20533#Hesekiel,1,1#1. «UND es war im dreißigsten Jahr, im vierten (Monat), am Fünften des Monats, da ich unter den Deportierten am Fluß Kebar war, da tat sich der Himmel auf, und ich sah Gottgesichte.»
20534#Hesekiel,1,2#2. Am Fünften des Monats - dies war das fünfte Jahr nach der Wegführung des Königs Jojachin -
20535#Hesekiel,1,3#3. da erging das Wort des Ewigen an Jeheskel, den Sohn Busis, den Priester, im Land der Kasdäer am Fluß Kebar; und es kam dort über ihn die Hand des Ewigen.
20536#Hesekiel,1,4#4. «Da schaute ich, und sieh, ein Sturmwind zog heran vom Norden, großes Gewölk und sich ballendes Feuer, und Lichtglanz rings um jenes; und mitten daraus wars wie der Anblick von Eiskristall, aus dem Feuer.
20537#Hesekiel,1,5#5. Und mitten daraus die Gestalt von vier Tieren; und dies war ihr Aussehen: Menschliche Gestalt hatten sie.
20538#Hesekiel,1,6#6. Und vier Gesichter hatte jedes und vier Flügel jedes von ihnen.
20539#Hesekiel,1,7#7. Und ihre Beine waren gerade, und ihr Fußballen war wie der Fußballen eines Kalbes, und sie funkelten wie der Anblick von geglättetem Erz.
20540#Hesekiel,1,8#8. Und Menschenhände waren unter ihren Flügeln an ihren vier Seiten; und ihre Gesichter und ihre Flügel waren bei den vieren
20541#Hesekiel,1,9#9. anschließend eins an das andere mit ihren Flügeln; sie wandten sich nicht beim Gehen; jedes nach der Seite seines Angesichts gingen sie.
20542#Hesekiel,1,10#10. Die Gestaltung ihrer Gesichter aber war: Ein Menschengesicht, ein Löwengesicht zur Rechten bei den vieren, ein Stiergesicht zur Linken bei den vieren und ein Adlergesicht bei den vieren,
20543#Hesekiel,1,11#11. und ihre Gesichter und ihre Flügel waren nach oben geschieden, jedes hatte zwei, an das andere anschließend, und zwei, die ihre Leiber bedeckten.
20544#Hesekiel,1,12#12. Und jedes nach der Seite seines Gesichtes gingen sie, wohin der Wille zu gehen bestand, dahin gingen sie, wandten sich nicht beim Gehen.
20545#Hesekiel,1,13#13. Und die Gestalt der Tiere: Ihr Aussehn war wie brennende Feuerkohlen, wie der Anblick von Fackeln, so zuckte es zwischen den Tieren; und einen Lichtglanz hatte das Feuer, und von dem Feuer fuhr Blitz aus.
20546#Hesekiel,1,14#14. Die Tiere aber eilten hin und her wie der Anblick des Blitzes.
20547#Hesekiel,1,15#15. Und ich betrachtete die Tiere, und sieh, je ein Rad war auf dem Boden neben den Tieren für ihre vier Gesichter.
20548#Hesekiel,1,16#16. Das Aussehn der Räder und ihre Anfertigung war wie der Anblick von Chrysolith, und einerlei Gestalt hatten die vier; und ihr Aussehn und ihre Anfertigung war, wie wenn ein Rad in dem andern wäre.
20549#Hesekiel,1,17#17. Nach ihren vier Seiten gingen sie, wenn sie gingen, wandten sich nicht beim Gehen.
20550#Hesekiel,1,18#18. Und ihre Felgen - Höhe hatten sie und Furchtbarkeit hatten sie - und ihre Felgen waren voller Augen ringsum bei den vieren.
20551#Hesekiel,1,19#19. Und wenn die Tiere gingen, gingen die Räder neben ihnen, und wenn sich die Tiere vom Boden hoben, hoben sich die Räder.
20552#Hesekiel,1,20#20. Wohin der Wille zu gehen bestand, dahin gingen sie, bestand der Wille dahin zu gehen, und die Räder hoben sich mit ihnen zugleich, denn der Wille des Tierwesens war in den Rädern.
20553#Hesekiel,1,21#21. Wenn die gingen, gingen sie, und blieben die stehen, so standen sie, und hoben sie sich vom Boden, so hoben sich die Räder mit ihnen zugleich; denn der Wille des Tierwesens war in den Rädern.
20554#Hesekiel,1,22#22. Eine Gestalt aber war über den Häuptern des Tierwesens, eine Decke, wie im Schein des furchtbaren Wettersturms, gebreitet über ihren Häuptern obenhin.
20555#Hesekiel,1,23#23. Und unter der Decke waren ihre Flügel gerade gerichtet, einer zum andern hin; jedes hatte zwei, die sie bedeckten, jedes zwei, die ihnen ihre Leiber bedeckten.
20556#Hesekiel,1,24#24. Und ich hörte das Rauschen ihrer Flügel wie vieler Wasser Rauschen, wie das Rauschen vom Gewaltigen, da sie sich bewegten, eines Getümmels Rauschen wie das Rauschen eines Heerlagers. Wenn sie hielten, ließen sie ihre Flügel sinken.
20557#Hesekiel,1,25#25. Da war ein Rauschen oberhalb der Decke, die über ihrem Haupt war. Wenn sie hielten, ließen sie ihre Flügel sinken.
20558#Hesekiel,1,26#26. Oberhalb der Decke aber, die über ihrem Haupt war, war es wie das Aussehn von Saphirstein, die Gestalt eines Thrones, und über der Gestalt des Thrones eine Gestalt wie eines Menschen Erscheinung, auf ihm oben.
20559#Hesekiel,1,27#27. Und ich sah es wie den Anblick von Eiskristall (und) wie das Aussehn von Feuer als Gehäuse rings darum von der Erscheinung seiner Hüften aufwärts; und von der Erscheinung seiner Hüften abwärts, darunter sah ichs wie Erscheinung von Feuer und Lichtglanz rings darum.
20560#Hesekiel,1,28#28. Wie das Aussehn des Bogens, der im Gewölk am Regentag entsteht, so war das Aussehn des Lichtglanzes ringsum. Das war das Aussehn der Gestalt der Herrlichkeit des Ewigen. Und ich sahs und fiel auf mein Antlitz. Und ich hörte eines Redenden Stimme.
20561#Hesekiel,2,1#1. Und er sprach zu mir: ,Menschensohn! Stell dich auf deine Füße, und ich will mit dir reden.'
20562#Hesekiel,2,2#2. Da fuhr in mich ein Geist, wie er mit mir redete, und stellte mich auf meine Füße. Dann hörte ich es zu mir reden.
20563#Hesekiel,2,3#3. Und er sprach zu mir: ,Menschensohn, ich sende dich zu den Kindern Jisraël, zu den abtrünnigen Stämmen, die von mir abgefallen! Sie und ihre Väter sind mir abtrünnig gewesen bis an eben diesen Tag.
20564#Hesekiel,2,4#4. Und die Söhne sind harten Antlitzes und starren Herzens, ich sende dich zu ihnen, daß du zu ihnen sprichst: So spricht Gott, der Herr.
20565#Hesekiel,2,5#5. Und sie, ob sie es hören oder lassen - denn ein Trutzhaus sind sie - erkennen sollen sie, daß ein Gottbegeisteter in ihrer Mitte war.
20566#Hesekiel,2,6#6. Doch du, Menschensohn, fürchte nicht vor ihnen, und vor ihren Worten fürchte nicht, wenn (auch) Disteln und Dornen mit dir sind und du bei Skorpionen hausest. Vor ihren Worten fürchte nicht und vor ihrem Antlitz schrick nicht; denn ein Trutzhaus sind sie.
20567#Hesekiel,2,7#7. Und du sollst meine Worte zu ihnen reden, ob sie nun hören oder es lassen, denn Trutz sind sie.
20568#Hesekiel,2,8#8. Du aber, Menschensohn, höre, was ich zu dir rede; sei du nicht trotzig wie das Trutzhaus; tu auf deinen Mund und iß, was ich dir reiche.'
20569#Hesekiel,2,9#9. Und ich schaute, und sieh, eine Hand war hingestreckt zu mir, und sieh, in ihr war eine Schriftrolle.
20570#Hesekiel,2,10#10. Und er breitete sie vor mir aus, und sie war beschrieben vorn und hinten, und geschrieben war darauf: Geklage und Geseufz und Geächz.
20571#Hesekiel,3,1#1. Und er sprach zu mir: ,Menschensohn! Was du findest, iß, iß diese Rolle, und geh und rede zum Haus Jisraël.'
20572#Hesekiel,3,2#2. Da öffnete ich meinen Mund, und er ließ mich diese Rolle essen.
20573#Hesekiel,3,3#3. Und er sprach zu mir: ,Menschensohn! Deinen Leib nähre und dein Innres fülle mit dieser Rolle, die ich dir reiche!' Und ich aß, und sie war in meinem Mund wie Honig so süß.
20574#Hesekiel,3,4#4. Und er sprach zu mir: ,Menschensohn! Geh, begib dich zum Haus Jisraël und rede mit meinen Worten zu ihnen.
20575#Hesekiel,3,5#5. Denn nicht zu einem Volk mit tiefer Lippe und schwerer Zunge bist du entsandt, (sondern) zum Haus Jisraël.
20576#Hesekiel,3,6#6. Nicht zu vielen Völkern mit tiefer Lippe und schwerer Zunge, deren Worte du nicht verstehst; nein, hätte ich dich zu ihnen entsandt, die würden auf dich hören.
20577#Hesekiel,3,7#7. Aber das Haus Jisraël, die werden nicht auf dich hören wollen, wollen sie ja auf mich nicht hören; denn das ganze Haus Jisraël, sie sind harter Stirn und starren Herzens.
20578#Hesekiel,3,8#8. Sieh, ich mache dein Antlitz hart gegen ihr Antlitz und deine Stirn starr gegen ihre Stirn,
20579#Hesekiel,3,9#9. wie Schamirstein, härter als Kiesel, mache ich deine Stirn. Fürchte sie nicht und zage nicht vor ihnen; denn ein Trutzhaus sind sie.'
20580#Hesekiel,3,10#10. Und er sprach zu mir: ,Menschensohn! Alle meine Worte, die ich zu dir rede, fasse mit deinem Herzen und höre mit deinen Ohren.
20581#Hesekiel,3,11#11. Und geh, begib dich zu den Deportierten, zu den Söhnen deines Volkes, und rede zu ihnen und sage ihnen: So spricht Gott, der Herr, ob sie nun hören oder es lassen.'
20582#Hesekiel,3,12#12. Da hob mich ein Geist, und ich hörte hinter mir den Schall eines gewaltigen Ruckens - Gepriesen sei die Herrlichkeit des Ewigen von ihrer Stätte -
20583#Hesekiel,3,13#13. und den Schall der Flügel der Tiere, wie sie eins das andere trafen, und den Schall der Räder neben ihnen, und den Schall eines gewaltigen Ruckens.
20584#Hesekiel,3,14#14. Und der Geist hatte mich erhoben und führte mich fort, und ich fuhr dahin, erbittert im Grimm meines Gemüts, indem des Ewigen Hand fest auf mir lag.
20585#Hesekiel,3,15#15. So kam ich zu den Deportierten (von) Tel-Abib, die am Fluß Kebar saßen, und ich blieb (wo) sie saßen, und ich saß dort sieben Tage betäubt in ihrer Mitte.
20586#Hesekiel,3,16#16. Und es war nach Verlauf von sieben Tagen, da erging des Ewigen Wort an mich, besagend:
20587#Hesekiel,3,17#17. ,Menschensohn! Als Späher hab ich dich bestellt für das Haus Jisraël, und hörst du aus meinem Mund ein Wort, sollst du sie von mir aus verwarnen.
20588#Hesekiel,3,18#18. So ich zum Frevler spreche: Sterben mußt du! - du aber verwarnst ihn nicht und redest nicht, den Frevler seines frevelhaften Wandels zu verwarnen, ihm sein Leben zu erhalten - so soll er, der Frevler, um seine Schuld sterben, doch sein Blut werde aus deiner Hand ich fordern.
20589#Hesekiel,3,19#19. Doch wenn du den Frevler verwarnst, und er kehrt nicht um von seinem Frevel und seinem frevelhaften Weg, so soll er um seine Schuld sterben, du aber hast deine Seele gerettet.
20590#Hesekiel,3,20#20. Und wenn ein Gerechter umkehrt von seiner Rechtlichkeit und Unrecht übt, gebe ich einen Anstoß vor ihn; er stirbt. Da du ihn nicht verwarnt hast, so stirbt er um seine Sünde, und nicht wird seiner gerechten Werke gedacht werden, die er geübt. Aber sein Blut werde aus deiner Hand ich fordern.
20591#Hesekiel,3,21#21. Hast du aber den Gerechten verwarnt, daß der Gerechte nicht sündige, und er sündigt nicht, so soll er leben, denn er ist verwarnt; du aber hast deine Seele gerettet.'
20592#Hesekiel,3,22#22. Und es kam dort über mich die Hand des Ewigen, und er sprach zu mir: ,Auf, geh hinaus zur Ebene, und dort will ich mit dir reden.'
20593#Hesekiel,3,23#23. So machte ich mich auf und ging hinaus zur Ebene, und sieh, dort stand die Herrlichkeit des Ewigen, gleich der Herrlichkeit, die ich am Fluß Kebar erschaut. Und ich fiel auf mein Angesicht.
20594#Hesekiel,3,24#24. Da fuhr in mich ein Geist und stellte mich auf meine Füße. Und er redete mit mir und sprach zu mir: ,Geh hinein, schließ dich ein in deinem Haus.
20595#Hesekiel,3,25#25. Und du, Menschensohn, sieh, sie legen Stricke an dich und fesseln dich mit ihnen, daß du nicht unter sie hinausgehn kannst.
20596#Hesekiel,3,26#26. Und deine Zunge hefte ich an deinen Gaumen, daß du stumm wirst und ihnen kein Mahner sein kannst; denn ein Trutzhaus sind sie.
20597#Hesekiel,3,27#27. Doch wenn ich mit dir rede, will ich deinen Mund öffnen, daß du zu ihnen sprichst: So spricht Gott, der Herr! Wer hören will, mags hören, und wer es lassen will, mags lassen; denn ein Trutzhaus sind sie.
20598#Hesekiel,4,1#1. Du aber, Menschensohn, nimm dir eine Tonplatte und lege sie vor dich und zeichne darauf eine Stadt - Jeruschalaim.
20599#Hesekiel,4,2#2. Dann lege Belagerung an sie, baue Türme wider sie und schütte einen Wall auf gegen sie; setze Heerlager an wider sie und stelle Sturmböcke auf gegen sie ringsum.
20600#Hesekiel,4,3#3. Und nimm du dir eine eiserne Pfanne und stelle sie als eiserne Wand zwischen dich und die Stadt und richte dein Antlitz gegen sie, daß sie in Belagerung sei, und du sie belagerst: Ein Wunderzeichen sei dies für das Haus Jisraël.
20601#Hesekiel,4,4#4. Und du, lege dich auf deine linke Seite und tu darauf die Schuld des Hauses Jisraël; die Zahl der Tage, da du auf ihr liegst, sollst du ihre Schuld tragen.
20602#Hesekiel,4,5#5. Ich aber setze dir die Jahre ihrer Schuld an als die Zahl von Tagen: Dreihundertneunzig Tage. So sollst du die Schuld des Hauses Jisraël tragen.
20603#Hesekiel,4,6#6. Und hast du diese erfüllt, so lege dich, zum zweiten Mal, auf deine rechte Seite und trage die Schuld des Hauses Jehuda: Vierzig Tage - den Tag fürs Jahr, den Tag fürs Jahr hab ich sie dir gesetzt.
20604#Hesekiel,4,7#7. Und aufs belagerte Jeruschalaim richte dein Antlitz, deinen Arm entblößt, und weissage dawider.
20605#Hesekiel,4,8#8. Und sieh, ich lege dir Stricke an, daß du dich nicht von einer Seite zur andern wendest, bis du die Tage deiner Belagerung erfüllt hast.
20606#Hesekiel,4,9#9. Und du, nimm dir Weizen und Gerste, Viehbohnen, Linsen, Hirse und Emmer und tu sie in ein Gefäß, und bereite sie dir zu Brot: Durch die Zahl der Tage, da du auf deiner Seite liegst, dreihundertneunzig Tage sollst du davon essen.
20607#Hesekiel,4,10#10. Dein Essen aber, das du ißt, sei abgewogen, zwanzig Schekel den Tag, von Zeit zu Wiederzeit sollst du davon essen.
20608#Hesekiel,4,11#11. Auch Wasser sollst du zugemessen trinken, ein Sechstel Hin, von Zeit zu Wiederzeit sollst du es trinken.
20609#Hesekiel,4,12#12. Und als Gerstengebäck sollst du es essen; das aber sollst du auf Ballen von Menschenkot backen vor ihren Augen.'
20610#Hesekiel,4,13#13. Und der Ewige sprach: ,So werden die Kinder Jisraël ihr Brot unrein essen unter den Völkern, dahin ich sie verstoße.'
20611#Hesekiel,4,14#14. Und ich sprach: ,Ach, Gott, Herr, sieh, meine Seele ist nicht verunreinigt, und Gefallenes und Zerrissenes habe ich nicht gegessen von Jugend an bis nun, und nicht kam verstunken Fleisch in meinen Mund.'
20612#Hesekiel,4,15#15. Da sprach er zu mir: ,Sieh, ich gebe dir Rinderfladen statt des Menschenkots, daß du dein Brot darauf bereitest.'
20613#Hesekiel,4,16#16. Und er sprach zu mir: ,Menschensohn! Sieh, ich zerbreche den Stab des Brotes in Jeruschalaim, daß Brot sie essen abgewogen und in Angst, und Wasser trinken zugemessen und in Entsetzen,
20614#Hesekiel,4,17#17. daß sie des Brotes mangeln und des Wassers, und sie sich entsetzen einer mit dem andern und modern durch ihre Schuld.
20615#Hesekiel,5,1#1. Du aber, Menschensohn, nimm dir ein scharfes Schwert, der Bartscherer Messer, das nimm dir und führ es dir über Haupt und Kinn, dann nimm dir eine Schwerewage und teile es ein:
20616#Hesekiel,5,2#2. Gedrittelt. Am Herd sollst du (Feuer) entzünden innerhalb der Stadt, wenn die Tage der Belagerung voll sind. Und nimm ein Drittel davon und zerhau es mit dem Schwert rings darum, und ein Drittel verstreu in den Wind - und das Schwert will ich zücken hinter ihnen -.
20617#Hesekiel,5,3#3. Und nimm von da ein wenig, abgezählt, und wickle es in deine Kleiderzipfel.
20618#Hesekiel,5,4#4. Und nimm von jenen noch, und wirfs ins Feuer hinein und verbrenne es im Feuer; davon geht Feuer aus zum ganzen Haus Jisraël.
20619#Hesekiel,5,5#5. So spricht Gott, der Herr: Dies gilt Jeruschalaim. Mitten unter die Völker hab ich es gesetzt und Länder rings darum.
20620#Hesekiel,5,6#6. Doch es trotzte meinen Rechten, frevelhafter als die Völker, und meinen Satzungen, mehr als die Länder rings darum, denn meine Rechte haben sie verworfen, und in meinen Satzungen sind sie nicht gewandelt.
20621#Hesekiel,5,7#7. Darum spricht so Gott, der Herr: Weil ihr getobt mehr als die Völker rings um euch, in meinen Satzungen ihr nicht gewandelt und meine Rechte ihr nicht getan, und (selbst) nach den Rechten der Völker rings um euch nicht getan -
20622#Hesekiel,5,8#8. darum spricht Gott, der Herr: Sieh, nun will auch ich wider dich und will in deiner Mitte Strafgericht üben vor den Augen der Völker
20623#Hesekiel,5,9#9. und will an dir tun, was ich nie getan und desgleichen ich nie mehr tun werde, ob all deiner Greuel.
20624#Hesekiel,5,10#10. Darum sollen Väter die Kinder essen in deiner Mitte, und Kinder sollen ihre Väter essen, und ich will Strafgericht an dir üben und alles, was übrig von dir, in alle Winde zersprengen.
20625#Hesekiel,5,11#11. Darum: Ich lebe! ist Gottes Spruch, des Herrn: Ob nicht, weil du mein Heiligtum geschändet mit all deinen Scheusalen und all deinen Greueln, nun auch ich (dich) kahlraufe, ohne daß mein Aug sich härmt und ich mich erbarme.
20626#Hesekiel,5,12#12. Ein Drittel von dir stirbt an der Pest und schwindet durch Hunger in deiner Mitte, ein Drittel fällt durchs Schwert rings um dich, und ein Drittel zersprenge ich in alle Winde und zücke das Schwert hinter ihnen drein.
20627#Hesekiel,5,13#13. So erschöpft sich mein Zorn, und ich stille meinen Grimm an ihnen und getröste mich, damit man erkenne, daß ich, der Ewige, geredet in meinem Eifer, wenn ich meinen Grimm an ihnen erschöpfe.
20628#Hesekiel,5,14#14. Und ich mache dich zum Schauder und zum Schimpf unter den Völkern rings um dich vor den Augen jedes, der vorbeikommt.
20629#Hesekiel,5,15#15. Und es sei Schimpf und Hohn, Warnung und Entsetzen für die Völker rings um dich, wenn ich Strafgerichte übe an dir in Zorn und in Grimm, in grimmer Züchtigung - ich, der Ewige, habe gesprochen.
20630#Hesekiel,5,16#16. Wenn ich des Hungers schlimme Pfeile unter sie entsende, die zum Verderben sind, die ich entsende euch zu verderben, und ich den Hunger heimbringe auf euch, und ich euch des Brotes Stab zerbreche
20631#Hesekiel,5,17#17. und entsende wider euch Hunger und böses Getier, daß sie dir die Kinder würgen, und Pest und Blut in dir umherzieht, und ich das Schwert kommen lasse über dich - ich, der Ewige, habe gesprochen.'
20632#Hesekiel,6,1#1. Und es erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
20633#Hesekiel,6,2#2. ,Menschensohn! Richte dein Angesicht auf die Berge Jisraëls und weissage gegen sie
20634#Hesekiel,6,3#3. und sprich: Ihr Berge Jisraëls, hört das Wort Gottes, des Herrn. So spricht Gott, der Herr, zu den Bergen und den Höhen, den Schluchten und den Tälern: Sieh, ich bringe über euch das Schwert und vernichte eure Kultkammern.
20635#Hesekiel,6,4#4. Und verödet werden eure Altäre und zertrümmert eure Sonnensäulen, und ich lasse eure Erschlagenen hinstürzen vor euren Götzen
20636#Hesekiel,6,5#5. und lege die Leichname der Kinder Jisraël vor ihre Götzen und streue euer Gebein rings um eure Altäre.
20637#Hesekiel,6,6#6. In allen euren Wohnsitzen werden die Städte verwüstet und die Kultkammern verödet sein, auf daß verwüstet und verödet seien eure Altäre, zertrümmert und abgetan eure Götzen, gefällt eure Sonnensäulen und getilgt eure Machwerke.
20638#Hesekiel,6,7#7. Und es fallen Erschlagene in eurer Mitte, damit ihr erkennt, daß ich der Ewige bin.
20639#Hesekiel,6,8#8. Und lasse ich übrig, wenn euch dann Schwertentronnene bleiben unter den Völkern, da ihr zerstreut seid in den Ländern,
20640#Hesekiel,6,9#9. so sollen eure Entronnenen meiner gedenken unter den Völkern, daselbst sie gefangen sind, da ich mir ihr buhlerisch Herz gebrochen, das von mir gegangen, und ihre Augen, die ihren Götzen nachbuhlten. Und sie werden sich vor sich selber ekeln ob des Bösen, das sie geübt in allen ihren Greueln.
20641#Hesekiel,6,10#10. Und sie werden erkennen, daß ich, der Ewige, nicht leerhin geredet, ihnen dies Böse zu tun.
20642#Hesekiel,6,11#11. So spricht Gott, der Herr: Schlag mit der Hand und tu Flicken an deinen Fuß und sprich: Weh ob all der argen Greuel des Hauses Jisraël, darob sie fallen durch Schwert und Hunger und Pest.
20643#Hesekiel,6,12#12. Wer fern ist, stirbt durch die Pest, wer nah, fällt durch das Schwert, wer aber bleibt und bewahrt wird, stirbt durch Hunger: So erschöpfe ich meinen Grimm an ihnen.
20644#Hesekiel,6,13#13. Und ihr sollt erkennen, daß ich der Ewige bin, wenn ihre Erschlagenen inmitten ihrer Götzen liegen rings um ihre Altäre, an jeglicher hohen Höhe, auf allen Bergesspitzen, unter jedem grünen Baum und jeglicher belaubten Terebinthe, den Stätten, da sie Duft der Befriedigung gespendet allen ihren Götzen.
20645#Hesekiel,6,14#14. Und ich strecke meine Hand aus wider sie und mache das Land zu öder Wüste, von der Steppe nach Dibla, in allen ihren Wohnsitzen, damit man erkennt, daß ich der Ewige bin.'
20646#Hesekiel,7,1#1. Und es erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
20647#Hesekiel,7,2#2. ,Du aber, Menschensohn, so spricht Gott, der Herr, zu Jisraëls Boden: Zuende! Es kommt das Ende über die vier Ecken des Landes.
20648#Hesekiel,7,3#3. Jetzt ist das Ende da für dich, ich lasse meinen Zorn los wider dich und richte dich nach deinem Wandel und bringe über dich all deine Greueltaten.
20649#Hesekiel,7,4#4. Und nimmer härmt mein Aug sich dein, hab kein Erbarmen, nein, bringe deinen Wandel über dich, und deine Greueltaten sind in deiner Mitte, daß ihr erkennt, daß ich der Ewige.
20650#Hesekiel,7,5#5. So spricht Gott, der Herr: Unheil, vereinigt Unheil, sieh, es bricht herein.
20651#Hesekiel,7,6#6. Ein Ende kommt, es kommt das Ende, regt sich auf dich zu, sieh an, da kommts.
20652#Hesekiel,7,7#7. Es kam die Dämmrung an dich, des Landes Bewohner, es kommt die Zeit, es naht der Tag, Tumult und nicht der Berge Ruf.
20653#Hesekiel,7,8#8. Jetzt, bald, ergieß ich meinen Grimm auf dich, erschöpfe meinen Zorn an dir und richte dich nach deinem Wandel und bringe über dich all deine Greueltaten.
20654#Hesekiel,7,9#9. Und nimmer härmt mein Aug sich, hab kein Erbarmen, nach deinem Wandel bring ichs über dich, und deine Greueltaten sind in deiner Mitte, daß ihr erkennt, daß ich, der Ewige, es bin, der schlägt.
20655#Hesekiel,7,10#10. Sieh, da ist der Tag, sieh, es kommt, hervortritt die Dämmrung, es sproßt der Stab - es blüht der Frevel.
20656#Hesekiel,7,11#11. Der Raub erwächst zum Stab des Frevels, nichts bleibt von ihnen, von ihrer Menge und ihrem Gepränge, und keine Klage ist um sie.
20657#Hesekiel,7,12#12. Es kommt die Zeit, genaht hat sich der Tag; nicht freue sich der Käufer, und der Verkäufer gräme sich nimmer; denn Zornglut kommt über all ihre Menge -
20658#Hesekiel,7,13#13. daß der Verkäufer zu dem von ihm Verkauften nicht wieder gelangt, blieben sie auch noch am Leben; denn ein Gesicht ergeht gegen alle ihre Menge; kehrt keiner wieder, wo jedes Mannes Leben mit seiner Schuld behaftet ist; sie bleiben nicht fest.
20659#Hesekiel,7,14#14. Man stößt ins Horn und rüstet alles, doch keiner zieht zum Kampf; denn meine Zornglut kommt über all ihre Menge.
20660#Hesekiel,7,15#15. Schwert draußen, Pest und Hunger drinnen; was auf dem Feld, stirbt durch das Schwert, was in der Stadt, frißt Hunger und Pest.
20661#Hesekiel,7,16#16. Und entrinnen welche von ihnen, sind sie auf den Bergen wie Tauben der Klüfte, die alle gurren, jeder ob seiner Schuld.
20662#Hesekiel,7,17#17. Alle Hände erschlaffen, und alle Knie rinnen Wassers.
20663#Hesekiel,7,18#18. Und sie gürten Sackzeug, es hüllt sie Entsetzen, auf jeglichem Antlitz Beschämung, auf allen ihren Häuptern Kahlschur.
20664#Hesekiel,7,19#19. Ihr Silber werfen sie hin auf den Gassen, ihr Gold wird Unreinheit werden; ihr Silber und Gold kann sie nicht retten am Zornestag des Ewigen. Ihre Gier werden sie nicht sättigen und ihren Leib nicht füllen; denn es ward der Anstoß zu ihrer Schuld.
20665#Hesekiel,7,20#20. Und den Schmuck ihrer Lust, den er zum Stolz bereitet, draus haben sie dann Greuelbilder ihrer Scheusale gefertigt; darum mach ichs ihnen zu Unreinheit.
20666#Hesekiel,7,21#21. Und ich gebe es in die Hand von Fremden zur Beute und den Bösewichtern der Erde zum Raub, daß sie es schänden.
20667#Hesekiel,7,22#22. Und ich wende mein Antlitz von ihnen ab, daß man mein Geheimstes schände, Räuber darin eindringen und es schänden.
20668#Hesekiel,7,23#23. Bereite die Ketten, denn das Land ist voll von Blutgericht, und die Stadt voll von Raub.
20669#Hesekiel,7,24#24. Da lasse ich herbeikommen die Ärgsten der Völker, daß sie ihre Häuser einnehmen, und ich beseitige der Starken Stolz, daß sie beerben jene, die das heilig hielten.
20670#Hesekiel,7,25#25. Angst kommt. Sie suchen Sicherheit, doch keine gibts.
20671#Hesekiel,7,26#26. Weh kommt auf Weh, wird Schreckenskunde über Kunde, sie suchen da Gesichte vom Begeisteten, doch Weisung schwindet vom Priester und Rat von den Alten.
20672#Hesekiel,7,27#27. Der König trauert, der Fürst legt an Entsetzen, und des Landvolks Hände lahmen. - Nach ihrem Wandel tu ichs ihnen, und nach ihren Rechten richt ich sie, damit man erkennt, daß ich der Ewige bin.'
20673#Hesekiel,8,1#1. Und es war im sechsten Jahr, im sechsten Monat, am Fünften drin, ich saß in meinem Haus, und die Ältesten Jehudas saßen vor mir, da fiel dort auf mich die Hand Gottes, des Herrn.
20674#Hesekiel,8,2#2. Und ich schaute, und sieh, eine Gestalt, wie Feuer anzusehn; von der Erscheinung seiner Hüften abwärts: Feuer, und von seinen Hüften aufwärts sah es wie Lichtglanz aus, gleich dem Anblick von Eiskristall.
20675#Hesekiel,8,3#3. Und er streckte die Form einer Hand vor und faßte mich beim Schopfhaar meines Hauptes; da hob mich ein Geist zwischen Erde und Himmel und brachte mich nach Jeruschalaim in Gottes Gesicht, an den Eingang des innern Tores, das sich nach Norden kehrt, wo der Sitz des lösungwirkenden Loskäuferbildes war.
20676#Hesekiel,8,4#4. Und sieh, dort war die Herrlichkeit des Gottes Jisraëls, gleich der Erscheinung, die ich in der Ebene geschaut.
20677#Hesekiel,8,5#5. Und er sprach zu mir: ,Menschensohn! Hebe doch deine Augen in der Richtung nach Norden.' Da hob ich meine Augen in der Richtung nach Norden, und sieh, an der Nordseite des Altars war dieses Loskäuferbild am Eingang.
20678#Hesekiel,8,6#6. Und er sprach zu mir: ,Menschensohn! Siehst du, was jene treiben? Große Greueltaten, die das Haus Jisraël hier treibt, daß ich mich fernhalte von meinem Heiligtum! Aber noch mehr große Greuel sollst du schauen.'
20679#Hesekiel,8,7#7. Und er brachte mich an den Eingang des Hofes, und ich sah: Sieh, da war ein Loch in der Wand.
20680#Hesekiel,8,8#8. Und er sprach zu mir: ,Menschensohn! Durchbrich doch die Wand!' Und als ich die Wand durchbrach, war da ein Einlaß.
20681#Hesekiel,8,9#9. Und er sprach zu mir: ,Geh hinein und sieh die argen Greuel, die sie hier treiben.'
20682#Hesekiel,8,10#10. Da ging ich hinein und sah, da war allerlei Form von widerlichem Gewürm und Getier, und all die Götzen des Hauses Jisraël, eingezeichnet an den Wänden ringsherum.
20683#Hesekiel,8,11#11. Siebzig Männer aber von den Ältesten des Hauses Jisraël - und Jaasanjahu, der Sohn Schafans, unter ihnen stehend - standen vor ihnen, jeder mit seinem Räuchergefäß in der Hand, und der Nebel der Weihrauchwolke stieg empor.
20684#Hesekiel,8,12#12. Und er sprach zu mir: ,Hast du gesehen, Menschensohn, was die Ältesten des Hauses Jisraël im Dunkel trieben, jeder in seinen Bilderkammern? Denn sie sagen: Der Ewige sieht uns nicht, verlassen hat der Ewige das Land.'
20685#Hesekiel,8,13#13. Und er sprach zu mir: ,Noch mehr große Greuel, die sie treiben, sollst du schauen.'
20686#Hesekiel,8,14#14. Und er brachte mich an den Toreingang zum Haus des Ewigen, der an der Nordseite liegt, und sieh, da saßen die Frauen, den Tammus beweinend.
20687#Hesekiel,8,15#15. Und er sprach zu mir: ,Hast du's gesehen, Menschensohn? Noch mehr Greuel, größer als diese, sollst du schauen.
20688#Hesekiel,8,16#16. Und er brachte mich in den innern Hof des Hauses des Ewigen, und sieh, am Eingang zum Tempel des Ewigen zwischen Halle und Altar waren an die fünfundzwanzig Mann, ihr Rücken gegen den Tempel des Ewigen und ihr Antlitz gegen Osten. Und sie warfen sich gegen Osten hin vor der Sonne nieder.
20689#Hesekiel,8,17#17. Da sprach er zu mir: ,Hast du's gesehen, Menschensohn! Ists dem Haus Jehuda zu gering, die Greuel zu üben, die sie hier verübt, daß sie das Land angefüllt mit Raub und mich wieder kränken und sie sich die Ranke zum Gesicht führen.
20690#Hesekiel,8,18#18. So will auch ich im Grimm handeln; nicht soll mein Aug sich härmen, sich nimmer erbarmen; und schreien sie mit lauter Stimme mir in die Ohren, ich hör sie nicht.'
20691#Hesekiel,9,1#1. Und er rief mit gewaltiger Stimme vor meinen Ohren und sprach: ,Es nahen sich die Heimsuchungen der Stadt, jedermann die Verderberwaffe in der Hand.'
20692#Hesekiel,9,2#2. Und sieh, sechs Männer kamen aus der Richtung des obern Tores, das gegen Norden gekehrt ist, ein jeder die Zerstörungswaffe in der Hand, und ein Mann war unter ihnen, in Linnen gekleidet, mit des Schreibers Gurt an seinen Lenden; die kamen und traten neben den ehernen Altar.
20693#Hesekiel,9,3#3. Aber die Herrlichkeit des Gottes Jisraëls hob sich von dem Kerub, auf dem sie gewesen, zur Schwelle des Hauses. Und er rief dem in Linnen gekleideten Mann zu, an dessen Lenden der Schreibergurt war,
20694#Hesekiel,9,4#4. und der Ewige sprach zu ihm: ,Zieh durch die Stadt, durch Jeruschalaim, und schreibe Schrift auf die Stirn der Männer, die da seufzen und ächzen über all die Greueltaten, die in ihrer Mitte geschehen.'
20695#Hesekiel,9,5#5. Zu jenen aber sprach er vor meinen Ohren: ,Zieht durch die Stadt ihm nach und schlagt nieder! Nicht härme sich euer Aug, und erbarmt euch nicht!
20696#Hesekiel,9,6#6. Greis, Jüngling und Jungfrau, Kleinkinder und Frauen erschlagt zur Vernichtung, doch jeglichem Mann, an dem die Schrift ist, tretet nicht nahe. An meinem Heiligtum aber beginnt!' Und sie begannen bei den Ältesten, die vor dem Haus waren.
20697#Hesekiel,9,7#7. Und er sprach zu ihnen: ,Macht das Haus unrein und füllt die Höfe mit Erschlagenen; zieht aus!' Und sie zogen aus und schlugen nieder in der Stadt.
20698#Hesekiel,9,8#8. Und es war, wie sie so dreinschlugen, ich aber war übriggeblieben, da stürzte ich auf mein Antlitz, schrie und rief: ,Ach, Gott, Herr, willst du Jisraëls ganzen Rest verderben, da du deinen Grimm ausgießt über Jeruschalaim?'
20699#Hesekiel,9,9#9. Und er sprach zu mir: ,Die Schuld des Hauses Jisraël und Jehuda ist gar gewaltig groß, und voll ist das Land von Blut, und die Stadt erfüllt von Rechtsbeugung; denn sie sagen: Verlassen hat der Ewige das Land, und der Ewige sieht es nicht.
20700#Hesekiel,9,10#10. So soll auch mein Aug sich nicht härmen, sich nicht erbarmen; ihren Wandel bring ich ihnen auf das Haupt.'
20701#Hesekiel,9,11#11. Und sieh, der in Linnen gekleidete Mann, an dessen Lenden der Gurt war, brachte Botschaft zurück und sprach: ,Getan hab ich, wie du mir befohlen.'
20702#Hesekiel,10,1#1. Und ich schaute, und sieh, an der Decke über dem Haupt der Kerubim war etwas wie Saphirstein, anzusehn wie die Gestalt eines Thrones, sichtbar über ihnen.
20703#Hesekiel,10,2#2. Und er sprach zu dem in Linnen gekleideten Mann und sagte: ,Tritt zwischen das Rollwerk unterhalb des Kerubs und fülle deine Hände mit Feuerkohlen zwischen den Kerubim hervor und streue sie über die Stadt!' Und er trat hinein vor meinen Augen.
20704#Hesekiel,10,3#3. Die Kerubim aber standen rechts vom Haus, als er, der Mann, eintrat, und die Wolke erfüllte den innern Hof.
20705#Hesekiel,10,4#4. Da stieg die Herrlichkeit des Ewigen auf von dem Kerub an die Schwelle des Hauses, und es füllte sich das Haus mit der Wolke, und der Hof ward voll vom Glanz der Herrlichkeit des Ewigen.
20706#Hesekiel,10,5#5. Und das Rauschen der Kerubimflügel war bis zum äußeren Hof zu hören, wie die Stimme des gewaltigen Gottes, da er redete.
20707#Hesekiel,10,6#6. Es war aber, als er dem in Linnen gekleideten Mann befahl und sagte: ,Nimm Feuer zwischen dem Rollwerk hervor, zwischen den Kerubim', da trat er hinein und stand neben dem Rad.
20708#Hesekiel,10,7#7. Da streckte der Kerub seine Hand zwischen die Kerubim aus nach dem Feuer, das zwischen den Kerubim war, und nahm davon auf und gab es in die Hände des Linnengekleideten; der nahm es und schritt hinaus.
20709#Hesekiel,10,8#8. Da ward an den Kerubim die Form einer Menschenhand sichtbar unter ihren Flügeln.
20710#Hesekiel,10,9#9. Und ich schaute, und sieh, da waren vier Räder neben den Kerubim, ein Rad neben einem Kerub, je ein Rad neben einem Kerub, das Aussehn der Räder aber war wie der Anblick von Chrysolith.
20711#Hesekiel,10,10#10. Und ihr Aussehn: Einerlei Gestalt hatten die vier, wie wenn ein Rad in dem andern wäre.
20712#Hesekiel,10,11#11. Wenn sie gingen, so gingen sie nach ihren vier Seiten, nicht wandten sie sich beim Gehen, vielmehr nach dem Ort, zu dem das Haupt sich wendete, folgten sie ihm nach, wandten sich nicht beim Gehen.
20713#Hesekiel,10,12#12. All ihr Leib aber, ihr Rücken, ihre Hände und ihre Flügel, auch die Räder, waren voller Augen ringsum, bei ihren vier Rädern.
20714#Hesekiel,10,13#13. Die Räder, die waren vor meinen Ohren Rollwerk-1- genannt worden. -1) -+galgal-.++
20715#Hesekiel,10,14#14. Und vier Gesichter hatte jedes; das Gesicht des einen war das eines Kerubs-1-, das des zweiten das Gesicht eines Menschen, das dritte ein Löwengesicht und das vierte ein Adlergesicht. -1) Großstiers.++
20716#Hesekiel,10,15#15. Und es erhoben sich die Kerubim; es war jenes Tierwesen, das ich am Fluß Kebar geschaut.
20717#Hesekiel,10,16#16. Und gingen die Kerubim, so gingen die Räder neben ihnen, und hoben die Kerubim ihre Flügel, um von der Erde aufzusteigen, so wandten sich auch die Räder nicht von ihrer Seite.
20718#Hesekiel,10,17#17. Blieben jene stehen, so standen auch sie, und stiegen jene auf, so stiegen sie mit ihnen, denn der Wille des Tierwesens war in ihnen.
20719#Hesekiel,10,18#18. Da zog die Herrlichkeit des Ewigen aus von der Schwelle des Hauses und stellte sich auf die Kerubim.
20720#Hesekiel,10,19#19. Und die Kerubim hoben ihre Flügel und stiegen vom Boden empor vor meinen Augen, da sie abzogen, und die Räder mit ihnen. Und es hielt am Eingang des östlichen Tores am Haus des Ewigen, und die Herrlichkeit des Gottes Jisraëls war oben über ihnen.
20721#Hesekiel,10,20#20. Das war das Tierwesen, das ich unter dem Gott Jisraëls am Fluß Kebar geschaut; und ich erkannte, daß es Kerubim waren.
20722#Hesekiel,10,21#21. Je vier Gesichter hatte jedes, und vier Flügel hatte jedes, und eine Gestaltung von Menschenhänden war unter ihren Flügeln.
20723#Hesekiel,10,22#22. Und die Gestaltung ihrer Gesichter war die der Gesichter, die ich am Fluß Kebar geschaut, ihr Aussehn und sie selbst; jedes nach der Seite seines Gesichtes gingen sie.
20724#Hesekiel,11,1#1. Und es trug mich ein Geist empor und brachte mich zum östlichen, nach Osten gekehrten Tor am Haus des Ewigen, und sieh, am Toreingang waren fünfundzwanzig Männer, und ich sah unter ihnen Jaasanja, den Sohn Asurs, und Pelatjahu, den Sohn Benajahus, Oberste des Volkes.
20725#Hesekiel,11,2#2. Und er sprach zu mir: ,Menschensohn! Das sind die Männer, die Untat sinnen und argen Rat planen in dieser Stadt,
20726#Hesekiel,11,3#3. die da sprechen: Nein, bald gilts, Häuser bauen! Sie ist der Topf und wir das Fleisch.
20727#Hesekiel,11,4#4. Darum weissage über sie, weissage, Menschensohn!'
20728#Hesekiel,11,5#5. Da fiel über mich des Ewigen Geist, und er sprach zu mir: ,Sprich: So spricht der Ewige: So sprecht ihr, Haus Jisraël, und was aufsteigt in euern Sinn, ich kenne es.
20729#Hesekiel,11,6#6. Gehäuft habt ihr eure Erschlagenen in dieser Stadt, habt angefüllt ihre Gassen mit Erschlagenen.
20730#Hesekiel,11,7#7. Darum spricht so Gott, der Herr: Eure Erschlagenen, die ihr darin gemacht, die sind das Fleisch, und sie ist der Topf. Euch aber führt man fort aus ihr.
20731#Hesekiel,11,8#8. Schwert fürchtet ihr, und Schwert bringe ich über euch, ist Gottes Spruch, des Herrn.
20732#Hesekiel,11,9#9. Und ich führe euch fort aus ihr und gebe euch in die Hand von Fremden und übe an euch Strafgerichte.
20733#Hesekiel,11,10#10. Durchs Schwert sollt ihr fallen, an Jisraëls Grenze richte ich euch, damit ihr erkennt, daß ich der Ewige bin.
20734#Hesekiel,11,11#11. Sie soll euch nicht Topf und ihr darin das Fleisch sein, an Jisraëls Grenze will ich euch richten.
20735#Hesekiel,11,12#12. Dann erkennt ihr, daß ich der Ewige bin, in dessen Satzungen ihr nicht gewandelt und dessen Rechtsvorschriften ihr nicht geübt, da ihr nach der Weise der Völker rings um euch getan.'
20736#Hesekiel,11,13#13. Es war aber, als ich weissagte, da starb Pelatjahu, der Sohn Benajas, und ich stürzte auf mein Antlitz, schrie auf mit lauter Stimme und rief: ,Weh, Herr, o Gott, du machst ja garaus dem Rest Jisraëls!'
20737#Hesekiel,11,14#14. Und es erging des Ewigen Wort an mich, besagend:
20738#Hesekiel,11,15#15. ,Menschensohn! Deine Brüder, deine Brüder, die Männer deiner Verwandtschaft und das ganze Haus Jisraël allsamt (sinds), zu denen die Bewohner Jeruschalaims sprechen: Bleibt fern vom Ewigen, uns ist das Land zum Erbbesitz gegeben.
20739#Hesekiel,11,16#16. Darum sprich: So spricht Gott, der Herr: Ob ich sie unter die Völker fortgetan und in die Länder zersprengt habe und ihnen nur ,geringes Weihtum' gewesen in den Ländern, dahin sie gekommen . . .
20740#Hesekiel,11,17#17. darum sprich: So spricht Gott, der Herr: Ich sammle euch von den Völkern und bringe euch ein aus den Ländern, in die ihr versprengt seid, und gebe euch Jisraëls Boden.
20741#Hesekiel,11,18#18. Und sie werden dahin kommen und all seine Scheusale und Greuel aus ihm fortschaffen.
20742#Hesekiel,11,19#19. Und ich gebe ihnen ein (anderes) Herz und lege neuen Geist in euer Inneres, ich entferne das steinerne Herz aus ihrem Leib und gebe ihnen ein Herz von Fleisch,
20743#Hesekiel,11,20#20. auf daß sie in meinen Satzungen wandeln, meine Rechtsvorschriften wahren und sie üben. Und sie sollen mir Volk, ich ihnen Gott sein.
20744#Hesekiel,11,21#21. Wandelt aber dem Sinn ihrer Scheusale und Greuel ihr Herz nach, so bringe ich ihren Wandel auf ihr Haupt, ist der Spruch Gottes, des Herrn.'
20745#Hesekiel,11,22#22. Da hoben die Kerubim ihre Flügel, mit den Rädern, mit ihnen zugleich, und die Herrlichkeit des Gottes Jisraëls über ihnen drüber.
20746#Hesekiel,11,23#23. Da stieg die Herrlichkeit des Ewigen aus der Mitte der Stadt empor und hielt auf dem Berg im Osten der Stadt.
20747#Hesekiel,11,24#24. Und ein Geist trug mich empor und brachte mich ins Kasdäerland zu den Deportierten, im Gesicht, im Geist Gottes. Dann hob sich von mir die Erscheinung, die ich gesehen.
20748#Hesekiel,11,25#25. Ich aber redete zu den Deportierten all die Worte des Ewigen, die er mich hatte schauen lassen.
20749#Hesekiel,12,1#1. Und es erging an mich das Wort des Ewigen, besagend:
20750#Hesekiel,12,2#2. ,Menschensohn! Im Trutzhaus weilst du, derer, die Augen haben zu sehen, aber nicht sahen, Ohren haben zu hören, aber nicht hörten, weil sie das Trutzhaus sind.
20751#Hesekiel,12,3#3. Du aber, Menschensohn, bereite dir Geräte der Wanderung - auf daß du fortwanderst - bei Tag vor ihren Augen und wandre fort von deinem Ort an einen andern vor ihren Augen; vielleicht sehen sie's, denn Trutzhaus sind sie.
20752#Hesekiel,12,4#4. Und bringe deine Gerätschaften, gleich Gerät zur Wanderung, am Tag hinaus vor ihren Augen, du aber sollst am Abend ausziehn vor ihren Augen, wie man zur Auswanderung auszieht.
20753#Hesekiel,12,5#5. Vor ihren Augen brich dir durch die Wand und schaffs dadurch hinaus.
20754#Hesekiel,12,6#6. Vor ihren Augen hebs auf die Schulter, im Dunkeln schaffs hinaus, dein Antlitz verhülle, daß du das Land nicht siehst, denn als Wahrbeweis hab ich dich bestellt für das Haus Jisraël.'
20755#Hesekiel,12,7#7. Da tat ich so, wie mir befohlen, schaffte meine Gerätschaften, gleich Gerät zur Wanderung, am Tag heraus, und am Abend brach ich mir durch die Mauer mit der Hand, im Dunkeln schaffte ichs hinaus, trugs auf der Schulter vor ihren Augen.
20756#Hesekiel,12,8#8. Es erging aber das Wort des Ewigen an mich am Morgen, besagend:
20757#Hesekiel,12,9#9. ,Menschensohn! Spricht nicht zu dir das Haus Jisraël, das Trutzhaus: Was tust du da?
20758#Hesekiel,12,10#10. Sprich zu ihnen: So spricht Gott, der Herr, dem Fürsten gilt dieser Spruch über Jeruschalaim und das ganze Haus Jisraël, in deren Mitte sie weilen.
20759#Hesekiel,12,11#11. Sprich: Ich bin euer Wahrbeweis. Wie ich getan, so soll ihnen geschehen; in die Deportation, in die Gefangenschaft sollen sie gehen.
20760#Hesekiel,12,12#12. Der Fürst aber, der in ihrer Mitte ist, solls im Dunkeln auf die Schulter laden und ausziehn, durch die Wand sollen sie brechen, um es hindurchzutragen. Sein Antlitz wird er verhüllen, auf daß er nicht mit Augen das Land sehe.
20761#Hesekiel,12,13#13. Und ich breite mein Netz über ihn, daß er sich fange in meinem Fanggarn, und ich bringe ihn nach Babel ins Kasdäerland, aber dies soll er nicht sehen, und dort soll er sterben.
20762#Hesekiel,12,14#14. Und alles, was ihn umgibt, seine Hilfsmacht und all seine Heeresflügel zerstreue ich in alle Winde und zücke das Schwert hinter ihnen drein.
20763#Hesekiel,12,15#15. Da erkennt man, daß ich der Ewige bin, wenn ich sie zersprenge unter die Völker und sie verstreue in die Länder.
20764#Hesekiel,12,16#16. Und übrig lasse ich von ihnen gezählte Leute, vom Schwert, vom Hunger und der Pest, damit sie all ihre Greueltaten erzählen bei den Völkern, wohin sie kommen, und man erkennt, daß ich der Ewige bin.'
20765#Hesekiel,12,17#17. Und es erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
20766#Hesekiel,12,18#18. ,Menschensohn! Dein Brot iß in Zucken und dein Wasser, in Zittern und Angst trink es.
20767#Hesekiel,12,19#19. Und sprich zu dem Volk des Landes: So spricht Gott, der Herr, zu den Bewohnern Jeruschalaims auf dem Boden Jisraëls: Ihr Brot werden sie in Angst essen und ihr Wasser in Entsetzen trinken, auf daß ihr Land öde liegt, bar seiner Fülle ob der Gewalttat all derer, die drin wohnen.
20768#Hesekiel,12,20#20. Und die bewohnten Städte sollen verwüstet und das Land eine Öde sein, und ihr sollt erkennen, daß ich der Ewige bin.'
20769#Hesekiel,12,21#21. Und es erging des Ewigen Wort an mich, besagend:
20770#Hesekiel,12,22#22. ,Menschensohn! Was habt ihr da für einen Spruch auf dem Boden Jisraëls, der sagt: Lang dehnen sich die Tage, und dahingeht alle Schau.
20771#Hesekiel,12,23#23. Darum sprich zu ihnen: So spricht Gott, der Herr: Ich tue diesen Spruch ab, daß man ihn nicht mehr umspricht in Jisraël. Vielmehr rede zu ihnen: Bald sind die Tage und die Sache aller Schau.
20772#Hesekiel,12,24#24. Denn nicht mehr gibt es allerlei verlogen Geschau und gleisnerisch Orakel inmitten des Hauses Jisraël.
20773#Hesekiel,12,25#25. Denn ich, der Ewige, rede; wo ich ein Wort rede, wirds vollstreckt. Nicht wirds mehr rückgehalten. Denn in euren Tagen, Trutzhaus, rede ich ein Wort und vollführe es, ist der Spruch Gottes, des Herrn.'
20774#Hesekiel,12,26#26. Und es erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
20775#Hesekiel,12,27#27. ,Menschensohn! Sieh, das Haus Jisraël spricht: Die Schau, die er schaut, geht auf viele Tage, und auf ferne Zeiten weissagt er.
20776#Hesekiel,12,28#Darum sprich zu ihnen: 28. So spricht Gott, der Herr: Nicht soll mehr rückgehalten werden all mein Wort; wo ich ein Wort rede, wird es vollstreckt! Ist der Spruch Gottes, des Herrn.'
20777#Hesekiel,13,1#1. Und es erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
20778#Hesekiel,13,2#2. ,Menschensohn! Weissage über die ,Begeisteten' Jisraëls, die da weissagen, und sprich zu den Begeisteten aus eignem Herzen: Hört des Ewigen Wort!
20779#Hesekiel,13,3#3. So spricht Gott, der Herr: Weh über die schändlichen ,Begeisteten', die ihrem Geist nachgehn und dem, was sie nicht geschaut!
20780#Hesekiel,13,4#4. Wie Füchse in Ruinen waren deine Begeisteten, Jisraël.
20781#Hesekiel,13,5#5. Nicht seid ihr in die Bresche gestiegen und habt eine Mauer aufgeführt um das Haus Jisraël, um einzustehn im Kampf am Tag des Ewigen.
20782#Hesekiel,13,6#6. Geschaut haben sie Trug und Orakel voll Lug, die da sagen: Spruch des Ewigen, wo doch der Ewige sie nicht gesandt, und dann erharren, daß das Wort sich bewähre.
20783#Hesekiel,13,7#7. Habt ihr nicht etwa Schau des Trugs geschaut und Orakel voll Lug gekündet, und ihr sagt: Spruch des Ewigen, wo ich nicht geredet?
20784#Hesekiel,13,8#8. Darum spricht so Gott, der Herr: Weil ihr Trug geredet und Lug geschaut, darum will ich an euch, ist der Spruch Gottes, des Herrn.
20785#Hesekiel,13,9#9. Und meine Hand wird sein an den Begeisteten, die Lug schauen und Trug orakeln, in der Gemeinschaft meines Volkes sollen sie nicht sein und im Verzeichnis des Hauses Jisraël nicht verzeichnet werden und auf den Boden Jisraëls nicht kommen, daß ihr erkennt, daß ich Gott, der Herr, bin.
20786#Hesekiel,13,10#10. Dafür und darum, daß sie mein Volk irregeleitet, sprechend ,Friede', wo doch kein Friede, und baute es eine Wand, sieh, verstrichen sie sie mit Spucke.
20787#Hesekiel,13,11#11. So sprich zu den Spuckestreichern: Einstürzen wird sie. Es kommt flutender Regenguß, und ihr, Hagelsteine, werdet fallen, und ein Sturmwind solls splittern.
20788#Hesekiel,13,12#12. Sieh, ist die Wand gestürzt, wird man zu euch nicht sprechen: Wo ist der Verstrich, den ihr verstrichen?
20789#Hesekiel,13,13#13. Darum spricht so Gott, der Herr: Ich lasse Sturmwind splittern in meinem Grimm, und flutender Regenguß kommt in meinem Zorn, und Hagelsteine im Grimm zum Verderben.
20790#Hesekiel,13,14#14. Und ich reiße nieder die Wand, die ihr mit Spucke verstrichen, und bringe sie zu Boden, daß ihr Grund bloßliegt, sie stürzt, und ihr umkommt dabei, und ihr erkennt, daß ich der Ewige bin.
20791#Hesekiel,13,15#15. Und ich lasse meinen Grimm aus an der Wand und an denen, die sie mit Spucke verstrichen, und sage euch: Hin ist die Wand und hin, die sie verstrichen,
20792#Hesekiel,13,16#16. die Begeisteten Jisraëls, die über Jeruschalaim geweissagt und ihr Friedensschau geschaut, da doch kein Friede! ist der Spruch Gottes, des Herrn.
20793#Hesekiel,13,17#17. Du aber, Menschensohn, richte dein Antlitz auf die Töchter deines Volkes, die da weissagen aus ihrem Herzen, und weissage über sie
20794#Hesekiel,13,18#18. und sprich: So spricht Gott, der Herr: Weh denen, die da Grinddeckchen nähen für alle Achseln der Arme und Schorfe fertigen für Köpfe jeden Wuchses, um Menschenleben zu fangen! Seelen wollt ihr fangen bei meinem Volk und eure Seelen euch am Leben erhalten?
20795#Hesekiel,13,19#19. Ihr schändet mich da bei meinem Volk um ein paar Handvoll Gerste und um Bissen Brotes, um Seelen zu töten, die nicht sterben sollten, und Seelen am Leben zu erhalten, die nicht leben sollten, indem ihr meinem Volk vorlügt, das auf Lügen hört.
20796#Hesekiel,13,20#20. Darum spricht so Gott, der Herr: Ich will an eure Grinddeckchen, mit denen ihr da die Seelen fangt zu wucherndem Geschwür, und ich reiße sie euch ab vom Arm und lasse die Seelen frei, die ihr gefangen, die wuchernden Geschwüren bestimmten Seelen.
20797#Hesekiel,13,21#21. Und ich reiße ab eure Schorfe und rette mein Volk aus eurer Hand, daß jene nicht mehr ein Fanggarn seien in eurer Hand, und ihr sollt erkennen, daß ich der Ewige bin.
20798#Hesekiel,13,22#22. Weil ihr des Rechtlichen Herz durch Lug betrübt habt, wo ich ihn nicht wollte leiden lassen, und des Frevlers Hände festigtet, wo er nicht umkehrt von seinem bösen Weg, ihn am Leben zu erhalten,
20799#Hesekiel,13,23#23. darum sollt ihr Trug nicht mehr schauen und Orakel nicht mehr treiben. Und ich rette mein Volk aus eurer Hand, und ihr sollt erkennen, daß ich der Ewige bin.'
20800#Hesekiel,14,1#1. Und es kamen zu mir Männer von den Ältesten Jisraëls und saßen vor mir.
20801#Hesekiel,14,2#2. Da erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
20802#Hesekiel,14,3#3. ,Menschensohn! Diese Männer haben ihre Götzen sich ans Herz gebracht und ihrer Sünde Anstoß sich vors Antlitz gestellt: Sollt ich mich von ihnen erfragen lassen?
20803#Hesekiel,14,4#4. Darum rede sie an und sprich zu ihnen: So spricht Gott, der Herr: Jeglicher Mann vom Haus Jisraël, der seine Götzen sich ans Herz bringt und seiner Sünde Anstoß sich vors Antlitz stellt und dann zum Gottbegeisteten kommt, dem will ich, der Ewige, Bescheid gewähren, da er kommt mit der Menge seiner Götzen;
20804#Hesekiel,14,5#5. um das Haus Jisraël beim Herzen zu packen, weil sie alle sich von mir abgewandt durch ihre Götzen.
20805#Hesekiel,14,6#6. Darum sprich zum Haus Jisraël: So spricht Gott, der Herr: Kehrt um und kehrt euch ab von euren Götzen, und von allen euren Greueln kehrt ab euer Antlitz.
20806#Hesekiel,14,7#7. Denn jeglicher Mann vom Haus Jisraël und von den Fremdlingen, die unter Jisraël weilen, der sich von mir abkehrt und seine Götzen sich ans Herz bringt, und seiner Sünde Anstoß sich vors Antlitz stellt und dann zum Gottbegeisteten kommt, um für sich bei mir zu fragen, dem werde ich, der Ewige, bei mir Bescheid gewähren.
20807#Hesekiel,14,8#8. Und ich richte mein Antlitz gegen jenen Mann, mach ihn (erstarren) zum Wunderzeichen und zu Gleichnissen und rotte ihn aus aus meines Volkes Mitte, und ihr sollt erkennen, daß ich der Ewige bin.
20808#Hesekiel,14,9#9. Der Gottbegeistete aber, so er sich betören läßt und redet ein Wort - ich, der Ewige, habe jenen Gottbegeisteten betört, und ich strecke meine Hand aus wider ihn und tilge ihn aus der Mitte meines Volkes Jisraël.
20809#Hesekiel,14,10#10. Und sie sollen ihre Schuld tragen, gleich der Schuld des Fragenden sei die Schuld des Gottbegeisteten,
20810#Hesekiel,14,11#11. auf daß das Haus Jisraël nicht mehr von mir wegirre, und sie sich nicht ferner beflecken durch alle ihre Missetaten; und sie sollen mir Volk und ich ihnen Gott sein, ist der Spruch Gottes, des Herrn.'
20811#Hesekiel,14,12#12. Und es erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
20812#Hesekiel,14,13#13. ,Menschensohn! Wenn ein Land wider mich sündigte, indem es Treubruch beginge, und ich streckte meine Hand dawider aus und zerbräche ihm den Stab des Brotes, entsendete Hunger darein und rottete daraus Mensch und Vieh:
20813#Hesekiel,14,14#14. Wären dann diese drei Männer in seiner Mitte, Noah, Danijel und Ijob, so würden die durch ihre Rechtlichkeit ihre Seele retten, ist der Spruch Gottes, des Herrn.
20814#Hesekiel,14,15#15. Wenn ich wildes Getier das Land durchstreifen ließe, und das darin würgte, daß es eine Öde würde, die keiner durchwandert wegen des Getiers:
20815#Hesekiel,14,16#16. Ob jene drei Männer darin - ich lebe! ist der Spruch Gottes, des Herrn - ob Söhne sie, ob Töchter retten sollten! Sie allein würden errettet, und das Land wäre eine Öde.
20816#Hesekiel,14,17#17. Oder, ließe ich Schwert über jenes Land kommen und spräche: Das Schwert fahre durch das Land! und ich rottete daraus Mensch und Vieh,
20817#Hesekiel,14,18#18. und wären jene drei Männer darin - ich lebe! ist der Spruch Gottes, des Herrn: Sie würden Söhne nicht noch Töchter retten, nein, sie allein würden gerettet.
20818#Hesekiel,14,19#19. Oder, ich sendete Pest in jenes Land, schüttete aus meinen Grimm darüber im Blut, um auszurotten von ihm Mensch und Vieh,
20819#Hesekiel,14,20#20. und Noah, Danijel und Ijob wären darin - ich lebe! ist der Spruch Gottes, des Herrn: Ob Sohn, ob Tochter sie retten würden! Sie durch ihre Rechtlichkeit würden ihre Seelen retten.
20820#Hesekiel,14,21#21. Denn so spricht Gott, der Herr: Wie erst, da ich meine vier bösen Strafgerichte, Schwert und Hunger, wildes Getier und Pest auf Jeruschalaim losließ, daraus zu tilgen Mensch und Vieh!
20821#Hesekiel,14,22#22. Und sieh, ist darin doch Entronnenes geblieben, herausgeführte Söhne und Töchter; die ziehen zu euch heraus; ihr aber sollt ihren Weg und Wandel sehen und euch getrösten des Unheils, das ich über Jeruschalaim gebracht, allwas ich darüber gebracht.
20822#Hesekiel,14,23#23. Sie werden euch getrösten, wenn ihr ihren Weg und Wandel seht und erkennt, daß ich nicht grundlos getan, allwas ich darin getan, ist der Spruch Gottes, des Herrn.'
20823#Hesekiel,15,1#1. Und es erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
20824#Hesekiel,15,2#2. ,Menschensohn! / Was würde aus der Rebe Stock von allem Holz / der Ranke, die gewesen / bei des Waldes Bäumen? /
20825#Hesekiel,15,3#3. Nimmt man davon wohl Holz / zur Arbeit es zu nutzen? / Holt man davon den Pflock / dran all Gerät zu hängen? /
20826#Hesekiel,15,4#4. Sieh an, dem Feuer gab man es zur Nahrung; / die beiden Enden hat das Feuer ihm verzehrt / und seine Mitte ist versengt / taugts noch zum Werk? /
20827#Hesekiel,15,5#5. Sieh, da es heil war, taugt' es nicht zum Werk / nun gar, da Feuer dran gezehrt, und es versengt ist / solls noch zum Werke taugen?
20828#Hesekiel,15,6#6. Darum spricht so Gott, der Herr: Wie der Rebe Stock unter des Waldes Holz, den ich dem Feuer zum Fraß gab, so gebe ich hin die Bewohner Jeruschalaims.
20829#Hesekiel,15,7#7. Und ich richte mein Antlitz wider sie: Dem Feuer sind sie entgangen, und das Feuer soll sie verzehren, und ihr sollt erkennen, daß ich der Ewige bin, wenn ich mein Antlitz wider sie richte.
20830#Hesekiel,15,8#8. Und ich mache das Land zur Öde, weil sie Treubruch begangen, ist der Spruch Gottes, des Herrn.'
20831#Hesekiel,16,1#1. Und es erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
20832#Hesekiel,16,2#2. ,Menschensohn! Tu Jeruschalaim seine Greuel kund
20833#Hesekiel,16,3#3. und sprich: So spricht Gott, der Herr, zu Jeruschalaim: Dein Ursprung und deine Abstammung: Vom Land des Kenaanäers; dein Vater war der Emoriter, deine Mutter Hittiterin.
20834#Hesekiel,16,4#4. Und deine Geburt: Am Tag, da du geboren, schnitt man dir nicht die Nabelschnur, badete dich nicht im Wasser rein, rieb dich nicht ab mit Salz und wickelte dich nicht in Windeln.
20835#Hesekiel,16,5#5. Kein Auge härmte sich um dich, dir eins davon zu tun, in Mitleid mit dir. Und du wurdest hingeworfen auf des Feldes Fläche, in Ekel vor dir, am Tag deiner Geburt.
20836#Hesekiel,16,6#6. Ich aber kam an dir vorbei, sah dich beschmutzt in deinem Blut und sprach zu dir in deinem Blute: Lebe! Ich sprach zu dir in deinem Blute: Lebe!
20837#Hesekiel,16,7#7. Wuchernd gleich dem Sproß des Feldes hab ich dich gemacht, du wuchsest, wurdest groß, kamst recht zu Reiz, deine Brüste wurden fest, dein Haar wüchsig, warst aber bar und bloß.
20838#Hesekiel,16,8#8. Da kam ich an dir vorbei, sah dich, und sieh, deine Zeit war der Liebe Zeit geworden. Da breitete ich meinen Kleidzipfel über dich und deckte deine Blöße, schwor dir und ging ein in einen Bund mit dir, ist der Spruch Gottes, des Herrn, und du warst mein.
20839#Hesekiel,16,9#9. Und ich badete dich in Wasser, spülte dein Blut von dir und salbte dich mit Öl.
20840#Hesekiel,16,10#10. Und ich kleidete dich in Buntzeug, beschuhte dich mit Tahaschleder, umwand dich mit Byssus, bedeckte dich mit Seide,
20841#Hesekiel,16,11#11. zierte dich mit Zierat, gab Spangen an deine Arme und eine Kette um deinen Hals,
20842#Hesekiel,16,12#12. tat einen Reif an deine Nase, Ringe an deine Ohren und ein prächtig Diadem auf dein Haupt.
20843#Hesekiel,16,13#13. Geschmückt warst du mit Gold und Silber, deine Gewandung war Byssus und Seide und Buntzeug; Feinmehl, Honig und Öl aßest du, warst sehr sehr schön, warst wert des Königtums.
20844#Hesekiel,16,14#14. Ausging dir ein Ruf unter den Völkern ob deiner Schönheit, denn vollkommen war sie durch meine Pracht, die ich dir angelegt, ist Gottes Spruch, des Herrn.
20845#Hesekiel,16,15#15. Doch du pochtest auf deine Schönheit, buhltest auf deinen Ruf hin, ergossest deine Buhlschaft auf jeden, der vorbeikam, des wurde es.
20846#Hesekiel,16,16#16. Du nahmst von deiner Gewandung und machtest dir Flickenpuppen und buhltest mit ihnen - nie komme dergleichen, nimmer soll das sein -
20847#Hesekiel,16,17#17. nahmst dann dein Ziergerät aus meinem Gold und meinem Silber, das ich dir geschenkt, und machtest dir draus Mannsgebilde und buhltest mit ihnen.
20848#Hesekiel,16,18#18. Du nahmst deine buntgewirkte Kleidung und hülltest sie darein, mein Öl und mein Räucherwerk setztest du vor sie,
20849#Hesekiel,16,19#19. und mein Brot, das ich dir gegeben, Feinmehl, Öl und Honig, das ich dir zur Nahrung gegeben, das setztest du ihnen vor zum Duft der Befriedigung; so war es, ist Gottes Spruch, des Herrn.
20850#Hesekiel,16,20#20. Dann nahmst du deine Söhne und Töchter, die du mir geboren, und schlachtetest sie ihnen zum Fraß! Wars zu wenig deiner Buhlschaft?
20851#Hesekiel,16,21#21. Du schlachtetest meine Söhne und gabst sie preis, sie jenen zuführend.
20852#Hesekiel,16,22#22. Und bei all deinen Greueln und Buhlschaften gedachtest du nicht deiner Jugendzeit, da du bar und bloß, in deinem Blut beschmutzt warst.
20853#Hesekiel,16,23#23. Und als es nach all deiner Übeltat war - weh, weh dir, ist Gottes Spruch, des Herrn! -
20854#Hesekiel,16,24#24. da bautest du dir einen Hochsitz, schufst dir eine Höhe auf jeglichem Platz,
20855#Hesekiel,16,25#25. vornan an jedem Weg bautest du dir deine Höhe, schändetest deine Schönheit und spreiztest deine Beine für jeden, der vorbeikam; so häuftest du deine Buhlschaft.
20856#Hesekiel,16,26#26. Du buhltest mit Mizraims Söhnen, deinen Nachbarn, großen Glieds, und häuftest deine Buhlschaft, um mich zu kränken.
20857#Hesekiel,16,27#27. Sieh, da streckte ich meine Hand aus wider dich, entzog dir, was ich dir festgesetzt, und gab dich hin der Gier deiner Feindinnen, der Töchter der Pelischtäer, die sich schämten ob deines Wandels im Treubruch.
20858#Hesekiel,16,28#28. Und du buhltest mit den Söhnen Aschschurs, weil du nicht satt hattest, buhltest mit ihnen und bekamst es noch nicht satt.
20859#Hesekiel,16,29#29. Und du häuftest deine Buhlschaft zum Krämerland der Kasdäer hin, und auch dabei bekamst du's nicht satt.
20860#Hesekiel,16,30#30. Wie schmerzlich der Zorn um dich, ist Gottes Spruch, des Herrn, da du dies alles triebst, eines herrischen Buhlweibs Treiben,
20861#Hesekiel,16,31#31. dir deinen Hochsitz bautest vornan an jeglichem Weg, dir deine Höhe schufst auf jedem Platz; und glichst doch nicht der Dirne, des Lohnes spottend.
20862#Hesekiel,16,32#32. Ehebrecherisch Weib, das, bei ihrem Mann, sich Fremde nimmt!
20863#Hesekiel,16,33#33. Gibt allen Dirnen man Geschenk, gabst du von dir Geschenke all deinen Liebhabern, beschenktest sie, zu dir zu kommen ringsher, bei deiner Buhlschaft.
20864#Hesekiel,16,34#34. So wars bei dir mit deiner Buhlschaft umgekehrt wie sonst bei Weibern: Dir buhlte keiner nach; und gabst du Buhllohn, gab dir man keinen Lohn. So wars bei dir verkehrt.
20865#Hesekiel,16,35#35. Drum, Dirne, hör des Ewigen Wort.
20866#Hesekiel,16,36#36. So spricht Gott, der Herr: Weil hingeschüttet ward dein Schmutz, und deine Scham enthüllt bei deiner Buhlschaft an deine Liebsten und an all deine Greuelgötzen, und ob des Blutes deiner Kinder, die du ihnen preisgegeben -
20867#Hesekiel,16,37#37. darum hol ich zusammen all deine Liebhaber, denen du gefallen, alle, die du liebtest, mit allen, die du haßtest, ja, ich bringe sie zusammen um dich ringsher und decke deine Blöße auf vor ihnen, daß sie deine ganze Blöße schauen.
20868#Hesekiel,16,38#38. Dann richte ich dich, Gericht der Ehebrecherinnen und Blutvergießenden, und gebe dich dem Blut des Grimms und Eifers,
20869#Hesekiel,16,39#39. und gebe dich in ihre Hand, daß sie einreißen deinen Hochsitz, zerstören deine Höhen, dir deine Gewänder abtun, dein Ziergerät nehmen und dich hinstellen bar und bloß
20870#Hesekiel,16,40#40. und eine Volksschar heranbringen um dich, dich steinigen und mit ihren Schwertern zerhauen,
20871#Hesekiel,16,41#41. deine Häuser im Feuer verbrennen und an dir Gericht vollstrecken vor den Augen vieler Frauen. So tu ich dich ab als Buhlin, und auch Buhllohn wirst du nicht mehr geben.
20872#Hesekiel,16,42#42. Und ich stille meinen Grimm an dir, daß mein Eifer von dir schwindet, und ich Ruhe finde und mich nicht mehr kränke.
20873#Hesekiel,16,43#43. Weil du deiner Jugendtage nicht gedachtest und wider mich tobtest mit alledem, so bringe auch ich, hei, deinen Wandel über dein Haupt, ist der Spruch Gottes, des Herrn. Und hast du nicht Treubruch verübt bei all deinen Greueln?
20874#Hesekiel,16,44#44. Sieh, allwer da Spruch umspricht, wird über dich den Spruch sprechen: ,Wie die Mutter, so die Tochter!'
20875#Hesekiel,16,45#45. Deiner Mutter Tochter bist du, die Mann und Kinder geschändet, und deiner Schwesterschaft Schwester bist du, die Männer und Kinder geschändet; eure Mutter war Hittiterin und euer Vater ein Emoriter. -
20876#Hesekiel,16,46#46. Und deine ältere Schwester ist Schomeron, sie samt ihren Töchtern, die dir zur Linken siedelt, und deine jüngere Schwester, die dir zur Rechten siedelt, Sedom mit ihren Töchtern.
20877#Hesekiel,16,47#47. Und bist nicht in ihren Wegen gewandelt, daß du getan nach ihren Greueln! Als wärs zu wenig des Ekels, triebst du's noch ärger als sie in all deinem Wandel.
20878#Hesekiel,16,48#48. Ich lebe! ist der Spruch Gottes, des Herrn: Ob so Sedom getan, deine Schwester, sie und ihre Töchter, wie du's getan samt deinen Töchtern!
20879#Hesekiel,16,49#49. Sieh, das war Sedoms, deiner Schwester, Schuld: Stolz aus Brotes Überfülle und sichrer Ruh ward ihrer und ihrer Töchter; und des Armen und Elenden Hand stützte sie nicht,
20880#Hesekiel,16,50#50. sie taten stolz und trieben Greuliches vor mir; da tat ich sie hinweg, wie du gesehen.
20881#Hesekiel,16,51#51. Und Schomeron, nicht die Hälfte deiner Sünden hat sie begangen, und du häuftest deine Greuel, vor jenen, so setztest deine Schwester du ins Recht durch all deine Greuel, die du tatest.
20882#Hesekiel,16,52#52. So trag du auch deine Schmach, da du deine Schwester entsühnt. Ob deiner Sünden, die greuelvoller du als sie geübt, stehn sie gerecht dir gegenüber da. So schäm dich auch und trag deine Schmach, daß deine Schwester du ins Recht gesetzt!
