. so erkennet auch, daß die aus dem Glauben (Gerechten) Abrahams Kinder sind.
5964#Galater,3,8#8. Da es nun die Schrift voraussah, daß Gott die Heiden aus Glauben rechtfertigen würde, hat sie dem Abraham zum voraus das Evangelium verkündigt: «In dir sollen alle Völker gesegnet werden.» -
5965#Galater,3,9#9. So werden nun die, welche aus dem Glauben sind, gesegnet mit dem gläubigen Abraham.
5966#Galater,3,10#10. Denn alle, die aus Gesetzeswerken sind-1-, die sind unter dem Fluch; denn es steht geschrieben: «Verflucht ist jeder, der nicht bleibt in allem, was im Buche des Gesetzes geschrieben steht, es zu tun.» -1) d.h. von Gesetzeswerken ausgehen.++
5967#Galater,3,11#11. Daß aber im Gesetz niemand vor Gott gerechtfertigt wird, ist offenbar; denn «der Gerechte wird aus Glauben leben.»
5968#Galater,3,12#12. Das Gesetz aber lautet nicht: «Aus Glauben», sondern: «wer es tut, wird dadurch leben».
5969#Galater,3,13#13. Christus hat uns losgekauft von dem Fluche des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns wurde; denn es steht geschrieben: «Verflucht ist jeder, der am Holze hängt»,
5970#Galater,3,14#14. damit der Segen Abrahams zu den Heiden käme in Christus Jesus, auf daß wir durch den Glauben den Geist empfingen, der verheißen worden war.
5971#Galater,3,15#15. Brüder, ich rede nach Menschenweise: Sogar eines Menschen Testament, wenn es bestätigt ist, hebt niemand auf oder verordnet etwas dazu.
5972#Galater,3,16#16. Nun aber sind die Verheißungen dem Abraham und seinem Samen zugesprochen worden. Es heißt nicht: «und den Samen», als von vielen, sondern als von einem: «und deinem Samen», welcher ist Christus.
5973#Galater,3,17#17. Das aber sage ich: Ein von Gott auf Christus hin zuvor bestätigtes Testament wird durch das 430 Jahre hernach entstandene Gesetz nicht ungültig gemacht, so daß die Verheißung aufgehoben würde.
5974#Galater,3,18#18. Denn käme das Erbe durchs Gesetz, so käme es nicht mehr durch Verheißung; dem Abraham aber hat es Gott durch Verheißung geschenkt.
5975#Galater,3,19#19. Wozu nun das Gesetz? Der Übertretungen wegen wurde es hinzugefügt, bis der Same käme, dem die Verheißung gilt, und es ist durch Engel übermittelt worden in die Hand eines Mittlers.
5976#Galater,3,20#20. Ein Mittler aber ist nicht nur (Mittler) von einem; Gott aber ist einer.
5977#Galater,3,21#21. Ist nun das Gesetz wider die Verheißungen Gottes? Das sei ferne! Denn wenn ein Gesetz gegeben wäre, das Leben schaffen könnte, so käme die Gerechtigkeit wirklich aus dem Gesetz.
5978#Galater,3,22#22. Aber die Schrift hat alles unter die Sünde zusammengeschlossen, damit die Verheißung durch den Glauben an Jesus Christus denen gegeben würde, die da glauben.
5979#Galater,3,23#23. Bevor aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Gesetz verwahrt und verschlossen auf den Glauben hin, der geoffenbart werden sollte.
5980#Galater,3,24#24. So ist also das Gesetz unser Zuchtmeister geworden auf Christus hin, damit wir durch den Glauben gerechtfertigt würden.
5981#Galater,3,25#25. Nachdem aber der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Zuchtmeister;
5982#Galater,3,26#26. denn ihr alle seid Gottes Kinder durch den Glauben, in Christus Jesus;
5983#Galater,3,27#27. denn so viele von euch in Christus getauft sind, die haben Christus angezogen.
5984#Galater,3,28#28. Da ist weder Jude noch Grieche, da ist weder Knecht noch Freier, da ist weder Mann noch Weib; denn ihr seid alle einer in Christus Jesus.
5985#Galater,3,29#29. Gehört ihr aber Christus an, so seid ihr Abrahams Same und nach der Verheißung Erben.
5986#Galater,4,1#1. ICH sage aber: Solange der Erbe unmündig ist, besteht zwischen ihm und einem Knechte kein Unterschied obwohl er Herr aller Güter ist;
5987#Galater,4,2#2. sondern er steht unter Vormündern und Verwaltern bis zu der vom Vater festgesetzten Zeit.
5988#Galater,4,3#3. Ebenso waren auch wir, als wir noch unmündig waren, den Elementen der Welt-1- als Knechte unterworfen. -1) d.h. der weltlichen, vorchristlichen Lehren.++
5989#Galater,4,4#4. Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott Seinen Sohn, von einem Weibe geboren und unter das Gesetz getan,
5990#Galater,4,5#5. damit er die, welche unter dem Gesetz waren, loskaufte, auf daß wir das Sohnesrecht-1- empfingen. -1) w: die Annahme an Sohnesstatt. Wie Röm. 8,15.++
5991#Galater,4,6#6. Weil ihr denn Söhne seid, hat Gott den Geist Seines Sohnes in eure Herzen gesandt, der schreit: Abba, Vater!
5992#Galater,4,7#7. So bist du also nicht mehr Knecht, sondern Sohn; wenn aber Sohn, dann auch Erbe Gottes durch Christus.
5993#Galater,4,8#8. Damals aber, als ihr Gott nicht kanntet, dientet ihr denen, die von Natur nicht Götter sind.
5994#Galater,4,9#9. Nun aber, da ihr Gott erkannt habt, ja vielmehr von Gott erkannt seid, wie möget ihr euch wiederum den schwachen und armseligen Elementen-1- zuwenden, denen ihr von neuem dienen wollt? -1) s. V. 3.++
5995#Galater,4,10#10. Ihr beobachtet Tage und Monate und (heilige) Zeiten und Jahre.
5996#Galater,4,11#11. Ich fürchte für euch, daß ich am Ende vergeblich um euch gearbeitet habe.
5997#Galater,4,12#12. Werdet doch wie ich, denn ich bin wie ihr. Ich bitte euch, meine Brüder! Ihr habt mir nichts zuleide getan;
5998#Galater,4,13#13. ihr wisset aber, daß ich bei leiblicher Schwachheit euch zum erstenmal das Evangelium verkündigt habe.
5999#Galater,4,14#14. Und ihr habt die mir am Fleische widerfahrene Anfechtung nicht gering angeschlagen oder gar verabscheut, sondern wie einen Engel Gottes nahmet ihr mich auf, wie Christus Jesus.
6000#Galater,4,15#15. Was ist nun aus eurer Glückseligkeit geworden? Denn ich gebe euch das Zeugnis, daß ihr wenn möglich eure Augen ausgerissen und mir gegeben hättet.
6001#Galater,4,16#16. Bin ich also euer Feind geworden, weil ich euch die Wahrheit sage?
6002#Galater,4,17#17. Sie eifern um euch nicht in edler Weise, sondern wollen euch ausschließen-1-, damit ihr um sie eifert. -1) d.h. von uns trennen.++
6003#Galater,4,18#18. Eifern ist gut, wenn es für das Gute geschieht, und zwar allezeit, nicht nur in meiner Gegenwart bei euch.
6004#Galater,4,19#19. Meine Kindlein, um die ich abermals Geburtswehen leide, bis daß Christus in euch Gestalt gewinnt -
6005#Galater,4,20#20. wie gerne wollte ich jetzt bei euch sein und meine Stimme wandeln, denn ich weiß nicht, wo ich mit euch daran bin.
6006#Galater,4,21#21. Saget mir, die ihr unter dem Gesetz sein wollt: höret ihr das Gesetz nicht?
6007#Galater,4,22#22. Es steht doch geschrieben, daß Abraham zwei Söhne hatte, einen von der Sklavin, den andern von der Freien.
6008#Galater,4,23#23. Der von der Sklavin war nach dem Fleisch geboren, der von der Freien aber kraft der Verheißung.
6009#Galater,4,24#24. Das hat einen bildlichen Sinn: Es sind zwei Bündnisse; das eine von dem Berge Sinai, das zur Knechtschaft gebiert, das ist Hagar.
6010#Galater,4,25#25. Denn «Hagar» bedeutet in Arabien den Berg Sinai und entspricht dem jetzigen Jerusalem, weil dieses samt seinen Kindern in Knechtschaft ist.
6011#Galater,4,26#26. Das obere Jerusalem aber ist frei, und dieses ist unsere Mutter.
6012#Galater,4,27#27. Denn es steht geschrieben: «Freue dich, Unfruchtbare, die du nicht gebierst; brich in Jubel aus und schreie, die du nicht in Wehen liegst, denn die Vereinsamte hat mehr Kinder als die, welche den Mann hat.»
6013#Galater,4,28#28. Wir aber, Brüder, sind nach der Weise des Isaak Kinder der Verheißung.
6014#Galater,4,29#29. Doch gleichwie damals der nach dem Fleisch Geborene den nach dem Geist (Geborenen) verfolgte, so auch jetzt.
6015#Galater,4,30#30. Was sagt aber die Schrift: «Stoße aus die Sklavin und ihren Sohn! Denn der Sohn der Sklavin soll nicht erben mit dem Sohn der Freien.»
6016#Galater,4,31#31. So sind wir also, meine Brüder, nicht Kinder der Sklavin, sondern der Freien.
6017#Galater,5,1#1. Für die Freiheit hat uns Christus befreit; so stehet nun fest und lasset euch nicht wieder in ein Joch der Knechtschaft spannen!
6018#Galater,5,2#2. Siehe, ich Paulus, sage euch: Wenn ihr euch beschneiden lasset, wird euch Christus nichts nützen.
6019#Galater,5,3#3. Ich bezeuge abermals einem jeden, der sich beschneiden läßt, daß er schuldig ist, das ganze Gesetz zu halten.
6020#Galater,5,4#4. Ihr seid losgetrennt von Christus, die ihr durchs Gesetz gerecht werden wollt, ihr seid aus der Gnade gefallen.
6021#Galater,5,5#5. Wir aber erwarten im Geiste durch den Glauben die Hoffnung der Gerechtigkeit;
6022#Galater,5,6#6. denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch Unbeschnittensein etwas, sondern der Glaube, der durch Liebe wirksam ist.
6023#Galater,5,7#7. Ihr liefet fein, wer hat euch aufgehalten, daß ihr der Wahrheit nicht gehorchet?
6024#Galater,5,8#8. Die Überredung kommt nicht von dem, der euch berufen hat.
6025#Galater,5,9#9. Ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig.
6026#Galater,5,10#10. Ich traue euch aber zu in dem Herrn, daß ihr nicht anders gesinnt sein werdet. Wer euch aber verwirrt, der wird das Urteil tragen, wer er auch sei.
6027#Galater,5,11#11. Ich aber, meine Brüder, wenn ich noch die Beschneidung predigte, würde ich dann noch verfolgt? Dann hätte das Ärgernis des Kreuzes aufgehört!
6028#Galater,5,12#12. O, daß sie auch abgeschnitten würden, die euch verwirren!
6029#Galater,5,13#13. DENN ihr, meine Brüder, seid zur Freiheit berufen; nur machet die Freiheit nicht zu einem Vorwand für das Fleisch, sondern durch die Liebe dienet einander.
6030#Galater,5,14#14. Denn das ganze Gesetz wird in einem Worte erfüllt, in dem: «Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.»
6031#Galater,5,15#15. Wenn ihr einander aber beißet und fresset, so sehet zu, daß ihr nicht voneinander verzehrt werdet!
6032#Galater,5,16#16. Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lüste des Fleisches nicht vollbringen.
6033#Galater,5,17#17. Denn das Fleisch gelüstet wider den Geist und den Geist wider das Fleisch; diese widerstreben einander, so daß ihr nicht tut, was ihr wollt.
6034#Galater,5,18#18. Werdet ihr aber vom Geist geleitet, so seid ihr nicht unter dem Gesetz.
6035#Galater,5,19#19. Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinigkeit, Ausschweifung;
6036#Galater,5,20#20. Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Ehrgeiz, Zwietracht, Spaltungen,
6037#Galater,5,21#Neid, Mord; 21. Trunkenheit, Gelage und dergleichen, wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, daß die, welche solches tun, das Reich Gottes nicht ererben werden.
6038#Galater,5,22#22. Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit.
6039#Galater,5,23#23. Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz.
6040#Galater,5,24#24. Welche aber Christus angehören, die haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden.
6041#Galater,5,25#25. Wenn wir im Geiste leben, so lasset uns auch im Geiste wandeln.
6042#Galater,5,26#26. Laßt uns nicht nach eitlem Ruhme gierig sein, einander nicht herausfordern noch beneiden!
6043#Galater,6,1#1. BRÜDER, wenn auch ein Mensch von einem Fehltritt übereilt würde, so helfet ihr, die ihr geistlich seid, einem solchen im Geiste der Sanftmut wieder zurecht; und sieh dabei auf dich selbst, daß du nicht auch versucht werdest!
6044#Galater,6,2#2. Traget einer des andern Lasten, und so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen!
6045#Galater,6,3#3. Denn wenn jemand glaubt, etwas zu sein, da er doch nichts ist, so betrügt er sich selbst.
6046#Galater,6,4#4. Ein jeglicher aber prüfe sein eigenes Werk, und dann wird er für sich selbst den Ruhm haben und nicht für einen andern;
6047#Galater,6,5#5. denn ein jeglicher soll seine eigene Bürde tragen.
6048#Galater,6,6#6. Wer im Wort unterrichtet wird, der gebe dem, der ihn unterrichtet, Anteil an allen Gütern.
6049#Galater,6,7#7. Irret euch nicht; Gott läßt seiner nicht spotten! Denn was der Mensch sät, das wird er ernten.
6050#Galater,6,8#8. Denn wer auf sein Fleisch sät, wird vom Fleisch Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, wird vom Geist ewiges Leben ernten.
6051#Galater,6,9#9. Laßt uns aber im Gutestun nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht ermatten.
6052#Galater,6,10#10. So laßt uns nun, wo wir Gelegenheit haben, an jedermann Gutes tun, allermeist an den Glaubensgenossen.
6053#Galater,6,11#11. Sehet, wie weitläufig ich euch geschrieben habe mit eigener Hand!
6054#Galater,6,12#12. ALLE, die im Fleische wohlangesehen sein wollen, nötigen euch, daß ihr euch beschneiden lasset, nur damit sie nicht mit dem Kreuze-1- Christi verfolgt werden. -1) o: wegen des Kreuzes.++
6055#Galater,6,13#13. Denn nicht einmal sie, die beschnitten sind, halten das Gesetz, sondern sie verlangen, daß ihr euch beschneiden lasset, damit sie sich eures Fleisches rühmen können.
6056#Galater,6,14#14. Von mir aber sei es ferne, mich zu rühmen, denn allein des Kreuzes unsres Herrn Jesus Christus, durch welches mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.
6057#Galater,6,15#15. Denn in Christus Jesus gilt weder Beschnitten- noch Unbeschnittensein etwas, sondern eine neue Kreatur-1-. -1) eine Neuschöpfung.++
6058#Galater,6,16#16. Soviele nach dieser Regel wandeln, über die komme Frieden und Erbarmen, und über das Israel Gottes!
6059#Galater,6,17#17. Im übrigen mache mir niemand weitere Mühe; denn ich trage die Malzeichen Jesu an meinem Leibe.
6060#Galater,6,18#18. Die Gnade unsres Herrn Jesus Christus sei mit eurem Geist, ihr Brüder! Amen.
6061#Epheser,1,1#1. PAULUS, Apostel Jesu Christi durch den Willen Gottes, an die Heiligen, die in Ephesus sind, und Gläubigen in Christus Jesus.
6062#Epheser,1,2#2. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unsrem Vater und dem Herrn Jesus Christus!
6063#Epheser,1,3#3. GEPRIESEN sei der Gott und Vater unsres Herrn Jesus Christus, der uns mit jedem geistlichen Segen gesegnet hat in den himmlischen (Regionen) durch Christus;
6064#Epheser,1,4#4. wie er uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, damit wir heilig und tadellos wären vor ihm;
6065#Epheser,1,5#5. und aus Liebe hat er uns vorherbestimmt zur Kindschaft gegen ihn selbst, durch Jesus Christus, nach dem Wohlgefallen seines Willens,
6066#Epheser,1,6#6. zum Preise der Herrlichkeit seiner Gnade, mit welcher er uns begnadigt hat in dem Geliebten;
6067#Epheser,1,7#7. in ihm-1- haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden nach dem Reichtum seiner Gnade, -1) Christus.++
6068#Epheser,1,8#8. die er gegen uns überfließen ließ in aller Weisheit und Einsicht;
6069#Epheser,1,9#9. er tat uns das Geheimnis seines Willens kund, gemäß seinem wohlwollenden Ratschluß, den er gefaßt hat in ihm,
6070#Epheser,1,10#10. damit es ausgeführt würde in der Fülle der Zeiten: alles unter ein Haupt zu bringen in Christus, was im Himmel und was auf Erden ist, in ihm.
6071#Epheser,1,11#11. In ihm-1- haben auch wir Anteil-2- erlangt, die wir vorherbestimmt waren nach dem Vorsatz dessen, der alles wirkt nach dem Ratschluß seines Willens, -1) Christus.   2) Erbe.++
6072#Epheser,1,12#12. daß wir zum Lobe seiner Herrlichkeit dienten, die wir zuvor auf Christus gehofft hatten;
6073#Epheser,1,13#13. in ihm (seid) auch ihr, nachdem ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eurer Rettung gehört habt, - in ihm seid auch ihr, als ihr glaubtet, versiegelt worden mit dem heiligen Geiste der Verheißung,
6074#Epheser,1,14#14. welcher das Pfand-1- unsres Erbes ist bis zur Erlösung des Eigentums, zum Preise seiner Herrlichkeit. -1) Angeld.++
6075#Epheser,1,15#15. Darum lasse auch ich, nachdem ich von eurem Glauben an den Herrn Jesus und von der Liebe zu allen Heiligen gehört habe,
6076#Epheser,1,16#16. nicht ab, für euch zu danken und in meinen Gebeten euer zu gedenken,
6077#Epheser,1,17#17. daß der Gott unsres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch den Geist der Weisheit und Offenbarung gebe in der Erkenntnis seiner selbst,
6078#Epheser,1,18#18. erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr wißt, welches die Hoffnung seiner Berufung und welches der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen sei,
6079#Epheser,1,19#19. welches auch die überwältigende Größe seiner Macht sei an uns, die wir glauben, vermöge der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke,
6080#Epheser,1,20#20. welche er wirksam gemacht hat in Christus, als er ihn aus den Toten auferweckte und ihn zu seiner Rechten setzte in den himmlischen (Regionen),
6081#Epheser,1,21#21. hoch über jedes Fürstentum und (jede) Gewalt, Macht und Herrschaft und jeden Namen, der genannt wird nicht allein in diesem Zeitalter, sondern auch in dem zukünftigen -
6082#Epheser,1,22#22. und wobei er alles unter seine Füße tat und ihn zum Haupt über alles der Gemeinde gab,
6083#Epheser,1,22#welche sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt; -
6084#Epheser,2,1#1. AUCH euch, die ihr tot waret, durch eure Übertretungen und Sünden,
6085#Epheser,2,2#2. in welchen ihr einst wandeltet nach dem Lauf dieser Welt, nach dem Fürsten, der in der Luft herrscht, dem Geiste, der jetzt in den Kindern des Unglaubens wirkt,
6086#Epheser,2,3#3. unter welchen auch wir alle einst einhergingen in den Lüsten unsres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten; und wir waren Kinder des Zorns von Natur, gleichwie die andern.
6087#Epheser,2,4#4. Gott aber, der da reich ist an Erbarmen, hat durch seine große Liebe, womit er uns liebte,
6088#Epheser,2,5#5. auch uns, die wir tot waren durch die Sünden, samt Christus lebendig gemacht - aus Gnaden seid ihr gerettet -
6089#Epheser,2,6#6. und hat uns mitauferweckt und mitversetzt in die himmlischen (Regionen) in Christus Jesus,
6090#Epheser,2,7#7. auf daß er in den darauffolgenden Zeiten den überschwenglichen Reichtum seiner Gnade erzeigte durch Güte gegen uns in Christus Jesus.
6091#Epheser,2,8#8. Denn durch die Gnade seid ihr gerettet, vermittels des Glaubens, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es;
6092#Epheser,2,9#9. nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.
6093#Epheser,2,10#10. Denn wir sind sein Werk, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, welche Gott zuvor bereitet hat, daß wir darin wandeln sollen.
6094#Epheser,2,11#11. DARUM gedenket daran, daß ihr, die ihr einst Heiden im Fleische waret und Unbeschnittene genannt wurdet von der sogenannten Beschneidung, die am Fleisch mit der Hand geschieht, -
6095#Epheser,2,12#12. daß ihr zu jener Zeit außerhalb Christus waret, entfremdet von der Bürgerschaft Israels und fremd den Bündnissen der Verheißung und keine Hoffnung hattet und ohne Gott waret in der Welt.
6096#Epheser,2,13#13. Nun aber, in Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst ferne waret, nahe gebracht worden durch das Blut Christi.
6097#Epheser,2,14#14. Denn er ist unser Friede, der aus beiden eins gemacht und des Zaunes Scheidewand abgebrochen hat, 15. indem er in seinem Fleische die Feindschaft -
6098#Epheser,2,15#das Gesetz der Gebote in Satzungen - abtat, um so die zwei in ihm selbst zu einem neuen Menschen zu schaffen und Frieden zu stiften,
6099#Epheser,2,16#16. und um die beiden in einem Leibe durch das Kreuz mit Gott zu versöhnen, nachdem er durch dasselbe die Feindschaft getötet hatte.
6100#Epheser,2,17#17. Und er kam und verkündigte Frieden euch, den Fernen, und Frieden den Nahen;
6101#Epheser,2,18#18. denn durch ihn haben wir beide den Zutritt zum Vater in einem Geist.
6102#Epheser,2,19#19. So seid ihr nun nicht mehr Fremdlinge und Gäste, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen,
6103#Epheser,2,20#20. auferbaut auf die Grundlage der Apostel und Propheten, während Jesus Christus selber der Eckstein ist,
6104#Epheser,2,21#21. in welchem der ganze Bau, zusammengefügt, wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn,
6105#Epheser,2,22#22. in welchem auch ihr miterbaut werdet zu einer Behausung Gottes im Geist.
6106#Epheser,3,1#1. DESWEGEN (bin) ich, Paulus, der Gebundene Christi Jesu für euch, die Heiden -
6107#Epheser,3,2#2. wenn ihr nämlich von der Verwaltung-a- der Gnade Gottes gehört habt, die mir für euch gegeben worden ist, -a) vgl. Lk. 16,2-4.++
6108#Epheser,3,3#3. daß mir das Geheimnis durch Offenbarung kundgetan worden ist, wie ich zuvor in Kürze geschrieben habe,
6109#Epheser,3,4#4. woran ihr, wenn ihr's leset, meine Einsicht in das Geheimnis Christi erkennen könnet,
6110#Epheser,3,5#5. welches in frühern Geschlechtern den Menschenkindern nicht kundgetan wurde, wie es jetzt seinen heiligen Aposteln und Propheten im Geiste geoffenbart worden ist, -
6111#Epheser,3,6#6. daß nämlich die Heiden Miterben seien und Miteinverleibte und Mitgenossen seiner Verheißung in Christus Jesus durch das Evangelium,
6112#Epheser,3,7#7. dessen Diener ich geworden bin nach der Gabe der Gnade Gottes, die mir gegeben ist nach der Wirkung seiner Stärke.
6113#Epheser,3,8#8. Mir, dem allergeringsten unter allen Heiligen, ist diese Gnade gegeben worden, unter den Heiden den unausforschlichen Reichtum Christi zu verkündigen,
6114#Epheser,3,9#9. und alle zu erleuchten darüber, was die Haushaltung-1- des Geheimnisses sei, das von den Ewigkeiten her in dem Gott verborgen war, der alles erschaffen hat, -1) d.h. vom Verwalteramt; vgl. 1.Kor. 4,1.2.++
6115#Epheser,3,10#10. damit jetzt den Fürstentümern und Gewalten in den himmlischen (Regionen) durch die Gemeinde die mannigfaltige Weisheit Gottes kund würde,
6116#Epheser,3,11#11. nach dem Vorsatz der Ewigkeiten, den er gefaßt hat in Christus Jesus, unserm Herrn,
6117#Epheser,3,12#12. in welchem wir die Freimütigkeit und den Zugang haben in aller Zuversicht, durch den Glauben an ihn.
6118#Epheser,3,13#13. Darum bitte ich, nicht mutlos zu werden in meinen Trübsalen für euch, welche euch eine Ehre sind.
6119#Epheser,3,14#14. Deswegen beuge ich meine Knie vor dem Vater unsres Herrn Jesus Christus,
6120#Epheser,3,15#15. nach welchem jede Vaterschaft im Himmel und auf Erden genannt wird,
6121#Epheser,3,16#16. daß er euch nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit verleihe, an Kraft zuzunehmen durch seinen Geist am inwendigen Menschen,
6122#Epheser,3,17#17. daß Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne, damit ihr, in Liebe gewurzelt und gegründet,
6123#Epheser,3,18#18. mit allen Heiligen zu begreifen vermöget, welches die Breite, die Länge, die Höhe und die Tiefe sei,
6124#Epheser,3,19#19. und die Liebe Christi erkennet, die doch alle Erkenntnis übertrifft, auf daß ihr erfüllt werdet bis zur ganzen Fülle Gottes.
6125#Epheser,3,20#20. Dem aber, der weit mehr zu tun vermag, als wir bitten oder verstehen, nach der-1- Kraft, die in uns wirkt, -1) d.h. seiner.++
6126#Epheser,3,21#21. ihm sei die Ehre in der Gemeinde und in Christus Jesus, auf alle Geschlechter der Ewigkeit der Ewigkeiten! Amen.
6127#Epheser,4,1#1. SO ermahne ich euch nun, ich, der Gebundene im Herrn, daß ihr würdig wandelt der Berufung, zu welcher ihr berufen worden seid,
6128#Epheser,4,2#2. so daß ihr mit aller Demut und Sanftmut, mit Geduld einander in Liebe ertraget
6129#Epheser,4,3#3. und fleißig seid, die Einheit des Geistes zu bewahren in dem Bande des Friedens:
6130#Epheser,4,4#4. ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung;
6131#Epheser,4,5#5. ein Herr, ein Glaube, eine Taufe;
6132#Epheser,4,6#6. ein Gott und Vater aller, über allen, durch alle und in allen.
6133#Epheser,4,7#7. Jedem einzelnen von uns aber ist die Gnade gegeben nach dem Maß der Gabe Christi.
6134#Epheser,4,8#8. Darum heißt es: «Er ist aufgefahren zur Höhe, hat Gefangene gemacht und den Menschen Gaben gegeben.»
6135#Epheser,4,9#9. Das (Wort) aber «Er ist aufgefahren», was bedeutet es anderes, als daß er auch zuvor hinabgefahren ist in die untersten Örter der Erde?
6136#Epheser,4,10#10. Der hinabgefahren ist, ist derselbe, welcher auch hinaufgefahren ist über alle Himmel, damit er alles erfülle.
6137#Epheser,4,11#11. Und Er hat gegeben etliche zu Aposteln, etliche zu Propheten, etliche zu Evangelisten, etliche zu Hirten und Lehrern,
6138#Epheser,4,12#12. um die Heiligen zuzurüsten für das Werk des Dienstes, zur Erbauung des Leibes Christi,
6139#Epheser,4,13#13. bis daß wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen und zum vollkommenen Manne (werden), zum Maße der vollen Größe Christi;
6140#Epheser,4,14#14. damit wir nicht mehr Unmündige seien, umhergeworfen und herumgetrieben von jedem Wind der Lehre, durch die Spielerei der Menschen, durch die Schlauheit, mit der sie zum Irrtum verführen,
6141#Epheser,4,15#15. sondern (daß wir), wahrhaftig in der Liebe, heranwachsen in allen Stücken in ihm, der das Haupt ist, Christus,
6142#Epheser,4,16#16. von welchem aus der ganze Leib, zusammengefügt und verbunden durch alle Gelenke, die einander Handreichung tun nach dem Maße der Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Gliedes, das Wachstum des Leibes vollbringt, zur Auferbauung seiner selbst in Liebe.
6143#Epheser,4,17#17. DAS sage und bezeuge ich nun im Herrn, daß ihr nicht mehr wandeln sollt, wie die Heiden wandeln in der Eitelkeit ihres Sinnes,
6144#Epheser,4,18#18. deren Verstand verfinstert ist und die entfremdet sind dem Leben Gottes, wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Verhärtung ihres Herzens;
6145#Epheser,4,19#19. die, nachdem sie alles Gefühl verloren, sich der Ausschweifung ergeben haben, zur Ausübung jeder (Art von) Unreinigkeit mit unersättlicher Gier.
6146#Epheser,4,20#20. Ihr aber habt Christus nicht also (kennen) gelernt;
6147#Epheser,4,21#21. da ihr ja von ihm gehört habt und in ihm gelehrt worden seid - wie es auch Wahrheit ist in Jesus -,
6148#Epheser,4,22#22. daß ihr, was den frühern Wandel betrifft, den alten Menschen ablegen sollt, der sich wegen der betrügerischen Lüste verderbte,
6149#Epheser,4,23#23. dagegen euch im Geiste eures Gemüts erneuern lassen
6150#Epheser,4,24#24. und den neuen Menschen anziehen sollt, der nach Gott geschaffen ist in Gerechtigkeit und Heiligkeit der Wahrheit.
6151#Epheser,4,25#25. Darum leget die Lüge ab und redet die Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten, denn wir sind untereinander Glieder.
6152#Epheser,4,26#26. Zürnet ihr, so sündiget nicht; die Sonne gehe nicht unter über eurem Zorn!
6153#Epheser,4,27#27. Gebet auch nicht Raum dem Teufel-1-! -1) bed: Verleumder.++
6154#Epheser,4,28#28. Wer gestohlen hat, der stehle nicht mehr, sondern bemühe sich vielmehr mit seinen Händen etwas Gutes zu erarbeiten, damit er dem Dürftigen etwas zu geben habe.
6155#Epheser,4,29#29. Keine schlechte Rede gehe aus eurem Munde, sondern was gut ist zur notwendigen Erbauung, daß es den Hörern wohltue.
6156#Epheser,4,30#30. Und betrübet nicht den heiligen Geist Gottes, mit welchem ihr versiegelt worden seid auf den Tag der Erlösung.
6157#Epheser,4,31#31. Alle Bitterkeit und Grimm und Zorn und Geschrei und Lästerung sei ferne von euch samt aller Bosheit.
6158#Epheser,4,32#32. Seid aber gegeneinander freundlich, barmherzig, vergebet einander, gleichwie auch Gott in Christus euch vergeben hat.
6159#Epheser,5,1#1. Werdet nun Gottes Nachahmer als geliebte Kinder
6160#Epheser,5,2#2. und wandelt in der Liebe, gleichwie Christus uns geliebt und sich selbst für uns gegeben hat als Gabe und Opfer für Gott, zu einem angenehmen Geruch.
6161#Epheser,5,3#3. Unzucht aber und alle Unreinigkeit oder Habsucht werde nicht einmal bei euch genannt, wie es Heiligen geziemt;
6162#Epheser,5,4#4. auch nicht Schändlichkeit und albernes Geschwätz, noch zweideutige Redensarten, was sich nicht geziemt, sondern vielmehr Danksagung.
6163#Epheser,5,5#5. Denn das sollt ihr wissen, daß kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habsüchtiger <der ein Götzendiener ist>, Erbteil hat im Reiche Christi und Gottes.
6164#Epheser,5,6#6. Niemand verführe euch mit leeren Worten; denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Unglaubens.
6165#Epheser,5,7#7. So werdet nun nicht ihre Mitgenossen!
6166#Epheser,5,8#8. Denn ihr waret einst Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts!
6167#Epheser,5,9#9. Die Frucht des Lichtes besteht nämlich in aller Gütigkeit und Gerechtigkeit und Wahrheit.
6168#Epheser,5,10#10. Prüfet also, was dem Herrn wohlgefällig sei!
6169#Epheser,5,11#11. Und habt keine Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, decket sie vielmehr auf;
6170#Epheser,5,12#12. denn was heimlich von ihnen geschieht, ist schändlich auch nur zu sagen.
6171#Epheser,5,13#13. Das alles aber wird offenbar, wenn es vom Lichte aufgedeckt wird; denn alles, was offenbar wird, das ist Licht.
6172#Epheser,5,14#14. Darum spricht er: Wache auf, der du schläfst, und stehe auf von den Toten, so wird dir Christus leuchten!
6173#Epheser,5,15#15. Sehet nun zu, wie ihr vorsichtig wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise;
6174#Epheser,5,16#16. und kaufet die Zeit aus, denn die Tage sind böse.
6175#Epheser,5,17#17. Darum seid nicht unverständig, sondern suchet zu verstehen, was des Herrn Wille sei!
6176#Epheser,5,18#18. Und berauschet euch nicht mit Wein, was eine Liederlichkeit ist, sondern werdet voll Geistes, -
6177#Epheser,5,19#19. und redet miteinander in Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern und singet und spielet dem Herrn in eurem Herzen
6178#Epheser,5,20#20. und saget allezeit Gott, dem Vater, Dank für alles, in dem Namen unsres Herrn Jesus Christus,
6179#Epheser,5,21#21. und seid dabei einander untertan in der Furcht Christi.
6180#Epheser,5,22#22. DIE Frauen seien ihren eigenen Männern untertan, als dem Herrn;
6181#Epheser,5,23#23. denn der Mann ist des Weibes Haupt, wie auch Christus das Haupt der Gemeinde ist; er ist des Leibes Retter.
6182#Epheser,5,24#24. Wie nun die Gemeinde Christus untertan ist, so seien es auch die Frauen ihren eigenen Männern in allem.
6183#Epheser,5,25#25. Ihr Männer, liebet eure Frauen, gleichwie auch Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat,
6184#Epheser,5,26#26. auf daß er sie heilige, nachdem er sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort;
6185#Epheser,5,27#27. damit er sich selbst die Gemeinde herrlich darstelle, so daß sie weder Flecken noch Runzel noch etwas ähnliches habe, sondern heilig sei und tadellos.
6186#Epheser,5,28#28. Ebenso sind die Männer schuldig, ihre eigenen Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber; wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst.
6187#Epheser,5,29#29. Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehaßt, sondern er nährt und pflegt es, gleichwie der Herr die Gemeinde.
6188#Epheser,5,30#30. Denn wir sind Glieder seines Leibes, von seinem Fleisch und von seinem Gebein.
6189#Epheser,5,31#31. «Um deswillen wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, und werden die zwei ein Fleisch sein.»
6190#Epheser,5,32#32. Dieses Geheimnis ist groß, ich aber deute es auf Christus und auf die Gemeinde.
6191#Epheser,5,33#33. Doch auch ihr, einer wie der andere, liebe seine Frau wie sich selbst; die Frau aber fürchte den Mann!
6192#Epheser,6,1#1. Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem Herrn; denn das ist billig.
6193#Epheser,6,2#2. «Ehre deinen Vater und deine Mutter», das ist das erste Gebot mit Verheißung:
6194#Epheser,6,3#3. «auf daß es dir wohl gehe und du lange lebest auf Erden.»
6195#Epheser,6,4#4. Und ihr Väter, reizet eure Kinder nicht zum Zorn, sondern ziehet sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn.
6196#Epheser,6,5#5. Ihr Knechte, gehorchet euren leiblichen Herren mit Furcht und Zittern, in Einfalt eures Herzens, wie dem Herrn Christus;
6197#Epheser,6,6#6. nicht mit Augendienerei als Menschengefällige, sondern als Knechte Christi, die den Willen Gottes von Herzen tun;
6198#Epheser,6,7#7. dienet mit gutem Willen, als dem Herrn und nicht den Menschen,
6199#Epheser,6,8#8. da ihr wisset, daß ein jeder für das Gute, das er tut, vom Herrn belohnt wird, er sei ein Knecht oder ein Freier.
6200#Epheser,6,9#9. Und ihr Herren, erzeiget ihnen dasselbe und lasset das Drohen, da ihr wisset, daß auch ihr einen Herrn im Himmel habt und daß bei ihm kein Ansehen der Person gilt.
6201#Epheser,6,10#10. IM übrigen, meine Brüder, erstarket im Herrn und in der Macht seiner Stärke.
6202#Epheser,6,11#11. Ziehet die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr den Kunstgriffen des Teufels gegenüber standzuhalten vermöget;
6203#Epheser,6,12#12. denn unser Kampf richtet sich nicht wider Fleisch und Blut, sondern wider die Herrschaften, wider die Gewalten, wider die Weltbeherrscher dieser Finsternis, wider die geistlichen (Mächte) der Bosheit in den himmlischen (Regionen).
6204#Epheser,6,13#13. Deshalb ergreifet die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr am bösen Tage zu widerstehen vermöget und, nachdem ihr alles wohl ausgerichtet habt, das Feld behalten könnet.
6205#Epheser,6,14#14. So stehet nun, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit, und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit,
6206#Epheser,6,15#15. und die Füße gestiefelt mit Bereitwilligkeit, die frohe Botschaft des Friedens zu verkündigen.
6207#Epheser,6,16#16. Bei dem allen aber ergreifet den Schild des Glaubens, mit welchem ihr alle feurigen Pfeile des Bösewichts auslöschen könnet.
6208#Epheser,6,17#17. Und nehmet den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, nämlich das Wort Gottes.
6209#Epheser,6,18#18. Bei allem Gebet und Flehen aber betet jederzeit im Geist, und wachet-1- zu diesem Zwecke in allem Anhalten und Flehen für alle Heiligen, -1) eig: seid schlaflos.++
6210#Epheser,6,19#19. auch für mich, damit mir ein Wort gegeben werde, so oft ich meinen Mund auftue, freimütig das Geheimnis des Evangeliums kundzutun,
6211#Epheser,6,20#20. für welches ich ein Botschafter bin in Ketten, auf daß ich darin freimütig rede, wie ich reden soll.
6212#Epheser,6,21#21. DAMIT aber auch ihr wisset, wie es mir geht und was ich tue, wird euch Tychikus alles mitteilen, der geliebte Bruder und treue Diener im Herrn,
6213#Epheser,6,22#22. den ich eben darum zu euch gesandt habe, daß ihr erfahret, wie es um uns stehe, und daß er eure Herzen tröste.
6214#Epheser,6,23#23. Friede sei den Brüdern und Liebe mit Glauben von Gott, dem Vater und dem Herrn Jesus Christus.
6215#Epheser,6,24#24. Die Gnade sei mit allen, die unsren Herrn Jesus Christus lieb haben, unwandelbar!
6216#Philipper,1,1#1. PAULUS und Timotheus, Knechte Jesu Christi, an alle Heiligen in Christus Jesus, die in Philippi sind, samt den Aufsehern-1- und Dienern-2-: -1) Bischöfen, Vorstehern.   2) gr. Diakonen.++
6217#Philipper,1,2#2. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unsrem Vater und dem Herrn Jesus Christus!
6218#Philipper,1,3#3. ICH danke meinem Gott, so oft ich euer gedenke,
6219#Philipper,1,4#4. allezeit, in jedem Gebet für euch alle, indem ich das Gebet mit Freuden tue -
6220#Philipper,1,5#5. wegen eurer Gemeinschaft am Evangelium vom ersten Tage an bis jetzt,
6221#Philipper,1,6#6. und weil ich davon überzeugt bin, daß der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi.
6222#Philipper,1,7#7. Es ist ja nur billig, daß ich so von euch allen denke, weil ich euch im Herzen trage, sowohl in meinen Banden als auch bei der Verteidigung und Bekräftigung des Evangeliums, damit ihr alle mit mir der Gnade teilhaftig seid.
6223#Philipper,1,8#8. Denn Gott ist mein Zeuge, wie mich nach euch allen verlangt in der herzlichen Liebe Jesu Christi.
6224#Philipper,1,9#9. Und um das bitte ich, daß eure Liebe noch mehr und mehr reich werde an Erkenntnis und allem Empfindungsvermögen,
6225#Philipper,1,10#10. damit ihr zu prüfen vermöget, worauf es ankommt, so daß ihr lauter und unanstößig seid auf den Tag Jesu Christi,
6226#Philipper,1,11#11. erfüllt mit Frucht der Gerechtigkeit, die durch Jesus Christus (gewirkt wird) zur Ehre und zum Lobe Gottes.
6227#Philipper,1,12#12. ICH will aber, Brüder, daß ihr wisset, wie alles, was mir begegnet ist, nur mehr zur Förderung des Evangeliums ausgeschlagen hat -
6228#Philipper,1,13#13. so daß in der ganzen kaiserlichen Kaserne und bei den übrigen allen bekannt geworden ist, daß ich um Christi willen gebunden bin,
6229#Philipper,1,14#14. und daß die Mehrzahl der Brüder im Herrn, durch meine Bande ermutigt, es desto kühner wagen, das Wort Gottes zu reden ohne Furcht;
6230#Philipper,1,15#15. etliche predigen zwar Christus auch aus Neid und Streitsucht, andere aber aus guter Gesinnung:
6231#Philipper,1,16#16. diese aus Liebe, weil sie wissen, daß ich zur Verteidigung des Evangeliums bestimmt bin;
6232#Philipper,1,17#17. jene aber, die es aus Parteisucht tun, verkündigen Christus nicht lauter, da sie beabsichtigen, meinen Banden noch Trübsal hinzuzufügen.
6233#Philipper,1,18#18. Was tut es? Wenn nur auf alle Weise, sei es zum Vorwand oder in Wahrheit, Christus verkündigt wird, so freue ich mich darüber und will mich auch freuen!
6234#Philipper,1,19#19. Denn ich weiß, daß mir das zum Heil ausschlagen wird durch eure Fürbitte und die Handreichung des Geistes Jesu Christi,
6235#Philipper,1,20#20. nach meiner Erwartung und Hoffnung, daß ich in nichts zuschanden werde, sondern daß in aller Freimütigkeit, wie allezeit, so auch jetzt, Christus hochgepriesen werde an meinem Leibe, es sei durch Leben oder durch Tod.
6236#Philipper,1,21#21. Denn für mich ist-1- Christus das Leben, und das Sterben ist mein Gewinn. -1) bedeutet.++
6237#Philipper,1,22#22. Wenn aber das Leben im Fleische mir Gelegenheit gibt zu fruchtbarer Wirksamkeit, so weiß ich nicht, was ich wählen soll.
6238#Philipper,1,23#23. Denn ich werde von beidem bedrängt: Ich habe Lust, abzuscheiden und bei Christus zu sein, was auch viel besser wäre;
6239#Philipper,1,24#24. aber es ist nötiger, im Fleische zu bleiben um euretwillen.
6240#Philipper,1,25#25. Und weil ich davon überzeugt bin, so weiß ich, daß ich bleiben werde; und ich will (auch gerne) bei euch allen verbleiben zu eurer Förderung und Freude im Glauben,
6241#Philipper,1,26#26. damit ihr um soviel mehr zu rühmen habet in Christus Jesus meinethalben, wegen meiner erneuten Anwesenheit bei euch.
6242#Philipper,1,27#27. WANDELT nur würdig des Evangeliums Christi, damit, ob ich komme und euch sehe, oder abwesend bin, ich von euch höre, daß ihr feststehet in einem Geiste und einmütig miteinander kämpfet für den Glauben des Evangeliums
6243#Philipper,1,28#28. und euch in keiner Weise einschüchtern lasset von den Widersachern, was für sie eine Anzeige des Verderbens, für euch aber des Heils ist, und zwar von Gott.
6244#Philipper,1,29#29. Denn euch wurde in bezug auf Christus die Gnade verliehen, nicht nur an ihn zu glauben, sondern auch um seinetwillen zu leiden,
6245#Philipper,1,30#30. indem ihr denselben Kampf habt, den ihr an mir sahet und nun von mir höret.
6246#Philipper,2,1#1. Gibt es nun irgendwelche Ermahnung in Christus, gibt es Zuspruch der Liebe, gibt es Gemeinschaft des Geistes, gibt es Herzlichkeit und Erbarmen,
6247#Philipper,2,2#2. so machet meine Freude völlig, indem ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habet, einmütig und auf eines bedacht seid,
6248#Philipper,2,3#3. nichts tut aus Parteigeist oder eitler Ruhmsucht, sondern durch Demut einer den andern höher achtet als sich selbst,
6249#Philipper,2,4#4. indem jeder nicht nur das Seine ins Auge faßt, sondern auch das des andern.
6250#Philipper,2,5#5. Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie Jesus Christus auch war,
6251#Philipper,2,6#6. welcher, da er sich in Gottes Gestalt befand, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein;
6252#Philipper,2,7#7. sondern sich selbst entäußerte, die Gestalt eines Knechtes annahm und den Menschen ähnlich wurde, 8. und in seiner äußern Erscheinung wie ein Mensch erfunden,
6253#Philipper,2,8#sich selbst erniedrigte und gehorsam wurde bis zum Tod, ja bis zum Kreuzestod.
6254#Philipper,2,9#9. Darum hat ihn auch Gott über alle Maßen erhöht und ihm den Namen geschenkt, der über allen Namen ist,
6255#Philipper,2,10#10. damit in dem Namen Jesu sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind,
6256#Philipper,2,11#11. und alle Zungen bekennen, daß Jesus Christus der Herr sei, zur Ehre Gottes, des Vaters.
6257#Philipper,2,12#12. Darum, meine Geliebten, wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht allein in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch vielmehr in meiner Abwesenheit, vollendet eure Rettung mit Furcht und Zittern;
6258#Philipper,2,13#13. denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt, nach Seinem Wohlgefallen.
6259#Philipper,2,14#14. Tut alles ohne Murren und Bedenken,
6260#Philipper,2,15#15. damit ihr unsträflich seid und lauter, untadelige Gotteskinder, mitten unter einem verdrehten und verkehrten Geschlecht, unter welchem ihr scheinet als Lichter in der Welt,
6261#Philipper,2,16#16. indem ihr das Wort des Lebens darbietet-1-, mir zum Ruhm auf den Tag Christi, daß ich nicht vergeblich gelaufen bin, noch vergeblich gearbeitet habe. -1) aüs: festhaltet.++
6262#Philipper,2,17#17. Sollte ich aber auch wie ein Trankopfer ausgegossen werden über dem Opfer und dem Gottesdienst eures Glaubens, so bin ich doch froh und freue mich mit euch allen;
6263#Philipper,2,18#18. gleicherweise sollt auch ihr froh sein und euch mit mir freuen!
6264#Philipper,2,19#19. ICH hoffe aber in dem Herrn Jesus, Timotheus bald zu euch zu senden, damit ich ermutigt werde, wenn ich erfahre, wie es um euch steht.
6265#Philipper,2,20#20. Denn ich habe sonst niemand von gleicher Gesinnung, der so redlich für eure Anliegen sorgen wird;
6266#Philipper,2,21#21. denn sie suchen alle das Ihre, nicht das, was Christi Jesu ist!
6267#Philipper,2,22#22. Wie er sich aber bewährt hat, das wisset ihr, daß er nämlich, wie ein Kind dem Vater, mit mir Dienst getan hat für das Evangelium.
6268#Philipper,2,23#23. Diesen nun hoffe ich sofort zu senden, sobald ich absehen kann, wie es mit mir gehen wird.
6269#Philipper,2,24#24. Ich bin aber voll Zuversicht im Herrn, daß auch ich selbst bald kommen werde.
6270#Philipper,2,25#25. Doch habe ich es für notwendig erachtet, Epaphroditus, meinen Bruder und Mitarbeiter und Mitstreiter, der auch als euer Gesandter und Diener meiner Not mir zu Hilfe kam, zu euch zu senden;
6271#Philipper,2,26#26. denn er hatte Verlangen nach euch allen und war bekümmert, weil ihr gehört hattet, daß er krank gewesen sei.
6272#Philipper,2,27#27. Er war auch wirklich todkrank; aber Gott hat sich seiner erbarmt, und nicht nur über ihn, sondern auch über mich, damit ich nicht eine Traurigkeit um die andere hätte.
6273#Philipper,2,28#28. Desto schleuniger habe ich ihn nun gesandt, damit ihr durch seinen Anblick wieder froh werdet und auch ich weniger Traurigkeit habe.
6274#Philipper,2,29#29. So nehmt ihn nun auf im Herrn mit aller Freude und haltet solche Männer in Ehren;
6275#Philipper,2,30#30. denn um des Werkes Christi willen ist er dem Tode nahe gekommen, da er sein Leben dransetzte, um mir zu dienen an eurer Statt.
6276#Philipper,3,1#1. IM übrigen, meine Brüder, freuet euch in dem Herrn! Euch dasselbe zu schreiben, ist mir nicht lästig; euch aber macht es gewiß.
6277#Philipper,3,2#2. Habt acht auf die Hunde, habt acht auf die bösen Arbeiter, habt acht auf die Zerschneidung!
6278#Philipper,3,3#3. Denn wir sind die Beschneidung, die wir Gott im Geiste-1- dienen und uns in Christus Jesus rühmen und nicht auf Fleisch vertrauen, -1) aL: im Geiste Gottes.++
6279#Philipper,3,4#4. wiewohl auch ich mein Vertrauen auf Fleisch setzen könnte. Wenn ein anderer meint, er könne auf Fleisch vertrauen, ich viel mehr;
6280#Philipper,3,5#5. der ich am achten Tag beschnitten bin, aus dem Geschlecht Israel, vom Stamme Benjamin, ein Hebräer von Hebräern, nach dem Gesetz ein Pharisäer,
6281#Philipper,3,6#6. nach dem Eifer ein Verfolger der Gemeinde, nach der Gerechtigkeit im Gesetze untadelig gewesen.
6282#Philipper,3,7#7. Aber was mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Schaden gerechnet;
6283#Philipper,3,8#8. ja ich achte nun auch alles für Schaden gegenüber der alles übertreffenden Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um dessentwillen ich alles eingebüßt habe, und ich achte es für Unrat, damit ich Christus gewinne
6284#Philipper,3,9#9. und in ihm erfunden werde, daß ich nicht meine eigene Gerechtigkeit - die aus dem Gesetz - habe, sondern die, welche durch den Glauben an Christus (erlangt wird), die Gerechtigkeit aus Gott auf Grund des Glaubens,
6285#Philipper,3,10#10. zu erkennen ihn und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden, daß ich seinem Tode ähnlich werde,
6286#Philipper,3,11#11. ob ich vielleicht zur Auferstehung aus den Toten gelangen möchte.
6287#Philipper,3,12#12. Nicht daß ich es schon erlangt habe oder schon vollendet sei, ich jage aber darnach, daß ich das auch ergreife, wofür ich von Christus ergriffen worden bin.
6288#Philipper,3,13#13. Brüder, ich halte mich selbst nicht dafür, daß ich es ergriffen habe; 14. eins aber tue ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was vor mir ist,
6289#Philipper,3,14#und jage nach dem Ziel, dem Kampfpreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.
6290#Philipper,3,15#15. So viele nun vollkommen sind, wollen wir also gesinnt sein; und wenn ihr über etwas anders denket, so wird euch Gott auch das offenbaren.
6291#Philipper,3,16#16. Nur laßt uns, wozu wir auch gelangt sein mögen, nach derselben Richtschnur wandeln und dasselbe erstreben.
6292#Philipper,3,17#17. Werdet meine Nachahmer, ihr Brüder, und sehet auf die, welche so wandeln, wie ihr uns zum Vorbilde habt.
6293#Philipper,3,18#18. Denn viele wandeln, wie ich euch oft gesagt habe, nun aber auch weinend sage, als «Feinde des Kreuzes Christi»,
6294#Philipper,3,19#19. welcher Ende das Verderben ist, deren Gott der Bauch ist, die sich ihrer Schande rühmen und aufs Irdische erpicht sind.
6295#Philipper,3,20#20. Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel, von woher wir auch als Retter den Herrn Jesus Christus erwarten,
6296#Philipper,3,21#21. welcher den Leib unsrer Niedrigkeit umgestalten wird, daß er gleichgestaltet werde dem Leibe seiner Herrlichkeit, vermöge der Kraft, durch welche er sich auch alles untertan machen kann!
6297#Philipper,4,1#1. DARUM, meine geliebten und ersehnten Brüder, meine Freude und meine Krone, stehet also fest im Herrn!
6298#Philipper,4,2#2. Euodia ermahne ich und Syntyche ermahne ich, eines Sinnes zu sein im Herrn.
6299#Philipper,4,3#3. Ja, ich bitte auch dich, mein treuer Mitknecht, nimm dich ihrer an, die mit mir als Streiter gedient haben am Evangelium, samt Clemens und meinen übrigen Mitarbeitern, deren Namen im Buch des Lebens sind.
6300#Philipper,4,4#4. Freuet euch im Herrn allezeit; und abermal sage ich: Freuet euch!
6301#Philipper,4,5#5. Eure Sanftmut lasset alle Menschen erfahren! Der Herr ist nahe!
6302#Philipper,4,6#6. Sorget um nichts; sondern in allem lasset durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden.
6303#Philipper,4,7#7. Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und Sinne bewahren in Christus Jesus!
6304#Philipper,4,8#8. Im übrigen, meine Brüder, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was keusch, was liebenswert, was wohllautend, was irgend eine Tugend oder ein Lob ist, dem denket nach;
6305#Philipper,4,9#9. was ihr auch gelernt und empfangen und gehört und an mir gesehen habt, das tut; so wird der Gott des Friedens mit euch sein.
6306#Philipper,4,10#10. ICH bin aber hoch erfreut worden im Herrn, daß ihr euch wieder soweit erholt habt, um für mich sorgen zu können; worauf ihr auch sonst bedacht waret, aber ihr waret nicht in der Lage dazu.
6307#Philipper,4,11#11. Nicht Mangels halber sage ich das; denn ich habe gelernt, mit der Lage zufrieden zu sein, in welcher ich mich befinde.
6308#Philipper,4,12#12. Ich verstehe mich so gut aufs Armsein wie aufs Reichsein; 13. ich bin in allem und für alles geübt, sowohl satt zu sein, als zu hungern, sowohl Überfluß zu haben, als Mangel zu leiden.
6309#Philipper,4,13#Ich vermag alles durch den, der mich stark macht.
6310#Philipper,4,14#14. Doch habt ihr wohlgetan, daß ihr euch meiner bedrängten Lage annahmet.
6311#Philipper,4,15#15. Ihr wisset aber auch, ihr Philipper, daß im Anfang des Evangeliums, als ich von Mazedonien auszog, keine Gemeinde sich mit mir geteilt hat in die Rechnung der Einnahmen und Ausgaben, als ihr allein;
6312#Philipper,4,16#16. ja auch nach Thessalonich habt ihr mir einmal, und sogar zweimal, zur Deckung meiner Bedürfnisse gesandt.
6313#Philipper,4,17#17. Nicht daß ich nach der Gabe verlange, sondern ich verlange darnach, daß die Frucht reichlich ausfalle auf eurer Rechnung.
6314#Philipper,4,18#18. Ich habe alles (, was ich brauche,) und habe Überfluß; ich bin völlig versorgt, seitdem ich von Epaphroditus eure Gabe empfangen habe, einen lieblichen Wohlgeruch, ein angenehmes Opfer, Gott wohlgefällig.
6315#Philipper,4,19#19. Mein Gott aber befriedige alle eure Bedürfnisse nach seinem Reichtum in Herrlichkeit, in Christus Jesus!
6316#Philipper,4,20#20. Unsrem Gott und Vater aber sei die Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
6317#Philipper,4,21#21. Grüßet alle Heiligen in Christus Jesus! Es grüßen euch die Brüder, die bei mir sind.
6318#Philipper,4,22#22. Es grüßen euch alle Heiligen, allermeist aber die von des Kaisers Hause. -
6319#Philipper,4,23#23. Die Gnade unsres Herrn Jesus Christus sei mit eurem Geiste! Amen.
6320#Kolosser,1,1#1. PAULUS, Apostel Jesu Christi durch den Willen Gottes, und der Bruder Timotheus,
6321#Kolosser,1,2#2. an die Heiligen in Kolossä und gläubigen Brüder in Christus: Gnade widerfahre euch und Friede von Gott, unsrem Vater und dem Herrn Jesus Christus.
6322#Kolosser,1,3#3. WIR danken dem Gott und Vater unsres Herrn Jesus Christus, so oft wir für euch beten,
6323#Kolosser,1,4#4. da wir gehört haben von eurem Glauben an Christus Jesus und von eurer Liebe zu allen Heiligen,
6324#Kolosser,1,5#5. um der Hoffnung willen, die euch im Himmel aufbehalten ist, von welcher ihr zuvor gehört habt durch das Wort der Wahrheit des Evangeliums,
6325#Kolosser,1,6#6. das bei euch ist, wie auch in aller Welt, und Frucht trägt und wächst, wie auch bei euch, von dem Tage an, da ihr von der Gnade Gottes gehört und sie in Wahrheit erkannt habt;
6326#Kolosser,1,7#7. wie ihr (es) ja gelernt habt von Epaphras, unsrem geliebten Mitknecht, welcher ein treuer Diener Christi für euch ist,
6327#Kolosser,1,8#8. der uns auch eure Liebe im Geist kundgetan hat.
6328#Kolosser,1,9#9. Weshalb wir auch von dem Tage an, da wir es vernommen haben, nicht aufhören, für euch zu beten und zu bitten, daß ihr erfüllt werdet mit der Erkenntnis Seines Willens in aller geistlichen Weisheit und Einsicht,
6329#Kolosser,1,10#10. damit ihr des Herrn würdig wandelt zu allem Wohlgefallen: in allem guten Werk fruchtbar und in der Erkenntnis Gottes wachsend,
6330#Kolosser,1,11#11. mit aller Kraft gestärkt nach der Macht seiner Herrlichkeit zu aller Standhaftigkeit und Geduld, mit Freuden,
6331#Kolosser,1,12#12. dankbar dem Vater, der uns tüchtig gemacht hat zum Anteil am Erbe der Heiligen im Licht,
6332#Kolosser,1,13#13. welcher uns errettet hat aus der Gewalt der Finsternis und versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe,
6333#Kolosser,1,14#14. in welchem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Sünden;
6334#Kolosser,1,15#15. welcher das Ebenbild des unsichtbaren Gottes ist, der Erstgeborene aller Kreatur.
6335#Kolosser,1,16#16. Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: alles ist durch ihn und für ihn geschaffen;
6336#Kolosser,1,17#17. und er ist vor allem, und alles besteht in ihm.
6337#Kolosser,1,18#18. Und er ist das Haupt des Leibes, (nämlich) der Gemeinde, er, der der Anfang ist, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem der Erste sei.
6338#Kolosser,1,19#19. Denn es gefiel (Gott), daß in ihm alle Fülle wohnen sollte
6339#Kolosser,1,20#20. und alles durch ihn versöhnt würde zu ihm selbst - dadurch daß er Frieden machte durch das Blut seines Kreuzes - durch ihn, sowohl was im Himmel, als auch was auf Erden ist.
