22947#Sacharja,1,1#1. IM achten Monat, im zweiten Jahr Darjaweschs, erging das Wort des Ewigen an Secharja, den Sohn Berechjas, des Sohnes Iddos, den Gottbegeisteten, besagend:
22948#Sacharja,1,2#2. «Gezürnt hat der Ewige über eure Väter.
22949#Sacharja,1,3#3. Dann sprich zu ihnen: So spricht der Ewige der Scharen: Kehrt zu mir zurück, ist der Spruch des Ewigen der Scharen, so will ich zu euch zurückkehren, spricht der Ewige der Scharen.
22950#Sacharja,1,4#4. Seid nicht wie eure Väter, denen die früheren Gottbegeisteten zugerufen haben: ,So spricht der Ewige der Scharen: Kehrt doch zurück von euren bösen Wegen und von euren bösen Taten.' Sie aber hörten nicht und merkten nicht auf mich, ist des Ewigen Spruch.
22951#Sacharja,1,5#5. Eure Väter, wo sind sie? Und die Gottbegeisteten, konnten sie ewig leben?
22952#Sacharja,1,6#6. Aber meine Worte und meine Satzungen, die ich meinen Knechten, den Gottbegeisteten, entboten, haben sie nicht eure Väter ereilt?» Da kehrten sie um und sprachen: «So wie der Ewige der Scharen geplant uns zu tun, nach unsern Wegen und unsern Taten, so hat er an uns getan.»
22953#Sacharja,1,7#7. Am vierundzwanzigsten Tag des elften Monats - das ist der Monat Schebat - im zweiten Jahr Darjaweschs erging das Wort des Ewigen an Secharja, den Sohn Berechjahus, des Sohnes Iddos, den Gottbegeisteten, besagend:
22954#Sacharja,1,8#8. «Ich sah heut nacht, sieh da, ein Mann, reitend auf rotem Roß, der hielt zwischen den Myrten, die im Schattengrund sind, und hinter ihm Rosse, rote, braune und weiße.
22955#Sacharja,1,9#9. Da sprach ich: ,Was sind diese, Herr?' Da sprach zu mir der Gottesbote, der mit mir redete: ,Ich will dir zeigen, was diese sind.'
22956#Sacharja,1,10#10. Und es hob der Mann an, der zwischen den Myrten hielt, und sprach: ,Das sind die, die der Ewige gesandt, das Land zu durchwandeln.'
22957#Sacharja,1,11#11. Da antworteten sie dem Boten des Ewigen, der zwischen den Myrten hielt, und sprachen: ,Wir haben das Land durchwandelt, und sieh, das ganze Land ruht und ist still.'
22958#Sacharja,1,12#12. Da hob der Bote des Ewigen an und sprach: ,Ewiger der Scharen, bis wann noch willst du dich Jeruschalaims nicht erbarmen und der Städte Jehudas, denen du grollst, nun siebzig Jahre?'
22959#Sacharja,1,13#13. Da antwortete der Ewige dem Boten, der mit mir redete, gütige Worte, tröstliche Worte.
22960#Sacharja,1,14#14. Da sprach zu mir der Bote, der mit mir redete: ,Rufe und sprich: So spricht der Ewige der Scharen: Ich eifere für Jeruschalaim und Zijon in großem Eifer.
22961#Sacharja,1,15#15. Und großen Zorn zürne ich über die sorglosen Völker, da ich nur ein wenig gezürnt habe, sie aber halfen nach zum Bösen.
22962#Sacharja,1,16#16. Darum, so spricht der Ewige, kehre ich mich Jeruschalaim zu in Erbarmen; mein Haus wird in ihm gebaut, ist der Spruch des Ewigen der Scharen, und die Lotschnur wird gespannt an Jeruschalaim.
22963#Sacharja,1,17#17. Ferner rufe und sprich: So spricht der Ewige der Scharen: Noch werden meine Städte überfließen von Gutem, noch wird der Ewige Zijon trösten und noch Jeruschalaim erwählen!'
22964#Sacharja,2,1#1. Da hob ich meine Augen und schaute: Sieh da, vier Hörner.
22965#Sacharja,2,2#2. Da sprach ich zu dem Boten, der mit mir redete: ,Was sind diese?' Da sprach er zu mir: ,Das sind die Hörner, die Jehuda, Jisraël und Jeruschalaim zerstreut haben.'
22966#Sacharja,2,3#3. Dann ließ mich der Ewige vier Schmiede sehen.
22967#Sacharja,2,4#4. Da sprach ich: ,Was kommen diese zu tun?' Da sprach er: ,Diese Hörner, die Jehuda zerstreut haben, derart, daß keiner sein Haupt hob - da kommen nun diese, sie aufzuschrecken und abzuwerfen die Hörner der Völker, die ein Horn gegen das Land Jehuda erhoben haben, es zu zerstreuen.'
22968#Sacharja,2,5#5. Dann hob ich meine Augen und schaute, und sieh, da war ein Mann, in seiner Hand eine Meßschnur.
22969#Sacharja,2,6#6. Und ich sprach: ,Wohin gehst du?' Und er sprach zu mir: ,Um Jeruschalaim auszumessen, zu sehen, wieviel seine Breite und wieviel seine Länge ist.'
22970#Sacharja,2,7#7. Und sieh, der Bote, der mit mir redete, wollte abgehn, da trat ein andrer Bote hervor, ihm entgegen.
22971#Sacharja,2,8#8. Und er sprach zu ihm: ,Lauf, rede zu diesem Burschen und sage: Unabgegrenzt wird Jeruschalaim siedeln ob der vielen Menschen und Tiere darin,
22972#Sacharja,2,9#9. und ich werde ihm sein, ist des Ewigen Spruch, eine Mauer von Feuer ringsumher, und zur Herrlichkeit werde ich sein in seiner Mitte.'
22973#Sacharja,2,10#10. ,Weh, Wehe! Flieht aus des Nordens Land! ist des Ewigen Spruch, denn gleich den vier Winden des Himmels habe ich euch verstreut! ist des Ewigen Spruch.
22974#Sacharja,2,11#11. Weh, (nach) Zijon rette dich, Bewohnerin der Tochter Babels!
22975#Sacharja,2,12#12. Denn so spricht der Ewige der Scharen - hienach entsandte mich die Herrlichkeit - zu den Völkern, die euch ausrauben: Daß, wer euch anrührt, rührt an seinen Augenball!
22976#Sacharja,2,13#13. Denn sieh, ich hebe meine Hand über sie, und sie werden zum Raub für ihre Geknechteten; dann werdet ihr erkennen, daß der Ewige der Scharen mich gesandt hat.
22977#Sacharja,2,14#14. Juble und freu dich, Tochter Zijons, denn sieh, ich komme und wohne in deiner Mitte! ist des Ewigen Spruch.
22978#Sacharja,2,15#15. Anschließen werden sich viele Völker an den Ewigen an jenem Tag, daß sie mir zum Volk seien, ich aber werde in deiner Mitte wohnen, und du wirst erkennen, daß der Ewige der Scharen mich zu dir gesandt hat.
22979#Sacharja,2,16#16. Und der Ewige wird Jehuda als seinen Anteil eignen auf dem heiligen Boden, und wieder wird er Jeruschalaim erwählen.
22980#Sacharja,2,17#17. Still vor dem Ewgen, alles Fleisch! Denn er wird reg aus seiner heilgen Stätte.'
22981#Sacharja,3,1#1. Und er ließ mich Jehoschua, den Hohenpriester, sehen, der stand vor dem Boten des Ewigen, und der Widergeist-1- stand zu seiner Rechten, um ihm zu widerreden. -1) -+Satan-.++
22982#Sacharja,3,2#2. Da sprach der Ewige zum Widergeist: ,Verschelten wird dich der Ewige, Widergeist, verschelten wird dich der Ewige, der Jeruschalaim erwähIt! Ist dies nicht ein Scheit, gerettet aus dem Feuer?'
22983#Sacharja,3,3#3. Jehoschua aber war bekleidet mit beschmutzten Kleidern und stand vor dem Boten.
22984#Sacharja,3,4#4. Da hob der an und sprach zu den vor ihm Stehenden: ,Nehmt die beschmutzten Kleider von ihm ab!' Und er sprach zu ihm: ,Sieh, fortgenommen hab ich deine Schuld von dir und kleide dich in Festgewänder.