20883#Hesekiel,16,53#53. Und ich werde sie wiederherstellen, Sedom und ihre Töchter, Schomeron und ihre Töchter, und auch dich wiederherstellen unter ihnen,
20884#Hesekiel,16,54#54. auf daß du trägst deine Schmach und beschämt wirst ob allem, was du getan, da du ihnen Trost bist.
20885#Hesekiel,16,55#55. Und deine Schwestern, Sedom und ihre Töchter, sollen wieder zu ihrem frühern Stand, und auch Schomeron und ihre Töchter wieder zu ihrem frühern Stand, und du auch und deine Töchter sollt wieder zu eurem frühern Stand kommen.
20886#Hesekiel,16,56#56. Und war nicht Sedoms, deiner Schwester, Name Rufwort in deinem Mund zur Zeit deines Stolzes,
20887#Hesekiel,16,57#57. bevor offenbar ward deine Bosheit, wie zur Zeit der Beschimpfung von den Töchtern Arams und all seiner Nachbarn, den Töchtern der Pelischtäer, die rings dich höhnten?
20888#Hesekiel,16,58#58. Deinen Treubruch und deine Greuel, du hast sie getragen, ist des Ewigen Spruch.
20889#Hesekiel,16,59#59. Denn so spricht Gott, der Herr: Dann tu ich dir, wie du getan, die du des Eidfluchs gespottet, den Bund zu brechen.
20890#Hesekiel,16,60#60. Doch will ich gedenken meines Bundes mit dir in deiner Jugend Tagen und dir einen ewigen Bund errichten.
20891#Hesekiel,16,61#61. Du aber wirst deines Wandels gedenken und beschämt sein, wenn man dich nimmt mit deinen Schwestern, den größeren wie den kleineren, und ich sie dir zu Töchtern gebe. - Und nichts bleibt von deinem Bund.
20892#Hesekiel,16,62#62. Dann errichte ich meinen Bund mit dir, und du sollst erkennen, daß ich der Ewige bin,
20893#Hesekiel,16,63#63. damit du des gedenkst und dich schämst und nicht den Mund aufzutun wagst vor Beschämung, wenn ich dir Sühnung schaffe für alles, was du getan, ist der Spruch Gottes, des Herrn.'
20894#Hesekiel,17,1#1. Und es erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
20895#Hesekiel,17,2#2. ,Menschensohn! Laß Rätsel raten und gleiche Gleichnis dem Haus Jisraël
20896#Hesekiel,17,3#3. und sage: So spricht Gott, der Herr: Der große Adler mit gewaltigen Schwingen, weitgestrecktem Fittich und vollem Gefieder, des die Beute ist, kam zum Libanon und nahm den Wipfeltrieb der Zeder.
20897#Hesekiel,17,4#4. Die Spitze ihrer Saftstiele knickte er ab und trug sie ins Krämerland, in eine Stadt von Händlern setzte er sie.
20898#Hesekiel,17,5#5. Und er nahm vom Gesäme des Landes und setzte es in ein Saatfeld, zum Pflänzling an vielem Wasser, zum Bachgewächs bestimmte er es.
20899#Hesekiel,17,6#6. Das aber sproßte auf und ward zur hängenden Rebe, niedrig an Wuchs, daß ihre Ranken sich ihm zuwendeten und ihre Wurzeln unter ihm blieben; so ward sie zur Rebe, die Äste bildete und Zweige trieb.
20900#Hesekiel,17,7#7. Es war aber (noch) ein großer Adler mit gewaltigen Schwingen und reichem Gefieder, und sieh, jene Rebe bog ihre Wurzeln hin zu ihm und streckte ihre Ranken ihm entgegen, ihr (andre) Tränke zu geben, fort aus dem Beet, darin sie gepflanzt,
20901#Hesekiel,17,8#8. in gutes Feld, zu vielem Wasser, daß sie eingepflanzt, Zweige zu bilden und Frucht zu tragen, zu herrlicher Rebe zu werden.
20902#Hesekiel,17,9#9. Sprich: So spricht Gott, der Herr: Wirds gelingen? Wird er nicht ihre Wurzeln ausreißen, ihre Frucht verderben, daß sie dorrt, erdorrt all ihr sprossendes Laub, und nicht mit gewaltigem Arm und vielem Volk (kommen), sie aus ihren Wurzeln zu heben?
20903#Hesekiel,17,10#10. Da ist sie gepflanzt; wirds glücken? Wird sie, rührt an sie nur der Ostwind, nicht verdorren, verdorren auf dem Beet, darin sie wächst?'
20904#Hesekiel,17,11#11. Und es erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
20905#Hesekiel,17,12#12. ,Sprich doch zum Trutzhaus: Merkt ihr nicht, was dies soll? Sprich: Sieh, es kam Babels König nach Jeruschalaim, nahm fort dessen König und dessen Oberste und brachte sie zu sich nach Babel.
20906#Hesekiel,17,13#13. Und er nahm einen aus dem Königssamen, schloß mit ihm einen Bund und stellte ihn unter Eidpflicht. Doch die Mächtigen des Landes nahm er fort,
20907#Hesekiel,17,14#14. daß es ein niedrig Königreich bleibe und sich nicht erhebe, daß er seinen Bund wahre, um zu bestehen.
20908#Hesekiel,17,15#15. Doch er empörte sich wider ihn, indem er seine Boten nach Mizraim sandte, daß man ihm Rosse gebe und viel Volk. Wirds ihm gelingen? Wird davonkommen, wer derlei tat? Da er den Bund gebrochen, kann er davonkommen?
20909#Hesekiel,17,16#16. Ich lebe! ist der Spruch Gottes, des Herrn: Ob er nicht an dem Platz des Königs, der ihn zum König erhoben, dessen Eid er mißachtet und dessen Bund er gebrochen, bei ihm in Babel sterben soll!
20910#Hesekiel,17,17#17. Nicht aber wirds mit großer Macht und zahlreicher Schar ihm Par'o schaffen in der Schlacht, Wälle aufzuschütten und Türme zu bauen, um viele Seelen zu vernichten.
20911#Hesekiel,17,18#18. Da hat er den Eid mißachtet, um den Bund zu brechen, sieh, gegeben hat er seine Hand und hat all dies getan; nicht kommt er davon!
20912#Hesekiel,17,19#19. Darum spricht so Gott, der Herr: Ich lebe! Ob ich nicht meinen Eidfluch, den er mißachtet, und meinen Bund, den er gebrochen, ihm auf sein Haupt bringe!
20913#Hesekiel,17,20#20. Und ich breite mein Netz über ihn, daß er sich verfängt in meinem Garn, ich schaffe ihn nach Babel und rechte dort mit ihm ob seines Treubruchs, den er an mir begangen.
20914#Hesekiel,17,21#21. Und alle seine Flüchtenden in allen seinen Heeresflügeln werden durchs Schwert fallen, und die übrig geblieben, werden sich in alle Winde zerstreuen, daß ihr erkennt, daß ich der Ewige, geredet.
20915#Hesekiel,17,22#22. So spricht Gott, der Herr: Und ich, ich nehme vom Wipfel der hohen Zeder und setze es ein; von der Spitze seiner Saftstiele pflücke ich ein Zartes und pflanze es, ich, auf hohem und ragendem Berg,
20916#Hesekiel,17,23#23. auf Jisraëls Bergeshöhe will ich es pflanzen, daß es Zweige treibt, Frucht bringt und zu herrlicher Zeder wird; und wohnen sollen darunter allerlei Vögel jeglicher Schwinge, im Schatten ihrer Zweige sollen sie wohnen.
20917#Hesekiel,17,24#24. Dann erkennen alle Bäume des Feldes, daß ich, der Ewige, erniedrigt habe den hohen Baum und erhöht den niedrigen, erdorren ließ das frische Holz und aufsprossen das dürre: Ich, der Ewige, habe geredet und vollführt.'
20918#Hesekiel,18,1#1. Und es erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
20919#Hesekiel,18,2#2. ,Was habt ihr, daß ihr dieses Sprüchlein umsprecht über das Land Jisraël: ,Die Väter haben die Herblinge aufgegessen, daß den Kindern die Zähne leer bleiben'?
20920#Hesekiel,18,3#3. Ich lebe! ist der Spruch Gottes, des Herrn: Obs euch noch angehn wird, dies Sprüchlein in Jisraël herumzusprechen!
20921#Hesekiel,18,4#4. Seht, alle Seelen sind mein, so des Vaters Seele wie des Sohnes Seele, mein sind sie. Die Seele, die sündigt, sie soll sterben.
20922#Hesekiel,18,5#5. Und ist ein Mann gerecht, übt Recht und Redlichkeit,
20923#Hesekiel,18,6#6. ruft nimmer zu den Bergen, hebt seine Augen nicht zu den Greueln des Hauses Jisraël, verunreinigt nicht seines Nächsten Weib, naht sich keinem Weib in ihrer Sonderung,
20924#Hesekiel,18,7#7. bedrückt keinen, gibt das Pfand für seine Schuldforderung wieder, übt keinen Raub, reicht sein Brot dem Hungernden und deckt den Nackten mit Gewand,
20925#Hesekiel,18,8#8. gibt um Zins nicht aus und nimmt keinen Wucher, zieht ab vom Frevel seine Hand, schafft wahrhaft Recht zwischen Mann und Mann,
20926#Hesekiel,18,9#9. wandelt in meinen Satzungen und wahrt meine Rechtsvorschriften, Treue zu üben - gerecht ist der, leben wird er, ist der Spruch Gottes, des Herrn.
20927#Hesekiel,18,10#10. Zeugt er nun einen verbrecherischen Sohn, der Blut vergießt, und der dem Bruder eines von jenen Dingen tut -
20928#Hesekiel,18,11#11. wo jener doch alldies nicht getan - ja, der zu den Bergen ruft, seines Nächsten Weib verunreinigt,
20929#Hesekiel,18,12#12. den Armen und Elenden bedrückt, Raub übt, Gepfändetes nicht rückerstattet und zu den Greueln seine Augen hebt, Scheußliches tut,
20930#Hesekiel,18,13#13. um Zins ausgibt und Wucher nimmt, sollte der leben? Nimmer soll er leben! Hat alle diese Greuel er getan, so soll er getötet werden, sein Blut komme über ihn!
20931#Hesekiel,18,14#14. Doch sieh: Der zeugt einen Sohn, der schaut alle Sünden seines Vaters, die er getan, siehts und handelt nicht nach ihnen,
20932#Hesekiel,18,15#15. zu den Bergen ruft er nicht, hebt seine Augen nicht zu den Götzen des Hauses Jisraël, verunreinigt nimmer seines Nächsten Weib,
20933#Hesekiel,18,16#16. bedrückt keinen, behält kein Pfand zurück, übt keinen Raub; er reicht sein Brot dem Hungernden und kleidet den Nackten mit Gewand,
20934#Hesekiel,18,17#17. zieht ab vom Armen seine Faust, nimmt nicht Zins und Wucher, übt meine Rechtsvorschriften und wandelt in meinen Satzungen - der soll nicht sterben um seines Vaters Schuld, leben wird er.
20935#Hesekiel,18,18#18. Wenn sein Vater Bedrückung geübt, Raub am Bruder begangen und, was nicht gut, getan mitten in seinen Sippen, sieh, so ist er gestorben um seine Schuld.
20936#Hesekiel,18,19#19. Und sprecht ihr: Warum trägt nicht der Sohn an der Schuld des Vaters? - Hat doch der Sohn Recht und Redlichkeit geübt, all meine Satzungen gewahrt und sie geübt, so soll er leben!
20937#Hesekiel,18,20#20. Die Seele, die sündigt, sie soll sterben. Ein Sohn soll nicht tragen an des Vaters Schuld, und ein Vater nicht tragen an der Schuld des Sohnes. Die Rechtlichkeit des Gerechten falle auf ihn, und des Frevlers Frevel auf diesen.
20938#Hesekiel,18,21#21. Wenn aber der Frevler umkehrt von all seinen Sünden, die er getan, all meine Satzungen wahrt und Recht und Redlichkeit übt, so soll er leben, nicht sterben!
20939#Hesekiel,18,22#22. All seine Missetaten, die er getan, seien ihm nicht gedacht; um seine Redlichkeit, die er geübt, soll er leben.
20940#Hesekiel,18,23#23. Hab ich denn Lust am Tod des Frevlers, ist der Spruch Gottes, des Herrn, nicht daran, daß er seinen Wandel läßt und lebt?
20941#Hesekiel,18,24#24. Wenn aber der Gerechte umkehrt von seiner Redlichkeit und Unrecht übt, gleich all den Greueln tut, die der Frevler geübt - sollte er leben? All seine gerechten Werke, die er getan, seien ihm nicht gedacht um der Untreue willen, die er begeht, und um seine Sünde, die er verübt - um sie soll er sterben.
20942#Hesekiel,18,25#25. Sprecht ihr aber: Nicht zu ermessen ist der Weg des Herrn? So hört doch, Haus Jisraël! Mein Weg nicht zu ermessen? Nein, eure Wege sind nicht zu ermessen!
20943#Hesekiel,18,26#26. Wenn der Gerechte umkehrt von seiner Redlichkeit und Unrecht übt, so stirbt er daran; um das Unrecht, das er übt, soll er sterben.
20944#Hesekiel,18,27#27. Und wenn der Frevler umkehrt von seinem Frevel, den er geübt, und er übt Recht und Rechtlichkeit - so soll er seine Seele am Leben erhalten.
20945#Hesekiel,18,28#28. Hat ers besehen und ist umgekehrt von all seinen Missetaten, die er geübt, so soll er leben, soll nicht sterben.
20946#Hesekiel,18,29#29. Und spricht das Haus Jisraël: Nicht zu ermessen ist der Weg des Herrn? - Meine Wege nicht zu ermessen, Haus Jisraël? Nein, eure Wege sind nicht zu ermessen!
20947#Hesekiel,18,30#30. Darum will ich euch, jeglichen nach seinem Wandel richten, Haus Jisraël, ist der Spruch Gottes, des Herrn. Kehrt um und wendet euch ab von all euren Missetaten, daß das euch nicht zum Anstoß der Verschuldung wird!
20948#Hesekiel,18,31#31. Werft ab von euch all eure Missetaten, mit denen ihr gefrevelt, und schafft euch ein neues Herz und neuen Geist; warum doch sollt ihr sterben, Haus Jisraël?
20949#Hesekiel,18,32#32. Denn keine Lust hab ich am Sterben des, der stirbt, ist der Spruch Gottes, des Herrn; so kehrt um und lebt!'
20950#Hesekiel,19,1#1. ,Und du, stimm an ein Klagelied über Jisraëls Fürsten
20951#Hesekiel,19,2#2. und sprich: Was ist dein Gleichnis? / Eine Löwin zwischen Bestien gelagert /
20952#Hesekiel,19,3#3. mitten unter den Löwen / zog sie groß ihre Welfen. / Sie säugte auf eins ihrer Welfen / zum Großtier ward er / der lernte Beute reißen / fraß Menschen.
20953#Hesekiel,19,4#4. Ihn behorchten die Völker; / in ihrer Grube ward er ergriffen / sie brachten ihn an Haken / ins Land Mizraim. /
20954#Hesekiel,19,5#5. Da sah sie, wo sie geharrt / verloren ihr Hoffen; / und nahm sich (noch) eins ihrer Welfen / macht' es zum Großtier. /
20955#Hesekiel,19,6#6. Er schritt einher bei den Löwen / zum Großtier ward er / er lernte Beute reißen / fraß Menschen /
20956#Hesekiel,19,7#7. ersah seine Paläste / verheerte ihre Städte / daß starrten Land und seine Fülle / ob seines Gebrülls. /
20957#Hesekiel,19,8#8. Da setzten sie wider ihn Völker / aus den Ländern ringsum / sie breiteten ob ihm ihr Netz; / in ihrer Grube wurde er ergriffen. /
20958#Hesekiel,19,9#9. Man tat ihn in den Zwinger an Haken / bracht ihn zum König von Babel; / man bracht ihn in die Zwingburg / daß nimmer man hör seine Stimme / auf Jisraëls Bergen.
20959#Hesekiel,19,10#10. Dein Gleichnis ist wie die Rebe / mit deinem Blut / am Wasser eingepflanzt / fruchtbar und ästereich von Wassers Fülle /
20960#Hesekiel,19,11#11. da wurden kräftge Zweige ihr / zu Herrscherstäben / es ragte vor ihr Wuchs / hoch zwischen den Laubbäumen / ersichtlich durch ihre Höhe / ihrer Ranken Fülle. /
20961#Hesekiel,19,12#12. Doch gerodet ward sie im Grimm / zur Erde geworfen / der Ostwind dörrt ihre Frucht / und abgeworfen dorren ihre kräftgen Zweige; / Brand fraß sie. /
20962#Hesekiel,19,13#13. Und nun ist sie gepflanzt in Wüstenei / in dürres Durstland. /
20963#Hesekiel,19,14#14. Und Feuer fuhr von ihrer Zweige Stab / fraß ihre Frucht / daß nimmer dran ein kräftger Zweig / zum Herrscherstab.' Klaglied ist es, zum Klaglied ward es!
20964#Hesekiel,20,1#1. Und es war im siebenten Jahr im fünften Monat, am Zehnten des Monats, da kamen Männer von den Ältesten Jisraëls, den Ewigen zu befragen, und sie saßen vor mir.
20965#Hesekiel,20,2#2. Da erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
20966#Hesekiel,20,3#3. ,Menschensohn! Rede mit den Ältesten Jisraëls und sprich zu ihnen: So spricht Gott, der Herr: Mich zu befragen kommt ihr? Ich lebe! Ob ich mich euch erfragen lasse! ist der Spruch Gottes, des Herrn.
20967#Hesekiel,20,4#4. Willst du sie richten, willst richten du, Menschensohn? - Die Greuel ihrer Väter tu ihnen kund!
20968#Hesekiel,20,5#5. Und sprich zu ihnen: So spricht Gott, der Herr: Am Tag, da ich Jisraël erwählte, hob ich meine Hand dem Samen des Hauses Jaakob und tat mich ihnen kund im Land Mizraim. Ich hob ihnen meine Hand und sprach: Ich bin der Ewige, euer Gott.
20969#Hesekiel,20,6#6. An jenem Tag hob ich ihnen meine Hand, sie herauszuführen aus dem Land Mizraim in ein Land, das ich ihnen erkundet, fließend von Milch und Honig; eine Lust ists vor allen Landen.
20970#Hesekiel,20,7#7. Und ich sprach zu ihnen: Werft hin jeglicher die Scheusale seiner Augen und an den Götzen Mizraims verunreinigt euch nicht; ich bin der Ewige, euer Gott.
20971#Hesekiel,20,8#8. Doch sie trotzten mir und wollten nicht auf mich hören: Keiner warf hin die Scheusale seiner Augen, die Götzen Mizraims ließen sie nicht; da dachte ich, meinen Grimm auszugießen über sie und meinen Zorn an ihnen zu erschöpfen im Land Mizraim.
20972#Hesekiel,20,9#9. Doch ich tats um meines Namens willen, daß er nicht geschändet werde vor den Augen der Völker, in deren Mitte sie waren, vor deren Augen ich mich ihnen kundgetan, sie herauszuführen aus dem Land Mizraim.
20973#Hesekiel,20,10#10. So führte ich sie heraus aus dem Land Mizraim und brachte sie in die Wüste,
20974#Hesekiel,20,11#11. gab ihnen meine Satzungen und tat ihnen meine Rechtsvorschriften kund, die der Mensch üben soll, daß er durch sie lebe.
20975#Hesekiel,20,12#12. Und auch meine Sabbate gab ich ihnen, daß sie ein Wunderzeichen seien zwischen mir und ihnen, damit sie erkennen, daß ich, der Ewige, sie heilige.
20976#Hesekiel,20,13#13. Doch sie trotzten mir, das Haus Jisraël, in der Wüste: In meinen Satzungen wandelten sie nicht, meine Rechtsvorschriften verwarfen sie, die der Mensch üben soll, daß er durch sie lebe, und meine Sabbate schändeten sie sehr, und ich dachte, meinen Grimm über sie auszugießen in der Wüste, um sie zu tilgen.
20977#Hesekiel,20,14#14. Doch ich tats um meines Namens willen, daß er nicht geschändet werde vor den Augen der Völker, vor deren Augen ich sie herausgeführt.
20978#Hesekiel,20,15#15. Aber ich hob ihnen meine Hand in der Wüste, sie nicht zu bringen in das Land, das ich gewährt, fließend von Milch und Honig; eine Lust ists vor allen Landen.
20979#Hesekiel,20,16#16. Weil sie meine Rechtsvorschriften verworfen, in meinen Satzungen nicht gewandelt und meine Sabbate geschändet, denn ihren Götzen wandelt ihr Herz nach.
20980#Hesekiel,20,17#17. Doch härmte mein Aug sich ihrer, sie nicht zu verderben, und ich machte ihnen nicht garaus in der Wüste.
20981#Hesekiel,20,18#18. Und ich sprach zu ihren Söhnen in der Wüste: In den Satzungen eurer Väter wandelt nicht, ihre Rechtsvorschriften wahrt nicht und an ihren Götzen verunreinigt euch nicht!
20982#Hesekiel,20,19#19. Ich bin der Ewige, euer Gott. In meinen Satzungen wandelt und meine Rechtsvorschriften wahrt und übt sie!
20983#Hesekiel,20,20#20. Und meine Sabbate heiligt, daß sie zum Wunderzeichen seien zwischen mir und euch, damit ihr erkennt, daß ich der Ewige, euer Gott, bin.
20984#Hesekiel,20,21#21. Doch sie trotzten mir, die Söhne: In meinen Satzungen wandelten sie nicht, meine Rechtsvorschriften wahrten sie nicht, sie zu üben, die der Mensch üben soll, daß er durch sie lebe, meine Sabbate schändeten sie, und ich dachte, meinen Grimm auszugießen über sie und meinen Zorn an ihnen zu erschöpfen in der Wüste.
20985#Hesekiel,20,22#22. Doch hielt ich meine Hand zurück und tats um meines Namens willen, daß er nicht geschändet werde vor den Augen der Völker, vor deren Augen ich sie herausgeführt.
20986#Hesekiel,20,23#23. Auch ich aber hob ihnen meine Hand in der Wüste, sie unter die Völker zu zerstreuen und sie in die Lande zu zersprengen,
20987#Hesekiel,20,24#24. weil sie meine Rechtsvorschriften nicht geübt, meine Satzungen verworfen und meine Sabbate geschändet hatten, und ihre Augen nach den Götzen ihrer Väter standen.
20988#Hesekiel,20,25#25. So habe auch ich ihnen Satzungen gegeben, die nicht gut, und Rechtsvorschriften, durch die sie nicht leben sollten,
20989#Hesekiel,20,26#26. verunreinigte sie mit ihren Gaben, indem sie alles, was den Mutterschoß erschließt, (anderen) zuführten, um sie erstarren zu machen, damit man erkenne, daß ich der Ewige bin.
20990#Hesekiel,20,27#27. Darum rede zum Haus Jisraël, Menschensohn, und sprich zu ihnen: So spricht Gott, der Herr: Auch damit noch haben eure Väter mich beschimpft, indem sie mir die Treue brachen.
20991#Hesekiel,20,28#28. Ich brachte sie in das Land, das ihnen zu geben ich meine Hand gehoben, da sahen sie jegliche ragende Höhe und allen belaubten Baum und schlachteten dort ihre Schlachtopfer und stifteten dort die Kränkung ihrer Darbringung und brachten dort ihren Befriedigungsduft und gossen dort ihre Gußspenden.
20992#Hesekiel,20,29#29. Da sprach ich zu ihnen: Was ist das für eine Kammer-1-, zu der ihr da die Kommer-2- seid? Und man hieß ihren Namen Kultkammer bis auf diesen Tag. -1) -+Ha-Bama-.   2) -+Ha-Baïm-.++
20993#Hesekiel,20,30#30. Darum sprich zum Haus Jisraël: So spricht Gott, der Herr: Wolltet nach dem Wandel eurer Väter ihr euch verunreinigen und ihren Scheusalen ihr nachbuhlen?
20994#Hesekiel,20,31#31. Und da ihr eure Gaben bringt, eure Kinder im Feuer (anderen) zuführt, verunreinigt ihr euch allen euren Götzen bis heute, und ich, sollte ich mich euch erfragen lassen, Haus Jisraël? Ich lebe! ist der Spruch Gottes, des Herrn: Ob ich mich euch erfragen lasse!
20995#Hesekiel,20,32#32. Was euch aber in den Sinn steigt, soll nimmer sein, da ihr sprecht: Wir wollen wie die Völker sein, wie die Geschlechter der Länder, zu dienen Holz und Stein.
20996#Hesekiel,20,33#33. Ich lebe! ist der Spruch Gottes, des Herrn: Ob ich nicht mit starker Hand und ausgestrecktem Arm und mit ausgegossenem Grimm als König herrsche über euch!
20997#Hesekiel,20,34#34. Und ich führe euch heraus von den Völkern und lese euch zusammen aus den Ländern, in die ihr zersprengt seid, mit starker Hand und ausgestrecktem Arm und ausgegossenem Grimm.
20998#Hesekiel,20,35#35. Dann bringe ich euch in die Wüste der Völker und gehe da ins Gericht mit euch, Angesicht zu Angesicht.
20999#Hesekiel,20,36#36. Wie ich gerechtet mit euren Vätern in Mizraimlands Wüste, so will ich mit euch rechten, ist der Spruch Gottes, des Herrn.
21000#Hesekiel,20,37#37. Und ich lasse euch vorbeischreiten unter dem Stab und bringe euch in die Koppel der Abscheidung.
21001#Hesekiel,20,38#38. Und ich scheide von euch ab, die sich empörten und abfielen von mir. Aus dem Land, wo sie weilen, bringe ich sie heraus, doch auf Jisraëls Boden soll das nicht kommen, daß ihr erkennt, daß ich der Ewige bin.
21002#Hesekiel,20,39#39. Und ihr, Haus Jisraël, so spricht Gott, der Herr: Geht hin, dient jeglicher seinen Götzen, dann aber: Ob ihr nicht auf mich hört, daß ihr meinen heiligen Namen nicht mehr schändet durch eure Opferspenden und eure Götzen!
21003#Hesekiel,20,40#40. Denn auf meinem heiligen Berg, auf der Bergeshöhe Jisraëls, ist der Spruch Gottes, des Herrn, dort soll mir dienen das ganze Haus Jisraël allsamt im Land; dort will ich ihnen Huld zeigen, dort einfordern eure Hebegaben und eure Erstlingsspenden von allen euren Weihgaben.
21004#Hesekiel,20,41#41. Im Duft der Befriedigung will ich Huld euch gewähren, da ich euch herausführe von den Völkern und euch zusammenlese aus den Ländern, in die ihr versprengt seid; und heilig will ich mich erweisen unter euch vor den Augen der Nationen.
21005#Hesekiel,20,42#42. Daß ihr erkennt, daß ich der Ewige bin, wenn ich euch auf Jisraëls Boden bringe, in das Land, das euren Vätern zu geben ich meine Hand gehoben.
21006#Hesekiel,20,43#43. Dann sollt ihr dort gedenken eures Wandels und all eures Treibens, womit ihr euch verunreinigt habt, und ihr werdet euch vor euch selbst ekeln ob all eurer Schlechtigkeiten, die ihr verübt.
21007#Hesekiel,20,44#44. Und ihr werdet erkennen, daß ich der Ewige bin, wenn ich mit euch verfahre um meines Namens willen, nicht nach eurem bösen Wandel und eurem verderbten Treiben, Haus Jisraël, ist der Spruch Gottes, des Herrn.'
21008#Hesekiel,21,1#1. Und es erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
21009#Hesekiel,21,2#2. ,Menschensohn! Richte dein Antlitz gegen Süden, und laß die Rede strömen an das Mittagsland, und weissage über den Wald des Gefilds im Südland
21010#Hesekiel,21,3#3. und sprich zum Wald des Südlands: Höre des Ewigen Wort. So spricht Gott, der Herr: Sieh, ich entflamme ein Feuer in dir, das frißt in dir alles frische und alles dürre Holz! Nicht erlöschen soll die lohende Flamme, und es sollen an ihr sich sengen alle Gesichter von Süd bis Nord!
21011#Hesekiel,21,4#4. Und sehen soll alles Fleisch, daß ich, der Ewige, sie in Brand gesetzt; nimmer soll er erlöschen!'
21012#Hesekiel,21,5#5. Da sprach ich: ,Ach Herr, o Gott? Sie sagen von mir: Spricht er nicht in Gleichnissprüchen?'
21013#Hesekiel,21,6#6. Da erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
21014#Hesekiel,21,7#7. ,Menschensohn! Richte dein Antlitz nach Jeruschalaim und laß die Rede strömen an die Heiligtümer, und weissage zu Jisraëls Boden
21015#Hesekiel,21,8#8. und sprich zum Boden Jisraëls: So spricht der Ewige: Sieh, ich will an dich, und ich ziehe mein Schwert aus seiner Scheide und rotte von dir aus Gerechten und Frevler.
21016#Hesekiel,21,9#9. Weil ich von dir ausrotte Gerechten und Frevler, darum fährt mein Schwert aus seiner Scheide über alles Fleisch von Süd bis Nord.
21017#Hesekiel,21,10#10. Und erkennen soll alles Fleisch, daß ich, der Ewige, mein Schwert aus seiner Scheide gezogen, daß es nicht mehr zurückkehrt!
21018#Hesekiel,21,11#11. Du aber, Menschensohn, stöhne, mit brechenden Hüften und in Bitternis stöhne auf vor ihren Augen!
21019#Hesekiel,21,12#12. Und werden sie dann zu dir sprechen: ,Worüber stöhnst du?' So sprich: ,Über die Kunde, daß sie kommt. Da schmilzt jedes Herz, erschlaffen alle Hände, ertrübt jeglicher Sinn, und alle Knie rinnen Wassers. Sieh, es kommt und geschieht, ist der Spruch Gottes, des Herrn.'
21020#Hesekiel,21,13#13. Und es erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
21021#Hesekiel,21,14#14. ,Menschensohn! Weissage und sprich: So spricht der Ewige: Sprich: Ein Schwert, ein Schwert / geschliffen ists und auch gefegt.
21022#Hesekiel,21,15#15. Zum Metzeln ists geschliffen; daß Blitz ihm eigne, ists gefegt. Wie? Wär Nasis-Erz meines Sohnes Stab, das allen Holzes spottet?
21023#Hesekiel,21,16#16. So gab er es zum Fegen, es in die Faust zu fassen. Geschliffen wards, das Schwert, es ward gefegt, ums in des Würgers Hand zu geben.
21024#Hesekiel,21,17#17. Schrei, jammre, Menschensohn! Denn wider mein Volk ergehts und wider alle Fürsten Jisraëls, dem Schwert verfallen sind sie samt meinem Volk. Drum schlag auf die Hüfte!
21025#Hesekiel,21,18#18. Denn Probe gibts, und wie, wenns auch der Spottenden Stab nicht wäre! ist der Spruch Gottes, des Herrn.
21026#Hesekiel,21,19#19. Du aber, Menschensohn, weissage, schlag Hand in Hand, daß zweifach sei das Schwert und dreifach, Schwert der Erschlagnen sei es, Schwert des erschlagnen Großen, das sie durchdringt.
21027#Hesekiel,21,20#20. Auf daß zerschmilzt das Herz, und viel das Fallen wird an allen ihren Toren, setz ich des Schwertes Metzeln, ach, das geschaffen zum Blitzen, zum Metzeln geschärft.
21028#Hesekiel,21,21#21. Nimm dich zusammen! Rechts hin! Richt dich! Nach links hin! Wohin zielt deine Richtung?
21029#Hesekiel,21,22#22. Und auch ich will schlagen Hand in Hand und stillen meinen Grimm. Ich, der Ewige, habe geredet.'
21030#Hesekiel,21,23#23. Und es erging an mich das Wort des Ewigen, besagend:
21031#Hesekiel,21,24#24. ,Du aber, Menschensohn, setz dir zwei Wege, daß das Schwert des Königs von Babel komme. Von einem Land mögen sie beide ausgehn, und ein Handzeichen schaffe, vornan am Weg zur Stadt schaff es.
21032#Hesekiel,21,25#25. Einen Weg setze, daß das Schwert komme, beim Großort der Söhne Ammons, und bei Jehuda mit Jeruschalaim, in Belagerung.
21033#Hesekiel,21,26#26. Denn es hält der König von Babel an der Wegscheide vornan vor beiden Wegen, um das Orakel zu fragen: Er schüttelt die Pfeile, befragt die Schandpuppen, beschaut die Leber.
21034#Hesekiel,21,27#27. In seiner Rechten ist der Entscheid ,Jeruschalaim', die Sturmböcke zu stellen, den Mund aufzutun im Mordruf, die Stimme zu erheben im Schlachtlärm, die Sturmböcke zu stellen gegen die Tore, Wall aufzuschütten, Türme zu errichten.
21035#Hesekiel,21,28#28. Aber wie ein falsches Orakel scheints in ihren Augen - schwere Schwurflüche über sie! - das aber bringt die Schuld in Erinnerung, daß sie ergriffen werden.
21036#Hesekiel,21,29#29. Darum spricht so Gott, der Herr: Weil ihr eure Schuld in Erinnerung brachtet, indem eure Missetaten offenbar wurden, daß eure Sünden sichtbar geworden in all eurem Treiben, weil ihr euch so in Erinnerung brachtet, sollt ihr mit der Faust ergriffen werden.
21037#Hesekiel,21,30#30. Du aber wirst erschlagen, Frevler, Fürst Jisraëls, des Tag gekommen zur Zeit der das Ende bringenden Schuld.
21038#Hesekiel,21,31#31. So spricht Gott, der Herr: Weg mit dem Kopfbund, herabgehoben die Krone! Dies bleibt nicht das: Das Niedere erhöhe, das Hohe erniedrige!
21039#Hesekiel,21,32#32. Trümmer, Trümmer, Trümmer mach ich draus! Auch dies ist nichts geworden. Bis der kommt, dessen die Gebühr, will ichs ihm geben.
21040#Hesekiel,21,33#33. Du aber, Menschensohn, weissage und sprich: So spricht Gott, der Herr, über die Söhne Ammons und ihren Schimpf: So sprich: Ein Schwert, ein Schwert ist aufgetan, zum Metzeln gefegt, zu fassen, daß es blitze;
21041#Hesekiel,21,34#34. da man dir Lug geschaut, dir Trug orakelt, um es zu setzen an die Hälse totgeschlagner Frevler, deren Tag gekommen zur Zeit der das Ende bringenden Schuld.
21042#Hesekiel,21,35#35. Zurück in seine Scheide! An der Stätte, wo du geschaffen, im Land deines Ursprungs richt ich dich
21043#Hesekiel,21,36#36. und gieße über dich aus meine Wut, das Feuer meines Grimms entfach ich wider dich und liefere dich in die Hand von Brandmännern, Verderbensschmieden.
21044#Hesekiel,21,37#37. Dem Feuer sollst du zum Fraß sein, dein Blut, es sei in des Landes Mitte, nicht sei mehr deiner gedacht! Denn ich, der Ewige, habe geredet.'
21045#Hesekiel,22,1#1. Und es erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
21046#Hesekiel,22,2#2. ,Und du, Menschensohn, willst du richten, willst du die Stadt der Blutschuld richten? So tu ihr alle ihre Greuel kund
21047#Hesekiel,22,3#3. und sprich: So spricht Gott, der Herr: O Stadt, die Blut vergießt in ihrer Mitte / daß komme ihre Zeit / die Götzen sich gemacht / sich zu beflecken. /
21048#Hesekiel,22,4#4. Mit deinem Blut, das du vergossen / bist du in Schuld gekommen / durch deine Götzen, die du gemacht / bist du unrein geworden; / hast herangeführt deine Tage / und kamst zu deinen Jahren / drum hab ich dich zum Schimpf gemacht den Völkern / zum Hohn allen Landen. /
21049#Hesekiel,22,5#5. Die nah dir wie die Fernen / beschimpfen sich mit dir / beschmutzten Namens, voll Verstörung. /
21050#Hesekiel,22,6#6. Sieh, Jisraëls Fürsten / mit ihrem Arm ein jeder / waren sie in dir / um Blut zu vergießen.
21051#Hesekiel,22,7#7. Gering hielt Vater, Mutter man in dir / dem Fremdling taten sie Gewalt in deiner Mitte / die Waise und die Witwe drückten sie in dir. /
21052#Hesekiel,22,8#8. Mißachtet hast du meine Heiligtümer / und meine Sabbate geschändet. /
21053#Hesekiel,22,9#9. Verleumderische Männer gabs in dir / daß Blut sich gieße / und zu den Bergen riefen sie in dir / und Treubruch trieben sie in deiner Mitte. /
21054#Hesekiel,22,10#10. Des Vaters Blöße deckt' man auf bei dir / und schwächte die durch Sonderung Befleckte. /
21055#Hesekiel,22,11#11. Trieb jeder mit des Nächsten Weibe Greuel / befleckt im Treubruch jeglicher die Schwiegermaid / es schwächt bei dir die Schwester jeder / des Vaters Tochter. /
21056#Hesekiel,22,12#12. Bestechung nahmen sie bei dir / daß Blut sich gieße / nahmst Zins und Wucher / Gewinn dir raffend durch Bedrückung deiner Nächsten / doch mich vergaßest du / ist Gottes Spruch, des Herrn.
21057#Hesekiel,22,13#13. Aber sieh, ich habe meine Hände zusammengeschlagen ob deines Raffens, das du geübt, und ob der Blutschuld, die in deiner Mitte war.
21058#Hesekiel,22,14#14. Wird dein Herz standhalten, werden deine Hände fest bleiben an den Tagen, da ich mich an dich mache? Ich, der Ewige, rede und vollstrecke.
21059#Hesekiel,22,15#15. Und ich will dich zersprengen unter die Völker und dich verstreuen in die Lande und deine Unreinheit von dir tilgen.
21060#Hesekiel,22,16#16. Und geschändet sollst du durch dich sein vor den Augen der Völker und erkennen, daß ich der Ewige bin.'
21061#Hesekiel,22,17#17. Und es erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
21062#Hesekiel,22,18#18. ,Menschensohn! Geworden sind sie mir, das Haus Jisraël, zu Schlacken, sie alle Erz und Zinn, Eisen und Blei, mitten im Schmelzofen, Schlacken am Silber sind sie.
21063#Hesekiel,22,19#19. Darum spricht so Gott, der Herr: Weil ihr alle zu Schlacken geworden, darum will ich euch zusammentun, hinein nach Jeruschalaim,
21064#Hesekiel,22,20#20. wie man zusammentut Silber und Erz, Eisen und Blei und Zinn, hinein in den Schmelzofen, um Feuer dawider zu entfachen, um es zu schmelzen. So will ich (euch) zusammentun in meinem Grimm und Groll, euch schichten und schmelzen.
21065#Hesekiel,22,21#21. Ich will euch hineintun und euch anfachen mit dem Feuer meines Grimms, daß ihr drinnen schmelzt.
21066#Hesekiel,22,22#22. Wie Silber schmilzt im Schmelzofen, so sollt ihr drinnen zerschmelzen und sollt erkennen, daß ich, der Ewige, meinen Grimm über euch ergossen.'
21067#Hesekiel,22,23#23. Und es erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
21068#Hesekiel,22,24#24. ,Menschensohn, sag ihm: / Du Land, das nicht gereinigt / beregnet nicht am Tag des Grimms!
21069#Hesekiel,22,25#25. Seiner Begeisteten Knäuel drin / gleich brüllendem Leun / der Beute reißt: Sie fraßen Menschenleben, nahmen Hab und Schatz und machten viel der Witwen drin.
21070#Hesekiel,22,26#26. Seine Priester frevelten an meiner Weisung / und schändeten meine Heiligtümer: Zwischen Heiligem und Gemeinem schieden sie nicht, was zwischen rein und unrein, taten sie nicht kund, und vor meinen Sabbaten bargen sie ihren Blick, daß ich geschändet ward in ihrer Mitte.
21071#Hesekiel,22,27#27. Seine Oberen drin wie Wölfe / Beute reißend: Blut zu vergießen, Menschenleben zu vernichten, um Gewinn zu raffen.
21072#Hesekiel,22,28#28. Und seine Begeisteten verstrichens ihnen mit Spucke: Sie schauen Trug, orakeln ihnen Lug, sprechen: So spricht Gott, der Herr, wo der Ewige nicht geredet!
21073#Hesekiel,22,29#29. Das Volk des Landes übt Entrechtung / und raubet Raub: Den Armen und Elenden drücken sie, und dem Fremdling tun sie Gewalt, nicht rechtens.
21074#Hesekiel,22,30#30. Und ich suchte unter ihnen einen Mann, der eine Mauer zöge und in die Bresche träte vor mir für das Land, daß ich es nicht verderbe; doch fand ich keinen.
21075#Hesekiel,22,31#31. So gieß ich meinen Grimm aus über sie, im Feuer meines Zornes tilg ich sie, geb ihren Wandel ihnen auf ihr Haupt, ist Gottes Spruch, des Herrn.'
21076#Hesekiel,23,1#1. Und es erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
21077#Hesekiel,23,2#2. ,Menschensohn! Zwei Frauen waren, einer Mutter Töchter.
21078#Hesekiel,23,3#3. Die buhlten in Mizraim, in ihrer Jugend buhlten sie, dort wurden ihre Brüste gedrückt, und dort betastete man ihren Mädchenbusen.
21079#Hesekiel,23,4#4. Und ihre Namen: Ohola, die Ältere, und Oholiba, ihre Schwester, und sie wurden mein und gebaren Söhne und Töchter. Und ihre Namen: Schomeron-Ohola und Jeruschalaim-Oholiba.
21080#Hesekiel,23,5#5. Doch Ohola buhlte, da sie bei mir war, sie schmachtete nach ihren Liebsten, zu Aschschur, den Hofnahen,
21081#Hesekiel,23,6#6. gewandet in Blaupurpur, Provinzhauptleute und Statthalter, anmutige Jünglinge alle, Ritter, auf Rossen reitend.
21082#Hesekiel,23,7#7. Und sie richtete ihre Buhlschaft auf sie, die erlesenen Söhne Aschschurs allsamt, und wen immer sie anschmachtete, mit all deren Götzen befleckte sie sich.
21083#Hesekiel,23,8#8. Ihre Buhlschaft aber von Mizraim her ließ sie darob nicht; denn die hatten ihr in der Jugend beigelegen, sie hatten ihren Mädchenbusen betastet und ihre Buhlschaft über sie gegossen.
21084#Hesekiel,23,9#9. Darum gab ich sie in ihrer Liebsten Hand, in die Hand der Söhne Aschschurs, die sie angeschmachtet.
21085#Hesekiel,23,10#10. Die deckten ihre Blöße auf, nahmen ihre Söhne und Töchter fort und erschlugen sie selbst mit dem Schwert, daß sie Rufwort ward für die Frauen; so übten sie Gericht an ihr.
21086#Hesekiel,23,11#11. Das sah ihre Schwester Oholiba und trieb noch ärger als sie ihr Schmachten, und ihre Buhlschaft als die ihrer Schwester.
21087#Hesekiel,23,12#12. Die Söhne Aschschurs schmachtete sie an, Provinzhauptleute und Statthalter, Hofnahe in voller Gewandung, Ritter, auf Rossen reitend, anmutige Jünglinge alle.
21088#Hesekiel,23,13#13. Und ich sah, daß sie verunreinigt worden, daß einerlei beider Weise war.
21089#Hesekiel,23,14#14. Aber sie steigerte ihre Buhlschaft: Da sie Männer sah, auf die Wand gemalt, Bildnisse von Kasdäern mit Rotstein eingezeichnet,
21090#Hesekiel,23,15#15. mit Gürteln die Hüften umschürzt, mit hängenden Bändern an ihren Köpfen, wie Wagenkämpfer alle anzusehn, Gestalt der Söhne Babels, das Kasdäerland ihre Heimat,
21091#Hesekiel,23,16#16. schmachtete sie sie an nach ihrer Augen Schau und schickte zu ihnen Boten ins Kasdäerland.
21092#Hesekiel,23,17#17. Es kamen zu ihr die Söhne Babels zum Liebeslager und befleckten sie mit ihrer Buhlerei, daß sie unrein ward durch sie. Dann riß sich ihre Seele los von jenen.
21093#Hesekiel,23,18#18. So deckte sie auf ihre Buhlschaft und legte bar ihre Blöße. Da riß sich meine Seele los von ihr, wie meine Seele sich von ihrer Schwester losgerissen.
21094#Hesekiel,23,19#19. Doch sie mehrte ihre Buhlschaft, daß sie der Tage ihrer Jugend gedachte, da sie im Land Mizraim gebuhlt.
21095#Hesekiel,23,20#20. Sie schmachtete nach ihren Beischläfern, deren Glied das von Eseln, und deren Erguß wie der von Hengsten war.
21096#Hesekiel,23,21#21. Und du dachtest des Treubruchs deiner Jugend, da von Mizraim her man dir die Brüste betastete, deines Mädchenbusens wegen.
21097#Hesekiel,23,22#22. Darum, Oholiba, spricht so Gott, der Herr: Sieh, ich will deine Liebsten aufreizen wider dich, die, von denen deine Seele sich losgerissen, und sie gegen dich heraufbringen ringsher:
21098#Hesekiel,23,23#23. Babels Söhne und alle Kasdäer, Pekod und Schoa und Koa, alle Söhne Aschschurs mit ihnen, anmutige Jünglinge, Provinzhauptleute und Statthalter alle, Wagenkämpfer und Berufene, auf Rossen reitend alle.
21099#Hesekiel,23,24#24. Und sie werden über dich kommen, eine Fülle von Wagen und Rädern, in einer Menge von Völkern, mit Tartsche, Schild und Helm richten sie sich wider dich ringsum, und ich lege ihnen den Rechtsstreit vor, und sie sollen dich richten nach ihren Rechten.
21100#Hesekiel,23,25#25. Und ich kehre meinen Eifer wider dich, daß sie mit dir verfahren im Grimm: Nase und Ohren sollen sie dir abschneiden, und was von dir bleibt, soll durchs Schwert fallen; sie werden deine Söhne und Töchter nehmen, und was von dir bleibt, wird vom Feuer gefressen.
21101#Hesekiel,23,26#26. Und sie streifen dir deine Gewänder ab und nehmen dir dein Ziergerät.
21102#Hesekiel,23,27#27. So mache ich ein Ende deinem Treubruch und deiner Buhlerei von Mizraimland an, daß du deine Augen zu ihnen nicht mehr hebst und Mizraims nicht mehr gedenkst.
21103#Hesekiel,23,28#28. Denn so spricht Gott, der Herr: Sieh, ich gebe dich in die Hand derer, die du haßt, in derer Hand, von denen deine Seele sich losgerissen.
21104#Hesekiel,23,29#29. Und sie werden im Haß mit dir verfahren, dir all deinen Mühertrag nehmen, nackt und bloß dich preisgeben, daß aufgedeckt wird deiner Buhlschaft Blöße, dein Treubruch und deine Unzucht.
21105#Hesekiel,23,30#30. Das tut man dir, da du hinter den Völkern herbuhltest, weil du unrein geworden an ihren Götzen.
21106#Hesekiel,23,31#31. Den Weg deiner Schwester bist du gegangen, so geb ich ihren Kelch in deine Hand.
21107#Hesekiel,23,32#32. So spricht Gott, der Herr: Deiner Schwester Kelch sollst du trinken, den tiefen und weiten - daß du zu Spott und Hohn wirst - der gar viel faßt.
21108#Hesekiel,23,33#33. Der Trunkenheit, des Grams wirst du voll. Den Kelch des Starrens und Erstarrens, den Kelch deiner Schwester Schomeron,
21109#Hesekiel,23,34#34. du sollst ihn trinken, leer ihn saugen und seine Scherben zerbeißen und deine Brüste raufen - denn ich habs geredet, ist Gottes Spruch, des Herrn.
21110#Hesekiel,23,35#35. Darum spricht so Gott, der Herr: Weil du mein vergessen und mich hinter deinen Rücken geworfen, so trag auch du an deinem Treubruch und deiner Buhlerei!'
21111#Hesekiel,23,36#36. Und der Ewige sprach zu mir: ,Menschensohn! Willst du Ohola und Oholiba richten? So sag ihnen ihre Greueltaten an!
21112#Hesekiel,23,37#37. Daß sie Ehebruch getrieben, Blut klebt an ihren Händen, sie mit ihren Götzen Ehebruch begangen; und selbst ihre Söhne, die sie mir geboren, haben sie jenen zugeführt zum Fraß.
21113#Hesekiel,23,38#38. Und dies noch taten sie mir an, befleckten mein Heiligtum desselben Tags, schändeten meine Sabbate.
21114#Hesekiel,23,39#39. Und schlachteten sie ihre Söhne ihren Götzen, so kamen sie desselben Tags in mein Heiligtum, es zu schänden. Sieh, solches taten sie in meinem Haus.
21115#Hesekiel,23,40#40. Nun erst, daß sie zu Männern sandten, die von weither kamen, zu denen ein Bote entsandt ward. Und sieh, sie kamen, für die du gebadet, dir die Augen geschminkt und mit Zierat dich geziert.
21116#Hesekiel,23,41#41. Auf einem Prunkbett saßest du, und ein Tisch war davor bereitet, und mein Räucherwerk und mein Öl stelltest du drauf,
21117#Hesekiel,23,42#42. und sorglos sicherer Menge Lärmen war dabei, und Männern aus dem Menschengewühl aus der Wüste brachte man Gesäuf. Und sie taten Spangen an ihre Arme und ein prächtig Diadem auf ihr Haupt.
21118#Hesekiel,23,43#43. Da sprach ich: Ehbrecherei der Welkenden? Werden sie nun ihre Buhlschaft treiben, wo sie doch . . .?
21119#Hesekiel,23,44#44. Aber man ging ein zu ihr. Wie man zu einem Buhlweib einkehrt, so ging man ein zu Ohola und Oholiba, den treubrüchigen Weibern.
21120#Hesekiel,23,45#45. Aber gerechte Männer, die sollen sie richten nach dem Recht für Weiber, die die Ehe brechen und Blut vergießen, denn Ehebrecherinnen sind sie, und Blut ist an ihren Händen.
21121#Hesekiel,23,46#46. Denn so spricht Gott, der Herr: Führt eine Volksschar wider sie heran und gebt sie hin zum Rütteln und zum Raub!
21122#Hesekiel,23,47#47. Steinigen soll sie die Volksschar, mit ihren Schwertern zerhaun, ihre Söhne und Töchter erschlagen und ihre Häuser im Feuer verbrennen.
21123#Hesekiel,23,48#48. So tilge ich Treubruch aus dem Land, daß sich alle Frauen Lehre nehmen und nicht Treubruch üben wie ihr.
21124#Hesekiel,23,49#49. So wird man euren Treubruch auf euch bürden, daß ihr die Sünden eurer Götzen tragt und erkennt, daß ich Gott, der Herr, bin.'
21125#Hesekiel,24,1#1. Und es erging das Wort des Ewigen an mich im neunten Jahr, im zehnten Monat, am Zehnten des Monats, besagend:
21126#Hesekiel,24,2#2. ,Menschensohn! Schreib dir die Bezeichnung des Tages, eben dieses Tages auf: Da stemmt sich der König von Babel wider Jeruschalaim, an eben diesem Tag.
21127#Hesekiel,24,3#3. Und gleiche Gleichnis dem Trutzhaus und sprich zu ihnen: So spricht Gott, der Herr: Stell hin den Topf, stell hin / auch gieß drein Wasser! /
21128#Hesekiel,24,4#4. Tu ihre Stücke drein / alle guten Stücke / Lende und Schulter / erlesne Knochenstücke füll hinein. /
21129#Hesekiel,24,5#5. Erlesne Schafe nimm / auch Knochen rundum drunter. / Laß sieden seinen Sud! / Schon sind drin gar die Knochen.
21130#Hesekiel,24,6#6. Darum spricht so Gott, der Herr: Weh, Stadt des Bluts / Topf, voll mit Schmutz darin / daraus der Schmutz nicht schwindet. / Nimm sie mit Stück um Stück heraus / fiel drauf kein Los. /
21131#Hesekiel,24,7#7. Denn in ihr blieb ihr Blut / auf Dürrfels tat sie's / goß es nicht hin zu Boden / darüber Staub zu decken. /
21132#Hesekiel,24,8#8. Grimm hochzufachen / die Rache zu rächen / tu ich auf dürren Fels ihr Blut / daß nimmer es bedeckt wird.
21133#Hesekiel,24,9#9. Darum spricht so Gott, der Herr: Weh, Stadt des Bluts! / So will auch ich den Holzstoß höhn! /
21134#Hesekiel,24,10#10. Viel Holz herbei / laß zünden den Brand / versiede das Fleisch / verkoch die Brühe / daß die Knochen veraschen! /
21135#Hesekiel,24,11#11. Dann stell ihn leer auf seine Kohlen / daß er sich hitzt / sein Erz erglüht / wegschmilzt in ihm sein Schmutz / versiedet sein Sudel! /
21136#Hesekiel,24,12#12. Vergeblich das Mühn / geht nicht aus ihm der viele Sudel / seines Sudels Stank.
21137#Hesekiel,24,13#13. Ob deiner Unreinheit im Treubruch, weil ich dich reinigen wollte, du aber nicht rein wurdest von deiner Unreinheit, so sollst du nun nicht mehr rein werden, bis ich meinen Grimm an dir befriedigt.
21138#Hesekiel,24,14#14. Ich, der Ewige, habs geredet, es kommt, ich tu's! Ich laß nicht nach, kenn keine Schonung, kein Bedenken. Nach deinem Wandel und deinem Handeln sollen sie dich richten, ist Gottes Spruch, des Herrn.'
21139#Hesekiel,24,15#15. Und es erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
21140#Hesekiel,24,16#16. ,Menschensohn! Sieh, ich nehme dir deiner Augen Lust im Gottesschlag; doch du sollst nicht klagen noch weinen, nicht sollen dir Tränen kommen.
21141#Hesekiel,24,17#17. Das Seufzen hemme, Totentrauer halte nicht, deinen Kopfbund binde dir um, und deine Schuhe tu an deine Füße, verhülle den Lippenbart nicht und Brot der Leute iß nicht.'
21142#Hesekiel,24,18#18. So redete ich am Morgen zum Volk, am Abend aber starb mein Weib, und ich tat am Morgen, wie mir befohlen.
21143#Hesekiel,24,19#19. Da sprach zu mir das Volk: ,Willst du uns nicht sagen, was das uns soll, daß du so tust?'
21144#Hesekiel,24,20#20. Und ich sprach zu ihnen: ,Des Ewigen Wort ist an mich ergangen, besagend:
21145#Hesekiel,24,21#21. Sprich zum Haus Jisraël: So spricht Gott, der Herr: Sieh, ich schände mein Heiligtum, eures Trotzes Stolz, eurer Augen Lust und eurer Seele Liebling, und eure Söhne und eure Töchter, die ihr verlassen, werden durchs Schwert fallen.
21146#Hesekiel,24,22#22. Dann werdet ihr tun, wie ich getan, den Lippenbart nicht verhüllen, Brot der Leute nicht essen,
21147#Hesekiel,24,23#23. mit eurem Kopfbund auf dem Haupt und euren Schuhen an den Füßen, nicht klagen und nicht weinen, sondern hinmodern in euren Sünden und aufstöhnen einer zum andern.
21148#Hesekiel,24,24#24. Da wird Jeheskel euch Wahrbeweis sein; ganz wie er getan, werdet ihr tun, wenn es kommt, und ihr werdet erkennen, daß ich der Ewige bin.
21149#Hesekiel,24,25#25. Du aber, Menschensohn! Fürwahr, an dem Tag, da ich ihnen ihre Veste nehme, ihre Pracht und Wonne, ihrer Augen Lust und ihrer Seele Sehnen - ihre Söhne und ihre Töchter -
21150#Hesekiel,24,26#26. an jenem Tag, da die Entronnenen zu dir kommen, es den Ohren zu melden,
21151#Hesekiel,24,27#27. an jenem Tag wird dein Mund sich auftun vor den Entronnenen, und du wirst reden und nicht mehr stumm sein, und du wirst ihnen Wahrbeweis sein, und sie werden erkennen, daß ich der Ewige bin.'
21152#Hesekiel,25,1#1. Und es erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
21153#Hesekiel,25,2#2. ,Menschensohn! Richte dein Antlitz zu den Söhnen Ammons und weissage über sie
21154#Hesekiel,25,3#3. und sprich zu den Söhnen Ammons: Hört das Wort Gottes, des Herrn: So spricht Gott, der Herr: Weil du hei! gerufen über mein Heiligtum, daß es entweiht, und über Jisraëls Boden, daß er verödet, und über das Haus Jehuda, daß sie verschleppt fortgezogen -
21155#Hesekiel,25,4#4. darum, sieh, geb ich dich hin des Ostens Söhnen zum Erbbesitz, daß sie ihre Rundlager bei dir siedeln und ihre Wohnungen in dir errichten. Sie sollen deine Frucht essen, sie deine Milch trinken.
21156#Hesekiel,25,5#5. Und ich mache Rabba zur Trift für Kamele und der Söhne Ammons Land zum Lagerort der Schafe, daß ihr erkennt, daß ich der Ewige bin.
21157#Hesekiel,25,6#6. Denn so spricht Gott, der Herr: Weil du in die Hände geschlagen und den Fuß in Flicken getan, mit der ganzen Seele Hohn dich gefreut über Jisraëls Land,
21158#Hesekiel,25,7#7. darum, sieh, strecke ich meine Hand aus über dich und gebe dich den Völkern zum Raub, rotte dich aus von den Nationen und mache dich schwinden aus den Ländern, will dich vertilgen, daß du erkennst, daß ich der Ewige bin.
21159#Hesekiel,25,8#8. So spricht Gott, der Herr: Weil Moab und Sëir sagen: Sieh, wie alle Völker ist das Haus Jehuda,
21160#Hesekiel,25,9#9. darum, sieh, lege ich Moabs Schulter frei; von den Städten her, seinen Städten, an seinem Ende, der Lust des Landes, Bet-ha-Jeschimot, Baal-Meon und Kirjataim.
21161#Hesekiel,25,10#10. Des Ostens Söhnen geb ichs nebst den Söhnen Ammons zum Besitz, da nicht mehr gedacht wird der Söhne Ammons unter den Völkern.
21162#Hesekiel,25,11#11. An Moab aber vollstrecke ich Strafgericht, damit man erkennt, daß ich der Ewige bin.
21163#Hesekiel,25,12#12. So spricht Gott, der Herr: Weil Edom in Rache gehandelt am Haus Jehuda und, da sie schuldig geworden, sich an ihnen gerächt,
21164#Hesekiel,25,13#13. darum spricht so Gott, der Herr: Ich strecke meine Hand aus über Edom und tilge aus ihm Mensch und Vieh, machs zu Wüstenei von Teman bis Dedan - durchs Schwert sollen sie fallen.
21165#Hesekiel,25,14#14. Und ich schaffe meine Rache in Edom durch mein Volk Jisraël, und sie sollen an Edom tun nach meinem Grimm und meinem Zorn, daß sie meine Rache erfahren, ist Gottes Spruch, des Herrn.
21166#Hesekiel,25,15#15. So spricht Gott, der Herr: Weil die Pelischtäer in Rache gehandelt und Rache geübt mit der Seele Hohn, verderbend, in ewigem Haß,
21167#Hesekiel,25,16#16. darum spricht so Gott, der Herr: Sieh, ich strecke meine Hand über die Pelischtäer und rotte aus die Kereter und mache schwinden den Rest der Meeresküste
21168#Hesekiel,25,17#17. und tue an ihnen furchtbare Rachetaten in grimmer Züchtigung: Damit man erkennt, daß ich der Ewige bin, wenn ich meine Rache über sie bringe.'
21169#Hesekiel,26,1#1. Und es war im elften Jahr, am Ersten des Monats, da erging des Ewigen Wort an mich, besagend:
21170#Hesekiel,26,2#2. ,Menschensohn! / Weil Zor über Jeruschalaim gesprochen: Hei! / Zertrümmert ist die Völkerpforte / mir zieht es zu / ich will mich füllen / da sie verödet;
21171#Hesekiel,26,3#3. darum spricht so Gott, der Herr: Sieh, ich komme über dich, Zor, führe wider dich heran viele Völker, wie das Meer seine Wellen heranjagt.
21172#Hesekiel,26,4#4. Die sollen Zors Mauern zerstören und seine Türme stürzen, ich fege sein Erdreich fort von ihm und mache es zum dürren Fels.
21173#Hesekiel,26,5#5. Ein Auslegplatz für Netze soll es sein in Meeres Mitte; denn ich habs geredet, ist Gottes Spruch, des Herrn, daß es den Völkern zur Beute werde.
21174#Hesekiel,26,6#6. Seine Tochterstädte aber im Landgefild werden mit dem Schwert erschlagen, damit man erkennt, daß ich der Ewige bin.
21175#Hesekiel,26,7#7. Denn so spricht Gott, der Herr: Sieh, ich bringe gegen Zor Nebuchadrezzar, den König von Babel, vom Norden, der Könige König, mit Roß und Wagen, mit Reitern und Schwarm und vielem Volk.
21176#Hesekiel,26,8#8. Deine Tochterstädte im Landgefild wird er mit dem Schwert erschlagen, baut Türme gegen dich auf, schüttet wider dich einen Wall und errichtet wider dich das Schilddach.
21177#Hesekiel,26,9#9. Und seines Kampfes Ansturm setzt er gegen deine Mauern, und deine Türme trümmert er mit seinen Schwertern.
21178#Hesekiel,26,10#10. Von seiner Rosse Schwall hüllt dich ihr Staub, vor dem Gedröhn der Reiter, Rad und Wagen erzucken deine Mauern, wenn er in deine Tore dringt, so wie man eindringt in erbrochne Stadt.
21179#Hesekiel,26,11#11. Mit seiner Rosse Hufen zerstampft er all deine Gassen, dein Volk erschlägt er mit dem Schwert, und deines Trotzes Standmal stürzt zu Boden.
21180#Hesekiel,26,12#12. Und sie plündern deinen Reichtum, rauben deine Waren, stürzen deine Mauern, trümmern die Häuser deiner Lust und tun deine Steine und dein Holz und deinen Schutt ins Wasser.
21181#Hesekiel,26,13#13. Ein Ende mach ich deiner Lieder Rauschen, und nie mehr hört man deiner Zither Klang.
21182#Hesekiel,26,14#14. Ich mache dich zum dürren Fels: Ein Auslegeplatz für Netze soll es sein, wird nie mehr aufgebaut! Denn ich, der Ewige, habs geredet, ist Gottes Spruch, des Herrn.
21183#Hesekiel,26,15#15. So spricht Gott, der Herr, zu Zor: Sieh doch, von deines Sturzes Krachen, bei der Durchbohrten Stöhnen, wenn die Erschlagnen fallen in deiner Mitte, zucken die Seelande.
21184#Hesekiel,26,16#16. Herab steigen von ihren Thronen alle Meeresfürsten, tun ab ihr Oberkleid und ziehen aus ihre buntgewirkten Gewänder, in Schrecken gewanden sie sich, auf dem Boden kauern sie, beben alleweilen und starren ob dir.
21185#Hesekiel,26,17#17. Und sie stimmen über dich ein Totenlied an und sprechen zu dir: Wie bist du dahin / die an Meeren gelagert / ruhmreiche Stadt / seemächtig gewesen / sie und ihre Sassen / die Schrecken gelegt / auf all ihre Umwohner. /
21186#Hesekiel,26,18#18. Nun beben die Seelande / am Tag deines Sturzes / bestürzt sind die Inseln im Meer / ob deines Ausgangs.
21187#Hesekiel,26,19#19. Denn so spricht Gott, der Herr: Da ich dich mache zur verödeten Stadt, gleich unbewohnten Städten, heranführe über dich die Flut, daß dich die vielen Wasser decken,
21188#Hesekiel,26,20#20. da senk ich dich hinab zu denen, die zur Grube gefahren, zum Volk der Vorzeit, und laß dich hausen in der Unterwelt, den Wüsteneien der Urzeit gleich, bei denen, die zur Grube gefahren, auf daß du nicht mehr bestehst und Gebreste legst auf der Lebenden Land.
21189#Hesekiel,26,21#21. Zu Schreckgestalten mach ich dich, du bist nicht mehr; man sucht dich, findet nimmer dich in Ewigkeit! ist Gottes Spruch, des Herrn.'
21190#Hesekiel,27,1#1. Und es erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
21191#Hesekiel,27,2#2. ,Du aber, Menschensohn / stimm über Zor an Totenklage /
21192#Hesekiel,27,3#3. und sprich zu Zor: / Die du wohnst an Meeres Pforten / die Völker beliefernd / viel Seelanden zu / so spricht Gott, der Herr: / Zor, du sprichst: / Bin vollkommen in Schönheit. /
21193#Hesekiel,27,4#4. In der Meere Herzen ist deine Gemarkung / vollendet schufen, die dich bauten, deine Schönheit.
21194#Hesekiel,27,5#5. Zypressen vom Senir her bauten sie dir zu allen Planken, vom Libanon die Zeder holten sie, den Mast über dir zu errichten.
21195#Hesekiel,27,6#6. Aus Eichen vom Baschan machten sie deine Ruder, bereiteten dein Deckbrett: Elfenbein auf Zederfichten von der Kittäer Seeland.
21196#Hesekiel,27,7#7. Aus buntgewirktem Byssus aus Mizraim war dein Tuch, als Wimpel dir zu dienen, der Purpur, blau und rot von Elischas Seelanden, war Decke dir.
21197#Hesekiel,27,8#8. Die Sassen Zidons und Arwads waren Ruderer dir, es waren deine Weisen bei dir, Zor, sie deine Schiffer.
21198#Hesekiel,27,9#9. Die Ältesten Gebals und seine Weisen waren bei dir, besserten aus dein Leck, die Meeresschiffe alle mit ihren Seeleuten waren bei dir, dir Tauschwert zu erstatten.
21199#Hesekiel,27,10#10. Paras, Lud und Put waren in deinem Heer, als Kriegsmannen dir, Schild hängten sie und Helm auf bei dir. Sie schenkten dir Glanz.
21200#Hesekiel,27,11#11. Die Söhne Arwads waren mit deiner Kriegsmacht auf deinen Mauern ringsum, die Gammadäer waren auf deinen Türmen; ihre Köcher hängten sie rings an deine Mauern. Sie vollendeten deine Schönheit.
21201#Hesekiel,27,12#12. Tarschisch war dir Kundin von der Fülle jeglichen Guts, in Silber, Eisen, Zinn und Blei erstatteten sie dirs zur Überlassung.
21202#Hesekiel,27,13#13. Jawan, Tubal und Meschech, sie waren deine Käufer, Menschen und ehernes Gerät gaben sie dir zur Erstattung.
21203#Hesekiel,27,14#14. Von Bet-Togarma brachten sie Pferde, Stuten und Maultiere dir zur Überlassung.
21204#Hesekiel,27,15#15. Die Söhne Dedans waren deine Käufer, viele Seelande der Markt deines Bereichs; mit Tierzahnzacken und Elfenbein erstatteten sie dir Abgabe.
21205#Hesekiel,27,16#16. Aram war dir Kundin aus der Fülle deiner Erzeugnisse; mit Karfunkeln, Rotpurpur und Buntstickerei, mit Byssus, Perlmuscheln und Rubinen erstatteten sie dirs zur Überlassung.
21206#Hesekiel,27,17#17. Jehuda und das Land Jisraël, sie waren deine Käufer: In Weizen von Minnit, Backwerk und Honig, Öl und Balsam gaben sie dir die Erstattung.
21207#Hesekiel,27,18#18. Dammesek war dir Kundin von der Fülle deiner Erzeugnisse, der Menge jeglichen Guts, Wein von Helbon und Wolle. Zahar
21208#Hesekiel,27,19#19. und Dan und Jawan, in Feingespinst erstatteten sie's dir zur Überlassung, poliertes Eisen, Kassia und Würzrohr war bei deinem Eintausch.
21209#Hesekiel,27,20#20. Dedan war dir Kundin gegen Satteldecken zum Reiten.
21210#Hesekiel,27,21#21. Arab und alle Fürsten Kedars, sie waren Kunden deines Bereichs gegen Mastlämmer, Widder und Böcke, damit waren sie dir Kunden;
21211#Hesekiel,27,22#22. die Händler von Scheba und Ra'ma, sie waren deine Käufer: In allerfeinstem Balsam, allerlei Edelgestein und Gold erstatteten sie dirs zur Überlassung.
21212#Hesekiel,27,23#23. Haran, Kanne und Eden, Schebas Krämer, Aschschur und Kilmad waren deine Käufer.
21213#Hesekiel,27,24#24. Sie waren deine Käufer gegen Prachtgewänder, Mäntel in Blaupurpur und Buntstickerei, mehrfarbige Tücher, gedrehte und mit Zedernharz geteerte Taue für deinen Markt.
21214#Hesekiel,27,25#25. Tarschischschiffe zogen dir dahin mit deinem Eintausch, du fülltest dich, warst reich beladen im Herzen der Meere.
21215#Hesekiel,27,26#26. In viele Wasser brachten deine Ruderer dich - der Ostwind brach dich in der Meere Herzen.
21216#Hesekiel,27,27#27. Dein Reichtum, was dir überlassen, dein Eintausch, deine Seeleute und Schiffer, Leckausbesserer und Tauschguterstatter und alle deine Kriegsmannen bei dir, samt all deiner Volksschar in deiner Mitte - sie sinken in der Meere Herzen am Tag deines Sturzes.
21217#Hesekiel,27,28#28. Vom Jammerschrei deiner Schiffer zucken die Küsten.
21218#Hesekiel,27,29#29. Da steigen von ihren Schiffen alle, die das Ruder führen, die Seeleute, alle die Schiffer des Meeres, bleiben zulande,
21219#Hesekiel,27,30#30. lassen schallen über dich ihre Stimme und klagen bitterlich, tun Staub auf ihre Häupter und wälzen sich in Asche,
21220#Hesekiel,27,31#31. scheren sich kahl um dich, gürten sich mit Sackzeug und weinen um dich in Bitternis der Seele, bittre Klage.
21221#Hesekiel,27,32#32. Sie stimmen um dich an in ihrem Jammer Klagelied, beklagen dich: Wer ist wie Zor / gleich Todesstille / in Meeres Mitten?
21222#Hesekiel,27,33#33. Da deine Waren von den Meeren kamen, sättigtest du viele Völker, mit der Fülle deiner Schätze und deinem Eintausch machtest du reich die Könige der Erde.
21223#Hesekiel,27,34#34. Nun du zerschmettert bist von den Meeren in des Wassers Tiefen, ist dein Eintausch und all deine Volksschar in dir drin versunken.
21224#Hesekiel,27,35#35. Alle Wohner der Seelande sind starr über dich, und ihre Könige, schaudernd erschauern sie mit grollendem Antlitz.
21225#Hesekiel,27,36#36. Die Krämer unter den Völkern zischeln über dich, zu Schreckgestalten wardst du, bist nimmer in Ewigkeit.'
21226#Hesekiel,28,1#1. Und es erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
21227#Hesekiel,28,2#2. ,Menschensohn! Sprich zum Fürsten von Zor: So spricht Gott, der Herr: Weil dein Herz sich überhob und du sprachst: Ein Gott bin ich, am Göttersitz sitz ich in der Meere Herzen! Wo du ein Mensch doch bist und kein Gott, und setztest deinen Verstand dem eines Gottes gleich.
21228#Hesekiel,28,3#3. Sieh, weiser warst du als Danijel, kein Geheimnis war dir dunkel.
21229#Hesekiel,28,4#4. Durch deine Weisheit und Einsicht schafftest du dir Reichtum, gewannst Silber und Gold in deinen Schatzkammern.
21230#Hesekiel,28,5#5. Durch deine große Klugheit in deinem Handel mehrtest du deinen Reichtum; da überhob sich dein Herz ob deines Reichtums.
21231#Hesekiel,28,6#6. Darum spricht so Gott, der Herr: Weil du deinen Verstand dem eines Gottes gleichgesetzt,
21232#Hesekiel,28,7#7. darum, sieh, bringe ich Fremde über dich, die Frechsten der Völker, und sie ziehen ihre Schwerter über die Pracht deiner Klugheit und schänden deinen Glanz.
21233#Hesekiel,28,8#8. Zur Grube stürzen sie dich hinab, daß du stirbst, den Tod Erschlagner in der Meere Herzen.
21234#Hesekiel,28,9#9. Willst du da sprechen: Ein Gott bin ich - angesichts deines Würgers, wo du Mensch doch bist, nicht Gott, in der Hand deiner Schänder?
21235#Hesekiel,28,10#10. Den Tod von Taumelnden stirbst du durch der Fremden Hand; denn ich habs geredet, ist Gottes Spruch, des Herrn.'
21236#Hesekiel,28,11#11. Und es erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
21237#Hesekiel,28,12#12. ,Menschensohn! Stimm Totenklage an um den König von Zor und sprich zu ihm: So spricht Gott, der Herr: Du Siegler des Schatzes, reich an Kunst, vollendet an Schöne!
21238#Hesekiel,28,13#13. In Eden, im Garten Gottes warst du, allerlei edle Steine waren unter deinem Schirm; Rubin, Topas und Onyx, Chrysolith, Schoham und Jaspis, Saphir, Karfunkel, Smaragd und Gold war das Werk in deinen Bäuschen und Vertiefungen an dir; am Tag, da du geschaffen, waren sie bereitet.
21239#Hesekiel,28,14#14. Du warst der Kerub, als Schirmender gesalbt. Ich bestellte dich, daß du auf heilgem Götterberg warst, mitten unter flammenden Steinen schrittest du einher.
21240#Hesekiel,28,15#15. Untadlig warst du in deinem Wandel seit deiner Schöpfung Tag, bis Ungebühr sich an dir fand.
21241#Hesekiel,28,16#16. Bei deines Handels Fülle häufte sich in dir Gewalttat, du fielst in Sünde. Da schändete ich dich vom Götterberg, tilgte dich, den gesalbten Kerub, mitten aus dem flammenden Gestein.
21242#Hesekiel,28,17#17. Es hatte sich dein Herz überhoben ob deiner Schönheit, du zerstörtest deine Kunst samt deinem Glanz; zur Erde warf ich dich, gab Königen dich preis, an dir sich zu weiden.
21243#Hesekiel,28,18#18. Durch deiner Frevel Fülle, durch deines Handels Ungebühr hast du geschändet deine Heiligtümer. So laß ich Feuer aus dir fahren, das frißt dich, und ich mache dich zur Asche auf der Erde vor den Augen aller, die dich sehen.
21244#Hesekiel,28,19#19. Alldie dich kennen unter den Völkern, sind entsetzt ob dir, zu Schreckgestalten wardst du, bist nimmer in Ewigkeit!'
21245#Hesekiel,28,20#20. Und es erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
21246#Hesekiel,28,21#21. ,Menschensohn! Richte dein Antlitz gegen Zidon, weissage darüber
21247#Hesekiel,28,22#22. und sprich: So spricht Gott, der Herr: Ich will an dich, Zidon, daß ich mir Ehre schaffe in deiner Mitte, und man erkennt, daß ich der Ewige bin, wenn ich darin Strafgerichte vollstrecke und mich in ihr heilig erweise.
21248#Hesekiel,28,23#23. Und ich schicke darein Seuche und Blut auf ihre Gassen, daß Erschlagene gefällt werden in ihrer Mitte vom Schwert rings darum, damit man erkennt, daß ich der Ewige bin.
21249#Hesekiel,28,24#24. Dann soll es für das Haus Jisraël keinen quälenden Dorn und schmerzenden Stachel mehr geben von allen rings um sie, die ihrer höhnen, und sie sollen erkennen, daß ich Gott, der Herr, bin.