6340#Kolosser,1,21#21. Und euch, die ihr einst entfremdet und feindlich gesinnt waret in den bösen Werken,
6341#Kolosser,1,22#hat er aber nun versöhnt in dem Leibe seines Fleisches durch den Tod, 22. um euch heilig und tadellos und unverklagbar darzustellen vor seinem Angesicht,
6342#Kolosser,1,23#23. wenn ihr nämlich im Glauben gegründet und fest bleibet und euch nicht abbringen lasset von der Hoffnung des Evangeliums, das ihr gehört habt, welches in der ganzen Schöpfung unter dem Himmel gepredigt wird, dessen Diener ich, Paulus, geworden bin.
6343#Kolosser,1,24#24. NUN freue ich mich in den Leiden für euch und erdulde stellvertretend-1- an meinem Fleisch, was noch fehlte an den Trübsalen Christi für seinen Leib, welcher ist die Gemeinde, -1) o: ergänze.++
6344#Kolosser,1,25#25. deren Diener ich geworden bin gemäß dem Verwalteramt Gottes, das mir für euch gegeben worden ist, daß ich das Wort Gottes voll ausrichten-1- soll, -1) eig: auf sein Vollmaß bringen.++
6345#Kolosser,1,26#26. (nämlich) das Geheimnis, das vor den Zeitaltern und Geschlechtern verborgen war, nun aber seinen Heiligen geoffenbart worden ist,
6346#Kolosser,1,27#27. denen Gott kundtun wollte, welches der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Völkern sei, nämlich: Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.
6347#Kolosser,1,28#28. Den verkündigen wir, indem wir jeden Menschen ermahnen und jeden Menschen lehren in aller Weisheit, um einen jeden Menschen vollkommen in Christus darzustellen,
6348#Kolosser,1,29#29. wofür auch ich arbeite und ringe nach der Wirksamkeit dessen, der in mir wirkt in Kraft.
6349#Kolosser,2,1#1. Ich will aber, daß ihr wisset, welch großen Kampf ich habe für euch und für die in Laodizea und für alle, die mich nicht von Angesicht im Fleische gesehen haben,
6350#Kolosser,2,2#2. damit ihre Herzen ermahnt, in Liebe zusammengeschlossen und mit völliger Gewißheit bereichert werden, zur Erkenntnis des Geheimnisses Gottes, (welches ist) Christus,
6351#Kolosser,2,3#3. in dem alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis verborgen sind.
6352#Kolosser,2,4#4. DAS sage ich aber, damit euch niemand durch Überredungskünste zu Trugschlüssen verleite.
6353#Kolosser,2,5#5. Denn, wenn ich auch dem Fleische nach abwesend bin, so bin ich doch im Geiste bei euch und sehe mit Freuden eure Ordnung und die Festigkeit eures Glaubens an Christus.
6354#Kolosser,2,6#6. Wie ihr nun Christus Jesus, den Herrn, angenommen habt, so wandelt in ihm,
6355#Kolosser,2,7#7. gewurzelt und auferbaut in ihm und befestigt im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, und darin überfließend in Danksagung.
6356#Kolosser,2,8#8. Sehet zu, daß euch niemand beraube durch die Philosophie und leeren Betrug, nach der Überlieferung der Menschen, nach den Grundsätzen der Welt und nicht nach Christus.
6357#Kolosser,2,9#9. Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig;
6358#Kolosser,2,10#10. und ihr habt alles völlig in ihm, welcher das Haupt jeder Herrschaft und Gewalt ist.
6359#Kolosser,2,11#11. In ihm seid ihr auch beschnitten mit einer Beschneidung, die ohne Hände geschehen ist, durch das Ablegen des fleischlichen Leibes, in der Beschneidung Christi,
6360#Kolosser,2,12#12. indem ihr mit ihm begraben seid in der Taufe, in welchem ihr auch mitauferstanden seid durch den Glauben an die Kraftwirkung Gottes, der ihn von den Toten auferweckt hat.
6361#Kolosser,2,13#13. Auch euch, die ihr tot waret durch die Übertretungen und den unbeschnittenen Zustand eures Fleisches, hat er mit ihm lebendig gemacht, da er euch alle Übertretungen vergab,
6362#Kolosser,2,14#14. dadurch, daß er die gegen uns bestehende Schuldschrift, welche durch Satzungen uns entgegen war, auslöschte und sie aus der Mitte tat, indem er sie ans Kreuz heftete.
6363#Kolosser,2,15#15. Als er so die Herrschaften und Gewalten auszog-1-, stellte er sie öffentlich an den Pranger und triumphierte über sie an demselben-2-. -1) entwaffnete.   2) d.h. am Kreuz.++
6364#Kolosser,2,16#16. So soll euch nun niemand richten wegen Speise oder Trank, oder wegen eines Festes oder Neumonds oder Sabbats,
6365#Kolosser,2,17#17. welche Dinge doch nur ein Schatten derer sind, die kommen sollten, wovon aber Christus das Wesen hat.
6366#Kolosser,2,18#18. Niemand soll euch um den Kampfpreis bringen, indem er sich in Demut und Engelsdienst gefällt und sich in Sachen einläßt, die er nicht gesehen hat, ohne Grund aufgeblasen ist von seinem fleischlichen Sinn,
6367#Kolosser,2,19#19. wobei er sich nicht an das Haupt hält, aus welchem der ganze Leib, vermittels der Gelenke und Sehnen unterstützt und zusammengehalten, zu der von Gott bestimmten Größe heranwächst.
6368#Kolosser,2,20#20. Wenn ihr mit Christus den Grundsätzen der Welt abgestorben seid, was lasset ihr euch Satzungen auferlegen, als lebtet ihr noch in der Welt?
6369#Kolosser,2,21#21. zum Beispiel: «Rühre das nicht an, koste jenes nicht, befasse dich nicht mit dem!»
6370#Kolosser,2,22#22. was alles durch den Gebrauch der Vernichtung anheimfällt. 23. Es sind nur Gebote und Lehren von Menschen,
6371#Kolosser,2,23#haben freilich einen Schein von Weisheit in selbstgewähltem Gottesdienst und Leibeskasteiung, sind jedoch wertlos und dienen zur Befriedigung des Fleisches.
6372#Kolosser,3,1#1. Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so suchet, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zu der Rechten Gottes.
6373#Kolosser,3,2#2. Trachtet nach dem, was droben, nicht nach dem, was auf Erden ist;
6374#Kolosser,3,3#3. denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott.
6375#Kolosser,3,4#4. Wenn Christus, euer Leben, offenbar werden wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit.
6376#Kolosser,3,5#5. TÖTET nun eure Glieder, die auf Erden sind: Unzucht, Unreinigkeit, Leidenschaft, böse Lust und die Habsucht, welche Götzendienst ist;
6377#Kolosser,3,6#6. um welcher Dinge willen der Zorn Gottes über die Kinder des Unglaubens kommt;
6378#Kolosser,3,7#7. in welchen auch ihr einst wandeltet, als ihr darin lebtet;
6379#Kolosser,3,8#8. nun aber leget das alles ab, Zorn, Grimm, Bosheit, Lästerung, häßliche Redensarten aus eurem Munde.
6380#Kolosser,3,9#9. Lüget einander nicht an, - da ihr ja den alten Menschen mit seinen Handlungen ausgezogen
6381#Kolosser,3,10#10. und den neuen angezogen habt, der erneuert wird zur Erkenntnis, nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat;
6382#Kolosser,3,11#11. wo nicht mehr Grieche und Jude ist, Beschneidung und Vorhaut, Ausländer, Scythe, Knecht, Freier, sondern alles und in allen Christus.
6383#Kolosser,3,12#12. Ziehet nun an als Gottes Auserwählte, Heilige und Geliebte, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld,
6384#Kolosser,3,13#13. ertraget einander und vergebet einander, wenn einer wider den andern zu klagen hat; gleichwie Christus euch vergeben hat, also auch ihr.
6385#Kolosser,3,14#14. Über dies alles aber (habet) die Liebe, welche das Band der Vollkommenheit ist.
6386#Kolosser,3,15#15. Und der Friede Christi herrsche in euren Herzen, zu welchem ihr auch berufen seid in einem Leibe. Seid auch dankbar!
6387#Kolosser,3,16#16. Das Wort Christi wohne reichlich unter euch; lehret und ermahnet euch selbst mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern; singet Gott lieblich in euren Herzen.
6388#Kolosser,3,17#17. Und was immer ihr tut in Wort oder Werk, das tut im Namen des Herrn Jesus und danket Gott und dem Vater durch ihn.
6389#Kolosser,3,18#18. IHR Frauen, seid euren Männern untertan, wie sich's geziemt im Herrn!
6390#Kolosser,3,19#19. Ihr Männer, liebet eure Frauen und seid nicht bitter gegen sie!
6391#Kolosser,3,20#20. Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in allen Dingen, denn das ist dem Herrn wohlgefällig!
6392#Kolosser,3,21#21. Ihr Väter, reizet eure Kinder nicht, damit sie nicht unwillig werden!
6393#Kolosser,3,22#22. Ihr Knechte, gehorchet in allen Dingen euren leiblichen Herren, nicht mit Augendienerei, um den Menschen zu gefallen, sondern in Einfalt des Herzens, als solche, die den Herrn fürchten.
6394#Kolosser,3,23#23. Was immer ihr tut, das tut von Herzen, als für den Herrn und nicht für Menschen,
6395#Kolosser,3,24#24. da ihr wisset, daß ihr vom Herrn zur Vergeltung das Erbe empfangen werdet. So dienet dem Herrn Christus;
6396#Kolosser,3,25#25. denn wer Unrecht tut, wird wiederbekommen, was er Unrechtes getan hat; und es gilt kein Ansehen der Person.
6397#Kolosser,4,1#1. IHR Herren, behandelt eure Knechte gerecht und gleich, da ihr wisset, daß auch ihr einen Herrn im Himmel habt!
6398#Kolosser,4,2#2. Verharret im Gebet und wachet darin mit Danksagung.
6399#Kolosser,4,3#3. Betet zugleich auch für uns, damit Gott uns eine Tür öffne für das Wort, um das Geheimnis Christi auszusprechen, um dessentwillen ich auch gebunden bin,
6400#Kolosser,4,4#4. damit ich es so kundtue, wie ich reden soll.
6401#Kolosser,4,5#5. Wandelt in Weisheit gegen die, welche außerhalb (der Gemeinde) sind, und kaufet die Zeit aus.
6402#Kolosser,4,6#6. Eure Rede sei allezeit anmutig, mit Salz gewürzt, damit ihr wisset, wie ihr einem jeden antworten sollt.
6403#Kolosser,4,7#7. WAS mich betrifft, wird euch alles Tychikus kundtun, der geliebte Bruder und treue Diener und Mitknecht im Herrn,
6404#Kolosser,4,8#8. den ich eben darum zu euch gesandt habe, damit ihr erfahret, wie es bei uns stehe, und daß er eure Herzen tröste,
6405#Kolosser,4,9#9. samt Onesimus, dem treuen und geliebten Bruder, der einer der Eurigen ist; sie werden euch alles kundtun, was hier vorgeht.
6406#Kolosser,4,10#10. Es grüßt euch Aristarchus, mein Mitgefangener, und Markus, der Vetter des Barnabas, betreffs dessen ihr Befehle erhalten habt - wenn er zu euch kommt, so nehmet ihn auf! -,
6407#Kolosser,4,11#11. und Jesus, der Justus genannt wird, die aus der Beschneidung sind. Diese allein sind meine Mitarbeiter für das Reich Gottes, die mir zum Trost geworden sind.
6408#Kolosser,4,12#12. Es grüßt euch Epaphras, der einer der Euren ist, ein Knecht Christi, der allezeit in den Gebeten für euch kämpft, damit ihr vollkommen und völlig gewiß bestehen möget in allem, was der Wille Gottes ist;
6409#Kolosser,4,13#13. denn ich gebe ihm das Zeugnis, daß er sich viel Mühe gibt um euch und um die in Laodizea und in Hierapolis.
6410#Kolosser,4,14#14. Es grüßt euch Lukas, der geliebte Arzt, und Demas.
6411#Kolosser,4,15#15. Grüßet die Brüder in Laodizea und den Nymphas und die Gemeinde in seinem Hause.
6412#Kolosser,4,16#16. Und wenn der Brief bei euch gelesen ist, so sorget dafür, daß er auch in der Gemeinde zu Laodizea gelesen werde und daß ihr auch den aus Laodizea leset.
6413#Kolosser,4,17#17. Und saget dem Archippus: Siehe auf den Dienst, den du im Herrn empfangen hast, damit du ihn erfüllest!
6414#Kolosser,4,18#18. Der Gruß mit meiner, des Paulus Hand. Gedenket meiner Bande! Die Gnade sei mit euch!
6415#1. Thessalonicher,1,1#1. PAULUS und Silvanus und Timotheus an die Gemeinde der Thessalonicher in Gott, dem Vater und dem Herrn Jesus Christus: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unsrem Vater und dem Herrn Jesus Christus!
6416#1. Thessalonicher,1,2#2. WIR danken Gott allezeit für euch alle, wenn wir euch erwähnen in unsren Gebeten,
6417#1. Thessalonicher,1,3#3. da wir uns unablässig erinnern an euer Glaubenswerk und eure Liebesarbeit und euer Beharren in der Hoffnung auf unsren Herrn Jesus Christus, vor unsrem Gott und Vater.
6418#1. Thessalonicher,1,4#4. Denn wir wissen, von Gott geliebte Brüder, um eure Erwählung:
6419#1. Thessalonicher,1,5#5. daß unser Evangelium nicht nur im Wort zu euch kam, sondern auch in Kraft und im heiligen Geist und in großer Gewißheit, wie ihr ja wisset, wie wir unter euch gewesen sind um euretwillen.
6420#1. Thessalonicher,1,6#6. Und ihr seid unsere und des Herrn Nachfolger geworden, indem ihr das Wort unter viel Trübsal aufnahmet mit Freude des heiligen Geistes,
6421#1. Thessalonicher,1,7#7. so daß ihr Vorbilder geworden seid für alle Gläubigen in Mazedonien und Achaja.
6422#1. Thessalonicher,1,8#8. Denn von euch aus ist das Wort des Herrn erschollen, nicht nur in Mazedonien und Achaja; sondern allerorten ist es kund geworden, wie ihr an Gott glaubet, so daß wir nicht nötig haben, davon zu reden;
6423#1. Thessalonicher,1,9#9. denn sie selbst erzählen von uns, wie wir bei euch Eingang gefunden und wie ihr euch von den Abgöttern zu Gott bekehrt habt, um dem lebendigen und wahren Gott zu dienen
6424#1. Thessalonicher,1,10#10. und seinen Sohn vom Himmel zu erwarten, welchen er von den Toten auferweckt hat, Jesus, der uns vor dem zukünftigen Zorn errettet.
6425#1. Thessalonicher,2,1#1. DENN ihr wisset selbst, Brüder, daß unser Eingang bei euch nicht vergeblich war;
6426#1. Thessalonicher,2,2#2. sondern, wiewohl wir zuvor gelitten hatten und mißhandelt worden waren zu Philippi, wie ihr wisset, gewannen wir dennoch Freudigkeit in unsrem Gott, bei euch das Evangelium Gottes zu verkünden unter viel Kampf.
6427#1. Thessalonicher,2,3#3. Denn unsre Predigt entspringt nicht dem Irrtum, noch unreinen Absichten, auch keinem Betrug;
6428#1. Thessalonicher,2,4#4. sondern gleichwie wir von Gott geprüft und mit dem Evangelium betraut worden sind, so reden wir, nicht als solche, die den Menschen gefallen wollen, sondern Gott, der unsre Herzen prüft.
6429#1. Thessalonicher,2,5#5. Denn wir sind nie mit Schmeichelworten gekommen, wie ihr wisset, noch mit verblümter Habsucht - Gott ist Zeuge -;
6430#1. Thessalonicher,2,6#6. wir haben auch nicht Ehre von Menschen gesucht, weder von euch noch von andern,
6431#1. Thessalonicher,2,7#7. da wir doch als Apostel Christi würdevoll hätten auftreten können, sondern wir benahmen uns liebevoll in eurer Mitte, wie eine stillende Mutter ihre Kinder pflegt.
6432#1. Thessalonicher,2,8#8. Und wir sehnten uns so sehr nach euch, daß wir willig waren, euch nicht nur das Evangelium Gottes mitzuteilen, sondern auch unsre Seelen, weil ihr uns lieb geworden waret.
6433#1. Thessalonicher,2,9#9. Denn ihr erinnert euch, ihr Brüder, unsrer Arbeit und Mühe; wir arbeiteten Tag und Nacht, um niemand von euch beschwerlich zu fallen, und predigten euch dabei das Evangelium Gottes.
6434#1. Thessalonicher,2,10#10. Ihr selbst seid Zeugen, und Gott, wie heilig, gerecht und untadelig wir bei euch, den Gläubigen, gewesen sind,
6435#1. Thessalonicher,2,11#11. wie ihr ja wisset, daß wir jeden einzelnen von euch, wie ein Vater seine Kinder, ermahnt und ermutigt
6436#1. Thessalonicher,2,12#und beschworen haben, 12. würdig zu wandeln des Gottes, der euch zu seinem Reich und seiner Herrlichkeit beruft.
6437#1. Thessalonicher,2,13#13. Darum danken wir auch Gott unablässig, daß ihr das von uns empfangene Wort der Predigt Gottes aufnahmet, nicht als Menschenwort, sondern als das, was es in Wahrheit ist, als Gottes Wort, welches auch in euch, den Gläubigen, wirkt.
6438#1. Thessalonicher,2,14#14. Denn ihr, Brüder, seid Nachahmer der Gemeinden Gottes geworden, die in Judäa in Christus Jesus sind, weil ihr von euren eigenen Volksgenossen dasselbe erlitten habt, wie sie von den Juden,
6439#1. Thessalonicher,2,15#15. welche auch den Herrn Jesus getötet und die Propheten und uns verfolgt haben und Gott nicht gefallen und allen Menschen zuwider sind;
6440#1. Thessalonicher,2,16#16. sie wehren uns, zu den Heiden zu reden, damit diese gerettet werden, womit sie das Maß ihrer Sünden allezeit voll machen; das Zorngericht setzte ihnen nun aber schnell ein Ziel!
6441#1. Thessalonicher,2,17#17. WIR aber, Brüder, nachdem wir euer für eine kleine Weile beraubt waren, dem Angesicht, nicht dem Herzen nach, haben uns vor großem Verlangen um so mehr bemüht, euer Angesicht zu sehen.
6442#1. Thessalonicher,2,18#18. Darum wollten wir auch zu euch kommen, ich Paulus einmal, sogar zweimal, und Satan hat uns verhindert.
6443#1. Thessalonicher,2,19#19. Denn wer ist unsre Hoffnung oder Freude oder Krone des Ruhms? Seid nicht auch ihr es vor unsrem Herrn Jesus Christus bei seiner Wiederkunft?-1- -1) w: Ankunft. So überall.++
6444#1. Thessalonicher,2,20#20. Ja, ihr seid unsre Ehre und Freude!
6445#1. Thessalonicher,3,1#1. Darum, weil wir es nicht länger aushielten, zogen wir vor, allein in Athen zu bleiben;
6446#1. Thessalonicher,3,2#2. und sandten Timotheus, unsren Bruder, der Gottes Diener und unser Mitarbeiter am Evangelium ist, daß er euch stärke und ermahne in betreff eures Glaubens,
6447#1. Thessalonicher,3,3#3. damit niemand wankend werde in diesen Trübsalen; denn ihr wisset selbst, daß wir dazu bestimmt sind.
6448#1. Thessalonicher,3,4#4. Denn als wir bei euch waren, sagten wir euch voraus, daß wir Trübsale würden leiden müssen, wie es auch gekommen ist und ihr wisset.
6449#1. Thessalonicher,3,5#5. Darum hielt ich es auch nicht mehr länger aus, sondern ließ mich nach eurem Glauben erkundigen, ob nicht etwa der Versucher euch versucht habe und unsre Arbeit umsonst gewesen sei.
6450#1. Thessalonicher,3,6#6. Nun aber, da Timotheus von euch zu uns zurückgekehrt ist und uns gute Nachricht gebracht hat von eurem Glauben und eurer Liebe, und daß ihr uns allezeit in gutem Andenken habet und darnach verlanget, uns zu sehen, gleichwie wir euch,
6451#1. Thessalonicher,3,7#7. da sind wir deshalb, ihr Brüder, eurethalben bei all unserer Not und Trübsal getröstet worden, durch euren Glauben!
6452#1. Thessalonicher,3,8#8. Denn nun leben wir, wenn ihr feststehet im Herrn.
6453#1. Thessalonicher,3,9#9. Denn was können wir Gott für einen Dank abstatten für euch ob all der Freude, die wir euretwegen genießen vor unserm Gott?
6454#1. Thessalonicher,3,10#10. Tag und Nacht flehen wir aufs allerdringendste, euer Angesicht sehen und die Mängel eures Glaubens ergänzen zu dürfen.
6455#1. Thessalonicher,3,11#11. Er selbst aber, Gott unser Vater und unser Herr Jesus, lenke unsren Weg zu euch!
6456#1. Thessalonicher,3,12#12. Euch aber möge der Herr voll und überströmend machen in der Liebe zueinander und zu allen, gleichwie auch wir sie haben zu euch,
6457#1. Thessalonicher,3,13#13. auf daß eure Herzen gestärkt und untadelig erfunden werden in Heiligkeit vor unsrem Gott und Vater bei der Wiederkunft-1- unsres Herrn Jesus mit allen seinen Heiligen. -1) w: Ankunft. So überall.++
6458#1. Thessalonicher,4,1#1. WEITER nun, ihr Brüder, bitten und ermahnen wir euch in dem Herrn Jesus, daß ihr in dem, was ihr von uns gelernt habt, nämlich wie ihr wandeln und Gott gefallen sollt, noch mehr zunehmet.
6459#1. Thessalonicher,4,2#2. Denn ihr wisset, welche Gebote wir euch gegeben haben durch den Herrn Jesus.
6460#1. Thessalonicher,4,3#3. Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, daß ihr euch der Unzucht enthaltet;
6461#1. Thessalonicher,4,4#4. daß jeder von euch wisse, sein eigenes Gefäß in Heiligung und Ehre zu besitzen,
6462#1. Thessalonicher,4,5#5. nicht mit leidenschaftlicher Gier wie die Heiden, die Gott nicht kennen;
6463#1. Thessalonicher,4,6#6. daß niemand zuweit greife und seinen Bruder im Handel übervorteile; denn der Herr ist ein Rächer für das alles, wie wir euch zuvor gesagt und bezeugt haben.
6464#1. Thessalonicher,4,7#7. Denn Gott hat uns nicht zur Unreinigkeit berufen, sondern zur Heiligung.
6465#1. Thessalonicher,4,8#8. Darum also, wer sich darüber hinwegsetzt, der verachtet nicht Menschen, sondern Gott, der auch seinen heiligen Geist in uns gegeben hat.
6466#1. Thessalonicher,4,9#9. Über die Bruderliebe aber habt ihr nicht nötig, daß man euch schreibe; denn ihr seid selbst von Gott gelehrt, einander zu lieben,
6467#1. Thessalonicher,4,10#10. und das tut ihr auch an allen Brüdern, die in ganz Mazedonien sind. Wir ermahnen euch aber, ihr Brüder, darin noch mehr zuzunehmen
6468#1. Thessalonicher,4,11#11. und eure Ehre darein zu setzen, ein ruhiges Leben zu führen, eure eigenen Angelegenheiten zu besorgen und mit euren eigenen Händen zu arbeiten, ganz wie wir euch befohlen haben,
6469#1. Thessalonicher,4,12#12. damit ihr ehrbar wandelt vor denen draußen und niemandes (Hilfe) bedürfet.
6470#1. Thessalonicher,4,13#13. WIR wollen euch aber, ihr Brüder, nicht in Unwissenheit lassen in betreff der Entschlafenen, damit ihr nicht traurig seid wie die andern, die keine Hoffnung haben.
6471#1. Thessalonicher,4,14#14. Denn wenn wir glauben, daß Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die Entschlafenen durch Jesus mit ihm führen.
6472#1. Thessalonicher,4,15#15. Denn das sagen wir euch in einem Worte des Herrn, daß wir, die wir leben und bis zur Wiederkunft-1- des Herrn übrigbleiben, den Entschlafenen nicht zuvorkommen werden; -1) w: Ankunft. So überall.++
6473#1. Thessalonicher,4,16#16. denn er selbst, der Herr, wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herniederfahren, und die Toten in Christus werden auferstehen zuerst.
6474#1. Thessalonicher,4,17#17. Darnach werden wir, die wir leben und übrigbleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft, und also werden wir bei dem Herrn sein allezeit.
6475#1. Thessalonicher,4,18#18. So tröstet nun einander mit diesen Worten!
6476#1. Thessalonicher,5,1#1. VON den Zeiten und Stunden aber braucht man euch Brüdern nicht zu schreiben.
6477#1. Thessalonicher,5,2#2. Denn ihr wisset ja genau, daß der Tag des Herrn kommen wird wie ein Dieb in der Nacht.
6478#1. Thessalonicher,5,3#3. Wenn sie sagen werden: «Friede und Sicherheit», dann wird sie das Verderben plötzlich überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau, und sie werden nicht entfliehen.
6479#1. Thessalonicher,5,4#4. Ihr aber, Brüder, seid nicht in der Finsternis, daß euch der Tag wie ein Dieb überfallen könnte;
6480#1. Thessalonicher,5,5#5. ihr seid allzumal Kinder des Lichts und Kinder des Tages. Wir sind nicht von der Nacht, noch von der Finsternis.
6481#1. Thessalonicher,5,6#6. So lasset uns auch nicht schlafen wie die andern, sondern lasset uns wachen und nüchtern sein!
6482#1. Thessalonicher,5,7#7. Denn die da schlafen, die schlafen des Nachts, und die Betrunkenen sind des Nachts betrunken;
6483#1. Thessalonicher,5,8#8. wir aber, die wir dem Tage angehören, wollen nüchtern sein, angetan mit dem Panzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung des Heils.
6484#1. Thessalonicher,5,9#9. Denn Gott hat uns nicht zum Zorn(-gericht) bestimmt, sondern zum Besitze des Heils durch unsren Herrn Jesus Christus,
6485#1. Thessalonicher,5,10#10. der für uns gestorben ist, damit wir, ob wir wachen oder schlafen, zugleich mit ihm leben sollen.
6486#1. Thessalonicher,5,11#11. Darum ermahnet einander und erbauet einer den andern, wie ihr auch tut.
6487#1. Thessalonicher,5,12#12. Wir bitten euch aber, ihr Brüder, anerkennet diejenigen, welche an euch arbeiten und euch im Herrn vorstehen und euch ermahnen;
6488#1. Thessalonicher,5,13#13. haltet sie um ihres Werkes willen desto größerer Liebe wert; lebet im Frieden mit ihnen!
6489#1. Thessalonicher,5,14#14. Wir ermahnen euch aber, Brüder: Verwarnet die Unordentlichen, tröstet die Kleinmütigen, nehmet euch der Schwachen an, seid geduldig gegen jedermann!
6490#1. Thessalonicher,5,15#15. Sehet zu, daß niemand Böses mit Bösem vergelte, sondern trachtet allezeit darnach, Gutes zu tun, aneinander und an jedermann!
6491#1. Thessalonicher,5,16#16. Seid allezeit fröhlich!
6492#1. Thessalonicher,5,17#17. Betet ohne Unterlaß!
6493#1. Thessalonicher,5,18#18. Seid in allem dankbar; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.
6494#1. Thessalonicher,5,19#19. Den Geist dämpfet nicht,
6495#1. Thessalonicher,5,20#20. die Weissagung verachtet nicht;
6496#1. Thessalonicher,5,21#21. prüfet aber alles. Das Gute behaltet,
6497#1. Thessalonicher,5,22#22. enthaltet euch des Bösen in jeglicher Gestalt!
6498#1. Thessalonicher,5,23#23. Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, und euer ganzes Wesen, der Geist, die Seele und der Leib, werde unsträflich bewahrt bei der Wiederkunft unsres Herrn Jesus Christus!
6499#1. Thessalonicher,5,24#24. Treu ist er, der euch beruft; er wird es auch tun.
6500#1. Thessalonicher,5,25#25. Brüder, betet für uns!
6501#1. Thessalonicher,5,26#26. Grüßet die Brüder alle mit dem heiligen Kuß!
6502#1. Thessalonicher,5,27#27. Ich beschwöre euch bei dem Herrn, daß dieser Brief allen heiligen Brüdern gelesen werde.
6503#1. Thessalonicher,5,28#28. Die Gnade unsres Herrn Jesus Christus sei mit euch!
6504#2. Thessalonicher,1,1#1. PAULUS und Silvanus und Timotheus an die Gemeinde der Thessalonicher in Gott, unsrem Vater und dem Herrn Jesus Christus.
6505#2. Thessalonicher,1,2#2. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, dem Vater und dem Herrn Jesus Christus!
6506#2. Thessalonicher,1,3#3. WIR sind Gott allezeit zu danken schuldig für euch, Brüder, wie es sich geziemt, weil euer Glaube über die Maßen wächst und die Liebe eines jeden einzelnen von euch zunimmt allen gegenüber,
6507#2. Thessalonicher,1,4#4. so daß wir selbst uns euer rühmen in den Gemeinden Gottes wegen eurer Standhaftigkeit und Glaubenstreue in allen euren Verfolgungen und Drangsalen, die ihr zu ertragen habt:
6508#2. Thessalonicher,1,5#5. ein Beweis des gerechten Gerichtes Gottes, daß ihr gewürdigt werdet des Königreiches Gottes, für das ihr leidet,
6509#2. Thessalonicher,1,6#6. wie es denn gerecht ist vor Gott, denen, die euch bedrücken, mit Bedrückung zu vergelten,
6510#2. Thessalonicher,1,7#7. euch aber, die ihr bedrückt werdet, mit Erquickung samt uns, bei der Offenbarung unsres Herrn Jesus Christus vom Himmel her, samt den Engeln seiner Kraft,
6511#2. Thessalonicher,1,8#8. wenn er mit Feuerflammen Rache nehmen wird an denen, die Gott nicht anerkennen und die dem Evangelium unsres Herrn Jesus nicht gehorsam sind,
6512#2. Thessalonicher,1,9#9. welche Strafe erleiden werden, ewiges Verderben, von dem Angesicht des Herrn und von der Herrlichkeit seiner Kraft,
6513#2. Thessalonicher,1,10#10. wenn er kommen wird, um an jenem Tage verherrlicht zu werden in seinen Heiligen und bewundert in denen, die gläubig geworden sind, - denn unser Zeugnis hat bei euch Glauben gefunden.
6514#2. Thessalonicher,1,11#11. Zu diesem Zweck flehen wir auch allezeit für euch, daß unser Gott euch der Berufung würdig mache und alles Wohlgefallen der Güte und das Werk des Glaubens in Kraft erfülle,
6515#2. Thessalonicher,1,12#12. auf daß der Name unsres Herrn Jesus Christus in euch verherrlicht werde und ihr in ihm, nach der Gnade unsres Gottes und des Herrn Jesus Christus.
6516#2. Thessalonicher,2,1#1. WIR bitten euch aber, Brüder, betreffs der Wiederkunft unsres Herrn Jesus Christus und unsrer Vereinigung mit ihm:
6517#2. Thessalonicher,2,2#2. Lasset euch nicht so schnell aus der Fassung bringen oder gar in Schrecken jagen, weder durch einen Geist, noch durch eine Rede, noch durch einen angeblich von uns stammenden Brief, als wäre der Tag des Herrn schon da.
6518#2. Thessalonicher,2,3#3. Niemand soll euch irreführen in irgendeiner Weise, denn es muß unbedingt zuerst der Abfall kommen und der Mensch der Sünde, der Sohn des Verderbens,
6519#2. Thessalonicher,2,4#4. geoffenbart werden, der Widersacher, der sich über alles erhebt, was Gott oder Gegenstand der Verehrung heißt, so daß er sich in den Tempel Gottes setzt und sich selbst als Gott erklärt.
6520#2. Thessalonicher,2,5#5. Denket ihr nicht mehr daran, daß ich euch solches sagte, als ich noch bei euch war?
6521#2. Thessalonicher,2,6#6. Und nun wisset ihr ja, was noch aufhält, daß er geoffenbart werde zu seiner Zeit.
6522#2. Thessalonicher,2,7#7. Denn das Geheimnis der Gesetzlosigkeit ist schon an der Arbeit, nur muß der, welcher jetzt aufhält, erst aus dem Wege geschafft werden;
6523#2. Thessalonicher,2,8#8. und dann wird der Gesetzlose geoffenbart werden, welchen der Herr Jesus durch den Geist seines Mundes aufreiben, und den er durch die Erscheinung seiner Wiederkunft vernichten wird,
6524#2. Thessalonicher,2,9#9. ihn, dessen Auftreten-1- nach der Wirkung des Satans erfolgt, unter Entfaltung aller betrügerischen Kräfte, Zeichen und Wunder -1) w: Ankunft.++
6525#2. Thessalonicher,2,10#10. und aller Verführung der Ungerechtigkeit unter denen, die verlorengehen, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, durch die sie hätten gerettet werden können.
6526#2. Thessalonicher,2,11#11. Darum sendet ihnen Gott kräftigen Irrtum, daß sie der Lüge glauben,
6527#2. Thessalonicher,2,12#12. damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt, sondern Wohlgefallen an der Ungerechtigkeit gehabt haben.
6528#2. Thessalonicher,2,13#13. Wir aber sind Gott allezeit zu danken schuldig für euch, vom Herrn geliebte Brüder, daß Gott euch von Anfang an zum Heil erwählt hat, in der Heiligung des Geistes und im Glauben an die Wahrheit,
6529#2. Thessalonicher,2,14#14. wozu er euch auch berufen hat durch unser Evangelium, zur Erlangung der Herrlichkeit unsres Herrn Jesus Christus.
6530#2. Thessalonicher,2,15#15. So stehet denn nun fest, ihr Brüder, und haltet fest an den Überlieferungen, die ihr gelehrt worden seid, sei es durch ein Wort oder durch einen Brief von uns.
6531#2. Thessalonicher,2,16#16. Er selbst aber, unser Herr Jesus Christus, und Gott, unser Vater, der uns geliebt und einen ewigen Trost und eine gute Hoffnung durch Gnade gegeben hat,
6532#2. Thessalonicher,2,17#17. tröste eure Herzen und stärke euch in jedem guten Wort und Werk!
6533#2. Thessalonicher,3,1#1. IM übrigen betet für uns, ihr Brüder, daß das Wort des Herrn laufe und verherrlicht werde, wie bei euch,
6534#2. Thessalonicher,3,2#2. und daß wir errettet werden von den widrigen und bösen Menschen; denn nicht alle haben den Glauben.
6535#2. Thessalonicher,3,3#3. Aber der Herr ist treu, der wird euch stärken und bewahren vor dem Argen.
6536#2. Thessalonicher,3,4#4. Wir trauen euch aber zu im Herrn, daß ihr tut und tun werdet, was wir euch gebieten.
6537#2. Thessalonicher,3,5#5. Der Herr aber lenke eure Herzen zu der Liebe Gottes und zu der Geduld Christi!
6538#2. Thessalonicher,3,6#6. Wir gebieten euch aber, ihr Brüder, im Namen unsres Herrn Jesus Christus, daß ihr euch von jedem Bruder zurückziehet, der unordentlich wandelt und nicht nach der Überlieferung, die ihr von uns empfangen habt.
6539#2. Thessalonicher,3,7#7. Denn ihr wisset selbst, wie ihr uns nachahmen sollt; denn wir lebten nicht unordentlich unter euch,
6540#2. Thessalonicher,3,8#8. wir haben auch nicht umsonst bei jemand Brot gegessen, sondern mit Mühe und Anstrengung Tag und Nacht gearbeitet, um niemand von euch zur Last zu fallen.
6541#2. Thessalonicher,3,9#9. Nicht daß wir kein Recht dazu hätten, sondern um euch an uns ein Beispiel zu geben, damit ihr uns nachahmen möchtet.
6542#2. Thessalonicher,3,10#10. Denn als wir bei euch waren, geboten wir euch dies: wenn jemand nicht arbeiten will, soll er auch nicht essen.
6543#2. Thessalonicher,3,11#11. Wir hören nämlich, daß etliche von euch unordentlich wandeln und nicht arbeiten, sondern unnütze Dinge treiben.
6544#2. Thessalonicher,3,12#12. Solchen gebieten wir und ermahnen sie durch unsren Herrn Jesus Christus, daß sie mit stiller Arbeit ihr eigenes Brot verdienen.
6545#2. Thessalonicher,3,13#13. Ihr aber, Brüder, werdet nicht müde, Gutes zu tun!
6546#2. Thessalonicher,3,14#14. Wenn aber jemand unsrem brieflichen Wort nicht gehorcht, den kennzeichnet dadurch, daß ihr nicht mit ihm umgehet, damit er sich schämen muß;
6547#2. Thessalonicher,3,15#15. doch haltet ihn nicht für einen Feind, sondern weiset ihn zurecht als einen Bruder.
6548#2. Thessalonicher,3,16#16. Er aber, der Herr des Friedens, gebe euch den Frieden immerdar und auf alle Weise! Der Herr sei mit euch allen!
6549#2. Thessalonicher,3,17#17. Der Gruß mit meiner, des Paulus, Hand; dies ist das Zeichen in jedem Briefe, so schreibe ich.
6550#2. Thessalonicher,3,18#18. Die Gnade unsres Herrn Jesus Christus sei mit euch allen! Amen.
6551#1. Timotheus,1,1#1. PAULUS, Apostel Jesu Christi auf Befehl Gottes, unsres Retters, und Christi Jesu, unsrer Hoffnung,
6552#1. Timotheus,1,2#2. an Timotheus, seinen echten Sohn im Glauben: Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott, unsrem Vater und Christus Jesus, unsrem Herrn!
6553#1. Timotheus,1,3#3. WIE ich dich bei meiner Abreise nach Mazedonien ermahnte, in Ephesus zu bleiben, damit du etlichen Leuten gebietest, nichts anderes zu lehren,
6554#1. Timotheus,1,4#4. auch nicht auf Legenden und endlose Geschlechtsregister zu achten, welche mehr Streitfragen hervorbringen als göttliche Erbauung im Glauben;
6555#1. Timotheus,1,5#5. und doch ist der Endzweck des Gebotes Liebe aus reinem Herzen und gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben.
6556#1. Timotheus,1,6#6. Dieses (Ziel) haben etliche verfehlt und sich unnützem Geschwätz zugewandt,
6557#1. Timotheus,1,7#7. wollen Gesetzeslehrer sein und bedenken nicht, was sie sagen oder was sie behaupten.
6558#1. Timotheus,1,8#8. Wir wissen aber, daß das Gesetz gut ist, wenn man es gesetzmäßig braucht
6559#1. Timotheus,1,9#9. und berücksichtigt, daß einem Gerechten kein Gesetz auferlegt ist, sondern Gesetzlosen und Unbotmäßigen, Gottlosen und Sündern, Unheiligen und Gemeinen, solchen, die Vater und Mutter mißhandeln, Menschen töten,
6560#1. Timotheus,1,10#10. Unzüchtigen, Knabenschändern, Menschenräubern, Lügnern, Meineidigen und was sonst der gesunden Lehre zuwider ist,
6561#1. Timotheus,1,11#11. nach dem Evangelium der Herrlichkeit des seligen Gottes, mit welchem ich betraut worden bin.
6562#1. Timotheus,1,12#12. Und darum danke ich dem, der mir Kraft verliehen hat, Christus Jesus, unsrem Herrn, daß er mich treu erachtet und in den Dienst eingesetzt hat,
6563#1. Timotheus,1,13#13. der ich zuvor ein Lästerer und Verfolger und Frevler war. Aber mir ist Erbarmung widerfahren, weil ich es unwissend, im Unglauben getan habe.
6564#1. Timotheus,1,14#14. Über alle Maßen groß aber wurde die Gnade unsres Herrn samt dem Glauben und der Liebe, die in Christus Jesus ist.
6565#1. Timotheus,1,15#15. Glaubwürdig ist das Wort und aller Annahme wert, daß Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um Sünder zu retten, von denen ich der Erste bin.
6566#1. Timotheus,1,16#16. Aber darum ist mir Erbarmung widerfahren, damit an mir zuerst Jesus Christus alle Geduld erzeige, zum Beispiel denen, die an ihn glauben würden zum ewigen Leben.
6567#1. Timotheus,1,17#17. Dem König der Ewigkeit aber, dem unvergänglichen unsichtbaren, allein weisen Gott, sei Ehre und Ruhm von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
6568#1. Timotheus,1,18#18. Dieses Gebot vertraue ich dir an, mein Sohn Timotheus, gemäß den früher über dich ergangenen Weissagungen, damit du in denselben den guten Kampf kämpfest,
6569#1. Timotheus,1,19#den Glauben und ein gutes Gewissen bewahrest. 19. Dieses haben etliche von sich gestoßen und darum am Glauben Schiffbruch gelitten.
6570#1. Timotheus,1,20#20. Unter ihnen sind Hymenäus und Alexander, welche ich dem Satan übergeben habe, damit sie gezüchtigt werden, nicht mehr zu lästern.
6571#1. Timotheus,2,1#1. SO ermahne ich nun, daß man vor allen Dingen Bitten, Gebete, Fürbitten und Danksagungen für alle Menschen darbringe,
6572#1. Timotheus,2,2#2. für Könige und alle, die in hervorragender Stellung sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit;
6573#1. Timotheus,2,3#3. denn solches ist gut und angenehm vor Gott unsrem Retter,
6574#1. Timotheus,2,4#4. welcher will, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.
6575#1. Timotheus,2,5#5. Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus Jesus,
6576#1. Timotheus,2,6#6. der sich selbst als Lösegeld für alle gegeben hat. (Das ist) das Zeugnis zur rechten Zeit,
6577#1. Timotheus,2,7#7. für welches ich eingesetzt wurde als Prediger und Apostel - ich sage die Wahrheit und lüge nicht -, als Lehrer der Heiden im Glauben und in der Wahrheit.
6578#1. Timotheus,2,8#8. So will ich nun, daß die Männer an jedem Ort beten, indem sie heilige Hände aufheben ohne Zorn und Zweifel;
6579#1. Timotheus,2,9#9. ebenso, daß die Frauen in sittsamem Gewande mit Schamhaftigkeit und Zucht sich schmücken, nicht mit Haarflechten oder Gold oder Perlen oder kostbarer Kleidung,
6580#1. Timotheus,2,10#10. sondern, wie es sich für Frauen geziemt, welche sich zur Gottesfurcht bekennen, durch gute Werke.
6581#1. Timotheus,2,11#11. Eine Frau lerne in der Stille, in aller Unterordnung.
6582#1. Timotheus,2,12#12. Einer Frau aber gestatte ich das Lehren nicht, auch nicht daß sie über den Mann herrsche, sondern sie soll sich still verhalten.
6583#1. Timotheus,2,13#13. Denn Adam wurde zuerst gebildet, darnach Eva.
6584#1. Timotheus,2,14#14. Und Adam wurde nicht verführt, das Weib aber wurde verführt und geriet in Übertretung;
6585#1. Timotheus,2,15#15. sie soll aber gerettet werden durch Kindergebären, wenn sie bleiben im Glauben und in der Liebe und in der Heiligung samt der Zucht.
6586#1. Timotheus,3,1#1. GLAUBWÜRDIG ist das Wort: Wer nach einem Aufseheramt-1- trachtet, der begehrt eine schöne Wirksamkeit. -1) Bischofs- o. Vorsteheramt.++
6587#1. Timotheus,3,2#2. Nun soll aber ein Aufseher untadelig sein, eines Weibes Mann, nüchtern, besonnen, ehrbar, gastfrei, lehrtüchtig;
6588#1. Timotheus,3,3#3. kein Trinker, kein Raufbold, sondern gelinde, nicht händelsüchtig, nicht habsüchtig;
6589#1. Timotheus,3,4#4. einer, der seinem eigenen Hause wohl vorsteht und die Kinder mit aller Würde in Schranken hält -
6590#1. Timotheus,3,5#5. wenn aber jemand seinem eigenen Hause nicht vorzustehen weiß, wie wird er für die Gemeinde Gottes sorgen? -,
6591#1. Timotheus,3,6#6. kein Neuling, damit er nicht aufgeblasen werde und dem Gericht des Teufels verfalle.
6592#1. Timotheus,3,7#7. Er muß aber auch ein gutes Zeugnis haben von denen außerhalb (der Gemeinde), damit er nicht der Lästerung und der Schlinge des Teufels verfalle.
6593#1. Timotheus,3,8#8. Gleicherweise sollen auch die Diakonen ehrbar sein, nicht doppelzüngig, nicht vielem Weingenuß ergeben, nicht gewinnsüchtig;
6594#1. Timotheus,3,9#9. sie sollen das Geheimnis des Glaubens in reinem Gewissen bewahren.
6595#1. Timotheus,3,10#10. Und diese soll man zuerst prüfen; dann mögen sie dienen, wenn sie untadelig sind.
6596#1. Timotheus,3,11#11. Ihre Frauen sollen ebenfalls ehrbar sein, nicht verleumderisch, sondern nüchtern, treu in allem.
6597#1. Timotheus,3,12#12. Die Diakonen sollen jeder nur eine Frau haben, ihren Kindern und ihrem Hause wohl vorstehen;
6598#1. Timotheus,3,13#13. denn wenn sie ihren Dienst wohl versehen, erwerben sie sich selbst eine schöne Stufe und viel Freimütigkeit im Glauben in Christus Jesus.
6599#1. Timotheus,3,14#14. Solches schreibe ich dir in der Hoffnung, bald zu dir zu kommen,
6600#1. Timotheus,3,15#15. falls ich aber verzöge, damit du wissest, wie man wandeln soll im Hause Gottes, welches die Gemeinde des lebendigen Gottes ist, Pfeiler und Grundfeste der Wahrheit.
6601#1. Timotheus,3,16#16. Und anerkannt groß ist das Geheimnis der Gottseligkeit: Gott-1- ist geoffenbart im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, erschienen den Engeln, gepredigt unter den Heiden, geglaubt in der Welt, aufgenommen in Herrlichkeit. -1) aL: Er, d.h. Christus.++
6602#1. Timotheus,4,1#1. DER Geist aber sagt deutlich, daß in spätern Zeiten etliche vom Glauben abfallen und verführerischen Geistern und Lehren der Dämonen anhangen werden,
6603#1. Timotheus,4,2#2. durch die Heuchelei von Lügenrednern, die in ihrem eigenen Gewissen gebrandmarkt sind,
6604#1. Timotheus,4,3#3. die verbieten, zu heiraten und Speisen zu genießen, welche doch Gott geschaffen hat, damit sie von den Gläubigen und denen, welche die Wahrheit erkennen, mit Danksagung gebraucht werden.
6605#1. Timotheus,4,4#4. Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, wenn es mit Danksagung genossen wird;
6606#1. Timotheus,4,5#5. denn es wird geheiligt durch Gottes Wort und Gebet.
6607#1. Timotheus,4,6#6. Wenn du den Brüdern solches vorhältst, wirst du ein guter Diener Jesu Christi sein, genährt mit den Worten des Glaubens und der guten Lehre, welcher du nachgefolgt bist.
6608#1. Timotheus,4,7#7. Der unheiligen-1- Altweiberfabeln aber entschlage dich; dagegen übe dich in der Gottseligkeit! -1) profanen.++
6609#1. Timotheus,4,8#8. Denn die leibliche Übung ist zu wenigem nütze, die Gottseligkeit aber ist zu allen Dingen nütze, da sie die Verheißung dieses und des zukünftigen Lebens hat.
6610#1. Timotheus,4,9#9. Glaubwürdig ist das Wort und aller Annahme wert;
6611#1. Timotheus,4,10#10. denn dafür arbeiten wir auch und werden geschmäht, daß wir unsre Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt haben, welcher aller Menschen Retter ist, allermeist der Gläubigen.
6612#1. Timotheus,4,11#11. Solches gebiete und lehre!
6613#1. Timotheus,4,12#12. Niemand verachte deine Jugend, sondern werde ein Vorbild den Gläubigen im Wort, im Wandel, in der Liebe, im Geist, im Glauben, in der Keuschheit!
6614#1. Timotheus,4,13#13. Bis ich komme, halte an mit Vorlesen, mit Ermahnen, mit Lehren.
6615#1. Timotheus,4,14#14. Vernachlässige die Gabe nicht, die du hast, die dir durch Weissagung unter Handauflegung der Ältesten verliehen wurde!
6616#1. Timotheus,4,15#15. Dies laß dein Anliegen sein, damit gib dich ab, auf daß dein Fortschreiten in allen Dingen offenbar sei!
6617#1. Timotheus,4,16#16. Habe acht auf dich selbst und auf die Lehre; bleibe dabei! Denn wenn du solches tust, wirst du sowohl dich selbst retten als auch die, welche dich hören.
6618#1. Timotheus,5,1#1. Über einen älteren ziehe nicht los, sondern ermahne ihn wie einen Vater, jüngere wie Brüder,
6619#1. Timotheus,5,2#2. ältere Frauen wie Mütter, jüngere wie Schwestern, in aller Keuschheit.
6620#1. Timotheus,5,3#3. EHRE die Witwen, welche wirklich Witwen sind.
6621#1. Timotheus,5,4#4. Hat aber eine Witwe Kinder oder Enkel, so sollen diese zuerst lernen, am eigenen Haus ihre Pflicht zu erfüllen und den Eltern Empfangenes zu vergelten; denn das ist angenehm vor Gott.
6622#1. Timotheus,5,5#5. Eine wirkliche und vereinsamte Witwe aber hat ihre Hoffnung auf Gott gesetzt und verharrt im Flehen und Gebet Tag und Nacht;
6623#1. Timotheus,5,6#6. eine genußsüchtige aber ist lebendig tot.
6624#1. Timotheus,5,7#7. Sprich das offen aus, damit sie untadelig seien!
6625#1. Timotheus,5,8#8. Wenn aber jemand die Seinen, allermeist seine Hausgenossen, nicht versorgt, der hat den Glauben verleugnet und ist ärger als ein Ungläubiger.
6626#1. Timotheus,5,9#9. Als Witwe werde nur eine solche in die Liste eingetragen, welche nicht weniger als sechzig Jahre alt ist, eines Mannes Frau war
6627#1. Timotheus,5,10#10. und ein Zeugnis guter Werke hat; wenn sie Kinder auferzogen, Gastfreundschaft geübt, der Heiligen Füße gewaschen, Bedrängten ausgeholfen hat, jedem guten Werk nachgekommen ist.
6628#1. Timotheus,5,11#11. Jüngere Witwen aber weise ab; denn wenn sie gegen Christi (Willen) begehrlich geworden sind, wollen sie heiraten.
6629#1. Timotheus,5,12#12. Sie verdienen das Urteil, daß sie die erste Treue gebrochen haben.
6630#1. Timotheus,5,13#13. Zugleich sind sie auch müßig und lernen in den Häusern herumlaufen; und nicht nur müßig, sondern auch geschwätzig und vorwitzig und reden, was sich nicht gehört.
6631#1. Timotheus,5,14#14. So will ich nun, daß jüngere Witwen heiraten, Kinder gebären, dem Haushalt vorstehen, dem Widersacher keinen Anlaß zur Lästerung geben;
6632#1. Timotheus,5,15#15. denn schon sind etliche abgewichen, dem Satan nach.
6633#1. Timotheus,5,16#16. Hat ein Gläubiger oder eine Gläubige Witwen, so versorge er sie und lasse sie nicht der Gemeinde zur Last fallen, damit diese für die wirklichen Witwen sorgen kann.
6634#1. Timotheus,5,17#17. Die Ältesten, welche wohl vorstehen, halte man doppelter Ehre wert, allermeist die, welche sich in Predigt und Unterricht abmühen.
6635#1. Timotheus,5,18#18. Denn die Schrift sagt: «Einem dreschenden Ochsen sollst du das Maul nicht verbinden!» und «der Arbeiter ist seines Lohnes wert».
6636#1. Timotheus,5,19#19. Gegen einen Ältesten nimm keine Klage an, außer auf Aussage von zwei oder drei Zeugen.
6637#1. Timotheus,5,20#20. Die, welche sündigen, weise vor allen zurecht, damit sich auch die andern fürchten.
6638#1. Timotheus,5,21#21. Ich beschwöre dich vor Gott und Christus Jesus und den auserwählten Engeln, daß du dies ohne Vorurteil beobachtest und nichts tuest aus Zuneigung!
6639#1. Timotheus,5,22#22. Die Hände lege niemandem schnell auf, mache dich auch nicht fremder Sünden teilhaftig; bewahre dich selbst rein!
6640#1. Timotheus,5,23#23. Trinke nicht mehr bloß Wasser, sondern gebrauche ein wenig Wein um deines Magens willen und wegen deiner häufigen Krankheiten.
6641#1. Timotheus,5,24#24. Etlicher Menschen Sünden sind zuvor offenbar und kommen vorher ins Gericht; etlichen aber werden sie auch nachfolgen.
6642#1. Timotheus,5,25#25. Gleicherweise sind auch die guten Werke zuvor offenbar, und die, mit welchen es sich anders verhält, können auch nicht verborgen bleiben.
6643#1. Timotheus,6,1#1. Was Knechte sind, im Sklavenstand, die sollen ihre eigenen Herren aller Ehre wert halten, damit nicht der Name Gottes und die Lehre verlästert werden.
6644#1. Timotheus,6,2#2. Die aber, welche gläubige Herren haben, sollen diese darum nicht verachten, weil sie Brüder sind, sondern ihnen um so lieber dienen, weil sie Gläubige und Geliebte sind und von ihnen auch bessere Behandlung erfahren. SO sollst du lehren und ermahnen!
6645#1. Timotheus,6,3#3. Wenn jemand anders lehrt und sich nicht an die gesunden Worte unsres Herrn Jesus Christus hält und an die der Gottseligkeit entsprechende Lehre,
6646#1. Timotheus,6,4#4. so ist er aufgeblasen und versteht doch nichts, sondern krankt an Streitfragen und Wortgezänk, woraus Neid, Hader, Lästerung, böser Argwohn entstehen.
6647#1. Timotheus,6,5#5. Zänkereien von Menschen, welche verdorbenen Sinnes und der Wahrheit beraubt sind und die Gottseligkeit für eine Erwerbsquelle halten, - von solchen halte dich ferne!
6648#1. Timotheus,6,6#6. Es ist allerdings die Gottseligkeit eine bedeutende Erwerbsquelle, wenn sie mit Genügsamkeit verbunden wird.
6649#1. Timotheus,6,7#7. Denn wir haben nichts in die Welt gebracht; so ist es klar, daß wir auch nichts hinausnehmen können.
6650#1. Timotheus,6,8#8. Wenn wir aber Nahrung und Kleidung haben, soll uns das genügen!
6651#1. Timotheus,6,9#9. Denn die, welche reich werden wollen, fallen in Versuchung und Schlingen und viele törichte und schädliche Lüste, welche die Menschen in Verderben und Untergang stürzen.
6652#1. Timotheus,6,10#10. Denn die Geldgier ist eine Wurzel aller Übel; etliche, die sich ihr hingaben, sind vom Glauben abgeirrt und haben sich selbst viel Schmerzen verursacht.
6653#1. Timotheus,6,11#11. Du aber, Gottesmensch, fliehe solches, jage aber nach Gerechtigkeit, Gottseligkeit, Glauben, Liebe, Geduld, Sanftmut!
6654#1. Timotheus,6,12#12. Kämpfe den guten Kampf des Glaubens, ergreife das ewige Leben, zu welchem du berufen bist und worüber du das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen abgelegt hast.
6655#1. Timotheus,6,13#13. Ich gebiete dir vor Gott, der alles lebendig macht, und vor Christus Jesus, der vor Pontius Pilatus das gute Bekenntnis bezeugt hat,
6656#1. Timotheus,6,14#14. daß du das Gebot unbefleckt und untadelig bewahrest bis zur Erscheinung unsres Herrn Jesus Christus,
6657#1. Timotheus,6,15#15. welche zu seiner Zeit zeigen wird der selige und allein Gewaltige, der König der Könige und der Herr der Herrschenden,
6658#1. Timotheus,6,16#16. der allein Unsterblichkeit hat, der in einem unzugänglichen Lichte wohnt, welchen kein Mensch gesehen hat noch sehen kann; Ihm sei Ehre und ewige Macht! Amen.
6659#1. Timotheus,6,17#17. Den Reichen im jetzigen Zeitalter gebiete, daß sie nicht stolz seien, auch nicht ihre Hoffnung auf die Unbeständigkeit des Reichtums setzen, sondern auf den lebendigen Gott, der uns alles reichlich zum Genuß darreicht,
6660#1. Timotheus,6,18#18. daß sie Gutes tun, reich werden an guten Werken, freigebig seien, mitteilsam,
6661#1. Timotheus,6,19#19. und so für sich selbst ein schönes Kapital für die Zukunft sammeln, damit sie das wahre Leben erlangen.
6662#1. Timotheus,6,20#20. O Timotheus, bewahre das anvertraute Gut, meide das unheilige-a- Geschwätz und die Einwürfe der fälschlich sogenannten «Erkenntnis», -a) s. 1.Tim. 4,7.++
6663#1. Timotheus,6,21#21. zu welcher sich etliche bekannten und darüber das Glaubensziel aus den Augen verloren. Die Gnade sei mit dir!
6664#2. Timotheus,1,1#1. PAULUS, Apostel Jesu Christi durch Gottes Willen, nach der Verheißung des Lebens in Christus Jesus,
6665#2. Timotheus,1,2#2. an Timotheus, seinen geliebten Sohn: Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott, dem Vater und Christus Jesus, unsrem Herrn!
6666#2. Timotheus,1,3#3. ICH danke Gott, welchem ich von den Voreltern her mit reinem Gewissen diene, wie ich unablässig deiner gedenke in meinen Gebeten Tag und Nacht,
6667#2. Timotheus,1,4#4. voll Verlangen, dich zu sehen, eingedenk deiner Tränen, damit ich mit Freude erfüllt werde,
6668#2. Timotheus,1,5#5. da ich die Erinnerung an deinen ungeheuchelten Glauben festhalte, der zuvor in deiner Großmutter Lois und deiner Mutter Eunike gewohnt hat, ich bin aber versichert, auch in dir.
6669#2. Timotheus,1,6#6. Aus diesem Grunde erinnere ich dich daran, die Gabe Gottes anzufachen, die durch Auflegung meiner Hände in dir ist;
6670#2. Timotheus,1,7#7. denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Zucht.