22985#Sacharja,3,5#5. So habe ich geheißen: Man setze einen reinen Kopfbund auf sein Haupt!' Und man setzte den reinen Kopfbund auf sein Haupt und kleidete ihn in Gewänder. Aber der Bote des Ewigen stand,
22986#Sacharja,3,6#6. und der Bote des Ewigen verwarnte Jehoschua und sprach:
22987#Sacharja,3,7#7. ,So spricht der Ewige der Scharen: Wenn du auf meinen Wegen gehst und meine Wartung wahrst, du auch mein Haus verwaltest, auch meine Höfe hütest, so will ich dir Zugang zwischen diesen hier Stehenden geben.
22988#Sacharja,3,8#8. Höre doch, Jehoschua, Hoherpriester, du und deine Genossen, die vor dir sitzen: Männer des Wahrbeweises sind sie. Denn sieh, ich bringe meinen Knecht, den «Sproß».
22989#Sacharja,3,9#9. Denn sieh, der Stein, den ich vor Jehoschua gelegt habe, auf einem Stein sind sieben Blickflächen. Sieh, ich zeichne ein als seine Zeichenschrift, ist der Spruch des Ewigen der Scharen: Und ich wische aus die Schuld jenes Landes an einem Tag!
22990#Sacharja,3,10#10. An jenem Tag, ist der Spruch des Ewigen der Scharen, werdet ihr einer den andern laden unter Weinstock und unter Feigenbaum.'
22991#Sacharja,4,1#1. Da kam der Bote, der mit mir redete, zurück und weckte mich, wie einen, der aus seinem Schlaf geweckt wird,
22992#Sacharja,4,2#2. und sprach zu mir: ,Was siehst du?' Und ich sprach: ,Ich schaute und sieh, ein Leuchter, ganz aus Gold und eine Schale oben darauf, und seine sieben Lichte daran, sieben und sieben Zuflußröhrchen zu den Lichten, die oben darauf waren.
22993#Sacharja,4,3#3. Und zwei Ölzweige an ihm, einer rechts von der Schale und einer zu ihrer Linken.'
22994#Sacharja,4,4#4. Und ich hob an und sprach zu dem Boten, der mit mir redete, und sprach: ,Was sind diese, mein Herr?'
22995#Sacharja,4,5#5. Da hob der Bote, der mit mir redete, an und sprach zu mir: ,Weißt du denn nicht, was diese sind?' Und ich sprach: ,Nein, mein Herr!'
22996#Sacharja,4,6#6. Da hob er an und sprach zu mir . . . ,Dies ist das Wort des Ewigen an Serubbabel, besagend: Nicht durch Macht / und nicht durch Kraft / allein durch meinen Geist! / spricht der Ewige der Scharen. /
22997#Sacharja,4,7#7. Wer bist du, großer Berg? / Vor Serubbabel zur Ebene! / Daß er den Stein der Führerschaft herausholt / ihn, dems gegeben, Gunst, ja Gunst zu schaffen!'
22998#Sacharja,4,8#8. Und es erging an mich das Wort des Ewigen, besagend:
22999#Sacharja,4,9#9. ,Die Hände Serubbabels haben dieses Haus gegründet, und seine Hände sollen es vollenden, und du wirst erkennen, daß der Ewige der Scharen mich zu euch gesandt hat.
23000#Sacharja,4,10#10. Denn wenn wer den Tag der kleinen Dinge geringgeachtet, so werden sie sich freuen, da sie den Stein des Vorzugs sehen in Serubbabels Hand.' . . . Diese sieben sind die Augen des Ewigen, die auf der ganzen Erde umherschweifen.
23001#Sacharja,4,11#11. Da hob ich an und sprach zu ihm: ,Was sind diese zwei Ölzweige, rechts vom Leuchter und links von ihm?'
23002#Sacharja,4,12#12. Und ich hob zum zweiten Mal an und sprach zu ihm: ,Was sind diese zwei Ölbaumschößlinge - zur Seite der zwei von ihnen herabfließenden Goldröhren - aus Gold?'
23003#Sacharja,4,13#13. Da sprach er zu mir: ,Weißt du denn nicht, was diese sind?' Und ich sprach: ,Nein, mein Herr!'
23004#Sacharja,4,14#14. Da sagte er: ,Das sind die beiden Söhne ha-Jizhars, die vor dem Herrscher der ganzen Erde stehen.'
23005#Sacharja,5,1#1. Und wieder hob ich meine Augen und schaute, und sieh, eine Schriftrolle, schwebend.
23006#Sacharja,5,2#2. Da sprach er zu mir: ,Was siehst du?' Und ich sprach: ,Ich sehe eine Schriftrolle schweben, ihre Länge zwanzig Ellen und ihre Breite zehn Ellen.'
23007#Sacharja,5,3#3. Da sprach er zu mir: ,Dies ist der Fluch, der ausgeht über die ganze Erde. Denn jeder, der gestohlen, gleich diesem einer war straflos, und jeder, der geschworen, gleich diesem einer war straflos.
23008#Sacharja,5,4#4. So hab ich ihn hervorgeholt, ist der Spruch des Ewigen der Scharen, und er kommt ins Haus des Diebes und ins Haus dessen, der bei meinem Namen zur Lüge schwört, verbleibt in seinem Haus und vernichtet es mit seinem Holz und seinen Steinen.'
23009#Sacharja,5,5#5. Dann trat der Bote, der mit mir redete, hervor und sprach zu mir: ,Hebe doch deine Augen und sieh, was hier hervorkommt?'
23010#Sacharja,5,6#6. Da sprach ich: ,Was ist es?' Und er sprach: ,Das ist das Efamaß, das hervorkommt.' Und er sprach: ,Das ist ihr Schielen im ganzen Land.'
23011#Sacharja,5,7#7. Und sieh, eine Scheibe von Blei hob sich ab, und da war ein Weib, das saß in dem Efamaß.
23012#Sacharja,5,8#8. Da sprach er: ,Das ist der Frevel!' Und er warf sie in das Efamaß hinein und warf den Bleistein auf dessen Mündung.
23013#Sacharja,5,9#9. Dann hob ich meine Augen und schaute, und sieh, zwei Weiber kamen hervor, und Wind war in ihren Flügeln, sie hatten nämlich Flügel wie die Flügel des Storches; die hoben das Efamaß hoch zwischen Erde und Himmel.
23014#Sacharja,5,10#10. Da sprach ich zu dem Boten, der mit mir redete: ,Wohin führen die das Efamaß?'
23015#Sacharja,5,11#11. Da sprach er zu mir: ,Ihm ein Haus zu bauen im Land Schin'ar; ist das errichtet, so wird es dort niedergelegt auf seinem Gestell.'
23016#Sacharja,6,1#1. Und wieder hob ich meine Augen und schaute, und sieh, vier Wagen kamen hervor zwischen den zwei Bergen, und die Berge waren Berge von Erz.
23017#Sacharja,6,2#2. Am ersten Wagen rote Rosse, am zweiten Wagen schwarze Rosse,
23018#Sacharja,6,3#3. am dritten Wagen weiße Rosse und am vierten Wagen gescheckte, hellrote Rosse.
23019#Sacharja,6,4#4. Da hob ich an und sprach zu dem Boten, der mit mir redete: ,Was sind diese, mein Herr?'
23020#Sacharja,6,5#5. Da antwortete der Bote und sprach zu mir: ,Das sind die vier Winde des Himmels, die hervorkommen, nachdem sie sich dem Herrn der ganzen Erde gestellt haben.
23021#Sacharja,6,6#6. Woran die schwarzen Rosse sind, die ziehen aus nach dem Land des Nordens, und die Weißen sind von sich nach Westen ausgezogen; und die Gescheckten zogen aus nach dem Land des Südens.
23022#Sacharja,6,7#7. Und die Hellroten zogen aus . . .' Und sie begehrten hinzugehn, um die Erde zu durchwandeln; und er sprach: ,Geht und durchwandelt die Erde.' So durchwandelten sie die Erde.
23023#Sacharja,6,8#8. Dann rief er mich heran und sprach zu mir: ,Sieh, die nach dem Land des Nordens ausziehn, legen meinen Geist nieder im Land des Nordens.'