21250#Hesekiel,28,25#25. So spricht Gott, der Herr: Wenn ich das Haus Jisraël sammle aus den Völkern, unter die sie zersprengt sind, dann will ich mich heilig erweisen an ihnen vor den Augen der Völker, und sie sollen auf ihrem Boden bleiben, den ich meinem Knecht Jaakob gegeben.
21251#Hesekiel,28,26#26. Sie sollen darauf in Sicherheit weilen, Häuser bauen, Weinberge pflanzen und sicher weilen, wenn ich Strafgericht vollstrecke an all denen, die rings um sie ihrer höhnen, und sie sollen erkennen, daß ich der Ewige, ihr Gott, bin.'
21252#Hesekiel,29,1#1. Im zehnten Jahr, am Zwölften des zehnten Monats, erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
21253#Hesekiel,29,2#2. ,Menschensohn! Richte dein Antlitz wider Par'o, den König von Mizraim, und weissage über ihn und über ganz Mizraim!
21254#Hesekiel,29,3#3. Rede und sprich: So spricht Gott, der Herr: Ich will an dich, Par'o, König von Mizraim, du Großkrokodil, das mitten in seinen Strömen lagert und das da spricht: Mein ist der Strom / und ich hab mich geschaffen.
21255#Hesekiel,29,4#4. So leg ich dir die Haken an die Kiefern, laß haften die Fischbrut deiner Ströme an deinen Schuppen, zieh dich herauf mitten aus deinen Strömen samt aller Fischbrut deiner Ströme, die da an deinen Schuppen klebt,
21256#Hesekiel,29,5#5. und gebe dich preis in die Wüste, dich samt aller Fischbrut deiner Ströme; auf des Feldes Fläche sollst du liegen, sollst nicht heimgeholt noch eingebracht werden, dem Getier des Landes und dem Vogelvolk des Himmels geb ich dich hin zum Fraß,
21257#Hesekiel,29,6#6. damit alle Bewohner Mizraims erkennen, daß ich der Ewige bin, weil sie eine Stütze von Schilfrohr waren für das Haus Jisraël.
21258#Hesekiel,29,7#7. Faßten sie dich in die Hand, zerknicktest du und rissest ihnen allen die Schulter auf, und stützten sie sich auf dich, brachst du und pfähltest ihnen allen die Hüfte.
21259#Hesekiel,29,8#8. Darum spricht so Gott, der Herr: Sieh, ich bringe über dich das Schwert und tilge aus dir Mensch und Vieh.
21260#Hesekiel,29,9#9. Und es wird Mizraimland zu Öde und Wüstenei, damit man erkennt, daß ich der Ewige bin, weil es sprach: Mein ist der Strom / und ich hab geschaffen.
21261#Hesekiel,29,10#10. Darum, sieh, will ich an dich und deine Ströme und mache Mizraimland zu Wüsteneien, zu starrender Wüste von Migdol bis Sewen und bis zur Grenze von Kusch.
21262#Hesekiel,29,11#11. Nicht durchwandert es eines Menschen Fuß, und keines Tieres Schritt zieht dort hindurch. Unbewohnt soll es bleiben vierzig Jahre.
21263#Hesekiel,29,12#12. Und ich mache Mizraimland zur Öde inmitten verödeter Lande, und seine Städte sollen inmitten verwüsteter Städte verödet liegen vierzig Jahre, und ich zerstreue Mizraim unter die Völker und zersprenge sie unter die Lande.
21264#Hesekiel,29,13#13. Denn so spricht Gott, der Herr: Nach Ablauf von vierzig Jahren will ich Mizraim sammeln aus den Völkern, dahin sie zerstreut sind,
21265#Hesekiel,29,14#14. und will Mizraim wiederherstellen und sie wiederbringen in das Land Patros, nach dem Land ihres Ursprungs. Dort sollen sie ein niedrig Königreich sein.
21266#Hesekiel,29,15#15. Niedriger als die Königreiche soll es sein und sich nicht mehr erheben über die Völker, und ich will sie gering halten, daß sie nicht Gewalt haben über die Völker,
21267#Hesekiel,29,16#16. und daß sie dem Haus Jisraël nicht mehr ein Verlaß seien, der ihre Schuld in Erinnerung bringt, wenn sie sich nach ihnen kehren, und daß man erkennt, daß ich Gott, der Herr, bin.'
21268#Hesekiel,29,17#17. Und es war im siebenundzwanzigsten Jahr, am Ersten des ersten Monats, da erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
21269#Hesekiel,29,18#18. ,Menschensohn! Nebuchadrezzar, der König von Babel, hat sein Heer schwere Arbeit tun lassen an Zor: Jeder Kopf ward kahl gerupft und jede Schulter geschunden, aber Lohn ward keiner ihm und seinem Heer vor Zor für die Arbeit, die er darob getan.
21270#Hesekiel,29,19#19. Darum spricht so Gott, der Herr: Sieh, ich gebe Nebuchadrezzar, dem König von Babel, das Land Mizraim, daß er sein Gepränge fortträgt, seine Beute faßt, seinen Raub rafft, und dies seinem Heer Lohn wird.
21271#Hesekiel,29,20#20. Als seinen Werklohn, um den er gedient, gebe ich ihm das Land Mizraim, weil sie für mich geschafft, ist Gottes Spruch, des Herrn.
21272#Hesekiel,29,21#21. An jenem Tag laß ich aufsprossen ein Horn dem Haus Jisraël, dir aber gewähre ichs, den Mund aufzutun in ihrer Mitte, und sie sollen erkennen, daß ich der Ewige bin.'
21273#Hesekiel,30,1#1. Und es erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
21274#Hesekiel,30,2#2. ,Menschensohn! Weissage und sprich: So spricht Gott, der Herr: Wehklaget: Weh des Tags. /
21275#Hesekiel,30,3#3. Denn nah ist der Tag / nah ist des Ewigen Tag / Tag des Gewölks / der Völker Stunde ist es.
21276#Hesekiel,30,4#4. Da bricht das Schwert ein in Mizraim, es kommt ein Zittern über Kusch, wenn Erschlagene in Mizraim fallen, man sein Gepränge raubt, zerstört werden seine Grundfesten.
21277#Hesekiel,30,5#5. Kusch und Put und Lud und alles Steppenvolk und Kub und des Bundeslandes Söhne sollen mit ihnen durch das Schwert fallen.
21278#Hesekiel,30,6#6. So spricht der Ewige: Es fallen da Mizraims Stützen, herabfährt seines Trotzes Hochmut, von Migdol bis Sewen fallen sie drin durchs Schwert, ist der Spruch Gottes, des Herrn.
21279#Hesekiel,30,7#7. Veröden sollen sie inmitten öder Lande, und seine Städte sollen inmitten verwüsteter Städte sein,
21280#Hesekiel,30,8#8. damit man erkennt, daß ich der Ewige bin, wenn ich Feuer anleg in Mizraim, und gebrochen werden all seine Helfer.
21281#Hesekiel,30,9#9. An jenem Tag sollen Boten ausgehn vor mir her auf Schiffen, Kusch aus seiner Sicherheit aufzuschrecken, es kommt ein Zittern über sie wie an Mizraims Tag, denn sieh, es kommt.
21282#Hesekiel,30,10#10. So spricht Gott, der Herr: Ein Ende mach ich dem Gepränge Mizraims durch die Hand Nebuchadrezzars, des Königs von Babel.
21283#Hesekiel,30,11#11. Er und sein Volk mit ihm, die Frechsten der Völker, werden herangeführt, das Land zu verderben, sie zücken ihre Schwerter über Mizraim und füllen das Land mit Erschlagenen.
21284#Hesekiel,30,12#12. Ich mache die Ströme zur Trocknis und verkaufe das Land in die Hand von Bösewichtern, und ich verwüste das Land und dessen Fülle durch die Hand von Fremden; ich, der Ewige, habe geredet!
21285#Hesekiel,30,13#13. So spricht Gott, der Herr: Vernichten will ich die Götzen, ein Ende machen den Nichtsen von Nof und dem Fürsten von Mizraimland, daß es keinen mehr gibt. Und ich lege Furcht auf das Land Mizraim,
21286#Hesekiel,30,14#14. veröde Patros und lege Feuer an Zoan und vollstrecke Gerichte an No,
21287#Hesekiel,30,15#15. gieße aus meinen Grimm über Sin, Mizraims Bollwerk, und tilge No's Gepränge.
21288#Hesekiel,30,16#16. Und ich lege Feuer an Mizraim, in Wehn soll Sin sich winden, und No: da wirds erbrochen, Nof: Feinde am hellen Tag.
21289#Hesekiel,30,17#17. Die Jünglinge von Awen und Pi-Beset fallen durchs Schwert, und sie, sie wandern in Gefangenschaft.
21290#Hesekiel,30,18#18. In Tehafnehes wird dunkel der Tag, wenn ich dort zerbreche Mizraims Balken, und still wird darin seines Trotzes Hochmut; es selbst: Gewölk bedeckt es, und seine Töchter wandern in Gefangenschaft.
21291#Hesekiel,30,19#19. So vollstrecke ich Strafgerichte an Mizraim, damit man erkennt, daß ich der Ewige bin.'
21292#Hesekiel,30,20#20. Und es war im elften Jahr, am Siebenten des ersten Monats, da erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
21293#Hesekiel,30,21#21. ,Menschensohn! Einen Arm Par'os, des Königs von Mizraim, hab ich zerbrochen, und sieh, nicht ward er verbunden, daß man ihm Heilung schaffte, ihm Wickel zum Verband machte, daß Kraft er gewänne, das Schwert zu ergreifen.
21294#Hesekiel,30,22#22. Darum spricht so Gott, der Herr: Ich will an Par'o, den König von Mizraim, und ich zerbreche seine Arme, den festen und den gebrochenen, und mache das Schwert fallen aus seiner Hand
21295#Hesekiel,30,23#23. und zersprenge die Mizräer unter die Völker und zerstreue sie unter die Lande.
21296#Hesekiel,30,24#24. Und ich festige die Arme des Königs von Babel und gebe mein Schwert in seine Hand, und ich zerbreche die Arme Par'os, daß er vor ihm wie ein Erschlagener stöhne.
21297#Hesekiel,30,25#25. Ich festige die Arme des Königs von Babel, Par'os Arme aber sollen herabsinken, damit man erkennt, daß ich der Ewige bin, wenn ich mein Schwert gebe in die Hand des Königs von Babel, daß er es schwingt gegen Mizraimland.
21298#Hesekiel,30,26#26. Und ich zersprenge die Mizräer unter die Völker und zerstreue sie in die Lande, damit man erkennt, daß ich der Ewige bin.'
21299#Hesekiel,31,1#1. Und es war im elften Jahr, am Ersten des dritten Monats, da erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
21300#Hesekiel,31,2#2. ,Menschensohn! Sprich zu Par'o, dem König von Mizraim, und zu seinem Gepränge:
21301#Hesekiel,31,3#3. Wem kamst du gleich in deiner Größe? / Sieh, eine Zederfichte auf dem Libanon / von herrlichem Geäst / und schattenreicher Waldeshöhe / und stolzem Wuchs / inmitten dichtbelaubter Bäume stand ihr Wipfel. /
21302#Hesekiel,31,4#4. Das Wasser hatt sie großgemacht / die Flut sie hochgetrieben / mit ihren Flüssen ziehend / rings um ihre Pflanzung / und ihre Wasserläufe entsendend / zu allen Bäumen des Feldes. /
21303#Hesekiel,31,5#5. Drum ragte ihr Wuchs / vor allen Bäumen des Feldes / reich ward ihr Gezweig / weitgedehnt ist Astwerk / von reichlichem Wasser sich streckend. /
21304#Hesekiel,31,6#6. In ihren Zweigen nistete / alles Vogelvolk des Himmels / und unter ihrem Astwerk warf / alles Getier des Feldes / in ihrem Schatten hausten / all die vielen Völker. /
21305#Hesekiel,31,7#7. Schön ward sie in ihrer Größe / der Weite ihrer Zweige / war doch ihre Wurzel / an reichlichem Wasser. /
21306#Hesekiel,31,8#8. Die Zedern bestanden nicht vor ihr / im Garten Gottes / Zypressen verglichen sich nicht / mit ihrem Gezweig / Platanen gab es keine / mit solchem Geäst; / kein Baum im Garten Gottes / glich ihr in ihrer Pracht. /
21307#Hesekiel,31,9#9. Schön hatt ich sie gemacht / in ihrer Zweige Fülle / es neideten sie alle Bäume Edens / die im Gottesgarten.
21308#Hesekiel,31,10#10. Darum spricht so Gott, der Herr: Weil du hochragtest im Wuchs - und weil sie ihren Wipfel zwischen die dichtbelaubten Bäume streckte, und sich ihr Herz erhob ob ihrer Höhe,
21309#Hesekiel,31,11#11. so gebe ich sie hin in die Hand eines Völkergewaltigen, der macht sich an sie; ob ihres Frevels jage ich sie fort.
21310#Hesekiel,31,12#12. Es hauen Fremde sie um, die Frechsten der Völker, und lassen sie stürzen; über die Berge hin, in alle Täler stürzen ihre Zweige, es zerbricht ihr Geäst in alle Schluchten der Erde, und herab fahren aus ihrem Schatten alle Völker der Erde und lassen sie liegen
21311#Hesekiel,31,13#13. - auf ihrem gefällten Stamm wohnten alle Vögel des Himmels, und unter ihrem Laubwerk waren alle Tiere des Feldes -
21312#Hesekiel,31,14#14. auf daß sich nicht mehr überheben ob ihres Wuchses alle Bäume am Wasser, und nicht ihren Wipfel unter die dichtbelaubten Bäume strecken und nicht stolz stehen ihre Stämme, alle Wasserschlürfenden; denn sie alle sind dem Tod preisgegeben, zur Unterwelt, inmitten der Menschenkinder, bei denen, die zur Grube hinabfahren.
21313#Hesekiel,31,15#15. So spricht Gott, der Herr: Am Tag, da sie hinabfährt zur Scheol, lasse ich trauern, sich verhüllen um sie die Flut, hemm ihre Ströme, daß innehalten die vielen Wasser, hüll in Düster ob ihrer den Libanon, und alle Bäume des Feldes sind ihrethalb umnachtet.
21314#Hesekiel,31,16#16. Vom Gedröhn ihres Sturzes mach ich die Völker zucken, wenn ich sie zur Scheol hinabstürze mit denen, die zur Grube fahren. Da getrösten sich in der Unterwelt alle Bäume Edens, die erlesenen und köstlichen des Libanon, alle Wasserschlürfenden.
21315#Hesekiel,31,17#17. Auch sie sind mit ihr zur Scheol hinabgefahren zu den Schwertdurchbohrten und zu ihres Arms Bereich, da sie in ihrem Schatten weilten inmitten der Völker.
21316#Hesekiel,31,18#18. Wem glichst du so an Herrlichkeit und Größe unter Edens Bäumen? - Und wardst hinabgestürzt mit Edens Bäumen zur Unterwelt. Inmitten Taumelnden liegst du da, bei Schwerterschlagnen! - Das ist Par'o und all sein Gepränge, ist Gottes Spruch, des Herrn.'
21317#Hesekiel,32,1#1. Und es war im zwölften Jahr, am Ersten des zwölften Monats, da erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
21318#Hesekiel,32,2#2. ,Menschensohn! Stimm Totenklage an um Par'o, den König von Mizraim, und sprich zu ihm: Der Völker Großtier schienst du / du glichst dem Krokodile in den Seen / und sprudeltest in deinen Strömen / mit deinen Füßen trübtest du die Wasser / und wühltest auf ihre Flüsse.
21319#Hesekiel,32,3#3. So spricht Gott der Herr: / Ich breite über dich mein Netz / bei vieler Völker Schar. / Die ziehn dich hoch in meinem Garn. /
21320#Hesekiel,32,4#4. Dann laß ich auf dem Land dich liegen / hinstrecken auf des Feldes Fläche / laß auf dir hausen alle Himmelsvögel / mach mit dir aller Erde Tiere satt; /
21321#Hesekiel,32,5#5. ich werfe auf die Berge deinen Leib / und füll die Täler an mit deinem Hochwuchs /
21322#Hesekiel,32,6#6. und tränk das Land mit deinem Rinnsel / mit deinem Blut hin an die Berge / Talgründe werden angefüllt mit dir. /
21323#Hesekiel,32,7#7. Ich hülle ein, wenn du erlischst, die Himmel / und kleid in Düster ihre Sterne / die Sonne hüll ich mit Gewölk / der Mond strahlt nimmer aus sein Licht. /
21324#Hesekiel,32,8#8. Am Himmel alle lichten Leuchten / ertrüb ich ob dir / bring Dunkel über dein Land / ist Gottes Spruch, des Herrn. /
21325#Hesekiel,32,9#9. Mach schmerzen vieler Völker Herz / wenn deinen Sturz ich zu den Völkern bringe / zu Ländern, die du nicht gekannt. /
21326#Hesekiel,32,10#10. Starr mach ob dir ich viele Völker / und ihre Könige erschaudern über dich / wenn ich mein Schwert vor ihrem Antlitz schwinge / und immer wieder sie erzittern / ein jeder um sein Leben / an deines Sturzes Tag.
21327#Hesekiel,32,11#11. Denn so spricht Gott, der Herr: / Das Schwert von Babels König kommt an dich. /
21328#Hesekiel,32,12#12. Durch Reckenschwerter fäll ich dein Gepränge / der Völker Frechste sie alle / daß sie verheeren Mizraims Stolz / vernichtet wird all sein Gepränge. /
21329#Hesekiel,32,13#13. Hinschwinden mach ich all sein Vieh / von den vielen Wassern / nicht trüben soll sie mehr des Menschen Fuß / des Tieres Klauen nimmer sie ertrüben. /
21330#Hesekiel,32,14#14. Abklaren laß ich ihre Wasser dann / und ihre Ströme gleiten so wie Öl / ist Gottes Spruch, des Herrn. /
21331#Hesekiel,32,15#15. Wenn ich Mizraimland zur Wüste und verödet mache / das Land von seiner Fülle / wenn ich da schlage alle, die drin weilen / daß man erkennt, daß ich der Ewige.
21332#Hesekiel,32,16#16. Totenklage ist dies, daß man sie klage, klagen sollen sie die Töchter der Völker, über Mizraim und all sein Gepränge sollen sie sie klagen, ist Gottes Spruch, des Herrn.'
21333#Hesekiel,32,17#17. Und es war im zwölften Jahr, am Fünfzehnten des Monats, da erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
21334#Hesekiel,32,18#18. ,Menschensohn! Jammre über das Gepränge Mizraims und senke es hinab, es und die Töchter mächtiger Völker, zur Unterwelt, mit denen, die zur Grube fahren.
21335#Hesekiel,32,19#19. Von dem fort, dem du lieb, fahr nun hinab / und bette dich bei Taumelnden.
21336#Hesekiel,32,20#20. Unter Schwerterschlagnen fallen sie, dem Schwert ists gegeben, man faßt es mit all seinem Gepränge!
21337#Hesekiel,32,21#21. Es reden es an die starken Recken aus Scheol hervor samt seinen Helfern. Hinabgesunken liegen da die Taumelnden, Schwerterschlagnen.
21338#Hesekiel,32,22#22. Da ist Aschschur und all seine Schar, rings um es her seine Gräber, sie alle Erschlagene, Schwertgefallene,
21339#Hesekiel,32,23#23. des Gräber in der Grube Tiefe gelegt sind, daß seine Schar ist rings um sein Grab, sie alle Erschlagene, Schwertgefallene, die Schrecken legten in der Lebenden Land.
21340#Hesekiel,32,24#24. Dort ist Elam und all sein Gepränge rings um sein Grab, sie alle Erschlagene, Schwertgefallene, die taumelnd hinabgefahren in die Unterwelt, die ihren Schrecken gelegt in der Lebenden Land und nun ihre Schmach tragen bei denen, die zur Grube fuhren.
21341#Hesekiel,32,25#25. Inmitten Erschlagener haben sie ihm ein Lager bereitet mit all seinem Gepränge, ringsumher ihre Gräber, sie alle Taumelnde, Schwerterschlagne, weil ihr Schrecken gelegt war in der Lebenden Land, drum tragen sie ihre Schmach bei denen, die zur Grube fuhren, inmitten von Erschlagenen ist es hingelegt.
21342#Hesekiel,32,26#26. Dort ist Meschech, Tubal und all sein Gepränge, ringsumher seine Gräber, sie alle Taumelnde, Schwerterschlagne, weil sie ihren Schrecken gelegt in der Lebenden Land.
21343#Hesekiel,32,27#27. Und liegen sie nicht bei den Helden, die gefallen von den Taumelnden, die zur Scheol hinabgefahren mit ihren Kriegswaffen, denen man die Schwerter unters Haupt gelegt, daß ihre Verschuldung hafte an ihrem Gebein? Denn der Helden Schrecken war in der Lebenden Land.
21344#Hesekiel,32,28#28. So wirst du zwischen Taumelnden zerschmettert, wirst liegen bei den Schwerterschlagnen!
21345#Hesekiel,32,29#29. Dort ist Edom, seine Könige und all seine Fürsten, die samt ihrer Heldenmacht zu den Schwerterschlagnen getan wurden, da liegen sie bei den Taumelnden, bei denen, die zur Grube fuhren.
21346#Hesekiel,32,30#30. Da sind die Gefürsteten des Nordens allesamt und alle Zidonier, die hinabfuhren zu den Erschlagenen bei ihrer Furchtbarkeit, mit ihrer Heldenmacht zuschanden geworden, sie liegen da, die Taumelnden bei den Schwerterschlagnen und tragen ihre Schmach bei denen, die zur Grube fuhren.
21347#Hesekiel,32,31#31. Die wird Par'o sehen und sich getrösten ob all seinem Gepränge, den Schwerterschlagnen, Par'o und all seine Heeresmacht, ist Gottes Spruch, des Herrn.
21348#Hesekiel,32,32#32. Denn ich lege meinen Schrecken in der Lebenden Land, und er wird gebettet inmitten Taumelnder, bei Schwerterschlagnen, Par'o und all sein Gepränge, ist Gottes Spruch, des Herrn.'
21349#Hesekiel,33,1#1. Und es erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
21350#Hesekiel,33,2#2. ,Menschensohn! Rede zu den Söhnen deines Volkes und sprich zu ihnen: Wenn ich über ein Land das Schwert kommen lasse, und das Volk des Landes nimmt einen Mann aus ihrer Gesamtheit, und sie bestellen sich ihn zum Späher,
21351#Hesekiel,33,3#3. und er sieht das Schwert über das Land kommen, stößt ins Horn und warnt das Volk -
21352#Hesekiel,33,4#4. wenn dann, wer mag, den Schall des Hornes hört, er sich aber nicht warnen läßt, und das Schwert kommt und rafft ihn, so kommt sein Blut über sein Haupt.
21353#Hesekiel,33,5#5. Den Schall des Horns hat er gehört und hat sich nicht warnen lassen - sein Blut kommt über ihn! Hat er sich aber warnen lassen, hat er seine Seele gerettet.
21354#Hesekiel,33,6#6. Und wenn der Späher das Schwert kommen sieht, aber nicht ins Horn stößt und das Volk nicht gewarnt wird, und nun kommt das Schwert und rafft eine Seele von ihnen hin: Der ist dann hingerafft um seine Schuld; doch sein Blut will aus des Spähers Hand ich fordern.
21355#Hesekiel,33,7#7. Du aber, Menschensohn! Als Späher hab ich dich bestellt dem Haus Jisraël. Und hörst du aus meinem Mund ein Wort, so sollst du sie von mir aus warnen.
21356#Hesekiel,33,8#8. Sage ich zum Frevler: Frevler, du mußt sterben - du aber redest nicht, den Frevler seines Wandels zu verwarnen, so soll jener, der Frevler, um seine Schuld sterben, doch sein Blut werde aus deiner Hand ich fordern.
21357#Hesekiel,33,9#9. Du aber, wenn du den Frevler seines Wandels verwarnt hast, von ihm umzukehren, und er kehrt nicht um von seinem Wandel, so soll er um seine Schuld sterben, du aber hast deine Seele gerettet.
21358#Hesekiel,33,10#10. Und du, Menschensohn, sprich zum Haus Jisraël: So habt ihr gesprochen: Ja, unsere Missetaten und Sünden sind an uns, und wir modern in ihnen hin; wie sollen wir da leben?
21359#Hesekiel,33,11#11. Sprich zu ihnen: Ich lebe! ist der Spruch Gottes, des Herrn: Ob Lust ich habe an des Frevlers Tod! Nein, daß der Frevler umkehrt von seinem Wandel und lebt. Kehrt um, kehrt um von eurem bösen Wandel! Und warum sollt ihr sterben, Haus Jisraël!
21360#Hesekiel,33,12#12. Du aber, Menschensohn, sprich zu den Söhnen deines Volkes: Die Rechtlichkeit des Gerechten wird ihn nicht retten am Tag seiner Missetat, und der Frevler nicht ob seines Frevels zu Fall kommen am Tag, da er umkehrt von seinem Frevel, und wer gerecht ist, kann nicht darum leben bleiben am Tag, da er sündigt.
21361#Hesekiel,33,13#13. Spreche ich über den Gerechten: Leben soll er, er aber verläßt sich auf seine Gerechtigkeit und übt Unrecht, so werden all seiner gerechten Taten nicht gedacht, und um sein Unrecht, das er geübt, darum soll er sterben.
21362#Hesekiel,33,14#14. Und spreche ich zum Frevler: Sterben sollst du, und er kehrt um von seiner Sünde und übt Recht und Redlichkeit,
21363#Hesekiel,33,15#15. gibt der Frevler das Verpfändete zurück, erstattet Geraubtes, wandelt in den Satzungen des Lebens, Unrecht nicht übend: Leben soll er, nicht sterben.
21364#Hesekiel,33,16#16. Alle seine Sünden, die er begangen, seien ihm nicht gedacht. Recht und Redlichkeit hat er geübt; leben soll er.
21365#Hesekiel,33,17#17. Da sprechen die Söhne deines Volkes: Nicht zu ermessen ist der Weg des Herrn! - Doch jene, ihr Weg ist nicht zu ermessen.
21366#Hesekiel,33,18#18. Wenn der Gerechte umkehrt von seiner Rechtlichkeit und Unrecht übt, so stirbt er darum.
21367#Hesekiel,33,19#19. Und wenn der Frevler umkehrt von seinem Frevel und Recht übt und Redlichkeit, soll er um ihretwillen leben.
21368#Hesekiel,33,20#20. Und ihr sprecht: Nicht zu ermessen ist der Weg des Herrn! Jeglichen nach seinem Wandel will ich euch richten, Haus Jisraël.'
21369#Hesekiel,33,21#21. Und es war im zwölften Jahr, am Fünften des zehnten Monats nach unserer Fortführung, da kamen zu mir die Entronnenen aus Jeruschalaim, sprechend: ,Geschlagen ist die Stadt.'
21370#Hesekiel,33,22#22. Die Hand des Ewigen aber war auf mir am Abend vor der Ankunft der Entronnenen, und er öffnete mir den Mund auf deren Ankunft am Morgen hin; da tat sich mein Mund auf, und ich war nicht länger stumm.
21371#Hesekiel,33,23#23. Und es erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
21372#Hesekiel,33,24#24. ,Menschensohn! Die Bewohner jener Trümmerstätten auf Jisraëls Boden sprechen: Einer war Abraham und bekam das Land, wir aber sind viele: Uns ist das Land gegeben zum Erbbesitz.
21373#Hesekiel,33,25#25. Darum sprich zu ihnen: So spricht Gott, der Herr: Beim Blut eßt ihr, und eure Augen hebt ihr zu euren Götzen, und Blut vergießt ihr - und wollt das Land besitzen?
21374#Hesekiel,33,26#26. Ihr habt euch auf euer Schwert gestellt, habt Greuel getan, geschändet einer des andern Weib - und wollt das Land besitzen?
21375#Hesekiel,33,27#27. So sollst du zu ihnen sprechen: So spricht Gott, der Herr: Ich lebe! Ob nicht jene, die auf den Trümmerstätten, durchs Schwert fallen, und ich, die auf des Feldes Fläche, dem Getier preisgebe zum Fraß, und die auf den Bergvesten und in den Höhlen, an der Pest sterben sollen!
21376#Hesekiel,33,28#28. Und ich mache das Land zu Öde und Wüstenei, daß es aus ist mit seines Trotzes Hochmut, starr liegen Jisraëls Berge, von Wanderern leer.
21377#Hesekiel,33,29#29. Da wird man erkennen, daß ich der Ewige bin, wenn ich das Land zu Öde und Wüstenei mache ob aller ihrer Greuel, die sie verübt.
21378#Hesekiel,33,30#30. Du aber, Menschensohn! Die Söhne deines Volkes, die dich bereden an den Mauern und in den Eingängen der Häuser, da redet einer zum andern, jeglicher zu seinem Bruder, und spricht: Kommt nur und hört, welch ein Wort da ausgeht vom Ewigen.
21379#Hesekiel,33,31#31. Und sie kommen zu dir, wie Volk zusammenkommt, und sitzen vor dir hin, mein Volk, und hören deine Worte an, aber tun nicht danach; denn Flötenklang machen sie draus in ihrem Mund, doch dem Gewinn geht ihr Herz nach.
21380#Hesekiel,33,32#32. Und du bist ihnen wie Flötenmusik, schön im Klang und trefflich gespielt, und so hören sie deine Worte, tun aber nicht nach ihnen.
21381#Hesekiel,33,33#33. Wenns aber kommt - sieh, es kommt! - dann werden sie wissen, daß ein Gottbegeisteter gewesen in ihrer Mitte.'
21382#Hesekiel,34,1#1. Und es erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
21383#Hesekiel,34,2#2. ,Menschensohn! Weissage über die Hirten Jisraëls, weissage und sprich zu ihnen, den Hirten: So spricht Gott, der Herr: Weh ob der Hirten Jisraëls, die sich selber geweidet! Sollen die Hirten nicht die Schafe weiden?
21384#Hesekiel,34,3#3. Das Fett eßt ihr, in die Wolle kleidet ihr euch, das Gemästete schlachtet ihr - die Schafe weidet ihr nicht.
21385#Hesekiel,34,4#4. Die Schwächlichen habt ihr nicht gekräftigt, das Kranke nicht geheilt, das Gebrochene nicht verbunden, das Versprengte nicht zurückgeholt und nach dem Verlaufenen nicht gesucht; in Gewalt habt ihr mit ihnen geschaltet und in Härte.
21386#Hesekiel,34,5#5. Und sie zerstreuten sich, weil keiner gehütet, und wurden zum Fraß für alles Getier des Feldes und zerstreuten sich.
21387#Hesekiel,34,6#6. Es irren meine Schafe auf allen Bergen und auf jeglicher ragenden Höhe, und über die ganze Fläche der Erde zerstreuten sich meine Schafe, und keiner geht nach, und keiner sucht.
21388#Hesekiel,34,7#7. Darum, ihr Hirten, hört des Ewigen Wort:
21389#Hesekiel,34,8#8. Ich lebe! ist Gottes Spruch, des Herrn: Ob nicht, weil meine Schafe zum Raub geworden, und meine Schafe zum Fraß geworden allem Getier des Feldes, weil keiner gehütet, und meine Hirten um meine Schafe sich nicht gekümmert, die Hirten sich selber gehütet, meine Schafe aber nicht hüteten . . .!
21390#Hesekiel,34,9#9. Darum, ihr Hirten, hört des Ewigen Wort:
21391#Hesekiel,34,10#10. So spricht Gott, der Herr: Sieh, ich will an die Hirten und fordere meine Schafe aus ihrer Hand und tu sie ab, daß sie nicht Schafe weiden, und nicht fortan die Hirten sich selbst weiden. Und ich rette meine Schafe aus ihrem Rachen, daß sie ihnen nicht mehr zum Fraß werden.
21392#Hesekiel,34,11#11. Denn so spricht Gott, der Herr: Sieh, ich, ich will meinen Schafen nachgehn und sie aufsuchen.
21393#Hesekiel,34,12#12. Wie der Hirt seine Herde aufsucht, am Tag, da er unter seinen Schafen ist, die sich verstreut, so suche ich meine Schafe auf und rette sie von allen Orten, wohin sie versprengt sind am Tag des Gewölks und Wolkendunkels.
21394#Hesekiel,34,13#13. Und ich will sie hervorholen von den Völkern, sie sammeln aus den Ländern und sie zu ihrem Boden bringen und sie weiden auf Jisraëls Bergen, in den Talgründen und allen Siedlungen des Landes.
21395#Hesekiel,34,14#14. Auf guter Weide will ich sie weiden, und auf den Bergeshöhen Jisraëls soll ihre Trift sein, dort sollen sie sich lagern auf guter Trift und auf fetter Weide grasen auf den Bergen Jisraëls.
21396#Hesekiel,34,15#15. Ich, ich will meine Schafe weiden, ich sie lagern lassen, ist Gottes Spruch, des Herrn.
21397#Hesekiel,34,16#16. Das Verlorene will ich suchen, das Versprengte zurückholen, das Gebrochene verbinden und das Kranke stärken, aber das Feiste und Feste will ich tilgen; ich will sie weiden in Gerechtigkeit.
21398#Hesekiel,34,17#17. Und ihr, meine Schafe, so spricht Gott, der Herr: Sieh, ich richte zwischen Schaf und Schaf, an den Widdern und den Böcken:
21399#Hesekiel,34,18#18. Ists wenig von euch? Die gute Weide, die weidet ihr; und was von eurer Weide übrig ist, verstampft ihr mit euren Füßen! Und abgeklartes Wasser trinkt ihr, den Rest aber verwühlt ihr mit euren Füßen!
21400#Hesekiel,34,19#19. Und meine Schafe, was eure Füße verstampft, das müssen sie weiden, und was eure Füße verwühlt, sie trinken!
21401#Hesekiel,34,20#20. Darum spricht Gott, der Herr, zu ihnen: Sieh, ich, ich will richten zwischen feistem Schaf und magerem Schaf.
21402#Hesekiel,34,21#21. Weil ihr mit Flanke und Schulter drängt und alle Schwächlichen mit euren Hörnern stoßt, bis ihr sie ins Weite versprengt habt,
21403#Hesekiel,34,22#22. so bringe ich meinen Schafen Hilfe, daß sie nicht mehr zum Raub werden, und richte zwischen Schaf und Schaf.
21404#Hesekiel,34,23#23. Und ich erstelle ihnen einen Hirten, der sie weiden soll, meinen Knecht Dawid, er soll sie weiden, er ihnen Hirt sein.
21405#Hesekiel,34,24#24. Und ich, der Ewige, will ihnen Gott sein, und mein Knecht Dawid Fürst in ihrer Mitte: Ich, der Ewige, habs geredet.
21406#Hesekiel,34,25#25. Und ich stifte ihnen einen Bund des Friedens und rotte böses Getier aus dem Land, daß sie sicher wohnen in der Wüste und schlafen in den Wäldern.
21407#Hesekiel,34,26#26. Und ich mache sie und meiner Höhe Umkreis zum Segen und sende den Regen herab zu rechter Zeit, Segensgüsse sollen es sein.
21408#Hesekiel,34,27#27. Da gibt der Baum des Feldes seine Frucht, und das Land gibt seinen Ertrag, und sie werden auf ihrem Boden in Sicherheit weilen. Und sie erkennen, daß ich der Ewige bin, wenn ich ihres Joches Stangen zerbreche und sie errette aus der Hand derer, die sie knechten.
21409#Hesekiel,34,28#28. Und nimmer sollen sie fortan ein Raub sein für die Völker, und das Getier des Landes soll sie nimmer fressen; in Sicherheit sollen sie wohnen, und niemand schreckt sie.
21410#Hesekiel,34,29#29. Und erstehen laß ich ihnen eine Pflanzung zum Ruhm, daß es nicht mehr vom Hunger Geraffte gibt im Land, und sie den Schimpf der Völker nicht mehr tragen.
21411#Hesekiel,34,30#30. Und sie werden erkennen, daß ich, der Ewige, ihr Gott, mit ihnen bin, und sie mein Volk sind, Haus Jisraël, ist Gottes Spruch, des Herrn.
21412#Hesekiel,34,31#31. Ihr aber, meine Schafe / Schafe meiner Hut / die Menschen seid ihr / ich euer Gott / ist Gottes Spruch, des Herrn.'
21413#Hesekiel,35,1#1. Und es erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
21414#Hesekiel,35,2#2. ,Menschensohn! Richte dein Antlitz gegen das Gebirge Sëir, weissage darüber
21415#Hesekiel,35,3#3. und sprich zu ihm: So spricht Gott, der Herr: Sieh, ich will an dich, Gebirge Sëir, ich strecke meine Hand aus wider dich und mache dich zu Öde und Wüstenei.
21416#Hesekiel,35,4#4. Deine Städte wandle ich zu Ödland, und du, du sollst zu Wüste werden und sollst erkennen, daß ich der Ewige bin.
21417#Hesekiel,35,5#5. Weil du ewige Feindschaft gehegt und die Kinder Jisraël ins Schwert gestürzt zur Zeit ihrer Heimsuchung, zur Zeit der Endschuld,
21418#Hesekiel,35,6#6. darum - ich lebe! ist Gottes Spruch, des Herrn - will ich in Blut dich tun, und Blut soll dich verfolgen! Hast du nicht blutig gehaßt? Nun, Blut soll dich verfolgen!
21419#Hesekiel,35,7#7. Und ich mache Sëirs Gebirge zu Öde und zu Wüstenei und tilge aus ihm, was geht und kommt.
21420#Hesekiel,35,8#8. Und ich fülle seine Berge mit seinen Erschlagenen, deine Höhen und Täler und all deine Bachgründe, Schwertdurchbohrte sollen in ihnen fallen.
21421#Hesekiel,35,9#9. Zu ewigen Wüsteneien wandle ich dich, daß deine Städte nicht mehr wiederkommen, und ihr sollt erkennen, daß ich der Ewige bin.
21422#Hesekiel,35,10#10. Weil du gesprochen: Die beiden Völker und die beiden Länder, mein sollen sie sein, wir werden es erben - und war doch der Ewige dort,
21423#Hesekiel,35,11#11. darum - ich lebe! ist Gottes Spruch, des Herrn - will ich tun gleich deinem Grimm und deinem Eifer, die du geübt aus deinem Haß gegen sie, und will mich bei ihnen kundtun, da ich dich richte;
21424#Hesekiel,35,12#12. und du sollst erkennen, daß ich der Ewige bin. Gehört habe ich all deine Schmähungen, die du gesprochen gegen Jisraëls Berge, sagend: Wüst liegen sie, sind uns zum Fraß gegeben.
21425#Hesekiel,35,13#13. Da ihr wider mich euren Mund geweitet und gegen mich eure Worte gehäuft, ich habs gehört!
21426#Hesekiel,35,14#14. So spricht Gott, der Herr: Daß alles Land sich freut, mach ich dich zur Öde!
21427#Hesekiel,35,15#15. Wie du dich gefreut am Erbland des Hauses Jisraël, weil es verödet war, so will ichs dir tun: Zur Öde sollst du werden, Sëir-Gebirge und ganz Edom gesamt, damit man erkennt, daß ich der Ewige bin.
21428#Hesekiel,36,1#1. Du aber, Menschensohn, weissage über die Berge Jisraëls und sprich: Ihr Berge Jisraëls, hört des Ewigen Wort!
21429#Hesekiel,36,2#2. So spricht Gott, der Herr: Weil über euch der Feind gerufen: Hei! Die Stätte der Ewigkeit, zum Erbgut ist sie uns geworden -
21430#Hesekiel,36,3#3. darum weissage und sprich: So spricht Gott, der Herr: Dafür und darum, daß man euch angeschnaubt und angeschnauft ringsum, da ihr zum Erbgut wurdet für die übrigen Völker und aufgebracht wurdet zum Schwatz der Zungen und des Volks Gerede,
21431#Hesekiel,36,4#4. darum, ihr Berge Jisraëls, hört das Wort Gottes, des Herrn: So spricht Gott, der Herr, zu den Bergen und Höhen, zu den Bachgründen und Tälern, zu den starrenden Öden und den verlassenen Städten, die zu Raub und Spott geworden für die übrigen Völker ringsum.
21432#Hesekiel,36,5#5. Darum spricht Gott, der Herr: Ob ich nicht im Feuer meines Eifers geredet über die übrigen Völker und über ganz Edom, die mein Land sich zum Erbgut bestimmt in voller Herzensfreude, mit der Seele Hohn, um ihr Freifeld zu plündern!
21433#Hesekiel,36,6#6. Darum weissage über den Boden Jisraëls und sprich zu den Bergen und den Höhen, den Bachgründen und den Tälern: So spricht Gott, der Herr: Sieh, ich, in meinem Eifer und meinem Grimm habe ich geredet, weil ihr den Schimpf der Völker getragen.
21434#Hesekiel,36,7#7. Darum spricht so Gott, der Herr: Ich habe meine Hand erhoben: Ob nicht die Völker rings um euch, sie ihren Schimpf tragen sollen!
21435#Hesekiel,36,8#8. Ihr aber, Berge Jisraëls, sollt euer Gezweig treiben und eure Frucht tragen für mein Volk Jisraël; denn bald sollen sie kommen.
21436#Hesekiel,36,9#9. Denn sieh, ich will zu euch, will mich euch zukehren, und ihr sollt beackert und besät werden.
21437#Hesekiel,36,10#10. Und zahlreich mache ich die Menschen auf euch, das ganze Haus Jisraël gesamt, und besiedelt sollen die Städte werden und die Trümmerstätten aufgebaut.
21438#Hesekiel,36,11#11. Und zahlreich mache ich auf euch Mensch und Vieh, daß sie sich mehren und fruchten; und ich besiedle euch wie in eurem frühern Stand, lasse euch es wohl sein über eure Erstzeit, und ihr sollt erkennen, daß ich der Ewige bin.
21439#Hesekiel,36,12#12. Und ich lasse auf euch Menschen wandeln, mein Volk Jisraël, die sollen dich in Besitz nehmen, du wirst zum Erbteil ihnen werden und ihnen nimmer mehr ihre Kinder morden.
21440#Hesekiel,36,13#13. So spricht Gott, der Herr: Weil sie von euch sagen: Menschen frißt du und mordest deiner Völker Kinder,
21441#Hesekiel,36,14#14. darum sollst du nicht mehr Menschen fressen und deiner Völker Kinder nicht mehr morden, ist Gottes Spruch, des Herrn!
21442#Hesekiel,36,15#15. Ich laß dich nicht mehr hören der Völker Schimpf, der Nationen Schmähung sollst du nicht mehr tragen und deine Völker nimmermehr zu Fall bringen, ist Gottes Spruch, des Herrn.'
21443#Hesekiel,36,16#16. Und es erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
21444#Hesekiel,36,17#17. ,Menschensohn! Das Haus Jisraël, da sie auf ihrem Boden weilten, da verunreinigten sie ihn durch ihr Wandeln und Handeln, gleich der Unreinheit der Blutabsonderung war ihr Wandel vor mir.
21445#Hesekiel,36,18#18. So goß ich meinen Grimm aus über sie ob des Blutes, das sie auf das Land ergossen, und weil sie durch ihre Götzen es befleckten.
21446#Hesekiel,36,19#19. Da zersprengte ich sie unter die Völker, und sie wurden zerstreut in die Lande, nach ihrem Wandeln und ihrem Handeln richtete ich sie.
21447#Hesekiel,36,20#20. Und da sie zu den Völkern kamen, wohin sie kamen, schändeten sie meinen heiligen Namen, da man von ihnen sagte: Das Volk des Ewigen sind diese, aber aus seinem Land mußten sie ziehen.
21448#Hesekiel,36,21#21. Da tat es mir leid um meinen heiligen Namen, den das Haus Jisraël geschändet unter den Völkern, dahin sie gekommen.
21449#Hesekiel,36,22#22. Darum sprich zum Haus Jisraël: So spricht Gott, der Herr: Nicht um euretwillen tu ichs, Haus Jisraël, sondern für meinen heiligen Namen, den ihr geschändet unter den Völkern, wohin ihr gekommen.
21450#Hesekiel,36,23#23. Und ich heilige meinen großen Namen, der geschändet wird unter den Völkern, den ihr geschändet unter ihnen, und erkennen sollen die Völker, daß ich der Ewige bin - ist Gottes Spruch, des Herrn - indem ich mich an euch heilig erweise vor ihren Augen.
21451#Hesekiel,36,24#24. Und ich nehme euch aus den Völkern und sammle euch von allen Landen und bringe euch auf euren Boden.
21452#Hesekiel,36,25#25. Und ich sprenge über euch reines Wasser, daß ihr rein werdet von allen euren Unreinheiten, und von all euren Götzen will ich euch rein machen.
21453#Hesekiel,36,26#26. Und ich gebe euch ein neues Herz, und neuen Geist setze ich in euer Inneres, entferne das Herz von Stein aus eurem Leib und gebe euch ein Herz von Fleisch.
21454#Hesekiel,36,27#27. Und meinen Geist lege ich in euer Inneres und mache, daß ihr in meinen Satzungen wandelt und meine Rechtsvorschriften wahrt und sie übt.
21455#Hesekiel,36,28#28. Und ihr sollt wohnen in dem Land, das ich euren Vätern gegeben, und sollt mir sein zum Volk, und ich will euch Gott sein.
21456#Hesekiel,36,29#29. Und ich befreie euch von allen euren Unreinheiten; und ich rufe zum Korn und mehre es und lege nimmer Hunger auf euch.
21457#Hesekiel,36,30#30. Und ich mehre der Bäume Frucht und des Feldes Wuchs, daß ihr nicht mehr die Schmach des Hungers hinnehmt unter den Völkern.
21458#Hesekiel,36,31#31. Da werdet ihr gedenken eurer bösen Wege und eurer unguten Werke, und ihr werdet euch vor euch selber ekeln ob eurer Verschuldungen und eurer Greueltaten.
21459#Hesekiel,36,32#32. Nicht um euretwillen tu ich es, ist Gottes Spruch, des Herrn, das sei euch kund! Schämt euch und seid in Scham ob eurer Wege, Haus Jisraël.
21460#Hesekiel,36,33#33. So spricht Gott, der Herr: Am Tag, da ich euch reinige von allen euren Verschuldungen, mache ich bewohnt die Städte, und es werden bebaut die Trümmerstätten.
21461#Hesekiel,36,34#34. Und das verödete Land wird beackert, anstatt daß es eine Öde war vor jedes Wanderers Augen.
21462#Hesekiel,36,35#35. Und sie werden sagen: Dieses Land da, das verödete, ist wie Edens Garten worden, und die Städte, die verwüstet, öde und zerstört, werden wohlbefestigt stehen.
21463#Hesekiel,36,36#36. Und erkennen werden die Völker, die rings um euch übrigbleiben, daß ich, der Ewige, aufbaue die Zerstörten, bepflanze das Verödete: Ich, der Ewige, habe geredet und vollführt.
21464#Hesekiel,36,37#37. So spricht Gott, der Herr: Auch darin laß ich mich erbitten dem Haus Jisraël, daß ich es ihnen tue: Zahlreich will ich sie machen wie Schafherden, die Menschen.
21465#Hesekiel,36,38#38. Wie Opferschafe, wie die Schafe Jeruschalaims an seinen Festen, so sollen die verödeten Städte voll sein von Menschenschafen, und man soll erkennen, daß ich der Ewige bin.'
21466#Hesekiel,37,1#1. Es kam über mich des Ewigen Hand / er führte mich hinaus im Geist des Ewigen / und setzte mich ab in der Ebene; / die aber war voll von Gebeinen. /
21467#Hesekiel,37,2#2. Und ließ mich sie umschreiten ringsumher / und sieh, sehr viele waren da / auf der Ebene Fläche / und sieh, sie waren arg gedorrt.
21468#Hesekiel,37,3#3. Da sprach er zu mir: / ,Menschensohn! / Werden diese Gebeine leben?' / Und ich sprach: / ,Gott, Herr, du weißt es.' /
21469#Hesekiel,37,4#4. Da sprach er zu mir: / ,Weissage über diese Gebeine / und sprich zu ihnen: /
21470#Hesekiel,37,5#5. Ihr erdorrten Gebeine / hört des Ewigen Wort! / So spricht Gott, der Herr / zu diesen Gebeinen: / Sieh, ich bringe Odem in euch / daß ihr lebt /
21471#Hesekiel,37,6#6. und ich füge an euch Sehnen / laß Fleisch euch überwachsen / und Haut euch überschalen / und lege Odem in euch / daß ihr lebt / und ihr erkennt / daß ich der Ewige.' /
21472#Hesekiel,37,7#7. Da weissagte ich / wie mir befohlen / und sieh, da war ein Rauschen / als ich geweissagt / und sieh, ein Rucken / und es rückten die Gebeine zueinander / Bein zu Bein. /
21473#Hesekiel,37,8#8. Und ich schaute / und sieh, da gabs an ihnen Sehnen / Fleisch wuchs / Haut schalte sich auf ihnen drüber; / doch Odem war nicht in ihnen.
21474#Hesekiel,37,9#9. Und er sprach zu mir: / ,Weissage dem Odem / weissage, Menschensohn / und sprich zum Odem: / So spricht Gott, der Herr: / Von den vier Winden, Odem, komm / und hauch hinein in die Erschlagnen da / damit sie leben!' /
21475#Hesekiel,37,10#10. Und ich weissagte / wie er mir befohlen. / Und es fuhr in sie der Odem / und sie lebten / und standen auf ihren Füßen / ein sehr, sehr großes Heer.
21476#Hesekiel,37,11#11. Und er sprach zu mir: / ,Menschensohn! / Diese Gebeine / sind das ganze Haus Jisraël. / Sieh, sie sprechen: / Erdorrt sind unsre Gebeine / verloren unser Hoffen; / zerstückt sind wir. /
21477#Hesekiel,37,12#12. Weissage drum und sprich zu ihnen: / So spricht Gott, der Herr: / Sieh, ich öffne eure Grüfte / heb euch herauf aus euren Gräbern / mein Volk / und bringe euch zu Jisraëls Boden. /
21478#Hesekiel,37,13#13. Und ihr erkennt, daß ich der Ewige / wenn ich eure Grüfte öffne / euch hebe aus euren Gräbern / mein Volk. /
21479#Hesekiel,37,14#14. Und ich tu meinen Odem in euch / daß ihr lebt / setz euch auf euren Boden / und ihr erkennt, daß ich, der Ewige / geredet und getan / ist des Ewigen Spruch.'
21480#Hesekiel,37,15#15. Und es erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
21481#Hesekiel,37,16#16. ,Du aber, Menschensohn, nimm dir ein Holz und schreibe drauf: Für Jehuda und für die Kinder Jisraël, seine Genossen, und nimm noch ein Holz und schreibe darauf: Für Josef - Holz Efraims - und das ganze Haus Jisraël, seine Genossen.
21482#Hesekiel,37,17#17. Und bringe sie heran, das eine an das andere, dir zu einem Holz, daß sie ein Einziges werden in deiner Hand.
21483#Hesekiel,37,18#18. Und wenn nun die Söhne deines Volkes zu dir sprechen: Willst du uns nicht kundtun, was diese dir sollen?
21484#Hesekiel,37,19#19. so rede zu ihnen: So spricht Gott der Herr: Sieh, ich nehme das Holz Josefs, das für Efraim und die Stämme Jisraëls, seine Genossen, ist, und ich füge zu ihnen daran das Holz Jehudas und mache sie zu einem Holz, daß sie ein Einziges sind in meiner Hand.
21485#Hesekiel,37,20#20. Es sollen aber die Hölzer, auf die du mit deiner Hand schreibst, vor ihren Augen sein.
21486#Hesekiel,37,21#21. Und rede zu ihnen: So spricht Gott, der Herr: Sieh, ich nehme die Kinder Jisraël mitten aus den Völkern, dahin sie gezogen, und sammle sie ringsher und bringe sie auf ihren Boden.
21487#Hesekiel,37,22#22. Und ich mache sie zu einem Volk im Land, auf Jisraëls Bergen, und ein König soll ihnen allen König sein, und nicht mehr sollen sie zu zwei Völkern werden und nimmermehr sich fortan spalten zu zwei Reichen.
21488#Hesekiel,37,23#23. Und sie sollen sich nicht mehr beflecken mit ihren Götzen und Scheusalen und allen ihren Missetaten; und ich will ihnen Hilfe schaffen an allen ihren Wohnstätten, an denen sie gesündigt, und will sie reinigen, und sie sollen mir zum Volk werden, und ich will ihnen Gott sein.
21489#Hesekiel,37,24#24. Und mein Knecht Dawid soll König sein über sie, und ein Hirt sei für sie alle, und sie sollen in meinen Rechtsvorschriften wandeln und meine Satzungen wahren und sie üben.
21490#Hesekiel,37,25#25. Und sie werden in dem Land wohnen, das ich meinem Knecht Jakob gegeben, darin eure Väter gewohnt haben, sie werden darauf bleiben, sie und ihre Kinder und Kindeskinder für ewig, und Dawid, mein Knecht, sei ihnen Fürst für immer.
21491#Hesekiel,37,26#26. Und ich stifte ihnen einen Bund des Friedens, ein ewiger Bund soll es mit ihnen sein, den gebe ich ihnen, und ich mehre sie und setze mein Heiligtum in ihre Mitte für immer.
21492#Hesekiel,37,27#27. Und es soll meine Wohnstatt bei ihnen sein, ich will ihnen Gott, und sie sollen mir Volk sein,
21493#Hesekiel,37,28#28. und erkennen sollen die Völker, daß ich, der Ewige, Jisraël heilige, wenn mein Heiligtum in ihrer Mitte ist für immer.'
21494#Hesekiel,38,1#1. Und es erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
21495#Hesekiel,38,2#2. ,Menschensohn! Richte dein Antlitz gegen Gog im Land Magog, den Großfürsten von Meschech und Tubal, und weissage über ihn
21496#Hesekiel,38,3#3. und sprich: So spricht Gott, der Herr: Sieh, ich will an dich, Gog, du Hochfürst von Meschech und Tubal,
21497#Hesekiel,38,4#4. ich will dich entführen, ich lege Haken in deine Backen und führe dich und all dein Heer hinaus mit Rossen und Reitern, in voller Gewandung alle, gewaltige Schar, mit Tartsche und Schild, schwertführend sie alle;
21498#Hesekiel,38,5#5. Paras, Kusch und Put mit ihnen, alle mit Schild und Helm,
21499#Hesekiel,38,6#6. Gomer und all seine Heeresflügel, Bet-Togarma aus des Nordens Fernen und all seine Heeresflügel, viele Völker mit dir.
21500#Hesekiel,38,7#7. Rüst dich und schaff dir Rüstung, du und deine ganze Heerschar, die sich um dich geschart, und steh ihnen Warte!
21501#Hesekiel,38,8#8. Nach vielen Tagen wirst du bedacht, in späten Jahren kommst du in ein Land, (des Volk) dem Schwert entführt, gesammelt aus vielen Völkern, auf die Berge Jisraëls, die verödet waren immerfort; das wurde herausgeführt von den Völkern, sie hausen sicher alle.
21502#Hesekiel,38,9#9. Da wirst du hinaufziehn, wie Sturmgebraus herankommen, wie Gewölk, die Erde hüllend, wirst du sein, du und all deine Heeresflügel und viele Völker mit dir.
21503#Hesekiel,38,10#10. So spricht Gott, der Herr: Und es wird sein an jenem Tag, da steigen Dinge dir in den Sinn, und du trachtest arges Trachten
21504#Hesekiel,38,11#11. und du sprichst: Hinaufziehn will ich über offne Landschaft, hereinbrechen über die Geruhigen, die sicher hausen, die ohne Mauern alle hausen, nicht Riegelbalken noch Tore haben,
21505#Hesekiel,38,12#12. um Beute zu erbeuten, Raub zu raffen, die Hand zu kehren wider neubewohnte Öden, heran an ein Volk, das aufgelesen aus den Nationen, das Herde schafft und Habe und auf der Erde Leib haust.
21506#Hesekiel,38,13#13. Scheba und Dedan, die Krämer von Tarschisch und all ihre Großtiere werden zu dir sprechen: Kommst, Beute zu erbeuten? Hast, Raub zu raffen, deine Heerschar du geschart, um fortzutragen Silber und Gold, um Herde und Habe zu holen, zu erbeuten große Beute?
21507#Hesekiel,38,14#14. Darum weissage, Menschensohn, und sprich zu Gog: So spricht Gott, der Herr: Fürwahr, an jenem Tag, da sicher haust mein Volk Jisraël, sollst du's erfahren
21508#Hesekiel,38,15#15. und kommst du heran von deiner Stätte, von des Nordens Fernen, du und viele Völker mit dir, auf Rossen reitend alle, gewaltige Schar und mächtiges Heer,
21509#Hesekiel,38,16#16. und ziehst heran über mein Volk Jisraël wie Gewölk, die Erde hüllend. In späten Tagen wird das sein, da bring ich dich über mein Land, auf daß die Völker mich erkennen, wenn ich mich heilig erweise vor ihren Augen an dir, Gog.
21510#Hesekiel,38,17#17. So spricht Gott, der Herr: Bist du es, von dem ich geredet in frühen Tagen durch meine Knechte, die Gottbegeisteten Jisraëls, die in jenen Tagen weissagten durch die Jahre, daß ich dich bringen würde über sie?
21511#Hesekiel,38,18#18. Und sein wirds an jenem Tag, dem Tag, da Gog herankommt auf den Boden Jisraëls, ist der Spruch Gottes, des Herrn, da steigt mein Grimm empor in meinem Angesicht,
21512#Hesekiel,38,19#19. und - in meinem Eifer, im Brand meines Grolls rede ichs - ob nicht an jenem Tag ein gewaltiges Rucken kommen soll über Jisraëls Boden!
21513#Hesekiel,38,20#20. Aufzucken sollen da vor meinem Angesicht des Meeres Fische und des Himmels Vogelvolk, des Feldes Getier und alles Gerege, das auf dem Erdboden sich regt, und alle Menschen auf des Erdbodens Fläche. Und einstürzen sollen die Berge und fallen die Felsensteige, und jede Mauer soll zur Erde stürzen.
21514#Hesekiel,38,21#21. Und ich rufe wider ihn herbei auf allen meinen Bergen das Schwert, ist Gottes Spruch, des Herrn, jedes Mannes Schwert soll wider seinen Bruder sich kehren.
21515#Hesekiel,38,22#22. Und ich geh zu Gericht mit ihm, mit Pest und Blut und flutendem Regenguß, und Hagelsteine, Feuer und Schwefel laß ich strömen über ihn und seine Heeresflügel und über die vielen Völker, die mit ihm sind.
21516#Hesekiel,38,23#23. Groß und heilig will ich mich da erweisen, will mich kundtun vor den Augen vieler Völker, und sie sollen erkennen, daß ich der Ewige bin.
21517#Hesekiel,39,1#1. Du aber, Menschensohn, weissage über Gog und sprich: So spricht Gott, der Herr: Sieh, ich will an dich, Gog, Hochfürst von Meschech und Tubal,
21518#Hesekiel,39,2#2. will dich entführen, fortlocken und heraufbringen aus des Nordens Fernen und dich bringen auf die Berge Jisraëls.
21519#Hesekiel,39,3#3. Und ich schlage dir deinen Bogen aus der linken Hand und mache deine Pfeile deiner Rechten entsinken.
21520#Hesekiel,39,4#4. Auf den Bergen Jisraëls sollst du fallen, du und all deine Heeresflügel und die Völker, die mit dir sind; den Beutevögeln jeglicher Schwinge und dem Getier des Feldes geb ich dich zum Fraß.
21521#Hesekiel,39,5#5. Auf des Feldes Fläche sollst du fallen; denn ich habe geredet, ist Gottes Spruch, des Herrn.
21522#Hesekiel,39,6#6. Und ich entsende Feuer wider Magog und auf die sorglosen Bewohner der Seelande, damit man erkennt, daß ich der Ewige bin.
21523#Hesekiel,39,7#7. Meinen heiligen Namen aber will ich kundtun unter meinem Volk Jisraël und nicht mehr schänden lassen meinen heiligen Namen, daß die Völker erkennen, daß ich, der Ewige, heilig bin in Jisraël.
21524#Hesekiel,39,8#8. Ja, es kommt und geschieht, ist Gottes Spruch, des Herrn: Das ist der Tag, den ich gekündet.
21525#Hesekiel,39,9#9. Ausziehn werden dann die Bewohner der Städte Jisraëls und brennen und heizen mit Rüstung, Schild und Tartsche, mit Bogen und Pfeilen, mit Faustkolben und Spieß, damit Feuer heizen sieben Jahre lang.
21526#Hesekiel,39,10#10. Nicht werden sie Holz herbeitragen vom Feld noch aus den Wäldern fällen, denn mit dem Rüstzeug werden sie Feuer heizen und plündern ihre Plünderer und berauben ihre Räuber, ist Gottes Spruch, des Herrn.
21527#Hesekiel,39,11#11. Und sein wirds an jenem Tag, da geb ich Gog daselbst Grabstatt in Jisraël, das Tal der Durchwanderer, östlich vom Meer, das nun die Durchwanderer hemmt, und man wird dort Gog begraben und all sein Getümmel und es nennen: Tal von Gogs Getümmel.
21528#Hesekiel,39,12#12. Und begraben wird sie das Haus Jisraël, um das Land zu reinigen, sieben Monate lang.
21529#Hesekiel,39,13#13. Und es wird sie bestatten alles Volk des Landes, und das soll ihnen zum Ruhm sein am Tag, da ich mich verherrliche, ist Gottes Spruch, des Herrn.
21530#Hesekiel,39,14#14. Und ständige Männer werden das Land Durchwandernde aussondern, mit den Durchwanderern bestatten die auf der Fläche des Landes Übriggebliebenen, um es zu reinigen; nach Verlauf von sieben Monaten sollen sie es zuende führen.
21531#Hesekiel,39,15#15. Durchwandern nun die Wanderer das Land, und es sieht einer eines Menschen Gebein, so baut er neben ihm ein Mal, bis es die Totengräber im Tal von Gogs Getümmel-1- bestatten -1) -+Hamon-.++
21532#Hesekiel,39,16#16. - und auch der Name einer Stadt ist Hamona -. Und so reinigen sie das Land.
21533#Hesekiel,39,17#17. Du aber, Menschensohn: So spricht Gott, der Herr: Sprich zu den Vögeln jeglicher Schwinge und zu allem Getier des Feldes: Sammelt euch und kommt, tut euch zusammen ringsher zu meinem Schlachtmahl, das ich euch schlachte, ein gewaltig Schlachtmahl auf den Bergen Jisraëls. Da sollt ihr Fleisch fressen und Blut trinken.
21534#Hesekiel,39,18#18. Fleisch von Recken sollt ihr fressen und das Blut von Landesfürsten trinken, Widder, Mastlämmer und Böcke, Farren, Hochrinder des Baschan, sie alle.
21535#Hesekiel,39,19#19. Fett sollt ihr da fressen zur Sättigung und Blut saufen bis zum Rausch - von meinem Schlachtmahl, das ich euch geschlachtet.
21536#Hesekiel,39,20#20. Satt sollt ihr werden an meinem Tisch an Rossen und Gespann, an Recken und allen Kriegsmannen, ist Gottes Spruch, des Herrn.
21537#Hesekiel,39,21#21. Und ich will meine Herrlichkeit setzen unter die Völker, daß alle Völker mein Strafgericht schauen, das ich vollstreckt, und meine Macht, die ich bei ihnen erstellt.
21538#Hesekiel,39,22#22. Dann erkennt das Haus Jisraël, daß ich der Ewige, ihr Gott, bin, von jenem Tag an und fernerhin.
21539#Hesekiel,39,23#23. Und es erkennen die Völker, daß um seiner Verschuldung willen verschleppt fortzog das Haus Jisraël, weil es mir die Treue gebrochen, daß ich mein Antlitz vor ihnen verbarg und sie in die Hand ihrer Dränger lieferte, und durchs Schwert sie alle fielen.
21540#Hesekiel,39,24#24. Nach ihrer Unreinheit und ihren Missetaten tat ichs ihnen und barg mein Antlitz vor ihnen.
21541#Hesekiel,39,25#25. Darum spricht so Gott, der Herr: Nun will ich Jaakob wiederherstellen und mich erbarmen des ganzen Hauses Jisraël und eifern für meinen heiligen Namen.
21542#Hesekiel,39,26#26. Da haben sie abgetragen ihre Schmach und allen ihren Treubruch, den sie an mir verübt, wenn sie auf ihrem Boden sicher hausen und keiner schreckt,
21543#Hesekiel,39,27#27. wenn ich sie entführe von den Völkern, sie sammle aus den Ländern ihrer Feinde und mich an ihnen heilig erweise vor den Augen der vielen Nationen.
21544#Hesekiel,39,28#28. Da sollen sie erkennen, daß ich, der Ewige, ihr Gott bin, indem ich sie verschleppte zu den Völkern und sie nun heimhole auf ihren Boden und keinen von ihnen dort mehr zurücklasse.
21545#Hesekiel,39,29#29. Und nicht will ich fortan mein Antlitz vor ihnen verbergen, der ich meinen Geist ausgegossen über das Haus Jisraël, ist Gottes Spruch, des Herrn.'
21546#Hesekiel,40,1#1. Im fünfundzwanzigsten Jahr unsrer Deportation, am Jahresbeginn, am Zehnten des Monats, im vierzehnten Jahr, nachdem die Stadt geschlagen worden war, an eben diesem Tag kam über mich die Hand des Ewigen, und er brachte mich dorthin.
21547#Hesekiel,40,2#2. In Gottgesichten brachte er mich in das Land Jisraël und setzte mich ab auf sehr hohem Berg, und auf diesem wars wie der Aufbau einer Stadt, nach Süden hin.
21548#Hesekiel,40,3#3. So brachte er mich dorthin, und sieh, da war ein Mann, dessen Anblick wie der Anblick von Erz war, und eine Flachschnur war in seiner Hand und ein Meßstab; und er stand im Tor.
21549#Hesekiel,40,4#4. Da redete zu mir der Mann: ,Menschensohn! Sieh mit deinen Augen, und mit deinen Ohren höre und richte dein Herz auf alles, was ich dir zeige. Denn um dir das zu zeigen, hat man dich hierhergebracht. Tu kund alles, was du siehst, dem Haus Jisraël.'
21550#Hesekiel,40,5#5. Und sieh, eine Mauer ging von außen ringsherum um das Haus; und in der Hand des Mannes war eine Meßrute von sechs Ellen, zu je einer (üblichen) Elle und einer Handbreite; und er maß die Breite des Hauses: Eine Rute, und die Höhe: Eine Rute.
21551#Hesekiel,40,6#6. Dann trat er an das Tor, dessen Vorderseite in der Ostrichtung lag, stieg auf seinen Stufen empor und maß die Schwelle des Tores: Eine Rute in der Breite, und (noch) eine Schwelle: Eine Rute in der Breite.
21552#Hesekiel,40,7#7. Und die Kammer war eine Rute lang und eine Rute breit, und zwischen den Kammern fünf Ellen, und die Schwelle des Tores neben der Halle des Tores auf der Innenseite: Eine Rute.
21553#Hesekiel,40,8#8. Und er maß die Halle des Tores auf der Innenseite: Eine Rute.
21554#Hesekiel,40,9#9. Und er maß die Halle des Tores: Acht Ellen, und ihre Widderpfeiler: Zwei Ellen. Die Halle des Tores aber war auf der Innenseite.
21555#Hesekiel,40,10#10. Und die Torkammern in der Ostrichtung waren drei hüben und drei drüben, ein Ausmaß hatten die drei, und ein Maß hatten die Widderpfeiler hüben und drüben.
21556#Hesekiel,40,11#11. Und er maß die Breite des Toreingangs: Zehn Ellen; die Länge des Tores aber war dreizehn Ellen.
21557#Hesekiel,40,12#12. Und eine Brüstung war vor den Nischen von einer Elle, und eine Elle hatte die Brüstung drüben, und die Kammer: Sechs Ellen hüben und sechs Ellen drüben.
21558#Hesekiel,40,13#13. Und er maß das Tor vom Dach der Kammer bis zu ihrem (entgegenstehenden) Dach. Die Breite war fünfundzwanzig Ellen, Eingang gegen Eingang.
21559#Hesekiel,40,14#14. Und er machte es mit den Widderpfeilern, sechzig Ellen, und an den Widderpfeilern des Hofes, dem Tor ringsherum.
21560#Hesekiel,40,15#15. Und vor dem Eingangstor voran an die Halle des innern Tores: Fünfzig Ellen.
21561#Hesekiel,40,16#16. Und verschließbare Fenster nach den Kammern und nach ihren Widderpfeilern innenwärts hatte das Tor ringsherum, und ebenso die Halle, und die Fenster liefen ringsum innenwärts, und am Widderpfeiler waren Palmen.
21562#Hesekiel,40,17#17. Dann brachte er mich zum äußern Hof, und sieh, da waren Gemächer und Steinpflaster, angelegt im Hof ringsherum, dreißig Gemächer waren auf dem Pflaster.
21563#Hesekiel,40,18#18. Das Steinpflaster aber war an der Flanke der Tore, entsprechend der Langseite der Tore entlang: Das untere Pflaster.
21564#Hesekiel,40,19#19. Und er maß die Breite vor dem untern Tor vor dem innern Hof nach außen: Hundert Ellen der Osten, und so der Norden.
21565#Hesekiel,40,20#20. Und das Tor, dessen Vorderseite in nördlicher Richtung zum äußern Hof lag, maß er nach Länge und Breite;
21566#Hesekiel,40,21#21. und seine Kammern, drei hüben und drei drüben, seine Widderpfeiler und seine Halle waren nach dem Maß des ersten Tores: Fünfzig Ellen in der Länge und eine Breite von fünfundzwanzig Ellen;
21567#Hesekiel,40,22#22. und seine Fenster, seine Halle und seine Palmen waren nach dem Maß des Tores, dessen Vorderseite gegen Osten gerichtet war, und auf sieben Stufen stieg man an ihm empor, seine Halle aber lag vor ihnen.
21568#Hesekiel,40,23#23. Ein Tor aber hatte der innere Hof, gegenüber dem Tor gegen Norden und gegen Osten, und er maß von Tor zu Tor: Hundert Ellen.
21569#Hesekiel,40,24#24. Dann führte er mich in die Südrichtung, und sieh, da war ein Tor in der Südrichtung, und er maß seine Widderpfeiler und seine Halle, jenen Maßen gleichend.
21570#Hesekiel,40,25#25. Und es hatte Fenster, und auch seine Halle ringsherum gleich jenen Fenstern. Fünfzig Ellen war die Länge, und die Breite fünfundzwanzig Ellen.
21571#Hesekiel,40,26#26. Und sieben Stufen führten an ihm empor, und seine Halle lag vor ihnen. Und es hatte Palmen, eine hüben und eine drüben an seinen Widderpfeilern.
21572#Hesekiel,40,27#27. Und ein Tor hatte der innere Hof in der Südrichtung, und er maß von Tor zu Tor in der Südrichtung hundert Ellen.
21573#Hesekiel,40,28#28. Dann brachte er mich in den innern Hof durch das Südtor, und er maß das Tor im Süden, jenen Abmessungen gleich,
21574#Hesekiel,40,29#29. und seine Kammern und Widderpfeiler und seine Halle, jenen Maßen gleich; und es hatte Fenster, und auch seine Halle ringsherum. Fünfzig Ellen war die Länge, und die Breite fünfundzwanzig Ellen.
21575#Hesekiel,40,30#30. Hallen aber waren ringsherum von fünfundzwanzig Ellen Länge und einer Breite von fünf Ellen.
21576#Hesekiel,40,31#31. Seine Halle aber ging nach dem äußern Hof, und Palmen waren an seinen Widderpfeilern, und acht Stufen waren sein Aufgang.
21577#Hesekiel,40,32#32. Darauf brachte er mich nach dem innern Hof in der Ostrichtung, und er maß das Tor aus: Die gleichen Maße.
21578#Hesekiel,40,33#33. Und seine Kammern und Widderpfeiler und seine Halle, jenen Abmessungen gleich, und es hatte Fenster, wie auch seine Halle, ringsherum: Die Länge fünfzig Ellen, und die Breite fünfundzwanzig Ellen.
21579#Hesekiel,40,34#34. Und seine Halle lag zum äußern Hof hin, und Palmen waren an seinen Widderpfeilern hüben und drüben, und acht Stufen waren sein Aufgang.
21580#Hesekiel,40,35#35. Dann brachte er mich nach dem Nordtor, und er maß es aus: Jenen Abmessungen gleich,
21581#Hesekiel,40,36#36. seine Kammern, seine Widderpfeiler und seine Halle, und Fenster hatte es ringsherum. Die Länge war fünfzig Ellen und die Breite fünfundzwanzig Ellen,
21582#Hesekiel,40,37#37. und seine Widderpfeiler auf den äußern Hof zu, und Palmen an seinen Widderpfeilern hüben und drüben, und acht Stufen waren sein Aufgang.
21583#Hesekiel,40,38#38. Und ein Gemach war da, dessen Eingang an den Widderpfeilern der Tore lag; dort spülen sie das Hochopfer.
21584#Hesekiel,40,39#39. Und in der Halle des Tores standen zwei Tische hüben und zwei Tische drüben, um auf ihnen Hoch-, Sünd- und Schuldopfer zu schlachten.
21585#Hesekiel,40,40#40. Und an der Flankenwand nach außen für den, der zum Toreingang emporstieg im Norden, standen zwei Tische, und so an der andern Flanke nach der Halle des Tores zu zwei Tische:
21586#Hesekiel,40,41#41. Vier Tische hüben und vier Tische drüben an der Flankenwand des Tores, acht Tische; auf denen schlachten sie.
21587#Hesekiel,40,42#42. Und vier Tische waren für das Hochopfer, aus behauenen Blöcken, eineinhalb Ellen lang und eineinhalb Ellen breit und eine Elle hoch, an ihnen; da legen sie die Geräte ab, mit denen sie Hoch- und Schlachtopfer schlachten.
21588#Hesekiel,40,43#43. Und Anrichteleisten von einer Handbreite waren nach innen zu daran angebracht ringsherum, und an den Tischen für das Opferfleisch.
21589#Hesekiel,40,44#44. Und außerhalb des innern Tores waren die Gemächer der Sänger im innern Hof, der seitlich vom Nordtor war, mit ihrer Vorderseite nach der Südrichtung, eines an der Seite des Osttores mit der Vorderseite in der Nordrichtung.
21590#Hesekiel,40,45#45. Und er redete zu mir: ,Dieses Gemach, dessen Vorderseite nach der Südrichtung liegt, ist für die Priester, die die Wartung des Hauses wahren.
21591#Hesekiel,40,46#46. Und das Gemach, dessen Vorderseite in der Nordrichtung liegt, ist für die Priester, die die Wartung des Altars wahren; das sind die Söhne Zadoks, die von den Söhnen Lewis dem Ewigen nahen, ihn zu bedienen.'
21592#Hesekiel,40,47#47. Und er maß den Hof: Die Länge hundert Ellen und die Breite hundert Ellen, geviert, der Altar aber stand vor dem Haus.
21593#Hesekiel,40,48#48. Dann brachte er mich zur Halle des Hauses und maß die Widderpfeiler der Halle: Fünf Ellen hüben und fünf Ellen drüben. Die Breite des Tores aber betrug drei Ellen hüben und drei Ellen drüben.
21594#Hesekiel,40,49#49. Die Länge der Halle war zwanzig Ellen und die Breite elf Ellen, und auf Stufen stieg man da zu ihr empor. Und Säulen waren neben den Widderpfeilern, eine hüben und eine drüben.
21595#Hesekiel,41,1#1. Und er brachte mich in den Tempel und maß die Widderpfeiler: Sechs Ellen in der Breite hüben und sechs Ellen in der Breite drüben, die Breite des Zeltes.