6671#2. Timotheus,1,8#8. So schäme dich nun nicht des Zeugnisses unsres Herrn, auch nicht meiner, der ich sein Gebundener bin; sondern leide Ungemach mit dem Evangelium, nach der Kraft Gottes,
6672#2. Timotheus,1,9#9. der uns gerettet und mit einem heiligen Ruf berufen hat, nicht nach unsren Werken, sondern nach seinem eigenen Vorsatz und der Gnade, die uns in Christus Jesus vor ewigen Zeiten gegeben,
6673#2. Timotheus,1,10#10. jetzt aber geoffenbart worden ist durch die Erscheinung unsres Retters Jesus Christus, der dem Tode die Macht genommen, aber Leben und Unvergänglichkeit ans Licht gebracht hat durch das Evangelium,
6674#2. Timotheus,1,11#11. für welches ich als Prediger und Apostel und Lehrer der Heiden eingesetzt worden bin.
6675#2. Timotheus,1,12#12. Aus diesem Grunde leide ich auch solches; aber ich schäme mich dessen nicht. Denn ich weiß, wem ich mein Vertrauen geschenkt habe, und ich bin überzeugt, daß er mächtig ist, das mir anvertraute Gut zu verwahren bis auf jenen Tag.
6676#2. Timotheus,1,13#13. Halte dich an das Muster der gesunden Worte, die du von mir gehört hast, im Glauben und in der Liebe, die in Christus Jesus ist!
6677#2. Timotheus,1,14#14. Dieses edle anvertraute Gut bewahre durch den heiligen Geist, der in uns wohnt.
6678#2. Timotheus,1,15#15. Das weißt du, daß sich von mir alle abgewandt haben, die in Asien sind, unter ihnen auch Phygellus und Hermogenes.
6679#2. Timotheus,1,16#16. Der Herr erweise Barmherzigkeit dem Hause des Onesiphorus, weil er mich oft erquickt und sich meiner Ketten nicht geschämt hat;
6680#2. Timotheus,1,17#17. sondern als er in Rom war, suchte er mich fleißig und fand mich auch.
6681#2. Timotheus,1,18#18. Der Herr gebe ihm, daß er Barmherzigkeit erlange vom Herrn an jenem Tage! Und wieviel er mir zu Ephesus gedient hat, weißt du am besten.
6682#2. Timotheus,2,1#1. Du nun, mein Sohn, erstarke in der Gnade, die in Christus Jesus ist.
6683#2. Timotheus,2,2#2. Und was du von mir gehört hast durch viele Zeugen, das vertraue treuen Menschen an, welche fähig sein werden, auch andere zu lehren.
6684#2. Timotheus,2,3#3. Du nun leide-1- Ungemach, als ein edler Streiter Jesu Christi! -1) w: leide mit; s. 2.Tim. 1,8.++
6685#2. Timotheus,2,4#4. Wer Kriegsdienst tut, verflicht sich nicht in Geschäfte des Lebensunterhalts, damit er dem gefalle, der ihn ausgehoben hat.
6686#2. Timotheus,2,5#5. Und wenn auch jemand sich an Wettkämpfen beteiligt, wird er nicht gekrönt, wenn er nicht nach den Regeln kämpft.
6687#2. Timotheus,2,6#6. Der Ackersmann, der den Acker bebaut, hat den ersten Anspruch an die Früchte.
6688#2. Timotheus,2,7#7. Bedenke, was ich dir sage! Denn der Herr wird dir Einsicht in alles geben.
6689#2. Timotheus,2,8#8. Halt im Gedächtnis Jesus Christus, der von den Toten auferstanden ist, aus Davids Samen, nach meinem Evangelium,
6690#2. Timotheus,2,9#9. in dessen Dienst ich Ungemach leide, sogar Ketten wie ein Übeltäter; aber das Wort Gottes ist nicht gekettet.
6691#2. Timotheus,2,10#10. Darum erdulde ich alles um der Auserwählten willen, damit auch sie das Heil erlangen, das in Christus Jesus ist, mit ewiger Herrlichkeit.
6692#2. Timotheus,2,11#11. Glaubwürdig ist das Wort: Sind wir mitgestorben, so werden wir auch mitleben;
6693#2. Timotheus,2,12#12. dulden wir, so werden wir mitherrschen; verleugnen wir, so wird er uns auch verleugnen;
6694#2. Timotheus,2,13#13. sind wir untreu, so bleibt er treu; denn er kann sich selbst nicht verleugnen.
6695#2. Timotheus,2,14#14. DARAN erinnere, und bezeuge ernstlich vor dem Herrn, daß man nicht um Worte zanke, was zu nichts nütze ist als zur Verwirrung der Zuhörer.
6696#2. Timotheus,2,15#15. Gib dir Mühe, dich Gott als bewährt zu erweisen, als einen Arbeiter, der sich nicht zu schämen braucht, der das Wort der Wahrheit richtig behandelt-1-. -1) eig: gerade schneidet.++
6697#2. Timotheus,2,16#16. Der unheiligen Schwätzereien aber entschlage dich; denn sie fördern nur noch mehr die Gottlosigkeit,
6698#2. Timotheus,2,17#17. und ihr-1- Wort frißt um sich wie ein Krebsgeschwür. 18. Zu ihnen gehören Hymenäus und Philetus, -1) d.h. solcher Leute.++
6699#2. Timotheus,2,18#welche von der Wahrheit abgekommen sind, indem sie sagen, die Auferstehung sei schon geschehen, und so den Glauben etlicher Leute umgestürzt haben.
6700#2. Timotheus,2,19#19. Aber der feste Grund Gottes bleibt bestehen und trägt dieses Siegel: «Der Herr kennt die Seinen», und: «es trete ab von der Ungerechtigkeit, wer den Namen des Herrn nennt!»
6701#2. Timotheus,2,20#20. In einem großen Hause gibt es aber nicht nur goldene und silberne Gefäße, sondern auch hölzerne und irdene, und die einen zur Ehre, die andern zur Unehre.
6702#2. Timotheus,2,21#21. Wenn nun jemand sich von solchen reinigt, wird er ein Gefäß zur Ehre sein, geheiligt und dem Hausherrn nützlich, zu jedem guten Werke zubereitet.
6703#2. Timotheus,2,22#22. Fliehe die jugendlichen Lüste, jage aber der Gerechtigkeit, dem Glauben, der Liebe, dem Frieden nach samt denen, die den Herrn aus reinem Herzen anrufen.
6704#2. Timotheus,2,23#23. Die törichten und unziemlichen Streitfragen aber meide, da du weißt, daß sie nur Streit erzeugen.
6705#2. Timotheus,2,24#24. Ein Knecht des Herrn aber soll nicht streiten, sondern milde sein gegen jedermann, lehrtüchtig, fähig die Bösen zu tragen,
6706#2. Timotheus,2,25#25. mit Sanftmut die Widerspenstigen zurechtweisend, ob ihnen Gott nicht noch Buße geben möchte zur Erkenntnis der Wahrheit
6707#2. Timotheus,2,26#26. und sie wieder nüchtern werden, aus der Schlinge des Teufels heraus, von welchem sie lebendig gefangen worden sind für seinen Willen.
6708#2. Timotheus,3,1#1. DAS aber sollst du wissen, daß in den letzten Tagen schwere Zeiten eintreten werden.
6709#2. Timotheus,3,2#2. Denn die Menschen werden selbstsüchtig sein, geldgierig, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, gottlos,
6710#2. Timotheus,3,3#3. lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unenthaltsam, zuchtlos, dem Guten feind,
6711#2. Timotheus,3,4#4. treulos, leichtsinnig, aufgeblasen, das Vergnügen mehr liebend als Gott;
6712#2. Timotheus,3,5#5. dabei haben sie den Schein von Gottseligkeit, deren Kraft aber verleugnen sie. Solche meide!
6713#2. Timotheus,3,6#6. Denn zu diesen gehören die, welche sich in die Häuser einschleichen und Weiblein gefangennehmen, die mit Sünden beladen sind und von mancherlei Lüsten umgetrieben werden,
6714#2. Timotheus,3,7#7. immerdar lernen und doch nie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen können.
6715#2. Timotheus,3,8#8. Gleicherweise aber, wie Jannes und Jambres dem Mose widerstanden, so widerstehen auch diese der Wahrheit; es sind Menschen zerrütteten Sinnes, untüchtig zum Glauben.
6716#2. Timotheus,3,9#9. Aber sie werden es nicht mehr viel weiter bringen; denn ihre Torheit wird jedermann offenbar werden, wie es auch bei jenen der Fall war.
6717#2. Timotheus,3,10#10. Du aber bist mir nachgefolgt in der Lehre, in der Lebensführung, im Vorsatz, im Glauben, in der Langmut, in der Liebe, in der Geduld,
6718#2. Timotheus,3,11#11. in den Verfolgungen, in den Leiden, wie sie mir in Antiochia, in Ikonium und Lystra widerfahren sind. Solche Verfolgungen habe ich ausgehalten, und aus allen hat mich der Herr errettet!
6719#2. Timotheus,3,12#12. Und alle, die gottselig leben wollen in Christus Jesus, müssen Verfolgung leiden.
6720#2. Timotheus,3,13#13. Schlechte Menschen aber und Betrüger werden es immer schlimmer treiben, da sie verführen und sich verführen lassen.
6721#2. Timotheus,3,14#14. Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und was dir anvertraut ist, da du weißt, von wem du es gelernt hast,
6722#2. Timotheus,3,15#15. weil du von Kindheit an die heiligen Schriften kennst, welche dich weise machen können zum Heil durch den Glauben in Christus Jesus.
6723#2. Timotheus,3,16#16. Jede-1- Schrift ist von Gottes Geist eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, -1) o: die ganze.++
6724#2. Timotheus,3,17#17. damit der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werke ausgerüstet.
6725#2. Timotheus,4,1#1. Ich beschwöre dich vor Gott und Christus Jesus, der Lebendige und Tote richten wird bei seiner Erscheinung und bei seinem Reich:
6726#2. Timotheus,4,2#2. Predige das Wort, tritt dafür ein, es sei gelegen oder ungelegen; überführe, tadle, ermahne mit aller Geduld und Belehrung!
6727#2. Timotheus,4,3#3. Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern sich nach ihren eigenen Lüsten Lehrer anhäufen werden, weil sie empfindliche Ohren haben;
6728#2. Timotheus,4,4#4. und sie werden ihre Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zuwenden.
6729#2. Timotheus,4,5#5. Du aber bleibe nüchtern in allen Dingen, erleide das Ungemach, tue das Werk eines Evangelisten, richte deinen Dienst völlig aus!
6730#2. Timotheus,4,6#6. DENN ich werde schon geopfert, und die Zeit meiner Auflösung-1- ist nahe. -1) d.h. meines Abscheidens.++
6731#2. Timotheus,4,7#7. Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt;
6732#2. Timotheus,4,8#8. hinfort liegt für mich die Krone der Gerechtigkeit bereit, welche mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tage zuerkennen wird, nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung liebgewonnen haben.
6733#2. Timotheus,4,9#9. Beeile dich, bald zu mir zu kommen!
6734#2. Timotheus,4,10#10. Denn Demas hat mich verlassen, weil er diesen Weltlauf liebgewonnen hat, und ist nach Thessalonich gezogen, Crescens nach Galatien, Titus nach Dalmatien.
6735#2. Timotheus,4,11#11. Lukas ist allein bei mir. Bringe Markus mit dir; denn er ist mir sehr nützlich zum Dienste.
6736#2. Timotheus,4,12#12. Tychikus aber habe ich nach Ephesus gesandt.
6737#2. Timotheus,4,13#13. Den Reisemantel, den ich in Troas bei Karpus ließ, bringe mit, wenn du kommst, auch die Bücher, namentlich die Pergamente. -
6738#2. Timotheus,4,14#14. Alexander, der Kupferschmied, hat mir viel Böses erwiesen; der Herr wird ihm vergelten nach seinen Werken.
6739#2. Timotheus,4,15#15. Vor ihm hüte auch du dich; denn er hat unsren Worten sehr widerstanden.
6740#2. Timotheus,4,16#16. Bei meiner ersten Verantwortung (vor Gericht) stand mir niemand bei, sondern alle verließen mich; es sei ihnen nicht zugerechnet!
6741#2. Timotheus,4,17#17. Der Herr aber stand mir bei und stärkte mich, damit durch mich die Predigt vollständig vorgetragen würde und alle Heiden sie hören könnten; und ich wurde erlöst aus dem Rachen des Löwen.
6742#2. Timotheus,4,18#18. Und der Herr wird mich von jedem boshaften Werk erlösen und mich retten in sein himmlisches Reich. Ihm sei die Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
6743#2. Timotheus,4,19#19. Grüße Prisca und Aquila und das Haus des Onesiphorus.
6744#2. Timotheus,4,20#20. Erastus blieb in Korinth, Trophimus ließ ich in Milet krank zurück.
6745#2. Timotheus,4,21#21. Beeile dich, vor dem Winter zu kommen! Es grüßen dich Eubulus und Pudens und Linus und Claudia und die Brüder alle.
6746#2. Timotheus,4,22#22. Der Herr Jesus Christus sei mit deinem Geist; die Gnade sei mit euch!
6747#Titus,1,1#1. PAULUS, Knecht Gottes, aber (auch) Apostel Jesu Christi, nach dem Glauben der Auserwählten Gottes und der Erkenntnis der Wahrheit, gemäß der Gottseligkeit,
6748#Titus,1,2#2. auf Hoffnung ewigen Lebens, welches der untrügliche Gott vor ewigen Zeiten verheißen hat;
6749#Titus,1,3#3. zu seiner Zeit aber hat er sein Wort geoffenbart in der Predigt, mit welcher ich betraut worden bin nach dem Befehl Gottes, unsres Retters; -
6750#Titus,1,4#4. an Titus, den echten Sohn nach dem gemeinsamen Glauben: Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott, dem Vater und dem Herrn Jesus Christus, unsrem Retter.
6751#Titus,1,5#5. DESWEGEN ließ ich dich in Kreta zurück, damit du das Versäumte nachholen und in jeder Stadt Älteste einsetzen möchtest, wie ich dir befohlen habe:
6752#Titus,1,6#6. wenn einer untadelig ist, eines Weibes Mann, gläubige Kinder hat, über die keine Klage wegen Liederlichkeit oder Ungehorsam vorliegt.
6753#Titus,1,7#7. Denn ein Aufseher muß unbescholten sein als Gottes Haushalter, nicht anmaßend, nicht zornmütig, kein Trinker, kein Raufbold, kein Wucherer,
6754#Titus,1,8#8. sondern gastfrei, ein Freund des Guten, besonnen, gerecht, fromm, enthaltsam;
6755#Titus,1,9#9. der sich der Lehre entsprechend an das gewisse Wort hält, damit er imstande sei, sowohl mit der gesunden Lehre zu ermahnen, als auch die Widersprechenden zu überführen.
6756#Titus,1,10#10. Denn es gibt viele widerspenstige, eitle Schwätzer, die den Leuten den Kopf verwirren, allermeist die aus der Beschneidung.
6757#Titus,1,11#11. Denen muß man das Maul stopfen; denn sie bringen ganze Häuser durcheinander mit ihrem ungehörigen Lehren um schändlichen Gewinnes willen.
6758#Titus,1,12#12. Es hat einer von ihnen gesagt, ihr eigener Prophet: «Die Kreter sind immer Lügner, böse Tiere, faule Bäuche!»
6759#Titus,1,13#13. Dieses Zeugnis ist wahr; aus diesem Grunde weise sie scharf zurecht, damit sie gesund seien im Glauben
6760#Titus,1,14#14. und nicht auf jüdische Legenden und Gebote von Menschen achten, welche sich von der Wahrheit abwenden.
6761#Titus,1,15#15. Den Reinen ist alles rein; den Befleckten aber und Ungläubigen ist nichts rein, sondern befleckt ist ihr Sinn und ihr Gewissen.
6762#Titus,1,16#16. Sie geben vor, Gott zu kennen; aber mit den Werken verleugnen sie ihn. Sie sind verabscheuungswürdig und ungehorsam und zu jedem guten Werke untüchtig.
6763#Titus,2,1#1. DU aber rede, was der gesunden Lehre entspricht:
6764#Titus,2,2#2. daß alte Männer nüchtern seien, ehrbar, verständig, gesund im Glauben, in der Liebe, in der Geduld;
6765#Titus,2,3#3. daß alte Frauen ebenfalls sich benehmen, wie es Heiligen geziemt, daß sie nicht verleumderisch seien, nicht vielem Weingenuß frönen, sondern Lehrerinnen des Guten seien,
6766#Titus,2,4#4. damit sie die jungen Frauen dazu anleiten, ihre Männer und ihre Kinder zu lieben,
6767#Titus,2,5#5. verständig, keusch, haushälterisch, gütig, ihren Männern untertan zu sein, damit nicht das Wort Gottes verlästert werde.
6768#Titus,2,6#6. Gleicherweise ermahne die jungen Männer, daß sie verständig seien,
6769#Titus,2,7#7. wobei du dich selbst in allem zum Vorbild guter Werke machen mußt; 8. im Unterrichten zeige Unverfälschtheit, Würde,
6770#Titus,2,8#gesunde, untadelige Rede, damit der Widersacher beschämt werde, weil er nichts Schlechtes von uns zu sagen weiß.
6771#Titus,2,9#9. Die Knechte (ermahne), daß sie ihren eigenen Herren untertan seien, in allem gern gefällig, nicht widersprechen,
6772#Titus,2,10#10. nichts entwenden, sondern gute Treue beweisen, damit sie die Lehre Gottes, unsres Retters, in allen Stücken zieren.
6773#Titus,2,11#11. DENN es ist erschienen die Gnade Gottes, heilsam allen Menschen;
6774#Titus,2,12#12. sie nimmt uns in Zucht, damit wir unter Verleugnung des ungöttlichen Wesens und der weltlichen Lüste vernünftig und gerecht und gottselig leben in der jetzigen Weltzeit,
6775#Titus,2,13#13. in Erwartung der seligen Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unsres Retters Jesus Christus,
6776#Titus,2,14#14. der sich selbst für uns dahingegeben hat, um uns von aller Ungerechtigkeit zu erlösen und für ihn selbst ein Volk zu reinigen zum Eigentum-1-, das fleißig sei zu guten Werken. -1) d.h. als besonderes Eigentum.++
6777#Titus,2,15#15. Solches rede und schärfe ein mit allem Ernst. Niemand verachte dich!
6778#Titus,3,1#1. Erinnere sie, daß sie den Regierungen und Gewalten untertan seien, gehorsam, zu jedem guten Werk bereit;
6779#Titus,3,2#2. niemand lästern, nicht hadern, gelinde seien, alle Sanftmut beweisen gegen alle Menschen.
6780#Titus,3,3#3. Denn auch wir waren einst unverständig, ungehorsam, gingen irre, dienten den Lüsten und mancherlei Begierden, lebten in Bosheit und Neid, verhaßt und einander hassend.
6781#Titus,3,4#4. Als aber die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unsres Retters, erschien,
6782#Titus,3,5#5. hat er - nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hätten, sondern nach seiner Barmherzigkeit - uns gerettet durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung des heiligen Geistes,
6783#Titus,3,6#6. welchen er reichlich über uns ausgegossen hat durch Jesus Christus, unsren Retter,
6784#Titus,3,7#7. damit wir, durch seine Gnade gerechtfertigt, der Hoffnung gemäß Erben des ewigen Lebens würden.
6785#Titus,3,8#8. Glaubwürdig ist das Wort, und ich will, daß du dich darüber mit allem Nachdruck äußerst, damit die, welche an Gott gläubig geworden sind, darauf bedacht seien, sich guter Werke zu befleißigen. Solches ist gut und den Menschen nützlich.
6786#Titus,3,9#9. Törichte Streitfragen aber und Geschlechtsregister, sowie Zänkereien und Streitigkeiten über das Gesetz meide; denn sie sind unnütz und eitel.
6787#Titus,3,10#10. Einen sektiererischen Menschen weise ab, nach ein- und zweimaliger Zurechtweisung,
6788#Titus,3,11#11. da du überzeugt sein kannst, daß ein solcher verkehrt ist und sündigt, indem er sich selbst verurteilt.
6789#Titus,3,12#12. WENN ich Artemas zu dir senden werde, oder Tychikus, so beeile dich, zu mir nach Nikopolis zu kommen; denn dort habe ich zu überwintern beschlossen.
6790#Titus,3,13#13. Zenas, den Schriftgelehrten, und Apollos schicke eilends voraus und laß es ihnen an nichts fehlen!
6791#Titus,3,14#14. Es sollen aber auch die Unsrigen lernen, sich guter Werke zu befleißigen zur Befriedigung notwendiger Bedürfnisse, damit sie nicht unfruchtbar seien!
6792#Titus,3,15#15. Es grüßen dich alle, die bei mir sind! Grüße alle, die uns lieben im Glauben! Die Gnade sei mit euch allen!
6793#Philemon,1,1#1. PAULUS, ein Gebundener Christi Jesu, und Timotheus, der Bruder, an Philemon, den geliebten und unsren Mitarbeiter;
6794#Philemon,1,2#2. und an Apphia, die geliebte-1-, und Archippus, unsren Mitstreiter, und an die Gemeinde in deinem Hause. -1) aL: die Schwester.++
6795#Philemon,1,3#3. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unsrem Vater und dem Herrn Jesus Christus!
6796#Philemon,1,4#4. Ich danke meinem Gott allezeit, wenn ich in meinen Gebeten deiner gedenke,
6797#Philemon,1,5#5. weil ich von deiner Liebe und von dem Glauben höre, welchen du an den Herrn Jesus und gegen alle Heiligen hast,
6798#Philemon,1,6#6. damit die Gemeinschaft deines Glaubens wirksam werde durch Erkenntnis all des Guten, das unter uns ist, für Christus Jesus.
6799#Philemon,1,7#7. Denn wir haben viel Freude und Trost ob deiner Liebe; denn die Herzen der Heiligen sind durch dich, Bruder, erquickt worden.
6800#Philemon,1,8#8. Darum, wiewohl ich in Christus volle Freiheit hätte, dir zu gebieten, was sich geziemt,
6801#Philemon,1,9#9. so will ich doch, um der Liebe willen, eher ermahnen, als ein solcher, wie ich bin, nämlich ein alter Paulus, jetzt aber auch ein Gebundener Jesu Christi.
6802#Philemon,1,10#10. Ich ermahne dich betreffs meines Sohnes, den ich in meinen Banden gezeugt habe, Onesimus-1-, -1) bed: Nützlich.++
6803#Philemon,1,11#11. der dir ehemals unnütz war, jetzt aber dir und mir nützlich ist.
6804#Philemon,1,12#12. Ich sende ihn dir hiermit zurück; du aber nimm ihn auf wie mein eigen Herz.
6805#Philemon,1,13#13. Ich wollte ihn bei mir behalten, damit er mir an deiner Statt in den Banden des Evangeliums diene;
6806#Philemon,1,14#14. aber ohne deine Zustimmung wollte ich nichts tun, damit deine Wohltat nicht gleichsam erzwungen, sondern freiwillig wäre.
6807#Philemon,1,15#15. Denn vielleicht ist er darum auf eine kurze Zeit von dir getrennt worden, damit du ihn auf ewig besitzest,
6808#Philemon,1,16#16. nicht mehr als einen Sklaven, sondern, was besser ist als ein Sklave, als einen geliebten Bruder, allermeist für mich, wie viel mehr aber für dich, sowohl im Fleische als im Herrn.
6809#Philemon,1,17#17. Wenn du mich nun für einen Freund hältst, so nimm ihn auf, wie mich selbst.
6810#Philemon,1,18#18. Wenn er dir aber Schaden zugefügt hat oder etwas schuldig ist, so rechne das mir an.
6811#Philemon,1,19#19. Ich, Paulus, schreibe es eigenhändig: Ich will bezahlen; zu schweigen davon, daß du auch dich selbst mir schuldig bist.
6812#Philemon,1,20#20. Ja, Bruder, laß mich von dir Nutzen haben im Herrn! Erquicke mein Herz im Herrn!
6813#Philemon,1,21#21. Im Vertrauen auf deinen Gehorsam schreibe ich dir, weil ich weiß, daß du noch mehr tun wirst, als ich dir sage.
6814#Philemon,1,22#22. Zugleich aber bereite mir auch eine Herberge, denn ich hoffe, durch euer Gebet euch geschenkt zu werden.
6815#Philemon,1,23#23. Es grüßen dich Epaphras, mein Mitgefangener in Christus Jesus,
6816#Philemon,1,24#24. Markus, Aristarchus, Demas, Lukas, meine Mitarbeiter.
6817#Philemon,1,25#25. Die Gnade unsres Herrn Jesus Christus sei mit eurem Geiste! Amen.
6818#Hebräer,1,1#1. NACHDEM Gott vor Zeiten manchmal und auf mancherlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten,
6819#Hebräer,1,2#hat er zuletzt in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn-1-, 2. welchen er zum Erben von allem eingesetzt, durch welchen er auch die Weltzeiten gemacht hat; -1) o: als Sohn.++
6820#Hebräer,1,3#3. welcher, da er die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der Ausdruck-1- seines Wesens ist und alle Dinge trägt mit dem Wort seiner Kraft, und nachdem er die Reinigung unserer Sünden durch sich selbst vollbracht, sich zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt hat -1) o: das Gepräge.++
6821#Hebräer,1,4#4. und um so viel mächtiger geworden ist als die Engel, als der Name, den er ererbt hat, ihn vor ihnen auszeichnet.
6822#Hebräer,1,5#5. Denn zu welchem von den Engeln hat er jemals gesagt: «Du bist mein Sohn; heute habe ich dich gezeugt»? Und wiederum: «Ich werde sein Vater sein, und er wird mein Sohn sein»?
6823#Hebräer,1,6#6. Und wie er den Erstgeborenen wiederum in die Welt einführt, spricht er: «Und es sollen ihn alle Engel Gottes anbeten!»
6824#Hebräer,1,7#7. Von den Engeln zwar heißt es: «Er macht seine Engel zu Winden und seine Diener zu Feuerflammen»;
6825#Hebräer,1,8#8. aber von dem Sohn: «Dein Thron, o Gott, währt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das Zepter deines Reiches ist ein gerades Zepter;
6826#Hebräer,1,9#9. du hast Gerechtigkeit geliebt und Ungerechtigkeit gehaßt, darum hat dich, Gott, dein Gott mit Freudenöl gesalbt, mehr als deine Genossen!»
6827#Hebräer,1,10#10. Und: «Du, Herr, hast im Anfang die Erde gegründet, und die Himmel sind deiner Hände Werk.
6828#Hebräer,1,11#11. Sie werden vergehen, du aber bleibst; sie werden alle veralten wie ein Kleid,
6829#Hebräer,1,12#12. und wie einen Mantel wirst du sie zusammenrollen, und sie sollen verwandelt werden. Du aber bleibst, der du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende.»
6830#Hebräer,1,13#13. Zu welchem von den Engeln aber hat er jemals gesagt: «Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel deiner Füße»?
6831#Hebräer,1,14#14. Sind sie nicht allzumal dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienste um derer willen, welche das Heil ererben sollen?
6832#Hebräer,2,1#1. Darum sollen wir desto mehr auf das achten, was wir gehört haben, damit wir nicht etwa daran vorbeigleiten.
6833#Hebräer,2,2#2. Denn wenn das durch Engel gesprochene Wort zuverlässig war und jede Übertretung und jeder Ungehorsam den gerechten Lohn empfing,
6834#Hebräer,2,3#3. wie wollen wir entfliehen, wenn wir ein so großes Heil versäumen, welches zuerst durch den Herrn gepredigt wurde und dann von denen, die ihn gehört hatten, uns bestätigt worden ist?
6835#Hebräer,2,4#4. Und Gott gab sein Zeugnis dazu mit Zeichen und Wundern und mancherlei Kraftwirkungen und Austeilungen des heiligen Geistes nach seinem Willen.
6836#Hebräer,2,5#5. DENN nicht Engeln hat er die zukünftige Welt, von der wir reden, unterstellt.
6837#Hebräer,2,6#6. Es bezeugt aber einer irgendwo und spricht: «Was ist der Mensch, daß du seiner gedenkst, oder des Menschen Sohn, daß du zu ihm siehst?
6838#Hebräer,2,7#7. Du hast ihn ein wenig niedriger gemacht als die Engel, mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt;
6839#Hebräer,2,8#alles hast du unter seine Füße getan.» 8. Indem er ihm aber alles unterwarf, ließ er ihm nichts ununterworfen; jetzt aber sehen wir, daß ihm noch nicht alles unterworfen ist;
6840#Hebräer,2,9#9. den aber, der ein wenig unter die Engel erniedrigt worden ist, Jesus, sehen wir wegen des Todesleidens mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt, damit er durch Gottes Gnade für jedermann den Tod schmeckte.
6841#Hebräer,2,10#10. Denn es ziemte dem, um dessentwillen alles und durch den alles ist, als er viele Kinder zur Herrlichkeit führte, den Anführer ihres Heils durch Leiden zu vollenden.
6842#Hebräer,2,11#11. Denn sowohl der, welcher heiligt, als auch die, welche geheiligt werden, stammen alle von einem ab. 12. Aus diesem Grunde schämt er sich auch nicht, sie Brüder zu nennen,
6843#Hebräer,2,12#sondern spricht: «Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkündigen; inmitten der Gemeinde will ich dir lobsingen!»
6844#Hebräer,2,13#13. Und wiederum: «Ich will mein Vertrauen auf ihn setzen»; und wiederum: «Siehe, ich und die Kinder, die mir Gott gegeben hat.»
6845#Hebräer,2,14#14. Da nun die Kinder Fleisch und Blut gemeinsam haben, ist er in ähnlicher Weise dessen teilhaftig geworden, damit er durch den Tod den außer Wirksamkeit setzte, der des Todes Gewalt hat, nämlich den Teufel,
6846#Hebräer,2,15#15. und alle diejenigen befreite, welche durch Todesfurcht ihr ganzes Leben hindurch in Knechtschaft gehalten wurden.
6847#Hebräer,2,16#16. Denn er nimmt sich ja nicht der Engel an, sondern des Samens Abrahams nimmt er sich an.
6848#Hebräer,2,17#17. Daher mußte er in allem den Brüdern ähnlich werden, damit er barmherzig würde und ein treuer Hoherpriester vor Gott, um die Sünden des Volkes zu sühnen;
6849#Hebräer,2,18#18. denn worin er selbst gelitten hat, als er versucht wurde, kann er denen helfen, die versucht werden.
6850#Hebräer,3,1#1. DAHER, ihr heiligen Brüder, Genossen einer himmlischen Berufung, betrachtet den Apostel und Hohenpriester unsres Bekenntnisses, Jesus,
6851#Hebräer,3,2#2. welcher treu ist dem, der ihn gemacht hat, wie auch Mose, in seinem ganzen Hause.
6852#Hebräer,3,3#3. Denn dieser ist größerer Ehre wertgeachtet worden als Mose, wie ja doch der, welcher ein Haus bereitet hat, mehr Ehre verdient als das Haus selbst.
6853#Hebräer,3,4#4. Denn jedes Haus wird von jemand bereitet; der aber alles bereitet hat, ist Gott.
6854#Hebräer,3,5#5. Auch Mose zwar ist treu gewesen in seinem ganzen Hause als Diener, zum Zeugnis dessen, was gesagt werden sollte,
6855#Hebräer,3,6#6. Christus aber als Sohn über sein eigenes Haus; sein Haus sind wir, wenn wir die Freimütigkeit und den Ruhm der Hoffnung bis zum Ende fest behalten.
6856#Hebräer,3,7#7. Darum, wie der heilige Geist spricht: «Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet,
6857#Hebräer,3,8#so verstocket eure Herzen nicht, 8. wie in der Verbitterung am Tage der Versuchung in der Wüste,
6858#Hebräer,3,9#da mich eure Väter versuchten; 9. sie prüften mich und sahen meine Werke vierzig Jahre lang.
6859#Hebräer,3,10#10. Darum ward ich entrüstet über dieses Geschlecht und sprach: Immerdar irren sie mit ihrem Herzen! 11. Sie aber erkannten meine Wege nicht,
6860#Hebräer,3,11#so daß ich schwur in meinem Zorn: Sie sollen nicht eingehen in meine Ruhe!»
6861#Hebräer,3,12#12. Sehet zu, ihr Brüder, daß nicht jemand von euch ein böses, ungläubiges Herz habe, im Abfall begriffen von dem lebendigen Gott;
6862#Hebräer,3,13#13. sondern ermahnet einander jeden Tag, solange es «heute» heißt, damit nicht jemand unter euch verstockt werde durch Betrug der Sünde!
6863#Hebräer,3,14#14. Denn wir sind Christi Genossen geworden, wenn wir die anfängliche Zuversicht bis ans Ende festbehalten,
6864#Hebräer,3,15#15. solange gesagt wird: «Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstocket eure Herzen nicht, wie in der Verbitterung.»
6865#Hebräer,3,16#16. Welche wurden denn verbittert, als sie es hörten? Waren es denn nicht alle, die unter Mose aus Ägypten ausgezogen waren?
6866#Hebräer,3,17#17. Welchen zürnte er aber vierzig Jahre lang? Waren es nicht die, welche gesündigt hatten, deren Leiber in der Wüste fielen?
6867#Hebräer,3,18#18. Welchen schwur er aber, daß sie nicht in seine Ruhe eingehen sollten, als nur denen, die ungehorsam gewesen waren?
6868#Hebräer,3,19#19. Und wir sehen, daß sie nicht eingehen konnten wegen des Unglaubens.
6869#Hebräer,4,1#1. So laßt uns nun fürchten, daß nicht etwa, während doch eine Verheißung zum Eingang in seine Ruhe hinterlassen ist, jemand von euch als zu spät gekommen erscheine!
6870#Hebräer,4,2#2. Denn auch uns ist die gute Botschaft verkündigt worden, gleichwie jenen; aber das Wort der Predigt half jenen nicht, weil es durch die Hörer nicht mit dem Glauben verbunden wurde.
6871#Hebräer,4,3#3. Denn wir, die wir gläubig geworden sind, gehen in die Ruhe ein, wie er gesagt hat: «Daß ich schwur in meinem Zorn, sie sollen nicht in meine Ruhe eingehen.» 4. Und doch waren die Werke seit Grundlegung der Welt beendigt;
6872#Hebräer,4,4#denn er hat irgendwo von dem siebenten (Tag) also gesprochen: «Und Gott ruhte am siebenten Tag von allen seinen Werken»,
6873#Hebräer,4,5#5. und in dieser Stelle wiederum: «Sie sollen nicht in meine Ruhe eingehen!»
6874#Hebräer,4,6#6. Da nun noch vorbehalten bleibt, daß etliche in sie eingehen sollen, und die, welchen zuerst die gute Botschaft verkündigt worden ist, wegen ihres Ungehorsams nicht eingegangen sind,
6875#Hebräer,4,7#7. so bestimmt er wiederum einen Tag, ein «Heute», indem er nach so langer Zeit durch David sagt, wie schon angeführt: «Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstocket eure Herzen nicht!»
6876#Hebräer,4,8#8. Denn hätte Josua sie zur Ruhe gebracht, so würde nicht hernach von einem anderen Tage gesprochen.
6877#Hebräer,4,9#9. Also bleibt dem Volke Gottes noch eine Sabbatruhe vorbehalten;
6878#Hebräer,4,10#10. denn wer in seine Ruhe eingegangen ist, der ruht auch selbst von seinen Werken, gleichwie Gott von den seinigen.
6879#Hebräer,4,11#11. So wollen wir uns denn befleißigen, in jene Ruhe einzugehen, damit nicht jemand als gleiches Beispiel des Unglaubens-1- zu Fall komme. -1) o: Ungehorsams.++
6880#Hebräer,4,12#12. Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens;
6881#Hebräer,4,13#13. und keine Kreatur ist vor ihm unsichtbar, es ist aber alles bloß und aufgedeckt vor den Augen dessen, welchem wir Rechenschaft zu geben haben.
6882#Hebräer,4,14#14. DA wir nun einen großen Hohenpriester haben, der die Himmel durchschritten hat, Jesus, den Sohn Gottes, so lasset uns festhalten an dem Bekenntnis!
6883#Hebräer,4,15#15. Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben könnte mit unsren Schwachheiten, sondern der in allem gleich (wie wir) versucht worden ist, doch ohne Sünde.
6884#Hebräer,4,16#16. So lasset uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe!
6885#Hebräer,5,1#1. Denn jeder aus Menschen genommene Hohepriester wird für Menschen eingesetzt, zum Dienst vor Gott-1-, um sowohl Gaben darzubringen, als auch Opfer für Sünden. -1) w: in die Dinge, die Gott betreffen.++
6886#Hebräer,5,2#2. Ein solcher kann Nachsicht üben mit den Unwissenden und Irrenden, da er auch selbst mit Schwachheit behaftet ist;
6887#Hebräer,5,3#3. und ihretwegen muß er, wie für das Volk, so auch für sich selbst, opfern für die Sünden.
6888#Hebräer,5,4#4. Und keiner nimmt sich selbst die Würde, sondern er wird von Gott berufen, gleichwie Aaron.
6889#Hebräer,5,5#5. So hat auch Christus sich nicht selbst die hohepriesterliche Würde beigelegt, sondern der, welcher zu ihm sprach: «Du bist mein Sohn; heute habe ich dich gezeugt.»
6890#Hebräer,5,6#6. Wie er auch an anderer Stelle spricht: «Du bist ein Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.»
6891#Hebräer,5,7#7. Und er hat in den Tagen seines Fleisches Bitten und Flehen mit starkem Geschrei und Tränen dem dargebracht, der ihn vom Tode retten konnte, und ist auch erhört (und befreit) worden von dem Zagen-1-. -1) aD: und ist auch erhört worden wegen seiner Gottesfurcht.++
6892#Hebräer,5,8#8. Und wiewohl er Sohn war, hat er doch an dem, was er litt, den Gehorsam gelernt;
6893#Hebräer,5,9#9. und (so) zur Vollendung gelangt, ist er allen, die ihm gehorchen, der Urheber ewigen Heils geworden,
6894#Hebräer,5,10#10. von Gott zubenannt: Hoherpriester «nach der Ordnung Melchisedeks».
6895#Hebräer,5,11#11. Davon haben wir nun viel zu sagen, und solches, was schwer zu erklären ist, weil ihr träge geworden seid zum Hören;
6896#Hebräer,5,12#12. und obschon ihr der Zeit nach Lehrer sein solltet, habt ihr wieder nötig, daß man euch gewisse Anfangsgründe der Aussprüche Gottes lehre, und seid der Milch bedürftig geworden und nicht fester Speise.
6897#Hebräer,5,13#13. Denn wer noch Milch genießt, der ist unerfahren im Worte der Gerechtigkeit; denn er ist unmündig.
6898#Hebräer,5,14#14. Die feste Speise aber ist für die Gereiften, deren Sinne durch Übung geschult sind zur Unterscheidung des Guten und des Bösen.
6899#Hebräer,6,1#1. DARUM wollen wir (jetzt) die Anfangslehre von Christus verlassen und zur Vollkommenheit übergehen, nicht abermals den Grund legen mit der Buße von toten Werken und dem Glauben an Gott,
6900#Hebräer,6,2#2. mit der Lehre von Taufen, von der Handauflegung, der Totenauferstehung und dem ewigen Gericht.
6901#Hebräer,6,3#3. Und das wollen wir tun, wenn Gott es zuläßt.
6902#Hebräer,6,4#4. Denn es ist unmöglich, die, welche einmal erleuchtet worden sind und die himmlische Gabe geschmeckt haben und des heiligen Geistes teilhaftig geworden sind
6903#Hebräer,6,5#5. und das gute Wort Gottes, dazu Kräfte der zukünftigen Welt geschmeckt haben,
6904#Hebräer,6,6#6. wenn sie dann abgefallen sind, wieder zu erneuern zur Buße, während sie sich selbst den Sohn Gottes wiederum kreuzigen und zum Gespött machen!
6905#Hebräer,6,7#7. Denn ein Erdreich, welches den Regen trinkt, der sich öfters darüber ergießt und nützliches Gewächs hervorbringt denen, für die es bebaut wird, empfängt Segen von Gott;
6906#Hebräer,6,8#8. welches aber Dornen und Disteln trägt, ist untauglich und dem Fluche nahe, es wird zuletzt verbrannt.
6907#Hebräer,6,9#9. Wir sind aber überzeugt, Brüder, daß euer Zustand besser ist und dem Heile näher kommt, obgleich wir so reden.
6908#Hebräer,6,10#10. Denn Gott ist nicht ungerecht, daß er eurer Arbeit und der Liebe vergäße, die ihr gegen seinen Namen bewiesen habt, indem ihr den Heiligen dientet und noch dienet.
6909#Hebräer,6,11#11. Wir wünschen aber, daß jeder von euch denselben Fleiß bis ans Ende beweise, entsprechend der vollen Gewißheit der Hoffnung,
6910#Hebräer,6,12#12. daß ihr ja nicht träge werdet, sondern Nachfolger derer, welche durch Glauben und Geduld die Verheißungen ererben.
6911#Hebräer,6,13#13. Denn als Gott dem Abraham die Verheißung gab, schwur er, da er bei keinem Größeren schwören konnte, bei sich selbst
6912#Hebräer,6,14#14. und sprach: «Wahrlich, ich will dich reichlich segnen und mächtig vermehren!»
6913#Hebräer,6,15#15. Und da er sich so geduldete, erlangte er die Verheißung.
6914#Hebräer,6,16#16. Menschen schwören ja bei dem Größeren, und für sie ist der Eid das Ende alles Widerspruchs und dient als Bürgschaft.
6915#Hebräer,6,17#17. Darum ist Gott, als er den Erben der Verheißung in noch stärkerem Maße beweisen wollte, wie unwandelbar sein Ratschluß sei, mit einem Eid ins Mittel getreten,
6916#Hebräer,6,18#18. damit wir durch zwei unwandelbare Tatsachen, bei welchen Gott unmöglich lügen konnte, einen starken Trost haben, wir, die wir unsere Zuflucht dazu nehmen, die dargebotene Hoffnung zu ergreifen,
6917#Hebräer,6,19#19. (und) welche wir festhalten als einen sicheren und festen Anker der Seele, der auch hineinreicht ins Innere, hinter den Vorhang,
6918#Hebräer,6,20#20. wohin als Vorläufer Jesus für uns eingegangen ist, nach der Ordnung Melchisedeks Hoherpriester geworden in Ewigkeit.
6919#Hebräer,7,1#1. DENN dieser Melchisedek - König zu Salem, Priester Gottes, des Allerhöchsten, der Abraham entgegenkam, als er von der Niederwerfung der Könige zurückkehrte, und ihn segnete,
6920#Hebräer,7,2#2. dem auch Abraham den Zehnten von allem gab, der zunächst, wenn man (seinen Namen) übersetzt, «König der Gerechtigkeit» heißt, dann aber auch «König von Salem», das heißt König des Friedens,
6921#Hebräer,7,3#3. ohne Vater, ohne Mutter, ohne Geschlechtsregister, der weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens hat -, der ist mit dem Sohne Gottes verglichen und bleibt Priester für immerdar.
6922#Hebräer,7,4#4. Sehet aber, wie groß der ist, dem auch Abraham, der Patriarch, den Zehnten von der Beute gab!
6923#Hebräer,7,5#5. Zwar haben auch diejenigen von den Söhnen Levis, welche das Priesteramt empfangen, den Auftrag, vom Volke den Zehnten zu nehmen nach dem Gesetz, also von ihren Brüdern, obschon diese aus Abrahams Lenden hervorgegangen sind;
6924#Hebräer,7,6#6. der aber, der sein Geschlecht nicht von ihnen herleitet, hat von Abraham den Zehnten genommen und den gesegnet, der die Verheißungen hatte!
6925#Hebräer,7,7#7. Nun ist es aber unwidersprechlich so, daß das Geringere von dem Höheren gesegnet wird;
6926#Hebräer,7,8#8. und hier zwar nehmen sterbliche Menschen den Zehnten, dort aber einer, von welchem bezeugt wird, daß er lebt.
6927#Hebräer,7,9#9. Und sozusagen ist durch Abraham auch für Levi, den Zehntenempfänger, der Zehnte entrichtet worden;
6928#Hebräer,7,10#10. denn er war noch in der Lende des Vaters, als dieser mit Melchisedek zusammentraf!
6929#Hebräer,7,11#11. Wenn nun das Vollkommenheit wäre, was durch das levitische Priestertum kam - denn unter diesem hat das Volk das Gesetz empfangen -, wozu wäre es noch nötig, daß ein anderer Priester «nach der Ordnung Melchisedeks» auftrete und nicht einer «nach der Ordnung Aarons» bezeichnet werde?
6930#Hebräer,7,12#12. Denn wenn das Priestertum verändert wird, so muß notwendigerweise auch eine Änderung des Gesetzes erfolgen.
6931#Hebräer,7,13#13. Denn der, auf welchen sich jener Ausspruch bezieht, gehört einem andern Stamme an, von welchem keiner des Altars gepflegt hat;
6932#Hebräer,7,14#14. denn es ist ja bekannt, daß unser Herr aus Juda entsprossen ist, zu welchem Stamm Mose nichts auf Priester bezügliches geredet hat.
6933#Hebräer,7,15#15. Und noch viel klarer liegt die Sache, wenn nach der Ähnlichkeit mit Melchisedek ein anderer Priester aufsteht,
6934#Hebräer,7,16#16. welcher es nicht nach dem Gesetz eines fleischlichen Gebotes geworden ist, sondern nach der Kraft unauflöslichen Lebens;
6935#Hebräer,7,17#17. denn es wird bezeugt: «Du bist Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.»
6936#Hebräer,7,18#18. Da erfolgt ja sogar eine Aufhebung des vorher gültigen Gebotes, seiner Schwachheit und Nutzlosigkeit wegen -
6937#Hebräer,7,19#19. denn das Gesetz hat nichts zur Vollkommenheit gebracht -, zugleich aber die Einführung einer besseren Hoffnung, durch welche wir Gott nahen können.
6938#Hebräer,7,20#20. Und um so mehr, als dies nicht ohne Eidschwur geschah - denn jene sind ohne Eidschwur Priester geworden,
6939#Hebräer,7,21#21. dieser aber mit einem Eid durch den, der zu ihm sprach: «Der Herr hat geschworen und es wird ihn nicht gereuen: Du bist Priester in Ewigkeit» -;
6940#Hebräer,7,22#22. um so viel mehr ist Jesus auch eines bessern Bundes Bürge geworden.
6941#Hebräer,7,23#23. Und jene sind in großer Anzahl Priester geworden, weil der Tod sie am Bleiben verhinderte;
6942#Hebräer,7,24#24. er aber hat, weil er in Ewigkeit bleibt, ein unübertragbares Priestertum.
6943#Hebräer,7,25#25. Daher kann er auch bis aufs äußerste die retten, welche durch ihn zu Gott kommen, da er immerdar lebt, um für sie einzutreten!
6944#Hebräer,7,26#26. Denn ein solcher Hoherpriester geziemte uns, der heilig, unschuldig, unbefleckt, von den Sündern abgesondert und höher als der Himmel ist,
6945#Hebräer,7,27#27. der nicht wie die Hohenpriester täglich nötig hat, zuerst für die eigenen Sünden Opfer darzubringen, darnach für die des Volkes; denn das hat er ein für allemal getan, indem er sich selbst zum Opfer brachte.
6946#Hebräer,7,28#28. Denn das Gesetz macht Menschen zu Hohenpriestern, die mit Schwachheit behaftet sind, das Wort des Eidschwurs aber, der nach der Zeit des Gesetzes erfolgte, den Sohn, welcher für alle Ewigkeit vollendet ist.
6947#Hebräer,8,1#1. DIE Hauptsache aber bei dem, was wir sagten, ist: Wir haben einen solchen Hohenpriester, der zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel sitzt,
6948#Hebräer,8,2#2. einen Diener des Heiligtums und der wahrhaftigen Stiftshütte, welche der Herr errichtet hat, und nicht ein Mensch.
6949#Hebräer,8,3#3. Denn jeder Hoherpriester wird eingesetzt, um Gaben und Opfer darzubringen; daher muß auch dieser etwas haben, was er darbringen kann.
6950#Hebräer,8,4#4. Wenn er sich nun auf Erden befände, so wäre er nicht einmal Priester, weil hier solche sind, die nach dem Gesetz die Gaben opfern.
6951#Hebräer,8,5#5. Diese dienen einem Abbild und Schatten des Himmlischen, gemäß der Weisung, die Mose erhielt, als er die Stiftshütte-1- anfertigen wollte: «Siehe zu», hieß es, «daß du alles nach dem Vorbild machst, das dir auf dem Berge gezeigt worden ist!» -1) w: das Zelt; ebenso V. 2.++
6952#Hebräer,8,6#6. Nun aber hat er-1- einen um so bedeutenderen Dienst erlangt, als er auch eines besseren Bundes Mittler ist, der auf besseren Verheißungen ruht. -1) d.h. Christus.++
6953#Hebräer,8,7#7. Denn wenn jener erste (Bund) tadellos gewesen wäre, so würde nicht Raum für einen zweiten gesucht.
6954#Hebräer,8,8#8. Denn er tadelt sie doch, indem er spricht: «Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen werde;
6955#Hebräer,8,9#9. nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern gemacht habe an dem Tage, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen - denn sie sind nicht in meinem Bund geblieben, und ich ließ sie gehen, spricht der Herr -,
6956#Hebräer,8,10#10. sondern das ist der Bund, den ich mit dem Hause Israel machen will nach jenen Tagen, spricht der Herr: Ich will ihnen meine Gesetze in den Sinn geben und sie in ihre Herzen schreiben, und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.
6957#Hebräer,8,11#11. Und es wird keiner mehr seinen Mitbürger und keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen: Erkenne den Herrn! denn es werden mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten unter ihnen;
6958#Hebräer,8,12#12. denn ich werde gnädig sein gegen ihre Ungerechtigkeiten und ihrer Sünden nicht mehr gedenken.» -
6959#Hebräer,8,13#13. Indem er sagt: «Einen neuen», hat er den ersten für veraltet erklärt; was aber veraltet ist und sich überlebt hat, das wird bald verschwinden.
6960#Hebräer,9,1#1. Es hatte nun zwar auch der erste (Bund) gottesdienstliche Ordnungen und das irdische Heiligtum.
6961#Hebräer,9,2#2. Denn es war ein Zelt aufgerichtet, das vordere, in welchem sich der Leuchter und der Tisch und die Schaubrote befanden; dieses wird das Heilige genannt.
6962#Hebräer,9,3#3. Hinter dem zweiten Vorhang aber befand sich das Zelt, welches das Allerheiligste heißt;
6963#Hebräer,9,4#4. zu diesem gehört der goldene Räucheraltar und die Bundeslade, allenthalben mit Gold überzogen, und in dieser war der goldene Krug mit dem Manna und die Rute Aarons, die geblüht hatte, und die Tafeln des Bundes;
6964#Hebräer,9,5#5. oben über ihr aber die Cherubim der Herrlichkeit, die den Sühndeckel überschatteten, worüber jetzt nicht im einzelnen zu reden ist.
6965#Hebräer,9,6#6. Da nun dieses so eingerichtet ist, betreten zwar die Priester allezeit das vordere Zelt-1- zur Verrichtung des Gottesdienstes; -1) d.h. den vordern Teil der Stiftshütte.++
6966#Hebräer,9,7#7. in das zweite Zelt aber geht einmal im Jahr nur der Hohepriester, nicht ohne Blut, das er für sich selbst und für die Versehen des Volkes darbringt.
6967#Hebräer,9,8#8. Damit zeigt der heilige Geist deutlich, daß der Weg zum Heiligtum noch nicht geoffenbart sei, solange das vordere Zelt Bestand habe.
6968#Hebräer,9,9#9. Dieses ist ein Gleichnis für die gegenwärtige Zeit, da noch Gaben und Opfer dargebracht werden, welche, was das Gewissen anbelangt, den nicht vollkommen machen können, der den Gottesdienst verrichtet,
6969#Hebräer,9,10#10. da er sich nur auf Speisen und Getränke und verschiedene Waschungen bezieht, auf fleischliche Verordnungen, welche bis zur Zeit der Zurechtbringung auferlegt sind.
6970#Hebräer,9,11#11. Als aber Christus kam als ein Hoherpriester der zukünftigen Güter, ist er durch das größere und vollkommenere Zelt, das nicht mit Händen gemacht, das heißt nicht von dieser Schöpfung ist,
6971#Hebräer,9,12#12. auch nicht durch das Blut von Böcken und Kälbern, sondern durch sein eigenes Blut ein für allemal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erfunden.
6972#Hebräer,9,13#13. Denn wenn das Blut von Böcken und Stieren und die Besprengung mit der Asche der jungen Kuh die Verunreinigten heiligt zu leiblicher Reinigkeit,
6973#Hebräer,9,14#14. wieviel mehr wird das Blut Christi, der durch ewigen Geist sich selbst als ein tadelloses Opfer Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott!
6974#Hebräer,9,15#15. Darum ist er auch Mittler eines neuen Bundes, damit - nach Verbüßung des Todes zur Erlösung von den unter dem ersten Bunde begangenen Übertretungen - die Berufenen das verheißene ewige Erbe empfingen.
6975#Hebräer,9,16#16. Denn wo ein Testament-1- ist, da muß notwendig der Tod des Testators erwiesen werden; -1) im Gr. steht das gleiche Wort wie für Bund.++
6976#Hebräer,9,17#17. denn ein Testament tritt auf Todesfall hin in kraft, da es keine Gültigkeit hat, solange der Testator lebt.
6977#Hebräer,9,18#18. Daher wurde auch der erste Bund nicht ohne Blut eingeweiht.
6978#Hebräer,9,19#19. Denn nachdem jedes einzelne Gebot nach dem Gesetz von Mose dem ganzen Volke vorgelegt worden war, nahm er das Blut der Kälber und Böcke mit Wasser und Purpurwolle und Ysop und besprengte sowohl das Buch selbst als auch das ganze Volk,
6979#Hebräer,9,20#20. wobei er sprach: «Dies ist das Blut des Bundes, welchen Gott euch verordnet hat!»
6980#Hebräer,9,21#21. Auch das Zelt und alle Geräte des Gottesdienstes besprengte er in gleicher Weise mit Blut;
6981#Hebräer,9,22#22. und fast alles wird nach dem Gesetz mit Blut gereinigt, und ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung.
6982#Hebräer,9,23#23. So ist es also notwendig, daß die Abbilder der im Himmel befindlichen Dinge durch solches gereinigt werden, die himmlischen Dinge selbst aber durch bessere Opfer als diese.
6983#Hebräer,9,24#24. Denn nicht in ein mit Händen gemachtes Heiligtum, in ein Nachbild des wahrhaften, ist Christus eingegangen, sondern in den Himmel selbst, um jetzt zu erscheinen vor dem Angesichte Gottes für uns;
6984#Hebräer,9,25#25. auch nicht, um sich selbst öfters zu opfern, gleichwie der Hohepriester jedes Jahr mit fremdem Blut ins Heiligtum hineingeht -
6985#Hebräer,9,26#denn sonst hätte er ja öfters leiden müssen von Grundlegung der Welt an! 26. Nun aber ist er einmal gegen das Ende der Weltzeiten hin erschienen zur Aufhebung der Sünde durch das Opfer seiner selbst;
6986#Hebräer,9,27#27. und so gewiß den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, darnach aber das Gericht,
6987#Hebräer,9,28#28. so wird auch Christus, nachdem er sich einmal zum Opfer dargebracht hat, um die Sünden vieler auf sich zu nehmen, zum zweitenmal ohne Sünde-1- denen erscheinen, die auf ihn warten, zum Heil. -1) d.h. ohne Beziehung auf Sünde.++
6988#Hebräer,10,1#1. Denn weil das Gesetz nur einen Schatten der zukünftigen Güter hat, nicht das Ebenbild der Dinge selbst, so kann es auch mit den gleichen alljährlichen Opfern, welche man immer wieder darbringt, die Hinzutretenden niemals vollkommen machen!
6989#Hebräer,10,2#2. Hätte man sonst nicht aufgehört, Opfer darzubringen, wenn die, welche den Gottesdienst verrichten, einmal gereinigt, kein Bewußtsein von Sünden mehr gehabt hätten?
6990#Hebräer,10,3#3. Statt dessen erfolgt durch dieselben nur alle Jahre eine Erinnerung an die Sünden.
6991#Hebräer,10,4#4. Denn unmöglich kann Blut von Ochsen und Böcken Sünden wegnehmen!
6992#Hebräer,10,5#5. Darum spricht er bei seinem Eintritt in die Welt: «Opfer und Gaben hast du nicht gewollt; einen Leib aber hast du mir zubereitet.
6993#Hebräer,10,6#6. Brandopfer und Sündopfer gefallen dir nicht.
6994#Hebräer,10,7#7. Da sprach ich: Siehe, ich komme - in der Buchrolle steht von mir geschrieben -, daß ich tue, o Gott, deinen Willen.»
6995#Hebräer,10,8#8. Indem er oben sagt: «Opfer und Gaben, Brandopfer und Sündopfer hast du nicht gewollt, sie gefallen dir auch nicht» - die nach dem Gesetz dargebracht werden -,
6996#Hebräer,10,9#9. und dann fortfährt: «Siehe, ich komme, zu tun deinen Willen», hebt er das erstere auf, um das andere einzusetzen.
6997#Hebräer,10,10#10. In diesem Willen sind wir geheiligt durch die Aufopferung des Leibes Jesu Christi ein für allemal.
6998#Hebräer,10,11#11. Und jeder Priester steht da und verrichtet täglich den Gottesdienst und bringt öfters dieselben Opfer dar, welche doch niemals Sünden wegnehmen können;
6999#Hebräer,10,12#12. dieser aber hat sich, nachdem er ein einziges Opfer für die Sünden dargebracht hat, für immer zur Rechten Gottes gesetzt
7000#Hebräer,10,13#13. und wartet hinfort, bis alle seine Feinde als Schemel seiner Füße hingelegt werden;
7001#Hebräer,10,14#14. denn mit einem einzigen Opfer hat er die, welche geheiligt werden, für immer vollendet.
7002#Hebräer,10,15#15. Das bezeugt uns aber auch der heilige Geist; 16. denn, nachdem gesagt worden ist:
7003#Hebräer,10,16#«Das ist der Bund, den ich mit ihnen schließen will nach diesen Tagen», spricht der Herr: «Ich will meine Gesetze in ihre Herzen geben und sie in ihre Sinne schreiben,
7004#Hebräer,10,17#17. und ihrer Sünden und ihrer Ungerechtigkeiten will ich nicht mehr gedenken.»
7005#Hebräer,10,18#18. Wo aber Vergebung für diese ist, da ist kein Opfer mehr für Sünde.
7006#Hebräer,10,19#19. DA wir nun, ihr Brüder, kraft des Blutes Jesu Freimütigkeit haben zum Eingang in das Heiligtum,
7007#Hebräer,10,20#20. welchen er uns eingeweiht hat als neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang hindurch, das heißt, durch sein Fleisch,
7008#Hebräer,10,21#21. und einen (so) großen Priester über das Haus Gottes haben,
7009#Hebräer,10,22#22. so lasset uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen, in voller Glaubenszuversicht, durch Besprengung der Herzen los vom bösen Gewissen und gewaschen am Leibe mit reinem Wasser.