23024#Sacharja,6,9#9. Und es erging an mich das Wort des Ewigen, besagend:
23025#Sacharja,6,10#10. ,Nimm von der Verschlepptenschaft, von Heldai, von Tobija und von Jeda'ja, und geh du hinein an jenem Tag, hinein ins Haus Joschijas, des Sohnes Zefanjas, die aus Babel gekommen sind,
23026#Sacharja,6,11#11. und nimm Silber und Gold und mach ein Diadem und setze es aufs Haupt Jehoschuas, des Sohnes Jehozadaks, des Hohenpriesters,
23027#Sacharja,6,12#12. und sprich zu ihm: So spricht der Ewige der Scharen: Sieh, ein Mann, «Sproß» sein Name, und aus seinem Boden sprießt er empor, der wird den Tempel des Ewigen bauen.
23028#Sacharja,6,13#13. Er wird den Tempel des Ewigen bauen, er wird Majestät anlegen, wird sitzen und herrschen auf seinem Thron; und ein Priester wird sein an seinem Thron, und friedliches Beraten wird zwischen beiden sein.
23029#Sacharja,6,14#14. Das Diadem aber bleibe für Helem, Tobija, Jeda'ja und Hen, den Sohn Zefanjas, zum Andenken im Tempel des Ewigen.
23030#Sacharja,6,15#15. Und Ferne werden kommen und bauen am Tempel des Ewigen, und ihr werdet erkennen, daß der Ewige der Scharen mich zu euch gesandt hat. Das wird geschehen, wenn ihr hören werdet auf die Stimme des Ewigen, eures Gottes.»
23031#Sacharja,7,1#1. Und es war im vierten Jahr des Königs Darjawesch, da erging das Wort des Ewigen an Secharja, am Vierten des neunten Monats, im Kislew.
23032#Sacharja,7,2#2. Da sandte Bet-El-Sar'ezer, Regem-Melech und seine Leute, um das Antlitz des Ewigen zu besänftigen
23033#Sacharja,7,3#3. und um zu den Priestern am Haus des Ewigen der Scharen und zu den Gottbegeisteten zu sprechen: «Soll ich weinen im fünften Monat, bei Weihenthaltung, wie ich es getan nun viele Jahre?»
23034#Sacharja,7,4#4. «Da erging an mich das Wort des Ewigen der Scharen, besagend:
23035#Sacharja,7,5#5. ,Sprich zum ganzen Volke des Landes und zu den Priestern: Wenn ihr gefastet und geklagt habt im fünften und siebenten (Monat), und das schon siebzig Jahre, habt ihr etwa für mich gefastet?
23036#Sacharja,7,6#6. Und wenn ihr eßt, und wenn ihr trinkt, seid ihrs nicht, die essen, und ihr es, die trinken?
23037#Sacharja,7,7#7. Sind nicht das die Worte, die der Ewige durch die früheren Gottbegeisteten verkündet, als Jeruschalaim noch siedelte in sichrer Ruh und seine Ortschaften ringsdarum, und die Südsteppe und das Tiefland noch bewohnt war?'»
23038#Sacharja,7,8#8. Und es erging das Wort des Ewigen an Secharja, besagend:
23039#Sacharja,7,9#9. «So spricht der Ewige der Scharen: Wahrhaftiges Gericht richtet und Liebe und Erbarmen übt einer mit dem andern!
23040#Sacharja,7,10#10. Und Witwe, Waise, Fremdling und Armen drückt nicht, und Böses einer dem andern sinnt nicht in eurem Herzen.
23041#Sacharja,7,11#11. Sie aber weigerten sich aufzumerken und zeigten trotzige Schulter und machten ihre Ohren schwer, daß sie nicht hörten.
23042#Sacharja,7,12#12. Und ihr Herz machten sie zu Schamirstein, um nicht die Weisung und die Worte zu hören, die der Ewige der Scharen in seinem Geist durch die früheren Gottbegeisteten gesandt; und so kam großer Zorn vom Ewigen der Scharen.
23043#Sacharja,7,13#13. Und es ward: Wie er rief, und sie nicht hörten, so rufen sie, und ich werde nicht hören! spricht der Ewige der Scharen.
23044#Sacharja,7,14#14. Und ich will sie verstieben über alle Völker, die sie nicht kannten, und das Land wird öde hinter ihnen, nichts geht, nichts kommt. So machen sie das köstliche Land zur Öde.»
23045#Sacharja,8,1#1. Und es erging das Wort des Ewigen der Scharen, besagend:
23046#Sacharja,8,2#2. «So spricht der Ewige der Scharen: Geeifert habe ich für Zijon ein großes Eifern, in großem Grimm hab ich dafür geeifert.
23047#Sacharja,8,3#3. So spricht der Ewige: Ich kehre nach Zijon wieder und throne in Jeruschalaim; dann wird Jeruschalaim genannt: Stadt der Wahrheit, und der Berg des Ewigen der Scharen: Heiliger Berg.
23048#Sacharja,8,4#4. So spricht der Ewige der Scharen: Noch werden Greise und Greisinnen auf den Plätzen Jeruschalaims sitzen, jeder seinen Stab in seiner Hand ob der Fülle der Jahre.
23049#Sacharja,8,5#5. Und die Plätze der Stadt werden voll sein von Knaben und Mädchen, die auf ihren Plätzen spielen.
23050#Sacharja,8,6#6. So spricht der Ewige der Scharen: Wenn das zu wunderbar erscheint dem Rest dieses Volkes in jenen Tagen - sollt es auch mir zu wunderbar erscheinen? ist der Spruch des Ewigen der Scharen.
23051#Sacharja,8,7#7. So spricht der Ewige der Scharen: Sieh, ich rette mein Volk aus dem Land des Aufgangs und aus dem Land des Untergangs der Sonne.
23052#Sacharja,8,8#8. Ich bringe sie her, und sie wohnen in Jeruschalaim; sie werden mir Volk sein, und ich werde ihnen Gott sein in Wahrheit und Gerechtigkeit.
23053#Sacharja,8,9#9. So spricht der Ewige der Scharen: Fest seien eure Hände, die ihr in diesen Tagen diese Worte hört aus dem Mund der Gottbegeisteten, an dem Tag, da der Grund gelegt wurde zum Haus des Ewigen der Scharen, daß der Tempel gebaut werde.
23054#Sacharja,8,10#10. Denn vor diesen Tagen war da kein Lohn des Menschen und war kein Lohn des Viehs, und der ein- und ausging, hatte keinen Frieden vor dem Bedränger, und ich ließ alle Menschen los einen gegen den andern.
23055#Sacharja,8,11#11. Nun aber, nicht wie in den früheren Tagen bin ich gegen den Rest dieses Volkes, ist der Spruch des Ewigen der Scharen.
23056#Sacharja,8,12#12. Denn: Same des Friedens: Der Weinstock wird seine Frucht geben, die Erde ihren Ertrag, der Himmel wird seinen Tau geben, und ich gebe dem Rest dieses Volkes alldies zu eigen.
23057#Sacharja,8,13#13. Und es wird sein: Wie ihr ein Fluch gewesen bei den Völkern, Haus Jehuda und Haus Jisraël, so werde ich euch helfen, daß ihr zum Segen werdet. Fürchtet nicht, fest seien eure Hände!
23058#Sacharja,8,14#14. Denn so spricht der Ewige der Scharen: Wie ich darauf gesonnen, euch Böses zu tun, als eure Väter mich erzürnten, spricht der Ewige der Scharen, und es mich nicht geleiden ließ,
23059#Sacharja,8,15#15. so sinne ich dagegen in diesen Tagen darauf, Jeruschalaim und dem Haus Jehuda Gutes zu tun; fürchtet nicht!
23060#Sacharja,8,16#16. Das sind die Dinge, die ihr tun sollt: Redet wahr einer mit dem andern, Wahrheit und Recht des Friedens richtet in euren Toren.
23061#Sacharja,8,17#17. Und sinnt nicht jeder auf des andern Unheil in eurem Herzen, und Schwur der Lüge liebet nicht, denn all dies ists, was ich hasse, ist des Ewigen Spruch.»
23062#Sacharja,8,18#18. «Und es erging das Wort des Ewigen der Scharen an mich, besagend:
23063#Sacharja,8,19#19. ,So spricht der Ewige der Scharen: Das Fasten des vierten und das Fasten des fünften, das Fasten des siebenten und das Fasten des zehnten (Monats) wird dem Haus Jehuda zur Wonne, zur Freude und zu fröhlichen Festen werden - aber Wahrheit und Frieden liebet!'
23064#Sacharja,8,20#20. So spricht der Ewige der Scharen: Noch werden Völker kommen und Bewohner vieler Städte.