21596#Hesekiel,41,2#2. Und die Breite des Eingangs betrug zehn Ellen, und die Seitenwände des Eingangs fünf Ellen hüben und fünf Ellen drüben; und er maß seine Länge: Vierzig Ellen; und die Breite: Zwanzig Ellen.
21597#Hesekiel,41,3#3. Dann trat er ins Innere und maß den Widderpfeiler des Eingangs: Zwei Ellen, und den Eingang: Sechs Ellen, und die Breite des Eingangs: Sieben Ellen.
21598#Hesekiel,41,4#4. Und er maß seine Länge: Zwanzig Ellen; und die Breite: Zwanzig Ellen, vorn am Tempel; und er sprach zu mir: ,Dies ist das Hochheilige.'
21599#Hesekiel,41,5#5. Und er maß die Mauer des Hauses: Sechs Ellen, und die Breite des Seitenbaus: Vier Ellen, ringsherum das Haus umgebend.
21600#Hesekiel,41,6#6. Und die Seitengemächer, Gemach an Gemach: Dreifach dreißigmal, und Aussparungen waren in der Wand am Haus für die Seitengemächer ringsherum, daß diese angeschlossen seien. Sie sollten aber nicht angeschlossen sein an die Wand des Hauses (selbst).
21601#Hesekiel,41,7#7. Und es wurde, je höher, ringsherum immer breiter mit den Seitengemächern; denn umbaut war das Haus, je höher, ringsherum um das Haus. Darum verbreiterte sich das Haus nach oben; und so stieg das untere (Stockwerk) zum obern durch das mittlere.
21602#Hesekiel,41,8#8. Und ich sah am Haus ringsherum eine Erhöhung; das Grundwerk der Seitengemächer aber betrug eine volle Rute: Sechs Sonder-Ellen.
21603#Hesekiel,41,9#9. Die Breite der Mauer zum Seitengemach auswärts betrug fünf Ellen, und was freigelassen war, bildete einen Innenraum der Seitengemächer nach dem Haus hin.
21604#Hesekiel,41,10#10. Und zwischen den Gemächern war eine Breite von zwanzig Ellen um das Haus ringsherum.
21605#Hesekiel,41,11#11. Und der Eingang der Seitengemächer war nach dem Freiraum hin: Ein Eingang in der Nordrichtung, ein Eingang nach Süden hin. Und die Breite des Freiraums: Fünf Ellen ringsherum.
21606#Hesekiel,41,12#12. Das Bauwerk aber, das vor der Einfriedung lag, an der Seite der Westrichtung, war siebzig Ellen breit, und die Mauer des Bauwerks fünf Ellen breit, ringsherum; und seine Länge: Neunzig Ellen.
21607#Hesekiel,41,13#13. Und er maß das Haus; in der Länge: Hundert Ellen; und die Einfriedung, und das Bauwerk mit seinen Mauern: Hundert Ellen lang.
21608#Hesekiel,41,14#14. Und die Breite der Vorderseite des Hauses und der Einfriedung gegen Osten: Hundert Ellen.
21609#Hesekiel,41,15#15. Und er maß die Länge des Bauwerks vor der Einfriedung, auf seiner Rückseite, und seine Galerien hüben und drüben: Hundert Ellen. Und der Tempel, das Innere und die Halle des Hofs:
21610#Hesekiel,41,16#16. Die Schwellen, die verschließbaren Fenster und die Galerien ringsum, an allen dreien: Gegenüber der Schwelle war Holzgetäfel ringsherum; und so vom Boden bis zu den Fenstern - und die Fenster waren verdeckbar -
21611#Hesekiel,41,17#17. oberhalb des Eingangs bis zur Innen- und Außenseite des Hauses und an der ganzen Wand ringsum, innen und außen abgemessen.
21612#Hesekiel,41,18#18. Und ausgestaltet war das mit Kerubim und Palmen, eine Palme zwischen einem Kerub und dem andern, und zwei Gesichter hatte der Kerub,
21613#Hesekiel,41,19#19. und zwar: Ein Menschengesicht nach der Palme hüben und ein Löwenantlitz nach der Palme drüben, ausgestaltet am ganzen Haus ringsherum.
21614#Hesekiel,41,20#20. Vom Boden bis oberhalb des Eingangs waren die Kerubim und Palmen angebracht, und an der Tempelwand.
21615#Hesekiel,41,21#21. Und am Tempel war ein vierkantiger Pfostenrahmen, und an der Vorderseite des Heiligtums: Durchblick gleich Durchblick.
21616#Hesekiel,41,22#22. Der Altar: Von Holz, drei Ellen hoch und zwei Ellen lang. Er hatte Eckenleisten nach seiner Länge, und seine Wandung war von Holz. Und er redete zu mir: ,Das ist der Tisch, der vor dem Ewigen steht.'
21617#Hesekiel,41,23#23. Und zwei Türen hatten Tempel und Heiligtum.
21618#Hesekiel,41,24#24. Zwei Türflügel aber hatten die Türen, zwei drehbare Türflügel, zwei die eine Tür und zwei Türflügel die andere.
21619#Hesekiel,41,25#25. Gestaltet aber waren an ihnen, an den Tempeltüren, Kerubim und Palmen, wie sie an den Wänden gestaltet waren, und hölzerne Dickbalken waren vorn an der Halle auf der Außenseite.
21620#Hesekiel,41,26#26. Und verschließbare Fenster und Palmen waren hüben und drüben an den Seitenwänden der Halle und an den Seitengemächern des Hauses, und die Dickbalken.
21621#Hesekiel,42,1#1. Und er brachte mich hinaus nach dem äußern Hof, des Weges der Nordrichtung, und hinein in das Gemach, das gegenüber der Einfriedung und gegenüber dem Bauwerk nach Norden zu lag.
21622#Hesekiel,42,2#2. An der Vorderseite: Eine Länge von hundert Ellen am nördlichen Eingang; und die Breite betrug fünfzig Ellen.
21623#Hesekiel,42,3#3. Gegenüber den zwanzig des innern Hofs und gegenüber dem Steinpflaster des äußern Hofs Galerie vor Galerie im dritten Stockwerk.
21624#Hesekiel,42,4#4. Und vor den Gemächern war ein Gang von zehn Ellen, quer zum innern (Hof), ein Weg von einer Elle. Und Eingänge waren gegen Norden.
21625#Hesekiel,42,5#5. Die oberen Gemächer aber waren kürzer - weil die Galerien von ihnen etwas verbrauchten - als die unteren und die mittleren des Bauwerks,
21626#Hesekiel,42,6#6. denn dreistöckig waren sie, sie hatten aber keine Säulen wie die Säulen der Höfe, darum war gegenüber der unteren und mittleren vom Boden her etwas verkürzt.
21627#Hesekiel,42,7#7. Und die Mauer, die außerhalb längs den Gemächern in der Richtung des äußern Hofs verlief, war vor den Zellen: Fünfzig Ellen lang.
21628#Hesekiel,42,8#8. Denn die Länge der Gemächer am äußern Hof war fünfzig Ellen, und sieh, vor dem Tempel waren es hundert Ellen.
21629#Hesekiel,42,9#9. Unterhalb dieser Gemächer aber war der Zugang von Osten her, wenn man zu ihnen vom äußern Hof her kam.
21630#Hesekiel,42,10#10. An der Breitseite der Hofmauer, an der Ostrichtung, vor der Einfriedung und vor dem (Tempel)bau hin waren Gemächer,
21631#Hesekiel,42,11#11. und ein Weg ging an ihrer Vorderseite hin. Und ihr Aussehn war gleich dem der Gemächer in der Nordrichtung, gleich deren Breite und Länge, in allen ihren Ausgängen und ihren Einrichtungen; und ihre Türen
21632#Hesekiel,42,12#12. waren wie die Türen der Gemächer in der Südrichtung, eine Tür am Anfang des Weges, ein gerader Weg vor der Mauer in der Ostrichtung, wenn man zu ihnen kam.
21633#Hesekiel,42,13#13. Und er sprach zu mir: ,Die Gemächer im Norden, die Gemächer im Süden, die vor der Einfriedung liegen, das sind die heiligen Gemächer, woselbst die dem Ewigen nahenden Priester das Hochheilige essen sollen; dort sollen sie das Hochheilige niederlegen und Mehlopfer, Sünd- und Schuldopfer; denn die Stätte ist heilig.
21634#Hesekiel,42,14#14. Treten sie, die Priester, ein, so sollen sie nicht aus dem Heiligtum in den äußern Hof hinaustreten, vielmehr sollen sie dort ihre Gewänder niederlegen, darin sie den Dienst vollzogen haben; denn diese sind heilig; dann sollen sie sich andere Kleider anlegen und so dem nahen, was des Volkes ist.'
21635#Hesekiel,42,15#15. Als er die Ausmessungen des innern Hauses vollendet hatte, brachte er mich hinaus durch das Tor, dessen Vorderseite nach der Ostrichtung lag, und maß es nun ringsherum aus:
21636#Hesekiel,42,16#16. Er maß die Ostseite mit der Meßrute: Fünfhundert Ruten mit der Meßrute ringsum,
21637#Hesekiel,42,17#17. maß die Nordseite: Fünfhundert Ruten mit der Meßrute ringsum,
21638#Hesekiel,42,18#18. die Südseite maß er: Fünfhundert Ruten mit der Meßrute,
21639#Hesekiel,42,19#19. wandte sich nach der Westseite, maß: Fünfhundert Ruten mit der Meßrute.
21640#Hesekiel,42,20#20. Nach den vier Richtungen maß er es aus; es hatte eine Mauer ringsherum, fünfhundert lang und fünfhundert breit, um zu scheiden zwischen dem Heiligen und dem Gemeinen.
21641#Hesekiel,43,1#1. Dann führte er mich nach dem Tor hin, dem Tor, das nach der Ostrichtung gekehrt war;
21642#Hesekiel,43,2#2. und sieh, die Herrlichkeit des Gottes Jisraëls kam von Osten her, und ihr Rauschen war wie das Rauschen gewaltiger Wasser, und das Land strahlte auf von seiner Herrlichkeit.
21643#Hesekiel,43,3#3. Und der Anblick des Gesichts, das ich sah, glich dem Gesicht, das ich gesehen, als ich kam, die Stadt zu verderben, und Gesichte, gleich dem Gesicht, das ich gesehen am Fluß Kebar. - Da stürzte ich auf mein Antlitz.
21644#Hesekiel,43,4#4. Und die Herrlichkeit des Ewigen zog ein in das Haus durch das Tor, dessen Vorderseite gegen Osten gerichtet war.
21645#Hesekiel,43,5#5. Und es trug mich ein Geist empor und brachte mich in den innern Hof, und sieh, erfüllt war von der Herrlichkeit des Ewigen das Haus.
21646#Hesekiel,43,6#6. Und ich hörte es zu mir reden vom Haus her, und ein Mann stand neben mir,
21647#Hesekiel,43,7#7. und er sprach zu mir: ,Menschensohn! (Das ist) die Stätte meines Thrones und die Stätte meiner Fußsohlen, woselbst ich wohnen will unter den Kindern Jisraël für immer, und nicht soll mehr das Haus Jisraël meinen heiligen Namen schänden, sie und ihre Könige, durch ihre Buhlerei und die Leichen ihrer Melech-Opfer, ihre Kultkammern,
21648#Hesekiel,43,8#8. indem sie ihre Schwelle an meine Schwelle setzten und ihren Pfosten neben meinen Pfosten, nur die Wand zwischen mir und ihnen, und sie meinen heiligen Namen schändeten durch ihre Greuel, die sie geübt, daß ich sie tilgte in meinem Zorn.
21649#Hesekiel,43,9#9. Nun werden sie ihre Buhlerei und die Leichen ihrer Melech-Opfer von mir fernhalten, daß ich unter ihnen wohne für immer.
21650#Hesekiel,43,10#10. Du aber, Menschensohn, gib dem Haus Jisraël das Haus an - da sie sich schämen werden ob ihrer Verschuldungen - und sie mögen das Ausmaß abmessen.
21651#Hesekiel,43,11#11. Und wenn sie sich schämen über all das, was sie verübt, so tu ihnen kund die Gestalt des Hauses und seine Abmessung, seine Aus- und Eingänge und all seine Satzungen nebst all seinen Formen und all seinen Gestaltungen und all seinen Anweisungen, und zeichne es auf vor ihren Augen, daß sie all seine Form und all seine Satzungen wahren und sie ausführen.
21652#Hesekiel,43,12#12. Dies ist die Weisung für das Haus: Auf dem Gipfel des Berges ist sein ganzer Bezirk, ringsherum, hochheilig; sieh, das ist die Weisung für das Haus.
21653#Hesekiel,43,13#13. Und das sind die Abmessungen des Altars in Ellen, die Elle zu einer Elle und einer Handbreite: Seine Einbuchtung eine Elle, und eine Elle die Breite, und seine Bekrönung, an seinem Rand ringsherum, eine Spanne. Und dies die Höhe des Altars:
21654#Hesekiel,43,14#14. Nämlich von der Einbuchtung am Boden bis zur untern Umfassung: Zwei Ellen, und die Breite: Eine Elle; und von der kleinen Umfassung bis zur großen Umfassung: Vier Ellen, und die Breite: Eine Elle.
21655#Hesekiel,43,15#15. Und der Har'el-1-: Vier Ellen, und vom Ariël nach oben waren die Hörner, vier. -1) -+Ariël-, Gottesschrein.++
21656#Hesekiel,43,16#16. Und der Ariël war zwölf (Ellen) lang und zwölf breit, geviert war er mit seinen vier Seiten.
21657#Hesekiel,43,17#17. Und die Umfassung: Vierzehn lang und vierzehn breit an ihren vier Seiten, und die Bekrönung rings um sie: Eine halbe Elle, und die Einbuchtung an ihr: Eine Elle ringsum, und seine Stufen waren nach Osten gekehrt.'
21658#Hesekiel,43,18#18. Und er sprach zu mir: ,Menschensohn! So spricht Gott, der Herr: Das sind die Satzungen des Altars am Tag seiner Fertigung, daß man auf ihm Hochopfer darbringe und Blut auf ihn sprenge.
21659#Hesekiel,43,19#19. Da sollst du den lewitischen Priestern, denen von Zadoks Samen, die mir nahen - ist der Spruch Gottes, des Herrn - mich zu bedienen, einen jungen Stier zum Sündopfer geben.
21660#Hesekiel,43,20#20. Und du sollst von seinem Blut nehmen und sollst davon geben an seine vier Hörner und an die vier Ecken der Umfassung und an die Bekrönung ringsum und sollst ihn entsündigen und entsühnen.
21661#Hesekiel,43,21#21. Dann sollst du den Jungstier des Sündopfers nehmen, und man verbrenne ihn an vorbestimmtem Platz des Hauses außerhalb des Heiligtums.
21662#Hesekiel,43,22#22. Und am zweiten Tag sollst du einen fehlfreien Ziegenbock als Sündopfer darbringen, und sie sollen den Altar entsündigen, wie sie mit dem Stier entsündigt haben.
21663#Hesekiel,43,23#23. Bist du fertig mit dem Entsündigen, so sollst du einen fehlfreien jungen Stier darbringen und einen fehlfreien Widder, vom Kleinvieh.
21664#Hesekiel,43,24#24. Und du sollst sie heranbringen vor den Ewigen, und die Priester sollen auf sie Salz streuen und sollen sie darbringen als Hochopfer dem Ewigen.
21665#Hesekiel,43,25#25. Sieben Tage sollst du täglich einen Entsündungsbock bereiten und einen jungen Stier und einen Widder vom Kleinvieh, fehlfrei, das sollen sie bereiten.
21666#Hesekiel,43,26#26. Sieben Tage sollen sie den Altar entsühnen und ihn reinigen und ihn einweihen.
21667#Hesekiel,43,27#27. Und haben sie die Tage zuende gebracht, dann soll es sein am achten Tag und weiterhin, da sollen die Priester auf dem Altar eure Hochopfer und eure Mahlopfer bereiten, und ich will euch Huld zeigen, ist der Spruch Gottes, des Herrn.'
21668#Hesekiel,44,1#1. Und er führte mich zurück in der Richtung auf das äußere Tor des Heiligtums, das nach Osten gekehrt war; es war aber verschlossen.
21669#Hesekiel,44,2#2. Dann sprach zu mir der Ewige: ,Dieses Tor bleibe verschlossen, nicht werde es geöffnet, und niemand möge dadurch eintreten; denn der Ewige, der Gott Jisraëls, zieht dadurch ein, und es bleibe verschlossen.
21670#Hesekiel,44,3#3. Der Fürst aber, er, der Fürst, wenn er sich darin niederläßt, um Brot zu essen vor dem Ewigen, so soll er aus der Richtung der Torhalle her eintreten und auf seinem Weg wieder hinausgehn.'
21671#Hesekiel,44,4#4. Dann brachte er mich in der Richtung auf das Nordtor an die Vorderseite des Hauses, und ich schaute, und sieh, es erfüllte des Ewigen Herrlichkeit das Haus des Ewigen; da fiel ich nieder auf mein Antlitz.
21672#Hesekiel,44,5#5. Da sprach zu mir der Ewige: ,Menschensohn! Richte dein Herz, sieh mit deinen Augen und mit deinen Ohren höre, allwas ich zu dir rede von allen Satzungen des Hauses des Ewigen und all seinen Anweisungen, und du sollst dein Herz darauf richten, auf den Zugang zum Haus wie auf alle Ausgänge des Heiligtums.
21673#Hesekiel,44,6#6. Und sprich zum Trutz(haus), zum Haus Jisraël: So spricht Gott, der Herr: Zuviel von euch mit all euren Greueln, Haus Jisraël!
21674#Hesekiel,44,7#7. Da ihr kommen ließet der Fremde Söhne, unbeschnitten am Herzen und unbeschnitten am Fleisch, daß sie in meinem Heiligtum seien, um es, mein Haus, zu schänden, da ihr darbrachtet meine Speise, Fett und Blut - und man so meinen Bund brach - bei all euren Greueln
21675#Hesekiel,44,8#8. und da ihr die Wartung meiner Heiligtümer nicht wahrtet und sie euch bestelltet zu Wahrern meiner Wartung in meinem Heiligtum,
21676#Hesekiel,44,9#9. spricht so Gott, der Herr: Kein Sohn der Fremde, unbeschnitten am Herzen und unbeschnitten am Fleisch, soll in mein Heiligtum kommen, von allen Söhnen der Fremde, die unter den Kindern Jisraël weilen.
21677#Hesekiel,44,10#10. Aber die Lewiten, die sich entfernt von mir, da Jisraël in die Irre ging, indem sie von mir abirrten, ihren Götzen nach, die sollen ihre Verschuldung tragen.
21678#Hesekiel,44,11#11. Sie sollten in meinem Heiligtum Dienst leisten, als Hut an den Toren des Hauses und als Diener am Haus, sie sollten das Hoch- und Schlachtopfer für das Volk schlachten, und sie sollten vor ihnen stehen, um ihnen Dienst zu leisten.
21679#Hesekiel,44,12#12. Dafür, daß sie ihnen Dienst geleistet vor ihren Götzen und dem Haus Jisraël zum Anstoß der Verschuldung wurden, darum habe ich meine Hand wider sie gehoben, ist der Spruch Gottes, des Herrn, daß sie ihre Schuld tragen.
21680#Hesekiel,44,13#13. Sie dürfen nicht zu mir hintreten, mir Priester zu sein, und heranzutreten an all meine Weihgaben, die hochheiligen, sondern sie sollen ihre Schmach tragen mit ihren Greueln, die sie geübt,
21681#Hesekiel,44,14#14. da ich sie bestellte als Wahrer der Wartung des Hauses für all seinen Dienst und alles, was darin verrichtet wird.
21682#Hesekiel,44,15#15. Jedoch die lewitischen Priester, die Zadoksöhne, die die Wartung meines Heiligtums gewahrt, da die Kinder Jisraël von mir abirrten, sie sollen mir nahen, mir Dienst zu leisten, und sollen vor mir stehen, mir darzubringen Fett und Blut, ist der Spruch Gottes, des Herrn.
21683#Hesekiel,44,16#16. Sie sollen in mein Heiligtum kommen, und sie meinem Tisch sich nahen, mir Dienst zu leisten, und sie meine Wartung wahren.
21684#Hesekiel,44,17#17. Und es sei, wenn sie eintreten in die Tore des innern Hofes, so sollen sie sich in linnene Gewandung kleiden, nicht aber soll auf sie Wolle kommen, wenn sie Dienst leisten innerhalb der Tore des innern Hofes.
21685#Hesekiel,44,18#18. Linnenturbane seien auf ihrem Haupt und linnene Beinkleider an ihren Lenden, und nicht sollen sie sich schweißig gürten.
21686#Hesekiel,44,19#19. Und wenn sie zum äußern Hof hinausgehn, in den äußern Hof zum Volk, so sollen sie ihre Gewänder ausziehn, darin sie ihren Dienst versahen, sie niederlegen in den Gemächern des Heiligtums und andere Gewänder anlegen, damit sie das Volk nicht durch ihre Gewänder heiligen.
21687#Hesekiel,44,20#20. Ihr Haupt aber dürfen sie nicht scheren, doch auch das Haupthaar nicht frei hängen lassen, wohlgeordnet sollen sie ihr Haupthaar halten.
21688#Hesekiel,44,21#21. Und Wein sollen sie, jeglicher Priester, nicht trinken, wenn sie in den innern Hof kommen.
21689#Hesekiel,44,22#22. Und eine Witwe und eine Verstoßene sollen sie sich nicht zu Frauen nehmen, sondern Jungfrauen vom Samen des Hauses Jisraël; aber die Witwe, die eines Priesters verwitwet ist, dürfen sie nehmen.
21690#Hesekiel,44,23#23. Und mein Volk sollen sie unterweisen, was zwischen heilig und gemein, und was zwischen unrein und rein, ihnen kundtun.
21691#Hesekiel,44,24#24. Und bei Rechtsstreit treten sie hin zu Gericht; nach meinen Rechtsvorschriften sollen sie es richten und meine Weisungen und Satzungen für alle meine Feste wahren und meine Sabbate heiligen.
21692#Hesekiel,44,25#25. Und zum Leichnam eines Menschen soll er nicht kommen, sich zu verunreinigen, nur an Vater und Mutter, an Sohn und Tochter, an Bruder und der Schwester, die noch nicht einem Mann angehört hat, dürfen sie sich verunreinigen.
21693#Hesekiel,44,26#26. Und nachdem er rein geworden, soll man ihm sieben Tage zählen,
21694#Hesekiel,44,27#27. und am Tag, da er (wieder) in das Heiligtum, den innern Hof kommt, um Dienst zu tun im Heiligtum, soll er sein Sündopfer darbringen, ist der Spruch Gottes, des Herrn.
21695#Hesekiel,44,28#28. Und das sei ihnen zum Erbbesitz: Ich bin ihr Erbe! Doch Besitztum sollt ihr ihnen nicht geben in Jisraël, ich bin ihr Besitztum.
21696#Hesekiel,44,29#29. Das Mehlopfer und das Sünd- und Schuldopfer, das sollen sie verzehren, und alles, was gebannt in Jisraël, ihnen falle es zu.
21697#Hesekiel,44,30#30. Und das Erlesene aller Erstreife jeglicher Art und alle Hebegabe jeglicher Art von allen euren Hebespenden falle den Priestern zu, und das Erste von euren Teigtrögen sollt ihr dem Priester geben, um Segen ruhen zu lassen auf deinem Haus.
21698#Hesekiel,44,31#31. Alles Aas und alles Zerrissene von Vögeln und vom Vieh sollen die Priester nicht essen.
21699#Hesekiel,45,1#1. Und wenn ihr das Land verlost zum Erbbesitz, sollt ihr eine Hebegabe erheben dem Ewigen, als heilig von dem Land, fünfundzwanzigtausend (Ellen) lang in die Länge und zehntausend in die Breite, heilig sei es innerhalb seiner ganzen Grenze ringsum.
21700#Hesekiel,45,2#2. Es gehören davon zum Heiligtum: Fünfhundert auf fünfhundert im Geviert, ringsum, und fünfzig Ellen als Freifläche dazu ringsum.
21701#Hesekiel,45,3#3. Von dieser Abmessung aber sollst du es messen, den fünfundzwanzigtausend in die Länge und zehntausend in die Breite, und darauf sei das Heiligtum, das Hochheilige.
21702#Hesekiel,45,4#4. Heilig ist dies vom Land; den Priestern, die den Dienst am Heiligtum versehen, gehöre es, die sich nahen, den Ewigen zu bedienen, und es sei ihnen als Raum für Häuser und geheiligt zum Heiligtum.
21703#Hesekiel,45,5#5. Und dann fünfundzwanzigtausend in die Länge und zehntausend in die Breite, das sei für die Lewiten, die Diener des Hauses, ihnen zum Besitztum - zwanzig Abteilungen.
21704#Hesekiel,45,6#6. Und als Besitztum der Stadt sollt ihr geben fünftausend in die Breite und fünfundzwanzigtausend in die Länge, gleichlaufend mit der Hebegabe des Heiligtums; dem ganzen Haus Jisraël soll es gehören.
21705#Hesekiel,45,7#7. Und für den Fürsten: Hüben und drüben von der Hebegabe des Heiligtums und des Besitztums der Stadt, vor der Hebegabe des Heiligtums und vor dem Besitztum der Stadt, auf der Westseite westwärts und auf der Ostseite ostwärts, und an Länge gleichlaufend mit einem der Anteile von der Westgrenze bis zur Ostgrenze;
21706#Hesekiel,45,8#8. als Land soll es ihm zufallen, als Besitztum in Jisraël. Und nicht mehr sollen meine Fürsten mein Volk bedrücken, sondern das Land dem Haus Jisraël zuweisen nach seinen Stämmen.
21707#Hesekiel,45,9#9. So spricht Gott, der Herr: Zu viel für euch, ihr Fürsten Jisraëls! Gewalt und Raub schafft fort und übt Recht und Gerechtigkeit. Hebt eure Ausbeutung hinweg von meinem Volk, ist der Spruch Gottes, des Herrn.
21708#Hesekiel,45,10#10. Rechte Wage und rechtes Efamaß und rechtes Batgefäß sollt ihr führen.
21709#Hesekiel,45,11#11. Efa und Bat sollen gleichen Gehalt haben, daß das Bat ein Zehntel Homer faßt, und den zehnten Teil des Homer die Efa; nach dem Homer erfolge dessen Ausmessung.
21710#Hesekiel,45,12#12. Und der Schekel sei zwanzig Gera, (ein Stück von) zwanzig Schekeln, fünfundzwanzig Schekeln und fünfzehn Schekeln soll euch eine Mine sein.
21711#Hesekiel,45,13#13. Dies ist die Hebegabe, die ihr abheben sollt: Ein Sechstel Efa vom Homer Weizen und ein Sechstel Efa vom Homer Gerste.
21712#Hesekiel,45,14#14. Und der Satz vom Öl: Das Bat Öl; ein Zehntel ist das Bat vom Kor, zehn Bat machen einen Homer; denn zehn Bat sind ein Homer;
21713#Hesekiel,45,15#15. und eine Schafhaut vom Kleinvieh (voll), von zweihundert, vom Getränk Jisraëls, zum Mehl- und Hochopfer und zu den Mahlopfern, um für sie Sühne zu erwirken, ist der Spruch Gottes, des Herrn.
21714#Hesekiel,45,16#16. Das ganze Volk des Landes sei zu dieser Hebegabe gehalten für den Fürsten in Jisraël.
21715#Hesekiel,45,17#17. Dem Fürsten aber sind auferlegt die Hochopfer und das Mehlopfer und die Gußspende an den Festen und Neumonden und an den Sabbaten, an allen Festzeiten des Hauses Jisraël; er beschaffe das Sünd- und Mehl- und Hochopfer und die Mahlopfer, um Sühne zu erwirken für das Haus Jisraël.
21716#Hesekiel,45,18#18. So spricht Gott, der Herr: Im Ersten, am Ersten des Monats sollst du einen fehlfreien jungen Stier nehmen und sollst das Heiligtum entsündigen.
21717#Hesekiel,45,19#19. Und der Priester nehme vom Blut des Sündopfers und tue an den Pfosten des Hauses und an die vier Ecken der Umfassung des Altars und an den Pfosten des Tores zum innern Hof.
21718#Hesekiel,45,20#20. Und ebenso sollst du tun am Siebenten des Monats wegen des Mannes, der geirrt hat oder betört gewesen, und ihr sollt das Haus entsühnen.
21719#Hesekiel,45,21#21. Im Ersten, am vierzehnten Tag des Monats, sei euch das Pessah, ein Fest von sieben Tagen; ungesäuerte Brote sollen gegessen werden.
21720#Hesekiel,45,22#22. Und es bereite der Fürst an jenem Tag für sich und für alles Volk des Landes einen Stier als Sündopfer.
21721#Hesekiel,45,23#23. Und an den sieben Tagen des Festes bereite er als Hochopfer dem Ewigen sieben Stiere und sieben Widder, fehlfrei, für jeden Tag von den sieben Tagen, und als Sündopfer einen Ziegenbock für den Tag,
21722#Hesekiel,45,24#24. und als Mehlopfer bereite er ein Efa für den Stier und ein Efa für den Widder, und an Öl ein Hin für das Efa.
21723#Hesekiel,45,25#25. Im Siebenten, am fünfzehnten Tag des Monats, am Fest, bereite er desgleichen sieben Tage hindurch, so Sündopfer wie Hochopfer, so Mehlopfer wie Öl.
21724#Hesekiel,46,1#1. So spricht Gott, der Herr: Das Tor des innern Hofs, das gegen Osten gekehrt ist, soll an den sechs Werktagen verschlossen sein; doch am Sabbattag sei es geöffnet, und am Neumondtag sei es geöffnet.
21725#Hesekiel,46,2#2. Da gehe der Fürst hinein durch die Halle des Tores von außen und trete hin an den Pfosten des Tores, und die Priester sollen sein Hochopfer und seine Mahlopfer bereiten; und er werfe sich nieder auf der Schwelle des Tores und gehe hinaus; das Tor aber werde nicht verschlossen bis zum Abend.
21726#Hesekiel,46,3#3. Das Volk des Landes aber werfe sich nieder am Eingang jenes Tores an den Sabbaten und an den Neumonden vor dem Ewigen.
21727#Hesekiel,46,4#4. Und das Hochopfer, das der Fürst dem Ewigen darbringe: Am Sabbattag sechs fehlfreie Lämmer und einen fehlfreien Widder.
21728#Hesekiel,46,5#5. Und als Mehlopfer: Ein Efa für den Widder, und für die Lämmer als Mehlopfer, wie seine Hand es gibt, und an Öl ein Hin für das Efa.
21729#Hesekiel,46,6#6. Am Neumondtag aber: Einen jungen fehlfreien Stier und sechs Lämmer und einen Widder, fehlfrei sollen sie sein,
21730#Hesekiel,46,7#7. und ein Efa für den Stier und ein Efa für den Widder bereite er als Mehlopfer; und für die Lämmer, wozu seine Hand ausreicht, und an Öl ein Hin für das Efa.
21731#Hesekiel,46,8#8. Und wenn der Fürst hineingeht, so gehe er durch die Halle des Tores hinein, und gehe dadurch hinaus.
21732#Hesekiel,46,9#9. Wenn aber das Volk des Landes vor den Ewigen tritt zu den Festzeiten, so soll der, der durch das Nordtor kommt, um sich niederzuwerfen, durch das Südtor hinausgehn, und wer durch das Südtor hineinkommt, der gehe durch das Nordtor hinaus; er kehre nicht durch das Tor, durch welches er hineingekommen, zurück, sondern geradeaus vor sich sollen sie hinausgehn.
21733#Hesekiel,46,10#10. Der Fürst aber in ihrer Mitte: Wenn sie hineingekommen, komme er hinein, und wenn sie hinausgegangen, gehe man hinaus.
21734#Hesekiel,46,11#11. An Festen und Feiertagen aber sei das Mehlopfer: Ein Efa für den Stier und ein Efa für den Widder; und für die Lämmer, wie seine Hand es gibt, und an Öl ein Hin für das Efa.
21735#Hesekiel,46,12#12. Wenn aber der Fürst eine Edelmutsgabe darbringt, Hochopfer oder Mahlopfer als Edelmutsgabe für den Ewigen, dann öffne man ihm das Tor, das sich gegen Osten kehrt, und man bereite sein Hoch- und sein Mahlopfer, wie man es am Sabbattag bereitet, und er gehe hinaus, und man verschließe das Tor nach seinem Weggang.
21736#Hesekiel,46,13#13. Und ein erstjähriges fehlfreies Lamm sollst du bereiten, als Hochopfer täglich dem Ewigen, Morgen für Morgen sollst du es bereiten.
21737#Hesekiel,46,14#14. Und als Mehlopfer sollst du dazu bereiten Morgen für Morgen: Ein Sechstel Efa, und an Öl ein Drittel Hin, um das Feinmehl anzufeuchten, als Mehlopfer für den Ewigen - als ewige Satzung für immer.
21738#Hesekiel,46,15#15. Und bereite das Lamm und das Mehlopfer und das Öl Morgen für Morgen als ständiges Hochopfer.
21739#Hesekiel,46,16#16. So spricht Gott, der Herr: Wenn der Fürst einem von seinen Söhnen ein Geschenk gibt, sein Erbbesitz ist es, seinen Söhnen gehöre es, ihr Besitztum ist es als Erbe.
21740#Hesekiel,46,17#17. Wenn er aber von seinem Erbbesitz einem von seinen Knechten ein Geschenk gibt, so gehöre es dem bis zum Jahr der Freilassung und kehre dann zu dem Fürsten zurück. Jedoch das seinen Söhnen Vererbte sei ihnen zu eigen.
21741#Hesekiel,46,18#18. Doch nicht darf der Fürst von dem Erbbesitz des Volkes nehmen, daß er sie ihres Besitztums beraube; von seinem Besitztum soll er seinen Söhnen vererben, damit nicht mein Volk versprengt werde, jeder von seinem Besitztum.'
21742#Hesekiel,46,19#19. Und er brachte mich durch den Eingang, der an der Flanke des Tores liegt, zu den heiligen Gemächern - zu den Priestern -, die nach Norden gerichtet sind, und sieh, dort war ein Ort seitwärts, gegen Westen.
21743#Hesekiel,46,20#20. Und er sprach zu mir: ,Das ist der Ort, woselbst die Priester das Schuld- und das Sündopfer kochen sollen, wo sie das Mehlopfer backen sollen, um es nicht nach dem äußern Hof hinauszutragen, das Volk so zu heiligen.'
21744#Hesekiel,46,21#21. Und er führte mich hinaus nach dem äußern Hof und ließ mich hindurchschreiten zu den vier Ecken des Hofes, und sieh, ein Hof war in der Ecke des Hofes, je ein Hof in jeder Ecke des Hofes.
21745#Hesekiel,46,22#22. In den vier Ecken des Hofes waren Eckhöfe, vierzig (Ellen) lang und dreißig breit, ein Maß hatten sie, alle vier, im Winkel liegend.
21746#Hesekiel,46,23#23. Und ein Mauerkranz war ringsum um alle vier, und Kochherde waren eingelassen unten an den Ummauerungen ringsum;
21747#Hesekiel,46,24#24. und er sprach zu mir: ,Dies ist die Stätte der Köche, wo die Diener des Hauses das Schlachtopfer des Volkes kochen sollen.'
21748#Hesekiel,47,1#1. Und er führte mich zurück an den Eingang des Hauses, und sieh, Wasser kam hervor unterhalb der Schwelle des Hauses gegen Osten. Denn die Front des Hauses ging nach Osten zu, und das Wasser floß ab unterhalb der rechten Flanke des Hauses, südlich vom Altar.
21749#Hesekiel,47,2#2. Dann brachte er mich hinaus durch das Nordtor und ließ mich herumgehn den Weg außen zu dem äußern Tor auf dem Weg, der sich gegen Osten wendet. Und sieh, Wasser rieselte hervor von der rechten Seite her.
21750#Hesekiel,47,3#3. Wie nun der Mann nach Osten hinausschritt, die Meßschnur in seiner Hand, maß er tausend Ellen und führte mich durch das Wasser hindurch: Wasser bis an die Knöchel.
21751#Hesekiel,47,4#4. Dann maß er tausend und führte mich durch das Wasser: Wasser bis an die Knie; dann maß er tausend und führte mich hindurch: Wasser bis zu den Lenden.
21752#Hesekiel,47,5#5. Dann maß er tausend: Ein Fluß, den ich nicht zu durchschreiten vermochte; denn hochan stand das Wasser, Wasser einer Flut, ein Fluß, der nicht durchschritten werden kann.
21753#Hesekiel,47,6#6. Und er sprach zu mir: ,Hast du's gesehen, Menschensohn?' Und er führte mich und brachte mich zurück an das Ufer des Stroms.
21754#Hesekiel,47,7#7. Als ich zurückkam, sieh, da waren am Rand des Flusses sehr viele Bäume hüben und drüben.
21755#Hesekiel,47,8#8. Und er sprach zu mir: ,Dieses Wasser strömt hinaus nach dem östlichen Bezirk und fließt zur Niederung hinab und läuft ins Meer, ins Meer des verunreinigten Wassers. Und gesund werden dessen Wasser.
21756#Hesekiel,47,9#9. Und sein wirds: Alles lebendige Wesen, das wimmelt, soll überall, wohin diese Strömung kommt, leben, und die Fischbrut soll gar viel sein; denn kommen jene Wasser dahin, so werden sie gesund, und es lebt alles, wohin der Fluß kommt.
21757#Hesekiel,47,10#10. Und sein solls, daß stehen an ihm Fischer von En-Gedi bis zu En-Eglaim, ein Auslegplatz für Netze wird es sein; von (jeglicher) Art werden seine Fische sein, wie die Fische des großen Meeres, gar zahlreich.
21758#Hesekiel,47,11#11. Seine Tümpel und Lachen aber werden nicht gesunden: Zum Salz sind sie bestimmt.
21759#Hesekiel,47,12#12. Und an dem Fluß wächst empor über seinem Ufer hüben wie drüben allerlei Fruchtbaum, nicht welkt sein Laub, noch schwindet seine Frucht. Mit seinen Monden reift es frisch; denn sein Wasser, vom Heiligtum strömt es hervor, und es dient seine Frucht zur Nahrung und sein Laub zur Begürtung.
21760#Hesekiel,47,13#13. So spricht Gott, der Herr: Das ist die Grenze, wie ihr euch erbteilen sollt in das Land nach den zwölf Stämmen Jisraëls - Josef (zwei) Anteile.
21761#Hesekiel,47,14#14. Und ihr sollt es zu Erbe erhalten, ein Mann wie sein Bruder, da ich meine Hand gehoben, es euren Vätern zu geben, daß dieses Land euch als Erbe zufalle.
21762#Hesekiel,47,15#15. Und dies ist die Grenze des Landes nach der Nordseite: Vom großen Meer, des Wegs nach Hetlon, bis gegen Zedad hin. 16. Hamat,
21763#Hesekiel,47,16#Berota, Sibraim, das zwischen dem Gebiet von Dammesek und dem Gebiet von Hamat liegt, das mittlere Hazer, das an der Grenze des Hawran liegt.
21764#Hesekiel,47,17#17. Und es sei die Grenze: Vom Meer nach Hazar-Enon gegen die Grenze von Dammesek, und Zafon nach Norden hin, und das Gebiet von Hamat. Und damit: Die Nordseite.
21765#Hesekiel,47,18#18. Und die Ostseite: Zwischen Hawran und Dammesek und dem Gil'ad und dem Land Jisraël der Jarden als Grenze, bis zum östlichen Meer sollt ihr sie messen. Und damit: Die Ostseite.
21766#Hesekiel,47,19#19. Und die Südseite gegen Mittag hin: Von Tamar bis Me-Meribot-Kadesch, nach dem Bach zum großen Meer hin. Und damit: Die Südseite gegen Mittag hin.
21767#Hesekiel,47,20#20. Und die Westseite: Das große Meer als Grenze bis gegenüber Lebo von Hamat. Dies ist die Westseite.
21768#Hesekiel,47,21#21. Und ihr sollt euch dieses Land zuteilen nach den Stämmen Jisraëls.
21769#Hesekiel,47,22#22. Und sein solls: Verlosen sollt ihr es als Erbe für euch und für die Fremdlinge, die unter euch weilen, die Söhne gezeugt haben in eurer Mitte, und sie sollen euch sein wie ein Volksgeborener unter den Kindern Jisraël. Mit euch sollen sie das Erbe erlosen unter den Stämmen Jisraëls.
21770#Hesekiel,47,23#23. Und sein solls: In dem Stamm, darin der Fremdling weilt, dort sollt ihr seinen Erbbesitz anweisen, ist der Spruch Gottes, des Herrn.
21771#Hesekiel,48,1#1. Und dies sind die Namen der Stämme: An der Nordspitze, seitlich der Straße von Hetlon, Lebo von Hamat, Hazar-Enan, das Gebiet von Dammesek nach Norden hin, seitlich von Hamat, das soll ihm gehören von der Ostseite nach Westen: Dan, eins.
21772#Hesekiel,48,2#2. Und an dem Gebiet Dans von der Ostseite bis zur Westseite: Ascher, eins.
21773#Hesekiel,48,3#3. Und an dem Gebiet Aschers von der Ostseite bis zur Westseite: Naftali, eins.
21774#Hesekiel,48,4#4. Und an dem Gebiet Naftalis von der Ostseite bis zur Westseite: Menaschsche, eins.
21775#Hesekiel,48,5#5. Und an dem Gebiet Menaschsches von der Ostseite bis zur Westseite: Efraim, eins.
21776#Hesekiel,48,6#6. Und an dem Gebiet Efraims von der Ostseite bis zur Westseite: Rëuben, eins.
21777#Hesekiel,48,7#7. Und an dem Gebiet Rëubens von der Ostseite bis zur Westseite: Jehuda, eins.
21778#Hesekiel,48,8#8. Und an dem Gebiet Jehudas von der Ostseite bis zur Westseite soll die Hebegabe sein, die ihr erheben sollt: Fünfundzwanzigtausend in die Breite, und die Länge wie einer der Anteile, von der Ostseite bis zur Westseite, und es sei das Heiligtum mitten darin.
21779#Hesekiel,48,9#9. Die Hebegabe, die ihr für den Ewigen erheben sollt: Fünfundzwanzigtausend in die Länge und zehntausend in die Breite.
21780#Hesekiel,48,10#10. Diesen aber gehöre die heilige Hebegabe: Den Priestern gegen Norden: Fünfundzwanzigtausend, und gegen Westen die Breite: Zehntausend, und gegen Osten die Breite: Zehntausend, und gegen Süden die Länge: Fünfundzwanzigtausend; und es sei das Heiligtum des Ewigen mitten darin.
21781#Hesekiel,48,11#11. Den geweihten Priestern von den Zadoksöhnen, die meine Wartung gewahrt, die nicht in die Irre gingen, da die Kinder Jisraël abirrten, wie die Lewiten abgeirrt sind,
21782#Hesekiel,48,12#12. ihnen gehöre ein Aushub aus der Hebegabe des Landes als hochheilig neben dem Gebiet der Lewiten.
21783#Hesekiel,48,13#13. Und den Lewiten, gleichlaufend mit dem Gebiet der Priester: Fünfundzwanzigtausend in die Länge und in die Breite zehntausend - jede Langseite fünfundzwanzigtausend, und die Breite zehntausend.
21784#Hesekiel,48,14#14. Und sie dürfen davon nicht verkaufen noch vertauschen, noch den Erstling des Bodens (an andere) übergehn lassen; denn heilig ist es dem Ewigen.
21785#Hesekiel,48,15#15. Doch die fünftausend, die übrig sind an der Breitseite vor den fünfundzwanzigtausend, das ist Profanland für die Stadt zur Siedlung und zur Freifläche, und es liege die Stadt mitten darin.
21786#Hesekiel,48,16#16. Und das sind ihre Abmessungen: Die Nordseite viertausendfünfhundert, und die Südseite viertausendfünfhundert, und nach der Ostseite viertausendfünfhundert, und die Westseite viertausendfünfhundert.
21787#Hesekiel,48,17#17. Und es sei als Freifläche für die Stadt gegen Norden zweihundertfünfzig, gegen Süden zweihundertfünfzig, gegen Osten zweihundertfünfzig und gegen Westen zweihundertfünfzig.
21788#Hesekiel,48,18#18. Und was übrig bleibt an der Länge, gleichlaufend der heiligen Hebegabe, zehntausend gegen Osten und zehntausend gegen Westen - was gleichlaufend ist zur heiligen Hebegabe -, dessen Ertrag diene zur Nahrung den Bebauern in der Stadt.
21789#Hesekiel,48,19#19. Und die Bebauer in der Stadt sollen es bestellen, aus allen Stämmen Jisraëls.
21790#Hesekiel,48,20#20. Als gesamte Hebegabe sollt ihr fünfundzwanzigtausend auf fünfundzwanzigtausend im Geviert erheben, als heilige Hebegabe nebst dem Besitztum der Stadt.
21791#Hesekiel,48,21#21. Der Rest aber gehöre dem Fürsten, hüben und drüben von der heiligen Hebegabe und dem Besitztum der Stadt, längs den fünfundzwanzigtausend der Hebegabe bis zur Grenze gegen Osten; und westlich, längs den fünfundzwanzigtausend bis zur Grenze im Westen, den Abteilen (der Stadt) gleichlaufend, gehöre dem Fürsten, und so sei die heilige Hebegabe und das Heiligtumshaus mitten darin.
21792#Hesekiel,48,22#22. Und vom Besitztum der Lewiten und dem Besitztum der Stadt, die mitten in dem, was des Fürsten ist, liegen, gehöre das zwischen der Grenze von Jehuda und der Grenze von Binjamin dem Fürsten.
21793#Hesekiel,48,23#23. Und die übrigen Stämme: Von der Ostseite bis zur Westseite: Binjamin, eins.
21794#Hesekiel,48,24#24. Und am Gebiet von Binjamin von der Ostseite bis zur Westseite: Schim'on, eins.
21795#Hesekiel,48,25#25. Und am Gebiet von Schim'on von der Ostseite bis zur Westseite: Jissachar, eins.
21796#Hesekiel,48,26#26. Und am Gebiet von Jissachar von der Ostseite bis zur Westseite: Sebulun, eins.
21797#Hesekiel,48,27#27. Und am Gebiet von Sebulun von der Ostseite bis zur Westseite: Gad, eins.
21798#Hesekiel,48,28#28. Und am Gebiet von Gad auf der Südseite gegen Mittag, da sei die Grenze von Tamar über Me-Meribat-Kadesch zum Bach hin, bis ans große Meer.
21799#Hesekiel,48,29#29. Dies ist das Land, das ihr verlosen sollt als Erbbesitz den Stämmen Jisraëls, und das sind ihre Anteile, ist der Spruch Gottes, des Herrn.
21800#Hesekiel,48,30#30. Und das sind die Ausgänge der Stadt: Auf der Nordseite, viertausendfünfhundert messend,
21801#Hesekiel,48,31#31. und die Tore der Stadt nach den Namen der Stämme Jisraëls: Drei Tore gegen Norden: Das Tor Rëubens, eins, das Tor Jehudas, eins, das Tor Lewis, eins.
21802#Hesekiel,48,32#32. Und gegen die Ostseite, viertausendfünfhundert, drei Tore: Das Tor Josefs, eins, das Tor Binjamins, eins, das Tor Dans, eins.
21803#Hesekiel,48,33#33. Und gegen die Südseite, viertausendfünfhundert messend, drei Tore: Das Tor Schim'ons, eins, das Tor Jissachars, eins, das Tor Sebuluns, eins.
21804#Hesekiel,48,34#34. Die Westseite, viertausendfünfhundert, ihre Tore drei: Das Tor Gads, eins, das Tor Aschers, eins, das Tor Naftalis, eins.
21805#Hesekiel,48,35#35. Ringsum: Achtzehntausend. Der Name der Stadt aber sei von dem Tag ab: Der Ewige daselbst.»

20379#Klagelieder,1,1#1. «WIE weilt so einsam die Stadt / die reich an Volk! / Ist worden wie die Witwe / die groß war bei den Völkern / die Fürstin bei den Ländern / verfallen der Fron.
20380#Klagelieder,1,2#2. Sie weinet, weint des Nachts / die Träne auf der Wange / hat keinen, der tröstet / von all ihren Liebsten. / All ihre Freunde waren treulos / sind Feinde ihr worden.
20381#Klagelieder,1,3#3. Fort ist Jehuda / vor Elend und schwerer Fron / weilt es bei den Völkern / fand keine Ruhstatt. / Alldie es jagten, ereiltens / im Gezwänge.
20382#Klagelieder,1,4#4. Die Wege Zijons trauern / da keiner zum Fest kommt. / All ihre Tore verödet / die Priester ächzend / die Jungfraun vergrämt / und ihr - ists bitter.
20383#Klagelieder,1,5#5. Es waren ihre Dränger hochauf / ihre Feinde getrost; / denn der Ewige hat sie betrübt / ob der Fülle ihrer Sünden. / Ihre Kindlein zogen gefangen / vor dem Bedränger.
20384#Klagelieder,1,6#6. So schwand von Zijons Tochter / all ihre Pracht / es waren ihre Obern wie Hirsche / die Weide nicht finden / sie zogen kraftlos / vor dem Verfolger.
20385#Klagelieder,1,7#7. Es gedachte Jeruschalaim / zur Zeit ihres Elends und Jammers / all ihrer Köstlichkeiten, die gewesen / seit Urzeittagen. / Da fiel ihr Volk in Feindeshand / und keiner half ihr / zusahen die Dränger und lachten / ob ihrer Vernichtung!
20386#Klagelieder,1,8#8. Versündigt hatte sich Jeruschalaim / ist drum zum Abscheu worden. / Alldie sie geehrt, verachten sie / weil ihre Blöße sie sahen. / Und sie auch stöhnt / und kehrt sich ab.
20387#Klagelieder,1,9#9. Ihr Schmutz an ihrer Schleppe! / Sie dacht nicht ihrer Zukunft / so sank sie unfaßbar / hat keinen Tröster. / ,Sieh, Ewger, mein Elend / da der Feind beschimpft.'
20388#Klagelieder,1,10#10. Seine Hand legt der Feind / auf all ihre Schätze / denn Völker sah sie / in ihr Heiligtum dringen / wo du geboten, daß sie nie / zur Volksschar dir kommen.
20389#Klagelieder,1,11#11. All ihr Volk, es ächzt / sie betteln um Brot / sie gaben ihre Schätze für Speise / die Seele zu halten. / Schau, Ewger, und sieh / daß ich erniedrigt!
20390#Klagelieder,1,12#12. Ists zu euch nicht gedrungen / all ihr Wandrer der Straße? / Schaut aus und seht! / Gibts Schmerz wie den meinen / der mir ward getan / da der Ewge mich kränkte / am Tag seiner Zornglut?
20391#Klagelieder,1,13#13. Hochher warf er den Brand in mein Gebein / und läßt ihn wüten / er legt' ein Netz für meine Füße / trieb mich zurück / er macht' mich starr / allezeit wund.
20392#Klagelieder,1,14#14. Geknüpft ist meiner Frevel Joch / von seiner Hand. / Verflochten legt es sich auf meinen Nacken / lähmt meine Kraft. / Preisgab der Herr mich Händen / draus ich nicht aufkann.
20393#Klagelieder,1,15#15. Verworfen hat all meine Führer / der Herr in meiner Mitte. / Hat wider mich zum Fest geladen / zu brechen meine Jünglinge. / Die Kelter hat der Herr getreten / der Maid, Tochter Jehudas.
20394#Klagelieder,1,16#16. Darüber wein ich / mein Aug, mein Auge fließt in Tränen / weil fern mir ein Tröster / der die Seele mir hielte / verstarrt sind meine Kinder / da gesiegt der Feind.
20395#Klagelieder,1,17#17. Es breitet Zijon die Hände / hat keinen Tröster. / Aufbot der Ewge wider Jaakob / ringsum seine Dränger. / Geworden ist Jeruschalaim / ein Abscheu bei ihnen.
20396#Klagelieder,1,18#18. ,Gerecht ist der Ewge / da seinem Mund ich trotzte. / O hört es, Völker alle / und seht meinen Schmerz; / meine Mädchen und Jünglinge / sie zogen gefangen.
20397#Klagelieder,1,19#19. Ich rief meinen Liebsten / sie trogen mich. / Meine Priester und Greise / in der Stadt hinstarben / da sie Speise sich suchten / die Seele zu halten.
20398#Klagelieder,1,20#20. Sieh, Ewger, wie mir angst ist / mein Innres siedet / mein Herz, es wendet sich in mir / weil ich trotzig gewesen. / Würgt draußen das Schwert / und drin ists wie Sterben.
20399#Klagelieder,1,21#21. Sie hörten, daß ich ächze / hab keinen Tröster / all meine Feinde hörten mein Unglück / frohlocken, daß du es gewirkt. / Bringst du den Tag, den du ausriefst / sind sie wie ich.
20400#Klagelieder,1,22#22. Es komme all ihr Arg vor dich / daß ihnen du tust / wie mir du getan / ob all meiner Frevel! / Denn viel ist mein Ächzen / und wund mein Herz.»
20401#Klagelieder,2,1#1. «Wie umdüstert im Zorn / der Herr die Tochter Zijons! / Er warf vom Himmel zur Erde / die Pracht Jisraëls / gedachte nicht des Schemels seiner Füße / am Tag seines Zorns.
20402#Klagelieder,2,2#2. Vernichtet ohn Erbarmen hat der Herr / alle Fluren Jaakobs / zerstört in seinem Grimm / die Vesten der Tochter Jehudas / zuboden gebracht und geschändet / Königtum und Obre.
20403#Klagelieder,2,3#3. Er hieb ab in seines Zornes Glut / alles Horn Jisraëls / zog zurück seine Rechte / vor dem Feind / und loht' in Jaakob wie Flammenbrand / der ringsum fraß.
20404#Klagelieder,2,4#4. Den Bogen spannt' er wie ein Feind / den Schwertgriff seine Rechte wie ein Dränger / und würgte aller Augen Lieblinge; / im Zelt der Tochter Zijons / goß er wie Feuer seinen Grimm.
20405#Klagelieder,2,5#5. Es ward der Herr zum Feind / zerstörte Jisraël / zerstörte all seine Paläste / vernichtete seine Vesten / er häufte bei der Tochter Jehudas / Weinen und Wehruf.
20406#Klagelieder,2,6#6. Entkleidet' wie den Garten ihn von Laub / zerstört' seinen Festort / vergessen macht' der Ewige in Zijon / Festtag und Sabbat / verwarf in seines Zornes Grimm / König und Priester.
20407#Klagelieder,2,7#7. Verschmäht hat der Herr seinen Altar / verworfen sein Heiligtum / in Feindeshand gegeben / die Mauern ihrer Paläste. / Auflärmten sie in des Ewigen Haus / wie festtags.
20408#Klagelieder,2,8#8. Gesonnen hat der Ewge, zu vernichten / die Mauer der Tochter Zijons / gespannt die Schnur, nicht wendend / seine Hand vom Verderben / verkümmert Wall und Mauer / mitsamt sie schmachten.
20409#Klagelieder,2,9#9. Im Boden eingesunken ihre Tore / vernichtet', zerschlug ihre Balken / ihr König, ihre Obern - bei den Völkern. / Da ist keine Weisung / auch die Begeisteten, sie fanden / keine Schau vom Ewgen.
20410#Klagelieder,2,10#10. Verstummt zuboden sitzen / die Greise der Tochter Zijons / sie taten Staub auf ihr Haupt / gürteten Sackzeug. / Zuboden senkten ihr Haupt / die Jungfraun Jeruschalaims.
20411#Klagelieder,2,11#11. Meine Augen vergehen in Tränen / mein Innres siedet / die Leber gießt sich mir zur Erde / beim Sturz der Tochter meines Volks / da Kindlein und Säuglinge schmachten / auf den Plätzen der Stadt.
20412#Klagelieder,2,12#12. Zu ihren Müttern sie sprachen: / ,Wo ist Korn und Wein?' / Da sie schmachten wie gemordet / auf den Plätzen der Stadt / da ihr Leben sich ausgoß / in den Schoß ihrer Mütter.
20413#Klagelieder,2,13#13. Was beriefe, was gliche ich dir / Tochter Jeruschalaims / was setzt ich gleich dir, dich zu trösten / Maid, Tochter Zijons? / Denn groß ist wie das Meer dein Riß / wer könnt dich heilen?
20414#Klagelieder,2,14#14. Deine Begeisteten schauten dir / Falsches und Spucketünchen / und deckten deine Schuld nicht auf / dir Umkehr zu kehren / sie schauten dir Sprüche / voll Falsch und Verführung.
20415#Klagelieder,2,15#15. Die Hände ballten ob dir / alle Wandrer der Straße / sie zischten, schüttelten das Haupt / ob der Tochter Jeruschalaims: / ,Ist das die Stadt, die man hieß / der Schönheit Vollendung / die Lust aller Erden?'
20416#Klagelieder,2,16#16. Den Mund rissen auf wider dich / all deine Feinde; / sie zischten, fletschten die Zähne / und sprachen: ,Wir tilgten! / Ha, das ist der Tag, den wir erhofft! / Erreicht ists, wir schauens!'
20417#Klagelieder,2,17#17. Vollbracht, was er sann, hat der Ewige / erfüllt sein Wort / das er entboten seit Urzeit. / Er hat zerstört ohn Erbarmen / erfreut ob dir den Feind / gehöht das Horn deiner Dränger.
20418#Klagelieder,2,18#18. Aufschrie ihr Herz zum Herrn! / O Mauer der Tochter Zijons / laß fließen gleich dem Bach die Tränen / bei Tag und Nacht! / Gönn nimmer dir Rast / nie ruhe dein Auge!
20419#Klagelieder,2,19#19. Auf! Jammre des Nachts / vornan bei den Wachen! / Schütt aus wie Wasser dein Herz / vor dem Antlitz des Herrn! / Heb zu ihm deine Hände / um deiner Kindlein Leben / die vor Hunger verschmachten / vornan auf allen Straßen.
20420#Klagelieder,2,20#20. Sieh, Ewiger, und schau / wem solches du getan: / Solln Fraun verzehren ihre Frucht / die Kindlein, gehegt / gemordet werden in dem Heiligtum des Herrn / Begeisteter und Priester?
20421#Klagelieder,2,21#21. Zur Erde lagen auf den Gassen / Knabe und Greis! / Meine Mädchen und Jünglinge / sie fielen durchs Schwert! / Du würgtest am Tag deines Zorns / hinschlachtend, ohne Schonen.
20422#Klagelieder,2,22#22. Du riefest wie zum Festtag / meine Schrecker ringsum. / Da gabs am Zornestag des Ewgen / nicht Flüchtling noch Restling! / Die ich gehegt und großgezogen / mein Feind hat sie vernichtet!»
20423#Klagelieder,3,1#1. «Ich bin der Mann, der Elends sich ersättigt / vom Stab seines Zorns. /
20424#Klagelieder,3,2#2. Mich trieb er, ließ mich gehn / im Dunkel, ohne Licht; /
20425#Klagelieder,3,3#3. auf mich nur kehrt er wieder / die Hand alletag.
20426#Klagelieder,3,4#4. Zerstört hat er mir Fleisch und Haut / zerschlagen mein Gebein; /
20427#Klagelieder,3,5#5. umbaut mich, rings umstellt / zu Haupt und zu Ferse; /
20428#Klagelieder,3,6#6. in Finsternis mich weilen lassen / wie Tote der Verborgenheit.
20429#Klagelieder,3,7#7. Umbaut mich, daß ich nicht fort kann / beschwert meine Ketten /
20430#Klagelieder,3,8#8. und schrei ich auch und flehe / verschlossen meinem Beten /
20431#Klagelieder,3,9#9. verbaut mit Quadern meine Wege / meine Pfade verkehrt.
20432#Klagelieder,3,10#10. Ein Bär, der lauert, ist er mir / ein Leu im Versteck. /
20433#Klagelieder,3,11#11. Meine Wege umdornt' er und zerriß mich / macht' mich erstarren. /
20434#Klagelieder,3,12#12. Er spannte seinen Bogen und stellt' mich / als Ziel dem Pfeil.
20435#Klagelieder,3,13#13. Er jagte mir in die Nieren / seines Köchers Kinder. /
20436#Klagelieder,3,14#14. Zum Hohn bin allem Volk ich worden / ihr Spottlied allezeit. /
20437#Klagelieder,3,15#15. Er sättigte mich mit Bitternissen / tränkt' mich mit Fluchtrank.
20438#Klagelieder,3,16#16. Macht' ausbeißen, leergeputzt, meine Zähne / trat mich in Asche; /
20439#Klagelieder,3,17#17. dem Heil entsagte meine Seele / hab vergessen des Glücks. /
20440#Klagelieder,3,18#18. Ich sagte: ,Hin ist mein Hoffen / und mein Erharrtes von dem Ewigen.'
20441#Klagelieder,3,19#19. Gedenk mein Elend, meine Qual / Fluchkraut und Gift! /
20442#Klagelieder,3,20#20. Des denket und sinkt / an mir meine Seele. /
20443#Klagelieder,3,21#21. Dies kehr ich mir zu Herzen / drum kann ich hoffen:
20444#Klagelieder,3,22#22. Des Ewigen Liebe, daß sie nicht dahin / daß nicht zuende sein Erbarmen /
20445#Klagelieder,3,23#23. erneut mit jedem Morgen / groß deine Treue! /
20446#Klagelieder,3,24#24. ,Mein Anteil ist der Ewge' / spricht meine Seele / ,drum harr ich sein.'
20447#Klagelieder,3,25#25. Des Ewgen Glück ist deren, die sein Harren / der Seele, die ihn sucht /
20448#Klagelieder,3,26#26. Glück, daß man stille harre / der Hilfe des Ewgen /
20449#Klagelieder,3,27#27. Glück für den Mann, da er getragen / ein Joch in seiner Jugend:
20450#Klagelieder,3,28#28. Er sitzt einsam und schweigt / da er es ihm auflegt /
20451#Klagelieder,3,29#29. er tut in den Staub den Mund / vielleicht ist Hoffnung. /
20452#Klagelieder,3,30#30. Er bietet dem Schläger die Wange / ersattet der Schmach.
20453#Klagelieder,3,31#31. Denn nicht verwirft / auf immer der Herr. /
20454#Klagelieder,3,32#32. Denn kränkt er, erbarmt es ihn / weil reich seine Liebe. /
20455#Klagelieder,3,33#33. Ja, nicht aus seinem Herzen quält er / und kränkt die Menschenkinder.
20456#Klagelieder,3,34#34. Daß unter seinen Füßen man zermalmt / all des Landes Gefangne /
20457#Klagelieder,3,35#35. daß Mannes Recht man beugt / kommt vor des Höchsten Antlitz; /
20458#Klagelieder,3,36#36. daß Menschen man im Rechtsstreit krümmt - / der Herr, sieht ers nicht?
20459#Klagelieder,3,37#37. Wer ist, der sprach, daß es so ward / wo der Herr nicht geboten? /
20460#Klagelieder,3,38#38. Kommt aus des Höchsten Mund nicht / das Böse und Gute? /
20461#Klagelieder,3,39#39. Worüber klagt der Mensch, der lebt / der Mann mit seinen Sünden?
20462#Klagelieder,3,40#40. Laßt unsern Wandel prüfen und ergründen / und zu dem Ewgen wiederkehren! /
20463#Klagelieder,3,41#41. Laßt mit den Händen uns das Herz erheben / zu Gott im Himmel: /
20464#Klagelieder,3,42#42. Wir frevelten und trotzten / du hast nicht verziehn.
20465#Klagelieder,3,43#43. In Zorn verhüllt, hast du uns nachgesetzt / erschlagen ohn Erbarmen. /
20466#Klagelieder,3,44#44. Hast in die Wolke dich verhüllt / daß kein Gebet hindurchdrang. /
20467#Klagelieder,3,45#45. Zum Kehricht und zum Abscheu uns gemacht / inmitten der Völker.
20468#Klagelieder,3,46#46. Den Mund rissen auf wider uns / all unsere Feinde. /
20469#Klagelieder,3,47#47. Da ward uns Graun und Grube / Verstörung und Sturz. /
20470#Klagelieder,3,48#48. In Bächen Wassers strömt mein Auge / beim Sturz der Tochter meines Volkes.
20471#Klagelieder,3,49#49. Mein Auge rinnt und ruht nicht / sich nie erschöpfend /
20472#Klagelieder,3,50#50. bis niederschaut und sieht / der Ewige vom Himmel. /
20473#Klagelieder,3,51#51. Mein Aug tats an meiner Seele / ob aller Töchter meiner Stadt.
20474#Klagelieder,3,52#52. Sie fingen mich wie einen Vogel / die grundlos mir feind /
20475#Klagelieder,3,53#53. sie tilgten in der Grube mein Leben / und warfen Steine auf mich /
20476#Klagelieder,3,54#54. es strömten Wasser um mein Haupt / ich dachte: Ich vergehe.
20477#Klagelieder,3,55#55. Da rief ich deinen Namen, Ewiger / aus der Grube tiefunten /
20478#Klagelieder,3,56#56. du hörtest meinen Ruf: ,Verschließ dein Ohr nicht / zu helfen meinem Schrei!' /
20479#Klagelieder,3,57#57. Nah warst du an dem Tag, da ich dich rief / sprachst: ,Fürchte nicht!'
20480#Klagelieder,3,58#58. Du strittest, Herr, mir meiner Seele Streite / erlöstest mein Leben. /
20481#Klagelieder,3,59#59. Du sahst, o Ewger, meine Unbill / o, richte mir Recht! /
20482#Klagelieder,3,60#60. Du sahst all ihre Rachgier / allwas sie trachten wider mich!
20483#Klagelieder,3,61#61. Du hörtest, Ewiger, ihr Schmähen / allwas sie trachten gegen mich /
20484#Klagelieder,3,62#62. was meiner Gegner Lippen raunen / wider mich allezeit! /
20485#Klagelieder,3,63#63. Ihr sitzen und ihr Stehen, schau es / ich bin ihr Spottlied.
20486#Klagelieder,3,64#64. Zahl ihnen Lohn, o Ewger / nach dem Tun ihrer Hände! /
20487#Klagelieder,3,65#65. Gib, daß umsonst ihr Sinnen! / Dein Fluch für sie! /
20488#Klagelieder,3,66#66. Jag nach im Grimm und tilge sie / unter des Ewigen Himmel!»
20489#Klagelieder,4,1#1. «Wie ist verdunkelt das Gold / entstellt das edle Metall / verschüttet die heiligen Steine / vornan auf allen Straßen!
20490#Klagelieder,4,2#2. Die Kinder Zijons, die Edlen / denen Feingold gleich Schlacken - / wie achtet man sie gleich des Tones Scherben / die Töpferhand fertigt.
20491#Klagelieder,4,3#3. Schakale selbst reichen die Brust / und säugen ihre Jungen; / meines Volkes Tochter bei Grausamen / wie Jeënäer in der Wüste.
20492#Klagelieder,4,4#4. Dem Säugling klebte die Zunge / verdurstend am Gaumen; / es bettelten Kindlein um Brot / reichts ihnen keiner!
20493#Klagelieder,4,5#5. Die Leckereien gespeiset / verstarrn auf den Straßen; / die man auf Purpur gewartet / umfangen den Dung.
20494#Klagelieder,4,6#6. War größer meines Volkes Sünde / als die Schuld Sedoms / das wie im Nu zerstört ward / da Hände nicht dran rührten.
20495#Klagelieder,4,7#7. Noch reiner als Schnee ihre Geweihten / noch weißer als Milch / vor Schmuckstein rosig ihr Leib / Saphir drein geschnitten -
20496#Klagelieder,4,8#8. Ihr Ansehn ward finstrer als Schwärze / unkenntlich auf den Straßen / verrunzelt am Knochen ihre Haut / erdorret wie Holz.
20497#Klagelieder,4,9#9. War besser dran, wer durch das Schwert fiel / als die der Hunger gefällt / die sich verblutet, durchbohrt / als ob der Frucht auf dem Feld.
20498#Klagelieder,4,10#10. Mildherziger Frauen Hände / sie kochten ihre Kinder / zur Nahrung warden sie ihnen / beim Sturz meines Volkes.
20499#Klagelieder,4,11#11. Erschöpft hat der Ewge seinen Grimm / ergossen die Zornglut / und Brand in Zijon entzündet / der fraß dessen Grundbau.
20500#Klagelieder,4,12#12. Nicht glaubten die Könige der Erde / alle Wohner des Festlands / daß Feind und Dränger je kämen / in die Tore Jeruschalaims.
20501#Klagelieder,4,13#13. Ob ihrer Begeisteten Vergehen / der Priester Verbrechen / die in ihr vergossen / das Blut der Gerechten.
20502#Klagelieder,4,14#14. Blind taumelten sie durch die Straßen / mit Blut besudelt / daß man nimmer konnt rühren / an ihre Gewänder.
20503#Klagelieder,4,15#15. ,Fort! Unrein!' riefen sie / ,Fort! Fort! Nicht berühren!' / Ja flüchteten, flohen. / Man rief bei den Völkern: / ,Nicht solln sie mehr weilen.
20504#Klagelieder,4,16#16. Vor sich hat sie der Ewige geschieden / schaut nimmer auf sie.' / So nahm man nicht Rücksicht auf Priester / schont nicht der Greise.
20505#Klagelieder,4,17#17. Noch schmachteten uns die Augen / nach richtiger Hilfe / auf unsrer Warte spähend / nach dem Volk - das nicht rettet.
20506#Klagelieder,4,18#18. Sie hinderten unsere Schritte / zu gehn auf unseren Plätzen / nah unser Ende, voll unsre Tage; / da kam unser Ende.
20507#Klagelieder,4,19#19. Schnell waren unsre Verfolger / vor den Adlern des Himmels / auf den Bergen hetzten sie uns / in der Wüste lauerten sie unser.
20508#Klagelieder,4,20#20. Der Odem unsres Antlitzes, des Ewgen Gesalbter / fing sich in ihren Gruben / in dessen Schatten wir gedacht / zu leben unter den Völkern.
20509#Klagelieder,4,21#21. Frohlocke und juble, Maid Edoms / die wohnt im Lande Uz! / An dich auch kommt der Kelch / wirst trunken und dich entblößen.
20510#Klagelieder,4,22#22. Getilgt ist, Maid Zijons, deine Schuld / nie mehr treibt er dich fort. / Gedacht hat deiner Schuld er, Maid Edoms / enthüllt deine Sünden.»
20511#Klagelieder,5,1#1. «Denk, Ewiger, was uns geschehen / schau her und sieh unsre Schmach! /
20512#Klagelieder,5,2#2. An andre fiel unser Erbe / an Fremde unsre Häuser. /
20513#Klagelieder,5,3#3. Wir warden Waisen, ohne Vater / gleich Witwen unsre Mütter. /
20514#Klagelieder,5,4#4. Unser Wasser, wir trankens für Geld / für Entgelt kam uns unser Holz. /
20515#Klagelieder,5,5#5. Am Nacken verfolgte man uns / ermattet, ward uns nicht Ruh. /
20516#Klagelieder,5,6#6. Mizraim reichten wir die Hand / Aschschur - um Brotes zu ersatten. /
20517#Klagelieder,5,7#7. Unsre Väter, die verfehlt, sind nicht mehr / wir aber trugen ihre Schuld. /
20518#Klagelieder,5,8#8. Es herrschten Knechte über uns / und niemand entriß ihrer Hand. /
20519#Klagelieder,5,9#9. Ums Leben holten wir Brot uns / vor dem Schwert der Wüste /
20520#Klagelieder,5,10#10. unsre Haut, sie brannte wie ein Ofen / vor Fieber des Hungers. /
20521#Klagelieder,5,11#11. Fraun hat man geschändet in Zijon / Jungmädchen in Jehudas Städten. /
20522#Klagelieder,5,12#12. Erhängt von ihnen wurden Obre / die Greise nicht verschont; /
20523#Klagelieder,5,13#13. den Mühlstein schleppten Jünglinge / hinstürzten von der Holzlast Knaben. /
20524#Klagelieder,5,14#14. Die Alten schwanden von den Toren / die Jünglinge vom Saitenspiel. /
20525#Klagelieder,5,15#15. Dahin ging unsres Herzens Fröhlichkeit / in Trauer wandelt uns sich die Schalmei. /
20526#Klagelieder,5,16#16. Es fiel unsres Hauptes Krone / weh uns, daß wir gesündigt! /
20527#Klagelieder,5,17#17. Darob war siech unser Herz / darum verdunkelt unsre Augen: /
20528#Klagelieder,5,18#18. des Zijonsberges wegen, der verwüstet / Schakale drauf streifen. /
20529#Klagelieder,5,19#19. Du, Ewiger, du bleibst für immer / dein Thron für Zeit um Zeiten. /
20530#Klagelieder,5,20#20. Warum willst du für immer uns vergessen / verlassen uns für lange Zeit? /
20531#Klagelieder,5,21#21. Führ, Ewger, uns zurück zu dir, daß wir heimkehren / erneure unsere Tage wie voreinst! /
20532#Klagelieder,5,22#22. Hast du doch uns verworfen / gezürnt uns ohne Maßen!»

19015#Jeremia,1,1#1. WORTE Jirmejahus, des Sohnes Hilkijahus, von den Priestern, die in Anatot im Land Binjamin waren,
19016#Jeremia,1,2#2. an den das Wort des Ewigen erging in den Tagen Joschijahus, des Sohnes Amons, des Königs von Jehuda, im dreizehnten Jahr seiner Regierung,
19017#Jeremia,1,3#3. dann erging in den Tagen Jehojakims, des Sohnes Joschijahus, des Königs von Jehuda, bis zum Ende des elften Jahres Zidkijahus, des Sohnes Joschijahus, des Königs von Jehuda, bis zur Wegführung Jeruschalaims im fünften Monat:
19018#Jeremia,1,4#4. «Da erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
19019#Jeremia,1,5#5. ,Bevor ich dich geformt im Mutterleib / ersah ich dich / und eh du vorkamst aus dem Schoß / da weiht ich dich / setzt als Begeisteten den Völkern dich.'
19020#Jeremia,1,6#6. Da sprach ich: ,Ach, Herr, o Gott! Sieh, ich weiß nicht zu reden, denn ich bin ein Knabe!'
19021#Jeremia,1,7#7. Da sprach der Ewige zu mir: ,Sag nicht: Ich bin ein Knabe! Sondern, allwohin ich dich sende, geh; und allwas ich dir gebiete, rede!
19022#Jeremia,1,8#8. Fürchte nicht vor ihnen, denn mit dir bin ich, dich zu retten, ist des Ewigen Spruch.'
19023#Jeremia,1,9#9. Und der Ewige streckte seine Hand aus und brachte sie an meinen Mund. Und der Ewige sprach zu mir: ,Sieh, ich lege meine Worte in deinen Mund.
19024#Jeremia,1,10#10. Sieh an, ich bestelle dich heut / für die Völker und Reiche / zu roden und zu reuten / zu zernichten und zu zerstören / - zu bauen und zu pflanzen.'
19025#Jeremia,1,11#11. Und es erging das Wort des Ewigen an mich, besagend: ,Was siehst du, Jirmejahu?' Und ich sprach: ,Einen Mandeltrieb-1- sehe ich.' -1) -+makkel schaked-.++
19026#Jeremia,1,12#12. Da sprach der Ewige zu mir: ,Recht hast du gesehen! Denn ich betreibe-1- mein Wort, es auszuführen.' -1) -+schoked-.++
19027#Jeremia,1,13#13. Dann erging das Wort des Ewigen zum zweiten Mal an mich, besagend: ,Was siehst du?' Und ich sprach: ,Einen angefachten Kessel sehe ich, und sein-1- Gesicht ist von der Nordseite her.' -1) des Anfachenden.++
19028#Jeremia,1,14#14. Da sprach der Ewige zu mir: ,Von Norden her tut das Unheil sich auf / wider alle Bewohner des Landes.