7010#Hebräer,10,23#23. Lasset uns festhalten am Bekenntnis der Hoffnung, ohne zu wanken - denn er ist treu, der die Verheißung gegeben hat -;
7011#Hebräer,10,24#24. und lasset uns aufeinander achten, uns gegenseitig anzuspornen zur Liebe und zu guten Werken,
7012#Hebräer,10,25#25. indem wir unsere eigene Versammlung nicht verlassen, wie etliche zu tun pflegen, sondern einander ermahnen, und das um so viel mehr, als ihr den Tag herannahen sehet!
7013#Hebräer,10,26#26. Denn wenn wir freiwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt für Sünden kein Opfer mehr übrig,
7014#Hebräer,10,27#27. sondern ein schreckliches Erwarten des Gerichts und Feuereifers, der die Widerspenstigen verzehren wird.
7015#Hebräer,10,28#28. Wenn jemand das Gesetz Moses mißachtet, muß er ohne Barmherzigkeit auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen hin sterben,
7016#Hebräer,10,29#29. wieviel ärgerer Strafe, meinet ihr, wird derjenige schuldig erachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und das Blut des Bundes, durch welches er geheiligt wurde, für gemein geachtet und den Geist der Gnade geschmäht hat?
7017#Hebräer,10,30#30. Denn wir kennen den, der da sagt: «Die Rache ist mein; ich will vergelten!» und wiederum: «Der Herr wird sein Volk richten.»
7018#Hebräer,10,31#31. Schrecklich ist es, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen!
7019#Hebräer,10,32#32. Gedenket aber der früheren Tage, in welchen ihr nach eurer Erleuchtung unter Leiden viel Kampf erduldet habt,
7020#Hebräer,10,33#33. da ihr teils selbst Schmähungen und Drangsalen öffentlich preisgegeben waret, teils mit denen Gemeinschaft hattet, welche so behandelt wurden;
7021#Hebräer,10,34#34. denn ihr habt den Gefangenen Teilnahme bewiesen und den Raub eurer Güter mit Freuden hingenommen, in der Erkenntnis, daß ihr selbst ein besseres und bleibendes Gut besitzet.
7022#Hebräer,10,35#35. So werfet nun eure Freimütigkeit nicht weg, welche eine große Belohnung hat!
7023#Hebräer,10,36#36. Denn Ausdauer tut euch not, damit ihr nach Erfüllung des göttlichen Willens die Verheißung erlanget.
7024#Hebräer,10,37#37. Denn noch eine kleine, ganz kleine Weile, so wird kommen, der da kommen soll und nicht verziehen.
7025#Hebräer,10,38#38. «Mein Gerechter aber wird aus Glauben leben; zieht er sich aber aus Feigheit zurück, so wird meine Seele kein Wohlgefallen an ihm haben.»
7026#Hebräer,10,39#39. Wir aber sind nicht von denen, die feige zurückweichen zum Verderben, sondern die da glauben zur Rettung der Seele.
7027#Hebräer,11,1#1. ES ist aber der Glaube ein Beharren auf dem, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.
7028#Hebräer,11,2#2. Durch solchen haben die Alten ein gutes Zeugnis erhalten.
7029#Hebräer,11,3#3. Durch Glauben erkennen wir, daß die Weltzeiten durch Gottes Wort bereitet worden sind, also das, was man sieht, aus Unsichtbarem entstanden ist.
7030#Hebräer,11,4#4. Durch Glauben brachte Abel Gott ein größeres Opfer dar als Kain; durch ihn erhielt er das Zeugnis, daß er gerecht sei, indem Gott über seine Gaben Zeugnis ablegte, und durch ihn redet er noch, wiewohl er gestorben ist.
7031#Hebräer,11,5#5. Durch Glauben wurde Enoch entrückt, so daß er den Tod nicht sah, und er wurde nicht mehr gefunden, weil Gott ihn entrückt hatte; denn vor seiner Entrückung wurde ihm das Zeugnis gegeben, daß er Gott wohlgefallen habe.
7032#Hebräer,11,6#6. Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer zu Gott kommen soll, muß glauben, daß er ist-1- und die, welche ihn suchen, belohnen wird. -1) existiert.++
7033#Hebräer,11,7#7. Durch Glauben baute Noah, als er betreffs dessen, was man noch nicht sah, eine Weissagung empfangen hatte, in ehrerbietiger Scheu eine Arche zur Rettung seines Hauses; durch ihn verurteilte er die Welt und wurde ein Erbe der Glaubensgerechtigkeit.
7034#Hebräer,11,8#8. Durch Glauben gehorchte Abraham, als er berufen wurde, nach einem Ort auszuziehen, den er zum Erbteil empfangen sollte; und er zog aus, ohne zu wissen, wohin er komme.
7035#Hebräer,11,9#9. Durch Glauben siedelte er sich im Lande der Verheißung an, als in einem fremden, und wohnte in Zelten mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verheißung;
7036#Hebräer,11,10#10. denn er wartete auf die Stadt, welche die Grundfesten hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist.
7037#Hebräer,11,11#11. Durch Glauben erhielt auch Sara Kraft zur Gründung einer Nachkommenschaft trotz ihres Alters, weil sie den für treu achtete, der es verheißen hatte.
7038#Hebräer,11,12#12. Darum sind auch von einem einzigen, und zwar erstorbenen (Leibe) Kinder entsprossen wie die Sterne des Himmels an Menge und wie der Sand am Gestade des Meeres, der nicht zu zählen ist.
7039#Hebräer,11,13#13. Diese alle sind im Glauben gestorben, ohne das Verheißene empfangen zu haben, sondern sie haben es nur von ferne gesehen und begrüßt und bekannt, daß sie Fremdlinge und Pilgrime seien auf Erden;
7040#Hebräer,11,14#14. denn die solches sagen, zeigen damit an, daß sie ein Vaterland suchen.
7041#Hebräer,11,15#15. Und hätten sie dabei an jenes gedacht, von welchem sie ausgezogen waren, so hätten sie ja Zeit gehabt zurückzukehren;
7042#Hebräer,11,16#16. nun aber trachten sie nach einem besseren, nämlich einem himmlischen. Darum schämt sich Gott nicht, ihr Gott zu heißen; denn er hat ihnen eine Stadt zubereitet.
7043#Hebräer,11,17#17. Durch Glauben brachte Abraham den Isaak dar, als er versucht wurde, und opferte den Eingeborenen-1-, er, der die Verheißungen empfangen hatte, -1) d.h. den einzigen Sohn.++
7044#Hebräer,11,18#18. zu welchem gesagt worden war: «In Isaak soll dir ein Same berufen werden.»
7045#Hebräer,11,19#19. Er zählte eben darauf, daß Gott imstande sei, auch von den Toten zu erwecken, weshalb er ihn auch, wie durch ein Gleichnis, wieder erhielt.
7046#Hebräer,11,20#20. Durch Glauben segnete auch Isaak den Jakob und Esau betreffs der zukünftigen Dinge.
7047#Hebräer,11,21#21. Durch Glauben segnete Jakob bei seinem Sterben einen jeden der Söhne Josephs und betete an, auf seinen Stab gestützt.
7048#Hebräer,11,22#22. Durch Glauben gedachte Joseph bei seinem Ende des Auszuges der Kinder Israel und gab Befehl wegen seiner Gebeine.
7049#Hebräer,11,23#23. Durch Glauben wurde Mose nach seiner Geburt von seinen Eltern drei Monate lang verborgen gehalten, weil sie sahen, daß er ein schönes Kind war, und sie des Königs Gebot nicht fürchteten.
7050#Hebräer,11,24#24. Durch Glauben weigerte sich Mose, als er groß geworden war, ein Sohn der Tochter des Pharao zu heißen.
7051#Hebräer,11,25#25. Er wollte lieber mit dem Volke Gottes Ungemach leiden, als zeitliche Ergötzung der Sünde haben,
7052#Hebräer,11,26#26. da er die Schmach Christi für größeren Reichtum hielt als die Schätze Ägyptens; denn er sah die Belohnung an.
7053#Hebräer,11,27#27. Durch Glauben verließ er Ägypten, ohne den Grimm des Königs zu fürchten; denn er hielt sich an den Unsichtbaren, als sähe er ihn.
7054#Hebräer,11,28#28. Durch Glauben hat er das Passah veranstaltet und das Besprengen mit Blut, damit der Würgengel ihre Erstgeborenen nicht anrühre.
7055#Hebräer,11,29#29. Durch Glauben gingen sie durch das Rote Meer wie durch trockenes Land; während die Ägypter, als sie das auch versuchten, ertranken.
7056#Hebräer,11,30#30. Durch Glauben fielen die Mauern von Jericho, nachdem sie sieben Tage umzogen worden waren.
7057#Hebräer,11,31#31. Durch Glauben kam Rahab, die Dirne, nicht mit den Ungehorsamen um, weil sie die Kundschafter mit Frieden aufgenommen hatte.
7058#Hebräer,11,32#32. Und was soll ich noch sagen? Die Zeit würde mir fehlen, wenn ich erzählen wollte von Gideon, Barak, Simson, Jephta, David und Samuel und den Propheten.
7059#Hebräer,11,33#33. welche durch Glauben Königreiche bezwangen, Gerechtigkeit wirkten, Verheißungen erlangten, der Löwen Rachen verstopften.
7060#Hebräer,11,34#34. Sie haben die Gewalt des Feuers ausgelöscht, sind des Schwertes Schärfe entronnen, von Schwachheit zu Kraft gekommen, stark geworden im Streit, haben der Fremden Heere in die Flucht gejagt.
7061#Hebräer,11,35#35. Frauen erhielten ihre Toten durch Auferstehung wieder; andere aber ließen sich martern und nahmen die Befreiung nicht an, um eine bessere Auferstehung zu erlangen.
7062#Hebräer,11,36#36. Andere erfuhren Spott und Geißelung, dazu Ketten und Gefängnis;
7063#Hebräer,11,37#37. sie wurden gesteinigt, verbrannt, zersägt, erlitten den Tod durchs Schwert, zogen umher in Schafspelzen und Ziegenfellen, erlitten Mangel, Bedrückung, Mißhandlung;
7064#Hebräer,11,38#38. sie, derer die Welt nicht wert war, irrten umher in Wüsten und Gebirgen, in Höhlen und Löchern der Erde.
7065#Hebräer,11,39#39. Und diese alle, obschon sie hinsichtlich des Glaubens ein gutes Zeugnis erhielten, haben das Verheißene nicht erlangt,
7066#Hebräer,11,40#40. weil Gott für uns etwas Besseres vorgesehen hat, damit sie nicht ohne uns vollendet würden.
7067#Hebräer,12,1#1. DARUM auch wir, weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, lasset uns jede Last und die uns so leicht umstrickende Sünde ablegen und mit Ausdauer die Rennbahn durchlaufen, welche vor uns liegt,
7068#Hebräer,12,2#2. im Aufblick auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, welcher für die vor ihm liegende Freude das Kreuz erduldete, die Schande nicht achtete und sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat.
7069#Hebräer,12,3#3. Achtet auf ihn, der solchen Widerspruch von den Sündern gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht müde werdet und den Mut verliert!
7070#Hebräer,12,4#4. Ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden im Kampf wider die Sünde
7071#Hebräer,12,5#5. und habt das Trostwort vergessen, womit ihr als Söhne angeredet werdet: «Mein Sohn, achte nicht gering die Züchtigung des Herrn und verzage nicht, wenn du von ihm gestraft wirst!
7072#Hebräer,12,6#6. Denn welchen der Herr lieb hat, den züchtigt er, und er geißelt einen jeglichen Sohn, den er aufnimmt.»
7073#Hebräer,12,7#7. Wenn ihr Züchtigung erduldet, so behandelt euch Gott ja als Söhne; denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt?
7074#Hebräer,12,8#8. Seid ihr aber ohne Züchtigung, derer sie alle teilhaftig geworden sind, so seid ihr ja unecht und keine Söhne!
7075#Hebräer,12,9#9. Sodann hatten wir auch unsere leiblichen Väter zu Zuchtmeistern und scheuten sie; sollten wir jetzt nicht vielmehr dem Vater der Geister untertan sein und leben?
7076#Hebräer,12,10#10. Denn jene haben uns für wenige Tage gezüchtigt, nach ihrem Gutdünken; er aber zu unsrem Besten, damit wir seiner Heiligkeit teilhaftig werden.
7077#Hebräer,12,11#11. Alle Züchtigung aber, wenn sie da ist, dünkt uns nicht zur Freude, sondern zur Traurigkeit zu dienen; hernach aber gibt sie eine friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen, die dadurch geübt sind.
7078#Hebräer,12,12#12. DARUM «recket wieder aus die schlaff gewordenen Hände und die erlahmten Knie»
7079#Hebräer,12,13#13. und «tut gerade Tritte mit euren Füßen», damit das Lahme nicht abweiche, sondern vielmehr geheilt werde!
7080#Hebräer,12,14#14. Jaget nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne welche niemand den Herrn sehen wird!
7081#Hebräer,12,15#15. Und sehet darauf, daß nicht jemand die Gnade Gottes versäume, daß nicht etwa eine bittere Wurzel aufwachse und Störungen verursache und viele dadurch befleckt werden,
7082#Hebräer,12,16#16. daß nicht jemand ein Unzüchtiger oder ein gemeiner Mensch sei wie Esau, der um einer Speise willen sein Erstgeburtsrecht verkaufte.
7083#Hebräer,12,17#17. Denn ihr wisset, daß er nachher, als er den Segen ererben wollte, verworfen wurde, denn er fand keinen Raum zur Buße, obschon er den Segen mit Tränen suchte.
7084#Hebräer,12,18#18. Denn ihr seid nicht zu dem Berg gekommen, den man anrühren konnte, und zu dem glühenden Feuer, noch zu dem Dunkel, der Finsternis und dem Ungewitter,
7085#Hebräer,12,19#19. noch zu dem Schall der Posaune und der Stimme der Worte, bei der die Zuhörer sich erbaten, daß nicht weiter zu ihnen geredet werde;
7086#Hebräer,12,20#denn sie ertrugen nicht, was befohlen war: 20. «Und wenn ein Tier den Berg berührt, soll es gesteinigt werden!»
7087#Hebräer,12,21#21. und so schrecklich war die Erscheinung, daß Mose sprach: «Ich bin erschrocken und zittere!» -
7088#Hebräer,12,22#22. sondern ihr seid gekommen zu dem Berge Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu Zehntausenden von Engeln, 23. zur Festversammlung
7089#Hebräer,12,23#und Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel angeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter über alle, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten
7090#Hebräer,12,24#24. und zu Jesus, dem Mittler des neuen Bundes, und zu dem Blut der Besprengung, das Besseres redet als Abels Blut.
7091#Hebräer,12,25#25. Sehet zu, daß ihr den nicht abweiset, der da redet! Denn wenn jene nicht entflohen sind, die es sich verbaten, als er auf Erden redete, wieviel weniger wir, wenn wir uns von dem abwenden, der es vom Himmel herab tut,
7092#Hebräer,12,26#26. dessen Stimme damals die Erde bewegte; nun aber hat er verheißen: «Noch einmal will ich bewegen, nicht allein die Erde, sondern auch den Himmel!»
7093#Hebräer,12,27#27. Dieses «noch einmal» deutet hin auf die Veränderung des Beweglichen, weil Erschaffenen, damit das Unbewegliche bleibe.
7094#Hebräer,12,28#28. Darum, weil wir ein unbewegliches Reich empfangen, lasset uns Dank beweisen, durch welchen wir Gott wohlgefällig dienen wollen mit Scheu und Furcht!
7095#Hebräer,12,29#29. Denn auch unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.
7096#Hebräer,13,1#1. DIE Bruderliebe soll bleiben!
7097#Hebräer,13,2#2. Gastfrei zu sein vergesset nicht; denn dadurch haben etliche ohne ihr Wissen Engel beherbergt.
7098#Hebräer,13,3#3. Gedenket der Gefangenen als Mitgefangene und derer, die Ungemach leiden, als solche, die selbst auch noch im Leibe leben.
7099#Hebräer,13,4#4. Die Ehe ist von allen in Ehren zu halten und das Ehebett unbefleckt; denn Hurer und Ehebrecher wird Gott richten!
7100#Hebräer,13,5#5. Der Wandel sei ohne Geiz! Begnüget euch mit dem Vorhandenen! Denn er selbst hat gesagt: «Ich will dich nicht verlassen noch versäumen!»-1- -1) aüs: Ich werde dich niemals verlassen, noch weniger dich aufgeben.++
7101#Hebräer,13,6#6. Also daß wir getrost sagen mögen: «Der Herr ist mein Helfer; ich fürchte mich nicht! Was können Menschen mir tun?»
7102#Hebräer,13,7#7. Gedenket eurer Führer, die euch das Wort Gottes gesagt haben; schauet das Ende ihres Wandels an und ahmet ihren Glauben nach!
7103#Hebräer,13,8#8. Jesus Christus ist gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit!
7104#Hebräer,13,9#9. Lasset euch nicht von mancherlei und fremden Lehren umhertreiben; denn es ist gut, daß das Herz durch Gnade befestigt werde, nicht durch Speisen, mit welchen sich abzugeben noch niemand Nutzen gebracht hat.
7105#Hebräer,13,10#10. Es gibt einen Altar, von welchem die Diener der Stiftshütte nicht essen dürfen.
7106#Hebräer,13,11#11. Denn von den Tieren, deren Blut für die Sünde durch den Hohenpriester ins Allerheiligste getragen wird, werden die Leiber außerhalb des Lagers verbrannt.
7107#Hebräer,13,12#12. Darum hat auch Jesus, um das Volk durch sein eigenes Blut zu heiligen, außerhalb des Tores gelitten.
7108#Hebräer,13,13#13. So lasset uns nun zu ihm hinausgehen, außerhalb des Lagers, und seine Schmach tragen!
7109#Hebräer,13,14#14. Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern suchen die zukünftige.
7110#Hebräer,13,15#15. Durch ihn lasset uns nun Gott allezeit ein Opfer des Lobes darbringen, das ist die «Frucht der Lippen», die seinen Namen bekennen!
7111#Hebräer,13,16#16. Wohlzutun und mitzuteilen vergesset nicht; denn solche Opfer gefallen Gott wohl!
7112#Hebräer,13,17#17. Gehorchet euren Führern und folget ihnen; denn sie wachen über eure Seelen als solche, die Rechenschaft ablegen sollen, damit sie das mit Freuden tun mögen und nicht mit Seufzen; denn das wäre euch zum Schaden!
7113#Hebräer,13,18#18. BETET für uns! Denn wir sind überzeugt, ein gutes Gewissen zu haben, da wir uns allenthalben eines anständigen Lebenswandels befleißigen.
7114#Hebräer,13,19#19. Um so mehr aber ermahne ich euch, solches zu tun, damit ich euch desto bälder wiedergeschenkt werde.
7115#Hebräer,13,20#20. Der Gott des Friedens aber, der den großen Hirten der Schafe von den Toten ausgeführt hat, mit dem Blut eines ewigen Bundes, unsren Herrn Jesus,
7116#Hebräer,13,21#21. der rüste euch mit allem Guten aus, seinen Willen zu tun, indem er selbst in euch schafft, was vor ihm wohlgefällig ist, durch Jesus Christus. Ihm sei die Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
7117#Hebräer,13,22#22. Ich ermahne euch aber, ihr Brüder, nehmet das Wort der Ermahnung an! Denn ich habe euch mit kurzen Worten geschrieben.
7118#Hebräer,13,23#23. Wisset, daß unser Bruder Timotheus freigelassen worden ist; wenn er bald kommt, will ich euch mit ihm besuchen.
7119#Hebräer,13,24#24. Grüßet alle eure Führer und alle Heiligen! Es grüßen euch die von Italien!
7120#Hebräer,13,25#25. Die Gnade sei mit euch allen!

4786#Römer,1,1#1. PAULUS, Knecht Jesu Christi, berufener Apostel, ausgesondert zum Evangelium Gottes,
4787#Römer,1,2#2. welches vorher verheißen wurde durch seine Propheten in heiligen Schriften,
4788#Römer,1,3#3. betreffs seines Sohnes, der hervorgegangen ist aus dem Samen Davids nach dem Fleisch
4789#Römer,1,4#4. und erwiesen als Sohn Gottes in Kraft nach dem Geiste der Heiligkeit durch die Auferstehung von den Toten, - Jesus Christus, unser Herr;
4790#Römer,1,5#5. durch welchen wir Gnade und Apostelamt empfangen haben, um für seinen Namen Glaubensgehorsam (zu verlangen) unter allen Völkern,
4791#Römer,1,6#6. unter welchen auch ihr seid, Berufene Jesu Christi;
4792#Römer,1,7#7. allen zu Rom anwesenden Geliebten Gottes, den berufenen Heiligen: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unsrem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
4793#Römer,1,8#8. ZUERST danke ich meinem Gott durch Jesus Christus für euch alle, daß euer Glaube in der ganzen Welt verkündigt wird.
4794#Römer,1,9#9. Denn Gott, welchem ich in meinem Geist diene am Evangelium seines Sohnes, ist mein Zeuge, wie unablässig ich euer gedenke,
4795#Römer,1,10#10. indem ich allezeit in meinen Gebeten flehe, ob mir nicht endlich einmal durch den Willen Gottes das Glück zuteil werden möchte, zu euch zu kommen.
4796#Römer,1,11#11. Denn mich verlangt darnach, euch zu sehen, um euch etwas geistliche Gabe mitzuteilen, damit ihr gestärkt werdet,
4797#Römer,1,12#12. das heißt aber, daß ich mitgetröstet werde unter euch durch den gemeinschaftlichen Glauben, den euren und den meinen.
4798#Römer,1,13#13. Ich will euch aber nicht verschweigen, meine Brüder, daß ich mir schon oftmals vorgenommen habe, zu euch zu kommen - ich wurde aber verhindert bis jetzt -, um auch unter euch etwas Frucht zu schaffen, gleichwie unter den übrigen Nationen;
4799#Römer,1,14#14. denn ich bin ein Schuldner sowohl den Griechen als den Barbaren-1-, sowohl den Weisen als den Unverständigen; -1) Nichtgriechen.++
4800#Römer,1,15#15. darum bin ich, soviel an mir liegt, bereit, auch euch in Rom das Evangelium zu verkündigen.
4801#Römer,1,16#16. DENN ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist Gottes Kraft-1- zur Rettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen; -1) o: eine Gotteskraft.++
4802#Römer,1,17#17. denn es wird darin geoffenbart die Gerechtigkeit Gottes-1- aus Glauben zum Glauben, wie geschrieben steht: «Der Gerechte wird infolge von Glauben leben»-2-. -1) d.h. das göttliche Rechtsverfahren, wonach demjenigen, welcher an den zu seiner Rettung geschehenen Sühnetod Christi glaubt, Gerechtigkeit zugesprochen wird.   2) o: der aus Glauben Gerechte wird leben.++
4803#Römer,1,18#18. ES offenbart sich nämlich Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit aufhalten,
4804#Römer,1,19#19. weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, da Gott es ihnen geoffenbart hat;
4805#Römer,1,20#20. denn sein unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, so daß sie keine Entschuldigung haben.
4806#Römer,1,21#21. Denn obschon sie Gott erkannten, haben sie ihn doch nicht als Gott gepriesen und ihm nicht gedankt, sondern sind in ihren Gedanken in eitlen Wahn verfallen, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert.
4807#Römer,1,22#22. Da sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden
4808#Römer,1,23#23. und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit dem Bild vom vergänglichen Menschen, von Vögeln und vierfüßigen und kriechenden Tieren.
4809#Römer,1,24#24. Darum hat sie auch Gott dahingegeben in die Gelüste ihrer Herzen, zur Unreinigkeit, daß sie ihre eigenen Leiber untereinander entehren,
4810#Römer,1,25#25. sie, welche die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauschten und dem Geschöpf mehr Ehre und Dienst erwiesen als dem Schöpfer, der da gelobt ist in Ewigkeit. Amen!
4811#Römer,1,26#26. Darum hat sie Gott auch dahingegeben in entehrende Leidenschaften. Denn ihre Frauen haben den natürlichen Gebrauch vertauscht mit dem widernatürlichen;
4812#Römer,1,27#27. gleicherweise haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sind gegeneinander entbrannt in ihrer Begierde und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den verdienten Lohn ihrer Verirrung an sich selbst empfangen.
4813#Römer,1,28#28. Und gleichwie sie Gott nicht der Anerkennung würdigten, hat Gott auch sie dahingegeben in unwürdigen Sinn, zu verüben, was sich nicht geziemt,
4814#Römer,1,29#29. als solche, die voll sind von aller Ungerechtigkeit, Schlechtigkeit, Habsucht, Bosheit; voll Neid, Mordlust, Zank, Trug und Tücke,
4815#Römer,1,30#30. Ohrenbläser, Verleumder, Gottesverächter, Freche, Übermütige, Prahler, erfinderisch im Bösen, den Eltern ungehorsam;
4816#Römer,1,31#31. unverständig, unbeständig, lieblos, unversöhnlich, unbarmherzig;
4817#Römer,1,32#32. welche, wiewohl sie das Urteil Gottes kennen, daß die, welche solches verüben, des Todes würdig sind, es nicht nur selbst tun, sondern auch Gefallen haben an denen, die es verüben.
4818#Römer,2,1#1. Darum bist du nicht zu entschuldigen, o Mensch, wer du seist, der du richtest! Denn indem du den andern richtest, verdammst du dich selbst; denn du verübst ja dasselbe, was du richtest!
4819#Römer,2,2#2. Wir wissen aber, daß das Gericht Gottes dem wahren Sachverhalt entsprechend über die ergeht, welche solches verüben.
4820#Römer,2,3#3. Oder denkst du, o Mensch, der du die richtest, welche solches verüben, und doch das Gleiche tust, daß du dem Gerichte Gottes entrinnen werdest?
4821#Römer,2,4#4. Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut, ohne zu erkennen, daß dich Gottes Güte zur Buße leitet?
4822#Römer,2,5#5. Aber nach deinem verstockten und unbußfertigen Herzen häufst du dir selbst den Zorn auf den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes,
4823#Römer,2,6#6. welcher einem jeglichen vergelten wird nach seinen Werken;
4824#Römer,2,7#7. denen nämlich, die mit Ausdauer im Wirken des Guten Herrlichkeit, Ehre und Unsterblichkeit erstreben, ewiges Leben;
4825#Römer,2,8#8. den Streitsüchtigen aber, welche der Wahrheit ungehorsam sind, dagegen der Ungerechtigkeit gehorchen, Zorn und Grimm!
4826#Römer,2,9#9. Trübsal und Angst über jede Menschenseele, die das Böse vollbringt, zuerst über den Juden, dann auch über den Griechen;
4827#Römer,2,10#10. Herrlichkeit aber und Ehre und Friede jedem, der das Gute wirkt, zuerst dem Juden, dann auch dem Griechen;
4828#Römer,2,11#11. denn es gibt kein Ansehen der Person bei Gott:
4829#Römer,2,12#12. Welche ohne Gesetz gesündigt haben, die werden auch ohne Gesetz verloren gehen; und welche unter dem Gesetz gesündigt haben, die werden durch das Gesetz verurteilt werden.
4830#Römer,2,13#13. Denn vor Gott sind nicht die gerecht, welche das Gesetz hören; sondern die, welche das Gesetz befolgen, sollen gerechtfertigt werden.
4831#Römer,2,14#14. Denn wenn die Heiden, die das Gesetz nicht haben, doch von Natur tun, was das Gesetz verlangt, so sind sie, die das Gesetz nicht haben, sich selbst ein Gesetz;
4832#Römer,2,15#15. da sie ja beweisen, daß des Gesetzes Werk in ihre Herzen geschrieben ist, was auch ihr Gewissen bezeugt, dazu ihre Überlegungen, welche sich untereinander verklagen oder entschuldigen.
4833#Römer,2,16#16. Das wird an dem Tage offenbar werden, da Gott das Verborgene der Menschen richten wird, laut meinem Evangelium, durch Jesus Christus.
4834#Römer,2,17#17. Wenn du dich aber einen Juden nennst und dich auf das Gesetz verlässest und dich Gottes rühmst,
4835#Römer,2,18#18. wenn du seinen Willen weißt und verschiedenartige Dinge zu unterscheiden verstehst, weil du aus dem Gesetz unterrichtet bist;
4836#Römer,2,19#19. wenn du dir zutraust, ein Leiter der Blinden, ein Licht derer zu sein, die in der Finsternis sind,
4837#Römer,2,20#20. ein Erzieher der Unverständigen, ein Lehrer der Unmündigen, der den Inbegriff der Erkenntnis und der Wahrheit im Gesetze hat:
4838#Römer,2,21#21. nun also, du lehrst andere, dich selbst aber lehrst du nicht? Du predigst, man solle nicht stehlen, und stiehlst selber?
4839#Römer,2,22#22. Du sagst, man solle nicht ehebrechen, und brichst selbst die Ehe? Du verabscheust die Götzen und begehst dabei Tempelraub?
4840#Römer,2,23#23. Du rühmst dich des Gesetzes und verunehrst doch Gott durch Übertretung des Gesetzes?
4841#Römer,2,24#24. wie geschrieben steht: «Der Name Gottes wird um euretwillen unter den Heiden gelästert.» -
4842#Römer,2,25#25. Denn die Beschneidung hat nur Wert, wenn du das Gesetz hältst; bist du aber ein Übertreter des Gesetzes, so ist deine Beschneidung schon zur Unbeschnittenheit geworden.
4843#Römer,2,26#26. Wenn nun der Unbeschnittene die Forderungen des Gesetzes beobachtet, wird ihm nicht seine Unbeschnittenheit als Beschneidung angerechnet werden?
4844#Römer,2,27#27. Und wird nicht der von Natur Unbeschnittene, der das Gesetz erfüllt, dich richten, der du trotz Buchstabe und Beschneidung ein Übertreter des Gesetzes bist?
4845#Römer,2,28#28. Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist; auch ist nicht das die Beschneidung, die äußerlich am Fleisch geschieht;
4846#Römer,2,29#29. sondern der ist ein Jude, der es innerlich ist, und das ist eine Beschneidung, die am Herzen, im Geiste, nicht dem Buchstaben nach vollzogen wird. Eines solchen Lob kommt nicht von Menschen, sondern von Gott.
4847#Römer,3,1#1. Was hat nun der Jude für einen Vorzug, oder was nützt die Beschneidung?
4848#Römer,3,2#2. Viel, in jeder Hinsicht! Erstens sind ihnen die Aussprüche Gottes anvertraut worden!
4849#Römer,3,3#3. Wie denn? Wenn auch etliche ungläubig waren, hebt etwa ihr Unglaube die Treue Gottes auf?
4850#Römer,3,4#4. Das sei ferne! Vielmehr erweist sich Gott als wahrhaftig, jeder Mensch aber als Lügner, wie geschrieben steht: «Auf daß du gerecht befunden werdest in deinen Worten und siegreich, wenn du gerichtet wirst-1-.» -1) d.h. wenn man mit dir rechtet.++
4851#Römer,3,5#5. Wenn aber unsere Ungerechtigkeit Gottes Gerechtigkeit beweist, was sollen wir sagen? Ist dann Gott nicht ungerecht, wenn er darüber zürnt? <Ich rede nach Menschenweise.>
4852#Römer,3,6#6. Das sei ferne! Wie könnte Gott sonst die Welt richten?
4853#Römer,3,7#7. Wenn aber die Wahrhaftigkeit Gottes durch meine Lüge überfließender wird zu seinem Ruhm, was werde ich dann noch als Sünder gerichtet?
4854#Römer,3,8#8. Müßte man dann nicht so reden, wie wir verleumdet werden und wie etliche behaupten, daß wir sagen: «Lasset uns Böses tun, damit Gutes daraus komme»? Ihre Verurteilung ist gerecht!
4855#Römer,3,9#9. Wie nun? Haben wir etwas voraus? Ganz und gar nichts! Denn wir haben ja vorhin sowohl Juden als Griechen beschuldigt, daß sie alle unter der Sünde sind,
4856#Römer,3,10#10. wie geschrieben steht: «Es ist keiner gerecht, auch nicht einer;
4857#Römer,3,11#11. es ist keiner verständig, keiner fragt nach Gott;
4858#Römer,3,12#12. alle sind abgewichen, sie taugen alle zusammen nichts; es ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer!
4859#Römer,3,13#13. Ihre Kehle ist ein offenes Grab, mit ihren Zungen trügen sie; Otterngift ist unter ihren Lippen;
4860#Römer,3,14#14. ihr Mund ist voll Fluchens und Bitterkeit,
4861#Römer,3,15#15. ihre Füße sind eilig, um Blut zu vergießen;
4862#Römer,3,16#16. Verwüstung und Jammer bezeichnen ihre Bahn,
4863#Römer,3,17#17. und den Weg des Friedens kennen sie nicht.
4864#Römer,3,18#18. Es ist keine Gottesfurcht vor ihren Augen.»
4865#Römer,3,19#19. Wir wissen aber, daß das Gesetz alles, was es spricht, denen sagt, die unter dem Gesetze sind, auf daß jeder Mund verstopft werde und alle Welt vor Gott schuldig sei,
4866#Römer,3,20#20. weil aus Gesetzeswerken kein Fleisch vor ihm gerechtfertigt werden kann; denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde.
4867#Römer,3,21#21. NUN aber ist außerhalb-1- vom Gesetz die Gerechtigkeit Gottes geoffenbart worden, die von dem Gesetz und den Propheten bezeugt wird, -1) unabhängig.++
4868#Römer,3,22#22. nämlich die Gerechtigkeit Gottes-1-, (veranlaßt) durch den Glauben an Jesus Christus, für alle, die da glauben. 23. Denn es ist kein Unterschied: -1) s. Anm. zu Röm. 1,17.++
4869#Römer,3,23#Alle haben gesündigt und ermangeln der Herrlichkeit Gottes,
4870#Römer,3,24#24. so daß sie gerechtfertigt werden ohne Verdienst, durch seine Gnade, mittels der Erlösung, die in Christus Jesus ist.
4871#Römer,3,25#25. Ihn hat Gott zum Sühnopfer verordnet, durch sein Blut, für alle, die glauben, zum Erweis seiner Gerechtigkeit, wegen der Nachsicht mit den Sünden, die zuvor geschehen waren unter göttlicher Geduld,
4872#Römer,3,26#26. zur Erweisung seiner Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit, damit er selbst gerecht sei und zugleich den rechtfertige, der aus dem Glauben an Jesus ist.
4873#Römer,3,27#27. Wo bleibt nun das Rühmen? Es ist ausgeschlossen? Durch welches Gesetz? Das der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens!
4874#Römer,3,28#28. So kommen wir zu dem Schluß, daß der Mensch durch den Glauben gerechtfertigt werde, ohne Gesetzeswerke.
4875#Römer,3,29#29. Oder ist Gott nur der Juden Gott, nicht auch der Heiden? Ja freilich, auch der Heiden!
4876#Römer,3,30#30. Denn es ist ja ein und derselbe Gott, welcher die Beschnittenen aus Glauben und die Unbeschnittenen durch den Glauben rechtfertigt.
4877#Römer,3,31#31. HEBEN wir nun das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! Vielmehr richten wir das Gesetz auf.
4878#Römer,4,1#1. Was wollen wir nun von dem sagen, was unser Vater Abraham erlangt hat nach dem Fleisch?
4879#Römer,4,2#2. Wenn Abraham aus Werken gerechtfertigt worden ist, hat er zwar Ruhm, aber nicht vor Gott.
4880#Römer,4,3#3. Denn was sagt die Schrift? «Abraham aber glaubte Gott, und das wurde ihm zur Gerechtigkeit angerechnet.»
4881#Römer,4,4#4. Wer aber Werke verrichtet, dem wird der Lohn nicht als Gnade angerechnet, sondern nach Schuldigkeit;
4882#Römer,4,5#5. wer dagegen keine Werke verrichtet, sondern an den glaubt, der den Gottlosen rechtfertigt, dem wird sein Glaube als Gerechtigkeit angerechnet.
4883#Römer,4,6#6. Ebenso spricht auch David die Seligpreisung des Menschen aus, welchem Gott Gerechtigkeit anrechnet ohne Werke:
4884#Römer,4,7#7. «Selig sind die, welchen die Übertretungen vergeben und deren Sünden zugedeckt sind;
4885#Römer,4,8#8. selig ist der Mann, welchem der Herr die Sünde nicht zurechnet!»
4886#Römer,4,9#9. Gilt nun diese Seligpreisung den Beschnittenen oder auch den Unbeschnittenen? Wir sagen ja, daß dem Abraham der Glaube als Gerechtigkeit angerechnet worden sei.
4887#Römer,4,10#10. Wie wurde er ihm nun angerechnet? Als er beschnitten oder als er noch unbeschnitten war? Nicht als er beschnitten, sondern als er noch unbeschnitten war!
4888#Römer,4,11#11. Und er empfing das Zeichen der Beschneidung als Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens, welchen er schon vor der Beschneidung hatte; auf daß er ein Vater aller unbeschnittenen Gläubigen sei, damit auch ihnen die Gerechtigkeit zugerechnet werde;
4889#Römer,4,12#12. und auch ein Vater der Beschnittenen, die nicht nur aus der Beschneidung sind, sondern auch wandeln in den Fußstapfen des Glaubens, den unser Vater Abraham hatte, als er noch unbeschnitten war.
4890#Römer,4,13#13. Denn nicht durch das Gesetz erhielt Abraham und sein Same die Verheißung, daß er der Welt Erbe sein solle, sondern durch die Gerechtigkeit des Glaubens.
4891#Römer,4,14#14. Denn wenn die vom Gesetz Erben sind, so ist der Glaube wertlos geworden und die Verheißung entkräftet.
4892#Römer,4,15#15. Denn das Gesetz bewirkt Zorn; wo aber kein Gesetz ist, da ist auch keine Übertretung.
4893#Römer,4,16#16. Darum geschah es durch den Glauben, damit es aus Gnaden sei, auf daß die Verheißung dem ganzen Samen gesichert sei, nicht nur demjenigen aus dem Gesetz, sondern auch dem vom Glauben Abrahams, welcher unser aller Vater ist;
4894#Römer,4,17#17. wie geschrieben steht: «Ich habe dich zum Vater vieler Völker gesetzt» - vor dem Gott, dem er glaubte, welcher die Toten lebendig macht und dem ruft, was nicht ist, als wäre es da.
4895#Römer,4,18#18. Er hat gegen alle Hoffnung auf Hoffnung hin geglaubt, daß er ein Vater vieler Völker werde, wie zu ihm gesagt worden war: «Also soll dein Same sein!»
4896#Römer,4,19#19. Und er wurde nicht schwach im Glauben, so daß er seinen schon erstorbenen Leib in Betracht gezogen hätte, weil er schon hundertjährig war; auch nicht den erstorbenen Mutterleib der Sara.
4897#Römer,4,20#20. Er zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern wurde stark durch den Glauben, indem er Gott die Ehre gab
4898#Römer,4,21#21. und völlig überzeugt war, daß Gott das, was er verheißen habe, auch zu tun vermöge.
4899#Römer,4,22#22. Darum wurde es ihm auch als Gerechtigkeit angerechnet.
4900#Römer,4,23#23. Es ist aber nicht allein um seinetwillen geschrieben, daß es ihm zugerechnet worden ist,
4901#Römer,4,24#24. sondern auch um unsertwillen, denen es zugerechnet werden soll, wenn wir an den glauben, der unsren Herrn Jesus Christus von den Toten auferweckt hat,
4902#Römer,4,25#25. welcher um unserer Übertretungen willen dahingegeben und zu unserer Rechtfertigung auferweckt worden ist.
4903#Römer,5,1#1. DA wir nun durch den Glauben gerechtfertigt sind, so haben wir Frieden mit Gott durch unsren Herrn Jesus Christus,
4904#Römer,5,2#2. durch welchen wir auch im Glauben Zutritt erlangt haben zu der Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes.
4905#Römer,5,3#3. Aber nicht nur das, sondern wir rühmen uns auch in den Trübsalen, weil wir wissen, daß die Trübsal Standhaftigkeit wirkt;
4906#Römer,5,4#4. die Standhaftigkeit aber Bewährung, die Bewährung aber Hoffnung;
4907#Römer,5,5#5. die Hoffnung aber läßt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den heiligen Geist, welcher uns gegeben worden ist.
4908#Römer,5,6#6. Denn Christus ist, als wir noch schwach waren, zur rechten Zeit für Gottlose gestorben.
4909#Römer,5,7#7. Nun stirbt kaum jemand für einen Gerechten; für einen Wohltäter entschließt sich vielleicht jemand zu sterben.
4910#Römer,5,8#8. Gott aber beweist seine Liebe gegen uns damit, daß Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.
4911#Römer,5,9#9. Wieviel mehr werden wir nun, nachdem wir durch sein Blut gerechtfertigt worden sind, durch ihn vor dem Zorngericht errettet werden!
4912#Römer,5,10#10. Denn, wenn wir, als wir noch Feinde waren, mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, wieviel mehr werden wir als Versöhnte gerettet werden durch sein Leben!
4913#Römer,5,11#11. Aber nicht nur das, sondern wir rühmen uns auch Gottes durch unsren Herrn Jesus Christus, durch welchen wir nun die Versöhnung empfangen haben.
4914#Römer,5,12#12. DARUM, gleichwie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod, und so der Tod zu allen Menschen hindurchgedrungen ist, weil sie alle gesündigt haben -
4915#Römer,5,13#13. denn schon vor dem Gesetz war die Sünde in der Welt; wo aber kein Gesetz ist, da wird die Sünde nicht angerechnet.
4916#Römer,5,14#14. Dennoch herrschte der Tod von Adam bis Mose auch über die, welche nicht mit gleicher Übertretung gesündigt hatten wie Adam, der ein Vorbild des Zukünftigen ist.
4917#Römer,5,15#15. Aber es verhält sich mit dem Sündenfall nicht wie mit der Gnadengabe. Denn wenn durch des einen Sündenfall die vielen gestorben sind, wieviel mehr ist die Gnade Gottes und das Gnadengeschenk durch den einen Menschen Jesus Christus den vielen reichlich zuteil geworden.
4918#Römer,5,16#16. Und es verhält sich mit der Sünde durch den einen nicht wie mit dem Geschenk. Denn das Urteil wurde wegen des einen zur Verurteilung; die Gnadengabe aber wird trotz vieler Sündenfälle zur Rechtfertigung.
4919#Römer,5,17#17. Denn wenn infolge des Sündenfalles des einen der Tod zur Herrschaft kam durch den einen, wieviel mehr werden die, welche den Überfluß der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den Einen, Jesus Christus!
4920#Römer,5,18#18. Also: wie der Sündenfall des einen zur Verurteilung aller Menschen führte - so führt auch das gerechte Tun des Einen alle Menschen zur lebenbringenden Rechtfertigung.
4921#Römer,5,19#19. Denn gleichwie durch den Ungehorsam des einen Menschen die vielen zu Sündern gemacht worden sind, so werden auch durch den Gehorsam des Einen die vielen zu Gerechten gemacht.
4922#Römer,5,20#20. Das Gesetz aber ist daneben hereingekommen, damit das Maß der Sünden voll würde. Wo aber das Maß der Sünde voll geworden ist, da ist die Gnade überfließend geworden,
4923#Römer,5,21#21. auf daß, gleichwie die Sünde geherrscht hat im Tode, also auch die Gnade herrsche durch Gerechtigkeit zu ewigem Leben, durch Jesus Christus, unsren Herrn.
4924#Römer,6,1#1. WAS wollen wir nun sagen? Sollen wir in der Sünde verharren, damit das Maß der Gnade voll werde?
4925#Römer,6,2#2. Das sei ferne! Wie sollten wir, die wir der Sünde gestorben sind, noch in ihr leben?
4926#Römer,6,3#3. Oder wisset ihr nicht, daß wir alle, die wir auf-1- Jesus Christus getauft sind, auf-1- seinen Tod getauft sind? -1) w: in.++
4927#Römer,6,4#4. Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe auf-1- den Tod, auf daß, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln. -1) w: in.++
4928#Römer,6,5#5. Denn wenn wir mit ihm verwachsen sind zur Ähnlichkeit seines Todes, so werden wir es auch zu der seiner Auferstehung sein,
4929#Römer,6,6#6. wissen wir doch, daß unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde außer Wirksamkeit gesetzt sei, so daß wir der Sünde nicht mehr dienen;
4930#Römer,6,7#7. denn wer gestorben ist, der ist von der Sünde losgesprochen.
4931#Römer,6,8#8. Sind wir aber mit Christus gestorben, so glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden,
4932#Römer,6,9#9. da wir wissen, daß Christus, von den Toten erweckt, nicht mehr stirbt; der Tod herrscht nicht mehr über ihn;
4933#Römer,6,10#10. denn was er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben, ein für allemal; was er aber lebt, das lebt er für Gott.
4934#Römer,6,11#11. Also auch ihr: Haltet euch selbst dafür, daß ihr für die Sünde tot seid, aber für Gott lebet in Christus Jesus, unsrem Herrn!
4935#Römer,6,12#12. So soll nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe, so daß ihr seinen Lüsten gehorchet;
4936#Römer,6,13#13. gebet auch nicht eure Glieder der Sünde hin, als Waffen der Ungerechtigkeit, sondern gebet euch selbst Gott hin, als solche, die aus Toten lebendig geworden sind, und eure Glieder Gott, als Waffen der Gerechtigkeit.
4937#Römer,6,14#14. Denn die Sünde wird nicht herrschen über euch, weil ihr nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade seid.
4938#Römer,6,15#15. Wie nun, sollen wir sündigen, weil wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind? Das sei ferne!
4939#Römer,6,16#16. Wisset ihr nicht: wem ihr euch als Knechte hingebet, ihm zu gehorchen, dessen Knechte seid ihr und müßt ihm gehorchen, es sei der Sünde zum Tode, oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit?
4940#Römer,6,17#17. Gott aber sei Dank, daß ihr Knechte der Sünde gewesen, nun aber von Herzen gehorsam geworden seid dem Vorbild der Lehre, dem ihr euch übergeben habt.
4941#Römer,6,18#18. Nachdem ihr aber von der Sünde befreit wurdet, seid ihr der Gerechtigkeit dienstbar geworden.
4942#Römer,6,19#19. Ich muß menschlich davon reden wegen der Schwachheit eures Fleisches. Gleichwie ihr eure Glieder in den Dienst der Unreinigkeit und der Gesetzwidrigkeit gestellt habt, um gesetzwidrig zu handeln, so stellet nun eure Glieder in den Dienst der Gerechtigkeit zur Heiligung.
4943#Römer,6,20#20. Denn als ihr Knechte der Sünde waret, da waret ihr frei gegenüber der Gerechtigkeit.
4944#Römer,6,21#21. Was hattet ihr nun damals für Frucht? Solche, derer ihr euch jetzt schämet; denn das Ende derselben ist der Tod.
4945#Römer,6,22#22. Nun aber, da ihr von der Sünde frei und Gott dienstbar geworden seid, habt ihr als eure Frucht die Heiligung, als Ende aber das ewige Leben.
4946#Römer,6,23#23. Denn der Tod ist der Sünde Sold; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unsrem Herrn.
4947#Römer,7,1#1. ODER wisset ihr nicht, Brüder - denn ich rede ja mit Gesetzeskundigen -, daß das Gesetz nur so lange über den Menschen herrscht, als er lebt?
4948#Römer,7,2#2. Denn die verheiratete Frau ist durchs Gesetz an ihren Mann gebunden, solange er lebt; wenn aber der Mann stirbt, so ist sie von dem Gesetz des Mannes befreit.
4949#Römer,7,3#3. So wird sie nun bei Lebzeiten des Mannes eine Ehebrecherin genannt, wenn sie einem andern Manne zu eigen wird; stirbt aber der Mann, so ist sie vom Gesetze frei, so daß sie keine Ehebrecherin ist, wenn sie einem andern Manne zu eigen wird.
4950#Römer,7,4#4. Also seid auch ihr, meine Brüder, dem Gesetze getötet worden durch den Leib Christi, auf daß ihr einem andern angehöret, nämlich dem, der von den Toten auferstanden ist, damit wir Gott Frucht bringen.
4951#Römer,7,5#5. Denn als wir im Fleische waren, da wirkten die sündlichen Leidenschaften, durch das Gesetz erregt, in unsren Gliedern, um dem Tode Frucht zu bringen.
4952#Römer,7,6#6. Nun aber sind wir vom Gesetz frei geworden, da wir dem gestorben sind, worin wir festgehalten wurden, so daß wir dienen im neuen Wesen des Geistes und nicht im alten Wesen des Buchstabens.
4953#Römer,7,7#7. Was wollen wir nun sagen? Ist das Gesetz Sünde? Das sei ferne! Aber die Sünde hätte ich nicht erkannt, außer durch das Gesetz; denn von der Lust hätte ich nichts gewußt, wenn das Gesetz nicht gesagt hätte: Laß dich nicht gelüsten!
4954#Römer,7,8#8. Da nahm aber die Sünde einen Anlaß und bewirkte durch das Verbot in mir allerlei Gelüste; denn ohne das Gesetz ist die Sünde tot.
4955#Römer,7,9#9. Ich aber lebte, als ich noch ohne Gesetz war; als aber das Gesetz kam, lebte die Sünde auf;
4956#Römer,7,10#10. ich aber starb, und das zum Leben gegebene Gesetz erwies sich mir todbringend.
4957#Römer,7,11#11. Denn die Sünde nahm einen Anlaß und verführte mich durch das Gebot und tötete mich durch dasselbe.
4958#Römer,7,12#12. So ist nun das Gesetz heilig, und das Gebot ist heilig, gerecht und gut!
4959#Römer,7,13#13. Gereichte nun das Gute mir zum Tode? Das sei ferne! Sondern die Sünde, damit sie als Sünde erscheine, hat mir durch das Gute den Tod bewirkt, auf daß die Sünde überaus sündig würde durch das Gebot.
4960#Römer,7,14#14. Denn wir wissen, daß das Gesetz geistlich ist; ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft.
4961#Römer,7,15#15. Denn was ich vollbringe, billige ich nicht; denn ich tue nicht, was ich will, sondern was ich hasse, das übe ich aus.
4962#Römer,7,16#16. Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, so stimme ich dem Gesetz bei, daß es trefflich ist.
4963#Römer,7,17#17. Nun aber vollbringe nicht mehr ich dasselbe, sondern die Sünde, die in mir wohnt.
4964#Römer,7,18#18. Denn ich weiß, daß in mir, das ist in meinem Fleische, nichts Gutes wohnt; das Wollen ist zwar bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten gelingt mir nicht!
4965#Römer,7,19#19. Denn nicht das Gute, das ich will, tue ich, sondern das Böse, das ich nicht will, übe ich aus.
4966#Römer,7,20#20. Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, so vollbringe nicht mehr ich dasselbe, sondern die Sünde, die in mir wohnt.
4967#Römer,7,21#21. Ich finde also das Gesetz vor, wonach mir, der ich das Gute tun will, das Böse anhängt.
4968#Römer,7,22#22. Denn ich habe Lust an dem Gesetz Gottes nach dem inwendigen Menschen;
4969#Römer,7,23#23. ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das dem Gesetz meiner Vernunft widerstreitet und mich gefangen nimmt in dem Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist.
4970#Römer,7,24#24. Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem Todesleib?
4971#Römer,7,25#25. Ich danke Gott durch Jesus Christus, unsren Herrn! So diene nun ich selbst mit der Vernunft dem Gesetz Gottes, mit dem Fleische aber dem Gesetz der Sünde.
4972#Römer,8,1#1. SO gibt es nun keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind.
4973#Römer,8,2#2. Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat mich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes.
4974#Römer,8,3#3. Denn was dem Gesetz unmöglich war - weil es durch das Fleisch geschwächt wurde -, das hat Gott getan, nämlich die Sünde im Fleische verdammt, indem er seinen Sohn sandte in der Ähnlichkeit des sündlichen Fleisches und um der Sünde willen,
4975#Römer,8,4#4. damit die vom Gesetz geforderte Gerechtigkeit in uns erfüllt würde, die wir nicht nach dem Fleische wandeln, sondern nach dem Geist.
4976#Römer,8,5#5. Denn die nach dem Fleische leben, sinnen auf das, was des Fleisches ist, die aber nach dem Geiste leben, auf das, was des Geistes ist.
4977#Römer,8,6#6. Denn die Gesinnung des Fleisches ist Tod, die Gesinnung des Geistes aber Leben und Friede,
4978#Römer,8,7#7. darum, weil die Gesinnung des Fleisches Feindschaft wider Gott ist; denn sie ist dem Gesetz Gottes nicht untertan, sie kann es auch nicht.
4979#Römer,8,8#8. Die aber im Fleische sind, vermögen Gott nicht zu gefallen.
4980#Römer,8,9#9. Ihr aber seid nicht im Fleische, sondern im Geiste, wenn anders Gottes Geist in euch wohnt; wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein.
4981#Römer,8,10#10. Wenn aber Christus in euch ist, so ist der Leib zwar tot um der Sünde willen, der Geist aber ist Leben um der Gerechtigkeit willen.
4982#Römer,8,11#11. Wenn aber der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird derselbe, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt.
4983#Römer,8,12#12. So sind wir also, ihr Brüder, dem Fleische nicht schuldig, nach dem Fleische zu leben!
4984#Römer,8,13#13. Denn wenn ihr nach dem Fleische lebet, so müßt ihr sterben; wenn ihr aber durch den Geist die Geschäfte des Leibes tötet, so werdet ihr leben.
4985#Römer,8,14#14. Denn alle, die sich vom Geiste Gottes leiten lassen, sind Gottes Kinder.
4986#Römer,8,15#15. Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, daß ihr euch abermals fürchten müßtet, sondern ihr habt einen Geist der Kindschaft-1- empfangen, in welchem wir rufen: Abba, Vater! -1) der Annahme an Sohnesstatt.++
4987#Römer,8,16#16. Dieser Geist gibt Zeugnis unsrem-1- Geist, daß wir Gottes Kinder sind. -1) w: samt unsrem.++
4988#Römer,8,17#17. Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi; wenn anders wir mit ihm leiden, auf daß wir auch mit ihm verherrlicht werden.
4989#Römer,8,18#18. Denn ich halte dafür, daß die Leiden der jetzigen Zeit nicht in Betracht kommen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll.
4990#Römer,8,19#19. Denn die gespannte Erwartung der Kreatur sehnt die Offenbarung der Kinder Gottes herbei.
4991#Römer,8,20#20. Die Kreatur ist nämlich der Vergänglichkeit unterworfen, nicht freiwillig, sondern durch den, der sie unterworfen hat, auf Hoffnung hin,
4992#Römer,8,21#21. daß auch sie selbst, die Kreatur, befreit werden soll von der Knechtschaft der Sterblichkeit zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes.
4993#Römer,8,22#22. Denn wir wissen, daß die ganze Schöpfung mitseufzt und mit in Wehen liegt bis jetzt;
4994#Römer,8,23#23. und nicht nur sie, sondern auch wir selbst, die wir die Erstlingsgabe des Geistes haben, auch wir erwarten seufzend die Sohnesstellung-1-, die Erlösung unsres Leibes. -1) d.h. das volle Offenbarwerden derselben.++
4995#Römer,8,24#24. Denn auf Hoffnung hin sind wir errettet worden. Eine Hoffnung aber, die man sieht, ist keine Hoffnung; denn was einer sieht, das hofft er doch nicht mehr!
4996#Römer,8,25#25. Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen, so warten wir es ab in Geduld.
4997#Römer,8,26#26. Ebenso kommt aber auch der Geist unserer Schwachheit zu Hilfe. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich's gebührt; aber der Geist selbst tritt für uns ein mit unausgesprochenen Seufzern.
4998#Römer,8,27#27. Der aber die Herzen erforscht, weiß, was des Geistes Sinn-1- ist; denn er vertritt die Heiligen so, wie es Gott angemessen ist. -1) o: Trachten, Absicht.++
4999#Römer,8,28#28. Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alles zum Besten mitwirkt, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.
5000#Römer,8,29#29. Denn welche er zuvor ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Ebenbilde seines Sohnes gleichgestaltet zu werden, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.
5001#Römer,8,30#30. Welche er aber vorherbestimmt hat, die hat er auch berufen, welche er aber berufen hat, die hat er auch gerechtfertigt, welche er aber gerechtfertigt hat, die hat er auch verherrlicht.
5002#Römer,8,31#31. Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer mag wider uns sein?
5003#Römer,8,32#32. Welcher sogar seines eigenen Sohnes nicht verschont, sondern ihn für uns alle dahingegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken?
5004#Römer,8,33#33. Wer will gegen die Auserwählten Gottes Anklage erheben? Gott, der sie rechtfertigt?
5005#Römer,8,34#34. Wer will verdammen? Christus, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferweckt ist, der auch zur Rechten Gottes ist, der uns auch vertritt?
5006#Römer,8,35#35. Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert?
5007#Römer,8,36#36. Wie geschrieben steht: «Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag, wir sind geachtet wie Schlachtschafe!»
5008#Römer,8,37#37. Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat!
5009#Römer,8,38#38. Denn ich bin überzeugt, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges,
5010#Römer,8,39#39. weder Hohes noch Tiefes, noch irgend ein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermag von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unsrem Herrn!
5011#Römer,9,1#1. ICH sage die Wahrheit in Christus, ich lüge nicht, wie mir mein Gewissen bezeugt im heiligen Geist,
5012#Römer,9,2#2. daß ich große Traurigkeit und unablässigen Schmerz in meinem Herzen habe.
5013#Römer,9,3#3. Ich wünschte nämlich, selber von Christus verbannt zu sein für meine Brüder, meine Verwandten nach dem Fleisch,
5014#Römer,9,4#4. welche Israeliten sind, denen die Kindschaft und die Herrlichkeit und die Bündnisse und die Gesetzgebung und der Gottesdienst und die Verheißung gehören;
5015#Römer,9,5#5. ihnen gehören auch die Väter an, und von ihnen stammt dem Fleische nach Christus, der da ist über alle, hochgelobter Gott, in Ewigkeit. Amen!
5016#Römer,9,6#6. Nicht aber, als ob das Wort Gottes nun hinfällig wäre! Denn nicht alle, die von Israel abstammen, sind Israel;
5017#Römer,9,7#7. auch sind nicht alle, weil sie Abrahams Same sind, seine Kinder, sondern «in Isaak soll dir ein Same berufen werden»;
5018#Römer,9,8#8. das heißt: Nicht die Kinder des Fleisches sind Kinder Gottes, sondern die Kinder der Verheißung werden als Same gerechnet.
5019#Römer,9,9#9. Denn das ist ein Wort der Verheißung: «Um diese Zeit will ich kommen, und Sara soll einen Sohn haben.»