23065#Sacharja,8,21#21. Und es werden die Bewohner der einen zur andern gehen und sagen: ,Laßt uns gehen, das Antlitz des Ewigen zu besänftigen und den Ewigen der Scharen zu suchen! Auch ich will gehen!'
23066#Sacharja,8,22#22. Und kommen werden viele Völker und mächtige Nationen, den Ewigen der Scharen in Jeruschalaim zu suchen und das Antlitz des Ewigen zu besänftigen.
23067#Sacharja,8,23#23. So spricht der Ewige der Scharen: In jenen Tagen, da ergreifen zehn Männer aus allen Zungen der Völker, ergreifen den Zipfel eines jehudäischen Mannes und sprechen: ,Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, Gott ist mit euch!'»
23068#Sacharja,9,1#1. Ausspruch, Wort des Ewigen: «Im Lande Hadrach / und in Dammesek ist ihm Weilstatt. / Denn zu dem Ewgen geht des Menschen Blick / so aller Stämme Jisraëls. /
23069#Sacharja,9,2#2. So auch Hamat, das daran grenzt / und Zor und Zidon, das hochweise. /
23070#Sacharja,9,3#3. Zor baut sich ein Gebinde / häuft Silber an wie Staub / und Gold wie Gassenkot. /
23071#Sacharja,9,4#4. Doch sieh, der Herr enteignet es / schlägt seinen Reichtum in das Meer / und selber wird vom Feuer es gefressen. /
23072#Sacharja,9,5#5. Es schaut es Aschkelon und zagt / und Asa zittert heftig / und Ekron, weil sein Aufblick ihm zuschanden. / Der König ist aus Asa fort / und Aschkelon ist unbewohnt. /
23073#Sacharja,9,6#6. Es haust ein Statthalter in Aschdod / ich tilge der Pelischter Stolz /
23074#Sacharja,9,7#7. ich reiße ihm sein Blut aus seinem Mund / und seine Greuel aus den Zähnen ihm hervor. / Dann bleibt auch er für unsern Gott / wird ein Vasallenfürst in Jehuda / und Ekron wie der Jebusäer. /
23075#Sacharja,9,8#8. Ich lagere vor meinem Haus als Posten / daß keiner hin noch her zieht / nie fürder gegen sie der Dränger zieht. 9. Denn nun sah ichs mit eignen Augen: /
23076#Sacharja,9,9#Hoch jauchze, Tochter Zijons / frohlocke, Tochter Jeruschalaims! / Sieh an, dein König kommt dir / bewährt und siegreich ist er / der Arme und der auf dem Esel reitet / dem Füllen aus dem Wurf der Eselstuten. /
23077#Sacharja,9,10#10. Da tilge ich die Waffen aus Efraim / die Rosse aus Jeruschalaim / und ausgerottet wird des Kampfes Bogen. / Und Frieden kündet er den Völkern / sein Herrschen reicht von Meer zu Meer / vom Strom bis zu der Erde Enden.
23078#Sacharja,9,11#11. Auch du, um deines Bundes Blut / laß die Gefangnen dein ich ziehn / frei aus der Kerkergrube, drin kein Wasser; /
23079#Sacharja,9,12#12. kehrt um zur Veste / Gefangene im Hoffen! / Auch heut erstatt ich / Verheißung, doppelt dir. /
23080#Sacharja,9,13#13. Denn ich, ich spanne mir Jehuda / als Bogen faß ich Efraim / reg mach ich deine Söhne, Zijon / hin gegen deine Söhne, Jawan / und mache dich zum Heldenschwert.
23081#Sacharja,9,14#14. Und es erscheint der Ewge über ihnen / ausfährt wie Blitz sein Pfeil. / Und Gott, der Herr, stößt in das Horn / hinfährt er in des Südens Stürmen. /
23082#Sacharja,9,15#15. Der Ewige der Scharen schirmt sie. / Sie fressen und bezwingen / als Schleudersteine / sie saufen, lärmen wie beim Wein / sie füllen sich wie Sprenggerät / wie Ecken des Altars. /
23083#Sacharja,9,16#16. Der Ewige, ihr Gott, gibt ihnen Sieg / an jenem Tag / sein Volk, wie Schafe wirds / denn Weihesteine stehn zu Zeichen / auf seinem Boden. /
23084#Sacharja,9,17#17. Denn: / Was ist sein Bestes? / Was sein Schönstes? / Ein Korn, das Burschen sprießen / ein Most, der Mädchen sprossen macht.
23085#Sacharja,10,1#1. Erbittet von dem Ewgen Regen / zur Zeit des späten Gusses! / Der Ewige schafft Wetterblitze / und Regenguß gewährt er ihnen / Grün, auf jedem Feld. /
23086#Sacharja,10,2#2. Schandpuppen freilich reden Trug / und die Orakler schauen Lüge / die Träume künden Falsches / leer ist ihr Trösten. / Drum treibt sie's fort wie Schafe / die blöken, weil kein Hirt ist.
23087#Sacharja,10,3#3. Der Hirten wegen flammt mein Antlitz / und an den Böcken will ichs ahnden. Denn der Ewige der Scharen bedenkt seine Herde, das Haus Jehuda, und macht sie: Als Roß, des Wucht im Kampf ist,
23088#Sacharja,10,4#4. (macht) aus ihm den Eckstein, aus ihm den Pflock, aus ihm des Kampfes Bogen. Aus ihm geht hervor jeder Dränger insgesamt.
23089#Sacharja,10,5#5. Und sie werden wie Helden, die den Kot der Gassen stampfen im Kampf, und sie kämpfen, denn der Ewige ist mit ihnen, und zuschanden werden der Rosse Reiter.
23090#Sacharja,10,6#6. Ich schaffe Macht dem Haus Jehuda und Sieg dem Haus Josef und führ sie heim, weil ich mich ihrer erbarme, und sie sollen sein, wie wenn ich sie nie verstoßen. Denn ich bin der Ewige, ihr Gott, und ich erhöre sie.
23091#Sacharja,10,7#7. Und es wird wie ein Held Efraim, es hebt sich ihr Herz wie vom Wein, und ihre Söhne sehen es und freuen sich, es frohlockt ihr Herz im Ewigen.
23092#Sacharja,10,8#8. Ich will ihnen pfeifen und sie sammeln, ja, ich löse sie. Viel seien sie wie Schafe.
23093#Sacharja,10,9#9. Und ich gebe ihnen Samen bei den Völkern, und in den Fernen werden sie mein gedenken, sie leben auf mit ihren Söhnen und kehren heim.
23094#Sacharja,10,10#10. Und ich führe sie zurück aus dem Land Mizraim, und aus Aschschur hol ich sie zuhauf, und bringe sie zum Land des Gil'ad und des Libanon, und es reicht ihnen nicht.
23095#Sacharja,10,11#11. So zieht es durch ins Meer, weils eng ist, und schlägt Steinhaufen ins Meer, und sie legen trocken alle Tiefen des Stromes. Und gesenkt wird Aschschurs Hochmut, und das Zepter Mizraims schwindet.
23096#Sacharja,10,12#12. Ich gebe ihnen Macht durch den Ewigen, daß sie in seinem Namen wandeln! ist des Ewigen Spruch.
23097#Sacharja,11,1#1. Tu, Libanon, auf deine Tore / daß Feuer fresse unter deinen Zedern! /
23098#Sacharja,11,2#2. Heul auf, Zypresse / weil die Zeder gefällt / weil die Gewaltigen verheert sind! / Heult, Eichen des Baschan / weil hingesunken / des Hartholzes Wald! /
23099#Sacharja,11,3#3. Es schallt der Hirten Heulen / weil verheert ihre Herde. / Es schallt der Löwen Brüllen / weil verheert des Jardens Hochstand.»
23100#Sacharja,11,4#4. «So sprach der Ewige, mein Gott: ,Weide die Schafe des Würgens!
23101#Sacharja,11,5#5. Deren Käufer sie würgen, ohne es zu büßen, und ihr Verkäufer spricht: Gepriesen der Ewige, daß ich reich werde! und deren Hirte kein Erbarmen mit ihnen hat.
23102#Sacharja,11,6#6. So will auch ich mich nicht mehr erbarmen über die Bewohner des Landes, ist des Ewigen Spruch. Und sieh, ich liefre aus die Menschen, jeden in die Hand seines Nächsten und in die Hand seines Königs, die zerschmettern das Land, und ich rette nicht aus ihrer Hand.'
23103#Sacharja,11,7#7. So weidete ich die Schafe des Würgens - fürwahr die elendsten der Schafe! - und nahm mir zwei Stäbe, den einen nannte ich ,Huld', und den andern nannte ich ,Härte', und ich weidete die Schafe.