19029#Jeremia,1,15#15. Denn sieh, ich rufe alle Geschlechter der Königreiche des Nordens, ist des Ewigen Spruch, und sie kommen und setzen jedes seinen Thron an den Eingang der Tore Jeruschalaims, an alle seine Mauern ringsum und an alle Städte Jehudas.
19030#Jeremia,1,16#16. Und ich werde mein Recht mit ihnen sprechen ob all ihrer Bosheit, daß sie mich verließen und anderen Göttern räucherten und sich niederwarfen vor ihrer Hände Werk.
19031#Jeremia,1,17#17. Du aber gürte deine Lenden, mach dich auf und rede zu ihnen alles, was ich dir gebiete. Schrick nicht vor ihnen / sonst schreck ich dich vor ihnen.
19032#Jeremia,1,18#18. Ich aber, sieh, ich mache dich heut zur festen Stadt, zum Eisenpfeiler und zur Mauer von Erz wider das ganze Land, die Könige von Jehuda, seine Fürsten, seine Priester und das Volk des Landes.
19033#Jeremia,1,19#19. Und sie werden dich bekämpfen / doch dir nicht ankönnen / denn mit dir bin ich / ist des Ewigen Spruch / um dich zu retten!'
19034#Jeremia,2,1#1. Und es erging das Wort des Ewigen an mich, besagend:
19035#Jeremia,2,2#2. ,Geh hin und rufe vor die Ohren Jeruschalaims und sprich: So spricht der Ewige: Gedacht hab ich dir deiner Jugend Minne / die Liebe deiner Brautschaft / wie du mir nachgingst in der Wüste / im unbesäten Land. /
19036#Jeremia,2,3#3. Geweiht war Jisraël dem Ewigen / der Erstling seiner Ernte; / alldie davon gegessen, büßten / das Unheil traf sie! / Ist des Ewigen Spruch.
19037#Jeremia,2,4#4. Hört an das Wort des Ewgen, Jaakobs Haus / und ihr Geschlechter all des Hauses Jisraël! /
19038#Jeremia,2,5#5. So spricht der Ewige: / Was fanden eure Väter unrecht an mir / daß sie von mir sich schieden / daß sie dem Nichts nachgingen und nichts wurden? /
19039#Jeremia,2,6#6. Und nimmer sagten: / Wo ist er, der Ewige / der aus dem Land Mizraim uns heraufgeführt / der uns geleitet in der Wüste / im Land der Niederung und Senke / im Land des Durstes und Toddüsters / im Land, das nie ein Mann durchzogen / wo nie ein Mensch gesiedelt?
19040#Jeremia,2,7#7. Dann bracht ich euch ins Gartenland / um seine Frucht und seinen Segen zu genießen; / ihr aber kamt / besudeltet mein Land / und machtet mein Besitztum mir zum Greuel. /
19041#Jeremia,2,8#8. Die Priester sprachen nicht: / Wo ist der Ewige? / Der Weisung Walter kannten mich nicht / die Hirten fielen von mir ab / und die Begeisteten weissagten bei dem Baal / und gingen denen, die nicht frommen, nach.
19042#Jeremia,2,9#9. Drum will ich fort mit euch noch rechten / ist des Ewigen Spruch / und noch mit euren Kindeskindern will ich rechten! /
19043#Jeremia,2,10#10. Denn: Geht hinüber zu den Inseln der Kittäer / und sehet zu / schickt aus nach Kedar / merkt wohl und seht: / Ist solches je geschehn? /
19044#Jeremia,2,11#11. Hat je ein Volk den Gott getauscht? / - Und das sind keine Götter! - / Mein Volk jedoch tauscht' seine Herrlichkeit / um - was nicht frommt! /
19045#Jeremia,2,12#12. Entsetzt euch, Himmel, drob / erstarret, ganz verstört! / Ist des Ewigen Spruch. /
19046#Jeremia,2,13#13. Denn zwiefach Schlimmes tat mein Volk: / Mich ließen sie / den Quell lebendgen Wassers / um Wassergruben sich zu haun / geborstne Gruben / die kein Wasser halten.
19047#Jeremia,2,14#14. Ist Sklave Jisraël, er hausgeboren? / Warum ward er zum Raub? /
19048#Jeremia,2,15#15. Es brüllen Löwen gegen ihn / erheben ihre Stimme / und machen ihm sein Land zur Öde / verheert sind seine Städte, ohne Wohner. /
19049#Jeremia,2,16#16. Ja, auch die Kinder Nofs und Tahpanhes' / weiden ab deinen Scheitel. /
19050#Jeremia,2,17#17. Geschieht dir das nicht, weil du ließest / den Ewgen, deinen Gott / als er den Weg dich führte? /
19051#Jeremia,2,18#18. Nun denn: / Was frommts dir, nach Mizraim gehn / des Schihors Flut zu trinken? / Was frommt es dir, nach Aschschur gehn / vom Stromwasser zu trinken?
19052#Jeremia,2,19#19. Es züchtigt dich deine Bosheit, und dein Abfall straft dich. So wisse und sieh, daß schlimm und bitter es ist, daß du den Ewigen, deinen Gott, verließest, und keine Scheu vor mir bei dir ist! ist der Spruch des Herrn, des Gottes der Scharen.
19053#Jeremia,2,20#20. Denn von jeher brachst du dein Joch / zerrissest deine Bande / und sprachst: Ich will nicht her! / Denn auf jeder hohen Höhe / und unter jedem grünen Baum / bist du als Buhlweib gekleidet! /
19054#Jeremia,2,21#21. Ich aber pflanzte dich als Edelrebe / ganz echten Samens / doch wie hast du dich mir gewandelt / zu Wildweinranken! /
19055#Jeremia,2,22#22. Ja, wüschest du dich auch mit Natron / und nähmst viel Lauge dir: / bleibt schmutzig deine Schuld vor mir! / Ist Gottes Spruch, des Herrn. /
19056#Jeremia,2,23#23. Wie sprichst du: Ward nicht unrein / lief nicht den Baalen nach! / Sieh deinen Wandel im Tal / merk, was du getan! / Die schnelle Jungkamelin / die ihren Weg verknüpft /
19057#Jeremia,2,24#24. dem wilden Esel, in der Steppe heimisch! / In ihrer Seele Gier / schlingt sie nur Wind. / Mit ihr zu tändeln, wer verwehrt ihrs? / Alldie ihr nachstelln, haben keine Müh / in ihrem Paarungsmonat findet man sie. /
19058#Jeremia,2,25#25. Spar deinem Fuß das Bloßgehn / und deiner Kehle Durst! / Doch du sprichst: Nein! Vergebens! / Ich lieb die Fremden / lauf ihnen nach!
19059#Jeremia,2,26#26. Wie Diebes Scham / wird er ertappt / so ward zur Scham / Haus Jisraël / sie, ihre Könige und Fürsten / und ihre Priester und Begeisteten /
19060#Jeremia,2,27#27. die Vater sagen zu dem Holz / zum Steine: Du hast uns geboren! / Denn mir, mir kehren sie den Nacken / und nicht das Antlitz / doch zu der Zeit des Unglücks sprechen sie: / Auf, hilf uns! /
19061#Jeremia,2,28#28. Und wo sind deine Götter / die du dir gemacht? / Laß sie doch aufstehn, ob sie dir da helfen / zu deines Unglücks Zeit! / Denn deinen Städten waren gleich an Zahl / deine Götter, Jehuda!
19062#Jeremia,2,29#29. Was rechtet ihr mit mir? / Ihr alle wart mir treulos! / Ist des Ewigen Spruch. /
19063#Jeremia,2,30#30. Umsonst schlug ich eure Söhne / Zucht nahmen sie nicht. / Euer Schwert fraß eure Gottbegeisteten / wie ein reißender Leu. /
19064#Jeremia,2,31#31. O du Geschlecht! Seht an, ihr / ist des Ewigen Wort! / War Wüste ich für Jisraël / ein Land des Dunkels? / Warum denn sprach mein Volk: Los gehn wir! / Kommen nimmer zu dir! /
19065#Jeremia,2,32#32. Vergißt die Maid ihres Schmucks / die Braut ihrer Kettchen? / Doch mein Volk vergaß mich / unzählige Tage!
19066#Jeremia,2,33#33. Wie machst so schön du deinen Gang / um Liebe zu suchen! / Nun hast du Schlechte selbst gelehrt / bei deinem Wandel. /
19067#Jeremia,2,34#34. Ja, an deinen Säumen gefunden / ward Lebensblut schuldloser Armer; / hast sie beim Einbruch nicht betroffen. / -
19068#Jeremia,2,35#35. Doch bei alledem / sprachst du: Bin doch schuldlos / wich' von mir sein Zorn nur! / Ich will mit dir rechten / weil du gesprochen: Ich bin sündlos!
19069#Jeremia,2,36#36. Wie bist du gar gemein / deinen Weg zu wechseln! / Auch von Mizraim wird dir Schmach nur / wie Schmach dir ward von Aschschur. /
19070#Jeremia,2,37#37. Von dort auch kommst du hervor / die Hände am Haupt! / Der Ewge spottet derer, denen du vertraust / dir glückts nicht mit ihnen!'
19071#Jeremia,3,1#1. Besagend: / ,Wenn da ein Mann sein Weib entläßt / sie geht von ihm / wird eines andern Manns - / kehrt er dann noch zu ihr zurück? / Fiel jenes Land dann nicht in Schuld? / Du aber buhltest vielen Liebsten nach - / und sollst zurück zu mir? / Ist des Ewigen Spruch. /
19072#Jeremia,3,2#2. Heb zu den Auen deinen Blick und sieh: / Wo lag man dir nicht bei? / Du harrtest an den Wegen ihrer / wie ein Araber der Wüste / befreveltest das Land durch deine Buhlschaft / und deine Bosheit.
19073#Jeremia,3,3#3. Da hielt das Rieseln ein / kein Spätregen fiel. / Du aber hattest eines Buhlweibs Stirn / der Scham dich weigernd; /
19074#Jeremia,3,4#4. riefst du nunmehr nicht Vater mich / mein Jugendfreund bist du? /
19075#Jeremia,3,5#5. Wird er denn ewig zürnen / nachtragen immerdar? / So sprichst du, tust das Böse / und sollst obsiegen?'
19076#Jeremia,3,6#6. Und der Ewige sprach zu mir in den Tagen des Königs Joschijahu: ,Hast du gesehen, was die Abtrünnige, Jisraël, getan hat? Sie geht auf jeden hohen Berg und unter jeden grünen Baum und buhlt dort.
19077#Jeremia,3,7#7. Und ich dachte: Nachdem sie all dies getan, wird sie wieder zu mir umkehren; aber sie kehrte nicht um. Da sah die Treulose, ihre Schwester Jehuda -
19078#Jeremia,3,8#8. und ich sah's, sodaß ich eben wegen all des Ehebruchs, den die Abtrünnige, Jisraël, getrieben, sie fortgeschickt und ihr ihren Scheidebrief gegeben hatte; aber sie fürchtete sich nicht, ihre treulose Schwester Jehuda, ging hin und buhlte, auch sie.
19079#Jeremia,3,9#9. Und es war, da ihre Buhlschaft ihr noch gering schien, befrevelte sie das Land und trieb Ehebruch mit Stein und Holz.
19080#Jeremia,3,10#10. Doch auch nach alledem kehrte ihre treulose Schwester Jehuda nicht mit ganzem Herzen zu mir um, sondern in Lüge! Ist des Ewigen Spruch.'
19081#Jeremia,3,11#11. Und der Ewige sprach zu mir: ,Gerechter erwiesen hat sich die Abtrünnige, Jisraël, als die Treulose, Jehuda.
19082#Jeremia,3,12#12. Geh und rufe diese Worte nach Norden und sprich: Kehr um, Abtrünnige, Jisraël! / Ist des Ewigen Spruch. / Ich leg nicht mehr auf euch den Zorn / denn liebreich bin ich / ist des Ewigen Spruch. / Nicht groll ich ewig! /
19083#Jeremia,3,13#13. Erkenn nur deine Schuld / daß gegen deinen Gott, den Ewgen, du gefrevelt / verschwendetest den Fremden deine Liebesgänge / hin unter jedem grünen Baum / auf meine Stimme aber hörtet ihr nicht! / Ist des Ewigen Spruch.
19084#Jeremia,3,14#14. Kehrt um, abtrünnige Kinder! Ist des Ewigen Spruch; denn ich bin Herr über euch. Und ich will euch nehmen, eins aus einer Stadt und zwei aus einer Sippe, und euch nach Zijon bringen.
19085#Jeremia,3,15#15. Dann will ich euch Hirten nach meinem Herzen geben, die werden euch weiden in Erkenntnis und Einsicht.
19086#Jeremia,3,16#16. Und es wird dann sein, wenn ihr euch mehrt und fruchtet im Land, in jenen Tagen, ist des Ewigen Spruch, da wird man nicht mehr sprechen: ,Die Bundeslade des Ewigen'; sie wird keinem in den Sinn kommen, man wird ihrer nicht gedenken und sie nicht vermissen, und sie wird nicht wiederhergestellt werden.
19087#Jeremia,3,17#17. In jener Zeit wird man Jeruschalaim nennen: ,Des Ewigen Thronsitz', und alle Völker werden sich dahin versammeln, zum Namen des Ewigen, nach Jeruschalaim, und werden nicht mehr der Starrheit ihres bösen Herzens nachgehn.
19088#Jeremia,3,18#18. In jenen Tagen werden das Haus Jehuda und das Haus Jisraël mitsammen gehen und gemeinsam kommen aus dem Land des Nordens auf das Land, das ich euren Vätern zum Erbbesitz gegeben habe.
19089#Jeremia,3,19#19. Ich aber dachte: / Wie wollt ich bei den Kindern dich bestellen! / Gab dir ein köstlich Land / den liebsten Lustbesitz der Völker. / Und meint', du wirst mich Vater nennen / nie von mir dich kehren. /
19090#Jeremia,3,20#20. Doch wie ein Weib, dem Liebsten untreu / so wart ihr untreu mir, Haus Jisraël. / Ist des Ewigen Spruch.
19091#Jeremia,3,21#21. Ein Hall tönt an den Auen / ein Weinen, Flehn der Kinder Jisraël / daß ihren Weg sie krumm gemacht / den Ewgen, ihren Gott, vergessen. /
19092#Jeremia,3,22#22. ,Kehrt um, abtrünnige Kinder / ich heile eure Untreu!' / ,Da sind wir, kommen zu dir / bist, Ewiger, ja unser Gott! /
19093#Jeremia,3,23#23. Nein, nur zum Trug kommt von den Hügeln / der Berge Brausen. / Nein, nur beim Ewgen, unserm Gott / ist Jisraëls Heil! /
19094#Jeremia,3,24#24. Da fraß das Schmachwerk unsrer Väter Mühn / von unsrer Jugend: / So ihre Schafe, Rinder, Söhne, Töchter. /
19095#Jeremia,3,25#25. Laßt uns in unsrer Schmach hinliegen / und unsre Schande uns bedecken! Denn gegen den Ewigen, unsern Gott, haben wir gesündigt, wir und unsere Väter, von unserer Jugend an bis zu diesem Tag, und haben nicht gehört auf die Stimme des Ewigen, unseres Gottes.'
19096#Jeremia,4,1#1. Wenn du umkehrst, Jisraël, ist des Ewigen Spruch, zu mir umkehrst, und wenn du deine Greuel abtust vor mir und nicht fortschweifst,
19097#Jeremia,4,2#2. und schwörst ,Es lebt der Ewige!' in Wahrheit, Recht und Gerechtigkeit, dann werden Völker sich mit ihm segnen und seiner sich rühmen.
19098#Jeremia,4,3#3. Denn so spricht der Ewige zum Mann von Jehuda und zu Jeruschalaim: Brecht Neubruch euch / und sät nicht in Dornen! /
19099#Jeremia,4,4#4. Beschneidet euch dem Ewigen / entfernet eures Herzens Wildwuchs / du, Mann Jehudas und Jeruschalaims Wohner / daß nicht mein Grimm wie Feuer losbricht / und brennt, und keiner löscht / ob eurer Taten Arg.
19100#Jeremia,4,5#5. Verkündet in Jehuda / laßt hören in Jeruschalaim / und sprecht; / ins Horn stoßt durchs Land / ruft voll aus, sprecht: / ,Bergt euch und laßt uns kommen / in die festen Städte!' /
19101#Jeremia,4,6#6. Höht Stangenzeichen nach Zijon / sucht Zuflucht, haltet nicht! / Denn Unheil bring ich vom Norden / gewaltigen Sturz! /
19102#Jeremia,4,7#7. Aufstieg der Leu aus seinem Dickicht / der Völkervernichter brach auf / verließ seine Stätte / dein Land zur Wüste zu machen / deine Städte veröden / weil keiner drin wohnt. /
19103#Jeremia,4,8#8. Drum gürtet euch Sackzeug / und klaget und heult / daß des Ewigen Zornglut / von uns nicht gewichen.
19104#Jeremia,4,9#9. Und es wird sein an jenem Tag, ist des Ewigen Spruch, da schwindet der Verstand des Königs und der Fürsten, es erstarren die Priester, und gaffen alle Begeisteten.
19105#Jeremia,4,10#10. Und ich sprach: ,Weh, Herr, o Gott, so hast du doch dies Volk und Jeruschalaim getäuscht, da du sprachst: Frieden werdet ihr haben - und nun rührt das Schwert ans Leben!'
19106#Jeremia,4,11#11. In jener Zeit wird man von diesem Volk und von Jeruschalaim sprechen: ,Wind glüht der Wüste Auen / meines Volkes Weg; / nichts da zum Worfeln, nichts zum Säubern! /
19107#Jeremia,4,12#12. Wind, voll für solches kommt an mich.' / Nun will auch ich denn sprechen / den Richtspruch ihnen! /
19108#Jeremia,4,13#13. Sieh an, wie Wolken steigts herauf / wie Sturm seine Wagen / als Adler schneller seine Rosse! / Weh uns, daß wir verheert! /
19109#Jeremia,4,14#14. Wasch rein von Arg dein Herz, Jeruschalaim / daß Rettung dir wird! / Bis wann verweilt in dir / dein Unheilstrachten? /
19110#Jeremia,4,15#15. Denn eine Stimme meldet es von Dan / und kündet Unheil vom Gebirg Efraim: /
19111#Jeremia,4,16#16. Erwähnts den Völkern / ja, lauthin an Jeruschalaim: / Bedränger kamen an von fernem Land / erhoben an Jehudas Städte ihr Geschrei. /
19112#Jeremia,4,17#17. Wie Feldeshüter waren sie rings drum / denn mir hat es getrotzt! / Ist des Ewigen Spruch. /
19113#Jeremia,4,18#18. Dein Wandel bracht dir das und deine Taten! / Da deine Bosheit, daß es bitter / es dir ans Herz rührt!
19114#Jeremia,4,19#19. Mein Innres, Innerstes! Ich zittre! / O meines Herzens Wände! / Es ächzt mein Herz mir! / Kann still nicht bleiben! / Hörst du ja, Seele, Hörnerschall / des Kriegs Gebrüll! /
19115#Jeremia,4,20#20. Sturz trifft auf Sturz / da alles Land geplündert. / Miteins sind verheert meine Zelte / mir im Nu die Behänge! /
19116#Jeremia,4,21#21. Bis wann muß ich das Stangenzeichen schaun / des Hornes Schall hören?
19117#Jeremia,4,22#22. Denn töricht ist mein Volk, mich kennen sie nicht. Dumme Kinder sind sie, unverständig sind sie. Klug sind sie, Böses zu tun, aber Gutes zu tun verstehen sie nicht.
19118#Jeremia,4,23#23. Ich schaut die Erde - siehe, bloß und bar! / Zum Himmel auf - dahin sein Licht! /
19119#Jeremia,4,24#24. Ich schaut' die Berge - sieh, sie beben / und alle Höhen umgerüttelt. /
19120#Jeremia,4,25#25. Ich schaute - sieh, da war kein Mensch / und alle Himmelsvögel warn entflohn! /
19121#Jeremia,4,26#26. Ich schaut' - da war das Gartenland zur Wüste / und alle seine Städte sind zerstört / vom Ewgen her, vor seines Angesichtes Glut.
19122#Jeremia,4,27#27. Denn so spricht der Ewige: Zur Ödnis wird das ganze Land - doch garaus will ich nicht machen.
19123#Jeremia,4,28#28. Drob trauert die Erde / erdunkelt der Himmel oben / weil ich gesprochen, geplant / mich nicht bedenk, nicht davon lasse.
19124#Jeremia,4,29#29. Vorm Lärm der Reiter und der Bogenschützen / flieht alle Stadt. / Sie gehn zu den Wolken / ersteigen die Felsenhöhen. / Ganz ist die Stadt verlassen / kein Mensch bleibt drin. /
19125#Jeremia,4,30#30. Und du, verheert / was willst du tun? / Ob du dich auch in Scharlach kleidest / mit Goldschmuck schmückst / mit Schminke deine Augen aufreißt - / vergebens putzt du dich! / Verschmähet haben dich die Buhlen / dein Leben wolln sie! /
19126#Jeremia,4,31#31. Denn Schrei wie der Kreißenden hör ich / Angststöhnen wie der Erstgebärenden. / Der Tochter Zijons Stimme, da sie keucht / die Hände breitet: / O weh mir! Meine Seele / erliegt den Mördern!
19127#Jeremia,5,1#1. Durchstreift Jeruschalaims Gassen / und schaut, erkundet / und sucht auf ihren Plätzen / ob einen ihr findet / obs einen gibt / der Recht übt und nach Treue strebt - / so verzeih ich ihr! /
19128#Jeremia,5,2#2. Doch sagen sie: Es lebt der Ewige! / So schwören doch sie zur Lüge! /
19129#Jeremia,5,3#3. O Ewger, deine Augen, sind sie nicht / auf Treue aus? / Du schlugst sie - doch sie fühltens nicht; / du riebst sie auf - sie weigerns, Zucht zu nehmen / sie machten härter als den Fels ihr Antlitz / sich weigernd der Umkehr. /
19130#Jeremia,5,4#4. Und ich, ich dachte: Nur die Niedern sinds / die Toren, die des Ewgen Weg nicht kennen / das Recht ihres Gottes! /
19131#Jeremia,5,5#5. So will ich zu den Großen gehn / mit denen reden. / Sie kennen doch des Ewgen Weg / das Recht ihres Gottes! / Doch sie, allsamt zerbrachen sie das Joch / zerrissen die Bande! /
19132#Jeremia,5,6#6. Drum schlug der Leu sie aus dem Wald / verheert der Wolf der Steppe sie / der Panther lauert ihren Städten auf / allwer aus ihnen vorkommt, wird zerrissen. / Denn viel sind ihre Sünden / gewaltig ihr Abfall. /
19133#Jeremia,5,7#7. Kann ich drob dir verzeihn? Die Söhne dein verließen mich / und schworen bei Ungöttern; / ich macht sie satt - / sie trieben Ehebruch / und scharten sich im Dirnenhaus. /
19134#Jeremia,5,8#8. Gemästet, geile Rosse wurden sie / sie wiehern, jeder nach des Nächsten Weib. /
19135#Jeremia,5,9#9. Sollt solches ich nicht ahnden? / Ist des Ewigen Spruch / sich meine Seele nicht an solchem Volke rächen?
19136#Jeremia,5,10#10. Steigt auf in ihre Pflanzung und verderbet - doch macht nicht ganz zunichte! Entfernt ihre Ranken, denn nicht des Ewigen sind sie!
19137#Jeremia,5,11#11. Denn untreu ward an mir Haus Jisraël und Haus Jehuda, ist des Ewigen Spruch.
19138#Jeremia,5,12#12. Verleugneten den Ewigen und sprachen: ,Ein Nichts ist er! Nicht wird über uns Unheil kommen, und Schwert und Hunger werden wir nicht sehen.
19139#Jeremia,5,13#13. Und die Gottbegeisteten sind zu Wind, und nimmer ist das Wort bei ihnen. Also soll ihnen geschehen . . .'
19140#Jeremia,5,14#14. Darum spricht so der Ewige, der Gott der Scharen: Weil ihr dieses Wort geredet, mache ich meine Worte in deinem Mund zu Feuer und dieses Volk zu Holz, und es soll sie verzehren!
19141#Jeremia,5,15#15. Sieh, ich bringe über euch / ein Volk aus der Ferne / Haus Jisraël / ist des Ewigen Spruch. / Ein ewig Volk ists / ein Volk von Urzeit ist es / ein Volk, des Sprache du nicht kennst / und, was es redet, nicht verstehst /
19142#Jeremia,5,16#16. sein Köcher wie ein offen Grab / sie alle Helden. /
19143#Jeremia,5,17#17. Das frißt dir deine Mahd, dein Brot / sie fressen deine Söhne, deine Töchter / das frißt dir deine Schafe, deine Rinder / frißt deinen Weinstock, deinen Feigenbaum / zertrümmert deine festen Städte / drauf du vertrauest, mit dem Schwert.
19144#Jeremia,5,18#18. Doch auch in jenen Tagen, ist des Ewigen Spruch, will ich euch nicht garaus machen.
19145#Jeremia,5,19#19. Und es wird sein, wenn ihr da sprecht: ,Wofür tat uns der Ewige, unser Gott, all dies?' Dann sollst du ihnen sagen: ,Wie ihr mich verlassen habt und Fremdgöttern dientet in eurem Land, so sollt ihr Fremden dienen in einem Land, das nicht euer ist!'
19146#Jeremia,5,20#20. Verkündet dies im Haus Jaakob / und laßt es hören in Jehuda, sprecht: /
19147#Jeremia,5,21#21. O höret dies, ihr, töricht, unverständig Volk! / Die Augen haben und nicht sehen / die Ohren haben und nicht hören. /
19148#Jeremia,5,22#22. Wollt mich ihr nicht fürchten / ist des Ewigen Spruch / vor mir nicht beben? / Der ich den Sand zur Grenze setzt dem Meer / als ewge Schranke, die's nicht überschreitet; / da tosen sie, vermögens nicht / aufrauschen seine Wogen, können nicht hinüber.
19149#Jeremia,5,23#23. Doch diesem Volk, ihm ward ein störrig, trotzig Herz / sie wandten sich, gingen. /
19150#Jeremia,5,24#24. Und sprachen nicht in ihrem Herzen: / ,Laßt uns den Ewgen fürchten, unsern Gott / der Regen, Früh- und Spätguß gibt zu seiner Zeit / des Schnittes feste Wochenzeiten für uns wahrt.' /
19151#Jeremia,5,25#25. Es haben eure Sünden dies gestört / und eure Schuld das Gute von euch ferngehalten. /
19152#Jeremia,5,26#26. Denn Bösewichter finden sich in meinem Volk / den Rechtlichen, den fangen sie wie Kleingetier / sie stellen Fallen auf, sie fangen Menschen. /
19153#Jeremia,5,27#27. So wie ein Kasten voll von Vögeln / sind ihre Häuser voll Betrugs / so wurden groß und reich sie. /
19154#Jeremia,5,28#28. Sie wurden fett und feist, ja, fließen über / bei bösen Dingen / Recht sprechen sie nicht, Recht der Waise / - und sind im Glück - / und führen nicht der Elenden Gericht. /
19155#Jeremia,5,29#29. Sollt dieses ich nicht ahnden / ist des Ewigen Spruch / sich meine Seele nicht an solchem Volke rächen?
19156#Jeremia,5,30#30. Entsetzliches und Schauervolles ist geschehn im Land: /
19157#Jeremia,5,31#31. Begeistete, sie weissagten in Lüge / die Priester streichen ein auf ihre Hände / und mein Volk liebt es so! / Was aber werdet ihr am Ende tun?
19158#Jeremia,6,1#1. O flieht, ihr Binjamins-Söhne / aus Jeruschalaims Mitte! / In Tekoa tutet Horn / auf Bet-ha-Kerem richtet Richtbrand auf: / denn Unheil droht vom Norden her / gewaltiger Sturz! /
19159#Jeremia,6,2#2. Die Schöne schienst du und Gezärtelte / o Tochter Zijons. /
19160#Jeremia,6,3#3. Es kommen wider sie die Hirten / mit ihren Herden / sie schlagen Zelte auf rings um sie / abweidend jeder seinen Platz.
19161#Jeremia,6,4#4. ,Weiht wider sie zum Kampf! / Auf! Steigen wir an am Mittag!' / ,Weh uns, da fort der Tag / die Abendschatten sich strecken!' /
19162#Jeremia,6,5#5. ,Auf, steigen wir an des Nachts / zerstören ihre Paläste!'
19163#Jeremia,6,6#6. Denn so spricht der Ewige der Scharen: Fällt Holz, schüttet auf / den Wall an Jeruschalaim! / Dies ist die Stadt, ders zugedacht / voll drinnen der Bedrückung. /
19164#Jeremia,6,7#7. So wie ein Born sein Wasser sprudelt / so sprudelt sie ihr Arg / Raub und Verheerung wird drin laut / stets seh ich vor mir Weh und Wunde. /
19165#Jeremia,6,8#8. Nimm Zucht, Jeruschalaim, an / daß nicht mein Herz von dir sich schüttle / daß ich dich nicht zur Öde mach / zum unbewohnten Land!
19166#Jeremia,6,9#9. So spricht der Ewige der Scharen: Nachlesen wird man wie am Weinstock / Jisraëls Rest. / Leg nochmals deine Hand an / wie der Winzer ans Geranke! /
19167#Jeremia,6,10#10. Zu wem soll ich reden und zeugen / daß sie es hören? / Sieh, ungeöffnet ist ihr Ohr / sie können nicht lauschen. / Das Wort des Ewgen, sieh, ward ihnen Schimpf / sie mögens nicht. /
19168#Jeremia,6,11#11. Doch von des Ewgen Grimm bin ich erfüllt / kann ihn nicht halten / daß ich ihn schütte auf den Säugling in der Gasse / mitsammen auf der Burschen trauten Kreis! / Denn da wird Mann wie Weib gepackt / Graukopf samt Vollbetagtem. /
19169#Jeremia,6,12#12. Und ihre Häuser fallen andern zu / die Äcker und die Weiber mit / wenn meine Hand ich recke / hin ob des Landes Wohner! / Ist des Ewigen Spruch. /
19170#Jeremia,6,13#13. Denn von dem Kleinen bis zum Großen, alles / rafft Raub / vom Gottbegeisteten zum Priester, alles / übt Trug! /
19171#Jeremia,6,14#14. Sie heilen meines Volkes Bruch / dem Verschwärten / da sie da sprechen: ,Friede, Friede!' / Und ist kein Friede!
19172#Jeremia,6,15#15. Beschämt werden sie, da sie Greuel verübt! Aber auch Scham haben sie nicht, und zu erröten wissen sie nicht. Drum sollen sie fallen mit den Fallenden, zur Zeit, da ichs ihnen ahnde, sollen sie niederbrechen! spricht der Ewige.
19173#Jeremia,6,16#16. So spricht der Ewige: Hin an die Wege tretet, schaut / und fraget nach den ewgen Pfaden: / Wo ist des Glückes Weg? Den geht / und findet Ruh für eure Seele! Aber sie sprachen: Wir wollen nicht gehen!
19174#Jeremia,6,17#17. Und ich stellte Späher über euch: ,Merkt auf den Schall der Posaune!' Aber sie sprachen: ,Wir wollen nicht merken!'
19175#Jeremia,6,18#18. Darum hört, Völker, und erkenne, Gemeinde, was an ihnen ist!
19176#Jeremia,6,19#19. Höre, Erde! Sieh, ich bringe Unheil über dieses Volk, als Frucht ihres Trachtens. Denn auf meine Worte merkten sie nicht, und meine Weisung haben sie verworfen.
19177#Jeremia,6,20#20. Was soll mir denn der Weihrauch / der von Scheba kommt / und was mir das Würzrohr / aus fernem Land? / Die Hochopfer von euch sind nicht genehm / und eure Schlachtung mir nicht lieblich!
19178#Jeremia,6,21#21. Darum, so spricht der Ewige, lege ich vor dieses Volk Anstöße, und es werden daran straucheln Väter und Söhne mitsammen, Nachbar und Freund, sie gehn zugrunde.
19179#Jeremia,6,22#22. So spricht der Ewige: Sieh da, es kommt ein Volk / von des Nordens Land / ein großes Volk steht auf / von der Erde Fernen. /
19180#Jeremia,6,23#23. Schußbogen führen sie und Spieß / erzgrausam ist es, ohn Erbarmen! / Ihr Lärmen toset wie das Meer / auf Rossen reiten sie / gerüstet wie ein Mann zum Krieg / gegen dich, Maid Zijons! /
19181#Jeremia,6,24#24. Wir hörten seine Kunde / da sanken unsre Hände / da packte die Angst uns / der Gebärenden Zittern. /
19182#Jeremia,6,25#25. Geht nicht hinaus aufs Feld / zieht nimmer des Wegs / denn Schwerter der Feind führt / ein Grauen ringsum! /
19183#Jeremia,6,26#26. Mein Volk, gürte Sackzeug / und wälz dich in Asche / rüst Trauer um den Einzgen dir / ein bitteres Klagen! / Denn plötzlich wird kommen / der Plündrer an uns!
19184#Jeremia,6,27#27. Zum Prüfer setzt ich dich in meinem Volk nach Schätzen / so merk und prüfe ihren Weg! /
19185#Jeremia,6,28#28. Sie alle sind trutztrotzig / gehn um mit Verleumdung / nur Kupfer sie und Eisen / verdorben sie alle. /
19186#Jeremia,6,29#29. Es brennt der Blasebalg vom Feuer - / am Ende ists Blei! / Umsonst hat mans geschmelzt / nicht schieden sich die Schlacken. /
19187#Jeremia,6,30#30. Verworfnes Silber nennt man sie / denn der Ewge hat sie verworfen!»
19188#Jeremia,7,1#1. Das Wort, das an Jirmejahu erging vom Ewigen, besagend:
19189#Jeremia,7,2#2. «Tritt ins Tor des Hauses des Ewigen und rufe dort dieses Wort und sprich: Hört das Wort des Ewigen, ganz Jehuda, die ihr eingeht in diese Tore, euch vor dem Ewigen niederzuwerfen!
19190#Jeremia,7,3#3. So spricht der Ewige der Scharen, der Gott Jisraëls: Bessert eure Wege und eure Taten, dann will ich euch wohnen lassen an dieser Stätte.
19191#Jeremia,7,4#4. Verlaßt euch nicht auf die Worte des Trugs, da man spricht: Des Ewigen Tempel, des Ewigen Tempel, des Ewigen Tempel ist dies!
19192#Jeremia,7,5#5. Sondern, nur wenn ihr eure Wege und eure Taten bessert, wenn ihr Recht übt zwischen einem Menschen und seinem Genossen,
19193#Jeremia,7,6#6. Fremdling, Waise und Witwe nicht bedrückt und unschuldig Blut nicht vergießt an dieser Stätte und anderen Göttern nicht nachgeht, euch zum Unheil:
19194#Jeremia,7,7#7. Dann will ich euch wohnen lassen an dieser Stätte, in dem Land, das ich euren Vätern gegeben, von Ewigkeit zu Ewigkeit.
19195#Jeremia,7,8#8. Seht, ihr verlaßt euch auf die Worte des Trugs, zu keinem Nutzen!
19196#Jeremia,7,9#9. Ha! Stehlen, morden, ehebrechen, falsch schwören, dem Baal räuchern und anderen Göttern nachgehn, die ihr nicht kennt,
19197#Jeremia,7,10#10. und dann kommt ihr und tretet vor mich in diesem Haus, über dem mein Name genannt wird, und sprecht: ,Wir sind gerettet!' - um all diese Greuel zu tun!
19198#Jeremia,7,11#11. Ja, ward denn eine Räuberhöhle dieses Haus, über dem mein Name genannt wird, in euren Augen? Doch auch ich habe es gesehen! ist des Ewigen Spruch.
19199#Jeremia,7,12#12. So geht doch hin an meine Stätte in Schilo, wo ich vormals meinen Namen wohnen ließ, und seht, was ich ihr getan ob der Bosheit meines Volkes Jisraël!
19200#Jeremia,7,13#13. Und nun, weil ihr alle diese Taten tut, ist des Ewigen Spruch, und ich zu euch sprach, allmorgen wieder sprach, und ihr nicht hörtet, und euch rief, und ihr nicht antwortet:
19201#Jeremia,7,14#14. So will ich diesem Haus, über dem mein Name genannt wird, auf das ihr euch verlaßt, und dieser Stätte, die ich euch und euren Vätern gegeben, so tun, wie ich Schilo getan!
19202#Jeremia,7,15#15. Und ich schleudere euch fort aus meinem Angesicht, wie ich alle eure Brüder fortgeschleudert habe, allen Samen Efraims.
19203#Jeremia,7,16#16. Und du, bete nicht für dieses Volk, erhebe nicht für sie Flehen und Gebet und dringe nicht in mich, denn ich höre dich nicht.
19204#Jeremia,7,17#17. Siehst du nicht, was sie tun in den Städten Jehudas und den Gassen Jeruschalaims?
19205#Jeremia,7,18#18. Die Kinder lesen Holz auf, die Väter setzen das Feuer in Brand, und die Frauen kneten Teig, um Bildkuchen für die Himmelskönigin zu formen, und man gießt Gußspenden anderen Göttern, um mich zu kränken.
19206#Jeremia,7,19#19. Kränken sie denn mich? ist des Ewigen Spruch. Nicht vielmehr sich selbst, zur Beschämung ihres Angesichts?
19207#Jeremia,7,20#20. Darum spricht so Gott, der Herr: Sieh, mein Zorn und Grimm ergießt sich über diese Stätte, über Mensch und Vieh, über den Baum des Feldes und die Frucht des Bodens, und brennt und löscht nicht aus!
19208#Jeremia,7,21#21. So spricht der Ewige der Scharen, der Gott Jisraëls: Schlagt eure Hochopfer zu euren Schlachtungen und eßt das Fleisch!
19209#Jeremia,7,22#22. Denn ich sprach nicht zu euren Vätern und befahl ihnen nichts am Tag, da ich sie aus dem Land Mizraim führte, wegen Hoch- und Schlachtopfern.
19210#Jeremia,7,23#23. Sondern dieses Wort befahl ich ihnen: ,Hört auf meine Stimme! Dann will ich euch Gott sein, und ihr sollt mir Volk sein. Und wandelt ganz auf dem Weg, den ich euch gebiete, daß es euch wohlergehe.'
19211#Jeremia,7,24#24. Sie aber hörten nicht und neigten ihr Ohr nicht, sondern gingen entschlossen dahin in der Starrheit ihres bösen Herzens und wurden zum Rücken und nicht zum Antlitz.
19212#Jeremia,7,25#25. Von dem Tag an, da eure Väter aus dem Land Mizraim zogen, bis zu diesem Tag schickte ich euch alle meine Knechte, die Gottbegeisteten, schickte sie allmorgen wieder.
19213#Jeremia,7,26#26. Sie aber hörten nicht auf mich und neigten ihr Ohr nicht und steiften ihren Nacken, schlimmer als ihre Väter.
19214#Jeremia,7,27#27. Und redest du zu ihnen all diese Worte, werden sie auf dich nicht hören, und rufst du ihnen zu, werden sie dir nicht antworten.
19215#Jeremia,7,28#28. So sprich zu ihnen: Dies ist das Volk, das auf die Stimme des Ewigen, seines Gottes, nicht gehört und nicht Zucht genommen! Dahin ist die Wahrhaftigkeit und getilgt aus ihrem Mund!
19216#Jeremia,7,29#29. Scher ab dein Weihhaar, wirf es hin / stimm an die Klage an den Auen / dieweil verwarf, verstieß der Ewige / das Geschlecht seines Zorns.
19217#Jeremia,7,30#30. Denn die Söhne Jehudas taten, was böse ist in meinen Augen, ist des Ewigen Spruch. Sie haben ihre Greuel getan in das Haus, über dem mein Name genannt wird, um es zu verunreinigen,
19218#Jeremia,7,31#31. und sie haben die Kultkammern des Tofet im Tal Ben-Hinnom gebaut, um ihre Söhne und Töchter im Feuer zu verbrennen - was ich nicht geboten und was mir nie in den Sinn gekommen!
19219#Jeremia,7,32#32. Darum, sieh, da kommen Tage, ist des Ewigen Spruch, da wird man nicht mehr sagen: ,Das Tofet und Tal Ben-Hinnom', sondern ,Würgetal', und im Tofet wird man begraben, weil kein Platz ist.
19220#Jeremia,7,33#33. Und dienen wird das Aas dieses Volkes zum Fraß dem Vogelvolk des Himmels und dem Getier der Erde, und niemand wird sie scheuchen.
19221#Jeremia,7,34#34. Und ich werde austilgen aus den Städten Jehudas und den Gassen Jeruschalaims den Schall des Jubels und der Freude, den Schall von Bräutigam und Braut, denn zur Wüstenei wird das Land werden.
19222#Jeremia,8,1#1. In jener Zeit, ist des Ewigen Spruch, da wird man die Gebeine der Könige Jehudas, die Gebeine seiner Oberen, die Gebeine der Priester, die Gebeine der Gottbegeisteten und die Gebeine der Bewohner Jeruschalaims aus ihren Gräbern herausschaffen
19223#Jeremia,8,2#2. und wird sie ausbreiten vor Sonne, Mond und dem ganzen Himmelsheer, die sie geliebt und denen sie gedient haben, denen sie nachgegangen sind, die sie aufgesucht und denen sie sich niedergeworfen haben; sie werden nicht eingetan und bestattet werden, zum Dünger auf dem Ackerboden sollen sie werden.
19224#Jeremia,8,3#3. Und vorgezogen wird der Tod dem Leben von dem ganzen Überrest derer, die übriggeblieben sind von dieser bösen Sippschaft, die übriggeblieben an allen Orten, wohin ich sie verstoßen habe! ist der Spruch des Ewigen der Scharen.
19225#Jeremia,8,4#4. Und sprich zu ihnen: So spricht der Ewige: / Fällt man und steht nicht auf? / Kehrt ab sich, kehrt nicht um? /
19226#Jeremia,8,5#5. Warum brach los dies Volk, Jeruschalaim / in ewiger Abkehr / sie halten fest am Trug / verweigern die Umkehr? /
19227#Jeremia,8,6#6. Ich lauschte hin und hörte: / unwahr sie reden! / Nicht einen dauerts seiner Bosheit / zu sprechen: ,Was tat ich?' / Sie alle stürzen fort im Lauf / wie hin das Roß im Kampf stürmt. /
19228#Jeremia,8,7#7. Kennt selbst der Storch am Himmel / ja seine Zeiten / und Turtel, Schwalbe, Wandervogel / sie wahren ihrer Heimkunft Frist; / mein Volk nur, es kennt nicht / des Ewigen Recht! /
19229#Jeremia,8,8#8. Wie sprecht ihr: ,Weise sind wir! / Des Ewgen Weisung ist bei uns!' / Fürwahr, zum Truge schuf die Schrift / zu Lug die Schreiber! /
19230#Jeremia,8,9#9. Zuschanden sind die Weisen worden / bestürzt, ertappt. / Sie haben ja des Ewgen Wort verworfen - / welch Wissen bliebe ihnen?
19231#Jeremia,8,10#10. Drum geb ich andern ihre Weiber preis / an Erben ihre Äcker / denn von dem Kleinen bis zum Großen, alles / rafft Raub / vom Gottbegeisteten zum Priester, alles / übt Trug. /
19232#Jeremia,8,11#11. Sie heilen meines Volkes Bruch / dem Verschwärten / da sie da sprechen: ,Friede, Friede!' / Und ist kein Friede!
19233#Jeremia,8,12#12. Beschämt werden sie, da sie Greuel verübt! Aber auch Scham haben sie nicht, und zu erröten wissen sie nicht. Drum sollen sie fallen mit dem Fallenden, zur Zeit ihrer Ahndung sollen sie niederbrechen! spricht der Ewige.
19234#Jeremia,8,13#13. Will sammeln, fort sie schaffen, spricht der Ewige: / Sind keine Beeren da am Weinstock / und keine Feigen an dem Feigenbaum / und welk das Laub! / Und gab ich ihnen, schwindets ihnen fort!
19235#Jeremia,8,14#14. Was sitzen wir da? / Bergt euch und laßt uns kommen / in die festen Städte / und dort ersterben! / Denn er ließ uns, der Ewge, unser Gott, ersterben / tränkt uns mit giftgem Wasser / da wir dem Ewgen uns versündigt. /
19236#Jeremia,8,15#15. Man harrt des Friedens - ist kein Heil! / Der Zeit der Lindrung - sieh da: Schrecken! /
19237#Jeremia,8,16#16. Von Dan her wird laut / seiner Rosse Schnauben / vom jauchzenden Ruf seiner Ritter / erbebt alles Land. / Sie kommen und fressen / das Land und was es füllt / die Stadt und ihre Sassen. /
19238#Jeremia,8,17#17. Denn sieh, ich lasse los gegen euch Basilisken-Schlangen, gegen die es keine Beschwörung gibt, und sie werden euch beißen! ist des Ewigen Spruch.
19239#Jeremia,8,18#18. Getröstung mir im Kummer? / Mein Herz ist mir siech! /
19240#Jeremia,8,19#19. Horch! Wehgeschrei der Tochter meines Volkes / aus fernem Land: / ,Ist nicht der Ewige in Zijon / sein König nicht drin?' / Was kränkten sie mit ihren Bildern mich / Wahnwesen der Fremde? /
19241#Jeremia,8,20#20. Vorbei ist der Schnitt / die Sommerlese hin / uns war keine Hilfe! /
19242#Jeremia,8,21#21. Ob meines Volkes Sturz ward ich gebrochen / verfinstert hält Entsetzen mich gepackt! /
19243#Jeremia,8,22#22. Gibts keinen Balsam im Gil'ad? / Ist da kein Arzt? / Warum doch erwuchs nicht / meinem Volke Genesung? /
19244#Jeremia,8,23#23. Wer machte doch mein Haupt zur Flut / mein Aug zum Tränenquell / daß Tag und Nacht ich beweine / meines Volkes Erschlagne!
19245#Jeremia,9,1#1. Wer setzte in die Wüste mich / wo Wandrer nachten! / Ich wollt mein Volk verlassen / von ihnen gehn! / Denn Ehebrecher sind sie alle / Verräterrotte. /
19246#Jeremia,9,2#2. Da spannen ihre Zunge sie / der Lüge Bogen / und nicht zu Treuen siegen sie im Land. / Da sie von Bosheit fort zu Bosheit ziehn / und mich nicht kennen! / Ist des Ewigen Spruch. /
19247#Jeremia,9,3#3. Es hüte vor dem Freunde sich der Mann / traut keinem Bruder! / Denn jeder Bruder trachtet Trug / und jeder Traute trägt dich aus. /
19248#Jeremia,9,4#4. Ein jeder täuscht den Nächsten / sie reden nimmer wahr; / sie lehrten ihre Zunge / Lug reden, krümmen / sie können nicht (zurück). /
19249#Jeremia,9,5#5. Dein Weilen ist in Arglist Mitte / in Arglist wollen sie mich nimmer kennen! / Ist des Ewigen Spruch. /
19250#Jeremia,9,6#6. Darum spricht so der Ewige der Scharen: / Ich schmelze ein und prüfe sie! / Was tät ich anders ob der Tochter meines Volks? /
19251#Jeremia,9,7#7. Ein Mordpfeil ihre Zunge / Trug redet man / spricht mit dem Munde friedlich zu dem Nächsten / und legt im Herzen seinen Hinterhalt! /
19252#Jeremia,9,8#8. Sollt ihnen solches ich nicht ahnden? / Ist des Ewigen Spruch / sich meine Seele nicht / an solchem Volke rächen?
19253#Jeremia,9,9#9. Anheb ich über den Bergen / Gewein und Klage / und an den Auen der Wüste / das Totenlied. / Daß sie verheert, kein Mensch sie durchzieht / man nicht vernimmt der Herden Laut / des Himmels Vögel wie das Vieh / entflohn, enteilten!
19254#Jeremia,9,10#10. So mach Jeruschalaim ich zum Steingehäuf / zur Hausung der Schakale / Jehudas Städte mache ich zur Ödnis / drin keiner wohnt.
19255#Jeremia,9,11#11. Wer ist der weise Mann, der dies versteht, und zu dem des Ewigen Mund gesprochen? Der solls künden: Weswegen ging zugrund das Land, ward öde wie die Wüste, ohne Wandrer?
19256#Jeremia,9,12#12. Da hat der Ewige gesprochen: Weil sie verließen meine Weisung, die ich ihnen vorgelegt, nicht hörten auf meine Stimme und ihr nicht nachwandelten,
19257#Jeremia,9,13#13. sondern nachgingen der Starrheit ihres Herzens und den Baalen, an die ihre Väter sie gewöhnt.
19258#Jeremia,9,14#14. Darum spricht so der Ewige der Scharen, der Gott Jisraëls: Ich gebe ihnen, diesem Volk, Fluchkraut zu essen und Giftwasser zu trinken,
19259#Jeremia,9,15#15. zerstreue sie unter die Völker, die sie nicht gekannt, sie und ihre Väter, und sende das Schwert hinter ihnen drein, bis ich sie ausgetilgt!
19260#Jeremia,9,16#16. So spricht der Ewige der Scharen: Merkt auf und ruft die Klageweiber / daß her sie kommen / und nach den weisen Frauen schickt / auf daß sie kommen /
19261#Jeremia,9,17#17. hereilen, Klagelied ob uns erheben / daß unsre Augen Tränen triefen / und unsre Wimpern Wassers strömen. /
19262#Jeremia,9,18#18. Denn Jammerlaut erschallt von Zijon: / ,Wie sind wir verheert! / So sehr in Beschämung / da das Land wir verließen / man unsre Wohnstatt hingestürzt.' /
19263#Jeremia,9,19#19. Ja hört, ihr Fraun, des Ewgen Wort / und seines Mundes Rede fasse euer Ohr / lehrt eure Töchter Jammer / ein Weib das andre Totenlied. /
19264#Jeremia,9,20#20. Stieg ja der Tod in unsre Fensterluken / drang ein in unsre Paläste / die Kindlein auszurotten auf der Gasse / die Burschen von den Plätzen.
19265#Jeremia,9,21#21. Rede: So ist des Ewigen Spruch: / Da fällt der Menschen Aas / wie Dünger auf dem Feld / wie die Garbe hinterm Schnitter / und keiner nimmts auf.
19266#Jeremia,9,22#22. So spricht der Ewige: Nicht rühme sich der Weise seiner Weisheit, nicht rühme sich der Starke seiner Stärke, nicht rühme sich der Reiche seines Reichtums.
19267#Jeremia,9,23#23. Sondern des rühme sich, wer sich rühmen mag: Klug zu sein und mich zu erkennen, daß ich, der Ewige, Liebe, Recht und Gerechtigkeit auf Erden übe, denn daran habe ich Gefallen! ist des Ewigen Spruch.
19268#Jeremia,9,24#24. Sieh, Tage kommen, ist des Ewigen Spruch, da ahnde ichs an allem, was beschnitten ist an der Vorhaut:
19269#Jeremia,9,25#25. An Mizraim, an Jehuda, an Edom, an den Söhnen Ammons, an Moab und an allen Schläfengelockten, die die Wüste bewohnen. Denn alle Völker sind unbeschnitten - und das ganze Haus Jisraël: Unbeschnittenen Herzens.
19270#Jeremia,10,1#1. Hört das Wort, das der Ewige über euch redet, Haus Jisraël.
19271#Jeremia,10,2#2. So spricht der Ewige: Der Völker Weise lernet nicht / und vor des Himmels Wunderzeichen schreckt euch nicht / ob auch die Völker sich vor ihnen schrecken. /
19272#Jeremia,10,3#3. Denn was die Völker sich bestimmt - Wahn ists! / Denn Holz ists, das man aus dem Wald gehaun / vom Schnitzer angefertigt mit dem Meißel. /
19273#Jeremia,10,4#4. Mit Silber und mit Gold ziert er es aus / mit Nägeln, Hämmern schlägt man fest sie, daß nichts wankt /
19274#Jeremia,10,5#5. wie starre Säule sind sie, sprechen nicht / getragen werden sie, weil sie nicht schreiten. / Schreckt nicht vor ihnen, weil sie ja nicht schaden / und auch zu nützen steht bei ihnen nicht.
19275#Jeremia,10,6#6. Wo keiner ist wie du, o Ewiger! / Groß bist du, groß in Kraft dein Name. /
19276#Jeremia,10,7#7. Wer sollte dich nicht fürchten, Völkerkönig? / Denn dir kommts zu, weil unter aller Völker Weisen / in allen ihren Reichen keiner ist wie du! /
19277#Jeremia,10,8#8. Und allsamt sind sie töricht und sind dumm. / Der Wahngebilde Abgetanes, Holz ists /
19278#Jeremia,10,9#9. gedeckt mit Silber, das aus Tarschisch man gebracht / und Gold aus Ufas, Werk des Schnitzers und von Feinschmieds Händen / von Purpur, blau und rot, ist ihr Gewand / der Künstler Werk sie alle. /
19279#Jeremia,10,10#10. Der Ewge aber, Gott, ist wahr / er ist lebendger Gott und ewger König. / Vor seinem Zorn erbebt die Erde / und nicht ertragen Völker seinen Grimm.
19280#Jeremia,10,11#11. So sollt ihr zu ihnen sprechen-1-: ,Die Götter / die Himmel und Erden nicht gemacht / verschwinden von der Erd und unter diesem Himmel weg!' -1) aramäisch.++
19281#Jeremia,10,12#12. Der schuf in seiner Kraft die Erde / das Festland rüstete in seiner Weisheit / in seiner Kunst den Himmel spannte. /
19282#Jeremia,10,13#13. Hebt er die Stimme, braust im Himmel Wasser / läßt Wolken schweben von der Erde Ende / er schuf dem Regen Blitze / und läßt den Wind aus seinen Kammern fahren. /
19283#Jeremia,10,14#14. Dumm steht da, ohne Wissen jeder Mensch / in Schanden jeder Feinschmied ob des Bilds / Lug ist sein Gußbild, ist kein Odem drin /
19284#Jeremia,10,15#15. Wahn sind sie, Truggemächt / zu ihrer Ahndung Zeit gehn sie zugrunde. /
19285#Jeremia,10,16#16. Nicht ist wie diese Jaakobs Anteil / denn Schöpfer ist des Alls er / und Jisraël ist seines Erbes Stamm / der Ewige der Scharen ist sein Name.
19286#Jeremia,10,17#17. Bring ein vom Land dein Gut, die du weilest in Belagerung.
19287#Jeremia,10,18#18. Denn so spricht der Ewige: Sieh, ich beschieße die Bewohner des Landes dieses Mal und belagere sie, daß sie es ausfinden.
19288#Jeremia,10,19#19. Ach mir ob meines Bruchs / wie weh meine Wunde! / Doch ich, ich dachte: / Das ist nun die Krankheit / ich muß sie tragen! /
19289#Jeremia,10,20#20. Mein Zelt ist verheert / all meine Stricke zerrissen! / Meine Söhne sind fort mir gezogen / sind nimmermehr da / mehr keiner, der da wieder spannt mein Zelt / errichtet meine Behänge. /
19290#Jeremia,10,21#21. Weil verdummt die Hirten / den Ewigen sie nicht gesucht; / drum merkten sie es nicht / und alle ihre Herde, sie zerstob.
19291#Jeremia,10,22#22. Horch, Kunde, sieh, kommt / und groß Gebrause von des Nordens Land / Jehudas Städte wüst zu machen / zur Hausung der Schakale.
19292#Jeremia,10,23#23. Ich weiß es, Ewiger / daß nicht beim Menschen steht sein Weg / beim Mann nicht, daß er führe / und richte seinen Schritt. /
19293#Jeremia,10,24#24. O züchtge, Ewger, mich, jedoch nach Recht / nach deinem Zorne nicht, machst mich sonst zu gering. /
19294#Jeremia,10,25#25. Gieß deinen Grimm aus auf die Völker / die dich nicht kennen / auf die Geschlechter, die nicht deinen Namen rufen. / Denn sie, sie haben Jaakob gefressen, aufgefressen / Garaus gemacht und seine Trift verödet.»
19295#Jeremia,11,1#1. Das Wort, das an Jirmejahu erging vom Ewigen, besagend:
19296#Jeremia,11,2#2. «Hört die Worte dieses Bundes und redet zu dem Mann von Jehuda und zu den Bewohnern Jeruschalaims!
19297#Jeremia,11,3#3. Und sprich zu ihnen: So spricht der Ewige, der Gott Jisraëls: Verflucht der Mann, der nicht hört auf die Worte dieses Bundes,
19298#Jeremia,11,4#4. den ich euren Vätern geboten an dem Tag, da ich sie aus dem Land Mizraim führte, aus dem Eisenschmelzofen, indem ich sprach: Hört auf meine Stimme und tut danach, ganz wie ich euch gebiete. Dann sollt ihr mir Volk sein, und ich will euch Gott sein.
19299#Jeremia,11,5#5. Um den Schwur zu halten, den ich euren Vätern geschworen habe, ihnen ein Land zu geben, das von Milch und Honig fließt, wie dies heute ist!' - Und ich antwortete und sprach: ,Amen, Ewiger!'
19300#Jeremia,11,6#6. Dann sprach der Ewige zu mir: ,Rufe all diese Worte in den Städten Jehudas und den Gassen Jeruschalaims und sprich: Hört die Worte dieses Bundes und führt sie aus!
19301#Jeremia,11,7#7. Denn verwarnt habe ich eure Väter am Tag, da ich sie aus dem Land Mizraim heraufführte, bis zum heutigen Tag, allmorgen verwarnt, sprechend: Hört auf meine Stimme!
19302#Jeremia,11,8#8. Aber sie hörten nicht und neigten ihr Ohr nicht, sondern wandelten jeder in der Starrheit ihres bösen Herzens. Da brachte ich über sie alle Worte dieses Bundes, den ich auszuführen geboten, und den sie nicht ausgeführt.'
19303#Jeremia,11,9#9. Und der Ewige sprach zu mir: ,Gefunden hat sich Verschwörung an dem Mann von Jehuda und den Bewohnern Jeruschalaims.
19304#Jeremia,11,10#10. Sie sind zurückgekehrt zu den Sünden ihrer ersten Vorväter, die sich weigerten, meine Worte zu hören. Und sie gingen anderen Göttern nach, um ihnen zu dienen; gebrochen hat das Haus Jisraël und das Haus Jehuda meinen Bund, den ich mit ihren Vätern geschlossen.
19305#Jeremia,11,11#11. Darum spricht so der Ewige: Sieh, ich bringe ihnen Unheil, aus dem sie nicht werden heraus können. Sie werden dann zu mir schreien, aber ich werde nicht auf sie hören.
19306#Jeremia,11,12#12. Dann werden die Städte Jehudas und die Bewohner Jeruschalaims hingehn und zu den Göttern schreien, denen sie räuchern; aber Hilfe werden die ihnen nicht bringen zur Zeit ihrer Not.
19307#Jeremia,11,13#13. Denn so zahlreich wie deine Städte waren deine Götter, Jehuda, und nach der Zahl der Gassen Jeruschalaims habt ihr Altäre erstellt für den Schandgötzen, Altäre, dem Baal zu räuchern. -
19308#Jeremia,11,14#14. Du aber bete nicht für dieses Volk und erhebe nicht für sie Flehen und Gebet; denn ich höre nicht zur Zeit, da sie mich wegen ihre Unglücks anrufen.
19309#Jeremia,11,15#15. Was hat's mit meinem Liebling / daß sie in meinem Haus / den Treubruch verübt? / Die Rabbim-1- / mitsamt dem Sar Kodesch-2- / laß von dir sie gehn! / Doch wie du schlecht bist / frohlockst du da noch! -1) Götzenherren.   2) heiligem Aberfürsten.++
19310#Jeremia,11,16#16. Frischgrüner Ölbaum, schön an Frucht und Wuchs / so nannt der Ewge deinen Namen. / Mit mächtgem Prasseln legt er Brand an ihn - / da splittert sein Gezweig!
19311#Jeremia,11,17#17. Der Ewige der Scharen, der dich gepflanzt, hat Unheil über dich geredet wegen der Bosheit des Hauses Jisraël und des Hauses Jehuda, die sie bei sich verübten, um mich zu kränken, indem sie dem Baal räucherten.'
19312#Jeremia,11,18#18. Der Ewge ließ michs wissen - und da wußt ichs / da zeigtest du mir ihr Treiben. /
19313#Jeremia,11,19#19. Ich aber war wie frommes Lamm / zur Schlachtbank geführt / und wußte nicht, daß wider mich / sie Pläne planten: / ,Laßt mit der Brotfrucht uns den Baum zerstören / und ihn vertilgen aus des Lebens Land / und seines Namens werde nimmermehr gedacht!'
19314#Jeremia,11,20#20. Der Ewige der Scharen aber richtet Recht / prüft Herz und Nieren. Laß deine Rache mich an ihnen sehn / denn dir hab meinen Streit ich offenbart!
19315#Jeremia,11,21#21. Darum spricht so der Ewige über die Männer von Anatot, die dir nach dem Leben trachten und sagen: ,Weissage nicht im Namen des Ewigen, daß du nicht stirbst durch unsere Hand!'
19316#Jeremia,11,22#22. Darum spricht so der Ewige der Scharen: Sieh, ich ahnde es an ihnen: Die Jungmannen werden durchs Schwert sterben, ihre Söhne und Töchter werden durch Hunger sterben.
19317#Jeremia,11,23#23. Und ein Rest wird ihnen nicht bleiben, wenn ich Unheil bringe über die Männer von Anatot, das Jahr ihrer Heimsuchung.
19318#Jeremia,12,1#1. Gerecht bist, Ewger, du, als daß ich mit dir stritte / muß dennoch mit dir rechtens reden: / Warum doch hat der Frevler Weg Gelingen? / In Ruhe leben alle Treuvergeßnen? /
19319#Jeremia,12,2#2. Du pflanztest sie, sie schlagen Wurzel auch / gehn auf, ja, tragen Frucht. / Nah bist du ihnen im Mund / doch fern ihrem Innern! /
19320#Jeremia,12,3#3. Du aber kennst mich, Ewiger / siehst mich und prüfst mein Herz bei dir! / Reiß sie wie Schafe zu der Schlachtbank hin / und weihe sie dem Tag des Würgens!
19321#Jeremia,12,4#4. Wie lang soll das Land kümmern, und das Kraut alles Feldes dorren? Wegen der Bosheit seiner Einwohner sind hingerafft Vieh und Vogel. Denn sie sprechen: ,Er sieht unsere Zukunft nicht!'
19322#Jeremia,12,5#5. Da du mit Männern liefst, und sie dich machtlos zeigten / wie willst du mit den Rossen dich verwetten? / Und: Fühlst im Friedenslande du dich sicher? / Wie willst du's machen in des Jardens Hochstand?
19323#Jeremia,12,6#6. Denn deine Brüder selbst und deines Vaters Haus, auch sie sind treulos gegen dich, auch sie rufen voll hinter dir her; trau ihnen nicht, wenn sie gütlich zu dir reden.
19324#Jeremia,12,7#7. Hab verlassen mein Haus / verstoßen mein Erbe / gegeben meiner Seele Liebste / in die Hand ihrer Feinde! /
19325#Jeremia,12,8#8. Es ward mir mein Erbe / wie der Löwe im Wald / erhob gegen mich sein Gebrüll. / Drum haß ich es!
19326#Jeremia,12,9#9. Ward Beutevögeln, Raubgetier mein Erbe? / Raubvögel rings darum! / Auf, holt des Feldes Tiere all heran / herbei zum Fraß! /
19327#Jeremia,12,10#10. Viel Hirten wüsteten mein Weinland / verdarben meinen Acker / verwandelten mein Lustgefild / zur öden Steppe /
19328#Jeremia,12,11#11. man hats zur Öde gemacht / es kümmert mir, verödet. / Verwüstet ist das ganze Land / denn niemand nimmts zu Herzen. /
19329#Jeremia,12,12#12. Über alle Auen der Wüste / sind Plünderer gekommen. Denn ein Schwert vom Ewigen frißt von einem Ende des Landes bis zum andern. Kein Friede allem Fleisch!
19330#Jeremia,12,13#13. Sie haben Weizen gesät und Dornen geerntet, sich abgeplackt ohne Nutzen. So werdet zuschanden an eurem Ertrag ob der Zornglut des Ewigen.
19331#Jeremia,12,14#14. So spricht der Ewige über alle meine bösen Nachbarn, die das Erbteil antasten, das ich meinem Volk Jisraël zum Besitz gegeben: Sieh, ich reiße sie aus ihrem Boden aus, und das Haus Jehuda reiße ich aus ihrer Mitte.
19332#Jeremia,12,15#15. Es wird aber sein, nachdem ich sie ausgerissen habe, will ich mich ihrer wieder erbarmen und sie zurückführen, jeden zu seinem Erbbesitz und jeden in sein Land.
19333#Jeremia,12,16#16. Und es soll sein, wenn sie die Wege meines Volkes lernen werden, in meinem Namen zu schwören: ,Es lebt der Ewige!', wie sie mein Volk gelehrt, beim Baal zu schwören - dann sollen sie aufgebaut werden inmitten meines Volkes.
19334#Jeremia,12,17#17. Wenn sie aber nicht hören werden, dann werde ich jenes Volk ausreißen, ausreißen und tilgen! ist des Ewigen Spruch.'
19335#Jeremia,13,1#1. So sprach der Ewige zu mir: ,Geh und kaufe dir einen linnenen Gurt und lege ihn an deine Hüften, aber in Wasser sollst du ihn nicht bringen.'
19336#Jeremia,13,2#2. Da kaufte ich den Gurt nach dem Wort des Ewigen und legte ihn an meine Hüften.
19337#Jeremia,13,3#3. Dann erging das Wort des Ewigen zum zweiten Mal an mich, besagend:
19338#Jeremia,13,4#4. ,Nimm den Gurt, den du gekauft, und der an deinen Hüften ist, mach dich auf und geh nach Perat und verbirg ihn dort in einer Spalte des Felsens.'
19339#Jeremia,13,5#5. Da ging ich hin und verbarg ihn in Perat, wie der Ewige mir geboten hatte.
19340#Jeremia,13,6#6. Es war nun nach Ablauf vieler Tage, da sprach der Ewige zu mir: ,Mach dich auf, geh nach Perat und nimm von dort den Gurt, den ich dir geboten dort zu verbergen.'
19341#Jeremia,13,7#7. Da ging ich nach Perat, grub nach und nahm den Gurt von der Stelle, woselbst ich ihn verborgen hatte. Und sieh, der Gurt war verdorben, taugte zu nichts mehr.
19342#Jeremia,13,8#8. Da erging an mich das Wort des Ewigen, besagend:
19343#Jeremia,13,9#9. ,So spricht der Ewige: So werde ich verderben den Stolz Jehudas und den großen Stolz Jeruschalaims!
19344#Jeremia,13,10#10. Dieses böse Volk, die sich weigern, auf meine Worte zu hören, die wandeln in der Starrheit ihres Herzens und anderen Göttern nachgehn, um ihnen zu dienen und sich ihnen niederzuwerfen, es wird wie dieser Gurt werden, der zu nichts mehr taugt.
19345#Jeremia,13,11#11. Denn wie der Gurt sich anlegt an des Mannes Hüften, so habe ich mir angelegt das ganze Haus Jisraël und das ganze Haus Jehuda, ist des Ewigen Spruch, daß es mir zum Volk werde und zu Ruf und Ruhm und Zier - aber sie haben nicht gehört.
19346#Jeremia,13,12#12. Und du sollst zu ihnen dieses Wort sprechen: So spricht der Ewige, der Gott Jisraëls: Jeder Krug wird mit Wein gefüllt! Und wenn sie dann zu dir sprechen: ,Wissen wir denn nicht, daß jeder Krug mit Wein gefüllt wird?'
19347#Jeremia,13,13#13. so sollst du zu ihnen sprechen: So spricht der Ewige: Sieh, ich fülle alle Bewohner dieses Landes und die Könige, die auf Dawids Thron sitzen, die Priester, die Gottbegeisteten und alle Bewohner Jeruschalaims mit Trunkenheit
19348#Jeremia,13,14#14. und zerschmettere sie, einen an dem andern, und die Väter und die Kinder allesamt! - ist des Ewigen Spruch. Nicht Mitleid, Schonung, noch Erbarmen üb ich, sie nicht zu vernichten!
19349#Jeremia,13,15#15. O hört, merkt auf / seid nimmer stolz / da der Ewge gesprochen! /
19350#Jeremia,13,16#16. Gebt eurem Gott, dem Ewigen, die Ehre / eh's dunkel wird / eh daß sich eure Füße stoßen an dunkelnden Bergen! / Da hofft ihr auf Licht - / er machts zu Todesdüster / verkehrts in Finsternis! /
19351#Jeremia,13,17#17. Und hört ihrs nicht / weint im Geheimen meine Seele / vom Innern drin / es tränet, tränt / mein Auge fließt in Tränen / weil fortgetrieben / des Ewigen Herde!
19352#Jeremia,13,18#18. Sprich zum König und zur Herrscherin: Tiefnieder sitzt / da abgefallen euch vom Haupt / eurer Krone Pracht! /
19353#Jeremia,13,19#19. Des Südlands Städte sind geschlossen / und keiner tut auf / verschleppt ist völlig Jehuda / vollzählig verschleppt!
19354#Jeremia,13,20#20. Hebt eure Augen und seht / die da kommen von Norden! / Wo ist die Herde, die dir anvertraut / deiner Schafe Pracht?
19355#Jeremia,13,21#21. Was sagst du, wenn er dir die Rechnung macht? und du hast selbst sie ja an dich gewöhnt, die Leitböcke vornan. Ergreifen dich nicht Wehen / gleich gebärendem Weib? /
19356#Jeremia,13,22#22. Und sprichst du in deinem Herzen: / ,Warum traf dies mich?' / Ob deiner Sünden Menge / sind enthüllt deine Säume / entblößt deine Fersen! /
19357#Jeremia,13,23#23. Verwandelt seine Haut der Mohr / der Panther seine Flecken? / So könntet ihr auch gut tun / gewohnt des Bösen! /
19358#Jeremia,13,24#24. So laß ich sie stieben / wie Spreu verfliegt / zum Wind der Wüste. /
19359#Jeremia,13,25#25. Dies ist dein Los, dein Teil / von mir dir zugemessen / ist des Ewigen Spruch / weil mich du vergaßest / vertrautest auf Lug! /
19360#Jeremia,13,26#26. So schlag auch ich dir übers Antlitz deinen Saum / daß sichtbar werde deine Schande /
19361#Jeremia,13,27#27. dein Ehebrechen, deine geile Lust / deines Buhlens Treubruch / auf den Höhen im Feld; / ich sah deine Greuel! / Weh dir, Jeruschalaim / wirst nimmer rein / wie lange nachher noch!»
19362#Jeremia,14,1#1. Was als Wort des Ewigen an Jirmejahu erging wegen der Dürre:
19363#Jeremia,14,2#2. «Jehuda trauert / seine Tore schmachten / zu Boden düster / aufsteigt Jeruschalaims Schrei. /
19364#Jeremia,14,3#3. Die Hirten sandten ihre Knappen aus nach Wasser / sie kamen an die Gruben, fanden Wasser nicht / sie kehrten heim, leer ihr Gefäß / in Scham und Schanden hüllen sie ihr Haupt. /
19365#Jeremia,14,4#4. Des Bodens wegen, der erstarrt / da's keinen Regen gab im Land / sind verschämt die Bauern / und hüllen ihr Haupt. /
19366#Jeremia,14,5#5. Ja, auch die Hindin auf der Flur / gebiert und läßts / weil Grün nicht gekommen /
19367#Jeremia,14,6#6. Wildesel stehen an den Auen / Wind schlingend, wie Schakale / ihre Augen vergehn / weil Gras nicht ist.
19368#Jeremia,14,7#7. Wenn unsre Sünden zeugen gegen uns / o Ewger, tu um deines Namens willen / denn groß ist unser Abfall / dir haben wir gesündigt. /
19369#Jeremia,14,8#8. O Hoffnung Jisraëls / sein Retter in der Zeit der Not! / Warum bist wie ein Fremdsaß du im Land / und wie ein Wandrer, der zum Nachten eingekehrt? /
19370#Jeremia,14,9#9. Warum bist du wie ein bestürzter Mann / so wie ein Krieger, der nicht retten kann? / Bist doch in unsrer Mitte, Ewger, du / dein Name wird ja über uns genannt! / Laß uns nicht!»
19371#Jeremia,14,10#10. «So spricht der Ewige von diesem Volk: ,So liebten sie umherzuschweifen, ihre Füße schonten sie nicht. So hat der Ewige kein Gefallen an ihnen, nun gedenkt er ihrer Verfehlung und ahndet ihre Sünden.'
19372#Jeremia,14,11#11. Und der Ewige sprach zu mir: ,Bete nicht für dieses Volk um Heil!
19373#Jeremia,14,12#12. Wenn sie fasten, höre ich nicht auf ihr Rufen, und wenn sie Hochopfer und Mehlspende darbringen, habe ich kein Gefallen an ihnen; sondern durch Schwert, Hunger und Pest will ich sie tilgen.'
19374#Jeremia,14,13#13. Da sprach ich: ,Weh, Herr, Gott! Sieh, die Begeisteten sagen ihnen: Schwert sollt ihr nicht sehen, und Hunger soll euch nicht treffen, sondern währenden Frieden gebe ich euch an dieser Stätte.'
19375#Jeremia,14,14#14. Da sprach der Ewige zu mir: ,Lüge weissagen die Begeisteten in meinem Namen, ich habe sie nicht gesandt und nicht entboten und nicht zu ihnen geredet. Lügengesichte, Wahrsagerei voll Nichtigkeit und Trug aus ihrem eigenen Herzen weissagen sie euch.
19376#Jeremia,14,15#15. Darum spricht so der Ewige über die Begeisteten, die in meinem Namen weissagen, da ich sie nicht gesandt, und die da sprechen: ,Schwert und Hunger wird nicht in diesem Land sein': Durch Schwert und Hunger sollen jene Begeisteten schwinden.
19377#Jeremia,14,16#16. Das Volk aber, dem sie weissagen, soll hingeworfen liegen auf den Gassen Jeruschalaims vor Hunger und Schwert, und niemand sie bestatten, sie, ihre Weiber, ihre Söhne und ihre Töchter. Und ich will ihre Bosheit ausgießen über sie.
19378#Jeremia,14,17#17. Und sprich zu ihnen dieses Wort: ,Meine Augen gießen Tränen nachts und tags / nie endend / denn schweren Bruchs zerbrach die Jungfrau / meines Volkes Maid / ganz schmerzlichen Schlags! /
19379#Jeremia,14,18#18. Geh ich aufs Feld hinaus / sieh, Schwerterschlagne / und kehr zur Stadt ich ein / sieh, Hungers Siechtum! Denn Gottbegeisteter wie Priester zogen fort / in unbekanntes Land.
19380#Jeremia,14,19#19. Hast du Jehuda denn verworfen / ists, daß es deine Seele Zijons graut? / Was schlugst du uns, daß wir nicht Heilung finden? / Man harrt des Friedens - ist kein Heil / der Zeit der Lindrung - sieh da: Schrecken. /
19381#Jeremia,14,20#20. Wir kennen, Ewger, unsern Frevel / unsrer Väter Schuld / daß dir wir gesündigt. /
19382#Jeremia,14,21#21. Verwirf nicht, deines Namens wegen / entweih den Thron nicht deiner Herrlichkeit! / Gedenke, brich nicht deinen Bund mit uns! /
19383#Jeremia,14,22#22. Gibts bei der Völker Wahngebilden Regenspendende / und können sie vom Himmel Rieseln senden? / Bist du der Ewge, unser Gott nicht, des wir harren? / Denn du tust all dies!'»