5020#Römer,9,10#10. Und nicht dieses allein, sondern auch, als Rebekka von ein und demselben, von unserm Vater Isaak schwanger war,
5021#Römer,9,11#11. ehe die Kinder geboren waren und weder Gutes noch Böses getan hatten - auf daß der nach Erwählung gefaßte Vorsatz Gottes bestehe, nicht um der Werke, sondern um des Berufers willen -,
5022#Römer,9,12#12. wurde zu ihr gesagt: «Der Größere wird dem Kleineren dienen»;
5023#Römer,9,13#13. wie auch geschrieben steht: «Jakob habe ich geliebt, aber Esau habe ich gehaßt.»
5024#Römer,9,14#14. Was wollen wir nun sagen! Ist etwa bei Gott Ungerechtigkeit? Das sei ferne!
5025#Römer,9,15#15. Denn zu Mose spricht er: «Welchem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich.»
5026#Römer,9,16#16. So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen.
5027#Römer,9,17#17. Denn die Schrift sagt zum Pharao: «Eben dazu habe ich dich erweckt, daß ich an dir meine Macht erweise und daß mein Name verkündigt werde auf der ganzen Erde.»
5028#Römer,9,18#18. So erbarmt er sich nun, wessen er will, und verstockt, wen er will.
5029#Römer,9,19#19. Nun wirst du mich fragen: Warum tadelt er dann noch? Wer kann seinem Willen widerstehen?
5030#Römer,9,20#20. Nun ja, lieber Mensch, wer bist denn du, daß du mit Gott rechten willst? Spricht auch das Gebilde zu seinem Bildner: Warum hast du mich so gemacht?
5031#Römer,9,21#21. Hat nicht der Töpfer Macht über den Ton, aus derselben Masse das eine Gefäß zur Ehre, das andere zur Unehre zu machen?
5032#Römer,9,22#22. Wenn aber Gott, da er seinen Zorn erzeigen und seine Macht kundtun wollte, mit großer Geduld die Gefäße des Zorns getragen hat, die zum Verderben zugerichtet sind,
5033#Römer,9,23#23. damit er auch den Reichtum seiner Herrlichkeit an den Gefäßen der Barmherzigkeit kundtäte, die er zuvor zur Herrlichkeit bereitet hat,
5034#Römer,9,24#24. wie er denn als solche auch uns berufen hat, nicht allein aus den Juden, sondern auch aus den Heiden, (was dann?)
5035#Römer,9,25#25. Wie er auch durch Hosea spricht: «Ich will das mein Volk nennen, was nicht mein Volk war, und Geliebte, die nicht die Geliebte war,
5036#Römer,9,26#26. und es soll geschehen an dem Ort, wo zu ihnen gesagt wurde: Ihr seid nicht mein Volk, da sollen sie Kinder des lebendigen Gottes genannt werden.»
5037#Römer,9,27#27. Jesaja aber ruft über Israel aus: «Wenn die Zahl der Kinder Israel wäre wie der Sand am Meer, so wird (doch nur) der Überrest gerettet werden;
5038#Römer,9,28#28. denn eine abschließende und beschleunigte Abrechnung in Gerechtigkeit wird der Herr auf Erden veranstalten, ja eine summarische Abrechnung!»
5039#Römer,9,29#29. Und, wie Jesaja vorhergesagt hat: «Hätte der Herr der Heerscharen uns nicht eine Nachkommenschaft übrigbleiben lassen, so wären wir wie Sodom geworden und gleich wie Gomorra!»
5040#Römer,9,30#30. Was wollen wir nun sagen? Daß Heiden, welche nicht nach Gerechtigkeit strebten, Gerechtigkeit erlangt haben, nämlich Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt,
5041#Römer,9,31#31. daß aber Israel, welches dem Gesetz der Gerechtigkeit nachjagte, dem Gesetz nicht nachgekommen ist.
5042#Römer,9,32#32. Warum? Weil es nicht aus Glauben geschah, sondern aus Werken. Sie haben sich gestoßen an dem Stein des Anstoßes,
5043#Römer,9,33#33. wie geschrieben steht: «Siehe, ich lege in Zion einen Stein des Anstoßes und einen Fels des Ärgernisses; und wer an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden!»
5044#Römer,10,1#1. Brüder, meines Herzens Wunsch und mein Flehen zu Gott für Israel ist auf ihr Heil gerichtet.
5045#Römer,10,2#2. Denn ich gebe ihnen das Zeugnis, daß sie eifern um Gott, aber mit Unverstand.
5046#Römer,10,3#3. Denn weil sie die Gerechtigkeit Gottes nicht erkennen und ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten trachten, sind sie der Gerechtigkeit Gottes nicht untertan.
5047#Römer,10,4#4. Denn Christus ist des Gesetzes Ende zur Gerechtigkeit für einen jeden, der da glaubt.
5048#Römer,10,5#5. Mose beschreibt nämlich die Gerechtigkeit, die durch das Gesetz kommt, also: «Der Mensch, welcher sie tut, wird dadurch leben.»
5049#Römer,10,6#6. Aber die Gerechtigkeit durch den Glauben redet so: «Sprich nicht in deinem Herzen: Wer will in den Himmel hinaufsteigen?» - nämlich um Christus herabzuholen -
5050#Römer,10,7#7. oder: «wer will in den Abgrund hinuntersteigen?» - nämlich um Christus von den Toten zu holen!
5051#Römer,10,8#8. Sondern was sagt sie? «Das Wort ist dir nahe, in deinem Munde und in deinem Herzen!» - nämlich das Wort des Glaubens, das wir predigen.
5052#Römer,10,9#9. Denn wenn du mit deinem Munde Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, daß Gott ihn von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet;
5053#Römer,10,10#10. denn mit dem Herzen glaubt man, um gerecht, und mit dem Munde bekennt man, um gerettet zu werden;
5054#Römer,10,11#11. denn die Schrift spricht: «Wer an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden!»
5055#Römer,10,12#12. Denn es ist kein Unterschied zwischen Juden und Griechen: alle haben denselben Herrn, der reich ist für alle, die ihn anrufen;
5056#Römer,10,13#13. denn «wer den Namen des Herrn anrufen wird, der soll gerettet werden».
5057#Römer,10,14#14. Wie sollen sie ihn aber anrufen, wenn sie nicht an ihn glauben? Wie sollen sie aber glauben, wenn sie nichts von ihm gehört haben? Wie sollen sie aber hören ohne Prediger?
5058#Römer,10,15#15. Wie sollen sie aber predigen, wenn sie nicht ausgesandt werden? Wie geschrieben steht: «Wie lieblich sind die Füße derer, die das Evangelium des Friedens, die das Evangelium des Guten verkündigen!»
5059#Römer,10,16#16. Aber nicht alle haben dem Evangelium gehorcht; denn Jesaja spricht: «Herr, wer hat unsrer Predigt geglaubt?»
5060#Römer,10,17#17. Demnach kommt der Glaube aus der Predigt, die Predigt aber durch Gottes Wort.
5061#Römer,10,18#18. Aber ich frage: Haben sie etwa nicht gehört? Doch ja, «es ist in alle Lande ausgegangen ihr Schall und bis an die Enden der Erde ihre Worte».
5062#Römer,10,19#19. Aber ich frage: Hat es Israel nicht gewußt? Schon Mose sagt: «Ich will euch zur Eifersucht reizen durch das, was kein Volk ist, durch ein unverständiges Volk will ich euch erzürnen.»
5063#Römer,10,20#20. Jesaja aber wagt sogar zu sagen: «Ich bin von denen gefunden worden, welche mich nicht suchten, bin denen offenbar geworden, die nicht nach mir fragten.»
5064#Römer,10,21#21. In bezug auf Israel aber spricht er: «Den ganzen Tag habe ich meine Hände ausgestreckt nach einem ungehorsamen und widerspenstigen Volk!»
5065#Römer,11,1#1. Ich frage nun: Hat etwa Gott sein Volk verstoßen? Das sei ferne! Denn auch ich bin ein Israelit, aus dem Samen Abrahams, aus dem Stamme Benjamin.
5066#Römer,11,2#2. Gott hat sein Volk nicht verstoßen, welches er zuvor ersehen hat! Oder wisset ihr nicht, was die Schrift bei (der Geschichte von) Elia spricht, wie er sich an Gott gegen Israel wendet:
5067#Römer,11,3#3. «Herr, sie haben deine Propheten getötet und deine Altäre zerstört, und ich bin allein übriggeblieben, und sie trachten mir nach dem Leben!»
5068#Römer,11,4#4. Aber was sagt ihm die göttliche Antwort? «Ich habe mir siebentausend Mann übrigbleiben lassen, die kein Knie gebeugt haben vor Baal.»
5069#Römer,11,5#5. So ist auch in der jetzigen Zeit ein Rest vorhanden, dank der Gnadenwahl.
5070#Römer,11,6#6. Wenn aber aus Gnade, so ist es nicht mehr um der Werke willen, sonst würde die Gnade nicht mehr Gnade sein; wenn aber um der Werke willen, so ist es nicht mehr aus Gnade, sonst wäre das Werk nicht mehr Werk.
5071#Römer,11,7#7. Wie nun? Was Israel sucht, das hat es nicht erlangt; die Auswahl aber hat es erlangt, die übrigen aber wurden verstockt,
5072#Römer,11,8#8. wie geschrieben steht: «Gott hat ihnen einen Geist der Schlafsucht-1- gegeben, Augen, um nicht zu sehen, und Ohren, um nicht zu hören, bis zum heutigen Tag.» -1) o: der Betäubung.++
5073#Römer,11,9#9. Und David spricht: «Ihr Tisch werde ihnen zur Schlinge und zum Fallstrick und zum Anstoß und zur Vergeltung;
5074#Römer,11,10#10. ihre Augen sollen verfinstert werden, daß sie nicht sehen, und ihren Rücken beuge allezeit!»
5075#Römer,11,11#11. Ich frage nun: Sind sie denn darum gestrauchelt, damit sie fallen sollten? Das sei ferne! Sondern durch ihren Fall wurde das Heil den Heiden zuteil, damit sie diesen nacheifern möchten.
5076#Römer,11,12#12. Wenn aber ihr Fall der Reichtum der Welt und ihr Verlust der Reichtum der Heiden geworden ist, wieviel mehr ihre volle Zahl!
5077#Römer,11,13#13. Zu euch, den Heiden, rede ich - da ich nun eben Heidenapostel bin, rühme ich mein Amt,
5078#Römer,11,14#14. ob ich nicht etwa meine Volksgenossen zum Nacheifern reizen und etliche von ihnen erretten könnte -;
5079#Römer,11,15#15. (darum sage ich:) Wenn ihre Verwerfung die Versöhnung der Welt geworden ist, was würde ihre Annahme anderes sein, als Leben aus den Toten?
5080#Römer,11,16#16. Ist aber der Anbruch-1- heilig, so ist es auch der Teig, und ist die Wurzel heilig, so sind es auch die Zweige. -1) d.h. das Erstlingsbrot, 4.Mo. 15,19-21.++
5081#Römer,11,17#17. Wenn aber etliche der Zweige ausgebrochen wurden und du als ein wilder Ölzweig unter sie eingepfropft und der Wurzel und der Fettigkeit des Ölbaums teilhaftig geworden bist,
5082#Römer,11,18#18. so rühme dich nicht wider die Zweige! Rühmst du dich aber, so wisse, daß nicht du die Wurzel trägst, sondern die Wurzel trägt dich!
5083#Römer,11,19#19. Nun sagst du aber: Die Zweige sind ausgebrochen worden, damit ich eingepfropft würde!
5084#Römer,11,20#20. Gut! Um ihres Unglaubens willen sind sie ausgebrochen worden; du aber stehst durch den Glauben. Sei nicht stolz, sondern fürchte dich!
5085#Römer,11,21#21. Denn wenn Gott die natürlichen Zweige nicht verschont hat, so wird er wohl auch dich nicht verschonen.
5086#Römer,11,22#22. So schaue nun die Güte und die Strenge Gottes; die Strenge an denen, die gefallen sind; die Güte aber an dir, sofern du in der Güte bleibst, sonst wirst auch du abgehauen werden!
5087#Römer,11,23#23. Jene dagegen, wenn sie nicht im Unglauben verharren, sollen wieder eingepfropft werden; denn Gott vermag sie wohl wieder einzupfropfen.
5088#Römer,11,24#24. Denn wenn du aus dem von Natur wilden Ölbaum herausgeschnitten und wider die Natur in den edlen Ölbaum eingepfropft worden bist, wieviel eher können diese, die natürlichen Zweige, wieder in ihren eigenen Ölbaum eingepfropft werden!
5089#Römer,11,25#25. Denn ich will nicht, meine Brüder, daß euch dieses Geheimnis unbekannt bleibe, damit ihr euch nicht selbst klug dünket, - daß Israel zum Teil Verstockung widerfahren ist, bis daß die Vollzahl der Heiden eingegangen sein wird
5090#Römer,11,26#26. und also ganz Israel gerettet werde, wie geschrieben steht: «Aus Zion wird der Erlöser kommen und die Gottlosigkeiten von Jakob abwenden»,
5091#Römer,11,27#27. und: «das ist mein Bund mit ihnen, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde».
5092#Römer,11,28#28. Nach dem Evangelium zwar sind sie Feinde um euretwillen, nach der Erwählung aber Geliebte um der Väter willen.
5093#Römer,11,29#29. Denn Gottes Gnadengaben und Berufung sind unwiderruflich.
5094#Römer,11,30#30. Denn gleichwie auch ihr einst Gott nicht gehorcht habt, nun aber begnadigt worden seid infolge ihres Ungehorsams,
5095#Römer,11,31#31. so haben auch sie jetzt nicht gehorcht infolge eurer Begnadigung, damit auch sie begnadigt würden.
5096#Römer,11,32#32. Denn Gott hat alle miteinander in den Unglauben verschlossen, damit er sich aller erbarme.
5097#Römer,11,33#33. O welch eine Tiefe des Reichtums, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unergründlich sind seine Gerichte und unausforschlich seine Wege!
5098#Römer,11,34#34. Denn «wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen?
5099#Römer,11,35#35. Oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, daß es ihm wiedervergolten werde?»
5100#Römer,11,36#36. Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge; ihm sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
5101#Römer,12,1#1. ICH ermahne euch nun, ihr Brüder, kraft der Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber darbringet als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: das sei euer vernünftiger Gottesdienst!
5102#Römer,12,2#2. Und passet euch nicht diesem Weltlauf an, sondern verändert euer Wesen durch die Erneuerung eures Sinnes, um prüfen zu können, was der Wille Gottes sei, der gute und wohlgefällige und vollkommene.
5103#Römer,12,3#3. Denn ich sage kraft der Gnade, die mir gegeben ist, einem jeden unter euch, daß er nicht höher von sich denke, als sich zu denken gebührt, sondern daß er auf Bescheidenheit bedacht sei, wie Gott einem jeden das Maß des Glaubens zugeteilt hat.
5104#Römer,12,4#4. Denn gleichwie wir an einem Leibe viele Glieder besitzen, nicht alle Glieder aber dieselbe Verrichtung haben,
5105#Römer,12,5#5. so sind auch wir, die vielen, ein Leib in Christus, als einzelne aber untereinander Glieder.
5106#Römer,12,6#6. Wenn wir aber auch verschiedene Gaben haben nach der uns verliehenen Gnade, zum Beispiel Weissagung, so stimmen sie doch mit dem Glauben überein!
5107#Römer,12,7#7. Wenn einer dient, (sei es so) in dem Dienst; wenn einer lehrt, in der Lehre;
5108#Römer,12,8#8. wenn einer ermahnt, in der Ermahnung. Wer gibt, gebe in Einfalt; wer vorsteht, tue es mit Fleiß; wer Barmherzigkeit übt, mit Freudigkeit!
5109#Römer,12,9#9. DIE Liebe sei ungeheuchelt! Hasset das Böse, hanget dem Guten an!
5110#Römer,12,10#10. In der Bruderliebe seid gegeneinander herzlich, in der Ehrerbietung komme einer dem andern zuvor!
5111#Römer,12,11#11. Im Fleiß lasset nicht nach, seid brennend im Geist, dienet dem Herrn!
5112#Römer,12,12#12. Seid fröhlich in Hoffnung, in Trübsal haltet stand, seid beharrlich im Gebet!
5113#Römer,12,13#13. Nehmet Anteil an den Nöten der Heiligen, befleißiget euch der Gastfreundschaft!
5114#Römer,12,14#14. Segnet die euch verfolgen, segnet und fluchet nicht!
5115#Römer,12,15#15. Freuet euch mit den Fröhlichen und weinet mit den Weinenden!
5116#Römer,12,16#16. Seid gleichgesinnt gegeneinander; trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch herunter zu den Niedrigen; haltet euch nicht selbst für klug!
5117#Römer,12,17#17. Vergeltet niemandem Böses mit Bösem! Befleißiget euch dessen, was in aller Menschen Augen edel ist!
5118#Römer,12,18#18. Ist es möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden.
5119#Römer,12,19#19. Rächet euch nicht selbst, ihr Lieben, sondern gebet Raum dem Zorne (Gottes); denn es steht geschrieben: «Die Rache ist mein, ich will vergelten, spricht der Herr.»
5120#Römer,12,20#20. Wenn nun deinen Feind hungert, so speise ihn; dürstet ihn, so tränke ihn! Wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln.
5121#Römer,12,21#21. Laß dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem!
5122#Römer,13,1#1. JEDERMANN sei den obrigkeitlichen Gewalten untertan; denn es gibt keine Obrigkeit, die nicht von Gott wäre; die vorhandenen aber sind von Gott verordnet.
5123#Römer,13,2#2. Wer sich also der Obrigkeit widersetzt, der widerstrebt der Ordnung Gottes; die aber widerstreben, ziehen sich selbst die Verurteilung zu.
5124#Römer,13,3#3. Denn die Herrscher sind nicht wegen guten Werken zu fürchten, sondern wegen bösen! Willst du also die Obrigkeit nicht fürchten, so tue das Gute, dann wirst du Lob von ihr empfangen!
5125#Römer,13,4#4. Denn sie ist Gottes Dienerin, zu deinem Besten. Tust du aber Böses, so fürchte dich! Denn sie trägt das Schwert nicht umsonst; Gottes Dienerin ist sie, eine Rächerin zur Strafe an dem, der das Böse tut.
5126#Römer,13,5#5. Darum ist es notwendig, untertan zu sein, nicht allein um der Strafe, sondern auch um des Gewissens willen.
5127#Römer,13,6#6. Deshalb zahlet ihr ja auch Steuern; denn sie sind Gottes Diener, die eben dazu bestellt sind.
5128#Römer,13,7#7. So gebet nun jedermann, was ihr schuldig seid: Steuer, dem die Steuer, Zoll, dem der Zoll, Furcht, dem die Furcht, Ehre, dem die Ehre gebührt.
5129#Römer,13,8#8. Seid niemand etwas schuldig, als daß ihr einander liebet; denn wer den andern liebt, hat das Gesetz erfüllt.
5130#Römer,13,9#9. Denn die (Forderung): «Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, laß dich nicht gelüsten» - und welches andere Gebot noch sei -, wird zusammengefaßt in diesem Wort: «Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!»
5131#Römer,13,10#10. Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses; so ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung.
5132#Römer,13,11#11. Und dieses (sollen wir tun) als solche, die die Zeit verstehen, daß nämlich die Stunde schon da ist, wo wir vom Schlafe aufwachen sollten; denn jetzt ist unser Heil näher, als da wir gläubig wurden;
5133#Römer,13,12#12. die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber nahe. So lasset uns nun ablegen die Werke der Finsternis und anziehen die Waffen des Lichts;
5134#Römer,13,13#13. laßt uns anständig wandeln als am Tage, nicht in Schmausereien und Schlemmereien, nicht in Unzucht und Ausschweifungen, nicht in Hader und Neid;
5135#Römer,13,14#14. sondern ziehet den Herrn Jesus Christus an und pfleget das Fleisch nicht bis zur Erregung von Begierden!
5136#Römer,14,1#1. DES Schwachen im Glauben nehmet euch an, doch nicht um über Meinungen zu streiten.
5137#Römer,14,2#2. Einer glaubt, alles essen zu dürfen; wer aber schwach ist, ißt Gemüse.
5138#Römer,14,3#3. Wer ißt, verachte den nicht, der nicht ißt; und wer nicht ißt, richte den nicht, der ißt; denn Gott hat ihn angenommen.
5139#Römer,14,4#4. Wer bist du, daß du einen fremden Knecht richtest? Er steht oder fällt seinem Herrn. Er wird aber aufgerichtet werden; denn der Herr vermag ihn aufzurichten.
5140#Römer,14,5#5. Dieser achtet einen Tag höher als den andern, jener hält alle Tage gleich; ein jeglicher sei seiner Meinung gewiß!
5141#Römer,14,6#6. Wer auf den Tag schaut, schaut darauf für den Herrn, und wer nicht auf den Tag schaut, schaut nicht darauf für den Herrn. Wer ißt, der ißt für den Herrn; denn er dankt Gott, und wer nicht ißt, der ißt nicht für den Herrn und dankt Gott.
5142#Römer,14,7#7. Denn keiner von uns lebt sich selbst und keiner stirbt sich selbst.
5143#Römer,14,8#8. Leben wir, so leben wir dem Herrn, sterben wir, so sterben wir dem Herrn; ob wir nun leben oder sterben, so sind wir des Herrn.
5144#Römer,14,9#9. Denn dazu ist Christus gestorben und wieder lebendig geworden, daß er sowohl über Tote als auch über Lebende Herr sei.
5145#Römer,14,10#10. Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder du, was verachtest du deinen Bruder? Wir werden alle vor dem Richterstuhl Christi-1- erscheinen; -1) aL: Gottes.++
5146#Römer,14,11#11. denn es steht geschrieben: «So wahr ich lebe, spricht der Herr, mir soll sich beugen jedes Knie, und jede Zunge wird Gott bekennen.»
5147#Römer,14,12#12. So wird also ein jeglicher für sich selbst Gott Rechenschaft geben.
5148#Römer,14,13#13. Darum laßt uns nicht mehr einander richten, sondern das richtet vielmehr, daß dem Bruder weder Anstoß noch Ärgernis gegeben werde!
5149#Römer,14,14#14. Ich weiß und bin in dem Herrn Jesus davon überzeugt, daß nichts an sich selbst unrein ist; sondern nur für den, der etwas für unrein hält, ist es unrein.
5150#Römer,14,15#15. Wenn aber dein Bruder um einer Speise willen betrübt wird, so wandelst du schon nicht nach der Liebe. Verdirb mit deiner Speise nicht den, für welchen Christus gestorben ist!
5151#Römer,14,16#16. So soll nun euer Bestes nicht verlästert werden!
5152#Römer,14,17#17. Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit, Friede und Freude im heiligen Geist;
5153#Römer,14,18#18. wer darin Christus dient, der ist Gott wohlgefällig und auch von den Menschen gebilligt.
5154#Römer,14,19#19. So laßt uns nun dem nachjagen, was zum Frieden und zur Erbauung untereinander dient.
5155#Römer,14,20#20. Zerstöre nicht wegen einer Speise Gottes Werk! Es ist zwar alles rein, aber es ist demjenigen schädlich, welcher es mit Anstoß ißt.
5156#Römer,14,21#21. Es ist gut, wenn du kein Fleisch issest und keinen Wein trinkst, noch sonst etwas (tust), woran dein Bruder Anstoß oder Ärgernis nehmen oder schwach werden könnte.
5157#Römer,14,22#22. Du hast Glauben? Habe ihn für dich selbst vor Gott! Selig, wer sich selbst nicht beschuldigt in dem, was er billigt;
5158#Römer,14,23#23. wer aber zweifelt und doch ißt, der ist verurteilt, weil es nicht aus Glauben geschieht. Alles aber, was nicht aus Glauben geschieht, ist Sünde.
5159#Römer,15,1#1. Es ist aber unsere, der Starken Pflicht, die Schwachheiten der Kraftlosen zu tragen und nicht Gefallen an uns selber zu haben.
5160#Römer,15,2#2. Es soll aber ein jeder von uns seinem Nächsten gefallen zum Guten, zur Erbauung.
5161#Römer,15,3#3. Denn auch Christus hatte nicht an sich selbst Gefallen, sondern wie geschrieben steht: «Die Schmähungen derer, die dich geschmäht haben, sind auf mich gefallen.»
5162#Römer,15,4#4. Was aber zuvor geschrieben worden ist, das wurde zu unserer Belehrung geschrieben, damit wir durch die Geduld-1- und durch den Trost der Schrift Hoffnung fassen. -1) Standhaftigkeit.++
5163#Römer,15,5#5. Der Gott der Geduld-1- und des Trostes aber gebe euch, untereinander eines Sinnes zu sein, Christus Jesus gemäß, -1) Standhaftigkeit.++
5164#Römer,15,6#6. damit ihr einmütig, mit einem Munde Gott und den Vater unsres Herrn Jesus Christus lobet.
5165#Römer,15,7#7. Darum nehmet euch einer des andern an, gleichwie auch Christus sich euer angenommen hat, zu Gottes Ehre!
5166#Römer,15,8#8. Ich sage aber, daß Jesus Christus ein Diener der Beschneidung geworden ist um der Wahrhaftigkeit Gottes willen, um die Verheißungen an die Väter zu bestätigen,
5167#Römer,15,9#9. daß aber die Heiden Gott loben um der Barmherzigkeit willen, wie geschrieben steht: «Darum will ich dich preisen unter den Heiden und deinem Namen lobsingen!»
5168#Römer,15,10#10. Und wiederum spricht er: «Freuet euch, ihr Heiden, mit seinem Volk!»
5169#Römer,15,11#11. Und wiederum: «Lobet den Herrn, alle Heiden, preiset ihn, alle Völker!»
5170#Römer,15,12#12. Und wiederum spricht Jesaja: «Es wird aus der Wurzel Jesses-1- sprossen der, welcher aufsteht, um über die Heiden zu herrschen; auf ihn werden die Heiden hoffen.» -1) o: Isais.++
5171#Römer,15,13#13. Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und mit Frieden im Glauben, daß ihr überströmet an Hoffnung, in der Kraft des heiligen Geistes!
5172#Römer,15,14#14. ICH habe aber, meine Brüder, die feste Überzeugung von euch, daß auch ihr selbst voll Gütigkeit seid, erfüllt mit aller Erkenntnis und fähig, einander zu ermahnen.
5173#Römer,15,15#15. Das machte mir aber zum Teil um so mehr Mut, euch zu schreiben, um euer Gedächtnis wieder aufzufrischen, wegen der Gnade, die mir von Gott gegeben ist,
5174#Römer,15,16#16. daß ich ein Diener Jesu Christi für die Heiden sein soll, der das Evangelium Gottes priesterlich verwaltet, auf daß das Opfer der Heiden angenehm werde, geheiligt im heiligen Geist.
5175#Römer,15,17#17. Ich habe also (Grund zum) Rühmen in Christus Jesus, vor Gott.
5176#Römer,15,18#18. Denn ich würde nicht wagen, etwas davon zu sagen, wenn nicht Christus es durch mich gewirkt hätte, um die Heiden zum Gehorsam zu bringen durch Wort und Werk,
5177#Römer,15,19#19. in Kraft von Zeichen und Wundern, in Kraft des heiligen Geistes, also daß ich von Jerusalem an und ringsumher bis nach Illyrien das Evangelium von Christus völlig ausgerichtet habe,
5178#Römer,15,20#20. wobei ich es mir zur Ehre mache, das Evangelium nicht dort zu verkündigen, wo Christi Name schon bekannt ist, damit ich nicht auf einen fremden Grund baue,
5179#Römer,15,21#21. sondern, wie geschrieben steht: «Welchen nicht von ihm verkündigt worden ist, die sollen es sehen, und welche es nicht gehört haben, die sollen es vernehmen.»
5180#Römer,15,22#22. Darum bin ich auch oftmals verhindert worden, zu euch zu kommen.
5181#Römer,15,23#23. Da ich jetzt aber in diesen Gegenden keinen Raum mehr habe, wohl aber seit vielen Jahren ein Verlangen hege, zu euch zu kommen,
5182#Römer,15,24#24. so werde ich auf der Reise nach Spanien zu euch kommen; denn ich hoffe, euch auf der Durchreise zu sehen und von euch dorthin geleitet zu werden, wenn ich mich zuvor ein wenig an euch erquickt habe.
5183#Römer,15,25#25. Nun aber reise ich nach Jerusalem, im Dienste der Heiligen.
5184#Römer,15,26#26. Es hat nämlich Mazedonien und Achaja gefallen, eine Sammlung für die Armen unter den Heiligen in Jerusalem zu veranstalten;
5185#Römer,15,27#27. es hat ihnen gefallen, und sie sind es ihnen auch schuldig; denn wenn die Heiden an ihren geistlichen Gütern Anteil erhalten haben, so sind sie auch verpflichtet, jenen in den leiblichen zu dienen.
5186#Römer,15,28#28. Wenn ich nun das ausgerichtet und ihnen diese Frucht gesichert habe, will ich bei euch durchreisen nach Spanien.
5187#Römer,15,29#29. Ich weiß aber, daß, wenn ich zu euch komme, es in der Fülle des Segens Christi geschehen wird.
5188#Römer,15,30#30. Ich ermahne euch aber, ihr Brüder, durch unsern Herrn Jesus Christus und durch die Liebe des Geistes, daß ihr mit mir kämpfet in den Gebeten für mich zu Gott,
5189#Römer,15,31#31. daß ich errettet werde von den Ungläubigen in Judäa und daß meine Dienstleistung für Jerusalem den Heiligen angenehm sei,
5190#Römer,15,32#32. auf daß ich durch Gottes Willen mit Freuden zu euch komme und mich mit euch erquicke.
5191#Römer,15,33#33. Der Gott aber des Friedens sei mit euch allen! Amen.
5192#Römer,16,1#1. ICH empfehle euch aber unsere Schwester Phöbe, welche Dienerin der Gemeinde zu Kenchreä ist,
5193#Römer,16,2#2. damit ihr sie aufnehmet im Herrn, wie es Heiligen geziemt, und ihr beistehet, in welcher Sache sie euer bedarf; denn auch sie ist vielen eine Beschützerin gewesen, auch mir selbst.
5194#Römer,16,3#3. Grüßet Prisca und Aquila, meine Mitarbeiter in Christus Jesus,
5195#Römer,16,4#4. welche für mein Leben ihren Nacken dargeboten haben, denen nicht allein ich danke, sondern auch alle Gemeinden der Heiden;
5196#Römer,16,5#grüßet auch die Gemeinde in ihrem Hause. 5. Grüßet den Epänetus, meinen Geliebten, welcher ein Erstling von Asien ist für Christus.
5197#Römer,16,6#6. Grüßet Maria, welche viel für uns gearbeitet hat.
5198#Römer,16,7#7. Grüßet Andronicus und Junias, meine Verwandten und Mitgefangenen, welche unter den Aposteln angesehen und vor mir in Christus gewesen sind.
5199#Römer,16,8#8. Grüßet Amplias, meinen Geliebten im Herrn.
5200#Römer,16,9#9. Grüßet Urbanus, unsern Mitarbeiter in Christus, und Stachys, meinen Geliebten.
5201#Römer,16,10#10. Grüßet Apelles, den in Christus Bewährten, grüßet die vom Hause des Aristobulus.
5202#Römer,16,11#11. Grüßet Herodion, meinen Verwandten; grüßet die vom Hause des Narcissus, die im Herrn sind.
5203#Römer,16,12#12. Grüßet die Tryphena und die Tryphosa, die im Herrn arbeiten; grüßet Persis, die Geliebte, die viel gearbeitet hat im Herrn.
5204#Römer,16,13#13. Grüßet Rufus, den Auserwählten im Herrn, und seine und meine Mutter.
5205#Römer,16,14#14. Grüßet Asynkritus, Phlegon, Hermes, Patrobas, Hermas und die Brüder bei ihnen.
5206#Römer,16,15#15. Grüßet Philologus und Julia, Nereus und seine Schwester, auch Olympas und alle Heiligen bei ihnen.
5207#Römer,16,16#16. Grüßet einander mit dem heiligen Kuß! Es grüßen euch alle Gemeinden Christi.
5208#Römer,16,17#17. Ich ermahne euch aber, ihr Brüder, gebet acht auf die, welche Trennungen und Ärgernisse anrichten abseits von der Lehre, die ihr gelernt habt, und meidet sie.
5209#Römer,16,18#18. Denn solche dienen nicht dem Herrn Jesus Christus, sondern ihrem eigenen Bauch, und durch gleisnerische Reden und schöne Worte verführen sie die Herzen der Arglosen.
5210#Römer,16,19#19. Denn euer Gehorsam ist überall bekanntgeworden. Darum freue ich mich über euch, möchte aber, daß ihr weise wäret zum Guten und unvermischt bliebet mit dem Bösen.
5211#Römer,16,20#20. Der Gott des Friedens aber wird den Satan unter euren Füßen zermalmen in kurzem! Die Gnade unsres Herrn Jesus Christus sei mit euch!
5212#Römer,16,21#21. Es grüßen euch Timotheus, mein Mitarbeiter, und Lucius und Jason und Sosipater, meine Verwandten.
5213#Römer,16,22#22. Ich, Tertius, der ich den Brief geschrieben habe, grüße euch im Herrn.
5214#Römer,16,23#23. Es grüßt euch Gajus, der mich und die ganze Gemeinde beherbergt. Es grüßt euch Erastus, der Stadtverwalter, und Quartus, der Bruder.
5215#Römer,16,24#24. Die Gnade unsres Herrn Jesus Christus sei mit euch allen! Amen.
5216#Römer,16,25#25. Dem aber, der euch stärken kann laut meines Evangeliums und der Predigt von Jesus Christus, gemäß der Offenbarung des Geheimnisses, das von ewigen Zeiten her verschwiegen gewesen,
5217#Römer,16,26#26. jetzt aber geoffenbart und durch prophetische Schriften auf Befehl des ewigen Gottes kundgetan worden ist, zum Gehorsam des Glaubens, für alle Völker, -
5218#Römer,16,27#27. ihm, dem allein weisen Gott, durch Jesus Christus, sei die Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. [An die Römer gesandt von Korinth durch Phöbe, die Dienerin der Gemeinde zu Kenchreä.]

3780#Apostelgeschichte,1,1#1. DEN ersten Bericht habe ich abgelegt, lieber Theophilus, über alles, was Jesus zu tun und zu lehren begonnen hat,
3781#Apostelgeschichte,1,2#2. bis zu dem Tage, da er (in den Himmel) aufgenommen wurde, nachdem er den Aposteln, die er erwählt hatte, durch den heiligen Geist Befehl gegeben;
3782#Apostelgeschichte,1,3#3. welchen er sich auch nach seinem Leiden lebendig erzeigte, durch viele sichere Kennzeichen, indem er während vierzig Tagen ihnen erschien und über das Reich Gottes redete.
3783#Apostelgeschichte,1,4#4. Und als er mit ihnen zusammen war, gebot er ihnen, von Jerusalem nicht zu weichen, sondern die Verheißung des Vaters abzuwarten, welche ihr (, so sprach er,) von mir vernommen habt,
3784#Apostelgeschichte,1,5#5. denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt im heiligen Geiste getauft werden, nicht lange nach diesen Tagen.
3785#Apostelgeschichte,1,6#6. Die nun zusammengekommen waren, fragten ihn und sprachen: Herr, gibst du in dieser Zeit Israel die Königsherrschaft wieder?
3786#Apostelgeschichte,1,7#7. Er sprach zu ihnen: Es ist nicht eure Sache, Zeiten oder Stunden zu kennen, welche der Vater in seiner eigenen Macht festgesetzt hat;
3787#Apostelgeschichte,1,8#8. sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn der heilige Geist über euch kommt, und werdet Zeugen für mich sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis ans Ende der Erde!
3788#Apostelgeschichte,1,9#9. Und nach diesen Worten wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf und vor ihren Augen weg.
3789#Apostelgeschichte,1,10#10. Und als sie unverwandt gen Himmel blickten, während er dahinfuhr, siehe, da standen zwei Männer in weißen Kleidern bei ihnen,
3790#Apostelgeschichte,1,11#die sprachen: 11. Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr hier und seht gen Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird in gleicher Weise wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.
3791#Apostelgeschichte,1,12#12. Da kehrten sie nach Jerusalem zurück von dem Berge, welcher Ölberg heißt, der nahe bei Jerusalem liegt, einen Sabbatweg entfernt.
3792#Apostelgeschichte,1,13#13. Und als sie hineinkamen, gingen sie hinauf in das Obergemach, wo sie verblieben-1-, nämlich Petrus und Johannes und Jakobus und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Simon Zelotes und Judas, des Jakobus Sohn. -1) o: wo sie sich aufzuhalten pflegten.++
3793#Apostelgeschichte,1,14#14. Diese alle verharrten einmütig im Gebet, samt den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern.
3794#Apostelgeschichte,1,15#15. UND in diesen Tagen stand Petrus mitten unter den Jüngern auf und sprach <es waren aber etwa hundertzwanzig Personen beisammen>:
3795#Apostelgeschichte,1,16#16. Ihr Männer und Brüder, es mußte das Wort der Schrift erfüllt werden, das der heilige Geist durch den Mund Davids vorausgesagt hat über Judas, welcher denen, die Jesus gefangennahmen, zum Wegweiser wurde.
3796#Apostelgeschichte,1,17#17. Denn er war uns beigezählt und hatte das Los dieses Dienstes empfangen.
3797#Apostelgeschichte,1,18#18. Dieser erwarb einen Acker aus dem Lohn der Ungerechtigkeit und stürzte kopfüber hinab, barst mitten entzwei, und alle seine Eingeweide traten heraus.
3798#Apostelgeschichte,1,19#19. Und es wurde allen kund, die zu Jerusalem wohnen, so daß jener Acker in ihrer Sprache Akeldama genannt wurde, das heißt: Blutacker.
3799#Apostelgeschichte,1,20#20. Denn es steht geschrieben im Buche der Psalmen: «Seine Behausung soll öde werden, und niemand soll darin wohnen», und: «sein Amt empfange ein anderer.»
3800#Apostelgeschichte,1,21#21. So muß nun von den Männern, die mit uns gegangen sind die ganze Zeit über, da der Herr Jesus unter uns ein- und ausging,
3801#Apostelgeschichte,1,22#22. von der Taufe des Johannes an bis zu dem Tage, da er von uns hinweg aufgenommen wurde, - einer von diesen muß mit uns Zeuge seiner Auferstehung werden.
3802#Apostelgeschichte,1,23#23. Und sie stellten zwei dar, Joseph, genannt Barsabas, mit Zunamen Justus, und Matthias,
3803#Apostelgeschichte,1,24#24. beteten und sprachen: Herr, du Kenner aller Herzen, zeige an, welchen von diesen beiden du erwählt hast,
3804#Apostelgeschichte,1,25#25. das Los dieses Dienstes und Apostelamtes zu empfangen, von welchem Judas abgetreten ist, um hinzugehen an seinen Ort.
3805#Apostelgeschichte,1,26#26. Und sie gaben ihnen Lose, und das Los fiel auf Matthias, und er wurde zu den elf Aposteln hinzugewählt.
3806#Apostelgeschichte,2,1#1. UND als der Tag der Pfingsten sich erfüllte, waren sie alle einmütig beisammen.
3807#Apostelgeschichte,2,2#2. Und es entstand plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie von einem daherfahrenden gewaltigen Winde, und erfüllte das ganze Haus, worin sie saßen.
3808#Apostelgeschichte,2,3#3. Und es erschienen Zungen, die sich zerteilten, wie von Feuer, und setzten sich auf einen jeglichen unter ihnen.
3809#Apostelgeschichte,2,4#4. Und sie wurden alle vom heiligen Geist erfüllt und fingen an in andern Zungen-1- zu reden, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab. -1) o: Sprachen.++
3810#Apostelgeschichte,2,5#5. Es wohnten aber zu Jerusalem Juden, gottesfürchtige Männer, aus allen Völkern unter dem Himmel.
3811#Apostelgeschichte,2,6#6. Da aber dieses Getöse entstand, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden.
3812#Apostelgeschichte,2,7#7. Sie erstaunten aber alle, verwunderten sich und sprachen zueinander: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, Galiläer?
3813#Apostelgeschichte,2,8#8. Wie hören wir sie denn, ein jeder in seiner Sprache, darin wir geboren sind?
3814#Apostelgeschichte,2,9#9. Parther und Meder und Elamiter und die wir wohnen in Mesopotamien, in Judäa und Kappadocien, in Pontus und Asien;
3815#Apostelgeschichte,2,10#10. in Phrygien und Pamphylien, in Ägypten und in den Gegenden Lybiens bei Kyrene, und die hier weilenden Römer,
3816#Apostelgeschichte,2,11#11. Juden und Proselyten, Kreter und Araber, wir hören sie in unsern Zungen die großen Taten Gottes verkünden!
3817#Apostelgeschichte,2,12#12. Sie erstaunten aber alle und gerieten in Verlegenheit und sprachen einer zum andern: Was soll das sein?
3818#Apostelgeschichte,2,13#13. Andere aber spotteten und sprachen: Sie sind voll süßen Weines!
3819#Apostelgeschichte,2,14#14. Da trat Petrus mit den Elfen auf, erhob seine Stimme und sprach zu ihnen: Ihr jüdischen Männer und ihr alle, die ihr zu Jerusalem wohnet, das sei euch kund, und horchet auf meine Worte!
3820#Apostelgeschichte,2,15#15. Denn diese sind nicht trunken, wie ihr wähnet; denn es ist erst die dritte Stunde des Tages;
3821#Apostelgeschichte,2,16#16. sondern dies ist, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist:
3822#Apostelgeschichte,2,17#17. «Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da werde ich ausgießen von meinem Geist über alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, und eure Jünglinge werden Gesichte sehen, und eure Ältesten werden Träume haben;
3823#Apostelgeschichte,2,18#18. ja, auch über meine Knechte und über meine Mägde werde ich in jenen Tagen von meinem Geiste ausgießen, und sie werden weissagen.
3824#Apostelgeschichte,2,19#19. Und ich will Wunder tun oben am Himmel und Zeichen unten auf Erden, Blut und Feuer und Rauchdampf;
3825#Apostelgeschichte,2,20#20. die Sonne wird sich in Finsternis verwandeln und der Mond in Blut, ehe der große und offenbar werdende Tag des Herrn kommt.
3826#Apostelgeschichte,2,21#21. Und es soll geschehen, daß jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, errettet werden wird.»
3827#Apostelgeschichte,2,22#22. Ihr israelitischen Männer, höret diese Worte: Jesus von Nazareth, einen Mann, von Gott bei euch erwiesen durch Kräfte und Wunder und Zeichen, die Gott durch ihn tat, mitten unter euch, wie ihr selbst wisset;
3828#Apostelgeschichte,2,23#23. diesen, der nach Gottes festgesetztem Rat und Vorherwissen dahingegeben worden war, habt ihr genommen und durch der Ungerechten Hände (ans Kreuz) geheftet und getötet.
3829#Apostelgeschichte,2,24#24. Ihn hat Gott auferweckt, indem er die Bande-1- des Todes löste, wie es denn unmöglich war, daß er von ihm festgehalten würde. -1) o: Wehen.++
3830#Apostelgeschichte,2,25#25. Denn David spricht von ihm: «Ich sah den Herrn allezeit vor mir, denn er ist zu meiner Rechten, daß ich nicht wanke.
3831#Apostelgeschichte,2,26#26. Darum freut sich mein Herz, und meine Zunge frohlockt, auch mein Fleisch wird ruhen auf Hoffnung;
3832#Apostelgeschichte,2,27#27. denn du wirst meine Seele nicht im Totenreich lassen und nicht zugeben, daß dein Heiliger die Verwesung sehe.
3833#Apostelgeschichte,2,28#28. Du hast mir kundgetan die Wege des Lebens; du wirst mich erfüllen mit Freuden vor deinem Angesicht!»
3834#Apostelgeschichte,2,29#29. Ihr Männer und Brüder, es sei mir erlaubt, freimütig zu euch zu reden von dem Stammvater David: er ist gestorben und begraben, und sein Grab ist unter uns bis auf diesen Tag.
3835#Apostelgeschichte,2,30#30. Da er nun ein Prophet war und wußte, daß Gott ihm mit einem Eide verheißen hatte, aus der Frucht seiner Lenden einen auf seinen Thron zu setzen,
3836#Apostelgeschichte,2,31#31. hat er in dieser Voraussicht von der Auferstehung Christi geredet, daß seine Seele nicht im Totenreich gelassen werde, noch sein Fleisch die Verwesung sehe.
3837#Apostelgeschichte,2,32#32. Diesen Jesus hat Gott auferweckt; dafür sind wir alle Zeugen.
3838#Apostelgeschichte,2,33#33. Nachdem er nun durch die rechte Hand Gottes erhöht worden ist und die Verheißung des heiligen Geistes vom Vater empfangen hat, hat er das ausgegossen, was ihr jetzt sehet und höret.
3839#Apostelgeschichte,2,34#34. Denn nicht David ist in den Himmel hinaufgefahren, sondern er sagt selbst: «Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten,
3840#Apostelgeschichte,2,35#35. bis ich deine Feinde hinlege als Schemel deiner Füße.»
3841#Apostelgeschichte,2,36#36. So erkenne nun das ganze Haus Israel mit Gewißheit, daß Gott diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, zum Herrn und Christus gemacht hat.
3842#Apostelgeschichte,2,37#37. Als sie aber das hörten, ging es ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den übrigen Aposteln: Was sollen wir tun, ihr Männer und Brüder?
3843#Apostelgeschichte,2,38#38. Petrus aber sprach zu ihnen: Tut Buße, und ein jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden; so werdet ihr die Gabe des heiligen Geistes empfangen.
3844#Apostelgeschichte,2,39#39. Denn euch gilt die Verheißung und euren Kindern und allen, die ferne sind, soviele der Herr unser Gott herrufen wird.
3845#Apostelgeschichte,2,40#40. Und noch mit vielen andern Worten beschwor und ermahnte er sie und sprach: Lasset euch retten aus diesem verkehrten Geschlecht!
3846#Apostelgeschichte,2,41#41. Die nun sein Wort annahmen, ließen sich taufen, und es wurden an jenem Tage etwa dreitausend Seelen hinzugetan.
3847#Apostelgeschichte,2,42#42. Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.
3848#Apostelgeschichte,2,43#43. Es kam aber eine Furcht über alle Seelen, und viele Wunder und Zeichen geschahen durch die Apostel.
3849#Apostelgeschichte,2,44#44. Alle Gläubigen aber waren beisammen und hatten alles gemeinsam;
3850#Apostelgeschichte,2,45#45. die Güter und Habe verkauften sie und verteilten sie unter alle, je nachdem einer es bedurfte.
3851#Apostelgeschichte,2,46#46. Und täglich verharrten sie einmütig im Tempel und brachen das Brot in den Häusern, nahmen die Speise mit Frohlocken und in Einfalt des Herzens,
3852#Apostelgeschichte,2,47#47. lobten Gott und hatten Gunst bei dem ganzen Volk. Der Herr aber tat täglich solche, die gerettet wurden, zur Gemeinde hinzu.
3853#Apostelgeschichte,3,1#1. PETRUS aber und Johannes gingen in den Tempel hinauf um die neunte Stunde, da man zu beten pflegte.
3854#Apostelgeschichte,3,2#2. Und es wurde ein Mann herbeigebracht, der lahm war von Mutterleib an, den man täglich an die Pforte des Tempels, welche man «die Schöne» nennt, hinsetzte, damit er von denen, die in den Tempel hineingingen, ein Almosen erbitte.
3855#Apostelgeschichte,3,3#3. Als dieser Petrus und Johannes sah, die in den Tempel hineingehen wollten, bat er sie um ein Almosen.
3856#Apostelgeschichte,3,4#4. Petrus aber samt Johannes blickte ihn an und sprach: Sieh uns an!
3857#Apostelgeschichte,3,5#5. Er aber achtete auf sie in der Erwartung, etwas von ihnen zu empfangen.
3858#Apostelgeschichte,3,6#6. Da sprach Petrus: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth, stehe auf und wandle!
3859#Apostelgeschichte,3,7#7. Und er ergriff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf. Und alsbald wurden seine Füße und seine Knöchel fest,
3860#Apostelgeschichte,3,8#8. und er sprang auf und konnte stehen, ging umher und trat mit ihnen in den Tempel, wandelte und sprang und lobte Gott.
3861#Apostelgeschichte,3,9#9. Und alles Volk sah, wie er umherging und Gott lobte.
3862#Apostelgeschichte,3,10#10. Und sie erkannten, daß er der war, der um des Almosens willen an der «schönen» Pforte des Tempels gesessen hatte; und sie wurden mit Verwunderung und Erstaunen erfüllt über dem, was ihm widerfahren war.
3863#Apostelgeschichte,3,11#11. Da er sich aber zu Petrus und Johannes hielt, lief alles Volk voll Erstaunen bei ihnen zusammen in der sogenannten Halle Salomos.
3864#Apostelgeschichte,3,12#12. Als Petrus das sah, antwortete er dem Volke: Ihr israelitischen Männer, was verwundert ihr euch darüber, oder was blickt ihr auf uns, als hätten wir durch eigene Kraft oder Frömmigkeit bewirkt, daß dieser wandelt?
3865#Apostelgeschichte,3,13#13. Der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs, der Gott unsrer Väter, hat seinen Sohn-1- Jesus verherrlicht, den ihr überliefert und vor Pilatus verleugnet habt, als dieser ihn freisprechen wollte. -1) aüs: Knecht.++
3866#Apostelgeschichte,3,14#14. Ihr aber habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und verlangt, daß euch ein Mörder geschenkt werde,
3867#Apostelgeschichte,3,15#15. den Fürsten-1- des Lebens aber habt ihr getötet; den hat Gott von den Toten auferweckt, dafür sind wir Zeugen. -1) o: Anführer, Urheber.++
3868#Apostelgeschichte,3,16#16. Und auf den Glauben an seinen Namen hin hat sein Name diesen (Mann) hier, den ihr sehet und kennet, gestärkt, und der durch ihn (gewirkte) Glaube hat ihm diese volle Gesundheit gegeben vor euch allen.
3869#Apostelgeschichte,3,17#17. Und nun, ihr Brüder, ich weiß, daß ihr in Unwissenheit gehandelt habt, wie auch eure Obersten;
3870#Apostelgeschichte,3,18#18. Gott aber hat das, was er durch den Mund aller seiner Propheten zuvor verkündigte, daß nämlich Christus leiden müsse, auf diese Weise erfüllt.
3871#Apostelgeschichte,3,19#19. So tut nun Buße und bekehret euch, daß eure Sünden ausgetilgt werden,
3872#Apostelgeschichte,3,20#20. damit Zeiten der Erquickung vom Angesicht des Herrn kommen und er den euch vorherbestimmten Christus Jesus sende,
3873#Apostelgeschichte,3,21#21. welchen der Himmel aufnehmen muß bis auf die Zeiten der Wiederherstellung alles dessen, wovon Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten von alters her geredet hat.
3874#Apostelgeschichte,3,22#22. Denn Mose hat zu den Vätern gesagt: «Einen Propheten wird euch der Herr euer Gott erwecken aus euren Brüdern, gleichwie mich; auf den sollt ihr hören in allem, was er zu euch reden wird.
3875#Apostelgeschichte,3,23#23. Und es wird geschehen: jede Seele, welche nicht auf diesen Propheten hören wird, soll aus dem Volk vertilgt werden.»
3876#Apostelgeschichte,3,24#24. Und alle Propheten, von Samuel an und den folgenden, soviele ihrer geredet haben, die haben auch diese Tage angekündigt.
3877#Apostelgeschichte,3,25#25. Ihr seid die Söhne der Propheten und des Bundes, den Gott mit unsern Vätern schloß, indem er zu Abraham sprach: «Und in deinem Samen sollen alle Geschlechter der Erde gesegnet werden.»
3878#Apostelgeschichte,3,26#26. Euch zuerst hat Gott, indem er seinen Sohn-1- Jesus auferweckte, ihn gesandt, um euch zu segnen, durch Bekehrung eines jeden unter euch von seiner Bosheit. -1) aüs: Knecht.++
3879#Apostelgeschichte,4,1#1. WÄHREND sie aber zum Volk redeten, traten die Priester und der Hauptmann des Tempels und die Sadduzäer auf sie zu.
3880#Apostelgeschichte,4,2#2. Die verdroß es, daß sie das Volk lehrten und in Jesus die Auferstehung von den Toten verkündigten.
3881#Apostelgeschichte,4,3#3. Und sie legten Hand an sie und setzten sie ins Gefängnis bis zum folgenden Morgen, denn es war schon Abend.
3882#Apostelgeschichte,4,4#4. Viele aber von denen, die das Wort gehört hatten, wurden gläubig. Und die Zahl der Männer stieg auf etwa fünftausend.
3883#Apostelgeschichte,4,5#5. Es geschah aber am folgenden Morgen, daß sich ihre Obersten und Ältesten und Schriftgelehrten in Jerusalem versammelten,
3884#Apostelgeschichte,4,6#6. auch Hannas, der Hohepriester, und Kajaphas und Johannes und Alexander und alle, die aus hohepriesterlichem Geschlechte waren.
3885#Apostelgeschichte,4,7#7. Und sie stellten sie in ihre Mitte und fragten sie: Aus welcher Macht oder in welchem Namen habt ihr das getan?
3886#Apostelgeschichte,4,8#8. Da sprach Petrus, vom heiligen Geist erfüllt, zu ihnen: Ihr Obersten des Volkes und ihr Ältesten von Israel,
3887#Apostelgeschichte,4,9#9. wenn wir heute wegen der Wohltat an einem kranken Menschen verhört (und gefragt) werden, durch wen ihm geholfen worden sei,
3888#Apostelgeschichte,4,10#10. so sei euch allen und dem ganzen Volke Israel kund, daß durch den Namen Jesu Christi, des Nazareners, den ihr gekreuzigt, den Gott von den Toten auferweckt hat, daß durch ihn dieser gesund vor euch steht.
3889#Apostelgeschichte,4,11#11. Das ist der Stein, der von euch, den Bauleuten, verschmäht wurde, der zum Eckstein geworden ist.
3890#Apostelgeschichte,4,12#12. Und es ist in keinem andern das Heil; denn es ist auch kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in welchem wir sollen gerettet werden!
3891#Apostelgeschichte,4,13#13. Als sie aber die Freimütigkeit des Petrus und Johannes sahen und erfuhren, daß sie ungelehrte Leute und Laien seien, verwunderten sie sich und erkannten sie, daß sie mit Jesus gewesen waren.
3892#Apostelgeschichte,4,14#14. Da sie aber den Menschen bei ihnen stehen sahen, der geheilt worden war, konnten sie nichts dagegen sagen.
3893#Apostelgeschichte,4,15#15. Da hießen sie sie aus dem Hohen Rate abtreten und beratschlagten miteinander und sprachen:
3894#Apostelgeschichte,4,16#16. Was wollen wir diesen Menschen tun? Denn daß ein offenkundiges Zeichen durch sie geschehen ist, das ist allen Bewohnern von Jerusalem bekannt, und wir können es nicht leugnen.
3895#Apostelgeschichte,4,17#17. Aber damit es sich nicht weiter unter dem Volk verbreite, wollen wir ihnen ernstlich drohen, damit sie hinfort mit keinem Menschen mehr von diesem Namen reden.
3896#Apostelgeschichte,4,18#18. Und sie ließen sie rufen und geboten ihnen, durchaus nicht mehr in dem Namen Jesu zu reden noch zu lehren.
3897#Apostelgeschichte,4,19#19. Petrus aber und Johannes antworteten ihnen und sprachen: Entscheidet ihr selbst, ob es vor Gott recht ist, euch mehr zu gehorchen als Gott;
3898#Apostelgeschichte,4,20#20. denn es ist uns unmöglich, nicht von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben.
3899#Apostelgeschichte,4,21#21. Sie aber drohten ihnen noch weiter und ließen sie frei, weil sie keinen Weg fanden, sie zu bestrafen, wegen des Volkes; denn alle priesen Gott über dem, was geschehen war;
3900#Apostelgeschichte,4,22#22. denn der Mensch war über vierzig Jahre alt, an welchem dieses Zeichen der Heilung geschehen war.
3901#Apostelgeschichte,4,23#23. Als sie aber freigelassen waren, kamen sie zu den Ihrigen und verkündigten alles, was die Hohenpriester und die Ältesten zu ihnen gesagt hatten.
3902#Apostelgeschichte,4,24#24. Sie aber, da sie es hörten, erhoben einmütig ihre Stimme zu Gott und sprachen: Herr, du bist der Gott, der den Himmel und die Erde und das Meer und alles, was darinnen ist, gemacht hat;
3903#Apostelgeschichte,4,25#25. der du durch den Mund unsres Vaters David, deines Knechtes, gesagt hast: «Warum toben die Heiden und nehmen sich die Völker vor, was umsonst ist?
3904#Apostelgeschichte,4,26#26. Die Könige der Erde treten zusammen, und die Fürsten versammeln sich miteinander wider den Herrn und wider seinen Gesalbten.»
3905#Apostelgeschichte,4,27#27. Ja wahrlich, es haben sich versammelt in dieser Stadt wider deinen heiligen Sohn-1- Jesus, welchen du gesalbt hast, Herodes und Pontius Pilatus mit den Heiden und dem Volke Israel, -1) aüs: Knecht.++
3906#Apostelgeschichte,4,28#28. zu tun, was deine Hand und dein Rat zuvor beschlossen hatte, daß es geschehen sollte.
3907#Apostelgeschichte,4,29#29. Und nun, Herr, siehe an ihre Drohungen und verleihe deinen Knechten, mit aller Freimütigkeit dein Wort zu reden;
3908#Apostelgeschichte,4,30#30. indem du deine Hand ausstreckst zur Heilung, und daß Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Sohnes-1- Jesus! -1) aüs: Knecht.++
3909#Apostelgeschichte,4,31#31. Und als sie gebetet hatten, erbebte die Stätte, wo sie versammelt waren, und sie wurden alle mit dem heiligen Geist erfüllt und redeten das Wort Gottes mit Freimütigkeit.
3910#Apostelgeschichte,4,32#32. DIE Menge der Gläubigen aber war ein Herz und eine Seele; und auch nicht einer sagte, daß etwas von seinen Gütern sein eigen sei, sondern alles war ihnen gemeinsam.
3911#Apostelgeschichte,4,33#33. Und mit großer Kraft legten die Apostel das Zeugnis ab von der Auferstehung des Herrn Jesus, und große Gnade war auf ihnen allen.
3912#Apostelgeschichte,4,34#34. Es litt auch niemand unter ihnen Mangel; denn die, welche Besitzer von Äckern oder Häusern waren, verkauften sie und brachten den Erlös des Verkauften
3913#Apostelgeschichte,4,35#35. und legten ihn den Aposteln zu Füßen; und man teilte einem jeglichen aus, je nachdem einer es bedurfte.
3914#Apostelgeschichte,4,36#36. Joses aber, von den Aposteln zubenannt Barnabas <das heißt übersetzt: «Sohn des Trostes»>, ein Levit, aus Cypern gebürtig,
3915#Apostelgeschichte,4,37#37. der einen Acker hatte, verkaufte ihn, brachte das Geld und legte es den Aposteln zu Füßen.