23104#Sacharja,11,8#8. Aber ich sagte den drei Hirten ab in einem Monat, und ich war ungeduldig worden über sie, und auch ihre Seele verhärtete sich mir.
23105#Sacharja,11,9#9. Und ich sprach: Ich will euch nicht weiden; was sterben mag, sterbe, was verkommen mag, verkomme, und die übrigbleiben, mögen eins des andern Fleisch fressen!
23106#Sacharja,11,10#10. Und ich nahm meinen Stab ,Huld' und zerschlug ihn, um meinen Bund zu brechen, den ich mit allen Völkern geschlossen hatte;
23107#Sacharja,11,11#11. und er wurde an jenem Tag gebrochen. Da erkannten wohl die elendsten der Schafe, die auf mich achteten, daß es des Ewigen Wort war.
23108#Sacharja,11,12#12. Und ich sprach zu ihnen: ,Wenn es euch recht ist, gebt meinen Lohn, und wenn nicht, laßt es!' Da wogen sie meinen Lohn zu: Dreißig Silberstücke.
23109#Sacharja,11,13#13. Da sprach der Ewige zu mir: ,Wirf ihn zu dem Schatz, den herrlichen Wert, des ich von ihnen gewertet wurde!' Da nahm ich die dreißig Silberstücke und warf sie im Haus des Ewigen zu dem Schatz.
23110#Sacharja,11,14#14. Dann zerschlug ich meinen zweiten Stab ,Härte', um die Bruderschaft zwischen Jehuda und Jisraël zu brechen.
23111#Sacharja,11,15#15. Dann sprach der Ewige zu mir: ,Nimm dir nochmals Gerät eines närrischen Hirten.
23112#Sacharja,11,16#16. Denn sieh, ich bestelle einen Hirten im Land, der auf die Verkommenen nicht achtet, das Junge nicht sucht, das Gebrochene nicht heilt, das Erstarrte nicht pflegt, das Fleisch des Feisten ißt und ihre Klauen abbricht.
23113#Sacharja,11,17#17. Weh, Hirt, nichtsnutzig / der die Schafe verlassen! / Die Darre auf seinen Arm / und auf sein rechtes Auge! / Sein Arm soll ihm verdorren / sein rechtes Auge ihm erdunkeln!'»
23114#Sacharja,12,1#1. Ausspruch, Wort des Ewigen über Jisraël: «Spruch des Ewigen, der den Himmel ausgespannt und die Erde gegründet und des Menschen Odem gebildet in seinem Innern.
23115#Sacharja,12,2#2. Sieh, ich mache Jeruschalaim zur Taumelschale für alle Völker ringsumher, und auch auf Jehuda trifft es zu bei der Belagerung gegen Jeruschalaim.
23116#Sacharja,12,3#3. Und es wird sein an jenem Tag, da mache ich Jeruschalaim zum Laststein für alle Völker; alle, die ihn auflasten, werden sich zerritzen. Da sammeln sich gegen es alle Völker der Erde.
23117#Sacharja,12,4#4. An jenem Tag, ist des Ewigen Spruch, da schlage ich jedes Roß mit Scheuen und seinen Reiter mit Wahnsinn. Und über das Haus Jehuda halte ich meine Augen offen, aber jedes Roß der Völker schlage ich mit Blindheit.
23118#Sacharja,12,5#5. Dann sprechen die Vasallen Jehudas in ihrem Herzen: ,Stärke sind mir die Bewohner Jeruschalaims durch den Ewigen der Scharen, ihren Gott.'
23119#Sacharja,12,6#6. An jenem Tag, da mache ich die Vasallen Jehudas wie ein Feuerbecken unter Hölzern und wie eine Feuerfackel unter der Garbe: Und sie werden fressen zur Rechten und zur Linken alle Völker ringsumher, und stehen wird Jeruschalaim fürder auf seiner Stelle, in Jeruschalaim.
23120#Sacharja,12,7#7. Aber retten wird der Ewige die Zelte Jehudas zuerst, damit nicht wachse das Prunken des Hauses Dawid und das Prunken der Bewohner von Jeruschalaim gegen Jehuda.
23121#Sacharja,12,8#8. An diesem Tag wird der Ewige den Bewohner von Jeruschalaim beschirmen, und es wird der Gebrochenste unter ihnen an jenem Tag sein wie Dawid; das Haus Dawid aber wie ein Gotteswesen, wie ein Bote des Ewigen an ihrer Spitze.
23122#Sacharja,12,9#9. Und es wird sein an jenem Tag, da werde ich streben, alle Völker zu vernichten, die gegen Jeruschalaim herankommen.
23123#Sacharja,12,10#10. Und ich gieße aus über das Haus Dawid und über den Bewohner Jeruschalaims Geist der Gnade und Begnadung - und sie blicken auf zu mir - mit dem, den sie durchbohrt haben. Und sie werden trauern um ihn, wie Trauer um den Einzigen, und bitterlich weinen um ihn, wie Bitternis um den Erstgebornen.
23124#Sacharja,12,11#11. An jenem Tag wird die Trauer in Jeruschalaim groß sein wie die Trauer um Hadad-Rimmon im Tal von Megiddon.
23125#Sacharja,12,12#12. Und klagen wird das Land, jedes Geschlecht für sich, das Geschlecht des Hauses Dawid für sich und ihre Frauen für sich, das Geschlecht des Hauses Natan für sich und ihre Frauen für sich.
23126#Sacharja,12,13#13. Das Geschlecht des Hauses Lewi für sich und ihre Frauen für sich, das Geschlecht des Hauses Schim'i für sich und ihre Frauen für sich,
23127#Sacharja,12,14#14. alle übriggebliebenen Geschlechter, jedes Geschlecht für sich und ihre Frauen für sich.
23128#Sacharja,13,1#1. An jenem Tag wird ein Quell aufgetan sein dem Haus Dawid und den Bewohnern Jeruschalaims gegen Versündung und Unreinheit.
23129#Sacharja,13,2#2. Und es wird sein an jenem Tag, ist der Spruch des Ewigen der Scharen, da tilge ich die Namen der Götzen aus dem Land, daß ihrer nicht mehr gedacht wird, und auch die Begeisteten und den Geist der Unreinheit treibe ich aus dem Land hinweg.
23130#Sacharja,13,3#3. Und es wird sein, wenn dann noch ein Mann weissagen wird, dann werden sein Vater und seine Mutter, seine Erzeuger, zu ihm sprechen: ,Du sollst nicht am Leben bleiben, denn Lug hast du geredet im Namen des Ewigen!' Und durchbohren werden ihn sein Vater und seine Mutter, seine Erzeuger, für sein Weissagen.
23131#Sacharja,13,4#4. Und es wird sein an jenem Tag, da schämen sich die Begeisteten, jeder seines Schauens in Begeistung, und sie legen keinen härenen Mantel an, um es zu verleugnen.
23132#Sacharja,13,5#5. Und er spricht: ,Kein Begeisteter bin ich, eines Ackerbauers Mann bin ich, denn ein Mann hat mich gekauft von meiner Jugend an.'
23133#Sacharja,13,6#6. Und sagt man zu ihm: ,Was sind das für Wunden zwischen deinen Armen?' so spricht er: ,Weil ich geschlagen wurde an meiner Liebschaft Stätte.'
23134#Sacharja,13,7#7. Schwert, reg dich gegen meinen Hirten / den Mann, mir zugesellt! / ist Spruch des Ewigen der Scharen. / Den Hirten schlage / daß zerstieben die Schafe! 8. Dann kehr ich meine Hand gegen die Beamten,
23135#Sacharja,13,8#und es wird sein: Im ganzen Land, ist des Ewigen Spruch, werden zwei Teile davon ausgerottet werden und hinsterben, aber das Dritteil wird darin übrigbleiben.
23136#Sacharja,13,9#9. Und ich bringe das Dritteil ins Feuer und läutre sie, wie man das Silber läutert, und prüfe sie, wie man das Gold prüft. Das wird meinen Namen anrufen, und ich werde ihm antworten. Ich spreche: ,Mein Volk ist es!' und es spricht: ,Der Ewige ist mein Gott!'
23137#Sacharja,14,1#1. Sieh, ein Tag kommt für den Ewigen, da wird deine Beute in deiner Mitte geteilt.