19384#Jeremia,15,1#1. Und der Ewige sprach zu mir: «Wenn Mosche und Schemuël vor mich hinträten - würd' ich mich nicht zu diesem Volke kehren. Jag sie hinweg aus meinem Antlitz, daß sie fortgehn!
19385#Jeremia,15,2#2. Und wenn sie dann zu dir sprechen: ,Wohin sollen wir fortgehn?' So sprich zu ihnen: so spricht der Ewige: Wer des Todes - zum Tod! Wer des Schwerts - zum Schwert! Wer des Hungers - zum Hunger! Wer des Verschleppens - zur Verschleppung!
19386#Jeremia,15,3#3. Und ich bestelle über sie viererlei Gesippe, ist des Ewigen Spruch: Das Schwert - zu würgen; die Hunde - fortzuzerren; das Vogelvolk des Himmels und der Erde Getier - zu fressen und zu tilgen.
19387#Jeremia,15,4#4. Und ich will sie zum Schauder machen für alle Königreiche der Erde, um Menaschsches willen, des Sohnes Jehiskijahus, des Königs von Jehuda, ob dessen, was er in Jeruschalaim getan.
19388#Jeremia,15,5#5. Denn wer erbarmt sich dein, Jeruschalaim / wer zeigt dir Bedauern / wer tritt herzu / dich nach dem Wohl zu fragen? /
19389#Jeremia,15,6#6. Du hast mich verlassen / ist des Ewigen Spruch / bist rückwärts geschritten / so streck ich gegen dich die Hand / verderbe dich / laß nimmer michs geleiden! /
19390#Jeremia,15,7#7. Hab mit der Schaufel sie geworfelt / in des Landes Toren / beraubt hab ich der Kinder, hingetilgt mein Volk / sie kehrten nicht von ihren Wegen. /
19391#Jeremia,15,8#8. Mehr wurden seine Witwen mir / als der Sand der Meere / ich brachte ihnen, Jungmann mit der Mutter / den Plündrer am Mittag / ich senkte plötzlich über sie / Erschrecken und Angst. /
19392#Jeremia,15,9#9. Hinwelkt, die sieben geboren / verseufzt ihre Seele / da Tag noch, sank ihre Sonne / in Scham sie erblaßt! / Und ihren Rest geb ich dem Schwerte preis / vor ihren Feinden! / Ist des Ewigen Spruch.'
19393#Jeremia,15,10#10. Weh, Mutter, mir / daß du mich geboren / den Mann zu Streit und Hader / fürs ganze Land! / Hab keine Fordrung / fordert keiner mich - / und flucht mir alles!
19394#Jeremia,15,11#11. Es sprach der Ewige: ,Hab ich dich nicht zum Heil ersehn / trieb ich dich nicht zur Zeit von Not und Angst / des Feindes wegen! /
19395#Jeremia,15,12#12. Bricht Eisen, Eisen aus Norden / und Erz?
19396#Jeremia,15,13#13. Dein Gut und deine Schätze / geb ich zum Raub / nicht für Entgelt / ob all deiner Sünden / in all deinen Marken /
19397#Jeremia,15,14#14. und schaffs an deine Feinde / in Land, dir unbekannt. / Denn Feuer lodert auf in meinem Angesicht / brennt gegen euch.'
19398#Jeremia,15,15#15. Du weißt es, Ewiger / gedenke, denke mein! / und schaff Vergeltung mir an den Verfolgern / halt mich an deine Langmut nicht! / Bedenk, daß um dich / ich Schande getragen! /
19399#Jeremia,15,16#16. Fand deine Rede sich, ich schlang sie / es ward dein Wort mir / zur Freude und zur Wonne meines Herzens / weil über mir dein Name ist genannt / o Ewger, Gott der Scharen! /
19400#Jeremia,15,17#17. Nie saß im Kreis der Frohen ich / und war da fröhlich: / Ob deiner Hand saß einsam ich / da Grimms du mich erfüllt. /
19401#Jeremia,15,18#18. Warum ward ewig mir mein Schmerz / todweh meine Wunde / will nimmer heilen? / Bist wie ein Trugbach mir geworden / nicht währendes Wasser!
19402#Jeremia,15,19#19. Darum spricht so der Ewige: ,Kehrst um du, laß ich heim dich kehren / magst vor mir stehn! / Und wenn du Lautres vorbringst ohn Gemeines / bist wie mein Mund du. / Sie solln zu dir sich kehren / nicht du zu ihnen. /
19403#Jeremia,15,20#20. So setz ich dich vor diesem Volk / zur festen Mauer von Erz / daß sie dich bekämpfen / doch dir nicht ankönnen! / Denn mit dir bin ich, dir zu helfen / und dich zu retten! / Ist des Ewigen Spruch. /
19404#Jeremia,15,21#21. Ich rette aus der Hand der Bösen dich / befreie dich aus der Gewaltgen Faust.'
19405#Jeremia,16,1#1. Und es erging an mich das Wort des Ewigen, besagend:
19406#Jeremia,16,2#2. ,Du sollst dir kein Weib nehmen und sollst nicht Söhne und Töchter haben an diesem Ort!
19407#Jeremia,16,3#3. Denn so spricht der Ewige über die Söhne und über die Töchter, die an diesem Ort geboren werden, und über ihre Mütter, die sie gebären, und über ihre Väter, die sie zeugen in diesem Land:
19408#Jeremia,16,4#4. Qualvollen Todes werden sie sterben, werden nicht beklagt und nicht bestattet werden. Zum Dünger auf dem Ackerboden sollen sie werden, durch Schwert und Hunger sollen sie zugrundegehn, und ihr Aas soll dem Vogelvolk des Himmels und dem Getier der Erde zum Fraß dienen.
19409#Jeremia,16,5#5. Denn so spricht der Ewige: Komm nicht ins Feierhaus und geh nicht zum Klagen und zeig ihnen kein Bedauern, denn ich habe meinen Frieden fortgenommen von diesem Volk, ist des Ewigen Spruch, die Liebe und das Erbarmen.
19410#Jeremia,16,6#6. Und es sterben Groß und Klein in diesem Land und werden nicht bestattet, nicht klagt man noch ritzt man sich um sie, noch schert man sich ihretwegen kahl.
19411#Jeremia,16,7#7. Man bricht ihnen nicht Brot zur Trauer, zum Trost um einen Toten, und reicht ihnen nicht den Trostesbecher um Vater und Mutter.
19412#Jeremia,16,8#8. Und komm auch nicht ins Mahlhaus, mit ihnen zu sitzen, zu essen und zu trinken.
19413#Jeremia,16,9#9. Denn so spricht der Ewige der Scharen, der Gott Jisraëls: Sieh, ich tilge aus diesem Ort, vor euren Augen und in euren Tagen, den Schall des Jubels und der Freude, den Schall von Bräutigam und Braut.
19414#Jeremia,16,10#10. Und es soll sein, wenn du diesem Volk all diese Worte verkündest, und sie zu dir sprechen: ,Weshalb hat der Ewige über uns all dieses große Unheil ausgesprochen, und was ist unsere Schuld und unsere Sünde, die wir gegen den Ewigen, unsern Gott, begangen haben?'
19415#Jeremia,16,11#11. dann sollst du zu ihnen sprechen: Weil eure Väter mich verließen, ist des Ewigen Spruch, und anderen Göttern nachgingen, ihnen dienten und sich vor ihnen niederwarfen, mich aber verließen und meine Weisung nicht wahrten.
19416#Jeremia,16,12#12. Ihr aber habt noch schlimmer gehandelt als eure Väter, und ihr wandelt, jeder in der Starrheit seines bösen Herzens, ohne auf mich zu hören.
19417#Jeremia,16,13#13. So will ich euch aus diesem Land fortschleudern in das Land, das ihr nicht gekannt, ihr und eure Väter, daß ihr dort anderen Göttern dienet Tag und Nacht, da ich euch keine Gnade geben werde.
19418#Jeremia,16,14#14. Darum, sieh, kommen Tage, ist des Ewigen Spruch, da wird man nicht mehr sagen: ,Es lebt der Ewige, der die Kinder Jisraël aus dem Land Mizraim heraufgeführt hat!',
19419#Jeremia,16,15#15. sondern: ,Es lebt der Ewige, der die Kinder Jisraël heraufgeführt hat aus dem Land des Nordens und aus all den Ländern, wohin er sie verstoßen!' Und ich werde sie zurückführen auf ihren Boden, den ich ihren Vätern gegeben.
19420#Jeremia,16,16#16. Sieh, ich sende nach vielen Fischern, ist des Ewigen Spruch, und sie sollen sie fischen, und danach sende ich nach vielen Fängern, und sie sollen sie fangen, von jedem Berg und jeder Höhe und aus den Spalten der Felsen.
19421#Jeremia,16,17#17. Denn meine Augen sind auf allen ihren Wegen, sie sind nicht verborgen vor mir, und ihre Schuld ist vor meinen Augen nicht versteckt.
19422#Jeremia,16,18#18. Und ich zahle erstwillig heim ein Doppel ihrer Schuld und ihrer Sünde, daß sie mein Land entweiht haben mit dem Aas ihrer Scheusale, und ihre Greuel mein Erbe erfüllten.'
19423#Jeremia,16,19#19. O Ewger, meine Macht und Burg / und meine Zuflucht an dem Tag der Not! / Zu dir hin werden Völker wallen / von der Erde Enden / und sprechen: / ,Nur Lug erwarben unsre Väter / nur Wahn, daran nichts frommt!'
19424#Jeremia,16,20#20. ,Kann der Mensch sich Götter machen? Die sind doch keine Götter!
19425#Jeremia,16,21#21. Drum tue ich ihnen kund, diesmal tue ich ihnen kund meine Macht und meine Gewalt, daß sie wissen, daß mein Name ist: Der Ewige!'
19426#Jeremia,17,1#1. Geschrieben ist Jehudas Sünde / auf eiserner Platte / hartsteinernem Obelisk / auf ihres Herzens Tafel eingegraben. . . . und an den Hörnern eurer Altäre.
19427#Jeremia,17,2#2. Wie sie ihrer Kinder gedenken, so ihrer Altäre und Weihbäume an grünem Gehölz, auf den hohen Höhen.
19428#Jeremia,17,3#3. Bergbewohner im Gefild, dein Gut, all deine Schätze geb ich zum Raub, deine Kultkammern um die Sünde in all deinen Marken.
19429#Jeremia,17,4#4. Und du wirst aus eigener Schuld dein Erbe lassen, das ich dir gegeben, und ich will dich deinen Feinden verknechten in einem Land, das du nicht kennst. Denn Feuer habt ihr entflammt in meinem Antlitz, das brennt für ewig!
19430#Jeremia,17,5#5. So spricht der Ewige: Verflucht der Mann / der auf Menschen vertraut / und Fleisch zu seinem Arm macht / vom Ewgen aber wendet sich sein Herz. /
19431#Jeremia,17,6#6. Er gleicht dem Kahlstrauch in der Steppensenke / der nie ersieht, daß Gutes käm / in Gluten in der Wüste weilt / in salzigem und unbewohntem Boden. /
19432#Jeremia,17,7#7. Gesegnet ist der Mann / der auf den Ewigen vertraut / und dessen Zuversicht der Ewige. /
19433#Jeremia,17,8#8. Er gleicht dem Baum, am Wasser eingepflanzt / der an dem Bach die Wurzeln streckt / der nie ersieht, daß Hitze käm / und dessen Laubwerk grünend bleibt / der in der Dürre Jahr nicht bangt / und nimmer aussetzt Frucht zu tragen.
19434#Jeremia,17,9#9. Verborgen mehr als alles ist das Herz / Unfaßbar: Wer mags kennen? /
19435#Jeremia,17,10#10. Ich, Ewiger, erforsch das Herz / erprob die Nieren / um jedem nach dem Wandel zu erstatten / der Frucht seiner Taten.
19436#Jeremia,17,11#11. Da rufts ,dagar', und hat doch nicht gelegt - / so ist, wer Reichtum schafft, nicht rechtens. / Muß ihn in seiner Tage Mitte lassen / an seinem Ende steht er schmählich da.
19437#Jeremia,17,12#12. Der Herrlichkeit Thron / von Urbeginn erhaben / unsres Heiligtums Stätte! /
19438#Jeremia,17,13#13. O Hoffnung Jisraëls, o Ewiger / die dich verlassen, werden all zuschanden. / Abtrünnig mir im Lande werden sie verzeichnet / daß sie den Quell lebendgen Wassers ließen / den Ewigen.
19439#Jeremia,17,14#14. Heil' Ewger mich, so werd ich heil / hilf mir, so wird mir Hilfe / denn du bist Ruhm mir! /
19440#Jeremia,17,15#15. Sieh an, sie sprechen zu mir: / Wo ist des Ewgen Wort? Mags kommen! /
19441#Jeremia,17,16#16. Doch ich, ich hab dem Hirten, dir nach nie gedrängt / und nach dem Unheilstage nicht begehrt / du weißt es. / Was kam von meinen Lippen / es lag vor deinem Antlitz! /
19442#Jeremia,17,17#17. Sei nicht zur Schrecknis mir / du, Zuflucht mir am Unheilstag! /
19443#Jeremia,17,18#18. Laß die Verfolger mein zuschanden werden / nicht mich in Schanden / laß sie sich ängsten und nicht mich in Angst. / Bring über sie des Unheils Tag / brich doppelt sie zu Bruch!
19444#Jeremia,17,19#19. So sprach der Ewige zu mir: «Geh und tritt in das Tor der Söhne des Volkes, durch das die Könige von Jehuda ein- und ausgehn, und in alle Tore Jeruschalaims.
19445#Jeremia,17,20#20. Und sprich zu ihnen: Hört das Wort des Ewigen, ihr Könige von Jehuda und ganz Jehuda und alle Bewohner Jeruschalaims, die ihr eingeht in diese Tore!
19446#Jeremia,17,21#21. So spricht der Ewige: Hütet euch um eures Lebens willen, daß ihr nicht Last aufladet am Sabbattag und sie in die Tore Jeruschalaims bringt!
19447#Jeremia,17,22#22. Und führt keine Last aus euren Häusern am Sabbattag und tut keinerlei Werk und heiligt den Sabbattag, wie ich euren Vätern geboten habe.
19448#Jeremia,17,23#23. Die aber hörten nicht und neigten ihr Ohr nicht, sondern steiften ihren Nacken, nicht zu hören und keine Zucht anzunehmen.
19449#Jeremia,17,24#24. So soll es sein: Wenn ihr auf mich hören werdet, ist des Ewigen Spruch, keine Last in die Tore dieser Stadt am Sabbattag zu bringen, und den Sabbattag zu heiligen, daß ihr keinerlei Werk an ihm tut:
19450#Jeremia,17,25#25. Dann werden eingehn in die Tore dieser Stadt Könige und Amtsobere, die auf dem Thron Dawids sitzen und mit Wagen und Rossen daherfahren, sie und ihre Amtsoberen, die Männer von Jehuda und Bewohner Jeruschalaims, und diese Stadt wird stehen für ewig.
19451#Jeremia,17,26#26. Dann werden (Leute) kommen aus den Städten Jehudas und der Umgebung Jeruschalaims, aus dem Land Binjamin, aus dem Tiefland, dem Gebirge und der Südsteppe, die Hochopfer, Schlachtungen und Mehlspende und Weihrauch darbringen und Huldigungsopfer bringen ins Haus des Ewigen.
19452#Jeremia,17,27#27. Wenn ihr aber nicht auf mich hört, den Sabbattag zu heiligen und keine Last aufzuladen und so in die Tore Jeruschalaims am Sabbattag zu kommen: So werde ich Feuer an seine Tore legen, und es wird die Paläste Jeruschalaims fressen und nicht erlöschen.»
19453#Jeremia,18,1#1. Das Wort, das an Jirmejahu erging vom Ewigen, besagend:
19454#Jeremia,18,2#2. «Auf, steig hinab zum Haus des Töpfers, und dort will ich dich meine Worte hören lassen.»
19455#Jeremia,18,3#3. Da stieg ich hinab zum Haus des Töpfers, und sieh, er tat sein Werk auf der Töpferscheibe.
19456#Jeremia,18,4#4. Mißriet ihm nun das Gefäß, das er machte aus dem Ton, der in der Hand des Töpfers war, dann machte er daraus wieder ein anderes Gefäß, wie es zu schaffen dem Töpfer recht erschien.
19457#Jeremia,18,5#5. Da erging an mich das Wort des Ewigen, besagend:
19458#Jeremia,18,6#6. ,Kann ich nicht wie dieser Töpfer euch tun, Haus Jisraël? ist des Ewigen Spruch. Seht, wie Ton in des Töpfers Hand seid ihr in meiner Hand, Haus Jisraël.
19459#Jeremia,18,7#7. Bald spreche ich aus über ein Volk und ein Reich, es auszuroden und zu reuten und zu vernichten;
19460#Jeremia,18,8#8. kehrt aber dieses Volk, über das ich gesprochen, um von seiner Bosheit, so lasse ich michs des Unheils gereuen, das ich ihm anzutun gedachte.
19461#Jeremia,18,9#9. Bald aber spreche ich aus über ein Volk und ein Reich, es zu bauen und zu pflanzen;
19462#Jeremia,18,10#10. tut es aber, was böse ist in meinen Augen, indem es nicht auf meine Stimme hört, so lasse ich michs des Guten gereuen, womit ich ihm wohlzutun gedachte. -
19463#Jeremia,18,11#11. Nun aber, sprich doch zum Mann von Jehuda und an die Bewohner Jeruschalaims: So spricht der Ewige: Sieh, ich schaffe über euch Unheil und plane einen Plan gegen euch; kehrt doch um, jeder von seinem bösen Weg, und bessert euren Wandel und eure Taten.
19464#Jeremia,18,12#12. Sie aber sagen: Vergeblich! Sondern unseren Gedanken wollen wir nachgehn und jeder den Starrsinn seines bösen Herzens ausführen.
19465#Jeremia,18,13#13. Darum spricht so der Ewige: Fragt doch um bei den Völkern: / Wer hörte dergleichen? / Gar Schauervolles beging / die Maid Jisraël. /
19466#Jeremia,18,14#14. Verläßt den Fels des Gebirges / des Libanons Schnee? / Versiegen die fernen, die kühlen / die fließenden Wasser? /
19467#Jeremia,18,15#15. Doch mich vergaß mein Volk / sie räuchern dem Trug / das bracht auf ihren Wegen sie zu Fall / der Ewigkeit Bahnen / daß sie die Steige gehn / bahnloser Pfade /
19468#Jeremia,18,16#16. ihr Land zu machen zum Geschnaube / zu ewgem Gezisch; / allwer vorbeizieht, schnaubt / und schüttelt sein Haupt. /
19469#Jeremia,18,17#17. Dem Oststurm gleich zerstäub ich sie / vorm Feind her. / Seh sie den Nacken zeigend, nicht das Antlitz / am Tag ihres Sturzes.'
19470#Jeremia,18,18#18. Und sie sprachen: ,Auf, laßt uns gegen Jirmejahu Pläne schmieden! / Denn nimmer wird dem Priester Weisung ausgehn / dem Klugen Rat / und Rede dem Begeisteten! / Auf, schlagen wir ihn mit der Zunge / daß aller seiner Worte wir nicht achten!' /
19471#Jeremia,18,19#19. Horch, Ewiger, auf mich / und hör auf meiner Gegner Stimme! /
19472#Jeremia,18,20#20. Zahlt man für Gutes Böses / daß eine Grube meinem Leben sie gehöhlt! / Gedenk, wie ich vor dir stand / von ihnen gut zu reden / von ihnen deinen Grimm zu wenden! /
19473#Jeremia,18,21#21. Darum gib ihre Söhne preis dem Hunger / und stürze sie ins Schwert / daß ihre Fraun der Kinder sind beraubt, verwitwet / und ihre Männer hingewürgt im Tod / die Jünglinge im Kampf vom Schwert erschlagen. /
19474#Jeremia,18,22#22. Wehschrein erschallt aus ihren Häusern / bringst plötzlich du die Heerschar über sie / denn eine Grube haben sie gehöhlt, um mich zu fangen / und Schlingen sie verscharrt für meine Füße. /
19475#Jeremia,18,23#23. Du aber, Ewger, kennst / all ihre Todespläne gegen mich. / Vergib nicht ihre Schuld / und ihre Sünde lösche nicht vor dir. / Laß sie vor dir gestürzt erliegen / zu deines Zornes Zeit mach dich an sie!»
19476#Jeremia,19,1#1. So sprach der Ewige: «Geh und kaufe eine Flasche, vom Töpfer (gefertigt), (du) und einige der Ältesten des Volkes und der Ältesten der Priester,
19477#Jeremia,19,2#2. und geh hinaus ins Tal Ben-Hinnom, das am Eingang zum Scherbentor liegt, und rufe dort die Worte aus, die ich zu dir reden werde.
19478#Jeremia,19,3#3. Und sprich: Hört das Wort des Ewigen, Könige von Jehuda und Bewohner Jeruschalaims! So spricht der Ewige der Scharen, der Gott Jisraëls: Sieh, ich bringe Unheil über diese Stätte, daß jedem, der davon hört, die Ohren gellen sollen!
19479#Jeremia,19,4#4. Darum, weil sie mich verließen und diese Stätte verfremdeten und an ihr andern Göttern räucherten, die sie nicht gekannt, ihre Väter und die Könige von Jehuda, und diese Stätte füllten mit dem Blut Unschuldiger,
19480#Jeremia,19,5#5. und weil sie die Kultkammern des Baal bauten, um ihre Kinder im Feuer zu verbrennen als Hochopfer dem Baal - was ich nie geboten und nie gesprochen, und was mir nie in den Sinn gekommen ist.
19481#Jeremia,19,6#6. Darum, sieh, kommen Tage, ist des Ewigen Spruch, da wird man diese Stätte nicht mehr nennen: Das Tofet und Tal Ben-Hinnom, sondern: Tal des Würgens.
19482#Jeremia,19,7#7. Und ich werde den Rat Jehudas und Jeruschalaims herausleeren an dieser Stätte, und sie durchs Schwert fallen lassen vor ihren Feinden und durch die Hand derer, die ihnen nach dem Leben trachten, und ich werde ihr Aas dem Vogelvolk des Himmels und dem Getier der Erde zum Fraß preisgeben.
19483#Jeremia,19,8#8. Und ich werde diese Stadt zum Geschnaube und zum Gezisch machen; jeder, der an ihr vorbeizieht, wird schnauben und zischen ob all ihrer Wunden.
19484#Jeremia,19,9#9. Ich will sie verzehren lassen das Fleisch ihrer Söhne und das Fleisch ihrer Töchter, und jeder wird das Fleisch seines Nächsten essen, in Drängnis und Engnis, womit ihre Feinde und die, die ihnen nach dem Leben trachten, sie beengen.
19485#Jeremia,19,10#10. Dann zerbrich die Flasche vor den Augen der Männer, die mit dir gehen,
19486#Jeremia,19,11#11. und sprich zu ihnen: So spricht der Ewige der Scharen: So zerbreche ich dieses Volk und diese Stadt, wie man den Töpferkram zerbricht, daß er nie wieder heil werden kann! Und im Tofet wird man bestatten, weil kein Platz zum Bestatten sein wird.
19487#Jeremia,19,12#12. So will ich dieser Stätte tun, ist des Ewigen Spruch, und ihren Bewohnern, und diese Stadt dem Tofet gleichmachen.
19488#Jeremia,19,13#13. Dann werden die Häuser Jeruschalaims und die Häuser der Könige Jehudas wie die Stätte des Tofet sein, die unreinen, alle Häuser, auf deren Dächern sie allem Heer des Himmels räucherten und Gußopfer anderen Göttern spendeten.»
19489#Jeremia,19,14#14. Als nun Jirmejahu vom Tofet kam, wohin ihn der Ewige gesandt hatte, um zu weissagen, da trat er in den Hof des Hauses des Ewigen und sprach zu allem Volk:
19490#Jeremia,19,15#15. «So spricht der Ewige der Scharen, der Gott Jisraëls: Sieh, ich bringe über diese Stadt und über alle zu ihr gehörigen Städte all das Unheil, das ich über sie verkündet habe; denn sie haben ihren Nacken gesteift, nicht auf meine Worte zu hören.»
19491#Jeremia,20,1#1. Als aber der Priester Paschhur, der Sohn Immers - der war Oberaufseher im Haus des Ewigen - Jirmejahu diese Worte weissagen hörte,
19492#Jeremia,20,2#2. da schlug Paschhur Jirmejahu, den Gottbegeisteten, und tat ihn in das Kerkergewölbe, das im obern Binjamintor im Haus des Ewigen war.
19493#Jeremia,20,3#3. Es war aber am folgenden Tag, da ließ Paschhur Jirmejahu aus dem Kerkergewölbe heraus. Da sprach Jirmejahu zu ihm: «Nicht Paschhur nennt der Ewige deinen Namen, sondern: Schrecken ringsum.
19494#Jeremia,20,4#4. Denn so spricht der Ewige: Sieh, ich mache dich zum Schrecken dir und all deinen Freunden, und sie werden fallen durchs Schwert ihrer Feinde, da deine Augen es sehen, und ganz Jehuda gebe ich in die Hand des Königs von Babel; der wird sie nach Babel verschleppen und mit dem Schwert schlagen.
19495#Jeremia,20,5#5. Und ich gebe allen Reichtum dieser Stadt und all ihr Erarbeitetes und all ihren Prunk und alle Schätze der Könige Jehudas, gebe sie in die Hand ihrer Feinde, die sollen sie plündern und nehmen und nach Babel bringen.
19496#Jeremia,20,6#6. Du aber, Paschhur, und alle Bewohner dieses Hauses, ihr werdet in die Gefangenschaft gehen, nach Babel wirst du kommen, dort sterben und dort begraben werden, du und alle deine Freunde, denen du lügnerisch geweissagt hast!»
19497#Jeremia,20,7#7. «Verlocktest, Ewger, mich - / ich ließ mich locken / ergriffst mich, siegtest - / so ward ich zum Gelächter alletag / mein spottet alles. /
19498#Jeremia,20,8#8. Denn so ich rede, schrei ich / ruf Raub! Verheerung! / Ward ja des Ewgen Wort zu Schimpf / und Hohn mir alletag. /
19499#Jeremia,20,9#9. Sprach ich: ,Will sein nicht gedenken / nicht reden mehr in seinem Namen' - / so wards im Herzen mir wie brennend Feuer / verpreßt mir im Gebein / konnts in mich nicht schließen / vermocht es nicht! /
19500#Jeremia,20,10#10. Denn ich vernahm das Raunen Vieler / den Schrecken ringsumher: / ,Verkündets! Wollen wirs ihm künden!' / All meiner Freundschaft Leute / die auf mein Straucheln lauern: / ,Leicht läßt er sich bereden / daß wir ihm ankönnen / und unsre Rache an ihm nehmen!' /
19501#Jeremia,20,11#11. Der Ewge aber ist mit mir / wie gewaltiger Held; / drum werden meine Hetzer straucheln / und nicht ersiegen / sie werden arg zuschanden / da nichts sie erreichen / zu ewger Schmach, die nicht vergessen wird. /
19502#Jeremia,20,12#12. Du, Ewiger der Scharen / der prüft gerecht / schaut Herz und Nieren / laß deine Rache mich an ihnen sehn / denn dir hab meinen Streit ich offenbart. /
19503#Jeremia,20,13#13. Besingt den Ewgen, lobt den Ewigen / der rettet des Elenden Leben / aus der Hand der Bösen.
19504#Jeremia,20,14#14. Verflucht der Tag, da ich geboren / der Tag, da meine Mutter mich gebar, sei ungesegnet! /
19505#Jeremia,20,15#15. Verflucht der Mann, der meinem Vater Frohbotschaft brachte, sprach: / ,Geboren ist dir ein Sohn' / ihn so erfreute! /
19506#Jeremia,20,16#16. Es sei jener Mann / so wie die Städte, die der Ewge umgestürzt / sichs nicht geleidend. / Er höre Wehgeschrei am Morgen / Gelärm am Mittag! /
19507#Jeremia,20,17#17. Daß er vom Schoß mich nicht getötet! / Und wär die Mutter mir zum Grab / ihr Schoß ewig tragend!
19508#Jeremia,20,18#18. Warum denn kam ich aus dem Schoß hervor? / Um Mühsal zu erschaun und Kummer / daß schwinden in Schmach meine Tage!»
19509#Jeremia,21,1#1. Das Wort, das an Jirmejahu erging vom Ewigen, als der König Zidkijahu Paschhur, den Sohn Malkijas, und den Priester Zefanja, den Sohn Maasejas, zu ihm sandte mit den Worten:
19510#Jeremia,21,2#2. «Befrage doch für uns den Ewigen, denn Nebuchadrezzar, der König von Babel, bekriegt uns. Vielleicht wird der Ewige mit uns nach all seinen Wundertaten tun, daß er von uns abzieht?»
19511#Jeremia,21,3#3. Da sprach Jirmejahu zu ihnen: «So sollt ihr sprechen zu Zidkijahu:
19512#Jeremia,21,4#4. So spricht der Ewige, der Gott Jisraëls: Sieh, ich wende die Kriegswaffen in eurer Hand, womit ihr wider den König von Babel und die Kasdäer, die euch bedrängen, außerhalb der Mauer ankämpft, und hole sie herein in diese Stadt.
19513#Jeremia,21,5#5. Dann will ich gegen euch kämpfen mit ausgestreckter Hand und mit starkem Arm, und mit Zorn und Grimm und großer Wut.
19514#Jeremia,21,6#6. Und ich werde die Bewohner dieser Stadt schlagen, so Mensch wie Vieh, in einer großen Pest sollen sie sterben.
19515#Jeremia,21,7#7. Und danach, ist des Ewigen Spruch, gebe ich Zidkijahu, den König von Jehuda, seine Diener, das Volk und die in dieser Stadt von der Pest, vom Schwert und vom Hunger Übriggebliebenen in die Hand Nebuchadrezzars, des Königs von Babel, und in die Hand ihrer Feinde und in die Hand derer, die ihnen nach dem Leben trachten, und er wird sie schlagen, ins Schwert hinein, ohne Mitleid mit ihnen, ohne Schonung und ohne Erbarmen.
19516#Jeremia,21,8#8. Zu diesem Volk aber sprich: So spricht der Ewige: Seht, ich lege vor euch den Weg des Lebens und den Weg des Todes:
19517#Jeremia,21,9#9. Wer in dieser Stadt bleibt, wird durch Schwert, Hunger und Pest sterben; wer aber hinausgeht und zu den Kasdäern überläuft, die euch belagern, der wird am Leben bleiben, und sein Leben wird ihm zur Beute sein.
19518#Jeremia,21,10#10. Denn ich habe mein Antlitz gegen diese Stadt gesetzt zum Unheil und nicht zum Heil, ist des Ewigen Spruch. In die Hand des Königs von Babel wird sie gegeben werden, und er wird sie im Feuer verbrennen.
19519#Jeremia,21,11#11. Und zum Haus des Königs von Jehuda: Hört an des Ewigen Wort /
19520#Jeremia,21,12#12. Haus Dawids! / So spricht der Ewige: / Allmorgen übt Gericht / und rettet den Beraubten aus Bedrückers Hand / sonst fährt wie Feuer aus mein Grimm / und brennt, und keiner löscht / ob eurer Taten Bosheit.
19521#Jeremia,21,13#13. Ich will an dich, des Tales Sassin / des Felsens in der Ebene! / Ist des Ewigen Spruch. / Die ihr da denkt: / Wer könnt' herab zu uns? / Wer dringt in unsre Hausung? /
19522#Jeremia,21,14#14. Ich will es an euch ahnden / nach eurer Taten Frucht! / Ist des Ewigen Spruch. / Ich lege Feuer dann an ihren Wald / es frißt allum sie.
19523#Jeremia,22,1#1. So spricht der Ewige: Steig hinab in das Haus des Königs von Jehuda und rede dort dieses Wort
19524#Jeremia,22,2#2. und sprich: Höre das Wort des Ewigen, König von Jehuda, der du auf Dawids Thron sitzt, du und deine Diener und dein Volk, die durch diese Tore eingehn!
19525#Jeremia,22,3#3. So spricht der Ewige: Übt Recht und Gerechtigkeit, rettet den Beraubten aus des Bedrückers Hand, Fremdling, Waise und Witwe drückt nicht, beraubet nicht und unschuldig Blut vergießt nicht an dieser Stätte.
19526#Jeremia,22,4#4. Denn wenn ihr nach diesem Wort tut, dann werden in die Tore dieses Hauses Könige einziehen, die für Dawid auf seinem Thron sitzen, einherfahren mit Wagen und Rossen, er, seine Diener und sein Volk.
19527#Jeremia,22,5#5. Wenn ihr aber nicht auf diese Worte hört, so schwöre ich bei mir, ist des Ewigen Spruch, daß dieses Haus zur Wüstenei werden soll!
19528#Jeremia,22,6#6. Denn so spricht der Ewige über das Haus des Königs von Jehuda: Wie Gil'ad giltst du mir / des Libanon Gipfel. / Ob ich dich nicht zur Wüste mach / wie Städte, unbewohnt! /
19529#Jeremia,22,7#7. Verderber weih ich wider dich / den Mann und seine Waffen / die fällen deiner Zedern schönste / und werfen sie ins Feuer.
19530#Jeremia,22,8#8. Dann werden viele Völker an dieser Stadt vorbeiziehn und eins zum andern sprechen: ,Wofür hat der Ewige so dieser großen Stadt getan?'
19531#Jeremia,22,9#9. Und sie werden sagen: ,Dafür, daß sie den Bund des Ewigen, ihres Gottes, verließen und sich andern Göttern niederwarfen und ihnen dienten.'
19532#Jeremia,22,10#10. Beweint nicht den Toten / und klagt nicht um ihn! / Beweint den, der scheidet / denn nie kehrt er wieder / sein Geburtsland zu schauen!
19533#Jeremia,22,11#11. Denn so spricht der Ewige über Schallum, den Sohn Joschijahus, des Königs von Jehuda, der König wurde anstelle seines Vaters Joschijahu, der von diesem Ort hinauszog: Er kehrt nicht mehr dorthin zurück,
19534#Jeremia,22,12#12. sondern an dem Ort, wohin man ihn weggeführt hat, dort wird er sterben, und dieses Land wird er nicht mehr sehen!
19535#Jeremia,22,13#13. Weh, der sein Haus mit Unrecht baut / seine Söller mit Unbill / mit seinem Nächsten werkt umsonst / und seinen Lohn ihm nicht gibt! /
19536#Jeremia,22,14#14. Der spricht: / ,Ein Riesenhaus erbau ich / mit räumigen Söllern / brech Fenster dran / bälk es mit Zedern / bemal es mit Rotstein.'
19537#Jeremia,22,15#15. Bist so du König, daß du in Zedern wetteiferst? Gewiß, dein Vater, der aß und trank - er übte Recht und Gerechtigkeit, da war ihm wohl!
19538#Jeremia,22,16#16. Er sprach dem Armen und Elenden Recht, da ging es wohl! Heißt nicht das mich kennen? ist des Ewigen Spruch.
19539#Jeremia,22,17#17. Doch dir stehen Augen und Herz auf nichts als auf deinen Gewinn und darauf, unschuldig Blut zu vergießen und Druck und Erpressung zu üben.
19540#Jeremia,22,18#18. Darum spricht der Ewige so über Jehojakim, den Sohn Joschijahus, den König von Jehuda: Man wird um ihn nicht klagen: ,Ach Bruder!' und ,Ach Schwester!', nicht um ihn klagen ,Ach Herr!' und ,Ach Hoheit!'
19541#Jeremia,22,19#19. Wie einen Esel man vergräbt, wird er verscharrt, gezerrt und hingeworfen weit fort vor den Toren Jeruschalaims!
19542#Jeremia,22,20#20. Ersteig den Libanon und schrei / laß schallen im Baschan / von Abarim schrei, weil zerbrochen / all deine Liebsten! /
19543#Jeremia,22,21#21. Ich sprach zu dir, als es dir wohlging; / du sagtest: ,Ich hör nicht!' / Das war von jung auf deine Weise / daß du auf mich nicht hörtest. /
19544#Jeremia,22,22#22. All deine Führer führt der Wind fort / und deine Liebsten gehn gefangen. / Ja, dann kommst du in Schmach und Schanden / ob all deiner Bosheit. /
19545#Jeremia,22,23#23. Des Libanons Sassin / auf Zedern genistet / wie mitleidswert, da Wehen dir kommen / der Gebärenden Zittern!
19546#Jeremia,22,24#24. Ich lebe! ist des Ewigen Spruch: Wäre auch Konjahu, der Sohn Jehojakims, des Königs von Jehuda, ein Siegelring an meiner rechten Hand, wollt auch von da ich dich reißen
19547#Jeremia,22,25#25. und dich in die Hand derer geben, die dir nach dem Leben trachten, und in die Hand derer, vor denen dir graut, und in Nebuchadrezzars Hand, des Königs von Babel, und in die Hand der Kasdäer.
19548#Jeremia,22,26#26. Und ich schleudere dich und deine Mutter, die dich geboren, in anderes Land, darin ihr nicht geboren wurdet, und dort sollt ihr sterben.
19549#Jeremia,22,27#27. Aber in das Land, in das zurückzukehren sie ihre Seele richten, dorthin werden sie nicht zurückkehren.
19550#Jeremia,22,28#28. Ist ein verworfen, zerschlagen Gebild / der Mann Konjahu / ein Ding, das keiner will? / Warum ward fortgeschleudert / er und sein Same / geworfen in ein Land / das sie nicht kannten?
19551#Jeremia,22,29#29. Land, Land, Land! Höre das Wort des Ewigen!
19552#Jeremia,22,30#30. So spricht der Ewige: Schreibt ausgerodet diesen Menschen an / als Mann, dem Zeit des Lebens nichts gelingt / denn nicht vollbringts von seinem Samen / ein Mann, auf Dawids Thron zu sitzen / und Herrscher in Jehuda mehr zu sein.
19553#Jeremia,23,1#1. Weh, Hirten / die verlaufen lassen und zerstreun / die Schafe meiner Hut! / Ist des Ewigen Spruch.
19554#Jeremia,23,2#2. Darum spricht so der Ewige, Jisraëls Gott, über die Hirten, die mein Volk weiden: Ihr habt meine Schafe zerstreut und versprengt und sie nicht aufgesucht - so will ich an euch heimsuchen die Bosheit eurer Taten! ist des Ewigen Spruch.
19555#Jeremia,23,3#3. Dann will ich den Rest meiner Schafe sammeln aus all den Ländern, dahin ich sie versprengt habe, und sie zurückführen zu ihrer Trift, und sie werden fruchten und sich mehren.
19556#Jeremia,23,4#4. Und ich werde Hirten über sie bestellen, die sie weiden sollen, und sie werden nicht mehr fürchten noch erschrecken noch vermißt werden! ist des Ewigen Spruch.
19557#Jeremia,23,5#5. Sieh, Tage kommen, ist des Ewigen Spruch, da will ich Dawid erstehen lassen einen gerechten Sproß, der wird als König herrschen und weise handeln und Recht und Gerechtigkeit üben im Land.
19558#Jeremia,23,6#6. In seinen Tagen wird Jehuda Hilfe werden und Jisraël in Sicherheit wohnen. Und dies ist der Name, mit dem man ihn nennen wird: ,Der Ewige ist unsere Gerechtigkeit.' -
19559#Jeremia,23,7#7. Darum, sieh, kommen Tage, ist des Ewigen Spruch, da wird man nicht mehr sagen: ,Es lebt der Ewige, der die Kinder Jisraël aus dem Land Mizraim heraufgeführt hat',
19560#Jeremia,23,8#8. sondern: ,Es lebt der Ewige, der heraufgeführt und gebracht hat den Samen des Hauses Jisraël aus dem Land des Nordens und aus all den Ländern, wohin ich sie versprengt habe, daß sie auf ihrem Boden wohnen.'»
19561#Jeremia,23,9#9. Betreffs der Begeisteten: «Gebrochen ist mein Herz in mir / es bebt all mein Gebein / ward wie ein trunkner Mensch / ein Mann, den Wein überströmt / vor des Ewigen Antlitz / und seinen heilgen Worten. /
19562#Jeremia,23,10#10. Von Ehebrechern voll ist ja das Land - / denn vor dem Fluche kümmert hin das Land / erdorren die Auen der Trift. / Ihr Tummeln, böse war es / ihr Siegen: Unrecht. /
19563#Jeremia,23,11#11. Denn Gottbegeisteter wie Priester freveln / in meinem Haus selbst fand ich ihre Bosheit / ist des Ewigen Spruch. /
19564#Jeremia,23,12#12. Drum werde ihnen ihr Weg / wie Glattfels im Dunkel / sie stoßen sich und fallen drein. / Denn Unheil bring ich über sie / das Jahr ihrer Ahndung! Ist des Ewigen Spruch.
19565#Jeremia,23,13#13. Auch bei den Begeisteten Schomerons sah ich (Verstreichen mit) Spucke: Sie weissagten durch den Baal und führten mein Volk Jisraël irre.
19566#Jeremia,23,14#14. Doch bei Jeruschalaims Begeisteten sah ich Grauenvolles: Ehebruch, Wandeln im Lug, und daß sie der Übeltäter Hände festigten, daß sie nicht umkehrten, jeglicher von seiner Bosheit. Sie wurden mir alle wie Sedom, und ihre Bewohner wie Amora.
19567#Jeremia,23,15#15. Darum spricht so der Ewige der Scharen über die Begeisteten: Sieh, ich gebe ihnen Fluchkraut zu essen und Giftwasser zu trinken, denn von Jeruschalaims Begeisteten ist Verruchtheit ausgegangen über das ganze Land.
19568#Jeremia,23,16#16. So spricht der Ewige der Scharen: Hört nicht auf die Worte der Begeisteten, die euch weissagen! Sie narren euch nur! Ihres Herzens Schau künden sie und nicht aus des Ewigen Mund!
19569#Jeremia,23,17#17. Da sprechen sie zu meinen Verächtern: ,Der Ewige hat geredet: Friede wird euch sein!' Und jedem, der in seines Herzens Starrheit wandelt, dem sagen sie: ,Nichts Böses kommt über euch!'
19570#Jeremia,23,18#18. Denn wer stand in des Ewigen Rat und schaute und hörte sein Wort? Wer lauschte seinem Wort und hörte es?
19571#Jeremia,23,19#19. Sieh, der Wetterwind des Ewigen bricht grimmig los und drohender Sturm; auf der Frevler Haupt fährt er herab.
19572#Jeremia,23,20#20. Nicht wird der Zorn des Ewigen umkehren, bis er ausgeführt und vollbracht hat das Trachten seines Herzens. In späten Tagen werdet ihr des inne.
19573#Jeremia,23,21#21. Nicht sandt ich die Begeisteten - / doch sie, sie liefen! / Nicht redet ich zu ihnen - / doch sie weissagten! /
19574#Jeremia,23,22#22. Wenn drum in meinem Rat sie standen / so sollten meinem Volk sie meine Worte künden / fort sie vom bösen Wege wenden / vom Arg ihrer Taten. /
19575#Jeremia,23,23#23. Bin ich ein Gott nur nahhin / ist des Ewigen Spruch / und nicht auch fernhin Gott? /
19576#Jeremia,23,24#24. Verbärg ein Mann sich im Verborgensten / und säh ich ihn nicht? / Ist des Ewigen Spruch. / Füll ich den Himmel und die Erde nicht? / Ist des Ewigen Spruch.
19577#Jeremia,23,25#25. Ich habs gehört, wie die Begeisteten, die in meinem Namen Lug weissagen, sprechen: ,Ich träumte, ich träumte!'
19578#Jeremia,23,26#26. Bis wann? Steht das im Herzen der Begeisteten, die Lug weissagen, der Begeisteten aus ihres Herzens Trug,
19579#Jeremia,23,27#27. daß sie denken, mein Volk meinen Namen vergessen zu machen durch ihre Träume, die sie einander erzählen, wie ihre Väter meinen Namen über dem Baal vergaßen?
19580#Jeremia,23,28#28. Der Begeistete, dem ein Traum geworden, erzähle den Traum; doch wem mein Wort geworden, der rede mein wahrhaft Wort! Was soll das Stroh beim Korn? ist des Ewigen Spruch.
19581#Jeremia,23,29#29. Ist so nicht mein Wort: Wie Feuer, ist des Ewigen Spruch, und wie der Hammer, der den Felsen trümmert?
19582#Jeremia,23,30#30. Darum, sieh, will ich an die Begeisteten, ist des Ewigen Spruch, die meine Worte stehlen einer von dem andern!
19583#Jeremia,23,31#31. Ja, ich will an die Begeisteten, ist des Ewigen Spruch, die ihre Zunge glätten und sprechen: (Gottes) Spruch!
19584#Jeremia,23,32#32. Sieh, ich will an sie, die mit Lügenträumen weissagen, ist des Ewigen Spruch, und sie erzählen und mein Volk irreführen mit ihren Lügen und Prahlereien - wo ich doch sie nicht gesandt und nicht entboten - und Nutzen diesem Volk nicht bringen! ist des Ewigen Spruch.
19585#Jeremia,23,33#33. Wenn dich aber dieses Volk oder der Begeistete oder Priester fragt und spricht: ,Was ist der Ausspruch-1- des Ewigen?' so sprich zu ihnen: ,Was, der Anspruch-2-? Ich will euch fahren lassen! ist des Ewigen Spruch.' -1) -+Massa-.   2) -+massa, maschscha-.++
19586#Jeremia,23,34#34. Begeisteter und Priester aber, und Volk, das sagt: ,Ausspruch des Ewigen', an jenem Mann und seinem Haus will ich es ahnden!
19587#Jeremia,23,35#35. So sollt ihr sprechen einer zum andern und jeder zum Bruder: ,Was hat der Ewige geantwortet', und: ,Was hat der Ewige geredet?'
19588#Jeremia,23,36#36. Aber ,Ausspruch des Ewigen' sollt ihr nicht mehr erwähnen, denn ,Anspruch' ist für jedermann die ihm eigene Sache. So hättet ihr die Worte des lebendigen Gottes verdreht, des Ewigen der Scharen, unseres Gottes.
19589#Jeremia,23,37#37. So sollst du zum Begeisteten sprechen: ,Was hat dir der Ewige geantwortet', und: ,Was hat der Ewige geredet?'
19590#Jeremia,23,38#38. Wenn ihr aber ,Ausspruch des Ewigen' sagt - darum spricht der Ewige also: Weil ihr dieses Wort sagt: ,Anspruch des Ewigen', wo ich zu euch entsandt und gesprochen: Ihr sollt nicht sagen: ,Anspruch des Ewigen!',
19591#Jeremia,23,39#39. darum, sieh, will ich euch als Schuldanspruch behandeln und euch fahren lassen, euch und die Stadt, die ich euch und euren Vätern gegeben habe, aus meinem Angesicht!
19592#Jeremia,23,40#40. Und ich lege auf euch ewigen Schimpf und ewige Schande, die nie vergessen wird!»
19593#Jeremia,24,1#1. «Schauen ließ mich der Ewige: Sieh, da waren zwei Körbe Feigen bereitgestellt vor dem Tempel des Ewigen - nachdem Nebuchadrezzar, der König von Babel, Jechonjahu, den Sohn Jehojakims, des Königs von Jehuda, und die Obersten Jehudas und Schmied und Schlosser aus Jeruschalaim fortgeführt und nach Babel gebracht hatte. -
19594#Jeremia,24,2#2. Der eine Korb mit sehr guten Feigen wie die Feigen der Frühreife und der andere Korb sehr schlechte Feigen, die man, weil sie so schlecht, nicht essen konnte.
19595#Jeremia,24,3#3. Dann sprach der Ewige zu mir: ,Was siehst du, Jirmejahu?' Und ich sprach: ,Feigen! Die guten Feigen sind sehr gut, die schlechten aber sehr schlecht, daß man sie, weil sie so schlecht sind, nicht essen kann.'
19596#Jeremia,24,4#4. Da erging an mich das Wort des Ewigen, besagend:
19597#Jeremia,24,5#5. ,So spricht der Ewige, der Gott Jisraëls: Wie diese guten Feigen, so kennzeichne ich die Deportierten Jehudas, die ich von diesem Ort ins Land der Kasdäer habe ziehen lassen, zum Guten.
19598#Jeremia,24,6#6. Und ich richte mein Auge auf sie zum Guten, führ sie heim in dieses Land, bau sie auf und reiß nicht ein, und pflanze sie und reiße nimmer aus.
19599#Jeremia,24,7#7. Und ich gebe ihnen ein Herz, mich zu erkennen, daß ich der Ewige bin. Und sie sollen mir Volk sein, und ich ihnen Gott, wenn sie mit ihrem ganzen Herzen zu mir zurückkehren.
19600#Jeremia,24,8#8. Aber wie die schlechten Feigen, die, weil sie so schlecht sind, nicht gegessen werden können, so spricht der Ewige, so will ich Zidkijahu, den König von Jehuda, machen, seine Obersten und den Überrest Jeruschalaims, die in diesem Land zurückbleiben und die im Land Mizraim wohnen.
19601#Jeremia,24,9#9. Und ich will sie zum Schauder, zum Unheil machen für alle Königreiche der Erde, zum Schimpf und zum Gleichnis, zum Gerede und zum Fluch an allen Orten, wohin ich sie verstoße.
19602#Jeremia,24,10#10. Und ich entsende gegen sie das Schwert, den Hunger und die Pest, bis sie von dem Boden getilgt sind, den ich ihnen und ihren Vätern gegeben habe.»
19603#Jeremia,25,1#1. Das Wort, das an Jirmejahu erging über alles Volk Jehudas im vierten Jahr Jehojakims, des Sohnes Joschijahus, des Königs von Jehuda, das ist das erste Jahr Nebuchadrezzars, des Königs von Babel,
19604#Jeremia,25,2#2. das Jirmejahu, der Gottbegeistete, redete zu allem Volk Jehudas und zu allen Bewohnern Jeruschalaims, sprechend:
19605#Jeremia,25,3#3. «Seit dem dreizehnten Jahr Joschijahus, des Sohnes Amons, des Königs von Jehuda, bis zu diesem Tag, seit dreiundzwanzig Jahren erging das Wort des Ewigen an mich, und ich redete zu euch allmorgen wieder, ihr aber hörtet nicht.
19606#Jeremia,25,4#4. Und der Ewige sandte zu euch alle seine Diener, die Gottbegeisteten, allmorgen wieder - ihr aber hörtet nicht und neigtet nicht euer Ohr zu hören -
19607#Jeremia,25,5#5. sprechend: ,Kehrt doch um, jeder von seinem bösen Weg und von der Bosheit eurer Taten, daß ihr wohnen bleibt auf dem Boden, den der Ewige euch und euren Vätern gegeben, von Ewigkeit zu Ewigkeit.
19608#Jeremia,25,6#6. Und wandelt nicht anderen Göttern nach, ihnen zu dienen und euch vor ihnen niederzuwerfen, und kränkt mich nicht durch eurer Hände Werk, daß ich euch nichts Böses tue.'
19609#Jeremia,25,7#7. Aber ihr hörtet nicht auf mich, ist des Ewigen Spruch, um mich zu kränken durch eurer Hände Werk, euch zum Unheil.
19610#Jeremia,25,8#8. Darum spricht so der Ewige der Scharen: Weil ihr meine Worte nicht gehört,
19611#Jeremia,25,9#9. sieh, sende ich hin und hole herbei alle Geschlechter des Nordens, ist des Ewigen Spruch, und zu Nebuchadrezzar, dem König von Babel, meinem Knecht, und bringe sie über dieses Land und seine Bewohner und über all diese Völker ringsumher und banne sie und mache sie zum Geschnaube und Gezisch und zu Wüsteneien auf ewig,
19612#Jeremia,25,10#10. und ich tilge aus ihnen den Schall des Jubels und der Freude, den Schall von Bräutigam und Braut, den Schall der Mühle und der Lampe Licht.
19613#Jeremia,25,11#11. Da wird dieses ganze Land zu Wüstenei und Öde werden, und diese Völker werden dem König von Babel dienen, siebzig Jahre.
19614#Jeremia,25,12#12. Und es soll sein, wenn die siebzig Jahre voll sind, dann werde ich an dem König von Babel und an jenem Volk, ist des Ewigen Spruch, ihre Schuld heimsuchen und am Land der Kasdäer, und werde es zu ewiger Einöde machen,
19615#Jeremia,25,13#13. und ich lasse über jenes Land eintreffen alle meine Worte, die ich darüber geredet habe, alles was in diesem Buch niedergeschrieben ist, was Jirmejahu über alle Völker geweissagt hat.
19616#Jeremia,25,14#14. Denn auch sie nehmen viele Völker und große Könige zu Knechten, so will ich ihnen heimzahlen nach ihrem Tun und nach ihrer Hände Werk.»
19617#Jeremia,25,15#15. «Denn so sprach der Ewige, der Gott Jisraëls, zu mir: ,Nimm diesen Becher Zorneswein aus meiner Hand und gib ihn allen Völkern zu trinken, zu denen ich dich sende,
19618#Jeremia,25,16#16. daß sie trinken und toben und rasen vor dem Schwert, das ich unter sie sende.'
19619#Jeremia,25,17#17. Da nahm ich den Becher aus der Hand des Ewigen und gab allen Völkern zu trinken, zu denen mich der Ewige gesandt hatte:
19620#Jeremia,25,18#18. Jeruschalaim und den Städten Jehudas, ihren Königen und Oberen, sie zu Wüstenei und Einöde, zum Gezisch und Fluch zu machen - wie dies heute ist,
19621#Jeremia,25,19#19. Par'o, dem König von Mizraim, seinen Dienern, seinen Oberen und all seinem Volk
19622#Jeremia,25,20#20. und der ganzen Steppenniederung und allen Königen des Landes Uz, und allen Königen des Pelischtäerlandes, Aschkelon, Asa, Ekron und dem Rest von Aschdod;
19623#Jeremia,25,21#21. Edom, Moab, und den Söhnen Ammons.
19624#Jeremia,25,22#22. Und allen Königen von Zor und allen Königen von Zidon und allen Königen des Seelands jenseits des Meeres;
19625#Jeremia,25,23#23. Dedan, Tema, Bus und allen Schläfengelockten.
19626#Jeremia,25,24#24. Allen Königen Arabiens und allen Königen der Steppenniederung, die die Wüste bewohnen.
19627#Jeremia,25,25#25. Allen Königen der Simriter, allen Königen Elams und allen Königen Madais,
19628#Jeremia,25,26#26. und allen Königen des Nordens, einander nah und fern, und allen den Königreichen der Welt auf der Erde Fläche - aber der König (von) Scheschach-1- soll nach ihnen trinken. -1) Babel.+ +
19629#Jeremia,25,27#27. Und sprich zu ihnen: So spricht der Ewige der Scharen, der Gott Jisraëls: Trinkt, werdet trunken, speit und fallt und steht nicht auf - vor dem Schwert, das ich unter euch sende.
19630#Jeremia,25,28#28. Geschieht es aber, daß sie sich weigern, den Becher aus deiner Hand zu nehmen um zu trinken, so sprich zu ihnen: So spricht der Ewige der Scharen: Ihr müßt trinken!
19631#Jeremia,25,29#29. Denn sieh, bei der Stadt, über der mein Name genannt wird, hebe ich an Unheil anzurichten - und ihr wollt frei ausgehn? Nimmer sollt ihr frei ausgehn! Denn das Schwert rufe ich auf gegen alle Bewohner des Landes, ist der Spruch des Ewigen der Scharen.
19632#Jeremia,25,30#30. Du aber weissage ihnen alle diese Worte und sprich zu ihnen: Der Ewge, aus der Höhe brüllt er / von seiner heilgen Wohnstatt läßt ers hallen / brüllt laut hin über seine Aue / Hedad! wie die Kelterer ruft er / ob allen Bewohnern der Erde. /
19633#Jeremia,25,31#31. Es dringt das Tosen zu der Erde Ende / denn Rechtsstreit hat der Ewge mit den Völkern / hält ab Gericht mit allem Fleisch / die Frevler gibt dem Schwert er preis! / Ist des Ewigen Spruch.
19634#Jeremia,25,32#32. So spricht der Ewige der Scharen: Sieh, Unheil geht aus / von Volk zu Volk / gewaltger Sturm bricht los / von der Erde Fernen.
19635#Jeremia,25,33#33. Da werden vom Ewigen Erschlagene sein an jenem Tag von einem Ende der Erde bis zu dem andern. Sie werden nicht beklagt, nicht eingetan und nicht bestattet werden, zum Dünger auf dem Ackerboden sollen sie werden.
19636#Jeremia,25,34#34. O heult, ihr Hirten, und schreit / und wälzet euch, der Schafe Hirten! / Denn voll ist eure Zeit zum Schlachten / zersprengt, zerfallet ihr wie köstlich Ding. /
19637#Jeremia,25,35#35. Verloren ist die Zuflucht da den Hirten / und ein Entrinnen für der Schafe Hüter! /
19638#Jeremia,25,36#36. Horch auf! Geschrei der Hirten / und Heulen von der Schafe Hütern / denn der Ewge verheert ihre Hut. /
19639#Jeremia,25,37#37. Stumm werden die Auen des Friedens / vor der Glut im Antlitz des Ewgen. /
19640#Jeremia,25,38#38. Er verläßt wie ein Leu sein Versteck / denn ihr Land ist zur Einöde worden / vor des Drängers Wut / und vor der Glut in seinem Antlitz.»
19641#Jeremia,26,1#1. Im Anfang der Regierung Jehojakims, des Sohnes Joschijahus, des Königs von Jehuda, erging folgendes Wort vom Ewigen, besagend:
19642#Jeremia,26,2#2. «So spricht der Ewige: Tritt in den Hof des Hauses des Ewigen und rede zu allen Städten Jehudas, die kommen, um sich niederzuwerfen im Haus des Ewigen, alle die Worte, die ich dir befohlen, zu ihnen zu reden. Nimm kein Wort davon!
19643#Jeremia,26,3#3. Vielleicht werden sie hören und umkehren, jeder von seinem bösen Weg, daß ich michs gereuen lasse des Bösen, das ich ihnen zu tun gedenke wegen der Bosheit ihrer Taten.
19644#Jeremia,26,4#4. Und sprich zu ihnen: So spricht der Ewige: Wenn ihr nicht auf mich hört, daß ihr nach meiner Weisung wandelt, die ich euch vorgelegt habe,
19645#Jeremia,26,5#5. daß ihr hört auf die Worte meiner Knechte, der Gottbegeisteten, die ich zu euch sende, allmorgen wieder, ohne daß ihr hört:
19646#Jeremia,26,6#6. Dann will ich dieses Haus gleich Schilo machen, und diese Stadt zum Fluch setzen für alle Völker der Erde.»
19647#Jeremia,26,7#7. Da hörten die Priester und Begeisteten und alles Volk Jirmejahu diese Worte im Haus des Ewigen reden.
19648#Jeremia,26,8#8. Und es war nun, als Jirmejahu zuende war zu reden, alles was ihm der Ewige befohlen hatte, zu allem Volk zu reden, da ergriffen ihn die Priester, Begeisteten und alles Volk und sprachen: «Sterben mußt du!
19649#Jeremia,26,9#9. Warum weissagst du im Namen des Ewigen und sprichst: Wie Schilo wird dieses Haus werden, und diese Stadt wüst sein ohne Bewohner!» Und alles Volk rottete sich gegen Jirmejahu im Haus des Ewigen zusammen.
19650#Jeremia,26,10#10. Als aber die Obersten Jehudas von diesen Dingen hörten, stiegen sie vom Haus des Königs ins Haus des Ewigen hinauf und saßen nieder im Eingang des neuen Tores des Ewigen.
19651#Jeremia,26,11#11. Da sprachen die Priester und Begeisteten zu den Obersten und zu allem Volk: «Todesurteil gebührt diesem Mann, weil er über diese Stadt weissagte, wie ihr es mit euren Ohren gehört habt!»
19652#Jeremia,26,12#12. Da sprach Jirmejahu zu allen Obersten und zu allem Volk: «Der Ewige hat mich gesandt, über dieses Haus und diese Stadt all die Worte, die ihr gehört habt, zu weissagen.
19653#Jeremia,26,13#13. Nun aber: Bessert euer Wandeln und euer Handeln und hört auf die Stimme des Ewigen, eures Gottes, dann wird der Ewige sichs des Bösen gereuen lassen, das er über euch geredet hat.
19654#Jeremia,26,14#14. Ich aber, hier bin ich in eurer Hand, tut mir, wie es gut und recht ist in euren Augen!
19655#Jeremia,26,15#15. Nur wißt, daß, wenn ihr mich tötet, ihr unschuldig Blut auf euch und diese Stadt und ihre Bewohner bringt. Denn in Wahrheit hat mich der Ewige gegen euch gesandt, vor euren Ohren alle diese Worte zu sprechen.»
19656#Jeremia,26,16#16. Da sagten die Obersten und alles Volk zu den Priestern und Gottbegeisteten: «Es trifft diesen Mann kein Todesurteil, denn im Namen des Ewigen, unseres Gottes, hat er zu uns geredet.»
19657#Jeremia,26,17#17. Und es traten Männer auf von den Ältesten des Landes, die sprachen zu dem ganzen versammelten Volk:
19658#Jeremia,26,18#18. «Micha aus Moreschet weissagte in den Tagen Hiskijahus, des Königs von Jehuda, und sprach zum ganzen Volk Jehuda: ,So spricht der Ewige der Scharen: Zijon wird als Feld gepflügt / Jeruschalaim zu Trümmern werden / der Tempelberg zu Waldesgrund!'
19659#Jeremia,26,19#19. Hat ihn etwa Hiskijahu, der König von Jehuda, und ganz Jehuda getötet? Hat er nicht vielmehr den Ewigen gefürchtet und des Ewigen Antlitz beschwichtigt, daß der Ewige sichs des Bösen gereuen ließ, das er über sie geredet hatte? Wir aber würden da uns selbst großen Schaden antun!»
19660#Jeremia,26,20#20. Auch noch ein Mann weissagte da im Namen des Ewigen, Urijahu, der Sohn Schema'jahus aus Kirjat-ha-Jearim; und er weissagte über diese Stadt und dieses Land ganz nach den Worten Jirmejahus.
19661#Jeremia,26,21#21. Als aber der König Jehojakim und alle seine Helden und alle die Obersten seine Worte hörten, suchte der König ihn zu töten. Das hörte Urijahu, fürchtete sich, entfloh und kam nach Mizraim.
19662#Jeremia,26,22#22. Dann schickte der König Jehojakim Leute nach Mizraim, Elnatan, den Sohn Achbors, und Leute mit ihm, nach Mizraim.
19663#Jeremia,26,23#23. Und sie holten Urijahu aus Mizraim und brachten ihn zum König Jehojakim; der erschlug ihn mit dem Schwert und warf seinen Leichnam an die Gräber der Leute aus dem Volk.
19664#Jeremia,26,24#24. Jedoch die Hand Ahikams, des Sohnes Schafans, war mit Jirmejahu, daß man ihn nicht in die Hand des Volkes gab, ihn zu töten.
19665#Jeremia,27,1#1. Im Anfang der Regierung Jehojakims, des Sohnes Joschijahus, des Königs von Jehuda, erging dieses Wort an Jirmejahu vom Ewigen, besagend:
19666#Jeremia,27,2#2. «So sprach der Ewige zu mir: Mach dir Stricke und Jochstangen und tu sie an deinen Hals.
19667#Jeremia,27,3#3. Und entsende es an den König von Edom, den König von Moab, den König der Söhne Ammons, den König von Zor und den König von Zidon durch Gesandte, die nach Jeruschalaim zu Zidkijahu, dem König von Jehuda, kommen.
19668#Jeremia,27,4#4. Und entbiete sie an ihre Herren, zu sprechen: So spricht der Ewige der Scharen, der Gott Jisraëls: So sprecht zu euren Herren:
19669#Jeremia,27,5#5. Ich habe die Erde gemacht und Mensch und Vieh auf der Erde Fläche, durch meine große Kraft und mit meinem ausgestreckten Arm, und sie dem gegeben, der in meinen Augen recht war.
19670#Jeremia,27,6#6. Nunmehr habe ich alle diese Länder in die Hand Nebuchadnezzars, des Königs von Babel, meines Knechtes, gegeben, und selbst das Getier des Feldes habe ich ihm gegeben, daß es ihm diene.
19671#Jeremia,27,7#7. Dienen sollen alle Völker ihm und seinem Sohn und seines Sohnes Sohn, bis daß die Zeit auch für sein Land kommt, daß ihn sich dienstbar machen viele Völker und große Reiche.
19672#Jeremia,27,8#8. So soll es sein: Das Volk und das Reich, das ihm, Nebuchadnezzar, dem König von Babel, nicht dient und seinen Hals in das Joch des Königs von Babel nicht fügt, mit Schwert, Hunger und Pest will ich es ahnden an diesem Volk, ist des Ewigen Spruch, bis ich sie durch seine Hand vertilgt habe.
19673#Jeremia,27,9#9. Ihr aber, hört nicht auf eure Begeisteten, auf eure Wahrsager, auf eure Träume, auf eure Wolkendeuter und auf eure Zauberer, die zu euch sprechen: ,Ihr sollt dem König von Babel nicht dienen!'
19674#Jeremia,27,10#10. Denn Lüge weissagen sie euch, um euch von eurem Boden zu entfernen, daß ich euch verstoße, und ihr zugrundegeht.
19675#Jeremia,27,11#11. Das Volk aber, das seinen Hals ins Joch des Königs von Babel fügt und ihm dient, das will ich auf seinem Boden belassen, ist des Ewigen Spruch, daß es ihn bestelle und darauf wohnen bleibe.»
19676#Jeremia,27,12#12. «Und zu Zidkija, dem König von Jehuda, redete ich gemäß all diesen Worten und sprach: ,Fügt euren Hals in das Joch des Königs von Babel und dient ihm und seinem Volk, damit ihr lebt!
19677#Jeremia,27,13#13. Warum wollt ihr sterben, du und dein Volk, durch Schwert, Hunger und Pest, wie der Ewige von dem Volk verkündet hat, das dem König von Babel nicht dienen will?
19678#Jeremia,27,14#14. Hört nicht auf die Worte der Begeisteten, die zu euch sprechen: Ihr sollt dem König von Babel nicht dienen! Denn Lüge weissagen sie euch.
19679#Jeremia,27,15#15. Denn ich habe sie nicht gesandt, ist des Ewigen Spruch, und sie weissagen in meinem Namen lügnerisch, damit ich euch verstoße und ihr zugrundegeht, ihr mitsamt den Begeisteten, die euch weissagen.'
19680#Jeremia,27,16#16. Und zu den Priestern und zu all diesem Volk redete ich und sprach: ,So spricht der Ewige: Hört nicht auf die Worte eurer Begeisteten, die euch weissagen und sprechen: Sieh, die Geräte des Hauses des Ewigen werden zurückgebracht von Babel, jetzt bald! Denn Lüge weissagen sie euch.
19681#Jeremia,27,17#17. Hört nicht auf sie! Dient dem König von Babel, damit ihr lebt! Warum soll diese Stadt zu Wüstenei werden?
19682#Jeremia,27,18#18. Wenn sie denn Gottbegeistete sind, und wenn des Ewigen Wort bei ihnen ist, dann mögen sie doch den Ewigen der Scharen angehn, daß die Geräte, die noch geblieben sind im Haus des Ewigen, im Palast des Königs von Jehuda und in Jeruschalaim, nicht nach Babel kommen.
19683#Jeremia,27,19#19. Denn so spricht der Ewige der Scharen von den Säulen und von dem ,Meer' und von den Fahrgestellen und vom Rest der Geräte, die übriggeblieben in dieser Stadt,
19684#Jeremia,27,20#20. die Nebuchadnezzar, der König von Babel, nicht genommen, als er Jechonja, den Sohn Jehojakims, den König von Jehuda, von Jeruschalaim nach Babel fortführte, sowie alle Edlen von Jehuda und Jeruschalaim:
19685#Jeremia,27,21#21. Denn so spricht der Ewige der Scharen, der Gott Jisraëls, über die Geräte, die übriggeblieben im Haus des Ewigen und im Haus des Königs von Jehuda und Jeruschalaim:
19686#Jeremia,27,22#22. Nach Babel werden sie gebracht werden und dort werden sie sein bis zu dem Tag, da ich ihrer gedenke, ist des Ewigen Spruch, und sie hinaufbringe und zurückführe an diese Stätte.'
19687#Jeremia,28,1#1. Es war nun in jenem Jahr, im Anfang der Regierung Zidkijas, des Königs von Jehuda, im vierten Jahr, im fünften Monat, da sprach zu mir Hananja, der Begeistete, der Sohn Asurs aus Gib'on, im Haus des Ewigen, angesichts der Priester und des ganzen Volkes:
19688#Jeremia,28,2#2. ,So spricht der Ewige der Scharen, der Gott Jisraëls: Ich habe zerbrochen das Joch des Königs von Babel.
19689#Jeremia,28,3#3. In noch zweier Jahre Frist bringe ich zurück an diese Stätte alle Geräte des Hauses des Ewigen, die Nebuchadnezzar, der König von Babel, von dieser Stätte genommen und nach Babel gebracht hat.
19690#Jeremia,28,4#4. Und Jechonja, den Sohn Jehojakims, den König von Jehuda, und all die Deportierten Jehudas, die nach Babel gekommen sind, bringe ich zurück an diese Stätte, ist des Ewigen Spruch. Denn ich zerbreche das Joch des Königs von Babel!'»
19691#Jeremia,28,5#5. Da sprach Jirmeja, der Gottbegeistete, zu Hananja, dem Begeisteten, angesichts der Priester und angesichts allen Volkes, die im Haus des Ewigen standen.
19692#Jeremia,28,6#6. Es sprach Jirmeja, der Gottbegeistete: «Amen! So tue der Ewige! Der Ewige verwirkliche deine Worte, die du geweissagt hast, daß er zurückführe die Geräte des Hauses des Ewigen und alle Deportierten aus Babel an diese Stätte!
19693#Jeremia,28,7#7. Nur höre doch dieses Wort, das ich vor deinen Ohren und vor den Ohren allen Volkes rede:
19694#Jeremia,28,8#8. Die Gottbegeisteten, die vor mir und vor dir waren von jeher, die weissagten über viele Länder und große Reiche von Krieg, Unglück und Pest.
19695#Jeremia,28,9#9. Der Begeistete aber, der von Heil weissagt - erst wenn das Wort des Begeisteten eintrifft, wird der Begeistete erkannt werden als einer, den der Ewige in Wahrheit gesandt hat!»
19696#Jeremia,28,10#10. Da nahm Hananja, der Begeistete, das Jochholz vom Hals Jirmejas, des Gottbegeisteten, und zerbrach es.
19697#Jeremia,28,11#11. Und Hananja sprach angesichts allen Volkes: «So spricht der Ewige: So zerbreche ich das Joch Nebuchadnezzars, des Königs von Babel, in noch zweier Jahre Frist vom Hals aller Völker!» Da ging Jirmeja, der Gottbegeistete, seines Weges.
19698#Jeremia,28,12#12. Da erging das Wort des Ewigen an Jirmeja, nachdem Hananja, der Begeistete, das Jochholz vom Hals Jirmejas, des Gottbegeisteten, zerbrochen hatte, besagend:
19699#Jeremia,28,13#13. «Geh hin und sprich zu Hananja: So spricht der Ewige: Holzstangen brachst du / so mach statt ihrer Eisenholme!
19700#Jeremia,28,14#14. Denn so spricht der Ewige der Scharen, der Gott Jisraëls: Ein Joch von Eisen habe ich auf den Hals all dieser Völker gelegt, Nebuchadnezzar, dem König von Babel, zu dienen, und sie sollen ihm dienen, und selbst das Getier des Feldes habe ich ihm gegeben.»
19701#Jeremia,28,15#15. Da sprach Jirmeja, der Gottbegeistete, zu Hananja, dem Begeisteten: «Höre doch, Hananja! Nicht hat dich der Ewige gesandt, und du hast dieses Volk auf Lug vertröstet.
19702#Jeremia,28,16#16. Darum spricht so der Ewige: Sieh, ich sende dich hinweg von der Erde, dieses Jahr noch stirbst du! Denn Lüge hast du geredet gegen den Ewigen!»
19703#Jeremia,28,17#17. Und es starb Hananja, der Begeistete, in jenem Jahr, im siebenten Monat.
19704#Jeremia,29,1#1. Und dies sind die Worte des Sendschreibens, das Jirmeja, der Gottbegeistete, von Jeruschalaim aus an den Rest der Ältesten der Deportierten sandte und an die Priester und die Begeisteten und an alles Volk, das Nebuchadrezzar von Jeruschalaim nach Babel fortgeführt hatte,
19705#Jeremia,29,2#2. nachdem der König Jechonja und die Herrin, die Höflinge, die Obersten von Jehuda und Jeruschalaim und Schmied und Schlosser von Jeruschalaim fortgezogen waren,
19706#Jeremia,29,3#3. durch El'asa, den Sohn Schafans, und Gemarja, den Sohn Hilkijas, die Zidkija, der König von Jehuda, zu Nebuchadnezzar, dem König von Babel, nach Babel sandte, ihnen zu sagen:
19707#Jeremia,29,4#4. «So spricht der Ewige der Scharen, der Gott Jisraëls, zu allen Deportierten, die ich aus Jeruschalaim nach Babel fortgeführt habe:
19708#Jeremia,29,5#5. Baut Häuser und bewohnt sie, pflanzt Gärten und eßt ihre Frucht!
19709#Jeremia,29,6#6. Nehmt Frauen und zeugt Söhne und Töchter, nehmt euren Söhnen Frauen und eure Töchter gebt Männern, daß sie Söhne und Töchter gebären; und mehrt euch dort und mindert euch nicht.
19710#Jeremia,29,7#7. Und strebt nach dem Wohl der Stadt, dahin ich euch fortgeführt habe, und betet für sie zu dem Ewigen, denn mit ihrem Wohl wird auch euch wohl sein.
19711#Jeremia,29,8#8. Denn so spricht der Ewige der Scharen, der Gott Jisraëls: Nicht sollen eure Begeisteten, die unter euch sind, und eure Wahrsager euch berücken, und hört nicht auf eure Träume, die ihr erträumt.
19712#Jeremia,29,9#9. Denn lügenhaft weissagen sie euch in meinem Namen, ich habe sie nicht gesandt! ist des Ewigen Spruch.
19713#Jeremia,29,10#10. Denn so spricht der Ewige: Sowie voll sind für Babel siebzig Jahre, will ich euch wieder bedenken und an euch meine gute Verheißung verwirklichen, euch an diese Stätte zurückzubringen.
19714#Jeremia,29,11#11. Denn ich weiß die Gedanken, die ich über euch denke, ist des Ewigen Spruch: Gedanken des Heils und nicht zum Unheil, um euch Zukunft und Hoffnung zu geben.
19715#Jeremia,29,12#12. Und wenn ihr mich ruft und hingeht und zu mir betet, so werde ich auf euch hören.
19716#Jeremia,29,13#13. Und wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden - so ihr mich sucht mit eurem ganzen Herzen.
19717#Jeremia,29,14#14. Und ich werde mich euch finden lassen, ist des Ewigen Spruch, und werde euch wieder herstellen und werde euch sammeln aus allen Völkern und allen Orten, wohin ich euch verstoßen habe, ist des Ewigen Spruch, und euch zurückführen an die Stätte, daher ich euch fortgeführt habe.
19718#Jeremia,29,15#15. Doch ihr sagt: ,Erstehen lassen hat uns der Ewige Gottbegeistete nach Babel hin!'
19719#Jeremia,29,16#16. Nun, so spricht der Ewige von dem König, der auf Dawids Thron sitzt, und von allem Volk, das in dieser Stadt wohnt, euren Brüdern, die nicht mit euch in die Verbannung gezogen sind.