3916#Apostelgeschichte,5,1#1. Ein Mann aber, mit Namen Ananias, samt seiner Frau Saphira, verkaufte ein Gut
3917#Apostelgeschichte,5,2#2. und entwendete von dem Erlös, unter Mitwissen seiner Frau, und brachte einen Teil davon und legte ihn den Aposteln zu Füßen.
3918#Apostelgeschichte,5,3#3. Petrus aber sprach: Ananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, den heiligen Geist zu belügen und von dem Erlös des Gutes (etwas) zu entwenden?
3919#Apostelgeschichte,5,4#4. Konntest du es nicht als dein Eigentum behalten? Und als du es verkauft hattest, war es nicht in deiner Gewalt? Warum beschlossest du denn in deinem Herzen diese Tat? Du hast nicht Menschen belogen, sondern Gott!
3920#Apostelgeschichte,5,5#5. Als aber Ananias diese Worte hörte, fiel er nieder und verschied. Und es kam große Furcht über alle, die es hörten.
3921#Apostelgeschichte,5,6#6. Es standen aber die Jünglinge auf, hüllten ihn ein, trugen ihn hinaus und begruben ihn.
3922#Apostelgeschichte,5,7#7. Und es begab sich, nach einer Weile von ungefähr drei Stunden, da kam seine Frau herein, ohne zu wissen, was geschehen war.
3923#Apostelgeschichte,5,8#8. Da hob Petrus an und sprach zu ihr: Sage mir, habt ihr das Gut um so und so viel verkauft? Sie sprach: Ja, um so viel!
3924#Apostelgeschichte,5,9#9. Petrus aber sprach zu ihr: Warum seid ihr übereingekommen, den Geist des Herrn zu versuchen? Siehe, die Füße derer, die deinen Mann begraben haben, sind vor der Tür und werden auch dich hinaustragen!
3925#Apostelgeschichte,5,10#10. Da fiel sie alsbald zu seinen Füßen nieder und verschied; und als die Jünglinge hereinkamen, fanden sie sie tot und trugen sie hinaus und begruben sie bei ihrem Manne.
3926#Apostelgeschichte,5,11#11. Und es kam große Furcht über die ganze Gemeinde und über alle, die davon hörten.
3927#Apostelgeschichte,5,12#12. Durch die Hände der Apostel aber geschahen viele Zeichen und Wunder unter dem Volk; und sie waren alle einmütig beisammen in der Halle Salomos.
3928#Apostelgeschichte,5,13#13. Von den übrigen aber wagte keiner sich ihnen anzuschließen; doch das Volk schätzte sie hoch;
3929#Apostelgeschichte,5,14#14. und immer mehr wurden hinzugetan, die an den Herrn glaubten, eine Menge von Männern und Frauen,
3930#Apostelgeschichte,5,15#15. so daß man die Kranken auf die Gassen hinaustrug und sie auf Betten und Bahren legte, damit, wenn Petrus käme, auch nur sein Schatten einen von ihnen überschattete.
3931#Apostelgeschichte,5,16#16. Es kamen aber auch viele aus den umliegenden Städten in Jerusalem zusammen und brachten Kranke und von unreinen Geistern Geplagte; die wurden alle geheilt.
3932#Apostelgeschichte,5,17#17. ES erhob sich aber der Hohepriester und ein ganzer Anhang, nämlich die Sekte der Sadduzäer. 18. Die wurden voll Eifersucht
3933#Apostelgeschichte,5,18#und legten ihre Hände an die Apostel und setzten sie in öffentlichen Gewahrsam.
3934#Apostelgeschichte,5,19#19. Aber ein Engel des Herrn öffnete in der Nacht die Türen des Gefängnisses und führte sie heraus und sprach:
3935#Apostelgeschichte,5,20#20. Gehet hin, tretet auf und redet im Tempel zum Volk alle Worte dieses Lebens!
3936#Apostelgeschichte,5,21#21. Als sie das hörten, gingen sie frühmorgens in den Tempel und lehrten. Es kam aber der Hohepriester und sein Anhang, und sie riefen den Hohen Rat und alle Ältesten der Kinder Israel zusammen und sandten in das Gefängnis, um sie herbringen zu lassen.
3937#Apostelgeschichte,5,22#22. Als aber die Diener hinkamen, fanden sie jene nicht im Gefängnis. Da kehrten sie zurück, meldeten es
3938#Apostelgeschichte,5,23#und sprachen: 23. Das Gefängnis fanden wir zwar mit aller Sorgfalt verschlossen und die Wächter vor den Türen stehen; als wir aber öffneten, fanden wir niemand darin!
3939#Apostelgeschichte,5,24#24. Als aber der Tempelhauptmann und die Hohenpriester diese Worte hörten, konnten sie sich nicht erklären, wieso das komme.
3940#Apostelgeschichte,5,25#25. Da kam jemand und verkündigte ihnen: Siehe, die Männer, welche ihr ins Gefängnis gesetzt habt, stehen im Tempel und lehren das Volk!
3941#Apostelgeschichte,5,26#26. Da ging der Hauptmann mit den Dienern hin und führte sie herbei, nicht mit Gewalt; denn sie fürchteten, das Volk könnte sie steinigen.
3942#Apostelgeschichte,5,27#27. Und sie brachten sie und stellten sie vor den Hohen Rat; und der Hohepriester fragte sie
3943#Apostelgeschichte,5,28#und sprach: 28. Haben wir euch nicht streng verboten, in diesem Namen zu lehren? Und siehe, ihr habt mit eurer Lehre Jerusalem erfüllt und wollt das Blut dieses Menschen auf uns bringen!
3944#Apostelgeschichte,5,29#29. Petrus aber und die Apostel antworteten und sprachen: Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen!
3945#Apostelgeschichte,5,30#30. Der Gott unsrer Väter hat Jesus auferweckt, den ihr ans Holz gehängt und umgebracht habt.
3946#Apostelgeschichte,5,31#31. Diesen hat Gott zum Anführer und Retter zu seiner Rechten erhöht, um Israel Buße und Vergebung der Sünden zu verleihen.
3947#Apostelgeschichte,5,32#32. Und wir sind Seine Zeugen dieser Tatsachen, und der heilige Geist, welchen Gott denen gegeben hat, die ihm gehorsam sind.
3948#Apostelgeschichte,5,33#33. Als sie aber das hörten, fühlten sie sich tief getroffen und wollten sie umbringen.
3949#Apostelgeschichte,5,34#34. Es stand aber im Hohen Rate ein Pharisäer namens Gamaliel auf, ein beim ganzen Volke angesehener Gesetzeslehrer, und befahl, die Leute ein wenig abtreten zu lassen;
3950#Apostelgeschichte,5,35#35. dann sprach er zu ihnen: Ihr israelitischen Männer, nehmt euch in acht, was ihr mit diesen Menschen tun wollt!
3951#Apostelgeschichte,5,36#36. Denn vor diesen Tagen trat Theudas auf, der sich für etwas Großes ausgab und dem eine Anzahl Männer, etwa vierhundert, anhing; der wurde erschlagen, und alle, die ihm folgten, zerstreuten sich und wurden zunichte.
3952#Apostelgeschichte,5,37#37. Nach diesem trat Judas, der Galiläer, in den Tagen der Schatzung auf und brachte unter seiner Führung viel Volk zum Abfall; und auch er kam um, und alle, die ihm folgten, wurden zerstreut.
3953#Apostelgeschichte,5,38#38. Und jetzt sage ich euch: Stehet von diesen Menschen ab und lasset sie! Denn ist dieses Vorhaben oder dieses Werk von Menschen, so wird es zunichte werden;
3954#Apostelgeschichte,5,39#39. ist es aber von Gott, so vermöget ihr es nicht zu vernichten. Daß ihr nicht gar als solche erfunden werdet, die wider Gott streiten! 40. Und sie fügten sich ihm
3955#Apostelgeschichte,5,40#und riefen die Apostel herbei und gaben ihnen Streiche und verboten ihnen, von dem Namen Jesus zu reden, und entließen sie.
3956#Apostelgeschichte,5,41#41. Sie aber gingen fröhlich vom Hohen Rat hinweg, weil sie gewürdigt worden waren, um Seines Namens willen Schmach zu leiden;
3957#Apostelgeschichte,5,42#42. und sie hörten nicht auf, alle Tage im Tempel und in den Häusern zu lehren und das Evangelium von Jesus als dem Christus zu verkündigen.
3958#Apostelgeschichte,6,1#1. IN jenen Tagen aber, als die Zahl der Jünger wuchs, entstand ein Murren der Hellenisten-1- gegen die Hebräer, weil ihre Witwen bei der täglichen Hilfeleistung übersehen wurden. -1) d.h. der Gr. redenden Gemeindeglieder.++
3959#Apostelgeschichte,6,2#2. Da beriefen die Zwölf die Menge der Jünger zusammen und sprachen: Es ziemt sich nicht, daß wir das Wort Gottes verlassen, um bei den Tischen zu dienen.
3960#Apostelgeschichte,6,3#3. Darum, ihr Brüder, sehet euch nach sieben Männern aus eurer Mitte um, von gutem Zeugnis, voll (heiligen) Geistes und Weisheit; die wollen wir für diesen Bedarf bestellen,
3961#Apostelgeschichte,6,4#4. wir aber wollen im Gebet und im Dienste des Wortes verharren.
3962#Apostelgeschichte,6,5#5. Und die Rede gefiel der ganzen Menge, und sie erwählten Stephanus, einen Mann voll Glaubens und heiligen Geistes, und Philippus und Prochorus und Nikanor und Timon und Parmenas und Nikolaus, einen Proselyten aus Antiochia.
3963#Apostelgeschichte,6,6#6. Diese stellten sie vor die Apostel, und sie beteten und legten ihnen die Hände auf.
3964#Apostelgeschichte,6,7#7. Und das Wort Gottes nahm zu, und die Zahl der Jünger mehrte sich sehr zu Jerusalem, auch eine große Zahl von Priestern wurden dem Glauben gehorsam.
3965#Apostelgeschichte,6,8#8. STEPHANUS aber, voll Gnade und Kraft, tat Wunder und große Zeichen unter dem Volk.
3966#Apostelgeschichte,6,9#9. Es standen aber etliche aus der sogenannten Synagoge der Libertiner-1- und Kyrenäer und Alexandriner und derer von Cilicien und Asien auf und stritten mit Stephanus. -1) d.h. der freigelassenen jüd. Sklaven.++
3967#Apostelgeschichte,6,10#10. Und sie vermochten der Weisheit und dem Geist, womit er redete, nicht zu widerstehen.
3968#Apostelgeschichte,6,11#11. Da stifteten sie Männer an, die sagten: Wir haben ihn Lästerworte wider Mose und Gott reden hören.
3969#Apostelgeschichte,6,12#12. Und sie wiegelten das Volk und die Ältesten und die Schriftgelehrten auf, überfielen ihn, rissen ihn fort und führten ihn vor den Hohen Rat.
3970#Apostelgeschichte,6,13#13. Und sie stellten falsche Zeugen, die sagten: Dieser Mensch hört nicht auf, Reden zu führen wider diese heilige Stätte und das Gesetz!
3971#Apostelgeschichte,6,14#14. Denn wir haben ihn sagen hören: Dieser Jesus von Nazareth wird diese Stätte zerstören und die Gebräuche ändern, die uns Mose überliefert hat!
3972#Apostelgeschichte,6,15#15. Und da alle, die im Hohen Rate saßen, ihn anblickten, sahen sie sein Angesicht, (das war) wie eines Engels Angesicht.
3973#Apostelgeschichte,7,1#1. Da sprach der Hohepriester: Verhält sich dieses also?
3974#Apostelgeschichte,7,2#2. Er aber sprach: Ihr Männer, Brüder und Väter, höret! Der Gott der Herrlichkeit erschien unserm Vater Abraham, als er in Mesopotamien war, bevor er in Haran wohnte,
3975#Apostelgeschichte,7,3#und sprach zu ihm: 3. «Gehe hinweg aus deinem Lande und deiner Verwandtschaft und ziehe in das Land, das ich dir zeigen werde!»
3976#Apostelgeschichte,7,4#4. Da ging er hinweg aus dem Lande der Chaldäer und wohnte in Haran. Und von dort, nach dem Tode seines Vaters, führte er ihn herüber in dieses Land, welches ihr jetzt bewohnet.
3977#Apostelgeschichte,7,5#5. Und er gab ihm kein Erbteil darin, auch nicht einen Fuß breit, und verhieß, es ihm und seinem Samen nach ihm zum Eigentum zu geben, obwohl er kein Kind hatte.
3978#Apostelgeschichte,7,6#6. Gott sprach aber also: «Sein Same wird Fremdling sein in einem fremden Lande, und man wird ihn dienstbar machen und übel behandeln, vierhundert Jahre lang.
3979#Apostelgeschichte,7,7#7. Und das Volk, dem sie dienen werden, will ich richten, sprach Gott; und darnach werden sie ausziehen und mir dienen an diesem Ort.»
3980#Apostelgeschichte,7,8#8. Und er gab ihm den Bund der Beschneidung. Und also zeugte er den Isaak und beschnitt ihn am achten Tage, und Isaak den Jakob, und Jakob die zwölf Patriarchen.
3981#Apostelgeschichte,7,9#9. Und die Patriarchen waren neidisch auf Joseph und verkauften ihn nach Ägypten. 10. Aber Gott war mit ihm
3982#Apostelgeschichte,7,10#und rettete ihn aus allen seinen Trübsalen und gab ihm Gnade und Weisheit vor dem Pharao, dem König von Ägypten; der setzte ihn zum Fürsten über Ägypten und über sein ganzes Haus.
3983#Apostelgeschichte,7,11#11. Es kam aber eine Hungersnot über das ganze Land Ägypten und Kanaan und große Bedrängnis, und unsere Väter fanden keine Speise.
3984#Apostelgeschichte,7,12#12. Als aber Jakob hörte, daß Korn in Ägypten zu haben sei, sandte er unsre Väter zum erstenmal aus.
3985#Apostelgeschichte,7,13#13. Und beim zweitenmal gab sich Joseph seinen Brüdern zu erkennen, und die Abstammung Josephs wurde dem Pharao kund.
3986#Apostelgeschichte,7,14#14. Da sandte Joseph hin und berief seinen Vater Jakob zu sich und die ganze Verwandtschaft von fünfundsiebzig Seelen.
3987#Apostelgeschichte,7,15#15. Und Jakob zog nach Ägypten hinab und starb, er und unsre Väter.
3988#Apostelgeschichte,7,16#16. Und sie wurden herübergebracht nach Sichem und in das Grab gelegt, das Abraham um eine Summe Geld von den Söhnen Hemors in Sichem gekauft hatte.
3989#Apostelgeschichte,7,17#17. Als aber die Zeit der Verheißung nahte, welche Gott dem Abraham zugesagt hatte, wuchs das Volk und mehrte sich in Ägypten,
3990#Apostelgeschichte,7,18#18. bis ein anderer König über Ägypten aufkam, der Joseph nicht kannte.
3991#Apostelgeschichte,7,19#19. Dieser handelte arglistig gegen unser Geschlecht und zwang die Väter, ihre Kinder auszusetzen, damit sie nicht am Leben blieben.
3992#Apostelgeschichte,7,20#20. In dieser Zeit wurde Mose geboren, der war Gott angenehm; und er wurde drei Monate lang im Hause seines Vaters ernährt.
3993#Apostelgeschichte,7,21#21. Als er aber ausgesetzt wurde, hob ihn die Tochter des Pharao auf und erzog ihn sich zum Sohne.
3994#Apostelgeschichte,7,22#22. Und Mose wurde in aller Weisheit der Ägypter unterrichtet und war mächtig in Wort und Tat.
3995#Apostelgeschichte,7,23#23. Als er aber vierzig Jahre alt wurde, stieg der Gedanke in ihm auf, sich nach seinen Brüdern, den Kindern Israel, umzusehen.
3996#Apostelgeschichte,7,24#24. Und da er einen Unrecht leiden sah, wehrte er es ab und schaffte dem Unterdrückten Recht, indem er den Ägypter erschlug.
3997#Apostelgeschichte,7,25#25. Er meinte aber, seine Brüder würden es verstehen, daß Gott ihnen durch seine Hand Rettung gäbe; aber sie verstanden es nicht.
3998#Apostelgeschichte,7,26#26. Und am folgenden Tage erschien er bei ihnen, als sie miteinander haderten, und ermahnte sie zum Frieden und sprach: Ihr Männer, ihr seid Brüder; warum tut ihr einander Unrecht?
3999#Apostelgeschichte,7,27#27. Der aber, welcher seinem Nächsten Unrecht tat, stieß ihn weg und sprach: Wer hat dich zum Obersten und Richter über uns gesetzt?
4000#Apostelgeschichte,7,28#28. Willst du mich etwa töten, wie du gestern den Ägypter getötet hast?
4001#Apostelgeschichte,7,29#29. Da floh Mose auf dieses Wort hin und wurde ein Fremdling im Lande Midian, wo er zwei Söhne zeugte.
4002#Apostelgeschichte,7,30#30. Und als vierzig Jahre verflossen waren, erschien ihm in der Wüste des Berges Sinai ein Engel des Herrn in der Feuerflamme eines Busches.
4003#Apostelgeschichte,7,31#31. Da Mose das sah, verwunderte er sich über die Erscheinung. Als er aber hinzutrat, sie zu betrachten, erging die Stimme des Herrn an ihn:
4004#Apostelgeschichte,7,32#32. «Ich bin der Gott deiner Väter, der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs.» Mose aber zitterte und wagte nicht hinzuschauen.
4005#Apostelgeschichte,7,33#33. Da sprach der Herr zu ihm: Löse die Schuhe von deinen Füßen; denn der Ort, darauf du stehst, ist heiliges Land!
4006#Apostelgeschichte,7,34#34. Ich habe die Mißhandlung meines Volkes, das in Ägypten ist, wohl gesehen und habe ihr Seufzen gehört und bin herabgestiegen, sie zu erretten. Und nun komm, ich will dich nach Ägypten senden!
4007#Apostelgeschichte,7,35#35. Diesen Mose, den sie verleugneten, indem sie sprachen: Wer hat dich zum Obersten und Richter eingesetzt? - diesen sandte Gott als Obersten und Erlöser durch die Hand des Engels, der ihm im Busche erschienen war.
4008#Apostelgeschichte,7,36#36. Dieser führte sie heraus, indem er Wunder und Zeichen tat im Lande Ägypten und am Roten Meer und in der Wüste, vierzig Jahre lang.
4009#Apostelgeschichte,7,37#37. Das ist der Mose, der zu den Kindern Israel sprach: Einen Propheten wird euch der Herr, euer Gott aus euren Brüdern erwecken, gleichwie mich; den sollt ihr hören!
4010#Apostelgeschichte,7,38#38. Das ist der, welcher in der Gemeinde in der Wüste war mit dem Engel, der auf dem Berge Sinai zu ihm redete und mit unsern Vätern, der lebendige Aussprüche empfing, um sie uns zu geben;
4011#Apostelgeschichte,7,39#39. dem unsere Väter nicht gehorsam sein wollten; sondern sie stießen ihn von sich und wandten sich in ihren Herzen nach Ägypten,
4012#Apostelgeschichte,7,40#40. indem sie zu Aaron sprachen: Mache uns Götter, die vor uns herziehen sollen; denn wir wissen nicht, was diesem Mose, der uns aus Ägypten geführt hat, widerfahren ist!
4013#Apostelgeschichte,7,41#41. Und sie machten ein Kalb in jenen Tagen und brachten dem Götzen ein Opfer und freuten sich an den Werken ihrer Hände.
4014#Apostelgeschichte,7,42#42. Da wandte sich Gott ab und gab sie dahin, so daß sie dem Heer des Himmels dienten, wie im Buche der Propheten geschrieben steht: «Habt ihr mir etwa Brandopfer und Schlachtopfer dargebracht, die vierzig Jahre in der Wüste, Haus Israel?
4015#Apostelgeschichte,7,43#43. Ihr habt das Zelt des Moloch und das Sternbild eures Gottes Remphan umhergetragen, die Bilder, die ihr gemacht habt, um sie anzubeten. Und ich werde euch wegführen über Babylon hinaus.»
4016#Apostelgeschichte,7,44#44. Unsre Väter hatten das Zelt des Zeugnisses in der Wüste, wie der, welcher mit Mose redete, es zu machen befahl nach dem Vorbilde, das er gesehen hatte.
4017#Apostelgeschichte,7,45#45. Dieses brachten auch unsre Väter, wie sie es empfangen hatten, mit Josua (in das Land), als sie es von den Heiden in Besitz nahmen, welche Gott vor dem Angesichte unsrer Väter vertrieb, bis auf die Tage Davids.
4018#Apostelgeschichte,7,46#46. Der fand Gnade vor Gott und bat, ob er für den Gott Jakobs eine Wohnung finden dürfe.
4019#Apostelgeschichte,7,47#47. Salomo aber erbaute ihm ein Haus.
4020#Apostelgeschichte,7,48#48. Doch der Höchste wohnt nicht in Tempeln, von Händen gemacht, wie der Prophet spricht:
4021#Apostelgeschichte,7,49#49. «Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel meiner Füße. Was für ein Haus wollt ihr mir bauen, spricht der Herr, oder welches ist die Stätte meiner Ruhe?
4022#Apostelgeschichte,7,50#50. Hat nicht meine Hand das alles gemacht?» -
4023#Apostelgeschichte,7,51#51. Ihr Halsstarrigen und Unbeschnittenen an Herzen und Ohren! Ihr widerstrebet allezeit dem heiligen Geiste; wie eure Väter, also auch ihr!
4024#Apostelgeschichte,7,52#52. Welchen Propheten haben eure Väter nicht verfolgt? Und sie haben die getötet, welche von dem Kommen des Gerechten vorher verkündigten, dessen Verräter und Mörder ihr nun geworden seid;
4025#Apostelgeschichte,7,53#53. ihr, die ihr das Gesetz auf Anordnung von Engeln empfangen und es nicht gehalten habt!
4026#Apostelgeschichte,7,54#54. Als sie aber das hörten, schnitt es ihnen ins Herz, und sie knirschten mit den Zähnen gegen ihn.
4027#Apostelgeschichte,7,55#55. Er aber, voll heiligen Geistes, blickte zum Himmel empor und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen;
4028#Apostelgeschichte,7,56#56. und er sprach: Siehe, ich sehe den Himmel offen und des Menschen Sohn zur Rechten Gottes stehen!
4029#Apostelgeschichte,7,57#57. Sie aber schrieen mit lauter Stimme, hielten sich die Ohren zu, stürmten einmütig auf ihn los,
4030#Apostelgeschichte,7,58#stießen ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn. 58. Und die Zeugen legten ihre Kleider zu den Füßen eines Jünglings nieder, welcher Saulus hieß.
4031#Apostelgeschichte,7,59#59. Und sie steinigten den Stephanus, welcher ausrief und sprach: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!
4032#Apostelgeschichte,7,60#60. Er kniete aber nieder und rief mit lauter Stimme: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht zu! Und nachdem er das gesagt hatte, entschlief er.
4033#Apostelgeschichte,8,1#1. SAULUS aber hatte seiner Hinrichtung zugestimmt. Und es entstand an jenem Tage eine große Verfolgung über die Gemeinde zu Jerusalem, und alle zerstreuten sich in die Landschaften von Judäa und Samaria, ausgenommen die Apostel.
4034#Apostelgeschichte,8,2#2. Den Stephanus aber begruben gottesfürchtige Männer und veranstalteten eine große Trauer um ihn.
4035#Apostelgeschichte,8,3#3. Saulus aber verwüstete die Gemeinde, drang in die Häuser ein, schleppte Männer und Frauen fort und überlieferte sie ins Gefängnis.
4036#Apostelgeschichte,8,4#4. Die nun, welche sich zerstreut hatten, zogen umher und verkündigten das Wort des Evangeliums.
4037#Apostelgeschichte,8,5#5. Philippus aber kam hinab in eine Stadt von Samaria und predigte ihnen Christus.
4038#Apostelgeschichte,8,6#6. Und das Volk achtete einmütig auf das, was Philippus sagte, als sie zuhörten und die Zeichen sahen, die er tat.
4039#Apostelgeschichte,8,7#7. Denn aus vielen, welche unreine Geister hatten, fuhren diese mit großem Geschrei aus; es wurden aber auch viele Gichtbrüchige und Lahme geheilt.
4040#Apostelgeschichte,8,8#8. Und es herrschte große Freude in jener Stadt.
4041#Apostelgeschichte,8,9#9. Ein Mann aber mit Namen Simon hatte zuvor in der Stadt Zauberei getrieben und das Volk von Samaria in Erstaunen gesetzt, indem er sich für etwas Großes ausgab.
4042#Apostelgeschichte,8,10#10. Auf ihn achteten alle, klein und groß, und sprachen: Dieser ist die Kraft Gottes, die man die große nennt.
4043#Apostelgeschichte,8,11#11. Sie achteten aber auf ihn, weil er sie so lange Zeit durch seine Zaubereien in Erstaunen gesetzt hatte.
4044#Apostelgeschichte,8,12#12. Als sie aber dem Philippus glaubten, der das Evangelium vom Reiche Gottes und vom Namen Jesu Christi predigte, ließen sich Männer und Frauen taufen.
4045#Apostelgeschichte,8,13#13. Simon aber wurde auch gläubig und hielt sich, nachdem er getauft worden war, stets zu Philippus; und da er sah, daß Zeichen und große Wunder geschahen, staunte er.
4046#Apostelgeschichte,8,14#14. Als aber die Apostel zu Jerusalem hörten, daß Samaria das Wort Gottes angenommen habe, sandten sie Petrus und Johannes zu ihnen.
4047#Apostelgeschichte,8,15#15. Diese kamen hinab und beteten für sie, daß sie den heiligen Geist empfingen;
4048#Apostelgeschichte,8,16#16. denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren nur getauft auf den Namen des Herrn Jesus.
4049#Apostelgeschichte,8,17#17. Da legten sie ihnen die Hände auf, und sie empfingen den heiligen Geist.
4050#Apostelgeschichte,8,18#18. Als aber Simon sah, daß durch die Handauflegung der Apostel der heilige Geist gegeben wurde, brachte er ihnen Geld
4051#Apostelgeschichte,8,19#und sprach: 19. Gebet auch mir diese Vollmacht, damit, wenn ich jemand die Hände auflege, er den heiligen Geist empfange!
4052#Apostelgeschichte,8,20#20. Petrus aber sprach zu ihm: Dein Geld fahre samt dir ins Verderben, weil du meinst, die Gabe Gottes mit Geld erwerben zu können!
4053#Apostelgeschichte,8,21#21. Du hast weder Anteil noch Erbe an diesem Wort; denn dein Herz ist nicht aufrichtig vor Gott!
4054#Apostelgeschichte,8,22#22. So tue nun Buße über diese deine Bosheit und bitte den Herrn, ob dir die Tücke deines Herzens möge vergeben werden;
4055#Apostelgeschichte,8,23#23. denn ich sehe, daß du in bitterer Galle und in Ungerechtigkeit verstrickt bist.
4056#Apostelgeschichte,8,24#24. Da antwortete Simon und sprach: Betet ihr für mich zum Herrn, daß nichts von dem, was ihr gesagt habt, über mich komme!
4057#Apostelgeschichte,8,25#25. Sie nun, nachdem sie das Wort des Herrn bezeugt und gelehrt hatten, kehrten nach Jerusalem zurück und predigten das Evangelium in vielen Dörfern der Samariter.
4058#Apostelgeschichte,8,26#26. EIN Engel des Herrn aber redete zu Philippus und sprach: Steh auf und wandere nach Süden-1- auf der Straße, die von Jerusalem nach Gaza hinabführt; diese ist einsam. -1) o: gegen Mittag.++
4059#Apostelgeschichte,8,27#27. Und er stand auf und machte sich auf den Weg. Und siehe, ein Äthiopier, ein Kämmerer und Gewaltiger Kandaces, der Königin der Äthiopier, welcher über ihren ganzen Schatz gesetzt war, der war gekommen, um in Jerusalem anzubeten;
4060#Apostelgeschichte,8,28#28. und nun kehrte er zurück und saß auf seinem Wagen und las den Propheten Jesaja.
4061#Apostelgeschichte,8,29#29. Da sprach der Geist zu Philippus: Geh hinzu und halte dich zu diesem Wagen!
4062#Apostelgeschichte,8,30#30. Da lief Philippus hinzu und hörte ihn den Propheten Jesaja lesen; und er sprach: Verstehst du auch, was du liesest?
4063#Apostelgeschichte,8,31#31. Er aber sprach: Wie kann ich es, wenn niemand mich anleitet? Und er bat Philippus, aufzusteigen und sich zu ihm zu setzen.
4064#Apostelgeschichte,8,32#32. Die Schriftstelle aber, die er las, war diese: «Wie ein Schaf ward er zur Schlachtung geführt, und wie ein Lamm vor seinem Scherer stumm ist, so tut er seinen Mund nicht auf.
4065#Apostelgeschichte,8,33#33. In seiner Erniedrigung ward sein Gericht aufgehoben. Wer will aber sein Geschlecht beschreiben? Denn sein Leben wird von der Erde weggenommen!»
4066#Apostelgeschichte,8,34#34. Da wandte sich der Kämmerer an Philippus und sprach: Ich bitte dich, von wem sagt der Prophet solches? Von sich selbst oder von einem andern?
4067#Apostelgeschichte,8,35#35. Da tat Philippus seinen Mund auf und hob an mit dieser Schriftstelle und verkündigte ihm das Evangelium von Jesus.
4068#Apostelgeschichte,8,36#36. Als sie aber des Weges dahinzogen, kamen sie zu einem Wasser, und der Kämmerer spricht: Siehe, hier ist Wasser! Was hindert mich, getauft zu werden?
4069#Apostelgeschichte,8,37#37. Da sprach Philippus: Wenn du von ganzem Herzen glaubst, so ist es erlaubt. Er antwortete und sprach: Ich glaube, daß Jesus Christus der Sohn Gottes ist!
4070#Apostelgeschichte,8,38#38. Und er hieß den Wagen anhalten, und sie stiegen beide in das Wasser hinab, Philippus und der Kämmerer, und er taufte ihn.
4071#Apostelgeschichte,8,39#39. Als sie aber aus dem Wasser heraufgestiegen waren, entrückte der Geist des Herrn den Philippus, und der Kämmerer sah ihn nicht mehr; denn er zog fröhlich seines Weges.
4072#Apostelgeschichte,8,40#40. Philippus aber wurde zu Azot gefunden, und er zog umher und verkündigte das Evangelium in allen Städten, bis er nach Cäsarea kam.
4073#Apostelgeschichte,9,1#1. SAULUS aber schnaubte noch drohend und mordend wider die Jünger des Herrn, ging zum Hohenpriester
4074#Apostelgeschichte,9,2#2. und erbat sich von ihm Briefe nach Damaskus an die Synagogen, damit, wenn er etliche Anhänger des Weges-1- fände, Männer und Frauen, er sie gebunden nach Jerusalem führte. -1) d.h. der neuen Lehre vom Heilswege.++
4075#Apostelgeschichte,9,3#3. Auf der Reise aber begab es sich, als er sich der Stadt Damaskus näherte, daß ihn plötzlich ein Licht vom Himmel umstrahlte.
4076#Apostelgeschichte,9,4#4. Und als er zur Erde fiel, hörte er eine Stimme, die zu ihm sprach: Saul, Saul, was verfolgst du mich?
4077#Apostelgeschichte,9,5#5. Er aber sagte: Wer bist du, Herr? Der aber sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst. Es wird dir schwer werden, wider den Stachel auszuschlagen!
4078#Apostelgeschichte,9,6#6. Da sprach er mit Zittern und Schrecken: Herr, was willst du, daß ich tun soll? Und der Herr antwortete ihm: Steh auf und gehe in die Stadt hinein, so wird man dir sagen, was du tun sollst!
4079#Apostelgeschichte,9,7#7. Die Männer aber, die mit ihm reisten, standen sprachlos da, indem sie zwar die Stimme hörten, aber niemand sahen.
4080#Apostelgeschichte,9,8#8. Da stand Saulus von der Erde auf; aber obgleich seine Augen geöffnet waren, sah er nichts. Sie leiteten ihn aber an der Hand und führten ihn nach Damaskus.
4081#Apostelgeschichte,9,9#9. Und er konnte drei Tage lang nicht sehen und aß nicht und trank nicht.
4082#Apostelgeschichte,9,10#10. Es war aber ein Jünger zu Damaskus, namens Ananias. Zu diesem sprach der Herr in einem Gesicht: Ananias! Er sprach: Hier bin ich, Herr!
4083#Apostelgeschichte,9,11#11. Der Herr sprach zu ihm: Steh auf und gehe in die Gasse, welche man «die Gerade» nennt, und frage im Hause des Judas nach einem Mann namens Saulus aus Tarsus. Denn siehe, er betet;
4084#Apostelgeschichte,9,12#12. und er hat in einem Gesicht einen Mann gesehen, namens Ananias, der hereinkam und ihm die Hände auflegte, damit er wieder sehend werde.
4085#Apostelgeschichte,9,13#13. Da antwortete Ananias: Herr, ich habe von vielen von diesem Mann gehört, wieviel Böses er deinen Heiligen in Jerusalem zugefügt hat.
4086#Apostelgeschichte,9,14#14. Und hier hat er Vollmacht von den Hohenpriestern, alle, die deinen Namen anrufen, gefangen zu nehmen.
4087#Apostelgeschichte,9,15#15. Aber der Herr sprach zu ihm: Gehe hin, denn dieser ist mir ein auserwähltes Werkzeug, um meinen Namen vor Heiden und Könige und vor die Kinder Israel zu tragen!
4088#Apostelgeschichte,9,16#16. Denn ich werde ihm zeigen, wieviel er um meines Namens willen leiden muß.
4089#Apostelgeschichte,9,17#17. Da ging Ananias hin und trat in das Haus; und er legte ihm die Hände auf und sprach: Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt, Jesus, der dir erschienen ist auf der Straße, die du herkamst, damit du wieder sehend und mit dem heiligen Geist erfüllt werdest!
4090#Apostelgeschichte,9,18#18. Und alsbald fiel es von seinen Augen wie Schuppen, und er konnte wieder sehen und stand auf und ließ sich taufen,
4091#Apostelgeschichte,9,19#nahm Speise und stärkte sich. 19. Er war aber etliche Tage bei den Jüngern zu Damaskus.
4092#Apostelgeschichte,9,20#20. Und alsbald predigte er in den Synagogen Jesus, daß dieser der Sohn Gottes sei.
4093#Apostelgeschichte,9,21#21. Es erstaunten aber alle, die ihn hörten, und sprachen: Ist das nicht der, welcher in Jerusalem die zerstörte, welche diesen Namen anrufen, und der dazu hierher gekommen war, um sie gebunden zu den Hohenpriestern zu führen?
4094#Apostelgeschichte,9,22#22. Saulus aber wurde noch mehr gekräftigt und beunruhigte die Juden, die zu Damaskus wohnten, indem er bewies, daß Jesus der Christus sei.
4095#Apostelgeschichte,9,23#23. Als aber viele Tage vergangen waren, beratschlagten die Juden miteinander, ihn umzubringen.
4096#Apostelgeschichte,9,24#24. Doch ihr Anschlag wurde dem Saulus kund. Und sie bewachten auch die Tore Tag und Nacht, um ihn umzubringen.
4097#Apostelgeschichte,9,25#25. Da nahmen ihn die Jünger bei Nacht und ließen ihn in einem Korb über die Mauer hinab.
4098#Apostelgeschichte,9,26#26. Als er aber nach Jerusalem kam, versuchte er, sich den Jüngern anzuschließen; aber sie fürchteten ihn alle, weil sie nicht glaubten, daß er ein Jünger sei.
4099#Apostelgeschichte,9,27#27. Barnabas aber nahm ihn auf, führte ihn zu den Aposteln und erzählte ihnen, wie er auf dem Wege den Herrn gesehen und daß dieser zu ihm geredet habe, und wie er in Damaskus freimütig im Namen Jesu gepredigt habe.
4100#Apostelgeschichte,9,28#28. Und er ging in Jerusalem mit ihnen aus und ein und predigte freimütig im Namen des Herrn.
4101#Apostelgeschichte,9,29#29. Er redete und stritt auch mit den Hellenisten-1-; sie aber suchten ihn umzubringen. -1) d.h. der Griechisch redenden Gemeindeglieder.
4102#Apostelgeschichte,9,30#30. Da das aber die Brüder erfuhren, brachten sie ihn gen Cäsarea und schickten ihn nach Tarsus.
4103#Apostelgeschichte,9,31#31. So hatte nun die Gemeinde Frieden in ganz Judäa und Galiläa und Samaria und baute sich auf und wandelte in der Furcht des Herrn und wuchs durch den Beistand-1- des heiligen Geistes. -1) o: Zuspruch.++
4104#Apostelgeschichte,9,32#32. ES begab sich aber, daß Petrus, als er durch alle (Gegenden) zog, auch zu den Heiligen hinabkam, die in Lydda wohnten.
4105#Apostelgeschichte,9,33#33. Er fand aber daselbst einen Mann mit Namen Aeneas, der seit acht Jahren zu Bette lag, weil er gelähmt war.
4106#Apostelgeschichte,9,34#34. Und Petrus sprach zu ihm: Aeneas, Jesus Christus macht dich gesund; steh auf und mache dir dein Bett selbst! Und alsbald stand er auf.
4107#Apostelgeschichte,9,35#35. Und es sahen ihn alle, die in Lydda und Saron wohnten; die bekehrten sich zum Herrn.
4108#Apostelgeschichte,9,36#36. Zu Joppe aber war eine Jüngerin namens Tabitha, was übersetzt «Gazelle» heißt; diese war reich an guten Werken und Almosen, die sie übte.
4109#Apostelgeschichte,9,37#37. Und es begab sich in jenen Tagen, daß sie krank wurde und starb; und man wusch sie und legte sie ins Obergemach.
4110#Apostelgeschichte,9,38#38. Weil aber Lydda nahe bei Joppe ist und die Jünger gehört hatten, daß Petrus dort sei, sandten sie zwei Männer zu ihm mit der Bitte: Zögere nicht, bis zu uns zu kommen!
4111#Apostelgeschichte,9,39#39. Da stand Petrus auf und ging mit ihnen. Und als er angekommen war, führten sie ihn in das Obergemach, und es traten alle Witwen zu ihm, weinten und zeigten ihm die Röcke und Kleider, welche Tabitha gemacht hatte, als sie noch bei ihnen war.
4112#Apostelgeschichte,9,40#40. Da hieß Petrus alle hinausgehen, kniete nieder und betete; dann wandte er sich zu der Leiche und sprach: Tabitha, steh auf! Sie aber öffnete ihre Augen, und als sie den Petrus sah, setzte sie sich auf.
4113#Apostelgeschichte,9,41#41. Und er reichte ihr die Hand und richtete sie auf. Und er rief die Heiligen und die Witwen und stellte sie ihnen lebend dar.
4114#Apostelgeschichte,9,42#42. Und es wurde kund durch ganz Joppe, und viele wurden gläubig an den Herrn.
4115#Apostelgeschichte,9,43#43. Es geschah aber, daß er viele Tage in Joppe bei einem gewissen Simon, einem Gerber, blieb.
4116#Apostelgeschichte,10,1#1. ES war aber in Cäsarea ein Mann, namens Kornelius, ein Hauptmann der Rotte-1-, welche man «die italienische» nennt; -1) Kohorte.++
4117#Apostelgeschichte,10,2#2. fromm und gottesfürchtig samt seinem ganzen Hause, der dem Volke viele Almosen spendete und ohne Unterlaß zu Gott betete.
4118#Apostelgeschichte,10,3#3. Der sah in einem Gesichte deutlich, etwa um die neunte Stunde des Tages, einen Engel Gottes zu ihm hereinkommen, der zu ihm sprach: Kornelius!
4119#Apostelgeschichte,10,4#4. Er aber blickte ihn an, erschrak und sprach: Was ist's, Herr? Er sprach zu ihm: Deine Gebete und deine Almosen sind hinaufgekommen ins Gedächtnis vor Gott!
4120#Apostelgeschichte,10,5#5. Und nun sende Männer nach Joppe und laß einen gewissen Simon holen, den man Petrus nennt.
4121#Apostelgeschichte,10,6#6. Dieser ist zur Herberge bei einem Gerber Simon, dessen Haus am Meere liegt; der wird dir sagen, was du tun sollst.
4122#Apostelgeschichte,10,7#7. Als nun der Engel, der mit ihm redete, hinweggegangen war, rief er zwei seiner Hausknechte und einen gottesfürchtigen Kriegsknecht von denen, die stets um ihn waren,
4123#Apostelgeschichte,10,8#8. und erzählte ihnen alles und sandte sie nach Joppe.
4124#Apostelgeschichte,10,9#9. Am folgenden Tage aber, als jene auf dem Wege waren und sich der Stadt näherten, stieg Petrus auf das Dach, um zu beten, etwa um die sechste Stunde.
4125#Apostelgeschichte,10,10#10. Da wurde er hungrig und wollte essen. Während man aber etwas zubereitete, kam eine Verzückung über ihn.
4126#Apostelgeschichte,10,11#11. Und er sieht den Himmel geöffnet und ein Gefäß wie ein großes, leinenes Tuch herabkommen, das an vier Enden (gebunden) auf die Erde niedergelassen wurde;
4127#Apostelgeschichte,10,12#12. darin waren allerlei vierfüßige und wilde und kriechende Tiere der Erde und Vögel des Himmels.
4128#Apostelgeschichte,10,13#13. Und es sprach-1- eine Stimme zu ihm: Steh auf, Petrus, schlachte und iß! -1) w: geschah.++
4129#Apostelgeschichte,10,14#14. Petrus aber sprach: Keineswegs, Herr; denn ich habe noch nie etwas Gemeines oder Unreines gegessen!
4130#Apostelgeschichte,10,15#15. Und eine Stimme (sprach) wiederum, zum zweitenmal, zu ihm: Was Gott gereinigt hat, das halte du nicht für gemein!
4131#Apostelgeschichte,10,16#16. Solches geschah dreimal, und das Gefäß wurde wieder in den Himmel hinaufgezogen.
4132#Apostelgeschichte,10,17#17. Als aber Petrus bei sich selbst ganz ungewiß war, was das Gesicht bedeute, das er gesehen hatte, siehe, da standen die von Kornelius abgesandten Männer, welche das Haus Simons erfragt hatten, am Toreingang,
4133#Apostelgeschichte,10,18#18. riefen und erkundigten sich, ob Simon mit dem Zunamen Petrus hier zur Herberge sei.
4134#Apostelgeschichte,10,19#19. Während nun Petrus über das Gesicht nachdachte, sprach der Geist zu ihm: Siehe, drei Männer suchen dich!
4135#Apostelgeschichte,10,20#20. Darum steh auf, steige hinab und ziehe ohne Bedenken mit ihnen, denn Ich habe sie gesandt!
4136#Apostelgeschichte,10,21#21. Da stieg Petrus zu den Männern hinab und sprach: Siehe, ich bin der, den ihr suchet. Was ist die Ursache, weshalb ihr hier seid?
4137#Apostelgeschichte,10,22#22. Sie aber sprachen: Kornelius, der Hauptmann, ein rechtschaffener und gottesfürchtiger Mann, der ein gutes Zeugnis hat beim ganzen Volk der Juden, hat von einem heiligen Engel den Befehl erhalten, dich in sein Haus holen zu lassen, um Worte von dir zu hören.
4138#Apostelgeschichte,10,23#23. Da rief er sie herein und beherbergte sie. Am folgenden Tage aber stand er auf und zog mit ihnen, und etliche Brüder von Joppe gingen mit ihm.
4139#Apostelgeschichte,10,24#24. Und am andern Tage kamen sie nach Cäsarea. Kornelius aber wartete auf sie und hatte seine Verwandten und seine vertrauten Freunde zusammenberufen.
4140#Apostelgeschichte,10,25#25. Als es nun geschah, daß Petrus hineinkam, ging ihm Kornelius entgegen und fiel ihm zu Füßen und betete an-1-. -1) o: huldigte ihm.++
4141#Apostelgeschichte,10,26#26. Petrus aber richtete ihn auf und sprach: Steh auf! ich bin auch ein Mensch.
4142#Apostelgeschichte,10,27#27. Und indem er sich mit ihm unterredete, ging er hinein und fand viele versammelt.
4143#Apostelgeschichte,10,28#28. Und er sprach zu ihnen: Ihr wißt, daß es einem jüdischen Manne nicht erlaubt ist, mit einem Ausländer zu verkehren oder sich ihm zu nahen; aber mir hat Gott gezeigt, daß ich keinen Menschen gemein oder unrein nennen soll.
4144#Apostelgeschichte,10,29#29. Darum bin ich auch ohne Widerrede gekommen, als ich hergerufen wurde. Und nun frage ich: Aus welchem Grunde habt ihr mich gerufen?
4145#Apostelgeschichte,10,30#30. Und Kornelius sprach: Vor vier Tagen, um diese Stunde, fastete und betete ich um die neunte Stunde in meinem Hause. Und siehe, da stand ein Mann in glänzendem Kleide vor mir
4146#Apostelgeschichte,10,31#und sprach: 31. Kornelius, dein Gebet ist erhört, und deiner Almosen ist vor Gott gedacht worden!
4147#Apostelgeschichte,10,32#32. Darum sende nach Joppe und laß Simon, der Petrus genannt wird, holen; dieser ist zur Herberge im Hause Simons, eines Gerbers, am Meer; der wird, wenn er kommt, zu dir reden.
4148#Apostelgeschichte,10,33#33. Da schickte ich zur Stunde zu dir, und du hast wohl daran getan, daß du gekommen bist. So sind wir nun alle vor Gott gegenwärtig, zu hören alles, was dir von Gott aufgetragen ist!
4149#Apostelgeschichte,10,34#34. Da tat Petrus den Mund auf und sprach: Nun erfahre ich in Wahrheit, daß Gott die Person nicht ansieht,
4150#Apostelgeschichte,10,35#35. sondern daß in allem Volk, wer ihn fürchtet und Gerechtigkeit übt, ihm angenehm ist!
4151#Apostelgeschichte,10,36#36. Das Wort, das er den Kindern Israel gesandt hat, indem er Frieden verkünden ließ durch Jesus Christus - welcher ist aller Herr -,
4152#Apostelgeschichte,10,37#37. ihr kennet (es, nämlich) die Geschichte, die in ganz Judäa geschehen ist und in Galiläa anfing nach der Taufe, die Johannes predigte:
4153#Apostelgeschichte,10,38#38. Jesus von Nazareth, wie Gott ihn mit heiligem Geist und Kraft gesalbt hat, welcher umherzog, indem er wohltat und alle heilte, die vom Teufel überwältigt waren; denn Gott war mit ihm.
4154#Apostelgeschichte,10,39#39. Und wir sind Zeugen alles dessen, was er im jüdischen Lande und zu Jerusalem getan; den haben sie ans Holz gehängt und getötet.
4155#Apostelgeschichte,10,40#40. Diesen hat Gott am dritten Tage auferweckt und hat ihn offenbar werden lassen,
4156#Apostelgeschichte,10,41#41. nicht allem Volke, sondern uns, den von Gott vorher erwählten Zeugen, die wir mit ihm gegessen und getrunken haben nach seiner Auferstehung von den Toten.
4157#Apostelgeschichte,10,42#42. Und er hat uns geboten, dem Volke zu verkündigen und zu bezeugen, daß er der von Gott verordnete Richter der Lebendigen und der Toten sei.
4158#Apostelgeschichte,10,43#43. Von diesem legen alle Propheten Zeugnis ab, daß jeder, der an ihn glaubt, durch seinen Namen Vergebung der Sünden empfangen soll.
4159#Apostelgeschichte,10,44#44. Während Petrus noch diese Worte redete, fiel der heilige Geist auf alle, die dem Wort zuhörten.
4160#Apostelgeschichte,10,45#45. Und die Gläubigen aus der Beschneidung, soviele ihrer mit Petrus gekommen waren, erstaunten, daß die Gabe des heiligen Geistes auch über die Heiden ausgegossen wurde.
4161#Apostelgeschichte,10,46#46. Denn sie hörten sie in Zungen reden und Gott hoch preisen. Da antwortete Petrus:
4162#Apostelgeschichte,10,47#47. Kann auch jemand das Wasser verwehren, daß diese nicht getauft werden, die den heiligen Geist empfangen haben, gleichwie wir?
4163#Apostelgeschichte,10,48#48. Und er befahl, daß sie getauft würden im Namen des Herrn. Da baten sie ihn, etliche Tage zu bleiben.
4164#Apostelgeschichte,11,1#1. Es hörten aber die Apostel und die Brüder, die in Judäa waren, daß auch die Heiden das Wort Gottes angenommen hätten.
4165#Apostelgeschichte,11,2#2. Und als Petrus nach Jerusalem hinaufkam, machten die aus der Beschneidung ihm Vorwürfe
4166#Apostelgeschichte,11,3#und sprachen: 3. Du bist zu unbeschnittenen Männern hineingegangen und hast mit ihnen gegessen!
4167#Apostelgeschichte,11,4#4. Da hob Petrus an und erzählte ihnen alles der Reihe nach und sprach:
4168#Apostelgeschichte,11,5#5. Ich war in der Stadt Joppe und betete; da sah ich in der Verzückung ein Gesicht, ein Gefäß herabkommen, wie ein großes, leinenes Tuch, das an vier Enden vom Himmel herniedergelassen wurde, und es kam bis zu mir.
4169#Apostelgeschichte,11,6#6. Als ich nun hineinblickte und es betrachtete, sah ich die vierfüßigen Tiere der Erde und die wilden und kriechenden Tiere und die Vögel des Himmels.
4170#Apostelgeschichte,11,7#7. Und ich hörte eine Stimme, die zu mir sprach: Steh auf, Petrus, schlachte und iß!
4171#Apostelgeschichte,11,8#8. Ich aber sprach: Keineswegs, Herr; denn nie ist etwas Gemeines oder Unreines in meinen Mund gekommen!
4172#Apostelgeschichte,11,9#9. Aber eine Stimme vom Himmel antwortete mir zum zweitenmal: Was Gott gereinigt hat, das halte du nicht für gemein!
4173#Apostelgeschichte,11,10#10. Dies geschah aber dreimal; und alles wurde wieder in den Himmel hinaufgezogen.
4174#Apostelgeschichte,11,11#11. Und siehe, alsbald standen vor dem Hause, worin ich war, drei Männer, die von Cäsarea zu mir gesandt worden waren.
4175#Apostelgeschichte,11,12#12. Und der Geist hieß mich mit ihnen ziehen, ohne Bedenken. Es kamen aber auch diese sechs Brüder mit mir, und wir gingen in das Haus des Mannes hinein.
4176#Apostelgeschichte,11,13#13. Und er berichtete uns, wie er in seinem Hause den Engel gesehen habe, der dastand und zu ihm sagte: Sende nach Joppe und laß Simon, der Petrus zubenannt wird, holen;
4177#Apostelgeschichte,11,14#14. der wird Worte zu dir reden, durch welche du gerettet werden wirst, du und dein ganzes Haus.
4178#Apostelgeschichte,11,15#15. Als ich aber zu reden anfing, fiel der heilige Geist auf sie, gleichwie auf uns am Anfang.
4179#Apostelgeschichte,11,16#16. Da gedachte ich an das Wort des Herrn, wie er sagte: Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt im heiligen Geist getauft werden.
4180#Apostelgeschichte,11,17#17. Wenn nun Gott ihnen die gleiche Gabe verliehen hat, wie auch uns, nachdem sie an den Herrn Jesus Christus gläubig geworden sind, wer war ich, daß ich Gott hätte wehren können?
4181#Apostelgeschichte,11,18#18. Als sie aber das hörten, beruhigten sie sich und priesen Gott und sprachen: So hat denn Gott auch den Heiden die Buße zum Leben gegeben!
4182#Apostelgeschichte,11,19#19. DIE nun, welche sich zerstreut hatten seit der Verfolgung, die sich wegen Stephanus erhoben hatte, zogen bis nach Phönizien und Cypern und Antiochia und redeten das Wort zu niemand, als nur zu Juden.
4183#Apostelgeschichte,11,20#20. Es waren aber etliche unter ihnen, Cyprier und Kyrenäer, die, als sie nach Antiochia kamen, auch zu den Griechen redeten und ihnen das Evangelium vom Herrn Jesus verkündigten.
4184#Apostelgeschichte,11,21#21. Und die Hand des Herrn war mit ihnen, und eine große Zahl wurde gläubig und bekehrte sich zum Herrn.
4185#Apostelgeschichte,11,22#22. Es kam aber die Kunde von ihnen zu den Ohren der Gemeinde in Jerusalem, und sie sandten Barnabas, daß er hingehe nach Antiochia.
4186#Apostelgeschichte,11,23#23. Und als er ankam und die Gnade Gottes sah, freute er sich und ermahnte alle, gemäß dem Vorsatz des Herzens bei dem Herrn zu verharren;
4187#Apostelgeschichte,11,24#24. denn er war ein trefflicher Mann und voll heiligen Geistes und Glaubens; und es schloß sich dem Herrn eine beträchtliche Menge an.
4188#Apostelgeschichte,11,25#25. Und Barnabas zog aus nach Tarsus, um Saulus aufzusuchen,
4189#Apostelgeschichte,11,26#und als er ihn gefunden hatte, brachte er ihn nach Antiochia. 26. Es begab sich aber, daß sie ein ganzes Jahr in der Gemeinde beisammen blieben und eine beträchtliche Menge lehrten, und daß die Jünger zuerst in Antiochia Christen genannt wurden.
4190#Apostelgeschichte,11,27#27. In diesen Tagen aber kamen Propheten von Jerusalem hinab nach Antiochia.
4191#Apostelgeschichte,11,28#28. Und einer von ihnen, mit Namen Agabus, trat auf und zeigte durch den Geist eine große Hungersnot an, welche über den ganzen Erdkreis kommen sollte; welche dann auch eintrat unter dem Kaiser Claudius.
4192#Apostelgeschichte,11,29#29. Da beschlossen die Jünger, daß ein jeder von ihnen gemäß seinem Vermögen den Brüdern, die in Judäa wohnten, eine Hilfeleistung senden solle;
4193#Apostelgeschichte,11,30#30. das taten sie auch und sandten es durch die Hand von Barnabas und Saulus an die Ältesten.
4194#Apostelgeschichte,12,1#1. UM jene Zeit aber legte der König Herodes Hand an, um etliche von der Gemeinde zu mißhandeln.
4195#Apostelgeschichte,12,2#2. Und er tötete Jakobus, den Bruder des Johannes, mit dem Schwert.
4196#Apostelgeschichte,12,3#3. Und als er sah, daß es den Juden gefiel, fuhr er fort und nahm auch Petrus gefangen. Es waren aber die Tage der ungesäuerten Brote.
4197#Apostelgeschichte,12,4#4. Und als er ihn festgenommen hatte, warf er ihn ins Gefängnis und übergab ihn vier Abteilungen von je vier Kriegsknechten zur Bewachung, in der Absicht, ihn nach dem Passah dem Volke vorzuführen.
4198#Apostelgeschichte,12,5#5. So wurde Petrus nun im Gefängnis verwahrt; von der Gemeinde aber wurde inbrünstig für ihn zu Gott gebetet.
4199#Apostelgeschichte,12,6#6. Als aber Herodes ihn vorführen wollte, schlief Petrus in jener Nacht zwischen zwei Kriegsknechten, mit zwei Ketten gebunden; und Wächter vor der Tür bewachten das Gefängnis.
4200#Apostelgeschichte,12,7#7. Und siehe, ein Engel des Herrn trat hinzu, und ein Licht erglänzte in dem Gemach. Er weckte aber Petrus durch einen Schlag an die Seite und sprach: Steh eilends auf! Und die Ketten fielen ihm von den Händen.
4201#Apostelgeschichte,12,8#8. Und der Engel sprach zu ihm: Gürte dich und ziehe deine Schuhe an! Da tat er also. Und er spricht zu ihm: Wirf deinen Mantel um und folge mir!
4202#Apostelgeschichte,12,9#9. Und er ging hinaus und folgte ihm und wußte nicht, daß es Wirklichkeit war, was so durch den Engel geschah, sondern er meinte ein Gesicht zu sehen.
4203#Apostelgeschichte,12,10#10. Als sie aber durch die erste und die zweite Wache hindurchgegangen waren, kamen sie zu dem eisernen Tor, welches nach der Stadt führt, und dieses tat sich ihnen von selbst auf. Und sie traten hinaus und gingen eine Gasse vorwärts, und alsbald schied der Engel von ihm.
4204#Apostelgeschichte,12,11#11. Da kam Petrus zu sich selbst und sprach: Nun weiß ich wahrhaftig, daß der Herr seinen Engel gesandt und mich aus der Hand des Herodes und von allem, was das jüdische Volk erwartete, errettet hat.
4205#Apostelgeschichte,12,12#12. Und er besann sich und ging zum Hause der Maria, der Mutter des Johannes mit dem Zunamen Markus, wo viele versammelt waren und beteten.
4206#Apostelgeschichte,12,13#13. Als aber Petrus an die Haustür klopfte, kam eine Magd namens Rhode herbei, um zu horchen.
4207#Apostelgeschichte,12,14#14. Und als sie die Stimme des Petrus erkannte, tat sie vor Freuden das Tor nicht auf, sondern lief hinein und meldete, Petrus stehe vor dem Tor.
4208#Apostelgeschichte,12,15#15. Sie aber sprachen zu ihr: Du bist nicht bei Sinnen! Aber sie bestand darauf, es sei so. Da sprachen sie: Es ist sein Engel!
4209#Apostelgeschichte,12,16#16. Petrus aber fuhr fort zu klopfen; und als sie öffneten, sahen sie ihn und erstaunten sehr.
4210#Apostelgeschichte,12,17#17. Er winkte ihnen aber mit der Hand, zu schweigen, und erzählte ihnen, wie der Herr ihn aus dem Gefängnis geführt habe. Er sprach aber: Meldet dies dem Jakobus und den Brüdern! Und er ging hinaus und zog an einen andern Ort.
4211#Apostelgeschichte,12,18#18. Als es nun Tag geworden, entstand eine nicht geringe Bestürzung unter den Kriegsknechten, was doch aus Petrus geworden sei.
4212#Apostelgeschichte,12,19#19. Herodes aber, als er ihn forderte und nicht fand, verhörte die Hüter und ließ sie abführen. Und er ging aus Judäa nach Cäsarea hinab und hielt sich daselbst auf.
4213#Apostelgeschichte,12,20#20. Er war aber erzürnt über die Bewohner von Tyrus und Zidon. Da kamen sie einmütig zu ihm, gewannen Blastus, den Kämmerer des Königs, und baten um Frieden, weil ihr Land von dem des Königs ernährt wurde.
4214#Apostelgeschichte,12,21#21. Aber an einem bestimmten Tage zog Herodes ein königliches Kleid an und setzte sich auf den Richterstuhl und hielt eine Rede an sie.