23138#Sacharja,14,2#2. Und ich sammle alle Völker nach Jeruschalaim zum Kampf; und die Stadt wird erobert, die Häuser geplündert und die Frauen beschlafen. Und die Hälfte der Stadt zieht hinaus zur Verschleppung, aber der Rest des Volkes wird nicht aus der Stadt getilgt.
23139#Sacharja,14,3#3. Dann zieht der Ewige aus und streitet gegen jene Völker, wie am Tag, da er streitet, am Tag der Schlacht.
23140#Sacharja,14,4#4. Und seine Füße treten an jenem Tag auf den Ölberg, der vor Jeruschalaim im Osten liegt; dann birst der Ölberg mittenab in eine sehr große Schlucht nach Osten und nach Westen, und es rückt der halbe Berg nach Norden und der halbe nach Süden,
23141#Sacharja,14,5#5. da ihr fliehen werdet, gegen das Bergtal, denn das Bergtal reicht bis an die Ferne; ihr werdet fliehen, wie ihr geflohen seid vor dem Beben in den Tagen Usijas, des Königs von Jehuda, und es kommt der Ewige, mein Gott, und alle Heiligen mit dir.
23142#Sacharja,14,6#6. Und es wird sein an jenem Tag, da wird nicht Licht sein: Schwere und Erstarrung.
23143#Sacharja,14,7#7. Und es wird einen Tag lang - er wird als des Ewigen erkannt werden - nicht Tag und nicht Nacht sein, aber zur Abendzeit wird Helle sein.
23144#Sacharja,14,8#8. Und es wird sein an jenem Tag, da fließen lebendige Wasser aus von Jeruschalaim, zur Hälfte zum östlichen Meer und zur Hälfte zum westlichen Meer, im Sommer und im Winter wird es sein.
23145#Sacharja,14,9#9. Und der Ewige wird König werden über die ganze Erde. An jenem Tag wird der Ewige einzig sein und sein Name einzig.
23146#Sacharja,14,10#10. Es wandelt sich das ganze Land: Wie eine Tiefebene von Geba bis Rimmon, südlich von Jeruschalaim; und dieses erhellt sich und bleibt an seiner Stätte: Vom Binjamintor bis zum Ort des ersten Tores, bis zum Ecktor, und vom Hanan'el-turm bis zu den Königskeltern.
23147#Sacharja,14,11#11. Und sie wohnen darin, und keinen Bann wird es mehr geben, und Jeruschalaim wohnt sicher.
23148#Sacharja,14,12#12. Und dies wird der Gottesschlag sein, mit dem der Ewige all die Völker schlagen wird, die gegen Jeruschalaim sich geschart: Es modert sein Fleisch, während er auf seinen Füßen steht, und seine Augen modern in ihren Höhlen, und seine Zunge modert in ihrem Mund.
23149#Sacharja,14,13#13. Und es wird sein an jenem Tag, da wird gewaltige Wirrung des Ewigen sein unter ihnen, und sie fassen einer die Hand des andern, und dessen Hand hebt sich gegen die Hand des andern.
23150#Sacharja,14,14#14. Und auch Jehuda wird gegen Jeruschalaim kämpfen. Gesammelt wird dann das Gut aller Völker ringsumher, Gold, Silber und Gewänder in großer Menge.
23151#Sacharja,14,15#15. Und ebenso wird der Gottesschlag sein für Roß, Maultier, Kamel, Esel und alles Vieh, das in jenen Lagern sein wird, gleich diesem Schlag.
23152#Sacharja,14,16#16. Und es wird sein: Alles, was übrigbleibt von all den Völkern, die gegen Jeruschalaim herankommen, die werden hinaufziehn Jahr um Jahr, um sich hinzuwerfen dem König, dem Ewigen der Scharen, und um das Fest der Hütten zu feiern.
23153#Sacharja,14,17#17. Und es wird sein: Wer nicht von den Geschlechtern der Erde nach Jeruschalaim hinaufzieht, um sich hinzuwerfen dem König, dem Ewigen der Scharen, über denen wird kein Regen sein.
23154#Sacharja,14,18#18. Und wenn das Völkergeschlecht Mizraims nicht hinaufzieht und nicht kommt, fällt nicht das auf sie; es wird der Gottesschlag sein, mit dem der Ewige die Völker schlägt, die nicht hinaufsteigen, um das Fest der Hütten zu feiern.
23155#Sacharja,14,19#19. Das wird die Strafe Mizraims sein und die Strafe aller Völker, die nicht hinaufziehn, das Fest der Hütten zu feiern.
23156#Sacharja,14,20#20. An jenem Tag wird Heiligung dem Ewigen ruhn auf den Schattendächern der Rosse, und die Kochtöpfe im Haus des Ewigen werden sein wie die Sprengschalen vor dem Altar.
23157#Sacharja,14,21#21. Und es wird jeder Kochtopf in Jeruschalaim und in Jehuda geheiligt sein dem Ewigen der Scharen. Und kommen werden alle Opfernden und von ihnen nehmen und in ihnen kochen. Und kein (Vieh-)Krämer wird mehr sein im Haus des Ewigen der Scharen an jenem Tag.»

22909#Haggai,1,1#1. IM zweiten Jahr des Königs Darjawesch, im sechsten Monat, am ersten Tag des Monats, erging das Wort des Ewigen durch Haggai, den Gottbegeisteten, an Serubbabel, den Sohn Schealtiëls, den Statthalter von Jehuda, und an Jehoschua, den Sohn Jehozadaks, den Hohenpriester, besagend:
22910#Haggai,1,2#2. «So spricht der Ewige der Scharen: Dieses Volk sagt: ,Nicht Zeit ists dranzugehn, die Zeit fürs Haus des Ewigen, daß es gebaut wird.'»
22911#Haggai,1,3#3. Und es erging das Wort des Ewigen durch Haggai, den Gottbegeisteten, besagend:
22912#Haggai,1,4#4. «Ists Zeit für euch, ihr, zu wohnen in euren gebälkten Häusern, indes dieses Haus wüst liegt?
22913#Haggai,1,5#5. Und nun: So spricht der Ewige der Scharen: Richtet euren Sinn auf euer Ergehen:
22914#Haggai,1,6#6. Gesät habt ihr viel, und einzubringen gibt es wenig, Essen - aber nicht zum Sattwerden, Trinken - aber nicht zum Rausch, Kleiden - aber nicht zum Erwarmen, und wer sich was verdient, verdient in löchrigen Beutel.
22915#Haggai,1,7#7. So spricht der Ewige der Scharen: Richtet euren Sinn auf euer Ergehen!
22916#Haggai,1,8#8. Steigt ins Gebirge und bringt Holz und baut das Haus, daß ich drin Huld erweise und geehrt werde, spricht der Ewige.
22917#Haggai,1,9#9. Wendet man sich zu vielem, sieh, wird es wenig, und bringt ihr es nach Haus, so verblas ichs! Weswegen? ist der Spruch des Ewigen der Scharen: Wegen meines Hauses, das wüst liegt, ihr aber hastet, jeder für sein Haus.
22918#Haggai,1,10#10. Darum hält über euch der Himmel den Tau zurück und die Erde ihren Ertrag.
22919#Haggai,1,11#11. Und ich rief Trockenheit herbei über die Erde und über die Berge, über das Getreide, den Most und den Ölsaft, und über alles, was der Boden hervorbringt, über Mensch und Vieh und über allen Mühertrag der Hände.»
22920#Haggai,1,12#12. Da hörte Serubbabel, der Sohn Schealtiëls, und Jehoschua, der Sohn Jehozadaks, der Hohepriester, und alles übrige Volk auf die Stimme des Ewigen, ihres Gottes, und auf die Worte Haggais, des Gottbegeisteten, wie ihn der Ewige, ihr Gott, gesandt hatte, und das Volk fürchtete vor dem Ewigen.
22921#Haggai,1,13#13. Da sprach Haggai, der Bote des Ewigen, in Botschaft des Ewigen zum Volk und sagte: «Ich bin mit euch! ist Gottes Spruch.»
22922#Haggai,1,14#14. Da erweckte der Ewige den Geist Serubbabels, des Sohnes Schealtiëls, des Statthalters von Jehuda, und den Geist Jehoschuas, des Sohnes Jehozadaks, des Hohenpriesters, und den Geist des ganzen übrigen Volkes, daß sie kamen und Werk taten im Haus des Ewigen der Scharen, ihres Gottes,
22923#Haggai,1,15#15. am vierundzwanzigsten Tag des Monats, im sechsten Monat, im zweiten Jahr des Königs Darjawesch.