19720#Jeremia,29,17#17. So spricht der Ewige der Scharen: Sieh, ich sende gegen sie das Schwert, den Hunger und die Pest, und ich mache sie wie die aufgeplatzten Feigen, die, weil sie so schlecht sind, nicht gegessen werden können.
19721#Jeremia,29,18#18. Und ich setze ihnen nach mit Schwert, Hunger und Pest und mache sie zum Schauder für alle Königreiche der Erde, zum Fluch, zum Geschnaube, zum Gezisch und zum Schimpf bei allen Völkern, unter die ich sie verstoßen habe.
19722#Jeremia,29,19#19. Dafür, daß sie nicht auf meine Worte gehört haben, ist des Ewigen Spruch, da ich meine Knechte, die Gottbegeisteten, zu ihnen gesandt, allmorgen gesandt habe, ohne daß ihr hörtet, ist des Ewigen Spruch.
19723#Jeremia,29,20#20. Ihr aber, hört das Wort des Ewigen, all ihr Deportierten, die ich von Jeruschalaim nach Babel fortgesandt habe.
19724#Jeremia,29,21#21. So spricht der Ewige der Scharen, der Gott Jisraëls, über Ah'ab, den Sohn Kolajas, und Zidkijahu, den Sohn Maasejas, die euch in meinem Namen Lüge weissagen: Ich gebe sie in die Hand Nebuchadrezzars, des Königs von Babel, und er wird sie erschlagen vor euren Augen.
19725#Jeremia,29,22#22. Und es wird von ihnen ein Fluchwort genommen für alle Deportierten Jehudas, die in Babel sind, das besagt: ,Es mache dich der Ewige wie Zidkijahu und Ehab, die der König von Babel im Feuer verbrannt hat!'
19726#Jeremia,29,23#23. Weil sie Schändliches in Jeruschalaim getan und Ehebruch getrieben mit ihrer Nächsten Frauen und in meinem Namen Lügenrede sprachen, die ich ihnen nicht geboten habe. Ich aber bin der Wissende und Zeuge! ist des Ewigen Spruch.
19727#Jeremia,29,24#24. Und zu Schema'jahu aus Nehelam sollst du sprechen:
19728#Jeremia,29,25#25. So spricht der Ewige der Scharen, der Gott Jisraëls: Weil du in deinem Namen Briefe gesandt hast an alles Volk in Jeruschalaim und an den Priester Zefanja, den Sohn Maasejas, und alle Priester, sagend:
19729#Jeremia,29,26#26. Der Ewige hat dich zum Priester gesetzt anstelle des Priesters Jehojada, Aufseher zu sein im Haus des Ewigen über jeden Besessenen und Begeisteten, daß du ihn ins Kerkergewölbe und Gefängnis legst.
19730#Jeremia,29,27#27. Und nun: Warum hast du Jirmejahu aus Anatot nicht bedräut, der euch weissagt?
19731#Jeremia,29,28#28. Hat er doch zu uns nach Babel entsandt, sagend: Lange währts! Baut Häuser und wohnt darin, pflanzt Gärten und eßt ihre Frucht!»
19732#Jeremia,29,29#29. - Aber der Priester Zefanja hatte diesen Brief vor den Ohren Jirmejahus, des Gottbegeisteten, gelesen.
19733#Jeremia,29,30#30. Da erging das Wort des Ewigen an Jirmejahu, besagend:
19734#Jeremia,29,31#31. «Entsende zu allen Deportierten, sagend: So spricht der Ewige über Schema'ja aus Nehelam: Weil euch Schema'ja geweissagt hat, ohne daß ich ihn gesandt habe, und euch auf Lug vertröstet hat,
19735#Jeremia,29,32#32. darum spricht so der Ewige: Ich ahnde es an Schema'ja aus Nehelam und an seinem Samen: Er wird keinen Mann haben, der in dieses Volkes Mitte weilt, und er wird das Gute nicht schauen, das ich meinem Volk erweise, ist des Ewigen Spruch, denn Lug hat er wider den Ewigen geredet.»
19736#Jeremia,30,1#1. Das Wort, das an Jirmejahu vom Ewigen erging, besagend:
19737#Jeremia,30,2#2. «So spricht der Ewige, der Gott Jisraëls: Schreibe dir alle die Worte, die ich zu dir gesprochen habe, in ein Buch.
19738#Jeremia,30,3#3. Denn sieh, Tage kommen, ist des Ewigen Spruch, da stelle ich mein Volk Jisraël und Jehuda wieder her, spricht der Ewige, und bringe sie zurück in das Land, das ich ihren Vätern gegeben habe, und sie werden es in Besitz nehmen.
19739#Jeremia,30,4#4. Und dies sind die Worte, die der Ewige betreffs Jisraëls und Jehudas geredet:
19740#Jeremia,30,5#5. Denn so spricht der Ewige: Der Angst Ruf hörten wir / Erschrecken - nimmer Frieden! /
19741#Jeremia,30,6#6. Fragt nach doch und schaut: / Gebiert wohl ein Mann? / Was seh ich jeden Mann / die Hände an den Hüften / der Gebärenden gleich / gewandelt jedes Antlitz / in Blässe? /
19742#Jeremia,30,7#7. Weh, groß ist jener Tag / und ohnegleichen / und Notzeit ists für Jaakob / doch wird ihm daraus Rettung!
19743#Jeremia,30,8#8. Und es soll sein an jenem Tag, ist der Spruch des Ewigen der Scharen, da werde ich sein Joch von deinem Hals zerbrechen und deine Stricke zerreißen, daß nicht mehr Fremde sie knechten,
19744#Jeremia,30,9#9. sondern sie dem Ewigen, ihrem Gott, dienen und Dawid, ihrem König, den ich ihnen erstehen lasse.
19745#Jeremia,30,10#10. Du aber fürchte nicht, mein Knecht Jaakob, ist des Ewigen Spruch, und bange nicht, Jisraël, denn sieh, ich rette dich aus der Ferne und deinen Samen aus dem Land ihrer Gefangenschaft. Und Jaakob kehrt zurück und bleibt in Ruh und Sicherheit, und keiner schreckt auf.
19746#Jeremia,30,11#11. Denn mit dir bin ich, ist des Ewigen Spruch, dir zu helfen. Denn ich mache garaus allen Völkern, unter die ich dich zerstreut habe, doch dir mach ich nicht garaus. Aber ich werde dich nach dem Recht züchtigen und dich nicht frei ausgehn lassen.
19747#Jeremia,30,12#12. Denn so spricht der Ewige: Todweh ist dein Bruch / schwärend deine Wunde! /
19748#Jeremia,30,13#13. Nimmt keiner dein sich an, sie auszudrücken / nicht Pflege, Heilung wird dir. /
19749#Jeremia,30,14#14. All deine Liebsten, sie vergessen dich / sie suchen dich nicht / weil ich mit Feindesschlag dich schlug / eines Fühllosen Zucht; / ob deiner Sünden Menge / weil viel deine Schuld. /
19750#Jeremia,30,15#15. Was klagst du ob deines Bruchs / daß todweh dein Schmerz? / Ob deiner Sünde Menge / weil viel deine Schuld / tat dies ich dir.
19751#Jeremia,30,16#16. Drum werden alle, die dich fressen, selbst verzehrt / ziehn deine Feinde allsamt fort, gefangen / und werden deine Räuber selbst zum Raub / die dich geplündert, geb ich all der Plündrung preis. /
19752#Jeremia,30,17#17. Denn dir bring ich Gesundung / heil dich von deinen Wunden / ist des Ewigen Spruch. / Denn die Verstoßne nannten sie dich / so ist sie, Zijon / fragt keiner nach ihr.
19753#Jeremia,30,18#18. So spricht der Ewige: Ich stelle Jaakobs Zelte wieder her / und seiner Wohnungen erbarm ich mich. / Erbaut wird auf dem Schutt die Stadt / und der Palast in seiner Richte stehn. /
19754#Jeremia,30,19#19. Herkommt von ihnen Huldigung / der Fröhlichen Schall / ich mehre sie, laß sie nicht mindern / bring sie zu Ehren, mach sie nicht gering. /
19755#Jeremia,30,20#20. Es werden seine Söhne wie vordem / gegründet die Gemeinde sein vor mir / ich ahnde es an allen seinen Drängern. /
19756#Jeremia,30,21#21. Sein Hirte kommt aus ihm selbst / sein Herrscher geht hervor aus seiner Mitte / ich laß ihn nahn, er tritt heran zu mir. / Denn wer sonst setzte sich ein Herz / sich mir zu nahen? / Ist des Ewigen Spruch. /
19757#Jeremia,30,22#22. Da werdet ihr mir Volk / und ich euch Gott sein.
19758#Jeremia,30,23#23. Sieh, Wetterwind des Ewigen bricht grimmig los, wirbelnder Sturm, auf der Frevler Haupt fährt er herab.
19759#Jeremia,30,24#24. Nicht wird die Zornglut des Ewigen umkehren, bis er ausgeführt und vollbracht seines Herzens Trachten! In späten Tagen werdet ihr des inne.
19760#Jeremia,30,24#In jener Zeit, ist des Ewigen Spruch, werde ich Gott sein für alle Geschlechter Jisraëls, und sie werden mir Volk sein.
19761#Jeremia,31,1#1. So spricht der Ewige: Fand Lager in der Wüste / das Volk der Schwertentronnenen. / Geh hin, ihm Ruh zu bringen, Jisraël. /
19762#Jeremia,31,2#2. Von fern erschien der Ewge mir: / Ich liebte dich mit ewger Liebe / drum hab ich Treue dir gehalten. /
19763#Jeremia,31,3#3. Noch bau ich wieder dich / wirst aufgebaut / Maid Jisraël! / Noch zierst du dich mit deinen Pauken / ziehst aus du mit der Fröhlichen Schalmei! /
19764#Jeremia,31,4#4. Wirst wieder Weinland pflanzen / auf Schomerons Bergen / es pflanzen die Pflanzer und brechens an. /
19765#Jeremia,31,5#5. Wird ja der Tag / da rufen Hüter auf Efraims Berg: / ,Auf, steigen wir nach Zijon / zum Ewgen, unserm Gott!'
19766#Jeremia,31,6#6. Denn so spricht der Ewige: Zujubelt Jaakob in Freude / und jauchzet bei der Völker Haupt! / Preist laut und sprecht: / ,Hilf, Ewger, deinem Volk / dem Rest Jisraëls!' /
19767#Jeremia,31,7#7. Ich, ja, ich bring sie aus des Nordens Land / hol sie zusammen von der Erde Fernen / den Blinden drunter und den Lahmen / die Schwangre und Gebärende mitsammen / sie kehren in gewaltger Schar hierher zurück. /
19768#Jeremia,31,8#8. Mit Weinen kommen sie / und unter Flehen bring ich sie herbei / geleite sie zu Wasserbächen / auf gradem Weg, darauf sie nimmer straucheln. / Denn ich bin Jisraël zum Vater worden / Efraim ist mein Erstlingskind. /
19769#Jeremia,31,9#9. Vernehmt des Ewgen Wort, ihr Völker / und kündets auf den Seelanden der Ferne / und sprecht: / Der Jisraël zerstreute, sammelt es / und hütets wie der Hirt die Herde. /
19770#Jeremia,31,10#10. Weil ausgelöst der Ewge Jaakob / befreit ihn aus des Stärkern Hand. /
19771#Jeremia,31,11#11. Sie kommen, jubeln da auf Zijons Höhe / und strömen zu des Ewgen Segen hin / an Korn und Most und Ölsaft / an jungen Schafen und Rindern. / Da wird getränktem Garten ihre Seele gleich / nicht ferner solln sie schmachten. /
19772#Jeremia,31,12#12. Dann ist die Jungfrau froh beim Flötenspiel / mitsammen Jünglinge und Greise. / In Wonne kehr ich ihre Trauer / und tröste und erheitre sie vom Leid. /
19773#Jeremia,31,13#13. Ich tränk mit Mark der Priester Seele / mein Volk wird meines Segens satt / ist des Ewigen Spruch.
19774#Jeremia,31,14#14. So spricht der Ewige: Horch, Klage klingt in Rama / ein bitterlich Weinen! / Rahel beweint ihre Kinder / läßt nimmer sich trösten / ob ihrer Kinder, die dahin.
19775#Jeremia,31,15#15. So spricht der Ewige: Spar deiner Stimme Weinen / und deinen Augen Tränen! / Denn Dank gibts dir zum Lohn / ist des Ewigen Spruch / sie kehren heim vom Feindesland! /
19776#Jeremia,31,16#16. Es gibt ein Hoffen dir zur Zukunft / ist des Ewigen Spruch: / Zu ihrer Markung kehren heim die Kinder!
19777#Jeremia,31,17#17. Gehört hab ich / Efraim sich beklagen: / ,Du schlugst mich, und ich ward geschlagen / so wie ein Kalb, nicht angelernt. / Laß mich zurück, so kehr ich um / denn du bist, Ewiger, mein Gott! /
19778#Jeremia,31,18#18. Denn nach meinem Abfall / erfaßte mich Reue / und da ichs erkannte / da schlug ich an die Hüfte / steh in Scham und in Schanden / weil meiner Jugend Schimpf ich trag!'
19779#Jeremia,31,19#19. Ist mir Efraim Lieblingssohn / gezärtelt Kind / daß, so ich von ihm spreche / wenn seiner wieder ich gedenke / darob mein Innres nach ihm schreit / ich seiner mich erbarme? / Ist des Ewigen Spruch.
19780#Jeremia,31,20#20. Marksteine stell dir auf / Wegweiser setz dir / richt auf die Straße deinen Sinn / den Weg, den du gezogen! / Kehr heim, Maid Jisraël / kehr heim zu diesen deinen Städten!
19781#Jeremia,31,21#21. Wie lang noch drückst du dich fort / abtrünnige Tochter? / Denn Neues schuf der Ewige auf Erden: / Das Weib, es weist den Mann hinweg.
19782#Jeremia,31,22#22. So spricht der Ewige der Scharen, der Gott Jisraëls: Noch wird man dieses Wort sprechen im Land Jehuda und in seinen Städten, wenn ich sie wieder herstelle: ,Der Ewge segne dich, Aue des Rechts, Geheiligter Berg!'
19783#Jeremia,31,23#23. Und es werden darin wohnen Jehuda und alle seine Städte insgesamt, Landleute und die mit Herden ziehen.
19784#Jeremia,31,24#24. Denn ich tränke die matte Seele und gebe jeder bangen Seele Fülle.
19785#Jeremia,31,25#25. Darob erwacht ich und sah mich um - Und süß war mir mein Schlummer!
19786#Jeremia,31,26#26. Sieh, Tage kommen, ist des Ewigen Spruch, da säe ich das Haus Jisraël und das Haus Jehuda: Samen von Menschen und Samen von Vieh.
19787#Jeremia,31,27#27. Und es soll sein: Wie ich ihrer bedacht gewesen, zu roden und zu reuten, niederzureißen, zu vernichten und zu verderben, so werde ich ihrer bedacht sein, zu bauen und zu pflanzen, ist des Ewigen Spruch.
19788#Jeremia,31,28#28. In jenen Tagen wird man nicht mehr sagen: ,Die Väter haben die Herblinge aufgegessen, so bleiben denn der Kinder Zähne leer.'
19789#Jeremia,31,29#29. Sondern jeder wird um seine Sünde sterben; jeder Mensch, der die Herblinge gegessen, des Zähne werden leer bleiben.
19790#Jeremia,31,30#30. Sieh, Tage kommen, ist des Ewigen Spruch, da schließe ich mit dem Haus Jisraël und dem Haus Jehuda einen neuen Bund:
19791#Jeremia,31,31#31. Nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern geschlossen am Tag, da ich sie an der Hand faßte, um sie aus dem Land Mizraim zu führen, wo sie dann meinen Bund übertraten, wiewohl ich ihr Herr geworden, ist des Ewigen Spruch.
19792#Jeremia,31,32#32. Sondern dies ist der Bund, den ich mit dem Haus Jisraël schließen will nach jenen Tagen, ist des Ewigen Spruch: Ich lege meine Weisung in sie und schreibe sie auf ihr Herz! Dann werde ich ihnen Gott, und sie mir Volk sein.
19793#Jeremia,31,33#33. Dann lehrt nicht mehr einer den andern und einer den Bruder, sprechend: ,Erkennt den Ewigen!' Denn sie alle werden mich kennen, von ihrem Kleinsten bis zum Größten! ist des Ewigen Spruch. Denn ich verzeihe ihre Sünde, und ihrer Schuld will ich nicht mehr gedenken.
19794#Jeremia,31,34#34. So spricht der Ewige, der die Sonne bestellt zum Licht bei Tag, die Gesetze des Mondes und der Sterne zum Licht bei Nacht, der bedräut das Meer, daß seine Wellen tosen, der Ewige der Scharen ist sein Name:
19795#Jeremia,31,35#35. Wenn diese Gesetze vor mir schwinden, ist des Ewigen Spruch, dann wird auch der Same Jisraëls aufhören, vor mir Volk zu sein allezeit!
19796#Jeremia,31,36#36. So spricht der Ewige: Wenn ausgemessen werden die Himmel droben, und ergründet die Festen der Erde drunten, so will auch ich verwerfen allen Samen Jisraëls um all dessen, was sie getan! ist des Ewigen Spruch.
19797#Jeremia,31,37#37. Sieh, Tage kommen, ist des Ewigen Spruch, da wird erbaut die Stadt für den Ewigen vom Hanan'elturm bis zum Ecktor.
19798#Jeremia,31,38#38. Hinausgehn wird dann noch die Meßschnur gegenüber auf die Höhe Gareb und umwenden nach Goa.
19799#Jeremia,31,39#39. Und das ganze Tal der Leichen und der Asche und alles Weinland bis zum Bach Kidron, bis zur Ecke des Roßtors nach Osten, ist dem Ewigen geheiligt. Es wird nicht mehr ausgerodet noch niedergebrochen werden für ewig!»
19800#Jeremia,32,1#1. Das Wort, das an Jirmejahu erging vom Ewigen im zehnten Jahr Zidkijahus, des Königs von Jehuda - das ist das achtzehnte Jahr Nebuchadrezzars.
19801#Jeremia,32,2#2. Damals belagerte das Heer des Königs von Babel Jeruschalaim und Jirmejahu, der Gottbegeistete, war im Wachthof im Haus des Königs von Jehuda gefangen,
19802#Jeremia,32,3#3. wo Zidkijahu, der König von Jehuda, ihn gefangen gesetzt hatte, sprechend: «Warum weissagst du und sprichst: ,So spricht der Ewige: Sieh, ich gebe diese Stadt in die Hand des Königs von Babel, und er wird sie erobern,
19803#Jeremia,32,4#4. und Zidkijahu, der König von Jehuda, wird nicht entrinnen aus der Hand der Kasdäer, sondern wird in die Hand des Königs von Babel gegeben, Mund zu Mund wird er mit ihm reden, und Aug in Aug ihn sehen,
19804#Jeremia,32,5#5. und nach Babel wird er Zidkijahu fortführen, und dort wird er bleiben, bis ich sein gedenke, ist des Ewigen Spruch. Wenn ihr mit den Kasdäern kämpft, werdet ihr keinen Erfolg haben.»
19805#Jeremia,32,6#6. Und Jirmejahu sprach: «Ein Wort des Ewigen ist an mich ergangen, besagend:
19806#Jeremia,32,7#7. Sieh, Hanam'el, der Sohn deines Oheims Schallum, wird zu dir kommen und sprechen: ,Erkaufe dir mein Feld in Anatot, denn dir steht das Löserecht zu, es zu erkaufen.'
19807#Jeremia,32,8#8. Dann kam zu mir meines Oheims Sohn Hanam'el, nach dem Wort des Ewigen, in den Wachthof und sprach zu mir: ,Erkaufe doch mein Feld in Anatot im Land Binjamin, denn du hast den Erbanspruch und das Löserecht. Erkaufe es dir!' Da erkannte ich, daß es das Wort des Ewigen war.
19808#Jeremia,32,9#9. So erkaufte ich von meines Oheims Sohn Hanam'el das Feld in Anatot und wog ihm das Geld dar, siebzehn Silberschekel.
19809#Jeremia,32,10#10. Und ich verschrieb es in einem Brief und siegelte ihn und zog Zeugen zu und wog das Geld auf der Wage dar.
19810#Jeremia,32,11#11. Dann nahm ich den Kaufbrief, sowohl den versiegelten mit dem Gebot und den Bestimmungen als auch den offenen,
19811#Jeremia,32,12#12. und gab den Kaufbrief an Baruch, den Sohn Nerijas, des Sohnes Mahsejas, vor den Augen meines Vetters Hanam'el, vor den Augen der Zeugen, die sich im Kaufbrief unterschrieben hatten, und vor den Augen aller Jehudäer, die im Wachthof saßen,
19812#Jeremia,32,13#13. und gebot Baruch vor ihren Augen und sagte:
19813#Jeremia,32,14#14. ,So spricht der Ewige der Scharen, der Gott Jisraël: Nimm diese Schriftstücke, diesen Kaufbrief, sowohl den versiegelten als auch diesen offenen Brief, und tu sie in ein Tongefäß, damit sie lange Zeit bestehen bleiben.
19814#Jeremia,32,15#15. Denn so spricht der Ewige der Scharen, der Gott Jisraëls: Wieder wird man die Häuser, Felder und Weinberge erkaufen in diesem Land.'
19815#Jeremia,32,16#16. Und ich betete zum Ewigen, nachdem ich den Kaufbrief an Baruch, den Sohn Nerijas, gegeben hatte und sprach:
19816#Jeremia,32,17#17. ,Ach, Herr, Gott, sieh, du hast Himmel und Erde geschaffen in deiner großen Kraft und mit deinem ausgestreckten Arm, kein Ding ist dir zu kühn!
19817#Jeremia,32,18#18. Der Liebe erweist tausenden (Geschlechtern), aber die Schuld der Väter heimzahlt in den Schoß ihrer Kinder nach ihnen, du großer, starker Gott, des Name der Ewige der Scharen ist!
19818#Jeremia,32,19#19. Groß an Rat und reich an Tat, dessen Augen geöffnet sind über alle Wege der Menschenkinder, jedermann nach seinen Wegen zu geben und nach der Frucht seiner Taten,
19819#Jeremia,32,20#20. der du Wunderzeichen und Wahrbeweise getan im Land Mizraim bis zum heutigen Tag, und an Jisraël und an den (anderen) Menschen, und dir einen Namen gemacht, wie es diesen Tag ist,
19820#Jeremia,32,21#21. der du dein Volk Jisraël aus dem Land Mizraim geführt mit Wunderzeichen und Wahrbeweisen, mit starker Hand und ausgestrecktem Arm und mit großem Schrecken.
19821#Jeremia,32,22#22. Dann gabst du ihnen dieses Land, das ihnen zu geben du ihren Vätern geschworen, ein Land, das von Milch und Honig fließt.
19822#Jeremia,32,23#23. Und sie kamen und nahmen es in Besitz, dann aber hörten sie nicht auf deine Stimme und wandelten nicht in deiner Weisung, alles was du ihnen zu tun befohlen, taten sie nicht, und so ließest du all dieses Unheil sie treffen.
19823#Jeremia,32,24#24. Sieh, die Schüttwälle sind an die Stadt vorgedrungen, um sie zu erobern, und die Stadt ist preisgegeben der Hand der Kasdäer, die sie bekämpfen, infolge des Schwertes, des Hungers und der Pest, und was du verkündet, ist geworden, und du siehst es -
19824#Jeremia,32,25#25. und noch sprichst du zu mir, mein Herr, Gott: Erkaufe dir das Feld um Geld und zieh Zeugen zu! Und die Stadt ist doch der Hand der Kasdäer preisgegeben!»
19825#Jeremia,32,26#26. Da erging das Wort des Ewigen an Jirmejahu, besagend:
19826#Jeremia,32,27#27. «Sieh, ich bin der Ewige, der Gott alles Fleisches; ist mir irgendein Ding zu kühn?
19827#Jeremia,32,28#28. Darum spricht so der Ewige: Ich gebe diese Stadt in die Hand der Kasdäer und in die Hand Nebuchadrezzars, des Königs von Babel, und er wird sie erobern.
19828#Jeremia,32,29#29. Und die Kasdäer, die gegen diese Stadt kämpfen, werden kommen und diese Stadt in Brand stecken und sie verbrennen und die Häuser, auf deren Dächern man dem Baal räucherte und anderen Göttern Gußspenden goß, um mich zu kränken.
19829#Jeremia,32,30#30. Denn die Söhne Jisraëls und Jehudas haben immer nur getan, was böse ist in meinen Augen, von ihrer Jugend an, denn die Kinder Jisraël kränken mich durchaus durch ihrer Hände Werk! ist des Ewigen Spruch.
19830#Jeremia,32,31#31. Denn nur zum Zorn und zum Grimm war mir diese Stadt seit dem Tag, da man sie gebaut, bis auf diesen Tag, so daß ich sie von meinem Antlitz fortschaffe.
19831#Jeremia,32,32#32. Ob aller Bosheit der Söhne Jisraëls und Söhne Jehudas, die sie verübt haben, um mich zu kränken, sie, ihre Könige, Oberen, Priester und Begeisteten, der Mann Jehudas und die Bewohner Jeruschalaims.
19832#Jeremia,32,33#33. Sie wandten mir den Nacken zu und nicht das Gesicht, und ob man sie belehrt, allmorgen wieder, hören sie doch nicht, daß sie Zucht annähmen.
19833#Jeremia,32,34#34. Und sie stellten ihre Scheusale in dem Haus auf, über dem mein Name genannt wird, um es zu verunreinigen.
19834#Jeremia,32,35#35. Und sie bauten die Kultkammern des Baal im Tal Ben-Hinnom, um ihre Söhne und Töchter zum Molech zuzuführen, was ich ihnen nicht geboten, und was mir nie in den Sinn kam, daß sie diesen Greuel tun, um Jehuda in Sünde zu bringen.
19835#Jeremia,32,36#36. Nunmehr spricht darum so der Ewige, der Gott Jisraëls, über diese Stadt, von der ihr sagt: ,Sie ist gegeben in die Hand des Königs von Babel durch das Schwert, den Hunger und die Pest',
19836#Jeremia,32,37#37. sieh, ich sammle sie aus allen Ländern, in die ich sie verstoßen in meinem Zorn und Grimm und in großer Wut, bringe sie zurück an diese Stätte und lasse sie in Sicherheit wohnen.
19837#Jeremia,32,38#38. Und sie werden mir Volk, und ich ihnen Gott sein.
19838#Jeremia,32,39#39. Und ich gebe ihnen ein Herz und einen Weg, mich allezeit zu fürchten, zum Heil für sie und ihre Kinder nach ihnen.
19839#Jeremia,32,40#40. Und ich schließe mit ihnen einen ewigen Bund, daß ich nicht von ihnen lassen werde, ihnen Gutes zu tun, und meine Furcht werde ich in ihr Herz legen, daß sie nicht von mir gehen.
19840#Jeremia,32,41#41. Und ich werde meine Freude an ihnen haben, ihnen wohlzutun, und werde sie in diesem Land einpflanzen in Treuen, mit meinem ganzen Herzen und meiner ganzen Seele.
19841#Jeremia,32,42#42. Denn so spricht der Ewige: Wie ich über dieses Volk all dies große Unheil gebracht, so bringe ich über sie auch all das Heil, das ich über sie verkünde.
19842#Jeremia,32,43#43. Dann wird das Feld erkauft werden in diesem Land, von dem ihr sagt: Eine Öde ist es ohne Mensch und Vieh, gegeben ist es in die Hand der Kasdäer.
19843#Jeremia,32,44#44. Die Felder wird man für Geld erkaufen und es im Kaufbrief verschreiben und versiegeln und Zeugen zuziehn im Land Binjamin und im Umkreis Jeruschalaims, in den Städten Jehudas und den Städten des Gebirges, den Städten des Tieflands und den Städten der Südsteppe: Denn ich werde sie wieder herstellen, ist des Ewigen Spruch.»
19844#Jeremia,33,1#1. Und es erging das Wort des Ewigen an Jirmejahu zum zweiten Mal, während er noch im Wachthof gefangen war, besagend:
19845#Jeremia,33,2#2. «So spricht der Ewige, der sie-1- geschaffen, der Ewige, der sie gebildet, um sie fest zu gründen, der Ewige ist sein Name: -1) die Erde.++
19846#Jeremia,33,3#3. Rufe zu mir, und ich werde dir antworten und dir Großes und Kühnes verkünden, das du nicht ahnst.
19847#Jeremia,33,4#4. Denn so spricht der Ewige, der Gott Jisraëls, über die Häuser dieser Stadt und über die Häuser der Könige Jehudas, die niedergerissen werden vor den Wällen und vor dem Schwert.
19848#Jeremia,33,5#5. Man kommt, um mit den Kasdäern zu kämpfen und jene mit den Leichen der Menschen anzufüllen, die ich in meinem Zorn und Grimm erschlagen. Und wie ich ob all ihrer Bosheit mein Antlitz vor dieser Stadt verhüllt habe,
19849#Jeremia,33,6#6. sieh, werde ich ihr Heilung und Gesundung bringen und sie heilen und ihnen eine Fülle an Frieden und Treue auftun.
19850#Jeremia,33,7#7. Und ich werde Jehuda und Jisraël wiederherstellen und sie aufbaun wie ehedem.
19851#Jeremia,33,8#8. Und ich werde sie reinigen von all ihrer Schuld, womit sie gegen mich gesündigt haben, und werde verzeihen all ihre Sünden, die sie gegen mich begangen und verschuldet haben.
19852#Jeremia,33,9#9. Dann wird sie mir zum Ruhm der Wonne, zum Preis und zur Verherrlichung werden bei allen Völkern der Erde, die, wenn sie von all dem Guten hören, das ich ihnen erweise, in Furcht und Zittern geraten werden ob all dem Guten und allem Heil, das ich ihr erweise.
19853#Jeremia,33,10#10. So spricht der Ewige: Noch wird wieder gehört werden an diesem Ort, von dem ihr sagt: ,Wüst ist er, ohne Mensch und ohne Vieh!', in den Städten Jehudas und in den Gassen Jeruschalaims, die verödet sind, ohne Mensch, ohne Bewohner, ohne Vieh,
19854#Jeremia,33,11#11. der Schall des Jubels und der Freude, der Schall von Bräutigam und Braut, die Stimme derer, die da sprechen: Huldigt dem Ewigen der Scharen, daß gütig ist der Ewige, daß ewig währt seine Liebe! - derer, die Huldigungsopfer bringen ins Haus des Ewigen, wenn ich das Land wiederherstelle wie ehedem! spricht der Ewige!
19855#Jeremia,33,12#12. So spricht der Ewige der Scharen: Noch wird es wieder geben an diesem Ort, der wüst ist ohne Mensch und Vieh, und in all seinen Städten: Eine Trift mit Hirten, die Schafe lagern lassen.
19856#Jeremia,33,13#13. In den Städten des Gebirges, in den Städten des Tieflands, in den Städten der Südsteppe, im Land Binjamin und im Umkreis Jeruschalaims und den Städten Jehudas werden noch wieder die Schafe vorbeiziehn vor dem Zählenden! spricht der Ewige.
19857#Jeremia,33,14#14. Sieh, Tage kommen, ist des Ewigen Spruch, da verwirkliche ich das gütige Wort, das ich über das Haus Jisraël und über das Haus Jehuda geredet.
19858#Jeremia,33,15#15. In jenen Tagen und zu jener Zeit lasse ich Dawid ersprießen einen Sproß der Gerechtigkeit, der wird Recht und Gerechtigkeit im Land üben.
19859#Jeremia,33,16#16. In jenen Tagen wird Jehuda Hilfe werden, und Jeruschalaim in Sicherheit wohnen; und dies ist, wie man es nennen wird: Der Ewige unser Rechtssieg.
19860#Jeremia,33,17#17. Denn so spricht der Ewige: Nie wird Dawid ein Mann ausgehn, der auf dem Thron des Hauses Jisraël sitzt.
19861#Jeremia,33,18#18. Und den Priestern, den Lewiten, wird nie ein Mann vor mir ausgehn, der Hochopfer darbringt und Mehlspende räuchert und Schlachtopfer bereitet allezeit.»
19862#Jeremia,33,19#19. Und es erging das Wort des Ewigen an Jirmejahu, besagend:
19863#Jeremia,33,20#20. «So spricht der Ewige: Wenn ihr meinen Bund mit dem Tag und meinen Bund mit der Nacht brechen könntet, daß nicht Tag und Nacht zu ihrer Zeit wären,
19864#Jeremia,33,21#21. dann würde auch mein Bund mit meinem Knecht Dawid gebrochen, daß er keinen Sohn mehr als König auf seinem Thron hätte, und mit den lewitischen Priestern, meinen Dienern!
19865#Jeremia,33,22#22. Wie des Himmels Heer nicht gezählt, und wie nicht gemessen wird der Sand des Meeres, so will ich zahlreich machen den Samen meines Knechtes Dawid und die Lewiten, die mich bedienen.»
19866#Jeremia,33,23#23. Und es erging das Wort des Ewigen an Jirmejahu, besagend:
19867#Jeremia,33,24#24. «Hast du nicht gemerkt, wie dieses Volk gesprochen hat: ,Die beiden Geschlechter, die der Ewige erwählt hat, die hat er verworfen!' Und so schmähen sie mein Volk, daß es keine Nation mehr sein soll vor ihnen.
19868#Jeremia,33,25#25. So spricht der Ewige: Wenn ich meinen Bund mit Tag und Nacht, des Himmels und der Erde Satzung nicht bestellte,
19869#Jeremia,33,26#26. dann werde ich auch den Samen Jaakobs und meinen Knecht Dawid verwerfen, daß ich nicht aus seinem Samen Herrscher nehme über den Samen Abrahams, Jishaks und Jaakobs, wenn ich sie wiederherstelle und mich ihrer erbarme.»
19870#Jeremia,34,1#1. Das Wort, das an Jirmejahu erging vom Ewigen, als Nebuchadrezzar, der König von Babel, sein ganzes Heer, alle Königreiche der Erde seines Herrschaftsgebietes und alle seine Völker Jeruschalaim und all seine Städte bekriegten, besagend:
19871#Jeremia,34,2#2. «So spricht der Ewige, der Gott Jisraëls: Geh hin und sprich zu Zidkijahu, dem König von Jehuda, und sprich zu ihm: So spricht der Ewige: Sieh, ich gebe diese Stadt in die Hand des Königs von Babel, und er wird sie im Feuer verbrennen!
19872#Jeremia,34,3#3. Und auch du wirst seiner Hand nicht entrinnen, sondern wirst ergriffen und in seine Hand gegeben werden. Und deine Augen werden die Augen des Königs von Babel sehen, sein Mund wird zu deinem Mund sprechen, und nach Babel wirst du kommen.
19873#Jeremia,34,4#4. Doch höre das Wort des Ewigen, Zidkijahu, König von Jehuda! So spricht der Ewige über dich: Nicht wirst du durch das Schwert sterben,
19874#Jeremia,34,5#5. in Frieden wirst du sterben; und gleich dem Leichenbrand deiner Väter, der früheren Könige, die vor dir waren, so wird man auch dir den Brand entzünden und ,Weh, Herr!' wird man um dich klagen! Denn das Wort habe ich geredet! ist des Ewigen Spruch.»
19875#Jeremia,34,6#6. Da redete Jirmejahu, der Gottbegeistete, zu Zidkijahu, dem König von Jehuda, all diese Worte in Jeruschalaim.
19876#Jeremia,34,7#7. Das Heer des Königs von Babel aber bekriegte Jeruschalaim und alle Städte Jehudas, die noch übrig waren, Lachisch und Aseka, denn diese waren unter den Städten Jehudas als Festungsstädte übriggeblieben.
19877#Jeremia,34,8#8. Das Wort, das an Jirmejahu erging vom Ewigen, nachdem der König Zidkijahu einen Bundesvertrag mit allem Volk in Jeruschalaim geschlossen hatte, ihnen Freilassung auszurufen:
19878#Jeremia,34,9#9. Daß jedermann seinen ebräischen Sklaven und seine ebräische Magd frei entlasse, sie nicht verknechtet zu halten, jeder seinen jehudäischen Bruder.
19879#Jeremia,34,10#10. Da gehorchten alle Oberen und alles Volk, die in den Vertrag eingetreten waren, daß jedermann seinen Sklaven und jedermann seine Magd frei entlasse, und sie nicht ferner verknechtet halte, sie gehorchten und entließen sie.
19880#Jeremia,34,11#11. Danach aber holten sie die Sklaven und Mägde, die sie frei entlassen hatten, wieder zurück und preßten sie zu Sklaven und Mägden.
19881#Jeremia,34,12#12. Da erging das Wort des Ewigen an Jirmejahu vom Ewigen, besagend:
19882#Jeremia,34,13#13. «So spricht der Ewige, der Gott Jisraëls: Ich habe einen Vertrag mit euren Vätern geschlossen an dem Tag, da ich sie aus dem Land Mizraim, aus dem Sklavenhaus, hinausführte, der besagte:
19883#Jeremia,34,14#14. ,Nach Ablauf von sieben Jahren sollt ihr jeder seinen ebräischen Bruder, der dir verkauft wird, entlassen. Er soll dir sechs Jahre dienen, dann sollst du ihn frei von dir entlassen.' Aber eure Väter hörten nicht auf mich und neigten ihr Ohr nicht.
19884#Jeremia,34,15#15. Nun seid ihr heute umgekehrt und habt getan, was recht ist in meinen Augen, Freilassung auszurufen jedermann für seinen Nächsten, und habt einen Vertrag vor mir abgeschlossen in dem Haus, über dem mein Name genannt wird.
19885#Jeremia,34,16#16. Und nun seid ihr wieder umgekehrt und habt meinen Namen geschändet und jeder seinen Sklaven und jeder seine Magd zurückgeholt, die ihr frei, zu eigenem Belieben entlassen habt, und sie gepreßt, euch wieder Sklaven und Mägde zu sein.
19886#Jeremia,34,17#17. Darum spricht so der Ewige: Ihr habt nicht auf mich gehört, Freilassung auszurufen jeder seinem Bruder und jeder seinem Nächsten: So rufe ich euch Freilassung aus, ist des Ewigen Spruch, für das Schwert, die Pest und den Hunger und mache euch zum Schauder für alle Königreiche der Erde.
19887#Jeremia,34,18#18. Und ich gebe die Männer, die meinen Vertrag übertreten, die die Worte des Vertrags nicht gehalten haben, den sie vor mir abgeschlossen - indem sie das Kalb entzweischnitten und zwischen seinen Stücken hindurchschritten -
19888#Jeremia,34,19#19. die Oberen von Jehuda und Jeruschalaim, die Höflinge, die Priester und alles Volk des Landes, die hindurchschritten zwischen den Stücken des Kalbes -
19889#Jeremia,34,20#20. die gebe ich in die Hand ihrer Feinde und in die Hand derer, die ihnen nach dem Leben trachten, und ihr Aas wird dem Vogelvolk des Himmels und dem Getier der Erde zum Fraß dienen.
19890#Jeremia,34,21#21. Und auch Zidkijahu, den König von Jehuda, und seine Obersten werde ich in die Hand ihrer Feinde geben und in die Hand derer, die ihnen nach dem Leben trachten, und in die Hand des Heers des Königs von Babel, das (jetzt) von euch abgezogen ist.
19891#Jeremia,34,22#22. Sieh, ich gebiete, ist des Ewigen Spruch, und lasse sie umkehren gegen diese Stadt, und sie werden sie bekriegen, sie erobern und im Feuer verbrennen, und die Städte Jehudas werde ich zur Öde machen, ohne Bewohner.»
19892#Jeremia,35,1#1. Das Wort, das an Jirmejahu erging vom Ewigen in den Tagen Jehojakims, des Sohnes Joschijahus, des Königs von Jehuda, besagend:
19893#Jeremia,35,2#2. «Geh hin zum Haus der Rechabiten, rede mit ihnen, bringe sie in das Haus des Ewigen, in eine der Kammern, und gib ihnen Wein zu trinken.»
19894#Jeremia,35,3#3. «Da nahm ich Jaasanja, den Sohn Jirmejahus, des Sohnes Habazzinjas, seine Brüder, alle seine Söhne und das ganze Haus der Rechabiten,
19895#Jeremia,35,4#4. und brachte sie in das Haus des Ewigen, in die Kammer der Söhne Hanans, des Sohnes Jigdaljahus, des Gottesmannes, die neben der Kammer der Obersten oberhalb der Kammer Ma'asejahus, des Sohnes Schallums, des Schwellenhüters, liegt.
19896#Jeremia,35,5#5. Dann setzte ich vor die Söhne des Rechabitenhauses Kelche voll Wein und Becher und sprach zu ihnen: ,Trinkt Wein!'
19897#Jeremia,35,6#6. Sie aber sprachen: ,Wir trinken keinen Wein! Denn unser Vater Jonadab, der Sohn Rechabs, hat uns geboten und gesagt: Ihr sollt keinen Wein trinken, ihr und eure Kinder für ewig.
19898#Jeremia,35,7#7. Und ein Haus sollt ihr nicht bauen, Saat nicht säen, und einen Weinberg nicht pflanzen und nicht besitzen; sondern in Zelten sollt ihr wohnen alle eure Tage, damit ihr viele Tage lebt auf der Fläche des Bodens, darauf ihr verweilt.
19899#Jeremia,35,8#8. Und wir gehorchten der Stimme unseres Vaters Jehonadab, des Sohnes Rechabs, in allem was er uns geboten, daß wir alle unsere Tage keinen Wein trinken, wir, unsere Frauen, unsere Söhne und unsere Töchter,
19900#Jeremia,35,9#9. und keine Häuser bauen zu unserm Wohnsitz, und Weinberg, Feld und Saat nicht besitzen.
19901#Jeremia,35,10#10. So haben wir in Zelten gewohnt und gehorcht und getan, ganz wie uns unser Vater Jonadab geboten.
19902#Jeremia,35,11#11. Als aber Nebuchadrezzar, der König von Babel, gegen das Land heranzog, da sprachen wir: Auf, gehen wir nach Jeruschalaim vor dem Heer der Kasdäer und dem Heer Arams. Und so ließen wir uns in Jeruschalaim nieder.'»
19903#Jeremia,35,12#12. Da erging das Wort des Ewigen an Jirmejahu, besagend:
19904#Jeremia,35,13#13. «So spricht der Ewige der Scharen, der Gott Jisraëls: Geh hin und sprich zum Mann von Jehuda und zu den Bewohnern Jeruschalaims: Wollt ihr nicht Zucht annehmen, auf meine Worte zu hören? ist des Ewigen Spruch.
19905#Jeremia,35,14#14. Gehalten ward das Wort Jehonadabs, des Sohnes Rechabs, der seinen Söhnen geboten, keinen Wein zu trinken - so haben sie nicht getrunken bis auf diesen Tag, denn sie gehorchten dem Gebot ihres Vaters. Ich aber redete zu euch, allmorgen wieder - und ihr habt nicht auf mich gehört.
19906#Jeremia,35,15#15. Und ich sandte zu euch alle meine Knechte, die Gottbegeisteten, allmorgen wieder, sprechend: ,Kehrt doch um, jeder von seinem bösen Weg und bessert eure Taten und wandelt nicht anderen Göttern nach, daß ihr ihnen dient, und bleibt so auf dem Boden, den ich euch und euren Vätern gegeben.' Aber ihr neigtet euer Ohr nicht und hörtet nicht auf mich.
19907#Jeremia,35,16#16. Denn gehalten haben die Söhne Jehonadabs, des Sohnes Rechabs, das Gebot ihres Vaters, das er ihnen geboten, dieses Volk aber hat auf mich nicht gehört.
19908#Jeremia,35,17#17. Darum spricht so der Ewige, der Gott der Scharen, der Gott Jisraëls: Sieh, ich bringe über Jehuda und alle Bewohner Jeruschalaims all das Unheil, das ich über sie geredet, weil ich zu ihnen redete, und sie nicht hörten, ich sie rief, und sie nicht antworteten.»
19909#Jeremia,35,18#18. Zum Haus der Rechabiten aber sprach Jirmejahu: «So spricht der Ewige der Scharen, der Gott Jisraëls: Dafür, daß ihr dem Gebot eures Vaters Jehonadab gehorcht und alle seine Gebote gewahrt und getan habt, ganz wie er euch geboten,
19910#Jeremia,35,19#19. darum spricht so der Ewige der Scharen, der Gott Jisraëls: Niemals soll Jonadab, dem Sohne Rechabs, ein Mann ausgehn, der vor mir steht, für allezeit.»
19911#Jeremia,36,1#1. Und es war im vierten Jahr Jehojakims, des Sohnes Joschijahus, des Königs von Jehuda, da erging dieses Wort an Jirmejahu vom Ewigen, besagend:
19912#Jeremia,36,2#2. «Nimm dir eine Buchrolle und schreibe darauf alle Worte, die ich zu dir geredet habe über Jisraël, Jehuda und alle Völker von dem Tag an, da ich zu dir geredet, von den Tagen Joschijahus, bis zu diesem Tag.
19913#Jeremia,36,3#3. Vielleicht wird das Haus Jehuda auf all das Unheil hören, das ich ihnen zu tun gedenke, damit sie umkehren, jeder von seinem bösen Weg, und ich ihrer Schuld und Sünde vergebe.»
19914#Jeremia,36,4#4. Da rief Jirmejahu Baruch, den Sohn Nerijas, und Baruch schrieb vom Mund Jirmejahus alle Worte des Ewigen, die er zu ihm geredet hatte, auf eine Buchrolle.
19915#Jeremia,36,5#5. Dann gebot Jirmejahu Baruch und sagte: «Ich bin eingeschlossen, ich kann nicht in das Haus des Ewigen kommen.
19916#Jeremia,36,6#6. So geh du und lies aus der Buchrolle, die du von meinem Mund geschrieben hast, die Worte des Ewigen, vor den Ohren des Volkes im Haus des Ewigen, an einem Fasttag vor, und auch vor den Ohren aller Jehudäer, die aus ihren Städten kommen, sollst du sie vorlesen.
19917#Jeremia,36,7#7. Vielleicht fällt ihr Flehen vor dem Ewigen nieder, und sie kehren um, jeder von seinem bösen Weg; denn groß ist der Zorn und der Grimm, den der Ewige über dieses Volk verkündet hat.»
19918#Jeremia,36,8#8. Da tat Baruch, der Sohn Nerijas, ganz wie ihm Jirmejahu, der Gottbegeistete, geboten, aus der Buchrolle die Worte des Ewigen im Haus des Ewigen vorzulesen.
19919#Jeremia,36,9#9. Und es war im fünften Jahr Jehojakims, des Sohnes Joschijahus, des Königs von Jehuda, im neunten Monat, da riefen sie ein Fasten aus vor dem Ewigen für alles Volk von Jeruschalaim und alles Volk, das von den Städten Jehudas kam, in Jeruschalaim,
19920#Jeremia,36,10#10. da las Baruch aus dem Buch die Worte Jirmejahus im Haus des Ewigen vor, in der Kammer Gemarjahus, des Sohnes Schafans, des Schreibers, im obern Hof, am Eingang des neuen Tores zum Haus des Ewigen, vor den Ohren des ganzen Volkes.
19921#Jeremia,36,11#11. Da hörte Michajehu, der Sohn Gemarjahus, des Sohnes Schafans, alle Worte des Ewigen aus dem Buch,
19922#Jeremia,36,12#12. und er stieg hinab in das Haus des Königs in die Kammer des Schreibers; und sieh, dort saßen alle Amtsoberen, der Schreiber Elischama, Delajahu, der Sohn Schema'jahus, Elnatan, der Sohn Achbors, Gemarjahu, der Sohn Schafans, Zidkijahu, der Sohn Hananjahus, und alle Oberen.
19923#Jeremia,36,13#13. Da berichtete ihnen Michajehu alle die Dinge, die er gehört hatte, als Baruch aus dem Buch vor den Ohren des Volkes vorlas.
19924#Jeremia,36,14#14. Da sandten alle Amtsoberen Jehudi, den Sohn Netanjahus, des Sohnes Schelemjahus, des Sohnes Kuschis, zu Baruch, ihm zu sagen: «Die Rolle, aus der du vor den Ohren des Volkes vorgelesen hast, nimm sie mit dir und komm!» Da nahm Baruch, der Sohn Nerijahus, die Rolle mit sich und kam zu ihnen.
19925#Jeremia,36,15#15. Da sprachen sie zu ihm: «Sitz doch nieder und lies sie vor unseren Ohren!» Und Baruch las vor ihren Ohren.
19926#Jeremia,36,16#16. Es war nun, als sie all die Worte hörten, da erschraken sie miteinander und sprachen zu Baruch: «Wir müssen dem König all diese Dinge melden!»
19927#Jeremia,36,17#17. Baruch aber fragten sie und sprachen: «Tu uns doch kund: wie hast du all diese Worte von seinem Mund niedergeschrieben?»
19928#Jeremia,36,18#18. Da sagte ihnen Baruch: «Von seinem Mund; er sprach mir all diese Worte vor, indes ich mit Tinte auf das Buch schrieb.»
19929#Jeremia,36,19#19. Da sprachen die Amtsoberen zu Baruch: «Geh, verbirg dich, du und Jirmejahu, und niemand soll wissen, wo ihr seid.»
19930#Jeremia,36,20#20. Dann gingen sie zum König in den Hof, die Rolle aber bewahrten sie in der Kammer des Schreibers Elischama auf, und sie meldeten vor des Königs Ohren all die Dinge.
19931#Jeremia,36,21#21. Da sandte der König Jehudi, die Rolle zu holen, und er holte sie aus der Kammer des Schreibers Elischama; und Jehudi verlas sie vor den Ohren des Königs und vor den Ohren aller Amtsoberen, die um den König standen.
19932#Jeremia,36,22#22. Der König aber saß im Winterpalast - im neunten Monat - das Kohlenbecken angezündet vor sich.
19933#Jeremia,36,23#23. Und es war, wenn Jehudi drei Spalten oder vier verlesen hatte, riß er sie mit dem Schreibermesser ab und warf sie in das Feuer auf dem Kohlenbecken, bis die ganze Rolle in dem Feuer auf dem Kohlenbecken vernichtet war.
19934#Jeremia,36,24#24. Und sie erschraken nicht und zerrissen ihre Kleider nicht, der König und alle seine Diener, die alle diese Worte hörten!
19935#Jeremia,36,25#25. Und obwohl Elnatan, Delajahu und Gemarjahu in den König drangen, die Rolle nicht zu verbrennen, hörte er doch nicht auf sie.
19936#Jeremia,36,26#26. Dann befahl der König Jerahmeël, des Königs Sohn, Serajahu, dem Sohn Asriëls, und Schelemjahu, dem Sohn Abdeëls, Baruch, den Schreiber, und Jirmejahu, den Gottbegeisteten, zu ergreifen. Aber der Ewige verbarg sie.
19937#Jeremia,36,27#27. Und es erging das Wort des Ewigen an Jirmejahu, nachdem der König die Rolle verbrannt hatte und die Worte, die Baruch vom Mund Jirmejahus niedergeschrieben hatte, besagend:
19938#Jeremia,36,28#28. «Nimm dir nochmals eine andere Rolle und schreibe auf sie alle die früheren Worte, die auf der ersten Rolle waren, die Jehojakim, der König von Jehuda, verbrannt hat.
19939#Jeremia,36,29#29. Aber über Jehojakim, den König von Jehuda, sollst du sprechen: So spricht der Ewige: Du hast diese Rolle verbrannt und gesagt: ,Warum hast du auf ihr geschrieben: Kommen wird der König von Babel und wird dieses Land verderben und Mensch und Tier daraus vertilgen?'
19940#Jeremia,36,30#30. Darum spricht so der Ewige über Jehojakim, den König von Jehuda: Er wird keinen haben, der auf dem Thron Dawids sitzt, und sein Leichnam wird hingeworfen sein der Hitze am Tag und dem Sturm bei Nacht.
19941#Jeremia,36,31#31. Und ich werde an ihm, seinem Samen und seinen Dienern ihre Schuld ahnden und werde über sie und die Bewohner Jeruschalaims und den Mann von Jehuda all das Unheil bringen, das ich über sie geredet, ohne daß sie hörten.»
19942#Jeremia,36,32#32. Und Jirmejahu nahm eine andere Rolle und gab sie Baruch, dem Schreiber, dem Sohn Nerijahus, und der schrieb darauf vom Mund Jirmejahus alle Worte des Buches, das Jehojakim, der König von Jehuda, im Feuer verbrannt hatte und noch dazu, zu ihnen, viele Worte gleicher Art.
19943#Jeremia,37,1#1. Und König Zidkijahu, der Sohn Joschijahus, ward König anstelle Konjahus, des Sohnes Jehojakims, den Nebuchadrezzar, der König von Babel, im Land Jehuda als König einsetzte.
19944#Jeremia,37,2#2. Er aber und seine Diener und das Volk des Landes hörten nicht auf die Worte des Ewigen, die er durch Jirmejahu, den Gottbegeisteten, redete.
19945#Jeremia,37,3#3. Und der König Zidkijahu schickte Jehuchal, den Sohn Schelemjas, und den Priester Zefanjahu, den Sohn Maasejas, zu Jirmejahu, dem Gottbegeisteten, ihm zu sagen: «Bete doch für uns zum Ewigen, unserm Gott.»
19946#Jeremia,37,4#4. Jirmejahu aber ging ein und aus inmitten des Volkes, man hatte ihn nicht ins Gefängnis gesetzt.
19947#Jeremia,37,5#5. Aber das Heer Par'os war von Mizraim ausgezogen, und als die Kasdäer, die Jeruschalaim belagerten, die Kunde davon hörten, zogen sie von Jeruschalaim ab.
19948#Jeremia,37,6#6. Da erging das Wort des Ewigen an Jirmejahu, den Gottbegeisteten, besagend:
19949#Jeremia,37,7#7. «So spricht der Ewige, der Gott Jisraëls: So sollt ihr sprechen zum König von Jehuda, der euch zu mir sendet, um mich zu befragen: Sieh, das Heer Par'os, das euch zur Hilfe auszieht, kehrt um in sein Land Mizraim.
19950#Jeremia,37,8#8. Dann werden die Kasdäer wiederkommen und diese Stadt bekriegen, sie erobern und im Feuer verbrennen.
19951#Jeremia,37,9#9. So spricht der Ewige: Betrügt euch nicht selbst, daß ihr denkt: Abziehn werden von uns die Kasdäer! Denn sie werden nicht abziehn!
19952#Jeremia,37,10#10. Sondern, wenn ihr auch das ganze Heer der Kasdäer, die euch bekriegen, schlüget, und es blieben bei ihnen nur durchbohrte Männer übrig, so werden diese sich, jeder in seinem Zelt, erheben und diese Stadt im Feuer verbrennen.»
19953#Jeremia,37,11#11. Es war aber damals, als das Heer der Kasdäer von Jeruschalaim vor dem Heer Par'os abzog,
19954#Jeremia,37,12#12. da verließ Jirmejahu Jeruschalaim, um nach dem Land Binjamin zu gehen, um von dort inmitten des Volkes hinwegzuschlüpfen.
19955#Jeremia,37,13#13. Wie er sich im Binjamintor befand - und dort war ein Wachtkommandant namens Jir'ija, der Sohn Schelemjas, des Sohnes Hananjas -, da ergriff der Jirmejahu, den Gottbegeisteten, und sagte: «Du läufst zu den Kasdäern über!»
19956#Jeremia,37,14#14. Da sprach Jirmejahu: «Lüge! Ich laufe nicht zu den Kasdäern über!» Aber der hörte nicht auf ihn, sondern Jir'ija ergriff Jirmejahu und brachte ihn zu den Amtsoberen.
19957#Jeremia,37,15#15. Da ergrimmten die Oberen über Jirmejahu, schlugen ihn und warfen ihn ins Gefängnis, in das Haus des Schreibers Jehonatan, denn dieses hatten sie zum Gefängnis gemacht.
19958#Jeremia,37,16#16. So kam Jirmejahu in das Schachtverlies und in die Gewölbe; und Jirmejahu blieb dort viele Tage.
19959#Jeremia,37,17#17. Da sandte der König Zidkijahu und ließ ihn holen, und der König befragte ihn insgeheim in seinem Haus und sprach: «Gibt es ein Wort vom Ewigen?» Da sagte Jirmejahu: «Ja!» Und er sprach: «In die Hand des Königs von Babel wirst du gegeben werden!»
19960#Jeremia,37,18#18. Dann sprach Jirmejahu zum König Zidkijahu: «Was habe ich gegen dich, deine Diener und dieses Volk verschuldet, daß ihr mich ins Gefängnis geworfen habt?
19961#Jeremia,37,19#19. Und wo sind nun eure Begeisteten, die euch geweissagt und gesprochen haben: Der König von Babel wird nicht über euch und über dieses Land kommen!
19962#Jeremia,37,20#20. Nun aber, höre doch, mein Herr König! Laß doch mein Flehen vor dich fallen und sende mich nicht zurück in das Haus des Schreibers Jehonatan, daß ich nicht dort umkomme!»
19963#Jeremia,37,21#21. Da gab der König Zidkijahu Befehl, und man verwahrte Jirmejahu im Wachthof und gab ihm einen Laib Brot für den Tag aus der Bäckergasse, bis alles Brot aus der Stadt aufgezehrt war. So blieb Jirmejahu im Wachthof.
19964#Jeremia,38,1#1. Da hörten Schefatjahu, der Sohn Mattans, Gedaljahu, der Sohn Paschhurs, Juchal, der Sohn Schelemjahus, und Paschhur, der Sohn Malkijas, die Worte, die Jirmejahu zu allem Volk geredet hatte, da er sagte:
19965#Jeremia,38,2#2. «So spricht der Ewige: Wer in dieser Stadt bleibt, wird durch Schwert, Hunger und Pest sterben, wer aber zu den Kasdäern hinausgeht, wird am Leben bleiben, er wird seine Seele als Beute haben und leben.
19966#Jeremia,38,3#3. So spricht der Ewige: Gegeben wird diese Stadt in die Hand des Heeres des Königs von Babel, und er wird sie erobern.»
19967#Jeremia,38,4#4. Da sprachen die Obersten zum König: «Getötet werden soll dieser Mann, denn er macht ja die Hände der Kriegsmannen schlaff, die in dieser Stadt geblieben sind, und die Hände des ganzen Volkes, indem er zu ihnen solche Worte redet. Denn dieser Mann erstrebt nicht Heil für dieses Volk, sondern Unheil!»
19968#Jeremia,38,5#5. Da sprach der König Zidkijahu: «Seht, er ist in eurer Hand, denn der König vermag nichts gegen euch!»
19969#Jeremia,38,6#6. Da ergriffen sie Jirmejahu und warfen ihn in die Zisterne des Königssohnes Malkijahu, die im Wachthof war, indem sie Jirmejahu an Stricken hinabließen. In der Zisterne aber war kein Wasser, sondern Schlamm, und Jirmejahu versank im Schlamm.
19970#Jeremia,38,7#7. Als nun der Kuschite Ebedmelech, ein Verschnittener, der im Haus des Königs war, hörte, daß man Jirmejahu in die Zisterne gebracht hatte - der König aber saß im Binjamintor -
19971#Jeremia,38,8#8. da ging Ebedmelech aus dem Haus des Königs und sprach zum König:
19972#Jeremia,38,9#9. «Mein Herr König, übel haben diese Männer gehandelt mit allem, was sie Jirmejahu, dem Gottbegeisteten, angetan haben, daß sie ihn in die Zisterne warfen! Nun kommt er vor Hunger an der Stelle um, denn es ist kein Brot mehr in der Stadt.»
19973#Jeremia,38,10#10. Da befahl der König dem Kuschiten Ebedmelech und sagte: «Nimm mit dir von hier dreißig Mann und hole Jirmejahu, den Gottbegeisteten, aus der Zisterne herauf, bevor er umkommt.»
19974#Jeremia,38,11#11. Da nahm Ebedmelech die Männer mit sich, ging in das Haus des Königs unterhalb der Schatzkammer, nahm von dort Lumpen von abgelegten und zerrissenen Kleidern und ließ sie Jirmejahu an Stricken in die Zisterne hinab.
19975#Jeremia,38,12#12. Und der Kuschite Ebedmelech sprach zu Jirmejahu: «Tu doch die Lumpen der abgelegten und zerrissenen Kleider unter deine Achselhöhlen an den Ort der Stricke!» Da tat Jirmejahu so.
19976#Jeremia,38,13#13. Dann faßten sie Jirmejahu mit den Stricken und holten ihn aus der Zisterne herauf. Und Jirmejahu blieb im Wachthof.
19977#Jeremia,38,14#14. Darauf sandte der König Zidkijahu hin und ließ Jirmejahu, den Gottbegeisteten, zu sich in den dritten Eingang vom Haus des Ewigen bringen, und der König sprach zu Jirmejahu: «Ich will dich etwas fragen, hehle nichts vor mir!»
19978#Jeremia,38,15#15. Da sprach Jirmejahu zu Zidkijahu: «Wenn ich es dir kundtue, wirst du mich ja töten. Und wenn ich dir einen Rat gebe, wirst du doch nicht auf mich hören!»
19979#Jeremia,38,16#16. Da schwor der König Zidkijahu dem Jirmejahu insgeheim und sprach: «Es lebt der Ewige, der uns diese Seele geschaffen hat! Ob ich dich töten und dich in die Hand dieser Männer geben werde, die dir nach dem Leben trachten!»
19980#Jeremia,38,17#17. Da sprach Jirmejahu zu Zidkijahu: «So spricht der Ewige, der Gott der Scharen, der Gott Jisraëls: Wenn du hinausgehst zu den Obersten des Königs von Babel, dann wird deine Seele am Leben bleiben und diese Stadt nicht im Feuer verbrannt werden, und leben bleiben wirst du und dein Haus.
19981#Jeremia,38,18#18. Wenn du aber nicht zu den Obersten des Königs von Babel hinausgehst, dann wird diese Stadt in die Hand der Kasdäer gegeben, und sie werden sie im Feuer verbrennen, und auch du wirst ihrer Hand nicht entrinnen.»
19982#Jeremia,38,19#19. Da sprach der König Zidkijahu zu Jirmejahu: «Ich bange vor den Jehudäern, die zu den Kasdäern übergelaufen sind, daß man mich in ihre Hand gäbe, und sie mich mißhandelten.»
19983#Jeremia,38,20#20. Da sprach Jirmejahu: «Man wird nicht preisgeben! Höre doch auf die Stimme des Ewigen in dem, was ich zu dir rede, dann wird es dir wohlergehn, und deine Seele wird leben.
19984#Jeremia,38,21#21. Wenn du dich aber weigerst hinauszugehn, ist das es, was der Ewige mich schauen ließ:
19985#Jeremia,38,22#22. Sieh, alle Frauen, die noch im Haus des Königs von Jehuda übriggeblieben sind, werden hinausgeführt zu den Obersten des Königs von Babel, und dabei sprechen: ,Sie haben dich verführt, sie konnten an dich / deiner Freundschaft Leute / da dir im Sumpf die Füße sanken / entwichen sie rückwärts!'
19986#Jeremia,38,23#23. Und alle deine Frauen und Kinder führt man zu den Kasdäern hinaus, und auch du wirst ihrer Hand nicht entrinnen, sondern von der Hand des Königs von Babel wirst du ergriffen werden, und diese Stadt wird man im Feuer verbrennen.»
19987#Jeremia,38,24#24. Dann sprach Zidkijahu zu Jirmejahu: «Niemand soll von diesen Dingen wissen, damit du nicht stirbst!
19988#Jeremia,38,25#25. Wenn aber die Obersten hören, daß ich mit dir gesprochen habe, und zu dir kommen und zu dir sagen: ,Tu uns doch kund, was du zum König geredet hast, hehle uns nichts, sonst töten wir dich, und was der König zu dir gesprochen hat',
19989#Jeremia,38,26#26. dann sage ihnen: ,Ich habe mein Flehen vor dem König niedergelegt, daß er mich nicht in das Haus Jehonatans zurückbringen lasse, daß ich dort sterbe.»
19990#Jeremia,38,27#27. Dann kamen alle Obersten zu Jirmejahu und befragten ihn; da erzählte er ihnen gemäß all diesen Worten, die der König befohlen hatte. Da ließen sie schweigend von ihm, denn die Sache war nicht laut geworden.
19991#Jeremia,38,28#28. So blieb Jirmejahu im Wachthof bis zum Tag, da Jeruschalaim erobert wurde.
19992#Jeremia,39,1#Es war aber, als Jeruschalaim erobert war 1. - im neunten Jahr Zidkijahus, des Königs von Jehuda, im zehnten Monat, kam Nebuchadrezzar, der König von Babel, und sein ganzes Heer nach Jeruschalaim, und sie belagerten es.
19993#Jeremia,39,2#2. Im elften Jahr Zidkijahus, im vierten Monat, am Neunten des Monats wurde die Stadt erbrochen.
19994#Jeremia,39,3#3. Da kamen alle Obersten des Königs von Babel und saßen im Mitteltor nieder: Nergal-Schar'ezer, Samgar-Nebo, Sarsechim, der Oberhöfling, Nergal-Schar'ezer, der Großmagier, und alle übrigen Obersten des Königs von Babel.
19995#Jeremia,39,4#4. Es war aber, als Zidkijahu, der König von Jehuda, und alle Kriegsleute dies sahen, da flohen sie und verließen nachts die Stadt auf dem Weg am Königsgarten durch das Tor zwischen den Mauern, und man zog hinaus den Weg zur Niederung.
19996#Jeremia,39,5#5. Da setzte das Heer der Kasdäer ihnen nach, und sie holten Zidkijahu ein in den Niederungen von Jereho, ergriffen ihn und brachten ihn hinauf zu Nebuchadrezzar, dem König von Babel, nach Ribla im Land Hamat, und der sprach ihm Gericht.
19997#Jeremia,39,6#6. Und der König von Babel schlachtete die Söhne Zidkijahus in Ribla vor seinen Augen ab, und auch alle Edlen Jehudas schlachtete der König von Babel ab.
19998#Jeremia,39,7#7. Und die Augen Zidkijahus blendete er und fesselte ihn mit ehernen Ketten, um ihn nach Babel zu bringen.
19999#Jeremia,39,8#8. Und das Haus des Königs und das Volkshaus verbrannten die Kasdäer im Feuer, und die Mauern Jeruschalaims rissen sie nieder.
20000#Jeremia,39,9#9. Aber den Rest des Volkes, das in der Stadt übriggeblieben war, und die Überläufer, die zu ihm abgefallen waren, und den Rest des Volkes, der übriggeblieben war, führte Nebusar'adan, der Oberste der Leibwächter, nach Babel.
20001#Jeremia,39,10#10. Aber vom niedern Volk, die nichts besaßen, ließ Nebusar'adan, der Oberste der Leibwächter, im Land Jehuda zurück und gab ihnen Weinberge und Äcker an jenem Tag.
20002#Jeremia,39,11#11. Und Nebuchadrezzar, der König von Babel, entbot betreffs Jirmejahus an Nebusar'adan, den Obersten der Leibwächter, ihm sagend:
20003#Jeremia,39,12#12. «Nimm ihn und richte deine Augen auf ihn und tu ihm nichts Böses, sondern wie er zu dir sagen wird, so tu mit ihm.»
20004#Jeremia,39,13#13. Da sandte Nebusar'adan, der Oberste der Leibwächter, Nebuschasban, der Oberhöfling, und Nergal-Schar'ezer, der Großmagier, und alle Großen des Königs von Babel,
20005#Jeremia,39,14#14. die sandten hin, ließen Jirmejahu aus dem Wachthof holen und übergaben ihn Gedaljahu, dem Sohn Ahikams, des Sohnes Schafans, um ihn ins Haus hinauszuführen. Und er blieb inmitten des Volkes.
20006#Jeremia,39,15#15. An Jirmejahu aber war das Wort des Ewigen ergangen, während er im Wachthof eingeschlossen war, besagend:
20007#Jeremia,39,16#16. «Geh hin und sprich zu dem Kuschiten Ebedmelech: So spricht der Ewige der Scharen, der Gott Jisraëls: Sieh, ich bringe meine Worte über diese Stadt zum Unheil und nicht zum Heil, und sie werden vor dir geschehen an jenem Tag.
20008#Jeremia,39,17#17. Dich aber werde ich retten an jenem Tag, ist des Ewigen Spruch, und du wirst nicht in die Hand der Männer gegeben werden, vor denen du dich fürchtest.
20009#Jeremia,39,18#18. Denn ich werde dich entrinnen lassen, und du wirst nicht durchs Schwert fallen, und dein Leben wird dir zur Beute sein, da du auf mich vertraut hast! ist des Ewigen Spruch.»
20010#Jeremia,40,1#1. Das Wort, das an Jirmejahu erging vom Ewigen, nachdem ihn Nebusar'adan, der Oberste der Leibwächter, von ha-Rama entlassen hatte, indem er ihn holen ließ; er aber war mit Ketten gefesselt inmitten aller Deportierten von Jeruschalaim und Jehuda, die nach Babel fortgeführt wurden.
20011#Jeremia,40,2#2. Da ließ der Oberste der Leibwächter Jirmejahu holen und sprach zu ihm: «Der Ewige, dein Gott, hat dieses Unheil über diesen Ort geredet.
20012#Jeremia,40,3#3. Vollbracht und getan hat nun der Ewige, wie er es geredet hat; weil ihr gegen den Ewigen gesündigt und nicht auf seine Stimme gehört habt, so ist euch dies geschehen.
20013#Jeremia,40,4#4. Nun aber, sieh, ich habe dich heute von den Fesseln losgemacht, die an deiner Hand waren. Wenn es dir gefällt, mit mir nach Babel zu gehen, so komm, und ich will mein Auge auf dich richten; und wenn es dir mißfällt, mit mir nach Babel zu gehen, so laß es. Sieh, das ganze Land liegt vor dir: Wohin es in deinen Augen gut und recht ist zu gehen, dahin geh.»
20014#Jeremia,40,5#5. Und da er noch nicht umkehrte: - «Kehre zurück zu Gedalja, dem Sohn Ahikams, des Sohnes Schafans, den der König von Babel (zum Statthalter) in den Städten Jehudas bestellt hat, und bleibe bei ihm unter dem Volk, oder wohin immer es in deinen Augen recht erscheint zu gehen, geh.» Dann gab ihm der Oberste der Leibwächter Wegzehrung und Ehrengabe und entließ ihn.
20015#Jeremia,40,6#6. So kam Jirmejahu zu Gedalja, dem Sohn Ahikams, nach ha-Mizpa und blieb bei ihm inmitten des Volkes, das im Land zurückgeblieben war.
20016#Jeremia,40,7#7. Als alle die Truppenführer die mit ihren Mannen noch im offenen Feld waren, hörten, daß der König von Babel Gedaljahu, den Sohn Ahikams, im Land bestellt und ihm Männer, Frauen und Kinder anvertraut hatte und von den Armen des Landes, die nicht nach Babel fortgeführt waren,
20017#Jeremia,40,8#8. da kamen sie zu Gedalja nach ha-Mizpa, und auch Jischmaël, der Sohn Netanjahus, Johanan und Jonatan, die Söhne Kareahs, Seraja, der Sohn Tanhumets, die Söhne Efais aus Netofa und Jesanjahu, der Sohn des Ma'achatiters, sie und ihre Mannen.
20018#Jeremia,40,9#9. Und Gedaljahu, der Sohn Ahikams, des Sohnes Schafans, schwor ihnen und ihren Leuten, indem er sprach: «Fürchtet nicht, den Kasdäern zu dienen! Bleibt im Land und dient dem König von Babel, daß es euch wohlergehe.
20019#Jeremia,40,10#10. Ich aber, ich bleibe in ha-Mizpa, um vor den Kasdäern, die zu uns kommen, einzustehn. Ihr aber bringt Wein und Obst und Öl ein und tut es in eure Gefäße, und bleibt in euren Städten, die ihr in Besitz genommen habt!»
20020#Jeremia,40,11#11. Und auch alle Jehudäer in Moab, bei den Söhnen Ammons und in Edom und die in allen Ländern, hörten, daß der König von Babel Jehuda einen Überrest gelassen, und daß er Gedaljahu, den Sohn Ahikams, des Sohnes Schafans, über sie bestellt hatte.
20021#Jeremia,40,12#12. Da kehrten alle Jehudäer von all den Orten, dahin sie versprengt worden waren, zurück und kamen ins Land Jehuda zu Gedaljahu nach ha-Mizpa und brachten sehr viel Wein und Obst ein.
20022#Jeremia,40,13#13. Und Johanan, der Sohn Kareahs, und all die Truppenführer, die im Feld waren, kamen zu Gedaljahu nach ha-Mizpa
20023#Jeremia,40,14#14. und sprachen zu ihm: «Weißt du auch, daß Baalis, der König der Söhne Ammons, Jischmaël, den Sohn Netanjas, gesandt hat, um dich zu erschlagen?» Aber Gedaljahu, der Sohn Ahikams, glaubte ihnen nicht.
20024#Jeremia,40,15#15. Und Johanan, der Sohn Kareahs, sprach zu Gedaljahu insgeheim in ha-Mizpa: «Ich will doch hingehn und Jischmaël, den Sohn Netanjas, erschlagen, und niemand soll es wissen. Warum soll er dich erschlagen, daß ganz Jehuda, das sich um dich gesammelt hat, sich zerstreut, und der Rest Jehudas zugrunde geht?»
20025#Jeremia,40,16#16. Aber Gedaljahu, der Sohn Ahikams, sprach zu Johanan, dem Sohn Kareahs: «Tu das nicht, denn Lüge redest du über Jischmaël!»
20026#Jeremia,41,1#1. Es war aber im siebenten Monat, da kam Jischmaël, der Sohn Netanjas, des Sohnes Elischamas, vom Königsstamm, und die Großen des Königs, und zehn Mann mit ihm zu Gedaljahu, dem Sohn Ahikams, nach ha-Mizpa, und sie aßen dort miteinander Brot in ha-Mizpa.
20027#Jeremia,41,2#2. Da erhob sich Jischmaël, der Sohn Netanjas, und die zehn Männer, die mit ihm waren, und sie erschlugen Gedaljahu, den Sohn Ahikams, des Sohnes Schafans, mit dem Schwert, und man tötete ihn, den der König von Babel im Land bestellt hatte.
20028#Jeremia,41,3#3. Und alle Jehudäer, die bei ihm, bei Gedaljahu, in ha-Mizpa waren, und die Kasdäer, die sich dort befanden, die Kriegsleute, erschlug Jischmaël.
20029#Jeremia,41,4#4. Es war aber am zweiten Tag nach der Ermordung Gedaljahus - da niemand davon wußte -
20030#Jeremia,41,5#5. da kamen Männer von Schechem, von Schilo und von Schomeron, achtzig Mann, den Bart geschoren, die Kleider zerrissen und (die Haut) eingeritzt, Mehlspende und Weihrauch bei sich führend, um sie ins Haus des Ewigen zu bringen.
20031#Jeremia,41,6#6. Da kam Jischmaël, der Sohn Netanjas, ihnen entgegen von ha-Mizpa heraus, ging und weinte im Gehen. Und es war, als er sie traf, da sprach er zu ihnen: «Kommt zu Gedaljahu, dem Sohn Ahikams!»
20032#Jeremia,41,7#7. Es war aber, als sie in die Stadt gekommen waren, da schlachtete sie Jischmaël, der Sohn Netanjas, in die Zisterne hinein, er und die Leute, die mit ihm waren.
20033#Jeremia,41,8#8. Zehn Männer aber befanden sich unter ihnen, die sprachen zu Jischmaël: «Töte uns nicht, denn wir haben vergrabenes Gut auf dem Feld: Weizen, Gerste, Öl und Honig!» Da stand er davon ab und tötete sie nicht inmitten ihrer Brüder.