4215#Apostelgeschichte,12,22#22. Das Volk aber rief ihm zu: Das ist Gottes Stimme und nicht eines Menschen!
4216#Apostelgeschichte,12,23#23. Alsbald aber schlug ihn ein Engel des Herrn, weil er Gott nicht die Ehre gab; und von Würmern zerfressen, verschied er.
4217#Apostelgeschichte,12,24#24. Das Wort Gottes aber wuchs und mehrte sich.
4218#Apostelgeschichte,12,25#25. Barnabas aber und Saulus kehrten von Jerusalem zurück, nachdem sie die Hilfeleistung ausgerichtet hatten, und nahmen auch Johannes mit dem Zunamen Markus mit sich.
4219#Apostelgeschichte,13,1#1. ES waren aber zu Antiochia in der dortigen Gemeinde etliche Propheten und Lehrer, nämlich Barnabas und Simeon, genannt Niger, und Lucius von Kyrene und Manahen, der mit dem Vierfürsten Herodes erzogen worden war, und Saulus.
4220#Apostelgeschichte,13,2#2. Als sie nun dem Herrn dienten und fasteten, sprach der heilige Geist: Sondert mir Barnabas und Saulus aus zu dem Werk, zu welchem ich sie berufen habe!
4221#Apostelgeschichte,13,3#3. Da fasteten und beteten sie, legten ihnen die Hände auf und ließen sie ziehen.
4222#Apostelgeschichte,13,4#4. Diese nun, vom heiligen Geist ausgesandt, zogen hinab gen Seleucia und fuhren von dort zu Schiff nach Cypern.
4223#Apostelgeschichte,13,5#5. Und in Salamis angekommen, verkündigten sie das Wort Gottes in den Synagogen der Juden. Sie hatten aber auch Johannes zum Diener.
4224#Apostelgeschichte,13,6#6. Und als sie die ganze Insel bis nach Paphos durchzogen hatten, fanden sie einen jüdischen Zauberer und falschen Propheten, namens Barjesus,
4225#Apostelgeschichte,13,7#7. welcher bei dem Statthalter Sergius Paulus war, einem verständigen Mann. Dieser ließ Barnabas und Saulus holen und begehrte das Wort Gottes zu hören.
4226#Apostelgeschichte,13,8#8. Aber es widersetzte sich ihnen Elymas, der Zauberer <denn so wird sein Name übersetzt>, und suchte den Statthalter vom Glauben abzuhalten.
4227#Apostelgeschichte,13,9#9. Saulus aber, der auch Paulus heißt, voll heiligen Geistes, blickte ihn an
4228#Apostelgeschichte,13,10#10. und sprach: O du Kind des Teufels, voll von aller List und aller Schalkheit, Feind aller Gerechtigkeit, wirst du nicht aufhören, die geraden Wege des Herrn zu verkehren?
4229#Apostelgeschichte,13,11#11. Und nun siehe, die Hand des Herrn kommt über dich, und du wirst blind sein und die Sonne nicht sehen eine Zeitlang. Alsbald aber fiel Dunkel und Finsternis auf ihn, und er tappte umher und suchte Leute, die ihn führen könnten.
4230#Apostelgeschichte,13,12#12. Als nun der Statthalter sah, was geschehen war, wurde er gläubig, betroffen von der Lehre des Herrn.
4231#Apostelgeschichte,13,13#13. Paulus aber und seine Gefährten fuhren von Paphos ab und kamen nach Perge in Pamphylien; Johannes aber trennte sich von ihnen und kehrte nach Jerusalem zurück.
4232#Apostelgeschichte,13,14#14. Sie aber zogen von Perge weiter und kamen nach Antiochia in Pisidien und gingen am Sabbattag in die Synagoge und setzten sich.
4233#Apostelgeschichte,13,15#15. Und nach der Verlesung des Gesetzes und der Propheten ließen die Obersten der Synagoge ihnen sagen: Ihr Männer und Brüder, habt ihr ein Wort der Ermahnung an das Volk, so redet!
4234#Apostelgeschichte,13,16#16. Da stand Paulus auf und winkte mit der Hand und sprach: Ihr israelitischen Männer, und die ihr Gott fürchtet, höret zu!
4235#Apostelgeschichte,13,17#17. Der Gott dieses Volkes Israel erwählte unsre Väter und erhöhte das Volk, da sie Fremdlinge waren im Lande Ägypten, und mit erhobenem Arm führte er sie von dort heraus.
4236#Apostelgeschichte,13,18#18. Und er trug sie etwa vierzig Jahre lang in der Wüste
4237#Apostelgeschichte,13,19#19. und vertilgte sieben Völker im Lande Kanaan und gab ihnen deren Land zum Erbe.
4238#Apostelgeschichte,13,20#20. Und darnach, während etwa vierhundertfünfzig Jahren, gab er ihnen Richter bis auf Samuel, den Propheten.
4239#Apostelgeschichte,13,21#21. Und von da an begehrten sie einen König, und Gott gab ihnen Saul, den Sohn des Kis, einen Mann aus dem Stamme Benjamin, vierzig Jahre lang.
4240#Apostelgeschichte,13,22#22. Und nachdem er ihn auf die Seite gesetzt hatte, erweckte er ihnen David zum König, von dem er auch Zeugnis gab und sprach: «Ich habe David gefunden, den Sohn des Jesse-1-, einen Mann nach meinem Herzen, der allen meinen Willen tun wird.» -1) o: des Isai.++
4241#Apostelgeschichte,13,23#23. Von dessen Nachkommen hat nun Gott nach der Verheißung Jesus als Retter für Israel erweckt,
4242#Apostelgeschichte,13,24#24. nachdem Johannes vor seinem Auftreten dem ganzen Volk Israel die Taufe der Buße gepredigt hatte.
4243#Apostelgeschichte,13,25#25. Als aber Johannes seinen Lauf vollendete, sprach er: Der, für den ihr mich haltet, bin ich nicht; doch siehe, es kommt einer nach mir, für den ich nicht gut genug bin, die Schuhe seiner Füße zu lösen!
4244#Apostelgeschichte,13,26#26. Ihr Männer und Brüder, Söhne des Geschlechtes Abrahams, und die unter euch Gott fürchten, an euch ist dieses Wort des Heils gesandt.
4245#Apostelgeschichte,13,27#27. Denn die, welche in Jerusalem wohnen, und ihre Obersten haben diesen nicht erkannt und haben die Stimmen der Propheten, die an jedem Sabbat gelesen werden, durch ihr Urteil erfüllt.
4246#Apostelgeschichte,13,28#28. Und obgleich sie keine Todesschuld fanden, verlangten sie doch von Pilatus, daß er hingerichtet werde.
4247#Apostelgeschichte,13,29#29. Und nachdem sie alles vollendet hatten, was von ihm geschrieben steht, nahmen sie ihn vom Holze herab und legten ihn in eine Gruft.
4248#Apostelgeschichte,13,30#30. Gott aber hat ihn von den Toten auferweckt.
4249#Apostelgeschichte,13,31#31. Und er ist mehrere Tage hindurch denen erschienen, die mit ihm aus Galiläa nach Jerusalem hinaufgezogen waren, welche nun seine Zeugen sind vor dem Volk.
4250#Apostelgeschichte,13,32#32. Und wir verkündigen euch das Evangelium von der den Vätern zuteil gewordenen Verheißung,
4251#Apostelgeschichte,13,33#daß Gott diese für uns, ihre Kinder, erfüllt hat, indem er Jesus auferweckte. 33. Wie auch im zweiten Psalm geschrieben steht: «Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.»
4252#Apostelgeschichte,13,34#34. Daß er ihn aber von den Toten auferweckte, so daß er nicht mehr zur Verwesung zurückkehren sollte, hat er so ausgesprochen: «Ich will euch die gewissen Heiligtümer-1- Davids geben.» -1) d.h. die Heils- oder Gnadengüter.++
4253#Apostelgeschichte,13,35#35. Darum spricht er auch an einem andern Ort: «Du wirst nicht zugeben, daß dein Heiliger die Verwesung sehe.»
4254#Apostelgeschichte,13,36#36. Denn David ist, nachdem er zu seiner Zeit dem Willen Gottes gedient hat, entschlafen und zu seinen Vätern versammelt worden und hat die Verwesung gesehen.
4255#Apostelgeschichte,13,37#37. Der aber, den Gott auferweckte, hat die Verwesung nicht gesehen.
4256#Apostelgeschichte,13,38#38. So sei euch nun kund, ihr Männer und Brüder, daß euch durch diesen Vergebung der Sünden verkündigt wird;
4257#Apostelgeschichte,13,39#39. und von allem, wovon ihr durch das Gesetz Moses nicht gerechtfertigt werden konntet, wird durch diesen jeder gerechtfertigt, der da glaubt.
4258#Apostelgeschichte,13,40#40. So sehet nun zu, daß nicht über euch komme, was in den Propheten gesagt ist:
4259#Apostelgeschichte,13,41#41. «Sehet, ihr Verächter, und verwundert euch und verschwindet, denn ich tue ein Werk in euren Tagen, ein Werk, das ihr nicht glauben werdet, wenn es euch jemand erzählt!»
4260#Apostelgeschichte,13,42#42. Als sie aber aus der Versammlung gingen, bat man sie, daß ihnen diese Worte (auch) am nächsten Sabbat gepredigt werden möchten.
4261#Apostelgeschichte,13,43#43. Nachdem aber die (Versammlung in der) Synagoge sich aufgelöst hatte, folgten viele Juden und gottesfürchtige Proselyten dem Paulus und Barnabas nach, welche zu ihnen redeten und sie ermahnten, bei der Gnade Gottes zu beharren.
4262#Apostelgeschichte,13,44#44. Und am folgenden Sabbat versammelte sich fast die ganze Stadt, um das Wort Gottes zu hören.
4263#Apostelgeschichte,13,45#45. Als aber die Juden die Volksmenge sahen, wurden sie voll Eifersucht und widersprachen dem, was Paulus sagte, und lästerten.
4264#Apostelgeschichte,13,46#46. Da sprachen Paulus und Barnabas freimütig: Euch mußte das Wort Gottes zuerst gepredigt werden; da ihr es aber von euch stoßet und euch selbst des ewigen Lebens nicht würdig achtet, siehe, so wenden wir uns zu den Heiden.
4265#Apostelgeschichte,13,47#47. Denn also hat uns der Herr geboten: «Ich habe dich zum Licht der Heiden gesetzt, daß du zum Heil seiest bis an das Ende der Erde!»
4266#Apostelgeschichte,13,48#48. Als die Heiden das hörten, wurden sie froh und priesen das Wort des Herrn, und es wurden gläubig, soviele ihrer zum ewigen Leben verordnet waren.
4267#Apostelgeschichte,13,49#49. Das Wort des Herrn aber wurde durch das ganze Land getragen.
4268#Apostelgeschichte,13,50#50. Aber die Juden reizten die andächtigen und angesehenen Frauen und die Vornehmsten der Stadt auf und erregten eine Verfolgung gegen Paulus und Barnabas und vertrieben sie aus ihrem Gebiet.
4269#Apostelgeschichte,13,51#51. Sie aber schüttelten den Staub von ihren Füßen gegen sie ab und gingen nach Ikonium.
4270#Apostelgeschichte,13,52#52. Die Jünger aber wurden voll Freude und heiligen Geistes.
4271#Apostelgeschichte,14,1#1. Es geschah aber in Ikonium, daß sie miteinander in die Synagoge der Juden gingen und derart redeten, daß eine große Menge von Juden und Griechen gläubig wurde.
4272#Apostelgeschichte,14,2#2. Die ungläubig gebliebenen Juden aber erregten und erbitterten die Gemüter der Heiden gegen die Brüder.
4273#Apostelgeschichte,14,3#3. Doch blieben sie längere Zeit daselbst und lehrten freimütig im Vertrauen auf den Herrn, der dem Wort seiner Gnade Zeugnis gab und Zeichen und Wunder durch ihre Hände geschehen ließ.
4274#Apostelgeschichte,14,4#4. Aber die Menge der Stadt teilte sich, und die einen hielten es mit den Juden, die andern mit den Aposteln.
4275#Apostelgeschichte,14,5#5. Als sich aber ein Ansturm der Heiden und Juden samt ihren Obersten erhob, um sie zu mißhandeln und zu steinigen,
4276#Apostelgeschichte,14,6#6. und sie dessen inne wurden, entflohen sie in die Städte Lykaoniens, Lystra und Derbe, und in die umliegende Landschaft
4277#Apostelgeschichte,14,7#7. und predigten dort das Evangelium.
4278#Apostelgeschichte,14,8#8. Und zu Lystra saß ein Mann mit gebrechlichen Füßen, lahm von Geburt, der niemals hatte gehen können.
4279#Apostelgeschichte,14,9#9. Der hörte Paulus reden; und als dieser ihn anblickte und sah, daß er Glauben hatte, ihm könnte geholfen werden,
4280#Apostelgeschichte,14,10#10. sprach er mit lauter Stimme: Steh aufrecht auf deine Füße! Und er sprang auf und ging umher.
4281#Apostelgeschichte,14,11#11. Als aber die Volksmenge sah, was Paulus getan hatte, erhoben sie ihre Stimme und sprachen auf lykaonisch: Die Götter sind Menschen gleichgeworden und zu uns herabgekommen!
4282#Apostelgeschichte,14,12#12. Und sie nannten den Barnabas Jupiter-1-, den Paulus aber Merkur-2-, weil er das Wort führte. -1) w: Zeus.   2) w: Hermes.++
4283#Apostelgeschichte,14,13#13. Der Priester Jupiters aber, dessen Tempel vor ihrer Stadt war, brachte Ochsen und Kränze an die Tore und wollte samt dem Volke opfern.
4284#Apostelgeschichte,14,14#14. Als aber die Apostel Barnabas und Paulus das hörten, zerrissen sie ihre Kleider, sprangen heraus unter das Volk, riefen
4285#Apostelgeschichte,14,15#und sprachen: 15. Ihr Männer, was macht ihr da? Auch wir sind Menschen, von gleicher Beschaffenheit wie ihr, und predigen euch das Evangelium, daß ihr euch von diesen eitlen Göttern bekehret zu dem lebendigen Gott, der den Himmel und die Erde, das Meer und alles, was darin ist, gemacht hat;
4286#Apostelgeschichte,14,16#16. der in den vergangenen Zeitaltern alle Heiden ihre eigenen Wege gehen ließ;
4287#Apostelgeschichte,14,17#17. und doch hat er sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat uns viel Gutes getan, uns vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben und unsre Herzen erfüllt mit Speise und Freude.
4288#Apostelgeschichte,14,18#18. Obschon sie solches sagten, konnten sie die Menge kaum beruhigen, daß sie ihnen nicht opferte.
4289#Apostelgeschichte,14,19#19. Es kamen aber aus Antiochia und Ikonium Juden herbei; die überredeten das Volk und steinigten Paulus und schleiften ihn vor die Stadt hinaus, da sie meinten, er sei gestorben.
4290#Apostelgeschichte,14,20#20. Als ihn aber die Jünger umringten, stand er auf und ging in die Stadt. Und am folgenden Tage zog er mit Barnabas fort nach Derbe.
4291#Apostelgeschichte,14,21#21. Und nachdem sie in dieser Stadt das Evangelium gepredigt und eine schöne Zahl Jünger gemacht hatten, kehrten sie wieder nach Lystra und Ikonium und Antiochia zurück,
4292#Apostelgeschichte,14,22#22. stärkten die Seelen der Jünger und ermahnten sie, im Glauben zu verharren, und (sagten ihnen,) daß wir durch viele Trübsale in das Reich Gottes eingehen müssen.
4293#Apostelgeschichte,14,23#23. Nachdem sie ihnen aber in jeder Gemeinde Älteste erwählt hatten, übergaben sie diese unter Gebet und Fasten dem Herrn, an welchen sie gläubig geworden waren.
4294#Apostelgeschichte,14,24#24. Und sie durchzogen Pisidien und kamen nach Pamphylien.
4295#Apostelgeschichte,14,25#25. Und nachdem sie in Perge das Wort gepredigt hatten, zogen sie nach Attalia hinab.
4296#Apostelgeschichte,14,26#26. Und von da schifften sie nach Antiochia, von wo aus sie der Gnade Gottes übergeben worden waren zu dem Werke, das sie (nun) vollbracht hatten.
4297#Apostelgeschichte,14,27#27. Als sie aber angekommen waren, versammelten sie die Gemeinde und erzählten, wie viel Gott mit ihnen getan und daß er den Heiden die Tür des Glaubens aufgetan habe.
4298#Apostelgeschichte,14,28#28. Sie verbrachten aber nicht geringe Zeit mit den Jüngern.
4299#Apostelgeschichte,15,1#1. UND etliche kamen aus Judäa herab und lehrten die Brüder: Wenn ihr euch nicht nach dem Gebrauche Moses beschneiden lasset, so könnt ihr nicht gerettet werden!
4300#Apostelgeschichte,15,2#2. Da sich nun Zwiespalt erhob und Paulus und Barnabas nicht geringen Streit mit ihnen hatten, ordneten sie an, daß Paulus und Barnabas und einige andere von ihnen dieser Streitfrage wegen zu den Aposteln und Ältesten nach Jerusalem hinaufziehen sollten.
4301#Apostelgeschichte,15,3#3. So durchzogen sie, nun als Abgeordnete der Gemeinde, Phönizien und Samarien, indem sie von der Bekehrung der Heiden erzählten und allen Brüdern große Freude bereiteten.
4302#Apostelgeschichte,15,4#4. Als sie aber nach Jerusalem kamen, wurden sie von der Gemeinde, den Aposteln und den Ältesten empfangen und berichteten, wie vieles Gott mit ihnen getan habe.
4303#Apostelgeschichte,15,5#5. Es standen aber etliche von der Sekte der Pharisäer, welche gläubig geworden waren, auf und sprachen: Man muß sie beschneiden und ihnen gebieten, das Gesetz Moses zu halten!
4304#Apostelgeschichte,15,6#6. Da kamen die Apostel und die Ältesten zusammen, um diese Sache zu untersuchen.
4305#Apostelgeschichte,15,7#7. Als sich nun viel Streit erhob, stand Petrus auf und sprach zu ihnen: Ihr Männer und Brüder, ihr wißt, daß Gott lange vor diesen Tagen unter euch die Wahl getroffen hat, daß durch meinen Mund die Heiden das Wort des Evangeliums hören und zum Glauben kommen sollten.
4306#Apostelgeschichte,15,8#8. Und Gott, der Herzenskündiger, legte für sie Zeugnis ab, indem er ihnen den heiligen Geist verlieh, gleich wie uns;
4307#Apostelgeschichte,15,9#9. und er machte keinen Unterschied zwischen uns und ihnen, nachdem er durch den Glauben ihre Herzen gereinigt hatte.
4308#Apostelgeschichte,15,10#10. Was versuchet ihr nun Gott, indem ihr ein Joch auf den Nacken der Jünger leget, welches weder unsre Väter noch wir zu tragen vermochten?
4309#Apostelgeschichte,15,11#11. Denn durch die Gnade des Herrn Jesus Christus glauben wir gerettet zu werden, auf gleiche Weise wie jene.
4310#Apostelgeschichte,15,12#12. Da schwieg die ganze Menge und hörte Barnabas und Paulus zu, welche erzählten, wieviele Zeichen und Wunder Gott unter den Heiden durch sie getan hatte.
4311#Apostelgeschichte,15,13#13. Nachdem sie aber zu reden aufgehört hatten, hob Jakobus an und sagte: Ihr Männer und Brüder, hört mir zu!
4312#Apostelgeschichte,15,14#14. Simon hat erzählt, wie Gott zum erstenmal sein Augenmerk darauf richtete, aus den Heiden ein Volk für seinen Namen anzunehmen.
4313#Apostelgeschichte,15,15#15. Und damit stimmen die Worte der Propheten überein, wie geschrieben steht:
4314#Apostelgeschichte,15,16#16. «Darnach will ich umkehren und die zerfallene Hütte Davids wieder aufbauen, und ihre Trümmer will ich wieder bauen und sie wieder aufrichten,
4315#Apostelgeschichte,15,17#17. auf daß die Übriggebliebenen der Menschen den Herrn suchen, und alle Völker, über welche mein Name angerufen worden ist, spricht der Herr, der solche Dinge tut»
4316#Apostelgeschichte,15,18#18. und dem sie von Ewigkeit her bekannt sind.
4317#Apostelgeschichte,15,19#19. Darum halte ich dafür, daß man diejenigen aus den Heiden, die sich zu Gott bekehren, nicht weiter belästigen soll,
4318#Apostelgeschichte,15,20#20. sondern ihnen nur anbefehle, sich von der Verunreinigung durch die Götzen, von der Unzucht, vom Erstickten und vom Blut zu enthalten.
4319#Apostelgeschichte,15,21#21. Denn Mose hat von alten Zeiten her in jeder Stadt Leute, die ihn predigen, da er in den Synagogen an jedem Sabbat vorgelesen wird.
4320#Apostelgeschichte,15,22#22. Da gefiel es den Aposteln und den Ältesten samt der ganzen Gemeinde, Männer aus ihrer Mitte zu erwählen und mit Paulus und Barnabas nach Antiochia zu senden, nämlich Judas mit dem Zunamen Barsabbas, und Silas, leitende Männer unter den Brüdern.
4321#Apostelgeschichte,15,23#23. Und sie sandten durch ihre Hand folgendes Schreiben: «Die Apostel und die Ältesten und Brüder entbieten den Brüdern zu Antiochia und in Syrien und Cilicien, die aus den Heiden sind, ihren Gruß!
4322#Apostelgeschichte,15,24#24. Da wir gehört haben, daß etliche, die von uns ausgegangen sind, euch durch Reden verwirrt und eure Seelen unsicher gemacht haben, ohne daß wir sie dazu beauftragt hätten,
4323#Apostelgeschichte,15,25#25. so hat es uns, die wir einmütig versammelt waren, gefallen, Männer zu erwählen und zu euch zu senden mit unsren geliebten Barnabas und Paulus,
4324#Apostelgeschichte,15,26#26. Männern, die ihre Seelen hingegeben haben für den Namen unsres Herrn Jesus Christus.
4325#Apostelgeschichte,15,27#27. Wir haben also Judas und Silas gesandt, welche euch mündlich dasselbe verkündigen sollen.
4326#Apostelgeschichte,15,28#28. Es hat nämlich dem heiligen Geist und uns gefallen, euch keine weitere Last aufzulegen, außer diesen notwendigen Stücken:
4327#Apostelgeschichte,15,29#29. daß ihr euch enthaltet von Götzenopfern und von Blut und vom Erstickten und von Unzucht; wenn ihr euch davor in acht nehmet, so tut ihr recht. Lebet wohl!»
4328#Apostelgeschichte,15,30#30. So wurden sie nun verabschiedet und kamen nach Antiochia und versammelten die Menge und übergaben das Schreiben.
4329#Apostelgeschichte,15,31#31. Und als sie es gelesen hatten, freuten sie sich über den Trost.
4330#Apostelgeschichte,15,32#32. Judas aber und Silas, die auch selbst Propheten waren, ermahnten die Brüder mit vielen Reden und stärkten sie.
4331#Apostelgeschichte,15,33#33. Und nachdem sie einige Zeit dort zugebracht hatten, wurden sie von den Brüdern mit Frieden zu denen zurückgesandt, welche sie abgeordnet hatten.
4332#Apostelgeschichte,15,34#34. [Es gefiel aber dem Silas, dort zu bleiben.]
4333#Apostelgeschichte,15,35#35. Paulus aber und Barnabas hielten sich in Antiochia auf und lehrten und predigten mit noch vielen andern das Wort des Herrn.
4334#Apostelgeschichte,15,36#36. NACH etlichen Tagen aber sprach Paulus zu Barnabas: Laß uns wieder umkehren und nach den Brüdern sehen in all den Städten, in welchen wir das Wort des Herrn verkündigt haben, wie es um sie stehe.
4335#Apostelgeschichte,15,37#37. Barnabas aber wollte auch den Johannes, der Markus zubenannt wird, mitnehmen.
4336#Apostelgeschichte,15,38#38. Paulus aber hielt dafür, daß der, welcher in Pamphylien von ihnen gewichen und nicht mit ihnen zu dem Werke gekommen war, nicht mitzunehmen sei.
4337#Apostelgeschichte,15,39#39. Darob entstand eine Erbitterung, so daß sie sich voneinander trennten und Barnabas den Markus zu sich nahm und zu Schiff nach Cypern fuhr.
4338#Apostelgeschichte,15,40#40. Paulus aber wählte sich Silas und zog aus, von den Brüdern der Gnade Gottes anbefohlen.
4339#Apostelgeschichte,15,41#41. Er durchzog aber Syrien und Cilicien und stärkte die Gemeinden.
4340#Apostelgeschichte,16,1#1. Er kam aber auch nach Derbe und nach Lystra. Und siehe, dort war ein Jünger namens Timotheus, der Sohn einer gläubigen jüdischen Frau, aber eines griechischen Vaters.
4341#Apostelgeschichte,16,2#2. Der hatte ein gutes Zeugnis von den Brüdern in Lystra und Ikonium.
4342#Apostelgeschichte,16,3#3. Diesen wollte Paulus mit sich ziehen lassen. Und er nahm ihn und ließ ihn beschneiden um der Juden willen, die an jenem Orte waren; denn sie wußten alle, daß sein Vater ein Grieche war.
4343#Apostelgeschichte,16,4#4. Indem sie aber die Städte durchzogen, übergaben sie ihnen zur Befolgung die von den Aposteln und Ältesten in Jerusalem gefaßten Beschlüsse.
4344#Apostelgeschichte,16,5#5. Da wurden die Gemeinden im Glauben gestärkt und nahmen an Zahl täglich zu.
4345#Apostelgeschichte,16,6#6. Als sie aber Phrygien und die Landschaft Galatien durchzogen, wurde ihnen vom heiligen Geist gewehrt, das Wort in Asien-1- zu verkünden. -1) röm. Provinz im westlichen Kleinasien.++
4346#Apostelgeschichte,16,7#7. Und sie kamen gen Mysien und versuchten nach Bithynien zu reisen; und der Geist Jesu ließ es ihnen nicht zu.
4347#Apostelgeschichte,16,8#8. Da reisten sie an Mysien vorbei und kamen hinab nach Troas.
4348#Apostelgeschichte,16,9#9. Und es erschien dem Paulus in der Nacht ein Gesicht: Ein mazedonischer Mann stand vor ihm, bat ihn und sprach: Komm herüber nach Mazedonien und hilf uns!
4349#Apostelgeschichte,16,10#10. Als er aber dieses Gesicht gesehen hatte, trachteten wir alsbald nach Mazedonien zu ziehen, indem wir daraus schlossen, daß uns der Herr berufen habe, ihnen das Evangelium zu predigen.
4350#Apostelgeschichte,16,11#11. SO fuhren wir denn von Troas ab und kamen in gerader Fahrt nach Samothrace und am folgenden Tage nach Neapolis;
4351#Apostelgeschichte,16,12#12. und von da nach Philippi, welches die erste Stadt jenes Teils von Mazedonien ist, eine Kolonie. Wir hielten uns aber in dieser Stadt etliche Tage auf.
4352#Apostelgeschichte,16,13#13. Und am Sabbattage gingen wir zum Tor hinaus an den Fluß, wo wir eine Gebetsstätte vermuteten; und wir setzten uns und redeten zu den Frauen, die da zusammengekommen waren.
4353#Apostelgeschichte,16,14#14. Und eine gottesfürchtige Frau namens Lydia, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatira, hörte zu; und der Herr tat ihr das Herz auf, daß sie achthatte auf das, was von Paulus geredet wurde.
4354#Apostelgeschichte,16,15#15. Als sie aber samt ihrem Hause getauft worden war, bat sie und sprach: Wenn ihr davon überzeugt seid, daß ich an den Herrn gläubig bin, so kommet in mein Haus und bleibet daselbst! Und sie nötigte uns.
4355#Apostelgeschichte,16,16#16. Es begab sich aber, als wir zur Gebetsstätte gingen, daß uns eine Magd begegnete, die einen Wahrsagergeist hatte und ihren Herren durch ihr Wahrsagen großen Gewinn verschaffte.
4356#Apostelgeschichte,16,17#17. Diese folgte Paulus und uns nach, schrie und sprach: Diese Männer sind Diener des höchsten Gottes, die euch den Weg des Heils verkündigen!
4357#Apostelgeschichte,16,18#18. Und solches tat sie viele Tage. Paulus aber, den das bemühte, wandte sich um und sprach zu dem Geist: Ich gebiete dir im Namen Jesu Christi, von ihr auszufahren! Und er fuhr aus zur selben Stunde.
4358#Apostelgeschichte,16,19#19. Als aber ihre Herren sahen, daß die Hoffnung auf ihren Gewinn entschwunden-1- war, ergriffen sie Paulus und Silas und schleppten sie auf den Markt vor die Obersten, -1) w: ausgefahren.++
4359#Apostelgeschichte,16,20#20. führten sie den Hauptleuten zu und sprachen: Diese Männer, die Juden sind, verwirren unsere Stadt
4360#Apostelgeschichte,16,21#21. und verkündigen Gebräuche, welche anzunehmen oder auszuüben uns nicht erlaubt ist, da wir Römer sind!
4361#Apostelgeschichte,16,22#22. Und das Volk stand ebenfalls wider sie auf; und die Hauptleute rissen ihnen die Kleider ab und befahlen, sie mit Ruten zu schlagen.
4362#Apostelgeschichte,16,23#23. Und nachdem sie ihnen viele Streiche gegeben, warfen sie sie ins Gefängnis und befahlen dem Kerkermeister, sie sicher zu verwahren.
4363#Apostelgeschichte,16,24#24. Dieser warf sie auf solchen Befehl hin ins innere Gefängnis und schloß ihre Füße in den Block.
4364#Apostelgeschichte,16,25#25. Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobten Gott mit Gesang, und die Gefangenen hörten sie.
4365#Apostelgeschichte,16,26#26. Plötzlich aber entstand ein großes Erdbeben, so daß die Grundfesten des Gefängnisses erschüttert wurden, und alsbald öffneten sich alle Türen, und die Bande aller wurden los.
4366#Apostelgeschichte,16,27#27. Da erwachte der Kerkermeister aus dem Schlaf, und als er die Türen des Gefängnisses geöffnet sah, zog er das Schwert und wollte sich töten, weil er meinte, die Gefangenen seien entflohen.
4367#Apostelgeschichte,16,28#28. Aber Paulus rief mit lauter Stimme und sprach: Tue dir kein Leid an; denn wir sind alle hier!
4368#Apostelgeschichte,16,29#29. Da forderte er ein Licht, sprang hinein und fiel zitternd vor Paulus und Silas nieder.
4369#Apostelgeschichte,16,30#30. Und er führte sie heraus und sprach: Ihr Herren, was muß ich tun, um gerettet zu werden?
4370#Apostelgeschichte,16,31#31. Sie aber sprachen: Glaube an den Herrn Jesus, so wirst du gerettet werden, du und dein Haus!
4371#Apostelgeschichte,16,32#32. Und sie sagten ihm und allen, die in seinem Hause waren, das Wort des Herrn.
4372#Apostelgeschichte,16,33#33. Und er nahm sie in jener Stunde der Nacht zu sich und wusch ihnen die Striemen ab und ließ sich auf der Stelle taufen, er samt den Seinigen.
4373#Apostelgeschichte,16,34#34. Und er führte sie in sein Haus, deckte den Tisch und frohlockte, daß er mit seinem ganzen Hause an Gott gläubig geworden war.
4374#Apostelgeschichte,16,35#35. Als es aber Tag geworden war, sandten die Hauptleute die Gerichtsdiener mit dem Befehl: Laß jene Leute frei!
4375#Apostelgeschichte,16,36#36. Da verkündigte der Kerkermeister dem Paulus diese Worte: Die Hauptleute haben hergesandt, daß man euch freilasse. So geht nun hinaus und ziehet hin in Frieden!
4376#Apostelgeschichte,16,37#37. Paulus aber sprach zu ihnen: Sie haben uns, die wir Römer sind, öffentlich ohne Urteil geschlagen und ins Gefängnis geworfen; und jetzt schicken sie uns heimlich fort? Nicht also; sondern sie mögen selbst kommen und uns hinausführen!
4377#Apostelgeschichte,16,38#38. Da verkündigten die Gerichtsdiener diese Worte den Hauptleuten; und diese fürchteten sich, als sie hörten, daß sie Römer seien;
4378#Apostelgeschichte,16,39#39. und sie kamen und redeten ihnen zu und führten sie hinaus und baten sie, die Stadt zu verlassen.
4379#Apostelgeschichte,16,40#40. Da verliessen sie das Gefängnis und begaben sich zu Lydia; und als sie die Brüder sahen, ermahnten sie sie und zogen fort.
4380#Apostelgeschichte,17,1#1. SIE reisten aber durch Amphipolis und Apollonia und kamen nach Thessalonich, wo eine Synagoge der Juden war.
4381#Apostelgeschichte,17,2#2. Paulus aber ging nach seiner Gewohnheit zu ihnen hinein und redete an drei Sabbaten mit ihnen auf Grund der Schrift,
4382#Apostelgeschichte,17,3#3. indem er erläuterte und darlegte, daß Christus leiden und von den Toten auferstehen mußte, und daß dieser Jesus, welchen ich euch verkündige - so sprach er -, der Christus sei.
4383#Apostelgeschichte,17,4#4. Und etliche von ihnen ließen sich überzeugen und schlossen sich Paulus und Silas an, auch von den gottesfürchtigen Griechen eine große Menge, und von den vornehmsten Frauen nicht wenige.
4384#Apostelgeschichte,17,5#5. Aber die ungläubigen Juden wurden voll Neid und gewannen etliche boshafte Leute vom Straßenpöbel, machten Lärm und brachten die Stadt in Aufruhr, drangen auf das Haus Jasons ein und suchten sie, um sie vor das Volk zu führen.
4385#Apostelgeschichte,17,6#6. Als sie sie aber nicht fanden, schleppten sie Jason und etliche Brüder vor die Obersten der Stadt und schrieen: Diese Leute, welche in der ganzen Welt Unruhe stiften, sind jetzt auch hier;
4386#Apostelgeschichte,17,7#7. Jason hat sie aufgenommen! Und doch handeln sie alle wider die Verordnungen des Kaisers, indem sie sagen, ein anderer sei König, nämlich Jesus!
4387#Apostelgeschichte,17,8#8. Sie brachten aber das Volk und die Stadtobersten, welche dies hörten, in Aufregung,
4388#Apostelgeschichte,17,9#9. so daß sie Jason und die übrigen nur gegen Bürgschaft freiließen.
4389#Apostelgeschichte,17,10#10. Die Brüder aber schickten alsbald während der Nacht Paulus und Silas nach Beröa, wo sie sich nach ihrer Ankunft in die Synagoge der Juden begaben.
4390#Apostelgeschichte,17,11#11. Diese aber waren edler gesinnt als die zu Thessalonich, indem sie das Wort mit aller Bereitwilligkeit aufnahmen und täglich in der Schrift forschten, ob es sich also verhalte.
4391#Apostelgeschichte,17,12#12. Es wurden denn auch viele von ihnen gläubig, auch von den angesehenen griechischen Frauen und Männern nicht wenige.
4392#Apostelgeschichte,17,13#13. Als aber die Juden von Thessalonich erfuhren, daß auch zu Beröa das Wort Gottes von Paulus verkündigt wurde, kamen sie auch dahin und erregten und bewegten das Volk.
4393#Apostelgeschichte,17,14#14. Alsbald aber sandten da die Brüder den Paulus fort, damit er bis ans Meer ziehe; Silas aber und Timotheus blieben daselbst zurück.
4394#Apostelgeschichte,17,15#15. Die nun, welche den Paulus geleiteten, brachten ihn bis nach Athen; und nachdem sie den Auftrag an Silas und Timotheus empfangen hatten, daß sie so bald als möglich zu ihm kommen sollten, zogen sie fort.
4395#Apostelgeschichte,17,16#16. WÄHREND aber Paulus in Athen auf sie wartete, ergrimmte sein Geist in ihm, da er die Stadt so voll Götzenbilder sah.
4396#Apostelgeschichte,17,17#17. Er hatte nun in der Synagoge Unterredungen mit den Juden und den Gottesfürchtigen, auch täglich auf dem Markte mit denen, welche zugegen waren.
4397#Apostelgeschichte,17,18#18. Aber etliche der epikureischen und stoischen Philosophen maßen sich mit ihm; und etliche sprachen: Was will doch dieser Krächzer-1- sagen? Andere aber: Er scheint ein Verkündiger fremder Götter zu sein! - weil er ihnen das Evangelium von Jesus und der Auferstehung verkündigte. -1) Schwätzer.++
4398#Apostelgeschichte,17,19#19. Und sie nahmen ihn und führten ihn auf den Areopag und sprachen: Können wir erfahren, was das für eine neue Lehre sei, die von dir vorgetragen wird?
4399#Apostelgeschichte,17,20#20. Denn du bringst etwas Fremdartiges vor unsere Ohren; so wollen wir nun erfahren, was das sein soll!
4400#Apostelgeschichte,17,21#21. Alle Athener nämlich, auch die Ausländer, die sich dort aufhielten, vertrieben sich mit nichts anderm so gerne die Zeit, als damit, etwas Neues zu sagen oder zu hören.
4401#Apostelgeschichte,17,22#22. Da stellte sich Paulus mitten auf den Areopag und sprach: Ihr Männer von Athen, ich sehe an allem, daß ihr sehr religiöse Leute seid!
4402#Apostelgeschichte,17,23#23. Denn als ich umherging und eure Heiligtümer besichtigte, fand ich auch einen Altar, an welchem geschrieben stand: «Dem unbekannten Gott.» Was ihr nun verehret, ohne es zu kennen, das verkündige ich euch.
4403#Apostelgeschichte,17,24#24. Der Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darin ist, er, der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln von Händen gemacht;
4404#Apostelgeschichte,17,25#25. ihm wird auch nicht von Menschenhänden gedient, als ob er etwas bedürfte, da er ja selbst allen Leben und Odem und alles gibt.
4405#Apostelgeschichte,17,26#26. Und er hat aus einem Blut das ganze Menschengeschlecht gemacht, daß es auf dem ganzen Erdboden wohne, und hat im voraus die Zeiten und die Grenzen ihres Wohnens bestimmt,
4406#Apostelgeschichte,17,27#27. daß sie den Herrn suchen sollten, ob sie ihn wohl spüren und finden möchten, da er ja nicht ferne ist von einem jeglichen unter uns;
4407#Apostelgeschichte,17,28#28. denn in ihm leben, weben und sind wir, wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben: «Wir sind auch seines Geschlechts.»
4408#Apostelgeschichte,17,29#29. Da wir nun göttlichen Geschlechts sind, sollen wir nicht meinen, die Gottheit sei dem Golde oder Silber oder Stein, einem Gebilde menschlicher Kunst und Erfindung gleich.
4409#Apostelgeschichte,17,30#30. Nun hat zwar Gott die Zeiten der Unwissenheit übersehen, jetzt aber gebietet er allen Menschen allenthalben, Buße zu tun,
4410#Apostelgeschichte,17,31#31. weil er einen Tag festgesetzt hat, an welchem er den Erdkreis mit Gerechtigkeit richten wird durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat und den er für jedermann dadurch beglaubigte, daß er ihn von den Toten auferweckt hat.
4411#Apostelgeschichte,17,32#32. Da sie aber von Auferstehung der Toten hörten, spotteten die einen, die andern aber sprachen: Wir wollen dich darüber nochmals hören.
4412#Apostelgeschichte,17,33#33. Und so ging Paulus aus ihrer Mitte hinweg.
4413#Apostelgeschichte,17,34#34. Einige Männer aber schlossen sich ihm an und wurden gläubig, unter ihnen auch Dionysius, ein Mitglied des Areopags, und eine Frau namens Damaris und andere mit ihnen.
4414#Apostelgeschichte,18,1#1. DARNACH schied Paulus von Athen und kam nach Korinth.
4415#Apostelgeschichte,18,2#2. Und dort fand er einen Juden namens Aquila, aus Pontus gebürtig, der vor kurzem samt seiner Frau Priscilla aus Italien gekommen war <weil Claudius befohlen hatte, daß alle Juden aus Rom weichen sollten>;
4416#Apostelgeschichte,18,3#3. zu diesen ging er, und weil er das gleiche Handwerk hatte, blieb er bei ihnen und arbeitete; sie waren nämlich von Beruf Zeltmacher.
4417#Apostelgeschichte,18,4#4. Er hatte aber in der Synagoge jeden Sabbat Unterredungen und überzeugte Juden und Griechen.
4418#Apostelgeschichte,18,5#5. Als aber Silas und Timotheus aus Mazedonien ankamen, war Paulus eifrig mit dem Wort beschäftigt, indem er den Juden bezeugte, daß Jesus der Christus sei.
4419#Apostelgeschichte,18,6#6. Als sie aber widerstrebten und lästerten, schüttelte er seine Kleider aus und sprach zu ihnen: Euer Blut komme über euer Haupt! Ich bin rein davon; von nun an gehe ich zu den Heiden!
4420#Apostelgeschichte,18,7#7. Und er ging von dannen und begab sich in das Haus eines gottesfürchtigen Mannes mit Namen Justus, dessen Haus an die Synagoge stieß.
4421#Apostelgeschichte,18,8#8. Krispus aber, der Synagogenvorsteher, wurde samt seinem ganzen Hause an den Herrn gläubig; auch viele Korinther, die zuhörten, wurden gläubig und ließen sich taufen.
4422#Apostelgeschichte,18,9#9. Aber der Herr sprach in der Nacht durch ein Gesicht zu Paulus: Fürchte dich nicht, sondern rede und schweige nicht!
4423#Apostelgeschichte,18,10#10. Denn ich bin mit dir, und niemand soll sich unterstehen, dir zu schaden; denn ich habe ein großes Volk in dieser Stadt.
4424#Apostelgeschichte,18,11#11. Und er blieb ein Jahr und sechs Monate daselbst und lehrte unter ihnen das Wort Gottes.
4425#Apostelgeschichte,18,12#12. Als aber Gallion Statthalter von Achaja war, traten die Juden einmütig wider Paulus auf und führten ihn vor den Richterstuhl
4426#Apostelgeschichte,18,13#13. und sprachen: Dieser überredet die Leute zu einem gesetzwidrigen Gottesdienst!
4427#Apostelgeschichte,18,14#14. Als aber Paulus den Mund öffnen wollte, sprach Gallion zu den Juden: Wenn es sich um eine Ungerechtigkeit oder um einen argen Frevel handelte, ihr Juden, so würde ich euch billig anhören;
4428#Apostelgeschichte,18,15#15. sind es aber Streitfragen über eine Lehre und über Namen und über euer Gesetz, so sehet ihr selbst zu, denn darüber will ich nicht Richter sein!
4429#Apostelgeschichte,18,16#16. Und er wies sie vom Richterstuhl hinweg.
4430#Apostelgeschichte,18,17#17. Da ergriffen alle Griechen Sosthenes, den Synagogenvorsteher, und schlugen ihn vor dem Richterstuhl; und Gallion nahm sich dessen nichts an.
4431#Apostelgeschichte,18,18#18. PAULUS aber, nachdem er noch viele Tage dort verblieben war, nahm von den Brüdern Abschied und segelte nach Syrien, und mit ihm Priscilla und Aquila, nachdem er sich in Kenchreä das Haupt hatte scheren lassen; denn er hatte ein Gelübde.
4432#Apostelgeschichte,18,19#19. Und er gelangte nach Ephesus und ließ jene dort zurück; er selbst aber ging in die Synagoge und hatte Gespräche mit den Juden.
4433#Apostelgeschichte,18,20#20. Als sie ihn aber baten, längere Zeit bei ihnen zu bleiben, willigte er nicht ein;
4434#Apostelgeschichte,18,21#21. sondern nahm Abschied von ihnen, indem er sprach: Ich muß durchaus das bevorstehende Fest in Jerusalem feiern, ich werde aber wieder zu euch zurückkehren, so Gott will. Und er fuhr ab von Ephesus,
4435#Apostelgeschichte,18,22#22. landete in Cäsarea, zog hinauf und grüßte die Gemeinde und ging hinab nach Antiochia.
4436#Apostelgeschichte,18,23#23. UND nachdem er einige Zeit dort zugebracht hatte, zog er aus und durchreiste nacheinander die Landschaft Galatien und Phrygien und stärkte alle Jünger.
4437#Apostelgeschichte,18,24#24. Ein Jude aber mit Namen Apollos, aus Alexandrien gebürtig, ein beredter Mann, mächtig in der Schrift, kam nach Ephesus.
4438#Apostelgeschichte,18,25#25. Dieser war unterwiesen im Wege des Herrn und feurig im Geist, redete und lehrte genau über Jesus, kannte aber nur die Taufe des Johannes.
4439#Apostelgeschichte,18,26#26. Dieser fing an, öffentlich in der Synagoge aufzutreten. Da aber Aquila und Priscilla ihn hörten, nahmen sie ihn zu sich und legten ihm den Weg Gottes noch genauer aus.
4440#Apostelgeschichte,18,27#27. Als er aber nach Achaja hinübergehen wollte, ermunterten ihn die Brüder und schrieben an die Jünger, sie möchten ihn aufnehmen. Und als er dort ankam, wurde er denen sehr behilflich, die gläubig geworden waren durch die Gnade.
4441#Apostelgeschichte,18,28#28. Denn mit großem Fleiß widerlegte er die Juden öffentlich, indem er durch die Schrift bewies, daß Jesus der Christus sei.
4442#Apostelgeschichte,19,1#1. ES begab sich aber, während Apollos in Korinth war, daß Paulus, nachdem er die obern Länder durchzogen hatte, nach Ephesus kam. Und als er etliche Jünger fand,
4443#Apostelgeschichte,19,2#sprach er zu ihnen: 2. Habt ihr den heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet? Sie aber sprachen: Wir haben nicht einmal gehört, ob ein heiliger Geist sei!
4444#Apostelgeschichte,19,3#3. Und er sprach zu ihnen: Worauf seid ihr denn getauft worden? Sie aber sprachen: Auf die Taufe des Johannes.
4445#Apostelgeschichte,19,4#4. Da sprach Paulus: Johannes hat mit der Taufe der Buße getauft und dem Volke gesagt, daß sie an den glauben sollten, der nach ihm komme, das heißt an Christus Jesus.
4446#Apostelgeschichte,19,5#5. Als sie das hörten, ließen sie sich taufen auf den Namen des Herrn Jesus.
4447#Apostelgeschichte,19,6#6. Und als Paulus ihnen die Hände auflegte, kam der heilige Geist auf sie, und sie redeten in Zungen und weissagten.
4448#Apostelgeschichte,19,7#7. Es waren aber im ganzen etwa zwölf Männer.
4449#Apostelgeschichte,19,8#8. Und er ging in die Synagoge und trat öffentlich auf, drei Monate lang, indem er Gespräche hielt und sie betreffs des Reiches Gottes zu überzeugen versuchte.
4450#Apostelgeschichte,19,9#9. Da aber etliche verstockt blieben und sich nicht überzeugen ließen, sondern den Weg-1- vor der Menge lästerten, trennte er sich von ihnen und sonderte die Jünger ab und hielt täglich Gespräche in der Schule des Tyrannus. -1) d.h. den Heilsweg, s. auch Apg. 18,26.++
4451#Apostelgeschichte,19,10#10. Das geschah zwei Jahre lang, so daß alle, die in Asien-1- wohnten, das Wort des Herrn hörten, Juden und Griechen. -1) s. Apg. 16,6.++
4452#Apostelgeschichte,19,11#11. Und Gott wirkte ungewöhnliche Wunder durch die Hände des Paulus,
4453#Apostelgeschichte,19,12#12. so daß sogar Schweißtücher oder Gürtel von seinem Leibe weg auf die Kranken gelegt wurden und die Krankheiten von ihnen wichen und die bösen Geister ausfuhren.
4454#Apostelgeschichte,19,13#13. Es unterwanden sich aber etliche der herumziehenden jüdischen Beschwörer, über denen, welche böse Geister hatten, den Namen des Herrn Jesus zu nennen, indem sie sagten: Ich beschwöre euch bei dem Jesus, welchen Paulus predigt!
4455#Apostelgeschichte,19,14#14. Es waren aber sieben Söhne eines jüdischen Hohenpriesters Skevas, die solches taten.
4456#Apostelgeschichte,19,15#15. Aber der böse Geist antwortete und sprach zu ihnen: Jesus kenne ich wohl, und von Paulus weiß ich; wer aber seid ihr?
4457#Apostelgeschichte,19,16#16. Und der Mensch, in welchem der böse Geist war, sprang auf sie los, überwältigte zwei von ihnen und zeigte ihnen dermaßen seine Kraft, daß sie nackt und verwundet aus jenem Hause entflohen.
4458#Apostelgeschichte,19,17#17. Das aber wurde allen kund, Juden und Griechen, die zu Ephesus wohnten. Und Furcht befiel sie alle, und der Name des Herrn Jesus wurde hoch gepriesen.
4459#Apostelgeschichte,19,18#18. Und viele von denen, die gläubig geworden waren, kamen und bekannten und erzählten ihre Taten.
4460#Apostelgeschichte,19,19#19. Viele aber von denen, die vorwitzige Künste-1- getrieben hatten, trugen die Bücher zusammen und verbrannten sie öffentlich; und sie berechneten ihren Wert und kamen auf fünfzigtausend Silberlinge. -1) Zauberkünste.++
4461#Apostelgeschichte,19,20#20. So wuchs das Wort des Herrn mächtig und gewann die Oberhand.
4462#Apostelgeschichte,19,21#21. Nachdem aber solches vollbracht war, nahm sich Paulus im Geiste vor, durch Mazedonien und Achaja zu ziehen und nach Jerusalem zu reisen, indem er sprach: Wenn ich dort gewesen bin, muß ich auch Rom sehen.
4463#Apostelgeschichte,19,22#22. Er sandte aber zwei seiner Gehilfen, Timotheus und Erastus, nach Mazedonien und hielt sich noch eine Zeitlang in Asien auf.
4464#Apostelgeschichte,19,23#23. Es entstand aber um jene Zeit ein nicht unbedeutender Aufruhr um des Weges-1- willen. -1) d.h. den Heilsweg, s. auch Apg. 18,26.++
4465#Apostelgeschichte,19,24#24. Denn ein gewisser Demetrius, ein Silberschmied, verfertigte silberne Tempel der Diana-1- und verschaffte den Künstlern nicht unbedeutenden Gewinn. -1) w: Artemis.++
4466#Apostelgeschichte,19,25#25. Diese versammelte er samt den Arbeitern desselben Faches und sprach: Ihr Männer, ihr wisset, daß von diesem Gewerbe unser Wohlstand kommt.
4467#Apostelgeschichte,19,26#26. Und ihr sehet und höret, daß dieser Paulus nicht allein in Ephesus, sondern fast in ganz Asien viel Volk überredet und abwendig gemacht hat, indem er sagt, das seien keine Götter, die mit Händen gemacht werden.
4468#Apostelgeschichte,19,27#27. Aber es besteht nicht nur die Gefahr, daß dieses unser Geschäft in Verfall komme, sondern auch, daß der Tempel der großen Göttin Diana für nichts geachtet und zuletzt auch ihre Majestät gestürzt werde, welche doch ganz Asien und der Erdkreis verehrt!
4469#Apostelgeschichte,19,28#28. Als sie das hörten, wurden sie voll Zorn und schrieen: Groß ist die Diana der Epheser!
4470#Apostelgeschichte,19,29#29. Und die ganze Stadt kam in Verwirrung, und sie stürmten einmütig ins Theater und rissen die Mazedonier Gajus und Aristarchus, des Paulus Reisegefährten, mit sich.
4471#Apostelgeschichte,19,30#30. Da aber Paulus unter das Volk gehen wollte, ließen es ihm die Jünger nicht zu.
4472#Apostelgeschichte,19,31#31. Auch etliche der Obersten von Asien, die seine Freunde waren, schickten zu ihm und baten ihn, sich nicht ins Theater zu begeben.
4473#Apostelgeschichte,19,32#32. Hier schrie nun alles durcheinander; denn die Versammlung war in der größten Verwirrung, und die Mehrzahl wußte nicht, weswegen sie zusammengekommen waren.
4474#Apostelgeschichte,19,33#33. Da zogen sie aus der Volksmenge den Alexander hervor, da die Juden ihn vorschoben. Und Alexander winkte mit der Hand und wollte sich vor dem Volk verantworten.
4475#Apostelgeschichte,19,34#34. Als sie aber vernahmen, daß er ein Jude sei, schrieen sie alle wie aus einem Munde etwa zwei Stunden lang: Groß ist die Diana der Epheser!
4476#Apostelgeschichte,19,35#35. Da beruhigte der Stadtschreiber das Volk und sprach: Ihr Männer von Ephesus, wo ist denn ein Mensch, der nicht wüßte, daß die Stadt Ephesus die Tempelpflegerin der großen Diana und des vom Himmel gefallenen Bildes ist?
4477#Apostelgeschichte,19,36#36. Da nun solches unwidersprechlich ist, so solltet ihr ruhig sein und nichts Übereiltes tun.
4478#Apostelgeschichte,19,37#37. Denn ihr habt diese Männer hergeführt, die weder Tempelräuber sind, noch unsere Göttin gelästert haben.
4479#Apostelgeschichte,19,38#38. Haben aber Demetrius und die Künstler, die mit ihm sind, an jemand einen Anspruch, so werden Gerichtstage gehalten, und es sind Statthalter da; sie mögen einander verklagen!
4480#Apostelgeschichte,19,39#39. Habt ihr aber ein weiteres Begehren zu stellen, so wird es in der gesetzlichen Versammlung erledigt werden.
4481#Apostelgeschichte,19,40#40. Denn wir stehen in Gefahr, daß wir des heutigen Tages wegen des Aufruhrs angeklagt werden, weil kein Grund vorliegt, womit wir diese Zusammenrottung entschuldigen könnten. - Und als er das gesagt, entließ er die Versammlung.
4482#Apostelgeschichte,20,1#1. NACHDEM sich aber der Tumult gelegt hatte, ließ Paulus die Jünger zu sich kommen und ermahnte sie; dann nahm er Abschied von ihnen und zog aus, um nach Mazedonien zu reisen.
4483#Apostelgeschichte,20,2#2. Und nachdem er jene Bezirke durchzogen und sie mit vielen Worten ermahnt hatte, kam er nach Griechenland.
4484#Apostelgeschichte,20,3#3. Und er brachte daselbst drei Monate zu; und da ihm die Juden, als er nach Syrien abfahren wollte, nachstellten, entschloß er sich, über Mazedonien zurückzukehren.
4485#Apostelgeschichte,20,4#4. Es begleiteten ihn aber bis nach Asien Sopater, des Pyrrhus Sohn von Beröa, von den Thessalonichern Aristarchus und Sekundus, und Gajus von Derbe und Timotheus, aus Asien aber Tychikus und Trophimus.
4486#Apostelgeschichte,20,5#5. Diese gingen voraus und warteten auf uns in Troas.
4487#Apostelgeschichte,20,6#6. Wir aber fuhren nach den Tagen der ungesäuerten Brote von Philippi ab und kamen in fünf Tagen zu ihnen nach Troas, wo wir uns sieben Tage aufhielten.
4488#Apostelgeschichte,20,7#7. Am ersten Tage der Woche aber, als wir versammelt waren, um das Brot zu brechen, unterredete sich Paulus mit ihnen, da er am folgenden Tage abreisen wollte, und dehnte die Rede bis Mitternacht aus.
4489#Apostelgeschichte,20,8#8. Es waren aber zahlreiche Lampen in dem Obersaal, wo wir versammelt waren.
4490#Apostelgeschichte,20,9#9. Und ein Jüngling namens Eutychus saß am Fenster; der sank in einen tiefen Schlaf, weil Paulus so lange redete, und vom Schlaf überwältigt, fiel er vom dritten Stock hinab und wurde tot aufgehoben.
4491#Apostelgeschichte,20,10#10. Da ging Paulus hinab und warf sich über ihn, umfaßte ihn und sprach: Machet keinen Lärm; denn seine Seele ist in ihm!
4492#Apostelgeschichte,20,11#11. Und er ging wieder hinauf und brach das Brot, aß und unterredete sich noch lange mit ihnen, bis der Tag anbrach, und zog alsdann fort.
4493#Apostelgeschichte,20,12#12. Sie brachten aber den Knaben lebendig und waren nicht wenig getröstet.
4494#Apostelgeschichte,20,13#13. Wir aber gingen voraus zum Schiff und fuhren nach Assus, um dort Paulus aufzunehmen; denn so hatte er es angeordnet, weil er zu Fuß reisen wollte.
4495#Apostelgeschichte,20,14#14. Als er aber in Assus mit uns zusammentraf, nahmen wir ihn auf und kamen nach Mitylene.
4496#Apostelgeschichte,20,15#15. Und von dort segelten wir ab und kamen am folgenden Tage auf die Höhe von Chios; tags darauf aber fuhren wir nach Samos, und nachdem wir in Trogyllium geblieben waren, gelangten wir am nächsten Tage nach Milet.
4497#Apostelgeschichte,20,16#16. Denn Paulus hatte beschlossen, an Ephesus vorbeizusegeln, damit er in Asien nicht zu viel Zeit zubringen müßte, denn er eilte, um, wenn es ihm möglich wäre, auf den Tag der Pfingsten in Jerusalem zu sein.
4498#Apostelgeschichte,20,17#17. Von Milet aber schickte er gen Ephesus und ließ die Ältesten der Gemeinde herüberrufen.
4499#Apostelgeschichte,20,18#18. Und als sie zu ihm gekommen waren, sprach er zu ihnen: Ihr wißt, wie ich mich vom ersten Tag an, als ich Asien betrat, die ganze Zeit unter euch verhalten habe,
4500#Apostelgeschichte,20,19#19. daß ich dem Herrn diente mit aller Demut, unter Tränen und Anfechtungen, die mir durch die Nachstellungen der Juden widerfuhren;
4501#Apostelgeschichte,20,20#20. wie ich nichts von dem, was nützlich ist, verschwiegen habe, daß ich es euch nicht verkündigt und gelehrt hätte, öffentlich und in den Häusern,
4502#Apostelgeschichte,20,21#21. indem ich Juden und Griechen die Buße zu Gott und den Glauben an unsern Herrn Jesus Christus bezeugt habe.
4503#Apostelgeschichte,20,22#22. Und nun siehe, gebunden im Geiste reise ich nach Jerusalem, ohne zu wissen, was mir dort begegnen wird,
4504#Apostelgeschichte,20,23#23. außer daß der heilige Geist von Stadt zu Stadt mir bezeugt und sagt, daß Bande und Trübsal meiner warten.
4505#Apostelgeschichte,20,24#24. Aber ich halte mein Leben nicht der Rede wert, wenn es gilt, meinen Lauf und den Dienst zu vollenden, den ich von dem Herrn Jesus empfangen habe, nämlich das Evangelium der Gnade Gottes zu bezeugen.