22924#Haggai,2,1#1. Im siebenten (Monat), am Einundzwanzigsten des Monats, erging das Wort des Ewigen durch Haggai, den Gottbegeisteten, besagend:
22925#Haggai,2,2#2. «Sprich doch zu Serubbabel, dem Sohn Schealtiëls, dem Statthalter von Jehuda, und zu Jehoschua, dem Sohn Jehozadaks, dem Hohenpriester, und zum übrigen Volk:
22926#Haggai,2,3#3. Wer ist unter euch noch übrig, der dieses Haus in seiner frühern Herrlichkeit gesehen hat, und wie seht ihr es jetzt an? Ist doch seinesgleichen wie ein Nichts in euren Augen!
22927#Haggai,2,4#4. Nun aber: Sei stark, Serubbabel, ist des Ewigen Spruch, und sei stark, Jehoschua, Sohn Jehozadaks, Hoherpriester, und sei stark, alles Volk des Landes, ist des Ewigen Spruch, und werket! Denn ich bin mit euch! ist der Spruch des Ewigen der Scharen,
22928#Haggai,2,5#5. nach dem Wort, wie ichs mit euch abgeschlossen habe, als ihr aus Mizraim zogt; und mein Geist steht in eurer Mitte, fürchtet nicht!
22929#Haggai,2,6#6. Denn so spricht der Ewige der Scharen: Noch eine Weile, wenig ists, da erschüttre ich den Himmel und die Erde und das Meer und das Trockene.
22930#Haggai,2,7#7. Und ich erschüttre alle Völker; dann kommt herbei aller Völker Köstliches, und ich erfülle dieses Haus mit Herrlichkeit! spricht der Ewige der Scharen.
22931#Haggai,2,8#8. Für mich das Silber und für mich das Gold! ist der Spruch des Ewigen der Scharen.
22932#Haggai,2,9#9. Größer wird die Herrlichkeit dieses späteren Hauses als die des ersten, spricht der Ewige der Scharen, und an diesem Ort gebe ich Frieden! ist der Spruch des Ewigen der Scharen.»
22933#Haggai,2,10#10. Am Vierundzwanzigsten des neunten (Monats), im zweiten Jahr Darjaweschs erging das Wort des Ewigen an Haggai, den Gottbegeisteten, besagend:
22934#Haggai,2,11#11. «So spricht der Ewige der Scharen: Frage doch die Priester um Weisung und sage:
22935#Haggai,2,12#12. Wenn ein Mann geweihtes Fleisch im Zipfel seines Kleides trägt, und er rührt mit seinem Zipfel an Brot oder an ein Gericht oder an Wein oder an Öl oder an irgendeine Speise, wird das geheiligt?» Da antworteten die Priester und sagten: «Nein.»
22936#Haggai,2,13#13. Da sprach Haggai: «Wenn ein durch eine Leiche Unreiner an all dies rührt, wird es unrein?» Da antworteten die Priester und sagten: «Es wird unrein.»
22937#Haggai,2,14#14. Da antwortete Haggai und sprach: «So ist dieses Volk und so diese Nation vor mir, ist der Spruch des Ewigen, und so alles Werk ihrer Hände, und was sie dort darbringen, unrein ist es!
22938#Haggai,2,15#15. Und nun: Richtet euren Sinn von diesem Tag an und weiter: Bevor man Stein auf Stein legte im Haus des Ewigen,
22939#Haggai,2,16#16. als man da kam zu einem Garbenhaufen von zwanzig, so waren es zehn, kam zur Kelter, um fünfzig Kannen zu schöpfen, so waren es zwanzig.
22940#Haggai,2,17#17. Ich schlug euch mit Kornbrand und Rost und mit Hagel alles Werk eurer Hände, und es brachte euch nicht zu mir, ist des Ewigen Spruch.
22941#Haggai,2,18#18. Richtet nun euren Sinn von diesem Tag und weiter, vom vierundzwanzigsten Tag des neunten (Monats), von dem Tag an, da das Haus des Ewigen gegründet wird - richtet euren Sinn!
22942#Haggai,2,19#19. Ist noch die Saat im Speicher, und hat noch die Rebe, die Feige, die Granate und der Ölbaum nicht getragen? Von diesem Tag an gebe ich Segen!»
22943#Haggai,2,20#20. Und es erging das Wort des Ewigen zum zweitenmal an Haggai am Vierundzwanzigsten des Monats, besagend:
22944#Haggai,2,21#21. «Sprich zu Serubbabel, dem Statthalter von Jehuda, und sage: Ich erschüttre den Himmel und die Erde.
22945#Haggai,2,22#22. Ich stürze den Thron der Königreiche und vernichte die Macht der Völkerreiche, stürze den Wagen und seinen Fahrer, und es sinken Rosse und Reiter, jeder durch seines Bruders Schwert.
22946#Haggai,2,23#23. An jenem Tag, ist der Spruch des Ewigen der Scharen, nehme ich dich, Serubbabel, Sohn Schealtiëls, meinen Knecht, ist des Ewigen Spruch, und lege dich an wie einen Siegelring. Denn dich habe ich erwählt, ist der Spruch des Ewigen der Scharen.»

22856#Zephania,1,1#1. DAS Wort des Ewigen, das erging an Zefanja, den Sohn Kuschis, des Sohnes Gedaljas, des Sohnes Amarjas, des Sohnes Hiskijas, in den Tagen Joschijahus, des Sohnes Amons, des Königs von Jehuda:
22857#Zephania,1,2#2. «Ich raffe, raffe alles / von der Erde Fläche! / Ist des Ewigen Spruch. /
22858#Zephania,1,3#3. Ich raffe Mensch und Vieh / ich raff des Himmels Vogelvolk / des Meeres Fische / die sie zu Falle bringen / mitsamt den Schuldigen / und tilge aus den Menschen von der Erde Fläche / ist des Ewigen Spruch. /
22859#Zephania,1,4#4. Ich strecke auf Jehuda meine Hand / auf alle Wohner von Jeruschalaim / und tilge aus von diesem Ort / den Rest des Baal / das Angedenken der Eunuchenpfaffen / mitsamt den Priestern. /
22860#Zephania,1,5#5. Und die sich niederwerfen auf den Dächern / dem Heer des Himmels / und die sich niederwerfen / die, schwörend bei dem Ewigen / bei ihrem Melech schwören /
22861#Zephania,1,6#6. und die sich abgerückt vom Ewigen / und die den Ewgen nicht gesucht / und nicht erstrebt.
22862#Zephania,1,7#7. Still da vor Gott, dem Herrn! / Denn nahe ist des Ewgen Tag. / Denn zugerüstet hat der Ewige ein Schlachten / geweiht sich die Geladnen.
22863#Zephania,1,8#8. Und es wird sein am Tag von des Ewigen Schlachten, da such ichs heim an den Obern und an den Königssöhnen und an allen, die fremdländisch Kleid tragen.
22864#Zephania,1,9#9. Und ich such es heim an jedem, der über die Schwelle hüpft, an jenem Tag, die füllen das Haus ihres Herrn mit Raub und Trug.
22865#Zephania,1,10#10. Und es wird sein an jenem Tag, ist des Ewigen Spruch: Wehschrei vom Fischtor her / und Heulen aus dem Zweitbezirk / und lautes Stürzen von den Höhen. /
22866#Zephania,1,11#11. Heult, Wohner des Kessels / daß alles Krämervolk vernichtet / vertilgt die Silberwäger alle. /
22867#Zephania,1,12#12. Und es wird sein zu jener Zeit / da such ich ab Jeruschalaim / mit Lichtern / und such es an den Männern heim / die da erstarrt auf ihren Hefen / in ihrem Herzen sprechen: / ,Nicht tut der Ewge gut noch böse.' /
22868#Zephania,1,13#13. Es wird ihr Schatz zur Plünderung / und ihre Häuser zur Verödung. / Und baun sie Häuser / solln sie darin nicht wohnen / und pflanzen sie Weinland / ihren Wein nicht trinken.