20034#Jeremia,41,9#9. Die Zisterne aber, in die Jischmaël alle Leichen der Männer warf, die er Gedaljahus wegen erschlagen hatte, ist die, die der König Asa Ba'schas wegen, des Königs von Jisraël, angelegt hatte; sie füllte Jischmaël, der Sohn Netanjas, mit Erschlagenen.
20035#Jeremia,41,10#10. Dann machte Jischmaël den ganzen Rest des Volkes, der in ha-Mizpa war, zu Gefangenen, die Königstöchter und das ganze Volk, das in ha-Mizpa zurückgeblieben war, und das Nebusar'adan, der Oberste der Leibwächter, Gedaljahu, dem Sohn Ahikams, anvertraut hatte, die machte Jischmaël, der Sohn Netanjas, zu Gefangenen und zog fort, um zu den Söhnen Ammons hinüberzukommen.
20036#Jeremia,41,11#11. Da hörten Johanan, der Sohn Kareahs, und alle Truppenführer, die bei ihm waren, all das Böse, das Jischmaël, der Sohn Netanjas, getan hatte,
20037#Jeremia,41,12#12. und sie nahmen alle Mannen und zogen aus, um gegen Jischmaël, den Sohn Netanjas, zu kämpfen, und fanden ihn an dem großen Wasser zu Gib'on.
20038#Jeremia,41,13#13. Als nun alles Volk, das bei Jischmaël war, Johanan, den Sohn Kareahs, und alle Truppenführer, die bei ihm waren, erblickten, da freuten sie sich,
20039#Jeremia,41,14#14. und es wandte sich alles Volk, das Jischmaël von ha-Mizpa gefangen fortgeführt hatte, und sie kehrten um und gingen zu Johanan, dem Sohn Kareahs.
20040#Jeremia,41,15#15. Jischmaël aber, der Sohn Netanjas, entrann mit acht Mann vor Johanan und ging zu den Söhnen Ammons.
20041#Jeremia,41,16#16. Dann nahm Johanan, der Sohn Kareahs, und alle Truppenführer, die bei ihm waren, den ganzen Überrest des Volkes, den er zurückgebracht hatte von Jischmaël, dem Sohn Netanjas, von ha-Mizpa, nachdem der Gedalja, den Sohn Ahikams, erschlagen hatte, Männer, Kriegsleute, Frauen, Kinder und Verschnittene, die er von Gib'on zurückgebracht hatte,
20042#Jeremia,41,17#17. und sie zogen und blieben in Gerut-Kimham, das bei Bet-Lehem liegt, um weiterzuziehn und nach Mizraim zu gelangen
20043#Jeremia,41,18#18. vor den Kasdäern; denn sie fürchteten vor ihnen, weil Jischmaël, der Sohn Netanjas, Gedaljahu, den Sohn Ahikams, erschlagen, den der König von Babel im Land bestellt hatte.
20044#Jeremia,42,1#1. Da traten alle Truppenführer und Johanan, der Sohn Kareahs, Jesanja, der Sohn Hoscha'jas, und alles Volk von klein bis groß heran
20045#Jeremia,42,2#2. und sprachen zu Jirmejahu, dem Gottbegeisteten: «Laß doch unser Flehen vor dir niederfallen und bete für uns zu dem Herrn, deinem Gott, für diesen ganzen Überrest - denn wir sind wenig von viel geblieben, wie deine Augen uns sehen -
20046#Jeremia,42,3#3. daß uns der Ewige, dein Gott, den Weg kundtue, den wir gehen, und das, was wir tun sollen.»
20047#Jeremia,42,4#4. Da sprach zu ihnen Jirmejahu, der Gottbegeistete: «Ich habe es gehört. Ich will zu dem Ewigen, eurem Gott, beten nach euren Worten, und so werde ich denn alles, was der Ewige euch antworten wird, euch kundtun, ich werde euch kein Wort vorenthalten.»
20048#Jeremia,42,5#5. Sie aber sprachen zu Jirmejahu: «Es sei der Ewige gegen uns zum wahren und wahrhaftigen Zeugen, wenn wir nicht ganz nach dem Wort, womit der Ewige, dein Gott, dich zu uns sendet, so tun werden.
20049#Jeremia,42,6#6. Ob gut, ob schlimm: Auf die Stimme des Ewigen, unseres Gottes, zu dem wir dich senden, wollen wir hören, damit es uns wohl ergehe, wenn wir auf die Stimme des Ewigen, unseres Gottes, hören.
20050#Jeremia,42,7#7. Es war nun nach Ablauf von zehn Tagen, da erging das Wort des Ewigen an Jirmejahu.
20051#Jeremia,42,8#8. Da berief er Johanan, den Sohn Kareahs, alle Truppenführer, die bei ihm waren, und alles Volk von klein bis groß
20052#Jeremia,42,9#9. und sprach zu ihnen: «So spricht der Ewige, der Gott Jisraëls, zu dem ihr mich gesandt, um euer Flehen vor ihm niederzulegen:
20053#Jeremia,42,10#10. Wenn ihr wohnen bleibt in diesem Land, so werde ich euch aufbauen und nicht niederreißen, euch einpflanzen und nicht ausreißen, denn es gereut mich des Unheils, das ich euch angetan habe.
20054#Jeremia,42,11#11. Fürchtet nicht vor dem König von Babel, vor dem ihr in Furcht seid, fürchtet nicht vor ihm, ist des Ewigen Spruch, denn mit euch bin ich, euch zu helfen und euch aus seiner Hand zu retten.
20055#Jeremia,42,12#12. Ich werde euch Erbarmen schaffen, und er wird sich eurer erbarmen und euch zu eurem Boden zurückbringen.
20056#Jeremia,42,13#13. Wenn ihr aber sagt: ,Wir wollen nicht in diesem Land wohnen bleiben!', so daß ihr nicht auf die Stimme des Ewigen, eures Gottes, hört,
20057#Jeremia,42,14#14. indem ihr sagt: ,Nein! Ins Land Mizraim wollen wir kommen, daß wir Krieg nicht sehen, den Schall des Horns nicht hören und nach Brot nicht hungern, und dort wollen wir wohnen bleiben!'
20058#Jeremia,42,15#15. Und nun, hört darum das Wort des Ewigen, Rest Jehudas! So spricht der Ewige der Scharen, der Gott Jisraëls: Wenn ihr euer Antlitz darauf richtet, nach Mizraim zu kommen, und ihr dorthin kommt, um dort zu verweilen,
20059#Jeremia,42,16#16. so wird das Schwert, vor dem ihr fürchtet, euch dort erreichen im Land Mizraim, und der Hunger, vor dem ihr bangt, euch dorthin, nach Mizraim, nachsetzen, und werdet ihr dort sterben.
20060#Jeremia,42,17#17. Und dann werden alle die Männer, welche ihr Antlitz richten, nach Mizraim zu kommen, um dort zu verweilen, durch Schwert, Hunger und Pest umkommen, und es wird ihnen kein Restling und Flüchtling bleiben vor dem Unheil, das ich über sie bringe.
20061#Jeremia,42,18#18. Denn so spricht der Ewige der Scharen, der Gott Jisraëls: Wie sich ergossen hat mein Zorn und Grimm über die Bewohner Jeruschalaims, so wird sich mein Grimm über euch ergießen, wenn ihr nach Mizraim kommt, und ihr werdet zum Fluch und zum Gezischel, zur Verwünschung und zum Schimpf werden und werdet diese Stätte nicht mehr sehen!
20062#Jeremia,42,19#19. Geredet hat der Ewige über euch, Rest Jehudas: Ihr sollt nicht nach Mizraim kommen! Wissen sollt ihr, daß ich euch heute verwarnt habe!
20063#Jeremia,42,20#20. Denn um euer Leben habt ihr Täuschung verübt, da ihr mich zum Ewigen, eurem Gott, gesandt und gesprochen habt: ,Bete für uns zum Ewigen, unserm Gott, und ganz wie der Ewige, unser Gott, sprechen wird, so tu es uns kund, und wir wollen es tun!'
20064#Jeremia,42,21#21. Nun habe ich es euch heute kundgetan, ihr aber habt nicht gehört auf die Stimme des Ewigen, eures Gottes, und auf alles, womit er mich zu euch gesandt.
20065#Jeremia,42,22#22. Nunmehr wißt, daß ihr durch Schwert, Hunger und Pest umkommen werdet an dem Ort, dahin ihr kommen wolltet, um dort zu verweilen.»
20066#Jeremia,43,1#1. Es war aber, als Jirmejahu geendet hatte, zu allem Volk alle Worte des Ewigen, ihres Gottes, zu reden, womit ihn der Ewige, ihr Gott, zu ihnen gesandt hatte, alle diese Worte,
20067#Jeremia,43,2#2. da sprach Asarja, der Sohn Hoscha'jas, und Johanan, der Sohn Kareahs, und alle die böswilligen Männer, sie sagten zu Jirmejahu: «Lüge redest du! Nicht hat dich der Ewige, unser Gott, gesandt und gesprochen: ,Ihr sollt nicht nach Mizraim kommen, dort zu verweilen!'
20068#Jeremia,43,3#3. Sondern Baruch, der Sohn Nerijas, reizt dich gegen uns auf, um uns in die Hand der Kasdäer zu geben, daß sie uns töten und uns nach Babel fortführen!»
20069#Jeremia,43,4#4. Und Johanan, der Sohn Kareahs, die Truppenführer und alles Volk hörten nicht auf die Stimme des Ewigen, im Land Jehuda wohnen zu bleiben,
20070#Jeremia,43,5#5. sondern es nahmen Johanan, der Sohn Kareahs, und alle Truppenführer den ganzen Überrest Jehudas, die von allen Völkern, wohin sie versprengt worden, zurückgekehrt waren, um im Land Jehuda zu weilen,
20071#Jeremia,43,6#6. die Männer, Frauen und Kinder und die Königstöchter und all die Personen, die Nebusar'adan, der Oberste der Leibwächter, bei Gedaljahu, dem Sohn Ahikams, des Sohnes Schafans, belassen hatte, und auch Jirmejahu, den Gottbegeisteten, und Baruch, den Sohn Nerijahus,
20072#Jeremia,43,7#7. und zogen ins Land Mizraim, denn sie hörten nicht auf die Stimme des Ewigen. Und sie gelangten bis nach Tahpanhes.
20073#Jeremia,43,8#8. Und es erging das Wort des Ewigen an Jirmejahu in Tahpanhes, besagend:
20074#Jeremia,43,9#9. «Nimm mit dir große Steine und vergrabe sie mit Mörtel im Ziegelpflaster, das am Eingang zum Haus Par'os in Tahpanhes ist, vor den Augen jehudäischer Männer,
20075#Jeremia,43,10#10. und sprich zu ihnen: So spricht der Ewige der Scharen, der Gott Jisraëls: Sieh, ich sende hin und hole Nebuchadrezzar, den König von Babel, meinen Knecht, und setze seinen Thron über diese Steine, die ich vergraben habe, und er wird sein Netz über sie ausspannen.
20076#Jeremia,43,11#11. Und er kommt und schlägt das Land Mizraim: Was des Todes - dem Tod, was der Gefangenschaft - der Gefangenschaft, was des Schwertes - dem Schwert.
20077#Jeremia,43,12#12. Und ich werde Feuer anlegen an die Tempel der Götter Mizraims, und er wird sie verbrennen und zu Gefangenen machen und wird das Land Mizraim umschütteln, wie der Hirt seinen Mantel umschüttelt, und wird von dort in Frieden abziehn.
20078#Jeremia,43,13#13. Und zerbrechen wird er die Standmale des Sonnentempels im Land Mizraim, und die Göttertempel Mizraims im Feuer verbrennen.»
20079#Jeremia,44,1#1. Das Wort, das an Jirmejahu erging für alle Jehudäer, die im Land Mizraim wohnten, die wohnten in Migdol und Tahpanhes, in Nof und im Land Patros, besagend:
20080#Jeremia,44,2#2. «So spricht der Ewige der Scharen, der Gott Jisraëls: Ihr habt all das Unheil gesehn, das ich über Jeruschalaim und alle Städte Jehudas gebracht habe, und sie sind heute Wüstenei, und kein Bewohner ist in ihnen.
20081#Jeremia,44,3#3. Ob ihrer Bosheit, die sie verübt, mich zu kränken, da sie hingingen und räucherten und dienten andern Göttern, die sie nicht gekannt, sie, ihr und eure Väter.
20082#Jeremia,44,4#4. Und ich sandte zu euch alle meine Knechte, die Gottbegeisteten, allmorgen wieder, sagend: ,Tut doch nicht dieses Greuelwerk, das ich hasse!'
20083#Jeremia,44,5#5. Sie aber hörten nicht und neigten ihr Ohr nicht, daß sie umkehrten von ihrer Bosheit, nicht anderen Göttern zu räuchern.
20084#Jeremia,44,6#6. Da ergoß sich mein Grimm und mein Zorn und brannte in den Städten Jehudas und den Gassen Jeruschalaims, und sie wurden zu Wüstenei und Einöde, wie es heute ist.
20085#Jeremia,44,7#7. Und nun spricht so der Ewige, der Gott der Scharen, der Gott Jisraëls: Warum tut ihr euch selbst so großes Übel, euch auszurotten Mann und Weib, Kleinkind und Säugling aus Jehuda, euch keinen Überrest zu lassen,
20086#Jeremia,44,8#8. daß ihr mich kränkt durch eurer Hände Werk, räuchert andern Göttern im Land Mizraim, wohin ihr kommt, da zu verweilen, damit er euch ausrotte, und daß ihr zum Fluch und zum Schimpf werdet unter allen Völkern der Erde?
20087#Jeremia,44,9#9. Habt ihr die Übeltaten eurer Väter vergessen, die Übeltaten der Könige von Jehuda und die Übeltaten seiner Frauen, und eure Übeltaten und die Übeltaten eurer Frauen, die sie im Land Jehuda und in den Gassen Jeruschalaims begingen?
20088#Jeremia,44,10#10. Sie haben sich nicht gebeugt bis auf diesen Tag, sie fürchten nicht und wandeln nicht nach meiner Weisung und meinen Satzungen, die ich euch und euren Vätern vorgelegt habe.
20089#Jeremia,44,11#11. Darum spricht so der Ewige der Scharen, der Gott Jisraëls: Sieh, ich richte mein Antlitz gegen euch zum Unheil, und um ganz Jehuda auszurotten.
20090#Jeremia,44,12#12. Und ich nehme den Rest Jehudas, die ihr Antlitz gerichtet haben, nach Mizraim zu kommen, um dort zu verweilen, und sie werden alle zugrundegehn im Land Mizraim, durchs Schwert fallen, durch Hunger zugrundegehn von klein bis groß, durch Schwert und Hunger werden sie sterben, und sie werden sein zum Fluch, zum Gezischel, zur Verwünschung und zum Schimpf.
20091#Jeremia,44,13#13. Und ich werde es ahnden an denen, die im Land Mizraim wohnen, wie ich es geahndet an Jeruschalaim, mit Schwert, Hunger und Pest.
20092#Jeremia,44,14#14. Nicht wird Flüchtling und Restling sein dem Überrest Jehudas, die kamen, um dort zu verweilen, im Land Mizraim, und um dann zurückzukehren ins Land Jehuda, auf das sie ihre Seele richten, zurückzukehren und dort zu wohnen; denn sie werden nicht zurückkehren, außer als Entronnene.»
20093#Jeremia,44,15#15. Da antworteten Jirmejahu all die Männer, die wußten, daß ihre Frauen andern Göttern räucherten, und alle herumstehenden Frauen, eine große Schar, und alles Volk, das in Mizraim, in Patros wohnte, und sprachen:
20094#Jeremia,44,16#16. «Das Wort, das du zu uns im Namen des Ewigen geredet hast, darin hören wir nicht auf dich!
20095#Jeremia,44,17#17. Sondern tun wollen wir ganz nach dem Wort, das aus unserm Mund gekommen ist, der Himmelskönigin zu räuchern und ihr Gußspenden zu gießen, so wie wir es getan haben, wir und unsere Väter, unsere Könige und unsere Oberen in den Städten Jehudas und den Gassen Jeruschalaims; da aßen wir uns satt an Brot und waren wohlauf und sahen kein Böses.
20096#Jeremia,44,18#18. Aber seitdem wir aufhörten, der Himmelskönigin zu räuchern und ihr Gußspenden zu gießen, haben wir Mangel an allem und schwinden durch Schwert und Hunger dahin.
20097#Jeremia,44,19#19. Und wenn wir der Himmelskönigin räuchern und ihr Gußspenden gießen, haben wir etwa ohne unsere Männer ihr Bildkuchen gemacht, um sie abzubilden, und ihr Gußspenden gegossen?»
20098#Jeremia,44,20#20. Da sprach Jirmejahu zu allem Volk, zu den Männern, den Frauen und allem Volk, das ihm so geantwortet hatte:
20099#Jeremia,44,21#21. «Fürwahr, der Räucherung, die ihr in den Städten Jehudas und den Gassen Jeruschalaims geräuchert habt, ihr und eure Väter, eure Könige und eure Oberen und das Volk des Landes, ihrer gedachte der Ewige, und sie kam ihm in den Sinn;
20100#Jeremia,44,22#22. und weil der Ewige es nicht mehr ertragen konnte wegen der Bosheit eurer Taten und wegen der Greuel, die ihr getan, ward euer Land zu Wüstenei und zum Gezischel und zur Verwünschung, ohne Bewohner, wie es heute ist.
20101#Jeremia,44,23#23. Deswegen, weil ihr geräuchert habt, und weil ihr gegen den Ewigen gesündigt und nicht auf des Ewigen Stimme gehört habt und nach seiner Weisung, seinen Satzungen und Bezeugungen nicht gewandelt seid, deswegen hat euch dieses Unheil betroffen, wie es heute ist.»
20102#Jeremia,44,24#24. Und Jirmejahu sprach zu allem Volk und zu allen Frauen: «Hört das Wort des Ewigen, ganz Jehuda, die ihr im Land Mizraim seid!
20103#Jeremia,44,25#25. So spricht der Ewige der Scharen, der Gott Jisraëls: Ihr und eure Frauen, sprecht aus mit eurem Mund und vollführt mit euren Händen, was ihr sagtet: ,Ausführen wollen wir unsere Gelöbnisse, die wir gelobt haben, der Himmelskönigin zu räuchern und ihr Gußspenden zu gießen.' Haltet nur eure Gelöbnisse und führt nur eure Gelöbnisse aus!
20104#Jeremia,44,26#26. Darum hört das Wort des Ewigen, ganz Jehuda, die ihr wohnt im Land Mizraim! Sieh, geschworen habe ich bei meinem großen Namen, spricht der Ewige: Ob fürder mein Name genannt sein wird im Mund aller Männer Jehudas, der da spräche: ,Es lebt Gott, der Herr!' im ganzen Land Mizraim.
20105#Jeremia,44,27#27. Sieh, ich bin ihretwegen bedacht zum Bösen und nicht zum Guten, daß zugrundegehn alle Männer von Jehuda, die im Land Mizraim sind, durch Schwert und Hunger, bis sie vernichtet sind.
20106#Jeremia,44,28#28. Und Schwertentronnene werden zurückkehren aus dem Land Mizraim in das Land Jehuda, gezählte Männer; und erkennen soll der ganze Rest Jehudas, derer die nach dem Land Mizraim gekommen sind, um dort zu verweilen, wessen Wort bestehen wird: Meines oder ihres.
20107#Jeremia,44,29#29. Und dies sei euch das Wunderzeichen, ist des Ewigen Spruch, daß ichs an euch ahnde an diesem Ort, damit ihr erkennt, daß meine Worte über euch bestehen werden, zum Unheil:
20108#Jeremia,44,30#30. So spricht der Ewige: Sieh, ich gebe Par'o Hofra, den König von Mizraim, in die Hand seiner Feinde und in die Hand derer, die ihm nach dem Leben trachten, wie ich Zidkijahu, den König von Jehuda, in die Hand Nebuchadrezzars, des Königs von Babel, gegeben habe, seines Feindes, der ihm nach dem Leben trachtete.»
20109#Jeremia,45,1#1. Das Wort, das Jirmejahu, der Gottbegeistete, redete zu Baruch, dem Sohn Nerijas, als der diese Worte vom Mund Jirmejahus auf ein Buch geschrieben hatte, im vierten Jahr Jehojakims, des Sohnes Joschijahus, des Königs von Jehuda, besagend:
20110#Jeremia,45,2#2. «So spricht der Ewige, der Gott Jisraëls, über dich, Baruch:
20111#Jeremia,45,3#3. Du hast gesagt: Ach, weh mir / daß der Ewige gefügt / mir Kummer zum Schmerz! / Erschöpft bin ich vom Seufzen / Ruh fand ich nicht!
20112#Jeremia,45,4#4. So sprich zu ihm: So spricht der Ewige: Sieh, was ich aufgebaut / das reiß ich nieder / was ich gepflanzt / das rod ich aus / das ganze Land, das mein ist /
20113#Jeremia,45,5#5. und du suchst Großes dir? / Such nimmer! / Denn, sieh, ich bringe Unheil über alles Fleisch / ist des Ewigen Spruch / dir aber geb dein Leben ich zur Beute / an allen Orten, wo du hingehst.»
20114#Jeremia,46,1#1. Was als Wort des Ewigen an Jirmejahu, den Gottbegeisteten, erging über die Völker:
20115#Jeremia,46,2#2. Über Mizraim, über das Heer Par'o Nechos, des Königs von Mizraim, das am Strom Perat in Karkemisch stand, welches Nebuchadrezzar, der König von Babel, schlug im vierten Jahr Jehojakims, des Sohnes Joschijahus, des Königs von Jehuda:
20116#Jeremia,46,3#3. «Bereitet Schild und Tartsche / und tretet an zum Kampf! /
20117#Jeremia,46,4#4. Schirrt an die Rosse / sitzt auf, ihr Reiter / stellt euch in Helmen / macht blank die Lanzen / legt an die Panzer! /
20118#Jeremia,46,5#5. Was seh ich sie zagen / zurück sie weichen / ihre Helden zerschmettert / zur Flucht sich stürzen / sich nimmer wendend / vor Grauen ringsum? / Ist des Ewigen Spruch.
20119#Jeremia,46,6#6. Nicht entkomme der Schnelle / nicht entrinne der Starke! / Im Norden, am Perat-Strom / sie stürzten, fielen.
20120#Jeremia,46,7#7. Wer ists, der ansteigt wie der Strom / des Wasser wie die Flüsse wogen? /
20121#Jeremia,46,8#8. Mizraim, ansteigts wie der Strom / und wie die Flüsse drin die Wasser wogen. Es spricht: ,Ansteigen will ich, will das Land bedecken / vernichten Stadt und Sassen drin!' /
20122#Jeremia,46,9#9. Heran, ihr Rosse / und tummelt euch, Wagen / daß ausziehn die Helden / Kusch da und Put, die Schilde führend / die Ludier, im Griff den Bogen spannend.
20123#Jeremia,46,10#10. Und jener Tag ist für den Herrn / den Gott der Scharen / ein Tag der Rache / an seinen Feinden sich zu rächen; / da frißt das Schwert sich satt / und trinkt an ihrem Blut sich voll. / Denn eine Schlachtung hält der Herr / der Gott der Scharen / in Nordens Land / am Strom Perat.
20124#Jeremia,46,11#11. Steig nach Gil'ad, hol Balsam / Maid, Tochter Mizraims! / Vergeblich häufst du Arzneien / dir wird nicht Genesung! /
20125#Jeremia,46,12#12. Es hören Völker deine Schmach / und deines Jammers ist die Erde voll / denn Krieger  über Krieger stürzt / zusammen beide fallen.»
20126#Jeremia,46,13#13. Das Wort, das der Ewige zu Jirmejahu, dem Gottbegeisteten, redete, als Nebuchadrezzar, der König von Babel, kam, das Land Mizraim zu schlagen:
20127#Jeremia,46,14#14. «Verkündet in Mizraim, ruft in Migdol aus / ruft aus in Nof und Tahpanhes! / Sprecht: / Stell auf dich, sei bereit / denn um dich frißt das Schwert. /
20128#Jeremia,46,15#15. Warum sind deine Ritter fortgefegt? / Sie hielten nicht, da sie der Ewge fortstieß! /
20129#Jeremia,46,16#16. Viel ließ er straucheln / ja, Mann stürzt über Mann / sie sprechen: / ,Auf! Kehren wir zu unserm Volk zurück / in unser Heimatland / vor dem würgenden Schwert!' /
20130#Jeremia,46,17#17. Sie nannten dort Par'o, Mizraims König: / Ein Brausen, das die Frist versäumte. /
20131#Jeremia,46,18#18. ,Ich lebe!' spricht der König / der Ewige der Scharen ist sein Name / daß wie der Tabor unter Bergen / wie Karmel überm Meer es anrückt! /
20132#Jeremia,46,19#19. Gerät zur Wandrung richte dir / Maid, Sassin Mizraims / denn Nof wird Ödnis werden / wüst, ohne Wohner. /
20133#Jeremia,46,20#20. Vielschöne Jungkuh Mizraim / der Stecher kommt vom Norden, kommt. /
20134#Jeremia,46,21#21. Auch ihre Söldlinge in ihr / wie Kälber, gekoppelt / ja, sie auch wenden sich / sie fliehn allsamt / sie halten nicht stand / denn ihres Sturzes Tag kommt über sie / die Zeit ihrer Ahndung. /
20135#Jeremia,46,22#22. Horch! / Wie wenn die Schlange kommt! / Denn sie, mit Kriegsmacht kommen sie / mit Äxten gehen sie sie an / Holzhauern gleich /
20136#Jeremia,46,23#23. sie hauen ihren Wald / ist des Ewigen Spruch. / Denn nicht zu messen ist es / mehr als der Heuschreck sind sie / sind ohne Zahl. /
20137#Jeremia,46,24#24. Zuschanden wird Mizraims Tochter / gegeben in des Nordvolks Hand.
20138#Jeremia,46,25#25. Gesprochen hat der Ewige der Scharen, der Gott Jisraëls: Sieh, ich suche heim den Amon von No, Par'o und Mizraim, seine Götter und seine Könige, Par'o und die auf ihn vertrauen,
20139#Jeremia,46,26#26. und gebe sie in die Hand derer, die ihnen nach dem Leben trachten, und in die Hand Nebuchadrezzars, des Königs von Babel, und seiner Diener. Doch nachher wird es bestehen wie in den Tagen der Vorzeit, ist des Ewigen Spruch.
20140#Jeremia,46,27#27. Du aber, fürchte nicht, mein Knecht Jaakob, und bange nicht, Jisraël, denn sieh, ich rette dich aus der Ferne und deinen Samen aus dem Land ihrer Gefangenschaft. Und Jaakob kehrt zurück und bleibt in Ruh und Sicherheit, und keiner schreckt auf.
20141#Jeremia,46,28#28. Du, fürchte nicht, mein Knecht Jaakob, ist des Ewigen Spruch, denn mit dir bin ich. Denn ich mache garaus allen Völkern, unter die ich dich verstoßen, doch dir mach ich nicht garaus. Aber ich werde dich nach dem Recht züchtigen und dich nicht frei ausgehn lassen.»
20142#Jeremia,47,1#1. Was als Wort des Ewigen an Jirmejahu, den Gottbegeisteten, erging über die Pelischtäer, ehe Par'o Asa schlug:
20143#Jeremia,47,2#2. «So spricht der Ewige: Sieh, Wasser flutet auf von Norden / und wird zum reißenden Strom / verschwemmt das Land und was es füllt / Stadt und Bewohner / es schrein die Menschen / es heulen alle Sassen des Landes. /
20144#Jeremia,47,3#3. Vor seiner Ritter stampfenden Hufen / dem Rasseln seiner Wagen / dem Dröhnen seiner Räder / schaun nicht die Väter nach den Söhnen um / weil schlaff die Hände. /
20145#Jeremia,47,4#4. Des Tages wegen, der da kommt / zu plündern die Pelischter alle / zu tilgen für Zor und Zidon / jeden Rest eines Helfers. / Denn es verheert der Ewge die Pelischter / den Rest vom Kaftorseeland. /
20146#Jeremia,47,5#5. Kahlschur kommt über Asa / hinschwindet Aschkelon / der Rest ihres Tals. / Bis wann noch ritzt du dich (zur Trauer)? /
20147#Jeremia,47,6#6. Weh, Schwert des Ewgen / wie lang noch rastlos? / Zieh heim in die Scheide / sei ruhig und still! /
20148#Jeremia,47,7#7. Wie könntest du rasten! / Da es der Ewige entboten / nach Aschkelon und an die Meeresküste / dorthin es bestimmt.»
20149#Jeremia,48,1#1. Über Moab: «So spricht der Ewige der Scharen, der Gott Jisraëls: Weh ob Nebo, daß es verheert / zuschanden, eingenommen Kirjataim / zuschanden ist die Hochburg und verzagt! /
20150#Jeremia,48,2#2. Nicht mehr gilt Moabs Ruhm in Heschbon / gesponnen hat man Unheil gegen es: / ,Auf! Tilgen wir es aus als Volk!' / Wirst, Madmen, mit erstummen / dir nach zieht das Schwert. /
20151#Jeremia,48,3#3. Schrei schallt von Horonaim / Verheerung, schwerer Sturz! /
20152#Jeremia,48,4#4. Gebrochen ist Moab! / Es jammern laut seine Burschen. /
20153#Jeremia,48,5#5. Ja, Luhits Steige steigt / der Weinende mit Weinen / am Hang von Horonaim hört / man der Zerschmettrung Krampfgeschrei. /
20154#Jeremia,48,6#6. Flieht, rennt um euer Leben! / Sie werden wie der Kahlstrauch in der Wüste. /
20155#Jeremia,48,7#7. Weil du auf deine Werke, deine Schätze dich verließest / wirst du auch bezwungen. / Da geht Kemosch ins Elend / die Priester ihm und Obersten gesamt. /
20156#Jeremia,48,8#8. Es kommt der Plündrer über jede Stadt / kein Ort entrinnt. / Verloren ist die Senke und vertilgt die Ebne / wie der Ewge gesprochen. /
20157#Jeremia,48,9#9. Gebt Moab Flügel / daß flugs es entflüchte / und seine Städte Öde werden / ohne Wohner darin. /
20158#Jeremia,48,10#10. Verflucht, wer lässig tut des Ewgen Werk / verflucht, wer da sein Schwert vom Blut zurückhält!
20159#Jeremia,48,11#11. Geruhig war von jung auf Moab / klart stille seine Hefen ab / nicht umgeleert von Faß zu Faß / ging nie ins Elend. / Drum blieb ihm sein Geschmack beständig / sein Duft ihm ungewandelt.
20160#Jeremia,48,12#12. Darum, sieh, kommen Tage, ist des Ewigen Spruch, da sende ich ihm Stürzer, die es stürzen und seine Fässer leeren und ihre Schläuche bersten machen.
20161#Jeremia,48,13#13. Und zuschanden wird Moab an Kemosch, wie zuschanden ward das Haus Jisraël an Bet-El, ihrem Hort.
20162#Jeremia,48,14#14. Wie sprecht ihr: ,Helden sind wir / kriegstüchtige Männer!' /
20163#Jeremia,48,15#15. Verheert ist Moab / an seine Burgen steigt man / und seiner Burschen Bestes sinkt zur Schlachtung! / Ist der Spruch des Königs / der Ewige der Scharen ist sein Name. /
20164#Jeremia,48,16#16. Nah ist, im Kommen, Moabs Sturz / rasch eilt sein Unglück! /
20165#Jeremia,48,17#17. Beklaget es, Umwohner alle / alldie ihr seinen Namen kennt. / Sprecht: / ,Wie brach das machtvolle Zepter / der prächtige Stab!' /
20166#Jeremia,48,18#18. Hinab vom Reichtum / und sitz im Schmachten / Insassin, Maid Dibons! / Denn Moabs Plünderer ersteigt dich / zerstört deine Vesten. /
20167#Jeremia,48,19#19. Am Wege steh, schau aus / Insassin Aroërs! / Den Flüchtling, die Entronnene befrage / sprich: ,Was ist geschehn?' /
20168#Jeremia,48,20#20. Beschämt ist Moab, verzagt! / Heult auf und schreit! / Verkündet am Arnon / daß Moab verheert!
20169#Jeremia,48,21#21. Das Gericht ist gekommen über das Land der Ebene, über Holon und Jahza und Mefaat
20170#Jeremia,48,22#22. und über Dibon und Nebo und Bet-Diblataim
20171#Jeremia,48,23#23. und über Kirjataim und Bet-Gamul und Bet-Meon
20172#Jeremia,48,24#24. und über Kerijot und Bozra und über alle Städte des Landes Moab, die fernen und die nahen.
20173#Jeremia,48,25#25. Gefällt ist Moabs Horn / sein Arm gebrochen! / Ist des Ewigen Spruch. /
20174#Jeremia,48,26#26. Machts trunken / weil es zum Ewigen den Mund geweitet / daß Moab voll wird des Gespeis / und selbst auch zum Gespött wird.
20175#Jeremia,48,27#27. Und ward dir nicht Jisraël zum Gespött? Ward es unter Dieben ertappt, daß, wenn du von ihm redest, du dich schüttelst?
20176#Jeremia,48,28#28. Verlaßt die Städte, haust im Felsen / Bewohner Moabs / seid wie die Taube, die nistet / an Hängen gähnenden Abgrunds. /
20177#Jeremia,48,29#29. Wir hörten Moabs Hoffart; / so sehr hochstolz / sein Übermut, die Hoffart und sein Stolz / und seines Herzens Hochmut! /
20178#Jeremia,48,30#30. Ich kenne, spricht der Ewge, seinen grimmen Mut / das Unrecht / wie seine Räte Unrecht taten. /
20179#Jeremia,48,31#31. Drum muß ich heulen ob Moab / allüber Moab muß ich schrein / da seufzt es ob der Männer von Kir-Heres. /
20180#Jeremia,48,32#32. Klag ich um Ja'ser, klage ich um dich / Weinstock von Sibma / des Ranken wucherten bis übers Meer / zum Meer, Ja'ser berührend. / Auf deine Frucht und deine Lese / stürzt sich der Plündrer. /
20181#Jeremia,48,33#33. Verschwunden ist da Fröhlichkeit und Lust / vom Gartenland, von Moabs Erde / Wein aus den Keltern hab ich ausgetilgt / man tritt nicht mit Hedad! / Hedad - kein Hedad mehr! /
20182#Jeremia,48,34#34. Vom Schrei Heschbons bis El'ale / bis Jahaz heben sie die Stimme / von Zoar an bis Horonaim / Eglat, Schelischija. / Denn auch die Wasser von Nimrim / sie werden zu Öden.
20183#Jeremia,48,35#35. Und ich werde austilgen aus Moab, ist des Ewigen Spruch, Darbringer in der Kultkammer und Räucherer für seine Götter.
20184#Jeremia,48,36#36. Drum klagt mein Herz um Moab Flöten gleich / klagt um Kir-Heres' Männer mir mein Herz wie Flöten / drum daß der Rest, den es geschafft, verloren. /
20185#Jeremia,48,37#37. Denn jedes Haupt ist Kahlschur / und jeder Bart Ausraufung / an allen Händen Ritze / und an den Hüften Sackzeug. /
20186#Jeremia,48,38#38. Auf allen Dächern Moabs / und in den Gassen / ist alles Klage / weil Moab ich zerbrochen / wie Ding, das keiner will! / Ist des Ewigen Spruch. /
20187#Jeremia,48,39#39. Wie ists verzagt! Oh, heult! / Wie hat den Nacken Moab doch gewandt in Schanden / ward Moab zum Spott / zum Schreck für alle seine Nachbarn!
20188#Jeremia,48,40#40. Denn so spricht der Ewige: Sieh, wie der Adler fliegts heran / und breitet seine Flügel über Moab. /
20189#Jeremia,48,41#41. Genommen ist die Stadt / die Burg erobert / da wird das Herz der Helden Moabs / an jenem Tag / wie Weibes Herz in Kindeswehn. /
20190#Jeremia,48,42#42. Vertilgt wird Moab als Volk / weil es zum Ewigen den Mund geweitet! /
20191#Jeremia,48,43#43. Graun, Grube, Garn / an dich, Bewohner Moabs! / Ist des Ewigen Spruch. /
20192#Jeremia,48,44#44. Der vor dem Grauen flieht / fällt in die Grube / wer aus der Grube steigt / fängt sich im Garn! Denn ich bringe über es, über Moab, das Jahr ihrer Heimsuchung! ist des Ewigen Spruch.
20193#Jeremia,48,45#45. Im Schatten Heschbons halten / die der Gewalt entflüchten. / Denn Feuer fährt von Heschbon aus / und Flammenglut von Sihon vor / und frißt die Schläfe Moabs / der Heeressöhne Scheitel. /
20194#Jeremia,48,46#46. Weh dir, Moab! / Dahin das Volk Kemoschs! / Weil man gefangen deine Söhne schleppt / und deine Töchter in das Elend!
20195#Jeremia,48,47#47. Doch werde ich Moab wiederherstellen in späten Tagen! ist des Ewigen Spruch.» Bis hierher das Gericht über Moab.
20196#Jeremia,49,1#1. Über die Söhne Ammons: «So spricht der Ewige: Hat keine Kinder Jisraël? / Hats keinen Erben? / Warum beerbte Malkam Gad / und wohnt sein Volk in dessen Städten? /
20197#Jeremia,49,2#2. Drum, siehe, kommen Tage / ist des Ewigen Spruch / da laß ich dröhnen für der Söhne Ammons Großstadt / des Krieges Lärm / zum öden Schutthauf wird es / verbrannt in Feuer seine Tochterstädte / daß seine Erben Jisraël beerbe! / Ist des Ewigen Spruch. /
20198#Jeremia,49,3#3. Heul auf, Heschbon / denn verheert ist Ai / klagt, Töchter von Rabba! / Legt Sackzeug um und trauert / und irrt in den Hürden. / Denn Malkam geht ins Elend / seine Priester und die Obersten allsamt.
20199#Jeremia,49,4#4. Was rühmst du dich der Täler, daß überfließt dein Tal, abtrünnige Tochter, die auf ihre Schätze vertraute: ,Wer kann an mich kommen?'
20200#Jeremia,49,5#5. Sieh, ich bringe über dich Schrecken, ist der Spruch des Herrn, des Gottes der Scharen, allrings um dich, und ihr werdet fortgestoßen, jeder vor sich hin, und niemand sammelt die Flüchtenden.
20201#Jeremia,49,6#6. Aber nachher werde ich die Söhne Ammons wiederherstellen! ist des Ewigen Spruch.»
20202#Jeremia,49,7#7. Über Edom: «So spricht der Ewige der Scharen: Ist keine Weisheit mehr in Teman / dahin der Klugen Ratschlag / schal ihre Weisheit? /
20203#Jeremia,49,8#8. Entflieht! Sie wenden sich! / Tiefunten kauern sich Dedans Bewohner / denn über Esaw bring ich seinen Sturz / die Zeit, da ichs ihm ahnde. /
20204#Jeremia,49,9#9. Wenn Winzer dir gekommen / beließen sie nichts nachzulesen? / Wenn Diebe in der Nacht / verdürben sie, sich zur Genüge; /
20205#Jeremia,49,10#10. doch ich, ich decke Esaw auf / enthülle sein Verstecktes / er birgt sich, kann es nicht! / Verheert sein Same / und seine Brüder, seine Nachbarn - er ist dahin! /
20206#Jeremia,49,11#11. Laß deine Waisen - ich will sie erhalten / und deine Witwen solln auf mich vertraun.
20207#Jeremia,49,12#12. Denn so spricht der Ewige: Sieh, denen es nicht gebührte, den Becher zu trinken, die müssen ihn trinken - und du wolltest frei ausgehn? Wirst nicht frei ausgehn, sondern trinken wirst du!
20208#Jeremia,49,13#13. Denn bei mir habe ich geschworen, ist des Ewigen Spruch, daß zum Gezischel, zum Schimpf, zur Verwüstung und zur Verwünschung Bozra werden soll, und alle seine Städte sollen Wüsteneien werden für ewig.
20209#Jeremia,49,14#14. Die Kunde hörte ich vom Ewgen / ein Bote an die Völker ist entsandt. / Tut euch zusammen, kommt daran / steht auf zum Kampf! /
20210#Jeremia,49,15#15. Denn sieh / ich mach dich unter Völkern klein / verachtet unter Menschen / Graun über dich. /
20211#Jeremia,49,16#16. Verführt hat dich des Herzens Frevelmut; / der du in Felsens Klüften wohnst / die Berghöh hältst - / höhst wie der Adler du dein Nest / hol dort dich herab! / Ist des Ewigen Spruch.
20212#Jeremia,49,17#17. Und Edom wird zum Gezischel, allwer an ihm vorbeizieht, schnaubt und zischt über all seine Wunden.
20213#Jeremia,49,18#18. Wie die Zerstörung Sedoms, Amoras und ihrer Nachbarn, spricht der Ewige, wird kein Mann dort wohnen, kein Mensch darin verweilen.
20214#Jeremia,49,19#19. Sieh, wie der Löwe, der vor des Jardens Hochstand aufsteigt zur beständigen Aue, so jage ichs im Augenblick davon. Wo wär ein Jungmann dann, daß ich daran ihn stellte? Denn wer ist wie ich, und wer will mich zum Treffen stellen, und wer ist der Hirt, der vor mir bestünde?
20215#Jeremia,49,20#20. Darum hört den Plan des Ewigen, den er geplant über Edom, und seine Gedanken, die er gedacht über die Bewohner von Teman: Ob nicht die Buben / der Herde sie schleppen / sich nicht entsetzt / ihre Trift über sie! /
20216#Jeremia,49,21#21. Von ihres Falles Dröhnen / erbebt die Erde / Geschrei am Schilfmeer / da tönt ihr Hall. /
20217#Jeremia,49,22#22. Sieh, wie der Adler steigt es, fliegt / und breitet seine Flügel über Bozra / da wird das Herz der Helden Edoms / an jenem Tag / wie Weibes Herz in Kindeswehn.»
20218#Jeremia,49,23#23. Über Dammesek: «Beschämt Hamat und Arpad / da schlimme Kunde sie gehört, verzagt / im Meer ein Fischlein / so kanns nicht ruhn. /
20219#Jeremia,49,24#24. Schlaff ward Dammesek / kehrt sich zur Flucht / ein Zittern faßt es / Krampf, Wehen packts / wie die, die gebärt. /
20220#Jeremia,49,25#25. Wie ist verlassen nicht die Stadt des Ruhms / die Burg meiner Wonne! /
20221#Jeremia,49,26#26. Drum fallen ihre Burschen / auf ihren Plätzen / und alle Krieger kommen um an jenem Tag! / Ist Spruch des Ewigen der Scharen. /
20222#Jeremia,49,27#27. Da leg ich Feuer an die Mauer von Dammesek / daß die Paläste Ben-Hadads es frißt.»
20223#Jeremia,49,28#28. Über Kedar und die Reiche von Hazor, die Nebuchadrezzar, der König von Babel, schlug: «So spricht der Ewige: Auf! Steigt gegen Kedar / verheert des Ostens Söhne! /
20224#Jeremia,49,29#29. Die Zelte und die Schafe raubt man ihnen / Behänge und Geräte all / treibt die Kamele ihnen fort / ruft über sie: ,Graun ringsum!'
20225#Jeremia,49,30#30. Flieht, flüchtet schnell, tiefunten kauert, ihr Wohner von Hazor! ist des Ewigen Spruch. Denn geplant hat gegen euch Nebuchadrezzar, der König von Babel, einen Plan, er trachtet gegen euch ein Trachten.
20226#Jeremia,49,31#31. Auf! Zieht gegen das sorglose Volk, das sicher wohnt! ist des Ewigen Spruch. Nicht Türen hat es noch Riegelbalken, selbstsicher wohnen sie.
20227#Jeremia,49,32#32. Nun werden ihre Kamele zum Raub, die Menge ihres Viehs zur Beute. Und ich zerstreue sie in alle Winde, zu Ecken und Enden, von allseits bring ich ihren Sturz! ist des Ewigen Spruch.
20228#Jeremia,49,33#33. Dann wird Hazor zur Hausung der Schakale, Einöde für ewig, kein Mann wird dort wohnen, kein Mensch drin verweilen.»
20229#Jeremia,49,34#34. Was als Wort des Ewigen an Jirmejahu, den Gottbegeisteten, erging  über Elam, im Anfang der Regierung Zidkijas, des Königs von Jehuda, besagend:
20230#Jeremia,49,35#35. «So spricht der Ewige der Scharen: Ich breche Elams Bogen / das Erste ihrer Kraft!
20231#Jeremia,49,36#36. Und ich bringe  über Elam vier Winde von den vier Enden des Himmels und zerstreue sie in alle diese Winde. Da wird kein Volk sein, wohin nicht Versprengte Elams kommen werden.
20232#Jeremia,49,37#37. Und ich lasse Elam verzagen vor ihren Feinden und vor denen, die ihnen nach dem Leben trachten, und bringe über sie Unheil, die Glut meines Angesichts, ist des Ewigen Spruch, und entsende hinter ihnen her das Schwert, bis ich ihnen garaus gemacht habe.
20233#Jeremia,49,38#38. Und ich stelle meinen Thron in Elam auf und vernichte von dort König und Obere, ist des Ewigen Spruch.
20234#Jeremia,49,39#39. Es wird aber sein in späten Tagen, da werde ich Elam wiederherstellen, ist des Ewigen Spruch.»
20235#Jeremia,50,1#1. Das Wort, das der Ewige redete über Babel, über das Land der Kasdäer, durch Jirmejahu, den Gottbegeisteten:
20236#Jeremia,50,2#2. «Verkündet bei den Völkern, ruft es aus / höht Stangenzeichen / ruft laut aus / hehlt nimmer, sprecht: / Erobert ist Babel / zuschanden Bel / verzagt Merodach / zuschanden ihre Bilder / verzagt ihre Götzen!
20237#Jeremia,50,3#3. Denn heraufgezogen ist dagegen ein Volk vom Norden, das macht sein Land zur Öde, daß kein Bewohner darin ist, von Mensch bis Vieh - entflohen, fortgezogen!
20238#Jeremia,50,4#4. In jenen Tagen und zu jener Zeit, ist der Spruch des Ewigen, werden die Söhne Jisraëls kommen, sie und die Söhne Jehudas zusammen, weinend werden sie gehen und den Ewigen, ihren Gott, suchen.
20239#Jeremia,50,5#5. Nach Zijon werden sie fragen / dorthin des Wegs ihr Antlitz: / ,Kommt!' / Sie schließen an den Ewgen sich / zu ewgem, unvergeßnem Bund. /
20240#Jeremia,50,6#6. Verlorne Herde war mein Volk / die ihre Hirten irren ließen. / Auf Bergen ließen sie sie treiben / von Berg zu Höhe zogen sie / vergaßen ihr Lager. /
20241#Jeremia,50,7#7. Allwer sie fand, der fraß sie / und ihre Feinde sprachen: / ,Wir büßens nicht!' - / Dafür, daß sie dem Ewigen gesündigt / der ihre rechte Aue / und ihrer Väter Hoffen / der Ewige.
20242#Jeremia,50,8#8. Flieht fort aus Babel / zieht aus der Kasder Land / seid wie die Böcke vor den Schafen. /
20243#Jeremia,50,9#9. Denn sieh, ich wecke / und führ heraus an Babel / gewaltger Völker Schar / aus Nordens Land / die reihen sich dagegen / von dort wird es erobert. / Des Pfeile - wie ein Held, der würgt / der leer nicht heimkehrt. /
20244#Jeremia,50,10#10. So wird das Kasderland zur Beute / satt rauben dran all ihre Plündrer! / Ist des Ewgen Spruch. /
20245#Jeremia,50,11#11. Ja, freut euch, ja, frohlockt / ihr Plündrer meines Erbes! / Ja, stürmet, wie die Jungkuh losstampft / und jauchzet wie die Ritter! /
20246#Jeremia,50,12#12. Zu Scham kommt tief eure Mutter / blaß wird, die euch gebar. / Der Völker Zukunft, seht, wird Wüstenei / Dürrland, Gesenke. /
20247#Jeremia,50,13#13. Vom Groll des Ewgen wird es unbewohnt / wird ganz zur Öde. / Allwer vorbei an Babel zieht / schnaubt auf und zischt / ob aller seiner Wunden! /
20248#Jeremia,50,14#14. Reiht rings euch gegen Babel / all ihr Schußbogenspanner! / Schießt drauf! Schont nicht des Pfeils! / Weil es dem Ewigen gesündigt. /
20249#Jeremia,50,15#15. Umlärmt es rings! / Da streckt es seine Hand / hinsinken seine Pfeiler / zerbersten seine Mauern! / Des Ewgen Rache gilt es / rächt euch an ihm! / Wie es getan, so tut man ihm! /
20250#Jeremia,50,16#16. Tilgt aus den Sämann aus Babel / den Sichelschwinger zu des Schnittes Zeit! / Vor wütendem Schwert / kehrt jeder sich zu seinem Volk / flieht jeglicher nach seinem Land.
20251#Jeremia,50,17#17. Versprengtem Lamm gleicht Jisraël / das Löwen scheuchten. / Als erster fraß es der König von Aschschur, und jetzt als letzter nagte ihm die Knochen Nebuchadrezzar, der König von Babel.
20252#Jeremia,50,18#18. Darum spricht so der Ewige der Scharen, der Gott Jisraëls: Ich ahnde es am König von Babel und an seinem Land, wie ichs geahndet am König von Aschschur.
20253#Jeremia,50,19#19. Und ich führe Jisraël zurück zu seiner Aue, daß es weide auf dem Karmel und dem Baschan, und auf dem Gebirg Efraim und dem Gil'ad seine Seele sättige.
20254#Jeremia,50,20#20. In jenen Tagen und zu jener Zeit, ist des Ewigen Spruch, da wird man die Schuld Jisraëls suchen - doch sie ist nicht mehr, und die Sünden Jehudas - und sie sind nicht zu finden, denn ich vergebe denen, die ich übriglasse.»
20255#Jeremia,50,21#21. Über das Land Merataim: «Zieh hinauf dagegen und gegen die Bewohner von Pekod. Verwüste und banne hinter ihnen her, ist des Ewigen Spruch, und tu ganz, wie ich dir geboten.
20256#Jeremia,50,22#22. Kriegslärm im Land / gewaltiger Sturz! /
20257#Jeremia,50,23#23. Wie ward zerhaun und brach / der Hammer aller Welt! / Wie ward zum Entsetzen / Babel bei den Völkern! /
20258#Jeremia,50,24#24. Ich leg dir Schlingen / ja, du verfingst dich, Babel / du merktest nichts! / Ertappt bist du, gefaßt / weil du den Ewigen herausgefordert! /
20259#Jeremia,50,25#25. Auftat der Ewige sein Rüsthaus / holt seines Grimmes Waffen vor. / Denn Werk gibts für den Herrn / den Gott der Scharen / im Land der Kasder. /
20260#Jeremia,50,26#26. Rückt weither dran! / Tut auf seine Scheuern / häufts hoch wie die Haufen / dann bannt es / es bleib ihm kein Rest! /
20261#Jeremia,50,27#27. Zerstört! / All seine Stiere / sie sinken zur Schlachtung! / Weh ihnen, da ihr Tag gekommen / ihrer Ahndung Stunde. /
20262#Jeremia,50,28#28. Da, Lärm von Flüchtenden, Entronnenen / aus Babels Land / um in Zijon des Ewgen, unsres Gottes, Rache zu verkünden / die Rache für seinen Tempel. /
20263#Jeremia,50,29#29. Ruft gegen Babel Schützen auf / alle Schußbogenspanner / belagert es ringsum / nichts bleib ihm entronnen! / Zahlt ihm nach seinem Tun / tut ganz ihm, wie's getan / weil es dem Ewigen gefrevelt / dem Heilgen Jisraëls.
20264#Jeremia,50,30#30. Darum werden ihre Jungmannen auf ihren Plätzen fallen, und alle ihre Kriegsleute werden umkommen an jenem Tag, ist des Ewigen Spruch.
20265#Jeremia,50,31#31. Ich will an dich, Sadon-1-! / Ist der Spruch des Herrn / des Gottes der Scharen / denn gekommen ist dein Tag / die Zeit, da ich dirs ahnde. / -1) Frevelmut.++
20266#Jeremia,50,32#32. Da stürzt Sadon und fällt / und niemand hilft ihm auf! / Ich lege Brand an seine Städte / der frißt alldarum.
20267#Jeremia,50,33#33. So spricht der Ewige der Scharen: Bedrückt sind die Söhne Jisraëls und die Söhne Jehudas allsamt, und alle ihre Fänger halten sie fest, weigern sich, sie zu entlassen.
20268#Jeremia,50,34#34. Ihr Erlöser ist stark, der Ewige der Scharen ist sein Name. Er wird ihren Rechtsstreit führen, um der Erde Ruhe, den Bewohnern Babels aber Unruhe zu geben.
20269#Jeremia,50,35#35. Schwert über die Kasdäer! ist des Ewigen Spruch, und über die Bewohner Babels, über seine Obersten und seine Weisen!
20270#Jeremia,50,36#36. Schwert über die Räte, daß sie verdummen, Schwert über seine Helden, daß sie verzagen!
20271#Jeremia,50,37#37. Schwert über seine Rosse und Wagen und über das ganze Volksgemisch in seiner Mitte, daß sie zu Weibern werden! Schwert über seine Schätze, daß sie geplündert werden.
20272#Jeremia,50,38#38. Dürre über seine Wasser, daß sie vertrocknen! Denn ein Land der Götzenbilder ist es, und mit seinen Schreckgebilden treiben sie Wahnsinn.
20273#Jeremia,50,39#39. Darum werden (dort) hausen Luchs und Fuchs und Wüstenvögel darin weilen, aber besiedelt wird es nimmer sein für ewig, nicht bewohnt sein für und für.
20274#Jeremia,50,40#40. Wie die Zerstörung Gottes an Sedom, Amora und dessen Nachbarn, ist des Ewigen Spruch, so wird dort kein Mann wohnen, kein Mensch darin verweilen.
20275#Jeremia,50,41#41. Sieh, Volk kommt von Norden / eine große Nation / und viele Könige stehn auf / von der Erde Fernen. /
20276#Jeremia,50,42#42. Schußbogen führen sie und Spieß / erzgrausam, ohn Erbarmen / ihr Lärmen toset wie das Meer / auf Rossen reiten sie / gerüstet wie ein Mann zum Krieg / gegen dich, Maid Babels! /
20277#Jeremia,50,43#43. Hört' Babels König seine Kunde / erschlafften seine Hände / da packte die Angst ihn / der Gebärenden Zittern.
20278#Jeremia,50,44#44. Sieh, wie der Löwe, der von des Jardens Hochstand aufsteigt zur beständigen Aue, so jag ich sie im Augenblick davon. Wo wär ein Jungmann dann, daß ich daran ihn stellte? Denn wer ist wie ich, und wer will mich zum Treffen stellen, und wer ist der Hirt, der vor mir bestünde?
20279#Jeremia,50,45#45. Darum hört den Plan des Ewigen, den er geplant über Babel, und seine Gedanken, die er gedacht über das Land der Kasdäer: Ob nicht die Buben / der Herde sie schleppen / sich nicht entsetzt / die Trift über sie! /
20280#Jeremia,50,46#46. Vom Ruf: ,Erobert ist Babel!' / erbebt die Erde / Geschrei erschallt bei den Völkern.
20281#Jeremia,51,1#1. So spricht der Ewige: Sieh, ich erwecke gegen Babel und gegen die Bewohner von Leb-Kamai-1- des Verderbens Geist. -1) ,Herz meiner Widersacher', Kasdäer.++
20282#Jeremia,51,2#2. Und ich entsende gegen Babel Worfler, die worfeln es und leeren sein Land, da sie dagegen stehn ringsum am Tag des Unheils.
20283#Jeremia,51,3#3. Hei, spannt der Spanner seinen Bogen, hei, hebt er sich im Panzer. So schont seine Jungmannen nicht, bannt all sein Heer!
20284#Jeremia,51,4#4. Und es fallen Erschlagene im Land der Kasdäer und Durchbohrte in seinen Gassen.
20285#Jeremia,51,5#5. Denn nicht verwitwet ist Jisraël und Jehuda von seinem Gott, dem Ewigen der Scharen. Denn jener Land ist voll der Verschuldung gegen den Heiligen Jisraëls.
20286#Jeremia,51,6#6. Flieht aus Babel, und rette jeder sein Leben, daß ihr nicht umkommt durch seine Sünde! Denn eine Zeit der Rache ist es für den Ewigen, Vergeltung zahlt er ihm heim.
20287#Jeremia,51,7#7. Ein goldner Becher war Babel / in des Ewigen Hand / der trunken machte alle Erde. / Vom Wein drin tranken die Völker / drum rasten die Völker. /
20288#Jeremia,51,8#8. Fiel plötzlich Babel und brach; / Oh, heult darob! / Bringt Balsam für seinen Schmerz / vielleicht wird es heil! /
20289#Jeremia,51,9#9. Wir heilten an Babel, doch wards nicht heil / so laßt es, gehn wir, jeder in sein Land. / Denn an den Himmel rührt sein Strafgericht / ragt an die Wolken. /
20290#Jeremia,51,10#10. Hervorgebracht hat unser Recht der Ewige! / Kommt, künden wir in Zijon / des Ewgen, unsres Gottes, Werk.
20291#Jeremia,51,11#11. Sucht aus die Pfeile und füllet die Köcher! Erweckt hat der Ewige den Geist der Könige von Madai, denn gegen Babel ist sein Trachten, es zu verderben. Denn des Ewigen Rache gilt es, Rache für seinen Tempel.
20292#Jeremia,51,12#12. Gegen Babels Mauern höht Stangenzeichen! Verstärkt die Wache, stellt Wächter auf, rüstet den Hinterhalt! Denn wie er getrachtet, so hat der Ewige es ausgeführt, was er über die Bewohner von Babel verkündet.
20293#Jeremia,51,13#13. Die du wohnst an vielen Wassern / reich bist an Schätzen / dein Ende ist da / das Maß deines Raffens!
20294#Jeremia,51,14#14. Geschworen hat der Ewige der Scharen bei seiner Seele: Ja, ob ich dich auch mit Menschen füllte gleich Heuschrecken, so wird man gegen dich den Hedadschrei erheben.
20295#Jeremia,51,15#15. Der schuf in seiner Kraft die Erde / das Festland rüstete in seiner Weisheit / in seiner Kunst den Himmel spannte. /
20296#Jeremia,51,16#16. Hebt er die Stimme, braust im Himmel Wasser / läßt Wolken schweben von der Erde Ende / er schuf dem Regen Blitze / und läßt den Wind aus seinen Kammern fahren. /
20297#Jeremia,51,17#17. Dumm steht da, ohne Wissen jeder Mensch / in Schanden jeder Feinschmied ob des Bilds / Lug ist sein Gußbild, ist kein Odem drin. /
20298#Jeremia,51,18#18. Wahn sind sie, Truggemächt / zu ihrer Ahndung Zeit gehn sie zugrunde. /
20299#Jeremia,51,19#19. Nicht ist wie dieses Jaakobs Anteil! / Denn Schöpfer ist des Alls er / und (Jisraël) seines Erbes Stamm / der Ewige der Scharen ist sein Name.
20300#Jeremia,51,20#20. Ein Hammer bist du mir / des Kampfes Waffe; / ich hämmre mit dir Völker / vernichte mit dir Reiche: /
20301#Jeremia,51,21#21. Ich hämmre mit dir Roß und Reiter / ich hämmre mit dir Wagen und den Fahrer /
20302#Jeremia,51,22#22. ich hämmre mit dir Mann und Weib / ich hämmre mit dir Greis und Knaben / ich hämmre mit dir Bursch und Maid. /
20303#Jeremia,51,23#23. Ich hämmre mit dir Hirt und Herde / ich hämmre mit dir Bauer und Gespann / ich hämmre mit dir Statthalter und Vögte.
20304#Jeremia,51,24#24. Und ich werde Babel und allen Bewohnern des Kasdäerlands all ihre Bosheit, die sie Zijon angetan haben, vor euren Augen heimzahlen, ist des Ewigen Spruch.
20305#Jeremia,51,25#25. Ich will an dich, Verderberberg, ist des Ewigen Spruch, der verderbt die ganze Erde. Und ich strecke meine Hand gegen dich und wälze dich von den Felsen und mache dich zum Brandberg.
20306#Jeremia,51,26#26. Dann nimmt man von dir nicht Eckstein noch Grundstein, sondern ewige Öde wirst du! ist des Ewigen Spruch.
20307#Jeremia,51,27#27. Höht Stangenzeichen im Land, stoßt ins Horn unter den Völkern, weiht dagegen Nationen, ruft auf dagegen die Reiche Ararat, Minni und Aschkenas, bestellt Beamte dagegen, führt heran Rosse gleich dichtstarrendem Heuschreckenschwarm.
20308#Jeremia,51,28#28. Weiht dagegen Nationen, die Könige von Madai, seine Statthalter und alle seine Vögte, und alles Land seiner Herrschaft.
20309#Jeremia,51,29#29. Da bebt die Erde und zittert, denn es kommt zustande gegen Babel des Ewigen Trachten, das Land Babel zur Öde zu machen, ohne Bewohner.
20310#Jeremia,51,30#30. Die Helden Babels lassen vom Kampf, sie sitzen in den Burgen, erschlafft ist ihre Kraft, sie wurden zu Weibern. Sie setzen in Brand ihre Wohnungen, zerbrochen sind ihre Riegelbalken.
20311#Jeremia,51,31#31. Läufer dem Läufer entgegenläuft und Melder dem Melder, dem König von Babel zu melden, daß seine Stadt an allen Enden erstürmt ist
20312#Jeremia,51,32#32. und die Furten besetzt; das Röhricht hat man durch Feuer ausgebrannt, und die Kriegsleute sind bestürzt.
20313#Jeremia,51,33#33. Denn so spricht der Ewige der Scharen, der Gott Jisraëls: Die Tochter Babel gleicht der Tenne / da man drin tritt; / ein Weilchen noch, so kommt ihr / die Zeit des Schnitts! /
20314#Jeremia,51,34#34. ,Gefressen hat mich / in Wirrnis mich gestürzt / Nebuchadrezzar, Babels König / mich hingestellt, ein leer Gefäß / verschlungen wie ein Drache mich / gefüllt sich seinen Wanst mit meinem Köstlichsten / mich fortgetrieben. /
20315#Jeremia,51,35#35. Mein Raub, mein Fleisch auf Babel!' / spricht Zijons Sassin / ,Mein Blut auf Kasderlands Bewohner!' / spricht Jeruschalaim. /
20316#Jeremia,51,36#36. Darum spricht so der Ewige: / Ich streite deinen Streit / und räche deine Rache / ich dörr sein Meer / und trockne seine Quelle. /
20317#Jeremia,51,37#37. Und Babel wird zu Steingehäuf / der Schakale Hausung / Geschnaub und Gezisch / weil keiner drin wohnt.
20318#Jeremia,51,38#38. Wie Löwen brüllen sie gesamt / sie knurren wie die Leuenjungen. /
20319#Jeremia,51,39#39. Da sie erhitzt sind, rüst ich ihr Gelage / und mach sie trunken, daß sie fröhlich werden / und schlafen dann den ewgen Schlaf / und nicht erwachen! / Ist des Ewigen Spruch. /
20320#Jeremia,51,40#40. Ich laß wie Lämmer sie zur Schlachtung sinken / wie Widder samt Böcken.
20321#Jeremia,51,41#41. Wie ward doch Scheschach-1- erobert / genommen aller Erden Stolz! / Wie ist zum Entsetzen worden / Babel bei allen Völkern! / -1) Babel.++
20322#Jeremia,51,42#42. Aufstieg über Babel das Meer / im Toben seiner Wogen wards bedeckt. /
20323#Jeremia,51,43#43. Seine Städte wurden zu Öde / zu Dürrland, Gesenke / ein Land, darin kein Mann wohnt / durch das kein Mensch vorbeizieht.
20324#Jeremia,51,44#44. Und ich wills ahnden an Bel in Babel, und ich hole seinen Fraß ihm aus dem Maul, und nicht mehr werden Völker zu ihm strömen. Auch die Mauer Babels ist gefallen.
20325#Jeremia,51,45#45. Zieht fort aus ihm, mein Volk, und rettet jeder sein Leben vor der Zornglut des Ewigen.
20326#Jeremia,51,46#46. Und daß nicht euer Herz erzage und ihr euch fürchtet bei dem Gerücht, das im Land vernommen wird. In dem (einen) Jahr kommt das Gerücht und nach ihm im (andern) Jahr das Gerücht, und Raub ist im Land, und Herrscher (folgt) auf Herrscher.
20327#Jeremia,51,47#47. Darum, sieh, kommen Tage, da ahnde ichs an den Götzenbildern Babels, und sein ganzes Land wird zuschanden, und all seine Erschlagenen fallen in ihm.
20328#Jeremia,51,48#48. Da jubeln über Babel Himmel und Erde und alles was in ihnen ist, denn von Norden kommen ihm die Plünderer, ist des Ewigen Spruch.
20329#Jeremia,51,49#49. Auch (für) Babel mußten fallen die Erschlagenen Jisraëls, auch für Babel fielen Erschlagene der ganzen Erde.
20330#Jeremia,51,50#50. Ihr Schwertentronnene, zieht fort, bleibt nimmer stehn! Denkt aus der Ferne an den Ewigen, und Jeruschalaim komme euch in den Sinn.
20331#Jeremia,51,51#51. Wir waren beschämt, denn wir hörten Schimpf, es deckte die Scham unser Antlitz, denn Fremde kamen über die Heiligtümer des Hauses des Ewigen.
20332#Jeremia,51,52#52. Darum, sieh, kommen Tage, ist des Ewigen Spruch, da ahnde ichs an seinen Götzen, und in seinem ganzen Land stöhnen Erschlagene.
20333#Jeremia,51,53#53. Ob auch Babel an den Himmel stiege und (dort) die Höhe seiner Macht befestigte - von mir aus werden ihm Plünderer kommen! ist des Ewigen Spruch.
20334#Jeremia,51,54#54. Jammergeschrei schallt aus Babel, gewaltige Zerschmetterung aus dem Land der Kasdäer.
20335#Jeremia,51,55#55. Denn der Ewige verheert Babel und tilgt (alles) aus ihm mit lautem Schall; es brausen seine Wogen wie viele Wasser, das Tosen ihres Halles schallt.
20336#Jeremia,51,56#56. Denn es kommt daran, an Babel, der Plünderer, seine Helden werden gefangen, zerbrochen sind ihre Bogen, denn ein Gott der Vergeltung ist der Ewige, heimzahlen wird er.
20337#Jeremia,51,57#57. Und ich mache trunken ihre Oberen und Weisen, ihre Statthalter, Vögte und Helden, und sie werden schlafen den ewigen Schlaf und nicht erwachen! ist der Spruch des Königs, der Ewige der Scharen ist sein Name.
20338#Jeremia,51,58#58. So spricht der Ewige der Scharen: Die Mauer Babels, die breite, sie wird zerstört, und ihre hohen Tore in Brand gesteckt. So mühen Völker sich für nichts und Nationen fürs Feuer und ermatten.»
20339#Jeremia,51,59#59. Das Wort, das Jirmejahu, der Gottbegeistete, Seraja, dem Sohn Nerijas, des Sohnes Mahsejas, gebot, als der mit Zidkijahu, dem König von Jehuda, im vierten Jahr seiner Regierung nach Babel ging; und Seraja war der Lagermarschall.
20340#Jeremia,51,60#60. Da schrieb Jirmejahu all das Unheil, das über Babel kommen sollte, in ein Buch, all diese Worte, die über Babel geschrieben sind.
20341#Jeremia,51,61#61. Und Jirmejahu sprach zu Seraja: «Wenn du nach Babel kommst, so sieh zu und verlies alle diese Worte.
20342#Jeremia,51,62#62. Und sprich: ,Ewiger, du hast über diesen Ort verkündet, ihn auszutilgen, daß kein Bewohner darin bleiben soll, von Mensch bis Vieh, sondern Einöde für ewig soll es werden.'
20343#Jeremia,51,63#63. Und es wird sein, wenn du fertig bist, dieses Buch zu verlesen, so binde daran einen Stein und wirf es in den Perat.
20344#Jeremia,51,64#64. Und sprich: ,So wird Babel versinken und nicht emporkommen ob des Unheils, das ich über sie bringe! . . .'» «Und ermatten.» Bis hierher die Worte Jirmejahus.
20345#Jeremia,52,1#1. Einundzwanzig Jahre war Zidkijahu alt, als er König wurde, und elf Jahre regierte er in Jeruschalaim; und der Name seiner Mutter war Hamutal, Tochter Jirmejahus, aus Libna.
20346#Jeremia,52,2#2. Und er tat, was böse ist in den Augen des Ewigen, ganz wie Jehojakim getan hatte.
20347#Jeremia,52,3#3. Denn nach dem Zorn des Ewigen geschah es an Jeruschalaim und Jehuda, bis daß er sie hinwegwarf vor seinem Angesicht. Und Zidkijahu empörte sich gegen den König von Babel.
20348#Jeremia,52,4#4. Und es war im neunten Jahr seiner Regierung, im zehnten Monat, am Zehnten des Monats, da kam Nebuchadrezzar, der König von Babel, er und sein ganzes Heer, wider Jeruschalaim heran, und sie lagerten davor und bauten rings darum einen Wall.
20349#Jeremia,52,5#5. So kam die Stadt in Belagerung bis zum elften Jahr des Königs Zidkijahu.
20350#Jeremia,52,6#6. Im vierten Monat, am Neunten des Monats, der Hunger aber war stark in der Stadt, und das Volk des Landes hatte kein Brot,
20351#Jeremia,52,7#7. da wurde die Stadt erbrochen, und alle Kriegsleute flohen und gingen des Nachts aus der Stadt auf dem Weg durch das Tor zwischen den Mauern am Garten des Königs, während die Kasdäer rings um die Stadt lagen, und sie zogen den Weg zur Niederung.
20352#Jeremia,52,8#8. Da setzte das Heer der Kasdäer dem Könige nach, und sie holten Zidkijahu in den Niederungen von Jereho ein, sein ganzes Heer aber hatte sich von ihm verlaufen.
20353#Jeremia,52,9#9. Und sie ergriffen den König und brachten ihn hinauf zum König von Babel nach Ribla im Land Hamat, und der sprach ihm Gericht.
20354#Jeremia,52,10#10. Dann schlachtete der König von Babel die Söhne Zidkijahus vor seinen Augen ab, und auch alle Obersten Jehudas schlachtete er in Riblata ab.
20355#Jeremia,52,11#11. Und die Augen Zidkijahus blendete er und fesselte ihn mit ehernen Ketten, und der König von Babel brachte ihn nach Babel und tat ihn ins Haus des Gewahrsams bis zum Tag seines Todes.
20356#Jeremia,52,12#12. Aber im fünften Monat, am Zehnten des Monats - es war das neunzehnte Jahr des Königs Nebuchadrezzar, des Königs von Babel - kam Nebusar'adan, der Oberste der Leibwächter, der vor dem König von Babel Dienst hielt, nach Jeruschalaim.
20357#Jeremia,52,13#13. Und er verbrannte das Haus des Ewigen und das Königshaus, und alle Häuser Jeruschalaims und jedes große Haus verbrannte er im Feuer.
20358#Jeremia,52,14#14. Und alle Mauern Jeruschalaims ringsum rissen sie nieder, das ganze Heer der Kasdäer, das mit dem Obersten der Leibwächter war.
20359#Jeremia,52,15#15. Aber vom armen Volk und den Rest des Volkes, der in der Stadt geblieben war, und die Überläufer, die zum König von Babel abgefallen waren, und die übrige Menge führte Nebusar'adan, der Oberste der Leibwächter, fort,
20360#Jeremia,52,16#16. und von den Ärmsten des Landes ließ Nebusar'adan, der Oberste der Leibwächter, zurück als Winzer und Ackerleute.
20361#Jeremia,52,17#17. Und die ehernen Säulen, die zum Haus des Ewigen gehörten, und die Fahrgestelle und das eherne Meer, das im Haus des Ewigen war, zerbrachen die Kasdäer und brachten all ihr Erz nach Babel.
20362#Jeremia,52,18#18. Und die Töpfe und die Schaufeln und die Messer und die Sprengbecken und die Schalen und alle erzenen Geräte, mit denen man Dienst tat, nahmen sie mit.
20363#Jeremia,52,19#19. Und die Becken und die Pfannen und die Sprengbecken und die Töpfe und die Leuchter und die Schalen und die Becher, wo Gold war, das Gold, und wo Silber war, das Silber, nahm der Oberste der Leibwächter mit.
20364#Jeremia,52,20#20. Die Säulen, zwei, das Meer, eins und die Rinder, zwölf, aus Erz, die unter den Gestellen waren, die König Schelomo für das Haus des Ewigen gemacht hatte; nicht zu wägen war das Erz aller dieser Geräte.
20365#Jeremia,52,21#21. Und die Säulen, achtzehn Ellen war die Höhe einer Säule, und ein Faden von zwölf Ellen ummaß sie, und ihre Dicke war vier Finger, als Hohlgefüge.
20366#Jeremia,52,22#22. Und eine Krönung von Erz war darauf, und die Höhe einer Krönung war fünf Ellen, und ein Gitter und Granaten an der Krönung ringsum, alles aus Erz, und gleich diesen bei der zweiten Säule, und auch Granaten.
20367#Jeremia,52,23#23. Der Granaten waren so sechsundneunzig nach außen hin, alle Granaten waren hundert an dem Gitterwerk ringsum.
20368#Jeremia,52,24#24. Dann nahm der Oberste der Leibwächter Seraja, den Oberpriester, und den Zweitpriester Zefanja und die drei Schwellenhüter mit,
20369#Jeremia,52,25#25. und aus der Stadt nahm er einen Höfling, der über die Kriegsleute bestellt war, und sieben Männer von denen, die das Antlitz des Königs sehen, die sich in der Stadt vorfanden, und den Schreiber des Heeresobersten, der das Volk des Landes zum Heeresdienst aushob, und sechzig Mann vom Volk des Landes, die sich in der Stadt vorfanden,
20370#Jeremia,52,26#26. die nahm Nebusar'adan, der Oberste der Leibwächter, und führte sie zum König von Babel nach Ribla.
20371#Jeremia,52,27#27. Und der König von Babel schlug sie und tötete sie zu Ribla im Land Hamat. So mußte Jehuda fort von seinem Boden.
20372#Jeremia,52,28#28. Dies ist das Volk, das Nebuchadrezzar hinwegführte: Im siebenten Jahr: Dreitausenddreiundzwanzig Jehudäer.
20373#Jeremia,52,29#29. Im achtzehnten Jahr Nebuchadrezzars, aus Jeruschalaim: Achthundertzweiunddreißig Seelen.
20374#Jeremia,52,30#30. Im dreiundzwanzigsten Jahr Nebuchadrezzars führte Nebusar'adan, der Oberste der Leibwächter, an Jehudäern fort: Siebenhundertfünfundvierzig Seelen. Alle Seelen: Viertausendsechshundert.
20375#Jeremia,52,31#31. Und es war im siebenunddreißigsten Jahr der Fortführung Jehojachins, des Königs von Jehuda, im zwölften Monat, am Fünfundzwanzigsten des Monats, da erhob Ewil-Merodach, der König von Babel, im Jahr, da er König wurde, das Haupt Jehojachins, des Königs von Jehuda, und führte ihn aus dem Gefängnis heraus.
20376#Jeremia,52,32#32. Und er redete gütig mit ihm und setzte seinen Thron über den Thron der Könige, die bei ihm in Babel waren.
20377#Jeremia,52,33#33. Und er änderte seine Gefängniskleider, und er speiste beständig vor ihm alle Tage seines Lebens.
20378#Jeremia,52,34#34. Und sein Unterhalt wurde ihm als steter Unterhalt vom König von Babel gewährt, des Tages Satz an seinem Tag, bis zum Tag seines Todes, alle Tage seines Lebens.