4506#Apostelgeschichte,20,25#25. Und nun siehe, ich weiß, daß ihr mein Angesicht nicht mehr sehen werdet, ihr alle, bei welchen ich umhergezogen bin und das Reich Gottes gepredigt habe.
4507#Apostelgeschichte,20,26#26. Darum bezeuge ich euch am heutigen Tage, daß ich rein bin von aller Blut.
4508#Apostelgeschichte,20,27#27. Denn ich habe nichts zurückbehalten, daß ich euch nicht den ganzen Ratschluß Gottes verkündigt hätte.
4509#Apostelgeschichte,20,28#28. So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der heilige Geist euch zu Aufsehern gesetzt hat, die Gemeinde Gottes zu weiden, welche er durch das Blut seines eigenen Sohnes-1- erworben hat! -1) aL: durch sein eigenes Blut.++
4510#Apostelgeschichte,20,29#29. Denn das weiß ich, daß nach meinem Abschied räuberische Wölfe zu euch kommen werden, die der Herde nicht schonen;
4511#Apostelgeschichte,20,30#30. auch aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden, um die Jünger auf ihre Seite zu ziehen.
4512#Apostelgeschichte,20,31#31. Darum wachet und denket daran, daß ich drei Jahre lang Tag und Nacht nicht abgelassen habe, jeden einzelnen unter Tränen zu ermahnen.
4513#Apostelgeschichte,20,32#32. Und nun übergebe ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade, ihm, der-1- mächtig ist zu erbauen und (euch) das Erbe zu geben unter allen Geheiligten. -1) aüs: dem Wort seiner Gnade, welches . . .++
4514#Apostelgeschichte,20,33#33. Silber oder Gold oder Kleider habe ich von niemand begehrt;
4515#Apostelgeschichte,20,34#34. ihr wißt selbst, daß für meine Bedürfnisse und für diejenigen meiner Gefährten diese Hände gesorgt haben.
4516#Apostelgeschichte,20,35#35. Überall habe ich euch gezeigt, daß man so arbeiten und sich der Schwachen annehmen und der Worte des Herrn Jesus eingedenk sein müsse, da er selbst gesagt hat: Geben ist seliger als nehmen!
4517#Apostelgeschichte,20,36#36. Und nachdem er solches gesagt hatte, kniete er nieder und betete mit ihnen allen.
4518#Apostelgeschichte,20,37#37. Da weinten alle sehr, fielen Paulus um den Hals und küßten ihn,
4519#Apostelgeschichte,20,38#38. schmerzlich betrübt, am meisten über das Wort, das er gesagt hatte, sie würden sein Angesicht nicht mehr sehen. - Und sie geleiteten ihn zum Schiff.
4520#Apostelgeschichte,21,1#1. Als es aber geschah, daß wir uns von ihnen losgerissen hatten und abgefahren waren, kamen wir in gerader Fahrt nach Kos und am folgenden Tage nach Rhodus und von da nach Patara.
4521#Apostelgeschichte,21,2#2. Und da wir ein Schiff fanden, das nach Phönizien fuhr, stiegen wir ein und fuhren ab.
4522#Apostelgeschichte,21,3#3. Als wir aber Cypern erblickten, ließen wir es links liegen, fuhren nach Syrien und gelangten nach Tyrus; denn daselbst sollte das Schiff die Last ausladen.
4523#Apostelgeschichte,21,4#4. Und als wir die Jünger aufgefunden hatten, blieben wir sieben Tage dort. Und sie sagten dem Paulus durch den Geist, er solle nicht nach Jerusalem hinaufziehen.
4524#Apostelgeschichte,21,5#5. Als es aber geschah, daß wir diese Tage verlebt hatten, brachen wir auf und zogen fort, wobei sie uns alle mit Frau und Kind bis vor die Stadt hinaus begleiteten; und wir knieten am Meeresstrand nieder und beteten.
4525#Apostelgeschichte,21,6#6. Und nachdem wir voneinander Abschied genommen hatten, stiegen wir in das Schiff; sie aber kehrten wieder nach Hause zurück.
4526#Apostelgeschichte,21,7#7. Wir aber beendigten die Fahrt und kamen von Tyrus nach Ptolemais und begrüßten die Brüder und blieben einen Tag bei ihnen.
4527#Apostelgeschichte,21,8#8. Am folgenden Tage aber zogen wir aus und kamen nach Cäsarea; und wir gingen in das Haus des Evangelisten Philippus, der einer von den Sieben war, und blieben bei ihm.
4528#Apostelgeschichte,21,9#9. Dieser hatte vier Töchter, Jungfrauen, welche weissagten.
4529#Apostelgeschichte,21,10#10. Als wir uns aber mehrere Tage dort aufhielten, kam aus Judäa ein Prophet namens Agabus herab.
4530#Apostelgeschichte,21,11#11. Der kam zu uns, nahm den Gürtel des Paulus und band sich die Hände und die Füße und sprach: Das sagt der heilige Geist: den Mann, dem dieser Gürtel gehört, werden die Juden in Jerusalem so binden und in die Hände der Heiden ausliefern!
4531#Apostelgeschichte,21,12#12. Da wir solches hörten, baten wir und die Einwohner des Ortes, daß er nicht nach Jerusalem hinaufziehen möchte.
4532#Apostelgeschichte,21,13#13. Aber Paulus antwortete: Was macht ihr, daß ihr weinet und mir das Herz brechet? Ich bin bereit, nicht nur mich binden zu lassen, sondern auch in Jerusalem zu sterben für den Namen des Herrn Jesus!
4533#Apostelgeschichte,21,14#14. Und da er sich nicht überreden ließ, beruhigten wir uns und sprachen: Des Herrn Wille geschehe!
4534#Apostelgeschichte,21,15#15. Nach diesen Tagen aber machten wir uns reisefertig und zogen hinauf nach Jerusalem.
4535#Apostelgeschichte,21,16#16. Es gingen aber auch etliche Jünger aus Cäsarea mit uns, die brachten uns zu einem gewissen Mnason aus Cypern, einem alten Jünger, bei welchem wir Herberge nehmen sollten.
4536#Apostelgeschichte,21,17#17. UND als wir in Jerusalem angekommen waren, nahmen uns die Brüder mit Freuden auf.
4537#Apostelgeschichte,21,18#18. Am folgenden Tage aber ging Paulus mit uns zu Jakobus, und alle Ältesten fanden sich ein.
4538#Apostelgeschichte,21,19#19. Und nachdem er sie begrüßt hatte, erzählte er alles bis ins einzelne, was Gott unter den Heiden durch seinen Dienst getan hatte.
4539#Apostelgeschichte,21,20#20. Sie aber priesen Gott, als sie solches hörten, und sprachen zu ihm: Bruder, du siehst, wie viele Tausende von Juden gläubig geworden sind, und alle sind Eiferer für das Gesetz.
4540#Apostelgeschichte,21,21#21. Es ist ihnen aber über dich berichtet worden, du lehrest alle Juden, die unter den Heiden sind, den Abfall von Mose und sagest, sie sollen ihre Kinder nicht beschneiden und nicht nach den Gebräuchen wandeln.
4541#Apostelgeschichte,21,22#22. Was ist nun zu tun? Auf jeden Fall muß die Menge zusammenkommen; denn sie werden hören, daß du angelangt bist.
4542#Apostelgeschichte,21,23#23. So tue nun das, was wir dir sagen: Wir haben vier Männer, die ein Gelübde auf sich haben;
4543#Apostelgeschichte,21,24#24. diese nimm zu dir, laß dich reinigen mit ihnen und trage die Kosten für sie, daß sie das Haupt scheren, so werden alle erkennen, daß an dem, was über dich berichtet worden, nichts ist, sondern daß auch du dich der Beobachtung des Gesetzes befleißigst.
4544#Apostelgeschichte,21,25#25. Was aber die gläubig gewordenen Heiden betrifft, so haben wir hingesandt und angeordnet, daß sie von alledem nichts zu beobachten haben, sondern sich nur hüten sollen vor dem Götzenopfer und dem Blut und dem Erstickten und der Unzucht.
4545#Apostelgeschichte,21,26#26. Da nahm Paulus die Männer zu sich und ging am folgenden Tage, nachdem er sich hatte reinigen lassen, mit ihnen in den Tempel und kündigte die Erfüllung der Tage der Reinigung an, bis für einen jeden von ihnen das Opfer dargebracht wäre.
4546#Apostelgeschichte,21,27#27. Als aber die sieben Tage zu Ende gingen, brachten die Juden aus Asien, die ihn im Tempel sahen, das ganze Volk in Aufruhr und legten Hand an ihn
4547#Apostelgeschichte,21,28#und schrieen: 28. Ihr israelitischen Männer, kommet zu Hilfe! Das ist der Mensch, der allenthalben jedermann lehrt gegen das Volk und das Gesetz und diese Stätte. Dazu hat er auch noch Griechen in den Tempel geführt und diese heilige Stätte entweiht!
4548#Apostelgeschichte,21,29#29. Sie hatten nämlich vorher den Trophimus aus Ephesus mit ihm in der Stadt gesehen und meinten, Paulus habe ihn in den Tempel geführt.
4549#Apostelgeschichte,21,30#30. Und die ganze Stadt kam in Bewegung, und es entstand ein Zusammenlauf des Volkes; und sie ergriffen den Paulus und schleppten ihn zum Tempel hinaus, und alsbald wurden die Türen verschlossen.
4550#Apostelgeschichte,21,31#31. Als sie ihn aber zu töten suchten, kam die Anzeige hinauf zum Obersten der Schar-1-, daß ganz Jerusalem in Aufruhr sei. -1) der Kohorte.++
4551#Apostelgeschichte,21,32#32. Der nahm sogleich Soldaten und Hauptleute mit sich und eilte zu ihnen hinab. Als sie aber den Obersten und die Soldaten sahen, hörten sie auf, Paulus zu schlagen.
4552#Apostelgeschichte,21,33#33. Da kam der Oberste herzu und verhaftete ihn und ließ ihn mit zwei Ketten fesseln und erkundigte sich, wer er sei und was er getan habe.
4553#Apostelgeschichte,21,34#34. Unter dem Volk aber schrieen die einen dies, die andern das; und da er vor dem Lärm nichts Gewisses erfahren konnte, befahl er, ihn in die Kaserne zu führen.
4554#Apostelgeschichte,21,35#35. Als er aber an die Stufen kam, mußte er von den Soldaten getragen werden wegen dem Druck des Volkes.
4555#Apostelgeschichte,21,36#36. Denn die Menge des Volkes folgte nach und schrie: Hinweg mit ihm in die Kaserne!
4556#Apostelgeschichte,21,37#37. UND da Paulus hineingeführt werden sollte, sprach er zu dem Obersten: Darf ich etwas zu dir sagen? Er aber sprach: Du verstehst Griechisch?
4557#Apostelgeschichte,21,38#38. Bist du also nicht der Ägypter, der vor diesen Tagen einen Aufruhr machte und die viertausend Mann Meuchelmörder in die Wüste hinausführte?
4558#Apostelgeschichte,21,39#39. Aber Paulus sprach: Ich bin ein jüdischer Mann, aus Tarsus in Cilicien, Bürger einer nicht unberühmten Stadt. Ich bitte dich, erlaube mir, zum Volk zu reden!
4559#Apostelgeschichte,21,40#40. Und da er ihm die Erlaubnis gab, stellte sich Paulus auf die Stufen und winkte dem Volke mit der Hand. Und als es ganz still geworden war, redete er sie in hebräischer Sprache an und sagte:
4560#Apostelgeschichte,22,1#1. Ihr Männer, Brüder und Väter, höret jetzt meine Verteidigung vor euch an!
4561#Apostelgeschichte,22,2#2. Als sie aber hörten, daß er in hebräischer Sprache zu ihnen redete, wurden sie noch ruhiger; und er sprach:
4562#Apostelgeschichte,22,3#3. Ich bin ein jüdischer Mann, geboren zu Tarsus in Cilicien, aber erzogen in dieser Stadt, zu den Füßen Gamaliels, unterrichtet mit allem Fleiß im väterlichen Gesetz, und ich war ein Eiferer für Gott, wie ihr alle es heute seid.
4563#Apostelgeschichte,22,4#4. Ich verfolgte diesen Weg-1- bis auf den Tod, indem ich Männer und Frauen band und ins Gefängnis überlieferte, -1) s. Anm. zu Apg. 19,9.++
4564#Apostelgeschichte,22,5#5. wie mir auch der Hohepriester und der ganze Rat der Ältesten Zeugnis gibt. Von ihnen empfing ich sogar Briefe an die Brüder und zog nach Damaskus, um auch die, welche dort waren, gebunden nach Jerusalem zu führen, damit sie bestraft würden.
4565#Apostelgeschichte,22,6#6. Es geschah mir aber, als ich auf meiner Reise in die Nähe von Damaskus kam, daß mich am Mittag plötzlich vom Himmel her ein helles Licht umstrahlte.
4566#Apostelgeschichte,22,7#7. Und ich fiel zu Boden und hörte eine Stimme, die zu mir sprach: Saul! Saul! was verfolgst du mich?
4567#Apostelgeschichte,22,8#8. Ich aber antwortete: Wer bist du, Herr? Und er sprach zu mir: Ich bin Jesus, der Nazarener, den du verfolgst!
4568#Apostelgeschichte,22,9#9. Meine Begleiter aber sahen zwar das Licht und wurden voll Furcht, aber die Stimme dessen, der mit mir redete, hörten sie nicht.
4569#Apostelgeschichte,22,10#10. Und ich sprach: Was soll ich tun, Herr? Der Herr sprach zu mir: Steh auf und gehe nach Damaskus; dort wird man dir alles sagen, was dir zu tun verordnet ist.
4570#Apostelgeschichte,22,11#11. Da ich aber vor dem Glanze jenes Lichtes nicht sehen konnte, wurde ich von meinen Begleitern an der Hand geführt und kam nach Damaskus.
4571#Apostelgeschichte,22,12#12. Aber ein gewisser Ananias, ein frommer Mann nach dem Gesetz, der von allen Juden, die dort wohnten, ein gutes Zeugnis hat,
4572#Apostelgeschichte,22,13#13. der kam zu mir, trat herzu und sprach zu mir: Bruder Saul, werde wieder sehend! Und zur selben Stunde konnte ich ihn sehen.
4573#Apostelgeschichte,22,14#14. Er aber sprach: Der Gott unsrer Väter hat dich vorherbestimmt, seinen Willen zu erkennen und den Gerechten zu sehen und die Stimme aus seinem Munde zu hören;
4574#Apostelgeschichte,22,15#15. denn du sollst bei allen Menschen ein Zeuge für ihn sein von dem, was du gesehen und gehört hast.
4575#Apostelgeschichte,22,16#16. Und nun, was zögerst du? Steh auf, laß dich taufen und deine Sünden abwaschen, indem du seinen Namen anrufst!
4576#Apostelgeschichte,22,17#17. Es geschah mir aber, als ich nach Jerusalem zurückgekehrt war und im Tempel betete, daß ich in eine Verzückung geriet
4577#Apostelgeschichte,22,18#18. und Ihn sah, der zu mir sprach: Eile und geh schnell aus Jerusalem fort, denn sie werden dein Zeugnis von mir nicht annehmen!
4578#Apostelgeschichte,22,19#19. Und ich sprach: Herr, sie wissen selbst, daß ich die, welche an dich glaubten, ins Gefängnis werfen und in den Synagogen schlagen ließ,
4579#Apostelgeschichte,22,20#20. und daß auch ich dabei stand, als das Blut deines Zeugen Stephanus vergossen wurde, und seiner Hinrichtung beistimmte und die Kleider derer verwahrte, die ihn töteten.
4580#Apostelgeschichte,22,21#21. Und er sprach zu mir: Gehe hin, denn ich will dich in die Ferne zu den Heiden senden!
4581#Apostelgeschichte,22,22#22. Sie hörten ihm aber zu bis zu diesem Wort; da erhoben sie ihre Stimme und sprachen: Hinweg mit solchem von der Erde! Denn es ziemt sich nicht, daß er am Leben bleibe!
4582#Apostelgeschichte,22,23#23. Als sie aber schrieen und die Kleider abwarfen und Staub in die Luft schleuderten,
4583#Apostelgeschichte,22,24#24. ließ der Oberste ihn in die Kaserne führen und befahl, ihn unter Geißelhieben zu verhören, damit er erführe, aus welchem Grund sie derart über ihn schrieen.
4584#Apostelgeschichte,22,25#25. Als sie ihn aber (für die Geißelung) mit den Riemen ausstreckten, sprach Paulus zu dem Hauptmann, der dabeistand: Ist es euch erlaubt, einen Römer, dazu noch ohne Urteil, zu geißeln?
4585#Apostelgeschichte,22,26#26. Als der Hauptmann das hörte, ging er zu dem Obersten, meldete es ihm und sprach: Siehe zu, was du tun willst, denn dieser Mensch ist ein Römer!
4586#Apostelgeschichte,22,27#27. Da kam der Oberste herzu und sprach zu ihm: Sage mir, bist du ein Römer? Er antwortete: Ja!
4587#Apostelgeschichte,22,28#28. Und der Oberste erwiderte: Ich habe dieses Bürgerrecht um eine große Summe erworben. Paulus aber sprach: Und ich bin sogar darin geboren!
4588#Apostelgeschichte,22,29#29. Alsbald standen die, welche ihn peinlich verhören wollten, von ihm ab, und auch der Oberste fürchtete sich, da er vernommen hatte, daß er ein Römer sei, und weil er ihn hatte fesseln lassen.
4589#Apostelgeschichte,22,30#30. AM folgenden Tage aber, da er mit Gewißheit erfahren wollte, wessen er von den Juden angeklagt werde, entledigte er ihn der Fesseln und ließ die Hohenpriester samt dem ganzen Hohen Rat zusammenkommen und führte Paulus hinab und stellte ihn vor sie.
4590#Apostelgeschichte,23,1#1. Da sah Paulus den Hohen Rat fest an und sprach: Ihr Männer und Brüder, ich habe mit allem guten Gewissen Gott zu dienen gesucht bis auf diesen Tag.
4591#Apostelgeschichte,23,2#2. Aber der Hohepriester Ananias befahl den Umstehenden, ihn auf den Mund zu schlagen.
4592#Apostelgeschichte,23,3#3. Da sprach Paulus zu ihm: Gott wird dich schlagen, du getünchte Wand! Du sitzest da, mich zu richten nach dem Gesetz, und heißest mich schlagen wider das Gesetz?
4593#Apostelgeschichte,23,4#4. Die Umstehenden aber sprachen: Schmähst du den Hohenpriester Gottes?
4594#Apostelgeschichte,23,5#5. Da sprach Paulus: Ich wußte nicht, ihr Brüder, daß er Hoherpriester ist, denn es steht geschrieben: «Den Obersten deines Volkes sollst du nicht schmähen.»
4595#Apostelgeschichte,23,6#6. Da aber Paulus wußte, daß der eine Teil aus Sadduzäern, der andere aus Pharisäern bestand, rief er in die Ratsversammlung hinein: Ihr Männer und Brüder, ich bin ein Pharisäer und eines Pharisäers Sohn; wegen der Hoffnung und der Auferstehung der Toten werde ich gerichtet!
4596#Apostelgeschichte,23,7#7. Als er aber solches sagte, entstand ein Streit zwischen den Pharisäern und den Sadduzäern, und die Versammlung spaltete sich.
4597#Apostelgeschichte,23,8#8. Denn die Sadduzäer sagen, es gebe keine Auferstehung, auch weder Engel noch Geist; die Pharisäer aber bekennen sich zu beidem.
4598#Apostelgeschichte,23,9#9. Es entstand aber ein großes Geschrei, und einige Schriftgelehrte von der Partei der Pharisäer standen auf, stritten und sprachen: Wir finden nichts Böses an diesem Menschen; hat aber ein Geist zu ihm geredet oder ein Engel, so wollen wir nicht wider Gott streiten!
4599#Apostelgeschichte,23,10#10. Da aber ein großer Zwist entstand, befürchtete der Oberste, Paulus möchte von ihnen zerrissen werden, und er ließ die Truppe herabkommen und ihn aus ihrer Mitte reißen und in die Kaserne führen.
4600#Apostelgeschichte,23,11#11. Aber in der folgenden Nacht trat der Herr zu ihm und sprach: Sei getrost, Paulus! Denn wie du in Jerusalem von mir gezeugt hast, so sollst du auch in Rom zeugen.
4601#Apostelgeschichte,23,12#12. ALS es aber Tag geworden war, rotteten sich etliche Juden zusammen und verschworen sich, weder zu essen noch zu trinken, bis sie den Paulus umgebracht hätten.
4602#Apostelgeschichte,23,13#13. Es waren aber ihrer mehr als vierzig, die diese Verschwörung gemacht hatten.
4603#Apostelgeschichte,23,14#14. Diese gingen zu den Hohenpriestern und Ältesten und sprachen: Wir haben uns mit einem Fluche verschworen, nichts zu genießen, bis wir den Paulus umgebracht haben.
4604#Apostelgeschichte,23,15#15. So machet nun ihr samt dem Hohen Rate es dem Obersten klar, daß er ihn morgen zu euch hinabführe, daß ihr seine Sache genauer untersuchen möchtet; wir aber sind bereit, ihn vor seiner Ankunft umzubringen.
4605#Apostelgeschichte,23,16#16. Als aber der Schwestersohn des Paulus von diesem Anschlag hörte, kam er, ging in die Kaserne hinein und meldete es dem Paulus.
4606#Apostelgeschichte,23,17#17. Da rief Paulus einen der Hauptleute zu sich und sprach: Führe diesen Jüngling zu dem Obersten, denn er hat ihm etwas zu melden.
4607#Apostelgeschichte,23,18#18. Der nahm ihn und führte ihn zu dem Obersten und sprach: Der Gefangene Paulus rief mich zu sich und bat mich, diesen Jüngling zu dir zu führen, der dir etwas zu sagen habe.
4608#Apostelgeschichte,23,19#19. Da nahm ihn der Oberste bei der Hand, ging mit ihm beiseite und fragte ihn: Was hast du mir zu melden?
4609#Apostelgeschichte,23,20#20. Und er sprach: Die Juden sind übereingekommen, dich zu bitten, daß du morgen Paulus in den Hohen Rat hinabführen lassest, da sie seine Sache noch genauer untersuchen möchten.
4610#Apostelgeschichte,23,21#21. Laß dich aber nicht von ihnen bereden, denn mehr als vierzig Männer von ihnen stellen ihm nach; die haben sich verschworen, weder zu essen noch zu trinken, bis sie ihn umgebracht haben, und jetzt sind sie bereit und warten auf deine Zusage.
4611#Apostelgeschichte,23,22#22. Nun entließ der Oberste den Jüngling und gebot ihm, niemandem zu sagen, daß er ihm solches angezeigt habe.
4612#Apostelgeschichte,23,23#23. Und er ließ zwei Hauptleute zu sich rufen und sprach: Haltet zweihundert Soldaten bereit, damit sie nach Cäsarea ziehen, dazu siebzig Reiter und zweihundert Schleuderer, von der dritten Stunde der Nacht an;
4613#Apostelgeschichte,23,24#24. auch soll man Tiere bereitstellen, um den Paulus daraufzusetzen und ihn zu dem Landpfleger Felix in Sicherheit zu bringen.
4614#Apostelgeschichte,23,25#25. Und er schrieb einen Brief, der folgenden Inhalt hatte:
4615#Apostelgeschichte,23,26#26. «Claudius Lysias schickt dem edlen Landpfleger Felix einen Gruß!
4616#Apostelgeschichte,23,27#27. Diesen Mann, den die Juden ergriffen haben und umbringen wollten, habe ich mit Hilfe der Truppe befreit, da ich vernahm, daß er ein Römer sei.
4617#Apostelgeschichte,23,28#28. Da ich aber den Grund ihrer Anklage gegen ihn ermitteln wollte, führte ich ihn in ihren Hohen Rat hinab.
4618#Apostelgeschichte,23,29#29. Da fand ich, daß er wegen Streitfragen ihres Gesetzes angeklagt werde, aber keine Anklage auf sich habe, die des Todes oder der Bande wert wäre.
4619#Apostelgeschichte,23,30#30. Da mir aber angezeigt wurde, daß eine Verschwörung gegen diesen Mann bestehe, so habe ich ihn sogleich zu dir geschickt und auch den Klägern befohlen, sich seinetwegen an dich zu wenden. Lebe wohl!» -
4620#Apostelgeschichte,23,31#31. Die Kriegsknechte nun nahmen den Paulus, wie ihnen befohlen war, und führten ihn bei Nacht nach Antipatris.
4621#Apostelgeschichte,23,32#32. Am folgenden Tage aber ließen sie die Reiter mit ihm ziehen und kehrten wieder in die Kaserne zurück.
4622#Apostelgeschichte,23,33#33. Jene aber übergaben bei ihrer Ankunft in Cäsarea dem Landpfleger den Brief und führten ihm auch den Paulus vor.
4623#Apostelgeschichte,23,34#34. Nachdem aber der Landpfleger den Brief gelesen und auf die Frage, aus welcher Provinz er wäre, erfahren hatte, daß er aus Cilicien sei,
4624#Apostelgeschichte,23,35#sprach er: 35. Ich will dich verhören, wenn deine Ankläger auch eingetroffen sind. Und er befahl, ihn im Palast des Herodes zu bewachen.
4625#Apostelgeschichte,24,1#1. NACH fünf Tagen aber kam der Hohepriester Ananias mit den Ältesten und einem Redner, einem gewissen Tertullus, hinab; diese erschienen vor dem Landpfleger wider Paulus.
4626#Apostelgeschichte,24,2#2. Als dieser aber gerufen worden war, erhob Tertullus die Anklage und sprach:
4627#Apostelgeschichte,24,3#3. Daß wir viel Frieden durch dich genießen und daß diesem Volke durch deine Fürsorge bessere Zustände geschaffen worden sind, das anerkennen wir allezeit und allenthalben, edelster Felix, mit aller Dankbarkeit!
4628#Apostelgeschichte,24,4#4. Damit ich dich aber nicht allzusehr bemühe, bitte ich dich, uns in Kürze nach deiner Freundlichkeit anzuhören.
4629#Apostelgeschichte,24,5#5. Wir haben nämlich diesen Mann als eine Pest befunden, als einen, der Zwietracht stiftet unter allen Juden in der ganzen Welt, als einen Anführer der Sekte der Nazarener;
4630#Apostelgeschichte,24,6#6. der auch versuchte, den Tempel zu entheiligen; den haben wir auch ergriffen und wollten ihn nach unsrem Gesetze richten.
4631#Apostelgeschichte,24,7#7. Aber Lysias, der Oberste, kam dazu und führte ihn mit großer Gewalt aus unsern Händen hinweg
4632#Apostelgeschichte,24,8#8. und hieß seine Ankläger zu dir kommen. Von ihm kannst du selbst, so du ihn verhörest, alles das erfahren, dessen wir ihn anklagen.
4633#Apostelgeschichte,24,9#9. Dem stimmten aber auch die Juden bei und behaupteten, es verhielte sich so.
4634#Apostelgeschichte,24,10#10. Paulus aber gab auf den Wink des Landpflegers folgende Antwort: Da ich weiß, daß du seit vielen Jahren unter diesem Volke Richter bist, so verteidige ich meine Sache guten Mutes,
4635#Apostelgeschichte,24,11#11. da du erfahren kannst, daß es nicht länger als zwölf Tage her ist, seit ich hinaufzog, um in Jerusalem anzubeten.
4636#Apostelgeschichte,24,12#12. Und sie fanden mich weder im Tempel, daß ich mich mit jemand unterredet oder einen Volksauflauf erregt hätte, noch in den Synagogen, noch in der Stadt.
4637#Apostelgeschichte,24,13#13. Sie können dir auch das nicht beweisen, wessen sie mich jetzt anklagen.
4638#Apostelgeschichte,24,14#14. Das bekenne ich dir aber, daß ich nach dem Wege-1-, welchen sie eine Sekte nennen, dem Gott der Väter also diene, daß ich an alles glaube, was im Gesetz und in den Propheten geschrieben steht; -1) d.h. der Glaubensrichtung, s. Apg. 19,9.++
4639#Apostelgeschichte,24,15#15. und ich habe die Hoffnung zu Gott, auf welche auch sie selbst warten, daß es eine Auferstehung der Toten, sowohl der Gerechten als der Ungerechten, geben wird.
4640#Apostelgeschichte,24,16#16. Darum übe ich mich auch, allezeit ein unverletztes Gewissen zu haben gegenüber Gott und den Menschen.
4641#Apostelgeschichte,24,17#17. Ich bin aber nach vielen Jahren gekommen, um Almosen für mein Volk zu bringen und Opfer.
4642#Apostelgeschichte,24,18#18. Dabei fanden mich, als ich im Tempel ohne Lärm und Getümmel gereinigt wurde,
4643#Apostelgeschichte,24,19#etliche Juden aus Asien; 19. die sollten vor dir erscheinen und Anklage erheben, wenn sie etwas wider mich hätten.
4644#Apostelgeschichte,24,20#20. Oder diese selbst mögen sagen, was für ein Unrecht sie an mir gefunden haben, als ich vor dem Hohen Rate stand;
4645#Apostelgeschichte,24,21#21. es wäre denn wegen jenes einzigen Wortes, das ich ausrief, als ich unter ihnen stand: Wegen der Auferstehung der Toten werde ich heute von euch gerichtet!
4646#Apostelgeschichte,24,22#22. Als Felix solches hörte, verwies er sie auf eine spätere Zeit, da er den Weg-a- genauer kannte, und sprach: Wenn Lysias, der Oberste, herabkommt, will ich eure Sache untersuchen. -a) s. V. 14.++
4647#Apostelgeschichte,24,23#23. Und er befahl dem Hauptmann, Paulus in Gewahrsam zu halten, jedoch in milder Haft, auch keinem der Seinigen zu wehren, ihm Dienste zu leisten.
4648#Apostelgeschichte,24,24#24. Nach etlichen Tagen aber kam Felix mit seinem Weibe Drusilla, die eine Jüdin war, und ließ den Paulus holen und hörte ihn über den Glauben an Christus Jesus.
4649#Apostelgeschichte,24,25#25. Als er aber von Gerechtigkeit und Enthaltsamkeit und dem zukünftigen Gericht redete, wurde dem Felix bange, und er antwortete: Für diesmal gehe hin; wenn ich aber gelegene Zeit bekomme, will ich dich wieder rufen lassen!
4650#Apostelgeschichte,24,26#26. Zugleich hoffte er aber auch, daß ihm von Paulus Geld gegeben würde, damit er ihn freiließe. Darum ließ er ihn auch öfters kommen und besprach sich mit ihm.
4651#Apostelgeschichte,24,27#27. ALS aber zwei Jahre verflossen waren, bekam Felix zum Nachfolger den Porcius Festus, und da sich Felix die Juden zu Dank verpflichten wollte, ließ er den Paulus gebunden zurück.
4652#Apostelgeschichte,25,1#1. Als nun Festus in der Provinz angekommen war, zog er nach drei Tagen von Cäsarea nach Jerusalem hinauf.
4653#Apostelgeschichte,25,2#2. Da wurden die Hohenpriester und die Vornehmsten der Juden bei ihm vorstellig gegen Paulus,
4654#Apostelgeschichte,25,3#3. redeten ihm zu und baten es sich als eine Gunst wider ihn aus, daß er ihn nach Jerusalem holen ließe; dabei planten sie einen Anschlag, um ihn unterwegs umzubringen.
4655#Apostelgeschichte,25,4#4. Da antwortete Festus, Paulus werde in Cäsarea in Verwahrung gehalten, er selbst aber werde in Bälde wieder abreisen.
4656#Apostelgeschichte,25,5#5. So lasset nun, sprach er, eure Bevollmächtigten mit hinabziehen; und wenn eine Schuld an diesem Manne ist, sollen sie ihn anklagen!
4657#Apostelgeschichte,25,6#6. Nachdem er aber nicht mehr als acht oder zehn Tage bei ihnen gewesen war, zog er nach Cäsarea hinab, und am folgenden Tage setzte er sich auf den Richterstuhl und ließ den Paulus vorführen.
4658#Apostelgeschichte,25,7#7. Und als dieser erschien, umringten ihn die Juden, die von Jerusalem herabgekommen waren, und brachten viele und schwere Klagen gegen ihn vor, die sie nicht beweisen konnten,
4659#Apostelgeschichte,25,8#8. während Paulus sich also verteidigte: Weder gegen das Gesetz der Juden, noch gegen den Tempel, noch gegen den Kaiser habe ich etwas verbrochen!
4660#Apostelgeschichte,25,9#9. Festus aber, der sich die Juden zu Dank verpflichten wollte, antwortete dem Paulus und sprach: Willst du nach Jerusalem hinaufziehen und dich dort hierüber von mir richten lassen?
4661#Apostelgeschichte,25,10#10. Aber Paulus sprach: Ich stehe vor dem Richterstuhl des Kaisers, da muß ich gerichtet werden! Den Juden habe ich kein Unrecht getan, wie du selbst am besten weißt.
4662#Apostelgeschichte,25,11#11. Bin ich aber im Unrecht und habe etwas begangen, was des Todes wert ist, so weigere ich mich nicht zu sterben. Ist aber nichts an dem, dessen diese mich anklagen, so kann mich niemand ihnen zu Gefallen preisgeben. Ich berufe mich auf den Kaiser!
4663#Apostelgeschichte,25,12#12. Da besprach sich Festus mit seinem Rat und antwortete: Du hast dich auf den Kaiser berufen; zum Kaiser sollst du ziehen!
4664#Apostelgeschichte,25,13#13. ALS aber etliche Tage vergangen waren, kam der König Agrippa mit Bernice nach Cäsarea, um Festus zu begrüßen.
4665#Apostelgeschichte,25,14#14. Und da sie sich mehrere Tage dort aufhielten, legte Festus dem König die Sache des Paulus vor und sprach: Es ist von Felix ein Mann gefangen zurückgelassen worden,
4666#Apostelgeschichte,25,15#15. wegen dessen, als ich in Jerusalem war, die Hohenpriester und Ältesten der Juden vorstellig wurden, indem sie seine Verurteilung verlangten.
4667#Apostelgeschichte,25,16#16. Denen antwortete ich, es sei nicht der Römer Brauch, einen Menschen preiszugeben, ehe der Angeklagte die Kläger vor Augen habe und Gelegenheit erhalte, sich der Klage wegen zu verteidigen.
4668#Apostelgeschichte,25,17#17. Als sie nun hier zusammengekommen waren, machte ich keinen Aufschub, sondern setzte mich am folgenden Tage auf den Richterstuhl und ließ den Mann vorführen.
4669#Apostelgeschichte,25,18#18. Als nun die Kläger auftraten, brachten sie gar keine Klage wegen eines Verbrechens über ihn vor, wie ich vermutet hatte;
4670#Apostelgeschichte,25,19#19. dagegen hatten sie einige Streitfragen betreffend ihre Religion und einen verstorbenen Jesus, von welchem Paulus behauptete, er lebe.
4671#Apostelgeschichte,25,20#20. Da ich aber nicht wußte, wie ich über solche Fragen ein Verhör anstellen sollte, fragte ich, ob er nach Jerusalem ziehen und sich dort hierüber richten lassen wolle.
4672#Apostelgeschichte,25,21#21. Da sich aber Paulus darauf berief, daß er in Erwartung der Entscheidung des Kaisers in Gewahrsam gehalten werde, befahl ich, ihn in Haft zu behalten, bis ich ihn zum Kaiser sende.
4673#Apostelgeschichte,25,22#22. Agrippa aber sprach zu Festus: Ich möchte den Menschen auch gerne hören! Er sprach: Morgen sollst du ihn hören!
4674#Apostelgeschichte,25,23#23. Am folgenden Tage nun kamen Agrippa und Bernice mit großem Gepränge und gingen mit den Obersten und den angesehensten Männern der Stadt in den Hörsaal, und auf Befehl des Festus wurde Paulus gebracht.
4675#Apostelgeschichte,25,24#24. Und Festus sprach: König Agrippa und alle anwesenden Männer! Da seht ihr den, um dessentwillen die ganze Menge der Juden in Jerusalem und hier mich anging, indem sie schrieen, er dürfe nicht länger leben.
4676#Apostelgeschichte,25,25#25. Weil ich aber erkannte, daß er nichts getan hat, was des Todes würdig wäre, und auch er selbst sich auf den Kaiser berufen hat, so habe ich beschlossen, ihn abzusenden.
4677#Apostelgeschichte,25,26#26. Ich weiß jedoch dem Herrn nichts Gewisses über ihn zu schreiben. Darum habe ich ihn euch vorgeführt, allermeist dir, König Agrippa, damit ich nach geschehener Untersuchung etwas zu schreiben wisse.
4678#Apostelgeschichte,25,27#27. Denn es dünkt mich unvernünftig, einen Gefangenen abzusenden, ohne die gegen ihn erhobenen Klagen anzugeben.
4679#Apostelgeschichte,26,1#1. Agrippa aber sprach zu Paulus: Es ist dir erlaubt, für dich zu reden! Da streckte Paulus die Hand aus und verantwortete sich also:
4680#Apostelgeschichte,26,2#2. Ich schätze mich glücklich, König Agrippa, mich heute vor dir verantworten zu dürfen wegen aller Anklagen, welche die Juden gegen mich erheben,
4681#Apostelgeschichte,26,3#3. da du ja alle Gebräuche und Streitfragen der Juden genau kennst; darum bitte ich dich, mich geduldig anzuhören.
4682#Apostelgeschichte,26,4#4. Was nun meinen Lebenswandel von Jugend auf betrifft, den ich von Anfang an unter meinem Volke, und zwar in Jerusalem führte, so kennen mich alle Juden;
4683#Apostelgeschichte,26,5#5. da sie wissen, wenn sie es bezeugen wollen, daß ich früher nach der strengsten Richtung unserer Religion gelebt habe, als ein Pharisäer.
4684#Apostelgeschichte,26,6#6. Und jetzt stehe ich vor Gericht wegen der Hoffnung auf die von Gott an unsre Väter ergangene Verheißung,
4685#Apostelgeschichte,26,7#7. zu welcher unsere zwölf Stämme Tag und Nacht mit anhaltendem Gottesdienst zu gelangen hoffen. Wegen dieser Hoffnung werde ich, König Agrippa, von den Juden angeklagt!
4686#Apostelgeschichte,26,8#8. Warum wird es bei euch für unglaublich gehalten, daß Gott Tote auferweckt?
4687#Apostelgeschichte,26,9#9. Ich habe zwar auch gemeint, ich müßte gegen den Namen Jesus von Nazareth viel Feindseliges verüben,
4688#Apostelgeschichte,26,10#10. was ich auch zu Jerusalem tat; und viele der Heiligen ließ ich ins Gefängnis schließen, wozu ich von den Hohenpriestern die Vollmacht empfangen hatte, und wenn sie getötet werden sollten, gab ich die Stimme dazu.
4689#Apostelgeschichte,26,11#11. Und in allen Synagogen zwang ich sie oft durch Strafen, zu lästern, und über die Maßen gegen sie wütend, verfolgte ich sie sogar bis in die auswärtigen Städte.
4690#Apostelgeschichte,26,12#12. Als ich nun in solchem Tun mit Vollmacht und Erlaubnis der Hohenpriester nach Damaskus reiste,
4691#Apostelgeschichte,26,13#13. sah ich mitten am Tage auf dem Wege, o König, vom Himmel her ein Licht, heller als der Sonne Glanz, welches mich und meine Reisegefährten umleuchtete.
4692#Apostelgeschichte,26,14#14. Und da wir alle zur Erde fielen, hörte ich eine Stimme in hebräischer Sprache zu mir sagen: Saul, Saul! was verfolgst du mich? Es wird dir schwer werden, gegen den Stachel auszuschlagen!
4693#Apostelgeschichte,26,15#15. Ich aber sprach: Wer bist du, Herr? Der Herr aber sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst!
4694#Apostelgeschichte,26,16#16. Aber steh auf und tritt auf deine Füße! Denn dazu bin ich dir erschienen, dich zu verordnen zum Diener und Zeugen dessen, was du von mir gesehen hast und was ich dir noch offenbaren werde,
4695#Apostelgeschichte,26,17#17. und ich will dich erretten von-1- dem Volk und von den Heiden, unter welche ich dich sende, -1) aüs: indem ich dich herausnehme aus . . .++
4696#Apostelgeschichte,26,18#18. um ihnen die Augen zu öffnen, damit sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott, auf daß sie Vergebung der Sünden und ein Erbteil unter den Geheiligten empfangen durch den Glauben an mich!
4697#Apostelgeschichte,26,19#19. Daher, König Agrippa, bin ich der himmlischen Erscheinung nicht ungehorsam gewesen,
4698#Apostelgeschichte,26,20#20. sondern ich habe zuerst denen in Damaskus und in Jerusalem und dann im ganzen jüdischen Lande und den Heiden verkündigt, sie sollten Buße tun und sich zu Gott bekehren, indem sie Werke tun, die der Buße würdig sind.
4699#Apostelgeschichte,26,21#21. Deswegen griffen mich die Juden im Tempel und suchten mich umzubringen.
4700#Apostelgeschichte,26,22#22. Aber da mir Hilfe von Gott widerfahren ist, so stehe ich bis auf diesen Tag und lege Zeugnis ab vor Kleinen und Großen und lehre nichts anderes, als was die Propheten und Mose gesagt haben, daß es geschehen werde:
4701#Apostelgeschichte,26,23#23. nämlich, daß Christus leiden müsse und daß er, der Erstling aus der Auferstehung der Toten, Licht verkündigen werde dem Volke und auch den Heiden.
4702#Apostelgeschichte,26,24#24. Als er aber zu seiner Verteidigung solches sagte, sprach Festus mit lauter Stimme: Paulus, du bist von Sinnen! Das viele Studieren bringt dich um den Verstand!
4703#Apostelgeschichte,26,25#25. Er aber sprach: Edelster Festus, ich bin nicht von Sinnen, sondern ich rede wahre und wohlüberlegte Worte!
4704#Apostelgeschichte,26,26#26. Denn der König versteht diese Dinge sehr wohl, an ihn richte ich meine freimütige Rede. Denn ich bin überzeugt, daß ihm nichts davon unbekannt ist; denn solches ist nicht im Winkel geschehen!
4705#Apostelgeschichte,26,27#27. Glaubst du, König Agrippa, den Propheten? Ich weiß, daß du glaubst.
4706#Apostelgeschichte,26,28#28. Agrippa aber sprach zu Paulus: Du überredest mich bald, daß ich ein Christ werde!
4707#Apostelgeschichte,26,29#29. Paulus erwiderte: Ich wünschte zu Gott, daß über kurz oder lang nicht allein du, sondern auch alle, die mich heute hören, solche würden, wie ich bin, ausgenommen diese Bande!
4708#Apostelgeschichte,26,30#30. Und der König stand auf, ebenso der Landpfleger und Bernice und die bei ihnen saßen.
4709#Apostelgeschichte,26,31#31. Und sie zogen sich zurück und redeten miteinander und sprachen: Dieser Mensch tut nichts, was des Todes oder der Bande wert ist!
4710#Apostelgeschichte,26,32#32. Agrippa aber sprach zu Festus: Man könnte diesen Menschen freilassen, wenn er sich nicht auf den Kaiser berufen hätte!
4711#Apostelgeschichte,27,1#1. ALS es aber beschlossen worden war, daß wir nach Italien abfahren sollten, übergaben sie Paulus und einige andere Gefangene einem Hauptmann namens Julius von der Kaiserlichen Schar.
4712#Apostelgeschichte,27,2#2. Nachdem wir aber ein adramyttenisches Schiff bestiegen hatten, welches der kleinasiatischen Küste entlang fahren sollte, reisten wir ab in Begleitung des Mazedoniers Aristarchus aus Thessalonich.
4713#Apostelgeschichte,27,3#3. Und am andern Tage liefen wir in Zidon ein; und Julius erzeigte sich menschenfreundlich gegen Paulus und erlaubte ihm, zu seinen Freunden zu gehen und ihrer Pflege zu genießen.
4714#Apostelgeschichte,27,4#4. Von da fuhren wir ab und segelten unter Cypern hin, weil die Winde uns entgegen waren.
4715#Apostelgeschichte,27,5#5. Und nachdem wir das Meer bei Cilicien und Pamphylien durchschifft hatten, kamen wir nach Myra in Lycien.
4716#Apostelgeschichte,27,6#6. Und dort fand der Hauptmann ein alexandrinisches Schiff, das nach Italien fuhr, und brachte uns auf dasselbe.
4717#Apostelgeschichte,27,7#7. Da wir aber während vieler Tage eine langsame Fahrt hatten und nur mit Mühe in die Nähe von Knidus kamen, weil der Wind uns nicht hinzuließ, so segelten wir unter Kreta hin gegen Salmone,
4718#Apostelgeschichte,27,8#8. und indem wir mit Mühe der Küste entlang fuhren, kamen wir an einen Ort, «die schönen Häfen» genannt, in dessen Nähe die Stadt Lasäa war.
4719#Apostelgeschichte,27,9#9. Da aber schon geraume Zeit verflossen war und die Schiffahrt gefährlich wurde, weil auch die Fastenzeit bereits vorüber war, warnte Paulus
4720#Apostelgeschichte,27,10#und sprach zu ihnen: 10. Ihr Männer, ich sehe, daß die Schiffahrt mit Schädigung und großem Verlust nicht nur für die Ladung und das Schiff, sondern auch für unser Leben verbunden sein wird!
4721#Apostelgeschichte,27,11#11. Aber der Hauptmann glaubte dem Steuermann und dem Schiffsherrn mehr, als dem, was Paulus sagte.
4722#Apostelgeschichte,27,12#12. Da aber der Hafen ungeeignet war zum Überwintern, gab die Mehrzahl den Rat, von dort abzufahren, um womöglich nach Phönix, einem Hafen von Kreta, der gegen Südwest und Nordwest liegt, zu gelangen, und daselbst zu überwintern.
4723#Apostelgeschichte,27,13#13. Da nun ein schwacher Südwind wehte, meinten sie, sie hätten ihre Absicht erreicht, lichteten die Anker und fuhren nahe bei der Küste von Kreta hin.
4724#Apostelgeschichte,27,14#14. Aber nicht lange darnach fegte von der Insel ein Wirbelwind daher, «Nord-Ost» genannt;
4725#Apostelgeschichte,27,15#15. der riß das Schiff mit sich fort, und da es dem Winde nicht widerstehen konnte, gaben wir es preis und ließen uns treiben.
4726#Apostelgeschichte,27,16#16. Als wir aber an einer kleinen Insel, Klauda genannt, vorbeifuhren, vermochten wir kaum das Boot-1- zu meistern, -1) d.h. das Rettungsboot.++
4727#Apostelgeschichte,27,17#welches man emporzog, weil man es-1- nötig hatte, um das Schiff zu unterbinden; 17. und weil sie fürchteten, auf die Syrte geworfen zu werden, zogen sie die Segel ein und ließen sich so treiben. -1) d.h. die Stricke.++
4728#Apostelgeschichte,27,18#18. Da wir aber vom Sturme heftig umhergetrieben wurden, warfen sie am folgenden Tage die Ladung über Bord
4729#Apostelgeschichte,27,19#19. und am dritten Tage mit eigener Hand das Schiffsgerät.
4730#Apostelgeschichte,27,20#20. Da aber während mehrerer Tage weder Sonne noch Sterne schienen und ein heftiger Sturm anhielt, schwand endlich alle Hoffnung, daß wir gerettet würden.
4731#Apostelgeschichte,27,21#21. Und da man lange ohne Nahrung geblieben war, trat Paulus mitten unter sie und sprach: Man hätte zwar, ihr Männer, mir gehorchen und nicht von Kreta abfahren und sich diese Schädigung und den Verlust ersparen sollen.
4732#Apostelgeschichte,27,22#22. Doch auch jetzt ermahne ich euch, guten Mutes zu sein, denn kein Leben von euch wird verloren gehen, nur das Schiff.
4733#Apostelgeschichte,27,23#23. Denn in dieser Nacht trat zu mir ein Engel des Gottes, dem ich angehöre, dem ich auch diene,
4734#Apostelgeschichte,27,24#24. und sprach: Fürchte dich nicht, Paulus, du mußt vor den Kaiser treten; und siehe, Gott hat dir alle geschenkt, die mit dir im Schiffe sind!
4735#Apostelgeschichte,27,25#25. Darum seid guten Mutes, ihr Männer! Denn ich vertraue Gott, daß es so gehen wird, wie es mir gesagt worden ist.
4736#Apostelgeschichte,27,26#26. Wir müssen aber auf eine Insel verschlagen werden.
4737#Apostelgeschichte,27,27#27. Als nun die vierzehnte Nacht kam, seitdem wir auf dem Adriatischen Meere umhergetrieben wurden, vermuteten die Schiffsleute um Mitternacht, daß sich ihnen Land nähere.
4738#Apostelgeschichte,27,28#28. Und sie ließen das Senkblei hinunter und fanden zwanzig Klafter. Und als sie ein wenig weitergefahren waren und es wieder hinunterließen, fanden sie fünfzehn Klafter.
4739#Apostelgeschichte,27,29#29. Und da sie fürchteten, wir könnten auf Klippen geworfen werden, warfen sie vom Hinterteil des Schiffes vier Anker aus und wünschten, daß es Tag würde.
4740#Apostelgeschichte,27,30#30. Als aber die Schiffsleute aus dem Schiffe zu entfliehen suchten und das Boot ins Meer hinabließen unter dem Vorwande, als wollten sie vom Vorderteile Anker auswerfen,
4741#Apostelgeschichte,27,31#31. sprach Paulus zu dem Hauptmann und zu den Soldaten: Wenn diese nicht im Schiff bleiben, könnt ihr nicht gerettet werden.
4742#Apostelgeschichte,27,32#32. Da hieben die Kriegsknechte die Stricke des Bootes ab und ließen es hinunterfallen.
4743#Apostelgeschichte,27,33#33. Bis es aber Tag werden wollte, ermahnte Paulus alle, Speise zu sich zu nehmen, und sprach: Es ist heute der vierzehnte Tag, daß ihr vor banger Erwartung ohne Nahrung geblieben seid und nichts zu euch genommen habt.
4744#Apostelgeschichte,27,34#34. Darum ermahne ich euch, Speise zu euch zu nehmen, denn das dient zu eurer Rettung; denn keinem von euch wird ein Haar vom Haupte verloren gehen!
4745#Apostelgeschichte,27,35#35. Und nachdem er das gesagt hatte, nahm er Brot, dankte Gott vor allen, brach es und fing an zu essen.
4746#Apostelgeschichte,27,36#36. Da wurden alle guten Mutes und nahmen ebenfalls Speise zu sich.
4747#Apostelgeschichte,27,37#37. Wir waren aber auf dem Schiff insgesamt 276 Seelen.
4748#Apostelgeschichte,27,38#38. Und nachdem sie sich mit Speise gesättigt hatten, erleichterten sie das Schiff, indem sie das Getreide ins Meer warfen.
4749#Apostelgeschichte,27,39#39. Als es aber Tag wurde, erkannten sie das Land nicht; sie wurden aber einer Bucht gewahr, die ein flaches Gestade hatte, an welches sie das Schiff womöglich hinzutreiben beschlossen.
4750#Apostelgeschichte,27,40#40. Und so schnitten sie die Anker ab und ließen sie ins Meer und lösten zugleich die Bande der Steuerruder; dann zogen sie das Vordersegel auf, gegen den Wind, und hielten dem Gestade zu.
4751#Apostelgeschichte,27,41#41. Da sie aber an eine Landzunge gerieten, stießen sie mit dem Schiffe auf; und das Vorderteil blieb unbeweglich stecken, das Hinterteil aber zerbrach von der Gewalt der Wellen.
4752#Apostelgeschichte,27,42#42. Von den Soldaten aber wurde vorgeschlagen, man solle die Gefangenen töten, damit keiner schwimmend entfliehe.
4753#Apostelgeschichte,27,43#43. Der Hauptmann aber, der den Paulus retten wollte, verhinderte ihr Vorhaben und befahl, wer schwimmen könne, solle sich zuerst ins Meer werfen, um ans Land zu kommen,
4754#Apostelgeschichte,27,44#und die übrigen teils auf Brettern, teils auf Schiffstrümmern. 44. Und so geschah es, daß alle ans Land gerettet wurden.
4755#Apostelgeschichte,28,1#1. UND als wir gerettet waren, da erfuhren wir, daß die Insel Melite-1- hieß. -1) d.i. Malta.++
4756#Apostelgeschichte,28,2#2. Die Barbaren aber erzeigten uns ungewöhnliche Menschenfreundlichkeit; denn sie zündeten ein Feuer an und holten uns alle herbei wegen des anhaltenden Regens und um der Kälte willen.
4757#Apostelgeschichte,28,3#3. Als aber Paulus einen Haufen Reiser zusammenraffte und auf das Feuer legte, kam infolge der Hitze eine Otter hervor und fuhr ihm an die Hand.
4758#Apostelgeschichte,28,4#4. Wie aber die Einwohner das Tier an seiner Hand hängen sahen, sprachen sie zueinander: Gewiß ist dieser Mensch ein Mörder, den, ob er sich gleich aus dem Meere gerettet hat, die Rache dennoch nicht leben läßt.
4759#Apostelgeschichte,28,5#5. Er jedoch schleuderte das Tier ins Feuer und ihm widerfuhr kein Übel.
4760#Apostelgeschichte,28,6#6. Sie aber erwarteten, er werde aufschwellen oder plötzlich tot niederfallen. Als sie aber lange warteten und sahen, daß ihm kein Leid widerfuhr, änderten sie ihre Meinung und sagten, er sei ein Gott.
4761#Apostelgeschichte,28,7#7. Aber in der Umgebung jenes Ortes hatte der Vornehmste der Insel, namens Publius, ein Landgut; dieser nahm uns auf und beherbergte uns drei Tage lang freundlich.
4762#Apostelgeschichte,28,8#8. Es begab sich aber, daß der Vater des Publius am Fieber und an der Ruhr krank darniederlag. Paulus ging zu ihm hinein, betete und legte ihm die Hände auf und machte ihn gesund.
4763#Apostelgeschichte,28,9#9. Daraufhin kamen auch die übrigen Kranken auf der Insel herbei und ließen sich heilen.
4764#Apostelgeschichte,28,10#10. Diese erwiesen uns auch viel Ehre und gaben uns bei der Abfahrt noch alles Nötige mit.
4765#Apostelgeschichte,28,11#11. Nach drei Monaten aber fuhren wir ab auf einem Schiffe von Alexandria, das auf der Insel überwintert hatte und das Zeichen der Zwillinge führte.
4766#Apostelgeschichte,28,12#12. Und wir liefen in Syrakus ein und blieben drei Tage daselbst.
4767#Apostelgeschichte,28,13#13. Und von da segelten wir um die Küste herum und kamen nach Regium; und da sich nach einem Tage der Südwind erhob, gelangten wir am zweiten Tage nach Puteoli.
4768#Apostelgeschichte,28,14#14. Daselbst fanden wir Brüder und wurden von ihnen gebeten, sieben Tage zu bleiben, und so gelangten wir nach Rom.
4769#Apostelgeschichte,28,15#15. Und von dort kamen die Brüder, als sie von uns gehört hatten, uns entgegen bis gen Appii Forum und Tres Tabernä. Als Paulus sie sah, dankte er Gott und faßte Mut.
4770#Apostelgeschichte,28,16#16. Da wir aber nach Rom kamen, übergab der Hauptmann die Gefangenen dem Obersten der Leibwache; dem Paulus aber wurde gestattet, für sich zu bleiben mit dem Soldaten, der ihn bewachte.
4771#Apostelgeschichte,28,17#17. Es begab sich aber nach drei Tagen, daß er die Vornehmsten der Juden zusammenrief. Und als sie versammelt waren, sprach er zu ihnen: Ihr Männer und Brüder, wiewohl ich nichts wider das Volk oder die Gebräuche der Väter getan habe, bin ich gefangen von Jerusalem aus in die Hände der Römer überliefert worden.
4772#Apostelgeschichte,28,18#18. Diese wollten mich freilassen, nachdem sie mich verhört hatten, weil keine todeswürdige Schuld bei mir vorlag.
4773#Apostelgeschichte,28,19#19. Da aber die Juden widersprachen, war ich genötigt, mich auf den Kaiser zu berufen, nicht als ob ich gegen mein Volk etwas zu klagen hätte.
4774#Apostelgeschichte,28,20#20. Aus diesem Grunde also habe ich euch rufen lassen, um euch zu sehen und mit euch zu sprechen; denn um der Hoffnung Israels willen umschließt mich diese Kette.
4775#Apostelgeschichte,28,21#21. Sie aber sprachen zu ihm: Wir haben weder Briefe deinethalben aus Judäa empfangen, noch ist jemand von den Brüdern gekommen, der über dich etwas Böses berichtet oder gesagt hätte.
4776#Apostelgeschichte,28,22#22. Wir wollen aber gerne von dir hören, was du für Ansichten hast; denn von dieser Sekte ist uns bekannt, daß ihr allenthalben widersprochen wird.
4777#Apostelgeschichte,28,23#23. Nachdem sie ihm nun einen Tag bestimmt hatten, kamen mehrere zu ihm in die Herberge. Diesen legte er vom Morgen bis zum Abend in einem ausführlichen Zeugnis das Reich Gottes dar und suchte sie von Jesus zu überzeugen, ausgehend von dem Gesetze Moses und von den Propheten.
4778#Apostelgeschichte,28,24#24. Und die einen ließen sich von dem überzeugen, was er sagte, die andern aber blieben ungläubig.
4779#Apostelgeschichte,28,25#25. Und da sie sich nicht einigen konnten, trennten sie sich, nachdem Paulus den Ausspruch getan hatte: Wie trefflich hat der heilige Geist durch den Propheten Jesaja zu unsern Vätern geredet,
4780#Apostelgeschichte,28,26#26. als er sprach: «Gehe hin zu diesem Volke und sprich: Mit den Ohren werdet ihr hören und nicht verstehen, und mit den Augen werdet ihr sehen und nicht erkennen;
4781#Apostelgeschichte,28,27#27. denn das Herz dieses Volkes ist verstockt, und mit den Ohren hören sie schwer, und ihre Augen haben sie zugeschlossen, damit sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren und ich sie heile!»
4782#Apostelgeschichte,28,28#28. So sei euch nun kund, daß den Heiden dieses Heil Gottes gesandt ist; sie werden auch hören!
4783#Apostelgeschichte,28,29#29. Und als er das gesagt hatte, liefen die Juden davon und hatten viel Wortwechsel miteinander.
4784#Apostelgeschichte,28,30#30. Paulus aber blieb zwei Jahre in einer eigenen Mietwohnung und nahm alle auf, die ihm zuliefen,
4785#Apostelgeschichte,28,31#31. predigte das Reich Gottes und lehrte von dem Herrn Jesus Christus mit aller Freimütigkeit und ungehindert.