22869#Zephania,1,14#14. Nah ist der Tag des Ewigen, der große / sehr nah und bald! / Laut ist des Ewgen Tag / schreit bitter da der Held! /
22870#Zephania,1,15#15. Ein Tag des Grimms ist jener Tag / ein Tag von Engnis und Bedrängnis / ein Tag von Graun und Grausen / ein Tag von Düster und Finsternis / ein Tag von Wolken und von Wetterdunkel. /
22871#Zephania,1,16#16. Ein Tag von Horn und Kriegslärm / hin an die festen Städte / die hohen Zinnen. /
22872#Zephania,1,17#17. Da ängste ich die Menschen / daß sie wie Blinde gehn / weil sie dem Ewgen sich versündigt. / Und ausgeschüttet wird ihr Blut wie Staub / ihr Abgekämpftes wie der Unrat. /
22873#Zephania,1,18#18. Ihr Silber auch und auch ihr Gold / kann sie nicht retten / am Grimmestag des Ewigen / im Feuer seines Eiferns wird verzehrt das ganze Land / denn alleweg, nur Schreck / schafft er des Landes Wohnern allesamt.
22874#Zephania,2,1#1. Versammelt, sammelt euch / fühlloses Volk /
22875#Zephania,2,2#bevor die Schranke sich gebildet / der Tag wie Spreu vergangen! / 2. Bevor euch überkommt / des Ewigen Zornglut / bevor euch überkommt / der Zornestag des Ewigen! /
22876#Zephania,2,3#3. Den Ewgen sucht / Gebeugte ihr des Landes alle / die ausgeübt sein Recht! / Sucht Rechtlichkeit, sucht Demut! / Vielleicht bleibt ihr geborgen / am Zornestag des Ewigen! /
22877#Zephania,2,4#4. Denn Asa wird verlassene Oase / und Aschkelon zur Öde / Aschdod, am Mittag jagt mans fort / und Ekron wird man umkehrn. /
22878#Zephania,2,5#5. Weh, Wohner ihr des Meeresstrichs / Volk der Kereter! / Das Wort des Ewgen über euch: / Kenaan, Pelischtäerland! / Ich tilge dich, daß keiner bleibt. /
22879#Zephania,2,6#6. Dann wird der Meeresstrich zu Triften, Hirtenweiden / und Hürden der Schafe /
22880#Zephania,2,7#7. und dient der Strich / dem Rest vom Haus Jehuda / daß sie drauf weiden / sie in den Häusern Aschkelons / sich abends lagern / wie sie der Ewige, ihr Gott, bedenkt / und wieder sie erstellt.
22881#Zephania,2,8#8. Ich hörte Moabs Schmähung / und die Beschimpfungen der Ammonssöhne / die da mein Volk geschmäht / (den Mund) geweitet gegen ihr Gebiet. /
22882#Zephania,2,9#9. Darum: Ich lebe! / ist Spruch des Ewigen der Scharen / des Gottes Jisraëls: / Ja, wie Sedom soll Moab werden / die Söhne Ammons wie Amora / zu Waldkrauthecke, Salzgehäuf / und Öde immerdar. / Der Rest von meinem Volk nimmt sie als Beute / der Überbleib des Stamms beerbt sie. /
22883#Zephania,2,10#10. Für ihren Hochmut sei dies ihnen / weil sie gelästert, (ihren Mund) geweitet / dem Volk des Ewigen der Scharen. /
22884#Zephania,2,11#11. Gefürchtet ist der Ewge über ihnen / denn er macht schwinden all der Erde Götter / ihm werfen sie sich hin / an seinem Orte jeder / alle Lande der Völker. /
22885#Zephania,2,12#12. Ihr auch, Kuschiter / sie, meines Schwerts Erschlagne. /
22886#Zephania,2,13#13. Da streckt er gegen Norden seine Hand / vernichtet Aschschur / macht Ninewe zu Öde / 14. erdorrt wie die Wüste /
22887#Zephania,2,14#und lagern in ihr Herden / aller Sippe Getier. / Da wird auch Pelikan und Eule / an ihren Knäufen nachten / Hall singt im Fensterloch; / Verwüstung an der Schwelle / denn bloßgelegt hat er das Zedernwerk. /
22888#Zephania,2,15#15. Ist das die fröhliche Stadt / die sicher wohnte? / Die sprach in ihrem Herzen: / ,Ich bin, nichts außer mir!' / Wie ist zu Öde sie worden / zum Lager fürs Getier! / Allwer an ihr vorbeigeht / zischt, schüttelt seine Hand.
22889#Zephania,3,1#1. Weh, schmutzige, besudelte, verbrecherische Stadt! /
22890#Zephania,3,2#2. Sie hört nicht auf den Ruf / nimmt Zucht nicht an / dem Ewigen vertraut sie nicht / naht ihrem Gott nicht. /
22891#Zephania,3,3#3. Die Oberen in ihrer Mitte / sind brüllende Löwen / die Richter Steppenwölfe / sie bringen (Recht) nicht an den Morgen. /
22892#Zephania,3,4#4. Die Gottbegeisteten wertlose / verräterische Männer; / die Priester schänden das Geweihte / sie rauben durch die Weisung. /
22893#Zephania,3,5#5. Der Ewige in ihrer Mitte ist gerecht / er tut nicht Unrecht / bringt Morgen um den Morgen / sein Recht ans Licht / es bleibt nicht aus. / Jedoch der Ungerechte / kennt keine Scham.
22894#Zephania,3,6#6. Ich tilgte Völker / daß wüst ihre Zinnen / zerstörte ihre Straßen / daß keiner sie durchzieht. / Verheert sind ihre Städte, ohne Menschen / und ohne Wohner. /
22895#Zephania,3,7#7. Ich dachte: Nun wirst du mich fürchten / wirst Zucht annehmen / daß nicht ihr Heim getilgt wird / ganz wie ichs über sie bedacht. / Jedoch von früh an / verderbten sie all ihre Taten. /
22896#Zephania,3,8#8. Drum wartet mir / ist des Ewigen Spruch / des Tags, da ich zur Beute aufsteh / weil das mein Strafgericht: / Zu sammeln Völker / zu scharen Königreiche / zu schütten meine Wut auf sie / all meine Zornesglut. / Denn in dem Feuer meines Eifers / verzehrts die ganze Erde.
22897#Zephania,3,9#9. Ja, dann erwandle ich den Völkern / entsühnte Lippe / daß alle bei des Ewgen Namen rufen / ihm dienen mit vereinter Schulter. /
22898#Zephania,3,10#10. Von drüben, nach den Strömen Kuschs / kommt Räucherwerk mir / und der Puzäer Tochter / bringt mir die Opferspende. /
22899#Zephania,3,11#11. An jenem Tag / wird dir nicht Schmach ob aller deiner Taten / die du an mir gefrevelt? / Denn dann entferne ich aus deiner Mitte / deines Stolzes Frohe / daß du nicht ferner hochtust / auf meinem heilgen Berg. /
22900#Zephania,3,12#12. Und übrig lasse ich in dir / Volk, arm und elend / das birgt sich in des Ewgen Namen: /
22901#Zephania,3,13#13. Den Rest von Jisraël / die Unrecht nicht tun / nicht Lüge reden / nicht findet sich in ihrem Mund / des Truges Zunge. / Die weiden und lagern / und keiner schreckt.
22902#Zephania,3,14#14. Frohlocke, Maid Zijons / jauchzt auf ihr, Jisraël! / Freu dich und juble ganzen Herzens / du Maid Jeruschalaims! /
22903#Zephania,3,15#15. Es hat der Ewige entfernt dein Strafgericht / hinweggeräumt deinen Feind / Gottkönig Jisraëls, der Ewge, ist in dir / siehst nicht mehr Unheil.
22904#Zephania,3,16#16. An jenem Tag wird man zu Jeruschalaim sprechen: ,Nicht fürchte, Zijon / laß deine Hände nicht erschlaffen! /
22905#Zephania,3,17#17. Der Ewige, dein Gott, ist in dir / ein Held, zu helfen / er freut sich dein in Lust; / mußt er in seiner Liebe schweigen / erjauchzt er über dich in Jubel.' /
22906#Zephania,3,18#18. Die da bekümmert, bringe ich zur Festzeit heim von dir / die drum die Schmach getragen haben.
22907#Zephania,3,19#19. Sieh, ich tu's mit allen deinen Quälern zu jener Zeit und errette das Hinkende, und das Verstoßne hol ich heim; und ich mache sie zu Ruf und Ruhm auf der ganzen Erde ihrer Schande.
22908#Zephania,3,20#20. Zu jener Zeit bringe ich euch her; und zur Zeit, da ich euch sammle, ja, da mach ich euch zu Ruf und Ruhm bei allen Völkern der Erde, wenn ich euch wiederherstelle vor euren Augen, spricht der Ewige.»